Nr. 13 Erstes Blatt Sonntag 15 Januar 1893 ‘uckerei 17. mählungs-Anzejgen, itsches l-Witut ndenplatz 1, ftta. omS.^iwt Ä>K W t tifit» PavirrdlumtN nM >rMMk btritlbe-n tn mttitfl tat), narbinst ein r Damn 1.50 *. für M WM 8-12W'"”^| | DomW In H*«*“ Detletbtn K-rnbach ■wtfSSSS* SZS»!-Ä sKAr:- rrgrAs $iiM pectieft^i>^ ch 7 Zimmer rebft LA Rat, aut Verlangen auchM Ä3Äi^ eigen_____'T'nlnitiuT \U w® ^SZW MvlW Masken-*•'■ und Der OUtzener An,etger erscheint täglich, mit Ausnahme deS Montags. Die Gießener Mamtktenb tLtter ««den dem Anzeig« «Schentlich dreimal deigelegt. Gießener Anzeiger Henerat-Mzeiger. Vierteljähriger AöonnementrpreiA» 2 Mark 20 Pfg. mtt Bringerlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Lxpeditio» und Druckerei: Kchutstratze Ar.I« Fernsprecher 5L und Anzeis«blatt für den Nreis Gieren chratisöeikage: chießener KamikienKtätter. Feuilleton er, in den ersten zu thun, aber zu- die die „Was immer Du willst, Vater. . lallen, wer die Infamie mit meinem Pferde beging. „Ach, liebe Bella, es kommt doch nichts dabet heraus und macht nur böses Blut." Draußen begann die rauschende Musik- Stücken hatte die schöne Benefiziantlu nichts Cürafsiere für heute Abend anzunehmen. Sie fuhr empor, todtenbleich vor Entrüstung. „Und Du wagst es selbst, mir diese Beleidigung zumuthen, Vater? Nein, ich bin keine Theaterdame, sich von ihren Liebhabern fetteten läßt. Ich kenne ja Irrwege. Novelle von F. von Pückler. (11. Fortsetzung.) Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. „Donna Bella!" Gleich darauf erschien die Tochter des Directors aber- mals, um einen in Freiheit dressirten Hengst einzuführen, sie trug dasselbe schwarze Sammetgewand, nur hatte sie den Hut abgelegt, daß man das wundervolle Goldhaar, in dem nur eine Granatspange funkelte, sehen konnte. „Mit welcher Arroganz diese Reiterprinzessin auftritt," zischelte Gerta, „ich wette, das Haar ist mindestens zur Hälfte falsch." Prinz Arloff hörte die boshaften Worte kaum, er verfolgte jede Bewegung des Pferdes und der Dame, sein Herz zuckte schmerzhaft, als er zwischen den Spitzen des hoch htnaufgehenden Stuartkragens einen feuerrothen Streifen auf dem schneeigen Hals bemerkte- er rührte zweifellos von den Peitschen her, die in der Probe auch die Retterin getroffen. , . v Arme Donna Bella! Welch ein stilles Weh lag in den wunderschönen blauen Augen. Wie mußten sie erst bezaubern und berauschen können, wenn sie in Glück und Liebe strahlten. Liebe! Ob sie wohl die Liebe schon kannten? Auf den Hinterfüßen tänzelnd, schritt der Hengst rückwärts aus der Manege und Donna Bella folgte ihm, sich immer von Neuem verneigend- diesmal hatte sie nicht nach Arloff g»sehen. (Fortsetzung folgt.) Herren kaum." „Aber, Bella, sei doch vernünftig." „Wenn der Bogen zu straff gespannt ist, zerreißt Vater! Du hast von mir verlangt, ich sollte Dich aus pecuniären Unannehmlichkeiten reißen- ich that es und machte Dein Handwerk auch zu meinem Beruf, aber mehr darfst Du nicht von mir verlangen! Mögen die übrigen Circusreiterinnen sich einladen lassen, ich nicht." „Und was soll ich — den Herren —z Tagen?" frug Bolkert lallend, „es thut mir — so leid." Wieder hatte jener rätselhafte heiße Blick beim Vorbeiretten den Prinzen getroffen, daß es ihn wie em electrischer Strom durchzuckte- er hörte nicht mehr das spottende, seichte Geplauder der Braut, nicht den frenetischen Jubelsturm der Menge • er sah nur Donna Bellas blaue, schwermüthige Augen,'das gelöste Goldhaar wie heute früh um ihr gerötheteS Antlitz wallen - und plötzlich legte er wie im Schwindel die Hand vor die Augen. Er hatte in einen Abgrund ge- sehen, an dessen Rande er stand. Auf seinem Herzen lag jene Rose, um die sie heute Morgen gekämpft, immer tiefer grub sie sich hinein, immer heller flammte ein Name darin. Sie erröthete vor Zorn. „Nun gut, wenn es nicht untersucht wird, trete ich acht Tage lang nicht auf. Verstehst Du mich, Vater?" „Ja doch, Liebchen, gewiß — sei nur nicht böse! Gleich morgen will ich nachfragen." „Mein Verdacht trifft Mr. Prince. Wenn er es war, dann verlange ich, daß er geht, sonst begebe ich mich wieder in Onkel Waldsteins Schutz." „O, Bella, nein, das wirst Du mir nicht anthun, mich wieder zu verlassen. Deine Erfolge retten mein Leben. „Nun gut, so entlasse den Jongleur. Ach, das war mein Zeichen, ich muß hinaus." v Ein nicht enden wollender Jubel empfing die schöne Benefiziantin, als sie inmitten ihrer beiden Gefährtinnen hoch zu Roß in der Manege erschien, an der linken Schulter eine rothe Rose, um welche gekämpft werden sollte. Eine ähnliche Blume ruhte auf der Brust des schönen Cürassieroffiziers, welcher ernst und tief nachdenklich Donna Bella entgegendlickte, als sie soeben an ihm vorübersprengte, sie war dunkelroth geworden. Zur Seite des Prinzen saß Gräfin Gerta Rhonau und ihre Mutter- sie hob das Glas ans Auge und sagte nach- lässig: „Ach, nun erkenne ich die Person dort im schwarzem Sammetgewand. Sie wurde in demselben Institut wie ich erzogen- es geht in solchen Pensionaten oft sehr gemischt zu." „Ich hörte, Fräulein Volkert sei von Herrn von Waldslein erzogen worden." „Ah, jawohl, ihre Mutter war einst seine Braut und ging später mit einem Kunstreiter durch. Hm, mir war das Mädchen stets widerwärtig. Sieh nur, Curt, diese Wildheit, mit der sie das Pferd herumwirft." „Die Dame rettet ganz vorzüglich, diese Eleganz der Bewegungen, das sichere und doch reservirte Wesen find unnachahmlich." Derrtfcher Reichstag. 20. Sitzung. Freitag, 13. Januar 1893. Auf der Tagesordnung steht dte NothstandSinterpellation. Abg. Barth (dfr.) bespricht zunächst ausführlich t»e SSWWM liip^iSbriac Deficit des preußischen Etats und prophezeit schwere W sür sÄnb/wenn I. fottgwtoWet würde. Die WÄation aeeanlab. mich ,u d» Ä' Äung«' ssih.*»«S LhSrben finb den socialistischen Führern gegenüber zu nachsichtig. Die Verhältnisse haben sich trotz der neuesten Gesetzgebung nicht ver- ?e f«t Dtt Reaier^g muß aufS Schärfste vorgehen, um Kata- ftrophen vörzubeugen. 30000 Mann können nur mitttäiisch behandelt Dfäbler (natltb.), ehemaliger Bergwerksdirector, be- wärttgen SttÄ ^Dt^Bergwe^ stets wohlwollend auf die Handelskammerberichte und die Berichte der und geht bann auf den Strike im Saarrevier über, der mit Unrecht Sra -r h-benichid°°Bestehen tzttz Nrnhstandes,* sondern die Nothwendigkett eines außerordentlichen Eingreifens des Staates bestrittem Fortsetzung der Berathung Samstag 1 Uhr. _______ Ueuefk Nachr^chto«*» Wolffs telegraphisches Eorrespondenz-Bureau. Berlin, 13. Januar. Der Kaiser ist Dormittags lQi/o Uhr von Karlsruhe zurückgekehrt und begab sich vom Bahnhofe alsbald ins Reichskanzlerpalais, wo er längere Zett mit Caprivi conferirte. „ Beilin, 13. Januar. Amtlich. Vom 11.—13. Januar Mittags wurden in Hamburg zwei Cholera- Erkrankung e n gemeldet. _ , . Dortmund, 13. Januar. Da das Verbot, auf der Hobertsburg eine Versammlung für Dortmund und desfen Umgegend abzuhalten, wegen des kurzen Zettraumes wenig bekannt geworden war, kamen heute Nachmittag etwa dreitausend Bergleute mit der Eisenbahn und zu Fuß nach der Hobertsburg gezogen. In Folge der Aufforderung der Polizei, auseinanderzugehen, kehrte die Menge unter Hurrahrufen nach der Stadt zurück und zog auf den Steinplatz, auf welchem sie sich, ebenso wie auf den umliegenden Straßen, sestzusetzen uchtc. Die Polizei schritt wiederholt ein und veranlaßte die Menge, auseinanderzugehen. Einzelne Personen wurden verhaftet. Zur Aufrechterhaltung der Ruhe ist eine starke Polizeimacht aufgeboten. Paris, 13. Januar. Die Vorstände der republikanischen Staatsgruppen sprachen Ridot ihre Beruhigung über die Menge der gegen Carnot in Umlauf gesetzten Verlaum- düngen aus und versicherten Ribot ihrer thatkrästigen Unterstützung, dies zu verhindern. — Es verlautet, die gerichtliche Untersuchung wider Baihaut sei nahezu beendet- der Prozeß gegen denselben würde als besonderer noch vor demjenigen gegen die Derwaltungsrälhe der Panama-Gesellschaft zur Ab- urtheilung gelangen. ~ Newyork, 13. Januar. Dem „Sun wird über San Franzisco aus Car ton (China) gemeldet daß Anfang De- cember eine Räuberbande daß Dorf Kali tm Gebiete von Schinhiny Überfällen, den Priestern mehrere tau,end Tals erpreßt und dann einen großen Schuppen vor dem Tempel, wo die Bevölkerung ein Fest feierte, angezündet habe. In der Feuersbrunst seien 1400 Personen umgekommen- im Ganzen habe es bei dem Ucberfalle 1940 Tcdte und Vermißte gegeben. Depeschen des Bureau „Herold". Berlin, 14. Januar. In der gestrigen Sitzung der Militärcommission widersprach Richter den Ausführungen Caprivis über die politische Lage Deutschlands und stellte die Amtlicher Theil. Gefunden: Pückhüken 2 P°rt-m°nnai-s mit Inhalt 1 Brille, 1 Muff, 1 Glacehandschuh, 1 Faß' Ä 1 F°nsL°n, 1 Schrauben,chlüsi-l 1 Sack mit Inhalt 1 Zange, 1 Manschettenknopf, 1 Schraubenzieher, 1 Pferdedecke, 1 Spazierstock, 1 Trauring, 1 Uhrkelte, 1 Hundc- maulkorb und 1 Aussetzer (Bohle). Zugelaufen: 1 brauner Hühnerhund. Uugeflo gen: 1 Taube. Lage des deutschen Heeres gegenüber der der französischen und russischen Armeen als durchaus günstig dar. Die Regierung verlange 60,000 Mann Rekruten, die zugestandene Mehraushebung tm Rahmen der zweijährigen Dienstzeit betrage 40,000 Mann. Wenn die Regierung damit nicht zufrieden sei, drohe ein politischer Confllct. S^r. ö- ®tumm ist für die Vorlage ihrem ganzen Inhalte nach - behufs Kostendeckung empfiehlt er das Tabakmonopol. Bebel ist gegen Die Vorlage. Reichskanzler Graf v. Caprivi gibt^zu, die politische Lage sei nicht ungünstiger als in 1890. Die Polkswehr erklärt der Reichskanzler sür zu theuer. Seme Aeußerungen bezüglich Rußlands stellt er richtig. Die Presse habe die- selben vielfach mißverstanden. . M Berlin, 14. Januar, lieber den deutsch-russi chen Handelsvertrag dauert der Meinungsaustausch beider Regierungen fort. Nach den kürzlich hier eingetroffenen Aus- laffungen Rußlands scheint es, als ob hiernach ernst ichere Abschluß-Absichten vorhanden wären. Trotz alledem scheint es fraglich, ob der Vertrag zu Stande kommt. Esten, 13. Januar. Die Zahl der Strikenden bet der heutigen Morgenschicht hat im ganzen Kohlenrevier um etwa 4000 abgenommen. Heute Morgen sand auf Zeche Prosper" ein Zusammenstoß zwischen Strikenden und an- fahrenden Bergleuten statt, wobei 13 Verhaftungen vor- genommen wurden. ,. ,, , Esten, 13. Januar. Soeben sind aus Gelsenkirch en sechs Bergleute hier eingebracht worden, die sich an den dortigen Unruhen beteiligt haben. In der Wohnung eines der Verhafteten wurden mehrere Dynamitpatronen gefunden. Esten, 13. Januar. Bis heute Mittag strikten 21,300 Bergleute im Essener Revier - die Zahl der Ausständigen hat daselbst abgenommen. Esten, 13. Januar. Neu ausständig sind die Zechen „Lothringen", „Gottes Segen", „Prosper", „Neu-Iserlohn „Graf Schwerin", „Freiberg", „Charlottenburg , „Schür- bQnf Dortmund,°13.^ Januar. „Trernonia", „Westsalia" und Kaiserstuhl" sind heute vollständig abgefahren, "Louise" und „Glückauf" größteniheils, auf „Schürbank , "Freiberg" und „Freivogel" sind zusammen 330 ausständig. Drei Agitatoren wurden verhaftet. Alles ist ruhig. Bochum, 13. Januar. Im hiesigen Bezirk ist Alles ° " 9 St° Johann a. d. S., 13. Januar. Trotzdem die gestrige Versammlung in Bildstock zum Ausharren aufmunterte, sind heute wieder 2547 Mann mehr angefahren. nahende Schritte ließen sie aus ihrem Sinnen emporfahren. Ich bin es, Kind," sagte Constantin Volkert emtretenb, „wir "haben noch zehn Minuten Zeit, um etwas miteinander zu besprechen." „Und das wäre, mein Vater? DeS jungen Mädchens Antlitz verdüsterte sich, als sie das Schwanken des Directors sah, als sie hörte, tote er lallend die Worte hervorstieß: „Ich habe soeben einen Carton zurückgesandt, in welchem eine rothe Atlasrobe lag; meine Gründe darüber kennst Du, ich weiche nicht von denselben. Hm, hm, thut mir leid, Bella, Dich nach wie vor so schroff zu finden, aber Du wirst wohl eine Concession machen, wenn ich Dich bitte — hm — eine Soupereinladung der Herren Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für dm folgend« Tag erscheinenden Nummer bis Borm. 10 Uhr. Hast Du untersuchen I „Ah, Du wirst ganz -nthusiastisch. Wirklich, sie gi-bt kcrde beaina." I di- Schleis- nicht h-r! J-tz . pr-ngt sw hmaus. Wien, 13. Januar. Wie das „Wiener Tagebl." schreibt, besteht zwischen Rußland und Frankreich seit November 1892 folgende Convention: Im Falle eines Angriffs der« pflichtet sich der direct Angegriffene, 600,000 Mann binnen sechs Wochen aufzustellen und innerhalb weiterer drei Wochen wieder 600,000 Mann. Beide Mächte verpflichten sich, nicht einseitig den Frieden zu schließen. Wien, 13. Januar. Die socialistischen Vertrauensmänner der neuen österreichischen Provinzen beschlossen hier, angesichts der politischen Rechtlougkeit der Arbeiter in Oesterreich, die Beibehaltung der Maifeier. Paris, 13. Januar. Caprivis Erklärungen in der Militärcommission machten hier den tiefsten Eindruck. Die Morgenblätter proteftirten größtentheils gegen die An- spielungen über die Möglichkeit einer Dictatur in Frankreich. Paris, 14. Januar. Die Umgebung Carnots erklärt, bevor dieser zurückirete, werde die Auflösung der Kammer versucht. Paris, 14. Januar. In den Couloirs der Kammer wird offen behauptet, der frühere italienische Botschafter Menabrea habe durch Frehcinet die bekannten 500,000 Francs Panamagelder erhalten. Pari», 14. Januar. In der gestrigen Verhandlung des Panama-Prozesses sagte Charles de Leffeps aus, Arthur Meyer vom „Gaulois" habe persönlich 10,000 Francs Panamagelder erhalten, Reinach empfing 30 Millionen zur Bestechungs-Campagne. — Der Prozeß hat mit den Vernehmungen abgeschlossen. Die Reden des Staatsanwalts und der Verthcidiger dürften in den nächsten Tagen beendet sein. Cocalt* ttttfc provinzieller. Gietzen, 14. Janüar 1893. -r. DaS 16. Stiftungsfest der Ruder Gesellschaft am vergangenen Donnerstag nahm einen in jeder Hinsicht gelungenen, theilweise glänzenden Verlauf. Schon geraumer Zeit vor Beginn war der mit Tannenbäumen, Guirlanden, Wappen und Sportemblemen decorirte Stein'sche Saalbau dicht besetzt und für die nach 8 Uhr eintreffenden Gäste war die „Platzfrage" eine überaus schwierige. Die Concertstücke, unter persönlicher Leitung des Herrn Musikdirector Krauße, waren vorzüglich gewählt und aufs feinste vorgetragen. Frau Mimi Balser Land mann, bei ihrem Auftreten schon aufs lebhafteste begrüßt, erntete reichen und wohlverdienten Applaus für den durch ihre herrlichen Liedervorträge gebotenen Kunstgenuß. Den „Glanzpunkt" des Abends im wahren Sinne des Wortes bot jedoch das Festspiel „Im Reiche des Wassers", eine herrliche Dichtung von Johanna Baltz, mit seiner ans Wunderbare grenzenden Jnscenirung durch den altbewährten Meister Herrn Louis Petri III. Es ist kaum erklärlich, wie Herr Petri es fertig bringen konnte, in dem beschränkten Rahmen der Stein'schen Bühne derartig farbenprächtige, ideenreiche und effectvolle Bilder in überraschender Abwechslung zu Stande zu bringen. Die mitwirkenden Damen trugen durch ihre lieblichen Erscheinungen in prächtigen Costümen allerdings viel zum Gelingen der Bilder bei. Eine eingehende Beschreibung der Aufführungen würde an dieser Stelle viel zu weit führen- nur der Frankfurter Künstlerin Fräulein Hartwig, durch ihre mehrmalige Mitwirkung bei den Aufführungen des hiesigen Theater-Vereins bereits aufs vortheilhafteste bekannt, gebührt für ihre wahrhaft künstlerische Durchführung der Rolle der „Undine" das höchste Lob, und zwar dcßhalb um so meljr, weil die Dame erst wenige Tage vor dem Feste als Ersatz für ihre erkrankte Collegin, Fräulein Wendorf, die betr. Rolle übernommen hatte. — Der nach Erledigung des Programms beginnende und am frühen Morgen noch eine den Saal füllende Tanzcolonne aufweisende Ball beschloß in schönster Weise das 16. Stiftungsfest der Ruder Gesellschaft. K. Theater. Das „Schützens? st" schien verschneit am gestrigen Abend, machte sich doch eine gähnende Leere im Zuschauerraume bemerkbar. Eigentlich ganz mit Unrecht und zwar in zweierlei Hinsicht. Denn die Derfaffer Misch und Jakoby führen unö in ihrem Schwanke ein Stück aus dem Leben vor, wie es humorvoller kaum gedacht werden kann. Mit glücklicher Hand zeichnen sie, wie die beiden Ehemänner Sonnenfeld und Engelbert, die sonst immer gebunden sind durch die engen Verhältnisse der Kleinstadt, sich freuen, um bei Gelegenheit des Schützenfestes einmal tüchtig über die Stränge schlagen zu können. Doch die Strafe folgt der verbotenen Freude auf dem Fuße, denn beiden vergnügungssüchtigen Gatten heften sich ihre Frauen als Rächerinnen an die Sohlen und während die eine durch ihr liebliches Schmollen den untreuen Gemahl zur Pflicht zurückführt, weiß die andere durch ihr energisches Auftreten den '„Casanova von einem Manne" sich wiederum unterthänig zu machen. — Schon des lustigen Stückes halber also hätten wir ein besserbesetztes Hauö erwartet, umsomehr jedoch war dies unser Wunsch, als Herr Stückel sein Benefiz gestern Abend hatte. Kein Wunder, wenn unter diesen Umständen der Benefiziant nicht in die rechte Situation kam. Wenn gleich Herr Stückel sich die größte Mühe gab, dies zu verbergen, eine gewisse Verstimmung machte sich bei ihm immer bemerkbar, und fürwahr, wir sind die letzten, die ihm daS am gestrigen Abend übel nahmen. Von den übrigen Mitwirkenden erwähnen wir nur Herrn Martiensen, der alS Sommerfeld vorzüglich war, sowie Herrn Director Reinerö „Lämmel" und Herrn Rupp „Krause", die sehr gefielen. Die Damen Frau Director Reinerö „Clara", Fräulein und Frau Copp 4 „Charlotte" und „Ernestine", Frl. Märker „Bertha" und Frl. Kroll „Grcthchen" boten ebenfalls ihr Bestes, so daß die Kritik mit der Wiedergabe des Stückes wenigstens ganz zufrieden sein kann. — Verhaftet wurde gestern ein fremder Reisender wegen Vergehens gegen § 175 des Str. G.-B. — Das Panorama in der Bahnhofstraße 23 wird von heute ab wieder eine ganz neu angefertigte Serie, welche überhaupt erst zum ersten Mal zur Ausstellung gelangt, zur Ansicht bringen, nämlich eine romantische Reise durch das herrliche Moselthal, mit seinen Städten, Dörfern, Burgen, Kirchen und Klöstern rc. Diese Serie soll, wie uns versichert wird, wieder einen wunderbaren Anblick bieten. — Eine neue Erfindung zur vollständigen Ausnutzung der Heilkraft der Steinkohle. Bekanntlich befinden sich unsere sämmtlichen Heizungsanlagen noch in einem sehr unvollkommenen Zustande, denn eS entweicht bei denselben nicht nur zur Unzeit durch den Schlot ein großer Theil der erzeugten Wärme, sondern, zumal bei der Kohlenfeuerung auch ein großer Theil des Heizungsmaterials iu Form von Rauch. An der Berliner Börse waren nun neulich Gerüchte über ein Patent zur Verwerthung des Kohlenrauches in Umlauf. Es handelt sich nach der „N. Z." um ein Patent nicht zur Verwerthung des Rauches, sondern um ein solches auf eine neue Keffel- seuerungsmethode, wodurch angeblich eine erheblich höhere Ausnutzung der Heizkraft der Steinkohle erzielt wird. Bei den befferen Kohlensorten soll sich eine Ersparniß bis zu 70 pCt., bei minderwerthigen eine solche bis zu 50 pCt. ergeben haben. Die Kohle soll annähernd rauchfrei verbrennen. Die Bestätigung der neuen Erfindung muß natürlich abgewartet werden. □ Vom Vogelsberg, 13. Januar. Die Kälte erreichte in der verflossenen Nacht einen ganz ungewöhnlichen hohen Grad, das Thermometer sank auf minus 16 Grad R. Diese sibirische Kälte hält auch heute am Tage an, daS Thermometer zeigt noch um 12 Uhr Mittags 11 Grad unter Null nach R. Die Fenster in den Wohnstuben sind trotz des verdoppelten Einheizens der Oefen bis oben hin mit Eis bedeckt. Die Ohm ist zugefroren und in den Mühlgräben ist der Wasserstand ein sehr schwacher. Die Arbeit im Freie« ist theilweise eingestellt, die nicht eingestellte, wie das Holzmachen im Walde, sehr erschwert. Auch letztere dürfte bei der heutigen Kälte eingestellt werde«. Viele Brunnen sind unbrauchbar geworden, indem die Pumpen eingefroren sind. Auch werden vielfache Sprünge und Risse gußeisener Pumpen gemeldet. Die Vögel befinden sich in größter Noth, da neben der grimmigen Kälte noch 1 Fuß hoher Schnee ihnen alle Nahrung verstopft. Die Raben und Krähen kommen in die Ortschaften und spazieren auf den Ortftraßen umher oder sitzen auf den Miststätten, überall nach dem mangelnden Futter suchend. Die kleinen Standvögel, wie Meisen, Buch-, Tannenfinken, Goldammern und Sperlinge sind so kirr und zutraulich, daß sie vor den Fenstern sitzen und sich in nächste Nähe der Menschen wagen. Das sind die Zeichen des Hungers, der die armen Vöglein plagt. Man errichte darum überall Futterplätze und suche die Vögel vor Hunger und Tod zu schützen. Auch das Wild, namentlich die Rebhühner, befinden sich in einem Noth- stand bei solcher Witterung. Den Rebhühnern sind ihre Futterstellen, die Waffergräben, zugefroren. Vom Hunger ermattet, fallen sie jetzt sehr leicht dem Raubzeug zur Beute. Der einsichtsvolle Jäger wird darum die Mühe jetzt nicht scheuen, an geeigneten Stellen im Felde die Rebhühner zu füttern. Der Lohn bleibt nicht aus. — Für die Saat ist es von größtem Nutzen, daß sie eine ausreichende Schnee decke schützt, andernfalls würde ihr durch die gegenwärtige Kälte zweifellos großer Schaden zugefiigt werden. Engelrod, 10. Januar. Von hier wurde als Seltenheit mitgetheilt, daß jn Ilbeshausen ein 3jähriges Mutterschwein von 474 Pfund geschlachtet worden sei. Der hiesige Landwirth K. Ludwig schlachtete heute ein gleichalteriges Mutterschwein, welches lebend 6 53 Pfund wog. Es erreichte ein Schlachtgewicht von 521 Pfund und maß vom Rüssel bis zur Schwanzwurzel 2 m 16 cm. Gewiß ein Curiosum, das seines Gleichen sucht. Darmstadt, 12. Januar. Der Abg. Jöckel hat bei der Zweiten Kammer einen Antrag betr. das Verbot des Besuchs der Wirthshäuser und Tanzbelustigungen seitens der Schüler der Volks- und Fortbildungsschulen eingebracht. Zur Begründung des Antrags wird ausgesührt, daß die zunehmende Verrohung der Jugend hauptsächlich ihren Grund in dem allzu frühen Besuch der Wirthshäuser und Tanzbelustigungen seitens derselben habe. Dieser traurigen Erscheinung mit ihren beklagenswerthen Folgen in religiöser, sittlicher und socialer Beziehung müsse die Regierung nach dem Vorgänge anderer Staaten z. B. Württembergs und Bayerns, mit geeigneten Maßnahmen entgegentreten. Die seither bestehenden Bestimmungen hätten sich nach allgemeiner Erfahrung als vollständig unzureichend erwiesen. Der Antragsteller beantragt hiernach, die Kammer wolle Großh. Regierung ersuchen, für das ganze Land eine gleichheitliche Bestimmung und bezw. Regelung des Verbots des Besuchs von Wirthshäusern und Tanzbelustigungen seitens der Schüler der Volks- und Fortbildungsschule, sei eS auf dem Wege des Gesetzes oder der Verordnung, herbeizuführen. Darmstadt, 12. Januar. Ein seltenes Jagd-Abcn- teuer begegnete l. „D. T." vor Kurzem einem in der Nähe stationierten Förster. Derselbe fand früh Morgens bei seinem Rundgang im Walde die Fährte eines fremden großen ThiereS und kam bei genauerer Untersuchung zu dem Resultat, daß eS die Fährte eines irgendwo entsprungenen Bären sein müffle. Bei der sofort mit größter Vorsicht und entsprechender Bewaffnung aufgenommenen Verfolgung stellte der Förster das Wild in Gestalt eines in tiefem Schnee barfuß spazierenden — KneippianerS. Darmstadt, 14. Januar. (Privatdepesche.) Im Jagdschloß Kranich stein ist heute Vormittag 9 Uhr Feuer auSgebrochen. Die Garnison und die Feuerwehr wurden alarmirt. Der Großherzog mit Prinzeß Alix eilten zur Brandstelle. DaS Feuer wurde auf seinen Herd beschränkt. Erbach, 11. Januar. Der bei dem jüngsten Brande im gräflichen Schlosse verunglückte Feuerwehrmann, welcher bei den Rettungsarbeiten durch Einsturz der Decke in die Flammen fiel, ans denen er nur mit größter Mühe und auf eindringliche Bitten deS Grasen unter Aussetzung einer hohen Belohnung herausgeschafft wurde, ist seinen fürchterliche» Wunden heute erlegen. △ Mainz, 13. Januar. Die zum Schluß deS vergangenen Jahres stattgehabtcn ErgänzungSwahlen zu der hiesigen Stadtverordnetenversammlung haben jetzt endlich ihre Gültigkeit gesunden, indem der bei dem ProvinzialauSschuß gegen die Wahlen erhobene Protest heute von demselben ab« schläglich beschieden wurde. — Seit gestern Abend geht der Rshein wieder sehr mit EiS. Platten von der halben Strombreite, um welche sich die Trajectboote mühsam einen Weg suchen, treiben ununterbrochen vorüber. An zwei Durchlässen der Eisenbahnbrücke hatte sich, in verflossener Nacht das Eis feftgestellt, gegen Morgen wurde dasselbe aber wieder von der Strömung fortgerifflen. Die scharfen Eisbrecher an den Strompfeilern der Straßenbrücke zertrümmern zum großen Theil die riesigen EiSplatten, ansonst sie sich in dem rechtseitigen Stromarme, zwischen der Pettröaue und dem Kasteler Ufer schon lange festgesetzt hätten. Gegen 6 Uhr heute Morgen waren an dem Rhein hier zwischen 13 und 14 Grade (R.) Kälte. Gegen Abend hatte die Kälte etwas nachgelassen und trat leichter Schneefall ein. Mainz, 13. Januar. Die Sonntagsruhe beschäftigte dieser Tage daS hiesige Schöffengericht. Ein Barbier hatte nach 2 Uhr noch eine Anzahl Kunden bei verschossener Thür rafirt und deshalb einen Strafbefehl zugestellt erhalten. Aus feinen Einspruch fällte das Gericht ein freisprechendes Er kenntniß, da die vor 2 Uhr anwesenden Kunden Anspruch darauf hatten, rafirt zu werden. Mainz, 13. Januar. ES machen sich Bestrebungen geltend, mit Rücksicht auf daS mögliche Wicdererscheinen der Cholera das deutsche BundeSschießen in diesem Jahre hier nicht stattfinden zu lassen. WormS, 13. Januar. Der Eisgang auf dem Rhein hat so zugenommen, daß von heute Nachmittag 5 Uhr ab bis auf Weiteres jeder Verkehr auf dem linken und rechten Rheinufer unterbrochen fein wird. Bis dahin fährt nur noch daS Personen befördernde Trajektboot. Die Kälte nimmt immer mehr zu. ———. Gedenket bet Soglein im Schnee! Der Frost und Hunger thun »eh. Bewahret Fener und Licht, Tamil fein Schaben geschieht! Beim Ei» vergeht baS Sirenen nicht. Sonst kommt Ihr vor bas Strafgericht! ' Vermißtes. ♦ Wie uns mitgetheilt wird, wurde der Nähmaschinen- und Fahrräber-Fabrik von Adam Opel, Rüsselsheim a. Main auf der Internationalen Ausstellung der Acadtimio Universelle für Wissenschaften und Industrie in Brüfflel-St.-GilleS für ausgestellte Fahrräder die große goldene Medaille nebst Ehren di plom, die höchste Auszeichnung, die überhaupt ertheilt wurde, zuerkannt, was gewiß der beste Beweis für die Vorzüglichkeit dieses Fabrikats sein dürfte. * München, 13. Januar. Heule Morgen wurde in der Sendlingerstraße ein älterer Mann erstarrt und bewußtlos ausgefunden und verstarb im Krankenhause ohne Wiedererlangung deS Bewußtseins. * Amberg. 13. Januar. Der „Ambg. VolkSztg." zufolge herrschte heute Morgen 9 Uhr im Weichbilde von Amberg eine Kälte von 34 Grad Celsius. Einige Handwerksburschen sollen erfroren sein. * Neustadt a. H., 13. Januar. Gestern Nacht gegen lll/z Uhr ereignete sich in der Schreinerei des Striebinger- scheu MöbellagerS eine Explosion, deren Ursache bis jetzt noch nicht bekannt ist. Die beiden Brüder Striebinger befanden sich in dem Gebäude, welches vollständig zusammenstürzte und im Augenblick in Flammen stand. Der eine der Brüder vermochte sich, wenn auch schwer verletzt, zu retten, der andere wurde unter den Trümmern begraben und heute früh, vollständig verkohlt, von der Feuerwehr aufgefunden. Die hier herrschende Kälte erschwerte sehr die Rettungsarbeiten. * Frankfurt a. b. O., 11. Januar. Auf eigenartige Weise kam der hiesige verheirathete Kaufmann Meysohn umö Leben. Derselbe befand sich auf einer Treibjagd und wollte einen Graben überschreiten. Er reichte sein Gewehr, die Läufe gegen sich gerichtet, einem jenseits beS Grabens stehenden Treiber, damit dieser ihm dehülflich sei. Dabei entlud sich daS Gewehr, die volle Schrotladung ging dem Unglücklichen in die Brust und verletzte ihn so schwer, daß er nach wenigen Stunden seinen Geist aufgab. ♦ Duren, 12. Januar. Die Stadtverordneten bewilligten für Beschäftigung von Arbeitslosen, deren wir hier über 100 haben, die Summe von 6000 Mark. ♦ Magdeburg, 11. Januar. DaS hiesige Schwurgericht hatte am 29. September v. I. den 22jährigcn, wiederholt bestraften Kaufmann Hermann Knabe von hier zum Tode verurtheilt, weil er am 3. Juni 1892 den Conditor Otto Witte Hierselbst mit Beilhieben erschlagen und dann beraubt hatte. Der Serurtbeilte legte hieraus Revision ein, bas Reichsgericht hob daS Unheil wegen eines Formfehlers auf und wies bie Sache an bas hiesige Schwurgericht zurück. Nach auS gebehnter Vcrhanblung ist nun Knabe gestern wieder wegen Mordes zum Tobe unb wegen Diebstahls zu zwei Jahren Gefängniß veruNheilt worben. * Karlsruhe, 13. Januar. Wegen Eisganges wurde heute die Eifenbahnfchiffbrückc bei Maxau abgefahren. Der Verkehr mit der Pfalz wirb durch eine Fähre aufrecht erhalten. Desgleichen wurden die Rheinschiffbrücken bei Freisten unb PlittcrSbors abgefahren; ber Verkehr wirb durch Nothfährcn vermittelt. * Wiesbaden, 13. Januar. 90,000 Mk. wurden für im Schnee ' thllu «eh. b Licht, i schicht'. Irenen M, ii Stra^mcht'. ter. wurde der Nhvaschmtll' ptl, Rüsselsheim a. Main g der Academie Univer- trie in Brüssel-St.-GilleS fee goldene a§ grwife der beste Beweis ht6 \em dürste. itute Morgen wurde in btt ann erstarrt und be- berstarb im Krankenhause seins. „Ambg.Volksztg." zugige Weichbilde von Amberg jus. Einige Handwerk Gestern Nacht gegen »einerei des Striebinger- n, deren Ursache bis jetzt 1 Brüder Striebinger be- ,es vollständig zusammen- ;«™M' ®««5 wn ttrfent, MM Ixjwta *1" „ St*»* SI-H.»** ‘tauat. «"j Ät|W« M-S -h » «* i“" 52 „ imititS d!« Sr°b«! einem jenp« . Dabei SM#* SM D-r W.a Bitbit')»11 S««be" Slot 0«° °i l»92 bl"bw »* hiiroui S”. auf uni ti»«t,n^ ' „lebet Sn.it % S-hr-» ©iebM® * * „g-s wurde ,*» •5S*1*1 ihre" i der A «T?f wurden I 90,000 V!k. i6 ,iht" r btaiirohin, r Endlich heute Lti n5'“tQuW satten vvn \0e^ der "Woote M? halben orüber. JJ® einen 4 in veÄ^rch, Tie öa«feibenT H -r '» lütten, ffi“ u"b d-« all ein. \ . ,n Darbier batte 1 ber verschossener £ gestellt erhalten, «uf sÄ ^sprechendes tzr- wnden Kunden Anspruch achen sich Bestrebungen ch Wiedererscheinen der hu feen in diesem Jahre ' “ 5 Uh, at 9T auf dem linken und ' fem wird. Bis dahin 'dernde Trajektboot. Die Auszug aus den StnndesnIntseegiftevn Ver Stadt Gietzen. Aufgebote. Januar: 9. Heinrich Harltg von Iba, Schuhmacher dahier, ■mit EUfabethe Katharine Grob Hierselbst. 10. Peter Meier, Gast- wtrth dahier, mit Bertha Wilhelmine Waldlchmtdt zu Wetzlar. 10 Dr. Heinrich Martin Hermann Kratz, Großh. Polizet-Jnspector zu Darmstadt, mit Johanna Christiane Emilie Marte Elisabeth Holzapfel hterselbst. 12. August Rausch, Taglöhner dahier, mit Ottilie Nahrgang von Wteseck. 13. Philipp Heinrich Carl Wilhelm Schwan, Gelbgießer dahier, mit Emma Johanna Caroline Hermine Ockel hterselbst. 13. Peter Lenhart, Schriftsetzer zu Friedberg, mit Elisabeth Roth dahier. «hefchlietzuuge«. Januar: 7. Georg Fischbach, Küfer dahier, mit Anna Katharine Becker hterselbst. 11. Louis Wilhelm Carl Emil Martin Simon, Schneider dahier, mit PhUippine Pracht hterselbst. »eboreiu. Januar: 2. Dem Beztrksbauaufseher Senßfelder etn Sohn. Dem Schuhmacher Gustav Loichinger ein Sohn, Georg Ferdinand Emil. 4. Dem Metzger Moses Keßler eine Tochter, Jenny. 6. Dem Wirth Ludwig Jochem etn Sohn. 7. Dem Wirth Ludwig Spuck fine Tochter, Elise Margarethe. 7. Dem Schuhmacher Heinrich Schomber II. etn Sohn. 7. Dem Gastwtrth Friedrich GrooS ein Sohn. 8. Dem Stadtrechner Georg Wilhelm Döpfer ein Sohn. 8. Dem Telegraphen-Verwalter Georg Manefeld eine Tochter, Anna Marie Adolfine. 12. Dem Taglöhner Adam Ohr ein Sohn, Adolf Christian. Geftordeue. Januar: 7. Louis Schmidt, 11 Monate alt, Sohn von Tag- iöhner Konrad Schmidt III. dahier. 7. Lina Zinn, 2 Jahre alt, Tochter von Hüttenarbeiter Johann Georg Zinn dahier. 7. Friedrich Reich, 2 Jahre eit, Sohn des Müllers Georg Adam Reich dahier. 8. Eva Englert, geb. Reinhart, 57 Jahre alt, dahier, Wtttwe des Eahnbeamten Simon Englert. 9. Flanztska Wachenbausen, 5 Jahre alt, Tochter von Locomotivheizer Louis Wachenhausen dahier. Ä. Johannette Jung, 32 Jahre alt, ledig, Dtenstmagd dahier. 9. Elisabeth Wolf, geb. Schneidmüller, 66 Jahre alt, Witlwe von Privatmann Heinrich Wolf dahier. 9. Carl Dunkel, l®/e Jahr alt, Sohn von Schuhmacher Johannes Dunkel dahier. 10. Friedrich Rell, 17 Jahre alt, Schafhirt von Sechshelden. 11 Karoline Hohmeier, geb, Getbel, 63 Jahre alt, dahier, geschiedene Ehefrau von Sckneider- , icister Heinrich Hohmeyer. 11. Georg Adam Martin Dörr, 19 Jahre alt, Maler und Lacktrer dahier. 11. Emilie Langer, geb. Jäckel, 33 Jahre alt, Ehefrau von Schreiner Josef Langer dahier. 12. Elise Karoline Elisabeth Krause, 8 Wochen alt, Tochter von Steinmetz Friedrich Paul Krause dahier. 12. Heinrich Peter, 10 Monate alt, Sohn von Schreiner Karl Peter dahier. Auszug aus den Kirchenbüchern -er Stadt Gietzen. Evangelische Gemeinde. Getränte. Mattbäusgemetnde. Den 11. Januar. Louis Wilhelm Karl Emil Marlin Simon, Schneider in Gießen, und Phtlipptne Pracht, Tochter des verstorbenen Maurer« Philipp Jakob Pracht in Ltch. Ausführung der Haustein - Facade am neuen Theater bewilligt. »Basel, 13. Januar. Das Civilgericht behandelte heute den Mönchen st einer Entschädigungs-Prozeß van Kempens aus Süchteln, Rheinpreußen, welcher dauernd erwerbsunfähig ist. Er beanspruchte 130,000 Fr., erhielt aber eine Jahresrente von 4000 Fr. und eine Entschädigung von 12,500 Fr. * Hamburg, 12. Januar. Die Auswanderung über Hamburg betrug im Jahre 1892 108 820Personen gegen 144382 im Vorjahre. * Innsbruck, 13. Januar. Im Vintschgauer Dorf Latsch (Bezirk Glurns) entstand gestern ein großer Brand bei heftigem Nordwind; 18 Häuser und 20 Oeconomiegebäude brannten ab, 12 Stück Vieh verbrannten und 23 Parteien wurden obdachlos. Lukasgemeinde. Den 7. Januar. Johann Georg Fischbach, Küfer, ein Wittwer, und Anna Ka'hartna B.cker, Tochter des Hilfsbahnwärters Christoph Becker von Staufenberg. Getaufte. MatthüuSgemeinde. Den 8 Januar. Den Taglöhner Heinrich Lotz eine Tochter, Marie Katharine Alice, geboren den 4 December 1892. Denselben. Dem Maurer G^org Cappeller ein Sohn, Heinrich Christian Georg, geboren den 29. November 1892. < 3 Denselben. Dem Packmeister August Prinzborn ein Sobn, Johannes Friedrich Christian Louis, geboren den 5. November ibm. Markusgemetnde. Den 8. Januar. Dem Dienstmann Gustav Schuchardt eine Tochter, Henriette Katharine Marte, geboren den 4. December 1892. Johannesgemeinde. Den 8. Januar. Dem Dachdecker Johannes Prang eine Tochter, Margarethe Sophie Anna, geboren am 25. November 1892. Denselben. Dem Schuhmacher meister Martin Erb etn Sohn, Heinrich Max Wilhelm, geboren am 4. December 1892. Beerdigte. Markusgemetnde. Den 11. Januar. Elisabeth Wolf, geb. Schneidmüller, Wtttwe von Heinrich Wolf, 67 Jahre alt, gestorben den 9. Januar. Den 13. Januar. Karoline Hohmeier, geb. Getbel, 63 Jahre alt, gestorben den 11. Januar. Den 14. Januar. Georg Adam Martin Dorr, lediger Sohn des verstorbenen Feldschützen Philipp Dörr, 19 Jahre alt, gestorben dm 11. Januar. Verkehr, Land- und volkrwirthschaft. Gieße«, 14. Januar. Marktbericht. Aus dem heutigen Dochenmarkt kostete: Butter pr. Pfd. -* 0,85—1,00, HÜnerettr per Stück 8—9 X 2 Stück - X Käse pr. St. 6-10 X Käsematte pr. St. 3 4, Erbsen vr. Ater 24 H, Linsen pr. Ater 30$, Tauben pt. Paar X 0,60—0,80, Hühner pr. Stück X 0,85—1.£0, Wrten pr. St X 0,99-1,60, Enten pr. St X 1,50 bis 1,70, OchsmMch pr. Pfd 65—72 H. Kuh- und Rindfleisch pr. Pfd. 50-56 X <5ä)xodnt> fleisch pr. Pfd. 60-70 Kalbfleisch pr. Pfd. 40-50 X Hammelfleisch pr. Pfd. 40 -70 X Kartoffeln pr. 100 Kilo 4,00—6,00 X, Weißkraut pr. Stück 5-12 -3t, Zwiebeln pr. Eentner 8,00—8.50 X, Milch pr. Liter 12—18 X Gänse pr. Md. 48—64 X Welsche 9-10 X Brodpreise vom 15. bis 29. Januar 1893. Der hiesigen Bäcker. 1 Kg. (2 Pfd.) Tafelbrod 2 Kg. (4 Pfd.) Tafelbrod 1 Kg. (2 Pfd.) Wetßbrod 2 Kg. (4 Pfd.) Wetßbrod 1 Kg. (2 Pfd.) Schwarzbrot» 2 Kg. (4 Pfd.) Schwarzbrot» . . . - • 3 Kg. (6 Pfd.) Schwarzbrot» bei K. Haas, L.Keilu.J.Lein Der auswärtigen Bäcker. 2 Kg. (4 Pfd.) Schwarzbrod bet Gg. Ant. Heuser von Gr.- Ltnden und Joh. Kd. Belte von Ktrch- Göns bet W. Amend von Lang-Göns, W. Steinmüller von Lang-Göns, Fr. Schon von Ruttershausen, W. Born von Rodhetm bei A. Deibel von Wteseck bet Gustav Jacoby von Alten-Buseck 3 Kg. (6 Pfd.) Schwarzbrod bei Gustav Jacoby von Alten- Buseck bet A. Deibel von Wteseck . • •- Der Brodvertäufer. 1 Kg. (2 Pfd.) Tafelbrod 2 Kg. (4 Pfd.) Tafelbrod 1 Kg. (2 Pfd.) Weißbrot» 2 Kg. (4 Pfd.) Wetßbrod 1 Kg. (2 Pfd.) Schwarzbrod 2 Kg. (4 Pfd.) Schwarzbrod Gießen, den 14. Januar 1893. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Fresenius. 27 Pfg. 50 „ 23 „ 46 „ 69 „ 40 Pfg. 69 „ 70 „ Pfg. 27 54 25 50 23 46 Literatur uttö Knnft — Wiener vallmodenbericht. Dem neuesten Hefte der „Wiener Moor" ist zu eninehmen, daß die Empire-Mode in der bevorstehenden Carnevalssatson vorherrschend sein wird. Für schlanke Damen ist dies ohne Frage sehr erfreulich; wenn aber die Natur stattliche Fülle btfcbeert hat, der bedarf eines so verläßlichen Nall>- gebers wie die „Wiener Tiobe" mtt ihren geschmackvollen und für jeden Bedarf berechneten Abbildungen. Ein UriheU von Hofrath Dr. Stein. „Schon zu den älteften Ze.ten haben römische und griechische „ärztliche Schitftsteller aus die wundheilenden Eigenschaften der „Myrrhe hingewiesen, jedoch niemals ist es dis jetzt möglich gewesen, „das schwerlösitche Harz der Myrrhe in einer töt den Patienten „angenehmen Form zur Verwendung zu bringen. Man kannte bisher „nur die Anwendung der Myrrhe in Form des gepulverten Harzes „ober eines alkoholischen Extractes des letzteren." „Beide Formen waren aber trotz der bekannten Hetlkrast des „erwähnten Medicaments, wegen ihrer reizenden Nebeneigenschasten „zum btrecten Hetlgebrauche für Wunden weniger zu empfehlen. „Erst dem Apotheker und Ehemiker Herrn A. Flügge war es ver- „gönnt, die Myrrhe in eine neue lösliche Form zu bringen, so daß „das Mittel als eins der besten Heilmittel bezeichnet werden kann „Das Medicament wird in zwei Formen, einer öligen Lösung „und einer daraus dargestelllen Salbe, dem angenehmen Gerüche der „Myrrhe und allen guten Eigenschaften derselben verabreicht „Ich habe in meiner Praxis mehrfach die angenehme Erfahrung „gemacht, daß die Anwendung des Flügge'schen MedtcamenteS auf „offene, insbefondere etternbe Wunden von sehr rascher „Heilwirkung und von desinficirender Eigenschaft ist. „Unterzeichneter kann seinen Collegen demnach dieses Mittel „auf das Wärmste empfehlen". Frankfurt a. M. , , r r Dr. med. S. Th. Stein, Kgl. Württemb. Hostath. Apotheker A. Flügges Myrrben-ErLme, dessen Darstellung durch Deutsches Reichspatent Nr. 63592 geschützt ist, welcher bei den verschiedensten Hautkrankheiten und Hautwunden vorzügliche Dienste leistet, ist ä Dose Mk. 1 — in den Apotheken *) vorräihtg. [546 *) In Gießen: Pelttauapotheke. Myrrhen-CrSme ist der patentirte ölige und verdickte Auszug des Myrrhmharzes. Gedenket der hungernden Vögel! Ganz seid, bedruckte Foulards Mk. 1.35 bis 5.85 p. Mtt. (ca. 450 versch. DisposM - sowie schwarze weiße und farbige Seidenstoffe von 75 Ps. bis Mk. 18.65 per Meter — glatt, gestreift, carrirt, gemustert, Damaste rc. (ca. 240 versch. Qual, und 20(0 versch. Farben, DessinS rc-), porto- und zollfrei. Muster umgehend. [8459 Seiden-Fabrik 6. Henneberg (k. u. k. ho«.), Zürich. — Wer Dampfbetrieb einzurichten oder seine bestehende Anlage zu verändern wünscht, wende sich an fli. Wolf, Magdeburg- Buckau. Diese Firma, die bedeutendste Locomobil-Fabrik Deutschlands, baut auf Grund 30jähriger Erfahrungen Locomobilen mit ausziehbaren Röhrenkeffeln, fahrbar und feststehend, welche in der Landwirthschaft und jeglichen Betrieben der Klein- und Großindustrie zu Tausenden Verwendung gefunden und sich als fpar- samste und dauerhafteste Betriebsmaschinen vorzüglich bewährt haben. Wölfische Locomobilen gingen aus allen deutschen Locomobll-Prüfungen wegen ihres äußerst geringen Brennmaterial-Verbrauchs als Sieger hervor. Verfälschte schwarze Seide. Man verbrenne ein Müsterchen des Stoffes, von dem man taufen will, und die etwaige Verfälschung tritt sofort zu Tage: Aechte, rein gefärbte Seide kräuselt sofort zusammen, verlöscht bald und hinterlaßt wenig Asche von ganz hellbräunlicher Farbe. — Verfälschte Seide (die leicht speckig wird und bricht) brennt langsam fort, namentlich glimmen die „Schußfäden" weiter (wenn sehr mit Farbstoff erschwert), und hinterläßt eine dunkelbraune Asche, bte sich im Gegensatz zur ächten Seide nicht kräuselt, sondern krümmt. Zerdrückt man die Asche der ächten Seide, so zerstäubt sie, die der verfälschten nicht. Die «eideufavrtt G. Henneberg, (K. u. K. Hoflieferant) Zürich versendet gern Muster von ihren echten Seidenstoffen an Jedermann und liefert einzelne Roben und ganze Stücke porto- und zollftet ins Haus. 8449 Bekannrmachung. Behufs einer Ergänzungswahl des Vorstandes unserer Gemeinde für das nach dem Dienstalter austretende Mitglied, Herrn Nathan Nos en. Ih a l, liegt die Liste aller Stimmberechttgten 3 Tage lang auf dem Bureau des unterzeichneten I. Vorstehers offen, damit Einwendungen gegen den Inhalt der Liste, die nur in dieser Frist zulässig sind, vorgebracht werden Sonnen. Gießen, den 15. Januar 1893. Der Vorstand der israelitischen Religionsgemeinde Gießen. 569 M. Hornberger. Bau- u. Nutzholz -V erkauf in den Waldungen der Stadt 8ich. Die Stadt Lich will nachverzeichnetes Holz auf dem Submissionswege verkaufen. Termin hierzu ist auf Montag den 30. Januar 1893, Mittags 1 Uhr, im Rathhause zu Lich angesetzt und werden die Herren Käufer zur Betheiligung eingeladen. Die Gebote sind verschlossen spätestens bis 29. Januar, Mittags 1 Uhr, bei unterzeichneter Stelle einzureichen, woselbst die Bedingungen zur Einsicht offen liegen. Das Holz lagert im Walde und kann dort eingesehen werden. Nähere Auskunft ertheilen die Forstwarte Eif e und Uhl dahier, sowie die unterzeichnete Stelle. Eichen-Schnittholz ca. 200 fm von 36—63 cm mittl. Durchmesser; „ Schwellenholz ca. 135 fm mit 27 cm Zopfende; „ Grubenholz ca. 260 fm von 12—27 cm mittl. Durchmesser; Fichten-Schnittholz ca. 50 fm von 27—37 cm mittl. Durchm., bis 22 m Länge; „ Bauholz ca. 350 fm, 1 m vom Stammende mit 14 cm aufwärts bis zu 26 cm mittl. Durchmesser und bis 23 m Länge; Kiefern-Bauholz ca. 160 fm, von 16—26 cm mittl. Durchm., bis 20 m Länge; „ Grubenholz ca. 38 fm, n. 13—15 „ „ ,, „ 18 „ „ Hainbuchen-Stämme ca. 55 „ ,, 18—30,, „ „ Linden- „ „ 40 „ „ 25—46 „ „ „ Aspen- „ „ 25 „ „ 18-28 „ „ Lich in Oberhessen, den 12. Januar 1893. Großherzogliche Bürgermeisterei Lich. 548 ’ Walz. Mittwoch, 25. Januar, Nachmittags 2«/r Uhr, sollen auf dem diesigen Ortsgericht die bem Oeconom Karl Rin« in Gießen gehörigen Immobilien, welche im „ Gießener Anzeiger- vom 16. December v. I. veröffentlichtwurden, einer nochmaligen letzten Versteigerung ausgesetzt werden. Gießen, 13. Januar 1893. Großh. Ortsgericht Gießen. I. A: Bogt. 571 Aeikgeöotenes. fiNAliirt4-6«6(ST(j 533] Ei« Einspänner - Schlitten kann ausgeliehen werden. GasthsnS »zum weihen fRofe*. S3T 3 Z .Durch alle Buchhandlungen zu beziehen: Aörricrrr Wcrtbi's Allgcvlkine Erdbeschreibung. Ein Handbuch be8 geographischen Wissens für die Bedürfnisse aller Gebildeten. —-i- Achte Auflage, i—- Vollkommen neu bearbeitet von Ar. Ivcrnz KeidevicH. Mtt 600 JUuftratione«. vielen Textkärtchen und 86 Karten beilagen auf <1 Kartenseiten. Irei 'Aanüe. In 50 Sieferunpen L 75 Pf. = 40 #r. = l£e. = 45 Kop. - ^Lin Volksbuch im besten Sinne des Wottes, ein Buch, 6® das in angenehmster Weise geographische Kenntnisse vermittett, das aber auch den strengen Anforderungen des Fachmannes völlig genügt. Es darf behauptet werden, daß damit ein Werk auf den deutschen Büchermarkt gelangt, welches sich den besten ltterarischen Producten auf geographischem Gebiete würdig an die Seite stellt. A. Hartlesten's Verlag in Dien. Accord-Zithern Mark 7,50 und 14 Mark. Helikon Neuestes Dreh - Instrument mit auswechselbaren Noten. Mit 6 Noten II Mark. [w26S ERNST CHALLIER (Rudolphs Nacht). G m o 560 -u haben. Gegründet 1826. Heute Lonntag Stadt Marburg 8810 Esslingen. Vertreter: Ed, von Pantier, B ockenheim-Frankfurt au M. 205] [542 Verein zu Frankfurt (Main). Faßnlllhtg-Artikkt vermischte Anzeigen. Lehrmädchen 566] Guter MittWM vom König!. Hoftheater In Stuttgart Äusser Abounement. Tüchtige Verkäuferin 1538 I Bahnhofstraße 31. in , CO. l-ttO 572 isitenkarten ?«.11 Rich Lckiwaav, Mi». Wörner. Mi 10 91 20 222 0 56.40 65 (#) 7850 398 75 195 75 152.80 102 60 110 20 57 90 94.00 BigotvboneS'. Große Auswahl Dominos, postumen empfiehlt 132 701 Der RBnigMlaureb^ect Lenderi,. still. Heute neu eingetroffen: Masken und sämmtliche Lomb. L--B.-«ct. Buichtherader S.-B.-Lcl- Elbthal-Bahn-Att. Golthard-Bahn-Act. Schweizer dtordost.«B^Att. Mainzer E.-B.-Act. Marienburger L^B.-Act. 536) Großer Lade« in bester Geschäftslage, mitten in der Stadt, mit Logis zu vermiethen. Wo? sagt die Exp. d Sian Haafenstein & Bögler Frankfurt a. «. 570] Wer lehrt doppelte Buch- fsthruug? Offerten net.st Preisangabe sub N an bi • Erped. d. Bl wozu ergebenst einlabet 547 W Leyerer. i früher gesucht. I Selbstgeschr Offert beförd. die Spped. . d Bl unter Tbiffre 8 W.[534 ist wegen der vielen minderwerthigen Nachahmungen wohl zu achten- Büchsen ä 25 und 50 Pfennig sind sammt Gebrauchsanweisung tn folgenden Handlungen zu Haden: in Gießen bei: «ebr. Adami, Mäusdurg H. Drrbeb & Wallenfels, Maiklpl, stir. Leo Seltertzwe , «og Noll 11., Bahnbofstraße- Alsfeld: Gg. Hill, «raufe, N. Werner Gebauer. Butzbach: Rod. Schmidt W. Seippel Wwe., Iac. Sttinhäufer, Grnst Bogt. kyriedbergr W. ®tcnbe51 Akademische Vorträge. Mittwoch den IS. Januar, pünktlich 8 Uhr Abends, in der HninrrGlüfsaiila: Prof. Dr. Groos: lieber das Komische. Eintrittskarten sind in der Ferber'scben Universitäts-Buchhandlung Redaktion: Ä. Schcyd«. — ®tuct und Verlag der ti i ugl ’tdicn Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. Dir Äemesor »«faßt 10 EetteN» Zwei Lehrlinge mit entfpr. Schulbildung werden für ein Todes Anzeige. Gestern Abend 8 Uhr entschlief nach kurzem schweren Leiden unser innigst geliebter Gatte, Vater, Schwiegervater, Großvater und Schwager Herr Ferd. Sander, Lehrer im Alter von 58 Jahren, was wir Freunden und Bekannten, um stille Theilnahmc bitteno, hiermit anzeigen. Die trauernden Hinterbliebenen. Launsbach, den 13. Januar 1893. Die Beerdigung findet Montag den 16. Januar, Nachmittags 2 Uhr statt. [ß45 Das Schuhfett Marke Büffelhaut bat sich längft als das beste Leder- Conservirmittel bewährt: es macht und erhält daS Schub- und Lenerzeug wasserdicht, dauerhaft und weich, verhindert das E'nschrumvlen deS naß gewordenen Leders prralysirt die schädlichen Wirkungen säurebaltiger Wtch'e und ermäglicht tägliches Glantwichien der Stiefel selbst bei nasser Witterung. Die kleine Mehrausgabe für dieses Erhaltungsmittel gegenüber billigeren Präparaten zahlt sich durch Ersparnlß am Lederzeug zehnfach wieder. Auf die Sch: tzmarke ,93üffelt)aut* Wittwe Hassan, Hoflieferant Frankfurt a. M. empfiehlt feinste Java Mischungen JL 1.60, 1.70 und 1.80 per Pfund netto. 332 Niederlage bei Eberh. Dort, Giehen, Wallthorstr. 45. 3 pEt. ReichSanleihr 3»/« pEt. do. 3 pEt. Preuß. EonsolS 13»/i pCt. do. j DiSconto-Eommand^Anth. I Darmstädter Bank-Act. Dresdener Bank-Act. dtordd. Lloyd-Act. i Wiener Bankver^Act Oest. Eredit-Act. ^tal. Mtttelmeerbahn Act. Melsenk. Bergw^Sct. latürl. M.Kshlktffiiiitt zum Bierausschank offerirt die Mineralwasser Anstalt 1555 _ 3* SpieS m (Yiesten. Blendend weissen Teint erlangt man durch täglichen Gebrauch der weltbekannten Lilienmilch-Seife von der Leipziger Parfümerie, Leipzig Die Vorthoilo dieser so beliebten Seife werden besonders der Damenwelt zur Genüge bekannt sein. [540 ä Stück 50 Pf. zu haben bei Frau Anna Roth, Neuenweg 30. Ein wahrer Schatz fbrdie unglücklichen Opfer der Selbst- befleckunn Onanie) und geheimen Ausschweifungen i-t 6 951 1138 100 120 2*8 4*0 733 8d*' 911. ____ 630 1*0 (führt 2.-4. «laste). 741 2*6 (führt 2.-4. Klaffe). Syronhaufen (Localz.) 633 7>o 941 1120 1132 12" 334 428 6bb 727 8'1 112* 1154. Wetzlar 505 620 8'^ 947 1000 1160 1210 230 438 537 545755907 915. 9" 1132 12*1 334 6W 8LL112* «mA—tzodlenz 500 8"» 917 11 w 438 ft 17 756. 620 1000 1210 545. 1120 428 727 1154. Deutz-SSlu 757 in 427 1000. -Hulda 725 1145500 (bta Alsfeld) 7^. 706 1205 440 120 (dis Hungen). 930 307 6tx>. «elnhaufeu 930 307 666. Schotte« bezw. Nidda 706 1206 440 8g, 658 930 307 658. . Gedern, Laubach bezw. Stockheim 706 12g 440 900.