ito, Writ, ut«nk«. |er, Honpäjtget Wittb |UÄnbt MrthsA 6labl per 1. i9tll ‘Mnban bie^pzb, ^3ÄnÄi tftiietitmtnbauernbt er I April, eoent. aus bereg Selirrtzwra VA xling musacturwaarengeschiist sub A Z 5 an die 11080 ■ Bureau eines hiesM wird per Ostern IM nit schöner Handschrift >ildung ausgenommen, mb eigenhändig geschrie- ninmt die Expedition Mädchen gesucht. Garlenftratze 28, l. jUDirläfiwl Rädchen >Jeugnifftn für 6üd)t ilrb gesucht. Md. d. «i. flM indAnngeh&usern •mpfiehlt 3 seine Dienste zur Beul Setzung aller imComp- ;ger oder für die Reise eilen der Kaufmännische rurt (Malo). M mMm iben Arbeiten empfiehlt Kirchen-latz 15 Fillmann. tglaserei Darmstadt, ei für Kirchen und lgenden Arbeiten unter n gratis unb fron«. 1242 i (nm jnMrnmfl«- 6il 1890:„ tzl Mionen^ ' bis Mx lb‘ 66 Millionen" ' • bis 1®- 72 Mionen * s jh< !«ZE 186M ; 2 W N-Ä y^r5®11' „ ffnht vorigen 53S«In ssK M-LÄ 1fr f°” Ml Nr. 40 Erstes Blatt. Donnerstag ^eu 16 Februar 1893 Ter Oteheuer Anzeiger rrschnnr iaglrch, ■it Luänahm- deS MoniaqS. Die Gießener Iumikte« t kälter »erden beni «nzeiger »»chentlich bieimaf deigelegk. LierteljLhrryer Abon«elncntspreiH 1 2 Mark -20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post dczoge» 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Expedition und Druckerei: -ch«lftr«»eUr.^ Fernsprecher 5L Gießener Anzeiger Kenerat-Wnzeiger. 2tmt$< und Anzeigeblatt für den Gieren. ! ,___* , 1 ......— .......... .... 1 ■■-Jj——M «»nähme »on Anzeigen zu der Nachmittag» für dm I (fcrrtftcfirf»]Ifirtf (&rtfwIXfT H ®Df «nnoncen-Bureaux de- In- und Auslandes nehm« „lgmdm Tag erfcheinmdm Nummer bi- Bonn. 10 Uhr. | ^nUlSPCllflge. IgHCflCTlCr ^aHltllCnPl-UtlCU Anzeigen für den „Gießener Anzeiger- entgegen. Theil. Bekanntmachung, betr. die Veranstaltung von Verloosungen innerhalb des Großherzogthums. Der Ortsvorstand in Schotten beabsichtigt, mit dem am 5. Juni d. I. in Schotten stattfindenden Zuchtvieh- und Bullenmarkt eine Verloosung von Vieh, landwirthschaftlichen Maschinen und Geräthen, sowie Haushaltungsgegenständen zu verbinden, um die Mittel zur Prämiirung von Bullen und Zuchtvieh zu gewinnen. Das Großh. Ministerium des Innern und der Justiz hat die nachgesuchte Erlaubniß zur Veranstaltung dieser Verloosung unter der Bedingung ertheilt, daß nicht mehr als 6000 Loose zu 1 Mark das Stück ausgegeben werden dürfen und mindestens 6Oe/o des Brutto-Erlöses aus dem Verkauf der Loose zum Ankauf von Gewinngegenständen zu verwenden sind und den Vertrieb der Loose in der Provinz Oberhessen gestattet. Gießen, den 13. Februar 1893. Großherzogliches Kreisaml Gießen. ___________________v. Gagern.___________________ Bekanntmachung, betreffend den Oberhessischen Obftbauverein. Freitag den 24 Februar d. I., Nachmittags 2 Uhr, findet auf Lonys Bierkeller zu Gießen eine Generalversammlung des Vereinsbezirks Gießen mit folgender Tagesordnung statt: 1. Was kann Seitens der Gemeinden zur Förderung des Obstbaues geschehen? Referent: Herr LandwirthschaftS- lehrer Dr. von Peter zu Friedberg; 2. Unter welchen Verhältnissen gewährleistet der Obstbau die höchste Rentabilität? Referent: Vorsteher der pomo- logischen Gärten Herr C. Reichelt zu Friedberg; 3. Ist die Theilung deö Vereinsbezirks Gießen in Sec- tionen wünschenswerth? Aufgeben der Sectionen? Alle Mitglieder des Obstbauvereins und Freunde des Obstbaues lade ich zu dieser Versammlung freundlichst ein, besonders ergeht diese Einladung an die Herren Bürgermeister des Kreises Gießen. Gießen, den 14. Februar 1893. Der Vorsitzende des Vereinsbezirks Gießen des Oberhess. Obftbauvereins. ________________Nebel, Amtmann. Tbstbaueurse an der Ackerbauschule zu Friedberg während des Frühlings und Sommers 1893. I. Obstbaucursus für Baum- und Straßenwärter in der Gesammtdauer von 10 Wochen. Der erste Theil beginnt Mittwoch den 15. März und dauert vom 15. bis 29. März und vom 10. April bis 13. Mai. Der zweite Theil findet im Juli oder August für die Zeit von drei Wochen statt. Die Theilnehmer müssen das Alter von mindestens 16 Jahren haben und sich allen Arbeiten in den Pomologischen Gärten und den Obstanlagen willig unterziehen. Der Unterricht für hessische Baum- und Straßenwärter ist frei; das Honorar für solche Theilnehmer aus Hessen, welche lediglich im eigenen Interesse den Cursus besuchen, beträgt 10 Mack, für 'Nichthessen 15 Mark. Baumwärter, welche eine Unterstützung Seitens des land- wirthschastlichen Bezirksvereins (bis zu 75 Mark) zu ihrer Ausbildung wünschen, müssen sich bei dem Director des zuständigen landwirthschaftlichen Bezirksvereins melden und den Bedürftigkeitsnachweis führen. Während des Cursus wird in folgenden Fächern Unterricht ertheilt von nachbenannten Lehrern: Dr. von Peter: Grundzüge des Pflanzenlebens, äußerer und innerer Bau des Obstbaumes, Bodenkunde und Düngung, Lebensthätigkeit des Obst- baumes. K. Reichelt: Obftsortenkunde, Obstbaumpflege, Obstbaumzucht, Krankheiten des.Obstbaumes, schädliche Thiere, Obstverwerthung; — Demonstrationen und practische Arbeiten. L. Felsing: Uebungen im geschäftlichen Aufsatze, Berechnungen. II. Repetitionscursus für Baum- und Straßenwärter vom 15. bis 20. Mai. Solche Saum* und Straßenwärter, welche schon einen Cursus im Obstbau durchgemacht oder längere Praxis hinter sich haben, können an diesem Cursus theilnehmen. Nach bestandener Schlußprüfung erhalten dieselben, wenn sie ein Alter von 20 Jahren besitzen, den Titel „Vereinsbaumwart des Oberhessischen Obstbauvereins". Der Cursus ist honorarfrei. III. Obstbaucursus für Lehrer und Freunde des Obstbaues, erster Theil vom 4. bis 8. April, zweiter Theil von 10 Tagen nach Uebereinkunft im Laufe des Sommers. Honorar für Hessen 10 Mark, für Nichthessen 15 Mark. Täglich -von 8 bis 11 Uhr Vorträge, Nachmittags von 2 bis 5 Uhr Uebungen und Demonstrationen in den Pomologischen Gärten und Baumgütern. Die Vorträge erstrecken sich auf folgende Themata: Dr. von Peter: Ausgewählte Capitel aus der Morphologie, Anatomie und Physiologie des Obstbaumes. K. Reichelt: Geschichte des Obstbaues, Pomologie, Obstbaumpflege und Schnitt der Zwergbäume, Obst« baumschädlinge, Baumkrankheiten, Obstverwerthung; — Uebungen und Demonstrationen. IV. Obstbaucursus für Freunde des Obstbaues vom 10. Mai ab. Dauer desselben nach Uebereinkunft. Wöchentlich 2 bis 3 Vorträge und ca. 6 Stunden Uebungen und Demonstrationen. Honorar 10 Mark für Hessen, 15 Mark für Nichthessen. Programm der Vorträge wie unter III. Je nach Bedürfniß können auch während der Sommermonate noch weitere Curse abgehalten werden. Anmeldungen zu diesen Cursen werden möglichst frühzeitig erbeten und sind schriftlich an den Dirigenten der Ackerbauschule, Dr. von Peter, zu richten. Der Aufsichtsrath der Ackerbauschule zu Friedberg. Dr. Braden. Deutsches Reich. Berlin, 14. Februar. Kaiser Wilhelm schenkt bekanntlich allen Vorgängen bei der Marine ein besonderes Interesse, und so pflegt er denn auch seit Jahren die Vereidigung der Marinetruppen meist persönlich vorzunehmen. Auch der jüngste Act dieser Art, die in Wilhelms Hafen stattfinoende Vereidigung der neueingestellten Marinerekruten, wird in Gegenwart des erlauchten Monarchen vor sich gehen. Der Kaiser trifft zu diesem Zwecke, begleitet vom Prinzen Heinrich von Preußen, am Donnerstag früh in Wilhelmshafen ein und fährt dann sofort zur Vereidigung der Rekruten. Der genannten Feierlichkeit folgt ein Frühstück im Marinecasino,- Nachmittags gedenkt der allerhöchste Kriegsherr die in Wilhelmshafen liegenden Kriegsschiffe zu besichtigen, Abends findet Diner beim Viceadmiral Valois statt. Am Freitag früh beabsichtigt der Kaiser an Bord des Panzers „König Wilhelm" nach Helgoland in See zu gehen. Soweit bekannt, wird er von diesem Ausfluge am Abend des 18. Februar wieder in Berlin zurückerwartet; auf der Rückreise ist ein mehrstündiger Aufenthalt des Kaisers am olden- burgischen Hofe geplant. — Eine Erklärung, die 214 deutsche Rabbiner erlassen haben, macht von sich reden. Dieselbe gilt der Abwehr der Angriffe, welche neuerdings von antisemitischer Seite systematisch gegen das Judenthum gerichtet worden sind. Die Kundgebung gipfelt in dem Satze, daß die Sittenlehre des Judenthums keinen Ausspruch und keine Anschauung anerkenne, die Nichtjuden gegenüber etwas erlaube, was Juden gegenüber verboten sei. Die jüdische Sittenlehre gebiete vielmehr Folgendes: In jedem Menschen das Ebenbild Gottes zu sehen und zu achten, in Handel und Wandel die strengste Wahrhaftigkeit gegen Jedermann zu bethätigen, jedes Gelübde und Versprechen, welches irgend einem Menschen, gleichviel welcher Confession, geleistet werde, als unauflöslich und unverbrüchlich treu zu erfüllen, die Nächstenliebe gegen Jedermann zu bethätigen, die Gesetze des Vaterlandes mit treuer Hingebung zu befolgen, das Wohl des Vaterlandes mit allen Kräften zu fördern und an der geistigen und sittlichen Vervollkommnung der Menschheit mitzuarbeiten. Deutscher Reichstag. 43. Sitzung. Dienstag, 14. Februar 1893. Die Berathung des Etats des Innern wird fortgesetzt. Abg. Frhr. v. Manteuffel (cons.) weist darauf hin, daß die wiederholt von Seilen der Regierung gemachten Zusagen wegen Revision des Unterstützungswohnsitzgesetzes bisher unerfüllt geblieben seien. Inzwischen hätten sich die Verhältnisse auf dem platten Lande bezüglich der Arbeiter verschlechtert. Die Entvölkerung des platten Landes habe infolge städtischer Aufsaugung und Auswanderung in den Jahren 1885 bis 1890 ca. 900000 Köpfe betragen. Das platte Land liefere das beste Rekrutenmatertal und in dem Augenblicke, da man mit der Militärvorlage komme, sollte man auch Maßregeln gegen die Entvölkerung des Landes ergreifen. Die Abänderung des Unterstützungswohnsttzgesetzes allein werde freilich die Verhältnisse der Landwirlhschaft nicht umgestalten. Nöthtg sei ferner eine Aenderung des Freizügigkeilsgesetzes, womit man sowohl die Interessen der Landwirlhschaft, des Einzelnen, den man an die Scholle binde, sowie der Städte, die sich des Zuzugs hilfsbedürftiger Elemente beute gar nicht mehr erwehren könnten, wahren würde. Der Identitätsnachweis sei auszuheben. Infolge der Handelsverträge seien die Verhältnisse der Landwtrthfchast verschlechtert und in allen landwirth- schaftltchen Kreisen große Mißstimmung hervorgerufen worden. AuS diesen Kreisen wird man bet dem Abschluß etnes russischen Handelsvertrags aus keine oder nur geringe Zustimmung rechnen dürfen. (Beifall rechts.) Staatssecretär Freiherr von Marschall bedauert einen Artikel in der heutigen „Kreuzzeitung", der darauf hindeute, daß gewisse deutschfeindliche Artikel in russischen Blättern von der russischen Botschaft insptrtrt seien. DaS sei eine ganz unbegründete Insinuation; hoffentlich würden sich solche, gegen die internationale Höflichkeit verstoßende Practtken nicht wiederholen. Die Verhandlungen mit Rußland anlangend, so sei noch nicht abzusehen, inwieweit dieselben zu einem positiven Resultate führen werden. Von russischer Seite werde nur die Gewährung unseres Conventionaltarifs gefordert, während wir eine Herabsetzung des russischen Zolltarifs und andere Verkehrserleichterungen verlangen. Sollte es zu einem positiven Ergebniß kommen, so werde dem Rßichstage eine bezügliche Vorlage zugehen. (Beifall links.) Staatssecretär v. Bötticher: Eine bestimmte Zusage bezüglich der Revision des Unterstützungswohnsttzgesetzes sei Seitens des Reichskanzlers nicht erfolgt. Es seien Vorarbeiten etngelettet worden, die sich aber schwieriger erwiesen hätten, als vorauszusehen war. Auf Grund dieser Vorarbeiten sei im vorigen Jahre eine Novelle an den Bundesrath gelangk, über die sich am nächsten Donnerstag die zuständigen Ausschüsse schlüssig zu machen haben. Komme eine Einigung zu Stande, dann werde die Vorlage noch in dieser Session dem Reichstage zugehen. Abg. Rickert (dfr.) bestreitet einer Bemerkung v. Manteuffels gegenüber, daß die Linke die Landwirthschaft zu Grunde richten wolle; auf der Linken säßen selbst hervorragende Landwirthe. Bezeichnend sei, daß die Rechte den russischen Handelsvertrag verwerfe, ohne ihn zu kennen. Dm ländlichen Arbeitermangel habe die Rechte durch die Unterstützung der grausamen Polenpolitik Bismarcks selbst verschuldet. Am meisten fei die Landwirthschaft aber durch die Schutzzollpolitik geschädigt worden. Mit der Abänderung deS Unterstützungswohnsttzgesetzes werde der Landwirthschaft wenig genützt; von der Abänderung des Freizügigkeitsgesetzes möge man aber ja die Hand lassen. Abg. Graf Kanitz (cons.) erklärt, daß seine Freunde die Bismarck'sche Polenpolitik heute noch billigten. Der Rothstand in den Städten stehe mit der Entvölkerung des platten Landes in ursächlichem Zusammenhänge. Die Bevölkerungsabnahme in der Provinz Preußen sei ausschließlich auf den Wegzug der arbeitskräftigm Elemente zurückzuführen. Dagegen könne nur eine radtcale Abänderung der Gesetzgebung helfen. Eine Abänderung des Unter- stützungSwohnsitzgesetzes würbe das Uebel wentgstms mildern. Handel und Industrie seim die Lieblingskinder, die Landwirthschaft aber das Stiefkind des Staates. Für den ganz überflüssigen Dortmund- Emscanal würden viele Millionen aufgewendet, während für die Landwirthschaft nichts geschehe. Redner wendet sich ferner gegen das Stellenvermittlerwesen, das der Landwirthschaft viele Leute entziehe, sowie gegen die Handelsverträge. Durch diese solle der Export gehoben werden. Das werde aber durch die Tariscartelle der österreichischen Eisenbahnverwaltungen vereitelt. Er verlange keine Bevorzugung der Landwirthschaft, nur Gleichberechtigung derselben mit der Industrie. Staatssecretär Frhr. v. Marschall vertheidigt die Handelsverträge. Wollte Vorredner keinesfalls eine Herabsetzung der Getretde- zölle, so hätte er erklären müssen, daß er überhaupt keine Handelsverträge wolle. Früher, als es sich nur um den 1 Mk. - Zoll auf Getreide handelte, hätten die Conservativen demselben als „ein sehr gutes Compensationsobject für künftige Handelsvertragsverhandlungen" befürwortet. Jedes Schutzzollsystem finde in dem Exportinteresse seine natürliche Grmze. Ein Land mit 3 Milliarden Einfuhr müsse exportirm. Die Landwirthschaft könne nicht gedeihen, wenn die Ausfuhr darntederltege. Das sollten sich namentlich Diejenigen sagen, welche die Aufhebung des Identitätsnachweises verlangtm. Es sei von vornherein gewiß gewesen, daß von 1892 ab alle unsere Exportstaaten uns stark erhöhte Einfuhrzölle auf et legen würden. Damit habe man rechnen müssen. Er erkenne an, daß die Stlbermtwerthung zu einem Preisdruck geführt habe; aber die Regelung derWährungS- frage sei ein langfichtiger Wechsel, von dem noch nicht feststehe, ob er überhaupt eingelöst werde. Unsere Handelspolitik stellte an uns am 1. Febr. 1892 augenblicklich zu befriedigende Ansprüche. Ein Zollkrieg, wenn wir uns auf einen solchen eingelassen hätten, hätte immer mit einem Tarifverträge abschließen müssen. Von Erfahrungen mit den neue i Handelsverträgen könne man noch nicht reden; aber ohne die Handelsverträge würden wir gewiß schlechter daran sein als mit denselben. Für die Verträge seien wtrthschaftliche, nicht politische Gründe in erster Reihe maßgebend gewesen; aber je mehr die Interessen der Völker durch solche Verträge solidarisch werden, um so eher könne Streit und Krieg vermieden werden. Ohne die Handelsverträge würde die entstandene Verstimmung noch weit intmstver sein. Abg. vr. Barth (dfr.): Mit der Abänderung des Unterstützungswohnsitzgesetzes sollten den Großgrundbesitzern nur billigere Arbeitskräfte verschafft und mit der Doppelwährung ihre Schulden vermindert werden. Man müsse endlich aufhören, die nicht letstungssähtgm Elemente des Großgrundbesitzes aus allgemeinm Mitteln zu erhalten. Ein Handelsvertrag mit Rußland bewahre uns vor einem verhängniß- vollen Zollkriege; komme dieser Vertrag nicht zu Stande, so würde das ein Zeichen der Schwäche der deutschen Regierung fein. Abg. Frhr. v. Pfetten (Etr.) wendet sich gegm die Angriffe gegen den Großgrundbesitz. Die jetzige schlechte Lage der Landwirthschaft hänge mit den Handelsverträgm zusammm. Bei genügendem Schutz könnte die deutsche Landwirthschaft den inländischen Brod- consum selbst decken. Gegen die Aufhebung des Identitätsnachweises protesttre er als Süddeutscher. Abg. Graf Behr (Rp.): Wenn auch manche Forderungen Manteuffels zu weit gingen, fo sei doch die Forderung nach Ab- * rJ Lladel zKrviallN JS. Lei -Cann 0011 ri«f* bat'' «lit «” «“ M" M** gt' s-r-B-u an die her M Peuiv'll 352 M Lerbach -trm S°S :'00 M) kröelltttk - (N6 ®r jjtrgnfij®- c» Wit :rf Linde m Untttfu ^chandrn 'W ft« Sirfe cj4 die 1 , -ammengi ein Grundj Setter nk ua die itd ja^rm err nur noch j Hm« < |n 15.1 um ßnnro jji ftmHHir Ulkt befi aifnltflw Mrn.d kr Cln Tit*St>L 15. Februar. Seine Königliche Hoheit der Großherzog und Ihre Großherzogi. Hoheit Prinzeß Altx werden am Freitag Abend hierher zurückkehren. XUudjte Uac^ricbtcu, Wolff« telegraphische« Eorrespondmi-Bureau Berlin, 14. Februar. Militär.Commission deS Reichstages. Spezialberathung des Gesetzes über die FriedenSpräfenzstärke deS deutschen Heeres. Zum Anträge Bennigsen, nach welchem die zweijährige Dienstzeit für die Fußtruppen so lange in Kraft bleibt, als die neue Friedens- Präsenzstärke nicht herabgesetzt wird, erklärt der Reichs- kanzl er' Wie sich die verbündeten Regierungen zu dem Anträge stellen werden, läßt sich erst durch das Ergcbniß der Berathungen feststellen, wenn die angenommenen Anträge vorliegen. — Im weiteren Verlaufe der Debatte erklärt General Götzl er, daß auch die Trainfoldaten, Oeconomiehand- werker und Lazarethgehilfen zwei Jahre dienen sollen. Pari», 14. Februar. Bei einem Banket der hiesigen englischen Handelskammer p rote flirte der englische Botschafter Lord Duf f erin in einer Ansprache entschieden gegen die wider ihn erhobenen Anklagen. Die Nachricht, datz er drei Millionen mitgebracht habe, um die französische Presse zu bestechen und zur Bekämpfung des russisch-französischen Bündnisses zu bewegen, beruhe auf Erfindung. Rom, 14. Februar. General Lov besuchte heute Rampolla Petersburg, 14. Februar. DaS heutige Gesetzblatt veröffentlicht einen Kaiserlichen Befehl zur Uebergabe sämmt- licher katholischer Kirchenschulen im Reiche an das Ministerium der BolkSaufklärung, wobei der katholischen Geist- lichkeit die Berechtigung gelassen wird, den Religionsunterricht in den genannten Schulen zu beaufsichtigen. änderung M UnterftützungswohnsitzgksetzeS begründet. An Intelligenz 'ehle eS der deutschen Landwirthschast nicht und die Verschuldung sei keineswegs leichtsinnig herbetgeiührt, sondern durch unglwftige Ällgemetoverhältnisse verschuldet. Der Ansturm gegen den russischen Handelsvertrag sei unangebracht. Man sollte mit Rutzland möglichst im Einvernehmen bleiben. n »bg. o Komterowski (Pole) empfiehlt insbesondere die Aufhebung deS IdentitStSnachweiseS. . . «bg. o. Hammerstein (conf.): Bei etwaiger Auflösung deS Reichstags und Neuwahl« werde sich der agrarische Gedanke mit elementarer Gewalt Bahn brechen. Die Lohnverliältntsie der ländlichen Arbeiter brauchten keinen Vergleich mit dem der industriell« Arbeiter zu scheu«. Mit der HandelSoeriragSpolittk führe man die Landwirthschast dem Ruin mtgeg«. Aus die Aeuherungm deS StaatSsecretär« Frhr. v. Marschall gegm die „Kr«iztg." werde diese selbst antworten. Weiterberathung morgen. Depeschm deS Bureau „Herold". Berlin, 14. Februar. Heute fand die Cchlutzsitzung der Börsen-Enquete statt. Sie tritt zu einem späteren, noch nicht feststehenden Termine wieder zusammen, um die betreffenden Resultate zu besprechen. Berlin, 14. Februar. Der von conservativer Seite gestellte gemilderte Antrag wegen deS russischen Handelsvertrages wird morgen sicher mit großer Mehrheit im Reichstage angenommen werden, unter Zustimmung des Cen- trumS und vieler Nationalliberalen. Berlin, 14. Februar. Der Gesetzentwurf, betreffend Abänderung der Di atz- und Gewichtsorduung, nebst der erläuternden Denkschrift, ist jetzt dem Reichstage zugegangen. • Berlin, 15. Februar. Dem Reichstage ist der Entwurf eines Gesetzes, betreffend einige Abänderungen und Ergänzungen der Militär-PensionSgesetze vom 27. Ium 1871 und vom 4. April 1874, zugegangen. Berlin, 15. Februar. Die Wahlprüfungs-Commission deS Reichstags stellte gestern den Bericht über die Wahl AhlwardtS fest. Vertreter der Commission im Plenum ist der Abg. v. Holleufer (conf.). Leipzig, 14. Februar. In ganz Sachsen herrscht Hoch- wasser. Die Elbe, Elster und Mulde steigen rapid. — In Elsterberg stehen verschiedene große gewerbliche Etab- UffementS unter Wasser. Wien, 14. Februar. Der Fürst von Bulgarien tele- graphirte hiesigen Freunden auS Florenz die gestern vollzogene Verlobung mit der Prinzessin Marie von Bourbon. Brussel, 14. Februar. Die Kaiserin Friedrich wird in den ersten Tagen deS April hier erwartet. Sie wird offidcH empfangen»werden und im königlichen Palais absteigeu. Brussel, 14. Februar. Der Congretz der Arbeitslosen ist beendet. ES wurde beschlossen, eine Abordnung an den König, die Minister und die Kammern zu senden, welche wegen Verbesserung der Lage vorstellig werden soll. Die Genter Arbeitslosen erklärten, sie würden revoltiren, falls nicht eine Aenderung ihrer Lage einträtc. Brüssel, 14. Februar. Hier fanden tumultuöse Manifestationen gegen das Militürgesetz statt. Die Socialisten hatten sich organisirt. Ein Redner wollte unter freiem Himmel sprechen, wurde jedoch von der Polizei daran verhindert. Die Menge überfiel die Polizei und mitzhandelte sie. Andere Polizisten, welche zur Hülfe herbei eilten, vertrieben die Manifestanten in kurzer Zeit, welche sich nunmehr nach der Dorstadt Molenbeck begaben, um bald nachher in die Stadt zurückzukehren, wo diesmal trotz des Verbots der Polizei eine Versammlung unter freiem Himmel stattfand. ES gab mehrere Verwundete. London, 14. Februar. Nach einer Meldung des „Lloyd" verlautet, datz der deutsche Dampfer „Sansibar", von Madagaskar nach Europa unterwegs, in einen Orkan ge- rathen sei. Risch, 14. Februar. Gestern wurde hier ein Erdbeben von nur kurzer Dauer wahrgenommen, welches glücklicher Weife keinen Schaden anrichtete. Philippopel, 14. Februar. Gestern sand hier abermals ein Erdbeben statt- e« trat ungleich stärker auf als dasjenige vom vorigen SamStag. Mehrere Häuser sind beschädigt worden. Rewyork, 14. Februar. Brandstifter zündeten in Nashville mehrere öffentliche und private Gebäude an. totales ttttö prooinstclles» Sieben, 15. Februar 1893. — Kreisansschnb-Sitzung. Freitag den 17. Februar l. I., Vormittags 9 Uhr beginnend, findet im RegierungSgebLude in Gießen eine öffentliche Sitzung deS KreisauSschuffeS statt, tn welcher über daß Gesuch des Christian Röhm zu Grünberg um Ertheilung der Conceffion zum ZapfwirthschastSbetriebe verhandelt wird. — er Im Evangelischen Arbeiterverein hielt am ver- wichenen Sonntag Herr Prof. Schmidt von hier einen Vortrag über Arbeiterversicherung im Allge- meinen und über die Krankenversicherung im Besonderen. Der Vortragende begann mit einem Vergleich unserer heutigen WirthschaftSordnung und der WirthschaftSordnung im Beginne deS 19. Jahrhunderts. Er schilderte die größere Einfachheit der früheren Derbältniffe im Gebiete der Landwirthschast, deS Handels und des Handwerkerstands. Dieses einfache WirthschaftSfystem änderte sich. Die zunehmende Dichtigkeit der Bevölkerung, gesteigerte wirth- schaftliche Ansprüche stellen neue Forderungen. Man sucht nach Mitteln, um diese Forderungen zu befriedigen. Die Maschine verändert die gesammte Productionsweise. Auf allen Gebieten macht sich eine Großproduction geltend. Auf allen Gebieten mehrt sich die Zahl eines wirthfchaftlich dauernd unfelbständigen Arbeiterstandes. Der Arbeiter — hier im weitesten Sinne genommen — ist im Unterschiede von früheren Verhältnissen in feiner Privatwirthschaft unabhängig. Er ist nicht mehr an das HauS des Arbeitgebers gebunden. Er richtet seinen eigenen Hausstand nach seinem Belieben ein. Diesem Vortheile stehen schwerwiegende Nachtheile gegenüber. DaS mehr persönliche Verhältniß zwischen Arbeitgeber und Arbeiter schwindet. Es schwindet die früher ungleich größere Möglichkeit, sich wirthfchaftlich völlig selbständig zu machen. Zugleich wächst die Unsicherheit des Erwerbes. Diese Unsicherheit findet ihren Grund theilweise in den Schwankungen deS Marktes, theilweise in der Person deS Arbeiters selbst. Krankheit und Unfall gefährden den Erwerb. Die gleiche Gefahr erwächst aus Alter und Invalidität. Wir können nun nicht die Maschinen vernichten, nicht die Eisenbahnen beseitigen, um zu einfacheren Wirthschaftsverhältniffen zurückzukehren. Ein gesetzlicher Eingriff ist hier ausgeschlossen. Aber die StaalS- gesetzgebung kann den Arbeitenden vor den Gefahren unserer WirthschaftSordnung schützen, kann die Nachtheile dieser Wirth- chaftsordnung beseitigen oder mildern. Dieses hohe Zwl hat sich die Gesetzgebung deS deutschen Reiches in der Arbeiterversicherung gesteckt. Der Vortragende berührte kurz die vereinzelten Ansätze, welche daS gleiche Ziel, wie tue ociale Gesetzgebung der 80 er Jahre verfolgten. Er gedachte des Gesetzes, betreffend der Erwerbs- und Wirthschaftsgenoffen- schäften (1868), die Gewerbeordnung, des Haftpflichtgesetzes, des Hilfskassenwesens. Alle diese Maßnahmen waren nicht im Stande, die sociale Reform in größerem Umfange zu erreichen. Hier setzt die Arbeiterversicherung ein. Bei ihrer Anstrebung ging Redner von der kaiserlichen Botschaft vom 17. November 1881 aus. Er fügte hieran eine knappe Geschichte der Entstehung des Krankenversicherungsgesetzes (15. Juni 1883), des Unfallversicherungsgesetzes (6. Juli 1884) und des Gesetzes betreffend die JnvaliditätS- und Altersversicherung (22. Juni 1889). Die gemeinsamen Merkmale dieser drei Grundgesetze mit ihren Ausdehnungsgesetzen und Novellen wurden hervorgehoben. Daß Mittel der Zwangsversickerung wurde wirthfchaftlich und rechtlich begründet. Die nähere Behandlung deS Unfallversicherungsgesetzes und des Gesetzes betreffend die Jnvaliditäts- und Altersversicherung behielt sich der Vortragende für einen späteren Abend vor. Ausführlicher besprach er daS KrankenversicherungSgefetz. Er beantwortete die Frage, wer dem Dersichernngszwange dieses Gesetzes unterliegt. Er schilderte die mannigfaltigen Staffen und ihre Einrichtung. Er umschrieb unter Verwerthung von Beispielen, die zu zahlenden Beiträge und die von den Kaffen zu gewährenden Leistungen. Eine Gesetzgebung von dem Umfange und der Bedeutung d:r deutschen Arbeiterversicherung — hierauf wies der Vortragende am Schluffe hin — bedarf der Zeit, um sich einzuleben. Wer aber an sich ober an seiner Familie die Wohlthat unserer Arbeiterversicherung Fen» nen gelernt hat, der versteht auch die Worte der kaiserlichen Botschaft, daß dieselbe eine Bürgschaft deS inneren Friedens unseres Volkes und eine kräftige Hülse für unseren Arbeiterstand bedeutet. An den Vortrag schloß sich eine lebhaftere Besprechung. — Zu erwähnen ist, daß der nächste Vortrag diesmal ausnahmsweise nicht auf einen Sonntag, sondern auf einen Montag fällt. Am 27. d. M. wird Herr Pfarrer Naumann aus Frankfurt einen Vortrag halten über die Frage: WaS trennt uns von der Socialdemokra tie? Der nächste Familienabend findet statt: Sonntag den 12. März im Lenz fchen Felsenkeller. — Hermann Bortrag. Wir machen nochmals unter Bezugnahme auf die Anzeige im Annoncentheil auf den morgen Abend 8 Uhr stattfindenden Dortrag des Herrn Karl Hermann auS Frankfurt aufmerksam. — Kaiser-Panorama. Die Reise durch daS Wunder land Aegypten, zu welcher ein Besuch deS Panoramas in dieser Woche Gelegenheit giebt, führt eine Reihe der prachtvollsten, naturgetreuesten Wandelbilder vor Augen. Die Fahrt beginnt mit Alexandrien, geht durch Kairo und bann nilauswärtS burch rounberbare Tropenlandschaften zu den Pyramiden, jenen Wunderbauten der grauesten Vorzeit. Hochinteressant sind auch die Gräbergrotten bei Sakkarah und die Felsengräber, deren feine Ausführung bis in die kleinsten Details dem Bilde Reiz verleiht. Weiter geht die Reife an der Rilinfel Phila, an der Sphinx im Wüstenfande, an den Säulenhallen von Karnak, der Nadel der Cleopatra vorüber. Dann wieder wechseln Wüftenbilder mit dem Reiz der Landschaften; Earawanenzüge, ©eenen au« dem Volksleben und AehnllcheS. So reichhaltig ist diese Nilfahrt, ba& ein einmaliger Besuch deS Panoramas zur erfchöpftnden Betrachtung kaum genügt. Hier kommen die günstigen Abonnementsbedingungen dem Publikum entgegen. Auch machen wir jetzt schon aufmerksam auf die neue Prachtferie ffiien mit der Musik- und Theater-Ausstellung, welche, wie Herr Schmidt unS mittheilr, jedenfalls bis ©onntag, den 19. dS., zur Ansicht kommt. — Kirchliches. Der diesjährige Fasten Hirtenbrief des Bischofs Dr. Haffner behandelt die Einheit der Kirche. — Aus dem Reichstage. Die WahlprüfungS- commiffon hat beantragt, die Wahl deS Abg. Scipio (ntl.) im 6. Wahlkreise des GroßherzogthurnS Heffen (BenS- heim) für gültig zu erklären. — Eterbekafie für Gastwirthe. Man schreibt unS au« Groß-Gerau: „Nachdem verflossene Woche eine außer- ordentlich zahlreich besuchte WirtheVersammlung zu Gernsheim beschloffen, .einen selbstständigen Gastwirthe- verein mit Anschluß an den Süddeutschen Verband und deffen so segensreich wirkender Verbands-Sterbekasse zu bilden, findet am 17. Februar d. I., Nachmittags 3 Uhr, eine Versammlung zu gleichem Zwecke in der „Krone" zu Groß-Gerau statt. In GemSheim wurden u. A. die als tüchtige Bürger bekannten Gastwirthe Fr. Roth, A. Brand und Brauereibesitzer Ad. Beiß in den Vorstand gewühlt. In hiesiger Gegend besitzt der Süddeutsche Gastwirtheverband und deffen Sterbekaffe bereits Mitglieder, eS steht zu erwarten, daß auch die übrigen Wirthe Groß-GerauS und weitester Umgegend sich an diesen, dem Wohle des WirthS und seiner Angehörigen gewidmeten Bestrebungen betheiligen werden. Weitere berartige ver- ammlungen sind in Langen, BenSheim, Michelstadt, Vilbel, Zriedberg, Bad-Nauheim, Gießen, Alzey, Bingen :c. in AuS- echt genommen.*' — Schneefall in Sicht? Falb kündigt einen neuen Schneefall und zwar für Donnerstag den 16. Februar an, der ein kritischer Tag erster Ordnung fein soll. An diesem hätten wir eine Zunahme der Niederschlage in Form von Schneefällen zu erwarten, die bis zum 23. Februar fort- dauern werden. Dieser Tag aber soll unS wieder Thauwetter bringen. — DaS Leben und Treiben am gestrigen Fastnacht«- Dienstag unterschied sich vom vorjährigen in nichts. DaS regnerische Wetter schien sowohl auf Schaulustige wie MaSkirte mehr oder weniger nachtheilig einzuwirken- auch liegt die Dermuthung nahe, daß Mancher, der etwas Besonderes vorhatte, eben infolge deö Wetters davon Abstand nahm. Ein gut Theil des für die Oeffentlichkeit bestimmten UlkS wurde in die Wirthschaften gelegt, in denen eS denn auch recht munter herging. Die wenigen auf der Straße sich bewegenden Gruppen boten deö Charakteristischen so gut wie nichts, und wenn der „Jugendfreund" sich mit einer Musikcapelle und diese sich wiederum mit ihrer „Holzauction im Grüne« loalb" in den Dienst der Wohlthätigkeit stellten, so bars dies als bic verhältnißmäßig beste Leistung bezüglich der Gruppen bezeichnet werben. Im Uebrigen verlief bie Fastnacht ohne jede Störung. — Nebenbahn Londorf-Lollar. Der von dem Abgeord- neten Dr. Schröder erstattete Bericht des erftcu Ausschusses der zweiten Kammer über bie Abänberung der Linie und Bau der Bahn über Alten-Bufeck, Wieseck—Gießen gipfelt in dem Anträge: Die Stammet wolle bem Gesuch ber Groß- herzoglichen Bürgermeisterei Gießen um Ab- linbcrung ber Linie der bereits gesetzlich festgelegten Nebenbahnen Londorf—Lollar unb Lonborf—Grünberg in eine solche von Londorf über A11en » Bufeck—Wieseck nach Gießen, Nordende, keine Folge geben. — Der erste Ausschuß ber zweiten Kammer hat be antragt, dem Antrag deS Abg. Pfaunstiel, betr. die lieber nähme ber Salarirnng der Bezirttthierarzte auf den Staat keine Folge zu geben. — Die Vorstellung unb Bitte von Seiten einer größeren Anzahl von Besitzern portugiesischer Schulbverfchre,bangen, betr. bie staatliche Aussicht über die Bank für Handel unb Jnbustrie, steht als erster Gegenstanb auf ber heutigen Sitzung ber zweiten Kammer. — PreiSaufschlag der Seife? Die Vereinigung ber Seifenfabrikanten MittelbeutschlandS, bie am 7. d. MtS. in Leipzig tagte, beschloß bie Festsetzung von Seifen- M i n b e st p r e i s e n, unter benen fein Mitglieb der Convention verkaufen darf. — Der Lderhesfische Lbstbanverein läßt in diesen Tagen, wie in Nr. 36 d. Bl. bekannt gemocht, durch seinen Techniker Metz eine Reihe Dorträge undpraetifcheUnter- Weisungen abhalten. Allen Freunden deS Obstbaues kann der Besuch dieser Vorträge aufö Angelegentlichste empfohlen werden. ES finden noch Vorträge unb practische Unterweisungen statt: am 16. in Bettenhausen, 17. in Obbornhofen, 18. in Beller-Heim, 19. in Steinheim, 20. in Utphe, 21. in TraiS'Horloff, 22. in Inheiden. Q «rotzen-Bnfeck. 12. Februar. Kürzlich entstand hier in einer Rauchkammer dadurch Feuer, daß bie Kohlen, Sagespäne :e. rc., welche zum Räuchern verwenbet wurden, sehr große Hitze verursachten. Durch diese wurde da« Fett des Specke» vermuthlich flüssig und tropfte in da« Kohlen- Hecken. DaS Feuer vergrößerte sich hierdurch unb flammte derart, baß ba« Traggerüst Feuer fing unb brach. Die Fleischvorräthe fielen auf ben Boben unb brannten hier weiter. Erst als schon bie Thüre von der Flamme angegriffen war, wurde ba« Feuer bemerkt unb gelöscht. Die angebrannten Schinken unb Speckseiten wurden versteigert. Sine Versicherungsgesellschaft kommt für ben entstandenen Schaden, welcher sich auf ungefähr 400 Mark beläuft, auf. Angebote m tzhat bit Tien Vor«, nimuntn. ttfllerlcgen tun JO Pf, Hüchlagssri SuM Großh für bie J im Ai Freitag 6. 3. Ich öilMjen, L »b Rtty txtbtn 200 nn - M«i , ■ -WM H nn EiH 6lochch, s und . 3«fanmt w fofkict Nütbl wfla bcifj 1441 । fittitaj JA" - w, *ytif, 1*7 fh. 8ünftißm Wflen. »L bi§ to't den jftSfr Ä*w- 11TS M« K«bt uns aus eine außer U-n nU. ?? ^rband "ands-Sterbe, ’ 0- I., Nachmittags Zwecke in ber 1 ®crnS^im wurden Gchwirthe 'besitz» Ad. Britz Gegend besitzt der 1 ^'erbekasse bereits 5 auch die übrigen ^ud sich an diesen, Grrgrrr gewidmeten ltnc derartige Ver- Michelstadt, Vilbel, 1/ Bingen ic. in Aus- gestrigen Fastnacht . in nichts. Das reg- ulustige wie Maskine litten; auch liegt die twas Besonderes vor- . Abstand nahm. Ein estimmten Ulks wurde i es denn auch recht Straße sich bewegen- ?n fo gut nie niits, ,t einer Musikcapelle ifttyNKÄW M Q)XW- i stellten, so dars dies drzuglich der Gruppen ief die Fastnacht ohne iinbigt einen neuen en 16. Februar an, in soll. An bü\tm siagr rrr ^oxm von a 2Ä. Februar fort« wieder Thauwetter )er von dem Äbgeorö- des ersten Ausschusses erung der Ä Md ,eck-Gietzen gipfelt m m Gesuch der Grotz- Gießen um M' ch festgelegten Nebew —Griinberg in eine n. SB u (c i—® i e f c ct olge geben, itin fiammer h°t bk- titl, bett. d>- Uedn ckSthirrarzlr aus den n Seilen einer größenr- Schuldverschretb» 'J «f * gatkb«»«* .»L'M -de- beÄ*” ,gelege«« ”, fr uchenl Der be das F" nb tropf" nb flawwtt r M h' trannte" -d-" gl«»®' °A, re von der 0 .cht. „mertt ""b eite« — Auf einem benachbarten Hofgute entwendete ein Knecht dem andern fünfzig Mark, welche letzterer, in Papier eingerollt, vor das Fenster der Gesindestube gelegt hatte. Der Dieb, welcher, wie verlautet, daS Geld in einem Haferkasten versteckt hatte, gestand erst nach vielen Ausreden und mehrmaligem Verschwören sein Vergehen. Stadecken, 11. Februar. Vor einigen Tagen fuhr der Ackermann Reuth dahier ein fetteS Schwein nach Bubenheim. Bei der Rückfahrt von diesem Ort wurde der junge Mann von zwei Männern überfallen und derart mißhandelt, daß er für tobt liegen blieb. Aufgefunden und hierher verbracht, constatirte Herr Dr. Ley eine Schädelzertrümmerung, welche am Donnerstag den Tod des Aermsten zur Folge hatte. Einer der Thäter ist bereits verhaftet. Butzbach, 11. Februar. Die Jagden in der hiesigen Umgegend, welche in den letzten Tagen verpachtet wurden, ergaben gegen seither ganz bedeutend erhöhte Pachterträge. So z. B. in Ostheim für 1975 Mk. (gegen seither 950 Mk.) an die Herren Baron von Rabenau in Gießen und Robert de Neufville in Frankfurt; in Münster für 985 Mk. (seither 352 Mk.) an Herrn R. de Neufville in Frankfurt; in Fauerbach v. d. H. für 1760 Mk. (seither 900 Mk.) an Herrn Engler in Frankfurt; in Södel für 900 Mk. (seither 300 Mk.) an Herrn Baron v. Löw zu Steinfurth. Der bedeutende Mehrerlös ist den Gemeinden sehr zu gönnen, die Jagd wird aber immer mehr zu einem höchst kostspieligen Vergnügen. w Rieder-Gemünden, 14. Februar. Unter dem Verdacht des Kindesmordes wurde gestern hier eine Dienstmagd in Untersuchungshaft genommen. Die Magd soll bereits gestanden haben, ihr Kind kurz nach der Entbindung ins Wasser geworfen zu haben. Alsfeld. 11. Februar. Im Laufe der letzten Woche sind auch die Landwirthe im sog. Grebenauer Gründchen zusammengetreten und haben die Gründung einer Genossenschaftsmolkerei mit dem Sitz in Grebenau beschlossen. Ein Grundstück ist schon gekauft und soll, sobald es das Wetter erlaubt, mit dem Bau begonnen werden. Es ist dies die sechste Molkerei, die im Kreis Alsfeld seit wenigen Jahren errichtet wird. Wir haben in unserem Kreise jetzt nur noch zwei Gebiete, die solche Einrichtungen entbehren: Die Gegend von Groß-Felda Windhausen und die Gegend um Kirtorf. D. Ztg. Vom Vogelsberg, 14. Februar. Während im vorderen Vogelsberg starke Regengüsse niedergingen und erst gestern wieder leichter Schnee eintrat, schneite es in der letzten Nachwoche fast unaufhörlich im Hochgebirg. Stockwerkhoch thürmen sich die ungeheueren Schneemassen in den Hohlwegen, jede Passage unmöglich machend. Bis an die Neste der Bäume, ja manchmal in der Höhe der Telegraphenstangen liegen die aufgeschippten Schneehaufen. Bei Stumpertenrod blieb eine Chaise im Schnee stecken; der Kutscher mußte dieselbe im Stich lassen und mit den Pferden allein fortzukommen suchen. Auch sonst werden Fälle von steckengebliebenen Fuhrwerken bekannt. Bei Rebgeshain wurden an 30 Mann zum Schneeschippen aufgeboten. Es fehlen nur noch die Wölfe, — und das Sibirien wäre vorhanden. A. Aus dem Hieb, 12. Februar. Ein nachahmungs- werthes Beispiel von Toleranz und Einigkeit ist von dem Musikverein in Lampertheim gegeben worden. Der Verein gab kürzlich ein Wohlthätigkeitseoncert zum Besten der Diaeonissen und barmherzigen Schwestern. Obgleich in der Gemeinde die Protestanten in der Mehrzahl sind und die Mitwirkenden zum größeren Theile aus Protestanten bestehen, wurde der Reinertrag doch zu gleichenTheilen an die Diaeonissen und barmherzigen Schwestern überwiesen, weil beide Anstalten gleiche christliche, menschenfreundliche Ziele erstreben. — Bei uns zeigen sich bereits die ersten Frühlingsboten. Nicht blos daß Staare erscheinen, es sind auch schon lebende Maikäfer gefunden worden. — Der scharfe Frost im Januar ist an den Obstbäumen ziemlich gut vorübergegangen. Der 1892er Sommer und der milde Herbst reifte das Tragholz so vorzüglich aus, daß es der Kälte widerstehen konnte. Es sind viele Fruchtknospen vorhanden und wenn das Frühjahr keine schädlichen Nachtfröste bringt, kann es ein gesegnetes Obstjahr geben. In den Weinbergen wird über Frostschäden geklagt. Bingen, 14. Februar. Der Rh ein ist seit gestern früh nur noch 14 Zentimeter gestiegen und steht heute Morgen 8 Uhr 3,59 Meter am hiesigen Staatspegel. Da der Zufluß des Oberrheins nur noch langsames Steigen bewirkt, ist eine Hochwassergefahr nicht mehr zu befürchten. Dermifcbtcs. * Hermannstein, 14. Februar. Gestern wurde in dem hiesigen Kalksteinbruche der Arbeiter Fr. W. durch daS Herabstürzen eines BretteS dermaßen auf den Kopf getroffen, daß der Schädel zertrümmert wurde und er sofort besinnungslos war. Der herbeigerufene Arzt ließ ihn sofort in die Klinik nach Gießen bringen, woselbst er seinen schweren inneren Verletzungen in verfloßener Nacht erlegen ist. Der Fall ist um so bedauernswerther, da der Verunglückte, 35 Jahre alt, eine Wittwe mit fünf unmündigen Kindern hinterläßt. Schiftrnachvichten. Der Postdampfer „Westernland" der „Red Star Line" tn Antwerpen ist laut Telegramm am 11. Februar wohlbehalten in Newyork angekommen. ___________________________________ Wöchentliche Ukberstcht der^TodesMr in Gieße«. 6. Woche. Vom 5. Februar bis 11. Februar 1893. Einwohnerzahl: angenommen zu 21500 (tncL 1600 Mann Militär). Sterblichkeitsziffer: 19,71°/« bezw.9,83 nach Ausschl. der Ortsfremden. Kinder Es starben an: Zusammen: Erwachsene: im vom 1. Lebensjahr: 2.—15. Jahr. Diphtherie 1 (1) — — 1 (1) Lungenentzündung 2 (1) 1 (1) 1 — Gehirnschlagfluß 1 1 — — Altersschwäche 1 1 — — Andere bekannte Krankheiten 3 (2) 1 (1) 2 (1) — Summa: 8 (4) 4 (2) 3 (1) 1 (1) Anm. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viele der Todessälle tn der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gteßm gebrachte Kranke kommen.___ bei Gebrüder Stamm die schönste ZvClllI flllUCl Auswahl der neuesten BuckßkinS, Lhe- ViotS und Kammgarne rc. zum meterweisen Verkauf fowohl als auch zur besten Anfertigung nach Maß auf eigener Werkstatt?. Fertige Herren- und Knabenanzüge, Havelocks, Paletots «Nd Joppen re. zu sehr billigen Preifen.__________ 1118 TIIFT Hü fta A ■ ■ R Kais. Kgl. Hofl. Baden- Niederlagen THEE-mESSMEn eä; buÄT' empfiehlt vorzügl. Theemlschungen A M. 2.80 u. M. 3.50 pr. Pfd. Probe* packele 80 Pf. u. M. 1.- fco. (Doppelbrief) sehr beliebt u. verbreitet. [239]. Hannover-Bberhrssischer Güterverkehr. Um 15. d M. gelangt der Nachtrag UI zum Hannover-Oberhesfsichen Gütertarif zur Einführung. Ueber dessen Inhalt ertheilen die Güterabfertigungen Auskunft. Gießen, den 10. Februar 1893. Großh Directton [1458 der Oberhessischen Eisenbahnen. "Angebote auf Lieferung von 300 cbm Chausseekleinschlag werden bis Dienstag den ÄS. l. M., Borm. IO Uhr, entgegen genommen. Eopien dec Subrnissions- unterlagen werden gegen Entrichtung von 40 Pfennig portofrei übersendet. ZuschlagSfrift: 3 Wochen. Butzbach, den 11. Februar 1893. Großherzogliche Baubehörde für die Zellenstrafanstalt Butzbach. Daudt._____1448 Holz-Versteigerung im Arnsburger Walde. Freitag den 24. Februar d. I. sollen in den Districten See- tväldchen, Lauterbachs-Wäldchen, Hain und Kreutzberg öffentlich versteigert werden: 200 rm Buchen-Scheitholz, 40 rm Buchen-, 4 rm Eichen« und 10 rm Weichholz-Prügelholz, 90 rm Buchen«, 14 rm Eichen- und 5 rm Nadelholz- Stockholz, 270 rm Buchen-, 200 rm Eichen« und 270 rm Nadelholz« und Weichholz-Neiserholz, ‘23 Fichten-Stämme — 5,50 fm und 20 „ -Stangen =1,10 „ Zusammenkunft Vormittags 10 Uhr im District Seewäldchen. Kaufliebhaber für das Reiferholz wollen dasselbe gefl. vorher einsehen. Arnsburg, 14. Februar 1893. 1447 Gräfliche Oberförsterei. Freitag den 17. Februar, Nachmittags 2 Uhr, in der Bieker'schen Hofraithe sollen gegen Baarzahlung öffentlich versteigert werden: 1 Pferd, 1 Kuh, 1 Anzahl Ferkel, 1 Wagen, 1 Handwagen, 1 Cassa- schrank, 1 Velociped, 1 Parthie Wirthslische und -Stühle, Cigarren, Regulateure und Wanduhren, 3 Betten, 1 Garnitur Polstermöbel, 2 Secretäre, 1 Pianino rc. rc- Versteigerung vorauss. theilw. bestimmt- Engel. 1467 Gerichtsvollzieher. Ieilgeöotenes. 800] Täglich frische Schellfisch-, Ladliav. Zauder, empfiehlt E. Dort, Walltherstraße 45. Suppenwürze, ebenso Fleisch-Extract in einz. Porttonen ä 12 Pfp. sind frisch eingetroffen bei 1442,______________Emil Fischbach, Seltersweg. Mhnkalk-Indujlrik Aug. Gabriel jr., Giessen. Telephonanschlüffe 84 und 88. Bahnanschluß Abendstern bei Gießen. MAGGIs Sommer- und Winter-Ringofenbetrieb. la. Marmor- (Weiß ), hydraulischer Grauftückkalk und gemahlener Grau-Sackkalk. [1440 Hartgebrannte Russensteine (Klinker-Ringofensteine). Quellenproduct^. Natiirl. medicin. Mineralwässer: Ahrweiler, Emser, Aachinger. AriedrtchShaller Bitterwasser, Karlsbader, Kissinger, Ludwigöbrunner, Martenbader, Ofener Hunyadi AauoS Bitterwasser, Ossevbacher Lithion, Salchrunner, Salzschlirser, Schwalbacher, Niederselterser, Vichy, Wildunger, Weilbacher rc. w Quellsalze: Emser, Karlsbader, Marienbader, Wiesbadener rc. Bade« salze, Mutterlaugen. Pastillen: Biliner, Emfer, Hornburger, Sodener, Vichy rc. K.rankenheiler-<|uellsalzseife: Nr 1 Jodsodaseife, Nr. 2. Jod- sodaschwefelseife, Nr 3 verstärkte Quellsalzseife. [1450 Zu haben tn der Adler-Drogerie Seltersweg 39. Stadt. Schlachthaus. Freibank. [1468 Heute und morgen: Kuhfleisch, nicht ladenrein, ver Pfd. 40 Pfq. "SM. Schlachthaus. Freibank. [1459 Heute und morgen: Ochsenfleisch, nicht ladenrein, per Pfo. 50 Psg. Gemüse- und Öbst- Conserven in allen Sorten und allen Preislagen aus den ersten Fabriken empfiehlt 1207______Emil Fischbach. Messina-Apfelsinen, „ Blut- ganz außergewöhnlich große und schöne Früchte, empfiehlt Emil Orbig- NB. Bekanntlich übertreffen Messina' Apelsinen alle übrigen an Wohlgeschmack und Lüßigkeit.[1460 Cervelatwurst in allerbester Qualität frisch eingetroffen bei 1208______Emil Fischbach. Holzverkauf. 1463] 33 Raummeter trockenes Buche« - Scheitholz pro Raummeter 7 JL 50 auch ein Quantum trockene Eichen Bohlen, jedes im Ganzen, auch im Einzelnen, hat abzugeben Peter Brann in HeSkem, Post Marburg. Die beste und billigste Bezugsquelle in Vorhängen, Eongreßstoffen, Spitzen aller Art, Spttzenkleidern, Spitzentüchern und ELarpeS von 1 JL an, allen Arten Stickereien und Stickereitleider«, AoulardS. Seiden- stossen, Plüschen Summten, Attas, Bändern und die modernsten Schleier, ferner Taschentücher und die so sehr bdtebien Gardinenreste bei Frau Lina Sahlield, 1465] 14 Ludwtgstratze 14. «ST* Jeden SamStag "MS Kilih rinacmachtc Köhnen, das Pfund 16 H. 11441 Frau Lautz Wwe., Mark platz 1457] Ein wenig gebrauchtes, neu hergerichtetes Halbverdeck mit Patent» achsen ist billig zu verkaufen. Anmsthen bei Herrn Carl Leid, Burggraben IV____________ Husten lindern .® 'S CE -3 O G - Wucherers Gunrnn-Brost- 407 Bonbons, GG= Seit 1874 «nij BtB4aail gTMtiH »oaiMcl. ® o fco o_ CL 1_ < « o e _ 'S s° s 'S © t- r O ao •*-> .2 ''S o § c «2 — o Nehmen Sie und es wird besser1 pr. Kalbfleisch, 1445 EmilSchmidt, Metzger, Tiefenweg. Dermielßltngen. 1453] Eine kleine Wohnung, sowie ein einz Zimmer zu verm. Hundsgasse 6. laue] Der mtttl. Stock (3 Zimmer rc.) anderweit zu vermiethen- Stei- sttaße 36. 1446] Möbl. Stube zu vermiethen. E. Schmidt, Tiefenweg. vermischte Anzeigen. NeuesTheater,Giessen Donnerstag den 16. Februar 1893: ggy* Letzte Vorstellung Im Abonnement. Unsere Frauen. Lustspiel in 5 Acten v. Moser u.Schönthan. Freitag den 17. Februar 1893: ■ Benefiz für Frau Clara Coppe ■ Letzte und Abschieds-Vorsteilung. Wohlthätige Frauen. Kaiser-Panorama, Bahnhofstraße 23, Ecke LSwengasse. Diese Wocke: Große historische Reise Egypten, Land der Pyramiden. Naturwahr, ohne Concurrenz. U. A.: Gräbergrotten von Sakkarah, liebl. Ntlinsel Philae, Cairo, Alexandrien, drei große Pyramiden, 4000 v. Christi, Wüstenbilder. Palmenwälder, Sphinx, Nadel der Cleopatra rc-[1344 Wiesbaden Hotel Tannhäuser empfiehlt Zimmer von JL 1.50, Pension von JL 3.50 an. H. Schweinsberg, 1462] früher Marburg a d. L- Verlangen Sie sofort meine Prospecte über die von mir vertretene Serien-Loos-Gesellschaft „Glück“ in Stuttgart. Mit einer Einlage von monatlich JL 3.50 können Sie grosse Gewinne erzielen, müssen aber ungünstigenfalls circa die Hälfte Ihrer Einlagen wieder zurückerhalten. Jeden Monat eine Ziehung, nächste 1. März. E. Wenger, Stuttgart, 1018] Jacobstrasse 21, I. 1302] Für ein hiesiges Engros-Geschäft wird zu Ostern ein Lehrling mit guter Schulbildung gesucht. Näheres bei der Exped. d. Bl.________ 1068] Ein tüchtiges, in allen Hausarbeiten erfahrenes Mädchen per 1. März gesucht Frau Anna Plank, Bahnhofstr. 18. 1125] Ein Mädchen empfiehlt sich im Kleidermachen, Wetßzeugnähen u- Flicken in und außer dem Hause. Neustadt 57. 1439j Ein in Küche und Hausarbeit erfahrenes Mädchen mit guten Zeugnissen gesucht von Frau Professor Zöppritz, ______________Frankfurterstrabe 33. 1443] Ein Lehrling in ein hiesiges Engrosgeschäft unter günstigen Bedingungen gesucht. Gefl Offerten sub L A 315 an die Exped- d- Bl-_________________ 144v] Em tüchtiges Dienstmädchen sucht Frau Becker, Grünbergerstr. 11- 1238] Ein braves tüchtiges Dienstmädchen für sofort oder später gesucht. _____Brandplatz 10. 1456j Hausbursche sofort gesucht. Wiener Feinbäckerei, Seltersweg 46. 1464] Ein tüchtiges Mädchen für Küche und Hausarbeit gesucht. SteinS Garten. Bilanz am 31. December 189 2. Activa. Mark 1) Kassenvorrath . . .1816.10 2) Ausstehende Forderungen 130.62 3) Werth des Geschäfts- rnobilars nach Abschrei« bung von 10% • . - 157.40 4) Waarenvorrath . . . 1913.98 4018.10 Passiva. Mark 1) Aufgenommene Kapitalien ...... 1200.— 2) Geschäftsguthaben der Mitglieder .... 910.— 3) Reservefond . . . . 831.65 4) Reingewinn . . . . 1076.45 4018.1h' Die Zahl der Mitglieder betrug Ende 1891 . . 92 In 1892 ging durch Tod ab...... 1 Daher Stand der Mitglieder Ende 1892 ... 91 Annerod, den 28. Januar 1893. 1455 Landwirthschaftlicher Consuurverein Eingetragene Genoffenschast mit unbeschränkter Haftpflicht. Der Director: Der Rendant: Dörr. Mohr. vir, vr. 8edueiäer, Wormser Brauer - Akademie, sendet auf Wunsch Progr. dieser Anstalt. 1255 Todes "Anzeige Louis Kreiling* 1461 1444 Oer Vorstand Giessen, den 15. Februar 1893. Danksagung 1452 Familie Moll. 1451 Giessen, den 15. Februar 1893. Ich habe mich hier als pract. Arzt und Augenarzt niedergelassen. Sprechstunden: Vorm. 8 bis IO Uhr 1116 l)r. inrt. llffliiiiiiii Alker S zu 60 Pfg. und höher. S 98. OC Gelenk. Berpo^Lci. Sricb»b«nf.^«c3wi 3 o^t. — t^renffuTirx yan*^ie