Action- Oir, 219 Erstes Blatt. Sonntag dm 17. September 1898 Lrr jL*l4«t|r«i< lU.fr Fernsprecher 5L und Anzeigeblutt für den ^treis Giefzen. Gratisbeilage: Hießener Kamitienbtätter. Logirräum; Ausland. *$• aber es ist auch wahrscheinlich, daß die Regierung in manchen 18U Feuilleton. i. ilstrii** Alle «nnoacen-vureaux des In- und Auslandes nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger- entgehe». )3: Priester 8 LahnsUin. im G M» 1 «Uitji, ik. 1 TtMd roowt., im’ 5 anbete van, F. Ohnaeker 1 Hessen. in einer abgehaltenen Versammlung mit allen gesetzlichen Mitteln gegen die geplante Tabakfabrikatsteuer einzutreten, da die Einführung derselben das Wohl von vielen Tausenden Tabakarbeitern gefährde und große Arbeiterentlassungen her- beisühren würde. Es stehen Massenversammlungen in ganz Deutschland bevor. Berlin. 15. September. Die sommerliche Ruhepause des Buudesrathes dürste mit der erfolgten Rückkehr des Staatssecretärs im Reichsamte des Inneren, Dr. v. Bötticher, im Wesentlichen wieder vorüber sein. Zwar ,Druckt den Ausschlag für die schon lange geplanten Ausnahmemaß' regeln gegen'das „goldene Prag" haben offenbar die frechen antidynastischen Demonstrationen der Prager Czechen am Der Sonntag in England. Die „Köln. Volksztg." enthält die nachstehenden bemerkens- Berthen Darlegungen: Erst seit 1886 ist Bresche geschaffen in die übertriebenen Bestimmungen, an denen die conservative Gesetzgebung des freien Britenlandes mit besonderer Zähigkeit festgehalten hat — trotz allen gegentheiligen Bestrebungen. DaS britische Haus der LordS beschloß in jenem Jahre endlich, zu gestatten, daß die Londoner Museen und Kunstgallerien Sonntag geöffnet würden. Ein Beschluß, dem man eine große Tragweite nicht nbsprechen kann, wenn man bedenkt, daß bis dahm die mächtigste Agitation außer Stande war, em solches Ergebmtz zu erzielen. Der einmal ins Rollen gerathene Stem wird ietzt voraussichtlich nicht leicht aufzuhalten sein. Das erste Sonntagsgesetz stammt aus der Zett Heinrich VI. und verbietet bet Strafe der Beschlagnahme LaS Verkaufen von Waaren und das Abhalten von Markten. Ausgenommen werden nur die nothwendigsten Lebensrnittel: während der vier Sonntage der Erntezeit war die ganze Acte überhaupt außer Kraft. Ein späteres Parlament jedoch Beeilte sich, das Verbot auf das ganze Jahr auSzudehnen. Das nächste einschlägige Gesetz entstand unter Karl 1. Nach einigen Klagen über „unpaffenden und ungesetzlichen Zeitvertreib", mit dem „unordentliche Leute den Tag des Herrn «ntweihen", wird gesagt, es dürfe „keine Menschenmenge außerhalb ihrer eigenen Pfarrei zu was immer für Sport «der Zeitvertreib zusammen". Dies war die erste Acte, die überhaupt unter der Regierung des genannten Königs durchging. Sie untersagt wühl^Das Russen sieb er in Frankreich anläßlich des bevorstehenden russischen Flottenbesuches in Toulon w rd immer toller. Wenn man liest und hort, was dort tzt Alles zur höheren Ehre des Czaren und der Russen angestellt wird, so muß man sich eigentlich wundern, daß jenseits der Vogesen noch nicht Jedermann russisch redet. Sogar die Pariser Socialisten wollen sich an den vor Rußland betheiligen - das ist doch alles Mögliche. Das socialistisch-radicale Wahlcomite des Pantheon-®ier elß die Organisirung eines großartigen „Punsches beschlossen, der den erhebenden Titel „Punsch der Pariser Bevölkerung für die Vertreter der russischen Flotte" führen soll Die neueste Ausgeburt der gallischen Russenbegeisterung wird wohl durch den Vorschlag dargestcllt, es mochten sammtliche Ge meinten Frankreichs eine Ergebenheitsadresse an den Czaren richten. Jeder Unterzeichner derselben hatte außerdem zehn Centimes zu einem Fonds beizusteuern, aus !dessen. Mitteln ein russisches Hospital ober sonst eine russi che Woh ihatig. keitsanstalt in Frankreich errichtet werden soll. Die Feste I des Pariser Stadtrathes zu Ehren der russischen Gaste werden zwei Tage dauern und in einem großen Festmahl, m einem Ball im Rathhause, in einem Fackelzuge und in einer Rund- fahrt durch Paris bestehen. Der Pariser Preßausschutz für die Russenseier läßt seinen Sammelruf durch ganz Frankreich ertönen, man rechnet auf eine Summe von mindestens anderthalb Millionen Francs, womit nette Sachen arrangiren lassen. In Nancy haben sammtliche Vereins Präsidenten über die Betheiligung der Lothringer.an dm geplanten französisch-russischen Verbrüderungsseiten berathen - Unter sothanen Umständen muß man eS als em wahres Glück bezeichnen, daß die Hundstage vorüber find, onst hatte I das Russenfieber noch ganz andere Dmge gezeitigt. beamten vmctueoener jicuunv • iiifammenqetrcten. Die Commission hat die Befugmß, Sach- verständige vorzuladen und ein Gutachten von ihnen abgeben erfährt, die Einführung eines Enteignungsverfahrens in Ost- asrika zur Verhandlung, welche sich als unumgänglich erwiesen hat angesichts verschiedener größerer Unternehmungen zum . ^E^^KaiftrS gegeben^ Soll indessen das Beispiel des Bahnbaues in Usambara, der Hafenbauten, na | letz e ~ 9^ «„n.n hn« fnft revoln- mentlich in Dar-es-Salaam u. s. f. Eine andere Frage, die Ostafrika nahe berührt, ist die Unterbringung befreiter Sklaven, die man bisher einfach den Missionaren übergab- das laßt sich auf die Dauer nicht durchführen, da die Aufnahme dieser Leute schon jetzt über die Kräfte der Missionen hmauSgeht. Die Unterbringung dieser den Händlern abgenommenen Sklaven ist eine der wichtigsten Fragen zur Bekämpfung der ©tiacetei überhaupt. In Bezug auf Kamerun wird das Münz-, ^caatz- und Gewichts-System zur Berathung gelangen und für Togo sollen Transitläger in Vorschlag kommen. Wie es heißt, wäre auch eine neue Zollordnung für Ostafrika aufgestellt. strenge Auftreten des Cabinets Taaffe gegen das säst revolutionäre Treiben der Jungczechen die beabsichtigte Wirkung erzielen, so wird die Regierung in dieser ihrer neuen Stellung- nähme fest bleiben müssen. In der That scheint man in den Wiener Regierungskreisen entschlossen zu sem den Czechen nunmehr fest den Daumen aufs Auge zu drucken. Ministerpräsident Graf Taaffe wurde am Donnerstag vorn Naffer Franz Josef in einstündiger Audienz empfangen m welcher sich der Kaiser, dem Vernehmen na», eingehenden Bericht über die Lage in Böhmen erstatten ließ. Es soll in der Absicht der Regierung liegen, den Ausnahmezustand noch auf eine ganze Reihe anderer böhmischer Bezirke °usrudehnen, die von der jungczechischen Agitation besonders unter ist. Der „Neuen fr. Pr." zu Folge soll insbesondere auch über P.lsen der Ausnahmezustand verhängt werden, falls dort dieselben Zustände wie in Prag eintreten. — Die Vertrauensmänner der altczechischen Partei hielten eine Besprechung Uber die Absicht der altczechischen Abgeordneten, sich vom politischen Leben zurückzuziehen, ab. — Der über die Stadt Prag und deren Vororte verhängte Ausnahmezustand beweist, daß die oft erprobte Langmuth des Ministeriums Taaffe gegenüber dem wüsten Treiben der Czechen, speciell der Jungezechen, nun doch ihr Ende gefunden hat. In der That blieb der österreichischen Regierung, wollte sie nicht völlig vor dem Jungczechenthume capituliren, gar nichts anders übrig, als den Frechheiten der jungczechischen Radaumacher endlich energisch zu begegnen- I allen Fuhrleuten und Kutschern, ihren gewöhnlichen Be- schästigungen nachzugehen, „selbst zu fahren oder Andere zu fahren am Sonntag". Der Fahrende sowohl wie der Gefahrene haben Geldstrafe von 6,5 Schilling bis zu 1 Pfund Sterling zu erlegen oder sich angemessen einsperren zu (affen. Daß diese Bestimmung nicht mehr ganz genau beachtet wird, beweist der lebhafte Droschken-, Omnibus- und Eisenbahnverkehr des Sonntags, aber Gesetzeskraft hat fie noch immer. , , Die Republik zeitigte keine neuen Sonntagsgesetze, yov jedoch die vorhandenen nicht auf. Die Bill Karl II. verfügt, daß sich „am Tage des Herrn jede Person der Beobachtung deffelben widmen und sich in den Pflichten der Frömmigkeit und wahren Religion üben soll". Sodann wird angeordnet, daß „keine Handelsleute, Handwerker, Arbeiter oder andere Personen, welche auch immer am Tage des Herrn oder einem Theile desselben irgend eine weltliche Arbeit thun ober ein Geschäft ausüben sollten, wohlthätige und ganz nothwendige ? lQ—"iübänberung der Gewerbeordnung. Dem Bundesrath, deffen Berathungen voraussichtlich gegen Ende dieses Monats wieder ausgenommen werden durften, fou gleich ein Antrag Preußens vorgelegt werden, welcher die Abänderung der Gewerbeordnung betrifft. Wie verlautet, bündelt es sich dabei um die Abänderung namentlich des tzöo. Berlin, 13. September. Außer den Etats für die Schutz gebiete, die noch nicht zur Vertheilung gelangt sind, wird der Colonialrath in seiner Tagung eine größere Anzahl von wirthschaftlichen Fragen berathen. Außer der Aushebung der Handelsprivilegien in Kamerun kommt, wie die „Kreuzzeitung illotkl foreta die 8tl; 3 UM. hEagS 8 um. Bon der außerordentlichen Strenge der 1780 zum Gesetz erhobenen Bestimmungen haben selbst nur wenige Engländer einen vollständigen Begriff. Hier ein Beispiel: Jemand frühstückt Sonntag Morgens eine Hammelkeule, die ihm sein Fleischer sendet, geht dann mit seiner Freikarte denn gegen Bezahlung wird man Sonntags nich t entgehst en - in den Zoologischen Garten, kauft sich auf dem Wege eine Cigarre und ein Sonntagsblatt, macht sodann mittelst Wagens oder Eisenbahn einen Ausflug auss Land und läßt sich schließlich noch ein wenig auf einem See umher- rubern. Nach bem Wortlaute bes Gesetzes muß bafur ber Betreffend unj) seine Mitschulbigen - d« Metzger, ber Ciqarrenhänbler, ber Zeitungsjunge, der Kutscher oder bte Bahnqesellschaft, ber Fährmann unb bte Beamten bes Thiergartens — Strafen von Tausenben von Pfund zu entrichten ließ man sich von d-r fatal d-uilich-n Sprache dieses Gesetzes tüchtig schrecken unb viele Jahrzehnte hindurch hörte man von feiner Uebcrtretung. In neuerer Zett aber ist man lauer geworben- bie veralteten Bestimmungen bestehen zwar noch zu Recht, allein sie werben stillschweigend ignonrt und burch allerhanb Palliativ-Maßregeln zum * unwirksam gemacht. Die letzte Denunciation wegen Verletzung öer Georginischen Acte kam im Jahre 1875 öor; fie führte. mußte führen - zu einer Verurteilung- aber die ldetrenenden Richter sprachen sich ziemlich deutlich gegen die veralteten Gesetzte aus, unb das wirkte. Wie eß Sonntags in den großen englischen Stabten aussieht, kann man sich anderwärts kaum vorstellen. Den dort anwesenden Ausländer ärgert an den d°rttgen Zuständen nichts fo sehr, wie die fromm fein sollende, angeblich von jeder Arbeit abhaltenbe, in Wirklichkeit aber heuchl rtsche vexatorische, Höcht consequent durchgesuhrte Art, wie der Tag Werke ausgenommen". . Alle Grenzen ber Billigkeit zu überschreiten, blieb den- feniqen Lanbesvätern von Westminster-Hall Vorbehalten, bte in ber ersten Periobe ber Regierungszett Georg III. versammelt waren. Dem Bischof Porteus von Chester war es ein Dorn im Auge, „baß sich auf ber $romenabeWenM Personen auf eine Weise unterhalten, die selbst Aus- länbern anstößig erscheint". Die Uebcrtretung sollte für jeben Sonntag mit 200 Lstrl bestraft werden. Wenn ein ordnungswidriger Platz (auf bem dte als strafbar bezeichneten Unterhaltungen vorkamen) verschtebene Personen als zu einer Gesellschaft öerbunbenen Eigenthumern g Hort, soll jeber Einzelne von ihnen als solcher ber Verfolgung unb ber Strafe unterliegen. Die Gelber fallen den Denun- cianten zu. — Zur Verhängung des Ausnahmezustandes über Prag wird ber „Voss. Ztg." aus Wien telegraphirt: rT ■■ r. cm-.— // hpn Ausnabme- *«■«(»' eon Unzrigrn ,u btt ^achmiu«,» für dm feUmltn lag erschnnmdm Nummrr bil germ. 10 Uhr. Batst. Ln Nmenks MpsMl M Jti N Zremu * wderemchHa ee h asuchmdt t-Gesu• »t Amtlichem Theil. toefunben: 2 Ringe. 1 Spaziekstock. 1 Damenschirm. 1 floraUenfettc, 1 Damenhandschuh. I Skbhhut. 1 Taschen Mtffer. 1 Kinderschuh. 1 Schür»-. I Hund-Halsband. 1 Packet mit Wolle, 1 Wagenschild und 1 eiserne Rette. Gießen, den 16. September 1893. Grobherzogliches Polizeiamt Gießen. I. V.: Roth.__ Deutsche» Reich. 1/ . _ Zur Tabakfabrikatsteuer. Die Tabakarbeiter „r. u. ___________m J Mannheims beschlossen, wie der „Voss. Ztg." »icben dic regelmäßigen Wochenplenarsitzungen des Bunbes- carbeS noch nicht sobalb wieber beginnen, aber bie Vorarbeiten ; fihr die nächste Reichstagssession müssen nun boch tn Angriff Kommen werden. Durch die Reichstagsauflösung vom 6. Mai ist die Durchführung einer ganzen Reihe gesetzgeberischer Pläne verhindert worden- z. B. sind das Reichs- fenchengesetz, die sogenannte „lex Heinze , nämlich der , Gesetzentwurf zur Bekämpsung der Unsittlichkeit, das Aus- t Wanderungsgesetz, der Gesetzentwurf über den Schutz der Naarenbezeichnungen unerledigt geblieben - alle diese und , r auB Wl(ll noch andere Sachen sind ja vorläufig unter den^Tisch ge- , u ^^n. Tagbl." meldet: Mit den Ausnahme- rss’Ä--® i sfeÄÄW tu jttjäftigen. .... k, and - isv-r lr a a ' aber -s ist auch wahrscheinlich, das di- R-gi-rung in manch-n welbet dst",P°st"" B-huft Varber-i.ung der Canferenz üb-r ; b^nd-r^ausg-r°gtt^B^r^-n tiefer Agüaiwn ^rang-h-n Neueste Nachrichten. Wolff- telegraphische» (Korrespondenz-Bureau. Berlin. 15. September. Der Commandeur deö 14. Armee- corpS, v. Schlich ring, ist L la suite de» badischen Letb- Grenadier-RegimentS Nr. 109 gestellt worden. Stuttgart, 15. September. Die Festoper (Tannhäuser), in der Scheidemantel Dresden den Wolfram gab, begann um 6*/t Uhr. Der Kaiser und die Kaiserin, sowie die fürstlichen Gäste erschienen vor Beginn de» zweiten Acte». Da» älteste Mitglied der Stuttgarter Bühne, Hofschauspieler Wallbach, brachte ein Hoch aus den Kaiser und die Kaiserin au», da» von den Anwesenden stürmisch ausgenommen wurde. Da» Kaiserpaar unterhielt sich lebhaft mit dem Kronprinzen von Italien. Stuttgart, 15. September. Bei dem heutigen Frühstück in der Billa Berg war der Kronprinz von Italien Gegenstand besonderer Aufmerksamkeit feiten» de» Kaiser- paareS und der KönigSfamilie. Der Kronprinz äußerte seine Freude, vom Kaiser auch nach dem schönen Schwabenlande geleitet zu sein, er nehme unauslöschliche herrliche Eindrücke und Erfahrungen mit in seine Heimath und danke für die herzliche Aufnahme. Karlsruhe, 15. September. Der Kaiser richtete an den Großherzog ein Schreiben, in dem er seine hohe Befriedigung über den vortrefflichen Zustand des Armeecorp» auS- drückt und dem Großherzog den wärmsten Dank sagt für da» lebhafte Interesse und die unermüdliche Thätigkeit, die er allezeit der Ausbildung der ihm unterstellten Truppen zu- gewendet hat- es gereicht dem Kaiser zur Freude, diesen Dank auch durch die Stellung deS commandirenden Generals Schlichting ä la suite des Leib-Grenadier-RegimentS zu be- thätigen. Er scheide dankerfüllt für den überaus herzlichen Empfang in des Großherzogs Hause und in Karlsruhe und bitte, diesen Dank auch der Bevölkerung auszusprechen. Straßburg, 15. September. Der Kaiser richtete an den Statthalter ein Schreiben, worin er für den warmen, festlichen Empfang seitens der Stadt und der Bevölkerung bei seinem Scheiden aus dem Elsaß dankt. Er spricht seine Befriedigung auS über die gute Aufnahme der Truppen trotz der verhältnißmäßig starken EinquartierungSlast und gibt der Hoffnung Ausdruck, bald Gelegenheit zu finden, unter der elsässischen Bevölkerung, wo er sich durchaus wohl fühle, öfter und länger zu verweilen. Dresden, 15. September. Heute Vormittag fand in Gegenwart des Königs und der Minister die feierliche Enthüllung des Denkmals für Kaiser Wilhelm I. statt. Oberbürgermeister Stübel hielt die Festrede. München, 15. September. Die Naturforscher- Versammlung wählte einen wisienschaftlichen Ausschuß. Nach Vorträgen von Hausen-Kiel und Hippe-Prag wurde die Versammlung mit Hochs auf den Deutschen Kaiser und den Regenten geschlofien. Nürnberg, 15. September. In der heutigen Sitzung der Naturforscher-Versammlung wurde ein wifienschast- licher Ausschuß gewählt, welchem auö Berlin angehören die Profefforeu v. Helmholtz, Klein, PringSheim, Gerhardt, Mendel und Fraenkel. Hierauf wurden noch zwei Vorträge gehalten und dann die Versammlung nach den herkömmlichen Danksagungen mit einem Hoch auf Se. Majestät den Kaiser und auf den Prinzregenten geschlofien. Grenoble, 15. September. Bet dem heutigen L eiche n- begängniß des Generals Miribel wurde der Sarg vom Bahnhof zur Cathedrale überführt- vier Generäle hielten die Bahrtuchzipfel. AIS Vertreter CarnotS war Oberst Pistor erschienen- zahlreiche Generäle, unter denen General Fredericks als Vertreter der russischen Armee erschienen war, Offiziere und eine große Volksmenge folgten. Die Trauerfeier und Leichenrede hielt der Bischof, der mit dem Segen schloß. — Bischof Fava sagte bei der Leichenrede u. A.: „ES waren englische Freimaurer — Palmerston —, die Frankreich zum Krimkriege antrieben und Gold und Silber reichlich Hinzuwersen zur Bekämpfung eines Landes, würdig sder Freundschaft Frankreichs- französische Freimaurer -sind eS, welche Frankreich zum Kriege gegen Oesterreich, gegen eine katholische Nation antrieben, der die Einheit Italiens herbei- führte, welche» heute die Alpeugreuze bedroht, die weltliche des Herrn in diesem sonst so freien Lande gefeiert wird. Die Straßen sind öde und menschenleer, die WirthShäuser voll- die Museen, die Theater, die Eoneertsäle sind geschlofien, die WirthShäuser offen. Die Postbeamten und die Briefträger haben Ruhe, weil die Postämter geschlofien sind, die Telegraphen« beamten und «Boten müssen arbeiten, weil die Telegraphenämter offen sind. ES ist dem Volke verwehrt, Sonntag» in den Thiergarten zu gehen oder in den Parks etwas Anderes zu hören, als Kirchenmusik, nach der die Meisten nicht» fragen und wobei sie nicht ein Mal eine Limonade ober ein BiScuit bekommen können - dagegen steht es Jedem frei, ins Wirthshaus zu gehen und sich dort zu betrinken. Man läßt die zahlreichen Eisenbahn-Angestellten tüchtig arbeiten und will die Orte, an denen das Volk, das sich langweilt, sich unterhalten und belehren könnte, nicht öffnen, damit die wenigen dort Angestellten Ruhe haben. Mau will die Leute zwingen, in die Kirche zu gehen, veranlaßt sie aber, in» Wirth»hauö zu gehen, da» Biele nur au» Langeweile betreten. Die in neuerer Zeit oft vorgcnommene Statistik be» Besuche» bei protestantischen Kirche zeigt, baß bic Mehrheit be« Publikums Sonntag» ber Kirche fern bleibt. Aber weder diese Erfahrungen, noch die eifrigen Bemüh- ungen ber verschiedenen Sonntagsvereine, noch die ewigen Petitionen, noch die vielen Zeitungsartikel waren im Stande, eine Aenderung in der strengen SonntagSgeietzgebung herbeizuführen, bi», wie gesagt, durch den Eingang» erwähnten Beschluß de» Parlament- endlich der Sann gebrochen wurde. Macht de» Papste» zerstörte und den Triumph Deutschland» 1870 herbeiführte. General Sauf fier hielt auf dem Friedhöfe eine Rede, in der er sagte, die Arbeit Miribel» gestattet un», heute allen Eventualitäten die Stirn zu bieten. Lotzillon sagte in seiner Rede, da» Werk Miribels bleibt bestehen und die Schüler, die er erzog, können sein Werk fortsetzen und vervollkommnen. AredenSborg. 15. September. Der Großherzog von Sachfen-Deimar wurde bei seiner Ankunft hier vom Könige, dem Kronprinzen und dem Prinzen Waldemar am Bahnhofe empfangen, worauf er mit dem König nach dem Schlosse fuhr. Petersburg, 15. September. Nach einer Meldung au» Riga ist die Anordnung getroffen, daß die Dissertationen behufs Erlangung gelehrter Grade an der Universität Dorpat zukünftig in russischer Sprache abzusafien sind. Petersburg, 15. September. An der Cholera erkrankten resp. starben vom 11. bi» 13. d». Ml», in Petersburg 122 resp. 43, in Moskau vom 9. bis 11. ds. MtS. 25 resp. 14; in den Gouvernement» vom 27. August bi« 2. September: in Lomsha 155 resp. 85, in KurSk 571 resp. 219, in Drei 623 resp. 215, in Tula 462 resp. 157; vom 3. bis 9. September in Wladimir 222 resp. 97, in MtnSk 136 resp. 66, in Mohilew 349 resp. 136, in Charkow 154 resp. 82, Cherson 145 resp. 78 und im Dongebter vom 5. bi» 11. dS. MtS. 107 resp. 73. Newyork. 15. September. Dem „Newyork Herold" wird au» BuenöS-Ayre» unterm 14. September gemeldet: Die brasilianische Jnsurgentenflotte von Rio de Janeiro eröffnete gestern da» Feuer auf die Fort» in der Nähe von Nietheroy und beschoß sodann die Stadl, namentlich da» Arsenal. DaS Bombardement dauerte von 11 Uhr Morgen» bi» 5 Uhr Nachmittags, richtete jedoch wenig Schaden an. Die Schiffe eröffneten heute wieder da» Feuer. Eine von den Insurgenten versuchte Landung wurde vereitelt. Beide Seiten hatten Verluste. In Rio ist die Ruhe vollkommen aufrechterhalten worden. Der Capitän des Kanonenboots „AlagoaS" fiel von dem Rebellengeschwader ab und eilte nach Rio, um den Vicepräsidenten Peixoto über die Bewegungen der Rebellenschiffe zu unterrichten. Alle für eine Landung günstigen Punkte bei Rio sind stark verschanzt. Die Landtruppen sind Peixoto treu geblieben und alle fremden Schiffe im Hafen bleiben neutral. — Die in BuenoS-Ayres wohnenden Brasilianer glauben, ein Sieg der Revolution würde eine Wiederherstellung der Monarchie bedeuten. — Die auswärtigen Handelsfirmen in BuenoS-AyreS pro- teftiren bei dem brasilianischen Gesandten gegen die SuS- Pension deS Telegraphendienstes mit Rio. Newyork, 15. September. Dem „Herold" wird über Valparaiso auS Rivera (Brasilien) gemeldet, daß die Aufständischen in Rio Grande do Sul die Stteitkräfte des Generals Castilho bei Bago geschlagen und viele Waffen erobert haben. Das Gefängniß in Rivera sei mit gefangenen Föderalisten überfüllt. BuenoSAyreS. 15. September. (Reutermeldung.) Die Kämpfe in Tueuman sind infolge einer Intervention de» Bundes beendet. Depeschen de» Bureau „Herold". . Berlin, 15. September. Zu der von anderer Seite verbreiteten Meldung, daß die Reichsregierung im Begriff stehe, wieder an die Reform des Militär straf- -rozesses heranzutreten, wirb von ber „Voss. Ztg." ge- chrieben, baß bic Neigung ber Reichsregierung zu ber Reform in bicser Richtung in keiner Weise Schritt mit der Stimmung unb ben Wünschen ber öffentlichen Meinung hält. Bayern will baS öffentliche Verfahren beibehalten, währenb Preußen unb bie übrigen BunbeSstaaten nicht geneigt finb, sich seinem Verfahren anzuschließen. Berlin, 15. September. Die Berliner Bewerbe- auSstellung für 1897 weist bereits einen GarantiefonbS von über fünf Millionen Mark auf. 3000 Aussteller sinb Qngemelbct. Würzburg, 15. September. Der wegen focialistischer Umtriebe in Untersuchungshaft befinbliche Lieutenant Hofmeister würbe heute zur Beobachtung seines Geisteszustandes in die UniversitätS-Jrrenklinik überführt. Straßburg, 15. September. Hauptmann Lothmar vom 31. Feldartillerie-Regiment hatte das Unglück, bei dem Kaisermanöver beide Augen zu verlieren. Er war vor die Feuerlinie geritten, als ihn ein Schuß aus einer nebenstehenden Batterie traf. Posen, 15. September. Die Ruhr tritt in ben Dörfern Cz ersk unb Malachin epidemisch auf- viele Kinder sind ber Krankheit bereits erlegen. Die Schulen mußten geschloffen werden. Prag, 15. September. Die jungczechischen Abgeordneten beabsichtigen, aus dem ReichSrath auszutreten und in die passive Opposition einzutreten. — Der Zweigverein der Grazer deutsch-nationalen Germania in Prag unb Brünn würbe polizeilich aufgelöst. Pari», 15. September. Der rabicale Abgeordnete See out te wirb bei der Eröffnung der Kammer einen Antrag einbringen, wonach Senatoren unb Äbgeorbnete für jede Abwesenheit ihrer Entschädigung von 20Franc» verlustig werden. Pari», 15. September. In offiziellen Kreisen bespricht man die Absicht, alle 36,000 Gemeinden Frankreich» an den Festlichkeiten in Toulon theilnehmen zu lassen, dadurch, daß sie einen Credit votiren, um jedem russischen Soldaten ein Andenken an den Besuch in Frankreich geben zu können. Toulon, 15. September. Der Gemeinderath ersuchte die Regierung um Uedersendung ber Musik der Garde rtipu- biicaine für bie Festlichkeiten anläßlich der Anwesenheit der russischen Flotte. Marseille. 15. September. Em Spezialausschuß hat sich gebildet behuf» Organisation von Festlichkeiten zu Ehren der russisch en Matrosen und Unteroffiziere. Der Präfect versprach dem Ausschuß die freundlichste Unter stützung. Grenoble, 15. September. Der Gemeinderath bewilligte 600 Franc» für einen Kranz für den Sarg de» General» Miribel unb beschloß, bei dem Begrabniß in sämmtlichen Straßen schwarzuwllone Laternen brennen zu lassen. >oiboi, 15. September. Laut Berichten au» Wakefield herrscht das größte Elend unter den Ausständigen, troydem sind dieselben entschlossen, ben AuSstand weiterzosühren, bis ihre Forderungen angenommen worden sind. Andererseits beschlossen die SertretcT der vereinigten Grubenbesitzer, zu erklären, e» sei ihnen unmöglich, eine Lohnerhöhung zu gewähren. Antwerpen, 15. September. Die Presse wirft der Stabt- Verwaltung Nachlässigkeit vor, da dieselbe ausländische Blätter nicht verfolgt wegen ber falschen Gerüchte, bie über ben GesunbheitSzustand Antwerpen« auSgestreut werden. Notterdam, 15. September. Gestern kamen in Holland 6 Cholerafalle vor, von denen bereit» 5 tödtlich verlaufen sind. Lissabon. 15. September. In ben letzten vier Tagen sind 34 Erkrankungen und 13 Todesfälle an Cholera vor- gekommen. «othenbnrg, 15. September. Für die Elchjagd auf Hunneberg, zu welcher Kaiser Wilhelm erwartet wird, sind die Vorbereitungen in Angriff genommen und die Treiber aufgeboten; ber Elchbestand im Kronparke Halle-Hunnederg wird auf zweihundert Stück geschätzt. Cocale» unb provinjicllc*. Gießen. 16. September 1893. * • Polizeiliches. Nach beendetem Urlaub hat Herr Polizeirath Fresenius am Heutigen die Geschäfte de» hiesigen Polizeiamtö wieder übernommen. • * Unfall. Gestern Abend 11 Uhr wurde ein älterer hiesiger Postschaffner von einer Locomotioe am Fuß überfahren und derart verletzt, baß er in die Klinik ver- bracht werden mußte. Der Berletzte hatte an dem Coblen cr Zug die Postsachen abgeholt unb war eben im Begriff, mit dem Postkarren em zweite« Geleise zu überschreiten, al» ita eine von ber Drehscheibe abfahrenbe Maschine erfaßte. Starker Nebel soll mit Schuld an dem Unfall gewesen fein. Außer der Amputation einiger Zehen dürfte der Unfall für ben Verletzten glücklich vorübergehen. Nieseukürbifie. Mit Bezug auf die in Nr. 217 de» „Gießener Anzeiger" im Provinziellen gebrachte Notiz von Friedberg, daß daselbst Kürbisse von 60 Pfd. gezogen sind, wird unS von Herrn ArresthauS-Verwalter Schäfer mit- getheilt, daß in den Anlagen zwischen Justizgebäude und Arresthaus unter anderen zwei KürbiSexcmplare von 61 und 38 Pfd. an einer Rebe gezogen worden sind unb von Jedermann besichtigt werden können. * * 3n Amerika verstorbene Heften. New-Dork City, N. U. Jacob Schäfer, 59 Jahre alt, aufl König. (Jarl Dingelbey, 63 Jahre alt, au» König. Joh. Baptist Müger, Sohn von Dr. Johann Müger, 50 Jahre alt, au» Gau AlgeSheim. Brooklyn, N. D. Heinrich Bechtold, 57 Jahre alt, au» Lißberg. ♦ ♦ Falsche Zwanzigpfennigstücke sinb seit einiger Zeit wieberum in Umlauf gesetzt worben. Nun ist in Braunschweig ein Mann festgenommen worden, der geständlich seit dem Monat Juli d. I. solche Falschstücke angeferttgt und in den Verkehr gebracht hat. Von diesen au» einer Legirung von Zinn unb Blei ober au» Zinn allein bestehenden, die Jahreszahl „1888" tragenden Münzstücken, die den Adler etwa» verwischt er- scheinen lassen, muß doch eine ziemliche Menge im Verkehr sein. Außer diesem unschädlich gemachten Falschmünzer müffrrt aber noch andere gegenwärtig thätig sein, denn man hat auch noch Zwanzigpscnntgstückc au» minderwerthem Nickel mit der Jahreszahl „1887", Zehnpfennigstücke au» Blei mit her Jahreszahl „1876", Fünfpfennigstücke au« Blei mit Zinn mit der Jahreszahl „1876", Markstücke in ähnlicher Zusammensetzung mit den Jahreszahlen „1875, 1876 und 1887". Zweimarkstücke au» Hartguß mit der Jahreszahl „1877* unb Thalerstütke an» Blei bezw. Hartguß mtt der Jahreszahl „1824" angehalten, deren Verfertiger noch nicht ermittelt sind. * * Ter Ketreidemarkt. Die lange Baisseperiode auf dem Getreidemarkte scheint endlich ihren tiefsten Punkt erreicht zu haben. Denn in der abgelausencn Berichtswoche machten sich verschiedene Bestrebungen zum Besseren im Getreidegeichäft geltend, und wenn dieselben auch noch nicht zum völligen Durchbruche gelangt sind, so eröffnen sie doch immerhin Aussichten auf einen Stimmungswechsel dc» Markte». Für Weizen wie für Roggen haben die Preise bei belebterem Geschäft fast an allen Plätzen etwas angezogen, bessere AuSlao^bkrichte und die Beendigung der Kündigungen haben wohl gleichmäßig zu dieser Erholung beigetragen. Cb die sich jetzt mark tende steigende Tendenz Dauer verspricht, die» müssen indessen erst die nächsten Wochen lehren. Eine immer festere Haltung nimmt Hafer an, wo» seinen Grund zum großen Thetl darin hat, daß lieferungsfähige Woare sehr knapp wird unb daß die Haferernte in Europa ein vorwiegend ungünstige« Resultat aufweist, wa» auch die verhältnißmäßig guten Haferernten Rußlands und Rumänien« nicht auszugleichen vermögen. An ber berliner Productenbörse notiuen: Weizen per 1000 Kilogramm von 143 bi« 156 Mk, Roggen von 125 bi» 133 Mk., Hafer von 149 bi» 184 Mk., Gerste von 125 bi» 190 Mk. • (Brünberg, 11. September. In Kürze trifft, wie verlautet, da» für die hiesige Wasserkunst bestellte neue Pumpwerk dahier ein. □ Hambach. 15. September. Ein emsetzliche» Familiendrama spielte fich in verflossener Nacht in unserem Crte ab und setzte die Gemüther in große Aufregung. Der dem Trünke ergebene und durch denselben in feinen Bermogen»verbältniffen dich der Stott. cul kerben " !Tf’n 5 ddtlich D(. «mS kr 7 »°!o S. Üiet 2»8t: ^^lrra bot sehr zurückgekommene hiesige Wagner R. lebte mit seiner Ehe- irau, der Gemeindehebamme, in Unfrieden und öfterem Streit. Bei einem solchen, den er in verfloffener Nacht heraufbesckworen, ergriff er eine Jagdflinte und feuerie auf seine Frau. Schwer rerletzt flüchtete dieselbe, sich mühsam fortschleppend, aus dem Hause. Der Unmensch schloß sich hierauf in ein Zimmer ein, Jede«, der sich ihm nahen wollte, mit Erschießen drohend. — Den GenSdarmen ©cum und Volk von Ruppertenrod, d e man noch in der Nacht geholt, gelang eS indessen, des Thäters habhaft zu werden und ihn in daS AmtSgefängniß Homberg abzuliefern. Auch nach seiner Mutter, die nach Amerika gegangen ist, hat der Ruchlose früher einmal geschossen, ohne sie jedoch zu treffen. Hoffentlich legt man ihm jetzt die Schießerei für immer. * Friedberg, 14. September. Der OberhessischeObst- bauverein veranstaltete gestern im Saalbau eine Obst« auSstellung, verbunden mit einem Obstmarkt. Die Betheiligung war verhältnißmäßig gering. Durch daS Büreau des Vereins wurden indeß eine größere Anzahl Kaufverträge abgeschlossen. nn. Darmstadt, 15. September. Vom 21. mittel- rheinisch en Turnfest. Gestern Abend fand in der Turn- lles. tember M. a“6 Hen «toatttt teil "" bieM vQQe^unnei(r; bt ‘in älterer 3t’De Qm ™ AM BtI: 1 Noblen..- .7 M. r Igelten, qU0 erjche. sen sein. 8^ Unfall für in in Nr. 211 rächte Notiz do: ^gezogen fall, Schäfer mit iftisgcbäube m? templare oon worden fab u-d v-Iork Git- s fc alt, auS echtold, 57 Ich seit einiger Zrii Braunfchweiz h seit dem Mono: in ben Verkehr । von Zinn und hreszahl „1888* 16 verwischt er- :tny nn Bnlck schnmnzer wch nn man hat hülle der Turngemeinde Darmstadt die letzte Sitzung deS WohnungSausschusses statt, wobei die Abrechnung über di« Einnahmen und Ausgaben mit dem Festcassirer Herrn Pfandhaus-Vorsteher Paul vorgenommen wurde. Bei dieser Gelegenheit konnte derselbe daS folgende erfreuliche finanzielle Ergebniß aus dem Feste zur Kenntniß der Anwesenden bringen: Eingenommen wurden: Für den Verkauf von F >«* Weit H°ltM zeu Theil W wird unb dah 25 » S 25 W 190 , triff«, Bekanntmachung. Eisenlieferung. 20 Eentner Nächsten 7875 Gnauth. Die Lieferungsbedingungen können E. Ludwig Lack, 78401 lagen, Nachmittags von 3 bis 5 Uhr Schmitt. 7833 SUPPEN Gießen, 15. September 1893. Großh. Universitäts-Rentamt. versteigert werden. Der Anfang ist beim Teich, im Kandwirthschastliches Versuchsfeld. braucht, zu verk. Nordanlaqe 28. II. Bekanntmachung. Der Unterricht in der Stadtmädchenschule beginnt wegen Herstellung der Schulfäle erst Montag den 25. I. M., Morgens 8 Uhr. Gießen, den 15. September 1893. Für den Schulvorstand: Gnauth, Oberbürgermeister. Fuhr, Oberlehrer. [7871 Obst Versteigerung. Mn-eMe tiftnUelute. Nächsten ■ Die Lieferung von 524 m Weichenschwellen 94 Goidhv iau8 Eich«NHolz ist zu vergeben- Bedtn- DllNNkkölä^ ätU 41. L-kpIok., gungen mit Verzetchn'ß siod bei unserer Aeisgeöotenes. Frische Cervelatwurst empfiehlt _________Wallthorstra^e 4. 7868} Badewanne, gr., wenig ge- Zufammenkunft bei der Kirche. Annerod, 16. September 1893. Großh. Bürgermeisterei Annerod. 7872 Eng elhardt. Artillerie-Kummt, Z gr. Parthie, fast neue, gebr. ein- und zwei« svänn. Ehaisengtschirre emvfiehlt Jean Werner, St'ststr. 3, Ecke Aeil, ssr»nlcf./U. 7864 Grobherzogliche Direktion. Für die Großherzoglichen neuen j . Die Lieferung der zur Erbauung Kliniken in Gießen soll die Lieferung ES ^uerlüsch -Gerathe - Magagms nachbenannter Producte auf dem erforbcr chen Anker Klammern u.s.w öffentlichen Submissionswege vergeben veranschlagt tb. 400 kg, Jonneteo werden und zwar: I-T^n aus Walzersen, veranschlagt Aepfel, rd. 8000 kg., soll ' Donnerstag, 21. ds. Mts., Vormittags 11 Uhr, im Wege des öffentlichen Angebots vergeben werden. Bedingungen und Angebot-Formulare durch das Stadtbauamt. Gießen, den 16. Septbr. 1893. Großh. Bürgermeisterei Gießen. auf dem Verwaltungsbüreau der neuen;c . SUnihn « Gi-H°n an ben Wachen. > um «8. d. M. b > der un er. ._____ M.. _____ r» - ml- । leimneten Stelle abiuaeben, wo elb t Großherzogliche Direction der neuen Kliniken. 7844 gez. Riegel. ▼ Trommeln. — Pfeifen. — Trompeten. 5 Harmonikas, Zithern, Violinen, Flöten, ▼ sowie alle lostrumente In grösster Auswahl zu Fabrikpreisen In der ▼ 0 Instrumentenfabrik und Handlang ▼ : Ernst Challier (Rudolphs Nachf)., Giessen. ♦ Illastrirte PreiBverzeichniese gratis und franco. [7826 -bzug-b-n in der «M11 F. Schott, Bahnhofttr. ^3, 7866] Zwei gute vsfe« und mehrere Ecke der Löwengasse. [7865 risch, bill. zu verk. Grünbergerflr. 13. eingesehen werden. Offerten sind verschlossen mit entsprechender Aufschrift versehen bis zum Dienstag den 3. October, , Bormittags 12 Uhr, cuf das oben erwähnte Büreau ein-1 Vormittags 10 Uhr, Magazinsverwattung dahier, sowie bei den soll da- ber Gemeinde Annerod ge. S“'*0;,'" ' , . < r. « v m t r Kpcn, Angebote dis zum 2a. eeptemvet i hörende Obst, bestehend m Aepfeln HK. IS. dahier einzureschen. und Birnen, versteigert werden. '^Gteßen, ben 15. ©eptcmbcr_1893. Die Ernte von einem Morgen Kar- toffeln in der Erde soll meisibietend 1 ObStVerStClgCrilDg. verkauft werden. Gebote sind ors ° 'zum 28. d. M. bei der unter-, Dienstag den 19. 1. Mts., zeichneten Stelle abzugeben, woselbst deä Vormittags um 10 Uhr beginnend, auch die Bedingungen einzusehen sind, .soll das hiesige Gemeinde-Obst, zum - - - -- 'größten Theil in Aepfeln bestehend, i oberen Theil des Orts. Rödgen, 15. September 1893. zureichen. , ftsslh klltlkttte WeiNsÜfftt ! «Sr°bh- Bürgermeisterei Rödgen.^ Gießen, den 15. September 1893. 220 u. 440 Ltr. haltend , billigst c--------------------- 600 n gute Speisekartoffeln i (magnum bonum), | 20 w Salatkartoffeln, s g. Mäuschen, 10 «, untererdige Kohlrabi,' 2 // obererdige „ 8 // Zwiebeln, 2 M rothe Rüben, 2 // Meerrettig, 10 Gelberüben, 500 Stück Weißkraut, 150 // Rothkraut, 200 n Lauch, 350 H Sellerie. J. Pfeffer (7856) Capes und Jaquels sind in großer geschmackvoller Auswahl neu eingetroffen. Ebenso zeige den Eingang sämnitlicher neuen Kleiderstoffe an. 7857 Marktplatz 6 J. Pfeffer Ilir llful)fitfn für hen HM und Minter in Kleiderstoffen ».Damen- Herrn Musikdirector- Krautze. 7955 sind eingetroffen und empfehle solche bestens. A. Docter, Seltersweg 7832 Mk. 1.10 bei (Netzen. [7860 Bestellungen einige Tage vor Bezug zu erfolgen. [7831 Städtisches Gas- und Wasserwerk Gießen. Ein cautwnsfäh. Wirtt) Offerte beliebe man unter N 100 an die gLangen zu lassen. Der Vorstand. 7843 billigsten Preisen bitte ich um geneigten Zuspruch. [7854 flm il. d. SW. ist am hief. Bahn n etnrLdrtger Schubkarren Albert Franke, Schuhmacher, n, bet ^ogt4 zu vermtetben Nordanlage 28 Sckreinermeister, Sch'ffevbergerweg 5b. gewünschten Auskunft. P wozu ergebenst einladet [7828 Der Wirth Wilh. Albach. H. SchäferI-, Wirth. wozu ergebenst einladet dte5actton A. 6 tb eq b e. — Drnck anb ftfrieg bn Br >» v für den (Seniner ab Gaswerk: 1.20 1.25 1.25 Herrenkarten an der Kaffe ä 1 Es ladet ergebenst ein Bei bekannter Restauration Bier im Glase aus der l-ambrinus- Brauerei (Melchior) Butzbach, sowie m der grotzen gedeckten Halle Au-schank de- Export-Biere- der Actien-Brauerei Ltern, Oberrad- Frankfurt, wozu höflichst einladet w Jäaer. 78-S) Logt», 4 und 5 Zimmer nebst 7869s Zubehör, Goetheftratze, zu vermicthen. 7H46T _______g* H«h«, ir-leichstratze. , 6ofc e(.............. 7839] Wohnung von 5 Zimmern mit abhanden gekommen- ES wird gebetr Zubehör, sowie ein kleines Mansarden- etwaiger Enid die- der Polizei zu Für Anfuhr an das Haus, die vom Gaswerk aus bei Abnahme von 5 Ctr. erfolgt, werden 5 Pfg. für den Ctr. berechnet; Herr Cmil Pistor schickt auch kleinere Mengen zu. Bei gleichzeitiger Entnahme von 35 Ctr. ermäßigen sich die Preise um 5 Pfg. und von 200 Ctr. um 10 Pfg. für den Ctr., doch haben solche Dermielhungcn. 7821] Kleine« Vogt« zu vermiethen. Eonnenstratze 7. Anfang S Uhr. 17827 Der Vorstand. - - - ____ -- Polizei zu meld. 7734s Ein braver Junge kann in die Lehre treten bei 9. Hetnzerltng, Gothaer Lebensverficherungsbank. Der unterzeichnete Vertreter dieser ältesten nnd größten deutschen Lebensversicherungsanstalt empfiehlt sich zur Vermittelung von Versicherungen und erbietet sich zu jeder 7825] Mehrere LalalölfLster und HLrtng«tonnen billigst adzugeben. Neustadt 79. | Gefcstäfts Empfehlung. Einem geehrten Publikum zur gefl. Kenntniß, daß ich mich hterselbst im Hause des Herrn Restaurateur Heb st reit al- M Schuhmacher M niedergelaffen habe. Unter Zusicherung guter und dauerhafter Arbeit da £>mmfdjte Anzeige«. 7822] Ein kleiner Garten, womög-1 lick am Nahrung«berg, zu kaufen gesockt Offerten erlittet H. Kühn, Selter-weg 86 1 tuifcrt (Rr. 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September, von Nachmittags 3 Uhr ab, in den Gartenanlagen des Gasthauses „Zur Vurg Münzenberg": großes -]iniilär=ttonrerl au-gefuhrt von der ganzen Capelle de» Infanterie »Regiments „Kaiser Wilhelm" (2. Großh. Hess.) Rr. 116, unter persönlicher Leitung de« Gärlncr-Vercin Flora. Samstag den 28 September: Feier des 4. Stiftungsfestes im Saale de- Cafe Leib verbunden mit Concert, Theater, Ball u f. 10 Daubringen. Sonntag den 17. nnd Montag den IS. Leptember: Kirchweihfest Gießener Zitherclub (Wohlthätigkeitsverein). Heute Lountag den 17. Leptember: Concert und Tanz im C a f 6 Leib. Gntv6e für Herren 50 Pfg. Mitglieder frei. 9^ Bier im Gla». 7829 Der Vorstand. Zum Chausseehaus. Heute tonnlafl: 7853 Heinrich Hochreuther, ^öberstrastc 2 II. Z'andwirlhschastsschule lu Weiidurg^ö. t'ahn. Oeffentttche Prüfung zum Schluß de« Sommerhalbjahr- 8. Crtebtr. Das Winterhalbjahr btfltnnt für die Abtheilung der Anstalt, deren Ärtfaruantfk zugleich zum einjähria-freiwilligen Militärdienst berechtigen, am 19. vetaber, für die ander« (Winterkurse) am 3. «svember. Anmeldungen für beide bi« zum 16 CrtM*« an Dirertor Ädfcat in Weilburg, welcher auch Programme (kostenfrei,' oersevdei und wettere Auskunft ertheilt. P&1O b l>*n Caratorlnm. gez. v. Tepper La«ki, «önigl. Regierungspräsident in »te»dap«n. 7hbbi Student, am liebsten Theologe, erhält freies Logis gegen Nachhülfe» stunden eine- Schüler«. Zu erfragen in der Exped d- Bl- 7W23] Junger Kaufmann wünfckt in f. freien Stunden die Führung von Geschäftsbüchern u. f. w. zu üdernedmen G.fl- Offerten unter 0 8 an die Sxped dieses Blattes. COHCOX'dia. I 7^50^ Mädchen können Weiß- irn-Xm.ka 17 zcugnähen, Maschiucnnähcu, llrtrthto MA* Weiß- und Buntfticken erlernen. JlQriljte Navi Buomgen. Rähercs Dammstraße 30, HL Heute Gam-tagr BeretnSloral. Weissbinder-Geselle Der vornano. sofort gesucht. [7849 K. 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Nähere« Schützenstraß.' 11 • 7834] (i in Fam--LogiS, sowie 2 mäbl. Zimmer zu verm- Sonnenstraße 9 7Ö16] Zwei schöne Zimmer, möblirt oder unmöblirt, an einzelnen Herrn oder Dame zu vermiethen Die,strahe 8. 78-4] Pier schön mäblirte Zimmer mit, auch ohne Kost zu vermiethen. ________________________Lrandgaffe 8. 787d] Möbl. Zimmer zu vermiethen Bleichstrahe 12, Hinterh., 2. Etage 7^67s'chsn schön möblirteS Zimmer, auf Wunsch mit Kost, sowie ein kleine« Logt« fofort zu vermiethen. ch. Kiefer, Neuenweg. 7845] Einfach möblirteS Zimmer zu vermiethen 'Heuen Bäue 12, 3. Stock. i schöne« möblirteS Zimmer vor >