1898 Sonntag den 19. November Mr. 273 Erstes Blatt Kenerat-Mnzeiger Ferrffprccher 6L Amts- und Anzeigeblutt für den Ureis Gietzen. chratiskeikage: Gießener Zamitienblätter Amtlicher Theil i. Rübwmen Alle Ännoiucn-Bureaur M In- und lultaiM nehm» Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. ■aweae='rif .m—i.’-r -! »j-jj ■ ■■a|wt wen Anzeigen zu der KachmiNag» für den fwlgmd«, Lag erscheinenden Nummer bi» Bonn. 10 Uhr. lstnftk I. undRardtt'M' ischmar, M1 Dir Gießener werten Wem Anzeiger ?Sch«tlich dreimal Wnt. Gefunden: 1 Federwaage, 1 Geldbeutel mit Inhalt, 1 Metermaß, 1 Stiefel, 1 Lesebuch, 2 Pferdedecken, 1 Päckchen mit Inhalt und Theile von einem Zuggeschirr. Zugelaufen: 1 Wachtelhund. Gießen, den 18. November 1893. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Fresenius. ®rr >*|rtett trf*ehrt tiglich, ett Ausnahme bd Montag«. Nachdem sich noch die Abgg. Dr. Hammacher (natl.) und Richter (freit Dolksp.) für Donnerstag erklärt haben und Frhr. v. Manteuffel (conf.) milgetbeilt hat, daß feine Freunde Ueber- wetfung der Verträge an eine Commission beantragen werden, wird die nächste Sitzung auf Donnerstag 1 Uhr mit der oben erwähnten Tagesordnung angefetzt. Grasen Hartenau weilten der Hausarzt Dr. Hoffer, General v. Bach und Gutsbesitzer Ritter v. Polzer. Alle Anwesenden waren vollauf beschäftigt, die verzweifelte Gattin zu beruhigen, daher die Verspätung der Todesnachricht. Bald darauf erschien Rechtsanwalt Dr. Link, welcher das Testament des Grasen Hartenau besitzt; der Inhalt wird auf Wunsch deS Verstorbenen vorläufig geheim gehalten. Schon am Nachmittag fanden zahlreiche Trauerkundgebungen statt. Für den Kaiser condolirte telegraphisch Generaladjutant Graf Paar- ferner condolirten die Erzherzöge Albrecht und Wilhelm, der Großherzog und der Prinz Heinrich von Hessen, Prinz Fer- dinand von Bulgarien, die Schwägerin des Verstorbenen, Prinzessin Beatrice aus Balmoral, dann Handeisminister Graf Wurmbrand rc. Prinz Heinrich von Battenberg, der Bruder des Verstorbenen, zeigte seine sofortige Ankunft in Graz an. Die Leiche wird vorläufig nächsten Montag in Graz bestattet- die spätere Beisetzung bleibt Vorbehalten.) Wien, 17. November. Der aus Graz von der Behandlung des Grafen Hartenau zurückgekehrte Profeffor Oser erklärt, daß die Lage des Patienten schon Donnerstag früh sehr ernst war. Infolge Blinddarmentzündung hatte sich allgemeine Bauchfellentzündung mit zunehmender Herzschwäche herausgebildet. Trotz starker Schmerzen war der Graf bei vollem Bewußtsein und hatte keine Ahnung von dem Ernste der Situation. Die Gräfin weilte ununterbrochen am Krankenbette. Heute früh trat Agonie ein. Paris, 17. November. Die Ausstellungscommission für die Weltausstellung im Jahre 1900 hat den Ingenieur Cottereau angenommen. Die Errichtung des Moskauer Kreml-Gebäudes soll den Russen für die Ausstellung überlassen werden. Neueste 2tad>ridticii» Wolffs telegraphisches Correspondenz - Bureau. Berlin, 17. November. Der,,Reichsanzeiger" veröffentlicht eine Mittheilung des Kriegsministers, worin die Nachrichten verschiedener Blätter anläßlich der Ausgabe neuer Gewehre, Modell 88, an einzelneJnfanterie-Truppentheile richtiggestellt werden. Eine Neuanfertigung der Gewehre finde dauernd statt, da die durch den regelmäßigen Gebrauch abgenutzten Gewehre ersetzt werden müßten. Was die Aende- rung an den Verschlüssen anlangt, so sei eine neue Vorrichtung getroffen, daß, falls einmal die Metallhülse der Patronen beim Abschießen platzen sollte, eine Verletzung des Auges verhindert werde. Die Einrichtung sei mit Leichtigkeit an den Verschlüssen anzubringen. Gewehre, die mit der Vorrichtung versehen sind, werden an die Truppen auSgegeben. An den 1890 ausgegebenen Gewehrläufen seien nicht mehr, sondern weniger Reparaturen vorgekommen, als bei früheren Modellen unmittelbar nach deren Neueinführung. Die vorgekommenen Fälle von Beschädigungen seien meist durch im Laufe befindliche Fremdkörper verursacht, was bei vorsichtiger Behandlung des Gewehrs nicht der Fall sein dürfe. Aus der neuerdings angewendeten vervollkommneten Herstellung der Läufe sei in keiner Weise zu folgern, daß die früher hergestellten Läufe minderwerthig oder gar kriegsunbrauchbar wären. Madrid, 17. November. Vor dem Hause des Maires von Torente in der Provinz Valenzia explodirte heute eine Dynamitbombe, durch die ein Materialschaden verursacht wurde. Menschen wurden nicht verletzt. Deutsche- Reich. Berlin, 18. November. Der Bund dar Landwirthe zählt jetzt 163 256 Mitglieder - hiervon entfallen laut einer Tabelle des Bundesorqans auf die Provinzen Ostpreußen 5600, Westpreußen 6210, Pommern 10690, Posen 6200, Schlesien 23 500, Brandenburg 16720, Sachsen 18210, Hannover 5760, die Rheinprovinz 320, Hessen Naffau 5160, Schleswig-Holstein 6000, auf Baiern 1300, Sachsen 28 900, Württemberg 290, Baden 1800, Mecklenburg 7600, Großherzogthum Hessen 4800, Thüringen 6540, Braunschweig 2460, Oldenburg 1, Waldeck 760, Lippe 1360, Lübeck 1040, Hamburg 2, Elsaß-Lothringen 3. — In der preußischen Garde Cavallerie befindet sich seit einigen Jahren kein bürgerlicherOfsizier mehr- aber auch der einfache Adel ist, nach einer Zusammenstellung der „Voss. Ztg.", in der Minderzahl gegenüber den Fürsten, Prinzen, Grasen und Freiherren. Unter 253 Offizieren, die bei der Garde-Cavallerie in der Rangliste aufg^führt sind, befinden sich 32 ober 21,6 pCt. Fürsten und Prinzen, 73 (28,9 pCt.) Grafen, 36 (14,2 pCt.) Freiherren und 112 (44,3 pCt.) nur die Bezeichnung „von" führende Adelige. In einzelnen Regimentern treten die einfach Adeligen sehr zurück, so besonders im Regiment der Gardes du Corps, das in seinem Offiziercorps 2 Prinzen, 19 Grafen, 4 Freiherren und 7 adelige Offiziere zählt. Auch das 1. Garde-Dragoner- Regiment hat nur 10 Offiziere, die den einfachen Adel führen. die Hoffnung aus, daß das Bestreben des Dreibundes, den Frieden zu erhalten, von Erfolg begleitet sein möge. Graz. 17. November. Graf Hartenau, der Exfürst von Bulgarien, ist heute Mittag gestorben. (Der „Franks. Ztg-" gingen über das Ableben des Grafen Hartenau folgende Nachrichten zu: Allgemein ist die Theilnahme über das Hinscheiden des beliebten Grafen Hartenau. Die Gräfin, die erst vom Wochenbett aufgestanden war, ist faffungsios, es kam zu einer erschütternden Scene. Der Kaiser von Oesterreich , der Kriegsminister und der Fürst von Bulgarien Cocales utiö provinzielles. Gießen, 18. November 1893. ** Ernennung. Der Steuerasseffor Heinrich Kriegk aus Darmstadt wurde zum Obergüterinspector bei den Oberhessischen Eisenbahnen ernannt. ** In der Proceßsache Briel contra Fernie, die immer noch in der von Gießen aus verbreiteten, den Thatsachen widersprechenden Form in den Blättern spukt, hat jetzt Herr Rechtsanwalt Grünewald folgende Erklärung in einer Anzahl Blätter veröffentlicht: Die den Proceß Briel gegen Fernie betreffende Mittheilung berichtige ich im Auftrage des Herrn Charles Witherington Bruce Fernie dahin, daß diese Mittheilung vom Anfang bis zum Ende unwahr ist. Es ist eine Entscheidung deS Reichsgerichts nicht ergangen, geschweige denn eine solche zum Nachtheile des Beklagten Fernie. Der Proceß schwebt am hiesigen Landgericht in erster Instanz und harrt noch der Schlußverhandlung. Daß das Object 3l/2 bezw. 4 Millionen betrage, ist ebenso wie die Gebührenberechnung in das Gebiet der Phantasie zu verweisen. Z Neues Theater. „Die Sorglosen", Lustspiel in drei Acten von A. L'Arronge. Derjenige, welcher angelockt durch die Bezeichnung „Lustspiel" am gestrigen Abend das Theater besuchte, um sich nur zu amüsiren, und es giebt derer leider genug, die dies thun, der dürfte, wenn er nicht nur ganz geringe Ansprüche hat, kaum befriedigt worden sein. Die Kraft dieses Stückes nämlich liegt durchaus nicht in der Betonung der komischen Partieen, soll auch gar nicht darin liegen- der Dichter will vielmehr durch einen geschickten Griff in unser modernes High-life zeigen, wie es da aussieht, welche Gesinnungen da die Menschen leiten und welches die Principien sind, auf denen sie ihr Leben basieren. Und so läßt er in einer überaus bunten Reihe die verschiedenen Existenzen der sogenannten guten Gesellschaftsklasse an dem Auge des Beschauers vorbeidefilieren, kein Glied fehlt und alle sind so scharf und frisch gezeichnet, daß sie unser Interesse sofort wachrufen müssen und unS die weniger große dramatische Wirkung des Ganzen leicht verschmerzen laffen. Da ist der arbeitsame, nüchterne, stets mit seinen Verhältnissen rechnende Rechtsanwalt Hoffmann, ihm zur Seite steht eine vergnügungs- und genußsüchtige Frau, die toll von einer Gesellschaft in die andere jagt und es auf diese Weise fertig gebracht hat, aus ihrer Tochter Paula schon im frühesten Alter ein verzogenes, blasirtes Geschöpf zu machen. Ferner ist vertreten der protzige Parvenü, der Strumpfwaarenfabrikant Sturzbacher, der noch im Alter anfängt, über die Stränge zu schlagen und seine Frau, eine sorgsame, sittenstrenge Matrone, zu hintergehen, um sich mit seinem leichtsinnigen Schwiegersöhne zu amüsiren, anstatt diesem Vorwürfe darüber zu machen, daß er seine Gattin, das Abbild eines treuen, liebenden Weibes, vernachlässigt. Es folgt weiter als würdiger Repräsentant der ersten Kreise, der geistig bedeutende, rührig vorwärts- strebende, streng moralische junge Gelehrte, hier Dr. von. mute M Ä”»* Gießen, am 16. November 1893. Petr.: Die Aufstellung der Voranschläge für die Landgemeinden des Kreises Gießen pro 1894/95. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Groffh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Indem wir darauf Hinweisen, daß der Termin zur Einsendung rubr. Voranschläge gestern verstrichen ist, sehen wir nunmehr der Vorlage derselben innerhalb 8 Tagen entgegen. v. Gagern. Depeschen deS Bureau „Herold". Berlin, 17. November. Nach dem „Reichsanzeiger" sind vom 1. April bis 30. October 1893 von Einnahmen an Zöllen und gemeinschaftlich en Verbrauchs st euern zur Anschreibung gelangt: Zölle 203,415,902 Mk., gegen das Vorjahr weniger 22,197,746 Mk., Tabaksteuer 5,524,993 Mk., weniger 45,334 Mk., Zuckersteuer 39,966,155 Mk., mehr 5,117,258 Mk., Brausteuer 15,968,833 Mk., mehr 626,472 Mk. Berlin, 17. November. In der gestrigen Versammlung der Tabakinteressenten, die bis nach Mitternacht währte, wurde eine außerordentlich scharf motivirte Petition gegen die Tabaksabrikatsteuer angenommen. Die Petition soll in allen Cigarrenläden Berlins zur Unterschrift ausgelegt und s. Z. beim Reichstage eingereicht werden. Berlin, 17. November. Die Conservativen brachten im Reichstage den Antrag ein, den Israeliten, welche nicht Reichsangehörige sind, die Einwanderung zu untersagen, ferner einen Antrag auf Revision des Altersund Jnvaliditätsgesetzes. Friedrichsruh, 17. November. Mehrere westpreußische Herren, welche den Fürsten Bismarck besuchen wollten, wegen seiner Erkrankung ihn aber nicht sprechen konnten, richteten ein Schreiben an ihn, worauf der Fürst antwortete, daß seine Genesung langsam, aber doch stetig vorwärts schreite, so daß er hoffe, im Laufe des Winters seine frühere Gesundheit wieder zu erlangen. Nach seiner Genesung sei er gerne bereit, den Besuch seiner Freunde zu empfangen. Hannover, 17. November. Der Staatsanwalt beantragte heute in dem hier gegenwärtig zur Verhandlung stehenden Wucherprozeß gegen Hollmann 2*/2 Jahre Gefängniß, 6000 Mk. Geldstrafe, 5 Jahre Ehrverlust, gegen Hirsch 3 Jahre Gefängniß, 6000 Mk. Geldstrafe, 5 Jahre Ehr- Verlust, gegen die Angeklagten Schwietzer, Guhl und Krain Freisprechung. Wien, 17. November. Die heutigen Morgenblätter besprechen die Thronrede Kaiser Wilhelms und drücken overpL 5291 “ p)< [ llalkl- "°>uujch^ Held, 10 Illnb « wurden telegraphisch verständigt. Mit Rücksicht auf entfernt wohnende Verwandte und die bulgarischen Deputationen findet I die Leichenfeier erst Montag statt. — Am Sterbebette des Mtum schilien aller und billigst uu- Hi. Haubach SahMraße^ Deutscher Reichstag. 2. Sitzung. Freitag den 17. November 1893. Etngegangen: Verordnung, betreffend den Zollzuschlag gegen Rußland. Auf der Tagesordnung steht zunächst Wahl der Präsidenten und Schriftführer. Abg, Graf Hompesch.(Ctr.) beantragt Wiederwahl des Präsidenten v. Levetzow und der Viceprästdenten Frhrn. v. Buol- Berenberg und Dr. Bürkltn durch Zuruf. Die Genannten werden einstimmig wiedergewählt. Präsident v. Levetzow nimmt die Wahl mit Dank für daS thm schon so oft entgegengebrachle Vertrauen an. Es werde fein unausgesetztes ehrliches Bestreben fein, die Geschäfte des Reichstags gewissenhaft zu fördern und er werde sich darin durch nichts beirren laffen. An dieser Stelle werde er nichts anderes vor Augen haben als das Wohl deS Vaterlandes und die Würde der Volksvertretung. (Beifall.) Abgg. Frhr. v. Buol-Berenberg und Dr. Bürklin nahmen gleichfalls die auf sie gefallenen Wahlen mit Dank an. Auf Antrag des Abg. Grafen Hompefch werden sodann auch die Schriftführer der vorigen Session wiedergewählt. DaS Haus ehrt sodann auf Aufforderung des Präsidenten das Andenken des verstorbenen Abg. Frhrn. v. Hornstein durch Erheben von den Plätzen. Die schleunigen Anträge der Abgg. Frhr. v. Manteuffel, Lotze und Dr. Förster auf Einstellung der gegen die Abgeordneten Frhrn. v. Hammerstein, Dr. Förster und Ahlwardt schwebenden Strafverfahren werden debatteloS angenommen. Inzwischen sind weitere schleunige Anträge auf Einstellung der gegen die Abgg. Herbert und Bueb schwebenden Strafverfahren eingegangen. Präsident v. Levetzow schlägt vor, die nächste Sitzung am Montag abzuhalten mit der Tagesordnung: Schleunige Anträge auf Einstellung schwebender Strafverfahren und erste event. zweite Be- rathung der Handelsverträge mit Serbien, Rumänien und Spanien. Abg. Dr. Bachem (Ctr.) wünscht, daß die Berathung der Handelsverträge erst am Donnerstag ftattfinde, da es bis Montag nicht möglich fei, das Material ausreichend zu studiren, um bestimmte Stellung etnnehmen zu können. Abg. Rickert (dfr.) ist Freund der Verträge, wünscht aber »lleS vermieden zu sehen, was den Eindruck der Uebethastung machen Ginnte und stimmt deshalb für Donnerstag. SA difchen Porzk liefl trvv ® -verkauf r§"rzwaareo,. ’$e Styl. im\t ffrbratca ,Gambriuus". 1g. Friedr. M. w unb SügN'-eU on fault ab rsweg 56 H. tz. Vogel BVi ri Hotfmanr grobkörnigen l ■ Cavia: empfiehlt Emil Ort,, enschim Herren und fe cher Auswahl p ?v •• w pw, pSiSSsr Fn/ Schnur, M' .deutend herabgM wterhaus Seit,', Greßener Anzeiger W •/traute. Dur 17 November. Hieronymus Äarl Gbriftian Manta Ki, - Sch osser in Gieß«, und P-al.ne Vipp, Tochter des oerfterlel L aali'hnrr« MitH* Ptnn i- TaglöhnerS Heinrich Ltpp in (Nietzen. Verkehr, CanO* nn- Volkrwirthschaft« 1893. Kg. (6 $fb.: 7 *1 Ml» Zv i 2 1 1 2 3 1 Kg. (2 Psd. 2 Kg. (4 Pfd/ 1 Kg. (2 Pfd. 2 Kg. (4 Pfd. 1 Kg. (2 SUib.; greW Wetzlar. 16. Kathartne Erdmann. 10 Jahre eit ?ca 0«ldelSmann Karl Erdmann $u Lollar. 1». Auautz ei 4 3«^« eit, Sohn von Bergmann Friedrich Schmid! in Ttü elchoach. • stände vermieden. Eingesandt. Gießen, 18. November 1893. Die gestrige G.'neraloersammlung de« Nord-Ost-herein» beschäftigte sich mit der Stzrage eine» zweiten jtzriedhofe», welcher für die ganze Stadt von grotzer Bedeutung ist. Diese Frage ist auch bereits von der Stadtverordneten - Ber sammlung in Berathung gebracht und ein dahingehender Beschluß gefaßt worden, -den neuen Friedhof am Leibgefterner Weg zu erricht«, r* da» dortige Terrain zu untersuchen.- ES dürfte nun allseitig bekannt sein, datz der dottige Gran» und Boden ein vollständig mit Wasser zerfetzter ist und zwar * noch höherem Matze als auf dem jetzig« Friedhöfe, wo die sehr häufig in« Wasser gestellt werd« muss«. — E« mlbertrÄ allem menschlichen Gefühl, nenn man die letzte Ruhestätta fdne Lieh« in ein halb mit Wasser gefüllte« Grab versink« ficht. — Wenn nun auch nicht zu deftrtttm ist, datz durch T rainage fraglichem Mitzstand bi« zu einem gewsssm Grade Abhülfe gefchanen tsoNcn kann, so ist doch eine derartige Anlage mit sehr bedeutend« Kosten verknüpft. — Wir verweis« hier nur auf unsere Rachbarstadt Wetzlar, welche bet Anlage ihre« zweit« Fttedhosetz nachträglich eine Entwässerung anlegen mutzte, die der Stadt die Kleinigkeit von Mk. <0000 (Vierzig Tausend Mark) kostete. — Io, daselbst ist rt oorgekomm«. 26 Bf« 52 , 24 , 25 , 48 , 50 , 22 , 44 , 66 , bei 6. Stern (Schlüchterner u. Kasseler Brod) 2 Kg. (4 PsdI Weißbrot» bei S. Stern (Schlüchterner u. Casseler Brod) Der auswärtigen Bäcker. 2 Kg. (4 Psd.) Weitzbrod bei Gg. Ant. Heuler o. Gr. Lind« 40 1 Kg. (2 Psd.) Schwarzbrod b. W Steinmüller o.Lang-Göottt 2 Kg. (4 Psd.) „ bet Gg. A.Heuser v. Gr.-Lind« W „ Joh Kd. Veiteo.Kirch-GönS 40 „ W Steinmüller o. L -Göns, F. Schön v. Ruttershausen 42 „ Gust. Jacoby o. Alt-Buseck 44 3 Kg. (6 Pfd.) Schwarzbrod bet Balth. ChristWwe. v.Wieseck 68 U ncUt' „a derbtofl* >u° ► M btt W ■t M ctuffl J01“ v ahtc Smnmuni puHMtnni® Citi« »5rbe, ur Biß talff I'1 W □a M to; 1 ; bUld) bi« In bie 5mm ri.: bet. von W Sn'Um dci° W tfttetfa M no< in E Mi lW Atz tavirn pffuwdiit Cinpffunfl erfahrt |il Ten rraniött (hdtyniett, sich I v iiwüb t c ba rtagifild -t-w 64)1 fcrenoi ein, h 2h-c^ek< bei W krt ?;r titfff ooi 5- ttt* kr it tel# <4on fittpiüt fai«z den Non la iy e'^t bc nW mt Vcral tibbtr i raibfi Unten ®t «tere Dicht bie irren zefühn. I •mim sie hoch ti 4 < 'rr'trtcn, pß b«.t!'schllch Öfltbt «ch tech« td Dem (ifWk eipt eine Zolamv ■nd'-tn nur tza-o- ■ul ttm 51 ri|4 bc*vro4)aim unt en SÄtaM* küchle M poft Xu aitifm Inirtbt »xt4 tft nicht gan Wtt=94 bui4 btn 'innttrunfllbon Mptechischerz ÄJ bW* Cxbit - LukaSaemeinde. ~ *-/< Iahe alt, Sohn von Schreinermttster Friedrich Kräuter zu Ehringtzhauf«, , . , Schwarzbrod . 2 Kg. (4 Pfd.) Schwarzbrod . 3 Kg. (6 Pfd.) Schwarzbrod . Jeikgeöotenes Lebkuchen. TM [9629 Mknrvads-Pr« «riiä/ttn. «Hat an»; nm 6>/, 102.75 102.75 Stal. Mtttelmeer 113.10 113.40 184.— 182.80 WaubWtitU» do. unkündbar bis 1900 102.50 102.50 Mfrt. 100.80 100.80 Oestr.l860rfl.öw-Loose 118 70 Emil Fischbach. tue 122.— 131.25 Gießen, Markt 10. Gießen, Markt 10. S. Heichelheim. 8619 Cognac und Liqueure. S63O J. M. Schulhof. 9608 65. 70. 75. Lebensjahre Walter. 9620 Zum Chausseehaus [9633 Adolf Bieler, Gießen, Westanlage 45. 785 83.50 80.10 106.20 83.70 80.60 106.25 108 90 134.20 161.50 146.20 102.60 96 30 103.— 97.— 102.85 127.10 130.85 102 80 95.25 60.40 98.95 100.15 77.80 2tt fr, 151 — 125.60 147.50 100.15 107.10 100.20 103.35 127.60 131.20 94.90 11'0.80 148.70 86.30 102.60 95.45 59.55 98.60 100.50 77.80 50.40 54.95 95.10 94.80 66.90 94 75 10080 101.10 95 50 129.90 94.20 97.25 125.05 101.55 147.85 85.30 50 65 54 85 95.70 95 70 66 55 i. Casseler Brod) . Casseler Brod) pfälzische Nordbahn . Lübeck-Büchner . . . 129.80 94.80 951/, 124.90 101.60 109.— 134.— . u', . 6ö , Dresdener Bank. . . Mitteldeutsche Creditb. . Wiener Bank-Verein . Württemb. VeretnSbank Deutsche VereinSbank . F Sieh,, »eink Deutsche RetchSbank Berlin. HandelSgesellsch. Deutsche Bank . . . DeutscheGenofienschftSb. o.Goergel'ParriftusLCo. Deutsche Verlagöanftalt Farbwerke,vorrn.Meister, Lucius & Brüning. Rtebeck'scheMontanwerke Bochumer Gußstahl X k L, ti, L. ti , 50. L, 44, W, ift pfc w>. Mit. 102.60 96.— Conserven u. Früchte. 9608 I M. Schulhof. 1893. amt Gießen. 101.10 96.— 151.— 125.60 148.— 335.— 151.— 10845 340.— 111.50 102.95 97.— 100.35 107.— 100.10 163.— 146.70 331.— 106 20 329.50 152.— 107.60 Thee, Cacao, Chocolade 9608 J. ZVI. Schulhof. 40/oDeutscheGrundschld.- Bk.-Pfandbr. I u. II 3V»’/o do...... 31/7% Rhein. Hyp.-Bank- Pfandbr. . . . 40/ Meininger Pfandbr. lebenslängliche Rente im 60. „ 1854r st,250- , 40/0 Meininger Prämien- Vfandbr. . . . Hungen, den 18. November 1893. Großherzogliche Bürgermeisterei Hungen. 1 Buttron. [;■' .2' ' . Xy Noch immer Fay’s ächte Sodener ■B Mineral-Pastillen ■ E^bte man in allen Apotheken, V ncn ?c. für 85 Pfg. per Schackicl taufen^ kann, daS beste Mittel gegen alle Erkrank« k ungen der Luftwege und AlhmungS- a organe. 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Der Vorauschlag der Gemeinde Daubringen pro 1894/95 üfjt vom 23. ds. Mts. bis einfchl. 30. ds. Mts. auf unserem Bureau 3ir Einficht der Betheiligten offen. Daubringen, 18. November 1893. Großherzogliche Bürgermeisterei Daubringen. Coum vom 40/0 Hessische Obligation. , Bauern .... , Boom..... 8°/o Sächsische Rente. . 3V,% BremerStaatSanl. „ Hamb.StaatSrente to/lzOestr. Goldrente . , GriechtscheMonopol- Anlethe . . . 4Vo Rumänische Rente . 4% Ruff. ConsolS S. IH Bekanntmachung. Der Voranschlag über Einnahmen und Ausgaben unserer Gemeinde fit das Etatsjahr 1894/95 nebst Beilagen und Berathungsprotokoll liegt p Einsicht aller Interessenten acht Tage lang auf dem Bureau des mierzeichneten I. Vorstehers offen. Gießen, den 16. November 1893. Der Vorstand der israel. ReligionS-Gemeinde Gießen. Blüthenmehl und Backzuthaten. Schulhof. Loose. 119.— Braunschweig. 20 Thlr^- —.— Loose .... 3% Oldenburger Loose . 130 90 3i/,°/oAöln-MtndmLoose |eö,eiiibt l^be. psifäi frbe. Pinbt. E,.8*1 «6 pbe. Fncr 3ob-nnks 6h#(r, itn, 18. Slootmbtr des Md-OM-A itttigttäW*' dnSt-dtverordM-» mrrM zu errM n' daß der dortige ♦ Achter ist und p «Ä ist^rsena LudwigShafen-Bexbach. 222.40 222.40 I Oest. Nordw.-Bahn LitL. 192.— 195.— i hessische Ludwigsbahn . 106.60 106 45 I Gotthardt Motoren MAv.va v« ctnjtn, Dampf, Wasser und EleetricitLt. ArbeitS- maschinen f. alle Gewerbe. Neu und gebraucht. A. Lolli«, Frankfurt a. M . 611] 4 neue Taubenstraße. Werrnietstungen. 9624] Ein Logis, 5 Zimmer mit Zubehör und Gartenantheil, in schöner Lage unweit den Bahnhöfen, per 1. April 1894, eventuell früher, zu vermiethen. Näheres in der Exped. dieses Blattes. 9628] Logis, gleich beziehbar, zu ver- miethen. Neuen Bäue 20. I Nl-z» gezwungen ist, viel I cMH zu reden oder zu I fingen, wer also Jndis- I Positionen in erhöhtem I Grade ausgesetzt ist; | Iss «,4» viel in derwarmen I AVll. trocknen >Zimmerluft ist und I dadurch für die Folgen I des Temperaturwcchscls, I Erkältungen 2t. empfang« i lich gemacht wird; >rÄMei,tv ItlpMim Brechreizoder AVIV Sodbrennen 1 leidet TImw gebrauche die Welt« yberühmten Fay’* ächte Sodener Mineral-Pastillen und er darf gewiß sein, daß diese ihm sicher helfe«, llnb wer vom Keuch husten bei fallen ist, der gebe dem« I selben als bestes Mittel heiße Milch inI welcher 4—5 Stück von I Fay's ächte« Sode-I «er Mineral-Pastil-1 len aufgelöst sind. 'slkswirihjch«, r-'M tote.-. * 0.90-1,10, ept. 6t 4-8 4 A«Pr. Liter FL M * 0,90-1(1 S K 1,40 bis 1,S] CAM pr.W.50-^^ ,r' W. 50-.T 4. (V'-tb Pt. 100 L- SM) < ' Pt- 6fflnn1,0V‘Sf x von Mk. 936.— 1140.— 1426.— 1694.— jährlich, welche sich durch die Dividende noch erhöht. Ferner schließt die Anstalt aufgefchobene, sowie steigende Renten- Versicherungen mit oder ohne Rückgewähr der Einlagen ab. • Prospekte, Drucksachen, sowie jede Auskunft durch den Vertreter: 1 einmal weiß, was an Stelle dieser Moratoriums-Anleihe kommen wird. Den ver- I schiedenen Versionen, welche verbreitet wurden über angebliche Schwierigkeiten auf die Portugal anläßlich der Beschaffung der für den CouponSdienst am 1. Januar erforderlichen Mittel gestoßen sein soll, ist die Regierung durch eine Erklärung entgegengetreten, nach welcher sowohl die Steuer als auch die Zolleingänge eine Steigerung erfahren haben. Hoffentlich wächst mit dem Einnehmen auch daS Bedülfniß für den Staat, seinen Gläubigern eine gerechtere Behandlung, als seither, willfahren zu lassen. Oesterretchische und ungarische Anleihen sind etwas höher bezahlt worden. Serben verloren V, Proccnt. An Rumäniern ist die später dementtrte Nachricht, daß für nächstes Jahr wieder eine Anleihe von 50 Millionen Franken in Aussicht genommen sei, spurlos vorübergegangen. Der Verkehr in deutschen Bankactien war äußerst gering und die Course sind nur wenig verändert. Für österreichische trat das Heimathland als Käufer auf. Creditactien sind zwei Gulden und Länderbank vier Gulden höher, letztere wieder einmal unter Hinweis auf ein neues Project zur Finanztrung der Wiener Stadtbahn. Bangue Ottomane waren fest, angeblich auf günstige Veräußerung älterer Bestände. In deutschen Eisenbahnen vollzogen sich die Umsätze recht schleppend; österreichischen kam die gute Laune des Heimathlandes zu statten und die schweizerischen und italienischen waren billiger angeboten. Es wird befürchtet, daß durch die von Italien decretirte Goldzahlung für Einfuhrzölle der Import von Waaren eingeschränkt werden wird, woraus sich für die Eisenbahnen ein geringerer Güterverkehr ergeben würde. Bei den Actten der schweizerischen Nordostbahn kamen außerdem noch die Differenzen in Betracht, welche zwischen einigen Großactionären und der Verwaltung ausgebrochen waren, welche jedoch durch die am Donnerstag stattgehabte Generalversammlung beigelegt worden sind. Course der Frankfurter Börse. e&taaWaeleiOttu Die Tendenz der auswärtigen Märkte war im Allgemeinen günstiger als bet unä, allerdings zum größten Thetl aus Gründen localer Natur. Für Wien war (labet die Beilegung der Mintsterkrisis maßgebend, die von der dortigen Geschästs- nelt insofern mit besonderem Beifall ausgenommen worden ist, als sie der Persön- h'i des neuen Ftnanzletters recht sympathisch gegenübersieht; Parts zeigt bereits ainlnirte Stimmung in Erwartung der in Aussicht genommenen Eonversion der s'/jvrocentigen französischen Rente, welche sich auf ein Kapital von mehreren Milliarden crftreJcn wurde, und für Petersburg bildete die nunmehr perfect gewordene Ver- ftaallichung der großen Russischen Eisenbahngesellschaft das treibende Moment. Nicht Ei) so lauter ist das Motiv für die feste Haltung der Amsterdamer Börse; dort ui man sich über die deutschen Steuergesetze, weil man mit Recht annimmt, daß ier Platz durch die Schädigung unserer Märkte an Größe und Bedeutung sowohl «13 auch an Einfluß auf den Weltmarkt gewinnen würde. An die- Flnanzmisöre in Italien wurde man durch die Zahlungsstockungen da Florentiner Firma Wagniöre & Co., welche zu den angesehensten deS Platzes ßezählt hat, von Steuern erinnert, und außerdem trug das Ministerium noch sein Echerflein dazu bei, die Mißstimmung zu verstärken, indem es sich nach langem Schwanken doch noch entschloffen hat, die Erhebung der Einfuhrzölle in Metall anzuordnen. Der Umstand, daß die gegen Depontrung von Schatzbonds ausgestellten, 61 Deutschland zahlbaren Tratten, welche dieser Tage fällig waren, seitens des <6toates nicht mehr erneuert worden sind, sondern in baar zur Rückzahlung gehißten, vermochte keinen Eindruck zu machen, weil daS Goldagio eine weitere Hleigerung erfahren hat, was zwar mit dieser Goldbescbaffung zusammen hängen M Den französischen Baissiers boten die ungünstigen Vtomente eine willkommene Hrlegenhett, sich durch einen neuen Angriff auf die italienische Rente für die 1-rkasttschen Bemerkungen zu revanchiren, welche der italienische Gesandte in London über den französischen Russen Eultus in einer öffentlichen Rede gemacht hatte. Gegen Schluß der Woche trat auch an den deutschen Börsen eine leichte Ltijerung ein, da der Geldstand wieder etwas flüssiger zu werden beginnt und die Thronrede bei Eröffnung des Reichstages guten Eindruck machte. Aus dem Passus, M der Kaiser von den deutsch-russischen Handelsvertrags-Verhandlungen Erfolgs Hoffe, wurde der gewagte Schluß gezogen, daß für daS Zustandekommen des Vertrags schon gewisse Garantieen vorhanden feien. Insbesondere gereichte diese Auf- ßisfung den Montanwerthen zum Voitheil, nachdem sie die ganze Woche über in'olge der nicht mehr zweifelhaften Auflösung des Walzwerksoerbandes matt gelegen Hatten, doch war Ile Erholung nicht kräftig genug, um den Actten des Bochumer AnemS und der Laurahülte ihren ganzen Verlust wieder etnzubrtnaen. Auf Dorl- Mir>er Union wirkte immer noch der schlechte Geschäftsbericht nach. Für Kohlen- Mieie wurde die sehr wahrscheinliche Beilegung des englischen Kohlenstrikes ins Srtffen geführt. Ein Nachtheil dürfte unseren Zechen jedoch nicht daraus erwachsen; lonnitn sie doch trotz der viermonatlichen Dauer auch keinen Vortheil daraus ziehen. N?tl,aiflrd)ener, Harpener und Hibernia verloren mehrere Procente, letztere waren hauptsächlich angeboten, weil sich die äußerst niedrigen Dividenden-Schähungen m;eachtet des Dementis der Verwaltung mit großer Hartnäckigkeit erhalten haben. Loste»reichische Alpine-Montan-Gesellschafts-Actien büßten weitere zwei Gulden ein, dd.ln eine Zusammenlegung deS Actiencapitals geplant sein soll. Eine Ausnahme «achten nur Hugo-Actten, für welche fortgesetzt gute Nachfrage besteht. Auf dem Rentenmarkt waren außer Italienern, auf welche die schon Eingangs desprochenm Vorkommniffe wirkten, noch Mexikaner und Griechen lebhaften ettmanhingen unterworfen. Ueber Erstere wurden Nachrichten verbreitet, welche eint Zinsreduction auf 41/9% in Aussicht stellten. Da sich später zeigte, daß diese Vttüchte eines positiven Hintergrundes entbehrten, so schlug der CourS der sechs- pro entigen Anleihe wieder eine steigende Richtung ein, welche ihn annähernd auf oat-vöchentlichen Stand zurückkehren ließ. Das Schlußresultat für Griechische Fands ist nicht ganz so günstig. Obwohl man dem Cabinet Trikupis mehr Geschick let Regelung der Finanzen zutraut, als seinem Vorgänger, so wurde doch am Mitwoch durch den dem Hause Hambro in London telegraphisch ertheillen Auftrag kw FundirungSbonds mehr auszugeben, eine lebhafte Beunruhigung unter die Lksitzer griechischer Werthe gebracht, bis durch spätere Mittheilungen bekannt wurde, daß sich diese Ordre nur auf die erst fällig werdenden Coupons beziehe, während dl-für die Juli- und October-Coupons ausgegebenen Antbellscheine der funbtrten Siultr auch fernerhin Giltigkeit haben sollen. Ein Urtheil über diesen ersten Stritt des neuen Ministeriums läßt sich natürlich erst bann bilden, wenn manl Börferrwoche«berrcht rott E. W®N8er#ehleben, Bankgeschäft. Auch in der abgelaufenen Woche wurden die deutschen Börsen noch vollständig oen dem Druck beherrscht, welcher durch die geplanten ©teue-projecte hervorgerufen □irfcen ist, angesichts deren die ohnehin schon schwache Unternehmungslust der g^culatlon vollends gänzlich untergraben wird. Die Umsätze schrumpfen demgemä } lizlich mehr und mehr zusammen, und die Course werden durch relativ ganz kleine Aufführungen bald nach oben, bald nach unten bewegt, ohne daß sich dabei eine einheiUtche Tendenz herausbtlden kann. Bet dem heutigen Aussehen der Börse kann mit jetzt schon mit aller Bestimmtheit voraussagen, daß Herr Miquel mit seinen EüuerplSnen lange nicht denjenigen finanziellen Erfolg erzielen wird, den er sich d-oon verspricht. In immer weiteren Kreisen bricht sich die Erkenntniß Bahn, daß oul dem Mehrbluten der Börse eine ernstliche Schädigung des gelammten Erwerbs- ltxas Hand in Hand geht und allenthalben werden nunmehr Stimmen laut, die sih tinmülhig gegen die bevorstehende Neubesteuerung aussprechen. Von dieser Er- Imulniß geleitet, hat sich nunmehr auch die Verwaltung der Stadt Frankfurt ent- ftloffen, gegen die inblrect auch sie schädigenden Regierungsvorschtäge Front zu suchen. Man kann im Interesse der Allgemeinheit nur wünschen, daß die Vorstillungen von dieser Seite roentger tauben Ohren begegnen, als die seitherigen Dünungen au6 den Fachkreisen; denn wenn das Beispiel eines der ersten Frank- furur Häuser Nachahmung findet, droht den Communalverwaltungen ein erheblicher Ausfall ihrer seitherigen Einnahmen, und in Börsenkreisen gilt es als zweifellos, bis durch das neue Gesetz noch viele Bankgeschäfte gezwungen sein werden, ihren Stirieb einzustellen. Die Anfangs der Woche veröffentlichte Begründung der Steuernovelle hat trinr neuen Gesichtspunkte zu Tage gefördert, welche die Gesetzesvorlage als sichtlich aaechtfertigt erscheinen lassen würden. Das etgmtliche Motto für dte höhere Besteuerung der Börse liegt in der Zusammensetzung des aegenwärtigen Reichstags, ntldje der Regierung eine ziemlich feste Gewähr bietet, daß jeder dahin zielende Antrag eine Mehrheit finden wird. mit abknöpfbarer Pelleri XjflljPl OIS wieder in großer Answc ö angekommen. 91 D Äug'. Montanas Nacht« 40/0 do. Rentnern und Rentnerinnen, denen daran liegt, bei dem heutigen niedrigen Zinsfuß ihr Einkommen zu vergrößern, empfiehlt sich der Abschluß einer Lcib-Renten-Versicherung bei der 1838 gegründeten, auf voller Gegenseitigkeit beruhenden Preußischk« Reittell - verkcheruiigs - Anstatt ;u Kertin, der größten Renten-Versicherung Deutschlands. Gesammt-Vermögen Ende 1892: 82 Millionen Mark. Gegen eine Einlage von Mk. 10,000 gewährt die Anstalt eine 4°/o Psälz. LudwigSbahn (Bexbach) . . . , Hessische LudwigSb. 68/69 garant. . , Elisabethb. steuerfrei Gold . . . . 5% Oestr. Staatsbahn. 4«/r> do. do. 3°/0 do. do. L—Vin.@mtfi. 3°/o do. ErgänzungSnetz 50/n Nordwestbabn Gold 5% Südbahn Lombarden 4°/o do. do. 3°/o do. do. 4% Prag-Duxer Gold . , Rudolf Gold (Salzk.) „ Franz-Josef Silber 3% staatl. garant Jtal. Eisenbahn . . 3% Ltvorneser . . . 40/0 Ruff. Südw Eisenb. 4o/o Wladikawkas garnt. 4% gar. Sa' dtn.Sec.stfr. Cafiee. Specialartikel in nur puter QaaUtlt, in allen Arten, in allen Preislagen, roh und gebrannt, empfiehlt 1819 Emil Fischbach. (IHer, Butter, Limburger, Hand- u. SchweizerkLse. 9608 J. M. Schulhof. Bücklinge, Sprotten, Sardinen, Sardellen. Hollmöpse etc. [9608 ________I M. Schulhofe i, Königs-Reis -Stärke, Unübertroffenes Fabrikat «um Stärken dei Wäsche, empfiehlt 10./LI. 17./XI. Coura vom 10./XI. 17./XI. 104.10 104.15 4V,o/oPortug.-A. 88 u.89 25.70 26 70 105.95 106.05 5o/o smort. ©erb. 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November 1893. Der evangelische (tzesammt-Llirchenvorstand. Dr. Naumann. Eintrittekarten für Nicbteitglifder «« Mk 2.50 (Sperrsitz Mk. 3 50). «'nd in der Musikalienhandlung von Frost • h.ll r (Rudolphi Nachf.). ftr Btedheade bei Hm. Hau8Ver*idU*r Storck iu erm.wg- tem Preiee iu haben. 19414 unter Leitung dee Grossh. Universität* - Musikdira*^ Herrn Adolf F eiche er und Mitwirkung der Concertalngerin Frau Luise Gel» aus Magdeburg und dee durch auswärtige Künstler verstärkten Vereinsorchesters. g >*l w fj oträadetter trril res Unterf«! IU 6*u|ti dtr - VkR'-.ütün- der )tm!idensini ichembar aud Vnh ttn Reiche der T t-rfntntlidjttn rif Sesetzgebun vunhereia für ftei die ntm «lueänitn ur 11 m kiÄc btr ,Vund ter -..It sich energil eifprfpmNff, fl flrtittn. Ao h r:rärfro roirb i Ira teiuichev Ge c t M VMm H in innen $ ir Ctfttncld) • gerächten Vera Ifltrt oaaenilii Btui uch Süd Örn'(trguag bt Hrr:iint bt» % ttsfüds ans ein ii eine Herakles Vinnen, dafür al fMqvtttnbtn. 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