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Ferniprecher 51. 2lmts# und Anzeigeblatt für den Kreis Gietzen. chratisöeilage: chieljener Kamilienblätter Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Stummer bi» Borm. 10 Uhr. für die Genehmigung der Vorlage in ihrer jetzigen Gestalt nicht zu haben ist. Inwieweit die Regierung diese Gründe würdigt und schließlich bereit sein wird, doch noch von ihren Forderungen herabzugehen und hierdurch eine Verständigung mit der Volksvertretung zu ermöglichen, das werden die kommenden Wochen zu lehren haben. Deutscher Reich. Berlin, 14. Januar. Die diesjährigen Winterfestlichkeiten am Berliner Hofe haben mit dem am Sonntag unter dem üblichen glänzenden Ceremonieü abge« haltenen Ordensfest ihre Einleitung erfahren. Ihren Höhepunkt werden sie mit der am 25. d. M. erfolgenden Vermahlung der Prinzessin Margarethe von Preußen mit dem Prinzen Friedrich Carl von Hessen erreichen, aus welchem Anlasse eine ganz außergewöhnlich große Zahl von Fürstlichkeiten am Berliner Hofe versammelt sein wird. Von ihnen treffen die Könige von Sachsen und von Dänemark bereits am 22. Januar in Berlin ein- die Theilnahme deS Groß- fürsten-Thronfolgers von Rußland an den Vermählungsfestlich, feiten gilt jetzt ebenfalls als feststehend. Berlin, 14. Januar. Die „Nordd. Allg. Ztg." erfährt zu der gestrigen Sitzung der Militärcommission von berufener Seite, sämmtliche Berichte müßten sceptisch beurtheilt werden, weil sie ohne jeden Anspruch aus Autenticität seien, da der Reichskanzler um secrete Behandlung der Sitzung gebeten habe. Berlin, 14. Januar. Die „Nordd. Allg. Ztg. theilt mit, daß die Besürchtung wegen Verbreitung des Cholerakeimes durch Apfelsinen und Citronen nach den Versuchen des kaiserlichen Gesundheitsamtes ohne Anhalt sei und wünscht, daß die übertriebene Furcht und Abneigung gegen den Waarenbezug aus den von der Cholera inficlrten Plätzen ruhiger Ueberlegung Platz mache. Berlin, 14. Januar. Die Reichscommission über Arbeiterstatistik wurde auf den 31. d. Mts. berufen. Auf der Tagesordnung steht außer den Mitgliederanträgen Die Militärfrage. Mit dem Wiederbeginn der Reichstagsarbeiten ist der ganze Ernst der schwebenden Militärfrage in Deutschland erneut und voll in die Erscheinung getreten. Die Verhandlungen des Reichstagsplenums im neuen Jahre sind bekanntlich mit der Generaldebatte über die Brausteuer. Vorlage euigelcitet worden, und diese Debatten haben bereits zur Genüge ergeben, daß die deutsche Volksvertretung in ihrer überwiegenden Mehrheit den mit der Militärreform so eng zusammenhängenden steuer- und finanzpolitischen Plänen sehr zurückhaltend gegenübersteht. Anderseits jedoch kann die große Rede, welche Graf v. Caprivi in der Eröffnungssitzung der Militärcommission des Reichstages gehalten hat, als ein neuer Beweis dafür gelten, daß die Reichsregierung entschlossen ist, an ihren Forderungen sestzuhalten. Denn diesen Eindruck haben die fast zweistündigen Ausführungen des leitenden deutschen Staatsmannes, soweit sie überhaupt in der Okffent- lichkeit bekannt geworden sind, überall gemacht und man kann nicht leugnen, daß die hauptsächlich vom allgemeinen politischen Standpunkte aus gehaltenen Darlegungen des Reichskanzlers durchaus den thatsächlichen Verhältnissen entsprechen. Frankreich wie Rußland haben seit langen Jahren geradezu riesige Anstrengungen zur Verstärkung ihrer Heeresmacht unternommen und hiermit unzweiselhast die militärischen Streitkräfte des Dreibundes mindestens der Zahl nach überflügelt. Und sicherlich wird die Behauptung Caprivis, Deutschland hätte von den Dreibundsmächten den ersten und heftigsten Stoß seitens der Gegner bei einem kommenden großen Kriege auszuhalten, unwidersprochen bleiben, ihre Berechtigung ergibt sich aus der gesummten Lage der Dinge von selbst. Gewiß muß dem Kanzler auch fernerhin Recht gegeben werden, wenn er betonte, unter den obwaltenden Umständen würde für Deutschland eine rasche und kräftige Offensive zur Nothwendigkeit und zur Vorbedingung eines Sieges werden, und Niemand wird wohl bezweifeln, daß zur erfolgverheißenden Führung eines solchen Vorstoßes die deutschen Streitkräfte nicht mehr als genügend zu erachten sind. Alle Annoncen-Bureaux be3 In» und Auslandes nehmm Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Gewiß, lediglich vom politischen und militärischen Stand' punkte aus betrachtet, erscheint die neue deutsche Militärvorlage voll berechtigt. Deutschland kann eigentlich infolge seiner exponirten geographischen Lage militärisch gar nicht stark genug sein. Aber eine andere Sache ist es, ob unsere Nation die ihr zugemutheten großen Heereslasten ohne empfindliche Schädigung weitreichender wirthschaftlicher Interessen wird zu tragen vermögen, und in diesem Punkte liegt eben des Pudels Kern bei der ganzen Militärfrage. Heber deren wirthschaftliche und finanzielle Seite sind die offiziellen und offiziösen Vertheidiger der Militärvorlage bis jetzt stets nur flüchtig hinweggeglitten und auch die jüngste große Rede des Grafen Caprivi enthält nicht den mindesten Ausblick nach dieser speziellen Seite der Militärfrage hin. Und doch ist es unerläßlich, hierüber Klarheit zu schaffen und nachzuweisen, inwieweit das wirthschaftliche und gewerbliche Leben Deutschlands eine höhere Belastung durch die bevorstehenden Heeres- ausgaben ohne besondere Nachtheile wird ertragen könn-m. Daß die Zeitverhältniffe aus wirthschaftlichem Gebiete nichts weniger als eine günstige Unterlage für die geplanten Heeresreformen darbieten, bedarf keiner näheren Darlegung- Handel und Wandel kranken bei uns noch immer vielfach unter den Nachwirkungen der letzten mißlichen Wirthschaftsjahre und in weiten Kreisen der Nation kämpft man schwer mit dem Dasein, das hat erst wieder die mehrtägige „Nothstands-Debatte" im Reichstage gezeigt. Auch die Staatseinnahmen leiden unter den flauen Verhältnissen im wirthschaftlichen Leben. Die Thronrede bei Eröffnung des württembergischen Landtages mußte eine Verschlechterung der Finanzlage des Landes con- statiren- der neue preußische Etat weist einen Fehlbetrag von 58V2 Millionen Mark auf, und daß der Stand der Reichsfinanzen ein nichts weniger als glänzender ist, weiß Jedermann. Dies alles aber spricht gegen eine Durchführung der militärischen Forderungen in dem vollen Umfange, wie sie von der Regierung geplant sind, und sicherlich wird sich letztere bet den weiteren parlamentarischen Verhandlungen über die Militärvorlage vielleicht schon baldigst überzeugen müssen, daß I der Reichstag eben hauptsächlich aus wirthschaftlichen Gründen Feuilleton. Irrwege. Novelle von F. von Pückler. (12. Fortsetzung.) „Kommen Sie mit nach den Ställen, Durchlaucht?" riefen zwei junge Offiziere vorbeischreitend, „wir wollen uns die Rappenhengste ansehen, auf denen der Czikos vorhin ritt 1" „Sehr gerne," antwortete Arloff, beurlaubte sich kurz von seiner Braut und eilte bann den Kameraden nach. „Der Tausend, ist die kleine Volkert aber spröde," plauderten diese, „wir haben ihr ein Souper nach dem Benefiz angebckten, aber sie schlug es sehr reservirt, sehr vornehm ab." „Sie müssen sich eben daran gewöhnen, daß Fräulein als Dame und nicht als Reiterin zu behandeln," meinte der Prinz, sich mühsam beherrschend. „Herr von Waldsteins Mündel ist durch und durch vornehm." Man ständerte in den Ställen und bei den Circusmitgliedern umher- Arloff hoffte im Stillen, Bella zu sehen, doch sie zeigte sich noch immer nicht und unmuthig wollte er soeben in den Circus zurückkehren, als er des Directors Stimme vernahm: „Sitze nur so ruhig wie bei der Probe, Kind, und zucke nicht mit den Zügeln - das Pferd ist völlig ruhig." „Sei unbesorgt, Vater, — sitzt der Helm gut?" Arloff ging vorwärts, er mußte das schöne Mädchen sprechen. Und in dem letzten Seitengang hielt sie denn auch zu Pferd, oder wars eine lichte Göttergestalt? Ein weißes, schweres Seidengewand fiel von dem Schimmel herab, ein Panzer von Goldbrokat umspannte, die schlanke Taille, weiße, offene spanische Aermel fielen über den dicht am Arme liegenden Unterärmel und ein goldener Hrlm saß auf den blonden Flechten. Beim Anblicke des Prinzen leuchteten die blauen Augen wie freudig auf und dankend neigte sie das Haupt zu feinem Gruß." „Ah, Durchlaucht, welche Ehre für meine Tochter!" rief Volkert devot und zog sich zurück. Die beiden merkten es kaum, — sie merkten auch nicht, wie sie näher und näher an den Rand des Abgrundes rückten. „Fräulein Volkert, Sie haben meisterhaft geritten und ich freute mich, als Sie die Rose dennoch errangen — weil ich diejenige bewahrte, um welche es sich heute Morgen handelte." Jetzt erglühte das schöne Mädchen noch tiefer. „Geben Sie mir die Blume, Prinz, ich liebe nicht, Geschenke zu machen." „Es war kein Geschenk, Fräulein Bella, ich hob eine achtlos bei Seite geworfene Blüthe auf, um sie — als Andenken zu bewahren." . „An — eine Kunstreiterin, die den Beifall der Menge erringen will," murmelte sie bitter. „Nein," — er athmete schwer und stieß die Worte mühsam hervor — „sondern als Andenken an eine lichte Fee, die durch mein einsames Leben dahinglitt, strahlend und berauschend — und dennoch elend machend." Sie sah ihn an, lange und forschend, bann glitt ein Heller Schein über bie lieblichen Züge unb sie neigte sich herab. „Wissen Sie auch, mein Prinz, baß Sie mit Ihren gütigen Worten ein armes Mädchen glücklich machen? Ich habe Niemand, dem ich vertrauen fönpte." „Bella —" „Nennen Sie mich „Isa". So wurde ich einst von meinem Mütterlein genannt, so rief mich Onkel Alfred und —" „Und so will ich Sie auch nennen, wenn ich im Traume zu Ihnen rede." Ein Schatten glitt über ihr Antlitz, draußen erscholl das Signal zum Wiederbeginn der Vorstellung. „Wir dürfen uns nicht mehr Wiedersehen, Prinz Arloff," sagte das junge Mädchen ernst, „leben Sie wohl —" „O, Isa, nein, das ist unmöglich! Sagen Sie mir nur ein Wort —" „Gott behüte Sie, Curt — " Und sie gab dem Pferde die Zügel unb ritt, ohne sich umzusehen, voran, bem Ausgange in bie Manege zu. „Wie schön sie ist, wie bezaubernb," flüsterten bie Männer, unb die Frauen tauschten allerlei geflüsterte Bemerkungen über Anzug unb Aussehen. Donna Bella vernahm es nicht, mit bunkelgerötheten Wangen unb blitzenden Augen sprengte sie an der Spitze ihrer Amazonen in den Circus, von einem allgemeinen Bewunderungsruf empfangen. Noch nie hatte sie vollendeter, sicherer, graziöser geritten als heute, trotzdem ihr Herz zum Zerspringen pochte. Sie blickte nicht hin zu jenem Platze, wo neben Comteß Rhonau der Prinz saß- aber sie wußte, daß sein Auge unverwandt an ihr haftete, — und sie wußte, was in ihrer beider Seelen vorging. Und nun war die Amazonenschlacht geschlagen, Donna Bella hatte gesiegt; regungslos wie eine Statue hielt sie inmitten des Circus, während rings um sie her Feuerräber, Raketen und Schwärmer knatterten und von oben ein ganzer .Feuerregen auf sie fiel. Durch die Funken hindurch sah sie ihn, sie hätte am liebsten beide Arme jubelnd ausgebreitet und gerufen: „Nua habe ich sie erkannt und empfunden! Die Liebe — die Liebe, von der die Väter erzählt unb bie Dichter gesungen! Und so schlagt benn über mir zusammen, ihr Flammen! Stürzt herab auf mich, ihr Berge! Ich liebe ihn unb kann nun sterben!" Rauschenb klang bie Musik an Bellas Ohr, bas Feuerwerk zischte unb krachte unb wie tm Traume hielt sie die Zügel, wie im Traume setzte sie über eine hohe Barriöre weg, daß das Pferd draußen im Gange in die Knie stürzte. Wie aus weiter, weiter Ferne klang des Vaters Lob zu ihr hin: „Du hast wundervoll geritten, liebe Bella, ich war sehr zufrieden!" Als das Pferd sich emporgerafft, hob man auch sie aus dem Sattel, sie nahm den Helm ab, daß die blonden Haare um sie herfluthete , neigte das Haupt und eine tiefe, wohl- thätige Ohnmacht umfing ihre tief erregten Sinne. „Die arme Donna Bella," murmelten ihre Collegen, „sie ist an diese Anstrengungen noch nicht recht gewöhnt, aber sie sah bildschön aus, wie Penthesilva selbst." Mit verschränkten Armen und finsterem Gesichte stand Mr. Prince im Hintergründe- er hatte jene Worte des Prinzen im Stalle vernommen und sein Entschluß stand fest. „Sie muß mein werden," murmelte er zwischen den Zähnen, „unb wenn ich meine Seele selbst dem Bösen verschreiben müßte. Der Director ist in Gelbnoth wie immer, ich helfe ihm heraus, wenn er mir seine schöne Amazone i verspricht. O, bieser Prinz! Veni, vidi, vici, benft er, aber er soll sich täuschen. Die Circusblumen können Fürstenkronen niemals schmücken, bie scharfen Kanten ber letzteren stechen ihnen tiefe Wunben. Donna Bella, Du wirst mein fein unb bann werbe ich mich rächen für Deine Kälte, Deinen Haß!" (Fortsetzung folgt.) das Ergebnis der Erhebungen über die-Nerhältnisfe im Bäckergewerbe. Berlin, 14. Januar. Die Budget - Commission des Reichstags setzte heute die Berathung deS EtatS des südweslasrikanischen Schutzgebiets fort. Geheimerath Kayser rechtfertigte eingehend den Standpunkt deS auswärtigen Amtes gegenüber der Darnaraland - Concession. Die Abgeordneten Sclpio und I)r. Hammacher bekämpften denselben. Staars- secretär Freiherr Marschall v. Biberstein hebt hervor, der Vorwurf, daß bi« deutschen Interessen geschädigt seien, wäre völlig unhaltbar. Deutsches Capital sei nicht dagewesen für Südwestasrika. Südwestafrika solle nie aufgegeben werden. England habe auf alle Ansprüche verzichtet. Der Besuch des Gouverneurs des Caplandes in Berlin sei ohne Beziehung zu den Abtretungsplänen Englands. Der Gouverneur habe vielmehr die deutsche Entwickelung in Südwestafrika gelobt und sich überzeugen müssen, daß die Reichsregierung Südwest, afrika nicht aufgeben wolle. Der Etat wird sodann genehmigt. Auch der Reichszuschuß für Deutschostafrika wurde alsdann bewilligt. Köln, 14. Januar. Das Eisen- und Stahlwerk der Gebrüder van der Zypen in Deutz ist, wie die „Kölnische Zeitung" meldet, wegen Kohlen mangels größten# theils außer Betrieb gesetzt. Gegen dreihundert Arbeiter sind dadurch beschäftigungslos geworden. Weitere 150 Arbeiter werden ihre Beschäftigung verlieren, wenn die Stockung der Kohlenlieferung nicht in den nächsten Tagen gehoben wird. — Aus Essen wird der „Köln. Ztg." von heute gemeldet: In einem Rundschreiben des bergbaulichen Vereins werden die Zechen dringend ersucht, von den einschlägigen Paragraphen der Arbeitsordnung ausnahmslos genauesten Gebrauch zu machen, ferner keinen Arbeiter anzu- nHrnen, der wegen Betheiligung am Ausstande auf einer anderen Zeche entlasten ist. Dieses sei um so leichter durchführbar, als kein wirthschaftlicher Nachtheil entstehe, wenn die Kohlenförderung längere Zeit wesentlich beschränkt würde. Dortmund, 14. Januar. Wie die „Rheinisch-Westfäl. Zeitung" meldet, haben die Zechen „Zollern" und „Germania" gemäß § 3 der Arbeitsordnung über tausend Arbeiter entlassen. — Die „Dortmunder Union" nimmt am Montag ihren Betrieb im ganzen Umfange wieder auf. Esten, 14. Januar. Im Essener Revier ist wieder eine Abnahme der Strikenden, im ganzen Kohlenrevier eine Verminderung der Ausständigen um etwa 2500 zu verzeichnen. Esten, 14. Januar. Auf der Grube Gustav wurden bei der heutigen Frühschicht, als von der 600 Mann zählenden Belegschaft 190 am Strike beteiligte anfahren wollten, diese abgelegt. Auf Carslus Magnus erhielten von 700 Bergleuten 300 Abkehr. Ballmann, der Führer des Essener Reviers, wurde heute früh auf Grund des Paragraphen 110 verhaftet. Der Aus st and nimmt stetig ab, es striken noch etwa 15 500 Mann. Auch auf Grube Zollern und Germania wurden viele Bergleute abgelegt. St. Johann, 14. Januar. Gestern fand in Bildstock eine Versammlung statt, welche schwach besucht war. Der Maschinenwärter Konrad von der Zeche von der Heydt wurde auf dem Heimweg von der Schicht durch eine Revolverkugel an der Schulter verwundet. Heute sind 21840 Mann, 3246 mehr als gestern angefahren. Saarbrücken, 14. Januar. Heute sind 21,840 Mann angefahren. Auf den Jnspeetionen Jnsdorf, Heinitz und Neunkirchen arbeitet alles. Die gestrigen Versammlungen in Bildstock und in der Ritterstraße waren nur schwach besucht. Der Strike neigt dem Ende zu. Ehemnitz, 14. Januar. Infolge Schneeverwehungen sitzt der heutige erste Eisenbahnzug von Riesa bei Mittweida fest, ferner der erste Zug von Reichenbach bei Neumark. Auf den Linien Leipzig-Borna-Chemnitz und Leipzig-Limbach erleiden die Züge eine mehrstündige Verspätung, die Strecken Zwickau« Stern und Freiberg • Halsbrücke sind vollkommen gesperrt. Mannheim, 14. Januar. Wegen des starken Eisganges mußten sämmtliche auf dem Oberrheine befindlichen Schiffbrücken abgefahren werden, so daß Bahn- und Fuhr- verkehr theils beschränkt, theils eingestellt worden ist. Hamburg, 14. Januar. Heute kamen hier zwei Fälle von Cholera vor, wovon einer tödtlich verlief. Hamburg, 14. Januar. Bei einem von London zugereisten polnisch jüdischen Auswanderer und bei einem zwei Monate alten Kinde ist durch die bakteriologische Untersuchung heute Cholera eonstatirt worden. Arr-land. Paris, 14. Januar. Das neue französische Sabinet ist nunmehr endgiltig conftituirt und erweist eS sich folgendermaßen zusammengesetzt: Ribot, Präsidium und Inneres- Oevelle, Aeußeres- Bourgeois, Justiz- Tirard, Finanzen- Loizillon, Krieg- Dupuy, Unterricht - Diger, Acker* bau- Siegfried, Handel- Vielte, öffentliche Bauten und Admiral Reinieur, Marine und Colonien. Von allen Seiten wird dem neuen Ministerium ein ungünstiges Horoseop gestellt und ihm eine nur kurze Lebensdauer prophezeit, freilich würde ein Rücktritt deö zweiten Cabinets Ribot die gleich- zeitige Kammer-Auslösung wohl unvermeidlich machen. Sehr bedenklich ist eß, daß die Wühlereien gegen den Präsidenten Carnot in der Panama-Affairc fortbaucrn. Die Vorstände der republikanischen Senatsgruppen haben deswegen dem Cabinetßchef Ribot bereits ihre Beunruhigung ausgesprochen, allerdings zugleich versichernd, sie würden bie Bestrebungen, diese verleumderischen Angriffe auf daß Staatsoberhaupt zurückzuweisen, kräftigst unterstützen. Inzwischen ist am Freitag daß Zeugenverhör im Panama Proccß geschlossen worden und zwar mit einem kleinen Knalleffect. Karl Lesseps nannte nämlich aus Ersuchen deß Präsidenten als denjenigen Journalisten, der von der Panama-Gesellschaft BonS im Betrage von 50000 Freß, erhalten habe, den Chefredacteur des „GauloiS", Arthur Meyer, welche Aussage bei der angesehenen politischen Stellung dieses Blattes nicht geringes Aufsehen erregt. Paris, 14. Januar. Der „Figaro" bringt einen Sensationsartikel, worin der sofortige Rücktritt Carnots gefordert und derselbe formell angeklagt wird, seit Langem den Panamascandal in seinem ganzen Umfange, die Namen aller Schuldigen, sowie die Manöver gewisser Minister gekannt und stillschweigend gebilligt zu haben. Die Untersuchung und der Proceß hätten Carnot ebenso blosgestestellt wie die formell Angeklagten. Das Blatt fordert Erklärungen CarnotS in einer Botschaft, seinen Rücktritt und Ersetzung durch einen commandirenden General, welcher die Kammer auflose und Neuwahlen vornehme. Paris, 14. Januar. Wie der „Ftgaro" meldet, wäre durch die gerichtliche Voruntersuchung in der Panama- Angelegenheit festgestellt worden, daß JuleS Roche in keiner Weise belastet sei. Das gegen denselben eingleitete Verfahren werde eingestellt werden. — Dem „XIX. Stöcle" zufolge hätte Bai haut zugestanden, von der Panarnacanal- Gesellschaft eine Million Francs verlangt und 375,000 Fr. erhalten zu haben. Die Morgenblätter kündigen neue Verfolgungen und Haussuchungen an. Wilna, 14. Januar, lieber die Ursachen des Rücktritts beß Generalgouverneurs von Litthauen, Kochanow, verlautet, es seien in seinem Departement bedeutende Unterschlagungen vorgekommen, unter Anderem fehlten für das Murawiewdenkmal gesammelte 15000 Rubel. Infolgedessen wurde die Amtsführung Kochanows bemängelt. Birmingham, 14. Januar. In einer heute stattgehabten Bergarbeiter-Conferenz wurden Delegirte für die internationale Vereinigung der Bergarbeiter in Brüssel, für den Arbeitercongreß in Chicago, für den Congreß der TradeS- Union und für den internationalen Congreß zur Einführung des Achtstundentages ernannt. Deutscher Reichstag. 21. Sitzung. Samstag, 14. Januar 1893. Elngeqangln: Weißbuch über Samoa. DieBeralhung der NothstandS-Jnterpellation wird fortgesetzt. Abg. Hitze (Ctr.): Nach der zweitägigen Debatte und nachdem zwei der Interpellanten gesprochen, sei ihm der Zweck der Interpellation noch nicht klar geworben. In verschiedenen Producttons- zwetgen bestehe ein Nothstanb, ber von keiner Sette geleugnet werde, aber practische Vorschläge zur Begegnung deß Nothstandes hätten die Interpellanten nicht gemacht. Ein Recht auf Arbeit erkennen seine (Redners) Freunde nicht an, wohl aber ein Recht auf ein Existenzminimum. Die Eismbahnoerwaltung habe gerade in solchen Zeiten, wie die jetzigen, die Pflicht, von Arbeiterentlassungen möglichst ab- zufehen. Die Forderung des Moximal-ArdeitStageS werde hoffentlich noch allgemeine Sympathie finden. Der von den Socialbemokraten geforderte Achistundentag würde eine Lohnherabsetzung zur Folge haben oder unserer Industrie den Wettbewerb auf dem Weltmärkte unmöglich machen, worunter wieder die Arbeiter leiden müßten. Die wichtige Frage sei eine Regelung der Production in ihrem Ver- bältniß zur Eonsumtion. Er bedauere, daß es den verbündeten Regierungen bis jetzt nicht möglich geworden ist, die Sonntagsruhe für die Großindustrie und daß Handwerk durchzuiühren. Die Soctaldemokraten hätten bisher Alles abgelehnt, was im Interesse der Arbeiter gefordert wurde; hätten sie die Mehrheit gehabt, so würden wir heute noch um keinen Schritt weiter sein, wie vor zehn Jahren. Von der Soctaldemokialte hätten die Arbeiter nichts zu erwarten. Das Coaltttonsrecht müsse weiter ausgebaut, nicht beschränkt werden. Die von den Soctaldemokraten empfohlenen Arbeitsbörsen könnten die Nachfrage nach Arbeit nicht vermehren, sie könnten aber leicht zu Lohndruck führen. Es sei nicht besonders nobel von Barth gewesen, den Panamascandal gegen die Schutzzöllner zu ver- werthen; ebenso gut ließe sich derselbe gegen die Juden aussptelen. Gerade die heutige wirihschastliche Lage spreche für die Nolhwendtg- keit des Schutzzolls. Die Arbeiter im Saarrevier hätten ihre Sache von vornherein discredtttrt, indem sie solche Führer an ihre Spitze gestellt wie Marken und Genossen. Er freue sich, daß auch die Soctaldemokraten jede Gemeinschaft mit diesen Leuten ablehnten. Redner vertheidtgt feiner die Institution der Lohnhauer, die durch die neue Arbetttzoidnung geschaffen worden, gegenüber Auer, und bittet schließlich die Regierung, wenn der Friede zurückgekehrt ist, die erhobenen Beschwerden wohlwollend zu prüfen. (Beifall.) Abg. v. Kardorfs (Rp.): Der Nothstand bestehe in erster Linie bet der Bevölkerung des platten Landes, die seit Rücktritt des Fürsten Bismarck auf Drängen der Linken schwer geschädigt worden sei und zwar durch Aufhebung der Viehsperren, Aushebung detz Verbotes der Einfuhr amerikanischen Schweinefleisches, Aushebung der Zucker-Export-Prämte und durch die Handelsverträge. Dazu werde die Reaierung noch dazu gedrängt, auszuheben da«, was verrückter- weise die „Liebesgabe an die Branntweinbrenner" genannt werde. Man spreche von Ersatz des Roggens durch den Weizen. Unsere Hauptnahrung müsse Roggenbrot) bleiben, weil wir Weizen aus dem Auslande beziehen müssen. Den Forderungen der Landwirthschaft gegenüber verhalte man sich ablehnend, so in Bezug auf die Währungs- fragc. Die Schädigung deß platten Landes berühre unsere Wehrkraft, zu der das platte Land das größte Kontingent stelle. Stände Bebel einem Etablissement wie dem Stumm'schen vor, so würden die agitirenben „Jungen" gewiß viel schneller herausfliegen, als social- demokratische Hetzer bei Stumm. Zwischen Arbeitern und Arbeitgebern bestehe eine Harmonie der Interessen, welche die Socialdemo- kraten zu stören bemüht seien. Diesen Störungen müsse entschieden entgegengetreten werden. Abg. Dr. Hirsch (dsr.) verurtheilt den Saarbrückener Strike; durch Mittel, wie die von Stumm, Grafen Kanitz und v. Kcndoiff empfohlenen, würde man aber nur Oel ins Feuer gießen. Wenn Saisonarbeiter zeitweilig feiern ober wenn in einem durch Einführung der Maschinenarbeit untergehenden Erwerbszweig ein dauernder Nothstand herrsche, so könne doch noch immer von einem allgemeinen Nothstand nicht die Rede sein. Der Klage des Großgrundbesitzes könne leicht abgebolfen werden; der Großgrundbesitz möge nur parcelltren. Die practische Ausführung der Bestimmungen über die Arbeitsordnungen entspreche den gehegten Erwartungen nicht. Man sollte bet Aufstellung der Arbeitsordnungen auf die Wünsche der Arbeiter mehr Rücksicht nehmen; bann werde auch bei unseren Brüdern und Schwestern die M ßsttmmung schwinden. Abg. Möller (natl.) hofft, daß sich die Regierung wie an der Saar so an ber Ruhr einer Einmischung enthalten weide. Der Strike an ber Ruhr sei noch viel ungerechter als ber an ber Saar. Tausende von Arbeitern tden übeiflütsig; sie seien nur beschäftigt worden, um sie nicht entlassen zu müssen. Werden sie nach dem Strike wieder Aufnahme sinden können? Die Führer deS Rubr- ftrikes haben eine gewaltige Derantwoiilichkcit übernommen. Die Löhne im Ruhrgebiet seien nach denen an der Saar die nächst, höchsten. Redner wendet sich dann gegen die Ausführungen ber Socialdemokraten. Arbeitgeber und Arbeiter arbeiteten beide; eß bandle sich nur um den Anthetl, den der eine ober der andere an ber Arbeit habe. Wenn der Erstere nicht Arbeitsgelegenheit schaffe, so gebe eß keine Arbeit für den Arbeiter. Auch gewissen socialpolitischen Forderungen Hitzcs könne er nicht zustimmen; biefdbat feien illusionär. Minister Frbr. v. Berlepsch legt den Ausführungen Möller« gegenüber bar, daß sich die Löhne an der Saar und an der Ruhr in den letzten Jahren stets in gleichmäßiger Richtung bewegten. Abg. Wlffer (wild): D r Nothlage ber ländlichen Bevölkerung helfe man nicht durch Aararzölle sondern durch Aufhebung der Zndustriezölle ab. Tb Schuld an der Entwickelung des platten Landes und der Ueberoölferung ber Städte trage ber ProteclionlSmuG. Man hätte die Fideicommisse aufheben sollen, bann würde sich ein klästiges Kl inbaurrn'bum entw ckelt haben. Abg. DreeSbach (Soc.): Die Regierung erkenne nur einen Nothstand an: den Mangel an Militär. Der wirthschaftliche Nothstand sei aber conftatirt in den Berichten Der Fabnkinspectoien, in ber Etatsrede des FmanzministerS Dr. Miqu-l und in den Ber- fammlungen der Arbeitslosen. Zur Unterdrückung des NothstandeL müßten Gemeinde, Einzeistaal und Reich eintietrn. Der Arbeitstag sei abzukürzen. Die Landwirthschaft würde Arbeiter genug haben, wenn sie dieselben ordentlich bez chle und wenn sie menschenwürdige Zustände für die Arbeiter her stellte. Freilich hätten die Arbeiter trotzdem keine Neigung auf das Land zurückzukehren, wo man sie in den Gemeinden gar nicht wolle und Alles thue, um sie, bevor sie den Unterstützungswobnsitz gewonnen haben, abzustoßen. Daß Armen- wesen müsse Reichsfache werden. Man behauptet, daß bei achtstündiger Arbeitszeit die Production leiden würde. Das fd nicht der Fall. Es werde dann aber ein Theil der industriellen Reseroea.mee in Action treten. Er erinnere nur an daß groß: Heer von Vagadonden, daS angeblich die Landstraßen fülle. Diese Vagabonden seien ordentliche Arbeiter, die gern arbeiten wollten, wenn sie nur 31bett erhielten. Es sei ein Skandal, daß in der StaatSindustlie Arbeiter, die über 40 Jahre alt, nicht mehr angenommen würden, wählend die Altersrente erst vom 70. Lebensjahr ab gezahlt werde. Die führende Rolle In dem Strike des Saarreoiers liege im ultramontanen Lager. Für die Socialdemokrat.e könne keine bessere Agitation getrieben werben, als die Verbreitung der Stumm'schen Reden unter den Arbeitern. Je brutaler man die Streikenden und ihre Führer behandle, desto näher rücke man ber Gefahr erneuter Krise. Der preußische HandelSminifler erkenne das Coaltttonsrecht formell en, aber die practliche Bethätigung desselbm werde verhindert, so in den letzten Tagen bei den Verhandlungen Arbeitsloser in Schöneberg. Man tadle die Unzufriedenheit der Arbeiter. Wer sei denn zufrieden? Die Retchßregteiung — sie verlange mehr Steuern und mehr Soldaten. Die Landwlrthschasl — sie beklage sich fortwährend. Der Arbeiter allein soll zufrieden sein und abwarten, bis man ihm etwaszugehen lasse! Nein, der Arbeiter habe die Psticht. unzufrieden zu fein, denn nur dadurch bessere er feine Lage. DieSocialdemokraten würden auch einem neuen Socialtsten- gefetz gegenüber ihren Standpunkt behaupten. Staatsfecretär v. Bötticher: Bieber habe man angenommen, daß eS Aufgabe ber Leute, bte im öffentlichen Leben stehen, sei, bie Zufriedenheit zu fördern. Die Socialdernokrateir oerfünbden officiell baß Gegentheil. Die Bezuznähme auf bie Berichte ber Fabrikinspectoren gegen seine (RebnerS) Angabe über eine Jn ber letzten Zeit einaetretene Besserung fei hinfällig, ba sich bie Berichte auf bas Jahr 1891 beziehen. Ein Widerspruch mit d u Ausführungen beß preußischen FinanzministerS bestehe nicht. Im Königreich Sachsen sei auf Grund amtlicher Erhebungen fast in allen Zweigen ber Jn- bustrie eine Besserung elngetrden. Unzutreffenb sei auch, baß bte Durchschnittslöhne sallenbe Tendenz bekundeten. Die Armenpflege auf daß Reick zu übertragen, sei nicht angängig. Die Armenoersorgung müsse locallfirt fein. Die Debatte wird geschlossen. Uwcfk Nachrichtens» Wolffs telegraphisches Correspondenz-Bureau. Metz, 15. Januar. Auch hier sind große Schnee - Massen niedergegangen. Die Züge aus Frankreich treffen mit großen Verspätungen hier ein. Paris, 15. Januar. In einer zahlreich besuchten Versammlung, welche von einer Gruppe foctaltslischer Deputirteq auf gestern Abend nach dem Tivoli-Vauxhall einberufen war, wandten sich mehrere Redner in heftigster Weise gegen die Vorgänge in der Panama- Angelegenheit. Nach längeren Verhandlungen über andere Fragen genehmigte die Versammlung schließlich einstimmig einen Antrag auf Erlaß einer allgemeinen Amnestie. Depeschen deS Bureau „Herold". Esten (Ruhr), 15. Januar. Die heutige Bergarbeiter- Versammlung wurde gleich nach der Eröffnung aufgelöst, als ein Bergmann die Bekanntmachung des Vorsitzenden von der Verhaftung Ballmanns mit „Pfui" beantwortete. Die Anwesenden verließen ruhig den Saal. Amberg, 15. Januar. Der Reichstags- und Landtags- abgeordnete Hilpert ist heute früh hier gestorben. Paris, 15. Januar. Carnot soll erklärt haben, er werde seinen Posten unter feinen Umständen verlassen. Ribot soll sich in den CouloirS der Kammer ausgesprochen haben, bie Regierung werde nach der Bewilligung deS Budgets die Auflösung der Kammer ernstlich erwägen. Paris, 16. Januar. Die allgemeine politische Situation wird immer comöltcirter. Die hervorragenden 'Provinzblätter unterschätzen die Angriffe gegen Carnot. Im Elysee kam eS gestern zu heftigen ©eenen zwischen Carnot und Ribot. Carnot fordert schnellste Beendigung des PanamascandalS. Paris, 16. Januar. Ribot ließ den Correspondente» der Budapester Zeitung „Pesti Hirlap" verhaften und ordnete dessen Ausweisung an. Ferner ließ er die Ber treter eines deutschen und eines italienischen Blattes auS- weisen, weil dieselben behauptet haben, Mohrenheim habe Panamagelder empfangen. Ribot suchte Mohrenheim persönlich aus und drückte ihm wegen der Verläumdungen sein Bedauern aus. Paris, 16. Januar. Die Gattin beß Baron Reinach lehnte besten Erbschaft ab. Cocales unb provinzielle*. Gießen, 16. Januar 1893. — Empfang. Seine Königliche Hoheit ber Großherzog empfingen am SamStag u. A. den RegicrungSrath Dr. Mellor von Gießen und den Rentamtmann Schäfer von Niddcü — Gelegentlich des gestrigen KrönungS - undOrdenß- festeS sind u. A. nachbenannten Personen die hier bezeichnete» Otdens-Auszeichnnagen verliehen worden. Es erhielten: Den rothen Adler-Orden erster Klasse mit der Königlichen Krone: Fürst zu Solms-HohensolmS-Lich zu Lich und zu Hohensolms. Den Rothen Adler Orden zweiter Klasse mit Eichenlaub und Schwertern am Ringe: von Igel, General Major gut geschultem Tanz - Divertissement. Der Reinertrag wird dem Wohlthätigkensfonds des Vereins überwiesen. — Zur Witterung. Von der Milde, welche dem Monat Januar vielfach prophezeit worden ,st, ist bisher, Mitte des Monats, nichts zu spüren. Im Gegentheil, der Januar hat der kalten Tage schon mehrere von der Sorte gehabt, die geradezu als grimmig bezeichnet und denjenigen würdig an die Seite gestellt werden können, deren sich die bekannten ältesten Leute nicht mehr zu erinnern vermögen. Die Nacht von gestern aus heute dürfte das bisher beobachtete Maximum von Kälte in diesem Winter bedeutend überschritten haben, denn das Thermometer fiel bis auf — 22°IL Schon der ganze gestrige Tag war ein so srostiger Geselle, daß ihm viele Spaziergänger, Schlittschuhläufer und sonstige Leute, die einen Stoß zu vertragen vermeinen, aus dem Wege gingen, d. h. sich in erwärmte Räume flüchteten. Unter diesen ungemüthlichen Umständen ist es begreiflich, daß Viele der Erfüllung des Sprüchwortes: „Strenge Herren regieren nicht lange" mit Sehnsucht entgegen sehen. — Verhaftet wurden gestern ein Bursche wegen Entziehung der Wehrpflicht, ein solcher wegen totaler Trunkenheit, ein Frauenzimmer wegen Diebstahls und zwei wegen Umhertreibens. Vermischtes. * Cassel, 16. Januar. (Privatdepesche.) Sämmtliche vier Kinder einer Bauernfamilie in Wickenrode sind durch Kohlendunst erstickt. * Siegburg, 14. Januar. Das hiesige Hospital steht seit heute Morgen in Flammen. Die Löschung ist schwierig, da die Rohre gefroren sind. Eine große Anzahl Feuerwehren bekämpfte das Feuer. Der obere Theil des Gebäudes ist zerstört. Verluste an Menschenleben sind nicht zu verzeichnen. Verkehr, Land- unb Volkswirtyfchast. Vrüttberg, 14. Januar. Frachtpreise. Weizens 1660, Korn Jt. 00.00, Gerste «4L 14.80, Hafer JL. 14.00, Erbsen JL 16.00, Linsen X00.00, Wicken JL 00.—. Lein X ——, Kartoffeln^. Samen JL —.—. Den Tai Den am Atzelbusch, auf den Fluth- 3mmobUten:l Flur 1 30 Flur Flur Flur 3 3 Otto Bergen. 596 // n 21,1 Hundert Wellen Buchen- und ! 129 Flur 90 fm >222 fm 376 Meter Acker auf 7 Nr. 28 - 950 Meter 2030 daselbst, Nr. 80 - 1538 Meter WlililKlIllllli1 Eichen- u. Nadel-Stockholz 10,6 Gießen, 12. Januar 1893. 206 Meter in der 3320 Buchen-Well-n, erste Durch- Nur I Sir. 171 - größte Auswahl zu billigstem H. Adami. 498 4200 Flur Gerichtsvollzieher. 583 Flur Eichen-Derbstangen, 3,75 fm haltend, zu Wagnerholz geeignet, Meter Meter Meter Meter Meter Flur Flur Flur 3 2 30 2 33 1 1 1 4 4 5 5 6 6 6 6 488 375 462 3650 150 50 solms, Distrikt Lappenberg. 92 rm Buchen-Scheil- u. Prügelholz, Brennholz: 900 Buchen-Wellen, Flur Flur Flur Flur Flur Flur Flur Flur Flur Flur Flur Flur Flur Flur Flur Flur Flur Flur Flur Flur Flur Flur Flur Flur 7 7 7 7 Meter Meter Acker Acker Acker Acker Acker Acker Acker Acker Ackea Flur Flur Leib- Acker Acker 50 Eichen- 2350 Fichtew ii // Eichen-Astreisholz, Stück Eichen-Bau- und Wagnerholz mit 55,77 fm von 20 bis 52 cm Durchmesser, Buchenabschnitt von 1,27 fm, rm Buchen-Felgenholz, Eichen-Scheit- u. Prügelholz, Linden-Scheitholz, Buchen- u. Eichen-Stockholz, Nadel-Derbstangen, 15,46 haltend, Nadel - Reisstangen, 8,86 haltend, rm Eichen-Nutzscheitholz, forstung, Eichen-Wellen, vierte Durchforstung, Nadel-Wellen, Aspen Wellen, Dorn-Wellen. Achtel». respondenz-Bureau. ier sind große Schnee- (üge aus Frankreich treffen Hohensolms, im Januar 1893. Fürstliche Oberförsterei. 5,13 fm haltend, i2 Nadelstämme von 15 bis 18 cm Durchmesser, 8 bis 11 rn lang, 2,22 fm haltend, Eichen-Stöcke, zu Holzhackklötzen geeignet. B. Brennholz. Läufertsrod, Nr. 151 — daselbst, Nr. 152 - daselbst, Nr. 153 - daselbst, ntx zahlreich besuchten Vn- appe soeiaWcher Deputirtg oü-DauM unberufen war, i heftigster 2Bth"e gegen bk tiegenbeit. Nach längeren ragen genehmigte die Ber- inen Antrag auf Erlaß einer und Lahnfluß, Nr. 175 — 1Z12 Meter Acker am den kleinen und aroßen Grasweg, 10 Nr. 25 — 631 Meter Acker unter der Hardt, 10 Nr. 27 — 631 Meter Acker daselbst, 10 Nr 29/30 — 631 Meter Acker hinter dem Waldbrunnen, Nr. 94s/io — 931 Meter Acker auf dem Rodt, auf den Wartweg, Nr. 108 — 1594 Meter Acker daselbst Freitag den 24. Februar, Nachmittags 2Vr Ubr, soll auf dem hiesigen Ortsgericht die den Erben der Johannes Kitzler Eheleute« in Gießen gehörige Hofratthe: der Oberau, am Lethgesterner Weg im Se'tzerviörter Feld, Nr. 126 — 538 Meter Acker in 577] Ein starkes Ponny von acht Jahren stebt zu verkaufen bei Wi.th Heinrich Abel, Wißmar. soll im Anneroder Gemeindewald in den Abtheilungen 11, 13 und 14 nach- \ verzeichnetes Holz versteigert werben. ’ A. Bau- und Werkholz. W Eichenstämme von 18 bis 45 cm; Durchmesser, 4 bis 8 rn lang,! daselbst, Nr. 81 — 1538 und Commandeur der 50. Infanterie-Brigade (2. Gräßlich Hessische). Rothen Adler-Orden dritter Klasse mit der Schleife und Schwertern am Ringe: Freiherr von Brackel, Oberst a la suite des 4. Großherzoglich Hessischen Infanterie- Regiments (Prinz Karl) Nr. 118, Präses der Gewehr- Prüfungs Commission. Rothen Adler-Drden dritter Klasse mit der Schleife: Bock von Wülfingen, Oberst und Commandeur des 3. Grobherzoglich Hessischen Infanterie-Regiments (Leib- Regiment) Nr. 117; Klemm, Wirklicher Geheimer Kriegsrath und Militär- Intendant beim XI. Armee Corps; Langenmayr, Oberst und Commandeur des 4. Großherzoglich Heisischen Infanterie-Regiments (Prinz Carl) Nr. 118. Rothen Adler-Orden vierter Klasse mit der Königlichen Krone: von Brause, Major im 1. Großherzoglich Hessischen Jnfanterie-(Leib-Garde-)Regiment Nr. 115. von Derschau, Major im 3. Großherzoglich Hessischen Infanterie-Regiment (Leib-Regiment) Nr. 117; Friese, Major im 3. Großherzoglich Hessischen Infanterie-Regiment (Leib-Regiment) Nr. 117; vr. Gareis, ordentlicher Professor an der Universität zu Königsberg i. Pr.; Freiherr von der Goltz, Hauptmann im Infanterie- Regiment Prinz Friedrich der Niederlande (2. Westfälisches) Nr. 15, kommandiert als Adjutant bei der Großherzoglich Hessischen (25.) Division. Kühne, Major im Infanterie Regiment Kaiser Wilhelm 2. Großherzoglich Hessisches) Nr. 116; Lang, Hauptmann im 1. Badischen Feld-Artillerie- Regiment Nr. 14, commandirt als Adjutant bei der Großherzoglich Heisischen (25.) Division; Mühlmann, Hauptmann im Thüringischen Feld- Artillerie Regiment Nr. 19, commandirt als Adjutant beim General-Commando des XI. Armee-Corps; Retzlaff, Major im 4. Großherzoglich Hessischen Infanterie-Regiment (Prinz Carl) Nr. 118; Schmidt, Hauptmann im 4. Großherzoglich Hessischen Infanterie-Regiment (Prinz Carl) Nr. 118; werden auf hiesigem Ortsgericht auf An- Flur 30 Nr. 103 - 1469 Meter Acker suchen der Heinrich Konrad Aral« ltngS Erben die denselben zustehenden brücke, Nr. 357 — 900 Meter Acker auf dem Heddergraben, Nr. 358/359 - 894 Meter Acker daselbst, Nr. 73 — 2113 Meter Acker, die 11 Nr. 2 — 1638 Mete Acker auf der Harth rechts am Gleiberger Weg, 16 Nr- 285 — 675 Mter Acker auf die Chaussee hinter der Puloermühle, Nr. 89 — 88 Meter Hofraithe in der Mühlgasse, Nr. 90 — 88 Meier Grabgarten daselbst, Nr. 91 — 88 Meter Hofraithe daselbst, Nr. 92 — 94 Meter Grabgarten MittwochdenlL.Januar, Nachmittags 2 Ubr, versteigere ich im Bieker'schen Saale: Möbel aller Arten, 1 Sommerwagen, 3 schwere Wagen 1 Pianino, 1 Faß Weißwein, 1 Spielwerk, 1 Stoßkarren, 2 vollst. Betten u. a. Geißler, Die Zusammenkunft ist auf der Ärünbergerstraße zunächst der Ganseburg. [549 Annerod, den 13. Januar 1893. Großh. Bürgermeisterei Annerod. Engelhardt. Wenzel, Corps-Roßarzt beim XI. Armee Corps; Werner, Major im 8. Rheinischen Infanterie-Regiment Nr. 70; Winter, Major ä la suite des Infanterie-Regiments Kaiser Wilhelm (2. Großherzoglich Hessisches) Nr. 116, Abtheilnngs - Vorstand bei der Gewehr-Prüfungs- Commission ; vonPorembsky, Oberst-Lieutenant und etatsmäßiger Stabsoffizier des 4. Großherzoglich Hessischen Infanterie- Regiments (Prinz Carl) Nr. 118. Schmidt, Oberstlieutenant und etatsmäßiger Stabs- offizier des Infanterie < Regiments Kaiser Wilhelm (2. Großherzogl. Hessisches) Nr. 116; Wüst, Postdirector zu Friedberg (Hessen); Dietz, Militär-Jntendatur-Secretär bei der Intendantur des XI. Armee-Corps; Den Königlichen Kronen-Orden vierter Klasse: Rein icke, Ober-Roßarzt beim Großherzoglich Hessischen Feld- Artillerie-Regiment Nr. 25 (Großherzogliches Artillerie- Corps). Das Allgemeine Ehrenzeichen in Gold: Rotherme l, Wachtmeister im 2. Großh. Hess. Dragoner-Regiment (Leib-Dragoner-Regiment) Nr. 24. Das Allgemeine Ehrenzeichen: Eifert, Vice-Wachtmeister und Ober-Fahnenschmied im Großh. Hessischen Feld- Artillerie-Regiment Nr. 25 (Großh. Artillerie-Corps); Müller, Feldwebel im 3. Großh. Hess. Infanterie- Regiment (Lerb-Regiment) Nr. 117; Ruppel, Vice- Feldwebel und Regiments-Tambour im 3. Großherzogl. Hess. Infanterie Regiment (Leib-Regiment) Nr. 117; Traue, Wachtmeister im 2. Großh. Hess. Dragoner- Regiment (Leib-Dragoner-Regiment) Nr. 24. — Unsere Leser, insbesondere die Hausbesitzer und deren Stellvertreter, machen wir auch an dieser Stelle auf die heutige Bekanntmachung des Gas- und Wafferwerks besonders aufmerksam. — Der gestern Abend im Cafe Leib veranstaltete Maskenball des „Gießener Zitherclub" (Wohlthätigkeitsverein) war äußerst zahlreich besucht und verlief in schönster Weise. Besonderen Beifall fanden zwei Gruppen-Aufführungen mit Holzversteigerung. Dienstag, 17, Januar, Vormittags 9 Uhr, versteigere ich im Kernberg bei der Ganseburg: auf der Oberau, hinten an der Grenze, 30 Nr 136a — 1250 Meter Wiese daselbst, 30 Nr. 152 — 2375 Meter Acker in der Oberau, 39 42 42 Einfrieren der Wasserleitungen betr. Trotz unserer öfters empfohlenen Vorkehrungen gegen das Einfrieren der Wasserleitungen werben uns immer wieder Fälle bekannt, wo zum Schutze der Haus- tvasserleitungen, insbesondere aber der Wassermesser gar nichts geschieht: namentlich treffen wir bei strenger Kälte offen gelassene, ober nicht verwahrte, undichte Kellerfenster an, welche das Einfrieren der Wassermesser und der anschließenden Ein- und Ausgangsleitungen zur Folge hoben. — Die Wassermesser selbst sind während des Winters mit Säcken, Packstroh ober ähnlichen Schutzmitteln zu umkleiben, welche Vorsichtsmaßregel wir leiber vielfach unbeachtet finben, es sei beshalb auch hier baran erinnert, daß bie Herstellung ungenügenb verwahrter Wassermesser aus Kosten ber Hausbesitzer erfolgt. — Bezüglich Anfthanens eingefrorener Leitungen unb Wassermesser muß stets sofortige Abhilfe veranlaßt werben, um größeren Beschädigungen durch Auffriereu ber Leitungen unb hierburch verursachten Ueberschwemmungen u. s. w. vvrzubeugen; bas Abwarten beö Auf- thauens von selbst — wie uns ebenfalls Fälle bekannt geworben — ist deshalb entschieben verwerflich. Gießen, 16. Januar 1893. Städtisches Gas- und Wasserwerk Gießen. Holz - Versteigerung.! Holzversteigerung Donnerstag, 19. Januar 1893 am Mittwoch, 25.Januarl893 von Vormittags 9 Uhr an ! in ber Fürstlichen Oberförsterei Hohen- daselbst, 4 Nr. 12 — IC 25 Meter Acker am Krofdorfer Weg, daselbst, Flur 10 Nr 37 — 87 Meter Acker daselbst, , .. . qa i Flur 28 Nr. 139 - 1187 Meter Acker vkll 20. JäNUäk, > am Sandkauter Wca links, " _ „ or/ 1t, Flur 29 Nr. 127 — 1575 Meter Acker Nachmittags 2-/2 Uhr, u int Rödern, ZwerggewanneÜberdemSchwal- dach'jchen Acker, 6 Nr. 150 — 225 Meter Acker an der Weilburgischen Grenze im Freiwilliger Verkauf. Die Wirthschast „zum Gam briuus", Wetzsteingasse 39, soll aus freier Hand zwecks Vermögensaus- einanberfetzung verkauft werben. Nähere Auskunft ertheilt [311 Dr. Fuhr, Rechtsanwalt. der Oberau, links vom gesterner Weg. 30 Nr. 126 a — 887 Meter daselbst, 30 Nr. 136 — 1225 Meter Obligations-Verloosung. In ber heutigen Vorstanbssitzung würben die 31/2 °/0 Partial - Obligationen Lit. A. Nr. 13 mit Venn fie meiS“8 ^btn, freilich JJ1 ?en®ürbt0 t ^beiL Alles tbue ?° man fr puptet, isteste 2 getrieben L «W« »11141 bei den Sie wjjf 7" angenommen, stebm, lei, spcialßemofraten verkündüen ahe auf bie Berichte ber ■ «DSabe über eine .in ber hwiallig, da sich bie BMe rlpruchmilb-nSus'übnM Dicht. Im Königreich Zochlev alt in allen Zweizen ber Zn- Dtutreffenb sei auch, ba§ die btiunbeten. Die Armeu^siegr Mngig. DieArmenvnsvrgung 169 Fichten-Derbstangen, 10,14 fm, „ -ReiSstangen, 37,81 fm. Preisen; besonders empfehle Rex mit Kunstlauf. A. Kilbinger, ______Seltersweg 19. [133 Kreppe! pr Hennings \ 441] SelterSweg 14. Wolkengasse öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, 12. Januar 1893. Großh. Ortsgericht Gießen. I. A-: Bogt.474 Nr. 16 — 1800 daselbst, Nr. 19 — 1144 vov v 2 P‘ooin^ , m bezeichn^ * «**.•'*•F Fluthgraben, an dem Fabrici- Flur fchen Acker, । Nr.; 178 — 1212 Meter Acker F'"" Jagdverpachtung. Die im Februar b. I. leihfällig merbenbe Jagb in ben Domanial- walbbistricten Bettenwalb unb Atz- malb hiesiger Oberförsterei wirb ! Freitag den 10. Februar d. I., Vormittags halb elf Uhr, auf ber Gefchästsstnbe ber Großh. Bürgermeisterei Harbach im Anschluß an bie Verpachtung ber Harbacher Gemeinbe- jagb auf weitere sechs Jahre verpachtet. Pachtliebhaber, bereu Qualification nicht notorisch vorliegt, haben sich bis zum 31. d. M. bei ber unterzeichneten Stelle genügend) auszuweifen. Grünberg, 14. Januar 1893. Großh. Oberförsterei Grünberg. Schöbe r._______582 WM Unterrichtsstunden täglich vormittags von 8—12 Uhr und Rach, mittags von 2—7 Uhr. [323 Erstes deutsches Kunstblumen-Anftitut hierftlbst für kor^r Zeit, Lindenplatz 1, Laden. Zeige hiermit an, daß ich dahier nom 9 Januar ab für kurze Zeit einen Unterricht in stili-ran»«rbeit und Papierdlumen eröffne und lade die gechnen Damen zur B-sichtigung berfelben in meiner Wohnung (Holet Sinhorn, Ladenlocal), ergebend ein. Der UnterrichtSpreiS beträgt für Damen 1.50 X, für Kinder Jimdif florM4- Tie W**"., sS SS? M >®'43 ,gt Senntag fcr( -lvlnmllg du < He» y* die veu «. ®. tfcann nas® 01 nturniQnnttr in Ua'ftMrN'Z o luisa-Ordens ic1t in btt M .rjtftW statt sn) bin alstssto StjW ihlde dclst Kchi btt allen .Qttric bä btn fn lätimi dir fl :?:nmag «arfjwitt «iä Lifte der - Die I Hitwi dn ii orchMen W Rcich-kanzit ,-naitffian des! butten Politik gaben deS Drtib trftttrt beftinnn Steerfung tnffia uMtigt $olhi rrreffen tmtreltn. W i\t Itmttn Konten hin al* für »abr'tteinli Sttlin, 16 Borfttf gtgtnül ntfiooal mercai Deytt u. ko., ndliiD0irintt)Qfl( Kellnerinnen trtunbigungen h WM ausftetti hteinz, 1 rehev aus tzü b«ben bbenlani foe ©umpferoer drE eingtfteüt 22. 3nf btrZ ^renntiütinf, -tt Meten Sttut babfttliflt fd, ft ® Jt’ben 6idI( »It Id», ••»btt Steuera« S&5 nt411 2*rn«i dnr tS*A *ä8"« «Ul fttfc M vach atif. Statt besonderer Anzeige. Verwandten, Freullden und Bekannten die schmerzerfüllte Nachricht, daß unser innigstgeliebrer Sohn und Bruder Kari Kinkel im beinahe vollendeten 13. Lebensjahre heute Abend 10 Uhr nach kurzem aber schweren Leiden durch einen sanften Tod erlöst wurde. Die tieftrauernden Eltern und Geschwister. Gießen, 15. Januar 1893. Die Beerdigung findet Dienstag den 17. d. M., Nackm. 2 Uhr, vom Sterbehause, Damnrstraße 31, aus statt. [586 LMwirWMchtt focalDcrrin Gießen. [140 Walther* Donnerstag den 19. Januar, Nachmittags 5 Uhr genoffenschaft. Der Vorstand. 579 [507 ausgeführt von in Gießen, Grabenstraße Nr. 7. 505] Preisen. Johanna Benner Robert Gärtner Wilhelmstraße 16. Höfliche Anfrage. LouiS Hellmold. mtethen. 598] Der Zu haben in den einschl. Geschäften. zu vermietben. [449 Gießen, 16. Januar 1893. 1. 2. 3. ein leichter gebrauchter sehr preiSrotrtb »u verkaufen Bismarckftratze 14 mittlerer Stock per 1. April anderweit Hajerntchl, Hafer- grütze, Hafer biscuits, f Erbswurst, Su//>enlafein, Dörrgemüse, Julienne, oh en lohe 'sehe Schlitten: ein eleganter schmiedeiserner, Ein braves tüchtiges HauS- Mädchen wird gesucht. Mädchen mit guten Zeugnifsem können sich melden bei Iran Marie von Röder, Herrliche Parihien, Städte und Dörfer läng? der Mosel, Kirchen, Kloster von i innen und nutzen, Elfengrotte rc. 278] Alte Münzen, Porzellan, «old- und SildergegenftLnde, alte Docamente, ©ft*er rc. tauft Loui* Kothenberger, _______________Neuenweg hi._________ 592] Empfehle mich als Leichenfrau. Achtungsvoll Frau Lchuchardt, Neuen Bäue 17. Beste Qual. ” infolge der vorzüglichen ■ Hohenl.Roh- I producte. uppen. Frau Her«. Eichenauer, Altcefiraße 13, Ul. im beinahe vollendeten vierten Lebensjahre, was wir Verwandten, Freunden und Bekannten mit der Bitte um stille Theilnahme tief, betrübt mittheilen. Die tieftrauernden Eltern und Geschwistern Heinrich Herzbergcr und Arau, geb. Lind Nodheimerstraße 6. Statt besonderer Anzeige. Heute Morgen 4>/2 Uhr entschlief sanft dem Herrn, nach kurzem aber schweren Leiden, unser innigstgeliebtcs Töchterchen und Schwesterchen auf dem Louy'schen Bierkeller. Tagesordnung: Geschäftliche Mittheilungen. Was kostet die Unterhaltung eines Gemeindebullen. Mttheilungm aus der land und forstwirthschaftlichen Berufs- ßrounfdirorigrr Wnrftfabrikott feinfter Qualität, offcrire iu 5-Kllo-Post- parfettn zu billigen Preisen. Preislisten graH4 und franco Syriedr. Bode, Braunschweig, 141] FallerSlcberstrahe 13- J. 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Schlußcourie 1 Uhr 15 Min. 86 25 4 pCt. Ung. «old-Rente 7b^e 389 37 114 00 152.50 102 30 11010 Coursbericht von E. Wasserschieben, Bankgeschäft Frankfurt« Börse vom 16. Januar 1893. Danksagung. Für die vielfachen Beweise herzlicher Tbeilnahme bei dem derben Verluste meines Sohnes, für die tröstenden Worte des Herrn Pfnrrverwalter Dr. Grein am Grabe und für die reichen Blumenspenden sagt innigsten Dank । 3 pCt Preutz. Consol» Zeitgemälde aus üoethi-s Jugend in 5 Acten 3i/t pßL von Karl Gutzkow. i 3 Gastspiel des Königl Württ Hofsohau- Dresdener Bank-Act. Spielers Herrn Wilhelm von Hoxar. Nordd. Lloyo-Ä3. IMebeE&hmte Widerspenstige Wiener Bankver^Slot Steins Garten | 3 pCt. Neich-ranleihe ! 3»/» vCl. do. MAGGI5