MM Sfg. und höher. X Hinten gesucht. [538 Jäi«. yt 78, etne Xwnn» Ä 6 ltabt 78, eine Kreppe. ääfefi ML Lchm^MT-W lub**i.% Ä?1 % ^JSssjki. >ie W'flt'.v nterrichl. N7 Vrivatumer. ■’j?6'm 3«i-vrv und Jt und Natur, 8n- ttUebem, Landschaft« iwlttt. -der Mer'ichenvnch. !hen zu lassen. Mte, ffunßmoltr lMkistn'L MM LWn. Hohe Rto Wxk Jede? Matz Ater in Nürnberg, luchversandlgeschajt. jM ion Iolmler |of, nhdsstrnhk 31. Spector g f irtßtiirf&Mt'fö cht. WHa« 6<‘^ t. Offerte« unter A Daater» Ä. * $«• N et a N. MZ ss^smechanischenWebm Arbettertnne« dauernde »Ä ’ atbiHttMtftflt'M >^lv«-einer aU««D ALdrten DE«' K tatt wirb «in tüch- hombergttäi^öhue.^ H["Sttlt«»chtkgtstllt« SS.°- tzKLK »imÄ’Äd. MNiÜU^ri, *btf.***- i« Ä w* A«me a»l Acht. r^SS1 '«>|U n#K^ lrbtlter jtb S'Luba»^ käSES ’SÄ* ^Slläinoß '9cbeBucbba 0 Nr. 43 Erstes Blatt Sonntag den 19. Februar 1893 Amts- und Anzeigeblutt fär den Tireis Gieszen. chralisbeikaae: chießener Iamitienötätter. Amtlichem TKeil ist Professor v. Pettenkofer. Die im vorigen Herbst wegen 18e Innoncen-BurtaMF M 3n» unb WuKeitM neh»« leaeiae* für ben „Eießenrr «Bjeigtr- mtgegm. Sie Gießener werben bnn Anzeiger Wöchentlich dreimal ■.ri^elegt Der •M«mt «Miete« erscheint täglich, w*t LuSnahme de» Montags. Gefunden: 1 Laterne, 1 Gummischuh, 2 Handschuhe, 2 Filzhüte, 1 Zwicker, 1 Schwanzriemen, 1 Boa, 1 Schirm, 1 Uhrgehäng, 1 Taschentuch, 1 Taschenmesser, 1 Deckchen, 1 Leiter, 1 Paar Kinderhandschuhe, 1 Ring von einem Schirm und 1 Aushängeschild. Gießen, den 18. Februar 1893. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Fresenius. lirilmt oob Anzeige, zu der NachmiN«e» für bca fMftnben lag erscheinenden Nummer bi» Bore. 10 llhr. Localer und pvouruzleller. Gießen, 18. Februar 1893. ** Oeffentliche Sitzung des Kreisausschuffes am 17. Februar 1893. Zur Verhandlung gelangt das Gesuch des Christian Röhm in Grünberg um Concession zum Betriebe einer Schankwirthschaft. Das fragliche Gesuch ist seitens des Kreisausschusses in einer früheren nicht öffentlichen Sitzung abschlägig beschieden worden. Röhm hat daher Antrag auf mündliche Verhandlung gestellt. Durch drei von dem Gesuchsteller, bezw. dessen Vertreter sistirte Zeugen wurde bekundet, Bterteliäbriflet Aöo,Nrme«t,Pret»» 2 Mark 20 Pfg. mü Bringerlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Psg. Redattion, Lrpedins« und Drudetei: --»Nlür-tze Mr.,. frrni(tre*r 51. zu beglückwünschen r sie wurden vom Cardinalssecretär Ram- polla empfangen. Depeschen deS Bureau „Herold". Berlin, 17. Februar. Landtagsabgeordneter Plötz, der Führer der agrarischen Bewegung, weilt heute bei Bismarck. Berlin, 17. Februar. Bankier Bleichröder liegt im Sterben. Berlin, 17. Februar. Die Broschüre des Generalmajors W'lle: „Das kleinste Gewehrcaliber" hatte den Blättern Veranlassung gegeben, ihre Ansicht dahin auszusprechen, daß bet den Großmächten Europas die Möglichkeit vorhanden sei, eine Neubewaffnung der Infanterie vorzunehmen. Das „Berliner Tageblatt" erfährt nun von durchaus com- petenter Seite, daß an zuständiger Seite zur Zeit an eine Neubewaffnung der Infanterie nicht gedacht werde. Berlin, 16. Februar. In dem Arbeitshause Rummels- bürg bet Berlin ist heute Vormittag Großfeuer ausgebrochen. Drei Feuerwehrzüge sind beim Löschen thätig. Man vermuthet, ein früherer Sträfling habe aus Rache den Brand angelegt. Berlin, 18. Februar. Die Wahlprüfungs -Commission des Reichstages erklärte gestern die Wahl des Abgeordneten Oechelhäuser (natL) für giltig. Berlin, 18. Februar. Dem Abgeordnetenhause ist der Entwurf eines Gesetzes, betreffend Aufhebung des § 124, Absatz 2, der Medtcinalordnung für die Freie Stadt Frankfurt a. M. und deren Gebiet, vom 29. Juli 1841, zugegangen. Berlin, 17. Februar. Dem „Vorwärts" zufolge fanden gestern in den Wohnungen mehrerer russischer Studenten Haussuchungen statt- daran schloß sich die Ststirung der Betreffenden. Die Gründe für diese Maßregeln sind unbekannt. Graudenz, 18. Februar. Bei der Reichstags wähl in dem Kreise Berent - Dirschau • Stargard wurde der Pole von Kalkstein gewählt. Der Antisemit Paasch erhielt 1500 Stimmen. Wilhelmshaven, 17.Februar. Der Kaiser ist mit dem Panzerschiff „König Wilhelm" um 9 Uhr heute Morgen nach Helgoland abgedampft. „Beowulf" folgte. München, 17.Februar. Der Obermedicinal-Aus- schuß beräth am kommenden Dienstag wegen der internationalen Sanitäts-Conferenz in Dresden. Berichterstatter Jahre abgehalten, da das Somit« die epidemische Verbreitung der Cholera nicht besürchtet. Rom, 17. Februar. Heute hatten 8700 Nord-Italiener bei dem Papste eine Audienz. Anwesend waren neun Cardinäle, darunter die Cardinäle Krementz und Kopp und 56 Bischöfe. Paroechi begrüßte den Papst und Monseigneur Sporitini verlas die Antwort des Papstes, worin über die Spaltung unter den Italienern und über die schlechten Gesetze geklagt wird. London, 17. Februar. Neuerdings wurde abermals nahezu eine Million Hectoliter Weizen per Schiff nach England gebracht. Aus Amerika sind noch weitere bedeutende Getreidesendungen unterwegs. Petersburg, 17. Februar. Die offizielle Statistik der vorjährigen Ernte ist bereits bekannt. Weizen ergab 93,26 Mill, (gegen 63,60 Mill.), Roggen 227,30 Mill. (gegen,‘189,31 Mill.), Gerste 65,75 Mill, (gegen 53,10) Mais 7,63 Mill. Hectoliter. Newyork, 17. Februar. Die Ernte in Südamerika ist gut. Die Weizenernte Argentiniens ergab 7 Millionen Hectoliter (3 Millionen mehr als im Vorjahre). Aus Australien sind 742,500 Hectoliter Weizen nach London unterwegs. Ncrrcstc Nachrichten. Wolffs telegraphisches Correspondenz-Bureau. Köln, 17. Februar. Der „Köln. Ztg." zufolge beschloß gestern eine in Köln abgehaltene Conferenz des Verbandes Nordatlantischer Dampferlinien, von einer Wiederaufnahme der Beförderung von Auswanderern abzusehen, in dritter Klasse nur Amerikaner und Reisende zuzulassen. Rom, 17. Februar. Graf d u Monceau, Chef des Militärstaates der Königin-Regentin der Niederlande, Baron Miltitz, Abgesandter des Königs von Sachsen, und Oberst Schilgen, Flügeladjutant des Fürsten von Hohenzollern, mit einem Briefe des Königs von Rumänien, sind hier eingetroffen, um den Papst Namens der genannten Souveräne München, 17. Februar. der Choleragefahr vertagte Versa.wmlung deutscher Historiker findet hier vom 5. bis 7. April statt. Nürnberg, 17. Februar. Die im vorigen Jahre verschobene Naturforscher-Versammlung wird in diesem Kehener Anzeiger Kenerat-Mnzeiger. Deutscher Reichstag. 46. Sitzung. Freitag, 17. Februar 1893. Die gestrige Debatte wild fortgesetzt. Abg. Graf Kanttz (conf.) erörtert zunächst eingehend die Währungsfrage und krttisirt sodann die von Herrn Huber vor Jahresfrist im Reichstage gehaltene Rede über die HandelSoerttäge. Er bemerkt, da dieser Herr auch bei den Verhandlungen mit Rußland eine große Rolle spielt, sei es tntereffant, seine jetzigen Grundsätze zu erfahren. Unsere handelspoltttschen Begehungen würden viel besser sein, wenn wir einen autonomen Tarif hätten und mit allen Ländern Meistbegünsttgungsverträge abschlössen., Staatssecretär v. Marschall vertheidigt dem Vorredner gegenüber die Handelsverträge. Staatssecretär v. Maltzahn: Die Regierung sei verpflichtet und gewillt, die Goldwährung ausrecht zu erhalten. Abg. Büsing (nat.-ltb.) stimmt mit den Ausführungen Buhls über die Getreidezölle nicht überein, er billigt die Handelsverttags« poltttkderRegterung und sagt dteUnterstützung derNationalliberalen zu. Redner wünscht keine Währungeänderung. Abg. Graf Dönhoff (conf.) wendet sich gegen die Ausführungen des Soctaldemokraten Schultze, welcher von schlechten Löhnen in Ostpreußen gesprochen hat. Dle dortige Lohnmethode werde von allen als gut anerkannt. Abg. Jordan (freis.) empfiehlt, den mittleren und kleinen Landwirthen eine Einschränkung und erklärt, er stimme darin mit den Agrariern überein, daß er keinen Widerspruch gegen das Gehalt des Staatssecretärs erhebe. Abg. Holtz (Retchsp.) wendet sich gegen den russischen Handelsvertrag, der Gefahr bezüglich der Vteheinfuhr in sich berge. Reichskanzler v. Eaprivi: Die Regierung habe nicht die Absicht, mit Rußland über Viehtmport zu verhandeln; er erklärt, eine auffallende Erscheinung sei es, daß im Reichstage und Abgeordnetenhause gleichzeitig Debatten über die Landwirlhfchaft heroorgerufen würden, während morgen ein ganz aus Landwirthen bestehender Verein hier zusammentritt. Ausiälltg sei auch der Ton, der an anderer Stelle gegen die Regierung angeschlagen werde. Bei einem Theile geschehe dies sogar planmäßig, um die Retchsregterung anzugretfen, vielleicht zu stürzen, Nicht der russische Handels-Vertrag, sondern die Roth der Landwirthschast und die Stellungnahme des Reichskanzlers dazu seien das eigentliche Object der Debatte. Redner weist den Angriff wegen der Außerachtlassung der Landwirthschast durch die Regierung zurück, nennt dieselben unverständlich bet dem bewiesenen Interesse. Die bisherigen Vorschläge seitens der Eonservativen feien Heuer unausführbar, positive Anträge würden nicht gestellt. Die fortgefetzten Angriffe seien schädlich. Der wahre Eonseroalismus gipfele in der Erhaltung des christlich-moralischen Staates. Er (Redner) fei confer; vatio, nicht Agrarier. Die agrarische Regierung werde bald vor einer schweren Katastrophe stehen. Die wirthschastlichen Jntereffen basirten auf dem Egoismus, die staatlichen Interessen auf der Opferfähigkeit und dem Idealismus der Bürger. Die Regierung schütze jeden Besitz, aber auch die Besitzlosen. Besorgnißerregend sei der Angriff der Besitzlosen gegen die Besitzenden, da die Strömung immer stärker werde, sogar in Deutschland die Grenze des Zulässigen überschreite. Die Männer, welche für die heutige Bewegung die Schleußen ousziehen, ahnen nicht die drohenden Gefahren. Die Schließung der Schleußen sei vielleicht unmöglich. Redner erklärt, seine Warnung habe mit seiner Person nichts zu thun. Wenn er überzeugt sei, daß er durch den Austritt aus dem Amte Nutzen schaffen werde für Deutschland, so würde keine Stunde mehr dis zum Einreichen seines Abschiedsgesuchs vergehen. Die Bürde meines Amtes ist so schwer, daß ich den Tag segne, an dem sie von mir genommen wird; ich werde aber ausharren. Wir gehen schweren Zeiten entgegen, die Festigkeit der Regierung ist die erste Anforderung. Jeder Personenwechsel ist mit einer Erschütterung verbunden. Der Reichskanzler wünscht, daß die Agrarier reiflich überlegen, ob sich ihre Wege mit dem Interesse des deutschen Staates dauernd vereinbaren. An der weiteren Debatte betheiligen sich Dzembowski, Mirbach, Eaprivi, Rickert, v. Staudy. Der Titel: Gehalt des Staatssecretärs wird bewilligt. Fortsetzung morgen. daß an den Markttagen die in der Nähe des Marktplatzes befindlichen Stallungen zur Aufnahme des Zugviehes nicht ausreichten und es daher oft vorkomme, daß das Vieh auf der Straße liegen müfse. — Röhm betreibe seit Kurzem Speisewirthschaft, diese könne aber, ohne daß Ausschank von geistigen Getränken damit verbunden werde, nicht bestehen. Der Großh. Bürgermeister von Grünberg wendete dagegen ein, daß auf dem Marktplatze und in unmittelbarer Nähe desselben eine große Zahl Wirthschaften mit ausreichenden Stallungen vorhanden seien. Der Vertreter des Gesuchstellers beantragte Ertheilung der Concession und wies darauf hin, daß die Kurz'sche Wirthschaft eingegangen sei, eine Vermehrung der Wirthschaften sonach nicht eintrete. Dem Röhm wird die erbetene Concession zum Wirthschaftsbetriebe erteilt; ** Theater. „Die wohlthätigen Frauen', Lustspiel in vier Acten von A. L'Arronge. Mit einem glücklichen Griff ins volle Menschenleben persiflirt hier der Autor in äußerst geistreicher Weise eine Thatsache, an die wir uns durch ihre Alltäglichkeit völlig gewöhnt haben, so daß wir die ihr anhaftende Anstößigkeit kaum beachten. Es ist die sogenannte öffentliche Wohlthätigkeit der Damen der höheren Stände, über die der Dichter die Schale seines Spottes ausgießt, es sind jene Vereine, die er geißelt, welche wahre Wohlthaten nicht kennen, da ihren Mitgliedern das Herz fehlt, freudig spendet, wo es noth thut, nur um ihre Namen in den Zeitungen zu lesen und um ihre Verdienste durch Orden und Prädicate anerkannt zu sehen, sich den Schein der Mildthätigkeit geben. In sehr drastischer Weise versteht es der Dichter, den Effect zu steigern, indem er neben den „wohlthätigen Frauen" die „wohlthätigen Männer" handelnd einführt. Sie charactersiert er als die wirklich hochherzigen Spender, die mit geringeren Mitteln, dafür aber mit wahrer opferfreudiger Gesinnung und im Stillen da eingreifen, wo Noth herrscht. Eine in dieser Beziehung wirklich äußerst sympathisch wirkende Figur ist der Major von Rodeck. Weniger wahr und überzeugend ist die Art und Weise, wie er der Gouvernante seiner Pflegetochter gegenübertritt. Daß ein Mann, der die Characteranlage Rodecks besitzt, sich binnen zwei Secunden derartig in ein Wesen verlieben kann, daß er ihr Herz und Hand anbietet, ist wohl kaum glaublich. Dieser Anstoß ist aber auch wohl der einzige Vorwurf, den man dem Dichter machen kann- alle übrigen Figuren sind sehr frisch und wahr getroffen, die Sprache ist edel, die Satire oft gerade zu beißend, dabei jedoch stets geistreich. — Die Wiedergabe der Comödie durch unser Ensemble war ganz besriedigend. Frau Copp«, zu deren Benefiz die Vorstellung stattfand, spielte die „Geheimräthin von Praß' mit großer Verve und tüchtiger Routine. Obwohl wir der Ansicht sind, daß das Talent der Künstlerin mehr in der Darstellung komischer Rollen besteht, so müssen wir doch gestehen, daß ihr infolge ihrer feinen Auffassungsgabe und einer langjährigen Bühnenpraxis auch in Rollen wie der gestrigen der Erfolg sicher ist. Die zweite Repräsentantin des Wohlthätigkeitsvereines wurde von Fräulein Brünner zu unserer größten Zufriedenheit gegeben. Sehr nett und anziehend waren außerdem die beiden Paare Frau Director Reiners (Martha) und Herr Martiensen (Rodeck), sowie Fräulein Copp« (Anna) und Herr Rupp (Werner)- zum Schluffe erwähnen wir noch die kleine Wally Copp«, welche sich ihrer Aufgabe mit großem Geschicke entledigte. Das Haus war leidlich besucht und ehrte die Darsteller, insbesondere die Benefiziantin, mit reichem Applaus. M. Hermann Vortrag. Nur einem ästhettsch echt gebildeten Kreise konnte der Inhalt des Vortrages zusagen: was er uns bot, das waren keine bestaubten Tagesfrüchte, entsproßt an der großen, allbegangenen Heerstraße — hier und dort, im lauschigen Thal, am fernen, kaum gekannten Steg waren die seltenen Blüthen erwachsen, deren duftige Reize wir genießen durften. Und so war auch die Schaar der Hörer nicht übergroß- die aber versammelt waren, formten eine Gemeinde, deren schöne Empfänglichkeit vollauf das feinsinnig gewählte Programm zu würdigen wußte, sodaß Herrn Hermanns Reci- tation der höchste Erfolg des begeisterten Verständniffes zu Theil ward. — Als Eingangsnummer trug Herr H. mit köstlichem Verständniß einige der wundervollen Dialectgedichte von Karl Stiel er vor, die in ihrer naiven, ehrlichen Schönheit entzückend zur Geltung kamen und schloß hieran desselben Dichters nachgelassenes „Winteridyll". Die Fülle herrlicher poetischer Situationen und Empfindungen, die diese Dichtung ziert, fand in Herrn Hermann einen congenialen Interpreten. — Nun aber kam das Hauptstück des Abends: Gedichte von G. Edward (Georg Geilfus). Durften wir schon nach den einleitenden Worten Herrn Hermanns mit Recht auf das Können unseres Landsmannes gespannt sein, so übertraf en dessen Schöpfungen doch unsere kühnsten Erwartungen. Fünf Gedichte bot unö Herr Hermann und mit ihnen eine Mannigfaltigkeit dichterischer Auffassung, eigenartiger, echt lyrischer Stimmungen, die bei der Jugend G. Edwards geradezu stauuenSwerth ist. Die an erster Stelle Dorgetragene „Hymne", eine Dichtung, deren mächtige Gedankenlyrik in gewaltiger, oft psalmengleicher Sprache das Werden des Alls schildert, hielt durch ihre überwältigende Größe die Hörer gebannt. ES folgten zwei reine Stimmung-- gedichte, ein Abschiedslied in innigstem BolkSton gehalten und durch die Wahrheit seines Empfindens rührend, und bann die ' „ungesprochenen Worte", ein herrliches Stück voll träumerischer Wehmuth gleich einer Chopin'schen Nocturne, in dem Zarten, Gehauchten seiner Lyrik an die französischen Symbolisten mahnend. Mit diesem Gedicht hat G. Edward gezeigt, daß er zu den Berufenen gehört: Wem Solches glückt, von dem darf man das Höchste erwarten. Die zwei Gedichte, mit deren Mediation der Kreis Tdward'scher Poesien sich schloß, find mehr epischer Natur. „Daß letzte Gebet" schildert in gewaltiger, wirksamster Steigerung die Qualen eines jungen, von ihrem Verführer verlassenen Weibes, dessen Kind den Hungertod stirbt- mit ihrem grausigen Refrain: „Herr, gib uns unser täglich Brod!" errang sich diese Dichtung erschüiterndste Geltung. Hier war eS, wo Herrn Hermanns meisterliche Kunst ihren schönsten Triumph feierte. AlS herrlich vor- getrageneS rhetorisches Glanzstück beschloß „Der Jude" würdig die „Gruppe Edward", wenn auch der literarische Werth dieser Ballade weit hinter dem der übrigen Gedichte zurückbleibt. Es waren immerhin nur zerstreute Probey, auS denen wir G. Edwards dichterische Eigenart kennen lernten: und ein abschließendes Urtheil über den Umfang feines Könnens ist nicht möglich — aber daß er über ein ungewöhnlich starkes Talent verfügt, daß feinem echten Künstlersinn „alles Leben so neu als heilig" tft, die- zu erkennen genügte vollauf das Gebotene. — Zwei reizende Stücke von Ganghof er, deren letztes, eine rührende Kindergeschichte, besonders ansprach, beschlossen den genußreichen Abend, aus dessen begeistertem Erfolg Herr Hermann hoffentlich die Anregung entnimmt, uns recht bald wieder zu erfreuen. * * Der Schöpfer unseres Liebigdenkmals, Professor Schaper in Berlin, erhielt auf das Preisausschreiben für ein Kaiserin-Augusta-Denkmal den ersten Preis. * * Zm Panorama gelangt heute die neu angekündigte Serie: „W ien mit der Musik- und Theater- a u S st e l l u n g" zur Ansicht. Diese Serie, bei welcher die Herstellung der prächtigen Farbengebung auf den unscheinbaren GlaSstereogrammen mit großer Arbeit und Mühe verbunden ist, ist ganz besonders bemerkenswerth. Aus der reichen Fülle des Gebotenen seien nur erwähnt: die Kaiserliche Hofburg, das Hofburgtheater, sowie die herrlichen Ansichten von Schönbrunn, die Ausstellung des Kaiserlichen Hoseö, Alt-Wien auf der Ausstellung mit den historischen Straßen, sowie die beliebten Wiener Schrammeln (Dolks- sänger). Herr Schmidt ist in sehr anzuerkennender Weise bestrebt, den Besuchern baß Schönste und Neueste vorzuführen. ♦ * Eine Erste Frankfurter Varietv-Gesellschaft wird morgen, Sonntag, im C a f 6 C e i b Vorstellungen geben. Die im Inserat angeführten Künstler- und KünstlerinnenSpecialitäten bringen ein hochinteressantes und, wie versichert wird, streng decentes Programm zur Ausführung somit sei ein Besuch bestens empfohlen. * * Beamten Verein. Im Anschluß an die von uns kürzlich gebrachte Notiz, die Gründung einer Beamten- Vereinigung zum Zwecke der Pflege und Förderung des geselligen Lebens und Verkehrs betreffend, sind wir heute in der Lage, mittheilen zu können, daß der Verein definitiv gegründet und demselben bereits 150 Herren aus allen Kreisen der hiesigen Beamten als Mitglieder beigetreten sind. In der gestern Abend abgehaltenen Sitzung fand die Ver- theilung der Vorstandsamler statt und wurde Herr Stationsvorsteher Heydt zum ersten Vorsitzenden, Herr Lehrer Hartmann als dessen Stellvertreter gewählt und dem Verein der Name „Beamten-Verein Gießen" zugelegt. ES ist hiermit einem in den Beamtenkreisen lang gehegten Wunsch und Bcdürsniß Rechnung getragen worden. Hoffen und wünschen wir, daß der Verein blüht und gedeiht und daß eS den Männern, welche sich der Mühe unterzogen haben, das Unternehmen ins Leben zu rufen, gelingt, daö zu erreichen, was sie beabsichtigten, nämlich die Gründung einer Pflegestätte der Geselligkeit, eines Heims für die hiesigen Beamten und deren Familien. * * Diebstahl. In der letzten Zeit wurden wiederholt die HäuSchen in den an der Hardt gelegenen Steinbrüchen erbrochen und daraus verschiedene Gegenstände entwendet, darunter auch eine größere Quantität Sprengpulver und Zündschnur. Da Anhaltspunkte, die zur Ergreifung des ThätcrS führen konnten, nicht vorhanden waren, so blieben die cingcleitcten Nachforschungen resultatloS. Gestern ist es nun den eifrigen Bemühungen deS Polizci-SecrctärS Bischoff und deS Eriminal Schutzmanns Weiß gelungen, den Thäter in der Person eines Burschen von Heuchelheim zu ermitteln und sammt seiner Mutter und einem Bruder, die der Hehlerei dringend verdächtig sind, in Haft zu bringen. Bei der vor- genommenen Haussuchung wurden nicht allein die erst kürz- lich gestohlenen Gegenstände gefunden, sondern noch eine ganze Wagenladung anderer, vor längerer Zeit gestohlener, wie Wäsche, HauShaltimgSgegenstände, landwirthschaftl. Geräthe, Gartenthüren rc. Zimmerbrand. Gestern Abend gegen Va9 Uhr brach in einem Hause der Alicestraße ein Zimmerbrand auS. DaS Feuer war durch Heruntersallen einer Petroleumlampe entstanden und hatte sich derartig rasch auögebreitet, daß daS Zimmer fast vollständig ausgebrannt ist. * * Gestern fand in Frankfurt a. M. eine zahlreich be- suchte Serfammlnng von beifenfabnkanten auS Süd und Mitteldeutschland und Hessen-Nassau statt, die einstimmig beschloß, die Preise deS Fabrikats vorerst um einige Mark pr. Zentner zu erhöhen, sowie demnächst einen weiteren Aufschlag eintreten zu lassen, um die Seifenpreise mit dem Stande der Rohmaterialen in Einklang zu bringen. ♦ ♦ Schalter Dienßstuudeu der Postaustalteu. Die Kaiserl. Ober-Postdirection Eaffel gibt bekannt, daß höheren Orte» eine Verfügung darüber, ob die Schalter-Dienststunden der Postanstalten für den Verkehr mit dem Publikum künftig von den Nachmittagen der Sonn- und Feiertage in die MittagSzeit (11 bis 1 Uhr) zu verlegen sein werden, noch nicht getroffen worden ist. Zm Cberpo|birectioel6eiirf Darmstadt wurde für die Zeit vom 1. April 1892 biß zum Schluß des MonatS Januar 1893 an Wechsel stempelfteuer eingenommen: im Monat Januar 1893 12307.60 Mk., in den Vormonaten 110348 Mk., zusammen 122 655.60 Mk., in demselben Zeitraum deS Vorjahres 129 170.40 Mk., mithin weniger 6514.80 Mk. — Im ReichSpostgebiet, mit Ausschluß von Bayern und Württemberg, betrug die Einnahme im Januar 620110.30 Mk., in den Vormonaten 5 202 670.10 Mk., in Summa 5 822 780.40 Mk., in demselben Zeiträume deS Vorjahres 6023 780.60 Mk., onach weniger 201000.20 Mk. AIS günstig für die Verhältnisse der Eiseubahuarbeiter wird eß bezeichnet, daß dieselben in ihrer Mehrzahl eine langjährige Beschäftigungszeit zurückgelegt haben. Nach einer im Jahre 1891 angestellten Ermittelung waren 14 204 oder 35pCt. aller Werkstätteardeiter, 27 027 ober 30 pCt. aller Betriebsarbeiter und 13021 oder 21 pCt. aller Bahnunterhaltungsarbeiter länger als zehn Jahre ununterbrochen bei der Eisenbahn beschäftigt. Im Jahre 1892 haben bei der preußischen Staatsbahnverwaltung 1147 Arbeiter nach Vollendung einer fünsundzwanzigjährigen und 314 Arbeiter nach Vollendung einer fünfunddreißigjährigen tadelfreien Dienstzeit sie üblichen Geldgeschenke erhalten. Die Zahlen der lang- beschäftigten Arbeiter würden noch großer sein, wenn nicht alljährlich mehrere Tausend im Dienste erprobte Arbeiter in Unterbeamtenstellen übernommen würden und damit aus dem Arbeiterverhältniß ausschieden. ♦ * Einige Neuerungen in der Ausrüstung der Infanterie, wenn auch unwesentlicher Art, sollen beabsichtigt fein. Mit Rücksicht auf das rauchfreie Pulver sollen u. A. die Helme überzogen werden, um das Leuchten zu vermeiden und die Kochgeschirre dunkel gestrichen werden. Zur Herabminderung der Belastung der Infanterie sind umfassende Versuche im Gange. Für die Landwehr sind bie bequemen LitewkaS statt ber Waffenröcke bereits eingeführt. Betreffs ber Verwenbung von Aluminium erklärte General v. Funk in ber Budget- eommission, baß bie angestellten Versuche die gegen dasselbe geäußerten Bedenken als unbegründet erwiesen haben. ♦ * Wegen Erhöhung des Maximalgewichts einfacher Briefe von 15 aus 20 Gramm hat der Verein für Handel und Gewerbe zu Halberstadt sich an das Reichspostamt und an die Handelskammer zu Halberstadt mit einem Gesuche gewandt und bie Herbeiführung bieser schon längst allseitig gewünschten Portobestimmung insbesondere damit begründet, daß die Beilegung der neuen vorgeschriebenen Normal-Frachtbriefe, die aus stärkerem Papier hergestellt sind als die früheren, zu einem Ausschreiben nicht mehr möglich ist, daß aber durch dieses nothwendig werdende doppelte Porto eine ganz bedeutende Mehrbelastung erwächst. Dieses Gesuch hat der Verein auch an etwa 50 andere Vereine mit dem Ersuchen gerichtet, in gleichem Sinne durch die Handelskammer u. s. w. bei der Reichspostbehörde vorstellig zu werden. — Der Gelreibemarkt. Die seit ein paar Wochen auf dem deutschen Getreidemarkte im Allgemeinen vorherrschende flauere Stimmung will noch keiner anderen, belebteren Stimmung Platz machen. Hierauf deutet auch der Eharacter der abgelaufenen Derichtswocke hin, denn unter dem Einflüsse matter Notirungen von den ausländischen Getreideplätzen, wie der eingetreten milderen Witterung wollte sich weder im Roggen noch im Weizen ein nachhaltigeres Geschäft entwickeln. Um nur einigermaßen Umsätze zu erzielen, mußten die Verkäufer von Roggen und namentlich von Weizen an den meisten Plätzen nicht unerheblich in den Preisen nachlassen. Dagegen besserte sich Hafer im Vergleiche zur Vorwoche einigermaßen, da besonders die für Termine sich zeigende Kauflust eine Wertherhöbung dieses Artikels nach sich zog. An der Berliner Getreidebörse notirten: Weizen 146—160 Mk. pro 1000 Kilo, Koggen 129 — 137 Mk., Hafer 135—156 Mk. und Gerste 115-175 Mk. r. Großen Bnseck. 17. Februar. Heute Mittag wurden zwischen 2 und 3 Uhr unsere Einwohner durch plötzlich ertönende Feuersignale in Aufregung versetzt. In der neuerbauten, noch unbewohnten Hofraithe beß LanbwirthS Sch. war Feuer auSgebrochen. Rascher, energischer Hilfe gelang eS, in kurzer Zeit beß Feuers Herr zu werben, so daß ein erheblicher Schaden nicht entstand. § Nupperteurob, 17. Februar. Nachbem die Diphtherie in unserer Gemeinde ihren Höhepunkt erreicht, trat ein gelinderes Austreten der Krankheit in die Erscheinung. In den letzten Tagen aber tritt die Krankheit wieder heftiger auf. Wieder vier Kinder sind derselben zum Opfer gefallen, im Ganzen jetzt cif Kinder. Unter den letzten Opfern befanden sich die zwei einzigen Kinder einer Familie. Auch in ber Nachbargemcinbe Unter-Seibertenrob, in welcher im vorigen Jahre bie Diphtherie so grausam geherrscht, tritt bie Krankheit wieber auf und ist ihr bereits ein Kinb erlegen. In Ober-Ohmen dagegen scheint die Krankheit erloschen, aber eß herrschen dort andere Krankheitserscheinungen, wie namentlich die Lungenentzündung unter den Kindern. nn. Darmstadt. 16. Februar. Zweite Kammer ber Stänbe. Bei ber Fortsetzung der Bcrathungen bcr zweiten Kammer gelangte ein Antrag bcs Abg. Psannstiel, bie lieber nähme bcr Salarirung ber Bezirk St Hierärzte auf die Staatskasse, zur Vorlage. Der Ausschuß beantragt, bem Gesuch keine Folge zu geben. Abgg. Pfann- stiel, Erk, Breimcr unb Vogt befürworten ben Antrag- uibem sie bie hohen Kosten hervorheben, welche für den Land- wirth bei der Inanspruchnahme ber Aerzte entstehen. Nach erfolgter Abstimmung wird der Antrag mit allen gegen neun Stimmen abgelehnt. — Hieraus kommt zur Berathung ber Antrag des Abg. Lantz und Genosteo auf Einführung gleichmäßigen Verfahrens hinsichtlich der Bestreitung bet Sau kosten ans Staatsmitteln für noch zu errichtende Realschulgebäude. Geh. Staattrath Knorr v. Rosen r o t h erklärt, baß bie Regierung sich mit ber Frage dejchäf- tigt und dieselbe in Erwägung gezogen habe, daß sich diese aber für eine Uebemahme der Baukosten für Realschulen auf den Staat nicht aussprechen könne. Damit solle jedoch nicht ausgesprochen fein, daß Gemeinden, welche Mittel für Schulhausbauten bedürften, diese hierdurch vorenthalten würden. Hier werde die Regierung jederzeit zur Hülfe bereit sein. Der Antrag deS Ausschusses, die Regierung zu ersuchen, die Frage in Erwägung zu ziehen und bei Äuffteflung beß nächsten Bud gets zu berücksichtigen, wirb angenommen. — Es folgt bic Berathung ber Vorlage der Großherzoglichen Regierung, die Beschaffung weiterer Mittel für die LandeS- crebitfaffe im Betrage von 2 Mill. Mk. betr. Hierbei beantwortet Staatsminister Finger eine Interpellation bes Abg. Michel, baß GefchäftSgebahren ber LanbeScrebitanstalt betreffenb, dahingehend, baß die ^Regierung das Vorhandensein der bestehenden Anstände anerkenne und thunlich Abhilfe zu- sichere. Die Kammer ertheilt hiernach dem Antrag des Ausschusses gemäß die verfassungsmäßige Zustimmung dazu, daß eine Staatsanleihe im Ncnnwerthe von 2000000 Mark zu 4°/0 verzinslich in geeigneten Abschnitten aufgenommen werde. — Einen Antrag des Abg? Psannstiel auf Einrichtung ber Haltestelle Nieder-Ohmenin eine Station mit Vollverkehr lehnt bie Regierung mit bcr Mobifieation ab, baß sie ein dringendes Bedürjmß hierfür nicht anzuerkeiuten vu möge. Abg. Pfannftiel vcrtheldigt seinen Antrag in eingehender Weise. Minister Weber antwortet, bie an ber Oberhessischen Bahn gelegenen Orte sollten dock etwa» mehr Anerkennung für die Regierung haben, als der Abg. Psannst iel, ber es so hingestellt habe, als seien diese Orte von Gott unb ber Regierung verlassen. Die Regierung werde jederzeit für den Verkehr der Bevölkerung alles thun, was sie thun könne. Der Ausschuß beantragt, dem Antrag keine Folge zu geben unb beschließt baß HanS bemgemäg. — Eine Eingabe einer Anzahl Gemeinden bei Gießen und ber Bürgermeisterei Gießen um Umänderung beß Nebenbahn- projectß Londorf — Lollar in ein solches Londorf— Allendors—Trais—Alten-Buseck—Dieseck- Gießen wird, nach- dem sich auch die Abgg. Metz- Gießen und S ch ö n f e l b für den Ausschuß-Antrag ausgesprochen, nach dem Antrag derselben abgelehnt. — Für die Nebenbahn Flonheim—Wendelsheim sollen Ausnahmebestimmungen für die Hessische Ludwigs-Bahn festgestellt werden, dahingehend, daß von ber Bil bung eines befonberen ReservesonbS abgesehen unb im Falle ber Verstaatlichung ber LubwigSbahn auch biese Linie gegen Erstattung der Anlagekosten vom Staat übernommen werben soll. Ohne Debatte wirb bem zugestimmt. — Hierauf tritt baß Haus in bie Berathung resp. General-Debatte über bie ' polizeiliche Beaufsichtigung bcr Miethwohn ungen unb Schlafstellen. Abg. Reinhardt begrüßt die Vorlage ber Regierung, weil hierdurch endlich einmal unhaltbare Zustände auf gesetzlichem Wege beseitigt werden sollen. Abg. Ullrich bedauert, daß Seitens ber Stabt Offenbach über die Wohnungsverhältnisse daselbst so ungenaue Angaben gemacht worben seien. Auß eigener Erfahrung könne er mittheilen, baß bort bie Wohnungszustände geradezu entsetzliche seien. In den Nachbarorten von Offenback sei dasselbe der Fall. Er glaubt, daß die Gemeinden keine große Luft haben, die Einrichtungen, wie sic von der Regierung borge schlagen, durchzuführen, trotzdem sie wissen, daß die Zustande, wie er sie geschildert, beständen. Er hätte geivünscht, daß bic Regierung nicht bei Gemcinben mit 5000 Einwohnern begonnen, sondern alle Wohnungen beß Landes in baß Gesetz hereingezogen hätte. Erst müffe aber für Ersatzwohnungen gesorgt werden, ehe man mit der Ausführung beß Gesetzes beginne. In gleicher Weise äußert sich Abg. Z ö ft. StaatSminister Finger erwiderte, die Wohnungsverhältnisse in ganz Deutschland lägen so, daß man von einer Schädigung ber Menschheit durch schlechte und ungesunde Wohnungen reden könne, wodurch die Gesundheit unb die guten Sitten, nament bcr Familie in bcbauerlidjer Weise gcfährbet seien. Daraus erkläre eß sich, baß bie Regierung dem Antrag Reinhardt seiner Zeit Folge gegeben habe. Dte Regierung habe sich gesagt, nachdem sie die Gesetzgebung und die Erfolge anderer Länder geprüft habe, daß nichts unversucht bleiben dürfe, solchen Zuständen auf gesetzlichem Wege entgegenzutreten. Die Tendenz der ganzen Gesches > Vorlage sei dahingehend, alL mälig bessere Zustände in bieser Sache herbeizuführen. Abg. Osann hält den Zeitpunkt bcr Einführung beß Gesetze- für verfrüht unb will langsam, vielleicht in zwei Jahren damit vorgegangen sehen. Die Derhanblungen werben um x/iV2 Uhr abgebrochen. — Morgen Fortsetzung. Vermischter. ♦ Köln, 17. Februar. Heute Vormittag hatten sich elf Arbeiter, welche am Bau beß neuen EentraldahnhosS beschäftigt sind, zum Frühstück auf daß Wellblech-Dach niebergefetzt, als ein Balken bradi, worauf stimmliche Arbeiter 8 Meter tief htnabstürzten. Die meisten erlitten schwere innere Verletzungen, von beiten einige tödtlich sind. • Wer Luft hat, zur Abwechselung einmal auf bie Elephanleujagd zu gehen, den verweiien wir auf eine soeben im „Deutschen öolonialblalt" erschienene Bekanntmachung. Der Gouverneur von Kamerun veröffentlicht, daß die AuS- Übung ber Jagb auf Elephanten unb Flußpferde in dem ihm unterstellten Distrikt nur gegen Erlös eines ErlaubnißicketnS gestattet ist- bic Gebühr beträgt 2000—5000 Mk. für gewerbsmäßigen Betrieb, für Personen, die sich im Schutz- 'Wen den 9rbl * feXJSj- »,’tr •* Uh® JitÄn9 gleich- S-rrte11« it foHe T„™ “I SDHhelte1 -M -SLLtz "ÄÄ Interpellation des -anöescreö/tanstalt ?^^rhandenscin W) NM zu- ■W Antrag des Nr- -S.L-' ausgenommen wnde. auf Einrichtung eme Station mit Modification ab, datz ht anzuerkennen ver- ">eu Antrag in ein- votttt^ bie an ber u öoch etwas mehr 1 der Abg.Psonnen dich Orte von e Regierung werde ng alles thun, wrs t/ dem Antrag feint i demgench. - Eine :ßen und der Bürger- des Nebenbahn- iu solches Londors- k-Gießen wird, nach- lnd Schönfeld für dem Antrag derselben rheim-Wendels- ir die Hessische Lud- ib, baß Don bei W- esehen und im Falle ch dich Linie gegen übernommen werden imt. - Hieraus tritt eral-Debatte über die )er Mietbwohn- Heinl/arbt begrüßt h endlich einmal un- eseitigt werden 'Mn. der Stadt Offenbach so ungenaue Angabe Erfahrung könne ei inbe geradezu enlsetz- Ofsenbach fei dasselbe )en keine große Lust icr Negierung vorge- en, d°b to3“«W hätte gewünscht, daß 50006«*”?=' Landes in W W ftt Erlahi»«h«»!°" MMS » st s'-h ®9' ?.!: , $ota™iseltl!a IIU® SSSS ^5 °e* t fü' n werden um I. Ä ;Ä.S rifien^ n dcw - »s'srS *>* gebiet aufhalten und, ohne in amtlichem Dienst oder dem einer dort angesessenen Firma oder Erwerbsgesellschaft zu stehen, privatim die Jagd auf genannten Pachydermeu ausüben wollen, ist der Mindestsatz aus 200 Mark ermäßigt, Forschungsreisende erhalten in letzterem Fall den Erlaubniß- schein kostenfrei. * Da8 Znseriren macht sich bezahlt. Rudolf Hertzog in Berlin kann es bestätigen. Er besitzt das größte Maaren- Versandtgeschäft in Berlin, keine Reisenden, aber er läßt inseriren. Der Erfolg für den vergangenen Monar December war der Eingang von 44,841 Bestellungsbriefen und 24,954 Postanweisungen. 35,846 Packete wurden nach auswärts abgetottfL_________________________________________ 2tw»3*g au» ven Stanöcsamteregifterit der Stadt Gietzen. Artsgebote. Februar: 13. Wilhelm Arnold, Gerber dahier, mit Elisabeth Find Hierselbst. 14. Johann Melchior Rupp, Sergeant dahier, mit Katharina Peter dahier. 17. Karl Christian Eduard Hermann Mettenheimer, Kaufmann dahier, mit Clara Amalie Josephine Schall, wohnhaft Hierselbst. Ehefchlirffrrugrn. Februar: 17. Philipp Heinrich Carl Wilhelm Schwan, Gelb- gießer dahier, mit Emma Johanna Caroline Hermine Ockel bterselbst. 17. Christian Earl Wahl, Magaztnoerwalter dahier, mit Charlotte Barbas Hierselbst. 17. Johann Heinrich Winter, Futzgendarm zu Darmstadt, mit Katharina Kraus htrrselbst. «cbotetu. Februar: 3. Dem Taglöhner Daniel Müller eine Tochter. 8. Dem Stations-Assistent Joh Lehing eine Tochter, Marte Sophie Clara. 8. Dem Bureaugehülfen bei der Main Weser-Bahn Heinrich Sonnlag ein Sodn. 9. Dem Fuhrmann Christoph Wagner eine Tochter, Marte Ernestine. 9. Dem Schlosser Heinrich Detbel eine Tochter, Marte. 9. Dem Gastwirth Justus Emil Lenz ein Sohn, Willy Lou s. 10. Dem Taglöhner Ludwig Rosenbaum ein Sohn, Ka>l. 13. Dem Bahnarbetter Albrecht Rau eine Tochter, Margarethe Luise Marie. 15. Dem Kunst- und Handelsgärtner Carl Volk ein Sohn. Geslorven«. Februar: 11. Marie Lauckert, geb. Magnus, 83 Jahre alt, Witlwe von Bauaufseher Jacob Lauckert dahier. 11. Carl Sommerlad, 2 Jahre alt, Sohn von Maurer Heinrich Sommerlad dahier. 11. Wilhelm Friedrich Jost, 12 Wochen alt, Sohn des verstorbenen Straßenkehrers Jacob Jost dahier. 12. Carl Conrad Wilhelm Wigandt, 4 Jahre alt, Sohn von Schretnermeister Franz Wigandt dahier. 12. Elisabeth Walter, 1 Jahr alt, Tochter von Installateur Peter Walter dahier. 12. Luise Moll, geb. Schäfer, 52 Jahre alt, Ehefrau von Rathsdiener Karl Moll dahier. 13. Friedrich Wagner III., 34i/, Jahre alt, Steinbrucharbeiter von Hermannstetn. 14. Louis Heinrich Christian Philipp Kalbfleisch, 5 Jahre alt, Sohn von Btld- hauermeifter Emil Kalbfleisch dahier. 14. Salomon Goldenberg, 60 Jahre alt, Fruchthändler dahier. 14. Elisabeth Clara Minna Kreiling, 39 Jahre alt, ledig dahier. 15. Peter Gernand, 82 Jahre alt, Bahnwärter i. P. 15. Marie Walbrach, 38/< Jahre alt, Tochter von GertchtSschretber-Aspirant Karl Walbrach dahier. 16. Konrad Hofmeister, 45 Jahre alt, Eisengießer von Oberbesfingm. 17. Wilhelm Heine, 2 Jahre alt. Sohn von Hilfsbremser bet der Matn Weser- Babn Erntt Heine dabter. Anszug aus den Kirchenbüchern Der Stavt Gietzcn. Evangelische Gemeinde. SetaöfU. MatthäuSgemetnde. Den 8. Februar. Dem Taglöhner Ludwig Schmidt ein Sohn, Johannes, geboten den 20. Januar. Markusgemeinde. Den 12. Februar. Dem Bahnarbeiter Ludwig Hinterlang ein Sohn, Heinrich Ludwig, geboren den 28. December 1892. Dens. Dem Schneider Johannes Welter ein Sohn, Karl Otto, geboren den 27. December 1892. Dens. Dem Müller Heinrich Hammel eine Tochter, Alwine Susanne Therefe, geboren den 14 Januar. Dens. Dem E'sendreher Georg Kreiling ein Sohn, Georg Martin, geboren btn 13. Januar. Dens. Dem Schlosier Albert Haas ein Sohn, Albert Wilhelm, Hermann, gekoren den 1. Februar. Lukasgemeinde. Den 12. Februar. Dem Schlosser Heinrich Weber ein Sohn, Willy Heinrich, geboren den 11. Januar. Denselben. Dem Locomo'tvführer Johann Heinrich Hechler eine Tochter, Johanna Martha Margarethe Magdalene, geboren den 14. Januar. Johannesgemeinde. Den 12. Februar. Dem Schlosser Jakob Reichel ein Sohn, Theodor Karl Ludwig, geboren den 24. December 1892. Den 16. Februar. Dem Handschuhmacher Jakob Hengst' eine Tochter, Marie Sophie, geboren den 1. September 1892. Beerdigte. Markusgemeinde. Den 12. Februar. Elisabeth Schneider, geb. Jung, Ehefrau von Schuhmachermeister Thomas Schneider, alt 61 Jahre, starb den 10. Februar. Den 14. Februar. Marie Lauckert, geb. Magnus, Wittwe von Bauaufseher Jakob Lauckert, alt 83 Jahre, starb den 11. Februar. Johannesgemeinde. Den 11. Februar. Elifabethe Katharine Klemmrath, geb. Schäfer, Wittwe des Johann Georg Klemmrath, alt 86 Jahre, starb den 9. Februar. Den 14. Februar. Luise Moll, geb. Schäfer, Ehefrau des Rathsdieners Carl Moll, alt 52 Jahre, starb den 12. Februar. Den 16. Februar. Ludwig Kalbfleisch, Sohn des Bildhauers Emil Kalbfleisch, alt 6 Jabre, Narb den 14. Februar. Den 17. Februar. Wilhelmine Kreiling, ledig, alt 39 Jahre, starb den 14. Februar. Literatur und Aunft. — Die beiden neuesten Hefte der illustrirten Zeitschrift »Statur UNd Hans" werden wiederum den verschiedenartigsten Raturlied- babereien gerecht. Insbesondere dielen die Hefte den Freunden von Zimmer-Aquarien mannigfache Anregung in Wort und Bild. Von großem Interesse für Jedermann ist Die oorgesührte trefflich gelungene Abbildung de« Kraken im Berliner Aquarium, einer neuen Erwerbung dieses berühmten Instituts. Das Bild zeigt diesen unheimlichen Bewohner der Meerestiefe in lebhafter Bewegung, roie er gerade mit einem seiner langen Fangarme einen F'sch »u st« heran- zieht. Eine ftfielnbe Schilderung aus der F»der drS Herausgebers unterrichtet den L ser über daS Wesen diests inteuflanten Thieres. Auch die Blumenfreunde weiden reich bedacht mit Schilderung und Abbildung von bervo-ragenden Blumen und Pflanzen. Aus Dem reichen Inhalt bet Hefte erwähnen wir noch besonders folgende zum Theil illustrirte Aufsätze: Die Kunsttriebe ber Jniecten. Bon K. Hauser. — Der St. Bernhardshund. Don I. Bunqartz. Der Kanarienwilbling. Von W. Hartwig. — Kleine Mitthettungen sowie ein Monatskalenbrr b*eten schließlich allen Naturfreunden viel Wissenswerthes. Dieselben seien daher wiederholt auf das treffliche Blatt hingewiesen. Vermehr, Land- und Dottswui Gieren, 18 Februar. Marktbericht Aut dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter pr Pst». X 0,90 -0 95, HüLneraer per Stück 6-8 2 Stück - 4, Käse pr St 5-8 X Käfematt. pr. St. 3 X Erbsen vr. Liter 24 H, Linsen pr. Liter 30 $, Taube», pr. Paar X 0,70 1.00, Hühner pr. Stück * 1,00—120, gafi&n pr. St X 1,40 2,00, Enten pr. St. X 1.70 bi« 2,03, Ochsevsteisch pr. Pst» 65-72^. Kuh- und Rindfleisch pr. Pfb. 50-56 -5», Schweine, fleisch pr. Pfd. 60-70 X Kalbsterich pr. Pfd. 40 - 50 X Hammel- fleisch pr. Pfd. 40 70 X Kartoffeln pr. 100 Kilo 4,50-5,00 X, Weißkraut vr. Stück 5-12 °. Rroiebelr pr. Rentner 8,00—8,50 x, Misch m. etter 12 1« x, Gänseeier pr. St. 7 L.________ — einen ganz ungeahnten Erfolg und eine überraschend große Nachtrage hat Apott-eker A. Flügges Myrrben Cröme nach kurzer Zeit gefunden. Obgleich wir in Vaseline, Glycerine, Cmbol, Zink, Bor 2c. zahlreiche Mittel besitzen, welche bisher gegen die ver Siebenen Hautübel, wie rotbe, aufgesprungene, gerissene Haut, Wundsein im allgemeinen und spectell bet Kindern, aufgeiprunge Lippen, wunde Mundecken, Nase 2c. 2c. angewandt wurden, sind diese Mittel von Apotheker A. Flügges Myrrhen-C ^me sehr rasch in den Hintergrund gedrängt worden. So unglaublich dies klingt, ist es dennoch der Fall und beruht einzig und allein daraus, daß keines ber genannten Mittel bie antiseptischen, neubllbenben unb heilenben Eigenschaften besitzt, welche bas Geheimniß ber erstaunlichen Wirkung enthalten. Um sich vor Täuschung zu bewahren, sei hervorgehoben, baß ber ächte Flügge'sche Myrrhen-Ciüme nur in fertig verpackten Dosen A Mk. 1.— verkauft wird, deren Umhüllung als Schutzmarke einen weißen Halbmond mit rothem Feld, sowie den Namenszug A. Flügges trägt. Erhältlich in Gießen in allen Apotheken. Apotheker A. Flügges Myrrhen - CrSme ist der patenthte ölige und verdickte Auszug des Myrrhenharzes.[1530 — Probiren geht über Ttudiren. Auch für die Küche ist dieses Sprichwort anwendvar, Denn ehe man sich bie vergebliche Mühe giebt, zu studiren, wie man aus einem unb demselben Stück Fleisch eine gute Fleischbrühsuppe und noch ein schmackhaftes Fleischgericht berstellt, ist es einfacher und billiger, SnorrS Aletschbrüh- suppentafeln ui verwenden, bie nur mit Wasser gekocht roerbeit und vorzügliche Fleischbrühsuppen liefern. So behält die Hausfrau das Fleisch zu einem saftigen Braten übrig und gewinnt nach beiden Seiten. Dab Dürfte wohl De> ProbtrenS werth sein. Verdingung. Die Lieferung von 1800 cbm Reihen- pflastersteinen aus Basalt oder aus einem gleichwerthigen Material soll in 3 Loosen zu 600 cbm für den Umbau des Bahnhofes Erfurt oerbungen werden. Der Verdingung liegen die in den Regterungsarnts- blättern bekannt gemachten Bedingungen für dir Bewerbung um Arbeiten unb Lieferungen vom 17. Juli 1885 zu Grunde. Angebote nebst bearbeiteten Probesteinen sind bis zum EröffnungStermin Sonnabend den 4. Mürz d. I., Vormittags 11 Uhr, an das Baubureau hier, Gartenstraße 2 I, postfret einzusenden. Bedingungen und Angebotsformulare können gegen postfreie Einsendung von 20 Pfg. in baar, nicht in Briefmarken, von dem vorgenannten Bureau bezogen worden. Zuschlagsfrist 14 Tage. 11558 Erfurt, den 15. Februar 1893. Königliches Eisenbahn-Betriebsamt Holzversteigerung. Nächsten Donnerstag, 23. Februar, von Morgens 8 Uhr an, sollen nachverzeichnele Holzsortimente in dem Großen-Busecker Gemeindewald, Distrikt Schlieberg, versteigert werden. 67 Eichen-Stämme 38,67 fm, 102 Nadel- 67,75 „ 9 Buchen- „ 10,23 „ 525 rm Buchen-Scheit, 12 „ Eichen- „ 112 „ Buchen- u. Eichen Knüppel 13000 Buchen-, Eichen-, und Nadel- Wellen, 136 rm Buchen-, Eichen- u. Nadel- Stöcke. Großen-Buseck, 17. Februar 1893. Großh. Bürgermeisterei Großen-Buseck Meyer. 1567 Holzversteigerung. Donnerstag, 23. Februar l. I., von Vormittags 9 Uhr an, sollen im Gemeindewald zu Reiskirchen, Distrikt Buchwald, an der Kreisstraße nach Hattenrod versteigert werden: 6 Nadel-Stämme, 1,16km Inhalt, 2415 Nadel-Derbstangen von 10 bis 13 m lang, 101,39 fm Inhalt, 230 Nadelreißig-Stangen mit 3,30 fm Inhalt. Die Zusammenkunft ist an der Kreisstraße nach Hattenrod. Reiskirchen, 17. Februar 1893. Großh. Bürgermeisterei Reiskirchen. Wagner. 1557 Aeilgebotenes. Mt Schlachthaus. Freibank. [1585 Heute: Ochfensieifch, nicht ladenrein, per Pfd. 50 Pfg. Kartoffeln in nur prima frostfreier Waare empfiehlt 1570 I. Hantel, Schloßgasse 6. 1575| Eine gut gelernte Erstlingskuh, sowie gute Milch« und Aahrkuh und ein Pstug zu oerk. Mäusburg 3. 1594] Wegen Aufgabe des Fuhrwerks wird ein fast neuer zweispänn. Wagen und ein neun Jahre altes blindes, zugfestes Pferd, zusammen ober auch getrennt, von mir verkauft. Näheres in ber Exped. b- Bl. Vermischte Anzeigen. Gefrorene Kartoffeln werden angetauft pro Malter 1 X 1560] ___________Neuenweg 83 Gesucht ein zuverlässiges und gewandtes Hausmädchen zum 1. März. [1561 Fran Prof. Spengel, Ostanlage 3fr, II. 1565) Eine perfecte Schneiderin empfiehlt sich den geehrten Herrschaften in und außer dem Hause. Sonnenftraße 3. —1581] Ein älteres zuverlässiges Mäd» chen mit guten Zeugnissen wird für Küche und Hausarbeit gesucht. Frau Elisabeth Hochstätter, ___________Bahnhofstraße 71_______ 1582] Einige Mädchen suchen sofort Stellen durch Verrniethfrau Sparr, Kaplansgaffe 10. Bekanntmachung. Nachdem die Stadtverordneten-Versammlung in ihrer gestrigen Sitzung beschlossen hat, daß in der Moltkestraße beiderseits Vorgärten von 5 Meter Breite anzulegen sind, bringen wir dies mit dem Anfügen zur Kenntniß, daß der bezügliche Ortsbauplan von heute ab während 14 Tagen auf dem Stadtbauamt (Gartenstraße Nr. 2, Zimmer Nr. 7) zur Einsicht offen liegt. Einwendungen sind binnen gleicher Frist bei Meldung des Ausschlußes bei uns vorzubringen. Gießen, den 18. Februar 1893. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. _____________________________Gnauth._________________________1588 Oesfentliche Vergebung. Für die am Großh. Landgericht und der Großh. Staatsanwaltschaft Gießen für 1893/94 erforderlichen Schreibmaterialien und Buchbinderarbeiten können Angebote (mit Mustern von Papieren, Packpapieren und Actendeckeln, welche nicht zurückgegeben werden) bis zum 8. März l. I. auf der Gerichtsschreiberei Großh. Landgerichts Gießen, woselbst auch die Bedingungen und der Tarif für die Buchbinderarbeiten erhältlich, eingereicht werden. Gießen, den 15. Februar 1893. [1533 Der Großh. Landgerichts-Secretär Löwer. Schottens Bullen- und Zuchtvieh-Markt mit Prämiirung am 5. Juni 1993 verbunden mit einer Verloosung von Zuchtvieh, landwirth- schastlichen Maschinen und Geräthen. _____ Preis des Looses: I Mark. TBE General-Vertrieb der Loose durch Herrn Rudolf Kausmann in Schotten. Wiederverkäufer erhalten 10% Rabatt. 1549] Das Markt-Comite. Rücken-Apparate, Gradhalter, Orthopädische Maschinen und künstliche Glieder, Alle Sorten Anden u. Sanhagrn, sowie Suspensorien, ffir die schlimmsten Falle paffende Bruchbänder werden aus bestem Material zu billigstem Preise angefertigt. Otto Heger, Approb. gnnbniifl unb Grthopädiä, (Siesten, Marktftraste 16. An Sonn und Festtagen bis 4 llfcr Nachmittags geöffnet. [1550 Das Korbnmarkilgelchiist von C. Mantow 63 Seltersweg 63 empfiehlt Sinder-Sitz- und Liegwagen, Sessel, Blumentische und Ständer, Reise-, Wäsche- und Markttörbe, sowie Korbwaaren aller Art in solider Ausführung zu billigsten Preisen. 1547 Einziges Speolalfleaohäft Id diesem Artikel am Platze. Mehr als 145,000 Abonnenten!! Z b. h. eine so große Auslage, wie sie noch keine andere deutsche Zeitung jemals erlangt hat, besitzt bie täglich in 8 gr. Seiten erscheinenbe liberale berliner 9)(orgen=^eitung TUT nebst „täglichem Familienblatt" mit feffelnben Romanen; — ber beste Beweis dafür, daß die Berliner Morgen-Zeitung bie berechtigten e®- Ansprüche an eine volksthümliche, sorgfältig geleitete Zeitung befriedigt. MÄMr abonnirt man bei allen Reichs-Post' OZ Df I s iylir lliarz anstalten unb Canbbrieftragern für O6* 11... Pieniic* erhalten alle neuen Abonnenten ben bereits erschienenen Theil bes UrallS hochinteressanten Romans von Watd-Zedtwitz: »Wer fiegf. Probe-Nummern gratis burch bie Expeb. b- Berl. Morgen-Ztg., Berlin Schlesier-Verein. ... Die hier wohnhaften Schlesier werden behufs Gründung eines „Schlefier-Vcreins" eingeladen, sich am 18. Februar er., Abends 8 Uhr, im Local des Herrn Feidel („Bavaria") einzufinden bezw. ihre Adressen auf der Expedition des „Gießener Tageblattes" bis zum selbigen Tage niederzulegen. Den (Empfang fier Frühjahrs-Neuheiten in Jaquets, Regen-Mänteln, Caps etc. zeigen ergebens! an Meverhoff & Goslar. 1569 _____ ___ Von Mitgliedern eingeführte Gäste find willkommen. und nicht geringer geschätzt wird als 1589 1546] Für die vielbewiesene Theilnahme bei dem Verlust unseres [1553 Kindes sagt herzlichen Dank Sie trauernde Familie Walbrach. Giessen. 64» Wermiethungen Dank 1590 Familie E. Kalbfleisch und große Gabe an baarem Geld mit herzlichem Dank angenommen eine wirkliche Stiftung. Gießen, am 18. Februar Der lueö] In dem Bureau eines hiesigen Berlag-geschäfte- wird per Ostern lb93 ein Lehrling mit schöner Handschrift a anb. Agent. Riebenstadl» Bermteth.» Eompt., Berlin, gr. Hamburgerstr. 16. Die tieftrauernde Mutter Frau Marie (tzrasmück, SelterSwcg 16. 1572] Logt«, kl- u. gr> gl. beziebb. zu verm. in Tüchtige Knechte, Z ViehwSrter, Melker, Kleinknechte rc. (auS- gewählt brauchb deutschredende Leute) ver, mittelt in JahreSlobn schnell und billiger Danksagung1. Für die von allen Seiten bewiesene herzliche Theilnahme bei dein uns so schwer betroffenen Verluste, sowie für die erhebenden Worte des Herrn Pfarrers Dr. Naumann und die überaus reichen Blumenspenden, insbesondere dm evang. Schwestern für die aufopfernde Thätigkeit, sagt innigsten Todes-Anzeige. Heute Nachmittag verschied nach kurzem schweren Leiden mein einzige« inniggeltebte« Kind Toni, waS ich theilnehmenden Freunden und Bekannten hierdurch tiefbetrübt mitthetle. Gießen, den 17. Februar 1893. werden ersucht, sich am 25. Februar, Abc»r>s SV- Uhr im Saale des Lenr'schen Felsenkellers pünktlich cinzusinden, zur Kcnntniftuahmc und eventuelle» Unterzeichnung einer Resolution an den hiesigen Ltadtrath, betreffend: „Abhilfe der öorkommnifff beim letzten Stande". Um vollzähliges Erscheinen der gesaMMteN Mannschaft wird im Interesse der Lache dringend Heute Lonntag, den 19. Februar 1N93: * Zwei grosse Specialitäten-Vorstellungen 5 von nur Künstlern ersten Ranges aus Frankfurter Bartetv-Tbeatern. Sitzung Donnerstag den 23 Februar. Abends 8 Mr. im Laalc des (fass Balzer. Vortrag: Herr Hauptmann Weimer Coursbcricht von E. Wasserschieben, Bankgeschäft. Frankfurter Bör'e vom 18. Februar 1893. 1893. evangelische Nirchcnvorstand. Dr. Naumann. Für alle diese Gaben und Stiftungen sprechen wir unseren herzlichsten Dank aus; wir bemerken dazu wiederholt, daß allerdings auch jede kleine ~ " für die innere Ausstattung der Kirche ersucht._____________ |Ankauf alter Bücher n. Bilderwerke. Angebote genier Bibliotheken, eowle ‘einzelner Bacher erbittet die J. Ricker’eche Buchhandlung i ~ ... q T\ , ... .. K. , per'/.Pfd. 6mi|l. fjiMirilütii. I. euiijdrik ßflPdflP C ^ermania-eacaoKßPrfOP Q Muko-llhotoiahk Mk ..so. Berger, Poessneck i. Thür. DÜ1 Ml Ü tlonsum-llaras ,^,^.2- PCI Q gonfnm^bofölnbf Montag Abend: Vlr«old. ; 1571] In der Garderobe der Eisbahn wurde ein Mantel und ein Ctotf lurück- gelassen. Abzubolen beim Diener des EtSv.rein», Weidengasse 6. — SUaUx Herr M. Winter vom Theater Bari4t ,3- Sioltze- liei^AHn Ltenoaravbte^"^ Unt. And.: Miss Hellot, Kunstradiahrerin aus dem Zweirad; $rl Winter, unb ÄS'" L. He... b,r «d».b',-°°/ '» «">- >n N-u.n Mu.», oermiethen. Neuenweg 58. 1586] Ein kleine« Logi« mit Wasser« ’ 1543] »üT nrintl ManfarbentoSöS- llllun» 84] Em Mädche« empfi hlt sich im Programm streng dreent < Nur diese* eine <»ia*tspiel. f «leidermachen in und außer dem Haufe., v * ----—---------------------------- ___Brandgasse 8. Die Mitglieder der 1192) ftftt Schneider. Em Arbeiter! Unb-inpfhchtfeuerwehr ___... sogenannte „Soldatenhandel" deutscher Fürsten im fÄrtillfiriitllä ! vorigen Jahrhundert, insbesondere der des Landgrasen von Hessen- Heute, Sonntag: Cassel und die Verwendung Hessen - Casselischer r nippen tm Grosses Concerti nordamerikanischen Freiheitskriege, mit komischen Vorträgen. und guter Schulbildung ausgenommen. Selbstversagte und eigenhändig geschrie» bene Anmeldung nimmt die Expedition d. Bl. entgegen. 1033] Tüchtige» Dienstmädchen mit besten Zeugnissen ver 1. April, event. auf sofort gesucht. Nähere« SelterSweg 19. 149O| Ein braoeS tüchtiges junge- Dienstmädchen zum 1. Mär, gesucht. ____________________BabnhosNrake 8- 15051 ES ist die Stelle eine« Bureau« diener» vom 1 März l IS. ab anderweitig zu besetzen. Gute Empfehlungen werden verlangt. Nähere« in der Exped- d- Bl- 1507) Ein braver Junge in die Lehre gesucht, Friede. Will». Löber, Echuhmachermeister. 1556] Küchen«, Hau»- und Kindermädchen finden sofort und später bessere Stellen durch die Stellenvermittelung von ______________Frau Hültenderger. Ib87) Ein Mädchen such» Laut- ober AuShültSst. sofort. Näh Lindengasse 14. 123k] Ein braoeS tüchtige» Dienst Mädchen für sofort oder später gesucht ________________________Brandplatz 10- 1443] Ein Lehrling in ein diesige- Engrosgeschäft unter günstigen Bedingungen gesucht. Gesl. Offerten sub L A 315 an die Exped- d. Bl.________________ 1502] «in braver Junge, der die Buchbinderei erlernen wM, kann izu Pfingsten unter günstigen Bedingungen bet mir in die Lehre treten. Wilhelm Dietz, Sich. Stiftungen und Geschenke zur inneren Kaiser-Panorama, Chcrhcifiidicr (HtläNllllSVtMN Ausstattung der neuen 3of)annc6tirrf)c. ' Nachfolgend verzeichnete Stiftungen und (Haben für unsere neue Unübertroffene Darstellung: Kirche sind uns weiter angemeldet, beziehungsweise übergeben worden: Wien und die Musik- 1. Don Herrn und Frau (Ungenannt): ein großes neuster. rpuOQforQncc4pllnnr1 im Schiff der Kirche, rechts von Altar und Kanzel, im Werth von 1U00 Mk., u. 1 UCaiCrdUbSlüllUUy. (dieser Betrag wurde bereits bezahlt). ! U. «. : Interessant »lt-Wien mit den 2. Von Herrn und Fra» A O. das Stuckrelief des Evan-> Tiergärten, > qeliften Lukas, in einer Brüstung der Kanzel, irn Werth von 300 Mk. —— ---------------— ' (Betrag bezahlt). 3. Bon Frau H. M. Jughard Wittwe das Stuckrelief des Evangelisten Johannes, in einer Brüstung der Kanzel, im Werth von 300 Mk. 4. Von Frau Landrichter Bücking Wittwe: zur Anschaffung eines Abendmahlskelches 200 Mk. 5. Von Herrn und Frau Pfarrer Dingeldeh eine Abend- mahlskanne und ein Abendmahlsketch im Werth von 600 Mk. 6. Von einem ungenannten Gemeindeglied: ein Kruzifix, auf den Altar, im Werth von 200 Mk. f Betrag bezahlt). 7. Von Frau Rechtsanwalt Lauer Wittwe eine Bibel, für die Kanzel, im Werth von 100 Mk. (Betrag bezahlt). 8. Von Ungenannt: eine Bibel, für den Altar, in selbstgefertigtem gepunztem Ledercinband mit Silberbeschlägen. Werth noch unbestimmt. 9. Von Herrn und Frau F. H.: baar 20 Mk. E4 labet rrgtb nft ein 1583_________Carl Empting. ÄS TI Ä5 1^79 1554 1540] Der mittl. Stock (3 Zimmer k.) anbertoeit zu oermiethen. Steinstratze 36. 1453] Eine kleine Wohnung, sowie eine I Stube mit Bett zu verm Hund-gasse 6. I 1573] Kleine Wobnung 111 oermiethen. । Krosdorferstraste 14. 1574] Ein kl. Familienlogi- mit Zubeh. zu. verm. I. Becker, Schottstraße 17. 1576] Kleine» Logi». sowie eine Schlaf« i stelle zu verm. Ärgste Mühlgasse 4. 1577] Drei Zimmer, Küche und Zubehör im Hinterbause. Ltndenplatz 5, 2 St. Gitßcncr freilu. Fciitrwchr. Montag den 27. Aeöruar, Abends 81/, Ayr, AMordknWk fitnrraltittfiiiMilung bei Lechner, Frankfurter Hof. Tagesordnung: Statutcnberathung. 1595! —i An Aul tonn. .. , ________________Der Vorstand Krieger -herein Hießen. Generalversammlung Montag den 20. Februar, Abends S Uhr, im Verein-local (5 ei bei). 1549 1505] Tagsüber ein junge- Mädchen zu zwei Kindern gesucht. Frau Aacob, Westanlage 37. 1472) Ein junger Mann sucht Stelle al? Schreiber zum Abschreiben von Schrift« stücken. Nähere« bei der Srved. d- Bl- 15641 Ein Mädchen für Küche und HauSarb. sucht Stelle. Nih T'esenweg8. ggt Ein Wort an Ahe, die Französisch, Englisch, Italienisch, 8panisch,Portu friesisch,Holländisch, Dänisch, Schwedisch, Polnisch, Rus- aisch oder Böhmisch wirklich sprechen lernen wollen- Gratis unb franoo zu beziehen durch die -kofentbal'sche Verlag-Handlung in Leivzi«. Schlutzcourie 1 Uhr 16 Min. 3 pEt. ReichSanlcthe 8Vi vCt. do. 3 pdt. Preutz. 6onfoll 3Vi PEt. bo.jg 88 00 Ul 60 88.00 101.55 4 pEt. Ung. (Äolb:Stelle 5 pEt. Ital. Rente 3 pEt. Portugiesen 4 pEt. Sriech. Monopol«N»; 97 90 93 20 21.00 61.60 DiSconio-Eomnumd^Unth. 188.80 Lomb. E--B.-Sct. 87.50 Darmstädter Bank-Nct. 136.00 Buschtherader 398.75 Dre-dener Bank-Sct. 148 30 Elbthal-Bahn-Let. 204.75 Nordd. Lloyd-Act. 106 50 Gotthard-Bahn-Act. 153.60 Wiener Bankver.'Lct 103.75 Schweizer StorhofL«5b^ÄcL 106.10 DefL Eredit-Act. 277 25 Mainzer E.-B -Act. 111.90 Ital. Mittelmerrbahn Äd 101.90 Marienburger E^V^Ad. Gl.80 Selsenk. Bergw^Act. 145.801 Ber. KSnigS-Laurah^Nct. tenbaij. feft 101.20 Tngcsorditiiiig: Bericht des Schriftführer-. Kassenbericht. Vorstandswahl. Reichsbmck»DtScont 3 oCt. — Frankfurter Bank'DtScont 3 pLt. ftebectien: Ä. Scheydi. — Druck und Verlag der Brübl'ichen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Siesten DU «»satzt 10 Briim