1893 Samstag deulö. April Amts- und Anzeigeblatt für den «reis Gießen. | Gratisbeilage: Hießener Jiamilienötätter B Amtlicher Theil Veranrwortung zu überwachen. linilmt *or InjeigtH ju der Nachmittag» für d« fEtHmdev lag nrf<6rintnbeti Nummer Mi Bereu 10 4»(|lr«|< Mr.A. Krach'recher 6L Neueste Nachrichten. Wolffs telegraphisches Eorresponden,-Bureau. Berlin, 13. April. Der heutigen Trauerfeier für Profeffor Carl Werder in der Garnisonkirche wohnten der Kaiser, Prinz Alexander, der Erbgroßherzog von Baden bei und überbrachten persönlich Kranzspenden. Die gedankenvolle Rede des Hospredigers Frommel machte einen bedeutenden Eindruck. , Berlin, 13. April. Unter Vorsitz der Kaiserin und in Gegenwart der Prinzessinnen Albrecht und Heinrich und der Erbgroßherzogin von Baden trat heute im Arbeitsministerium die Delegirten-Versammlung des Vaterländisch en Frauenvereins zusammen. Minister Hoffmann eröffnete die Verhandlungen, die der Besprechung der Friedensaufgaben des Vereins gewidmet waren. Dresden, 13. April. Die Regierung lud die Mitglieder der Sanitätsconserenz ein, die Sehenswürdigkeiten der Stadt Meißen zu. besichtigen. Heute begaben sich die Dele- girten mit dem sächsischen Staatsminister und den Hofstaaten des Königs mittelst Sonderzuges nach Meißen zur Besichtigung der Porzellanmanufactur, der Albrechtsburg und des Domes, wo ein Concert stattfindet. Prag, 13. April. Blärtermeldungen aus Kolin zufolge begeht die dortige Bevölkerung seit vorgestern AuSschreit/ ungen gegen die Juden in Folge des Gerüchtes von einem Ritualmord, veranlaßt durch den constatirten Selbstmord einer Frauensperson, deren Leiche aus der Elbe gezogen wurde. Gensdarmerie und Polizei schützen energisch die Juden. Es heißt, es sei Militär zur Unterstützung herbei- gerufen. Prag. 13. April. Amtlich wird aus Kolin gemeldet: Die Ruhestörungen wiederholten sich gestern Abend in größerem Umfange, die Wachtmannschaflen wurden mit Steinen beworfen und verwundet, ebenso wurden viele Fensterscheiben Bekanntmachung. betreffend Maul« und'Klauenseuche zu Albach. Nachdem in einem Gehöft zu Albach die Maul- und Klauenseuche festgestellt worden ist, haben wir die Sperre des betreffenden Gehöftes und weiter verfügt, daß Rindvieh, Schafe, Ziegen und Schweine aus der genannten Gemarkung bis auf Weiteres nur zu^ sofortigen Abschlachtung und nur auf Grund thierärztlicher Gesundheitsscheine ausgeführt werden dürfen. Gießen, den 12. April 1893. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. Lehrling y Zeugnissen gesucht. ■len bitte unter A 20 an btt hp. Wgeben. Gättntrlehrltng ooat ßanbt 3 M Mner. __Somunstnchr 24. Tine tüchUgr WMtffniu gleich welcher Branche. et- um. J N In der H-ged. b. Bl. #tr. 88. erstes Statt Paris, 13. April. Schwurgericht. Das Zeugenverhör in der Verhandlung über die Explosion im Restaurant Very wurde ohne Zwischeni^ll beendet. Lissabon, 13. April. rtj# der König gestern Abend das Theater verließ, wollte -i betrunkener Arbeiter in den Wagen des Königs eindringen. Der Arbeiter wurde sofort Bekanntmachung. Wir bringen hiermit zur allgemeinen Kenntniß, daß das Proviantamt Bockenheim noch fortgesetzt Roggenrichtstroh (Flegeldrusch) vorzugsweise von Producenten kauft. Zur Ertheilung jeder schriftlichen oder mündlichen Auskunft über Preis und QualüätSverhältniffe ist das Königliche Proviantamt Bockenheim bereit. Gießen, den 10. April 1893. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. verhaftet. Brüssel, 13. April. Im Becken von Lüttich lst biS jetzt kein Strike ausgebrochen. Das Becken von Mons ist ruhig. 15,000 Ausständische in Quaregnon und Fra- meries begingen Nachts Exzesse gegen das katholische Casino und die Kirche. Im Centralbecken sind 15 Gruben, in Lacrohere und Haine zwei industrielle Etabliffements ausständisch. In Gent striken einige Weber, in Verviers feiern 65 Etabliffements. In Brüffel wird eine bedeutende Verminderung der Ausständischen constatirt. DaS Becken von Charleroi ist ruhig, man bemerkt nichts von einem Strike trotz des Beschlusses der Ritter der Arbeit, dem vom Socia» listenclub in Gent gefaßten Beschluß zu folgen. Depeschen deS Bureau „Herold". Berlin, 13. April. Soweit die Veranlagung zur Einkommensteuer für 1893/94 bisher übersehbar ist, ergiebt diese einen Minderertrag gegen das Vorjahr von zehn Millionen Mark. . Berlin, 13. April. Der „Post" zusolge hat die frei* konservative Fraction einstimmig beschlossen, der Auserhebungssetzung, der Vertragssteuer und Bergwerksabgaben, wie der Aufhebung der lex Huene zuzustimmen. Dagegen hat jetzt eme erhebliche Mehrheit für Streichung der Bestimmungen entschieden, welche die Rückzahlung der Grundsteuer- Entschädigungen betreffen. Berlin, 13. April. Ahlwardt ist heute mit zwei Bündeln Acten stücken im Reichstag erschienen und bat privatim den Präsidenten um Erlaubniß, dieselben heute vorzulegen. Der Präsident erwiderte, morgen vor Eintritt in die Tagesordnung könne dies geschehen. Berlin, 13. April. Ahlwardt will morgen nur einen Theil der Act en stücke vorlegen und die anderen in einer Skandal-Broschüre verarbeiten. Brüssel, 14. April. Um 9 Uhr gestern Abend durchzogen über 4000 Manifestanten die Straßen zu den Ministerien. Es wurden rothe Fahnen vorausgetragen und revolutionäre Lieder gesungen. Die Polizei, welche vollständig aufgeboten wurde, war machtlos, später rückte auch die Artillerie aus. Die Zahl der Strikenden ist aus 10000 gewachsen. Blutige Zusammenstöße werden in der Nacht erwartet. Die Blätter veröffentlichen Special-Ausgaben, sogar die Progressisten warnen vor Ausschreitungen und sagen, die Arbeiter sollen sich ruhig verhalten und keine Zusammenstöße mit der Polizei verursachen, woraus die Bourgeosie nur Nutzen ziehen würde. Der Abgeordnete Woeste wurde auf öffentlicher Straße am Abend von revolutionären Rednern durchgeprügelt. Sowohl in der Hauptstadt als in der Provinz wächst die revolutionäre Agitation stündlich. Gent, 14. April. Bis heute stehen dreitausend Arbeiter aus. Mons, 14. April. Hier sanden gestern Abend blutige Zusammenstöße mit der Polizei statt, wobei viele Verwundungen vorkamen und Verhaftungen vorgenommen wurden. Belgrad, 14. April. König Alexander ließ heute Nacht die seitherigen Regenten verhaften. Er theilte denselben mit, daß er sich großjährig erkläre und ernannte sofort ein neues Ministerium unter dem Präsidium Dokic. Die Truppen wurden consignirt und leisteten dem König den Eid der Treue. Die Häuser der Regenten und Minister sind umstellt.___________ Sitzung der Stadtverordneten am 13. April 1893. Anwesend: Herr Oberbürgermeister Gnauth, die Herren Beigeordneten Georgi und Grüneberg, von Seiten der Stadtverordneten die Herren Brück, Faber, Grünewald, Helfrich, Heyligenstaedt, Homberger, Keller, Löber, Orbig, Petri, Dr. Ploch, Dr. Schäfer, Scheel, Simon, Dr. Thaer, Vogt und Wallenfels. Nachdem das vor Kurzem angenommene Statut, betr. die Gemeindekrankenversicherung, die Genehmigung des Großh. Krcisamts gefunden, kann daffelbe nach Mit- — Ausschreiben. Wir bitten um Auskunft über den derzeitigen Aufenthalt der nachstehend bezeichneten Personen, die sich Ende März l. I. in Lang.Göns aufgehalten haben: 1. Steller, Heinrich, Sohn der Maria Maus aus Nieder-Gemünden, 2. Maus, Karl, Sohn derselben, 3. Kaiser, Joh. Georg, Korbmacher aus Stockheim. Gießen, den 7. April 1893. Großherzogliche Staatsanwaltschaft. Schilling-Tr. Deutscher Reich. Darmstadt, 13. April. Seine Königliche Hoheit der Großh er zog sind mit Ihrer Großherzoglichen Hoheit der Prinzessin Alix und Gefolge heute früh 6 Uhr in Basel angekommen und um 7 Uhr mit dem Gotthardt-Zug weitergefahren, so daß Ällerhöchstdteselben heute Nachmittag 5 Uhr in Mailand eintreffen, von wo die Abreise nach Florenz Abends 10 Uhr stattfindet. Die Ankunft wird dort morgen früh nach 6 Uhr erfolgen. Berlin, 13. April. Unser Kaiserpaar gedenkt mit dem gesammten Haushalte im Lause des bevorstehenden Sonntags aus dem Berliner Residcnzschlofse nach dem Neuen Palais bei Potsdam, dem bevorzugten Sommeiheim der Majestäten, überzusiedeln. Von Potsdam, resp. von der Wildparkstation aus wird dann am Dienstag Abend die Abreise des Kaiser- paareS nach Italien erfolgen. Für die Hinfahrt ist bekanntlich die Route über München, den Brenner u. s. w. gewählt worden, während bei der Rückreise der Weg durch die Schweiz eingeschlagen wird. Hierbei findet in Luzern eine offizielle Begrüßung der Majestäten durch eine besondere Abordnung des schweizerischen Bundesraths mit dem Bundespräsidenten Schenck an der Spitze statt. — Erbgroßherzog Friedrich von Baden, bislan Commandeur der 4. Garde - Infanterie - Brigade, ist unter Ernennung zum Generallieutenant zum Befehlshaber der 29. Division ernannt worden. Der Erbgroßherzog wird seinen dienstlichen Wohnsitz in Freiburg i. Br. nehmen. — Die abgelausene Woche hat in Preußen wie im Reiche den Wiederbeginn der parlamentarischen Thätigkeit gebracht, denn am Dienstag ist das preußische Abgeordnetenhaus, am Donnerstag aber der Reichstag wiederum zusammengetreten. Für beide Parlamente birgt der nun begonnene nachösterliche Sessionsabschnitt wichtige Entscheidungen in seinem Schooße, denn für die preußische Volksvertretung wird es sic> darum handeln, die drei Steuervorlagen unter Dach und Fach zu bringen, während im Reichstage vor Allem über die Militärvorlage endgiltig Beschluß zu faffen ist. Die Aussichten der beiden gesetzgeberischen Reformwerke, der weiteren Steuer- reform in Preußen und der Heeresresoim im Reiche, sind aber wesentlich von einander verschieden. Denn das Zustandekommen der neuen preußischen Steuergesetze im Abgeordnetenhause gilt schon jetzt so gut wie gesichert, falls nicht etwa ganz unvorhergesehene Zwischenfälle eintreten, in der Militärfrage dagegen ist die Situation dieselbe kritische geblieben, SiÄ»«« 8h» hfÖS” r<7 scheint täglich teti Ausnahme bei Montags. BW Gießener P»*tCie»lttl#H latfli bem Anzeiger r»4ch«Nich dreimal .«igel egt. 1 glicht aarenbriNt traten. ichener Anzeiger Kenerat-Anzeiger. Deutscher Reichstag. 74. Sitzung. Donnerstag, 13. April 1893. Auf der Tagesordnung: Interpellation Menzer betreffend den deutschen Tabakbau. Nachdem sich der Vertreter der Bundesregierungen zur Beantwortung der Interpellation berät erklärt, begründet Menzer seine Interpellation und behauptet, der Rückgang des deutschen Tabakbaues datire seit 1879 und zwar namentlich in den letzten Jahren be- butenb. Nahezu 200000 Tabakbauer harren der Antwort der Re- 0terUnd'taat§ftcrelär v. Maltzahn: Die Bundesregierungen erkennen nicht an, daß der Grund des Rückganges deS Tabakbaues allein in der Steuer- und der Zollgesetzgebung liege. Der Hauptgrund sei die Veränderung der Geschmacksrichtung. Die Regierung habe ihr Interesse an dem Tabaksbau dadurch bekundet, daß der Tabak bei der Frage nach der Deckung der Kosten der Mtliläroorlage nicht herangezogen worden sei. Abg. Graf v. LoS (Ctr.) hält eine mäßige Herabsetzung der Tabaksteuer im Jntereffe der kleinen Tabakbauer für geboten- Abg. Bürkltn (natl.) wünscht die Wiederherstellung der Proportionalität zwischen der Steuer, den Zoll aus Tabak und die Herabsetzung der Steuer. c . Abg. Barth (dfr.) erklärt den außerordentlichen Rückgang des Tabakbaues im Vorjahre mit der exorbitanten Höhe der Getretde- pretse. Bei der gegenwärtigen politischen und finanziellen Situation sei eine Herabsetzung der Tabaksteuer undenkbar. Die Interpellation sei ein Ausfluß der Inter effenpolitik, welcher die Regierungen nicht nachgeben dürfen. Abg. Winterfeldt (cons.) bekämpft die Ausführungen des Vorredners. An der wetteren Debatte betheiligm sich die Abgg. Klemm- Ludwigshafen (natl.), Molkenbuhr (Soc) und Troeltsch, worauf die Interpellation erledigt ist. , 3 Rach der Erledigung der Rechnungssachen vertagt sich das Haus auf Freitag. Tagesordnung: Wuchergesetz und Verrath mllt- larischer Geheimnisse. wie schon [eit vielen Wochen. Allerdings sind noch in den eingeschlagen. Schließlich wurden aber die Tumultuanten letzten Tagen der parlamentarischen Osterpause des Retchstags verjagt und 18 Personen verhaftet. Vorsichtshalber tft mtli- Gerüchte ausgetaucht, welche von einer hinter den Caulissen tartscher Bets and erbeten worden SMSL t tut» * heil- ich dreimal. Üdamvstrn. 16-7 lagt, -10 tagt 2286 Sitßen- •titbbtT8' ibetfr HM. ' bi# Ät ergebest an, w Man würde, sollte die wohl kaum anzunebmende außer ordentlich große Hitze des vergangenen Sommers wieder einkreten, sparsam vorgehen müssen, auch die guten Pumpbrunnen müsse man sich sichern, ferner die Entnahme deS Wasser» für die Ltraßenbesprengung aus die Zapfstellen an der Hornberger» schen Fabrik unb an den Bahnhöfen beschränken- Zur Zeit sei aber der Wasserzufluß not derselbe wie im Spätherbst de» vorigen Jahres. — Herr Wallenfels spricht sich gegen die von Herrn Dr. Ploch vorgeschlagcne Asphaltirung der Brunnenumgebung au».— Herr Petri bittet, auch die Sandftltrirung nur alS Probemaßregel zu betrachten, da man noch nicht wisse, ob sie sich bewähre. — ES wird unter Bewilligung von 230 Maik für Herstellung von 4 Brunnen in der von Herrn Pros. Dr. G as fkv vorgeschlagenen Art be- schloffen, vor Angriffnahwe der BerbefferungSarbeiren Gutachten von Specialtechnikern, besonders wegen der ASphalnrung einzuholen. Das Gesuch des Herrn W. F a u st umEoncession zum Wirths schastSbetrieb für das Hau- Grünbergerftraße 30 wurde be fürwortet, da in dem Hause bisher schon Winhschast betrieben wurde. Dagegen hat die Stadtverordneten Versammlung in Uebereinstimmung mit ihrer Commission bezüglich de» Ge- । suche» des Herrn Albert Köchlin um Erlaubniß zum Berkaus von Branntwein über die Straße anS dem Hause Gartenstraße 38, die Bedürfnißfiage verneint. Cocalts und provinzielle». «ietze», 14. April 1893. •* Im Oberhessffchen Seschichtkverein diel» gestern Abend Herr cand. hist. Heinr. Werner auS Dolmstadt einen intereffanten Bonrag über „Die Wetterauer Städte» bünde und Landfrieden des XUI. und XIV. Jahrhundert»-, ein bis jetzt noch nicht näher behandeltes Capitel unserer vaterländischen Geschichte. Der Vortragende entwarf zunächst ein Bild von der Entwickelung der Landfrieden in Deutschland im Allgemeinen und charocterisirte die große Bedeutung dieser eigenartigen, verfaffungSgeschichtlich sehr wichtigen Institute. Dann ging er auf die Wetterauer Verhältnisse im Besonderen ein und bemerkte, hier gäbe eS verschiedenartige Gruppen zu unterscheiden: 1) Bündnisse, die ausschließlich von Wetter» au er Städten geschloffen wurden, 2) solche, an denen auch Städte anderer Gegenden betheiligt waren, 3) gemischte Bündnisse, an denen Herren und Städte Antheil nahmen. Schon bei der ersten Gelegenheit, wo eine ganze Gruppe Wetterauer Städte urkundlich hervortritt, im Jahre 1226, ist ihre Antheilnahmc an einem Landfrieden bezeugt, den sie mit den rheinischen Städten vereinbart hatten. Praktisch hat derselbe ferne Wirkung allerdings nicht bethätigen können, da ihn König Heinrich VII. am 27. November 1226 aufheben ließ. 1232 fällt bann die Erhebung der vier Wetterauer Städte Frankfurt, Friedberg, Wetzlar und Gelnhausen zu freien Reichsstädten, jetzt war ihnen die Beteiligung am politischen Leben überhaupt, insbesondere an Bündniffen in vollem Umfange ermöglicht. 1264 treffen wir sie im sogenannten ersten „rheinischen Bund" und 1265 erfolgte zuerst der Abschluß eines großen Wetterauer Städte- und HerrrnbundeS, der einmal Aufrechthaltung des allgemeinen Landfrieden», insbesondere Verhinderung der grausamen Judenverfolgungen, dann Einführung eines einheitlichen Zollsystems für das befriedete Gebiet bezweckte. Die BundeSorganifation ist für die frühe Zeit auffallend entwickelt, am meisten inlereffirt der Bestand eine» regelrechten Bundesgerichts, das 8 Mitglieder zählte. 1273 wurden zwei Bündtuffe abgeschlossen, eine» zu gegenseitigem Schutz, daS andere, um für den Fall einer Doppelwahl tm Reich einheitliches Vorgehen der vier theilnehmenden Städte zu schaffen. In daS Jahr 1285 gehört nun der erste local e Wetterauer Städtebund, der dann 1295, 1306, 1316, 1325, 1334, 1336, 1340, 1349 und 1364 erneuert wurde. In dieser Vereinigung kam zuerst der im Mittelalter ganz allgemein gebräuchliche Begriff „Wetterauer ©läötegruppe" aus. 1278 schloß sich ein neuer großer Herren- und Städtebund an, an dem auch Angehörige anderer Gegenden betheiligt waren. InS Jahr 1317 fallt der erste vom Raffer erlassene Landfrieden, der bekannte Bacharacher Bund. Die Organisation ist genau in der Urkunde ausgezeichnet. 1330 erfolgte wiederum Abschluß eines Städte- und HerrenbündniffeS, ebenso 1337. Unter Karl IV. wurde 1352 die erste Landfriedensvereinigung für die Wetterau erlassen, die dann 1352 erneuert wurde. 1359 fällt ein kleinerer Herren- und Städtebund, 1371 eine eigenartige Vereinigung ohne bestimmte Bunde-organisation. 1376 hören wir von einer kaiserlichen Bestätigung eine» Wetterauer Bundes, doch ist nicht ersichtlich, welcher gemeint ist. Au» der Folgezeit sind besonder» die dem Abschluß de» großen Bunde» von 1381 vorau-gehenden Verhandlungen zu erwähnen, die mit dem Beitritt der Wetterauer Städte endigten. Die einzelnen hier nur kurz angeführten Bündtllffe wurden im Vortrag eingehend zergliedert und ihrer Bedeutung nach charakterifirt. An diesen Vortrag schloß sich eine kurze Di-cussion, im Verlaus deren noch intereffante Einzelheiten vorgebracht wurden. Danach legte Herr Oberbibliothekar Dr. Haupt der Versammlung einige intereffante Schriftstücke vor, die von der Universitätsbibliothek neuerbing» erworben worden sind. *♦ Neue» Theater. Der gestrige Abend brachte un« bei gut besuchtem Hause E.Millöcker» Operette „G a ß p a r o n e*. Die Handlung, welche da» italienische Briganten und Schmugglerwesen in romantischer Weise vorsührt, den Helden derselben, GaSparone, al» Eonte Erminio die Liebe der Gräfin Sante Croce erringen laßt, und durch seine Millionen- heirath mit dieser dem „ehrlichen" Podesta von Syraku», sowie seinem Sohne Sindulso ein Schnippchen schlägt, bietet reichbewegte Scenen, welche auf der charakteristischen Musik- composition basirt sind. — Herr Beehrmann entledigte sich seiner schwierigen Ausgabe al» Eonte Erminio - Ga-parone mit Geschick, sowohl stimmlich al» im Spiel, desgleichen seine Partnerin Fräulein Kronegold al» Gräfin Sante Croce. Herr Thiemann al» Podesta Natoni bot eine charakteristische dieser Straße näher getreten werden. Die Baudeputation hat beantragt, die Befchloßsaffung darüber bi» zur nächsten Budgetberathung außzusetzen; sie erklärt, daß eine Noth wendigkeit zum Ausbau tiefer Straße nicht vorliege,- e» könnte höchsten» a's wünschenSwerth erscheinen, hag nach Durchführung der Dteinstraße bis zur Marburger Straße der zwischen Steinstraße und Nordanlage liegende Theil der Dchottftraße auSgebau: werde, weil damit die Zahl der Straßen vollzählig werde, welche die Steinstraße mit der Nordanlage in ihrer ganzen Länge verbinden. Dem Ausbau des Hinteren ThetlS der Schottstraße könne erst mit Erledigung der Frage wegen Anlage einer parallel mit der Steinftraße laufenden Außen- {trage näher getreten werden. Au» Anlaß der Errichtung des HeyerdenkmalS wurde f. Z. der Beschluß gefaßt, für den dadurch in wegfallenden bezw. beeinträchtigt werdenden Kinderspielplatz Ersatz zu schaffen durch Anlage eine» neuen, zwischen Asterweg unb Wallthor- straße gelegenen. Plan und Voranschlag liegen vor unb berechnen sich banach bie Kosten auf 1200 Mk., die bie Bau beputation zu Lasten deS nächsten Bubgets zu bewilligen beantragt. Herr Wallenf els ist gegen Anlage eines neuen Kinderspielplatzes, weil für bie Umgebung der Nordanlage kein Mangel an solchen Plätzen bestehe, er verweise auf Oswalds Garten unb den neuen Schulhof, auch biete die Umgebung des HeyerdenkmalS noch genügend Raum für den Aufenthalt der Kinder. Der ins Auge gefaßte Platz sei auch, weil zu sehr dem Nordostwind auSgesetzt, für einen Kinderspielplatz nicht geeignet. — Herr Dr. Thaer empfiehlt bie Anfuhr von Sand aus bic Spielplätze, wie die» in anberen Städten geschehe, damit die Kinder Beschäftigung hätten. — Herr Oberbürgermeister Gn a ut h bemerkt, daß auf Oswalds Garten als Kinderspielplatz nicht zu rechnen sei, auch müßte derselbe erst dafür hergerichtet werden,- der Platz vor dem Heyerdenkmal sei zu klein, ist auch nicht geeignet, da das Denkmal der Gegenstand von Kletterübungen u. f. w. werbe; ebenso halte er den Schulhof für ungeeignet, da derselbe nicht immer offen und nur für bie Schulkinber bestimmt fei. Die Errichtung eineß Spielplatzes in der fragt. Gegend halte er aber im Hinblick auf die dumpfen Quartiere »cS Aster- roegß u. f. w. für nöthig, er habe nicht den Eindruck, als ob für die Nordanlage zu viel Spielplätze vorhanden feien, man müsse auch den Eltern Gelegenheit geben, ihre Kinder auf die Spielplätze begleiten zu können. — Herr Dr. Ploch bezeichnet die gärtnerische Anlage des zu Kinderspielplätzen inS Auge gefaßte Geländes als schlecht, so daß dieselbe doch bald umgearbeitet werden müsse; eine entsprechende Bepflanzung wird auch diesen Platz etwas vor den Nordostwinden schützen; er empfiehlt Annahme deS Deputationsantrags. Es wird dtzvi Anträge entsprechend beschlossen. Nach einer in vorigen Jahre vorgenommenen Untersuchung der städtischen Pumpbrunnen wurde beschloffen, zunächst 6 Brunnen Herstellen und reinigen taffen, um ein Ur- /theil über den günstigen Einfluß der Herstellung auf bie Beschaffenheit deS WafferS zu gewinnen; eß wurden zu diesem Versuche bestimmt' die Brunnen an der oberen Frankfurter- straße, am Teufelslustgärtchen, im Hospttalhos, in der Wetter- gaffe, im Arresthaushos und in der Schule am Asterweg. Nach der Reinigung der Brunnen hat sich die Qualität beß Wasserß verbessert. Hierauf wurde erneute Untersuchung des Wassers angeordnet, um feststellen zu können, inwieweit das letzte Hochwasser bie Beschaffenheit beß Wasserß beinflußt hat. Daß Resultat der Untersuchung ist folgendes: der Brunnen an der Frankfurter Straße lieferte besseres Wasser, der sog- Iughardßbrunnen guteß, ebenso der Brunnen tm Hose der höheren Töchterschule; daß Wasser des Brunnens im Schulhause an der Schulstraße ist als ungeeignet befunden und deshalb hie Schließung desselben für den menschlichen Genuß angeordnet worden; das Wasser des Brunnens im Bürgermeistereigebäude konnte als angängig bezeichnet werden, wogegen der Brunnen am Realgymnasium sich verschlechtert hat; der Brunnen am Gall'ichtu Hause in der Neustadt ist gut, der an der Obermühle ungeignet, der an der Wetzstemgasse angängig, der im Arrefthaus in der Sandgasse gut; verschlechtert hat sich daS Wasser des Brunnens am christlichen Friedhof, während dasselbe früher als gut bezeichnet werden konnte, gut ist ferner das Waffer des Brunnen» im Plilosophen- wald. — Von der Dircction dcß Gas- unb Wasserwerks ist ein Gutachten des Herrn Prof. Dr. Gaff ky vorgelegt worben. In demselben wird die Herstellung der Brunnenschächte alß zweckdienlich bezeichnet und nur noch empfohlen, bis zur Tiefe von P/j Meter unter der Schachtabdeckung einen Bohlen- verfchlag mit Kieshinterfüllung anzubringen, welche Vorrichtung als Filter gegen von außen eindringendes Absallwaffer wirke. Die Kosten einer derartigen Anlage berechnen sich auf 50 bis 60 Mk. für jeden Brunnen, damit würde aber eine kostspielige Reinigung erspart. ES soll zunächst an 4 Brunnen die Zweckmäßigkeit der empfohlenen Verschalung erprobt werben. Es dürfe nach Erklärung der Deputation für daS GaS> unb Wasserwerk nichts unterlassen werden, waß geeignet fei, im kommenden Sommer einem Wassermangel zu begegnen unb die Pumpbrunnen der Stadt dienstbar zu machen. — Herr Dr. Ploch empfiehlt statt Pflasterung der Umgebung der Brunnen Aöphaltirung, womit einem Wiedereindringen der Abwässer vorgebeugt werde. — Herr Grünewal d bemerkt, man habe in der Bevölkerung die Meinung, daß schon im Mai die Wasserleitung versagen werde, wenn nicht ganz besonders starke Regengüsse eintreten, eS werde sich daher empfehlen, Vorsorge gegen Wassermangel zu treffen, auch könne dem Plane wegen Wasserversorgung der Stadt durch Entnahme auS der Lahn schon jetzt rtäher getreten werben. — Herr Oberbürgermeister Gn auth erklärt, der Zufluß auS den Quellen fei nicht so wie um diese Zeit in den Vorjahren, wa» wohl daher komme, daß infolge plötzlich eingetretenen ThauwetterS da» Waffer nicht in den zu tief gefrorenen Boden habe einbringen können. Der Zufluß betrage 550 cbm. wie im Herbste unb fei auch stabil geblieben. Sollte bie befürchtete Trocknung eintreten bezw. anhalten, fo empfehle sich wie im Vorjahre bic Einschränkung ber Wasserentnahme. theilung deS Herrn Oberbürgermeisters in Vollzug geletzt werden — Eme wettere Mittheilung betrifft eine Zutchrist der Kaiserlichen Dberpoftbirection Darmstadt und bezieht sich auf den Anschluß ber Stabtsernsprecheinrichtung an die Linie Frankfurt-Berlin. Danach ist der von ber Stadt- verordneten-Versammlung unterstützte Antrag der Großh. Handelskammer auf Anschluß von Gießen an die bezeichnete Fernsprechverbindung durch Erlaß des StaatS'ecretärS Dr. v. Stephan adschläglich beichieden worden. Begründet ist der ablehnende Bescheid damit, daß sich vorerst nicht feststellen lasse, wie die Betrieb»- und BelaftungSverhältnisse sich gestalten, auch die Willfahrung deS Gesuche» zur Folge hätte, »aß diese Feststellungen durch gleiche Anträge anderer Städte, (wie Marburg rc.) erschwert würden. ES wird sonach Sache der Handelskammer sein, daß Weitere zur Erreichung beß Anschlüsse zu veranlassen. Den Holzabgaben auß der Hand im Etatßjahre 1892/93 wird, wie in früheren Jahren, Genehmigung ertheilt. Es handelt sich bießmal um 879 Wellen zu DecorationS- zwecken unb Entdeckung von Gärten verwendeter Hölzer im Werthe von 116.20 Mk. Da bei den Versteigerungen beß Schlachthau ß- büngerß wiederholt nicht annehmbare Gebote erreicht wurden, fo hat freihändiger Verkauf dieses Düngers stattgefunden. Die Genehmigung dazu wurde ertheilt. Die Reinigung eines (San al 6 und eines StraßenfielS an der Franksurterstraße hat 109.98 Mk. Kosten verursacht; der nach Vergebung auS der Hand erfolgten Ausführung dieser Arbeit wird nachträglich Genehmigung ertheilt. Ebenso Werden nacbj-fligltd) bewilligt die Kosten (301.60 Mk.) über freihändig .folgte Lieferung von künstlichem Dünger für die Obft.uume auf dem Trieb, über Lieferung von Kirschbäumen behufs Ergänzung der Pflanzungen daselbst, über Lieferung von Ahornbäumen in den FriedhofSanlagen unb Ziersträuchern für die Ostanlage. Dem Gesuch der Actienb rauer ei Gießen um Er« laubniß zur Herstellung eines 1*/, Meter breiten gepflasterten UebergangeS über den Leihgesternerweg zum Anschluß an den Fußweg nach ber „Schönen Aussicht" wird unter dem Anfügen widerruflich stattgegeben, daß die Pflasterung nach Anordnung des StadtbauamtS ausgeführt wird. Zur Fortsetzung der Wasserleitung auf den Schiffenbergerweg zwecks Anschlusses des Patz'fchen Hauses wirb Genehmigung ertheilt unb die Kosten im Voranschlags- betrage von 94.50 Mk. in Rücksicht auf einen jährlichen Minimal- WasserzinS von 20 Mk. bewilligt. Unteim 10. Februar d. I. hat die Großh. Direction der neuen Kliniken, nach Hinweis auf die schlechte Beschaffenheit von Straße und Trottoir vor der Waage am Sei terSberg, bie mangelhafte Beleuchtung baselbst, sowie ben Mangel an einer schattenspendenden Baumpflanzung an ber Franksurterstraße, um balbige Beseitigung der angeführten , Mißstände ersucht. Nach erfolgter Vorlage der Eingabe an baß Stadtbanamt behufs Begutachtung berfelben hat letzteres berichtet: Die Frankfurterstraße ist süblich vom Uebergange der Oberhessischen Bahnen an Staatsstraße, weshalb zur Bepflanzung ufw. bie Stadt nicht berechtigt ist; al» Ursache beß schlechten Weges unb Trottoirß ist bie Güngerich'sche Waage zu betrachten, die beregten Uebelflänbe deshalb dem Besitzer derselben zur Last zu legen, die Reinigung beß Bankets an ber Staatsstraße liege den Privaten ob, die der Straße ber Stabt. Wolle man die Reinigung deS Banket» bezw. die öftere Reinigung der Straße vornehmen lassen, fo würde dies einen jährlichen Aufwand von 80.80 Mk. verursachen. Die Verwaltung des städtischen Gaswerks berichtet, daß die Beleuchtung weder mangelhaft noch schlecht sei, sie sei aus- Tcidtenb, ber Abstand ber Laternen von einander sei nicht größer al» in anderen Straßen, er betrage sogar in einigen Straßen noch mehr, bis zu 100 Meter, während die Entfernung in der Umgebung der Waage nur 48 Meter betrage; die Deputation für das GaS- und Wasserwerk empfiehlt deshalb Belassung der bisherigen Beleuchtung. Die Baudeputation hat Beibehaltung der verstärkten Straßenreinigung unter Heranziehung des WaagenbesitzerS zu ben Kosten der Reinigung, im Uebrigcn die Eingabe ber Großh. Direction der Kliniken dem Großh. KreiSbauamt zu überweisen empfohlen. Inzwischen ist nach Mittheilung de» Großh. KreiSbauamtS ben clngeldtercn Verhandlungen über den Uebergang der Staatsstraßen innerhalb des Stadtbezirks auf bie Stadt näher getreten worben; danach würde der Uebergang in das Eigen- thum ber Stadt gegen eine AbfindungSfumme von 90000 Mk. erfolgen; biß zum cnbgiltigen Uebergang hätte die Stadt die Unterhaltung der Straßen (ausschließlich der Brücken über die Lahn, LohmühlSbach und Wieseck) gegen Vergütung von 5000 Mk. jährlich zu übernehmen. ES wird deshalb beschlossen, zunächst mit dem Eigenthümer der Waage eine Der- desserung beß berjeitigen Wegzustandeß anzustreben, weitere Beschlüsse aber auszusetzen, biß die bezeichneten Staatsstraßenstrecken In Besitz der Stadt übergegangen sind. Herr Löb Sü ß beabsichtigt, den zwischen der Wettergasse und seinem Haufe an der Marktstraße befindlichen Raum zu überbauen, um eine Vergrößerung feiner Geschäftsräume 3U ermöglichen. Dem Gesuch steht der § 16 der Baupolizei- Verordnung, nach welcher ein Fünftel des Grundstückes unbebaut bleiben muß, entgegen, weshalb Dispensation von den angeführten Bestimmungen erforderlich wäre. Obwohl die Bau- beputation nicht verkennt, daß die Wettergaffe selbst al» Ersad beö unbebaut zu lassenden Geländes betrachtet werben könne, auch durch den gelammten Anbau eine Verschönerung ge nannter Gasse herbeigeführt würbe, hat sie die Ablehnung beS Gesuches zu beantragen beschlossen, weil nach Genehmigung deS Gesuches eine spätere Regulirung der Wettergasse in einer burch Plan näher bezeichneten Art nicht möglich fein würbe. Die Versammlung schloß sich dem Anträge ber Baudeputation an. Eine Eingabe verschiedener Hausbesitzer der Stein- unb Schott st raße richtet sich auf Besserung beß ber zeitigen Zustandes der Schottstraße, besonders in deren hinterem Theile und schließt mit dem Ersuchen, c» möge dem Ausbau Nimfi om 26 9 ^±'889 'Akte. @ & WH J • ettA * Hp -1 '!"» ■ Flentzkl- Heues $1 nflfl 8^ ? irJl,9 ' ... $i -ttn ,.9I Sätet dcc- W ZtrfJ • mb gnb ttx: Ko. w *8*8 Z «*bit ’ ■,‘rr * m wan ro»tr den ridjt . unb ®t® . rang gelange -. Dimtm Daa . »w V’. ® .. auf s«h war - Dn Lite ■reifen doch t ■■ n vanau ein V Per Veginn ber $ nkfftn fe nen ' •• Utto bit a tt tröfintnbtn ( tie ,Frankf. Hu> Stlltnba Hal 'jxut um baS 1 -'alioneller Prag Äaütnda in Btzu it;±: basttht, ist ieraer 10 Ulmer titincnitotrtf), da tmpgta Rümmer ijroimgftm Äunf b-iuten; aber „Mo*, fomit bi fühnmg Don 4 , Fubntiltr M . inende Reist fpi ^iammtnM unb 'ci4tn be» Rbnigl tbtttfo aufrtgenbe immstant sind bit ’.'mra 8aribal--8ä t tlttal auch an sehr reich; voQften Äebeulung in 'tuten Evolulio' v deznchnen, b Teiles liegt in b Reoz, nt t ilhitTungtn viele fHnftltrinnen, ■ gvamasi 1 ’,0J' erfreuen fit * wir nach, ^erjontn , ' »‘He Rach Jt-onberl laltT Mxften bi 11 ^kraucher er( ” /ertratint Mm :y' ™ fe ml ■'! Diltor, l -ui d. . m d ^'7 ihren l rrb-r bi’ itj*?*??** Lbltä#t9tnb"«Ä^ er schon Wirtf>^?urde be- verordnetenN^^rn s-ÄSv L; K L >S° to* bt” N= ^inziellel^^ ?'**'14' a»tl( 1893 ^chchkNtA hielt »PÜ r. Wnn„ L Astern • Tti» M?u6 Daemsladt ■ //Wit WttttMn oJJ* b°h°»d'i.°s s«pit[i L ^n ™9.* «M MW ■r Vanbfrieben in Deutschland ■ö'e große Bedeutung dieser ^nftitute. jMfe 'm Besonderen verschiedenartige Gruppen in ausschbchlich von Wettrr- :D' 2) solche, an denen auch )eiligt waren, 3) gemischte io Städte Antheil nahmen, wf, wo eine ganze Gruppe rbortritt, im Jchr 1226, Lanchieden bezeugt, den sie einbait hatten. Praktisch hat s nicht betätigen können, da November 1226 ausheben »g der vier Wetterauer Städte und Gelnhausen zu freien die Beteiligung am politischen in Sünbnijjen in vollem Um- toir fie im iogcnannten ersten rsolgte zuerst der Abschluß und htrcrnbuiM, btx tuv itn^anbfxubtnfe, insbesondere udenversolgungen, dann Ein- hstems sür das besriedete Ge- miiation ist für die frühe Zcit i interefsirt der Bestand eines i 8 Mitglieder zählte. 1273 )fitn, eines zu gegenseitigem i Fall einer Doppelwahl tm c viertheilnehmenden Städte zu aehött nun der erste locale in 1295, 1306, 1316,1325, 1364 erneuert wurde. In et im Mittelalter ganz * ttcrauer «[• 6er Herren- und Städtebund anderer Gegenden bethMt )er erste vom Kaiser erlassene 2t. 133Oet|ofgtewit«« e erste Landsriedensvereinigung iqro erneuert wurde, dann 1^ ... • ( Äjs “’&'SÄ“ W« ®,SMt ritt der ® \uxten ®ünbriifff ur tnxi an9 Bedeutung ^5* ----- Dornag ,'Ä Ä ** wfienb brachte ff : geM?G°sP°r-"^ ^Vp^TgaM £ i italientsch^ Helden b'r jonti 10 Beehlinv"" . ^ApaiM Qfltom vot gute Leistung dieses „Ehrenmannes", der Alles als „seiner Gesundheit zu thun schuldig" sich anzupaffen roufye; sein blasirter, schuldenreicher Sohn Sindulso wurde von Herrn Hobe vorzüglich gegeben. Das glückliche Ehepaar Benezzo und Sora sand in Herrn Conradi und Fräulein Ziemann tüchtige, sehr ansprechende Vertreter. Noch sei Fräulein Heim in ihrer mit großem Beisall gegebenen Rolle der Kammerzofe Zenobia erwähnt. Die übrigen Rollen wurden inSgesammt gut gegeben. DaS Orchcster bot die gewohnte gute Leistung unter der tüchtigen Direction des Herrn Capell- meisters Frentzel. Das Publikum lohnte die Darsteller mit großem Beisall, mitunter bei offener Scene. Neues Theater. Der Sonntag bringt die neueste Dichtung von Adolf L'Arronge, ein Stück, welches er sür sein Theater in Berlin geschrieben. Während zweier Monate cer verflossenen Winter-Saison, wenn am „Deutschen Theater" Lolos Vater gegeben wurde, füllten sich die glänzenden Räume des Deutschen Theaters mit einem Elite-Publikum, welches das Stück mit steigendem Interesse verfolgte und in lautem Beifall sein Entzücken über die Wahrheit der Dichtung kund gab. Der Dichter hat es verstanden, in großen, kräftigen Zügen ein Charaktergemälde zu schaffen, welches sich seinen besten Werken würdig anreiht. In der ihm eigenen, liebenswürdigen Weise schildert uns L'Arronge in seinem neuesten Werke lebenswahre Bilder, ohne dabei zu verletzen und die realistischen Bahnen einzuschlagen — so kommt eS, daß man stets mit Behagen dem Dichter folgt, der immer den richtigen Ton zu finden weiß, der wohlthätig auf Herz und Gemüth wirkt. Mit der am Sonntag zur Aufführung gelangenden Novität „Lolos Vater" giebt uns die Direction Baars auf8 Neueste den Beweis, daß sie bemüht ist, nur Gutes zu bieten und die Anerkennung wird nicht auf sich warten lassen. -r.- ** Der CircuS Wallenda ist gestern Abend hier ein- qetroffen; doch mußte wegen einer gebrochenen Tragfeder bei Hanau ein Wagen aus dem Extrazug ausgesetzt werden. Der Beginn der Vorstellung erleidet durch diesen Zwischenfall indessen keinen Aufschub. “* lieber die Leistungen deS seine Vorstellungen morgen hier eröffnenden Circus und Theater Antonio Wallenda schreibt die „Franks. Humor. Ztg." u. A.: „Herr Director Prf. Wallenda hat weder Mühe und Kosten noch Opfer gescheut, um das Publikum durch Vorführung fast nur neuer sensationeller Programmnummern anzuziehen. — Daß Herr Wallenda in Bezug auf seine Dressuren wirklich fast unerreicht dasteht, ist ja hinlänglich bekannt und die Vorführung seiner 10 Ulmer Doggen ist wirklich so großartig und staunenswerlh, daß eS völlig der Mühe werth ist, nur dieser einzigen Nummer wegen, in welcher die Thiere die denkbar schwierigsten Kunststücke ausführen, das Wallenda-Theater zu besuchen; aber auch die Dressur des Wunderelephanten „Bosco", sowie deS Zebra-Ponny „Hector", ferner, die Vorführung von 4 Löwen, bei welchen der Bändiger Mr. Budweiler Pistolenschüsse abfeuert, die Löwen durch brennende Reise springen läßt, das Rudel auf einen Haufen zusammenzieht und sich zu den Bestien legt, dann in den Rachen deS Königslöwen seinen Kopf hineinsteckt — ist eine ebenso aufregende als großartige Darstellung. Nicht minder interessant sind die 20 dressirten Kakadus, Herr Batty mit seinen Baribal-Bären u. s. w. Ebenso ist aber das Theater diesmal auch an Kunstkräften und Specialitäten in ihrem Fache sehr reiche bet Sch langenmensch, der in der vollsten Bedeutung des Wortes diese Benennung verdient, ist in seinen Evolutionen geradezu als ein anatomisches Unikum zu bezeichnen; die Besorgung des musikalisch erheiternden Theiles liegt in den Händen der Clowns De ltorelli vom Circus Renz, welche wegen ihren brillanten musikalischen Ausführungen vielen Beifall finden- auch die Ged äch tniß- künstlerinnen, sowie die Geschwister Wallenda, welch' letztere in gymnastischer Beziehung viel Erwähnenswerthes leisten, erfreuen sich bereits großer Beliebtheit. Bemerken wollen wir noch, daß das Theater sehr geräumig ist, für co. 1500 Personen Platz hat und brillante Beleuchtung hat." ** Kalte Nacht. Die letztvergangene Nacht war eine besonders kalte- das Thermometer zeigte — 3V2 Grad. Danach dürften die im Blühen begriffenen Pflanzen, Bäume und Sträucher erheblich gelitten haben. ♦* Verbrannt. Die Frau eines hiesigen Gastwirths stieß gestern Nachmittag bei ihrer Beschäftigung in der Küche an die in der Nähe des Heerdes hängende Petroleumlampe, baß die Oelvase, die Frau theilweise mit ihrem Inhalte übergießend, auf den Heerd fiel und explodirte. Im Augenblick stand die unglückliche Frau, eine Feuersäule bildend, ganz in Flammen, welche nur mit schwerer Mühe erstickt werden konnten. Schwer verbrannt, wurde die Be- bauernSwerthe in die Klinik verbracht, wo sie kurz nach Mitternacht ihren schweren Verletzungen erlegen ist. Schlägerei. Vier Rekruten, welche sich gestern aus ßem Burggraben mit allerhand nur denkbaren Geräth- sckaften prügelten, wurden wegen groben Unfugs verhaftet. •* Unsere der „Franks. Ztg." entnommene Mittheilung in Nr. 83 d. Bl. über eine von Hessen zu besetzende Reichs- gerichtsrathsstelle bedarf der Berichtigung. Von zuverlässiger Seite erfahren wir, daß Herr Reichsgerichtsrath B u s f erklärt habe, er denke zwar daran, bei zunehmendem Alter in den Ruhestand zu treten; doch werde dies nicht schon mit Beginn der diesjährigen Gerichtsferien, sondern erst im Laufe der nächsten 25 Jahre geschehen. Diejenigen Herren, welche so liebenswürdig gewesen sind, vom Schreibtische aus bereits einen Nachfolger zu ernennen, müßten sich daher noch geraume Zeit gedulden. Davon, daß man „in Leipzig" die Berufung eines dem hessischen Anwaltsstande angehörenden Juristen wünsche, sei nichts bekannt. Obwohl grundsätzlich einer solchen Berufung nichts entgegenstehen dürfte, handele es sich in diesem Falle offenbar um eine Erfindung des Einsenders jener Mittheilung. ** Für Taubenbefiher. Während der Saatzeit — 15. April bis 15. Mai — sind die Tauben in den Schlägen zu halten. Uebertretungen dieser Vorschrift werden zur Anzeige gebracht. ** Aus der Fernsprechverbindung Gießen—Berlin wird, wie aus dem Referat über die gestrige Stadtverordneten Versammlung ersichtlich ist, noch nichts. Wahrscheinlich verfolgt die Handelskammer die Angelegenheit weiter. ** Der 10. Delegirtentag des Rhein-Main Gastwirthe- verbandS wird am Mittwoch, den 24. Mai, in Worms ab- gehalten-werden. ** Der erste Hauptgewinn der Marienburger Schloßlotterie von 90000 Mk. fiel aus Nr. 175130, der zweite Hauptgewinn (30000 Mk.) auf Nr. 226 285. -n. Winnerod, 14. April. Mit dem heutigen Tage feiert Herr Hermann als Administrator des Herrn Zimmer zu Heidelberg sein fünfundzwanzigjähriges Amts- jubiläum. Zuerst 12 Jahre lang auf dem Zimmer'schen Besitzthum Elisabethenhof thätig, übernahm der Jubilar vor nunmehr 13 Jahren die Verwaltung des hiesigen Zimmer'schen Hofgutes- hier fand er reichlich Gelegenheit, seine Fähigkeiten practisch zu verwerthen, was er auch in uneigennützigster Weise vollauf gethan hat. Durch seine ebenso reichlich erwogenen wie geschickt ausgeführten Bewässerungsanlagen sind die Wiesen bedeutend ertragsfähiger geworden. Daß auch dem Ackergelände vollkommene Aufmerksamkeit geschenkt wird, läßt sich aus dem prächtigen Stand der Saaten erkennen. Triften und Hügel, welche früher als Schafweide ein nicht nennenswerthes Ergebniß lieferten, hat der Jubilar durch Bepflanzen mit selbstgezogenen Obstbäumchen in schöne Obstanlagen umgewandelt. Diese verleihen dem idyllisch gelegenen Winnerod einen besonderen Reiz, erhöhen den Werth des Gutes und bilden dem Jubilar selbst das schönste Denkmal. f TraiSHorloff, 9. April. Dieser Tage verunglückte auf der hiesigen Briquettsfabrik „Grube Friedrich" ein Bergmann von Ettingshausen. Er wurde in die Klinik nach Gießen verbracht. + Hungen, 10. April. Heute Nachmittag wurde die hiesige freiwillige Feuerwehr alarmirt. In dem nahen Stadtwald, im sog. „Erpel", war ein Waldbran d entstanden. Dadurch, daß man das Feuer frühzeitig gewahr wurde, konnte durch herbeigeeilte Hilfe das Feuer bald gedämpft und ein größerer Schaden verhütet werden. Grimberg, 11. April. Gestern ereignet^ sich hier ein bedauerlicher Unglücksfall. Mehrere Kinder, die in einer Scheuer zusammen spielten, gerieten in Streit. Infolge dessen flüchtete einer der Jungen auf den Heuboden, während ihn die übrigen mit langen Bohnenstangen zu erreichen suchten. Bei der Verfolgung wurde dem unglücklichen Knaben ein Auge ausgestoßen. Der herbeigerufene Arzt ordnete die sofortige Verbringung des Kindes in die Klinik nach Gießen an. — Gelegentlich der hier am Freitag stattgehabten Controllversammlung kam es in einer Wirtschaft zu einer Schlägerei, wobei es verschiedene blutige Köpfe gab. Erst dem energischen Einschreiten der Gendarmerie gelang es, die Streitenden auseinander zu bringen. A AuS dem Ohmthal, 13. April. „Dürrer April ist nicht des Bauern Will- Aprilregen ist ihm gelegen." So günstig auch das seitherige Wetter für die Bestellung der Frühjahrsarbeiten gewesen, so ungünstig erweist sich das gänzliche Ausbleiben jeglichen Regens für daS Wachstum der Vegetation. Der überaus starke Futtermangel des vorigen Jahres liefe einen baldigen Ersatz durch Grünfutter umso dringlicher erscheinen. Durch seitherige trockene Witterung mit fortwährend falten Nächten bleibt aber der Klee- und Graswuchs evident zurück. Auch für die Obstbäume, bei denen die am Tag oft recht warm scheinende Sonne die Blüthen hervorgelockt, ist die Trockenung nicht vortheilhast. Noch gefährlicher scheinen ihnen die kalten Nächte werden zu wollen- fiel doch gestern und heute Nacht das Thermometer wieder unter 1 Grad unter Null R.. Diese Nachtfröste würden nicht so gefahrdrohend für die Obstbäume erscheinen, wenn sie in ihrer Knospenentwickelung noch nicht so weit vor wären. Ewig schade wäre es, wenn der diesjährige überaus reiche Blüthenknospenstand der Obstbäume durch elementare Umstände wieder zu Grunde gerichtet würde. Leider sind derartige Befürchtungen nur zu sehr gerechtfertigt. § Au8 dem Kreise Alsfeld, 13. April. DaS Brot hat jetzt wieder eine bemerkenswerthe Verbilligerung erfahren; der Laib Brot, welcher seither 43 Pfennig galt, kostet jetzt 40 Pfennig. Gegen den höchsten Brotpreis des Jahres 1881, welcher damals 60 Pfennig betrug, macht daS einen Preisunterschied von 20 Pfennig per Laib auS. Jetzt erst ist der Brotpreis in ein richtiges Veihältniß zum niedrigen Getreidepreis getreten. Der Doppelcentner Korn gilt gegenwärtig 14 Mark, der Doppelcentner Gerste 14,40 Mk im Durchschnitt. A Mainz, 13. April. Die Kaiserin Friedrich hat heute Nachmittag mit dem fahrplanmäßigen Schnellzug 4 Uhr 47 Minuten ohne Aufenthalt den hiesigen Central- bahnhos passirt. Von hieraus fuhr die Kaiserin nach Frankfurt. — Der socialistische Stadtverordnete Dörr wurde heute von dem hiesigen Schöffengericht wegen Beleidigung zweier junger Mädchen zu einer Geldstrafe von 50 Mark verurteilt. Gelegentlich der vor einigen Monaten in der Stadtverordnetenversammlung ziemlich erregt geführten Debatten über die Vergebung der städtischen Stiftungen, hatte Dörr, um zu beweisen, daß die Stiftungen meistens an unwürdige Personen vergeben würden, unter-Anderen auch die als Klägerinnen aufgetretenen beiden Mädchen bezüglich ihres sittlichen Verhaltens in einem wenig günstigen Lichte geschildert. Der von Dörr vor Gericht angetretene Wahrheitsbeweis ist nach dem Urtheil des Schöffengerichtes vollständig mißglückt. kirchliche Anzeige« -er Stn-t Gietzen. Svangelifche Gemeinde. Gottesdienst. Sonntag den 16. April, Misericordias Domini: In der Stadtkirche: Vormittags 91/» Uhr: Pfarroerwalter Dr. Grein. Vormittags 11 Uhr: Militärgottesdienst. Pfarrer Schlosser. Beichte und Abendmahl für das 1. Bataillon. Nachmittags 2 Uhr: Pfarrer Dingeldey. Vorstellung und Prüfung der Confirmanden aus der Lukasgemeinde. In der Friedhofscapelle: Nachmittags 2>/r Uhr: Pfarrer Schlosser. Zugleich Christenlehre für die Neuconfirmirten au8 her Matthäusgemetnde. Kinderkirche fällt aus. Nächstkünftigen Sonntag den 23. April findet die Confir- mation der Kinder aus der Lukasgemeinde und in Verbindung damit Feier des heiligen Abendmahls statt- Die Pfarrgeschäfte besorgt jeder Pfarrer in seiner be, sonderen Gemeinde. Katholische Gemeinde. Sonntag den 16. April: Samstag: Nachmittags um 4>/, Uhr und Abends um 8 Uhr Gelegenheit zur hl. Beichte- Sonntag: Vormittags von 6 Uhr an Gelegenheit zur hl. Beichte; um 6>/i Uhr erste hl. Messe; nm 7Va Uhr Anstellung der hl. Communion; um 8‘/g Uhr zweite hl. Messe; Militär- gotteSdienst mit Predigt; um 10 Uhr Hochamt mit Predigt: Nachmittags um 2 Uhr Christenlehre; darauf sacramentaltsche Bruderschaftsandacht. Anmerkung: Am Montag fällt die erste hl. Meffe um 6'/r Uhr aus. Verkehr, Land- unö Volk-wr Schaft. — Lebensversicherung- - Gesellschaft zu Leipzig, auf Gegenseitigkeit gegründet 1830 (alte Leipziger). Es sind vom 1. Januar bis Ende März 1893 1528 Versicherungen über 10 744 900 Mk. beantragt worden. Als gestorben wurden in derselben Zeit angemeldet 194 Mitglieder, die mit 1 206 200 Mk. versichert waren. Der Ver- ficherungsbestand stellte fich Ende März 1893 auf 57 000 Personen mit 389 Millionen Mark Versicherungssumme. Bet der alten Leipziger Gesellschaft, die eine reine Gegenseitigkeitsanstalt ist, fließen alle Ueber- schüsse dm Versicherten wieder zu. Die Dividende der letzteren beträgt für die länger als 5 Jahre bestehenden Versicherungen im laufenden Jahre 42pCt. der ordentlichen JahresprSmie und bei abgekürzten Versicherungen außerdem IVrpCt. der Summe der gezahlten Zusatz- pramien, was mit Rücksicht auf anderweite Auslastungen über diesen Punkt hier ausdrücklich hervorgehoben werden mag. Würbe eine Dividende auf die Zusatzprämie nicht gezahlt, so wäre der Dtvi- bendensatz auf die ordentliche Jahresprämie noch wesentlich hoher alS 42 pCt. den schlechten Toiletteseifen, so lautete Doerings Wahl- spruch bei der Zusammensetzung seiner unvergleichlichen DoeriNgS Seife mit der Ente. Durch ihn weiß nun jeder Einsichtsvolle, wie schädlich schlechte Toiletteseife ist, wie sie die Schönheit, Zartheit und Frische der Haut unausbleiblich zerstört. Nicht aus Kalk, Thonerde, Soda, Wasserglas, Schlemmkreide, soll die gute Seife bestehen, sondern nur aus Alkalien und Fetten, und dies war seither fast durchgängig nicht der Fall, vor Allem aber nicht bei de« billigeren Sorten« Kein Wunder wenn man so vielen jüngeren Leuten mit schlaffer, welker Haut, vorzeitig gealtertem Aussehen begegnete. Doeringtz unverfälscht reine und fettreiche Seife' schützt uns vor solchen Entstellungen sicher, wenn wir sie z« unserer tagtäglichen Toilette verwenoen. Preis 40 Pfg. 170 Engros-Verkauf: Benner & Krumm, Giessen. Bekanntmachung. Der am 26. April 1884 bezw. 24. October 1889 in das Genossen- -schaftSregister unterschriebenen Gerichts eingetragene landwirthschaftliche Gon« sumverein, eingetr. Genoffenschaft mit unbeschr. Haftpflicht zu Reiskirchen, hat das Beizeichen I angenommen. Wahrung im Genossenschaftsregister ist erfolgt. Gießen, 13. April 1893. Großherzogliches Amtsgericht. Gebhardt. [3566 [3587 j Großh. Oberförsterei Schiffenberg. ----7 ! 3568 Heyer. Gnauth. Vormittags 11 Uhr Großherzagliches Amtsgericht. Gebhardt. 35671 verdungen werden. Bekanntmachung. Der am 27. Februar 1893 in das hiesige Genoffenschaftsregister eingetragene landwirthschaftliche Consum- verein, eingetr. Genoffenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht zu Reiskirchen, hat das Beizeichen II angenommen. Wahrung im Genossen- schaftSregister ist erfolgt. Gießen, 12. April 1893. im Wege des öffentlichen Angebots 'Dreirad t zu Verkäufern ' 91 3589] Ein Haufen Mist zu verkaufen c ‘ Zu erfragen in der Exp. d- Bl- [3505 Schottstraße 17. V-rdingUNg. lojrSgSÄÄÄKS Wenteifmin« Das Aus- und Abschlagen bauamte zur Einsicht offen, woselbst vom 11. b. M. in der Oberforsterer des Volksschulbades in der Lahn, i die Angebote auf dem vorgeschriebenen Schmenberg ift genehmigt. Die Abveranschlagt zu 200 Mark, sowie das Formular, welches auf dem Stadt- fuhrAeme können vom 26. d. M. an Aus- und Abschlagen der bauamte erhältlich ist, bis zum ge- bet Großh. Rentamt Gteßen m Em- Schutzgeländer daselbst für das nannten Termine verschlossen einzu-, pMg genommen werden. DteUeber- Freibad und die Pferde- reichen sind. wetsung des Holzes finbet ben 2<. b. schwemme, veranschlagt zu 80 Mk.,' Gießen, am 13. April 1893. M., Morgens 7 Uhr, statt. soll , Großherzogl. Bürgermeisterei Gießen.' Gießen, ben 13. April 1893. Mittwoch den 19. l. Mts., Todes nzeige. Frau Catharina Riegelmann Die tieftranernde Familie. 3593 i Schmerzerfüllt theileu wir Freunden und Bekannten hierdurch mit, dass unsere liebe unvergessliche Gattin, Mutter, Tochter, Schwester und Schwägerin in Folge eines schweren Brandunglücks heute Nacht um 12 Uhr sauft entschlafen ist. Um stille Theilnahme bittet Giessen, den 14. April 1893. Die Beerdigung findet Samstag den 15 d. M., Nachmittags 3 Uhr, von der alten Klinik aus statt. — E0 ■ wird von Gcfunden und Kranken am liebsten genommen. Zu haben in einzelnen ! MAGGI W- - “ - C. G. Kleinhenn, w«* THEATER 70 LOO Antonio Wallenda :i Familie Felsing 3588 GniMlihrn sslaoikr- und Gksallg-Kntmicht ertheilt Frau Mimi Balser, Westanlage 30. 152 127 58 Vorführung der ind. und afrik. Elephanten. < 61 3 1240 3582 Zur Anfertigung Königs-Reis -Stärke, Wlache, empfiehlt Emil Fischbach. ms Nedactioa: *. Scheyda. — Druck und Ikilag der Vrühl'schen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) ic Stehen Fleisch-Extract 227 190 70 ' Personen Für die uns bei unserem schweren Verluste bewiesene Theilnahme sagt herzlichen Dank LOO dreeslrte Thlere Aeisgeöolenes. Stöbt. MMHaug 3595j 300,000 Stück Backsteine können abgegeben werden. _____________Tyr. Haudach I. Am Lonntag, den 16. April: 3 Grosse Vorstellungen pricie 4 und Abende 8 Uhr. Oswalds Garten. tzeuik Zamstag, dkn 15. April, Abrnds 8 Uhr Große Gala-Gröffnungs-Vorftellung Meine Chorfiunde beginnt Donnerstag den 20 April. Preis vierteftährlich 5 Mark. Anmeldungen nehme ich bis dahin von 12—2 Uhr Mittags in meiner Wohnung entgegen.1808 Der arme Jonathan. Sonnabend den 16. April wegen Vorbereitung za Lolo* Vater geschlossen. Sonntag den 16. April: Sensationelle Novltit! Nur einmalige Aufführung! Sensationelle Novltit! Lolos Vater. Volksstack in 4 Acten von A. L'Arronge. Einlass 7Vs Uhr. Anfang 8 Uhr. In Vorbereitung: 3584 Der Mikado- Zwei glückliche Tage. Die Dlrection. Preise der Plätze: Loge mit 9 Sitzen 15 je, Loge mit 6 Sitzen 10 jl. Tin,einer Loge-Sitz 2 uk, Nummeririer Sitz 120 JL. 2. Platz 70 H, (Sollen« 40 Sinder unter 10 Jahren zahlen Kummerlittr Sitz und 2. Platz die Hälfte, a Blllete Im Vorverkauf sind von Mittags II—I Uhr an der Gasse zu haben ▼ rm Buchen-Scheit- und Prügel- ♦ Holz, ▲ rm Eichen-, Nadel-, und Aspen- ▲ Prügel, rm Buchen-, Eichen- und Nadel- X Stockholz, ♦ rm Buchen-Reisholz und + „ Eichen- und Nadelreisholz; * ferner: ▲ Eichenstümme von 12—36 cm . 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Zimmer 'sche Gutsverwaltung 1 Bekanntmachung, j Rückständige Gelder aus dem Jahre ▲ 1892 zur Fürstlichen Renteikasse zu Lich können noch bis zum .30. dS. ] MtS. ohne Kosten bezahlt werden. ▼ Lich, am 14. Slpril 1893. ♦ musikalischen Clowns GEBRÜDER BOZZA ___________________auS dem CircuS Ren,, Berlin__________ Sensationell! Sensationell! Debüt des berühmten Herkules und Kettenspreng^ers In London und Paris anerkannt als der stärkste Mann der Welt. ____________Kreiling. Bekanntmachung. Dachftock ‘bSV18^Seo i?’fd)enüßaufeI8 X Mache fpecirtt barauf aufmerksam, daß die Neuheiten, welche find sofort zu vermictben Näher?« übe? ♦ 1 * Sprach- habe, der größte CirkuS der Welt nicht bieten kann. Bedingungen und Preis ist bei der Bürger. * Täglich neue* Programm. meisteret — Zimmer Nr 15 — zu er« NB. Witterung bat keinen Einstuß, indem der CircuS und das Theater tragen , ▼ vor jedem Unwetter geschützt find. Gießen, 12. April 1893. droßh. Büraermetsterei Gießen. Gnauth Alle Rechnungen, welche über ▲ die zur laufenden Unterhaltung der ▲ städtischen Gebäude und Straßen im Rechnungsjahr 1892/93 ausgeführten ▼ Arbeiten noch rückständig sind, müssen ♦ bis längstens den 15. Mai l. I. + auf dem Ttadtbauamte in ▲ doppelter Ausfertigung eingereicht wer- ▲ den, bei Vermeidung der Nichtberücksichtigung. ▼ Gießen, den 13. April 1893. ♦ Großh. Bürgermeisterei Gießen. + _____Gnauth._____8586 ▲ Holzversteigerung | im Winnerröder Wald. ♦ künftigen Donnerstag den * !80. April 1S93 sollen in den ▲ Districten Eichköpfel, Eichwald, Neu- ' Hof und Langebuchen versteigert wer- V den: ♦ CIRCUS und Nc,,*£Äater| SerrÄ-S’ulfd) (Direotion: Frlte Baars). s auf Anfang Mai gesucht Heute Freitag, 14. April: b*"’ “ — . Novität! Operetten-Novität! Novität! Siknemüchtttliettin Gießen und Lmgegend. । Versammlung I Tagesordnung: Rechnungsvorlage, wichtige BereinSangelegenheiten. Vollzähliges Erscheinen dringend erwünscht.Der Vorstand. Mr. MARTIN alS ftautschuckmann, analomischeS Rätbsel, medizinisches Wunder. IJorfötjrcn non schotiländischkn Ponys und allen erdenklichen dresstrten HauSthieren. ES ladet ergebens! ein [3583 Antonio Wallenda, Director. ? Freibank. [3546 X Atric ! Der Lhlerpark 16 von Morgen» 9 Uhr ad gegen ein ? Heute und Montaa Y aVlö. Gntree von 20 Pfennig zu sehen. d ♦ Binder und Militär ohne Charge 10 iV'CIf f lll JlClf ♦ Es Ri bft dorlselbst nach jeder Vorstellung ktzüiternng der Dhiere statt. ▲ nicht ladenrein, per Pfd. 50 Pi.,. ^‘*******'‘‘ Acldbränd^ 36781 Düchltgen Gesellen sucht Schreinermstr. SonsWoer, Krofdorf. Südlitl bi< aud) Hau »ar b. mtt be- forat, sucht Stelle, auch zur «"»Hülse. |3 77 Wettrrgaste 3 ■T* •toBeee erhält Jeder Überallhin umsonst FordereperPoftkatteStell n-Au». wähl. Courier, Berlin-Weftend 2. 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