Nr. 114 Erstes BUM Mittwoch deu 17. Mai 1893 ®«r IM» T täglich, ■M lusnah«, btf Mvnta-I. •te •wW« btm 4b(|V«|< Vielt 61 Aints- unfc AnzergsblLrtt für den lirei> (Sieben. Wneei a t »0« Anzeigen zu brr Nachmittag» für ceu JMftnbnB €aa rrlcheineudeu Nummer 611 Borat. 10 ilhe. «WWMWWMWWM—SWS—W»S—«MWW« Kratisöeikage: Hießener Aamikienökätter. ■M Alle Lnuonciu-Bureaux bd Ja. and BaMaabcl Nehm« Aazeigem für den ^Gtrßearr Nazeiger^ entgegea. fl I 'N IM, ! i MWgMWWWMMWWGWGWWWWMWMWMW Deutsches Reich. Darmstadt, 15. Mai. Seine Königliche Hoheit der Großherzog traf heute Vormittag gegen 9 Uhr in Wien ein und wurde von dem Kaiser, den hier anwesenden Erzherzogen und zahlreichen hohen Würdenträgern auf dem Bahnhof empfangen. Bei der Einfahrt des Zuges in den Bahnhof spielte die Musik die Nationalhymne. Nach der Begrüßung zwischen dem Kaiser und dem Großherzog, welche einen sehr herzlichen Character trug, begab sich der Groß- Herzog mit dem Kaiser zu Wagen nach der Hofburg, wo die obersten Hofwürdenträger und der Graf Kalnoky erschienen waren. Im Laufe des Vormittags stattete der Großherzog den hier anwesenden Erzherzogen Besuche ab. Darmstadt, 14. Mai. Wegen des Ablebens Seiner Durchlaucht des Fürsten Georg Victor zu Waldeck und Pyrmont ist auf Allerhöchsten Befehl eine Hoftrauer vom Heutigen bis zum 21. l. M. einschließlich angeordnet worden. Berlin, 15. Mai. Den hervorstechendsten Characterzug der Reichstagswahlbewegung in deren bisheriger Entwickelung bildet die Zerfahrenheit der Parteien und die sich hieraus ergebende Unzahl der Candidarnren um die 397 Reichstagsmandate. In einigen Wahlkreisen haben allerdings die politisch einander am nächsten stehenden Parteien bereits freundschaftliche Abkommen bezüglich eines gemeinsamen Candi- daten getroffen, aber m der Hauptsache geht jede Partei für sich in den Wahlkampf. Es kann daher schon jetzt behauptet werden, daß diese Zersplitterung unserer Parteiverhältniffe auch in der jetzigen Wahlbewegung eine ungewöhnlich große Anzahl von Stichwahlen nöthig machen wird, welches leidige Berlegenheitsmittel doch wahrlich nicht dazu beiträgt, unser politisches Leben gesunder zu gestalten. Schon aus diesem Grunde erscheint es als höchst wünschenswerth, daß sich die einander politisch mehr oder weniger eng befreundeten politischen Parteien bereits für die Hauptwahl verständigen, wo dies nur irgend angeht, obwohl auch noch andere Erwägungen auf eine solche Nothwendigkeit Hinweisen. Vorläufig macht der Gang der Wahlbewcgung noch nicht den Eindruck, als ob sie zu wirklichen Wahlbündnissen allgemeineren Characters nach dieser ober jener Richtung sichren sollte, vielmehr dürfte das bunte Durcheinander im Wahltreiben auch noch weiterhin andauern. — Die am Samstag in Berlin stattgehabte Generalversammlung des deutschen Bauernbundes hat mit allen gegen sechs Stimmen die Auflösung des Bauernbundes und dessen vollkommene Verschmelzung mit dem „Bund der Landwirthe" beschlossen. Der schon jetzt nicht zu bezweifelnde politische Einfluß des letzteren wird durch den Liebertritt des Bauernbundes sicherlich eine bemerkenswcrthe Stärkung erfahren. — Die Berliner Börse greift in sensationeller Weise in die Wahlbcwegung ein. Eine Anzahl ihrer hervorragendsten Mitglieder hat einen Aufruf veröffentlicht, welcher zunächst der Ucberzeugung Ausdruck gibt, daß die Verstärkung der Wehrkraft Deutschlands eine gebieterische und unabweisbare Nothwendigkeit iei. Im Anschlüsse an diese Erklärung fordert dann der Ausruf zu Beiträgen behufs Unterstützung der Wahl derjenigen liberalen Candidaten aller Schaitirungen auf, welche u^ter rhunlichster Berücksichtigung der wirthschaft- lichen Bedürfnlsse nach Abkürzung der Dienstzeit für die durch die Militärvorlage beabsichtigte Stärkung unserer Wehrkraft eintreten wollen. Dresden, 14. Mai. Seine Königliche Hoheit der Großherzog von Hessen nebst Gefolge sind heute Abend mit Zug 9 Uhr 11 Min. von hier nach Wien weilergereist. Marburg, 15. Mai. Als Gegencandidat des Dr. Böckel ist der Gutspächter E. Lucke von Patershausen bei Offenbach a. M. ausgestellt worden. Er ist von dem Bund der Landwirthe in den Kreisen Marburg, Kirchhain und Frankenberg Vöhl in Vorschlag gebracht und es hat die conseroative Partei der drei Streife sich dahin schlüssig gemacht, für diesen Candidaten, welcher erklärt hat, sich den deutschen Conservativen im Reichstag anschließen zu wollen, einmüthig einzutreten. Es steht zu hoffen, daß auch die Nationalliberalen daffelbe thun. Frankfurt, 16. Mai. Die vereinigte demokratisch- freisinnige Gruppe hat bis jetzt noch keinen Candidaten nominirt, die socialdemokratische Partei stellt wieder den seitherigen Reichstagsabgeordneten Schmitt auf, Herr Dr. Fester soll eine nationalliberale Candidatur annehmen. Neueste Nachrichten. DolffS telegraphisches Torrefpondenz-Bureau. Berlin, 15. Mai. Der Bundesrath stimmte dem Gesetzentwurf über die Ersatzvertheilung in der durch den Reichstag abgeänderten Fassung zu. Berlin, 15. Mai. Der Mathematiker Prof. Kummer ist gestern 'gestorben. Berlin, 15. Mai. Nach einem Telegramm des deutschen Consulats in Capstadt meldete Hauptmann v. Francois dorthin, daß er Hör nkranz am 12. April erstürmt habe. Aus deutscher Seite ist der Gefreite Sokolowski tobt, die Soldaten der Schutztruppe Bartsch, Hermann und Dietrich sind verwundet. Der Verlust Witbois betrage achtig Tadle und hundert Verwundete. Bückeburg, 15. Mai. Der Kaiser traf um 9 Uhr Vormittags ein. Er wurde vom Fürst Georg mit den Prinzen des fürstlichen Hauses empfangen und in das Schloß geleitet. Der Kaiser begab sich sofort zum Katafalk des verstorbenen Fürsten, legte einen Kranz nieder und verweilte in stillem Gebet. Hierauf sand die Trauerfeierlichkeit statt. Nach Einsegnung der Leiche setzte sich der Trauerzug unter Kanonendonner und Glockengeläute in Bewegung. Voraus marschirten zwei Compagnien des 7. westfälischen Jägerbataillons. Zunächst dem Sarge ging der Kaiser, Fürst Georg :c. Die Beisetzung erfolgte im Mausoleum in Stadthagen. Der Kaiser reift 7 Uhr Abends nach Berlin zurück. Hamburg, 15. Mai. Falsche Gerüchte über neue Cholerafälle waren heute wieder an der hiesigen Vorbörse verbreitet. Nach Erkundigung an amtlicher Stelle ist kein Cholecafall vorgekommen und der Gesundheitszustand in Hamburg ganz ausgezeichnet. Wien, 15. Mai. Der Großherzog von Hessen besuchte heute im Laufe des Tages die Kronprinzessin Stefanie und dann in Begleitung des Kaisers die Kaiserin. Rom, 15. Mai. Der Papst empfing heute die polnischen Pilger, ungefähr 180 an der Zahl. Der Erzbischof von Gnesen und Posen, Dr. v. Stablewski, verlas eine Adresse in lateinischer Sprache, welche der Papst lateinisch beantwortete. Die Pilger überreichten einen Peterspfennig im Betrage von 50 000 Mark in Gold. Der Audienz wohnte der Cardinal Ledochowski bei. Unter den empfangenen Pilgern befanden sich zahlreiche Vertreter des polnischen Adels. Depeschen deS Bure«u „Herold". Berlin, 15. Mai. Die „Nordd. Allg. Ztg." erklärt, daß die Blättermeldnng, wonach in den letzten Tagen im Reichskanzlerpalais eine Versammlung hervorragender Berliner Bankdirectoren stattgefunden haben soll, sowie die daran geknüpsten Folgerungen jeder Begründung entbehren. Berlin, 15. Mai. Fürst Bismarck erklärte definitiv, kein Reichstagsmandat mehr annehmen zu wollen. Graf Herbert Bismarck candidirt im Wahlkreise Jerichow. Thorn, 16. Mai. Die Handelskammern Bromberg, Posen, Danzig, Thorn und Stettin richteten an den Cultus- minister eine Petition um Aufhebung ober Ermäßigung b er Sanitätsgebühren .für Flöße und Kähne auf der Weichsel. Der entsandten Deputation wurde nur eine Ermäßigung, keine Aufhebung der Gebühr in Aussicht gestellt. Köln, 15. Mai. Eine Versammlung des national- liberalen Centralwahlcomites für die Rheinlande beschloß, in jedem Kreise einen selbstständigen Candidaten aufzustellen, nicht aber einen dem Centrum angehörenden Candi- daten, der für die Militäroorlage sei. Bei Stichwahlen soll es jedem Kreise überlassen bleiben, den örtlichen Verhältnissen entsprechend zu handeln. Demnächst wird ein besonderer Wahlaufruf erscheinen. Stuttgart, 15. Mai. Die Vertrauensmännerversammlung der deutschen Partei Württembergs stimmte dem Wahlaufruf der nationalliberalen Partei zu, betonte aber, der Antrag Huene sei das weitgehendste Zugeständniß in der Militärvorlage. Petersburg, 15. Mai. Es wird beabsichtigt, eine Eisenbahn von Astrachan ans durch die Kirgisensteppe Hach dem Hauptorte der Uralindustrie Gurjewo, zu erbauen. Odessa, 15. Mai Ein großer Theil der deutschen Colo nisten in Südrußland schloß mit der rumänischen Regierung einen Vertrag ab, durch welchen ihnen ihre Sprache und ihre Namenseigenth'ümlichkeiten gewährleistet werden. Die Uebersiedlungen nach Rumänien sind sehr zahlreich. Wandsbeck, 16. Mai. Im holsteinischen Orte Schisf- beck ist ein Arbeiter unter choleraverdächtigen Umständen erkrankt und gestern gestorben. Zwölf Arbeitsgenoffen des Verstorbenen sind sofort in die Jsolirbaracke übergesührt worden.' Die umfassendsten Sicherheitsmaßregeln sind an- geordnet. Cocoles und provinzielles. Sieben, 16. Mai 1893. ♦* Oefseutliche Sitzung des Provinzialausschufies der Provinz Oberheffeu vom 13. Mai 1893. 1. Gesuch deS Adam Lorenz Dingel zu Grüningen um Concession zum Betriebe einer Gastwirthschast. Fragl. Gesuch ist vom Kreisausschusse Gießen zuerst in nichtöffentlicher und dann in der vom Gesuchsteller beantragten öffentlichen Verhandlung abschlägig beschieden worden. Gegen diese Entscheidung hat Bingel Rccurs verfolgt mit der Begründung, daß die bestehenden Logirwirthschaften dem Bedürfnisse nicht genügten. Die Vernehmung zweier auswärtiger Zeugen ergab, daß es vor ungefähr zwei Jahren vorgekommen sei, daß in je einem Falle die Einstellung von Pferden und das Ueber- nachten eines Handelsmannes nicht möglich, bezw. mit Schwierigkeiten verknüpft gewesen sei. Zu Ende vorigen und resp. zu Anfang dieses. Jahres ist jedoch drei Schankwirthen die Berechtigung zum Logiren ertheilt worden. Der RecurS wird abgewtesen und dem :c. Bingel die Kosten des Verfahrens, sowie 10 Mk. Aversionalvergütung auferlcgt. — 2. Beanstandung der Bürgermei st erwähl in Bingenheim- Die Bestätigung dieser Wahl war durch den Großh. Kreisrath deS Kreises Büdingen beanstandet worden,- der dortige Kreisausschuß erkannte jedoch, daß die Bestätigung des neugewählten Bürgermeisters erfolgen solle. Gegen dies Erkenntniß ist seitens des seitherigen Bürgermeisters RecurS verfolgt worden, zu dessen Unterstützung heute ein von fünf Gemeinderathsmitgliedern unterzeichnetes, deren Einverständniß ausdrückendes Schriftück von dem Anwalt des Recurrenten präsentirt wurde. Es handelte sich, da Reclamationen gegen die fragl. Wahl nicht erhoben worden sind, um die formelle Frage, ob dem Bürgermeister das Recht des Recurses zu- steht. Der Anwalt des seitherigen Bürgermeisters Lahm spricht für Bejahung, derjenige des neugewählten Bürgermeisters Müller dagegen für Verneinung dieser Frage. Der Recurs wurde als unzulässig abgewiesen und Bürgermeister Lahm in die Kosten verurtheilt, demselben auch ein Aversional- betrag von 25Mk. auferlegt. — 3. Reclamation gegen die Bürgermeisterwahl zu Höchst a. d. N. Gegen diese Wahl ist Reclamation erhoben worden und zwar namentlich wegen vorgekomckkener Wahlbeeinfluffungen. In erster Instanz ist dieser'Reclamation keine Folge gegeben worden, loeil die behaupteten Stimmbeeinflussungen nicht genügend erwiesen, bezw. als solche erkannt werden konnten. Eine größere Anzahl Zeugen wurde vernommen und drehte es sich in der Hauptsache um die Feststellung der von einem Kauf- manne, sowie einem Kreisstraßenwarten ausgegangenen Beeinflussung. Der Vertreter der Reclamanten erachtete die letztere für erwiesen und beantragte Aushebung der Wahl, während der Anwalt des wiedergewählten Bürgermeisters für die Bestätigung des Kreisausschußurtheils spricht. Nach letzterem Anträge entschied der Prooinzialausschuß und verurtheilte die Reclamanten in die Kosten und zur Zahlung eines Aversums von 20 Mk. — 4. Voranschlag b er Gemeinde Reichelsheim pro 1891/92, hier die Reclamation gegen Ermäßigung der Auflage auf die Allmendnutzung (Gras- loostheile). Von den an die Ortsbürger Reichelsheims zur Benutzung abgegebenen Gemeindegrundstücken wurde in den letzten Jahren eine Auflage von 6 Mk. erhoben. In früheren Jahren war die Höhe dieser Abgabe verschieden, zuweilen sand auch die Erhebung einer solchen überhaupt nicht statt. Bei Aufstellung des Voranschlags pro 1891/92 ist die in Rede stehende Auflage von dem Gemeindevorstand auf 4 Mk. ermäßigt und daraufhin von NichtortSbürgern Reclamation hiergegen erhoben worden, welche indeß vom Kreisausschusse Friedberg verworfen wurde. Der Vertreter des Gemeinde- Vorstandes ist der Ansicht, daß der letztere zur Herabsetzung der Auflage berechtigt war, da bei Erlaß des Gesetzes vom 22. November 1872, die Gemeinde Ausgaben betr., eine Abgabe überhaupt nicht bestanden habe. (Festgestellt ist, daß in den Jahren 1870 bis 1880 tatsächlich eine solche nicht erhoben wurde.) Der Zweck der Reclamation liege tiefer, indem die Reclamanten der Meinung seien, daß die Allmende zurückgezogen und für die Gemeindebedürfnisse verwandt werden könne. Der Anwalt der Reclamanten vertritt prinzipiell den Standpunkt, daß ein Rechtsanspruch auf den Allmendgenuß nicht bestehe, wenn solcher auch bisher ausgeübt worden sei. Der Schuldenstand sowie die Umlagen der Gemeinde seien in einem Maße gestiegen, welches ohnehin die Ermäßigung der Abgabe von 6 aus 4 Mark nicht rechtfertige. Der Provinzialausfchuß erkannte, daß die Gemeinde nur berechtigt zu erachten sei, bis zu dem Betrage von 5,50 Mark zurückzugehen. Tie Kosten des Verfahrens nebst einem Averftonalbetrag von 25 Mark fallen der Gemeinde zur Last. *• Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordneten Donnerstag den 18. Mai 1893, Nachmittags 4 Uhr pünktlich: 1. Die Errichtung eines Backstein« Häuschens am Krofdorferweg seitens des Heinrich Winn. 2. Gesuch des Dr. Georg Clemm um Erlaubniß zum Bauen bei der Wilhelmstraße. 3. Umpflasterung der Sonnenstraße. -4. Photographische Ausnahme alter, in der Umwandlung be» griffener Gebäude und Straßenbilder. ** Der König von Tanemark passirt heute Abend 7 Uhr 14 Min., auf der Reise nach Wiesbaden, die hiesige Station. * In seiner gestrigen Sitzung beschloß der Vorstand des hiesigen aatioualliberale» Vereins einstimmig, Herrn Gutspachter C. Meinert in Konradsdorf bei Ortenberg der auf künftigen Mittwoch einberufenen Parteiver« fammlung als Candidaten für den Reichstag in Vorschlag zu bringen. SQ«n-- ..«ei Theater. Zum Benefiz für Fräulein Krone« gold und Fräulein Ziemann ging gestern Abend „Dichtet und Bauer", komische Operette in 3 Acten von Elmar, Musik von Suppe, über unsere Bühne. Ein harmloses, lustiges Stückchen, das eigentlich nur der beigegebenen Musik sein Bekanntwerden und seine Verbreitung verdankt, denn sein Inhalt ist herzlich mäßig. Durch 3 Acte schleppt sich die Handlung hin. hiS uns klar dargethan wird, daß ein Bauernmadch-n nicht zu einem Dichter, sondern zu einem Dauern, daß eine junge Dame nicht zu einem alten Gecken, sondern zu einem jungen Manne als Frau paßt, und beson« derS hochpoetische Gedanken werden dabei von dem Dichter auch rucht verzapft. Um so mehr hat der Eomponisl seine Schuldigkeit gethan, denn eine so reizende, frische und temperamentvolle Musik begleitet das Ganze und eine solche Menge herrlicher Lieder sind emgestreut, daß der „Dichter und Bauer" hierdurch ein Gemeingut aller Musikfreunde geworden ist. — Die Aufführung halte nur wenige Besucher ins Theater gelockt, was im Interesse der beiden Benefiziantinnen recht zu bedauern war, eine gewisse Verstimmung ließ sich denn auch, besonders bei Fräulein Kronegold („Hermine") nicht verleugnen, namentlich in der Durchführung des schauspielerischen TheileS ihrer Rolle. Fräulein Ziem ann gab das „Lieschen" recht fesch und natürlich. Beide Damen ernteten reichen Beifall und eine recht beträchtliche Anzahl prächtiger Blumenspenden bewies, daß sie es verstanden haben, sich in der kurzen Zeit ihres Hierseins viele Sympathien zu erwerben. Herr Bcermann, der den „Dichter" darstellte, war vorzüglich disponirt, hauptsächlich im 2. Acte wurde er Gegenstand des lebhaftesten Applauses, so daß er daS herrliche Lied an dieser Stelle da capo singen mußte. Auch Herr Neusch („Eonrad") und Herr Thiemann („Theophil") thaten ihre volle Schuldigkeit und erfreuten außerdem die Anwesenden durch einige recht hübsche Couplets, von denen jedoch daS von letzterem gebotene vom „verdammten Telegraph" sich nur schwer in dem Zusammenhang unterbringen ließ. Die übrigen Rollen waren alle in guten Händen und geben zu keiner besonderen Besprechung Anlaß. ** Pfingst Eisenbahn Verkehr. Von der Eisenbahn-Verwaltung wird beabsichtigt, zur Bewältigung des zu erwartenden lebhaften Pfing st -Personenverkehrs besondere Vorkehrungen zu treffen. So werden namentlich auf einzelnen Strecken vor den Personenzügen, welche erfahrungsmäßig einen starken Verkehr haben, Vorzüge zur Ablassung kommen. Diese Vorzüge werden den fahrplanmäßigen Personenzügen in kurzem Abstande vorauffahren, auf denselben Stationen, wie letztere halten und in Bezug auf Fahrkarten genau wie die Hauptzüge behandelt werden. Den Reisenden kann nur dringend empfohlen werden, sich möglichst frühzeitig zur Benutzung der Vorzüge auf den Abgangsstationen elnzufinden, wobei daraus aufmerksam gemacht wird, daß diese Züge mit Sicherheit die Anschlüffe auf den Uebergangsstationen erreichen. Soweit der Verkehr der hiesigen Gegend in Frage kommt, ' sind besonders folgende Vorzüge bcmerkenswerth: Samstag den 20. Mai: Vorzug zu Zug Nr. 100 von Gießen bis Frankfurt a. M. Derselbe geht 10 Minuten vor dem 5 Uhr 1 Min. Nachmittags von Gießen abgebcnden Personenzuge. Vorzug zu Zug Nr. 97. von Gießen bis Cassel. Derselbe geht 10 Minuten vor dem 5 Uhr 5 Min. Nachmittags von Gießen abgehenden Personenzuge. — Sonntag den 21. Mai: Sonder - Personenzug von Gießen nach Frankfurt a. M. Derselbe gehl Abends 7 Uhr 40 Min. in Gießen ab und hält auf allen Zwischenstationen. Ankunft in Frankfurt a. M. 9 Ubr 37 Min. Abends. — Montag den 22. Mai: Sonder-Personenzug wie am 21. Mai. — DienStag den 23. Mai: Vorzüge wie am 20. Mai. Kirchgölls, 14. Mai. Heute Mittag starb an einem langwierigen Kehlkopfleiden Herr Lehrer Rahn sen., der etwa 54 Jahre in unserer Gemeinde daö Lehramt versehen und in segensreichster Weise hier gewirkt hat. Erst am 1. Mai d. I. trat der nunmehr Verstorbene, der am 27. November 1817 zu Altenstadt geboren war, in den wohlverdienten Ruhestand. Man kann wohl sagen, daß der größte Theil unserer Einwohnerschaft bei Rahn in die Schule gegangen ist, der Allen in Pflichterfüllung und treuer Hingabe an die Schule sowie loyaler Gesinnung stet- ein leuchtendes Vorbild war. Sein Tod wird in unserer Gemeinde und weit darüber hinaus schmerzvoll empfunden werden. § Ulfa, 12. Mai. Bei der heute dahier zum zweiten- male staltgefundenen Bürgermeisterwahl wurde Gast- wirth Lenz mit 120 Stimmen gewählt. Der seitherige Bürgermeister Döll erhielt 117 Stimmen. Bei der ersten Wahl siegte der Letztgenannte mit 10 Stimmen Majorität, diese Wahl wurde beanstandet und ist vom Provinziat-AuS- schuß cassien worden. Wie die Dinge hier liegen, wird es auch bei der letzten Wahl an Reklamanten nicht fehlen. Schotte», 15. Mai. Herr Professor Dr. Backhaus, Göttingen — von RndloS, Hof bei Lauterbach — ist gestern als Candidar des Bundes der Landwirthe aufgestellt und von der nationalliberalen Partei, auf deren Programm er steht, auch angenommen worden. Dem Vernehmen nach wird Dr. Backhaus am dritten Pfingstfeiertoge hier sprechen. Ulrichstei», 13. Mai. Sin Beweis für die seitherige wunderbare warme Witterung im Vogelsberg und für die ausnahmsweise frühe Entwickelung deS PflanzenwachSthums, ist cs auch für den Phänologen nicht ohne Jntereffe, daß heute schon bei Sellnrod in der Nähe von Fretenieen blühende und vollkommen entwickelte Kornblumen gefunden wurden. Friedberg, 16. Mai. Dor acht Tagen feierte der hoch- geschätzte und hochverdiente Director der hiesigen Blinden- Anstalt, I. P. Schäfer, in voller geistiger und körperlicher Frische seinen 80. Geburtstag, aus welchem Anlaffe ihm von allen Seiten Beweise der Achtung und Liebe zugingen. Mögen ihm noch viele Jahxe ungetrübten Glückes in gleicher Rüstigkeit beschicken sein. Vom Main, 14. Mai. Der Futter mangel wird im Mainthale immer drückender und bedenklicher. Der Preis des Heues ist bereits auf 6,25 Mk. per Centner gestiegen, gegen 3 Mark im Herbste. Die Landwirthe sind zur Reduzirung ihrer Viehbestände genölhigt. Gleichwohl sinkt das Fleisch nicht im Preise, weil das Schlachtvieh rar und theuer ist. Alzey» 14. Mai. Die heute hier stattgehabtc Vertrauens« männer Versammlung der deutschfreisinnigenPartei des ReichSragswahIkreiseS Bingen-Alzch proclamirte Albert Träger als ihren Candidaten. Dem seitherigen Vertreter des Wahlkreises, Dr. Bamberger, wurde emmüthig der wärmste Dank votirt. Vermischtes. * Tie Jahresversammlung der sudwestdeutschen Eonferenz für innere Mission, der in 1893 Frankfurt a. M. hinzugetreten tst, so daß das VereinSgebiet jetzt Baden, das Groß« herzogthum Hessen, die Pfalz und Frankfurt a. M. umfaßt, wird am 7. und 8. Juni in Frankfurt abgehalten, wo schon in früheren Jahren dem Jahresfeste freundliche gast- weise Aufnahme entgegen gebracht wurde. In der ersten Hauptversammlung, die am 7. Juni Nachmittags 3 Uhr im Vereinshaus Westend, Neue Mainzerstraße 41 stattfinden wird, wird Herr Superintendent Petri aus Zellerfeld über „die innere Mission im Dienste der organisirten Kirche" reden, worüber vielfach verschiedene Meinungen bestehen. Eine der wichtigsten Fragen der Gegenwart ist die der Sonntagsruhe und Sonntagsheiligung. S'e soll nach zwei Seiten hin beleuchtet werden. Darum lautet daö Thema des zweiten Tages: Der Sonntag: 1. in der neuesten deutschen Gesetzgebung (Referent Landgerichtsrath Büff aus Kaffel), 2. im Dienst der christlichen Liebe (Referent Pfarrer I. Ninck aus Winterthur). In einer Specialconferenz in der Weiß- frauenktrche (Vormittags 8 Uhr) wird Herr Pfarrer Götz aus Köln sprechen über „Arbeiterverein und WohnungS- genosse^schaft", womit die vorjährigen Verhandlungen in Offenbach weiter geführt werden sollen. In den Gottes- diensten werden reden Herr Senior Dr. Krebs aus Frankfurt (Donnerstag früh ya 8 Uhr in der Weißfrauenkirche) und Herr Pastor D. Jeremias aus Leipzig (Mittwoch Abend 8 Uhr in der Katharinenkirche). Bei der geselligen Vereinigung in den ReichShallcn werden einige der vorgenannten Herren, auch Herr Pastor Evers Berlin, eine Ansprache halten. * Frauentag in Wiesbaden. In den Tagen vom 5. bis 7. Juni findet in Wiesbaden die diesjährige Generalversammlung des Vereines „Frauenbildungs-Reform" statt. Die Vormittage sind geschlossenen Sitzungkn deS Vereines gewidmet, während die Abende öffentlichen (Jedermann zugänglichen) Vorträgen Vorbehalten bleiben. Die Generalversammlung verspricht insofern von besonderem Jntereffe zu werden, als das Mädchen-Gymnasium, daS der Verein im September zu Karlsruhe eröffnen will, einen Hauptgegenstand der Mittheilungen bilden wird. — Das Bekanntwerden der bevorstehenden Gründung genannter Schule hat übrigens dem Vereine aus der Frauenwelt der gebildeten Kreise zahlreiche neue Mitglieder zugeführt, die sich durch ihren Beitritt an der Stiftung des Mädchen- Gymnasiums zu betheiligen wünschten. Der jährliche Beitrag der Vereinsmitglieder beträgt zwei Mark. * Abgestürzt. Einige in Lausanne studirende deutsche Jünglinge bestiegen dieser Tage zu Fuß den Nayefelsen. Beim Abstieg gerieth der zwanzigjährige, auS Karlsruhe gebürtige C. Berger trotz vieler Mahnungen Seitens seiner Freunde auf eine gefährliche Stelle. Um ihn au8 der schlimmen Lage zu befreien, wurde die Hülfe eines erfahrenen Jägers der Gegend, Borloz, in Anspruch genommen. Nachdem die schlimmste Stelle überwältigt war, weigerte sich der junge Deutsche, die Hand seines Führers zu ergreifen, wurde vom Schwindel befallen und stürzte über den 200 Meter hohen Felsen hinunter- Borloz wurde nur Dank seiner mit eisernen Spitzen beschlagenen Schuhe gerettet. * Eharlottenbarg, 16. Mai. Am Sonntag Nachmittag wurde der 6*/zjährige Knabe Erich Klinger von dem 27jährigen Barbiergehülfen Ernst Kappler in der Nähe deS Exerzierplatzes ins Gebüsch gelockt, schauderhaft mißbraucht, verstümmelt und dann erwürgt. Ein deS Weges kommender Arbeiter ergriff den Thäter und lieferte denselben der Polizei auS. In den Taschen deS Lustmörders fanden sich BonbonS vor, womit er sein Opfer angelockt hatte. * Jena, 16. Mai. Die Abhaltung des deutschen GastwirthetageS wurde mit Rücksicht auf die Reichstags- wählen auf den 20., 21. und 22. Juni verlegt. Temperatur der Lahn und Luft nach Reaumur gemefien am 16. Mat, Mittags »wische» II und 12 llhr - Dister 15, Luft 18 Grad. Rübsamen'sche vadeanftalk. * bsidon, 15. Mai. Bei Lundy stieß der Dampfer ^Ctty of Hamburg" mit dem Dampfer „Eounteß Eoelmr" zusammen. Letzterer iank, 8 Paffagiere und 16 Matroien ertranken. ' her Mnsik auf den „iineren Mensches. Ter RestaurationSpächter in den Theodor Thomas scheu Con certsälen zu New York sagt über Musik und Magen etwa Folgendes: „ES ist merkwürdig, welchen Einfluß die Musik au» den Magen hat. An den Abenden, wo das Orchester Wagners spielt, setze ich fünfmal so viel Lagerbier ab als - I sonst. An den Mendelssohn-Abenden kauft Niemand Schinkenbrötchen, und da ich bei denselben 85 pCt. verd-ene, . halte ich nicht viel von Herrn Mendelssohn. Johann Strauß ist der Compomst, der den Wein fließen macht. Der Mewch fühlt sich wohl, wenn er einem Walzer von Strauß lauscht, . . unb er bestellt sofort eine Flasche Ehampagner". Der praktische Mann weiß gewiß, w e Keiner, das Angenehme mit dem Nützlichen in „Einklang" zu setzen. ' Humoristisches. Macht der Gewohnheit. Er: „Liebes Weiberl, morgen mach' ich eine Lustballon Fahrt mit." — Sie: „Ich habe nicht- dagegen, — nur bring mir was Schöne- mit!" * Nalurfehler: .Herr Lieutenant, haben S:c schon einmal versucht zu singen?" — „Hab mal vor Spiegel probiert, geht aber nicht. Zu kleinen Mund'- * Höchste Kaltblütigkeit. Hausierer (der soeben hinaus- gcschmiffen wurde): „Brauchen Sie vielleicht ein Schild Hausiren verboten?" („Flieg. Bläu.") Literatur und Ifanft. — lieber Nervenüberreizung und elektrische Ättrm berichtet der bekannte Physiologe Profeffor W. Prever In dem neuesten Hefte pon „Zur Weiten Stunde* i Berlin W 57, Deutsches LeelagShauS Bona & Eo.) Der Per fass er bebt die not- trefflichen Erfolge hervor, die die neuere Medizin mit Hülfe der Slrctrizstät erzielt bat. Ist Meier Artikel der leidenden Men bheit gewidmet, so qiebt Helene Pichler den Glücklichen, welche Gesundheit, Zeit und Ged besitzen, um die Weltausstellung in Csicaao besuchen ju können, praktische Winke in ihrem Aussatz lieber den C^an. Nicht minder interessant ist die Schilderung, die Paul Todert ?ott dem großartigen Berliner DorortSoerkehr flieht. 6d ist btfannt, daß mit Einführung deS Z nentarisS der Verkehr innerhalb der Berliner Umgebung sich coloffal gesteigert hat und Ne Freuden und Leiden der Ausflügler werden in lustiger Weife geschildert, dir io ihrer Wirkung durch die treff.ichen Illustrationen L. Dctlmanus aufs beste unterstützt wird. Wer auch nicht auS eigener Ersah: ing das Gedränge auf den Bahnhö'en und in den Eoup'-S kennt, u-ird doch die hübschen iatttjen Bilder dieses Austatze- mit Peraoüge» betrachten. Em sehr wirkungsvolle» Bild stellt R. Änötel» ja» dat'.on dar: einem Soldaten werden vor versammeltem .'crte;-' ooll die Abzeichen seines Ranges beruntergeriffen. Auch die lonftigcn künstlerischen Beiträge des HesteS sind ganz ausgezeichnet, und nicht minder rühmen-wnth die Romane und Novellen von H. J?dhrrg, Fedor von Zabeltitz und Olga Wohlbrück. Ter Preis dot -ie> fleisch pr. Psd. 40 70 4, xartpflelr. vr 10 Jhlc i,5ü-4^ Xr Weitzkraul pr StÜckS 12 3. ^nriehef pr Lentn-r 14/0—15.0) x-, Milch p-. Vtter 12—16 Jt, Enteneier pr. St. IC—11 4. Wnfeder 10—12 4. i’U/Qe modernen Kunstseifen enthalten mehr oder weniger VI Zusätze, die gar nicht in Seile gehören als Thon, Kreide, Talkum, Wasserglas, Kieselerde, Soda ?c. »c. Derartt^e Mischungen erlauben zwar eine Seife billiger zum Berkau t au«jubieten, sind für die Consumenlen ater von großem Rachthnl: 1) ist die Seife minderwertig und schädlich, 2) zerstört sie in kürzester Zell völlig die Haut, 3) vermascht sie sich oerhältnitzmähig sehr rai>. (fine Seife, die ganz unverfälscht, ohne Zusatz, ohne Was'erglaS, ohne Soda und sich nur sehr wenig abwascht, ist Doering« Selle mit der ErUe. In Qualität bessere, preiswürdigere und d r Haut zuträglichere Seife existirt nicht. [4556 Engros-Verkauf: Benner & Krumm, Giessen. —1---- — -——1 — —!1 TS ■ ,!L----■— Für die Abgebrannten in ^jell bei Alsfeld sind ferner bei un« eingegongen: Bon Frl. A Görtz 3 X, D. Buchtzcld 2 X, Senner 0 50 X. I E. u. M. Jt. 10 X Zrau Zasttjfch Dornfeist 5X, S. F. 10»* Fab. V. -cheid 15 X, W. 54rr.it -bem 5 X, Alexander Salomon 5x Zusammen 5550 x InSz: amwt 227 X Weitere Gaben nimmt beieitwilltgst entgegen Die Expedition des .Gießener Anzeiger' M. Ä Heut Sdjn M ladenr auf Ki Schellt lvirth, (9c für «S2J lerne nrb Xt 8 t mit , fdt i tonial- unb t> Btimenbnn •” «'U»,ch 2 Hl 3 Mrjei^rttn JOxri bblbtn JJrteinjBe ®tTk Wartarg, 6 —o IW Wn ,d^nfinri(6i ’m«»»« der 8c 0 Nt L . ^"yer in dm “*?*. (Berlin W.™ > h'bi bie üoÜ e. Medizin mit ßülft bet ier Anben Menschheit li$en- welche Gesundheit, ,.n6tn öhicaao beiuchm 'M"- Wx btn <«an. ng, blt Paul Robert von c Hbt. Es ist Marml, J Verkehr innerhalb der hat und bie Freuden und Weise geschildert, die ti ntratlonen L. Dettmanns hi aus eigener Ersahunz den Coupi-s kennt, M Aussatzes mit Bernnüger । stellt R, 8,wtels Tcgta- veisammeltkm «riegewtt ssen. Auch die sonsiizen ij ausgezeichnet, und nicht Quellen von £>. Biberg, Der Preis be§ M ISbillagt, blt jlk'trirtt gm verSffaitlttt, M'H/t b„ »„ >r ^ouiteü ß Wft ’ - "Ä£ Ä Nt ble( 8«qiiii.8r*!fl" 1.t.nb‘« !«U| $,b ”£ !bt« 85 J ii macht ^ötJQu6 1 StrM “ 6tl"9 Btt w */ ?*" Sie ffa. J"’1 d»r Spiegel n yiunb?" 3 Km. m T« \ bä \otbm «\tye- mm Met rotxbtn. övavhl tz die elegante Tarne aus i Bilder. > Tfrte ftnb lednnen 6badotk holtet i Toiletten besonder« auj- Range einer Äunftleifiung sten. nburger Doppetschraudm- än Barends, ber&atnbuw mft, weicher am o. Mi, 5 Uhr MmttM Wauti von fynM Lcmsahrt von v. n Queenstown «u- * Ät W dm 2 120-130, Mmu * r r a Klkmatti 6w Soda !c. ic* S^t bWr Nächst: aber ”on.R r^in fW3 -SM KS-fi jtro*6^ * s, Wegen Erkrankung des seitherigen Inhabers ist die Stelle des Organisten für unsere Synagoge alsbald neu zu besetzen. Bewerber, welche für das Amt vollständig vorgebildet find, wollen ihre Offerten bei unterzeichneter Stelle cinreichen. Gießen, 16. Mai 1893. Der Vorstand der israelitischen Religionsgemeinde Gießen. ____________________M. Hornberger.__4554 Betr.: Drainageausführung für die Plattenfeldgenossenschaft zu Lich. Das Genoffenschaftscataster für rubr. Waffergenoffenfchaft liegt von heute ab vier Wochen zur Einsicht der Genossen in der Wohnung des Vorstehers offen. Abänderungsanträge müssen innerhalb dieser Frist schriftlich bei dem Genoffenschaftsvorsteher gestellt werden. Lich, am 16. Mai 1893. Der Genoffenschaftsvorsteher: Zimmermann. 4535 Concursverfahrkn. In dem Eoncursverfahren über das Vermögen des Karl Stiasny zu Gießen wird der Schlußtermin — § 150 der E.-O. — auf Donnerstag, 8. Juni 1893, Vormittags 11 Uhr, vor dem Großh. Amtsgerichte Hierselbst anberaumt. Gießen, 12. Mai 1893. Großh. Amtsgericht. _________Gebhardt. 4539 Straßenbau. Die bei Erbauung einer Kreisstraße von Atzenhain nach Merlau vorkommende Planir- arbeit, veranschlagt im 1. Loose zu 2687 JL 81 H, im 2. Loose zu 1363 je. 15 und im 3. Loose zu 1873 Jt. 29 H soll ?KtL Donnerstag, 25. Mai L I, Vormittags 9 Uhr, in der Bai st scheu Wirthschaft zu Mücke durch öffentliche Versteigerung vergeben werden. Bei gutem Wetter findet ev. die Versteigerung an Ort und Stelle statt. Die Pläne, Voranschläge und Bedingungen können schon vorher auf meinem Bureau eingesehen werden. Alsfeld, 15. Mai 1893. Der Kreistechniker: 4529 Braun. Ieilgeöotenes. Stadt. Schlachthaus. Freibank. [4522 Heute und morgen: Schweinefleisch, nicht ladenrein, per Pfd. 45 Psg. Gelegenheit für Kaufleute! 4532] Da- in Marburg an der Kg, ferne ttnb Wilbelmstraße gelegene Eckhaus Nr 8 vintt Hofraum und Gärtchen), in welchem seit zebu Jahren ein flottes Colonial- und Delicatesien-Geschäft mit zunehmendem Erfolg betrieben wird, soll am Mittwoch den 24. d. M., Mittags von 2 bis 3 Ubr. in der Wohnung des Unterzeichneten öffentlich versteigert werden- Bemerkt wird, daß der größte Theil d-s Kaufpreises zu mäßigem Zinsfuß flehen bleiben kann und bei annehmbarem 1 Gebot ein zweiter Termin nicht abgehalten 1 wird. Marburg, am 15. Mai 1893. ______I. Hühner, Rothergraben 2. 4526] ©in kleineres HauS mit Ladeneinrichtung, circa vtL 10,01)0, unter günstigen Zahlungsbedingungen zu verkaufen B. Katzenstein, Cchillerstraße 27. Frische Sendung Schellfische, Schollen 2c. treffen heute Mittwoch Nachmittag ein bei (Smil Sommer- lad, Grünbergerstraße 47. [4528 ist die Eine echte wahrhaft voküstürntiche Untekhaltungö-ZeitjHrift 7 " >v<# X' & - in affen Vuchhanbsungcn, Soumaf- 6xpc6itioncn nnd Vostanstaltcn. Alle 14 Tage rrschrink ein Heft, preis prc vcjt nur 30 Pfennig. Diekscitigkeit und Gcdlegenbeit des Tertes — Schönheit der Vrlder — Trefflichkeit der Ausstattung — überaus billiger Vreis. ssrobrhrN in jeder Buchhandlung. Mittwoch und Donnerstag eintreffend lebendfrisch in Eispackung: feinste Schellfische per Pfund 25 Pfg-, „ Tabliau ohne Kopf. Eduard Zuckert, [4559 Nr. 17 Neuen Bäue Nr- 17. Ia SchMinkschnnch per Psd. 60 Pfg., futraf.PSdittieinefdjmnl] per Pfd. 70 Pfg., bei größeren Quantitäten billiger, empfiehlt [4524 H. F. Nassauer, Neuenweg 15. — Telephonanschluß Nr. 92. — I Fst. Bliithenmehl 1 Pfd. 5 Pfd. 10 Pfd. 20 95 1.80 Sultaninen, Rosinen, Mandeln etc. billiget. [4553 Gustav Walter, Mäusburg 13. isitenkarten werden In jeder FerBkji, wWy Schriftart and ipreckr W He ji MU Papieriorte ange- M fertigt in der Brühl’sch.n Druckerei Schulstrasse 7. Grösste Auswahl Küchen- und Haushaltartikel in Holz. Emaille, Gla8 und Porzellan, Blechhausrath, Küferwaaren, Bürsten-, Korb- und Spicl- waaren. [3873 Louis Lony, Brihnhosstr. 27 Dermiethungen. 4540] Kl Familicnlogis zu vermiethen. _________________Noll, Kanzleiberg 5. 4521] Eine kl. frennbl. Wohnung zu vermiethen.___________Wolkengosse 13. 4541] Logt? zu vermiethen _6. Elsoffer, Marktstratze 27, 11. 4550] Mansardenlogts per 1. Juli zu vermiethen- Bahnhofstraße 58. Vermischte Anzeigen. 4536] Gestern Mittag eine goldene Damenuhr mit Kette im Bergwerks- wald (Hügelschneise) verloren Abzugeben gegen hohe Belohnung Ostanlage 4. 45 w] Gefnnd. ein Portemonnaie Mit Inhalt. Abzuholen __LSallthor st ratze 83. Gefunden ein paar Hosen Portemonnaie mit Inhalt und Zugstiefel. Abzuholen 453 | LeufelSluffgLrtchen 9. 4548] Entflogen eine gelbe Perrückentaube mit weißem Kopf und Schwingen. Gegen Belohnung abzugeben Pulvermühle. Vor Ankauf wiid gewarnt.___ 45.0] 5000 Mart sind auf erste Hypothek auszuleihen zu 4%. Näheres in der Exped d. Bl.________ 4527] Zwei möblirte Zimmer gesucht, Garten erwünscht, per Juni ober Juli Nähe der Ludwigsstroße. Offerten unter W 1) in der Expedition dieses Blattes niederzulegen._____________ ClavierSpieler, tüchtiger, gegen gutes Honorar für 2. und 3 Pfinsstteiertag gesucht [4530 ______Turnhalle »ad-Nauheim. 4525] Eine kleinere Wirthschaft ob. ein nicht zu großes Speeereigeschüft wirb zu pachten gesucht- B. Katzenstein, Schillerstraße 27. 4551] Ein Lchnlmüdchen wirb wäh- renb ber freien Stunben zur Beaufsichtigung von Kinbern gesucht. ___________Seltersweg 35. 4552] Tüchtiger Sausbursche gesucht._________________Wallthorstraße 7. 4494] Ein kräftiger gewanbter Hausbursche für ein hiesiges größeres Colonialwaaren- geschäst gegen bohen Lohn gesucht. Näheres in der Exped- d. Bl.________ 4558| Eine Perfecte Köchin, nur mit guten Seupniffen, zum 1. Juli g.sucht. Frau ßieut Bnaae, Gartenstroße 13 4523] Ein eins. Mädchen, welches bas Kleibermachen grünbl- erlernen will, sofort gesucht Fronkfurterstraße 82. Männer Badcvrrein. Die Anstalt ist fertig gestellt U"d erweitert worden. Der Abonnementspreis beträgt . o Soiso : a. ordentliche Mitglieder . . * Mark, Eintrittsgeld . 1 „ b. außerordentliche Ma d.r . 3 Söhne von Mitgliedern Zahlen, w ’]4) in dem tiaabeubcdiö aus- und ankleiden, unter 14 Jahren nichts. Großes eingezäuntcs Bassin für Nichtschwilnmer. 4534___________________________ Der Vorstand.___ Bade- und Schwimmanstalt ist eröffn t 4612 Fh. Carl Euler. Die ordentliche General-V er Sammlung' des Zpiir-u. llorschnßvttkins [ActiknyelkUlchaft) Grohtn-liubkn findet statt Freitag den 2. Juni I. I., Nachmittags 3 Nhr, auf dem Gemeindehaus dahier. Tagesordnung: 1) Abhör der Rechnung pro 189/, *£) ung der Dividenden, 3) Ergänzungswahl des Aufsichtsraths. Großen-Linden, am 15. Mai 1893. 4533]Der Vorstand. Barbarossa - Brunnen Wettbergen — Hannover. Vorzüglich erfrischendes Tafelgetränk, wirb von Aerzten empfohlen gegen Verbauungsbeschwerben, Nieren- unb Blasen leiben, erwirkt sofortige Schleimlösung [4151 General-Depot für Gießen und Umgegendr Georg Unverzagt, Kaplansgasse 5. ♦ Beliebtestes Unterhaltungsblatt Belehrende Artikel & ♦ Schorers Familien blatt Reichster Inhalt — Glänzende Ausstattung Farbige Kunst- und Extra-Beilagen. ^Wöchentlich eine Nummer. Preis vterteljähr 4^ 2 JL oder in 18 Heften jährlich zu 50 H -H- ▲ bei allen Buchhandlungen und Postanstalten a (Postzeitungscatalog Nr. 5824). ▲, Probe-Nummern umsonst und frei auch von bei ” Verlagshandlung. 7 Berlin SW. 46, Deffauerstraße 4. ♦ I. H. Schorer A.-G. * Zur Berufsfrage l 41’ ▲ WaS sollen untere Kinder werden? Ein Schtes Familienbtatt! KOklllUMll für Erwachsene und Kinder, wannen, heizbare Badestühl^ mit Pnuipe zuln Entleeren des Bade-' stuhles, sehr bequem, Badeöfen in großer Auswahl bei 2887> Chr. Zimmer, Bahnhofstraße 12. sage ich Allen meinen innigsten Dank. [4547 Ottmar Köhler Wittwe. DanksaKnng. Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme an dem mich ' so schmerzlich betroffenen Verlust meines unvergeßlichen Kindes Nachdem die nationalliberale Partei unseres Wahlkreises den Gutspachter Herrn Meinert auf Konradsdorf bei Selters (Kreis Büdingen) als ihren Candidaten für den Reichstag auf- gestellt hat, erklärt der Unterzeichnete Namens des Vorstandes des Bundes der Land wirthe für den Wahlkreis Gietzen-Grünberg, daß wir diese Candidatur aufs Wärmste unterstützen. Wir bitten daher unsere Vertrauensmänner und alle Landwirthe, in ihren Bezirken eifrig für Herrn Meinert zu wirken in der Gewißheit, daß derselbe event. auch die Jnteresten der Landwirthschaft auf das Entschiedenste vertreten wird. Gießen (Hardthof), den 16. Mai 1893. Schleiike. ' jZ 1816 T ödes-Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Mittheilung, dass es » Gott dem Allmächtigen gefallen hat, unseren innigst geliebten, unvergesslichen Gatten und Vater ireu Der Vorstand 4545] VK hierdurch in Kenntniß und bitten um recht «Xzzahlreiche Betheiligung bei der Beerdigung, welche Mittwoch dm 17. d. MlS., Nachmittags 3 Uhr vom Sterbehause, Ludwigftraße 19, aus statlfindet. kj Wir setzen unsere Mitglieder von dem Ableben unseres lieben Turnbruders iaUrtfirte l L'.r mvachu M wie rin v 2®.?«! t ntbtnc * -°ngt zu «ein, tUfr JJ auf fei, ‘-WH - „6[r «< tarnen 5-bdaderin 5’1 flhftlS Mit eV°h' « nimmer ‘f krat vor r”«e k*?1 j" »®kic Mi Von i jit @ninbt 4aii obtt NTD< vnW^tfbfl ir. wan 8tm( I )««' l- S letraa Ui tt» i-nmdstutke noti perujSgenoffensc neäaer jur Ja Simage müssen rrttLMt btt e Eobann ll nach S 10 der verzeichneten Et mit erhoben roi I) von Gnin witlhschafl 2 von allen Hau»« uni 3 von ßrun bti Laube 4) von steuer zirttfjaft daß jede 3 her hnb> Slnu-ung < in einen S1 TirMtzen ’ jrimbt, die sich machen tonnen. Nürgemeisterei i ftttrf gelegen ist, Sieben, I Grc Wilhelm Friedel Die Beerdigung findet Mittwoch Nachmittag 3 Uhr, vom Sterbehaus, Ludwig- Strasse Nr. 19, aus statt. 4543 nach längerem Leiden unerwartet rasch zu sich zu rufen. Oie tieftrauernde Willwe und Kinder. Giessen, den 15. Mai 1893. Schützen-Verein Giessen. Norit«! Noviiltt ist eröffnet 4215] Die Rübsamen’sehe Bade- u. T ftfbadton: L. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'srden Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) tu Sichen. Die heutige Nummer umfafct 8 Eette». Otto Frits, Kunstmaler, Schaler von Prof. C. Hoff und Clan» Meyer. Zumdriiten und letzten M . Heimath. Schuuepiel in 4 Acton von H Sa 1 -> »m. Die geehrten Inhaber to i Serleokartil werden gebeten, dieselben zur h- • .-n Vorstellung Vorwort hon zu wollen In Vorbereitung: Naaoo. Tr—pater vm glfchlfen Hotel Reichskanzler Cassel. -reu eröffnet, »et« KöutßSplatz. — Vorzügliche Letten, billiges rofli* — LcbönftrS und angenehmstes We!Uut»nt in Safiel vsrzügtich- Küche, «eine unv viere. — Einem geehrte« Keiles rblikum bestens zu emvirblen. Cenl»«» ' F. Mal - Unterricht. Ich habe mich hier niedergelassen und empfehle mich zu sorgfältiger Ausführung von kunMtierinchen Arbeiten Portraits u. dergl.) und zu gründlichem Unterricht im Zeichnen und Oeimalen nach Antike und Natur. Anmeldungen zu getulligen Auftriigen und Theilnahmo an Monatacurwen werden in meinem Atelier (Ludwlgstrme 31, 2 Stock) untgegeng.-nommeu. 15371 Gesucht ttn mSblirteS Zimmer für 1. Joni L d. Nähe b. Südani. »«ff- Cütrt. mit PretSang u. H 1< an 9rptb Neues Theater (Caf4 Leib) (4557 ( Dlrection : Frits Baars). Donnerstag den 1*4. Mai: Letzte Serien-Vorstellung L nsern Mitgliedern die traurige Nachricht, dass uns unser lieber unvergesslicher Schützenmeister Wilhelm Friedel gestern unerwartet rasch durch den Tod entrissen wurde. findet Mittwoch Nachmittag 3 Uhr, vom Sterbehaus, Ludwigstrasse 19, aus statt und bitten wir um zahle- . h“ Der Vorstand Giessen, den 15. Mai 1893. 4544 Die Beerdigung Betheiligung. NB. Zusammenkunft bei Schützenbruder Seipp, Ludwigstrasse. Turnverein 4546] Der Vorstand. Unseren Mitgliedern hierdurch die Kunde von dem unerwartet raschen Ableben unseres Mitgliedes, gern Mhklin frichrl. Um recht zahlreiche Bctheiligung zu der am 17. ds. Nachmittags 3 Uhr staltfindenden Beerdigung, welche vom Sterbehause, Ludwig, ftraße 19, aus stattfindet, ersucht