1893 Nr. 17 @r#t8 Blatt Mer Amts- und Anzeigeblatt für den Aireis Gietzen Hratisbeikäge: Gießener Z-amilienötätter. ! Amtlicher Tbeil Ausland. Deutsches Reich weitere Verhandlung auf morgen vertagt. Feuilleton Alle Annoncen-Bureaux des In- und Auslandes nehme» Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Freitag den 20. Januar Curt!" flehte sie in weichen Tönen und flog zu ihm I die Geliebte zu erringen und alle Fesseln abzustreifen, die ihn hin, seine Hände beschwörend sesthaltend, „es kann nicht Dein davon zurückhielten. ..... Der Atchexer Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS Montags. Die Gießener Dnmtkte» d litler eerben dem Anzeiger »Schentlich dreimal d eigelegt. nnd höchst wahrscheinlich würde auf dieser Grundlage die große Mehrheit des Reichstages zur Verständigung mit der Regierung bereit sein. Da Herr v. Bennigsen der letzte Redner in der Montagsdebatte der Commission war, so muß zunächst noch dahingestellt bleiben, welche Aufnahme sein Vorschlag bei der Regierung finden wird. Wenn indessen vom Hirsch'schen Telegraphen-Bureau bereits in alle Welt Hinaustelegraphirt worden ist, daß in Berliner politischen Kreisen die Annahme der Militärvorlage wegen der entgegenkommenden Erklärungen des Centrumsabgeordneten v. Buol als gesichert gelte, so erscheint diese Meldung angesichts des vorläufigen Standes der Dinge mindestens als stark verfrüht. Ernst sein; jenes Geschöpf ist an allem schuld! Ich bin Deine Braut, was würden die Menschen sagen." Aber er befreite sich mit einem jähen Ruck. „Das gilt mir gleich. Wenn ich an der Seite „jenes Geschöpfes", wie die hochgeborene Gräfin sich ausdrückt, nur glücklicher werde, als bei der Convenienzehe, die ich schließen zu wollen schwach genug war." „So höre mich doch, Curt, ich habe Dich lieb und will Dich nicht lassen. Nein, nein, ich nehme den Ring nicht, Du Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgerten Tag erscheinenden Nummer bis Dorm. 10 Uhr. Im Salon der Volkert'schen Wohnung standen sich indeß der Director und Mr. Prince gegenüber, ersterer erregt und Auch erscheint es zweckdienlich, wenn stets die nähere | Adresse angegeben wird. 4. Dem Gesuche sind folgende Papiere beizufügen: a. Geburtszeugniß; b. Einwilligungs-Attest des Vaters oder Vormundes mit der Erklärung über dessen Bereitwilligkeit, den Freiwilligen während einer einjährigen activen Dienstzeit zu bekleiden, auszurüstcn, sowie die Kosten für Wohnung und Unterhalt zu übernehmen. Die Fähigkeit hierzu ist obrigkeitlich zu bescheinigen und muß die Unterschrift des Vaters oder Vormundes beglaubigt sein- c. ein Unbescholtenheitszeugniß, welches von der Polizei- Obrigkeit oder der vorgesetzten Dienstbehörde auszustellen ist- d. ein selbstgeschriebener Lebenslauf. 5. In dem Gesuche ist außerdem anzugeben, in welchen zwei fremden Sprachen (von Französisch, Englisch, Lateinisch und Griechisch) der sich Meldende geprüft sein will. 6. Ist bereits früher ein Gesuch um Zulassung zur Prüfung eingereicht worden, so bleibt dem erneuten Gesuche nur ein Unbescholtenheitszeugnih beizulegen. Ueber die Anforderungen, welche an die zu Prüfenden gestellt werden, gibt die Prüfungs-Ordnung (Anlage 2 zur Wehr-Ordnung vom 22. Novbr. 1888 — Regierungs-Blatt Nr. 5 von 1889) Aufschluß. Bezüglich des Prüfungstermins, sowie des Locals, in welchem die Prüfung stattfindet, erfolgt ev. weitere Bekanntmachung- auf specielle Ladung kann nicht gerechnet werden. Darmstadt, den 19. December 1892. Großh. Prüfungs-Commission für einjährig Freiwillige. Der Vorsitzende: Dr. Zeller. wirst Dich besinnen." Finster zog der Prinz seine Brieftasche heraus und öffnete dieselbe. „Sie sehen, Gräfin, hier die Rose Donna Bellas- ich trage sie auf dem Herzen, wie ihr Bild im Herzen. Und wenn auch Fluth und Flammen uns auf immerdar trennen sollten, ich schwöre es in dieser Stunde, kein anderes Weib zu freien, als sie, die ich liebe!" Er hob feierlich die Schwurfinger der Rechten gen Himmel, dann verneigte er sich tief vor der wie versteinert dastehenden Gerta und schritt sporenklirrend hinaus- es war ihm so leicht zu Muthe, er hätte aufjubeln mögen in frisch erwachter Glückseligkeit. Gestern Abend nach der Vorstellung hatte ihm Donna Bella strahlend erzählt, Waldstein komme heute oder morgen und er bestehe darauf, sie wenigstens für einige Wochen mit aufs Land zu nehmen, obschon ihr Vater nichts davon wissen wollte. „Und Sie, Fräulein Isa, möchten Sie jetzt die Residenz verlassen?" Sie hatte nicht aufgesehen, sondern nur träumerisch mit einer Blume gespielt und dann leicht geseufzt: „Wer weiß, vielleicht wäre es mir gut, wenn ich fortginge, obschon ich jetzt — sehr glücklich bin." Er hatte gewußt, was sie gemeint, hatte sich niedergebeugt auf die schmale, weiße Hand, um sie zu küffen, ehe er ging- aber in seiner Brust stand der feste Manneswille, Bierkeljährigkr >6onn#m weitere Verhandlung auf morgen vertagt, willigung von 40 000 Mann Recruten jährlich anstatt der | ------------ in der Vorlage geforderten Zahl von 60 OUO Mann eintrat, & Co” 8 M. " iet,t auf mV 6 87°'"?°^. WW elten”h“”83kWllh,l« J"«'" #&*! [240 SSidSÄiy £ M 8-M Anzeigen. iff Concßrtverein ittes Concert (101. V ereinsjahr) ntag den 22. Januar 1893, Abends 5 übr, ile des Gesellschaftsvereins unter Leitung h. Universität - Musikdirektor« lerrn Adolf Felchner und Mitwirkung äulein Emma Dienstbach aus Frankfurt (Sopran), äulein Margarethe Voretzsch aus Halle (Pianoforte) durch auswärtige Künstler tot- •kten Vereinsorchesters. Programm. re i.^evra- . 4.Fremde* v. f.luMnta dv und Arie e'aust* . L Spohr. rt für Piano- und Orchester . R. SchöBiai Lieder mit fortebegleitg. JR-FflK- „ {R. Schwa« „ lyao Beethoven- as-Tanz“ ad. ,Peer Gynt* , Edv. W Klavierstücke , O.Soirlittl .«i „ F. Chople. *0Die Kr- 4, van Beetbover harten fiTNiohtmifed« « ) (Sperrsitz Mk. 3.a0), 6 kaUenhandlung von Herrn Ernst Ttadolph8 Nacht), für Studirende n Hausverwalter Storck zu ;m Preise zu haben. ncerttage ein Bdletver hr Nachmittags ab >° statt Deutscher Reichstag. 24. Sitzung. Mittwoch, 18. Januar 1898. Auf der Tagesordnung stehen die Anträge Ackermann und des (Zentrums betr. gesetzgeberische Maßnahmen zur Hebung des Handwerkerstandes. Die Adgg. Ackermann, Dr. Hartmann und Dr. Kro- patscheck (conf.) beantragen, dm Reichskanzler zu ersuchen, dem Reichstag alsbald Ge'etze vorzulegm, durch welche der B-fShigungs- nachweis für dm selbstständigen Betrieb eines Handwerks etngeführt wird u(m. ufw. — Die Anträge des (Zentrums dagegen haben die Form von Gesetzentwürfen, welche die Sbänd rung der ConcurS- ordnung, des Gesetzes über die Erwerbs- und Wtrthschastsgmossm- schaften und der Gewerbeordnung bezwecken. Zunächst werden diejmigen Punkte deS Antrags Ackermann discmtrt, welche tn den Eenirumsanträgen nicht enthalten find. Es find dies Einführung deS Befähigungsnachweises, Ausdehnung der Eompetmz der Innungen aus die Arbeitgeber, welche selbst zur Aus- nabme in die Innuna nicht fähig sind, rücksichtltch der Vorrechte aus S lOOe der Gewerbe-Ordnung, und Gewährung der Jnnungsvorrechte aus SS 100c und 100k an Innungen, welche die Mehrheit der selbstständigen Handwerker ihrer Bezirke tn sich vereinigen. Abg. Ackermann (conf.) begründet diesen Tbeil seines Antrags. Seit 20 Jahren feien er und seine Freunde bemüht, gesetzgeberische Maßnahmen zur Hebung des Handwerks, zur Erhaltung des Mittelstandes, dieser so wichtigen Stütze unseres Staates, durchzusctzen. Sie würden tn dtesem Kampfe auch in Zukunft nicht erlahmm. Hinsichtlich des Befähigungsnachweises würde er auch bereit sein, auf den Boden von Vermilt lungsanträgm zu treten. Wo ein öffmtliches Jnterefic in Betracht komme, sollte der Befähigungsnachweis unbedingt eingesührt werden. Bald werde es dahin kommen, daß Speculanten ihre Bauten ohne fachmännischen Beistand aussühcen, wieviel Häuser dann zusammmftürzm, werde die Zukunft lehren. Durch den zweiten Punkt seines Antrags werde eine Unzuträglichkett beseitigt, die Niemand gewollt habe und die auf eine Beoorrechtung der zur Aufnahme in eine Innung nicht Befähigten gegmüber denen hinauSlaufen, die wohl zur Aufnahme befähigt sind, aber nicht eintreten. Den letzten Punkt anlangmd, fo sei es nötbig, die Voraussetzungen festzusetzm, unter welchm die Ertheilung der vorgesehenen Vorrechte an die Innungen erfolgen muß, während jetzt diese Ertheilung in daS Ermessen von Behördm gelegt ist, die nicht immer sehr innungssreundlich seien. Abg. Stolle (Soc.): Mit dem BesähigungsnachweiS seim in Oesterreich keine guten Erfahrungen gemacht worden. Die Lehrlings- ausbtlduna werde durch die Innungen nicht gefördert. Zunftmeister in Verbindung mit Agrariern seien eS, die im Königreich Sachsen den Sturm gegen die obligatorische Fortbildungsschule unternommen hätten, und nur der Energie der Socialdemokraten sei es zu danken, daß dieser Ansturm abgeschlagen wurde. Man wolle mit dem Bc- fähtgungsnachwetS die Pfuscharbeit beseitigen. Wie stehe eS aber damit auf dem Lande, wo man nicht alle Handwerker bei der Hand habe? Da brächten es die Verhältnifie mit sich, daß der Schwted Sdjlofferarbeit, der Tischler Glaserarbeit mache usw. Der Antrag Ackermann unterscheide nicht Hausindustrie und Gewerbe, ein Unterschied, der schwer zu machen sei, der aber gemacht werden müsse, wenn der Antrag durchgeführt werden soll. Mit all den vorgeschlagenen Mitteln werde nichts ausgerichtet und es werde nicht gelingen, damit dem Handwerk den goldenen Boden zurückzugeben. Abg. Metzner (Ctr.): Die österreichischen Innungen beurteilen die Wirkungen des Befähigungsnachweises anders wie Stolle. Die Innungen seien bemüht, die Ausbildung der Lehrlinge zu fördern; über die Fortbildungsschule gingen die Meinungen allerdings auseinander. Der Befähigungsnachweis solle der verderblichen Pfuscharbeit ein Ende machen. ES handle sich hier um eine Lebensfrage des Mittelstandes und eS sei noch jedes Volk untergegangen, bad des kräftigen Mittelstandes entbehrte. „Artige Kinder bekommen nichts", habe einmal Fürst BiSmarck gesagt; der Handwerkerstand sei immer ruhig und „art g" gewesen, deshalb habe er auch nichts bekommen. Auch jetzt scheine nach dtesem Prtncip gehandelt zu werden. Lasse man den Mittelstand zu Grunde gehen, so weide die Regierung der Hauptleidtragende sein. S 100o könne leicht umgangen werden, indem die Arbeitgeber nicht „Lehrlinge", sondern „jugendliche Arbeiter" einstellen. Hostentltch werde das mit Einsührung der Gewerbekammern anders. Abg. Schrader (bfr.): Ackermann habe gesagt, auch die Mitglieder der Regierung hätten den BesähigungsnachweiS erbringen müssen. Habe Fürst Bismarck mit dem Assessor-Examen wirklich den Befähigungsnachweis als Reichskanzler erbracht? Dieser Hinweis fei hin'älltg; die Herren von der Regierung müßten den Nachweis ihrer Befähigung practisch durch ihre Thaten erbringen. Der Befähigungsnachweis würde dem Handwerk nur schaden, er würde viele intelligente Elemente von demselben fernhalten, die keine Neigung baden können, jahrelang sich den untergeordneten Verhältnissen etneS Lehrlingswefens, wie es die Antragsteller wollten, zu unterwerfen. Die Eoncurren» werde man durch den BefähtgungSnachwets nicht beseitigen; die Eoncurrenz eines tüchtigen, intelligenten Handwerkers, der etwas Eapttal besitze, fei viel mehr zu fürchten, als die von zwanzig Psufchem. Der zweite Punkt der Ackermann'ichen Anträge fei bedeu'ungslos, der Forderung deS dritten Punktes aber könne tn keinem Staate entsprochen werden. Abg. v. Bomterowski (Pole) befürwortet die Forderung deS BesähtgungSnachweises. Leider müßten sich seine Freunde zu vielen gesetzgeberischen Vorschlägen, die ihnen an sich sympathisch seien, aus politischen Gründen ablehnend verhalten; daS sei auch srüheren Anträgen betr. den BesähigungsnachweiS gegenüber der Fall gewesen. Der Antrag Ackermann sei allgemein gehalten und lasse deshalb Befürchtungen politischer Natur nicht zu. Abg. Hitze (Etr.): Die Staatsregierung habe in ihren Betrieben selbst diejenigen Prtnctpien angewandt, welche in der Forderung des Befähigungs-Nachweises ausgesprochen sind. So könne tn den fis- caltschen Bergwerken ein Bergmann erst mit dem 24. Lebensjahre Vorhauer werden, nachdem er erst als Schlepper und dann als Lehrhauer gearbeitet. Hoffentlich werde die Regierung bei der Ausarbeitung des Entwurfs betr. die Handwerkerkammern auch Mittel und Wege finden, die Frage des BriähigungsnachweiseS zur Löfung zu bringen. Abg. Dr. Hirsch (srs): Beim Bergbau lägen die Verhältnisse ganz anders; da handle eS sich um Leben und Gesundheit der ganzen Belegschaft, ein Moment, daS doch etwa beim Schuhmacher-Handwerk nicht in Frage komme. Man wolle die Eoncurrenz beschränken, aber so lange die Ansprüche für den Befähigungsnachweis mäßig seien, würden die Eoncurrenzverhältnifie wenig verändert; seien diese Ansprüche hohe, so beraube man eine zahlreiche Klasse von Menschen der Möglichkeit, sich selbständig zu machen, und schaffe noch mehr Unzufriedenheit. WaS solle denn auS diesen Leuten, die man künstlich abhalte, ein Gewerbe zu betreiben, werden? Man sage, ste bleiben auf dem Lande; aber auch hier werde ihnen die Mögkichkett der Selbständtgmachung durch bad Umsichgreifen des LatrsundienbesitzeS erschwert. Abg. Bock (Soc.): Verkannt werde namentlich der Befähigungs- nachwets für daS Bauhandwerk. ES wäre möglich, eine Statistik darüber auszustellen, wie viele Bauten von Zunftmeistern und wie viele von Nlchtzünfllern eingestüizt seien. Diese Statistik dürste wohl zu Ungunsten der Zünftler auSsallen. Die Antragsteller glaubten wohl selbst nicht an die Wirksamkeit ihrer Anträge; die letzteren dienten nur dazu, die Wahlstimmen der Handwerker xu gewinnen. Der Mittelstand schwinde, nicht aber infolge socialvemo, kratischer Agitation, sondern infolge der immer mehr um sich greifenden capitallstischen Production und der Maschinenarbeit. Abg. Ackermann (conf.) tritt der Stolle'fchen Behauptung entgegen, daß die Erhaltung der FortbildungSfchulen in Sachsen den Socialdimokraten zu danken sei. Die Fortbildungsschule sei unter Mitwiikung der conservativen Partei eingesührt, auch ausrechterhallen worden. Die Anträge Ackermann, soweit dieselben zur Beralhung gestanden, werden mit bat Stimmen der Rechten und des EentrumS angenommen. . . Morgen: Stempelsteuer-Novelle (Verdoppelung da Borfensteuer). Neueste Nachrichten. WolffS telegraphisches Korrespondenz-Bureau. Berlin, 18. Januar. Der Reichstagsabgeordnete G ö f e r, Stadtpsarrer in Saulgau in Württemberg (Centrum), Vertreter deS 17. württembergtfchen Wahlkreises, ist heute hier gestorben. Caffel, 18. Januar. Das hiesige königliche Betriebsamt meldet: Vergangene Nacht ist vor Station Northeim der von Caffel kommende Schnellzug 75 dem Haltesignal am Abschlußmal vorbei und in den Schluß des ousfahrenden Güterzuges 768 hineingefahren. Von den Geleifen, die beide gesperrt waren, war das westliche heute früh nach 8 Uhr wieder frei, so daß die Züge von Nörten bis Northeim auf dem falschen Geleise fahren konnten. _ Leider ist ein Menschenleben zu beklagen. Der Stationsasfistent Thiele aus Caffel, der sich als Passagier im Zuge befand, ist gelobtet; ein Reifender und ein Schaffner sind leicht verletzt. An Material sind vom Schnellzug 75 die Maschine, ein erster und zweiter Klaffen-Wagen und der Packwagen, vom Güterzuge fünf Wagen stark und vier Wagen leicht beschädigt. Zur Untersuchung hat sich sofort nach Eintreffen der Nachricht ein höherer Beamter des Eisenbahn Betriebsamts Hannover Caffel von Caffel aus an die Unfallstelle begeben. Ein zweiter ist zu gleichem Zwecke heute früh nachgefolgt. Swinemünde, 18. Januar. Die Eisbrecher „Berlin" und „Swinemünde" machten heute den vergeblichen Versuch, den Stettiner Dampfer „Rudolf", der seewärts nicht weit vor dem Hafen im Eise festliegt, aus seiner gefährdeten Lage zu befreien. Beide Eisbrecher mußten mit beschädigter Steuerung durch den Eisbrecher „Stettin" zurückgeholt werden. Cuxhaven, 18. Januar. Die Schifffahrt aus der Unterelbe ist in Folge des Eisganges nahezu gesperrt. Die Hamburger Rheder beordern ihre Schiffe nach anderen Häfen, die Dampfer der südamerikanischen Gesellschaft werden nach Bremerhafen gelenkt. In Hamburgischen Schifffahrts- kreisen wird es lebhaft bedauert, daß der Ausbau des Cuxhavener Seehafens noch nicht erfolgt ist. Paris, 18. Januar. Der Untersuchungsrichter Franque- ville hat seine Erhebungen über die mit der Panama-Angelegenheit in Verbindung stehenden Bestechungsfälle abgeschloffen und wird nächsten Samstag seine Beschlüsse bekanntgeben. — Im Panama-Prozesse setzte heute der Generalstaatsanwalt sein Plaidoyer fort und suchte nachzuweisen, daß die vorgekommenen Betrügereien sämmtlichen Angeklagten, mit Einschluß Ferdinand von Leffeps, zur Last zu legen seien. Kopenhagen, 18. Januar. Der Eisbo ots-Tr ans- p ort Korsör-Nyborg hat heute begonnen, da es unmöglich geworden ist, die Fahrrinne mittelst Eisbrecher offen zu halten. Petersburg, 18. Januar. Die anhaltende, nachgerade unerträgliche Kälte der letzten Tage, die 20 Grad überstieg, hat endlich nachgelassen. Das Thermometer zeigt 8 Grad unter Null. Depeschen be8 Bureau „Herold". Berlin, 18. Januar. Der Ausschuß der Stadtverord- neten-Versammlung für die socialdemokratischen Nothstand.s - an träge nahm einstimmig folgenden Antrag an: „Die Versammlung ersucht den Magistrat, die durch die Stadt- verordneten Versammlung genehmigten Arbeiten energisch in Angriff zu nehmen und zu erwägen, ob es nicht durchführbar sei, zwecks durchgreifender Reinigung der Straßen den Fuhrpark zu erweitern und eine vermehrte Anzahl von Arbeitern einzustellen." Berlin, 18. Januar. Vier Versammlungen von Arbeitslosen, welche in verschiedenen Stadttheilen statt- fanben, waren von je 2000 Personen besucht. Es sprachen Bebel, Singer, Liebknecht und Dreesbach. Folgende zwei von Bebel eingebrachten Resolutionen wurden angenommen: 1. Es wird erklärt, daß eine durchgreifende Abhilfe des jetzigen Nothstandes nur durch eine Umgestaltung der gegenwärtigen Gesellschaft auf socialistischer Grundlage möglich ist; cs wird trotzdem sofortige Hilfe vom Staat und den Corn- munen verlangt durch Inangriffnahme öffentlicher Bauten. Die zweite Resolution tadelt in den schärfsten Ausdrücken das Verhalten des Staatssecretärs v. Bötticher im Reichstage, welcher in wenig staatsmännischer Weise den Nothstand geleugnet habe. Berlin, 18. Januar. Die WahlprüsungS-Commission des Reichstags erklärte die Wahl Möllers (natlib.), Wahlkreis Arnsberg, wegen Wahlbeeinfluffungen für ungiftig. Berlin, 18. Januar. Die Kälte ist bedeutend. Das Thermometer zeigte 20 Grad R. ES wurden drei Personen erfroren ausgefunden. Effen, 18. Januar. Heute ist keine weitere Zeche ausständig, dagegen dauert der Strike auf den Zechen „Neucöln", „Levin" und „Wolfsbank" ungeschwächt fort. Im Ganzen stehen auf 36 Zechen 7650 Bergleute aus. Die Grubenbesitzer sind für den materiellen Schaden durch den AusstandS-VersicherungSverband gedeckt. St. Johann, 18. Januar. Der Strike ist beendet, ausschließlich der Abgelegten ist alles angefahren. München, 18. Januar. Die gestrige Meldung über eine bevorstehende Gastvorstellung desBayreutherFestspiel-EnsembleS ist unbegründet. Hamburg, 18. Januar. Heute wurden drei Cholera- fälle constatirt. London. 18. Januar. Die Auslieferung von Cornelius Herz wegen Betrugs und Erschwindelung von IE/, Millionen Panamageldern unter falschen Vorspiegelungen gilt alS zweifellos, feine Verhaftung steht bevor. Newyork, 18. Januar. Der frühere Präsident Hayes ist diese Nacht an einer Herzkrankheit gestorben. Halle, 19. Januar. Die bacteriologische Untersuchunz ergab bei den verdächtigen Erkrankungen in der Irrenanstalt Nietleben Cholera asiatica. Den Halleschen Zei ungen zufolge sind bis gestern Abend 11 Uhr bei 28 Erkrankungen 13 Todesfälle zu verzeichnen. Der Landrath de§ Saalekreises machte daS Auftteten der Cholera asiatica bekannt. Protokoll über die Generalversammlung des laubwirthschaftlichen Bezirks- Vereins Gießen vom 10. November 1892. Der Vorsitzende begrüßt die zahlreich erschienenen Ber- einSmitglleder und die anwesenden Gäste, unter diesen besonders die Herren Oeconomierath Müller von Darmstadt, Kammerrath Weber von Laubach und Privatdocenten Dr. Seitz von Gießen. Dor Eintritt in die Tagesordnung wird der Verlamm- lung Mittheilung gemacht über den Stand des gegen Fruchthändler Nathan Rosenthal wegen Lieferung unreinen Sheriff Weizens geführten Prozesses und beschloffen, baß noch die Kosten einer weiteren Klageführung auf die DereinSkaffe übernommen werden sollen. Sodann wird beschloffen, bei der Staatsregierung eine Erhöhung der Staatsbeiträge zur Hebung der Viehzucht zu beantragen. Herr Privatdocent Dr. Seitz hält darauf den in feinen wesentlichen Punkten folgenden Vortrag „über den Betrieb der Landwirthschaft und Thierpflege im Ausland". Der Vortragende verbreitet sich zunächst über die Art und Weise, wie bei der Urbarmachung des Geländes In den verschiedenen Ländern verfahren wird. Am verschwenderischsten und nachlässigsten wird wohl in Süd-Amerika m^ dem Land umgegangen und durch Oberflächlichkeit bei der VGrob'hig der wilden Vegetation wird der Enrag h^abgeseyt Und die Arbeit des Bestellens vermehrt. In Süd Europa beschränkte sich der Ackerbau vielfach auf die Ebenen, während durch den Terraffenbau, etwa nach chinesischem Muster, nach Annahme des Vortragenden noch viel Land zu gewinnen fei. Auch in manchen Gegenden Deutschlands, glaubt Redner, daß durch Einführung eines rationellen TerraffenbaueS noch Vortheile erzielt werden könnten. Als Muster intensiven LandwirthschaftSbetriebes wird der Ackerbau in Ostasien angeführt, der einer ungleich dichteren Bevölkerung, als tn Europa, genügenden Unterhalt gewährt. In scharfem Gegensatz hierzu steht die Agricultur in den spanischen Colonien, besonders Manila, daS eine unversiegbare Quelle beträchtlicher Einnahmen für das Mutterland werden könnte, wenn die an sich faulen Eingeborenen nicht nur zur Arbeit herangezogen, sondern auch entsprechend beaufsichrigt würden. Unter den Momenten, welche dem Emporblühen der Landwirthschaft im AuSlande besonders nachtheilig sind, stehen die DerkehrShinderniffe obenan, da sie einen geschäftlichen Umsatz des Ernteüberschuffes vielfach nicht gestatten und die Landbearbeitung auf die Befriedigung deS SclbstbedarfeS beschränken. Von großer Tragweite war die Einführung der Mc Kinley-Bill, deren nachtheilige Folgen für die Landwirthschaft in Indien ausführlich geschildert werden. Sodann bespricht der Vortragende die Ursachen der Mißernte und erwähnt d'e schlimmen Folgen der letzten trockenen Jahre für Ost-Europa, als Begegnungsmittel der Dürren werden empsehlenswerthe chinesische BewäfferungSeinrichtungen beschrieben. Bei Sefpredjuiig von Fraßschäden durch Jnsecten werden die Verhältnisse in den Vereinigten Staaten in Nord-Amerika geschildert, Redner glaubt der Anstellung von Staats-Entomologen vor der Constituirung vielköpfiger Commissionen den Vorzug geben zu sollen, da es bet Kalamitäten auf möglichst rasche Abhilfe ankomme. Zur Illustration der Thätigkeit solcher Staats-Entomologen werden Abbildungen von Apparaten zur Vernichtung der Feinde der Landwirthschaft vorgezeigt. Die Thierpflege im Ausland ist meist vernachlässigt und spielt nur in wenigen Ländern in der Staatsöconomie eine Rolle. Schlachtvieh ist in buddhistischen Ländern unbekannt, daß Arbeitsvieh wird überall thierquälerisch und roh behandelt; die Dreffnr wird vielfach in grausamer Weise vollzogen. Die Folge davon ist eine unverkennbare Verschlechterung der eingeführten HauSthierraffe selbst in den Ländern, wo Klima und Nahrung den Thieren zusagen. Zum Schluß spricht der Vortragende die Hoffnung au-, daß auS den Schilderungen einiges zur Anregung neuer Einführungen dienen könne, und unterwirft die Frage, was von dem Gesagten auf hiesige Verhältnisse übertragbar fei, dem Urtheil der Sachverständigen. Die Versammlung folgt den, auch für unsere Verhältnisse manche Anregung bietenden Ausführungen des vielgereiste» Redners mit größtem Interesse und stattet demselben ihrm wärmsten Dank ab. Als bedeutungsvollster Gegenstand steht die „Hagelversicherung" auf der Tagesordnung. Nachdem der Vorsitzende und Herr Oeconom Schienke das Thema in längerem Referat eingeleitet, wird in eine DiScnfsion der ersten der gestellten Fragen eingetreten: „Genügt die jetzige Einrichtung, wonach eS den Landwirthen überlassen ist, sich gegen Hagel zu versichern?" Zu dieser Frage sprechen außer Herrn Oeconomierath M.üller, welcher auf deren große Bedeutung hinweist und um freie Meinungsäußerung bittet, u. A. die Herren Bürgermeister Krämer, Steinbach, Köhler, Lang-dorf, Müller Zimmer, Lauter, Bürgermeister Pachter Güngerich, Hof Heibertsdausen, Bürgermeister Leun, Großen-Linden, und Amtmann Nebel, Gießen. Sämmtliche Redner betonen die Unzulänglichkeit des jetzigen r*=«. Ä b'i 28$,” tte" b“ “8iatic% litt 1892. » ®äl|M«t?j"™en $«= I »11 ., " b* Mott. * * Äft l »eg n s ^2bL«7>°» Jftag '' »« St««tJn8t(nin li0 1 H°b°°g »er ° ‘Wt tauf den „ |ta i, 5 «,*' d-" B-ttt-d W m ÄME. et ^nächst über die Art “*«?« ®"“t8 h de. ta. 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Auch in glaubt Redner, datz durch ierrassenbaues noch Vortheile sandwirthschastöbetriebes wird irt, der einer ungleich dichteren fügenden Unterhalt gewährt, steht die Agrieultur in den Manila, das eine unversiegbare i für das Mutterland werden 1 (Singtbortnen uidjt nur zur ud; entjpredjtnb -nau/sichcht reiche dm ^DpoEdeu drr anders nachche'iig sind, stehen , da sie einen geschästlichen sielsach nicht gestatten und die itebigung des Selbstbedarft zweite war die Einführung de lige Folgen für die Landwich schildert werden. ^ragende die Ursachen der Mih- en Folgen der letzten trockenen Begegnungsmitiel der Dürren ische Bewäsierungseinrichtungen vschäden durch Fnseeten werden qten Staaten in Nord-Amnkc ■ Anstellung von Staats-Enio- vielköpfiger Sommilfeonen ben bei Kalamitäten aus m M Ur Illustration der TlMB neiden Abbildungen von Appn -•Äj Weise mW in 9rau| m^schlechteruns jät®** *-ws* *10 *?s*»*5s iti; ’®!ben‘ überlofi'” '' !* * Zustandes und wünschen eine Verbesserung. Die gestellte Frage wird sodann bei der Abstimmung einstimmig verneint. Ueber die weiteren Fragen: „Ist die Hagelversicherung zu verstaatlichen?" und „Soll die staatliche Versicherung eine Zwangsversicherung sein?" wurde die D'scussion vereinigt. Oeconom'erath Müller weist auf die Bedenken hin, welche eine staatliche Hagelversicherung ohne Zwang haben kann und macht auf die ungünstige bayerische Einrichtung aufmerksam. Die Herren Sch lenke /Hardthof, von Oven, Hungen, Bürgermeister Ra ab, Trais Horloff, Gänger ich, Heibertshausen, der Vorsitzende sowie Herr Kammerrath Weber, Laubach, sprechen sich für staatliche Zwangsversicherung aus. Die Herren Bürgermeister Meyer, Grosien- Buseck, und Leun, Großen-Linden, sind für Verstaatlichung ohne Zwang. Bei der Abstimmung erklärt sich die Versammlung em- stimmig für eine staatliche Zwangs'Hagelversicherung, unter Erstreckung derselben auf das ganze Großherzogthum Hessen. Die Sitzung wird hierauf geschlosien. Jost. Nebel. Locales und provinzielles. Gießen, 19. Januar 1893. — Von der Universität. Herr Prof. Dr. A. Behaghel hat den an ihn ergangenen Ruf nach Freiburg als Nachfolger des nach München berufenen Prof. Paul abgelehnt. Nunmehr ist Prof. Kluge in Jena nach Freiburg berufen worden. — Verhaftet wurde gestern Abend eine hiesige Wärterin wegen mehrfach begangenen Diebstahls. — Auszeichnung. Lehrer H. Damm in Rudlos erhielt von der Academie der Künste und Wissenschaften des Hennegaus in La Louviere (Belgien) eine ehrenvolle Auszeichnung. Für fünf eingesandte Männerchöre wurde ihm die große Ehrenmedaille I. Klasse und ein künstlerisch ausgestattetes Diplom verlieben. Außerdem wurde er zum Titular-Mitglied der Letr. Academie ernannt. x Nieder Ohmen, 18. Januar. Die hiesige M o lkerei mußte ihren Betrieb einstellen, da der Wassergraben und das Mühlrad eingefroren sind. Da ein Umschlag der Witterung noch nicht abzusehen ist, so will man durch Aufstellung einer Dampfmaschine Abhilfe schaffen. § Vom höheren Vogelsberg. 16. Januar. Zu Anfang dieser Woche kam einem Schmiedemeister aus dem Dorfe C. sein aus Pferd und Schlitten bestehendes, nur auf kurze Zeit vor einem Wirthshanse ausgestelltes Fuhrwerk abhanden. Trotz eifrigen Suchens, an welchem sich auch die Gendarmerie beteiligte, konnte das Gefährt am Abend nicht mehr gefunden werden. Erst am andern Morgen 9 Uhr wurden in einem benachbarten Walde Pferd und Schlitten (letzterer umgestürzt) gefunden. Wie es scheint, hat das Pferd trotz der grimmigen Kälte irgend welchen Schaden nicht davongetragen. Unaufgeklärt ist noch, wie das Fuhrwerk in den Wald gekommen ist. Friedberg, 14. Januar. Bei einer vorgestern in den 'Revieren des Herrn S. zu Homburg v. d. H. auf Hochwild abgehaltenen kleinen Treibjagd schoß ein Herr aus Friedberg einen starken Keiler im Gewichte von 250 Pfund. Der letztere war seit Jahren in den Waldungen von Köppern, Rodheim und Wehrheim gespürt worden, jedoch nie zu Schuß gekommen. Friedberg, 15. Januar. Man schreibt der „D. Ztg.: Die Wittwe Theobald, die Mutter des Besitzers des „Hotel Trapp" dahier, hat aus Anlaß des Umstandes, daß die „alte Katherine" 40 Jahre ununterbrochen in diesem altrenommirten Hause bedienstet ist, dem hiesigen Hilfsverein für Verabfolgung von Dienstbotenprämien ein Capital von 1000 Mark zugewendet. Die genannte Familie hat wiederholt für wohlthätige und gemeinnützige Zwecke ansehnliche Summen gespendet. Q Hainbach, 18. Januar. Ein in der Umgegend seit mehreren Jahren bekannter Handwerksbursche Namens Vogel, ans Rothenburg ob der Tauber gebürtig, früher Bäckergeselle und durch den Branntwein zum Taglöhner herabgekommen, kam gestern Abend von Elpenrod her in ein hiesiges Haus und setzte sich auf eine Bank. Plötzlich fiel er auf die Seite und war sofort tobt. Ober Mörlen, 15. Januar. Bekanntlich hat vor einigen Jahren ein von hier stammender, in London zum Millionär gewordener Schuhwaarenfabrikant den Bedürftigen und Kranken seines Heimathsortes ein Legat von 20000 Pfd. St. — 400000 Mark zugewendet. Bis jetzt ist es bei dem Widerstände der Universalerben nicht gelungen, das Legat ausbezahlt zu bekommen; durch gütige Vermittelung des deutschen Gesandten in London sind kürzlich die ersten halbjährlichen Zinsen mit 8000 Mark hier eingetroffen. Gemäß testamentarischer Bestimmung sind diese in Einzelbeträgen nicht unter 50 Mark und nicht über 150 Mark an Bedürftige bis auf 700 Mark zur Auszahlung gekommen. Mit der Auszahlung ist eine Commission betraut, die aus dem Pfarrer, dem Bürgermeister und einem Vetter des verlebten Wohlthäters desteht. Darmst. Ztg. Nidda, 15. Januar. Platzmangels wegen sind eine Anzahl hiesiger Einwohner gezwungen, ihren V o r r a t h an Holz auf einem freien Platze außerhalb der Stadt 'auszusetzen und es von dort nach Bedarf zu holen. Das machte man sich zu Nutzen und belud nächtlicherweile, ganz unbekümmert um das sremde Eigenthum, einen Wagen mit Holz und verkaufte dasselbe in einem Dorfe der Wetterau. Wie man erzählt, so sollen zwischen den unbefugten Verkäufern — zwei sollen es sein — wegen der Verkeilung des Geldes Streitigkeiten uusgebrochen und der ruchlose Diebstahl somit an die Oeffent- lichkeit gekommen sein. Das wird wohl eine theure Holzfahrt geben! Nidda, 15. Januar. Seit den letzten besonders kalten Tagen greift der mit Recht so gefürchtete Würgengel Diph- theritis um sich. Zwei Klaffen der hiesigen Volksschule mußten deshalb vorläufig geschloffen werden. Die tück sche Krankheit forderte bereits Opfer und eine große Anzahl Kinder liegt noch darnieder. Darmstadt, 18. Januar. Eine gestern Abcnd im städtischen Saalbau abgehaltene, sehr zahlreich besuchte Versammlung sprach in einer Erklärung die bestimmte Erwartung aus, daß der Reichstag dem Antrag auf Zurückberufung der Jesuiten ein entschiedenes Niemals entgegensetzen werde. △ Mainz, 18. Januar. Während gestern Vormittag die Trajectboote noch versuchten, den Strom zu durchfahren, herrscht seit heute Morgen auf der Eisdecke des Rheines vor dem ganzen hiesigen Stadtgebiet schon das regste Leben. Unterhalb der Straßenbrücke bis zur Petersaue hin und stromaufwärts bis zur Mainspitze sieht man auf gebahnten und ungebahnten Wegen theils einzelne Personen, theils ganze Gruppen die Eisdecke überschreiten- voran die liebe Jugend und ein großes Contigent Frauenzimmer, welch letztere hier immer mit der Nase zuvorderst sein müssen. Am meisten belebt sind zwei Bahnen in unmittelbarer Nähe der Straßenbrücke, auf welchen zur Mittagszeit bereits Hunderte von Personen den Strom überschritten, von denen die meisten der von dem jenseitigen Ufer zurückkehrenden mit sogenannten „Buweschenkel" — einem Gebäck, das einzig in Castel gebacken wird, wenn sich der Rhein gestellt hat — beladen sind. An der Stelle des Stromes, wo gestern noch die Trajectboote verkehrten, befinden sich spiegelblanke belebte Schlittschuh- bahnen. Stromaufwärts steht der Rhein nächsthier von Gernsheim bis Oppenheim. Bingen, 15. Januar. Die gesetzlich zulässigen fünf Verkaufs stunden an Sonn- und Feststagen sind durch das Großh. Kreisamt für Bingen wie folgt abgeändert: Specereiwaarenhändler 8 bis 9 Uhr Vormittags, 12 bis 4 Uhr Nachmittags - für alle anderen Ladengeschäfte 11 bis 4 Uhr Nachmittags - Bäcker und Metzger 5 bis 9 Uhr Vormittags und 11 bis 4 Uhr Nachmittags. A Aus Rheinhessen, 18. Januar. Aus der Landstraße zwischen Zornheim und Sörgenloch ist gestern Morgen der Pfarrer von Zornheim, als er zum Gottesdienst fahren wollte, mit seinem Fuhrwerk in den Schnee eingesunken und stecken geblieben. Von dem ganzen Fuhrwerk blickten nur noch die Köpfe der Pferde ans dem Schnee hervor. Mit Lebensgefahr mußten sich der Pfarrer und der Kutscher zu Fuß bis Sörgenloch durch die Schneemaffen durcharbeiten. Vermischtes. * Frankfurt a. M., 18. Januar. Die Krankenpflegerin Anna Pirchann, am 23. September 1848 in Ober- Roschow in Böhmen geboren, wurde am Dienstag früh in ihrem Wohnzimmer, Elephantengasie 19, tobt am Boden liegend aufgefunden. Ein hinzugerufener Arzt constatirte Vergiftung durch Cyankali. Die Leiche wurde nach dem Sachsenhäuser Friedhof verbracht. * Kassel, 17. Januar. Infolge des heftigen Schneefalls erleiden die Züge, namentlich dic aus Thüringen kommenden, große Verspätungen. Der heute früh von hier nach Waldkappel abfahrende Personenzug blieb bei dem eingetretenen Schneegestöber in der Nähe der Station Bettenhausen im Schnee stecken. Nachdem eine Hülfsmafchine von Kassel herbeigekommen war, gelang es, den Zug wieder flott zu machen. * Vom Rhein, 18. Januar. Bei der jetzigen Eisstockung hat sich wieder die ungenügende Zahl der Häfen am Mittelrhein hcrausgestellt. Die Schaffung weiterer Häfen ist dringend erforderlich, da zahlreiche Schiffe am Mittelrhein keinen genügenden Schutz finden können. Heute erreichte der Rhein den niedrigsten Stand des Jahrhunderts mit 0,78 Meter. Der bisher niedrigste Stand war am 30. Deccmber 1853. * Berlin, 13. Januar. Den Schneeschuhen hat auch die Militärbehörde ihre Aufmerksamkeit zugewendet, um in Hinblick auf die Möglichkeit eines im Osten zu führenden Krieges auch in dieser Beziehung für die Schneefelder Rußlands gerüstet zu sein. Weil dort von großem Nutzen für den Nachrichtendienst, haben bereis mehrfache militärische Hebungen mit Schneeschuhen stattgefunden. Man hielt sich übrigens bei diesen Hebungen nur an bereits gegebene Vorbilder, da sowohl im norwegischen und russischen Heere wie bei der Miliz der kanadischen Colonien Mannschaften mit diesen Schuhen ausgebildet sind und in Norwegen ganze Abheilungen aus Schneeschuhläufern bestehen. * Königsberg. 16. Januar. Die ungewöhnlich große Kälte hat zahlreiche Todesfälle zur Folge. Aus der Provinz werden ständig Todesfälle in Folge Erfrierens gemeldet. * Stuttgart, 15. Januar. In das hiesige Hntersuchungs- gefäugniß wurde vor einigen Tagen ein junges Liebespaar gebracht, das seither in dürftigen Verhältnissen lebte, plötzlich aber durch außerordentlichen Geldverbrauch auffiel. Ueber 20000 Mark wurden bei ihnen gefunden - über die Herkunft verweigerten sie anfangs jede Auskunft. Heute wurden die Beiden wieder freigelassen- die Untersuchung hatte nämlich das merkwürdige Ergebniß geliefert, daß ein reicher Privatier in Baden-Baden dem Mädchen nicht bloß 20000, sondern über das Doppelte — nahezu 50000 Mark — geschenkt hat. Ein nobler Gönner! ♦ Mannheim, 18. Januar. Das Rheineis hat sich oberhalb und unterhalb von Ludwigshafen festgesetzt. * Rom, 18. Januar. Der Director der hiesigen Filiale der Bank von Neapel ist nach angeblicher Hinterlassung eines Deficits von 2l/2 Millionen flüchtig. Derselbe soll das Opfer der Demimonde geworden fein. Der Kassirer der Bank wurde verhaftet., * Zu enges Schnuren. Eine junge Dame, die einzige Tochter eines Lehrers in Bayreuth, hatte sich zu fest geschnürt und ging zum Ball. Im Garderobezimmer wollte sie die Ballschuhe anziehen, sie bückte sich und fühlte sich bald unwohl. Ohne getanzt zu haben, begab sie sich nach Hause, es wurde der Arzt gerufen und dieser stellte fest, daß in Folge zu engen Schnürens ein Darm geplatzt sei. Am anderen Nachmittag starb die Dame. * Von einem bedauerlichen Unglucksfall ist der in weitesten Kreisen bekannte Schriftsteller Ludwig Pietsch betroffen worden. Wie erst jetzt bekannt wird, besuchte er am dritten Weihnachtsfeiertage die Familie der Commerzienräthin Cahnheim in Moabit. Er betrat in Abwesenheit der Herrin ein Zimmer, in dem eine sonst gutmütige, ihm nicht fremde Dogge lag und spielte mit dem Hunde, bis die Frau Commerzienräthin etntrat. Pietsch erhob sich und streckte der Dame die Hand zum Gruße entgegen. Diese Bewegung muß das Thier mißverstanden haben : es biß ihn zweimal in die rechte Seite, zerfleischte dann den rechten Oberarm und biß sich dabei derart fest, daß es trotz vieler Schläge nicht möglich war, den wüthenden Hund loszumachen. Zum Glück verlor die Frau Commerzienräthin die Geistesgegenwart nicht, griff zu einem Revolver und tödtete das am Arme hängende Thier durch einen wohlgezielten Schuß. Der Kiefer des Hundes mußte gewaltsam ausgebrochen und von dem zerfleischten Arme entfernt werden. Pietsch verfiel in Folge des starken Blutverlustes und des Schreckens in Ohm mocht und mußte in feine Wohyung gebracht werden. Er hat bis zum heutigen Tage seine Thäligkeit nicht wieder aufnehmen können. Univerptäts - Nachrichten. — Zum Vrorector der Universität Heidelberg für daS Studienjahr 1893/94 wurde Geh. Hosratb Prof. Erb gewählt. — Der Nattonalöconom Prof. v. Phtlippovtch in Freiburg hat einen Ruf nach Wien angenommen. — Aus Halle, 16. Januar, wird der „Frkf. Z." geschrieben: Im neuen Studienjahre wurden laut Anschlag des R ctors am schwarzen Brette 30 Studenten aus dem Album der Universität gestrichen, da sie sich ohne Urlaub von Halle entfernt, auch eine Privatoorlesung für das lausende Halbjahr nicht belegt haben. Schisfsnachrichten. Der Postdampfer „Friesland" der „Red Star Line" in Antwerpen ist laut Telegramm am 17. Januar wohlbehalten in Rewyork angekommen. ________________________________ Verkehr, Land- rind Volkswirtvschaft. Limburg> 18. Januar. Fruchtmarkt. Rother Weizen Jt 14.00, weißer Weizen , Korn JL 11.00, Gerste'9.40, Hafer «tt 7.10, Erbsen JL —. Gottesdienst in der Synagoge. Samstag den 21. Januar: Vorabend 4“ Uhr, Morgens 8-° Uhr, Nachmittags 3« Uhr, Sabbathausgang ö83 Uhr _____________ Gottesdienst der israelitischen KeliyionsgeseUschast. Freitag Abend 4‘o Uhr, Samstag Vormittag 8»' Uhr, SamStag Nachmittag 3°3 Uhr, Samstag Abend 530 Uhr. — Verein für HandlungS CommiS von 1858 irr Hamburg. Dieser bedeutendste Kaufmännische Verein, welcher jetzt auch in Gießen einen Bezirksoerein besitzt, hat am 22. November v. I. ble 42000ste Stelle seit seinem Bestehen besetzt, nachdem am 22. August 1892 die 41 000sie Stelle durch ihn zur Erledigung gelangt war. In 1892 wurden durch den Verein 3754 Stellen vermittelt, gegen 3695 in 1891. Die Stell en-Vermittelung ist für die Herren Auftraggeber, sowie für die Mitglieder völlig kostenfrei. Der Verein besitzt ein ausgedehntes Auskunftswesen und bringt nur gut empfohlene, von fachkundigen Angestellten ausgemählte Bewerber für die ihren Wünschen und Fähigkeiten entsprechenden offenen Stellen in Vorschlag. Der jährliche Beitrag beträgt Mk. 6.—., nach zehnjähriger Mitgliedschaft Mk. 3.—. Einschreibegeld, Portooorlage, Vermittelungsgebühr ober dergleichen wird nicht erhoben. Der Verein zahlt z. Z. über 40000 Angehörige, darunter etwa 5000 etabltrtc Mitglieder. Im abgelaufenen Jahre wurden 9785 neue Mitglieder und Lehrlinge aufgenommen. Die Mitglieder des Vereins verlbeilen sich über fast alle Handelsplätze der Welt; auch besitzt der Verein in 220 deutschen, ausländischen und überseeischen Städten B-zirks- vereine. Außerdem hat der Verein eine Kra nken- und Begräbniß- Kasse, eingeschriebene Hülsskasse, mit frei er Wahl des Arztes und Freizügigkeit über bas Deutsche Reich, welche schon über Mk. 370 000 . an Kranken- und Begräbnißgeld auszahlte; eine Pensions-Kasse (Alters-, Invaliden-, Wittwen- und Waisin-Versorgung), mit über 4500 Mitgliedern, einschließlich Ehefrauen, mit einem Kassenvermögen von etwa Mk. 1600 000.—.; eine U nter stütz ungs-Commiss ion, welche für alle durch Stellenlosigkeit u.s.w. hülssbedürslig gewordene Mitglieder in discretester Weise wirkt, welche dem Vereine über zwei Jahre ang hören, sowie verschiedene andere Abtheilungen. Die Geschäftsstelle für Gießen befindet sich bei Herrn Ernst Wieg elm ann, Nordanlage 39, wo die Bettrittspapiere für den Verein unentgeltlich zu haben sind, auch jede weiter gewünschte Auskunft über den Verein und seine Einrichtungen erkheilt wird. — Wie die Saat so die Ernte: wer Unkraut säet, kann kein Getreide ernten und wer seine Stiesel beständig mit säurehaltiger Wichse behandelt, kann nicht erwarten, daß solche lange halten. Das beste Mittel zum Eonferviren des Leders ist anerkanntermaßen das „Schuhfett Marke Bvfftlhaut", welches die Stiefel wasserdicht, weich und bauerbaft erhält, ohne baß beren Glanzwichsen einen Tag ausgesetzt zu werben braucht. Verkaufsstellen siehe Inserat._________ — Das Wundsei« bei Kindern, überhaupt alle Haut- rounben werben am besten, sichersten unb unschäblichsten burch »ä^Myrrhen-Creme Deutsch.-ReichspaL 63592 behanbelt. Preis L Dose Mk. 1. — in ben Apotheken*). *) In Gießen: Pelikanapotheke. Myrrhen-Eröme ist der patenttrte ölige und verb'ckle Auszug des Myrrenharzes.___682 Pfarrer, Lehrer, Beamte rc- empf. allerorten den vorzügl. Holl. Tabak bei V. Becker in Seesen a. Harz 10 Pfd. lose i. Beutel 8 JL fr- [3648 TUrr Kais.Kgi.Hon. Baden- Niederlagen THEE-MESSmER bTÄ“rt empfiehlt vorzügL Theemischungen ä M. 2.80 u. M. 3.50 pr. Pfd. Probe- packete 80 Pf. u. M- 1.- fco. (Doppelbrief! sehr beliebt u. verbreitet. [239]. Gedenket der hungernden Vögel! f Verdingung von Schreinerarbeiten. Das Gestühl für die hiesige neue evangelische Kirche soll in öffentlicher Submission im Ganzen oder in drei Loosen vergeben werden. Preisangebote sind bis Freitag den 27. Januar er.. Mittags 12 Uhr, an den unterzeichneten 1. Pfarrer, Dr. Naumann, Süd. anlage 8, einzureichen. Zeichnungen und Bedingungen sind bei de,n Bauleitenden, Herm Hamann, Bahnhofstraße 2, 3. Stock, in den Tagesstunden von 9—12 und 2—6 Uhr einzüsihen. Angebotsformulare sind daselbst gegen Erstattung der Abschreibe gebühren in Empfang zu nehmen. Gießen, den 19. Januar 1893. Der evangelische Kirchenvorstand: __Dr. Naumann.__[668 Hannovkr-Bdkrhkssischkr Güterverkehr. Am 20. b. M. gelangt der Nachtrag II zum Hannover- Obcrhefsischen Güteriarif zur Einiührung Auskunft üb.r dessen Inhalt crtheilen die Güter abfertigungcn. Gießen, den 16 Jan», ar 1893. Großh Dtrection [667 der Oberhesfischen Eisenbahnen-__ Freitag öen 3. Februar 1893, Nachmittags 21/» Uhr, sollen auf dem hfisigen Oirsgericht die den Gastwirth Peter Ammei Eheleute« in Gießen gehörigen Immobilien: Flur 35 Nr. 116 — 869 Meter Acker auf die Tanne, Flur 35 Nr. 117 - 869 Meter Acker daselbst, Flur 35 Nr. lid — 869 Meter Acker daselbst, Flur 35 Nr. Ii88/io — 325 Meter Acker daselbst, Flur 35 Nr- 118»/io — 362 Meter Acker daselbst, Flur 35 Nr. 11d«/w - 225 Meter Acker daselbst, Flur 50—71 Nr. l’/io - 608 Meter Hof- raitbe, die Liebigshöye, Flur 60-71 Nr. l673 __________C. ti. Kleinhenn. Feinster Cabllau ohne Sopf, Feinste Schellfische beute eingetroffen. Eduard Fuckert. [671 Nr. 17 Neuen Bäue Nr 17. Lchlittenschetten Teichselglocten ■3 4 ■ MERKUR Marktftrasie 10. Emil Fistor, Mark.sttatz- io. Coca H. Rüb samen Mäusburg 16 Mäusburg 16 Weftanlage 28. zu verm. [669 straße 40 [672 rief- und Schellfische Emil Vrbig 679] Schellfische 681] im .Rebstock* 3 pCt. Reich semleth« do. 3 der. «Snigs-LaurRh^Act. Tendenz: schwach. 96 60 91.50 22 00 55.80 79 25 387 37 197 00 151.20 101 80 110 3U 5S.0 94.50 678] Schone Mansardenwohnung mit Wasserleitung und Zubehör xu vermtethei. Licherstraße 6 Kürschner ■■ empfiehlt VorSaedrne Stempel kdeeen beuutxt werden. Prologeu. Eröffnungsreden für festliche Gelegenheiten. Don A. Bourset. Geh. Preis 1 v* 20 Franksurterstraße 76. Gieße n, 19. Januar 1893._________ seinem entschlafenen Schwesterchen nach. Sie tirftrauitnben Eltern' Louis Wachenhausen und Frau Aermielsjungen. 683] Mittlerer Stock, 5Zimmer, Badez., Garten u sonst Zubehör, an ruhige Leute Schlußcouri« 1 Uhr 15 Min. 8650 4 pCt. Ung. Gold-Rmte ICo 25 5 pCt. Jtal. Rmte 86 50 3 yEk. Portugiesen 100.80 4 pEt. Griech. Monopol-Ant. Oberhessischei* Geschichtsverein. Ausflug mit Sitzung Samstag, 21. Januar 1893, nach Wetzlar. I. Abfahrt von Giessen Nachmittage 2 Uhr 30 Min. Besichtlgeafl des Domes unter Führung des Herrn Dr Matthael von Gieesen II. Um 5 Uhr: Sitzung im Saale des „Römischen Kaiser*. Vortrigc 1) Herr Dr. Matthael: Baugeechichtliche Wanderungen, III. Theil (der Wetzlarer Dom). 2) Herr Rector Lürsseo von Wetzlar: Zur Geschichte des Reichskummergeriehto in Wetzlar. 31 Herr Prof. Dr. BflOlMr: Die Landgrafen von Hessen als Obervögte von Wetzlar. 4) Herr Dr. Heiser: Zu Wetzlars Kriegsgeschichte von 1796. III. Um 8 Uhr: Gerne isames Nachtessen im »Römischen Kaiser“. (Anmeldungen dazu vorher bei Herrn Gasthalter Kohl oder dem Verein».Schriftführer dringend erbeten . Kochschule des Allgemeinen Vereins für Armen- und KraollenpÄtge Neustadt 61. 3 pCt. Preuß. Eonsol» 3'/s pSt do. Dtsconto-Eomnumd.-AmH. Darmstädter Bwck-Kcr. Dresdener Bank-Act. Nordd. Lloyd-Act. Wiener Bankver^Act Oeft. Eredit-Act. ^tal. Mittelmeerbahn Act. Gel senk. Bergw^Act. W ittwe Hassan, Hoflieferant Frankfurt a. M. empfiehlt feinste Java-Mischungen JL 1.60, 1.70 und 1.80 per Pfund netto. 332 Niederlage bei Eberh. Dort, Gieffen, Wallthorstr. 45. soll, sofern sich eine genügende Anzahl von Theilnehmerinnen findet, ein neuer Cursus für acht Woche« eröffnet werden, und zwar, je nachdem die Mehrzahl der sich Anmeloendea es wünscht, Vormittags oder Abends nach 6 Uhr. Das Tchulgeld betragt monatlich eine Mark. Dafür nehmen die Schülerinnen unentgeltlich an den Mahlzeiten Theil. Anmeldungen können bis spätestens Samstag den 21. Januar, Vormittags 11 Uhr, geschehen 1) in der Kochschule selbst (Neustadt 61) bei der Lehrerin Frl. Decker, ßiedaction: A. Scheydn. — Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) io Gieße». Die heutige Kummer umfaßt 6 Seiten SS Jeder Z5 Husten KaiserPanorama, Bahnhofstraße 23, Ecke Löwengaffe. 1 Diese Woche garz neu angefertigie Serie, war noch nie ausgestellt! [to6 Das Moselthal. Herrliche Parlhien, Städte und Dörfer längs der Mosel, Kirchen, Klöster von innen und außen, Slsengrotte rc. Giessener Zither kränz. 676] Diejenigen Damen und Herren, welche sich an heurigen Gruppen Äuf- führvngen zu betheil'grn wünsch-n, werden Gam-tag «beud (21. d. ®t.) in das verrtn-tocal (Schanzenstroße) eingeladen._________________________________ " Gebrauchte Guitarre zu kaufe« gesucht. [663] »Kühle« Grund". 68 >1 Ein etud. ertheilt gründl. Nach« hütfeunterricht. Näheres in der Exped. d. Bl- . 660) Ich suche für sofort ein -«verlässiges Mädchen, welches gut kochen kann- Nur solche mit guten Zeugnissen können sich melden bei Fabrikant Heine. Schirmer, J______________Marburgers raße 4.______ Todes-Anzeige. Heute Morgen 5«/a Uhr folgte auch noch unser liebes unvergeßliches Kind ____ Coursbericht von E. Wasserschieben, Bankgeschäft Frankfurter Börse vom 19. Januar 1893. Atitijg. j • ”U|flt ant« brdi tfr81 3”"rprttln mi I «i i 't-rE^s H r‘*^.aNh?nDo1 ! * »Ä’"i ! 4?1 i m in *? ® s % ä* V RtOrn*. Der Gesangs-Komiker. Ausgewählte Couplet-, Duette, Soloscenen rc. mit Melodien und Pianoforte-Begleitung. 27 Bände cgt viel mehr i auf Sttonm lab doch, viellrii inb die Fchwieri 8iituiitn'6onctn 3ba»uib nnb m Nachgesi Rinnen in g Z°lgerung, dah bebtutenbe Thril busu ^ne, Nisin. Hörer tntjl eicellenc. Original Irische Oefen beste Dauerbrenner für Cokes-Heizung. Lönholdsche Amerikaner Oefen. Füllregulir und^Koch-Oefen.- . Schlittcngeläute 677] rüchtigtS Dienstmädche« vom Lande, welches etwas Feldarbeit versteht, gegen guten Lobn gesucht. Lichte straße 5. e>64] Ein braves solides Die«stmäd« chen (wenn auch jünger) sofort gesucht. Näheres bei der Erped d Bl________ 6d6] Ein tüchtiges «ädche«, welches gut bürgerlich kochen kann, sowie in allen Hausarbeiten erfahren ist, sofort gesucht. Wo? sagt die Exped. d. Bl.__________ 646] Ein Ha«-l»«rsche gesucht. _ I Mi«g«lhSffee, Asterweg 657] In meinem Medicinal-, Drogen-, Chemikalien- und Farben Geschfft ist eine Lehrlingsfteüe zu besetzen, jetzt oder später. _________________Otto Schaaf.__ CWÄSAon iür Küche u. HauS lUtUÖCVCn finden guie Stellen 182 6t) Votnb. E.-B.-Sct. 132 70 Buich:berader E.-B^Acl 138 80 Elbihal-Bohn-Act. 9l.4O Golthard-Bahn-Scl. 99 12 Schweizer dtordost.rB.-Lcl. 271.62 Mainzer E.-B -Act. 100.50 Marienburger E^B.-Act.