t.Vz Uhr: eaters 1011! roi*«i^ee cll|ossgaS8e |j ein. ite >0108. Abend, M TW und "Mneten Kasse ?taft auch iebPn *«■ İ°Ä g. Zutage bei btt Z^en, weiche bu °h"k Weiteres betn ’< brauchen 11 äu erscheiuev, ö' dies tonn viel- $on erledigen lassen, J° verschieben, ein wirb unb auf * werben fann. ^33 chtsfest, steht vor btt an uns heran, von ignrrenabfäQe armen itsfreube zu bereiten, lnterfiiitzung unferei es uns möglich, für m Jahre vorgelegte Kinder, Waisen und Besuche verhindert angeln. Wir richten essens (Raucher und Mittelung etwaiger I nfem ffonbö afften ' M-m WchuM« LchNchlÄr^rnmg nseien Sammelstellen, h, Lehrer Franz, nmen. zett-freund. WU mit Wendung der mb, fordern mir hinzu übermitteln, damit können. nicht angemeldet find, in z 11 Ads. 1 W Ihren«, ^old« und Alstnidwaareu Preisen. V* t^nbe^^ vs 2 vrt. _ igl^w8' 1203 » «LZ^sL _ ,/f , I uft® 5»**t—- Nr. 294 Erstes Blatt. Donnerstag de« 14. December Sießmer Anzeiger Kemrat-Mnzeiger. Ach«« JtafttffT «Schaivt täglich, S* «-»nah», bei ■tontee» •h «*nn gbeeHteeirattH W*te bte Ä«|#it«r llchmNich IwiMl Mecüfl «893 Btert«h4^rtget IlmmrabKrti i 2 SRart 30 Ptg. 0* vringerlohn. Durch die Po- S Start 50 Äefcadten, tpd*toe tmb Druckerei: »«e>re*T 51 Amts« unb Anzeigeblatt für den Ureis Gießen. W|Hi>ni tag «scheinend«, Nummer bis Bor». | Hratrsbeikage: Hießen er Aqmikienökätter. ] ^».^^'7'.^.^-^.,7!^-^ Abonnemertts^Einla-ung! Zum Bezug des „Gietzenev Anzeiger" für bas 1. Vierteljahr 1894 laden wir hiermit ergebenst ein. Wie bisher, wird der „Gießener Anzeiger" die Tagesereignisse in kurzer den Thatsachen entsprechender Weise zur Kenntniß seiner Leser bringen. Die neuesten Nachrichten der zuverlässigsten telegraphischen Nachrichten-Bureaus sowie zahlreiche Mittheilungen aus dem engeren und weiteren Vaterland halten den Leser stets über die Vorfälle in demselben auf dem Laufenden. Unterstützt durch an allen Orten der Provinz Oberhessen ansässige Berichterstatter, ist der „ Gießener Anzeiger" ferner in der Lage, die interessanten 'Vorgänge in der Provinz so frühzeitig wie möglich zur Kenntniß seiner Leser zu bringen, desgleichen wird den Begebenheiten in der Stadt Gießen die gebührende Besprechung im localen Theile des Anzeigers zu Theil werden. Der in der Provinz Oberhessen betriebenen Landwirthschaft wird der Anzeiger durch Veröffentlichung von allem Wissens- werthen aus dem Gebiete derselben besondere Berücksichtigung zu Theil werden lassen, daneben aber auch die Beobachtungen und Erfahrungen in Haus- wirthschaft, Handel, Gewerbe und Industrie in den Kreis seiner Besprechungen ziehen. Ein gediegenes Feuilleton wird neben besonderen Artikeln ernsteren und heiteren Inhaltes den erwünschten Unterhalttlngsstoff bieten. Außerdem werden die „Gießener Familienblätter", welche dem Anzeiger wöchentlich 3 mal beigelegt werden, und die stets ein gewähltes Feuilleton als Unterhaltungsstoff bringen, namentlich im Kreise der Familien eine beliebte Beigabe bieten. Wir ersuchen nun namentlich auswärttge Leser, ihre Bestellung bei der Post baldgefl. aufaeben zu wollen. Neuhinzutretende erhalten vom Tage der Bestellung bis 1. Januar den Anzeiger kostenfrei zugestellt, wie wir auch gerne bereit sind, Probe- Nummern nach auswärts postfrei zu versenden. Den Lesern in hiesiger Stadt werden wir, wie seither, den Anzeiger weitersenden und den Abonnementsbetrag durch Quittung erheben lassen, falls nicht ausdrückliche Abbestellung erfolgt. Hochachtend Verlag des „Gießener Anzeiger" Brühl'sche Druckerei (Fr. Chr. Pietsch). Amtlicher Theil. Gießen, den 8. December 1893. Betr.: Jnvaliditäts- und Altersversicherung. DaS Grotzherzogliche Kreisamt Gietzeu an die Großh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises und die örtlichen Jnvali- ditäts- und Altersversicherungsstellen. Da das bisherige Hebregisterformular sich als practisch nicht erwiesen hat, haben wir ein neues, nur für ein Jahr berechnetes Formular entworfen, welches in der Klee'schen Papierhandlung dahier zu beziehen ist. Wir beauftragen Sie, dasselbe vom 1. Januar 1894 ab in Gebrauch zu nehmen unb zu diesem Zweck die 7 ersten Spalten demnächst auszufüllen. Behufs Ermöglichung einer Controle ist erforderlich, daß diesmal bei sämmtlichen an genanntem Tag vorhandenen Versicherten die Spalte 7 ausgefüllt wird, aus welcher ersehen werden kann, wie viel Marken die Karten an diesem Zeitpunkt enthielten. In den folgenden Jahren brauchen diese Einträge nur bei neu Eintretenden bewirkt zu werden, da bei den übrigen Versicherten das Nöthige aus dem Heb- register des vorhergehenden Jahres entnommen werden kann. Ferner empfehlen wir Ihnen, in denjenigen Fällen, in welchen nach § 17 des Gesetzes (vgl. auch Bek. v. 7. l. M.) Krankheitszeiten als Beitragszeiten in Anrechnung kommen, bei den betr. Wochen im Hebregister das Wort „krank" beizuschreiben, woraus alsdann ersichtlich ist, daß für diese Zeit Marken nicht einzukleben sind. Anlangend die Entwerthung der Beitragsmarken, beauftragen wir Sie, dieselbe sofort vorzunehmen, damit die Ent- werthungsdaten mit den Wochen, für welche die Marken gelten, stimmen. Es ist also, besonders im Fall des gleichzeitigen Einklebens einer Anzahl von Marken für eine Erhebungsperiode, nicht angängig, daß die Marken erst später entwerthet werden und sich dann ein Entwerthungsdatum ergibt, aus welchem nicht ersehen werden kann, für welche Zeit die Marken gelten. Da wo ein besonderes Hülfstagebuch geführt wird, ist es indessen nicht zu beanstanden, wenn das Datum der Vereinnahmung als EntwerthungStag eingetragen wird. Wo rubr. Geschäfte von den Gemeindeeinnehmern besorgt werden, wollen die Großh. Bürgermeistereien denselben dieses Blatt zur Einsicht mittheilen. ___________________v. Gagern.___________________ Gießen, den 11. December 1893. Betr.: Portopflicht in Standesamtsangelegenheiten. DaS Großherzogliche Kreisamt Gießen ,1 Uhr. Am Donnerstag um 10 Uhr wird daS HauS wieder zusammen- tteten, um die Bildung der Ausschüsse, sowie einige geschäftliche Erledigungen vorzunehmen. Inzwischen war auch die Zweite Kammer der. Stände iu ihrer i Constltutrung zusammengetreten. Als Einweisung« Commlstär sun- ; Sirte hier Minlsterialrath Emmerling. Derselbe conftatkte die Inwesenheit von 43 Abgeordneten. Auf Vorschlag des RegierungS-CommlsiärS übernahm Abg. Pfannstiel das AlterSpräsidtum de« Hause» und leitete in schneidiger Weise die Wahlhandlung für den ersten und zweiten Präsidmten. Vor Eintritt in die Wahl selbst gedachte er in beredten Worten der Verdienste der verstorbenen Abgg. Dr. Frank und Ober-StaatS- anwalt Arnold und ersuchte daS Hau«, sich von den Sitzen zu erheben. Bei der nun folgenden Wahl wurde Justizrath Weber-Offenbach mit 41 Stimmen zum ersten Präsidenten und der Abg. O. Wolfs - kehl mit 27 Stimmen zum zweiten Präsidmten der Kammer erwählt. 15 Stimmen fielen als zweiten Präfidmten auf den Äbg. Christ. Der wiedergewählte Präsident Weber ergriff nunmehr daS Wort und sagte: Es drängt mich, Jhnm meinen herzlichen Dank auSzu- sprechm für das Verträum, welches Sie mir durch meine Wiederwahl zum ersten Präsidenten entgegengebracht haben. Ich muß Ihnen aussprechen, daß da- Resultat mich ganz besonders befriedigt hat, weil damit von allm Seiten deS Hauses ausgesprochen wurde, daß dasselbe mit meiner Amtsführung einverstanden ist. Ich werde mich bemühen, das Vertrauen zu rechtfertigen und die Verhandlungm mit Unparteilichkeit leiten, damit die Freiheit deS Wortes uftter meiner Leitung voll und ganz zur Wahrheit wird. (Bravo.) Hiernach fand die Wahl der Schriftführer statt und mürben KreiSrath Haas und Regierungsrath Hechler hierzu gewählt. Nach einer Miltheilung des Präsidenten, daß die nächste Sitzung am Donnerstag stattfinde, wird die Kammer um 1 Uhr geschlossen. Neueste Wolffs telegraphisches Korrespondenz - Bureau. Berlin, 12. December. Nach dem „Reichsanzeiger" ist der gedruckte Bericht der Börsen-Enquete-Commission dem Reichskanzler zugegangen. Er umfaßt 100 Folio-Seiten und enthält fünf Abschnitte: 1) die rechtliche Stellung und Organisation der Börsen, 2) das Emissionswesen, sowie die Zulaffung von Papieren zu Handel und Notirung, 3) den Terminhandel, 4) das Maklerwesen, 5) daS Commissions- geschäst. Die statistischen Materialien werden erst in nächster Zeit abgeschlossen werden. Depeschen deS Bureau „Herold". Berlin, 12. December. Die Novelle zum Unterstützungswohnsitzgesetz wurde heute von der Commission berathen. Nummer 1 deS Artikels 1, welcher die Altersgrenze für Erwerb und Verlust deS Unterstützungswohnsitzes aus das 18. Lebensjahr herabsetzt, wurde angenommen. Berlin, 12. December. Es verlautet, dem französischen Botschafter in Berlin, Herbette, fei aus Paris die Weisung zugegangen, sich mit dem deutschen auswärtigen Amte ins Benehmen zu setzen, um zu erfahren, wie hier über eine internationale Verständigung zwecks gemeinsamen Vorgehens gegen die Anarchisten gedacht werde. Es heißt, die Anregung fei bereits Gegenstand ernster Erörterung in der deutschen und preußischen Regierung geworden. Berlin, 12. December. Die Reichstags-Commission zur Vorberathuug des Gesetzentwurfs, betreffend Abänderung des Gesetzes über Abwehr undUnterdrückung von Vieh- seuch en, hat heute eine Sitzung abgehalten. Rettich (d.-c.) beantragt, zu Art. 2 die Bestimmung einzuführen, neben Märkten auch die Schlachthäuser von beamteten Thierärzten zu beaufsichtigen. Artikel 1 und 2 wird mit dem Amendement Rettich angenommen. Berlin, 12. December. Die wirtschaftliche Vereinigung des Reichstages hat, heute betreffs Stellungnahme zu den Handelsverträgen getagt. Plötz (conf.) erklärte, alle Verträge sollten zurückgestellt werden, bis der russische Handelsvertrag erledigt sei. Potsdam, 12. December. Zweihundert Sänger aus Hannover veranstalteten heute an der Grabstätte Kaiser Friedrichs eine Kundgebung. Im Verlaufe derselben wurde auf den Sarg ein Riesenkranz niedergelegt mit der Inschrift: „Dem Förderer deutscher Kunst!" Wien, 12. December. In Parlamentskreisen wird das Project erörtert, die gesummte Spreng st offproductio.n der Privatindustrie zu entziehen und zum Staatsmonopol zu machen, ferner den Handel mit Sprengstoffen unter ähnlich strengen Bedingungen vor sich gehen zu lassen wie den Handel mit Giften. Wien, 12. December. Die Pariser Bomben- affaire bildet fortdauernd den Gegenstand öffentlicher Besprechungen, ohne daß aber die Regierungskreise bisher aus ihrer Reserve he'tausgetreten wären. Anscheinend will man abwarten, was andere Staaten beschließen, Oesterreich wird sich aber eventuell internationalen Maßnahmen anschließen. — Das offiziöse „Fremdenblatt" schreibt: Das Verlangen, die anarchistischen Verbrechernester zu zertreten, wird immer allgemeiner. Wenn Diebe, herumlungernde Abenteurer eine halbwahnsinnige Partei bilden, welche mit Mord ein wirkliches oder angebliches Programm durchführen will, so ist dies eine Partei, welche ins Gefängniß oder inS Irrenhaus gehört. Wien, 12. December. Da die feuchte Witterung noch immer anhält, greift die Influenza immer mehr um sich und nimmt die Epidemie nachgerade einen bedenklichen Character an. Die Hospitäler und Privatkliniken sind mit Kranken überfüllt; auch in den Militärlazarethen liegen viele Soldaten an der Krankheit darnieder. Wien, 12. December. Seit heute haben im Gebäude des Reichsraths verschiedene Vorsichtsmaßregeln zur besseren C ontr o le deS anwesenden Publikums stattgefunden. Mehrere bisher den Verkehr vermittelnde, nach der Rückseite deS Hauses zu belegeue Thüren wurden geschloffen. Auf der zweiten Gallerie dürfen die Besucher nur noch ohne Ueberröcke erscheinen. Die neuen Controlmaßregeln werden sehr streng gehandhabt. Paris, 12. December. Heute wurde August Dail laut auö dem Spital nach dem Gefängniß Santo gebracht. Während der Fahn wurde er von der Menge mit den Rufen: ' „Nieder mit den Anarchisten!" begleitet. Vaillant scheint sich der Größe seine« Verbrechens nicht bewußt zu sein, denn er lacht und singt meistens, während er seine Wächter zum Anarchismus zu bekehren sucht und eS sehr bedauert, daß diese auf seinen Vorschlag nicht eingehen. Paris, 12. December. Bei der gestrigen KammersitzuuT richtete daS Publikum seine Augen mit Neugierde auf die anwesenden verwundeten Abgeordneten. Der Präsident Dupuy drückte zu Beginn der Sitzung den Quästoren den Dank der Kammer au«, weil sie durch Schließung der Thüren die Verhaftung deS Schuldigen ermöglicht hätten. Bei diesen Worten rüst eine Stimme au« dem Centrum: „Sie, Herr Präsident, haben vor Allem das Recht auf unsere Glückwünsche." Sämmtliche Anwesenden zollten diesem Zwischenruf Beifall. Casimir Pürier erklärte sodann, die Regierung halte darauf, zu wiederholen, daß sie ihre Pflicht bis an« Ende erfüllen werde. Die jetzt folgende Erklärung von der Eingabe verschiedenerGesetzentwürfe gegen solch' niederträchtige Attentate wurde sogar auf den focialistischen Bänken begrüßt. Dupuy deponirte vier Gesetzentwürfe. Der erste davon betrifft die Preffe und gestattet Repression gegen solche Blätter, dte zu Gewaltthätigkeitin mittelst Sprengstoffen aufhetzen, der zweite betrifft die Fabrikation, Unterbringung, Transport und Gebrauch von Sprengstoffen,- der dritte bezweckt, der Polizei Mittel in die Hand zu geben zur Verfolgung,- der vierte betrifft die Ueberwachung von anarchistischen Gesellschaften. Casimir Pürier verlangt außerdem einen Supple- mentarcredit von 800 000 Franken zur Verstärkung der Polizei. Die äußerste Linke zollt diesem Vorschläge keinen Beifall. Die Regierung verlangt die Dringlichkeit für Beratbung dieser Gesetzentwürfe, was von der Kammer mit großer Majorität angenommen wurde. Paris, 12. December. Der gestern noch bei der Kammersitzung zugegen gewesene Anarchist Sardan wurde heute verhaftet. Außerdem wurde noch ein Anarchist eingeliefert, der jedoch seinen Namen beharrlich verschweigt. Die Haussuchungen werden sehr streng in der Umgegend weitergeführt. Zahlreiche ausländische Arbeiter, die anarchistischen Club« angehören, sollen in den nächsten Tagen ausgewiesen werden. Brüssel, 12. December. In der heutigen Kammer- sitzung wurde daS jüngste Pariser Attentat besprochen. Der Vorsitzende sagte, daS Attentat habe in der ganzen civilisirten Welt berechtigte Entrüstung hervorgerusev. „Wir sind zu eng mit Frankreich verbunden, um den Frankreich« Vertretern angeibanen Schimpf nicht mitzuempfinden. Wir müffen deßhalb Frankreich unsere Sympathien ausdrücken." Die Kammer nahm die Rede sehr beifällig auf und stand während derselben. Der Ministerpräsident Bernaert, sowie Northon und Jansen gaben hierauf in längeren Reden ebenfalls ihren Freundschaftsgefühlen für Frankreich Ausdruck, indem sie zugleich die Umtriebe der Anarchisten verdammten. London, 13. December. 250 Rekruten der Artillerie, welche nach Gibraltar abgehen sollten, revoltirren gestern Abend und richteten in der Doverstraße großen Schaden an. ES haben viele Verhaftungen stattgefunden. Die Meuterer werden in Gibraltar vor ein Kriegsgericht gestellt. Cocalts und provinzieller. Gießen, den 13. December 1893. ** Die Ueberführung der Leiche dcö nach kurzer Lehrthätigkeit leider zu früh verstorbenen ProfefforS Dr. Lellmann nach dem Bahnhof, behufs Bestattung in Tübingen, fand gestern Nachmittag 3>/, Uhr von der Wohnung de« Verstorbenen am LudwigSplatz aus statt. Im Leichenzuge befanden sich der Lehrkörper der Universität, die Schüler de« Verstorbenen und die gesammte Studentenschaft. Die Leichenrede hielt Herr Pfarrer Dr. Naumann, den Nachruf Namen« der Universität sprach Herr Rector Profeffor Dr. Pasch, Namens der philosophischen Facultät der Decan Herr Profeffor Dr. Spengel und im Namen und Auftrag der Tübinger Freunde deS Verstorbenen Herr Profeffor Dr. Himstedt. *♦ Zollformalitäten in Frankreich. Die nachstehende Bekanntmachung der Französischen Zollverwaltung, welche den Zweck hat, die Reisenden über die ihnen bei Eintritt in Frankreich obliegenden Zollformalitäten zu belehren, bringen wir in deutschem Texte zum Abdruck: Reisende sind bei ihrem Eintritt in Frankreich bei Gefahr der Beschlagnahme, Geld- und unter Umständen Freiheits strafe gesetzlich verpflichtet: Gold- und Silberwaaren, Colonial- IDaaren, Zeugwaaren, neue Kleidungsstücke und neue Wäsche, Spirituosen, sowie überhaupt alle nichtgebrauchten Gegenstände, welche sie auS dem AuSlande hereinbringen, ganz gleich, ob sie dieselben bei sich ober in ihrem Gepäcke führen, den Zoll- beamten anzugeben und vorzuzeigen. Zündhölzer, Pulver und Schießvorräthe, Spielkarten, Nachdrucke, fremde Scheidemünzen, im Zolltarif nicht aufgeführte Arzneimittel, van der Regierung verbotene Schriften, Stiche, Bilder usw. dürfen überhaupt nicht eingeführt werden und müffen daher, selbst wenn man sie vor der Untersuchung angemeldet hätte, wieder ausgeführt, ober dem Zollamt überlassen werden. Da« Einfuhrverbot, welches auch Tabak, Cigarren und ttlgarretten trifft, erstreckt sich nicht auf Reisevorräthe, sofern dieselben regelmäßig bedauert wurden. Ausnahmsweise können diese Dorräthe den nachstehenden gesetzlichen Zollsätzen unterroorfen werden: Cigarren und Cigarretten 36 Fr. per Kilo, Rauchtabak (aus dem Orient) 25 Fr. per Kilo, Rauchtabak (anderen Ursprungs) 15 Fr. per Kilo, Schnupf- und Kautabak 15 Fr. per Kilo. Da« Hinein- und Hinausschaffen, Oeffnen und Verschließen der zur Zollbesichtigung gelangenden Gepäckstücke ist nicht Sache der Zollbeamten. Alle daran« erwachsenden Unkosten berühren sie nicht; sie haben lediglich die staatlichen Zollgebühren zu erheben und darüber mit besonderem Stempel versehene Quittung zu ertheilen. ** Die Nachrichten über da« erneute epidemische Auftreten her Influenza tm Deutschen Reiche Haden in der Zunahme der wöchentlichen Sterbeziffer und dem Anwachsen der durch acute Erkrankungen der AthmungSorgane hervorgerufenea Sterbesälle an vielen Orten ihre Bestätigung gefunden. Ob die Krankheit lediglich auö den von den früheren öptbemien 6rt abttfl i rt °°«w tot, iwj «i», Monaten »tfmc Hf. 3»- 4: __ Für di airona 12 greunid)®( berf 1/°°b den WS-lru d-rs 31 (« Hamborg, r -rankeniM reichen, 31 SuSlaode m au- *ri nnb 1 Zobci 3 ZobeSfüllt Sise auf btn u beliebiger ? 'ünszehntägi 30 und 20 Mer für Stationen i ♦* $t: nächste Gen Großh. Gen Crtljtroerb derselben er en-stimmig 6 hing wirb tu gewerblicher 0 An, diesigen Ho hat nun ihr treffenden H laffe erhalt! Gemarkung sich in hiess Wohnorts c nun ungehi Regelung a erscheinen. L W Förster- zu i Zwilling, au dein auf, bi ttltibtrfäin t, Reste einer tn röt zerrissen babtn wußte einem Jahn DaS den G geworden. J abgelegenen ( verzögern. 5 Hopfmn gefundenen l mit ^34 Stin 29 Stimmen. MNqd e», welches | barbieret. (Jif 6on drei erw, veranlaßt, ty tote baM "onMch in & diese Summe t Lmer aber als "ch, wovon s Wahlen könnt da« -ind untt '° °ahm tintm Ans sich a* 12.91ot) , ’n Tuch uw bis g ,ob,tn ^tres ein. . L Mj b,tM Ä* bei L. tcrn*mmt, * IM ® " nut bt M g„ seinen ^3 >>g bi. "htn tobm, ' b-lchlotz Der Pariser * (1) 1 2 (1) 4 (3) Tööfe ?“CJ genehmigten Lotterien stets oorräthig. Prompt. Heber, & send.d.Gewinn!. Albm Greif cher,Gießen.Wallthorstr-2. I 2 (1) 4 (3) krankungen der Ath- mungs-Organe Angeborene Lebensschwäche Sonstige benannte Krankheiten ekluten der Artillerir, cevoltirten gestern t großen Schaden an. 'bin. S)it URtuttrtt cht gestellt. „Weil die Steuer nicht vom Hunde „Woraus schließen Sie das?" — Candtdat direct erhoben wird." 1.Lebensjahr: 2.—15.Iah,: 2 (2) nehmung des Steuerraths Dittel und räumte auf nächsten Freitag neuen Verhandlungstermin an. Nieder-Ingelheim, 8. December. Im Jahre 1890 be- drohte ein Metzgerlehrling in der hiesigen Fortbildungsschule einen Lehrer und den Schuldiener mit Todtstechen. Der Bestrafung entzog er sich damals durch die Flucht nach Amerika. Am verflossenen Donnerstag in seine Heimath zurückgekehrt, wurde er heute wegen Bedrohung verhaftet. didat: „Eine indirecte." — Examinator: □ Ruppertenrod, 12. December. Die Angelegenheit der hiesigen Holzmacher mit der hiesigen Ortskrankenkasse hat nun ihre befriedigende Lösung gefunden, indem die betreffenden Holzmacher Aufnahme in die hiesige Ortskranken, kaffe erhalten. Dieses geschah, nachdem die auf hiesiger Gemarkung arbeitenden Holzmacher von OberOhmen, welche sich in hiesiger Ortskrankenkaffe befanden, in diejenige ihres Wohnorts angenommen worden sind. Die Leute können nun ungehindert ihrer Arbeit wieder nachgehen. Die Regelung auf diese Art muß als eine gerechtfertigte erscheinen. △ Nieder - Ohmen, 12. December. Der Hund des Försters zu Elpenrod, welcher sich gestern im Walde, District Zwilling, auf der Jagd befand, stöberte plötzlich ein Menschenbein auf, das fast ganz verwest war und an dem nur noch Kleidcrfetzen hingen. Alsbald entdeckte man auch noch andere Reste eines menschlichen Körpers und oben an einem Baume eine zerrissene Schlinge, in welcher der Leichnam gehängt haben mußte. Derselbe wurde als derjenige eines seit einem Jahre vermißten hiesigen alten Mannes agnoscirt. Was den Greis in den Tod getrieben, ist nicht bekannt geworden. Der Umstand, daß er sich im Walde an einer sehr abgelegenen Stelle aufgehängt, ließ sein Auffinden so lange verzögern. Der Thatbestand wurde gerichtlich ausgenommen. Hopfmannsfeld, 9. December. Bei der gestern stattgefundenen Bürgermeisterwahl wurde Heinrich Greb V. mit 34 Stimmen gewählt, auf den Gegencandidat entfielen 29 Stimmen. Bad Nauheim, 12. December. Ein trostloses Bild ist es, welches sich zudem bereits gemeldeten Kindesmorde darbietet. Eine Wittwe im Alter von ca. 45 Jahren, Mutter von drei erwachsenen Kindern, sieht sich aus Nahrungssorgen veranlaßt, ihr l'/z Jahre altes Kind zu ertränken. Sie hatte dasselbe bei einer hiesigen Familie für 15 Mark monatlich in Kost gegeben. Im Sommer war es ihr möglich, diese Summe pünktlich zu entrichten. Mit dem beginnenden Winter aber verringerte sich der Verdienst der Wittwe, welche sich als Magd vermiethet hatte, auf 11 Mark monatlich, wovon sie natürlich das Kostgeld für ihr Kind nicht bezahlen konnte. Die Pflegeeltern desselben weigerten sich, das Kind unter solchen Umständen noch länger zu behalten, und so nahm denn die unglückliche Mutter ihr Kind zurück. In einem Anfall von Verzweiflung faßte sie den unseligen Entschluß, sich ihres Kindes zu entledigen und führte denselben am 12. Nov. auch aus. Sie band dem armen Geschöpfchen ein Tuch um den Kopf und warf es in den Teich. Dort hat dasselbe bis gestern gelegen. Heute wurde die Mutter mit ihrem tobten Kinde confrontiert und gestand alles ohne Weiteres ein. A Mainz, 12. December. Zwischen der Staatsregierung und der Verwaltung der hessischen Ludwigsbahn schweben, wie verlautet, gegenwärtig ihrem Abschluß nahe Verhandlungen über die Ausführung des von den beiden Kammern im verflossenen Jahr beschlossenen Baues einer Eisenbahnbrücke über den Rhein bei Worms. Die Verhandlungen laufen, wie man vernimmt, darauf hinaus, daß die Ludwigsbahn den Bau der Brücke auf ihre Rechnung aussührt, sich die Regierung aber verpflichtet, im Falle einer Verstaatlichung der Ludwigsbahn das noch nicht amortisirte Baucapital zurllckzu- erstatten. Die Grundlage dieser Vereinbarung läßt erkennen, daß es mit der Verstaatlichung der hessischen Ludwigsbahn immer noch gute Weile hat. — Die heute Morgen vor dem hiesigen Schwurgericht begonnene Verhandlung gegen den Millionär Wemhändler Heinrich Arens von hier, der des wissentlichen Meineids beschuldigt ist, wurde, als eben mit der Ausloosung begonnen werden sollte, wiederum vertagt, weil der von der Staatsanwaltschaft als Belastungszeuge geladene Obersteuerrath Bittel in Darmstadt wegen Erkrankung am Erscheinen verhindert war. Um indeß eine abermalige Vertagung bis zur nächsten Schwurgerichtsverhandlung zu verhindern, beschloß der Gerichtshof eine commissarische Ver- ' Bezeichnung „Frauenzimmer" übel, es kam zu einem heftigen Auftritt, wobei W. den erwähnten Ausdruck noch mehrmals wiederholte. In Folge dessen klagte die Garderobiere. Im Termine vor dem Schöffengericht handelte es sich nun um die Frage, ob der Ausdruck „Frauenzimmer" unter den erwähnten Umständen als eine Beleidigung anzusehen sei. Der Gerichtshof hielt dies für zweifellos und verurtheilte den Beklagten zu einer Geldstrafe von 80 Mark. * Aus einer der letzten Refereudarprüfungen in Berlin wird folgender Scherz erzählt: Der Examinator, der bekannte Professor H., fragt einen Candidaten: „Ist die Hundesteuer eine directe oder indirecte Steuer?" — Can- eine Dame von sehr guter Repräsentation gesucht, womöglich von amerikanischer Herkunft, welche eine bedeutende Mitgift, entsprechend dem Range eines prinzlichen Prätendenten, mit« bringen könnte. Diejenigen Vertrauenspersonen, welche mit einer solchen Dame in Verbindung stehen, werden gebeten, sich an (folgt die Adresse eines Annoncen Bureaus in Wien) zu wenden. Ausführliche Informationen ertheilt der Freund und einzige direct Bevollmächtigte des Prinzen. Anonyme Briefe werden nicht beantwortet. * „Fraueozimmerchen, Frauenzimmerchen", redet der Wachtmeister Werner in „Minna von Barnhelm" die niedliche Zofe Franziska an und glaubt damit in seinem ehrlichen Ge- müth den höchsten Grad seiner Bewunderung auszudrücken. In wesentlich anderer Form gebrauchte vor Kurzem in Berlin ein Kaufmann den Ausdruck „Frauenzimmer" und mußte dafür am Samstag auf der Anklagebank erscheinen. Im Deutschen Theater war „Man sagt" gegegeben worden. Die Zuschauer drängten nach Schluß der Vorstellung in die Garderobe. Es entstand ein heftiges Gedränge, Jeder wollte schnell seine Kleidungsstücke haben. Auch ein Herr W. hielt der Garderoben-Pächterin seine Marke entgegen. Diese beeilte sich nach Kräften, die Andrängenden zu befriedigen, aber sie setzte die Geduld derselben auf eine harte Probe, Herr W. glaubte zu beobachten, daß später Gekommene bevorzugt wurden- er machte seinem Aerger darüber durch die Worte Luft: „Sie Frauenzimmer, wollen Sie mir nun mein Zeug geben ober nicht ?" Die Garberoben-Pächterin nahm bie vermischter. * Berlin, 9. December. Eine Anzahl Damen ber be- sitzenben Stäube, an ber Spitze bie Frau des Bürgermeisters Kirschner, hatte gestern nach dem Bürgersaal des Rathhauses eine Versammlung einberufen, um eine größere Organisation von Frauen und Mädchen ber besitzenben Klassen für sociale Hülfsarbeit -zu schaffen. Die Versammlung war recht gut besucht. Im Allgemeinen gehen bie Vorschläge bahin, in lebenbigen Verkehr mit ben Frauen unb Kindern ber ärmeren, hülfsbebürstigen Klassen zu treten unb im Anschluß an die bestehenden Wohlfahrtseinrichtungen zu wirken. * Tangermünde, 8. December. Ein Ehrenhanbel zwischen zwei hiesigen Aerzten bildet feit vorgestern bas ausschließliche Tagesgespräch ber Bevölkerung. Nach einem Festessen war es zwischen ben beiben Herren zu Verbal- unb Realinjurien gekommen, bie eine Forberung auf Pistolen zur Folge hatten. In einem nahe bei ber Stabt gelegenen Wäldchen sollte am Mittwoch früh bas Duell stattfinben. Durch ein anonymes Schreiben von Damenhanb erhielt am Dienstag Abend unser Herr Magistratsdirigent Kenntniß von dem beabsichtigten Zweikampf und von dem Ort des Stelldicheins, und so konnte die Polizei, die sich durch einige Mannschaften der Feuer-wehr (!) verstärkt hatte, den Zweikampf verhindern. Die Heranziehung der Feuerwehr zur Ver- Hinderung eines Zweikampfes, die in der Geschichte des Duell- wesens wohl einzig dasteht, gibt natürlich dem Humor zu den mannigfachsten Glossen Veranlassung, ist aber gar nicht so unpractisch, vorausgesetzt, daß sie mit der Spritze ausrücki. Wer je die Wirkung eines kräftigen Wasserstrahles an sich verspürt hat, denkt an alles andere, nur nicht ans Schießen. * Militsch (Schlesien), 7. December. Die Gattin eines Majors sollte hier begraben werden. Die Leiche war in einem besonderen Zimmer ausgebahrt. Da die Herstellung der Gruft sich verzögerte, blieb bie Leiche länger, als anfänglich beabsichtigt war, im Zimmer. Als nun am Vormittag bes vierten Tages ein Dienstmäbchen bas im Blumen- unb Kränzeschmuck prangenbe Trauerzimmer betritt, gewahrt es, starr vor Schrecken, daß sich die als tobt betrauerte Herrin aus bem Sarge erhebt. Die Dame war, wie bas „Hirschb. Tagebl." mittheilt, trotz vorheriger Untersuchung bes Regimentsarztes und zweier anderer Aerzte nicht tobt, sondern nur in einen Starrkrampf verfallen und wäre, wenn nicht zufällig bie Beisetzung eine Verzögerung erfahren hätte, in ber Gruft erwacht unb bort entroeber vor Schreck ober vor Hunger umgekommen. * Ein Gerücht. Nach ber Pariser Zeitschrift „Nature" soll Kaiser Wilhelm wegen Ankaufs bes in ber Kap-Colonie gefundenen Diamanten „Excelsior" unterhandeln lassen. Der Diamant soll der größte der Welt sein und 205 Gramm wiegen. Die englische Regierung habe bereits 12 Millionen geboten. * Antwerpen, 10. December. In der vorigen Nacht brannte das alte hanseatische Haus dahier, das im Jahre 1564 errichtet unb eine ber Sehenswürbigkeiten ber alten Stabt ist, vollständig nieder. Die Baulichkeiten nahmen eine Fläche von ca. 80,000 Quadratmeter ein. Seit 1881 biente es als Waarenlager, speciell für Betreibe. Durch den Brand soll für ca. 3y3 Millionen Getreide vernichtet fein. Von dem stattlichen Gebäude blieben nur vier Mauern stehen, der Braud dauerte die ganze Nacht und konnte erst heute Nachmittag gelöscht werden. Die zahlreichen Schiffe, die dem Hause gegenüber lagen, haben glücklicher Weise zeitig entfernt werden können. Von Personen ist Niemand verunglückt. Der Verlust wird auf ca. 5 Millionen geschätzt. Man vermuthet vorsätzliche Brandstiftukig. * Der Heirathsautrag eines Prinzen. „Figaro" veröffentlicht folgende Annonce: „Ein junger, deutscher Prinz, vermögend und schuldenfrei, von sehr sympathischem Aeußeren und einer alten, sehr angesehenen, noch mit regierenden Häusern verwandten Familie angehörend, wünscht sich zu verheirathen. Es wird für ihn als Gemahlin her Übrig gebliebenen Krankheitskeimen sich entwickelt oder ob aus dem Auslände eine Neueinschleppung ftattgefunben hat, läßt sich nicht entscheiben. Besonbers scheinen Frankreich, Englanb, Italien unb Dänemark bereits vor einigen Monaten ber Sitz einer größeren Jnfluenzaverbreitung gewesen zu sein. So würben in Italien vom April bis Juli dss. Js. 4527, 3552, 751 unb 115 Krankheitsfälle angezeigt. — Für bie Woche vom 19. bis 25. October würben in Altona 12 Sterbefälle an Influenza stanbesamtlich gemelbet, Braunschweig 4, Danzig 3, Magdeburg 1, Mainz 5, Rix- borf 1, außerdem an Erkrankungen aus Frankfurt a. d. O. 240, ben Regierungsbezirken: Marienwerber 21, Posen 25, Düsselers 31 (mit 1 Sterbefall), ber Stabt Nürnberg 99, aus Hamburg mit Vororten 751 Fälle mitgetheilt. In ben Krankenhäusern zu Berlin gingen, soweit bie Mittheilungen reichen, 31 Jnfluenzakranke zu, in ber Vorwoche 33. — Im AuSlanbe würben für bie Zeit vom 19. bis 25. November aus Amsterdam 1, London 36 Todesfälle, Prag 2 Erkrank- unb 7 Tobesfälle, vom 12. bis 18. November aus Moskau 3 Tobesfälle berichtet. ** Eiseubahureformen. Vom 15. December ab werben auf ben württembergifchen Eisenbahnen Zeitkarten zu beliebiger Benutzung sämmtlicher Bahnen Württembergs auf fünfzehntägige Dauer für alle brei Wagenklaffen zu 45, resp. 30 unb 20 Mk. ausgegeben. Ferner werben eingeführt Fahr- bücher für 30 Fahrten innerhalb eines Jahres zwischen zwei Stationen mit einem Drittel Preisermäßigung. Der Verband deutscher Gewerbefchulmäuuer wirb seine nächste Generalversammlung in Darm stabt abhalten. Die Großh. Centralstelle für bie Gewerbe hat ben Darmstäbter OriSgewerbeverein um seine Mitwirkung bei bem Arrangement derselben ersucht unb hat ber Vorstand, biescs Vereins sich einstimmig hierzu bereit erklärt. Mit ber Generalversammlung wird voraussichtlich eine größere Ausstellung von Arbeiten gewerblicher Schulen verbunden sein. Summa: 13 (7) 9 (4) 2 (1) 2 (2) Anm. Die in Klammem gesetzten Ziffern geben an, wie viele der Tobesfälle in ber betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. Diphtheritis 2 (2) Lungenentzündung wovon 2 an Influenza 4 (1) Andere entzündliche Er - nzieller. 3. December 1893. eiche des nach kurzn itnen Professors Dr. :ftattung in Tübingen, a der Wohnung des oft. Im ÄichenM ifitat, die SchAr der itrnM. Die Leichen, i, den Nachruf Nmenl Professor Dr. Palt, rDecanHerrProfchl luftrag der Tübioc- ssor Dr. Himstedt- ch. Die nachsteheni! wiüaüung, welche den il/ntn bei Eintritt lsormalitäten zu Teste zum Abdruck- Frankreich bei W Umständen Freiha^ Ptlbermaaren, lüde und neue WM / ^brauchten Gegenstand r ft M führen, den Zoll ’P Mdhöizer, N11 ,TÄ» As, xssKr -'S*" /aefunden- ® ‘tonn b,. » ®*! 9""ichenrus ÄiZ -SM yil’S' Znnbpon Verfolgung' e7m einen 6w,; ^ftaefung der Pchzei & ,ei* »ii sw' "'ch b'i InftanntOT, Wi biet, etngetiefm, I*». M- h» 'gegend weitergeführi. anarchUchen Club; M auSgemiesen heutigen Kammer- ttentar bekrochen. W in der janjtr herdorgerusen. „$!r um den Frankiert mitzuempfinden. M npathien ausdrücken/ iiällig aus und fiQnl stdent Bernaert, somit längeren Reden eben. Frankreich Ausdruck,; larchisten verdammten. Literatur und Aunft. , — Einen guten Freund sieht man immer wieder gern erscheinen und heißt ihn herzlich willkommen, sobald er sich einstellt. Ein solch guter Bekannter ber deutschen Leserwelt ist schon seit langer Zeit Georg EberS/ ber gefeierte Romanschriftsteller, dessen Werke bekanntlich jetzt in einer Gesammtausgabe in ber Deutschen Verlags- Anstalt in Stuttgart erscheinen. Die uns soeben zugekommenen Lieferungen 7—12 enthalten den Schluß des ersten Romans, ber den 2ßeltruf bes Autors begrünbete, „Eine egyptische Königstochter", sowie ben Anfang bes zweiten „Uarba". In biesen beiben Romanen whrt ber berühmte Gelehrte ben Leser in das alte Wunderland der Pyramiden mit allen seinen Geheimnissen und versteht es, ihn durch sein bedeutendes Erzählertalent mit diesen weitentlegenen Zeiten und fremdartigen Sitten rasch vertraut zu machen. Mit Recht gilt Georg Ebers für einen ber Lieblingsautoren bes deutschen Volkes, und soweit die deutsche Zunge klingt und Landsleute deutsche Bildung und deutsches Wissen getragen haben, überallhin sind seine herrlichen Romane mitgewandert. Georg Ebers gesammelte Werke sind auf 105 Lieferungen k 60 Pfg. oder 25 Bände ä 2 Mk. 50 Pfg., elegant gebunden ä 3 Mk. 50 Pfg. berechnet, von welchen jetzt 12 Lieferungen ober 2 Bände in brillanter innerer und äußerer Ausstattung zu haben sind; für bas kommende Weihnachtsfest bilden sie ein herrliches Geschenk, dem ein Platz auf dem Festgabentisch jedes deutschen Hauses gebührt. Gedichte von D. Saul. Elegant gebunden. Preis Mk. 3. (Deutsche Verlags - Anstalt in Stuttgart.) Schon seit Jahren sind wir in den bedeutendsten Zeitschriften einzelnen Gedichten unseres hessischen Landsmannes D. Saul begegnet. Wir freuen uns, unseren Lesern heute mittheilen zu können, daß soeben eine Sammlung ber Poesien bes Genannten in schmuckem äußerem Gewände unter obigem Titel erschienen ist. Man darf das uns vorliegende Buch mit einer reifen Aehre vergleichen: bringt man in das Innere, so erstaunt man über bie Fülle golbener Körner. Muß man von ben meisten Gedichtsammlungen, die in unseren Tagen erscheinen, leiber rrrtheilen, daß sie neben manchem Guten vieles Mittelmäßige und ulcht wenig Schlechtes enthalten, so gewinnt man beim Genießen der Gedichte von D. Saul bald das wohlthuende Gefühl, daß hier das Unreife, das Minderwerthige durchaus fehlt. In der Thal buben wir einen echten Lyriker in ihm zu begrüßen, der nur bas Tiefgefühlte, das, was sich mit Macht aus der Seele emporringt, gefialtet, und der ein Feind des Gemachten und Gekünstelten, gleichwie alles Phrasenhaften und Schablonenmäßlgen ist. Das Büchlein scheidet sich in zwei Hauptabthellungen, deren erste wieder in folgende Rubriken zerfällt: „Aus der Jugendzeit", ^Wandern und Rasten", „Vermischtes", „Stachelreime und Sprüche". Das Schwergewicht der Sammlung ruht in der zweiten Hauptabtheilung, worin das Beste aus der Reifezeit des Mannes vereinigt ist. Was allen Liedern gemeinsam ist, den frühsten wie den letzten, das ist ein wunderbar tiefes Mitleben des Dichters mit der stummen Schöpfung, eine Ralur- befeelung, wie sie in gleich geheimnißvollem Zauber nur etwa bet Lenau zu finden ist. Sollen wir einige ganz besonders gelungene Gedichte der ernsten Art hervorheben, so seien genannt: „Schnee- 0!MCIO J "Astern", „Pfingsten", dann „Daheim", „Mutterliebe", „Der Blinde", vor Allem aber „Vaterhaus", ein Ge. dicht, das seinen Platz in jeder guten lyrischen Anthologie verdient. Habent eua fata libelli — möge das „Fatum" dieses Büchleins ein recht glückliches sein! In der prächtigen Ausstattung, welche der rühmlichst bekannte Verlag ihm gegeben hat, eignet es sich dazu, als willkommenes Festgeschenk unter dem Weihnachtsbaum ein Plätzchen zu finden. Insbesondere in der hessischen Heimath des Dichters möge seinem Erstlingswerke eine freundliche Ausnahme beschicken sein! Wöchentliche Ueberficht der Todessalle in Gieße». 49. Woche. Vom 3. December bis 9. December 1893. Einwohnerzahl: angenommen zu 21100 (tncl. 1600 Mann Militär). Sterblichkeitsziffer: 32,03o/«bezw. 14,78 nach Ausschl. der Ortsfremden. _ _ , Kinder Es starben an: Zusammen: Erwachsene: im vom kirchliche Anzeigen der errang. Gemeinde. Heute Mittwoch Abend 8 Uhr: Adventsandacht im Gonftrmanbenfaale der Johanneskirche. Pfarrer Dingeldey — Der Actten Gesellschaft »PoldihÜtte^, Tiegelguk« stahl'Aabrik in Wien l General-Vertreter: Paul Baus m Mannheim) ist auf der Weltausstellung in Chicago für ihren .Poldistahl* Seitens der Jury die höchste Auszeichnung zuerkannt. Es ist dies um io bemerkenswerther, als nur sehr wenige Fabrikanten von Werkzeugstahl eine Auszeichnung erhielten, obwohl eine große Zahl rühmlichst bekannter Tiegelgußstahl-Fabriken sich an dem Wettkampfe betb-iligen._________________________ — Btt Influenza. Epidemien erweisen sich vorzugsweise Aays ächte Sodener-Mtneral Pastille« als ein ausgezeichnetes Linderungsmittel. Aufgelöst in süßer Milch wird durch sie die Heftigkeit der catarrhalischen Affectionen abgeschwächt, bie Schleim- absonderung sehr begünstigt und dem Leidenden dadurch wohlihälige Erleichterung gewährt. Fays ächte Sodener Mineral- Pastillen sind in allen Apotheken, Drogerien- und Mineralwasser- Handlungen ä 85 Ps per Swachtel zu haben. [9195 •v 2. Solostücke für Mendelssohn. (op. 12 Claviertrio in Es (op. Pianoforte. walter Herrn Btorck zu haben. [10132 | Zu Wcihnachtcncmpfohlcn mir öftar gänzlich auf Wilhelm 2 Marktstrasse 2 9788 Ehrendiplom [10218 Bierbrauerei 10281 lotSdamerstr- 38 10225 L Kirchstrasse L unterhält Lager von handln karten des Herrn Challier, Studenten- 0.60 Mk. auch beim Hausver- statt. 10232 nach langem, entschlafen ist des neuen Locals Freitag den 15. December Münchener Kunst- Ausstellung der Loge- 1. Streichquartett in Es-dur in allen Buchhandlungen und in den Expeditionen Berlin W i e n l. Operngaffe 3. C. Krausse, Groffh. Musikdirektor Gießen, 13. December 1893 Nr. 1), Beethoven. Eintrittskarten A 1.50 Mk. und Schülerkarten L 0.60 Mk. sind in der Musikalien Photographie-Rahmen in Gold-, Barock- und Politur-Leisten 1U223J ..... schöner Handschrift, sucht, gestützt auf la. Zeugnisse und Empfehlungen, per 1. Januar, event. später anderweitige 10174) Köchinnen u. Mädchen, f Küche u. Hau« finden vor u. nach Weibn sehr gute Stell-d Fr Hüttevderger, Seltersweg. |t. d. Masse b. Hrn. 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Für die liebevolle Theilnahme an dem schweren Verluste unserer lieben Gattin, Mutter, Schwester, Schwägerin und Tante Krau Karoline Fetri sowie für die reichen Blumenspenden und trostreichen Worte des Herrn Pfarrers Dr. Grein sagen ihren tiefgefühlten Dank Die trauernden Hinterbliebenen. Aeilgebotenes. Schellfische etc. frisch und billig Im ,Rebstock". [9879 Donnerstag d. 28. December, Nachmittag- 2‘/i Uhr, sollen auf dem hiesigen OrtSgericht die den Gustav Mook Eheleuten in Gießen gehörigen Immobilien: Flur 1 Nr. 689a»/100 — 53 qm Grab, garten in den Neuen Säuen, Flur 1 Nr. 689e«/IOo — 308 qm Hof- raitbe daselbst öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, den 5. December 1893. Grohh. OriSgerichi Gießen. I. A-: Bogt. 1C072 Unseren hiesigen und auswärtigen Kunden und Gönnern die ergebene Anzeige, daß ich das von meinem seligen Manne betriebene Putz u. Modewaaren Geschäft unter der seitherigen Firma unverändert weiter betreibe. 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Außerdem erscheint eine M große Ausgabe mit alleu Kupfern unter Zugabe von 86 großen farbigen Modenbildern, also i« Ganzen 60, »um Preise von 4 Mk. 25 Pfg. oder 2 Fl. 55 Kr. ö. W. Probe-Hefte gratis und franco Kinder«Schürzen in großartiger Auswahl und billigen Preisen empfiehlt Robert Haas 10221] Seltersweg 18. Verwandten und Bekannten hierdurch die schmerzliche Mittheilung, dass meine gute brave Frau, unsere liebe Schwester und Schwägerin Louise Simon Donnerstag, 28. Decbr., Nachmittags 2‘/> Uhr, sollen aus dem hiesigen OriSgerichi die den Karl Germann «helenten in Gießen gehörigen Immobilien: Flur 1 Nr. 566 — 75 qm Hofratthe auf dem Kreuz, Flur 1 Nr. 568 — 150 qm Hofraum daselbst öffentlich meistbietend versteigert werden- Gießen, 15. November 1893. Großh. OriSgerichi Gießen. ___________I. A.: Bogt.________9556 Um stille Theilnahme bittet Heinrich. Simon. Giessen, den 12. December 1893. Die Beerdigung findet Donnerstag den 14. December, Nachmittags 4 Uhr, vom Trauerhanse, Neuenweg 32, aus statt. [10228 Eine herrliche Weihnachtsgabe für Knaben und Mädchen von 10-16 Jahren ist der soeben p» erschienene 48te Band von r»iniinrl Fran? HOFFM's neuer deutscher MMssßW I I WIIL^ Familienbuch, in dem auch Erwachsene gern lesen. 57Ä Seiten Text mit vielen ganz- und doppelseitigen Bildern in Farbendruck, Stahlstich etc. Prächtig gebnnden für Mk. za beziehen durch jede Buchhandlung, sowie direct von Schmidt & Spring Stuttgart. Stellung. Gest Offerten erbitte unter C. 8. an die tipeb. dS. Blatte« 10224] BraveS Dienstmädchen bat Atlbbenlel mit Ersparnissen verloren. Gegen Belohnung abzugeben ____________Bahnhofstraße 37, III. Ein junger Iaseiochse dunkelroth, Vogelsberger Raffe, sprung- fähig, zu verkaufen bei Zimmermetster Bechthold, 10226] LaunSbach. 102171 Ein fast noch neuer Saffee- brsnner billig abiugeben- Asierweg 26 Die Kunsthandlung ü. Vergolderei von Carl Leib, Giessen Bilderbogen gemeft unö ungemalt. 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