ert S'"e» 7075 i ■Bataillon; ^shaven. tUtoi H s S Uh* 'r Mber. labruwn. vräcis 2 ul i-“Wl 'orstand. *L%Wt Wtzks öes Krinjkk Vrkußtu hnstein“ Kruse). ^Vorstand, istein 729 Uhr: sj - Soiröe. 9*. 'M I riest Terrasse 'Seleudftun^ mb Ball. er Kasse ä 25 Ps; der Vorstand. ießen. ung M 8Vr Uhr, Mer", tatnts. orstand. MÜf gewährtd -Actien-Gesellscni. k. 1,016,250.- ■her Unfälle unter de i je nach Wunsch -■ Ihr der eiogeialfc en Pur PrÄrnienxahk; lädigungsleistungen r6 Zeitdauer. , verabfolgt, sowie J ter: fÖrtbeulii Äbt) vermMl ° JifAnefl und s» tSamSut«*» Mage>--- igjSK SS*»*1 raturen 'V ntter h. Nr 194. Der GKßc-er Anzeiger erWbrint täglich, ett Ausnahme de» Montag«. Die. Gießener mlfle*eratter 'Mit dem Anzeiger »chentlich dreimal deigelegt. _______Samstag ben 19. August______________________ Gießener Anzeiger Generat-Wnzeiger. 1893 Bierteljihnger A5on«emeut-»rets» 2 Mark 20 Pfg. mit Brmgerlohn. Durch die Pog bezöge» 2 Mark 50 Psg. «edactron, Lxpediti«, und Druckerei: Fernsprecher 61. Amts- und Anzeigeblutt für den Tiveis Gietzen. Gratisbeilage: Gießener Aamilienblätter. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag« für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bi« Lorin. 10 Uhr. Alle Annoncen-Bureaux de« In- und Au«lande« nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Ausland. __ c>n Frankreich steht man am Vorabend der Wahlschlacht, denn an diesem Sonntag finden die Neuwahlen zur Deputirtenkammer statt. Die Gesammtzahl der angemeldeten Feuilleton. Im Coupe für Nichtraucher. Novelle von Erich Doges. (Nachdruck verboten.) Unaushaltsam sauste der Zug, der vor einer Stunde etwa den Centralbahnhof der Reichshauptstadt verlassen hatte, durch die sonnenbeschienene Ebene. Vorüber an den dunklen Föhrenbeständen, aus denen hier und da das rothe Dach einer Ansiedelung oder weiterhin der spitze Thurm einer Dorfktrche hervorlugte- zu beiden Seiten des Schienenweges d-r gelbe märkische Sand, eine einförmige Gegend. Derselben Ansicht mochte wohl auch der einzige Insasse eines Coupes zweiter Klafie für Nichtraucher fein, der, ein junger Mann von etwa dreißig Jahren, die Beine weit von sich gestreckt, den Kopf in die weichen Polster gedrückt, m einer Ecke lag und schlief, so gut man das eben in einem rasselnden Eisenbahnzuge vermag. Höchstens wenn der Train über die Weichen polterte und klirrend an den Stationsgebäuden vorübersuhr, zwinkerte er mit den Augen, warf etnen Blick zum Fenster hinaus, einen anderen auf die goldene Uhr und lehnte sich mit einem Gemurmel, aus dem man unschwer den Ausdruck des Nichtbehagens heraushörte, in die Ecke zurück, um seine Zeit wieder auszunutzen. — äte der Zug dann später die lange Brücke betrat, welche ditztUfer des großen Stromes verbindet, reckte er sich in die Höhe, blinzelte mit verschlafenen Augen auf das grüne Wasser des Stromes hinab, in welchem die Strahlen der Mittagssonne glitzerten, ordnete den Anzug und sah sehnsuchtsvoll dem nicht mehr fernen Haltepunkte entgegen. p Endlich war derselbe erreicht, ein langgezogener Pfiff, daS Knarren der Bremsen, der Zug stand. „Güsten, fünf Minuten!" Gewandt verließ der junge Mann das Coupe und eilte äb* den Bahnsteig, um mir einem Glase frischen Bieres die Berlin, 17. August. Prinz Heinrich von Preußen hat nunmehr seinen angekündigten Manöverbesuch in Italien behufs Theilnahme an den großen Uebungen der italienischen Flotte zur Ausführung gebracht. Der Prinz traf, direct aus dem holländischen Seebade Scheveningen kommend, am Mittwoch Abend 11'/» Uhr in Genua ein, wo er auf dem Bahnhofe vom König Humbert und vom Kronprinzen Victor Emanuel empfangen und herzlichst begrüßt wurde. Alsdann begaben sich die Fürstlichkeiten an Bord der König- lichen Yacht „Savoia", welche um Mitternacht den Hafen verließ, um sich in Neapel den vereinigten Geschwadern an- zuschließen. Nach der großen Flottenrevue wird die „Savoia" zur Theilnahme an den Seemanövern nach Maddalena fahren, von wo sie am 23. d. Mts. nach Genua zurückkehrt. — Es ist erfreulich, daß sich der Bruder des deutschen Kaisers durch die in Italien herrschende Cholera an der Ausführung dieser seiner Reise nicht hat hindern lassen, da dieselbe aufs Neue das innige Einvernehmen zwischen Deutschland und Italien vor aller Welt zum Ausdruck bringt. Mit um so größerer Genugthuung ist aber die Anwesenheit des Hohenzollernprinzen bei den italienischen Flottenmanövern zu verzeichnen, als binnen Kurzem der italienische Thronfolger über die Alpen ziehen wird, um der Gast Kaiser Wilhelms bei den großen Manövern in Lothringen zu sein, welcher Vorgang ja gleichfalls bie deutsch-italienische Intimität wiederspiegelt. — Die jüngsten Bulletins über das BefindenHerzog Ernsts von Coburg lauten im Allgemeinen nicht so ungünstig, wenngleich sie von andauernder Schwäche des greisen Fürsten berichten. Private Meldungen freilich wollen wissen, daß der Zustand des hohen Kranken nahezu hoffnungslos sei und daß der Eintritt einer Katastrophe täglich zu befürchten stände. , .. nY . — In neuerer Zeit sind mehrfach in der Presse Aufsätze erschienen, welche sich mit angeblichen Ergebnissen der Börsenenquetecommission beschäftigen. Wie die „Nordd. Allg. Ztg." meldet, dürfte der Inhalt derselben den thatsächlichen Verhältnissen überwiegend nicht entsprechen, was um so glaublicher erscheint, als den Mitgliedern der Commission bis zur Veröffentlichung des gesammten Materials, sowie der gefaßten Beschlüsse und des dem Herrn Reichskanzler zu erstattenden Berichts Verschwiegenheit auferlegt ist. Der Bericht selbst ist, dem Vernehmen nach, sogar noch nicht einmal gänzlich vollendet, geschweige in seinen einzelnen Theilen zu einer Bekanntgabe an einzelne Preßorgane geeignet. - Bezüglich der Tabakfabrikatsteuer gehen dem Vernehmen nach die Ansichten über die zweckmäßigste und für den Verkehr am wenigsten lästige Form der Aufsicht über die Steuerleistung noch auseinander. Während vielfach die Besteuerung nach den von Fabrikanten auszustellendcn Rechnungen als die einfachste Gestaltung besürwortet wurde, ist anderer- seits betont worden, daß eine derartige Aussicht der Steuerbehörden erfahrungsgemäß stets als überaus lästig empfunden wird. Von diesen Seiten wurde vielmehr das in den Vereinigten Staaten eingeführte und dort als bewährt anerkannte Verfahren empfohlen, nämlich das Umbinden der Verpackung mit Stempelstreifen (Banderolles). Die Entscheidung wurde n dieser Beziehung noch offen gehalten und wird vielleicht erst dem Bundesrath anheim gestellt werden. — In die innere deutsche Politik ist erst jetzt die eigentliche sommerliche Ferienruhe eingezogen. Bislang waren es namentlich die Frankfurter Finanzministerconferenz und die Ernennung des bisherigen LandeSdirectors von Posen Grafen Posadowsky-Wehner zum Reichsschatzsecretär an Stelle des Herrn v. Maltzahn-Gültz, welche die öffentliche Ausmerk- samkeit noch einigermaßen beanspruchten. Beide Ereignisse sind jedoch inzwischen nach allen Richtungen hm erschöpfend erörtert worden, und da es sich erst noch zeigen muß, welche Früchte einerseits die Frankfurter Conferenz eigentlich zeitigen und weß' Geistes Kind anderseits Graf Posadowsky als Reichsschatzsecretär sein wird, so lohnt einstweilen eine fernere Besprechung jener Vorgänge allerdings auch nicht mehr. Von sonstigen bemerkenswertheren Begebenheiten in der inneren Politik gibt es aber nichts zu verzeichnen und vermuthlich wird dieser Dornröschen-Schlaf der deutschen Politik noch einige Zeit andauern. — Die Einführungsverordnung zudemneue.n Militärgesetz ist erschienen. — Dem Fürsten Bismarck wurde in Kissing en eine begeisterte Huldigung von zahl- reichen Mitgliedern der bayerischen Lehrerversamm- lung^darge^ eut$ru^en ZollkrtegSschau- platze gibts nichts sonderlich Neues zu^.verzeichnen. Zu erwähnen wäre da höchstens, daß jetzt dte Denker f1 des russischen Finanzministers Witte zum Zollkampfe im Wortlaute vorliegt. Herr Witte sitzt natürlich gewaltig auf dem hohen Pferde, Deutschland ist durch seine Halsstarrigkeit allem Schuld an dem entbrannten wirthschaftlichen Kampfe, für den es nach Herrn WilteS Anschauung die Kosten wird zahlen müssen! Na, wollens abwarten — in den Kreisen der russischen Landwirtschaft singt man ein ganz ander Lied!_____________ ausgedörrte Kehle zu netzen. Als er auf seinen Platz zurückgekehrt war und die Thür vorsorglich geschlossen hatte, wurde dieselbe von Neuem geöffnet, um zwei Damen, einer älteren und einer jüngeren, Mutter und Tochter, wie unser Freund sich sagte, Zugang zu verschaffen. Während die ältere Dame anscheinend sehr ermüdet bald die Augen schloß, blickte die jüngere theilnahmlos hinaus auf das Menschengewühl, welches der sich langsam in Bewegung setzende Zug passirte. Der junge Mann nahm Gelegenheit, sein Gegenüber aufmerksam zu betrachten. Es war eine reizende Erscheinung. Sie mochte etwa 18 Jahre zählen- wie ein frischer Hauch lag es auf dem ausdrucksvollen Gesichtchen- dunkle, glattgestrichene Haare umrahmten die weiße Stirn, das helle, eng anliegende einfache Sommerkleid ließ die schönen Formen des Körpers plastisch hervortreten. Sie streifte den Handschuh von der Rechten und bemühte sich, das Fenster herabzulaffen. „Gestatten Sie, mein Fräulein!" bat der pmge Mann. „Es ist so schrecklich warm hier!" entschuldtgte sie sich. „Sie haben Recht," erwiderte er, „ich hätte scho.i lange daran denken sollen - außerdem wirkt das Fahren auf der Eisenbahn an sich erschlaffend, und da Sie, wie ich vermuthe, noch eine längere Reise vor sich haben — ; er verstummte, anscheinend wußte er nicht, waS er sagen sollte. „Eine weite Reise haben wir allerdings noch vor uns. „Und wie weit?" forschte er weiter, „hoffentlich halten Sie mich nicht für indiscret?" „Sehr weit, wir fahren nach Rastatt. „Nun, ich verlaffe schon auf der nächsten größeren Halte- staiion in N. den Zug i allerdings haben wir immer noch zwei Stunden bis dahin." „Welches Regiment liegt in N.? Er sah sie fragend an. „Ich stamme auS einer Soldatenfamilie, zwei meiner ! Brüder sind Offiziere, daher mein Jntereffe." Aintlichev Theil. Gießen, den 18. August 1893. Herr.: Die Herbstübungen der Großh. Heff. (25.) Division. Das Großherzogliche Kreisamt Gieße« sm tu Grstzh. vi^gerruewereiti, Hi Awtki. Zur möglichsten Verhütung von Unglücksfällen bei den j bevorstehenden Herbstübungen der Großh. Heffischen (25.) - Division beauftragen wir Sie dafür zu sorgen, daß die steilen Ränder von Steinbrüchen, Lehm- und Kiesgruben gekenn- zeichnet oder mit Geländern versehen und die Brückendecken I gehörig in Stand gesetzt werden, damit das Durchtreten von > Pferden und Einbrechen von Fahrzeugen verhütet wird. — ‘ Sensen, Pflüge und Eggen sind von den Manöverseldern ■ zu entfernen. I. V.: vr. Melior. | Deutscher Reich. Jagdschloß WolfSgarlen, 16. August. Seine Königliche Hoheit der Großherzog pflegen jetzt einenThell des Tages auf einem Ruhebett zuzubringen. Der Erguß im Kniegelenk hat sich unter Anwendung eine« Druckoerbandes fortwährend vermindert. Berlin, 17. August. Ueber eine angeblich bevorstehende Zusammenkunst unseres Kaisers mit dem Czaren berichtet ein Kopenhagener Blatt, der „Danebrog", wie folgt: Trotz aller Dementis ist die Nachricht sicher, daß der deutsche Kaiser den Czaren während seines Aufenthalts in Dänemark auf 24 Stunden besuchen wird. — Dem Vernehmen nach konnte dem Kaiser, als er dieser Tage die Arbeiten am Nordostseecanal besichtigte, von der Bauleitung die bestimmte Versicherung ertheilt werden, daß der Canal an dem von Anfang an in Aussicht genommenen Zeitpunkt, nämlich im Jahre 1895, dem öffentlichen Verkehr übergeben werden wird. Der Kaiser nahm wiederholt Gelegenheit, seine hohe Befriedigung über den günstigen Stand der dortigen Arbeiten auszusprechen. Berlin, 17. August. Seine Majestät der Kaiser und König besichtigten gestern Vormittag die bei Berleberg unter General-Major von Stosch manövrirende Cavallerie- Division. Vor Beginn der Besichtigung Übergaben Seine Majestät der Kaiser dem 1. Garde-Dragoner-Regiment unter einer Ansprache die von Ihrer Majestät der Königin von Großbritannien dem Regiment als Chef verliehenen Fahnenbänder und befestigten dieselben eigenhändig. „Militär haben wir leider nicht. . , „Kein Militär? Aber N. ist doch, w viel ich mich erinnern kann, ich war vor Jahren einmal da, keine kleine @ „Wenn Sie im Conversationslexicon nachsehen/ so werden Sie finden, d°b N. eine gewerbreiche St°dt am Hub- des Harzes ist, -iwa sünsundzwanzigiausend Emwohner b°sttzi, n°n denen sich -in grab-r Th-ii miiB--.nniw.in> und Tabakfabrikation beschäftigt- wir selbst — Tabak, brr!" unterbrach sie ihn, //wissen Sie, daß ick daS Tabakrauchen gar nicht leiden mag - ich finde es abscheulich ! Außerdem soll es gar noch Menschen geben, welche den Tabak in den Mund nehmen und — „Kauen!" setzte er belustigt hinzu. „Darüber kann man ja allerdings verschiedener Meinung fein, aber rauchen - Können Si? sich ein lieblicheres Bild ausmalen, als wenn der Vater des Hauses im Kreise seiner Familie sitzt und seine Cigarre raucht, deren köstliches Aroma das ßtrnmet durchfluthet? Der Tabak ist ein Bahnbrecher der Cultur, erbesitzt.cultivirende Eigenschasten. Der Genuß emer guten Cigarre versetzt uns außerdem in eine behagliche Stimmung und föhnt uns aus mit mancher Widerwärtigkeit. Utl ^tz alledem," erwiderte sie lebhaft, ich wur e me einen Mann heiratben, von dem ich wußte, daß er leide schaftlich rauchte." So!" sagte er lachend. , , „ „Allerdings müßte er auch noch andere Vorzüge haben, ,C6tt ^i"Ln-r7°--ch° ItibtniW --ch.n ÄSSJÄÄÄ besitzen kann, und der Grundstein einer glücklichen Ehe. M'MÄS- Wo man raucht, da magst Du ruhig schaffen, Bost Menschen pflegen nicht zu paffen 1 Giessen, den 18. August 1893. [7108 Fanny Balser, geb. Baur, Ludwig Balser. Lehramts-Assessor, Karl Balser. Die Beerdigung findet vom Trauerhause (am Brandplatz) Samstag Nachmittag um 6 Ehr statt. Blumenspenden im Sinne des Verstorbenen dankend abgelehnt. Statt jeder besonderen Anzeige diejjtraurige Mittheilung von dem gestern Abend 11 Uhr erfolgten Ableben unseres lieben Gatten und Vaters Herrn Georg Balser Grossherzoglicher Universitäts • Stallmeister. Nene holl. Häringe empf. Robert Stuhl, Neustadt 23. 16601 Bengalische Scbdhckfoier & Fabrik: Friedr Wösc neue Holland. WWlW per Stück 6 Pf-, empfiehlt .Emil Orbig. 168921 Wetzlarer Senf bei Robert Stuhl, Neustadt 23. [6603 la. neueholl.Uollheringe per Stück 6 Pf-, empfiehlt 7O5Q L. Kalkhof. Conditorei Heiller. 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Hierdurch mache ich die ergebene Anzeige, dass ich das von meinem verstorbenen Vater unter der Firma u g. Gabriel geführte Bergwerks- und Hüttenproducte-Geschäft mit Activa und Passiva übernommen habe und dasselbe unter der seitherigen Firma für eigene Rechnung fortführen werde. Indem ich bitte, das meinem seligen Vater geschenkte Vertrauen auf mich übertragen za wollen, zeichne Hochachtungsvoll Aug. Gabriel jr. Vermischte Anzeigen. Schützenhaus. I [7083] 1 Gesangverein Heiterkeit. Samstag den 19. d. 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