Rr. 117 Erstes Blatt Samstag den 20. Mai 1893 Der Htrßener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme des Montags. Tie Gießener Iramikienblälter werden dem Anzeiger wvchrnilich dreimal beigelegt. Gießener Anzeiger Kenerat-Wnzeiger. Bierteljähriger ASonnemcntspreir: 2 Marl 20 Pfg. mit Brnigerlohn. Durch die Post drzogeir 2 Mark 60 Pfg. Redaction. Expeditiow und Druckerei: Kchutstrahe "Nr.7. Fernsprecher 51. Aints- uitb 2lnzcrgcblntt fiw ben Ureis (Stefeeit* | Gratisbeilage: chießener Kamil'ienöl'älter. Amtliche»» Theil und anderen rheinischen Städten Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinendeu Nummer biß Bonn. 10 Uhr. in Düsseldorf und Frank- Durch einen plötzlich herein- ein hier vor Anker liegendes und unter andere Schiffe ge- Alle Aunoncrn-Bureaur deS In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. griff der Militärverwaltung gefaßt. — Die Pariser Polizei muß sich wieder einmal mit anarchistischen Dynamitbolden abgeben. Es ist von ihr ein ganzes Nest solcher unheimlichen Gesellen in der Umgebung von Pari- aufgehoben worden, wobei zugleich fertige Sprengbomben, Sprengstoffe und Materialien zur Herstellung von Höllenmaschinen aufgefunden wurden. Zweifellos waren von den Verhafteten neue Dynamitattentate beabsichtigt. Vom 10. Mai 1893. Gießen, den 18. Mai 1893. Großherzogliches Kreisamt Gießen, v. Gagern. schaffen, ferner Reservoire furt a. M. errichten will. Antwerpen, 19. Mai. gebrochenen Sturm wurde Schiff entmastet, fortgerissen Ausland. — Die Angelegenheit der Errichtung eines deutschen Kreisgerichts in Trautenau, welche schon am Montag jo wüste, durch die Jungczechen veranlaßte Lärmscenen im Lohmischen Landtage hervorrief, hat in der Mittwochssitzung Desselben zu einer neuen, vergröberten Auflage des jung- . czechischen Scandals geführt. Als sich der Oberstlandmarschall * (Präsident) Fürst Lobkowitz weigerte, dem Verlangen der j Jungczechen nach Absetzung der Vorlage, betr. die Errichtung eines Kreisgerichts in Trautenau, von der Tagesordnung nach- zukommen, geriethen die jungczechischen Opponenten in Wuth. Sie bemächtigten sich der Acten, warfen die Wahlacten und Tintenfäffer nach den Stenographen und wollten den Referenten Funke mißhandeln, der von den deutschen Abgeordneten geschützt werden mußte. Als sich der ungeheure Lärm etwas gelegt hatte, sprach der Präsident die einstweilige Vertagung des Hauses aus. Noch im Laufe des Mittwoch erhielt dann der Statthalter Graf Thun aus Wien die telegraphische Mittheilung, daß der Landtag auf Grund allerhöchster Verfügung geschloffen sei. — In den Kreisen der österreichischen Studentenschaft hat die Verfügung der obersten Militär- behörde, wonach Reserveoffiziere und Einjährig-Freiwillige nicht mehr studentischen Verbindungen angehören dürfen, große Erregung hervorgerusen- speziell die Innsbrucker Studenten haben sich zu Vorkämpfern der Bewegung gegen den Erlaß gemacht. Von den Landtagen zu Linz und Innsbruck wurden bereits Beschlüsse gegen einen derartigen unzweifelhaften lieber« Neueste 2Tad>rtd>teit» WolffS telegraphisches Correfpondm,-Bureau. Görlitz, 18. Mai. Der Kaiser traf um 127a Uhr ein und begab sich sofort auf den Festplatz, wo die Enthüllung des Denkmals programmmäßig vor sich ging. Sodann erfolgte der Vorbeimarsch der Truppen und Kriegervereine. Darauf begab sich der Kaiser mit Begleitung zu dem Festmahle. Newyork, 18. Mai. Nach Meldungen aus Ohio herrscht dort seit Sonntag ein heftiges Unwetter. Ein Transportschiff und zwei Schuner sind auf dem Erie-See untergegangen und man befürchtet, daß noch andere Fahrzeuge Schiffbruch gelitten haben. Soweit bekannt, sind zwölf Personen getödtet worden. Verschiedene Viaducte sind in Folge der Ueber- schwemmungen unpassirbar, mehrere Gebäude und Schuppen in Cleveland zerstört worden. Die Mahonina und andere Flüsse sind ausgetreten, der Erie-See steht außergewöhnlich hoch. Die Feuerwehr ist mit Rettungsarbeiten beschäftigt, die Eisenbahnverbindungen sind unterbrochen. Aus verschiedenen Orten Pennsylvaniens werden ebenfalls Heber- schwemmungen gemeldet. Depeschen deS Bureau „Herold". Berlin, 18. Mai. Die Börsenenquetcommission beendete mit der gestrigen 91. Sitzung ihre Aufgabe und wird ihren Bericht fertigstellen. Berlin, 18. Mai. Die Meldung, das Staatsministerium habe in seiner letzten Sitzung über die Militärvorlage berathen, wird von gut unterrichteter Seite dementirt. Berlin, 18. Mai. Oberbürgermeister Baumbach erklärt entgegen dem von französischer Seite erfolgten Dement: über seine Unterredung mit dem Botschafter Herbette, im Laufe des verfloffeneu Winters habe Letzterer bei einer zufälligen Begegnung auf seine Anregung erklärt, er glaube nicht, daß von einer Allianz zwischen Frankreich und Rußland die Rede sein könne. Köln, 18. Mai. Der „Kölnischen Ztg." zufolge wird spätestens morgen die Veröffentlichung über jene Umstände erfolgen, die den Oberbürgermeister Baumbach bewogen haben, sich auf die Besprechung mit Herbette zu berufen, während dieser ihn nicht zu kennen behauptet. Die Erklärung soll ziemlich eigenartig sein. Paris, 18. Mai. Manjean und Dumay bringen nach sorgfältiger Untersuchung der Vorgänge am 1. Ma: aufs Neue die Frage vor die Kammer. Es herrscht große Erregung unter den Abgeordneten. Man glaubt an einen Deutsches Reich. Tarmstadt, 19. Mai. Seine Königliche Hoheit der Großherzog werden am nächsten Samstag weder Audienzen ertheilen, noch Meldungen und Vorträge entgegennehmen. Berlin, 18. Mai. In Görlitz hat am Donnerstag die Enthüllung des Reiter den kmals Kaiser Wilhelms I. statrgefunden, welcher feierlicher Act auch durch die Gegenwart Kaiser Wilhelms II. ausgezeichnet wurde. Die Görlitzer Denkmalsfeier besitzt nun aber in Folge der Veröffentlichung eines Briefes des Prinzregenten Albrecht von Braunschweig insofern eine etwas eigenartige Vorgeschichte, als die Anregung bestand, den Fürsten Bismarck zu der Feier einzuladen und hierdurch eine Begegnung des Altreichskanzlers mit dem Kaiser herbeizuführen. Der Brief des Prinzregenteu hat aber auch erkennen lassen, daß in einflußreichen Kreisen, die dem Altreichskanzler wohlgeneigt sind, ein derartiger Schritt gegenwärtig als nicht räthlich be- irachter wurde, in Folge dessen die Einladung an den Fürsten Bismarck zur Theilnahme an der Enthüllung des Kaiser- Wilhelm - Denkmales in Görlitz unterblieb. Die Schlußfolgerungen aus dem ganzen Zwischenfall, den die indiscrete Veröffentlichung des Schreibens des Prinzregenten darstellt, ergeben sich von selbst. Bekanntmachung, betreffend Maul- und Klauenseuche zu Lang-Göns. Wegen des Bestehens der Maul- und Klauenseuche zu Lang-Göns wird die Abhaltung des auf 30. Mai I. I. dorthin anberaumten Viehmarktes untersagt. Gießen, den 17. Mai 1893. Großherzogliches Kreisamt Gießen, v. Gagern. Cabinetssturz. Amsterdam, 18. Mai. ES hat sich hier eine Gesellschaft gebildet, welche besonders russisches Petrole^m^ in Cisternendampfern nach Köln *" 1 ■«....•rx... Bekanntmachung, betreffend Maul- und Klauenseuche zu Ober-Bessingen. Nachdem die zu Ober-Bessingen ausgebrochen gewesene Maul- und Klauenseuche erloschen ist, haben wir die ange- ordnete Gehöft- und Gemarkungssperre wieder aufgehoben. Zur Ausführung von Rindvieh, Schafen, Ziegen, Schweinen aus der Gemarkung ist indeß, sofern dieselben nicht fofort abgeschlachtet werden sollen, bis auf Weiteres noch der Besitz thierärztlicher Gesundheitszeugnisse erforderlich, einerlei ob die Ausführung durch Händler oder andere Personen erfolgt. Bei Wegbringung von Vieh zur sofortigen Abschlachtung bedarf es eines Zeugnisses der Bürgermeisterei. Gießen, den 18. Mai 1893. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. _________ Bekanntmachung, betr. Maul- und Klauenseuche zu Grünberg und Weitershain. Nachdem in mehreren Gehöften zu Weitershain und Grünberg die Maul- und Klauenseuche festgestellt worden ist, haben wir Sperre der betreffenden Gehöfte und weiter verfugt, daß Rindvieh, Schafe, Ziegen, Schweine aus den genannten Gemarkungen bis auf Weiteres nur zur sofortigen Abschlachtung und nur auf Grund von Gesundheitsscheinen der betreffenden Bürgermeistereien ausgeführt werden dürfen. Gießen, den 18. Mai 1893. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. Localer und provinzielles. Sieben, 19. Mai 1893. ♦♦ Das am 17. d. ausgegebene Großh. Regierungsblatt (Beilage Nr. 15) enthält: I. Bekanntmachung, die Bestellung der Wahlcommissäre für die Wahlen der Abgeordneten zum deutschen Reichstage betreffend. Zur Leitung der am 15. Juni l. I. stattfindenden Wahlen der Abgeordneten zum deutschen Reichstage sind auf Grund der Vorschrift in § 24 des Reglements vom 28. Mat 1870 — Bundesgesetzblatt Nr. 17 — folgende Wahlcommissäre bestellt worden: 1) für den ersten Wahlkreis: der Großh. Provinzialdirector Frhr. v. Gagern in Gießen, 2) für den zweiten Wahlkreis: der Großh. Kreisrath Dr. Braden in Friedberg, 3) für den dritten Wahlkreis: der Großh. Kreisralh v. Grolmann in Alsfeld, 4) für den vierten Wahlkreis: der Großh. Provinzial- birector Geheimerath v. Marquard in Darmstadt, Nr. 17 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den 15. d. M'- I enthält: „ (Nr. 2099.) Gesetz, betreffend die Feststellung eines ; zweiten Nachtrags zum Reichshaushalts-Etat für das Etatsjahr 1892/93. Vom 10. Mai 1893. (Nr. 2100.) Gesetz, betreffend die Feststellung eines Nachtrags zum Reichshaushalts-Etat für das Eiaisjahr 1893/94. schleudert, wobei mehrere Matrosen erheblich verwundet wurden und erheblicher Schaden angerichtet wurde.__________ Sitzung der Stadtverordneten am 18. Mai 1893. Anwesend: Herr Oberbürgermeister Gnauth, die Herren Beigeordneten Georgi und Grüneberg, von Seiten der Stadtverordneten die Herren Brück, Faber, Flett, Habe- nicht, Helfrich, Heyligenstaedt, Homberger, Jughardt, Keller, Löber, Orbig, Dr. Schäfer, Schmall, Scheel, Simon, Dr. Thaer, Vogt und Wallenfels. Herr H. Winn hat am Krofdorfer Weg ein Backsteinhäuschen errichtet, ohne die polizeiliche Genehmigung dazu erhalten zu haben. Das auf nachträgliche Genehmigung der beanstandeten Baulichkeit gerichtete Gesuch wird unter der Bedingung des Widerrufs befürwortet, indem Baudeputation wie Stadtvorstand es als in der Natur der Sache liegend betrachten, daß an genehmigten gewerblichen Anlagen für Unterkunft der Arbeiter gesorgt werden müsse. Für die Verbindung „W i n g o l f" soll an der Wilhelm- straße ein Verbindungshaus errichtet werden, wozu der Besitzer des dafür In Aussicht genommenen Grundstücks, Herr Dr. Georg Klemm, um die Genehmigung nachsucht. Es wird auf Vorschlag deS Stadtbauamts beschlossen, das Gesuch ausnahmsweise zu befürworten. Als Bedingungen werden indeß festgesetzt: Sicherstellung der Kosten im Betrag von 450Mk. von Seiten des Gesuchstellers für den künftigen Ausbau des hierin Betracht kommenden Theiles der verlängerten Wilhelm- straße, und Erklärung der Bereitwilligkeit, das in die Straßenflucht fallende Gelände der verlängerten Wilhelm- straße der Stadt zu dem üblichen Preife von Mk. 1.12 pro OMeter zu überlassen. Für Herstellung eines Zuganges zu dem geplanten Bauwesen von der Liebigstraße aus hat der Gesuchsteller selbst zu sorgen. Von einer Anzahl Interessenten ist der Antrag aus Umpflasterung der Sonnen ft raße gestellt worden. Die Gesuchsteller weisen auf die Hebung des Verkehrs durch die genannte Straße hin, wodurch die Straße mehr ihres Charakters als Nebenstraße entkleidet werde. Es sei nöthig, daß die Sonnenstraße in gleiche Höhe mit dem zu planirenden Kreuzplatz gelegt werde, wodurch die Mauer am Zimmer'schen Hause nebst der schwer passirbaren Treppe überflüssig würde. Das Stadtbauamt befürwortet das Gesuch, soweit sich die Gleichlegung eines Theils der Sonnenstraße und des Kreuzplatzes ohne mißständige Gesällsverhältnisse beiderseits her- stellen läßt. Eine Beseitigung von Mauer und Treppe läßt sich nach Bericht des Stadtbauamts nicht aussühren, wohl aber nach Wegfall einer Stufe eine gefälligere, leichter zu passirende Treppe. Es wird beschlossen, nach den Anträgen des Stadtbauamts den Umbau des Straßenkörpers mit einem Aufwand bis zu 500 Mk. vorzunehmen unter der Voraussetzung, daß Seitens der Anlieger keine Ansprüche an die Stadt erhoben werden. Die infolge Anregung des Oberhessischen Geschichtsver- eins beschlossene photographische Aufnahme alter in der Umwandlung begriffener Gebäude und Straßenbilder ist soweit ausgeführt worden, daß bis jetzt 21 Aufnahmen erfolgten. Der ursprünglich auf 18 Mk. festgesetzte Preis für jede Ausnahme einschließlich zweier Abzüge (van denen einer für den Oberhessischen Geschichtsverein und einer für das städtische Archiv bestimmt ist) hat sich auf 15 Mk. ermäßigt. Die Kosten im Betrage von 315 Mk. für die 21 Ausnahmen werden bewilligt. 5) für den fünften Wahlkreis: der Großh. Kreisrath Haas in Offenbach, 6) für den sechsten Wahlkreis: der Großh. Kreisrath v. Bechtold in Bensheim, 7) für den siebenten Wahlkreis: der Großh. KreiSrath Gros in Worms, 8) für den achten Wahlkreis: der Großh. Kreisrath Spamer in Bingen, 9) für den neunten Wahlkreis: der Großh. Provinzialdirector Geheimerath Rothe in Mainz. ** Dienstnachrichten. Am 28. April wurde dem Forst- affessor Friedrich Kull mann aus Lauterbach das Patent als Geometer erster Klaffe für den Kreis Lauterbach — am 10. Mai wurde dem Geometergehülfen Balthasar Stein auS Großen-Buseck das Patent als Geometer zweiter Klasse für den Kreis Gießen enheilt. ** Verein hessischer Lehrerinnen zur Gründung eines Heims. Da es für die ordentlichen und außerordentlichen Mitglieder des Vereins hessischer Lehrerinnen zur Gründung eines HeimS jedenfalls von Interesse ist. Näheres über das Wirken desselben zu erfahren, lassen wir einen ausführlichen Bericht der diesjährigen Generalversammlung folgen. Die Generalversammlung, welche Mittwoch den 5. April, im Sitzung-- saale des RathhauseS zu Darmstadt in Anwesenheit der hohen Protectorin des Vereins, der Frau Prinzessin von Battenberg, tagte, wurde von Herrn StadtpfarrerPfnor durch Begrüßungsworte eröffnet. Daraus ergriff die Vorsitzende, Frau Lilli Wolfs kehl, daS Wort. Sie dankte der hohen Protectorin für ihr Erscheinen und die stete, unverminderte Theilnahme an der Entwickelung des Vereins, der an Mitgliederzahl und Mitteln bedeutend gewachsen ist. Die Vorsitzende sühne ferner aus, daß der Verein außer der Erstrebung seines Hauptziels es auch als seine Aufgabe' erkannt habe, den Lehrerinnen behilflich zu sein, solange sie sich noch in ihrem Beruf befinden. Das Ferienheim in Schönberg wird auch in diesem Jahr wieder für die Frühjahrs-, Sommerund Herbstmonate von Ihrer Durchlaucht der Gräfin Schönberg gütigst zur Verfügung gestellt. Rechtzeitige Anmeldungen hierfür, sowie auch Ansprüche, welche an Unterstützung für Bade- und Erholungsaufenthalt gestellt werden, erbittet die Vorsitzende an ihre Adresse, Kasinoftr. 22 in Darmstadt. Frau WolsSkehl schloß ihre Ansprache mit der Mittheilung, daß Seine Königl. Hoheit der Großherzog dem Verein den gleichen Jahresbeitrag zufließen lasse, wie sein Herr Vater. Hierauf wurde der Rechenschaftsbericht verlesen, der ein sehr erfreuliches Zahlenbild ergab. Daran schloß sich der Jahresbericht der Schriftführerin, Frl. M. Müller. Dem Wachsen und Gedeihen des Vereins, der nahezu 900 Mitglieder zählt, sind vor Allem zu gute gekommen die Beiträge, welche aus den hochinteressanten Vorträgen der Herren Berg st räße r- Darmstadt und K a h l Wimpfen flössen, sowie die bedeutende Wormser Gabe, welche der von Freifrau von Hehl veranstaltete Bazar einbrachte. Das Vereinscapital beläuft sich jetzt auf 46000 Mk. Zehn hilfsbedürftigen Lehrerinnen konnte Unterstützung gewährt werden. Zum Schluß sprach Fräulein Müller noch den Wunsch aus, daß das Stellen- vermittelungSbureau, das der Verein im Anschluß an den Allgemeinen deutschen Lehrerinnenverein gegründet, und dessen Geschäfte von Fräulein Sophie Wider in uneigennützigster Weise besorgt werden, mehr als seither in Anspruch genommen werden möchte. Leider zögen es die jungen Lehrerinnen noch immer vor, sich an Agenten zu wenden, welche gar keine Garantie für die offerirten Stellen bieten. Herr Director Eisenhuth (Victoriaschule) ist deshalb von dem Verein gebeten worden, die Lehrerinnen, welche aus seinem Seminar hervorgehen, auf die Stellenvermittelung aufmerksam zu machen. Frl. Müller schloß ihren Bericht wit der Mittheilung, daß zu der diesjährigen allgemeinen Lehrerinnenversammlung zu Blankenburg im Harz ein Mitglied des Offenbacher Zweigvereins entsendet werden soll. — Der Hauptgegenstand der Tagesordnung bestand in der Neuwahl von vier Vorstandsmitgliedern, die sich durch Acclamation vollzog, lieber einen Antrag von Frau Justizrath Weber-Offenbach bezüglich der Beschlußfähigkeit der Generalversammlung wurde Discussion eröffnet, an der sich besonders lebhaft Frl. Mitzenius und Minister Freiherr von Starck, Excellenz, beteiligten; der Antrag selbst, der eine Statutenveränderung mit sich führen würde, wurde auf die nächste Generalversammlung verschoben. In klarer, fließender Form führte Frl. Mitzenius die Gründe auS, welche den Vorstand bestimmten, den Bau des HeimS vorerst noch nicht in Angriff zu nehmen. — Ehe die Versammlung auöeinanderging, entrichtete sie dem Vorstand durch ein DereinSmitglied ihren herzlichen Dank für feine Arbeit und Mühewaltung. ** Neues Theater. Der gestrige Abend brachte uns H. v. Kleist s Ritterschauspiel „Käthchen von Heilbronn" in der Buhnenbcarbeitung von Holbein. DaS Stück an sich, sein Inhalt, seine Schönheiten besonders in sprachlicher Beziehung sind überall bekannt und haben eS zu einer beliebten Cectüre gemacht. Daß jedoch die Bühnenbearbeitung besonders gelungen ist, wird kaum Jemand behaupten wollen. Der fortwährende Wechsel der Scene stört den Zuschauer ungemein und zerreißt den Faden der Entwickelung in dem Maße, daß eine ruhige Auffüffung der Handlung eigentlich ausgeschlossen ist. Dazu waltete über der gestrigen Aufführung noch ein unseliger Stern. Gleich zu Anfang der Vorstellung ereigneten sich einige kleine Unregelmäßigkeiten, die einen Theil dcS Publikums in eine sehr animirte Srimmung brachte, die mit der Zeit auch einige Darsteller ergriff und sie den richtigen Ton nicht mehr treffen ließ. An Stelle der plötzlich erkrankten Frau Director Baars hatte Frl. Hofmann die Rolle des „Käthchen" noch in letzter Stunde übernommen und führte sic auch recht zufriedenstellend durch. Jedoch wir wollen darauf verzichten, einzelne Leistungen hervorzuheben, obwohl einige ganz tüchtige besten würdig wären, der Gesammt- eindruck war indessen ein so mittelmäßiger, daß selbst das vorhandene Gute nicht zur Geltung kam. Jedenfalls waren noch ein paar Proben da von eminentem Nutzen gewesen. •• Der kürzlich gemeldete Eisenbahnfrevel, den zwei hiesige Studenten verübten, indem sie einen Baum auf die Schienen der Oberhessischen Eisenbahn walzten, ruft, wie den „N. H. V." von hier geschrieben wird, die Erinnerung an ein ähnliches Ereigniß wach, das sich Ende der 60er Jahre dahier zutrug. Damals warfen zwei Studenten in angetrunkenem Zustand kurz vor dem Passiren eines Zuges einen von ihnen auSgeristenen Wegweiser auf die Schienen der Main-Weser-Bahn und zwar au einer sehr gefährlichen Stelle auf dem hohen Eisenbahndamm in der Nähe der Lahnbrücke. Nur wie durch ein Wunder wurde ein furchtbares Unglück verhütet. Die Urheber dieser ruchlosen That kamen recht glimpflich durch, der Eine derselben bekleidet heute ein Staatsamt und hat gewiß schon oft genug die in der Trunkenheit begangene That schwer bereut. — Von den beiden Studenten, welche vor einigen Tagen den oben gemeldeten Frevel verübten, hat der Eine durch Oeffnen der Pulsadern einen Selbstmordversuch verübt und war dem Verbluten nahe, er befindet sich jetzt auf dem Wege der Besterung in der Klinik, aber die That einer unglücklichen Stunde wird jedenfalls einen Schatten aus sein ganzes künftiges Leben werfen. ♦♦ In der am Mittwoch unter dem Vorsitze des Landtags- abgeordneten vr. Gut fleisch in Darmstadt stattgehabten Sitzung des Lanbesausschusses der beutfchfreifntnigen Partei, welcher Vertreter sämmtlicher hessischer Wahlkreise anwohnten, kam folgende Resolution zur einstimmigen Annahme: „Der heute in Darmstadt versammelte Landesausschuß der freisinnigen Partei für das Großherzogthum Hessen erklärt einstimmig, daß er bezüglich der Miliiärvorlage nach wie vor auf dem Standpunkte seiner Resolution vom 10. Februar 1893 steht. Er billigt demgemäß die ablehnende Ab- fttmmung der Mehrheit der Volksvertretung bezüglich dieser Vorlage und spricht die Erwartung aus, daß die freisinnigen Wähler des Landes bei den bevorstehenden Reichstagswahlen aus politischen, wirthschaftlichen und finanziellen Gründen an diesem Standpunkte festhaltcn". ** Da gegen das Verbot des Rauchens im Walde noch sehr viel bewußt ober unbewußt gesündigt wird, so sei das den Wald besuchende Publikum wiederholt darauf aufmerksam gemacht, daß für die bevorstehenden Pfingstfeiertage das Aufsichtspersonal zu doppelt strenger Ueberwachung ange wiesen ist. Es wird daher jeder Waldbesucher gut thun, um sich vor Strafe und ev. Verantwortung zu schützen, das Rauchen im Walde ganz zu unterlassen. ** Für Pfingstreisende. Die am Samstag vor Pfingsten gelösten Eisenbahn-Rückfahrkarten haben Gültigkeit bis zum dritten Pfingstfeiertage Nachts 12 Uhr, d. h. zu dieser Stunde muß die Rückreise angetreten fein. ♦* Bei der am 17. d. Mts. stattgehabten Verloosung der Darmstädter Pferdemarktlollerie fielen folgende Loosnummern der Reihe nach auf die ersten 19 (lebende- Gewinne: Nr. 7320, 2349, 17713, 4525, 15565, 12885, 7630, 988, 11199, 10808, 9825, 17881, 517, 3394, 14318, 17426, 12711, 10686, 5355. ** Zn Amerika verstorbene Hessen. New-York: Felix Simon, 42 Jahre alt, aus Pfeddersheim. Dalton: Leonhard Canold, 67 Jahre alt, aus Wald-Michelbach. Louis- villc: Eva Gütig, geb. Eigelbach, 57 Jahre alt, aus Rhein- Dürkheim; Maria Henriette Weiß, 65 Jahre alt, aus Darmstadt. Philadelphia: Margaretha Leupold, geb. Jung, 73 Jahre alt, aus Rodheim. IL Lollar, 18. Mai. Die Vorarbeiten zur Turn fahrt des Ga'ues Hessen, welche auf den 28. Mai nach hier ftattfindet, sind in vollem Gange. Von Seiten des OrtS- vorstandeS ist dem hiesigen Turnverein ein prachtvoll gelegener Festplatz, unmittelbar an der Staatsstraße Gießen gelegen, in anerkennenswerther Weise zur Verfügung gestellt worden und flieht dies beredtes Zengniß von den guten Sympathien, welche der Ortsvorstaud der Turnsachc entgegenbringt. Daß die hiesige Einwohnerschaft am Festtage selbst durch Schmückung der Häuser, Blumenspenden rc. ebenfalls ihr Wohlwollen äußerlich den Turnern unseres Gaues gegenüber zum Ausdruck bringt, bezweifelt man hier keinesfalls. Nur möchte der schon so lang ersehnte Regen früher eintreten und bann am Festtage selbst herrliches Wetter sein. Grüningen, 18. Mai. Am vorigen Freitag fanb bahier bie Bürgermeisterwahl statt unb würbe der seitherige Bürgermeister Herr Gilbert auf bie Dauer von neun Jahren wiebergewählt. Gegencanbibat war Herr Engel. Bad-Nauheim, 17. Mai. Die zwanglosen Zusammen fünfte ber in Bab-Nauheim unb in ber Umgebung ansässigen unb ber zu Curzwecken hier wcilenben Angehörigen bes Kösener 8. 6.-Verbände- finben auch biesen Sommer wieder während der Dauer ber Babesaison jeben Samstag Abenb 8 Uhr unb zwar im Hotel zum Kaiserhofe statt. ES wirb hierzu ergebenft eingelaben. W. Aus bet mittleren Wetteran, 18. Mai. In ber verflossenen Nacht hatten wir, nachdem sich von zehn Uhr an lebhaftes Wetterleuchten im Südosten gezeigt hatte, von ein bis zwei Uhr einen feinen erfrischenden Regen, aber bei Weitem nicht genug, um nur den fünfzigsten Theil unseres Bedürfniffes zu decken. Nur so viel ist eß, daß wenigstens GraS, Getreide, Sträucher unb Bäume etwas erquickt wurden, in den Erdboden drang nichts ein. — Die Straßenbaubehörde geht in der Obstbaumpflege hinsichtlich ber frischgesetzten jungen Stämmchen manchem Privaten mit gutem Beispiele voran, inbem sie bie Bäumchen begießen läßt. Ohne biese Vorsicht gingen viele zu Grunbe. Die Rinbe ber jungen Bäumchen schrumpft an trocknen Plätzen zusammen wie die runzelige Haut bei alten Personen. N. Nidda, 18. Mai. Die Vertrauensmänner des „Bundes ber Lanbwirthe" sowie diejenigen des „landwirthschaftlichen Elubs in ber Wetterau" hielten gestern Nachmittag im „Gambrinussaale" bahier eine Versammlung ab, um über dtc Eandidatur Meinert- KonradSdorf zu beratben. Den Vorsitz sühne Herr Pachter Müller in Martenborn. Herr Meinen selbst war nicht anwesend, weil er telegraphisch nach Gießen berufen worden war. Die Versammlung beschloß Hand in Hand mit der national, liberalen Partei für bie Mtlitärvorlage einzutreten und die Eandidatur Meinen-, der cm tüchtiger Landwind ist ur.b bie Verhältnisse unb Interessen seiner BerusSgenoffen genau kennt, in kräftiger Weise zu unterstützen. Wie wir erfahren, beabsichtigen auch die Eonservatioen einen besonderen Eandidaten auszustellen; wir werden daher 5 Bewerber: einen National- liberalen, einen Freisinnigen, einen Antisemiten, einen Eonser. vativen unb einen.Socialdemokraten erhalten. Wenn sich die Nationalliberalen und Freisinnigen nicht noch in letzter Stunde einigen, scheint der Antisemit die meisten Stimmen aus sich zu vereinigen. Darmstadt, 18. Mai. Ein heute früh nach Heidelberg abgelegener Güterzug ist bei der Station Bickenbach entgleist. Der Schaben an Maschinen ist sehr bebeutenb. Zahlreiche Arbeiter sind an ber Unfallstelle beschäftigt. Verlust an Menschenleben ist nicht zu beklagen. △ Mainz, 18. Mai. Die Zahl ber Reichstag-» Wähler hat sich ausweislich ber neuen Wählerliste feit der letzten Wahl hier um über 800 vermehrt und beträgt ungerechnet der etwa nachträglich erfolgenden Eintragungen in runder Ziffer 14 000 gegen 13 297 :m Jahre 1890. Von bieien 13297 Wählern stimmten bei der Stichwahl am 1. März 1890 für den Qentrumficanbibaten R.cola Rackä 3514 unb für ben Socialiften Jöst 6093. Bei 28056 Wahl- berechtigten wurden im Jahre 1890 im ganzen Wahlkreis Mainz-Oppenheim für Rockö 9196 unb für Jöst 9569 Stimmen abgegeben, sodaß ber letztere damals mit einer Majorität von 373 Stimmen gewählt wurde. — Der langersehnte Regen hat sich endlich üerfloffene Nacht auch hier eingestellt. Derselbe ging einige Stunden mit ziemlicher Heftigkeit nieder, war aber noch lange nicht ausreichend, um ben Pflanzen einen nennenswerthen Nutzen zu bringen. Der Regen brachte eine merkliche Abkühlung der Temperatur mit sich. — Infolge des niederen Wasser st an de S des Rhein« werden die Salonboote der Köln-Düsseldorfer Gesellschaft nach einer Be- kannimachung der Direction biß auf Weitere- nur zwischen Köln und St. Goar in der Weise fahren, daß von Mainz biß St. Goar und in umgekehrter Richtung ber Anschluß nach unb von benselben durch ein anderes schnellfahrende- Extra- Boot vermittelt wird, welches fahrplanmäßig zu Thal nur in Biebrich unb zu Berg außerdem auch in Bingen anbäh. Diese Nothwendigkeit des Umsteigen- ber Passagiere durfte die Frequenz ber Schnellschiffe stark beeinflussen. R. Au8 Rheinhessen, 18. Mai. Al- Ergänzung zu meinem Berichte vom 16. Mail. J-. über den gegenwärtigen Zustand unserer Weinberge kann ich Ihnen die Mit- theilung machen, daß am 15. d. Mtß. in ber ganzen Provinz blühenbe Trauben gefunden worben sind. Wie bedeutend der Vorsprung gegen frühere Jahre ist, erhellt au* folgenden kleinen Täfelchen. Die Traubenblüthe trat ein in 1893 am 15. Mai, 1892 am 1. Juni, 1891 am 11. Juni, 1990 am 21. Juni. Da die Witterung warm unb trocken zu bleiben scheint, hofft man auf einen „großen Treffer.* Auch von ber Bergstraße wirb berichtet, daß die Traubenblüthe in ben meisten Lagen begonnen hat. Vermischtes. tt Kassel, 18. Mai. Eine Schlacht auf dem Lanbe. Ein eigenartiges Bilb gewährte heute der Sitzungssaal der hiesigen Strafkammer; eß war nämlich, was wohl selten verkommt, ein größereß Publikum vor als hinter den Schranken. Eß handelte sich um einen Monstreproceß, ber eine „Schlacht auf dem Lande" zum Gegenstände hatte. Auf der Anklagebank faßen fünf „stämmige" Bauern aus Rohrbach (Kreiß Herßfeld) unb ferner waren 24 Zeugen geloben, sodaß alle Zeugenbänke besetzt waren. Dagegen hinter den Schranken waren nur 10 Personen anwesend, da bie Herren „Öriminalftubcntcn" bei dem schönen Wetter eß vorgezogen hatten, zu promeniren. Die Angeklagten sind der schweren, lebensgefährlichen Körperverletzung beschuldigt, sie haben neulich Nacht bei einem Blande in Tann, al- viele Feuerwehren zusammenkamen und nicht nur mit Wasser, sondern auch mit SchnapS gelöscht wurde, dne förmliche Schlacht infeenirt. Wie die Zeugen bekunden, sind die Bursche, ehemalige Soldaten, m't Messern, Latten, Baum« pfählen bewaffnet, wie die „brüllenden Löwen" herumgesprungen und haben dazwischen geschlagen, alß ob eß gegen die Franzosen ginge. Namentlich zwei der Angeklagten, die Gebrüder Hildebrand, haben die Feuerwehr |öon Friedlos, einige zwanzig Mann, allein in Schach gehalten, Jeder von Ihnen hat fünf biß sechs Personen schwer verletzt. Die zehnfache Ucbcrmadt mußte flüchten gehen. Die fünf Angeklagten haben denn auch saft sämmtliche Gegner zu Boden gehauen und verletzt. In den engen Gassen wogte die Schlägerei stundenlang hin und her, eß war eine förmliche Schlacht, bald tobte hier, bald dort der Kampf. Zwei Friedloser wurden für tobt vom Platze getragen, sie hatten Stiche an Brust, Kopf, HalS & Sie sind heute noch nicht ganz wieder hergestellt. Abgesehen von ben leichteren Eontusionen, bie gar nicht zur Anzeige gelangt sind, wurden zehn Bauern schwer verletzt. Fünf Thäter unb zehn Gefallene von 20 Mann Gegnern, diese Zahlen sprechen deutlich für die Hitze beß Gefecht-. Die Gebrüder Hildebrandt, die Anführer, erhielten 2,/4 und 2 Jahre Gefängniß, bie andern drei Angeklagten, weil angetrunken, gereizt und auch verhauen, nur 3, 4 und 6 Monate Gefängniß zuerkannt. ' Koblenz. 18. Mai. Der Zugführer Kunzendorf au- Koblenz wurde heute Mittag auf der Station Bullay a. d. M. durch einen Perfonenzug über fahren unb sofort gelobtet. Verkehr, fctWtt ctntr btt d Mn Um heut LHveme mchr taW M fltc okbri We! ♦ cNö ter fa-rtrn.lN t-eßgen .i^dwehebez^ Aufgebot® atwtder tu t.u: 1'2 llh GgüeMk» IW LÜ? Atgitnknt (® Jenen die untewedaen. ♦ Lu>°>'l in Tirol mtl SN W 6 h, ®iif Sr,° l« »«dir. * _'T.- rr Ä dflpr SroWl ui» Lnginaliti turch.Lalooti bettessrnd dir Die vo zeiget- erlasse tut flenntnifc Gieße Die @n weile nicht ft liegen, bis zu btn yt ober wvjdMr entm Andnrv hoben ronbe. Pachtnlrägnif Codann Verordnung vi trag rur Beru 1) von C Belri 2; von Zierg 3) von ( gelegt 4) von fit liche r aufgrhi Wtli wanbli . diejenige ber amilichm gefordert, die! welcher da« Gr Tießen <Üntid ,0®u Dein C Wfi jeher BBt» ta. Slt 311 wpjnugt. G'eßen, 4587 ♦ Offenburg (Baden), 18. Mai. Ober-Jngenier Scholl, -er wegen großartiger Unterschlagungen verhaftet worden war, erhängte sich im Gefängniß. * Halle, 17. Mai. Zu der Einstellung von Radfahrern in düe Armee ist folgende Bekanntmachung deS hiesigen Hauptmeldeamts bemerkenswerth i Radfahrer des Landwehrbezirks Halle, die der Reserve oder Landwehr ersten Aufgebots angehären, werden ersucht, sich zum 20. dS. Mts. entweder in Halle (Hauptmeldeamt) oder EiSleben (Wiesenhaus) 12 Uhr Mittags zu melden, um in Bezug auf etwaige Einziehungen als Radfahrer, die als Reserve- oder Landwehr- Uebung gelten, Erklärungen abzugeben. Bedingungen werden den sich Meldenden bekannt gegeben — Das 20. Infanterie« Regiment (Wittenberg) hat kürzlich 20 Rover angeschafft, auf denen die Unteroffiziere des Regiments fleißig Uebungen unternehmen. * Ludwig Rainer f. Ein Telegramm aus Achenkirchen in Tirol meldet, daß der allbekannte Tiroler Sängergreis, der Besitzer des „Seehofs" am Achensee, im 72. Lebensjahre in Dorf Kreuth gestorben ist. Rainer gab mit seiner Gesellschaft sein erstes Concert im Jahre 1838, durchzog dann die halbe Welt und machte den Tiroler Volksgesang überall populär. Rainer ist der eigentliche Begründer der sogenannten „Tiroler Sänger-Geselljchaften", wie man sie jetzt fast in allen Großstädten findet. Leider wurde die Urwüchsigkeit und Originalität der Tiroler Sänger in den letzten Jahren durch „Salontiroler" vielfach in Mißcredit gebracht. s—— - ■ -- Verkehr, Land- unfc VoLk-rvirthschafi. Friedberg, 17. Mat. Obgleich der heute vor vier Wochen obgehellene Schweinemarkt schon sehr stark befahren iwar und als einer der bedeutendsten seit vielen Jabren galt, so wird er darin von dem heutigen noch übertroffen. Es waren etwa 1500 Stück Schweine mehr wie das vorige Mal aufgetrieben. Der Preis war infolge des großen Angebots um 8 bis 10 JL für das Paar.geringer, wie bas letzte Mal. Die Kauflust war nicht sehr rege. kirchliche Anzeige« der Stadt Giehen. Evangelische Gemeinde. Gottesdienst- 1. Feiertag, Sonntag den 21. Mai: In der Stadtkirche: Dormittags 78/< Uhr: Pfarrer D r. Naumann. Vormittags 91/» Uhr: Pfarrer Schlosser. Vormittags 11 Ubr: Kinderkirche. Pfarrer Schlosser. In der Frtedhofscapelle: Vormittags 10 Uhr: Pfarrer Dingeldey. In sämmtltchen Gottesdiensten Collecte für die hessische Luther» stistung. 2. Feiertag, Montag den 22. Mat: In der Stadtkirche: Vormittags 78/4 Uhr: Pfarrer Schlosser. Vormittags 9'/, Ubr: Pfarrverwalter D r. Grein. Beichte und heiliges Abendmahl- In der Fried Hofscapelle: Vormittags lu Ubr: Pfarrer Dr. Nauma nn. In sämmtlichen Gottesdiensten Collecte für die Armen. Vom Trinitatissonntage an wird jeden Sonntag ein Früh» gotteSdienst um 8Vi Uhr in der Friedhosscapelle gehalten; außerdem Nachmtttagsgotteßdienste mit Christenlehre um Viö Uhr, in der Regel gleichzeitig in der Stadtkirche und in der Friedhosscapelle. Katholische Gemeinde. Sonntag den 21. Mai, Pfingstsonntag: SamStag: Nachmittags um 4'/, Uhr und Abends um 8 Uhr Gelegenheit zur hl. Beichte. Sonntag: Vormittags von 6 Uhr an Gelegenheit zur hl. Beichte; um 6Vr Uhr erste bl- Messe; um 7'/, Ubr Austheilung der hl. Communion; um 8'/» Uhr zweite hl. Messe; MiliiärgotteSdtenst mit Predigt; um 10 Ubr Hochamt mit Predigt; Nachmittags um 2 Uhr Festandacht; um 41/« Uhr und Abends um 8 Uhr Gelegenheit zur hl. Beichte. Montag den 22. Mai, Pfingstmontag: Vormittags von 6 Uhr an Gelegenheit zur hl. Beichte; um 6V, Uhr etste HI. Meffe; um 7‘/2 Ubr Ausiheilung der hl. Communion; um 8y2 Uhr zweite hl. Meffe; MilttLraottesdienst; um 10 Uhr Hochamt; Nachmittags um 2 Uhr Festandacht. Gottesdienst in der Synagoge. Samstag den 20. Mai: Vorabend Uhr, Morgens 8*> Uhr, Nachmittags !•’ Uhr. Sabbathausgang 900 Uhr. Wochenfest, Sonntag den 21. Mai unb Montag den 22. Mai: Sonntag. Morgens S3» Uhr, Nachmittags 4°° Uhr, Abends 880 Uhr. Montag: Morgens 8” Uhr, Nachmittags 4« Uhr, Festesausgang 9°° Uhr. Rohseidene Bastkleider Mk. 16.80 per Stoff zur completen Robe und beffere Oualitfiten — sowie schwarze, weiße und farbige Seidenstoffe von 75 Plg. bis Mk. 18.65 per Meter — glatt, gestreift. karrirt, gemustert, Damaste rc. (ca. 240 oersch. Qual, und 2000 verschiedene Farben, Dessins rc.) Porto- und zollfrei. Muster umgehend- [2263 Seiden-Fabrik G. Henneberg (k. u. k.Hofl.) Zürich. Tlirr MrOOWICD Ka,i-Ks.bHon- Bade“- Niederlagen I nLL-fflLSSlYIEK empfiehlt vorzGgl. Theemlschunpen 1 M. 2.80u. M. 3.50 pr. Pfd. Probe« ® packele 80 Pf. u. M, 1.« fco. (Doppelbrief) sehr beliebt u. verbreitet. [2391 Für die Abgebrannten in Zell bei Alsfeld sind ferner bet uns eingegangen: Von Ungenannt 2 JL, Ungenannt 2 JL, St. 2 Jt, Prof. Kr. 5 X, Piof. P. 5 Jt, Friedr. Habenicht 3 JL Zusammen 19 Jnsgeiammt 256 JL Davon Übersandten wir heule 250 JL an das (Somitö für die Brandgeschädigten in Zell, worüber Postquittung bei uns aufliegt. Weitere Gaben nimmt bereiiwilligst entgegen Die Expedition des „Gießener Anzeiger". Temperatur der Lahn und Luft nach Reaumur gemessen am 19. Mai, Mittags zwischen 11 und 12 Uhr: Wasser 16, Lust 18 Grad. Rübsamen'sche Badeanstalt. Bekanntmachung, betreffend die land» und forstwirthschaftliche Berufsgenoffenschaft für das Großherzogthum Hessen. Die von Großh. Kreisamt Gießen in Nr. 114 des „Gießener Anzeiger" erlassene Bekanntmachung in rubr. Betreff bringen wir nachstehend zur Kenntniß der Grundbesitzer in hiesiger Gemarkung. Gießen, 17. Mai 1893. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. Bekanntmachung. Die Grundbesitzer, welche ihren Grundbesitz entweder ganz oder theil- weise nicht selbst bewirthschaften, werden hierdurch aufgefordert, bei der Bürgermeisterei derjenigen Gemeinde, in deren Gemarkung die Grundstücke liegen, bis zum 1. Juni l. I. schriftlich oder mündlich zu Protokoll den Antrag zu stellen, daß der auf die Steuercapitalien ihrer Grundstücke oder einzelner derselben entfallende Beitrag zur Berufsgcnossenschaft von einem Anderen, als Betriebsunternehmer zur Zahlung Verpflichteten, erhoben werde. Die Anträge müssen auch die nöthigen Angaben über die Pachterträgnisse der einzelnen Loose enthalten- Sodann wird zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß nach § 10 der Verordnung vom 11. Juli 1888 von nachverzeichneten Objecten ein Beitrag zur Berufsgenossenschaft nicht erhoben wird: 1) von Grundstücken, welche zu einem land- oder forstwirthschaftlichen Betrieb überhaupt nicht gehören; 2) von allen Gebäuden nebst zugehörigen Hofräumen, Haus- und, Ziergärten; 3) von Grundstücken von Betrieben, deren Sitz außerhalb des Landes \ gelegen ist; 4) von steuerpflichtigen Grundstücken, deren land- und forstwirthschaftliche Benutzung dauernd eingestellt ist, sei es, daß jede Nutzung' aufgehört hat, sei es, daß an Stelle der land- und forstwirthschaftlichen eine gewerbliche Benutzung getreten ist (z. B. Verwandlung eines Ackers in einen Steinbruch). Diejenigen Grundbesitzer, welche derartige Befreiungsgründe, die sich der amtlichen Kenntniß entziehen, geltend machen können, werden aufgefordert, die Befreiung bei der Bürgermeisterei derjenigen Gemarkung, in welcher das Grundstück gelegen ist, bis zum 1. Juni l. I zu beantragen. Gießen, den 13. Mai 1893. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. [4603 Bekanntmachung. Betr.. Einrichtung der Wohnungsdesinfection für die Stadt Gießen. Zu der geplanten Einrichtung einer Wohnungsdesinfection (nach Fällen ansteckender Krankheiten) bedürfen wir zweier Desinfectoren,1 sowie zweier Stellvertreter für dieselben, welche — ohne dabei zunächst! vollauf Beschäftigung zu finden — sich zu verpflichten hätten, uns auf! Erfordern jederzeit zur Ausführung von Wohnungsdesinsectionen zur Ver-' fügung zu sein. Zuverlässige Leute, welche geneigt sind, dieses Amt zu' übernehmen, wollen sich bis spätestens 25. ds. Mts. bei der unterzeichneten, Stelle unter Angabe ihres Berufes und des beanspruchten Stundenlohnes! melden. Bewerber, die ihrem Beruf nach mit der Behandlung von Möbeln und Wohnräumen vertraut sind, wie Schreiner, Tapeziere u. dgl., werden bevorzugt. Gießen, den 14. Mai 1893. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. 4587 Gnauth. Orts-Statut, betreffend die Regelung der Sonntagsruhe im tzandetsgewerbe. In Gemäßheit des § 105 b, 2. Absatz und des § 142 der Novelle zur Gewerbeordnung, betreffend den Arbeiterschutz, vom 1. Juli 1891 wird hierdurch auf Beschluß der Stadtverordneten-Versammlung vom 30. März 1893 und mit Genehmigung Großh. Ministeriums des Innern und der Justiz vom 12. d. Mts. für die Stadt Gießen verordnet wie folgt: § 1. Die Stunden, während welcher an Sonn- und Festtagen die Beschäftigung im Handelsgewerbe stattfinden darf, werden a. für den Großhandel, das Bankgeschäft und die ausschließliche Comptoirarbeit in allen Geschäften auf zwei Stunden und zwar von 11 — 1 Uhr Mittags; b. im Uebrigen auf vier Stunden und zwar von 11 f/2—31/» Uhr Nachmittags eingeschränkt und festgesetzt. § 2. Vorstehende Bestimmungen treten alsdald an Stelle des Orts-Statuts vom 26. März 1893. Gießen, den 18. Mai 1893. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Gnauth.[4629 Im Quadrat VII. Im Quadrat IX. Bullers, Elisabeths, geb. Karth. Frank, Susanne Jacobine Luise. Urich, Katharine, geb. Glenz. Urich, Otto, Zollamtsassistent. Tenner, Christian Theodor. Laudon, Heinrich, Schuhmacher. Hahn, Eoa, geb. Berg. Moter, Marie, Ehefrau Major Moter. Grimm, Franz, aus Limburg. Roos, Friedericke. Lemp, Wilhelm. Dr. Lönis, Jonathan. Dr. Frankenfeld, Aug., Stallmeister. Kohlermann, Friedrich Christian. Rühl, Elisabetha, geb. Schwalm. Löber, Wilhelmine, geb. Best. Schäfer, Elisabethe, geb. Weber. Raßmann, Christian, Pfarrer. Eckel, Philipp. Faber, Georg Hermann. Kuhlmann, Karl. Scharmann, Philipp, Schlosfirmeister. Kraft, Ludwig August Christian. Schlund, Peter. Caspai, Mathilde. Berger, Juliane, geb. Braun. Fuchs, Adolf, Student aus König. Wagner, Katharine, aus Dorndürk- heim. Sames, Johanna, geb. Burkhardt. Höhlen, Anna Marie. Wagner, Martha. Marx, Marie, geb. Pistor. Fluck, Dorothea. Bekanntmachung. Auf dem hiesigen Friedhof entbehren die Denkmäler auf den Grübern der nachgenannten Personen der nöthigen Standfestigkeit. Es werden daher die Angehörigen der Verstorbenen aufgefordert, um so gewisser für Jn- standftellung der Denkmäler bis längstens den 30. k. Mts. zu sorgen und, daß dies geschehen, hierher anzuzeigen, als sonst auf Grund des 8 7 der Friedhofsordnung die Beseitigung jener Denkmäler erfolgt. Im Quadrat III. des Friedhofs. Im Quadrat IV. Dittmar, Emil August Julius. jBermann, Emilie. Im Quadrat V. Hast, Julius. I Langsdorf, Auguste. Bocherer, Johann, Professor Dr. Im Quadrat VI. Hartnagel, Franz Joseph, Pfarrer. Lony, Christiane. I Schmidt, Mathilde, geb. Friedrich. I Witzenbacher, Fran;. Gnauth. [4631 [4630 Gießen, den 18. Mai 1893. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. Bekanntmachung. ; Bieler, Johann Ernst, Maler. I Geißler, Ludwig, Wagner. Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß die auf das Göbel, Justus, Wirth. | 1893er 31/a°/oige Anlehen der Stadt Gießen ausgegebenen Interims- -öm Quadrat XI. Mickler, Adolf, Student. Scheine gegen die definitiven Schuldverschreibungen bei dem Bankhause Im Quadrat XIII. Aron Heichelheim zu Gießen und bei der Mitteldeutschen Berghauer, Ludwig. Creditbank zu Frankfurt a. M. umgetauscht werden können. IDraudt, Nanny, geb. Carteret. Gießen, den 18. Mai 1893. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Grasfamen. Aus den Ruttershausener Waldungen wird die diesjährige Grassamenernte unter den üblichen Bedingungen der Forstbehörde im Submissionswege vergeben. Die Offerte ist mit der Aufschrift „Rultershäuser Grassamen" bis spätestens den 5. Juni, Nachmittags 3 Uhr, bei UNS emzureichen, um welche Zeit die Eröffnung stattfindet. Ruttershausen, 18. Mai 1893. Gr. Bürgermeisterei Ruttershausen. Klinket. 4637 Jeilgeöotenes. Sie verbessern Ihren Kaffee ausserordentlich durch Verwendung von [1686] j KäthreinirL Kneipp-Malzkaffee bester Kaffeezusatz. I PATENTIRT i * In Gelnhausen ist eine schone Hofraithe mit 2 Häusern preiSwürdig ju verkaufen. Zu dem einen Hause gehören 9 Zimmer, Bodenraum für Fourage, Scheune, Stallung für 20 CtüÄ Vieh, Remise, Keller und großer Garten; das 2. Haus enthält 8 schöne Räume, Zubehör, großen Garten und Einfahrt. Diese Liegenschaft eignet sich ganz besonders für Bieh- oder Pserdehandel, sowie des vorzüglichen Waffers wegen zur Anlage einer Brauerei. Näheres bei [4625 J. Emanuel, Immobilien- und Hypothekengeschäft, Frankfurt a. M., H-rderftr. 4. Kalbfleisch, per Pfd. 46 [4633 Chr. Hehler, Marktplatz. 46381 Neue Bienenstöcke und Tchleuderrnaschinen lief, bestens Heinrich Schmidt IX. in Großen-Bus eck. in das HandklsrkMkr Großh. Amtsgerichls Gießen i. 2. 3. 4. Ä pel 8. 9. 10. 11. 12. 13. pract. Thierarzt CD Hungen [4621 H. (Hräber. 4627 luch! labmrin.j Tüchtige Aushültskellner 4643 10OJ0 *d\tnl. Bet tÄu Gießen. den 19. Mai 1893. 4640 Rfbection; A Lth eud». 4 183.70 136.80 14300 120.10 100.37 276 25 10U0 gesucht. Lteius Warten. rt4conto=<5ommtnh.<Änt6 7?«rmft4btcr Bauk-Act. dresdener Bank-Act. Werbt. Lloyd-Ncl. lötener Bankoer.-Lcl OcfL Lredit-AcL 3te in Bremen hat in Gießen eine Zweigniederlassung errichtet. Procurist der Firma ist Julius Keßler in Bremen. gesellschaft unter der seitherigen Firma weiter. Gießen, 18. Mai 1893. Großherzogliches Amtsgericht Gießen. Gebhardt. 2) sonstige Einträge. Die Firma A. Graff u. Co. in Gießen hat dem Ludwig Wenzel in Londorf am 25. März d. I. Procura ertheilt. Herr August Graff ist am 1. d. M. wieder als persönlich haftender Gesellschafter in die Firma eingelreten. Die seitherigen Inhaber der Firma G. PH. Fillmann in Gießen sind verstorben und wird das Geschäft von deren alleinigem Erben Heinrich Fillmann unter der seitherigen Firma weiter geführt. Da- von I. Hanstein in Gießen unter der Firma „Echternach und Hanstein" betriebene Branntwein- und Ligueurgeschäft ist auf seine Söhne Wilhelm und Ernst Hanstein übergegangen und führen ste solches seit 1. December v. I. unter der seitherigen Firma weiter. Jeder von ihnen zeichnet und vertritt die Firma. Karl Reichart ist am 1. October v. I. aus der Firma „C. F. Schwarz Söhne" in Gießen ausgetreten und wird das Geschäft von Georg Schwarz unter der seitherigen Firma als alleiniger Inhaber weitergeführt. Die dem Wolfgang Meißner von der Firma E. Wafferschleben in Gießen ertheilte Procura ist mit dem 20. März l. I. erloschen und ist an demselben Tage dem Otto Meyer Procura ertheilt worden. Alexander Levi in Frankfurt a. M. ist am 31. December 1892 aus der Commanditgesellschaft Huth u. Cie. in Frankfurt a. M. — Zweigniederlaffung in Gießen — ausgetreten. Die persönlich haftenden Gesellschafter Mar Simon und Hugo Flegenheim führen unter Uebernahme sämmtlicher Activen und Passtven die Commandit- 1) Neue Einträge. August Ewald Spornhauer in Gießen betreibt daselbst seit 10. November 1891 ein Manusacturwaaren- und ConfectionSgeschäft unter der Firma „A. E. Spornhauer". Arthur Schuster in Gießen betreibt daselbst seit 1. März 1893 Handel mit Ellenwaaren und ein Kleiderfabrikationsgeschäft unter Ter (flrfommteuflage d-r hruhgcn «innmrr (irgt der Wahlaufruf der Nationalliberalen dcS ersten Lomb. E -B. Icl. Buftbtberebtt Elblbal-Ladn-Acr. t»cuk Haid-Bahn-Act. Schweizer Nordost.»V^stc?. Mamzn 6. B. Äc: IRericn jurger 0^8. *■' ft jtnt 3«, 111 ha« bcx Ikitttutxlnv nmrtC dr° VLmn, und sei Und «ein 1 Sinnebelspi üNr Mr Sctnc. baue man ml pgtn, an wrichl mn Inmesse da dunöardigm ®t Drei Mäm dritte, die and und die Dirne 6 in dir beiden fd Orrke gehalftrtt spielten, wahren Ctuiin Kinde au 8olri|c verfolgte Irnggezogenen Die Boltigi gestalt, höchsten- ein Erbtheil ihre Btt roßen Sora (wagen umschloss! die bin o Vst\ EN bit 1 begann. Unbaul 64 fletne, weiße, Lo war d Schönheit der i da OahmarktS. Schlußcvursr 1 übt 15 Mtn. 86.60 4 pttt. Ung. Otolb Wenit ICO 70 5 v6t. Jtal. Ren!' 86 60 3 p6L Portugieser' 100 85 4 pttt. «rietb. Msnsr- «m zweiten Pfingftfeiertage r Harmonie- und Tanzmusik. Maiwetn von vorzüglichem selbstgtkelterten Aepfelwein, k Flasche 30 Pfg, olle- Urbrlfle in alt bekannter Weise. ES ladet töflichst ein [462b W. Jäger, zur „Burg Plünzcnbera". ) tilge M5 ei _ Heute un 'W U» -trteiL16' Hierdurch Freunden und Bekannten die schmerzliche Mittheilung. daß unser innigst geliebter Gatte, Vater und Großvater August Hofmann gestern Morgen 6*/a Uhr nach langem schweren Leiden sanft entschlafen ist. Die Beerdigung findet Samstag Nachmitttag um >/,3 Uhr, vom Trauerdause, Brandplatz 14. aus statt. Die trauernden .vniierbhebeiten. Fainilie Hofmann. EourSbcricht voll E. Wasserschieben, Bankgeschäft. Frankfurter Börse vom 19. Mai 1893. Pflichtfeuerwehr. Pumpmannschaft (Rotten I.—VI. — Nrn. 1—ISO). Donnerstag, 25. Ntai, Abends H Uhr: Uebung (Oswalds Harten). Armbinden anlegen — Ermer mitbringen. Die Mannschaften der Gießener frerwill. Feuerwehr, die den ^i riyen 1—5 zugetheilt sind, werden gleichzeitig einaeladen. 4634 Der Vranddirector^ ÜNT Am dritten Feiertag: IMS* Tanzmusik aus dem Windhos Bereitung empfehlen wir Pressen v. Rm. n und senden eine lehrreiche Fachbroschüre auf Wunsch gratis und franco. — Specialfabrik für Pressen und Obstverwertbungs- Apparato. [4619 Ph. Mayfarth & Co., Frankfurt a. M., und Berlin N., Chausseestrasse 2E. H2 37 0 19*1 71 11 40 ' ooo b80U ^tt8ben frtnuialitatp^ elug.(4uhr 6j St»t! d un» X SU t (Fr. Lhi Pietsch) In .. Die heutige Lummer umfaßt 6 Seiten. f* di ftotitai8- Du vb 3 p6r ReichSanleihr 31/, p6t. do. 3 p6l. Preutz. (fconfoll 3'/, pdt do Geehrten Handlunph&usern empfiehlt Kostenfrei setxungallerimComp- I toir. Laden, Lager oder für die R«>i*o Anfang Uhr. — Entree 50 Pfg. ese.» Giessen — Oswalds Garten. J. Platow’s llniüfrfalausfltllnng für Natur- und Völkerkunde. Pin,1g« Gallert« Goropa». wilder Ä«nt*«n und Tdiere au» den entferntesten »elttdetie«. Alles Katar! Panorama. Eröffnung Lamstag, 20. Wat, und »olgende Tage, von MoraenS 9 bis Abends 9 Ubr stcc"nel Entree 40 Pf. Abonnement- 60 Pf. 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Ackermann nach kurzem Leiden plötzlich zu sich zu nehmen. Um stille Theilnahme bitten Die trauernden Hinterbliebenen Karl Köhler und Kinder. Giessen, 18. Mai 1893. *628 Die Beerdigung findet Samstag Nachm 31 , Uhr vom Sterhehauae, Dämmst-. 32 aus statt. frei werdenden Stellen der Kaufmännliche . , Verein n Frankfurt (Main) _ Nctchstaqswahlkreises bei. 4622, Pstegeetteru für ein gesundes neugtb. Kind gesucht. Offerten unter E 387 an die Cxped. d. Bl. 4635] Arbeiter mit guten Zeugn>' ^,i für vandwitthschaft gesucht. __Riegelpsad 12. Pferdeknecht gesucht. 457b| -einr. Eimo«, Neuenweg 32. 4552] rüchtiger Hau-bursche gesucht. Wallthorstrahe 7. 4472]^«es«cht werden «Ldchen, welche gut bürgerlich kochen können, iür sofort und später durch daS erste Per, mietb'Bureau Frau Müller, Löwenaaffe. IANER fertigt werden In Schriftart 1 sehen UrUCi Schuletraese 7.