"ereil. 1898 Donnerstag den 20, Juli Air. 168 Amts- und Anzeigeblatt für den Itms Gietzen Gratisbeilage: Gießener Kamilienökätter essow Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag- für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Borm. 10 Uhr. Der Gießener Anzeiger erscheint täglich, «tt Ausnahme deS Montags. Die Gießener M.MtkienVlLlter »erden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigrlegt. erhielten wir nachstehende Zuschrift: Nicht ein Geist der Niedergeschlagenheit war es, der die 400 Delegirten beseelte, andern ein muthiger Geist, der zu engem Aneinanderschließen, zu thatkräftiger Arbeit drängt, der es eilig hat, in neuem Kampfe die Scharte auszuwetzen. Noch nie ist ein Parteitag der Fortschrittspartei oder der deutschfreisinnigen Partei aus o vielen Wahlkreisen besucht gewesen, noch nie ist eine so ;roße Zahl jüngerer Kräfte sichtbar geworden wie diesmal. Dabei betheiligten sich die Delegirten, namentlich die Süd- deutschen, auch die Schlesier, mit größter Regsamkeit an den Debatten- eine Fluth von Anträgen hatte das Bureau der Versammlung zu bewältigen. Von einer Diktatur Richters kein Hauch! Der bewährte und gerade in den Agitationsmitteln erfahrene Führer hatte alle Mühe, den Berliner Entwurf des Organisationsstatuts wenigstens in den Grund- zügen durchzubringen- die Fehler, die unleugbar begangen worden sind, wurden rückhaltlos aufgedeckt. Einmüthig aber war die Versammlung in der Ueberzeugung, daß die Scheidung der unglücklichen Ehe zwischen der Secession und dem Fortschritt erfolgen mußte und daß es nicht die Schuld Eugen Richters war, daß sie nicht längst erfolgte. Hatten doch die Rickert und Genosien bis zum letzten Tage mit ihrer Absicht zurückgehalten, für die Militärvorlage zu stimmen. Daß gleichwohl Herr Richter feierlich erklärte, ein freundliches Zusammengehen in der Zukunft sei mit der freisinnigen Vereinigung in Einigungspunkten, namentlich da, wo es gelte, rückläufige Bestrebungen zu bekämpfen, so gut möglich und erwünscht, wie mit der süddeutschen Volkspartei, darf als eine Widerlegung der oft gehörten Auffassung bezeichnet werden, als ob Richter unversöhnlich und unverträglich sich verhalte. Die Ueberzeugung mußte jeder der Theilnehmer am Parteitage mit sich nehmen, daß auf Grund des neu sestzustellenden und den veränderten politischen Verhältnissen Rechnung tragenden Programms, mit der Fülle an Kräften, die der Partei zur Verfügung stehen, sie guten Muthes in die Zukunft sehen kann. „So wie ein Fähnrich, wund und blutig, die Fahne hoch hält im Gefecht, so blickt Ihr, tiefgekränkt, doch muthig und stolz auf das gewahrte Rechts, durfte Conrad Haußmann in begeisterter Ansprache den im Kampfe unterlegenen, doch mit reinem Wappenschilde aus ihm hervorgegangenen Freunden zurufen. So viel Verführung im Wahlkampfe, so viel Verführung im Parlament — und doch festgehalten an der Ueberzeugung! — War der äußerliche Erfolg des Parteitages ein großer, so hat noch mehr zur innerlichen Annäherung der Parteifreunde er beigetragen. Wie die Delegirten des Südens, Badenser, Hessen, Pfälzer, Hessen-Nassauer, von vornherein einig auftraten, so ergab der mehrtägige Verkehr einen Ausgleich der Anschauungen auch mit den Berliner, den schlesischen und sächsischen Abgesandten, so erregt auch die Debatten sich gestalteten, so störte doch kein Mißton die Verhandlungen. — Nach schwerer Arbeit wurde die festliche Vereinigung der Theilnehmer beim Banket zur schönsten Feier, die von warmempfundenen Trink- sprächen belebt wurde, von denen insbesondere hervorzuheben sind neben Haußmanns Ansprache die geistvolle Rede Munckels, Funks Toast auf die süddeutsche Volkspartei, wie Richters Schlußwort. Nerreste Hac^ri^cib Wolffs telegraphisches Correfpondenz-Bureau. Berlin, 18. Juli. Die „Nordd. Allg. Ztg." ist in der Lage, die Mittheilung des „Kleinen Journals" über eine Unterredung zwischen dem Justizminister und einem jüdischen Assessor dahin zu berichtigen, daß der Justizminister eine Erklärung, wonach er vorläufig nicht in der Lage sei, Juden als Richter anzustellen, nicht abgegeben habe. Berlin, 18. Juli. Den Abendblättern zufolge dauert die stetige Besserung im Befinden des Reichskanzlers fort. Die völlige Wiederherstellung ist in wenigen Tagen zu erwarten. Das Leiden verhindert den Reichskanzler nicht an der Erledigung der Geschäfte. Potsdam, 18. Juli. Die kaiserlichen Prinzen reisen morgen, Mittwoch, Vormittag 8 Uhr 20 Min. von hier zum Sommeraufenthalt nach Cassel. Hamburg, 18. Juli. Der Senat bevollmächtigte den neuernannten Hafenarzt, die ankommenden Seeschiffe behufs Verhütung der Einschleppung ansteckender Krank- heiten zu revidiren, speciell die aus verdächtigen Gegenden kommenden eingehendst im Auge zu behalten- auch länger im Hafen verbleibende Schiffe sollen bezüglich solcher Krankheiten überwacht werden. In Epidemiezeiten können alle Fahrzeuge vom Hasenarzt täglich revidirr werden. Bisher sind keinerlei verdächtige Erkrankungen gemeldet. Vierteljähriger Avonnementspreisr 2 Mark 20 Psg. mit Bringerlohn. Durch die Post biogen 2 Mark 50 Pfg. Redactton, Expedition und Druckerei: Schukstrahe Ir.l. Fernsprecher 51 4 Pferde« gewqt* -r- in tüchtiges DE osort gesucht (xokf ttttö Orsvinjlelle». 6ie6tn, 19. Juli 1893. ** Bon der Witterung. Die lange trockene und heiße Witterung ist nunmehr einem feuchteren und kühleren Wetter gewichen. Damit scheint für dieses Jahr in erster Lime dem Wassermangel, der sich sowohl in den Wasserleitungen als in den offenen Wasserläufen fühlbar machte, beseitigt zu sem. Die ergiebigen Niederschläge der letzten Tage haben den Fluren reichlich das zum Wachsthum so nöthige Wasser zugeführt, und so ist begründete Hoffnung vorhanden, daß noch manches in Garten, Feld und Wiese gedeihen wird, was über den Gemuse- und Futtermangel hinweghilft. Dem Gemüse, dessen spar- Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Deutscher Reich. Berlin, 18. Juli. Mit dem Schlüsse der ersten kurzen, aber so bedeutungsvollen Session des neuen Reichstages und der endlich erfolgten Annahme der Miiitärvorlage ist für die innere deutsche Politik die sommerliche Ruhezeit gekommen. Denn nachdem jetzt die Entscheidung in der hochwichtigen Militärfrage nach langer Ungewißheit gefallen, wird nunmehr die politische Abspannung nach all den Aufregungen der letzten Monate sich um so stärker geltend machen, zumal sür die nächste Zeit keine wichtigere Frage der inneren Politik als „brennend" zu entdecken ist. Immerhin dürsten vorerst mancherlei Nachklänge aus der nun abgeschlossenen bewegten politischen Periode das allgemeine Interesse einigermaßen noch wach erhalten. Hierzu gehören namentlich die sechs Nachwahlen zum Reichstage, von denen diejenige in Hofgeismar-Rinteln bereits stattgefunden hat, mit dem Ergebnisse, daß eine Stichwahl zwischen dem Conservntiven v. Buttlar und dem Antisemiten Dr. König notwendig ist. Eine gewisse Aufmerksamkeit beanspruchen auch die Auseinandersetzungen innerhalb der antisemitischen Partei, wie solche besonders in einer neulich zu Berlin veranstalteten antisemitischen Versammlung gezeitigt wurden. Der Reichstagsabgeordnete für Marburg, Dr. Böckel, hielt eine demagogisch gefärbte Rede, welche die Einleitung zu wüsten Lärmscenen bildete, bei denen sich der Gegensatz zwischen den verschiedenen antisemitischen Richtungen deutlich offenbarte. Unter diesen Umständen kann man der Weiterentwickelung der Dinge in der antisemitischen Gesammtpartei mit einem gewissen Interesse entgegcnsehen. Auch im Lager der Centrumspartei machen allerhand unerquickliche Erörterungen von sich reden, die, wie z. B. der Briefwechsel zwischen dem Abgeordneten v. Sckalscha und dem Grafen Hompesch, dem Vorsitzenden der Reichstags- fraction der Centrumspartei, und die Mandatsniederlegung des Abgeordneten Letocha, mit der Haltung des Centrums in der Militärfrage Zusammenhängen. Zu erwähnen wäre vielleicht noch der in Berlin abgehaltene Parteitag der freisinnigen Volkspartei, der indessen durch seinen Verlauf manche weitergehende Erwartungen der Parteigenossen im Lande getäuscht haben dürste. Denn vorläufig soll in der genannten Partei Alles beim Alten bleiben, die Ausstellung eines neuen politischen Programms wird Sache eines im nächsten Jahre einzuberufenden Parteitages sein. — Die Gerüchte über den bevorstehenden Rücktritt des Staatssecretärs des Reichsschatzamts Frhrn. v. Maltzahn-Gültz bestätigen sich, der „Post" zufolge. Als Nachfolger des Herrn v. Maltzahn nennt man u. A. den Unterstaatssecretär v. Sch raut in der Regierung der Reichslande, sowie den Freiherrn v. H u e n e, den bekannten Centrumspolitiker. — Eine neue kriegerische Action derdeutschen Schutztruppe in Kamerun ist jetzt bekannt geworden. Sie galt der nachdrücklichen Bestrafung der rebellischen Mabeas im südlichen Kamerun, welcher Zweck vollständig erreicht wurde. Die zur Lösung dieser Aufgabe unter Führung des Assessors Wehlan aufgebrochene deutsche Expedition zerstörte fast sämmt- liche Dörfer der Mabeas und brachte den Aufständischen große Verluste bei. Schließlich baten die Mabeas um Frieden und lieferten den Deutschen ihren ersten Häuptling Benga aus, welcher auf Befehl des deutschen Expeditionschefs gehängt wurde. Berlin, 18. Juli, lieber den Verlauf des Parteitages der Freisinnigen Volkspartei in Berlin Bekanntmachung, betteffend Abhaltung landwirthschaftlicher Vorträge. Herr Landwirthschaftslehrer Leithiger zu Alsfeld wird Vorträge über die zur Linderung der Futternoth dienenden Mittel abhalten: L n . 1) Samstag den 22. Juli d. Zs., Abends 8 Uhr, m dem Saale des Gastwirths Konrad Volk in Trohe, 2) Sonntag den 23. Zuli d. Z8., Nachmittags 3 Uhr, in dem Saale des Wirths Kaspar Langsdorf zu Garbenteich. Zu diesen Versammlungen werden nicht nur alle Mitglieder des landwirthschaftlichen Vereins, sondern alle Land- wirthe und Freunde der Landwirthschaft ergebenst eingeladen. Die Herren Bürgermeister der vorgenannten und benachbarten Orte werden ersucht, aus möglichst zahlreichen Besuch der Versammlungen hinzuwirken. Gießen, den 14. Juli 1893. Der Director des landwirthschaftl. Bezirksvereins Gießen. Jost. Wiese zu kaufen. Berlin, 19. Juli. Die hiesigen Bäckergesellen hielten gestern zwei Versammlungen ab, worin beschlossen wurde, auch für das Bäckergewerbe Controlmarken einzuführen. Die Bäcker verlangen die zwölfstündige Arbeitszeit einschließlich der Pausen. Königsberg, 18. Juli. Der Generalgouverneur der Bezirke Kowno, Wilna und Grodno hat, wie verlautet, die über 50 Jahre alten Verbote über den Nichtgebrauch der polnischen Sprache an öffentlichen Orten und im Verkehr mit den Behörden aufs Neue in Erinnerung gebracht und für Verletzungen derselben strenge Bestrafung vorgeschrieben. Schneidemühl, 18. Juli. Die Staatsregierung hat ihre Genehmigung zur Veranstaltung einer Lotterie versagt und dagegen staatliche Hilfe in Aussicht gestellt. Waldenburg, 18. Juli. Großes Aufsehen erregt hter die Ausstoßung zahlreicher Mitglieder aus dem Kriegerverein und dem reichstreuen Bergarbeiterverein wegen ihrer Haltung bei der Reichstagswahl. Budapest, 18. Juli. In Dees und Szathmar wurden in den letzten Tagen mehrere choleraverdächtige Fälle amtlich festgestellt. London, 18. Juli. In den Kohlengruben fand eine Abstimmung statt, in welcher die Ablehnung der vorgeschlagenen Lohnreduction einstimmig beschlossen wurde. Auf 35 Gruben wurde der Ausstand beschlossen. London, 18. Juli. Die Subscription für die Hinterbliebenen der „Victoria" ergab eine Million ^^Chicago, 18. Juli. Die Hitze hat in den letzten Tagen derart zugenommen, daß täglich acht bis zehn Personen an Sonnenstich sterben. Berlin, 19. Juli. Der „Vossischen Zeitung" zufolge wäre die Aufgabe der Fankfurter Conferenz, daß die Finanzminister sich über eine systematische Finanzreform verständigen. Ein vom preußischen Finanzminister Miquel ausgearbeiteter umfassender Plan solle als Grundlage dienen. — Die „Staatsbürger-Zeitung" meldet aus Neustettin, daß bei der dortigen Nachwahl bis jetzt F o e r st e r 3059, Stöcker 620 Stimmen erhielt. Die Wahl des ersteren sei sicher. '®'*n 10 Uhr nmentz, iftÄ0ber weniger i * aber wird Der- W^enid. "'tenverfichervng ll! I« M, "schlands. Ä jrsie einMt, nicht nur ^wmen in vielleicht ^freien Lebevs- Wwanfenben Zinz- K welche sich durch Erfüllung ihrer Vn- Italien. ° durch den Vertreter __785 Gießener Anzeiger Generat-Mnzeiger. 12« 1» 1*° 0 führt AGEWERBEA [AUSSTELLUNG U6I Leipzig a bei V WS,,/ nt« 10 Leipzig 1819. Wenden -- Stockholm, 18. Juli. Die „Hoheuzollern" mit dem Kaiser und der Kaiserin an Bord ist heute Vormittag auf der Rhede von Wisby eingetroffen. Eine zahlreiche Menschenmenge war auf dem Quai anwesend, Häuser und Schiffe waren reich beflaggt. Das Kaiserpaar begab sich mit Gefolge um ö1/* Uhr an Land und unternahm eine Fahrt durch die Stadt nach den Ruinen. Das Diner wurde an Bord eingenommen. Abends findet ein Fest zu Ehren des Kaiserpaares in den beleuchteten Ruinen statt, wobei Scenen aus dem kirchlichen Leben des Mittelalters und der Hansa- zeiten, verbunden mit Gesängen zur Darstellung gelangen. Depeschen de« Bureau .Herold". Berlin, 18. Juli. Dem Vernehmen nach findet am 6. August in Frankfurt a. M. eine Conferenz der Finanzminister der deutschen Bundesstaaten mit Dr. Miquel statt. Berlin, 18. Juli. Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht eine kaiserliche Cabinetsordre, worin der K a i s e r dem R e i ch s - kanzler Graf von Caprivi seine volle Anerkennung 1 und seinen unauslöschlichen Dank für den erfolgreichen Ab- schluß der Verhandlungen über die Armeereform aussprrcht. Das fachmännische Verständniß, der staatsmännische Blick und die hingebende Tätigkeit des Reichskanzlers hätten die Reform ihrem befriedigenden Ende entgegengeführt. Berlin, 19. Juli. Die Proviantämter haben hinsichtlich des Ergebnisses der Futterernte in den begünstigteren östlichen Landestheilen die Weisung erhalten, das Heu der neuen Ernte bei völliger Trockenheit auch direct von der 'azinier tust, tvent. früher CW« ob« isprüche. Gr st. Offerten »fvn 6« w» sichtige renmachtt eucht. leuen Baue 21. Ä« ]t. Offerten unter 6 567 b. Äl-- liches WachSthum in den hohen Preisen sich auSdruckte, den Kartoffeln, die man um diese Jahreszeit nun tum al „neu" zu essen gewohat ist, dem Obst, welchem massenhaftes Abfallen drohte, ist der Regen in erfreulichem Maße zu statten gekommen. Wiesen-, »Ice* und Krautäcker haben sich sichtbar erholt und versprechen Erttäge, an die vor wenigen Wochen noch Niemand zu glauben wagte. Don einem Zuviel 'N Bezug auf Regen kann noch nicht die Rede sein, denn die Aufnahmefähigkeit der Erde an Wasier ist infolge der langen Trockenheit bis zu einem Grade gesteigert worden, der jede Befürchtung von durch Wasier entstehenden Schaden vorläufig überflüssig erscheinen läßt. Wie alles, so hatte auch die hinter uns liegende Trockenung ihr Gutes ; sie gab manchen werthvollen Wink auf land* und volkSwirthschastlichem Gebiete, sie führte zu Versuchen und Maßnahmen, die für später werthvoll werden können und wiederkehrende Nothstände weniger drückend erscheinen lasien. •• Briefmarkensammler wird die Nachricht interessieren, daß am 1. August neue belgische Briefmarken von 2, 20 und 25 Centimes, am 1. September solche von 1 und 5 Centimes, am I. October solche von 50 Centimes und von 1 Franc und am 1. November solche von 35 Centimes und von 2 Francs zur Ausgabe gelangen. \ Beuern, 18. Juli. Mit der Ausdehnung der Gießener Quellwasserversorgung auf unsere Gemarkung scheint eS nunmehr Ernst werden zu wollen: Herr Commerzienrath Heyligenstaedt aus Gießen hat neuerdings Namens der dortigen Bürgermeisterei einen größeren Theil der erforderlichen Wiesen, zunächst der Münchmühle, angekauft. § Bermuthshain, 16. Juli. Der bei der BaSler Missionsgesellschaft ausgebildete Missionar BalthasarGroh von hier, welcher als Missionar 6 Jahre in Akropong, sowie auch als Stationsvorsteher dieser Missionsstation auf der Goldküste gewesen, ist gestern mit Familie hierher zurückge- krhrt, um sich zu erholen. E. Echzell, 18. Juli. Lea extremes ae touchent! kann man sagen, wenn man die ängstlichen Mienen sieht, mit welchen unterere Landwirthe nach dem mit schweren Regenwolken behangenen Firmamente blicken. Verzagte Leute glauben nämlich: nun bezahlt sich die Witterung aus. Hundert Tage lang hatten wir anhaltende Dürre und Trockenheit, jetzt gibts hundert Tage lang Regen und Näsie und das BiSchen, was gewachsen ist, geht elend zu Grunde und wird Wasser. Bor allen Dingen muß zur Beruhigung Vieler bemerkt werden, daß wir lange noch nicht genug Regen haben, obgleich wir seit einer Woche, d. h. vom 11. d. Mts. an, fast jeden Tag mehrere kräftige Regengüsse erhielten. Das Manko, welches durch einen mehr als dreimonatlichen Regen- auSfall entstand, wird nicht durch acht Tage lang auftretende Spritzer ersetzt. Der Beweis ergibt sich ganz leicht, wenn man in die Erde gräbt. Auf bebautem Grunde findet man, daß die Feuchtigkeit vielleicht auf 20—30 Zentimeter eingedrungen ist. Auf Klee- und Stoppeläckern ergeben sich höchstens 10—12 Zentimeter. Wir rathen den Landwirthen: schleunigst die Kornstoppeln umzubrechen und Futtermittel: Rüben, JohanniSroggen, Zottelwicke, weißen Senf, selbst noch Erdkohlraben und Dickwurzeln nachzupflanzen, das Wetter ist ganz vortrefflich dazu und bedeutende Futtermassen können noch erzielt werden. Das was die Leute deprimirt, ist, daß die Gerste fast überreif geworden und bei dem anhaltend nassen Wetter nicht geerntet werden kann. Der Kern der Gerste ist sehr schön, sie kann daher als Brauergerste Verwendung finden und wird dann mitunter höher als Weizen bezahlt. Regnet eS längere Zeit darauf, so wird der Kern trübe und die Qualität leidet. So weit sind wir aber noch lange nicht. Vorerst ist der Regen Tonnen GoldcS werth; aber die regnerische Witterung ist man gar zu schnell müde. Ganz prächtig sehen die W'esen au«; das Herz lacht einem, wenn man daS junge, frische, saftige Grün in den Wiesenthälern erblickt. Einen so schönen Wiesenwachs haben wir während deS laufenden Jahres 1893 noch nicht gehabt; wir werden jetzt falt mit Gewißheit einen hübschen zweiten Kleeschnitt und eine befriedigende Grummeternte zu erwarten haben. Auch bei uns zeigen sich die Engerlinge, welche an Dickwurzel* und Kartoffeläckern empfindlich schaden. Wir müffen entschieden darauf hinwirken, daß ganze Kreise und, wenn nöthig, die ganze Provinz Schritte thut, um im nächsten Frühjahre dem gefräßigen Insekte den Garaus zu machen. Vereinzelte Versuche sind Schläge ins Wasser. — Bei unS schlug der Blitz kürzlich auch ein und zündete; eS war aber so rasch Hülse zur Hand, daß man unverzüglich des FeuerS Herr wurde. Unsere Nachbargemeinde Geiß Nidda ist eine von denjenigen, welche von der Feuchtigkeit am meisten einbüßte. Alle Regenwolken und Gewitter zogen über die Gemarkung weg, oder an ihr vorüber, ohne einen Tropfen Regen fallen zu laffen. Die Fluren waren förmlich ausgebrannt. Nun ist es auch bester geworden und die Leute haben frischen Muth bekommen. 8 Dom obere« BogelSberg, 18. Juli. Hoffentlich vermag daS seit einigen Tage herrschende Regenwetter der Futternst h noch insofern zu steuern, als cS daS WachSthum von Sommerfrüchten, von Grummet, Dickwurz, Kohlraben u. s. w. fördert. Man hofft in diesen Feldfrüchten noch auf eine gute Ernte. Damit hören hoffentlich auch die vielfach auSgeführten GraSdiebstähle, deren sich daS Forstpersonal bisher kaum erwehren konnte, auf. Erst kürzlich wurden Bauern in den fiScalischen Waldungen angetroffen, als sie mit der Sense GraS abmähten; sie ergriffen die Flucht, als sie des Forst- gehilfen ansichtig wurden, sie ließen ihre Werkzeuge zurück, als der Forstgehtlfe einen Schuß abseuerte. Die Zahl der Anzeigen wegen Waldfrevel dürfte in diesem Jahre eine hohe sein. Der Futtermangel hat auch Viehkrankheiten im Gefolge. So sind In Ilbeshausen innerhalb drei Wochen 10 Stück Rindvieh und eine Anzahl Schafe verendet, und viel Vieh befindet sich in tbierärztkicher Behandlung. Auch der vielerorts herrschende Wassermangel, der em Tränken des Viehs mit reinem Wasser unmöglich machte, mag mtt Urlache der Drehkrankheiten und -Sterblichkeit sein. Bad-Nauhei», 17. Juli. In der vorigen Woche find 754 Kurfremde, im Ganzen jetzt 6007 Personen, hter angekommen. Friedberg, 17. Juli. Heute Nacht erhängte fich in einem Neubau in der Ludwigstraße ein hier unbekannter Arbeiter. Alzey, 16. Juli. Die hiesige Stadtverordneten-Ber- sammlung schreibt soeben die Bürgermeisterstelle aus. DaS pensionsfähige Gehalt beträgt 3600 Mk., außer freier Dienstwohnung und ca. 400 Mk. Sportel Einkommen. Bingen, 18. Juli. Bei Herrn Photograph Hilsdorf sind zwei in jeder Beziehung vorzüglich auSgeführte, sehr interessante PortraitS ausgestellt. ES sind die Photographien deS 999sten und lOOOften Patienten deS Herrn Spracharztes Gerdts hier. Der 999ste ist ein Mainzer, der lOOOfte Patient aus Christiania in Norwegen. Der Patient auS Christiania, der sehr schwer unter seinem Stotter- übel litt, hatte bei einem Taubstummenlehrer in Christiania 7 Monate lang anstrengende Hebungen durchgemacht, aber ohne jeden Erfolg, während er in der Heilanstalt deS Herrn Spracharztes Gerdts eine gute, natürliche Sprache erhalten hat. Ebenso spricht der Mainzer, der Lehrer werden wird, heute wie jeder gesunde Mensch, als ob er nie gestottert hätte. Die hiesige Heilanstalt ist die einzige, die solche Erfolge aufzuweisen hat, denn anderweitig wird meistens den Sprachleidenden, statt Heilung, eine auffällige Sprechweise beigebracht, die im practischen Leben nicht beizubehalten ist. Es suchen und erhalten in der hiesigen Heilanstalt Sprachleidende, die mehrfach Kuren ohne Erfolg durchgemacht haben, bei nur einigermaßen gutem Willen wieder eine natürliche Sprache. Studenten, Lehrer, Aerzte, Prediger, Kaufleute und andere Berussklaffen sind durch Herrn Spracharzt Gerdts von ihren Sprachseffeln befreit worden, so daß sie ihrem Berufe leben können. Diese Anstalt ist ein wahrer Segen für Stotternde. ' verinrfchter. * Frouhauseu, 18. Juli. Ertrunken. Die gestern, von hier gebrachte Notiz über den Selbstmord des dreizehnjährigen Knaben ist dahin zu berichtigen, daß der Junge nicht, wie man anfänglich annahm, aus Furcht vor Strafe geflohen ist. Er wollte vielmehr nach einer in der Lahn gelegten Angel sehen, bei welcher Gelegenheit er an dem steilen Ufer abgerutscht und ertrunken ist. Die Leiche ist gestern Nachmittag an der fraglichen Stelle geländet worden. • Fulda, 17. Juli. Hier soll eine Kn eipp'sche Wasserheilanstalt errichtet werden. Zu diesem Zwecke hat der Vorsteher der barmherzigen Brüder, Bruder Urban, sich in Wörrishosen einem mehrwöchentlichen Studium der Wasserheilkunde, unter directer Anleitung des Pfarrers Kneipp, unterzogen und will derselbe die Heilkunst ausüben. ♦ Neuwied, 18. Juli. Der Salondampfer „Deutscher Kaiser", auf der Thalfahrt nach Köln begriffen, collibirte hier mit einem Segelboot. Die Insassen desselben fielen ins Wasser und Einer von ihnen ertrank. • Chemnitz, 18. Juli. In Ernstthal stürzte beim Heben ein Baues das Gerüst mit 200 Arbeitern ein, wobei 20 Personen schwer und viele leicht verletzt wurden. * Ein Familiendrama hat sich am Sonntag Abend in Spandau abgespielt. Infolge ehelicher Zwistigkeiten hat eine Frau ihren Mann mit einem Brodrnesser erstochen. Die Frau wurde verhaftet. * Zweibrücken, 15. Juli. Der Blitz erschlug in Böck- Weiler einen 25jährigen Feldarbeiter und in Erbach ein 12jährigeS Mädchen. ♦ AuS AuSbach, 15. Juli, wird geschrieben: Gestern sollte hier eine Hochzeit stattfinden. Alles war vorbereitet, Küche und Keller mit Allem versehen, der Bräutigam mit seinem mächtigen Hochzeitsstrauße am Bahnhofe in Empfang genommen und im Wagen nach der Braut geleitet, auch der Standesbeamte war zur Trauung bereit, nur die Braut nicht. Sie blieb einfach im Bette und war nicht einmal zum Auf- stehen zu bewegen. Demnach blieb dem Bräutigam nichts weiter übrig, als sich ins Unvermeidliche zu fügen und ohne die erhoffte Frau die Rückreise in seine Heimath anzutreten. Weil aber der Tag doch mit einer Feier abschließen sollte, so verlobte sich der Vater der Exbraut, der schon länger Wittwer ist, kurz entschlossen mit einer hiesigen Wittfrau. ♦ Ottelsburg, 13. Juli. Auf dem Schießstande schoß gestern ein Oberjäger der 4. Compagnie des hiesigen Jäger- bataillonS mit dem Gewehre eines Gefreiten und stellte eS alsdann bei Seite, ohne die Sicherheitsklappe vorzuschieben. Der Gefreite, nichts ahnend, nahm das Gewehr unter den Arm und muß hierbei, wie man der „Danz. Ztg." berichtet, an den AbzugSbügel gekommen fein, denn plötzlich knallte der Schuß und der entgegenkommende Jäger ZiemS stürzte, in den Kopf getroffen, tobt nieder. * London, 18. Juli. Heute früh ist daS Häufer-Geviert zwischen St. Mary Axe, BeviS Mark und Bury Street a b- gebrannt. ES war die größte Feuersbrunst, welche feit Jahren in London gewüthet hat. Bis sechs Uhr waren ca. 25 große Geschäftshäuser eingeäschert. DaS Feuer brach in der Druckerei Brown u. Co. auS, deren Dach zehn Minuten nach Ankunft der Sptttzen einstürzte. Um drei Uhr waren bereits 30 Dampfspritzen auf der Brandstätte, ttotzdem blieb daS Feuer nicht auf daS Hausergeviert beschränkt, sondern ergriff auch die Häuser auf der anderen Seite von St. Mary Axe. * Eine zweckentsprechende Preisaufgabe für die Gegenwart wäre ein Briefsteller für verreiste HanSfrauen. Von einer in der Sommerfrische weilenden Berliner Hausfrau geht dem „Berl. Tagebl." ein Schreiben zu, in welchem sie sich beklagt, daß unsere deutsche Sprache bedeutsame Lücken und Mängel aufweist. Die betreffenbe Dame ist nämlich genötigt, an ihr in ber Wohnung zurückgebliebenes Dienst- mäbchen zu schreiben. „Wie soll ich nun," fragte sie, „meine Köchin im Briefe ober auf ber Karte anreden?" „Liebe Marie!" widerstrebt meinem Gefühl, da sie mir bei all ihrer Tüchtigkeit doch auch schon viel Niederträchtigkeiten geboten hat. DaS bloße „Marie" geht doch auch nicht, ebenso wenig „Geehrte" ober gar „Geschätzte". Offen geftanben, ist mir bie Abresse „Fräulein" auch nickt bequem; waS soll ich thun? Wir bringen den Klageruf ber Dame zur öffentlichen Kcnnt- niß, vielleicht machen sich finbige Köpfe an bie Herausgabe eines „Briefstellers für verreiste Hausfrauen". * Ein Lanbwitth theilt über ben Schutz der Pferde vor Fliegen in ber Zeitschrift „Das Pferb" folgenbeS mit: „Mitte Juni erntete ich Heu unb fanb gleich bei ber Eindringung ber ersten Fuhren, baß baS vorgespannte Hand- pferb, ein Schimmel, so von Fliegen zerstochen war, baß ihm bas Blut an der Brust, am Bauch und an den Beinen herunterrann. Da mich das Thier dauerte, ließ ich anhalten, goß in ein Gesäß einen halben Liter Wasser, mischte dies mit ungefähr 20 Gramm Carbossäure, ließ damit dem Thiere die zerstochenen Stellen abwoschen und fand, trotzdem dasselbe den ganzen Nachmittag angestrengt wurde und schwitzte, daß die Fliegen nunmehr fern blieben, weshalb dieses einfache Mittel als erprobt Pferdebesitzem bei ähnlichen Anlässen bestens empfohlen werden kann". Wöchentliche Übersicht der Todesfälle in Gießen. 28. Woche. Vom 9. Juli bi« 15. Juli 1893. Einwohnerzahl: angenommen zu 21100 (inet. 1600 Mann Militär). SterblichkeitSziffer: 44,36°/«bezw. 19,71 nach AuSschl. ber Ortsfremden. Kinder An m. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie eldt der TodeSsälle in der betreffenden Krankheit auf von auSwärtS nach Gießen gebrachte Kranke kommen. ES starben an: Zusammen: Erwachsme: im vom 1. Lebensjahr: 2.-15. Jahr Diphtheritis 4 (3) 1 — 3 (3) Abdominaltyphus 1 (1) 1 (1) — — Tuberkulose anderer z Organe 2 (2) 2 (2) — Kehirnschlagfluß 1 1 — — Organ. Herzkrankheit Darmcatarrh und 1 (1) 1 (1) — — Brechdurchfall Sonstige benannte 3 — 3 — Krankheiten 5 (3) 2 (1) 1 2 (2) Unbef. Todesursache 1 1 Summa: 18 (10) 8 (5) 5 5 (5) Ganz seid, bedruckte Foulards Mk. 1.35 bis 6.85 p. Mtt. (ca. 450 versch. DiSposit.) — sowie schwarze, weiße und farbige Seidenstoffe von 75 Pf. bis Mk. 18.66 per Meter — glatt, gestreift, carttrt, gemustett, Damaste rc. (ca. 240 versch. Qual, unb 20(0 versch. «Farben, DessinS ecj. porto- und zollfrei. Muster umgehend. [662 Seiden-Fabrik 6. Henneberg (k. u.k.Hoii), Zürich. Schisfsnachvichten. Der Poftdampfer „Illinois* der „Red Star dne* in Antwerpen ist laut Telegramm am 16. Juli wohlbehalten in Philadelphia angekommen. titcratur und Itanft. — Mit großer Präciston erscheint soeben daS Amtliche ReichStagS-Handvuch für die am 4. Juli begonnene neunte LegiS- latur-Periode, herauSgegeben vom RetchStagS-Bureau, im Verlage von Trowitzfch & Sohn in Berlin. Bei den weitgehenden Aender- ungen im Mitgliederbestände deS Reichstags nehmen die Biographien der Abgeordneten und daS FractionSverzeichniß, die in dieser offictellm Publikation durchaus vollständig und authentisch vorliegen, bad regste unb allgemeinste Interesse in Anspruch. Weben diesen Angaben enthält daS elegant und geschmackvoll ausaesiattete Buch höchst inlerefiante unb für daS Verständniß ber Budget-Der hanblungen wichtige Tabellen über den ReichShaushaltS-Etat, bie Matricularbeittäge und Heber» Weisungen der letzten 10 Jahre, sowie die Zoll- und Steuerbeiträge von 1870 ab. Ferner finden wir darin die vom ReichstagSbureau mit Anmerkungen versehenen ReichSversassunaSgesetze unb ergänzenden Vertragsbestimmungen, die VerfassungS- unb VerwaltungSgeseye ber Reichslande, das Wahlgesetz unb dessen AuSführungSreglement, die Geschäftsordnung des Reichstages und Verfügung bett, die steno- graphischen Berichte rc., also eine amtliche Zusammenstellung aller einschlägigen Gesetze. Diese außerordentliche Reichhaltigkeit des BucheS (Preis drosch. 2.40 Mk., geb. 3.40) macht eS zu einer wichtigen Erscheinung nicht nur für den Practiker, sondern bei dem allgemein« Interesse, das unferm parlamentarischen Leben entgegengebracht wird, auch für die weitesten Kreise deS Publikums. Der biographisch- statistische Theil apart ist zu 1.20, geb. 2.20 Mk. zu haben. Bei der Redaction eingegangcne Bücher rc.: — „Wie ist die Aussprache deS Deutschen zu letzreul* Vortrag von Wilh. Vietor, Professor an der Universität Marburg. Dieser Vortrag empfiehlt sich nicht Lehrern nur zur Pflege deS Deutschen in der Schulen, sondern auch der Beachtung von Gesang- und DeclamationSlehrern, Schauspielern und Sängern. Preis 50 Pf. Verlag der N. G. Elwert'schen Verlagsbuchhandlung in Marburg. — Wohlfahrt» Einrichtungen über ganz Deutschland durch gemeinnützige Privatthättgkeit unter Reichsgarantie. Ein Stück socialer Reform von Paul Lechler, Stuttgart. Verlag von W. Kohlhammer daselbst. Eine auf« höchste beachtenSwerthe Stimme ruft zur Organisation von Wohlfahrtseinrichtungen über ganz Deutschland auf. In ter That ist Paul Lechlers kleine Schrift die einzige, die positive unb, wie uns dünkt, practische Vorschläge über die Lösung ber Wohnungsfrage für Arbeiter bietet. Witt erring saus sichten Wetterhäuschen, Südanlage. — l». Juli, Morgen« v Uhr 18. Juli, Wttägmmjr Barometer: Thermometer: Hygrometerstand: min.743mm, max.746mm „4- 81/!0 R. „ + 11°R Neigung f. nasse Witt. min. 742mm, max. 744 mia , 4- 11» R. „ + 15»B Viel 'Ntederschl., Sturm. Mittlerer Barometerstand bei 0» R. = 744,7 mm. Temperatur der Lahn nnd Luft nach Reaumur gemessen am 19. Juli, Mittag« zwischen 11 und 12 Uhr: Wasser 14, Lust 12 Grad. Rübsamen sche Badeanstalt. itflen auf dm hikW jUr Uencuritnafit ber fl Itatt in Sieben $Iur 8 St- 35 i - 1A ben LchlMär -eimerflraßt, Ita 8 fr. 36,5-106 9 Lt 8 fr. 37,s-44 q $8t8fr.38,5 - 44 q An e fr- 4U - bv < Aur8fr.42,,-Löc Siu: 8 9h-99-862 qi .Hur 5 fr. 104-319 q i-itnllld) meistbietend Der WW.VI.MNW. GeA urttfteriä 2- A.: Bo ■ Aroyeii'M°'^ 6381__,—2- MMN Montag bw2' 1) Kinderarbeit 2) Iape;ierarbeit. ' mii lapetenlieietun Hungen, am IM“ <•*! «4 3' binnen ßt* SS—' ■ c ' Donnerstag d SajmitiagS i im.rldltt'.Mnllplah, gegen Baarjahlung äffet ■erben: 2 Psnde, 1 ©äße 1 hobel-, 1 Tichdo 3 Men, 2 ©amitu 1 taffafimt, 3 1 Silbetfiranf, 1 Epfeflel 1 Mm 1 rnrfW ssizm iebeim um 4 W an i&'ammentoift am Wb rirta 1 Morgen Äon Perfleigerung oorauflf. | ___Ger Heute WMh toi Nachmittags »teingiiaii MHat aetssbietevd t>i ’ mrttM,. ewjj ®u teetetit W; *$] *Jeab« ___ Taxe jur etnp ifön r«* ? fen I $ i knft. Soeben das AmM«» bWm mmeLraiS- t«mm, im SJeriaoe Jtn Milgehrndm Mu-. W, die tn dieser ossictellea Misch oorltegen, das regste ^»diesenAngaben ent- l^BllchhMtnlnestavte nblunitnm^tlfttTabM dcultnWgt unb Utbtn ■ W unb Tieuerbeilrägt die vom Reichslagsburm mgSgesetze unb ergLnzmdm unb Dnwallungsgesege bei Ausführungsrcgiement, bit Verfügung betr. ble steno- de Zusammenstellung alla ^e ReichhMgkeil bes Buche? es zu ein« wichtigen Er- ubem bei dem allgemeinen leben entgegengebracht wird, tkums. Der biographisch: 10 M. ju haben. »ten. Wed Star Line« in An». woMehakten in Phj^ - hm “ * ?! tolt bei M^'ebe 'ch nicht 8tboten ? *S'°» ' sch e an bie 7. fienntl rauen". $ttauMe J* *» ft* 6lt , .W* "jj* <*. damit dem Thier, y™ btoU '«H M« ' i61Nm änlifc gene Bücher re.'. .iwWMttW in der Universität Marburg, nur zur Pflege bes Deutschen achtung von Gesang- unb b Sängern. Preis 50 Ps. buchhanblung in Marburg, öder ganz Drutschland steichsgarantie. Ein Stuck Stuttgart. 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Mft ju tabtln gefur docke meistens aus de 'ch dir Poitzen dn bemerkbar machen. 2 anschastma von 3«ö' nur fremde Böcke, Halters angekauft mei Actlva. Kassenbestand . . . Geschäfts-Utensilien . Waarenvorrath. . . Waarenausstände . . De Bninl, Itz. tzt-rn dir Pehai schmrrer Fehler Todesfall- und Akters-(Kinder ) Versicherungen. Äller Uebevschutz kommt -en versicherten zu gut Passiva. AntheibConto der Mitglieder .... Neservefond.... Betriebsrücklage . . Div. Gläubiger . . Reingewinn.... LiSconto-Eoannvrd.'Lmh. Darmstädter Bank-Lcr. DreSdmer SenMct Nordd. Lloyd-Act. Wiener Bankver^Lct Oeft. Eredit-Lct. Jtal. Mtttelmeerbahn Net. Gelsm. Berga^Lct. Entree 50 Plg< Kranwe, Grossh Musikdirector. rief- end Packetsienel- Marken in Prägednick werden schnall and geb. Goess. [6370 3°/o Reichsanleihe 3Vi% do. 3*/e Preuß. Consol« 3'/?/. do. Mitgliederzahl Ende 1892 88 euern, am 18. Juli 1893. Meiner verehrlichen Kundschaft zur gefl. Nachricht, daß ich glicht, wie böswilliger Weise verbreitet wird, mein Geschäft aus- ■VT TPVi STV ----- gebe, sondern das Kundengeschnft in unveränderter Weise fort* XI. Kölner Schulerreise betreibe Achtungsvoll Hesffchk Oel- und fdtdUanufndur. Schloss & Gans. Steins Saalbau. Mittwoch den 26 Juli 1893, Abends 8 Uhr t 6248 j M^bl. Parterre Um. auf 15. Aug zu vermiethen. Bleichstraße 9. 6006] Ein freundlich möblirteS Zimmer per 1. August zu oermtetben. ________Dammstratze 31, II. 2449J In meinem Neubau, Ecke der Damm- und Eteinstraße, ist ein Lade« sofort oder später billig zu vermiethen. Andreas «uler, Steinstraße 7, U. Tonntag den 23. Juli: Ausflug nach Alsfeld „Voigts Lederfett“ ist das Bests doch achte man genau auf Firma und Etiquette: (§402 Th. Voigt, Wfirzburg, und nehme kein anderes. Vertreter geeuqfit. LioidkllLk fnr die ^odesfaloerkchertrn: 40° o der -rdenUtche« IatzresprLmte und extra 20° q der alternative« Zusalzprämie oder 3 v/o steigende Dividende aus der «esammt. Prämie einschließlich Zusatzprämie. Zu weiterem Beitritt laden ein die Vertreter: Hießen: F. Stammler, E. Fischbach, Chr. Arnold, chrünberg: Louie Holl. Saubach: W. Klipatein. Aetterfefd: Lehrer Jakob. [6369 Martin Schmall, Bildhauer, Steinstraße 52 h Gießen Lteinstraße 52 a Kuinabwt flontagS. Donneretag den 20. Juli: 4. Abonnements»Concert ruhl’schen u. Druckerei nach dem Berner Oberland. 20 Tage. Reisekosten Mk. 160. Abreise am' 15. August. Gefl. Anmeldungen bei dem städtischen Turnlehrer — Weidner, Köln, Humboldtstraße 41. [6380 Damen fl S-a« r«rnl-hr-ri« *****w** Weidner und einigen Lehrerinnen anzuschltetze«. j Summa 6710.02 Mitgliederzahl Ende 1891 Abgang in 1892 . . Zugang in 1892 . . Tai AM 8 Sufibarfeitei MW * H# SwW-1 Hinblicke in Mhlchaft N öffentlichen Lustbarkei! wir emvs'ehlrn den Gl Lnhomg des Gemein suche um Tanz-Ellam lajuitg ;u* hiti. 3«* hu Mru MM mit MUMM werden diese ^eBchl sein und wird für so< nicht ertheilt werden. EourSbericht von E. Wasserschleben, Bankgeschäft Frankfurter Börse vom 19. Juli 1893. Schlußesur^e 1 Uhr 15 Min. Bilanz am 31. December 1893. 59/3] Logis im 2. Stock zn ver- mleihen. C'hr. Walienfel*, ___________Marktplatz. 5520] BlSmarckftraße 22, gegenüber der Realschule, ist d r 2. Stock, bestehend au» 6 Zimmern rc., zum 1. August anker» wellig zu vermiethen.___________________ 6373] Schön möbltrteS Zimmer zu ver, mtetbew Westanlage 12 (Hochvarterre) 52a Steinstrasse 52a Z eröffnet und empfehle ich mich in Ansertigung von Ornamenten M und Figuren nach vorhandenen Portraits und Zeichnungen, sowie 3 Grabdenkmälern jeglicher Art. Jeden bestellten Stein fertige nach $ von mir entworfener Zeichnung an. ,W Die Herren Architecten mache ich speciell auf die Uebernahme von ® Bauarbeiten aufmerksam. M, Gießen, Bleichstraße 15 a g e r in lüallhinkn- und Llagtn-chtlkn, Wagen- und IHofrijintn- Fetten, Vaseline. 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