1893 gtr. 15 Erstes Stott. Wer, Aints- und Anzeigeblutt für den Avers Gietzen chratisöeicage?chießener Jamitienölatter. Mittwoch ben 18. Januar Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Ausländer nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" mtgegen. Die Gießener -«mikie»rr«tier werden dem Anzeiger »ichenkiich dreimal d eigelegt. Der Anzeiger erscheint täglich, eil Ausnahme deS Montags. " Minister Riedel begründet seine Angabe, daß der für industrielle Zwecke verwendete Spiritus durch das bestehende Gesetz verbilligt sei. Wetterberathung morgen. Vorher Interpellation Brömel betr. amtliches Waarenv rzetckniß. Deutscher Reichstag. 22. Sitzung. Montag, 16. Januar 1893. Auf der Tagesordnung: Erste Berathung der Novelle zum Branntweinsteuergesetz. , , Staatssecrelär o. Maltzahn-Gültz: Seine Aeußerung, daß mit diesen Steuel vorlagen eine Steuerreform im großen Style nicht beabsichtigt sei, sei dahin ausgelegt worden, daß eine solche Reform im großen Style für später geplant werde. Das sei nicht der Fall. Er habe mit seiner Aeußerung nur begründen wollen, daß in dem Rahmen dieser Vorlagen eine Aenderung der Grundlagen der bestehenden Steuergesetze nicht für angezetg, erachtet werde. Man möge also die aufgekommene Befürchtung fallen lassen. Auch die Bemerkungen des preußischen Ftnanzmintsters zum Etat rechtfertigten dieselbe nicht. Die heute zur Berathung stehende Vorlage habe ebenso Die die beiden anderen Steuernovellen nur eine finanzielle Bedeutung. Ohne das finanzielle Bedürsniß würde die Regierung an die Branntweinsteuer nicht herangetreten sein. Die Vorlage verspreche einen Mebrertrag der Branntweinsteuer von 12Ve Millionen; es werde Hamit nur der Satz erreicht, auf den man Ansangs bei der jetzigen Branntweinsteuer rechnete. Die beantragte Erhöhung der Branntweinsteuer bedinge die beantragte Erhöhung der Brausteuer als noth- wendige Ergänzung. Er bitte nochmals, in seinen Erklärungen keine Hintergedanken zu wittern; er habe dem Reichstage „reinen Wein" etngeschenkt. Abg. Siegle (na'l.): Gegen die Militär Vorlage, mit der diese Steuer Vorlage zusammcnhänge, bestehe in weiten Kreisen lebhafte Stimmung, die sich nicht gegen den vielfach als berechtigt erkannten Kern der Vorlage, als gegen die daraus entstehende Belastung und die Art und Weise, in welcher die Mittel aufgebracht werden sollen, richte. Die Steuerbelastung im Deutschen Reiche sei nicht unerträglich, soweit es sich um die Höhe des auf den Kopf entfallenden Steuersatzes handle. Aber die vom Reiche erhobenen indtrecten Steuern richten meist auf nothwendigen Bedarfsartikeln und richteten sich deshalb nicht nach der Leistungsfähigkeit, sondern wirkten als Kopfsteuer. Das gelte auch von der Branntweinsteuer, weshalb er bk Vorlage ablehne. Abg. Dr. Witte (dfr ): Darüber, daß die Branntweinsteuer »om Konsumenten getragen werden müsse, werde bei den wenigsten Mitgliedern des Hauses ein Zweifel bestehen. DaS Branntweinsteuergesetz von 1887 müsse einer gründlichen Umarbeitung unterzogen werden. Die Liebesgabe in Höhe von 40 Millionen an die Branntweinbrenner müsse beseitigt werden; damit werde man auch die einbebußen. MWifyn Ans», -^Borftavd. rsb- -l M 221) dSts feg 1£00 102# äiN $5.01 BierkkliL-riger Jtlonnementipretoi 2 Mark 20 Pfg. m* Brmgerlohn. Durch die Post bezöge» 2 Mark 50 Pfg. Rebdchon, «rpebitie» unb Druckerei: -chutstrateAr.'I. Fernsprecher 61. Deutsches Reich. Berlin, 16. Januar. Im Berliner Residenzschlosse wurde am Sonntag das Krönungs- und Ordensfest in den herkömmlichen Formen begangen. Die glänzende Feier erhielt I ihre Einleitung durch die Verleihung der Orden und Ehren- I -eichen an die neu decorirten Persönlichkeiten, welcher Act in I den sogenannten Braunschweigischen Kammern vor sich ging. Alsdann nahm das Kaiserpaar im Rittersaale die Vorstellung I der neuernannten Ritter und Inhaber von Orden u. s. w., im Königinnen-Saale diejenige der neu decorirten Damen deS Lcmisen-OrdenS und des Verdienstkreuzes entgegen. Hierauf fcnb in der Schloßcapelle für die Allerhöchsten Herrschaften Gottesdienst statt, woran sich nach 1 Uhr im Weißen Saale I und den anstoßenden Gemächern große Prunktafel anreihte. Gegen Ende derselben trank der Kaiser, wie üblich, auf das Wohl der alten wie der neuernannten Ritter, worauf ein I Cercle bei den kaiserlichen Majestäten und in deren inneren Gemächern die gesammte Festlichkeit beschloß. Noch am Sonntag Nachmittag veröffentlichte der „Reichsanzeiger" die stattliche Liste der neudecorirten Persönlichkeiten. — Die „Nordd. Allg. Zty." tritt in einer hochosfiziösen Erklärung der in der Presse des In- und Auslandes viel- verbreiteten Anschauung entgegen, als ob die Reden des i Reichskanzlers vom 11. und 13. d. M. in der Militär- eommisfion des Reichstages eine grundsätzliche Aenderung der deutschen Politik, namentlich in Betreff der Zwecke und Aufgaben des Dreibundes bekundeten. Das halbamtliche Organ versichert bestimmt, daß die Äußerungen des Kanzlers keinerlei Bemerkung enthalten hätten, welche den Schluß gestattete, die । auswärtige Politik Deutschlands werde jemals für fremde Interessen eintreten. Auch erklärt das Blatt, Graf Caprivi habe mit keinem Worte gesagt, daß die gegenwärtige deutsche auswärtige Politik einen Krieg für Deutschland nach zwei Fronten hin als eine gegebene Nothwendigkeit oder auch nur für wahrscheinlicher al« in den letzten Jahren erachtete. Berlin, 16. Januar. Der „Reichsanzeiger" mahnt zur Vorsicht gegenüber einer von der englischen Firma the international mercantile Society für eine Firma Schulberg, Beyer u. Co., angebliche Besitzerin von deutschen Ausstellungstrinkhallen in Chicago, betriebenen Anwerbung von Kellnerinnen und Commis. In London eingezogene Erkundigungen hätten ergeben, daß die Firma mit der diesjährigen Ausstellung in Chicago in keiner Verbindung steht. Hamburg, 16. Januar. Bei —6« heftiges Schnee- wehen ans Südwest. Die Züge aus Frankfurt und Köln haben stundenlange Verspätungen, ebenso die aus dem Norden. Die Dampferverbindungen mit Schweden und Norwegen sind heute eingestellt worden. Neueste Nachrichten. Wolffs telegraphisches Correspondenz-Bureau. Berlin, 16. Januar. DaS Kaiserliche Gesundheitsamt meldet vom 14. bis 16. Januar Mittags: Bei einem in Altona Erkrankten wurde nachträglich Cholera festgestellt. In Hamburg eine Neuerkrankung. Gelsenkirchen, 16. Januar. Der Vorsitzende deS Bergarbeiterverbandes, Schröder, wurde heute verhaftet. Gelsenkirchen, 16. Januar. Im hiesigen Bezirke ist alles angefahren. Der Ausstand ist als beendet anzusehen. Anzeige. |flnft dem fierj nach migHgelitbto ^**1 »es a •nititut I Platz 1, fdta.» WÄ !n Mö A für aber E ,n 8-12 Uhr unb Rach- Ä [323 U WBWW Esten, 16, Januar. Der „Rheinisch-Westsälischen Zig.« zufolge, ist die Zahl der Ausständigen im hiesigen Ober- bergamtsbezirk bei der heutigen Morgenschicht auf 8500 gesunken. Voll angefahren sind die Belegschaften der Zechen „Gustav", „Consolidation", „Unser Fritz", »Gras Beust , „Bismarck", „Gottessegen", „Freie Dogel , „Schürbank , „Margarethe". Von der Zeche „Hasenwmkel" sind 150 Mann neu in Ausstand getreten. St. Johann, 16. Januar. Heute Vormtttag 9 Uhr fand auf der Grube Reden, Flötz Alexander, eine Explosion schlagender Wetter statt. Neun Bergarbeiter sind tobt, einer schwer'verletzt, ein Steiger ist verletzt. Von den Tobten sind sechs verheiratet. Die Leichen konnten wegen Nach, schwadens noch nicht geborgen werden. Da der Arbeitspunkt seit Mittwoch belegt gewesen, steht die Explosion mit dem Strike in keinem Zusammenhang. m , Paris, 16. Januar. Nach dem „Gaulots hielt General Loizillon bei der Uebernahme des Kriegsministeriums in Anwesenheit mehrerer Generäle, darunter General Miribel, eine Ansprache, worin er hervorhob, er habe daS Portefeuille des Krieges übernommen, weil seine Ernennung einem Regime ein Ende mache, das nicht alle erhofften Früchte getragen habe. — Der „Figaro" veröffentlicht die Zuschrift eine» Parlamentariers, worin authentisch festgestellt ist, daß Car- not 1886 in der Commission erklärte, er werde in der Kammer den Gesetzentwurf über die Ausgabe der Panama- loose nicht verteidigen, weil dies der Angelegenheit eine Garantie geben hieße, die ihr nicht gegeben werden dürfe. Die Unterschrift Carnots unter den Gesetzentwurf bedeute nur, daß vom finanziellen Gesichtspunkte aus kein Einwand zu erheben sei. — Anstatt Waddington soll Cambon Botschafter in London werden. Depeschen vev Bureau „Herold". 0 Verband deutscher mgsgehilten zu Leiptif tz Geschäftsstellen in Berlin, Mkfurt».«., Königsberg Nürnberg.___L- Gießener Anzeiger Keneral-Mzeiger. ‘as Hönisch. siiisr“ Staa^issecreiär v. Maltzahn-Gültz: Man habe die Vorlagen Calculator-Ardeit genannt. DaS sei kein Dorwmf; denn bei der rein finanziellen Bedeutung der Vorlagen empfehle es sich nicht, grundlegende Aenderungen der Sleue, gesetze damit zu verbinden. Kgl. Württemberg. Gesandter v. Moser tritt den Ausführungen Siegles in Bezug auf die Verhältnisse der Brennerei in Süddeutschland und speciell in Württemberg entgegen. . Abg. Holtz (Rp): Die deutsche Landwirthschaft hat rn den letzten Jahren schwere Schläge erhalten. Die Preise deckten heute nicht die Productionskosten. Die Wirkungen der neuen Handelsverträge ließen sich noch nicht übersehen, aber sie hatten doch große Beunruhigung geschaffen Da die Landwirtschaft Roth leide und etz im Gewerbe nicht vesser stehe, so führe man das aus mangelnde Fürsorge seitens der Regierung zurück. Daraus erkläre sich auch die Opposition gegen die Mtlitärvorlage, die sich in dem Worte: wir können die Last nicht tragen, ausipreche. DieBrennerei sei für die Landwirthschaft von der größten Bedeutung; sie macke unfruchtbare Böden nutzbar und erhalte dem Boden seine Kraft. Die Brennereiindustrte müsse erhalten bleiben. Der Absatz nach Frankreich und Spanien sei verloren. Ohne die Eonttngentirung und i die Steuerdifferenz wäre die Besteuerung eines einzelnen Gewerbes wie der Brennerei unmöglich. Man solle, nachdem sich die Brennerei mit den neuen Verhältnissen einigermaßen abgefunden habe, nicht störend eingreisen. Andernsalls bleibe nur das Monopol. Redner beantragt Verweisung der Vorlage an bte Mtlilärcommrsston. Abg. Frhr. v. Gagen: (Ctr.) hofft, daß der Reichstag niemals | Anträgen zuftimmen werde, durch welche bte Landwirthschaft, die I schon durch die Handelsverträge benachteiligt worden, noch mehr I geschädigt werden würde. I Adg. Wurm (Soc.) wendet sich gegen ben übermäßigen Karioffel- I bau in Deutschland. Die Volksnahrung sei dadurch verschlechtert worden; ohne die Kartoffeln würde mehr Brod gegessen werden. Die Karloff I stopfe den Magen voll, ohne dem Menschen das no hige Quantum Nährstoff zuzuführen. Eine Beschränkung des Kartoffcl- baues infolge Verminderung der Brennerei wurde also nichts schaden. Die B.ennerei trage allerdings zur Verbesserung des Bodens bet; aber davon habe nur der Grundbesitzer Ruhm. Von der Liebesgabe I hätte nur der Großbrenner Vorteil. Die Behauptung, daß die 40 Millionen den Consumenten von Spiritus zu industriellen Zwecken au Gute kämen, finde keinerlei Begründung in dec Preisbildung. Das bestehende Gesetz verschulde, daß die Nahrung der Menschen schlechter fei als die des Rindviehes und der Schweine. Herr v. Stumm unb die Branntweinsteuer seien die bestenAgitaiioren für dteSoctal- demokratie. Durch die Branntweinsteuer werde nicht der Consum eingeschränkt, vielmehr der Arbeiter veranlaß', den Consum anderer Nahrungsmittel etnzusckränken. Einen Rückgang des ConsumS könnten die Brenner auch nicht wünschen, denn dann verdienten sie Berlin, 17. Januar. Der „Berliner Börsencurter' meldet aus St. Petersburg, bei dem Neujahrs Empfang der dortigen Vertreter der auswärtigen Mächte sei die huldvolle Ausnahme, welche der neuernannte deutsche Botschafter, General Werder, seilens des russischen Kaiserpaares gefunden habe, allgemein ausgefallen. Berlin, 16. Januar. Gegen die Wahl Ahlwardts zum Reichstage ist eine große Zahl von Protesten ein- gelaufen. Die Acten werden an bte Wahlprüfungscommtssion überwiesen. Berlin, 16. Januar. Auf Requisition des Munsters v. Berlepsch wurden gestern und heute aus den Kreisen Teltow und Niederbarnim viele Berittene und Fußgendarmen nach Gelsenkirchen beordert. Berlin, 16. Januar. Die Conservativen bereiten einen Antrag zum Etat vor, worin die Regierung aufgefordert wird, im Bau von Secundärbahnen trotz der schlechten Finanzlage im Interesse der Industrie und Landwirthschaft weiter vorzugehen. , ~ Berlin, 16. Januar. Bei der heutigen trauer fei er für Werner Siemens war die Kaiserin Friedrich, die Prinzen Albrecht und Heinrich von Preußen zugegen. Der Kaiser blieb wegen einer Erkältung fern. Saarbrücken, 16. Januar. Die gestrige Versammlung in Bildstock, die von 3000 Bergleuten besucht war, beschloß, weiter zu ft rite n. Heute sind noch 2900 Mann ausständig. Mannheim, 16. Januar. Der vor einigen Monaten nach bedeutenden Unterschlagungen flüchtig gegangene socialiftische Agitator Hänsler wurde heute hier eingeliefert. Mannheim, 16. Januar. Der amtliche Erntebericht für Baden für 1892 bezeichnet die Gesammternte bezüglich des Körnerertrags ziemlich gut bis gut, bezüglich des Strohertrags weniger befriedigend, die Futterernte ungünstig, die Kartoffelernte äußerst gut, die Weinernte an Quantität gering, an Qualität sehr gut. Wien, 17. Januar. Die „Pol. Corr." meldet aus Petersburg, die Verstärkung der Garnisonen im Kiewer Militärbezirk werde auf zwei aus dem Osten herangezogene Divisionen beziffert. Rom, 16. Januar. Das Gehelm-Conststorium wurde ohne politische Allocution eröffnet. Der Papst erwähnte nur das Bifchofsjubifäum, welches er als eine ihm und der Kirche erwiesene Gnade ansehe. Er nannte sodann die 14 neuernannten Cardinäle. Die Allocution erfolgt wahrscheinlich am 19. Januar. London, 17. Januar. Die „Times" berichtet über em Eisenbahnunglück zwischen Matiti und Amfose (am Congo). Ein mit Europäern besetzter Bahnzug stieß mit einem andern, der mit Eingeborenen besetzt war, zusammen. In dem Zuge befand sich ein mit Dynamit beladener chi _ Januar 1"3‘ »•*** S. Kratt 5^*“' Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für ben folgenden Tag erscheinenben Nummer bis Bonn. 10 Uhr. wir ee*** ,6 Fra», 9* aße 6. , eilbergrgenfiLnbr. alte vü»er k. tauft •Die Rothenberger, Neuenweg 22._______ fsehle mich als .chenfrau. ^xau Lchatzardt, Neuen Baue U. uavcs tüchtiges Haus- n wird gesucht. Mäd- iit guten Zeuguiffen sich melden bei Marie von Mn, Vilhelmftraße 16. t ein bi'fM Eugrvs >ch ober iu Vslern ein Lehr- cht. 1 bei bet Erveb. b Bl. 5tfabrene§ DienstEmM wnifftn gegen guten auf ucht. ffrau Herm. Sichntauer, 9Htiefira§t 13,111__ Mittel zur Durchführung der rweiiährigen Dienstzeit ohne lebe . Steuercrhöhung gewinnen; das lW7er Gesetz befördere die lieber- productton, denn es zwinge den Brenner, wenn er Nutzen haben will, über das Eontingent htnauszubrennen. Das Brennereigewerbe ; würde eine ganz andere Entwickelung nehmen, wenn man es stck s"* ^Kgl^bayr. ^Finanzmtnister v. Riedel: Die Bedeutung der Brennerei liege in ihrer Eigenschaft al8 landwirthsckastliches Reben- gewerbe, welches die Fructificirung gewisser armer Böden erst ermögliche. Ein Rückgang des Consums infolge dieser Vorlage sei nicht tu befürchten, wean auch aus anderen Gründen ein solcher Rückgang eintreten könne. Bei jeder Branntweinsteuerreform müsse das volkS- wirtbschaflliche Jntereffe in erster Reihe stehen. Die Contingentirung । sei nothwendig gewesen, um einer verheerenden Wirkung der Steuer , auf das Brennereigewerbe zu begegnen. Das angebliche Geschenk an die Brenner müßte, wenn es existirte, in den Preisen zum Ausdruck kommen, da eS ja nicht aus der Reichskasse gezahlt werde. Das sei aber nicht der Fall. Die Liebesgabe bekomme nicht der Brenner, sondern der Consument (Ah! links) - nur ausreden laßen! - der Industrielle, der steuerfreien ©plrltuS^verbrauche., trinket müsse etwas mehr bezahlen. Einen wesentlichen Vortheil habe das kleine und mittlere Brennereigewerbe von dem Gesetz gehabt. | Die bayrische Brennerei würde der norddeutschen Concurrenz unterlegen sein, wenn das Gesetz nicht Vorsorge getroffen Hütte. Für den Eintritt Süddeutschlands in die Branntweinfteuergemeinschast seien I lediglick politische unb patriotische Interessen maßgebend gewesen, ^in Süddeutschland habe die Brennerei seit 1887 im Vertrauen auf die Stetigkeit der Verhältnisse kostspielige Neueinrichtungen gekosten; wollte man jetzt die Grundlagen des Gesetzes ändern und die Steuerdifferenz beseitigen, so würde man zahlreiche Existenzen vernichten. Die kleineren und mittleren Brennereien würden zu Grunde gehen, das Großcapital würde sich dieses Gewerbes bemächtigen und bk übrig bleibenden Sieger in dem Concurrenzkampfe würden sich durch I Dictirung höherer Preise schadlos halten für die Kosten des 23er- nichtungtzkampses. Er bitte, an den Grundlagen des Branntweinsteuergesetzes nicht zu rütteln, wenigstens so lange nicht, „als etwas I Besseres nicht gefunden sei, unb er bitte, diese Vorlage möglichst un- Waggon, auf dem 154 Kisten mit Dynamit und 82 Tonnen Pulver lagerten. Die Waggons wurden vollständig zerstört, die Leichname größtentheils in Fetzen gerissen, der.einzige anwesende Arzt wurde schwer verwundet, 4 Europäer und 46 Schwarze sind tobt. Die Zahl der Verwundeten ist noch nicht festqestellt. Brüssel, 17. Januar. Die Kohlenpreise steigen infolge des Strikes in Deutschland. Große deutsche Firmen schlossen bedeutende Lieferungscontracte mit belgischen Gruben ab. Paris, 17. Januar. Lesfeps, Cottu und Fonteue bestritten bei der Vernehmung Beziehungen zu Vertretern fremder Mächte gehabt zu haben. Paris, 17. Januar. Gegen Cornelius Herz ist das Strafverfahren eingeleitet- er wird behördlicherseits verfolgt. Seine Auslieferung ist zweifellos, da das gegen ihn vorliegende Beweismaterial, wonach er sich gemeiner Verbrechen schuldig gemacht hat, erdrückend ist. — Die „Cocarbe" behauptet, Ribot habe sich mit Ferry versöhnt, um den Panama-Scandal zu beenden. Sie kündigt an, es würden sich innerhalb 48 Stunden ernste Ereignisse vollziehen. Paris, 16. Januar. Der deutsche Journalist Richard Alt wurde heute Nacht verhaftet und sofort an die Grenze abgeflihrt. Paris, 16. Januar. Die Regierung bereitete einen Gesetzentwurf vor, nach welchem das Preßgesetz derart ab- geändert werden soll, daß die Verbreitung falscher Nachrichten über auswärtige Mächte und deren Vertreter bestraft werden kann. Fünf auswärtige Correspondenten wurden ausgewtesen, darunter ein Deutscher Namens Wedel. Paris, 16. Januar. Eine Versammlung von Actionären und Obligationsinhabern der Panama-Gesellschaft, welche gestern in der Salle Vauxhall stattfand, beschloß die Bildung einer neuen Gesellschaft mit einem Capital von 150 Millionen und die Wiederaufnahme der Canalarbeiten. Paris, 16. Januar. Ein deutscher Bankier wurde in Puteaux als der Spionage verdächtig verhaftet. Derselbe soll angeblich Berichte über die Waffenfabrik in Puteaux nach Deutschland gesandt haben. totale» und ^provinzieller, Gießen, 17. Januar 1893. — Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordneten Donnerstag den 19. Januar 1893, Nachmittag- 4 Uhr pünktlich: 1. Erbauung eines Feuerlöschgeräthe» magazins und von Marktlauben. 2. Errichtung einer Ver- binduugsstraße vom Brande nach dem Lindenplatz. 3. Erbauung eines zweiien Stockwerkes auf das Nebengebäude des Bürgermeistereigebäudes. 4. Voranschlag für die bauliche Unterhaltung, sowie für außerordentliche Bauten und Anschaffungen in der höheren und erweiterten Mädchenschule. 5. Voranschlag für die bauliche Unterhaltung und für außerordentliche Anschaffungen in der Realschule und dem Realgymnasium. 6. Voranschlag für die bauliche Unterhaltung und für außerordentliche Ausführungen in der Stadtmädchenschule. 7. Den Feldweg in der Lichtenau. 8. Baugesuch des Gottlieb Nauheimer für die Bleichstraße. 9. Baugesuch des Kaspar Heiuzerling für den Schiffenbergerweg. 10. Die Ausführung der Ortsfeuerlöschordnung. 11. Gesuch des Oberhessischen Geschichtsvereins um Gewährung eines Jahresbeitrags. 12. Gesuch desselben um photographische Aufnahme von alten Häusern und Straßenzügen. 13. Die Durchführung des Reichsgesetzes über die Gewerbegerichte; hier Erlaß eines OrtsstatutS. — Aus der Garnison. Major und Bataillons-Com- mandeur Buchholz vom Infanterie Regiment Kaiser Wilhelm ist in Genehmigung seines Abschiedsgesuches mit der gesetzlichen Pension und der Erlaubniß zum Tragen der RegimentS- Uniform mit den bestimmungsmäßigen Abzeichen zur Disposition gestellt, Major von Kurnatowski zum Bataillons-Corn« maudeur ernannt, der aggregirte Major Hiepe in das Regiment wieder einrangiert worden. — Der Unteroffizier Biermann wurde zum Portepeefähnrich befördert. — Die Reichsbank setzte heute ihren officiellen Diskontsatz auf 3pCt. — Theater. „Der russische Kriegsplan", historisches Jntriguenstück von Dr. Julius Werther. Der Autor hat m seinem vieracligen Schauspiel ein Werk von dauerndem Werthe geschaffen. Eine geistvolle, poetische Sprache verbindet sich mit einer Handlung, die ebenso logisch gegliedert, wie dramatisch wirkungsvoll ist. Es ist dies Letztere ein Verdienst, das um so höher angeschlagen werden muß, da der Connex mit der historischen Wahrheit nicht enger gedacht werden kann. Während unter solchen Umständen selbst bet anerkannt tüchtigen Bühnenschriflstellern wohl die Sprache zu ihrem Rechte kommt, wird sehr ost die Handlung darüber vernachlässigt, so daß der Beschauer durch endlose Dialoge mehr ermüdet denn angeregt wird. Werther hat es verstanden, trotz der innigen Anlehnung an den geschichtlichen Hergang ein abwechslungsreiches und äußerst lebendiges Bild auf die Bühne zu bringen. Der Inhalt behandelt die Art und Weise, wie der russische Abgesandte, Oberst Tschernischew, im Jahre 1812 den Plan zu Napoleons großem Feldzug nach Rußland aus dem französischen KriegSministerium entwendete. Diesen listigen und verschlagenen, geistig jedoch hochbedeutenden Russen wußte unser Gast, Herr Wilhelm von Hoxar, mit der ganzen Eigenart seines Charakters wirklich klassisch zu verkörpern. Die Rolle birgt ganz immense Schwierigkeiten- denn wird sie zu optimistisch aufgesaßt, so entspricht sie weder der Intention des Autors, noch der geschichtlichen Wahrheit- wird sie hingegen zu sehr nach dem anderen Extrem hin urgirt, so wirkt sie unsympathisch und erfüllt auch so nicht ihren Zweck. Auf der Schneide des RasirmesserS möchte man fast sagen, bewegte sich der Künstler den ganzen Abend, und wußte sowohl durch sein höchst angenehmes Organ, wie durch fein vollendetes Spiel die Zuschauer zu wiederholtem Beifall hinzureißen. Ihm zur Seite stand Fraulein Brünner (Laura), die sich ihrer Rolle in geradezu vorzüglicher Weise entledigte. Eine Figur von liebenswürdiger Grazie war Fräulein C o p p 6 als Ernestine. Ihr Partner, Herr Stückel (Seltow), gefiel uns Anfangs weniger, weil er zu lebhaft war; erst im vorletzten Acte erreichte der Künstler den Höhe punkt seiner Aufgabe und verfehlte voi da ab seinen Eindruck nicht. Auch Herr Martienfen (Sawary) bot eine recht tüchtige Leistung; mit viel Geschick markirte er jenen Franzosen, der unverschämt ist, wenn er sich überlegen glaubt, der aber gefügig wird wie ein Lamm, wenn er sich beherrscht weiß. Die anderen Mitwirkenden befriedigten uns weniger; doch konnten sie dem trefflichen Gelingen des Ganzen keinen Eintrag thun. — Zum Schluß sei uns noch eine Bemerkung gestattet. Wir waren geradezu verblüfft über die erschreckende Leere im Zuschauerraum - was soll man dazu sagen, wenn bei der Anwesenheit eines Gastes, wie Herrn von Hoxar, solche Häuser zu finden sind? Muß da die Direction nicht den Muth verlieren? Z. — Eine Reise in das Moselthal — welche diese Woche im Kaiser-Panorama, Bahnhofstraße, ausgestellt ist — wird von Vielen mit Recht einer solchen am Rhein fast gleich gestellt. Zwar ist der Rhein gewaltiger und größer, aber in der Romantik der oft nahe zusammendrängenden herrlichen Ufer kann eS die Mosel, wenigstens in ihrem Lauf von Bern- kastel bis Cochem, mit dem Rhein wohl aufnehmen. Wenige Flußthäler gibt es, die in so engem Rahmen eine solche Fülle eigenartiger Bilder bieten, wo Schwermuth und Lächeln sich so wunderlich durchdringen, wie im Moselland. — Wer auf bequeme und billige Art die Schönheiten des Moselthals kennen lernen will, der versäume nicht, das Panorama zu be suchen - er wird es nicht bereuen und uns dankbar sein, darauf aufmerksam gemacht zu haben. — Verhaftet wurde gestern ein hiesiger Commis wegen einer in der Nacht vom 14. zum 15. Januar begangenen Körperverletzung und heute Morgen ein weiterer junger Mensch ebenfalls wegen Körperverletzung. Darmstadt, 16. Januar 1893. Mit Bezug auf § 11 *) des Gesetzes über die Presse vom 7. Mai 1874 ersuche ich die Redaction ergebenst, die in der Nr. 11 des „Gießener Anzeigers" vom 13. d. Mts. unter der Aufschrift: „Für junge Damen" enthaltene Mittheilung über die Anstellung von Damen im Telephon« dienste gefälligst dahin berichtigen zu wollen, daß innerhalb des Bezirks der Ober-Postdireclion in Darmstadt die Beschäftigung weiblicher Personen im Fernsprechdicnste zur Zeit nicht beabsichtigt wird. Der Kaiserliche Ober-Postblrector. Clavel. * ) Warum S 11? — Wir hätten uns auch ohne Bezug hierauf zur Aumahme verstanden, abgesehen davon, daß die Anwendung des belr. Paragraphen gar nicht hier am Platze ist. Red. Bon der Rabenau, 10. Januar. Vorige Woche leistete sich ein Einwohner eines Dorfes der Rabenau ein nettes Späßchen. Er ging nach Grünberg und nahm aus der dortigen Vorschußkasse als Vormund für einen Minderjährigen 900 Mark in Empfang. Er erreichte auch glücklich die Heimath wieder, statt aber in seine Wohnung zu gehen, kehrte er noch einmal in eine Wirthschaft ein. Dann erst begab er sich nach Hause, brachte sein Geld hinter Schloß und Riegel und wollte sich umkleiden. Dabei kam ihm plötzlich das Geld wieder in den Sinn und er suchte in allen Taschen nach der schon in Sicherheit befindlichen Summe. Aber alles Suchen war umsonst, in erregter Stimmung eilte er wieder in die vorhin verlassene Wirthschaft und gab den Anwesenden Kenntniß von dem Verlust. Unglücklicherweise befanden sich während seines ersten Aufenthalts in besagter Wirthschaft auch zwei Handwerksburschen darin, und nun waren natürlich die Gesellen, die sich inzwischen entfernt hatten, die Diebe. Sofort wurde in den anderen Wirtschaften recherchirt, und fand man zwar einen der armen Tropfe wieder, aber die Hauptsache, das Geld, fehlte. Nun mußte der andere der Dieb sein, und es ging auf die Suche nach ihm. Allein keine Spur war von diesem zu finden. Wie sich andern Tages herausstellte, hatte er sich in einen Viehstall verkrochen und sich der Nachtruhe überlassen. Jetzt war guter Rath theuer. Rasch entschlossen nahm er sich einen Begleiter, und nun gings nach Grünberg zu, hoffend, noch unterwegs des Diebes habhaft zu werden. Dort angekommen, wird die Herberge revidirt, aber alles umsonst, das Geld war und blieb verschwunden. Auch die Gendarmerie in Grünberg wird von dem Diebstahl benachrichtigt. Da die Tour nach Grünberg begreiflicherweise sehr ermüdend gewesen war, so wurde ein Wagen accorbirt, der beide um Mitternacht glücklich nach Hause bringt. Sorgenvoll verstreicht für den Verlierer eine Stunde der Nacht nach der andern und bekümmerten Herzens begiebt er sich andern Tags wieder auf die Suche. Und, o Wunder, beim Oeffnen feines Tischkastens liegen die 900 Mark vor seinen sich weit öffnenden Augen. Für den Spott brauchte er nun nicht mehr zu sorgen. Wahrscheinlich nimmt er sich aber diese Sache für immer ad notam. Gr. Anz. A Son der Ohm, 16. Januar. Seit dem Winter 1879 haben wir eine gleich grimmige Kälte wie gegenwärtig nicht wieder zu verzeichnen gehabt. Heute Nacht, die kälteste bis jetzt, sank das Thermometer auf — 20 Grad R; noch in den Morgenstunden stand baß Thermometer auf 18 Grad unter Null. Die Mühlgräben, bic nur Quellwasser führen, sind trotzdem eingefroren; der Betrieb der Wassermühlen ist gänzlich eingestellt. Alle Arbeit im Freien ruht, auch bie Holzmacher vermögen im Walde nicht mehr zu arbeiten. Der Schnee liegt fußhoch, in den Hohlwegen aber, darein ihn ein schneidender Nordwind gefegt, meterhoch. Gestern war vielfach bie Passage gehemmt, ja Fuhrwerke blieben im liefen Schnee stecken und mußten herauSgeschippt werden. Vielfach mußte gestern, obgleich am Sonntag, geschippt werben. In größter Noth beftnben sich bie armen Vögel unb bad Wild. Eine Unmenge Heizmaterial verschlingt biefe sibirische Kälte - selbst am Tage sinb die Fenster nicht eisfrei in den Wohnstuben zu bekommen. Die Holzvorrathe sind bedenklich zusammengeschrumpst. Ebenso bedingt diese fürchterliche Kälte eine größere Menge an Futter für baß Sieb. Waß sagen denn unsere Erika-Prophezeiher zu diesem „gelinden" Winter? — Den Bienenzüchtern mochten wir empfehlen, ihre Völker gut gegen die Kälte zu verwahren, sonst ist daß Eingehen vieler derselben sicher zu erwarten, weil eben die Kälte viel zu groß. Darmstadt, 15. Januar. Auf Anregung deß Regierungß- rathes Dr. Hesse, deß Leiterß der hessischen Centralstelle für die Gewerbe, beschloß der hiesige Ortßgewerbeverein die Wahl einer Commission, bic ben Projecten über Errich tung von Hanbwerker- ober Gcwerbekammern näher treten soll. Daß Ergebmß ber Berathungcn soll burch bie Centralstelle ber Regierung unb ben hessischen Reichstags» abgeorbneten übergeben werben. A Mainz, 16. Januar. Daß 11. Deutsche Bunbeß- schießen findet aller Wahrscheinlichkeit nach in diesem Jahre nicht statt. In Rücksicht auf baß erneute Auftreten ber Cholera in Hamburg unb anberen Stäbten, sowie nach ben bei ben maßgebenben auswärtigen GesunbheitSbehörben eingegangenen Erkundigungen erachtet ber geschäftsführenbe Ausschuß in seiner Mehrheit, baß es ben Garantiezeichnern unb ber Schützengesellschaft gegenüber nicht zu verantworten wäre, bie nicht mehr aufschiebbaren Vorbereitungen für ein Fest weiter zu betreiben, baß unter Umstänben behörbUch verboten würbe. Daß Fest soll daher nach ber Ansicht beß geschäftßführenben Außschusfeß auf daß nächste Jahr verschoben werben unb hat ber letztere bie Zeichner beß Garantie fonbS auf den 19. I. Mtß. zu einer Besprechung eingelaben, um benselben Gelegenheit zu geben, ihre Ansicht über bie Abhaltung beß Fest eß zu äußern. Wie wir büren, ist die Mehrheit ber Garantiefondszeichner für eine Verlegung beß Festes in bas Jahr 1894. — Nach den biß zum Abend hier eingelaufenen Nachrichten hat sich bas Rheineiß etwas unterhalb Biebrich festgestellt. Bei merklich steigendem Wasser führt der Rhein am heutigen Abend hier nur ver- hältnißmäßig wenig Eis mit, was darauf zurückzuführen, daß oberhalb bei Nackenheim ber Rhein sich gleichfalls gestellt hat. Der rechtsseitige Rheinfttvm an ber PeterSaue ist bereits zugefroren, beSgleichen hat sich daß Eiß zwischen dem diesseitigen Ufer unb dem ersten Brückenpfeiler festgesetzt. Die Trajectboote zwischen hier unb Kastel fahren, boch dürsten sie morgen wohl ihre Fahrten einstellen müssen. Mainz, 17. Januar. (Privatdepesche.) Der Rhein hat sich in verflossener Nacht hier f e ft g e ft e 111. vermischtes. ♦ Nach ber Zeitschrift „Der Bergbau" betrug bie Kohleneinfnhr beß Deutschen Reicheß in Metercentnern (ä 100 Kgr.): Im Ganzen AuS Oesterreich Ungarn 1890 1891 1890 1891 Braunkohlen 65064040 68055811 65063103 68055246 Coaks 3512578 3187982 159130 174031 Steinkohlen 41645380 50328262 5326251 5491304 Brikettes 410092 1075570 174291 199177 Die Ausfuhr bagegen betrug in Metercentnern: Im Ganzen Nach Oesterreich-Ungarn 1890 1891 1890 1891 Braunkohlen 185810 172853 141465 153845 Coaks 10747549 13542979 2883880 2703095 Steinkohlen 91451870 95364342 32948190 36516395 Brikettes 931188 1301229 16366 6127 Im Gesammtquantum ber hier aufgeführten Brennmaterialien hat sich bie Einfuhr gegen 1890 um rund 12 Millionen Metercentner, bie Ausfuhr um runb 7 Millionen Metercentner erhöht. Das Mehr ber E'nfuhr beträgt bei Braunkohlen 2991 771, bei Steinkohlen 8682882, bei Brikettes 665 478 Mctr. In Coaks allein zeigt sich eine Minbereinfuhr von 324 596 Mctr. Die Mehrausfuhr beläuft sich bei Coaks auf 2 795 430, bei Steinkohlen auf 3 912 472, bei Brikettes auf 370041 Mctr. Eine MinberauSfuhr ver» zeichyen bloß Braunkohlen mit 12 957 Mctr. Für ben Hanbelsverkehr mit Oesterreich-Ungarn wäre befonberß hervor- zuheben bie starke Zunahme ber Einfuhr von Braunkohlen nach Demschlanb unb zwar um 2 992 143 Mctr.- ferner ber Einfuhr vofi Steinkohlen nach Oesterreich«Ungarn um 3 568205 Mctr. Der Verkauf beutscher Braunkohlen und Brikettes erhält sich in stetiger Znnahme, baß ausländische Product auch im Jahre 1891 um mehr als daß dreifache überflügelnd. Gegen 1880 ist bie inländische Braunkohlenzufuhr von 153800 Tonnen auf 590000 Tonnen (um 284 Procent) gestiegen, während die Zufuhr böhmischer Braunkohle, welche im Jahre 1880 der inländischen gleich- stand (153975 Tonnen), nur auf 187 800 Tonnen (um 22 Procent) gewachsen ist. Die Gesammtzufuhr von Stein« und Braunkohlen blieb im Jahre 1891 mit 3132 Tonnen gegen diejenige beß Vorjahres zurück. ♦ Essen, 15. Januar. Durch bie anläßlich beß Auß- ftanbeß im Stabt- unb Landkreis vorgekommcnen zahlreichen Verhaftungen war baß hiesige Gerichtßgesängmß schließlich so überfüllt, baß heute bereits eine größere Anzahl von Gefangenen nach auswärtigen Gefängnissen gebracht werben mußte. In ber nächsten Woche wirb abermals eine solche lleberfübrung erfolgen. * Bochum, 16. Januar. Auf der Zeche „Hannover* waren zwei Männer verschüttet. Nach achtzehnstündiger Thätigkcit wurden beide lebend unb unverletzt zu Tage gefördert. [239]. 'ies. Ast. grobkörnigen H4291 199177 570 622] gerne blank sieht zuholen Afterweg 40, 4. Stock. Chemisch - Verdingung 893/94: circa 12 850 99^ 225 // die Anfuhr der Steinkohlen ittet. b« Vit Reiches in Mercentnrrn 368 106 322 40 330 900 kg Petroleum, cbm Brennholz, Haarbesen, Piassavabesen, Besenstiele, kg weiße Seife, kg grüne Seife, kg kryst. Soda, // H sowie Vorzügliche Tischweine ♦ Reine Naturweine# Italiener Rothwein (Barletta) Ungsteiner (Weisswein) . . . Zeltinger (Moselwein) .... Aechten Bordeaux-Medoc . . — Frostbeulen, Frostballen rote alle Hautleiden soll man nur mit __________________________ Verkehr, Land- und Volkswirthschaft. ♦teste«, 17. Januar. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter pr. Md. A 0.85—1,00, Hühnereier per Stück 8—9 X 2 Stück — H. Käse pr. St. 6-10 X Käsematte pr. St. 3 X Erbten vr. Utter 24 X Linsen pr. Liter 30 X Tauben pr. Paar X 0,60-0,80, Hübner pr. Stück X 0,85—1.20, Hahnen pr. St- X 0,9)—1,60, Enten pr. St- X 1,50 bis 1,70, Ocbsevfleisch pt. Md 65—72 H, Kuh- und Rindfleisch pr. Md. 50—56 H, Schroeine- ,letsch pr. Pfd. 60-70 X Kalbfleisch pr. Pfd. 40 -50 X Hammelfleisch pr. Pfd. 40 - 70 X Kartoffeln pr. 100 Kilo 4,00-0,00 X, Weißkraut pr Stück 5—12 A, Zwiebeln pr. Centner 8,00—8,50 X, Milch pr. Liter 12—18 X Gänse pr. Pfd. 48—64 X Welsche 9-10 X 612 Das Preiswurdigste Buxkin. Stoff für einen ganzen Anzug zu Mt. 5.85, Buxktn« Stoff für einen ganzen Avzng zu Mk. 7.95, dlrect an ^ehttmann d >rw bas Bux)-n Fubrik-Depot Oettinger & Co., Frankfurt a. M. Muster fofoit franco. Nlchipassendes wird zurückgenommen. * Wien, 16. Januar. In Jessenitz (Bezirk Königgrätz) ist eine Zigeunerfamilie von 16 köpfen er fr o ren^sämmt- liche Personen waren tobt. ♦ Altrömische Kochkunst. Ein gelehrter Gastwinh ist Herr Rudolf Neubauer in Lmz, der dieser Tage im dortigen Rathhaussaale einen interessanten Vortrag über altrömische Kochkunst hielt. Er gab zunächst eine einleitende Uebersicht über Küche und Kochschulen der alten Römer, besprach dann die verschiedenen Fisch- und Fleischsorten, Geflügel, Gemüse und Cerealien. Interessant war die Beschreibung der Anlage vou Fischteichen und Vogelhäusern, in denen die Mästung und Zucht staitfand. Dann entwarf Neubauer ein anschau- l-ches Bild der lucullischen Zeit, hier die Dichter jener Zeit, svecieü Horaz :c., in Citaten erwähnend. Besonders berühmte Köche entstammten zur Zeit des Augustus und Tiberius der Familie Apicius. Der Vortragende erwähnte ferner der Schlemmereien zur Zeit des Kaisers Vitellius, die Schriftsteller ctronius und Makrobius, hier das Gastmahl des Trimalchio berührend, und gab schließlich einen Ueberblick über die in jener Zeit gebrauchten Kochgeräthe und den Tafelluxus betreffenden Einrichtungen u. s. w. Erwähnenswerth ist, daß ■ H jener Zeit z. B. ein guter Fisch im Gewichte von 4 Kilo etma 800 Mark nach unserem Geld kostete, und daß bei einem Gastmahle eine Zwischenspeise aus Singvögelzungen aufgetragen wurde, deren Preis die hübsche Summe von über 20 000 Mk. betrug. ♦ Die Auswanderung übet Antwerpen betrug im Jahre 1892 insgesammt 42,056 Personen mit direkten Dampfern. Hiervon gingen 40,343 nach den Vereinigten Staaten mit Dampfern der Red Star Linie, 378 nach Südamerika mit Dampfern des Norddeutschen Lloyd, 850 nach Australien, 423 nach Canada, 62 nach verschiedenen Bestimmungen. — Indirect über England reiften 3118 Auswanderer. Bausttel und feine Dimensionen ausgefallen ist. Es ist ein viereckiges, stallartigls Gebäude mit sehr bünnen Außenwä den unb einem flachen Dach, bas Ganze von der G öße eines mäh'gen Zimmers. Dieter Raum bietet Sitzplätze für 16 Personen,_ ebenloo ele tönnen bichtgedränqt sich stehend aufbalten, lagen wir höchstens 40, die ein dürftiges Unterkommen finden. Nun steiaen aber täglich mit dem ersten Fiühzuge nach Gießen 70 bis 80 Personen ein; die Hälfte derselben muß sich bis zum Emin ff m des Zuges im Freien aufballen und bas bei 10 bis 14 Grab Kälte unb bei jedem Unwetter. Darunter sind oft schulpflichtige Stinber, welche die höheren schulen in Gießen besuchen. Den g'ößeen Theil der Fahrgäste bilden Arbeiter, die in der nahen Stabt ihr B ob oerbienen. Hierzu kommt noch ein weiterer Uebelftanb. Die Fahrkarten müssen in dem etwa hundert Schritte abseits liegenden Bahnwärterhäuschen geholt werben. Zur Nachtzeit ist dies mit einigen Schwierigkeiten verbunden, da es an jeder Beleuchtung mangelt. Wiederholt ist es vorgekommen, baß Reisende den Pfad habet ver fehlten und auf den Bahndamm hinunterstürzten, — eine nicht ungefährliche Sache. , Diese Zustände erfordern dringend der Abhilfe. ES wird sich leicht eine Erweiterung des „Warteraums", verbunden mit einer Billetausgabe, Herstellen lassen. Noch richtiger wäre im Hinblick auf den starken Verkehr die Errichtung eines ordentlichen Stations- Hauses und die Einrichtung der Güterverladung, die bis letzt völlig mangelt. r., _ , r- Wir behalten uns vor, gelegentlich wieder auf Die Sache zuruck- zukommen. Eingesandt. Aus dem «reife Gieße«, 16. Januar 1893. Die Haltestelle Schiffenberg hat einen regen Personenverkehr, vielleicht den bedeutendsten auf der ganzen Strecke Gießen-Gelnhausen, von den Endstationen abgesehen. Drei volkreiche Orte, Watzenborn, Steinberg, Raufen, unb Grüningen mit einer Bevölkerung von zusammen 26-2700 Seelen, sinb für ihren lebhaften Verkehr mit Gießen aus diele Stelle angewiesen. Nun befindet sich hier ein ,Warteraum", her wohl schon manchem Wanderer durch seinen Einfrieren der Wasserleitungen betr. Trotz unserer öfters empfohlenen Vorkehrungen gegen das Einfrieren der Wasserleitungen werden uns immer wieder Fälle bekannt, wo zum Schutze der Haus- ivasserleitungen, insbesondere aber der Wassermesser gar nichts geschieht: namentlich treffen wir bei strenger Kälte offen gelassene, oder mcht verwahrte, undichte Kellerfenster an, welche das Einfrieren der Wassermesser und der anschließenden Ein- und Ausgangsleitungen zur Folge baden. — Die Wassermesser selbst sind während des Winters mit Säcken, Packstroh oder ähnlichen Schutzmitteln zu umkleiden, welche Vorsichtsmaßregel wir leider vielfach unbeachtet finden, es fei deshalb auch hier daran erinnert, daß die Herstellung ungenügend verwahrter Wassermeffer auf Kosten der Hausbesitzer erfolgt. — Bezüglich Aufthauens eingefrorener Leitungen und Wassermeffer muß stets sofortige Abhilfe veranlaßt werden, um größeren Beschädigungen durch Auffrieren der Leitungen und hierdurch verur- sachten Ueberschwemmungen u. s. w. vorzubeugen; das Abwarten des Auf- chauenS von selbst — wie uns ebenfalls Fälle bekannt geworden — ist llttiverfifäfs - Nachrichten. Marburg, 13. Januar. Der außerordentliche Professor iUesanber Leist aus Göttingen, früher Privatdocent dahier, ist als außerordentlicher Professor der juristischen Facultät vom 1. April ab hierher versetzt worden. Königsberg, 14. Januar. Zum Rector der Universität für bas Studienjahr 1893/94 ist Professor Gareis gewählt worden. ar Tuche u. Buckskins »c Die Frühjahrs-Collection enthält die einfachsten, sowie die feinsten Genres in reichhaltigstem Sortiment, so daß wir nunmehr in der Lage sind, auch in diesen Artikeln den weitgehendsten Ansprüchen unserer geehrten Kundschaft genügen zu können. NB. Mastsachen fertigen unter Garantie guten Sitzens in kürzester Zeit an. Giesten, Marktplatz 10. Aug. Montanus Nachf (Inhaber R. M. Jmheuser). Grünberg, 12. Januar. Erfreulicherweise ist im vergangenen Jahre eine beträchtliche Zunahme der Frequenz des hiesigen Fruchtmarktes gegen dasVorjahr zu verzeichnen. Ganz besonder« staik besucht wu'den die Wochenmärkte im Spätherbst. — Wenn auch jetzt die Fruchthändler bis in die abgelegensten Orte kommen, um die Früchte auszukaufen, so ziehen es doch viele Landwirthe vor, ihre Getreidevorräibe zu Markt zu bringen. Es bietet ihnen nämlich diese Art des BerkausS einen sehr ins Gewicht fallenden Dortheil. Der erlöste B trag wird sofort ausbezahlt und bekanntlich ist baares Geld, zumal im Spätherbst, wenn Martini vor der Tbüre, bei vielen Landwirthen ein gesuchter Artikel. Außerdem benutzen viele Landbewohner gerne einmal die Gelegenheit, in die Stabt zu fahren, um sich hort zugleich mit verschiebenen Lebensbedürfnissen zu versehen und dies ganz besonders im Winter, wenn die dadurch verursachte Zeitversäumniß bei ihnen kaum in Betracht kommt. D. Zlg. Aus Oesterreich UngM II 1890 1891 )811 65063103 6805524t '982 159130 174031 262 5326251 5491304 verwende [599 Boehms „SAfOKIA“. empfiehlt [189] Emil Orbig. q in Metercentnern: Nach Oesterreich-Ungarn H 1890 1891 853 141465 153845 979 2883880 2703095 342 32948190 36516395 l229 16366 6127 Joh. Wilh. Fuchs Frankfurt a. M., Römerberg 38 empfiehlt Kinderwagen in großer Auswahl zu billigen Preisen empfiehlt [183 Adam Heß, Sattler. । «g» LnuuuawHiinu iür.Alfr. Gabriel! t Giessen T Telephon 88. * [26] Literatur unb Artnft. - Der Rheinfall bei bengalischer Beleuchtung. Mystischer Räuber umg ebl die Stätte des gewaltigen Naturwunders zur Nachtzeit, wenn nicht Menschenhände Helles Licht darüber verbreiten. E>ne Darstcllung der bengalischen Beleuchtung des Rheinfalls bringt das soeben «richtenene erste Heft der neuen Salon - Heft - Ausgabe von »Zur Guten Stunde- (Berlin W. 57, Deutsches Verlagshaus Bong & (So.). Das effictoolle malerische Bild gehört zu dem Aufsätze A.Bertschens: Schaffhausen und der Rheinfall, zu dem Fried r. Stahl einen reichen Bilder schmuck gegeben hat. Ein zweiter Artckel „Die Balletschule" von Paul Dobert ist ebenfalls mit srövttchen Bildern illustrirt, die in buntfarbiger Ausführung allerliebst aussehen. H. Binde hat die kleinen Ballcrinen in spe so anmuthig und zierlich dargestellt, daß man völlig vergißt, welche schwere Arbeit nothwendig ist, um dieses Resultat zu erzielen. In einem weiteren Artikel schildert die Feder der fiekundtgen Frau Helene Pichler die Späße der Linientaufe. Die Romane des mit einem effectooüen Umschläge versehenen Heftes tragen die Namen Hermann Hetberg und Fedor von Zobelitz; beide Autoren haben in ihren neuen Werken „Fieberndes Blut" und „Die Pflichten gegen sich selbst" die volle Meisterschaft ihres groben Erzählertalents offenbart. Eine sehr spaß'ge und mit drolligen Bildern F. JüttnerS geschmückte Humoreske „Die Hofen des Herrn von Werdau" von Wolfgang Kirchbach wird den Leser höchlichst belustigen. A. O. jtlaufomann bringt ferner noch ein Bild aus dem Leben eines Kriminal- beamien, „Der Pfropfenzieher" betitelt. Reicher Btlderschmuck fesselt das Auge auch deS verwöhntesten Kunstfreundes. Die Buntbilder Das Diner des Herrn Oberlieutenant" von A. v. Stein, „Lieder ohne Worte" wetteifern mit guten Holzschnitten hervorragender Künstler. Die Gratisbeilage von „Zur Guten Stunde", die Jllu- fhtrte Elassiker Bibliothek" enthalt den Anfang der Veröffentlichung von Uhlands Dichtungen; die Werke dieses großen Dichters werden somit dem Leser völlig kostenfrei geboten. Zieht man im Hinblick auf diese Fülle den Preis von 60 Pfg. pro Heft (jährlich 18 Hefte) in Betracht, so muß man bekennen, daß Aehnliches bisher dem deutschen Lesepublikum noch nicht geboten worden ist. Gut und billig ist hier im wahren Sinne des Wortes vereint Die Lieferungen des Bedarfs für ------ [616 Ein PelzkragenZ gefunden. Gegen Erstattung der Ein- rückungsgebübr abzub. Bahnhofstraße 17. 6u2j Eine Parlyie alte Fenster zu kaufen gesucht. Anton Dietz, Wetzlar. 6Ö9J Spazierst ock gefunden. Ab- vermischte Anzeigen. 624] Vorige Woche verlor ein armes Dienstm. in der Bahnhofstr- ein braunes gehäkeltes Halstuch Der ehrliche Finder wird gebeten, dasselbe gegen gute!9elol): nung abzugeben Bahnhofstraße 42. Die Weine sind in Fässchen von 20. 30 und 50 Liter Inhalt zu haben, welche wieder zurückgenommen werden. [608 Wilh. Wirsig, Handschuh-Fabrik Seltersweg 10 empfiehlt sein Lager echt ziegenlederner Glacö-, Dänischen, Doxcin-, Wild- und allen Arten Stofs-Handschuhen. Anfertigung nach Maass. 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M- 1.- fco. (Doppelbrief) sehr beliebt u. verbreitet. deshalb entschieden verwerflich. Gießen, 16. Januar 1893. Städtisches Gas- und Wasserwerk Gießen. Otto Bergen._________ 596 Schellfische 614] im .Rebstock". MntniWl sür Gas, Petroleum, lUUlUreil Benzin,Dampf Waffer und Eleetricitüt. Arbeitsmaschinen für alle G werbe. — Neu und gebraucht A. Collin, Frankfurt a. M., 611] 4 neue Taubenstraße »Milli — WPIFTiriTlil : y0(|| gjt| |U wklllg achtet man darauf, daß bei Allsten, Aeiserkeit unb Katarrhen d.znflwege die 10331 $. iü. <6ülidj’ldjrn Äettungäftern. MNWWM sich als beste- Haus- und Schutzmittel erwkisen. Nur acht mit obiger Marke. Verkaufsstellen in Gießen bei A. Voigt, Ed. Lind, Fr. Noll, W. Schomber, Heinrich Zell; in Krofdorf bei Heinrich Rinn; in Grünberg bei F. Schott; in Laubach bei L. Heynemann;iin Hungen bei K. Vogt; in Lollar bei A- Zimmermann, Consum- Verein Beutel zu 10 und 20 Pfennig. 184 biet ausgesilhrten Brenn« J #tatn 1890 um r«nb E.um-u°NW!°'°« 10957 gjlctr. öen SKS. ' NS l»'1* « UM« ®t«un*s «"f ‘ °n0L V** :inii dlk ® L^t» 9* 1880 (- : «ui üo« >it T-»"" ..«m di- * d>- ^ts-4 bc lvird 0” , d-l 3'4‘fti«*! a S6«4 « .... ■ . unitti'i1 1 ,tnb u°° netben Sonnabend, 4 Februar 1893, Vormittags 10 Uhr, in unserem Geschäftszimmer verdungen. Garnisonverwaltung in Gießen. Sdkrhesßsiht SisendMe«. Die Lieferung von Betriebs- und Werk- iättemalerialien für die Zeit vom 1. April 1893 biS 1. April 1894 soll vergeben uerben. Lieferungsangebote sind spätestens bis !iim 6. Februar l. I., Vormittags 10 Uhr, versiegelt und mit entsprechender Aufschrift versehen, an uns etnzusenden. Bedingungen nebst Materialien - Ver- zelchniß können gegen Franco-Einsendung von 65 H durch unsere Kanzlet bezogen werden. Gießen, den 12. Januar 1893. IV] Großherzogliche Direction. dehanvein, dessen Wii kung von allen die ihn gebraucht, sehr gelobt a-ub. Erhältlich ä Dose Mk. 1. — in den Apotheken^ 613 *) In Gießen: Pelikanapotheke Myrrhen-Crome tst der patentirte ölige und verdickte Auszug des Myrrenharzes.__ Nichts entstellt das menschliche Antlitz mehr als «nreiuer Teint, Falten, Runzeln, welke Hant. Bei solchen Erscheinungen gelten wir, wenn selbst noch jung, schon für alt und Niemand will an unsere wirkliche Jugend glauben. Will man nicht älter gelten alS man ist, sorge man für geschmeidige, zarte Haut, vermeide ernstlich "lle scharfen, fobabaltigen Waschmittel und gebrauche statt solcher nur Doering* Seife mit der Eule, bte reinste und beste Seife der Wett; bet constantem Gebrauche wird lugerw- frisches Aussehen unsere Ausdauer lohnen. Preis 40 Pfg. [170 Engros-Verkauf : Benner & Krumm, Giessen. Wohnungs-Gesuch. 603] Per April wird eine Wohnung von drei Zimmern nebst Zubehör (womöglich parterre), mitten in der Stadt gesucht. 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Universität« - Musikdirectors Statt besonderer Meldung empfehlen sich Freunden und Bekannten Fräulein Charlotte Schiff Dr. med. A. Hanau Die Beerdigung findet statt: Mittwoch Mittag 1 Uhr. so» Preußische Central - Sodkneredit-AltieMsellschaft in Kerlin. Für obige Gesellschaft vermittelt hypothekarische und Communal । 6061 Eine ordentliche Lauffrau in l den Morgenstunden sofort gebucht. __________«. Hrittz-, Markwloh 6 Cafe Leib. Heute Mittwoch den 18. Januar Mr Miederauftichtnug des Sentschen Reiches: Großes Concert ausgeführt von der Capelle des Jns.-Regts. Kaiser Wilhelm (2. Grobh. Hess. Nr. 116) unter Leitung des Großh. Musikdirectors Herrn C. Krauße. Ansang 8 Uhr. — Bier im Glas. — Entree 30 Pfg. Der Saal ist gut geheizt. [618 als Verlobte. Homburg Januar 1893. 4811 Tüchtig,S Mädchen sucht Stelle für Haus und Küche alsbald Näheres in der Exped d. Bl.________ 623] ein HauSbursche gesucht. ____ «LuSVurg 12. Herrn Adolf Felchner und Mitwirkung des Fräulein Emma Dienstbach au« Frankfurt (Sopran des Fräulein Margarethe Voretzsch aus Halle (Pianoforte) und des durch auswärtige Künstler verstärkten Vereinsorchesters. Gikßmcr Rndkr-Gcscllschaft. I LmdoirWistlichn Mimin Vielfach an uns ergangenen Aufforderungen nach SltZUXl g kommend, haben wir uns entfchlofsen, die bei unserem Donnerstag den IS. Januar, Nachmittags S uyr, XVI. Stiftungsfeste mit so grossem Beifall aufgenvmmene । auf dem Lony'schen Bierkeller. Programm. 1. Ouvertüre z.„Hoim- kehr a. d. Fremde“ v. F Mendelssohn. ttaltL sche Dichtung: „Zm Reiche des Wassers" Mädchen durch Frau Hüttenverger, 600]GelterSweg 52. 2. Reoitativ und Arie ans „Faust“ „ 8. Concert für Piano- forte und Orchester „ 4. Drei Lieder mit Pianofortebegleitg. „ b. „Anitnw-Tanz“ a d. Suite ,Peer Gynt* „ 6. Drei Klavierstücke „ 7. Symphonie Nr. 4 (B-dur) „ L. Spohr R Schumann. IR. Franz R. Schumann van Beethoven am Donnerstag den 18. d. M., Abends 8 Uhr, in Steins Saalbau als WMötigkkils-VttftMiis Edv Griofl. nochmals zur Aufführung zu bringen. Der Reinertrag wird D. Scariaffti und Gunsten der hiesigen Stadtarmen der ffädtischcn Ber- F Chopin waltuugsbehörde überwiesen werden. van Beethoven Eintrittspreise: Eintrittskarten für Nichtmitglieder zu NuMMekiktes Parkett Mk. 1.50. Parkett Mk. 1.—. Mk. 2.50 (Sperrsitz Mk. 3.50), sind in Anbau Dtk. —.50. ! Rarun im «--verkauf bei Herrn Ern.t Baker, Man». bei Herrn Hausverwalter Storck zu er- bürg nnd Herrn Ernst Challier, Rcuenweg. lou mfieeigtem Preise zu hai^n. BOT Programm in nächster Nummer. Im Hinblick auf die Sonntagsruhe findet am Conccrttagc ein Billetverkauf von SVi Uhr Nachmittags ab im Coucert- locale statt. (di5 Der Vorstand. M. C'atz. in Crefeld Seldss- und Semmet-ainuf. Gri"'" I >. ^aditäiucib uou meinenstoiie je-inr Art, r-n . Auswahl von «cnwar-m, weissen und farbigen Seidenstoffen ’s -!.«•« inlliHt: „ Brautkleider**. Billigste Preise. Muster framx Tagesordnung: 1. Geschäftliche Mittheilvngen. 2. Was kostet die Unterhaltung eines Gemeindebullen. 3. Mittheilungm aus der land- und forstwirthschaftlichen Bcrufs- genosienschafl. 579 Der Wovfian*. Coursbericht m E. Wasserschieben, Bankgeschäft. Frankfurter Börse vom 17. Januar 1893. Schlutzcourie 1 Uhr 15 Mtn. 3 p6t. Reich tzanleitz« 3«/g pCt. do. 3 pCt. Preutz. ConfolS 3‘/i pCl. do. 86 25 Koto 86 25 100.80 4 pCt. Ung. Gold-Rente 5 p(5L Ital. Rente 3 p(5.t. Portugiesen 4 vät. Griech. Monovol-Anl 96 50 91 50 221) 55 d» DiSconio-C ommenb.»Äirt6. 181 80 Lomd. 6.18.:Bet. 7b 60 Darmftlbttr Batik-Act. 133 70 Luichtherader 6^L^Act. 389 37 Dresdener Bank-Acr. 139 00 Eldihal-Bahn-Act. 195 00 Nordd. Aovb-Act. 92 50 Gotthard-Lahn-Act. 152.60 Wienei Bankoer.-Acr 99 00 Schweizer Nordost.-B.-Nct. 102 30 Oeft. Sredil-Acr. 268 50 Marn,er 6.-H. Äct. HO In *3taL Mittelweerbahn Bet. 100 50 Mavtenkurgcr 6.-B.-Act. 5» 90 Gelsenf. Bcraw^Scl. 13H 40| i<*r. «önigS-Baurah^Att tenbet'i. test. 95.00 Reichih«'" Tt*. ont 4 o^t. — ffr ö„”? '”1