gierten, J lüg. I™.ton Costii» "Mn $en6Heii iS, Capes 20. nai e„ saeons. M. «M« nach berr dienung. •leibettna^erin '• Etage. blui< **ft bie etji 'Uwaare: usichernb. i Tchloßgaßc M Gies. Letzen von -kleidnvgen, h und böuerb/7- ____ Blicks 3lninjLg> M EM ZM 8^5^- i, sparsamsten et. liitiltiiiiitt tei/a/iM gerben. 81 ad päilktlichtt MM Ml %»|\l yi wvmW Mm'vmychch. n schbnetz fioglhur."- ». Lath, Schanze-- lrlerrrwohnung jir idig, Fikmlsurtin >d«lg»platz öi Sca lorbnhaus an rastz ■ " hen.___________________ gis, 3 Zimmer ritiv zu vermiethen. , «atzschrad. Lv> in Heine? .LoB v le in vermieihen. Selles, in kleines S*'s er sofort zu urrM Sieinftraße ÄSS suvörzÄW^ as ist em Lad« Mmenz.veM- nnetsichs.sed.^ aber f. W# i. Werkst-, C°»d' t u. Puhmchcttl lies. Brauch, h- . nur gutn^ sk. erth.d. Ekp- [9366]^^ n vermlethen- Nr. 271. Der M»|rtgn trj^nxt ttglich, e*t lulnebmt bei Montags. Die Gießener WeetniMifitfei »erben dem Inzeiger »4ch««tl'ch dreimal MtriegU 1893 Erstes Blatt. Freiia« den 17. November Gießener Anzeiger Keneral-Mnzeiger. Gterleljjlßriqer 2 Mark 20 Pjß. *N* Bringerlohn. Durch btt Poft brjogt 2 Mark 50 Plg. Reiachon, LxpeddiE und Druckerei: Kerujprecher 5L Amts- und Anzeigeblutt für den Kreis Gieren. JJ ■■ I ... . . !!■■! URI I _■ rh I ■ - ... „ I . -| ■ ■ । । 7^- ■- .l'MSM Amtlicher. Theil. Gießen, den 15. November 1893. Äetr.. Den Betrieb von beweglichen Dampfkeffeln (Loco- mobllen). Das Grotzherzogliche Kreisamt Gießen »n das Grofth. Polizeiamt Gießen und die Großh. Bürgermeistereien der Landgemeinden. Unter Bezugnahme auf § 16 der allgemeinen polizeilichen Bestimmungen des Reichskanzlers vom 5. August 1890 (Reichsgesetzblatt Nr. 25), sowie auf § 35 der Großherzog« lachen Verordnung vom 30. December 1891 (Regierungsblatt Nr. 1 von 1892), beauftragen wir Sie, in Folge Er- seichens Großh. Prüfungs-Commission für Dampfkessel, das Polizeipersonal anzuweisen, diejenigen Besitzer oder Benutzer von Locomobilen stets zur Anzeige zu bringen, welche bewegliche Dampfkessel betreiben, ohne dieselben in den letzten 12 Monaten einer Revision unterzogen zu haben. In denjenigen Fällen, in welchen seit der letzten Revision mehr als 18 Monate verstrichen sind oder wo die Genehmigungsurkunde rnd das Revisionsbuch nicht sofort vorgelegt werden können, empfehlen wir Ihnen stets die vorläufige Einstellung des Betriebs zu verfügen. v. Gagern. Deutsches Reich. Darmstadt, 15. November. Se. Kgl. Hoheit der Groß- Herzog empfingen heute den Hauptmann Mootz vom 3. Großh. Znfanterie-Regiment (Leib-Regiment) Nr. 117, den Kammer- Lmn Frhrn. v. Biegeleben, den Director des Neuen Gymna- siums zu Darmstadt Nodnagel, den Stadtpfarrer Weidprecht cms Wimpfen, den Pfarrer Heim aus Trais-Horloff, den Bfarrer Römheld aus Groß-Bieberau, den Oberamtsrichter Engel aus Ulrichstein, den Hofschauspieler Sachs- zum Vor- trag den Staatsminister Finger, den Finanzminister Weber, ten Ordenskanzler Generalmajor z. D. v. Herff, den Ober- Eeremonienmeister Geheimerath v. Werner, den Ober-Stall« meister Frhrn. Riedesel zu Eisenbach, den Provinzialdireclor Geheimerath Rothe, den Cabinetsrath Römheld. Berlin, 15. November. In den deutsch-russischen Zollverhandlungen zu Berlin ist jetzt auch die zweite Lesung beendigt worden, es bleibt also nur noch die dritte Lesung übrig. Es verlautet, daß die russischen Delegirten bei der zweiten Lesung einige Zugeständniffe machten, doch soll trotzdem der Unterschied der beiderseitigen Standpunkte noch immer ein großer sein, so daß sich der erstrebte deutsch- russische Handelsvertrag auch jetzt noch völlig in der Schwebe befindet. — Der sächsische Landtag ist am Mittwoch Mittag vom König Albert mittels Thronrede feierlich eröffnet worden. Die Thronrede drückt zunächst den Dank des Monarchen für die ihm anläßlich seines Militärdienst-Jubiläums entgegengebrachten Kundgebungen der Treue und Anhänglichkeit des Volkes aus. Dann gedenkt sie der wirthschaftlichen Lage und betont, deren Aussehen lasse erkennen, daß der bestandene Druck im Weichen begriffen sei und stehe zu hoffen, er werde bald ganz vorübergehen; hoffentlich werde insbesondere bei den der Erhaltung des Friedens dienenden wirthschaftlichen Factoren die Besserung eine nachhaltige sein. | Weiter hebt die Rede die ungünstige Finanzlage des Staates hervor und bezeichnet dieselbe als wesentlich durch das Ver- ' hältniß der Einzelstaaten zum Reiche verursacht. Die Rede ! erklärt dann, eine längere Beibehaltung dieses Verhältniffes ; sei jetzt als unhaltbar anerkannt, und da eine baldige Reform der Reichsfinanzen für nöthig erachtet werde, so lasse sich auch erhoffen, daß die hierauf gerichteten Bestrebungen in nicht zu langer Zeit von Erfolg begleitet sein werden. ’ Ausland. — Der jüngste Feldzug der Franzosen in West« afri ka scheint thatsächlich die völlige Unterwerfung des Königs Bchanzin von Dahomcy unter die französische Herrschaft zur Folge gehabt zu haben. Alle Berichte über den Feldzug bestätigen, daß Behanzin durch denselben gänzlich gedemüthigt worden sei. Ob die Franzosen den dahomeyanischen Herrscher als Vasallen Frankreichs in seiner Stellung belasten oder sein Land einfach zu ihrem westafrikanischen Colonialreiche schlagen werden, ist noch nicht ganz bestimmt. — Vor Melilla Liegen sich die Spanier und die Ka- I bylen nach kurzer Ruhepause erneut in den Haaren, wie der lebhafte und nachdrückliche Angriff der Kabylen auf die spanischen Stellungen in der Nacht vom Montag zum Dienstag bekundete. Offenbar bezeugen die Herren keine große Lust^ der an sie ergangenen Anweisung des marokkanischen Premierministers Mohammed Tous, die Feindseligkeiten einstweilen einzustellen, nachzukommen, was freilich bei dem schwachen Einfluste des Sultans von Marokko auf die wilden Riff« flämme im Norden seines Reiches nicht verwunderlich ist. Die Spanier senden noch immer Verstärkungen nach Nord« afrika, eine ganze Brigade unter dem Obercommando des Generals Ribera wird in diesen Tagen wiederum nach Melilla abgehen. Andererseits wird auch den Riff-Kabylen fortgesetzt Unterstützung zu Theil- so sollen z. B. mehrere der westlich vom Mulia-Flusse ansässigen Stämme den heiligen Krieg gegen die Spanier beschlossen und sich mit den vor Melilla kämpfenden Kabylen vereinigt haben. Neueste Nachrichten. Wolffs telegraphisches Korrespondenz- Bureau. Dresden, 15. November. Das „Dresdener Journal" meldet: Der König ist unter mäßigen Fiebererscheinungen an Bronchialcatarrh erkrankt- er muß das Bett hüten. Hamburg, 15. November. Die Cholerabaracke des Seemannskrankenhauses, woselbst bisher verdächtige Zugereiste behufs Beobachtung internirt gehalten wurden, ist heute amtlich geschlossen, weil sämmtliche Jnternirte entlasten worden sind. Köln, 15. November. In dem bei dem Festesten im Gürzenich anläßlich der Einweihung des neuen Postgebäudes vom Staatssecretär Stephan auf den Kaiser ausgebrachten Toast sagte Herr Stephan u. A.: „Wer das Glück habe, in der Nähe des Monarchen zu weilen, wisse, mit wie scharfem Geist der Kaiser alle zum Wohlstände der Nation führenden Elemente durchdringe. Dazu gehöre auch das Verkehrswesen. Der Kaiser verfolge mit eingehendem Interesse alle Fortschritte. Das sicherste Gewähr für das Gedeihen und die Entwickelung des Handels und Verkehrs sei der Frieden- Alle wissen, mit welcher Weisheit der Kaiser auf die Erhaltung dieses kostbaren Gutes bedacht sei- die Verstärkung der Machtmittel habe nur diesen Zweck- Deutschlands Freunde wüßten, was sie an deutscher Treue und Macht für Helfer haben." Budapest, 15. November. Der Director der Betriebsleitung der ungarischen Staatsbahnen, Ludwig Horvath, Frankfurter Theaterdricf. (Originalbericht für den „Gießener Anzeiger".) (Nachdruck verboten.) KriemhUde, Drama in 5 Auszügen von Wilhelm Meyer. Dr. M. Liegt in dem alten Kriemhildenstoff, wie ihm hx6 mittelhochdeutsche Nibelungengedicht eine für seine Zeit klassische Form gegeben hat, nicht ein Thema von unverwüstlicher poetischer Krast? Kann das Motiv von dem Weibe, daS ihren Gatten an den eigenen Brüdern rächt, nicht auch auf moderne Verhältnisse übertragen werden? Solcher Art sind die Erwägungen, welche sich dem Autor dieses packenden realistischen Dramas, das den poetischen Titel ^Kriernhilde" führt, aufgedrängt haben müffen und die auch uon der Seele des Kritikers Besitz nehmen, der dem eigen« , artigen Stoff näherzutreten beabsichtigt. Obwohl die Aufschrift nun die Reminiscenz an die bekannte deutsche Sagengestalt und die zu ihr in Beziehung stehenden Begebenheiten absichtlich nahe legt, ist Meyers Drama doch ganz aus sich heraus verständlich, da es sich in unserem Verständniß geläufigen Situationen bewegt. Gleich im ersten Acte, der in einem mit Gästen ungestillten Gesellschaftssalon spielt, athmen wir die Luft der haute finance. Ernsthafte Börsengespräche mischen sich mit len Klängen der Walzermelodie und dem lustigen Knallen der Sektpfropfen. Die Menschen, die im Salon Erich Hartoggs (Herr Sarthel) und seiner liebenswürdigen, temperamentvollen (Mtiin Hannah, geb. Gerbrügge (Fräulein Frank) ver- !e8)ren, sind sämmtlich Großkaufleute. Zunächst kommen die 8»üder der Frau, Gustav und Herbert Gerbrügge, in Bedacht. Ersterer (Herr Wallner) ist kühler, sachlich ab- lvmgeuder Geschäftsmann vom Scheitel bis zur Sohle, letzterer (Herr A. Meyer) entschließt sich, nach einem kleinen Uni» vnksitätsbummel, die Schritte wieder zum heimathlichen Iv'mptoir zu lenken, zumal dann der alte Geschäftsführer des .hamses, Brünning (Herr Noll), nicht länger gegen eine Verbindung zwischen seiner Tochter Clärchen (Frl. Eichende rg) und dem jungen Springinsfeld, feinem Chef, Ein- -sprirche erheben will. Der Russe Nicolai Saweljew (Herr Schneider), der für die Frau des Hauses die verbindlichen Artigkeiten des Cavaliers alter Schule bereit hat, ist in erster Linie auch mit den Jntereffen des Geldmarktes beschäftigt. Am wenigsten seiner ursprünglichen Neigung nach wäre es eigentlich Erich Hartogg, der Gastgeber, welcher eher alles andere als Kaufmann hätte werden sollen, der in diesen Beruf nur durch die Traditionen seines Hauses hineingedrängt worden ist. Eine Geschäftskrisis bereitet sich vor, allem Anscheine nach wird Erich empfindlich von dieser betroffen werden, schon in das Fest fallen einige unglückverkündende Telegramme. Hannahs liebreicher Zuspruch, die gerne mit bescheidenen Verhältnissen vorlieb nehmen will, ist nicht im Stande, Erichs tiefe Niedergeschlagenheit zu bannen. Aus einem Gespräch zwischen Gustav Gerbrügge und dem Geschäftsführer Brünning im zweiten Act erfahren wir, daß der Schlag gefallen und Erich Hartogg ruintrt ist. Gleichzeitig wird uns klar, daß der alte Geschäftsführer, der in diesem düsteren Drama so etwas wie die Rolle des „Hagen" vertritt, den Tag, an welchem daS Haus Hartogg seine Zahlungen einstellt, als einen Festtag des Hauses Gerbrügge betrachtet. Die alte Rivalität der beiden mächtigen Handelshäuser hat mit dem Siege deS letzteren geendet. Der Umstand, daß jetzt eine Tochter dieses mit dem Sohne des elfteren vermählt ist, kann den Standpunkt des alten Prin- cipienmenschen Brünning in nichts verrücken. Wie er, denkt auch Gustav Gerbrügge. Als nun Hannah und bald darauf ihr Gatte in tiefer Trostlosigkeit auf dem Bureau der Gerbrügge erscheinen und von den nächsten Anverwandten Hilfe erheischen — da will der ältere, Gustav, den auch bei dem Jammer seiner Schwester, der gebrochenen Haltung Erichs der ruhige, kühle Geschäftssinn feinen Augenblick verläßt, selbstverständlich helfen, d. h. er will der Schwester und dem Schwager die Mittel geben, daß sie ihren Verhältniffen entsprechend leben können, aber es fällt ihm nicht ein, sich mit Summen zu engagiren, die Erich Hartogg in der Geschäftswelt wieder Herstellen können. Vergebens ist Hannahs angstvolles Flehen, vergebens Erichs Erinnerung, daß das, was er verloren, doch die Schwäger gewonnen hätten. Der junge Herbert, der in seinem frischen Enthusiasmus anfänglich unbedingt auf die Seite der Schwester tritt, wird von Gustav und Brünning überstimmt. Erich, der die Rehabilitirung nicht für sich will, sondern für die Hunderte, die sein Sturz mit ins Verderben reißt, jagt sich, als er vergebens vor Gustav Gerbrügge auf die Kniee gesunken, eine Kugel durch den Kopf, Hannah aber spricht an der Leiche des Gatten in den gellenden Tönen der Verzweiflung Fluch und Verwünschung aus über die Söhne ihres Vaters. Der zweite Act zeigt uns die Hauptperson von schwerer Krankheit genesen, die Schritte der Reconvalescentin geleitet und behütet von der liebreichen Schwester TeleSphora (Frau Keller). Der Erste, der Hannah in ihrer Verlassenheit und herben Wittwentrauer liebreich begegnet und ihr gegen ungestüm drängende Gläubiger zur Seite steht, ist der russische Nabob Saweljew. Als Hannah die achtungsvolle Neigung gewahrt, die in der Seele des schon älteren Mannes für sie lebt, bemächtigt sich ihrer blitzartig ein Gedanke, der alle ihre Lebensgeister zu neuer Kraft anspornt- sie braucht nur zu wollen und in Saweljew hält sie die Hand, mit der sie den Gatten rächen kann. Es liegt eine tiefe Wahrheit darin, daß auch jetzt, wie ehedem in grauer Vorzeit, das Weib sich Recht und Sühne nur dadurch verschaffen kann, daß sie die Kräfte eines Mannes in Bewegung zu setzen versteht. Saweljew, obwohl er fühlt, daß Hannah in ihrem tiefsten Innern nie aufhören werde, das Weib Erich Hartoggs zu sein, geht auf den seltsamen Pakt, den sie ihm vorschlägt, ein — nicht leichten Herzens. „Nun, Erich, magst Du ruhig schlafen!" ruft Hannah triumphirend aus, als sie den Etzel gefunden hat. Auf der Hochzeit, die mit Glanz gefeiert wird, entwickelt Hannah-Kriemhilde eine forcirte Lustigkeit, deren tiefer Grund nur dem verblendeten Bruder Gustav entgeht, der in dem Wahne lebt, in dem neuen Schwager den besten Rückhalt für alle seine geschäftlichen Unternehmungen gesunden zu haben. Herbert dagegen, der im Meyer'schen Drama die Rolle Giselhas vertritt, kann sich niederdrückender Melancholie nicht entschlagen. Der Tag kommt, an welchem Saweljew das seiner Frau gegebene Versprechen bis auf den letzten Buchstaben einzulösen hat- sie sollen vor mir liegen, wie einst Erich vor ihnen im beging heute Nachmittag Selbstmord, indem er sich mit dem Taschenmesser das Herz durchbohrte. Es heißt, eine unheilbare Krankheit bilde das Motiv. • Deveschen deS Bureau »Herold". Berlin, 15. November. Die Verordnung, welche den Zollzuschlag auf Maaren russischer Provenienz aussprach, wird dem Reichstage bei dessen Zusammentritt mitgetheilt. Berlin, 15. November. Die Steuergesetzentwürfe konnten in den Bundesrathsausschüssen noch nicht durchberathen werden, weil die süddeutschen Finanzminister die Absicht auS« sprachen, den Ausschußarbeiten, wie auch der Plenarberathung der Steuergesetze beizuwohnen. Die Einbringung der Steuer- gesetzentwllrfe wird sich daher um wenige Tage verzögern, trotzdem wird gehofft, die erste Berathung der Vorlagen vor den Weihnachtsferien erledigen zu können. Berlin, 15. November. Gestern Abend fand hier eine Anarchistenversammlung statt, zu welcher sich etwa neunzig männliche und sechs weibliche Personen eingefunden hatten. Als der Schlosser Wiese das Bombenattenrat zu Barcelona mit der Niederwerfung der Pariser Commune während des deutsch-französischen Krieges auf dasselbe Niveau stellte, erklärte der Polizeilieutenant die Versammlung für aufgelöst. Berlin, 15. November. Die „Nordd. Allgem. Ztg." befürwortet die Erhöhung des Dien st einkommens des deutschen Botschafters in Rom um 20,000 Mk., falls diese Forderung in diesem Jahre abermals an den Reichstag gestellt werden sollte. Berlin, 15. November. Die „Nordd. Agem. Ztg." bezeichnet die Blättermeldung, der Generalsteuerdirector Schomber habe als angeblicher Gegner der Tabakfabrikatsteuer seine Entlassung eingereicht, als vollständig unbegründet. Berlin, 15. November. Die Handelsverträge mit Serbien, Rumänien und Spanien sind heute dem Reichstage zugegangen. Der Etat geht morgen dem Reichstage zu und wird sofort vertheilt werden. — Die Wahl des Präsidenten wird in der zweiten Sitzung am Freitag vollzogen, in der ersten soll nur die Beschlußfähigkeit des Hauses festgestellt werden. Berlin, 15. November. Die „Post" erfährt, im Etat 1894/95 seien zum Bau eines Dienstgebäudes für das Reichsgesundhettsamt 155,000 Mark ausgeworfen. Köln, 15. November. Das neue Postgebäude wurde heute Morgen durch Staatssecretär Stephan in feierlicher Weise eröffnet. Strabburg, 15. November. Eine Versammlung der zur Gruppe der Elsässer gehörigen Reichstagsabgeordneten wurde von allen Parteigenossen besucht; die Verhandlungen gelangten nicht an die Oeffentlichkeit. ES verlautet, daß dem Reichstage ein Antrag, betreffend Aufhebung der Ausnahmebestimmungen für Elsaß-Lothringen, zugehen werden. Ein etwaiger Anschluß der Elsässer an die altdeutsche Partei wird in einer nochmaligen Versammlung besprochen werden. Paris, 15. November. Der serbische Gesandte, welcher im Restaurant Duval verwundet wurde, ist zwar außer Gefahr, tndeß sind seine Schmerzen noch bedeutend. Paris, 15. November. Wie die ärztliche Untersuchung des serbischen Ministers Georgewicz durch Professor Labbo ergab, ist der Messerstich in die Lunge gedrungen, wodurch ein bedeutender Bluterguß verursacht wurde. Der Patient ist sehr schwach und kann keinerlei Nahrung zu sich nehmen. Odessa, 15. November. Zwischen Rußland und Oesterreich ist eine Vereinbarung getroffen über den Bau einer Verbindungslinie zwischen der russischen Odessa-Novo- selize-Bahn und der österreichischen Lemberg-Czernowitzer Bahn. Staube gelegen hat — das ist Hannahs unerschütterlicher Wille. Saweljew hat sein immenses Capital gegen das Haus Gerbrügge aufgebotcn- es ist fast, als habe sich die riesige Naturkraft Rußlands selber auf ein kleines Volk geworfen und es zermalmt. „An diese Börse werde ich denken, so lange ich lebe," sagt Saweljew. „Das war kein ehrlicher Kampf mehr, das war ein Würgen! Und die zahllosen kleinen Existenzen, die mit vernichtet sind." Dieser Steg verschafft dem edeldenkenden Manne kein Gefühl der Freude, ja, erfüllt ihn mit leiser Erbitterung gegen die Frau, die ihn zu solchem Vorgehen gezwungen hat. Gustav Gerbrügge kann noch immer nicht glauben, daß der Schwager ihn absichtlich an den Rand des Verderbens getrieben hat- er hofft Hilfe und Rettung von ihm. Klar sieht in der ganzen Sache nur Brünning, genau so wie der Hagen des Nibelungenliedes. Eine Parallele mit dem alten EpoS zeigt sich auch darin, daß die Theilnahme des Hörers ganz allmälig von dem Sieger zu dem Besiegten übergeht. Dann aber kommt ein principteller Unterschied, zu dem Wtlh. Meyer als modern fühlender Mensch sich wohl mit innerer Nothwendigkeit entschließen mußte. Die Kricmhilde bleibt hart und unbeugsam bis zum letzten Augenblick, die Hannah des Dramas aber, als sie ihr Ziel erreicht und die Brüder erbarmungslos abgewiesen, bricht innerlich zusammen- sie ist am Ende ihrer Rache, /»der auch ihrer Kraft, und der Dichter überläßt eS der Phantasie deS Zuschauers, ob sich ihre Seele-unter der geistigen Leitung der frommen Schwester, die in dieser Stunde der Katastrophe um sie ist, noch einmal aufrichten wird. DaS Mcyer'sche Drama, welches letzten Montag zum ersten Male in dieser Saison in Scene ging und durch die Verkörperung der „Hannah" durch Frl. Frank von fort- reißender Gewalt war, gehört zu den bedeutendsten Bühnen- arbeiten der letzten drei Jahre. Auf dem Spielplan des Frankfurter Theaters wird es sich voraussichtlich recht lange erhalten. — Don der sibirischen Hauptbahn auS soll eine Abzweigung nach TomSk erbaut werden. Berlin, 16. November. (Privatdepesche). Eröffnung des ReichStagS. Der Reichstag wurde heute Mittag 12 Uhr nach der durch Se. Majestät den Kaiser erfolgten Verlesung der Thronrede eröffnet. Der Kaiser dankt für die Mitwirkung deS Reichstags bei der Fortbildung der HeereS- einrichtung, weift auf die mannigfachen Beweise der Sympathie während seiner letzten Reisen hin, welche Bürgschaft seien für die Genugthuung der Nation über die neue Gewähr für den Schutz deS Vaterlandes. Die Erhaltung des Friedens betrachte der Kaiser als seine vornehmste Aufgabe. Der Reichstag werde der Deckung des durch die Militärvorlage entstandenen Mehrbedarfs zustimmen. Die Thronrede kündigt sodann einen Gesetzentwurf über die anderweite Ordnung des Reichsfinanzwesens an, ferner Vorlagen über die Tabaksteuer, die Weinsteuer, die Reichsstempelsteuer, sowie die Handelsverträge mit Spanien, Rumänien, Serbien- die Verordnung, betreffend die außerordentliche Erhöhung der Einfuhrzölle gegen Rußland, soll sofort mitgetheilt werden. Der Kaiser gibt sich der Hoffnung hin, daß der Verlauf der schwebenden Handelsvertragsverhandlungen mit Rußland zur Beseitigung der bisher getroffenen Maßnahmen führen werde. Die Vorlage eines Reichsseuchengesetzes, sowie die Beschlüsse der Dresdener Conferenz würden dem Reichstage zur Genehmigung vorgelegt werden. — In dem Verhältmß Deutschlands zum Auslande sei eine Aenderung nicht eingetreten. Bei Fortdauer der engen Freundschaft mit den zur 83 er* folgung gemeinsamer friedlicher Zwecke verbündeten Reichen stünden wir zu allen Mächten in guten freundlichen Be- Ziehungen. Der Kaiser gab schließlich der Zuversicht Ausdruck, daß Deutschland mit Gottes Hülfe die Segnungen des Friedens auch fernerhin erhalten bleiben. lieber die Verbreitung der Schundliteratur unter der Schuljugend bringt die „Voss. Ztg." folgende bemerkenswerthe Zuschrift: „Die Verbreitung der „Schundliteratur" unter unserer Schul* jugend nimmt anscheinend zu. Bisher begnügten sich die leselustigen Burschen gewöhnlich mit den kleinen bunten „Schmökern", mit denen wenig gewissenhafte Händler ihre Schaufenster ausstasfiren, ja in einzelnen Fällen einen schwung- haften Handel mit bereits gelesenen Heften betreiben und dadurch bewirken, daß so ein nichtsnutziges Machwerk nach und nach an Dutzende von Kindern gelangt. Als Zugabe von besonderer Zugkraft wird eine andere Reihe von auf* reg-nd und toll geschriebenen Heftchen in noch größerer Zahl verbreitet. Einige kaufmännisch veranlagte Jungen errichten mit den von ihnen erworbenen Büchern eine „Leihbibliothek", aus der andere gegen ein ober zwei Pfennige ober gegen ein anberes Heft ihr Lesebebürfniß befriebigcn können. So gehen diese Heftchen in den Schulklassen von Hand zu Hand, und wenn sie nichts Böses anstiften, so halten sie die Kinder von der Arbeit ab, gewöhnt sie frühzeitig an eine aufregende, mit den wunderlichsten Phantasiebildern wtrth- schaftende Lectüre und stumpfen sie gegen die Einwirkung guter Bücher frühzeitig ab. Mancher hoffnungsvolle Junge kommt auf diese Art um den Segen der letzten Schuljahre. Mittlerweile scheint diese Lectüre den Schuljungen aber nicht mehr pikant genug zu sein. Sie wenden sich jetzt bereits den Lieferungsromanen A la Scharfrichter Krauts zu und tauschen diese unsauberen Fabrikate, die sich bei Schlafburschen und Fabrikarbeiterinnen, aber auch in ben Arbeiterfamilien in großer Zahl vorfinben, unlereinanber aus. Die Eltern wissen von bem ganzen Treiben häufig nichts, vielfach aber ist ihnen bas Verständniß für die Gefahren auch fremd. Hier muß die Schule eintreten und die meist in den Schulpausen ausgetauschten Hefte vernichten. Wichtiger ist allerdings positives Vorgehen. Unsere Jugendbibliotheken verfügen vielfach über recht dürftige Schätze. Die Ausgaben für sie sind so niedrig, daß von besseren Jugendschriften mit guten Bildern fast nichts angeschafft werden kann. Die Mittel würden kaum ausreichen, um an alle in Betracht kommenden Kinder die gewöhnliche SchulbibliothekS-Literatur regelmäßig auSzuleihen. Selbst wenn man auf das Lesen der Kinder an und für sich ein geringes Gewicht legen und dem Umher- tummeln den Vorzug geben würde, so ist doch in Großstädten eine solche Beschäftigung für Kinder eine Nothwendigkeit, wenn sie nicht durch die Langeweile der Schundliteratur zugeführt werden sollen. Unsere deutsche Jugendliteratur hat sich, waS Inhalt und künstlerische Ausstattung anbelangt, in der letzten Zeit ganz außergewöhnlich entwickelt. Aber nur ein kleiner Theil begüterter Kinder bekommt die besseren Bücher in die Hand. Für die ärmeren sind sie zu theuer und würden auch bei einfacherer Ausstattung noch schwer zu erwerben sein. Da müßten die Jugendbibliotheken Ersatz bieten. Sie haben sich dieser Ausgabe nur zu einem ganz winzigen Theile entledigt. Die von ihnen aufgenommenen billigen Bibliotheksbändchen sind theilweise inhaltlich ganz reizlos; ihre Ausstattung ist so wenig anziehend, daß sie, selbst wenn sie ausreichend vorhanden sind und zweckmäßig auSgeliehen werden, die „Schmöker" nicht auS bem Felde schlagen. Die Schulen würden sich ein Verdienst erwerben, wenn sie die Jugendbibliotheken auf einen ganz anderen Stand brächten. Die nötigen Geldmittel würde die Schulverwaltung schwerlich verweigern, da über den Werth eines guten und die Gefahren eines schlechten Lesestoffes in der Jugend überall Tinverständniß herrscht". Wir möchten diesen Ausführungen noch hinzufügen, daß die Jugendbibliotheken der Volksschulen gerne bereit sein würden, schon gelesene, gute Jugendb • als Geschenk anzunehmen. Gerade jetzt dürfte em st, Hinweis am Platze sein, da zu Wechnachten Tausende - Kindern wieder mit neuen Büchern beschenkt werden. ) allzu oft werden die alten bann für immer achtlos btt geworfen. Möge man die gelesenen bann doch lieber Jugendbibliotheken überweisen. Auch in Krankenhäusern toc solche Bücher sicherlich mit vielem Dank angenommen it?-> zumal da, wo viele arme Kinder Aufnahme finden. ' läßt sich mit dem, was sonst nutzlos verschleudert wird, , viel Freude bereiten. Localer mtö provinzieller. Hießen, ben 16. November Itzy- .** . ®cr Oderhesfische Veschichtlverein. der mit Thätigkeit während der Sommermonate nur in bester-. Fällen in die Oeffentlichkeit zu treten Gelegenheit hatte. am 23. November in der nächsten Woche nach längerer eine Versammlung feiner Mitglieder einberufen. I, Hauptversammlung muß satzungSgemäß Bericht über fe u berige Thätigkeit des Vorstandes erstattet und Rechma^ Einnahme und Ausgabe abgelegt, audi der Borstait, gewählt werden. In den letzten Wochen standen die U grabungen des LimeScastrums fllteburg b«U bürg im Mittelpunkt des allgemeinen geschichtlichen Inter!-- Tausende von Besuchern auS unserer Stadt und aul ganzen Provinz waren bei gutem und schlechtem Wenn tz dem weiten Felde oberhalb der Berger Mühle und dosier hatte täglich Aergerniß, wenn ihm von Unvorfich:^ und Zudringlichen die Gräben wieder zugetreten imnta Herr Direcior Dr. Landmann, der .durch vieljäbrp Studium den Pfahlgraben und das Castrum Alteburg ö Genaueste kennt, hat die Güte gehabt, für die Haur:>- fammlung einen Vortrag über dieses Thema zuzusagen. Vereinsmitglieber, welche jüngst an Ort unb Stelle w:w werben zum Gesehenen gerne eine sachgemäße (Srläutrras hören unb Diejenigen, welche verhindert waren, selbst schein cinzunchmen, werden wenigstens zum Theil durch ta Wort entschädigt. Römische Gegenstände verschiedener ir die das VereinSnmseum erworben hat, werben wohl bil Dereinsabenb hier angelangt sein und wirb beabsichtigt, selben zur Besichtigung aufzustellen. ** DaS studentische Bild unserer alma mater wird Semester zu Semester farbenreicher. Nachdem in den Itgt" Semestern die Verbindung Darmstadtia volle Couleur angttrj hat feit letzten Sonntag auch die studentische Reformoer b.nb;n: Adelphta volle Couleur angelegt. Möge diese Neuerun. welche übrigens keinen Wechsel ihres idealen PrincipS t deutet, der Corporation, die seiner Zeit hauptsächlich um Söhnen Gießener Familien gegründet worden ist und Ft auS solchen recrutirte, zum Segen gereichen und ihre ib* Bestrebungen verwirklichen helfen. Aliceschule. Die jungen Damen von Gieße» ur) Umgebung werben daraus aufmerksam gemacht, daß :r Cursus der Aliceschule für Weihnacht-ged ' bereits begonnen hat unb noch täglich flufnaim.it stattfinden. * Dammrutschung. Auf der Bahnstrecke zwischen Loli:: und Friedelhausen trat gestern Abend 10 Uhr ein Dammrurit ein. Infolge dessen mußten sämmtliche Züge auf den btr Stationen auf bas westliche Geleise gesetzt werden. E-wurde sofort an die Ausbesserung deS Dammes gegangen, sodaß fett heute früh die Züge wieder auf dem östlichen Selene Der kehren können. Milchprobe. Bei einer heute Vormittag ftattgebabi polizeilichen Milchrevision wurde eine Kam mit etwa 20 Liter allzustark gewässerter Milch beschlagnah»'. Romrod, 14. November. Gestern Nachmittag gme« der Knecht deS Eichmüllers Lang hier auf der ©taatlftaJB zwischen Romrod und Alsfeld unter die Räder bei wi Schwellen schwer beladenen Wagens. Neben anderen schwere, Verletzungen trug der Verunglückte einen Beinbruch davor. D. Ztg. Darmstadt. 15. November. Zum Stellvertreter ta Vorsitzenden des Schiedsgerichts für die Invalidität-- ml Altersversicherung im Großherzogthum Hessen ist der Sroßh Kreisamtmann v. Hahn zu Darmstadt ernannt worden. A Mainz. 14. November. Se. Kgl. Hoheit ber Otib1 Herzog und Princeß Alix trafen heute Abend gegen 1/i7 Uhr nebst kleinem Gefolge mittelst Extrazug von tarw stadt hier ein, um dem diesjährigen ersten Concett ter Mainzer Liedertafel anzuwohncn. Die hohen Herr schäften wurden von dem Provinzialdirector, Öberbirjr meister, Gouverneur und dem Vorstand der Liedertafel Vestibüle des ConcerthauseS empfangen unb in eine o§m- hergerichtete Loge, geleitet, in welcher währenb bem ioneen neben ber Großherzogl. Familie auch bie oben " Spitzen ber Behörden Platz nahmen. Dor bem bas von Capellrneister Fritz Bolbach birigirt roxrx, würbe ber Schlußsatz ber Jubelouvertüre von Weber intw^- Zur Aufführung kam bie „Schöpfung" von Haydn, i»*1 als Solisten Fräulein Emma Hilles von Stuttgart (Sopra» . Herr Concertsanger Georg Franke-Förster von Köln > 7evor. unb Herr Concertsänger Professor Johannes Me-icho'" aus Amsterdam mitwirkten. Nach Schluß des Concerti begab sich ber Großherzog birect nach Darmstabt zurück. PcrmifchkJ. * Metz. 14. November. Dem Prinzen Ludwig vor Bayern wurde während seines hiesigen Aufenthalte- bet den Kaifermanövern eine Kassette mit ziemlich bedeutende« Gelbinhalt gestohlen. Der Dieb ist inzwischen m der Person eines Offiziersburschen ermittelt worben. Ufber Ermittelung theilen bie „Münch. N. N." folgenbeS mit: Der .7-r itm Dollen tit Tempi -:Lm 'iarf jU, üb ;:f ab. Der B an ’jion um 811 b bestimmt roerbtn -webend seine gr war bin biS aus ?■? bie (ftde vet -de» Harze, btr in :ua iV.7 §flßen i c:ng beschloß man iiiun dem Win ex emitzied sitz bt Hede eneitzt tyitti sichtbare Weserthal Iallon ging tadel färbe vor flnfer ur entleert, otrpadt un -sandte D°n Ü ,an,' tu Vf der irarcn- 2 'ctit » «Michlitz 1 . '.Ti2s; durch » -chaeidrmü -beiten am 1 uw derselbe W - Nückßcht l Verwendung ,--7> e’.ne sosorti - c.iSwetth gtl - ^aninng t m Sdarlo landete durchaus glatt ...faffnant Groß - - Worologil Stobad ■jur Scobac der tztunde vor 8 latortn grpeisteS nä4it totjg verdi übrnrunben und ii itt 2 lerne und )| Htftacuon riesenho deS beträx ruftidjiffer über cm folgenden Tage ' Hebet die r Igtnbtl: Die R frither nöffnet, ali ^eichSragSabgeordrn emige Sessionen h der Portionen, wdi fnb durch contractl 1*11. dß wei P« Npen zur A W Braten, zwei ™ von 1,50 I :::bo'"4*tn ^dgevrdi |ow cm Mittag ei 6(1 ^richßtagS •« A'tglieder des :-rt -rparatziwmei J" "achSbrödchen lt ^T’: Kinard setz •'annten „gilben 4 n während • stehe ar.amentansch^ °°gkordneie, für Jy« ober eine bie f0 6(6 6it grt;r.7' ^ktzzeber! tejSftü WÄ jedoch t word^.^statirte ^ahteo fc/J' 6etm r Bahnstreck jcfc» end 10 Uhr ein tx-, mttidje Züge ais ta r se Mt mrdw. •:/ )ammt6 gegangc if dem östlicher« W 'm <8'uji Em Mach!, "ic\ in Weihr^/r ) noch tag! • W**,. • *K> < rabe i,/.Ar z ' *»»* Eichens, M |fe«Ä der Ans» -»Ld ^Wetfc? ZL «Sä- *5 S.tifj 9m “u* der $O1 ; ®f'" «'IWtlidinjJ *» ®tabt 2 ' ®"!tt »hl, . Ulttntn • l“.N w “ Mrm te„ M für M, j. 116 N'm iiijnito ™ ,Ott uni Sui n,e Er!. Wtt waren, tau '»stens zm An! ■. Beistände 1 ^öt/ werden m । 1 und wird bG> en. serer ahna ma-'- ^r. Nachdem 'adtia volle fc ■ tudentischeK^-- St. MögrM^ ihres ibötafc’ Mer Lei/ haM^ iM roorbtn ist mit gtrtifyn uni itjtt ib ieuteBomittag ision wnck fflt 8 asserter Mllj MW Gestern Mmtwz s m Hier auf btr Staat tir bit Näder ' §. Neben anderen ir te einen Brinbruj t AM SitllvcrM jür die Jnvaiidn'L^ M M« “V mrftadt ernannt worbe trafen h-»« * nitttlftWä* «**• ®“S öinitalMtectM, * ,rftSnb Der Siebert^ »fangen und w « elcher während ie -ich dl- - » f.m,n Lor dem »«i6«4 Ä öS, kW *?* tffor ji !!--» ®*“SXr2 nai W**L# Dieb sandte von dem gestohlenen Gelde 500 Mark an seinen in München in dürftigen Verhältnissen lebenden Vater, einen Taglöhner. Dieser wußte nichts besseres zu thun, als in den WirthShäusern, u. a. auch im Hofbräuhaus, „aufzudrahn". Befragt, wo er denn auf einmal daS viele Geld her habe, gab er stolz zur Antwort: „Mein Sohn, der Artillerist, commandirt bet Herrn Hauptmann 3c in Metz, ja, das ist ein Mann, der verdient sich dort so viel, daß er mir das Geld schicken kann !" Da diese Angabe natürlich wenig Glauben fand, gelangte man auf diesem Wege auf die Spur des Diebstahls. * Schirmeck, 13. November. Infolge der Erschießung der Wilderer durch den Förster Reiß sind sämmtliche deutschen Arbeiter entlassen worden, die in den in der Nähe der Grenze gelegenen französischen Fabriken beschäftigt waren. Dies Verfahren verdient die schärfste Ver- nrtheilung und erscheint um so unbegreiflicher, als jene Arbeiter säst ausschließlich Altelsäsier sind, die in jener Gegend sich ridjt gerade durchs Deutschfreundlichkeit auszuzeichnen pflegen. * Schueidemühl, 15. November. Die Zuschüttungstrbeiten am Unglücksbrunnen sind soweit vorgeschritten, rQ6 derselbe heute noch ganz bedeckt werden wird. Bei der '.uschüttung muß nothwendiger Weise aus eine gute Filter- anlage Rücksicht genommen werden, bei der nur reiner Kies jur Verwendung kommen darf. Von den Sachverständigen niird eine sofortige Stopfung des Brunnens als nicht em- pfehlenSwerth gehalten. * Landung eines Ballons. Der am 10. d. MtS., früh 5.35 in Charlottenburg bei Berlin aufgestiegene Ballon ^Phönix" landete Nachmittags 4.17 bei Lauenförde a. d. W. im durchaus glatter Weiie. An Bord befanden sich Premier- ieutenanr Groß als Führer des Ballons und Herr Berson l>om Meteorologischen Institut zur Ausführung der wissen- ichaftlichen Beobachtungen, denen bekanntlich dieser Ballon l ient. Zur Beobachtung der zahlreichen Instrumente während ier Stunde vor Sonnenaufgang führte man von Aceumu- latoren gespeistes electrischeS Licht mit. Die die Erde zurächst völlig verdeckende Nebelschicht war schon in 200 m Überwunden und m voller Reinheit strahlten den Luftschiffern die Sterne und später die Sonne, die glühend, durch die Refraction riesenhaft vergrößert und verzerrt, kurz nach 7 Uhr ülber dem Wolkenmeer auftauchte. Interessante Ergebnisse hntten die Temperatur- und Fenchtigkeitsmessungen, erstere vuhui stark zu, über der Nebelschicht zunächst letztere ungemein s.-ark ab. Der Ballon, dessen Stellung durch Peilung nach M4H 960 st. 2*)39 16.» ßss 511« ttaeoiw tW tldpeW und des durch auswärtige Künstler veratlrkten Vereinsorchesters. Vermischte Anzeigen. Q563] Kinder!. Wtttwe fucht sof. Stelle. Näh Fr. Tränkner. TeufelSlustgärtchen 5. vorn. Gerichtsvollzieher. 186 301 ver. «LaiGS.La-rad.-Let. tohoq: fest- Pflmb. L.-B.-Act. Buichtherader L^B^Lct. Lldtdal-Bahn-Lct. Sotthard-Vahn-Lct. Schweizer NordofL-B^Net. Mainzer L.-B.-Lcl. Marienburger L.-B^Lct. 9576] Lanfmädchen gesucht. _____________«artenffraße 29 I. Schäfer «irchenplatz 4. Zur verufStragel WaS sollen unsere Kinder »erden V Irische Krammetsvöget, sowie frisch gschoffene Hasen kg den 17. November: Die Sorglosen. Eintrittskarten für Nichtmitglieder zu Mk. 2.50 (Sperrsitz Mk. 3.50), sind in der Musikalienhandlung von Ernst Challier 1 Rudolphs Nachf.j, für Studirende bei Hrn. Hausverwalter Storck zu ermässig- unter Leitung Orosah. Universitits - Musikdirectors Herrn Adolf Felchner und Mitwirkung Concertsängerin Frau Luise Geller aus Magdeburg Großherzogliche Bürgermeisterei Nonnenroth. Jacob. . . von F. Mendelssohn- Bartholdy. 166 43 126 00 129 60 113.70 96.00 266 37 85.10 «. 4b ». »aAenfel», Marktplatz 21. Dortmunder Bier. Welcher unabhängige Wirth würde auf hiesigem Platze ein hochfeines LchteS Dortmunder Bier etnführe« 7 Bester Ersatz für Pilsener Bier. Fernste Bedingungen. Offerten an Jean Underberg, Frank, vchlatzcaurt« 1 Uhr 15 Min. 85 00 40/0 Ung. Sold-Rente Die Krähe“ 2 ivung: Donnerstag, 23. 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Gießen, 19. Oktober 1893. Großh. OrtSgericht Gießen. Z A.. Boat. 8796 ....... Ilt trfdm l Kil dem Anbau ^mvnich^encn 54 -urdcn volNeo Lonis Becker, Kunst- und Handelsgärtuer. 8960] Danksagung. Meine Tochter litt zwei Jahre an fürchterltchrr Waffer sucht. Alles war geschwollen, Arme und Beine gan-unförmlich, der Leib deS sonst mageren Kinde« 110 Centimeter. Die tüchtigsten Aerzte und die besten Arzneien brachten keine Besserung. Schon glaubten wir unser Kind verloren, da rietb man unS an Herrn Dr. med Bolbedtng in Düffeldorf zu schreiben. Auf die gesandte Arznei wurde e? schon nach drei Wochen besser und jetzt ist unser ItebeS Kind wieder ganz geheilt, obwohl eS für hoffnungslos erklärt worden war und der Arzt ihm noch 14 Tage zu leben gab. So kann ich die homöopathische Kur des Herrn Dr. Volbe- ding mit bestem Gewissen empfehlen Frankenthal i. Pfalz. (8960 Expedient Aea« LSffier und Frau. s s® Reinwollene Hans-Kleiderstoffe das Meter von Mark 1.— an sind in grosser Auswahl eingetroffen. 9305 Fritz Nowack, Seltersweg. über (»inuahm ichafi/ilh zur1 e ““8«Ufa' aMg, Männerturnverein. SamStag den IS. d. M., Aber," 8 Uhr, findet zur Feier des 8. Stiftung festes ein Commers im Lenz' Felsenkeller statt. %* __Der Vorstand. Burgergesellsehaft. Sanistag den IS. November 1K93, Abends S‘ Hht Feier des 29jährigen Stiftungsfestes int Bereinslocale. Sonntag den 19. November 1S93, von 4 Uhr au mit Familie in Steins Saal. vungm uri 9 Beitrag der § , J bliöwlg ein, ^lmickempfinigtt 11 -"nstige einnüt a) Vergangen b) Stilles Gedenken, mit Begleitung des Streichquartetts........ 13. Zwei Volkslieder für Männerchor: a) Am Aarensee b) Nun leb wohl, du kleine Gasse. 4. Spanische Tänze: a) G-moll b) D-dur’........... 5. Die erste Walpurgisnacht, Cantate von Goethe, für Solostimmen, gemischten Chor u. Orchester . Freitag den l.Deccmber, Nachmittags 2«/. Uhr, sollen auf dem hiesigen OrtSgericht die den «eorg Dietrich DSrner «heleuten in Gießen gehörigen Immobilien: Flur I Nr. 33 — 106 qm Hofraum in der Mühlgasse, Flur I Nr. 33b — 25 qm Grabgarten daselbst, fflur I Nr. 43 — 62 qm Hofraithe in der Neustadt, Flur 33 Nr. 153 — 1475 qm Acker am NabrunaSberg auf den Steinbacher Weg öffentlich meistbietend versteigett werden. Gießen, 19. October 1893. Großh Ortsgericht Gießen. __I « : Vogt._______8798 Versteigerung GamStag den 18. Novbr. d. I»., Nochm, 2 Uhr, versteigere ich in BiekerS Saal (früher Bramm) dahier gegen Baarzahlung: 1) 6 gepolsterte Stüble, 1 Sopha, 1 Nähmaschine, 1 Büchergestell, 2) 1 Kuh, 1 Schwein, 25 Glaser- Diamanten, 5 goldene und silberne Taschenuhren, 1 Nähmaschine, 3 vollständige Betten, 1 Commode, 1 Sopha, 1 Waschkommode, 1 Nachttisch, 1 Eßtisch, 1 Spiegel 1 Kleiderschrank und sonst Verschiedenes. Versteigerung ad 1 bestimmt, ad 2 (a. d. „Winter- reiee") . . . von Frz. Schubert. b. Mignon: „ Heiss' mich nicht reden“ etc. . . von Rob. Schumann. c. „Himmel und Erde“ . . . „ „ d. Der Knabe mit dem Wunderhorn . . . „ „ „ 5. Ouvert. zu „Ruy soll auf dem hiesigen Ortsgericht der den Die Sorglosen. Jacob Wacker Eheleuten in Gießen Lustspiel in 3 Acten von A. L’Arronge. gehörige Acker: । ------- ftlur 4 Nr 14 i Wi® io 19 I ?Ur 8*01 21 von Sa ^tung öon m.-.rhinwn M unnw M d* r.mdncn Kartoffel]' hixx die Anbauvei selben auch im ndd 3uglevd) wird ^nowirlbschasilicht' des Voranschlags «bracht. Tc Tiiedor des I Großh OrtSgericht Gießen. I. A.: Bogt. 8797 ——------------ Freitag den 1. December, [ eignetet Aufsüll • (Stund zu z-. 24 25