1893 Amts- lind Anzeigeblatt für den Tiveis Gieszen. Abonnements - Einladung! Bekauntmachuag. Hratisbeitage: Alle Luvonem-Bureaux deS In- und Auslandes nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Der Gießener Anzeiger trfdjrint täglich, nt Ausnahme deS Montag«. Die Gießener Pnmtktent kälter »erKm dem Anzeiger »gchmtUch dreimal heigrlrgt. Die untern 14. August l. I. verfüate Sperrung der Krebsbachbrücke im Kreisstraßenzug Beuern—Bersrod wird hierdurch aufgehoben. Kietzen, den 12. September 1893. Grotzherzogliches Kreisamt Gießen. Lesern in hiesiger Stadt werden wir, wie seither, bcn Anzeiger weitersenden und den Abonnements- betrag durch Quittung erheben lassen, falls nicht ausdrückliche Abbestellung erfolgt. Hochachtend Verlag des „Gießener Anzeiger" Gießen, den 12. September 1893. Betr.: Die Einrichtung der Fortbildungsschulen. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag» für dm tolgmdrn Tag erscheinenden Nummer bi» Corrn. 10 Uhr. «Berlin, 11. September. Anlage von Sperrforts in Lothringen. Verschiedenen Provlnzblättern ist eine Berliner Meldung zugegangen, in welcher erzählt wird, anläßlich der Manöver in Lothringen sei in militärischen Kreisen die Ansicht geäußert worden, daß es trotz der Befestigungen um Metz einem von Westen her vordringenden Feind möglich sein würde, zwischen Metz und Saarburg in Lothringen einzudringen und die lothringische Hochebene als erstes Schlachtfeld sür sich zu gewinnen. Besonders der Commandeur des 16. Armeecorps, Graf Haeseler, soü diese Ansichr vertreten und den Kaiser von der Richtigkeit derselben überzeugt haben. Man folgert daraus, daß von der Reichsregierung die Anlage von Sperrforts zwischen Metz und Saarburg in Erwägung gezogen werden dürfte. Wenn sich diese ganze Mitthetlung bestätigen sollte, schreibt daS „Berl. Tagebl.", so würde Deutschland nur zu einer Maßregel greifen, welche bekanntlich in Frankreich längst in großem Maßstab ins Practische übertragen ist. Eine riesige Kette von Sperrforts zieht sich von der belgischen bis zur schweizerischen Grenze Frankreichs. Die • Ausland. — Mit voller Kraft rüstet man sich sin Frankreich zu einem möglichst glänzenden Empfange der angesagten rufst- scheu Gäste. Zwar steht das Programm zur Begrüßung des russischen Geschwaders noch nicht vollständig fest, aber schon das, was bis jetzt hierüber verlautet, läßt erkennen, daß sich die gesammten Festlichkeiten innerhalb eines glanz- und geräuschvollen äußerlichen Rahmens und unter entsprechendem politischen Aufputz abspielen werden. Daß es in der neu entfachtest Russenbegeisterung der Franzosen nicht an mancherlei grotesken Zügen fehlt, läßt sich denken. Dies gilt namentlich von dem schönen Vorschläge, den Tag der Ankunft der russischen Kriegsschiffe in Toulon künftig als einen allgemeinen französischen Nationalfesttag zu begehen, leider scheint man aber in den Pariser Regierungskreisen diesem erhabenen Gedanken kein genügendes Verständniß emgegenzubringen! Einen Vorschlag anderer Art leistet sich der Marsekller Gemeinderath, er hat nämlich beschlosien, die Regierung zu ersuchen, den Russen den Hafen von Marseille als Kohlenstation einzuräumen, auf welche Anregung man in Parts vielleicht eher eingeht. — DaS industrielle Belgien scheint wieder einmal am Vorabend eines allgemeinen Bergarbeiter-AuSstandes zu stehen. . Es macht sich in den Mittelpunkten des belgischen Bergbaues eine intensive Bewegung zu Gunsten eines allgemeinen StrikeS der Bergleute für den Fall bemerklich, daß die Grubenbesitzer die von den Arbeitern verlangte Lohnerhöhung nicht bewilligen sollten- der Strike soll eventuell am nächsten Montag beginnen. Die belgische Regierung wird gut thun, gegenüber der drohenden Möglichkeit eines größeren StrikeS der em- heimischen Bergleute auf der Hut zu sein, da die Erfahrung lehrt, daß gerade in Belgien umfangreichere Arbeitseinstellungen immer gleich einen gewaltthätigen, revolutionären Character anzunehmen pflegen. Bikrlcliihrlgrr JMonttemenUpretoi 2 Mark 20 Psg. mü Bringerlohn. Durch dir Post bcjogce 2 Mait 50 Pfg. Rebaction, Ervediti»» und Dtudtrri: Fernsprecher 51. Neueste Nachrichten. Wolffs telegraphisches Correspondenz - Bureau. Karlsruhe, 12. September. Nach der Rückkehr vom heutigen Manöver wohnte der Kaiser Nachmittags dem Militärconcert im Schloßgarten bei. Um 3 Uhr besuchte der Kaiser mit dem Großherzog das Cadettenhaus. Abends halb 7 Uhr fand ein Familiendiner im Schlöffe statt und darauf besuchten die Herrschaften die Festvorstellung im Hof. theater. ft Saubeta? Betr.: Jagdvergehen des Postfecretär i. P. Karl Weber und deffen Sohnes Jacob Weber zu Gießen. Das GnHhetzogliche Kreisamt Metzen an die Polizeibehörden und die Großherzoglrche Gendarmerie des Kreises. Nachdem der Postfecretär i. P. Karl Weber und deffen Sohn Jacob Weber zu Gießen wegen Jagdvergehens rechtskräftig verurtheilt wurden, sind dieselben nicht mehr berechtigt, auf Grund der denselben am 19. November 1892 bezw. am 8. Juni 1893 ausgestellten Jagdwaffenpäffe ein zur Jagd taugliches Feuergewehr zu führen. Sre wollen sich hiernach bemeffen und die Ihnen unterstellten AusstchtS- deamten entsprechend instruiren. v. Gagern. -rr. 216 Erstes Blatt. Donnerstag den 14. September ergeben haben sollten, daß in unserer Bertheidigungsftellung o noch eine Lücke vorhanden ist, so läßt sich gegen die Aus- Nummern nach auswärts vostftei zu versenden. Den | fiillung derselben kaum ein stichhaltiger Einwand Vorbringen. - - «- • 1 _ Bezüglich der Erhebungen über die Brau- | steuer, die jüngst von der Reichsregierung vorgenommen worden sein sollen, erhält das „B. T." jetzt von seinem Gewährsmann eine zweite Zuschrift, in welcher er die Möglichkeit zugibt, daß diese Erhebungen nicht mit neuen Steuer- plänen in Verbindung zu bringen seien. Der Berichterstatter schreibt nämlich: „Die Steuerbehörde hatte kürzlich angeordnet, die Anzahl der Brauereien, welche bis zu 150 Hectoliter Bier jährlich Herstellen, im abgelaufenen Etatsjahre zu ermitteln und diese Ermittelungen auch auszudehnen auf Brauereien, die bis zu 500, aber nicht über 5000, ferner auf solche, die über 5000, aber nicht über 15 0OO und solche, die über 15000 Hectoliter Bier im Jahre Herstellen. Außerdem sollten noch verschiedene andere Erhebungen stattfinden, welche genau den Bestimmungen des vorjährigen Entwurfes über die Verdoppelung der Brausteuer entsprechen. Aus der Anordnung dieser Ermittelungen glaubte ich den Schluß ziehen zu dürfen, daß der vorjährige Brausteuer- Gesetzentwurf wieder ausgenommen sei und ich kann mich auch gegenwärtig noch nicht davon überzeugen, daß dies, wie einige Blätter melden, ganz unmöglich sein soll. Es muß jedoch zugegeben werden, daß jene Ermittelungen möglicher Weise nur der Statistik wegen erhoben sind." Berlin, 12. September. Auch der Besuch Kaiser Wilhelms in Straßburg anläßlich der Parade des 15. Armeecorps hat trotz seiner Kürze dazu beigetragen, den diesmaligen Kgisertagen in Elsaß-Lothringen besonderen Glanz i und besondere Bedeutung zu verleihen. Mit Heller Begeisterung ! ist der Schirmherr des Reiches am Samstag auch von der Bevölkerung der elsässischen Hauptstadt begrüßt worden, auch in Straßburg hat er, wie schon in Metz, eine begeisterte und herzliche Aufnahme gefunden. Kaiser Wilhelm selbst aber hat bei seinem jüngsten Aufenthalte in der „wunderschönen Stadt" deren Lob in Hellen Tönen erklingen laffen. sie eine Perle in den deutschen Landen und eine der besten unter den I deutschen Städten genannt, eine Anerkennung aus so hohem Wr ™ fypoty' Oichemr Anzeiger Kenerat-Mzeiger. d. autitrb. such fj Sparr, AaplanSg.^ LudwWlai» awM 8 (Bau- uiWrar- e (Chemiker, l ; Electrotecho.r--'- lations-Geom«« QfangenrurAuM Württemberg, 14. Ootober. W Ä- Aft-n •«';!? laurt schätzen wissen! . — Ueber Emin Pascha sind schon wieder neue Nachrichten aus Afrika eingegangen. Sie besagen, daß Emin Pascha vier Tagereisen von den Stanleyfällen entfernt durch feindliche Araber getödtet worden sei, welche dann das Elfenbein Emins fortschleppten. Von einem belgischen Offizier seien die Sammlungen und das bis zum 31. December lo9J geführte Tagebuch Emin Paschas gerettet worden. — Die angekündigten kommissarischen Handelsvertragsunterhandlungen zwischen Deutschland und Rußland in Berlin werden bestimmt am 1. October beginnen. Eine Petersburger osficiöse Meldung besagt, daß die russischen Delegirten sür die neuen Zollverhandlungen am 27. September nach Berlin abreisen, und da selbstverständlich die deutschen Delegirten bereits zur Stelle sein werden, so kann also ohne Weiteres der Eintritt in die neuen Unterhandlungen erfolgen. Hoffentlich bewirken dieselben endlich das Zustandekommen des deutsch-russischen Handelsvertrages , und hiermit das Aufhören des für beide Theile gleich schwere Nachtheile nach sich ziehenden Zollkrieges. Munde, auf welche die Straßburger alle Ursache haben, stolz zu sein. Und wenn dann der kaiserliche Herr die Ueber- reuguna aussprach, daß sich die Straßburger in ihrer Wteder- ! • ' ,:gunz mit dem Deutschen Reiche wohl fühlten, so findet . Annahme durch die sichtlich fortschreitende Verdeutschung der Straßburger Bevölkerung ihre Bestätigung. Von speciellem Interesse erscheint aber die gelammte Straßburger Rede des Kaifexs, wenn man sich erinnert, daß seil den letzten Reichstagswahlen August Bebel die Stadt Straßburg im deutichen Parlamente vertritt. Denn es hieß ja, diese Wahl habe den Kaiser persönlich tief verstimmt und werde er dies den Straßburgern schon noch zu erkennen jjeben. Wohl, nun hat der erlauchte Monarch in Straßburg gesprochen, aber in feiner Rede klang nicht der leiseste Mißmuth darüber hindurch, daß I die Stadl einen socialdemokratischen Vertreter in den Reichstag gesandt hat, sie gestaltete sich vielmehr zu einer warmen und wohlwollenden Kundgebung für die so herrlich aufstrebende Hauptstadt des Reichslandes — und die Straßburger werden I dieses unveränderte kaiserliche Wohlwollen für sie sicherlich zu Die । Grotzh. Kreis-Schulcommission Metzen, diese Annal Zum Bezug des „Gietzener Anzeiger" für das 4. Vierteljahr 1893 laden wir hiermit ergebens cm. Wie bisher, wird der „Gießener Anzeiger" die Tagesereignisse in kurzer den Thatsachen entsprechender Weise zur'Kenntniß seiner Leser bringen. Die neuesten Nachrichten der zuverlässigsten telegraphischen Nachrichten-Bureaus sonne zahlreiche Mittheilungen aus dem engeren uiid weiteren Vaterland halten den Leser stets über die Vorfälle in demselben auf dem Lausenden. Unterstützt durch an allen Orten der P r o v.i n z Lberhessen ansässige Berichterstatter, ist der „Gießener Anzeiger" ferner in der Lage, die interessanten Vorgänge in der Provinz so frühzeiüg wie möglich zur Kenntniß seiner Leser zu bringen, desgleichen wird den Begebenheiten in der Stadt Gießen die gebührende Besprechung im localen Theile des Anzeigers zu Theil werden. Der in der Provinz Oberhessen betriebenen Landwirthschaft wird der Anzeiger durch Veröffentlichung von allem Wissens- merthen aus dem Gebiete derselben besondere Berücksichtigung zu Theil werden lassen, daneben aber auch die Beobachtungen und Erfahrungen in Haus- n» irthschaft, Handel, Gewerbe und Industrie in den Kreis seiner Besprechungen ziehen. Ein gediegenes Feuilleton wird neben besonderen Artikeln ernsteren und heiteren Inhaltes den erwünschten Unterhaltungsstoff bieten. Außerdem werden die „Gietzener Famttienbläiter", welche dem Anzeiger wöchentlich 3 mal beigelegt werden, und die stets ein gewähltes Feuilleton als Unterhaltungsstoff bringen, namentlich im Kreise der Familien eine beliebte Beigabe bieten. Wir ersuchen nun namentlich auswärtige Leser, Bestellung bis 1. October den Anzeiger kostenfrei zu- - - . - • --— xc-in—— gestellt, wie wir aych gerne bereit sind, Probe- v. Gagern. Gießen, den 12. September 1893. M Saale W „7*6«“ N' p68T Brühl'sche Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch). Aintlicher Theil. an die Schulvorstände des Kreises. Wir erinnern Sie daran, daß die Schülerlisten in rubr. Betreff bis Ende des Monats an uns einzusenden sind. Zugleich machen wir Sie darauf aufmerksam, daß nach 6 6 pos. 2 a, b, c, d des Ministerialausschreibens vom 13. Juli 1875 in die Listen alle schulpflichtigen Schüler einzutragen sind und bei von auswärts Eintretenden die betr. Gemeinde anzugeben ist. . x Die aus Ihren Gemeinden in andere Gemeinden übertretenden Schüler sind getrennt von den anderen aufzuführen und dahinter ist zu bescheinigen, daß die nöthtge MU- theilung an den Schulvorstand der betr. Gemeinden erfolgt ist. pos. 2 c. . ,, Die Verzeichnisse sind nicht, rote vereinzelt gefchehen, durch die Lehrer, sondern durch die Vorsitzenden der Schulvorstände mit Begleitbericht an uns einzusenden. v. Gagern. Deutsche- Reich. ortner MMet und iw. Hermann, dtahl-Werk. ffofort gtfu$ bd t MU verlässiger 'knecht vhn gesucht. "vsenthal^ ehrliitg lwaam, Sicht' Toegrfmt. (?: Bl. licht or ob e. Atta (28 3.) iltnWer^t* vctod« fmbatii en jur SrUtnoii ober wr Srholw , ebenso für jün:r. legenbeit jutn Sesit M bet rttrich Wwi. a. 6. Beeilt. atze. B-ste Referent- \Wv tarnen ans W Ostanlage 39. McT auch die schönsten Blüther» prangte, sondern gleichzeitig zeigte. t Sbersiadt bet Lich. Rn bet In der Nähe unserer (Setreidepreise und Gctrcidespeculationen. Die fortwährend sehr niedrig stehenden Getreidepreise l erwecken mit Recht den Unmuth der Landwirthe, -denn solche Preise sind ohne Zweifel dazu angethan, die Landwirthschaft in eine große KrisiS hineinzulreiben. Dabei kann der Landwirth, wenn Fabrikanten und Kaufleute ebenfalls über schlechte Preise und Ueberproduction klagen, unbedingt seine Lage noch für ungünstiger halten, denn die Wahrnehmung einer günstigen Conjunctur, wie solche doch hin und wieder dem Fabrikanten und Kaufmann sich darbietet, bleibt nach den Erfahrungen der letzten Jahre, wo sich die größten Gegensätze zeigten, den Landwirthen verschlossen, wenn es ihnen nicht gelingt, den Schäden der Getreidespeculationen an der Börse mit einigem Erfolge entgegenzutreten. Angebot und Nachfrage bleiben ja stets die ersten Factoren der Preisbildung und gegenüber fortwährendem großen Angebot kann keine Preis« steigerung stattfinden. Aber neben dem wirklichen, natürlichen Angebote des Getreides giebt es auch noch ein künstliches, wie solches zumal in den sogenannten Baissespeculationen an der Börse zum Ausdruck kommt und diesem künstlichen Massen- angebot muß die Landwirthschaft entgegenzutreten suchen. Leicht ist dieses Entgegenwirken allerdings nicht, da die Börsen« speculanten nicht nur mit viel Geld, sondern auch oft sehr geschickt und sehr lange mit Scheinmanövern arbeiten und den Landwirthen Sand in die Augen streuen. Eine sehr eigenthümliche Erscheinung muß aber jedem die Getreidebörse mit Aufmerksamkeit verfolgenden Landwirth doch auffallen. Nämlich folgende Beobachtung kann man regelmäßig machen: Wenn die Landwirthe vor einer guten Ernte stehen und die Speicher sich zu füllen scheinen, so finden an der Börse stets stufenweise Preisrückgänge statt und dem Getreidebauer wird vorgeredet, daß wenn er nicht schleunigst sein Getreide auf den Markt bringe, so werde er sich später mit einem weit geringeren Preise begnügen muffen. JedeSmal aber dann, wenn der Landwirth keinen nennenSwerthen DerkaufSvorrath mehr hat, also der Landwirth auch keinen Nutzen wahrnehmen kann, beginnen die Getreidepreise gewöhnlich wieder zu steigen. Diese Manöver der Speculation in Bezug auf übertriebenen Druck der Getreidepreise und Abnahme des Getreides zu niedrigen Preisen, um hinterher höhere zu erzielen, sollte eben die Landwirthschaft niemals durch übereilten Verkauf begünstigen, sondern geeignete Centralstellen sollten daS Angebot regultren. Hätte zum Beispiel daS inländische Angebot in den letzten Wochen keine bedeutende Höhe angenommen, so wären Angesichts der hohen Zölle gegen Rußland sicher befiere Preise erzielt worden. CocctUs nnfr provinzieller. Gießen. 13. September 1893. •• Frachten für Düngemittel. Die Königl. Eisenbahn« Direction Hannover hat an den Landwirthschaftlichen Verein der Provinz Oberheffen folgende- Schreiben gerichtet: „Qn der Tagespreise ist in letzter Zeit wiederholt hervorgehoben worden, daß eine weitere Verbilligung de- Dünge» mittelbezuge- beabsichtigt werke. Demgegenüber sehen 100 Soldaten und 50 Polizisten konnte die Ordnung nicht aufrecht erhalten werden. Der Magistrat traf m:t Der- stärkung ein, um die übliche Aufforderung an die Ruhestörer zu richten. Paris. 12. September. Durch einen Sturz vom Pferde hat sich General Miribel so schwere -Verletzungen zu« gezogen, daß er heute gestorben ist. General Miribel galt als oberster Heerführer im künftigen Kriege. Pari«, 12. September. Da- Seichende gängniß Miribel- findet Freitag in Grenoble statt. I Paris. 12. September. Der französische Gesandte in I Petersburg, Graf Montebello, trifft hier morgen ein und I überbringt die Instructionen des russischen Kaisers bezüglich des Besuches des russischen Geschwaders in I Toulon. Calais. 12. September. Der schwedische Gesandte in Paris eröffnete gestern feierlichst daS Kabel mit Scan« dinavien. Kopenhagen. 12. September. Eine agrarische Bersamm« lung im Holmewald bei Sapkjöbing, dem Grafen Haugwitz« Hardenberg gehörig, war von 2000 Theilnehmern besucht, die nach den Dorträgen in großer Mehrheit ihre Zustimmung zu dem agrar-politischen Programm bekundeten. Petersburg, 12. September. Zwischen den dicht an der i I Grenze bei Horsele manöverirenden preußischen und russischen Truppen fanden in der letzten Zett öfter freundschaftliche Annäherungen statt. Die Offiziere besuchten sich gegenseitig. Petersburg. 12. September. Wie aus Südrußland ge« meldet wird, hat gestern an verschiedenen Orten ein starke- Erdbeben stattgefunden. Petersburg. 12. September. Die Maschinenfabriken landwirthschaftlicher Maschinen und Geräthe erließen ein I Rundschreiben an alle russischen Händler, worin sie denselben I anbieten, alle Maschinen zu denselben Preisen wie die deutschen I Fabriken zu liefern; hierauf antworteten die deutschen Fabriken I mit einer Preisrehgrcti on von 10 —15pEt. Warschau. 12. September. Den Blättern wurde von I der Censurbehördc untersagt, über die österreichischen ! Manöver in Galizien zu berichten. Wien, 13. September. Die „Wiener Zeitung" ver- I öffentlicht eine Verordnung des Ministeriums, wonach j nach kaiserlicher Genehmigung die zeitweilige Suspendirung | der Artikel 12 und 13 des Staatsgrundgesetzes über die j allgemeinen Rechte der Staatsbürger im Gebiete der Haupt- I ftadt Prag und der BezirkShauptmannschaften Weinberge, | Karolinenthal, Smichow, sowie die einjährige Einstellung der I Geschworenengerichte für den Landesgerichtssprengel Prag I für gewisse Delikte verfügt wird. 12. September. Heute Abend Kirche ein Biwak von zwei c | wir uns veranlaßt, die bestimmte Mittheilung zu machen. ' I fcQB auf eine Ermäßigung der Düngemittelfrachten für’ I diesjährigen Herbstbezug nicht zu rechnen ist. I rheilen dies mit, um zu verhindern, daß die fraglicher I Transporte bis zur Zeit de» starken Herbstverkehrs aufge- I 'Haben und dadurch Schädigungen durch TranSponver- zögerungen in Folge der ' tariert Inanspruchnahme de- I Wagenbestandes entstehen, indem wir zugleich ergebenst er- I 'Mm, in Interessentenkreisen diese Nachricht gefälligst ver. I breiten zu wollen." I . ** weites Theater. Wie unS mirgetheilt wird, beginnt die I diesjährige Spielzeit mit Sonntag, den 1. Oct ober und soll | mit der in Gießen so überaus beliebten Poffe „Der Registrator I ?uf Reisen" eröffnet werden. Herr Director Reinere I ein zahlreiche- und ausgezeichnetes Personal für die I Bühne gewonnen haben, und steht uns demnach, wenn wie noch einen BUck aus die stattliche Anzahl Novitäten I rocr'm/ welche un- für diesen Winter geboten werden sollen I txnt sehr genußreiche Theatersaison bevor. Die Ankündigung I mit der Abonnement- Einladung wird in den nächsten Tagen I erscheinen. I •• Dieser Tage find den verttauen-männern der Unter. I stützung-kaffe der hessischen LaadeSirreaaaßallea die Geichäns. I berichte der Verwaltung sür da- Rechnungsjahr 1892—93, I sowie die Sammellisten zugegangen. Die erwähnte Äafjt I bringt den bedürftigen Pfleglingen der LandeSirrenonstalten | bei und nach der Entlassung au- ber Anstalt, sowie dm noth. leidenden Angehörigen dieser Pfleglinge diejenige Hilfe, die I denselben ander- woher nicht oder nicht genügend gebracht I wird oder nicht gebracht werden kann. Nach Anordnung der I Staatsbehörde bedarf die Sollecte einer vorherigen Erlaubn.ß I Polizeibehörde nicht. Indem wir die Aufmerksamkeit I unserer Leser ans diese Sammlung zu lenken un- erlauben, I wrechen wir die Hoffnung au-, daß der Kaffe reckt viele und i reiche Beiträge -ufließen. •* Sommerfrische für Lehrer. In hessischen Leserkreisen beabsichtigt man die Errichtung einer „Sommersri sche" sür I erkrankte Lehrer. Für eine solche Anstalt wurde der „Altenburgs • Kopf" bei Schotten in Aussicht genommen. Die erste Cornitö-Sitzung, welche nächsten Sonntag unter dem Vorsitze de- Herrn DirectorS Fiedler« Darmstadt irn Hotel Hartmoim zu Frankfurt abgehalten wird, will die weiter zu ergreifmden Schritte berathen. ♦* Zur Warnung. Wir finden in verschiedenen Blättern wieder ein Inserat, wonach von Paris au- binnen drei | Tagen Jedermann Geld bekommen könnte. Vor diesem ! Schwindel, welcher immer noch bei denen, die nicht alle wer« den, Erfolg hat, wurde schon Seitens der Reichsbehörden gewarnt und wollen wir die- hier ebenfalls thun. Wer auf den Leim geht, hat zunächst, anstatt Geld zu bekommen, solche» als Vorschuß an den „edlen" Geber in Paris zu schicken und damit ist die Sache erledigt, denn im besten Falle erhält er Acceptunterschrift irgend eine- Ehrenmannes in Paris, Nr ihm Niemand diScontirt, meisten- aber giebt e- gar feint Antwort weiter und damit ist der Zweck der Annonce, nämlich der Gimpelfang in Deutschland, erreicht. ** Warnung. Bei Stellenangeboten au» London, die jetzt wieder in den Jnseratenspalten der Zeitungen aus« tauchen, ist den Reflectanten die größte Vorsicht dringend anzurathen. Während unsere einheimischen Stellenvermitte- lungS-Schwindler Leute aus allen Kreisen zu erlangen suchen, haben cs ihre Londoner Eollegen — übrigen- meist Deutsche, die sich hinter einer schön klingenden englischen Firma verbergen — zumeist auf junge Lehrerinnen, Gouvernanten und Gesellschafterinnen abgesehen. Bei Offerten folgender Firmen ist besonders Vorsicht anzuempfehlen : Mr. Malville, 52 Brewer Str. London W. und Charles Bulton u. (So., 41 London Street, Fitzroy Square W. r.- Lich, 12. September. Die durch Herrn Kofler aus Darmstadt vorgenommenen Ausgrabungen de» RömercastellS in der Nähe der Berger Mühle nehmen einen rüstigen Fortgang. Bereit- sind die Süd», Oft- und' Westseite freigelegt und ebenso drei Thore mit ihren flankirten Thürmen aufgefunden. DaS Thor der Südseite ist ganz besonders wunderbar schön erhalten, dergleichen die Mauer mit ihren abgerundeten Ecken auf der Westseite. Weiter ist zu bemerken, daß daS Profil der Umwallung-gräben voll- ständig nachgewiesen ist und daß dieselben auffallend steil von der schmalen Bermc abfallen. Die Straßen im Innern des CastrumS, welche durch da- West« und Südthor führten, können gleichfalls jetzt schon verfolgt werden. Nach allen bi» jetzt zu machenden Beobachtungen kann mit voller Bestimmtheit behauptet werden, daß die Bloßlegung dteseS Castell» viel Interessantere- bietet als desjenigen zu Butzbach. Man sieht deshalb mit der größten Spannung den weiteren Ausgrabungen entgegen *** Lich, 11. September. In einem Baumgarten tn der Nähe des städtischen Reservoirs, dem Herrn vorschußkaffe- rechncr Dörmer gehörend, konnte man seither einen Apfelbaum beobachten, welcher nicht nur mit reichen prächtigen Früchte» Lanterdurg, 12. September. Born badischen CorpS wurden gestern auf der Fähre bei Lauterburg vortruppen auf daS linke Rbeinufer gebracht, von 7 Uhr ab fand während der ganzen Rächt ein ununterbrochener Uebergang auf Ponton- bei Mothern statt. DaS 15. CorpS stand mit dem Gros bei HerrliSheim am Zorn. Cavalleriepatrouillen waren bis Lauterburg vorgeschoben, wo während der ganzen Nacht kleine Gefechte stattfanden. Um 5 Uhr begann, ge« schützt von der Artillerie, der Brückenschlag bei Lauterburg Der Gegner verhielt sich ruhig. Um 8 Uhr war die Brücke vollendet. Alsdann begann der Uebergang des 14. CorpS. Das 15. war mittlerweile herangekommen. Der Kaiser traf um 5i/i Uhr in Wörth ein. Er befindet sich geaenwärtio bei der geschlagenen Brücke. Compagnien Ver 115er statt. Diese» militärische Schauspiel hat eine Menge Schaulustiger, namentlich au- dem benachbarten Lich, herbeigezogen. A Von der oberen Cb», 12. September. In der gestrigen und heutigen Nackt sank die Temperatur bei scharfer Ostluft so tief, daß tm Thale Mni», Bohnen, Gurken und Kartoffetnsträucher erfroren sind. Durch da» Erfrieren de» Mai-, der hier eben erst zur Versütterung gelangt, ist der Schaden beträchtlich. Ebenso hätten auch die Bohnen, die noch voller Blüthen hängen, bet milder Witterung noch gute Erträge geliefert. Ueberhaupt hat die Wetterlage eine Lauterburg, 12. September. Kurz nach 8 Uhr, nachdem die Schiffbrücke bei Lauterburg vollendet war, überschritt Se. Majestät der Kaiser mit dem Großherzog von Baden und Gefolge dieselbe, worauf da» Gros des 14. Corps unter den Augen Seiner Majestät die Brücke pasfirte. Die bis dahin bei Lauterburg und Mothern auf Ponton» und mittels Fähre Aber den Rhein gegangenen Bortruppen waren in« -wischen in südlicher Richtung vorgerückt, ohne auf den Feind, mit Au-nahme einiger feindlichen Cavalleriepatrouillen, zu stoßen. Das 15. CorpS wich überhaupt zurück und bis 1 Uhr Mittags war noch kein Zusammenstoß erfolgt. Se. Majestät ber Kaiser fuhr um 10 Uhr Vormittags nach Karlsruhe zurück^ um U®/4 Uhr folgten Allerhöchstdemfelben die anderen Fürstlichkeiten. Der Kronprinz von Italien hatte dem Beginn des Brückenschlages beigewohnt und sich dann zu dem Pontonübergang bei Mothern begeben. Bon hier rückte der Kronprinz von Italien sodann mit den Truppen des 14. CprpS toetter vor. Der Uebergang über den Rhein vollzog sich ohne Unfall. Den Truppen wird Waffer nachgeführt, da die Gegend des heutigen Manövergeländes und des Biwaks auö« getrocknet ist. Die kleine Stadt Lauterburg ist glänzend geschmückt. Aus dem Elsaß und der Pfalz sind Tausende herbeigeeilt. In Lauterburg wurde Seine Majestät der Kaffer heute vom Prinzen Alexander zu Hohenlohe be- j k>E^, h welcher um 2 Uhr Nachmittag- nach Straßburg! Dresden, 12. September. Der König von Sachsen retst Sam-tag zur Theilnahme an den Manövern und den Hofjagden nach Günz in Ungarn ab. Baris, 12. September. Da- „Echo de Paris" meldet: Nur russischen Offizieren ist gestattet, als Abgesandte einer fremden Macht den Manövern des 6. Armeecorps in der nächsten Woche beizuwohnen. 121 September. Eine große Menge franzö- I fischtr Arbeiter zog heute Vormittag nach Auteuil, um gegen die Bauunternehmer zu protestiren, die bei dem I borttgen Brückenbau italienische und belgische Arbeiter beschästigen. Die Polizei mußte zum Schutze der ausländischen Arbeiter einschreiten. Mons, 12. September. Von 24,000 Bergarbeitern im -öortnage, die zur Abstimmung über einen sofortigen I Uu-stand aufgefordert wurden, stimmten nur 12,000 dafür, ble übrigen enthielten sich der Abstimmung. Depeschen de- Bureau „Herold". 1 Berlin, 12. September. Den „Berl. Polit. Nachr." I zufolge haben die reichlichen Niederschläge, welche seit mehr I al- einem Monat in fast allen Theilen Deutschlands nieder- I gegangen sind, auf das Gesammtergebniß der Futterernte I bessernd eingewirkt. Der Ertrag des zweiten Grasschnitter ist durchweg befriedigend, sodaß von einer Futternoth keine I Rede sein könne. Berlin, 12. September. Die Angabe eines hiesigen Blatte-, es bestehe die Absicht, den Schwerpunkt des kaifer« I lichen HofhaltS zukünftig von Berlin nach Potsdam! zu verlegen, wird in dem angegebenen Umfange bestritten, | da eine Aenderung des HoflagerS nicht geplant fei. Berlin, 12. September. In parlamentarischen Kreisen wird davon gesprochen, der Reichstag werde bei seinem Wiederzusammentritt die nöthigen Wahlprüfungen, zunächst als die schwierigste Materie, erledigen. Berlin, 12. September. (Amtlich.) Heute wurden zwei Personen als choleraverdächtig eingeliefert. Die bactc« | riologische Untersuchung ist noch nickt abgeschlofien. Berlin, 12. September. Es verlautet, im Landtag werde I ein Gesetzentwurf zur Regelung der Gemeindever« hältnisfe in der Provinz Heffen-Naffau vorgelegt, welcher sich der neuen Gemeindeordnung für die östlichen Provinzen anschließen dürfte. Hamburg, 12. September. Laut eingetroffenen Meldungen zerstörte eine heftige Feuersbrunst da- Kurhaus von Westerland vollständig. Der Materialschaden ist sehr bedeutend. Leipzig, 12. September. Die „Neuesten Nachrichten" erfahren aus bester Quelle, die ungünstigen Gerüchte über den I bedenklichen Zustand deS Fürsten Bismarck feien I wöflig erfunden. Der Fürst nimmt diese Woche wieder | leine Ausfahrten auf. Ein leichter JschiaSanfall ist fast ganz beseitigt. Weimar, 12. September. Nachdem daS Eisenbahnministerium seine Zustimmung erteilte, wird für den Winter- sahrplan die Einstellung auch der dritten Wagenklaffe zwischen Bebra-Frankfurt in die Berlin-Frankfurter LuxuSzüge 5 und 6 auf der Thüringer Route erfolgen. Prag, 12. September. Wegen antidhnastischer I Kundgebungen am KaiserSgeburtStage find 38 Personen verhaftet worden. Lemberg, 12. September. Dem „Przcglad" zu Folge wurden während der Manöver in verschiedenen Ortschaften I mehrere der Spionage verdächtige Personen! verhaftet und gegen dieselben die Untersuchung eingeleitet. I London, 12. September. AuS Dewsbury (Yorkshire) | wirb gemeldet, daß daselbst 3000 AuSständische ver- I suchten, die Kohlenlader an der Arbeit zu hindern. Durch I ÄUnb lot '6 dcrnnach, u ' °°7>L iw, sif" * ™ Ult Siitij W 1892—'. ermatte ft-; ^irrenanhö ? I°to’t brn r-‘ ltm9e Ulfe, i '“*» «IfN, ?™'Sta Wgenfa*,; NmtrtlQmf!; n Ul,8 frlaubf. ' M/ bitlt imb txWt“fc 'urdr b«,M men. ®| ttü liter dem Bo^ Hotel Hartw: tr zuergreisendn hiedenen fcn auS binnen drei e. Vor biesev ie nicht alle mei- ■ Reichsbehördko thun. Wn ui 'klommen, solcher is zu schicken rnt i Falle erhält n t //? bt t8 M fr. LMMi, nävilch len aus London, r Zeitungen aus- forjidjt dckgend Stellendemitteeriangen suchen, : meist Deutsche, )tn Firm ver- ouvmantrn mb svlgendu ^llMkN clvtüt, 52 SBttwfr Co., 41 Londn Herrn Kofler ibungtn des ■ Mhie nehmen W-, Ost- unb Mtt 'st M .scheu du Wer feite. ungSgräben voll- । auffallend M raffen im Janen Sttdthor sührtea, Mch allen bis tftt Brsümnchil tjei 6*M* ftJüS $rS H-U» wat «’•»!£, L «»* “”6‘r'6(H4“f‘r l(,atUtfcrftn11,11 S'*;S „ Mtterlagr unerwartete Wendung genommen; denn noch vor 14 Tagen war rS wirklich warm, während jetzt schon — ein ungewöhnliches Vorkommen um diese Zeit — die Oefen in Thätigkeit gesetzt werden müssen. Das scheint auf einen halben unb kalten Herbst schließen zu laffen. E. Echzell, 12. September. Der Hanbel in Obst fängt an, etwas lebhafter zu werden, ohne daß eine bestimmte Preißfixirung bis jetzt stattgefunden hat. Vorerst werden immer noch die localen Bedürfnisse von Denjenigen gedeckt, die nicht durch den Obftsegen beglückt worden find oder die überhaupt keine Obstbäume besitzen. ES sind dies: Handelsleute, Gewerbtreibende, Geistliche, Beamten, Lehrer u. A. Hie und da haben weitere Versteigerungen von Gemeindeobst stattgefunden, wozu sich Säufer aus der Umgegend einzufinden pflegen. Bei der heutigen Versteigerung in Blofeld fanden sich Kauflustige auS Dauernheim, Bingenheim, Reichelsheim, Echzell, Bisse« u. a. O. ein. Nach der Schätzung von Sachverständigen (das Obst wurde baumweise auSgeboten) kommt das Malter gebrochener Aepfel gewöhnlicher Sorte auf ca. 6 Mark, feinerer Sorten (Goldparmänen, Kaiserreinetten, Matapsel u s. w.) auf 9 bis 10 Mk. zu stehen. Birnen variiren zwischen 5 bis 7 Mark. Das Fallobst wird jetzt fleißig zu Obstwein verarbeitet. Man kann ein gutes Glas ,Rauscher" zu 8 bis 10 Psg. trinken. Zwetschen kosten fcei uns 1,60 Mk. per ©immer, das Malter also 6—7 Mk. Man ist vielfach der Ansicht, daß sich diese Preise bei dem massenhaften Spätobste nicht halten werden. 0. Ortenberg, 12. September. Wer zur jetzigen Zeit Lurch unsere Dörfer geht, dem strömt der Duft von kochendem Obste in die Nase. Wir stehen gegenwärtig unter dem Zeichen des Honigs, auch Latwerge ober Mus genannt. Vorzugsweise wirb Zwetschenhonig gekocht, welchem ber Saft Don gekelterten Aepfeln, ober auch von Runkel- unb Zuckerrüben zugesetzt zu werden pflegt. Der Birnhonig wird etwas f-päter bereitet, wenn die Spätbirnen reif sind. Da sich die Witterung zum Beständigen gewandt zu haben scheint, wollen die Leute baß Obst so lange als thunlich hängen lassen, auf daß es sich möglichst veredelt und lange hält. Recht gesucht waren seither unsere Zwetschen, welche in unserem geschützten Thale von großer Güte und erfreulichem Wohlgeschmäcke ' sind. Es waren Käufer aus der Wetterau unb Fuhrwerke aus bem BogelSberge anwesend, welche Leben in den Handel brachten. Das Sirnmer Zwetschen wird mit 1,20 Mk. bis 1,40 Mk. abgegeben, wozu bemerkt wird, daß die Zwetschen bleischwer sind, so daß dieses Maaß nicht etwa 50 Pfund, | sondern 60 bis 65 Pfund wiegt. Darnach ergiebt sich für das gemessene Malter nicht zwei Gentner, sondern 240 bis 260 Pfund. Die Preise für das übrige Obst, Aepfel unb Birnen, find aber immer noch nicht gemacht. Soviel steht aber fest, daß man für 3 Mk. fern Mostobst erhält, wie ' früher einmal aus bem Nibdathale bie Ansicht geäußert wurde. O. AuS Oberheffen, 12. September. Ein hübsches ©tü cf lein aus Kindermund ereignete sich kürzlich in unserem Nachbardörschen L. Dort hatte ber Storch vor Jahren zuerst einen Jungen unb bann ein Zwillingspaar gebracht. Nun kam bas inzwischen zum A-B C-Schützen heran gewachsene Peterchen kürzlich mit Buch unb Tafel zur Schule unb machte ein so schlaues, vergnügtes Gesicht, daß der Lehrer allsogleich merkte, es müsse etwas Extraes los sein. „Na Peterchen!" sprach ber Lehrer zu bem kleinen Pfiffikus, . r,roaß ist denn los, Du bist ja gar muntereren?" Ei Herr Lehrer," antwortete ber Kleine mit strahlenbem Gesichte, \ , eich kanns Ihne sah'n- mr kräiche flaane Kinner. Wie eich dehaam fort sei', tooarn bret bo!" — Die Sache erwies sich ali vollkommen richtig, es waren Drillinge angekommen, welche sich ganz wohl befinden. Es sind also jetzt Illing, Zwilling und Drilling in ber Familie vertreten. Friedberg, 11. September. Die diesjährige Campagne ber Actien-Zuckerfabrik Wetterau beginnt am 26. September. — - Der Unterricht der hiesigen Ackerbauschule beginnt am 1. November. Die Anstalt tritt damit in das 22. Jahr ihres Bestehens. D. Ztg. Darmstadt, 11. September. Zur Warnung. Im hiesigen Elisabethenstift liegt ein 15jähriges Mädchen aus Hähnlein, das eine Nähnadel, die es in den Mund genommen, verschluckt hat. Die Nadel, welche nach Aussage der Aerztc bis in den Unterleib Dorgebrungen ist, konnte noch nicht entfernt werben und verursacht ber Acrmsten große Schmerzen. Darmstadt, 12. September. Straßenraub. Die Großherzogliche Staatsanwaltschaft Darmstadt erläßt folgendes Ausschreiben: Am 10. September, Nachmittags zwischen 1 unb 2 Uhr, würben ber 13jährigen Johanna Muth auS Dreieichenhain am Gestüt Marienhall bei ■ Sprendlingen einhundert einundvierzig Mark fünfzig Pfennig, bestehend in sieben 20 Markstücken unb drei 50-Pfennigstücken, gewaltsam cntrtffen. Der That dringend verdächtig ist ber flüchtige Wilhelm Lenharb aus Sprenblingen, geboren am 11. Juli 1873, mittelgroß, von schmaler Statur, mit dunkel- 1 Llonben, fast schwarzen Haaren, Anflug von Schnurrbärtchen unb bräunlicher Hautfarbe. Bekleibet ist derselbe mit dunklem, abgetragenem Anzug, farriertem, abgeschossenem Rock, gestreiftem Arbeitshemd ohne Kragen, Jockeimütze, die nach vorn herunter« gezogen unb eingedrückt ist. Um Fahndung, vorläufige Festnahme und Drahtnachricht im Falle der Ergreifung wird ersucht. R. Au8 de» Ried, 12. September. Die Tabakernte ist beendigt- die Tabakbauern sind dieses Jahr recht zufrieden, denn das erzeugte Product ist quantitativ unb qualitativ gut ausgefallen. A Mainz, 12. September. Seitens der hiesigen Gewerkschaften ist man eben damit beschäftigt, nach bem Vorsilbe einer Reihe anberer Stäbte hier eine Art Arbeits- ^örse zu errichten. Ein Plan, welchen Zweck biefe Börse trfüüen soll unb über die An ihrer Leitung ist bereits ausgearbeitet und circulirt gegenwärtig zur Begutachtung unter den einzelnen Gewerkschaften, woran die meisten in öffentliche Kundgebungen sich schon für die Errichtung einer Arbeitsbörse ausgesprochen haben. — Gegenwärtig werben hier Gutachten barüber erhoben, ob bie von ber Regierung in Aussicht genommenen Ausnahmen betreffs ber Sonntagsruhe im Gewerbe auSreichenb und ob solche nothwendig erscheinen. Bezüglich der Möbelindustrie hat die Anfrage von maßgebenden Jntereflenten dahin Beantwortung gefunden, daß durchaus kein Bebürfniß für Sonntagsarbeit vorliege unb da, wo gegenwärtig noch gearbeitet werde, geschehe eß meistens freiwillig von Accordarbeitern, die dadurch ihre zu niedrig bemessenen Sätze ausgleichen wollten. • Wetzlar, 11. September. Der gestrige Sonntag erhielt durch die Einquartierung von 8 Compagnieen beß 116. Regimentß nebst ben verschiedenen Stäben ein buntbewegtes Aussehen. Der Verkehr war ein sehr lebhafter unb zwar umsomehr, als auch von ben umliegenben Orten zahlreiche Offiziere unb Mannschaften in bie Stabt hereingekommen waren. Auch unsere Einwohnerschaft unb insbesonbere bie kleine Welt war in Erwartung verschiedener Morgen- unb Tafelmusiken lebhaft auf ben Beinen. Gestern früh brachte bie Regimentscapelle vor bem Hause bes Herrn Fabrikbesitzers Packarb, wo ber Regimentscommanbeur Quartier genommen, ein Ständchen, Mittags spielte sie vor bem Herzoglichen Hause und am Nachmittag hatte sie die Genugthuung, ein sehr zahlreiches Publikum zu ihrem im „Schützengarten" veranstalteten Sonceit versammelt zu sehen. Das Eoncert verlies bei den vortrefflichen Darbietungen ber Capelle in angenehmster Weise. * Frankfurt a. M., 12. September. Alß vor etlichen Tagen die Kaiserin Friedrich von Höchst aus nach Schwalbach fuhr, gerieth ein junger Angestellter eines Baugeschäfts irr» thümlicherweise in den Salonwagen. Als er seines Jrrthumß gewahr wurde und sich entfernen wollte, wies die Kaiserin dem Manne in Arbeitertracht einen anderen Theil des Salonwagens an und hieß ihn Platz nehmen. Sie schaute bem Mitpassagier sodann belustigt zu, als er sich einen mitgebraebten Apfel herzhaft schmecken ließ. An der nächsten Haltestelle stieg der Reisegefährte ber Kaiserin nicht sobalb aus, als auch schon ein Polizist Hanb auf ihn legte. Die Kaiserin verwies bem Manne des Gesetzes ben Uebereifer unb wünschte, dem ganz verblüfften Passagier gute Heimkehr. * Frankfurt a. M, 12. September. Das Amtsgericht verurtheilte eine Familie, die einer anderen ein diebisches Dienstmädchen alß „treu wie Gold" empfohlen hatte, zur Schadloshaltung unb in bie Kosten. — Ein junger wohl- habender Sachsenhäuser machte einen Selbstmordversuch, weil ihm die elterliche Einwilligung zur Verlobung mit einem armen schönen Mädchen versagt wurde. ♦ Limburg, 9. September. Auf ber bei Raumbach auf bem Westerwald einmündenden, zur „Gutehoffnungshütte" des Herrn Hantel gehörigen Grubenbahn entgleiste "heute Nachmittag eine Locomotive. Infolge dieses Unglücksfalles wurde ein Bremser in der Seite unb an ben Beinen derart gequetscht, daß er heute Abend in die Klinik nach Gießen gebracht werden sollte. Leider waren die Verletzungen des Verunglückten derart, daß er auf dem Transporte verstarb. * Mit Rücksicht auf den augenblicklichen Zustand in Meiningen hat der Magistrat im Einvernehmen mit dem Gemeinderath beschlossen, zur Unterstützung, Ergänzung und Entlastung der städtischen Schutzleute einen von Bürgern auszuübenden freiwilligen Nacht dien st gegen Feuers- gefahr einzurichten. Die Stadt ist zu diesem Zwecke in Bezirke eingetheilt mit je einem Wachtlocal und einem Eom- manbanten. ♦ Koblenz, 11. September. Gestern begann hier unter zahlreicher Thetlnahme der Landwirthe aus der Provinz bie 60. Generalversammlung be.ß Landwirthschaftlichen Vereins für Rheinpreußen. Gelegentlich bieser Versammlung hat bie Local-Abtheilung Koblenz eine sehr gut beschickte Ausstellung veranstaltet. Gestern Morgen um IO1/, Uhr fanb bie Sitzung bes Centralvorstanbes statt. Erwähnenswerth barauß ist nur ber Antrag ber sechs vereinigten Local- Abtheilungen bes Nieberrheins: ber Centralvorftanb wolle den Cultusminister bitten, das schulpflichtige Alter der Kinder auf dem Lande mit dem vollendeten 13. Jahre als beendet zu erklären. Dieser Antrag wurde abgelehnt. Der Eröffnung der Ausstellung wohn.en der Oberpräsident, der Regierungspräsident, bie Vertreter ber Stabt und bie Spitzen der Militärbehörde bei. Nachmittags wurde ein Pferderennen abgehalten. Heute Vormittag um 11 Uhr begann die erste Hauptversammlung unter Vorsitz beß Präsidenten von Bemberg- Flamersheim - als Gäste waren erschienen der Oberpräfident ber Rheinprovinz, ber Regierungspräsident, Landesrath Kehl, Dberbürgermetfter Schüller u. s. w. Der Oberpräsident erklärte Namens der Staatsregierung, daß diese die Bestrebungen des landwirthschaftlichen Vereins stets unterstützen und immer gerne von ihm Rath empfangen werde. Gegenstände der Berathungen bildeten Organisation ber Winterschulen, Verfälschte schwarze Seide. Man verbrenne ein Müsterchen des Stoffes, von dem man kaufen will, unb die etwaige Verfälschung tritt sofort zu Tage: Rechte, rein gefärbte Seide kräuselt sofort zusammen, verlöscht bald und iitnterläfet wenig Asche von ganz hellbräunlicher Farbe. — Ver- älschte Seide (die leicht speckig wird und bricht) brennt langsam ort, namentlich glimmen die „Schußfäden" weiter (wenn sehr mit Farbstoff erschwert), und hinterläßt eine dunkelbraune Asche, die sich im Gegensatz zur ächten Seide nicht kräuselt, sondern krümmt. Zerdrückt man die Asche der ächten Seide, so zerstäubt sie, die der verfälschten nicht. Die «eidenfabrU «. Henneberg, (K. u. K. Hoflieferant) Zürich versendet gern Muster von ihren echten Seidenstoffen an Jedermann und liefert einzelne Roben und ganze Stücke oorto- und zollfrei ins Haus. 1970 • Berlin, 11. September. Heute vollenden sich 50 Jahre, seit baß Garbecor pß bei ber großen Parade, die vor Kaiser Nicolauß auf bem Tempelhoser Felde ftattfanb, zum ersten Male mit bem Helme unb ber neuen Uniform erschien, bie König Friebrich Wilhelm IV. laut Cabinetß Orbre Dom 25. October 1843 für bie Armee angeorbnet hatte. ♦ Aachen, 10. September. Ein mchtswürbiger, kaum glaublicher Vorgang ereignete sich gestern Nachmittag in einem Hause ber Sanbkaulstraße, wo im ersten Stockwerk ein 25 jähriger Sohn mit feiner Mutter wohnt. Verrnuthlich waren die beiden Personen in Streit gerathen, in besten Verlauf ber Sohn seine Mutter zum Fenster hinaus in den Hof stürzte, wo sie schwerverletzt aufgehoben unb zum Mariahilfspital gebracht wurde. Die benachrichtigte Polizei verhaftete den unnatürlichen Sohn, ber sich im Karnin versteckt hatte. ♦ Leipzig, 8. September. Das Königliche Landgericht hier hat heute einen Fortbildung« schiller Namenß Weber aus Möckern zu sechs Wochen Gefängniß verurtheilt. Der 16jährige Bursche hatte die Fortbildungßfchule geschwänzt und bem Schulhausmann, alß bieser ihn pflichtgemäß in bie Schule abholen wollte, energisch sich wibersetzt, sogar bie Drohung ausgestoßen, er werde ihm t aß Messer in den Leib rennen. Nur mit Gewalt vermochte ber Schulhaußmann ben frechen Burschen schließlich boch nach ber Schule zu tranßportiren. Hoffentlich bient bie bem Widerspenstigen zu- bictirte empfindliche, aber wohlverdiente Strafe anderen Burschen seineß Schlages zur Warnung. — Ein anderer Fortbildungs- schüler, der erst 15 Jahre zählt, ward heute vom Königlichen Landgericht zu 3 Monaten und 3 Wochen Gefängniß verurtheilt, weil er sich zweier Sittlichkeitsvergehen schuldig gemacht hatte. ♦ Brüssel, 12. September. AuS dem Zuchthaute in Reckheim (Limburg) entflohen während eines Spazier, gangeß 37 jugendliche Sträflinge. Dieselben konnten bis jetzt nicht ergriffen werden. Schiff-nachrichten. Der Postbampfer „Belgenlanb" ber „Red Star Line" in Ant- werpen ist laut Telegramm am 9. September wohlbehalten tn Newyork angekommen. Entscheidungen des Reichsgerichts. — Eine für HauSkäufer wichtige Entscheidung hat kürzlich das Reichsgericht gefällt. Ein Hausbesttzer halte e n HauS an einen Dritten verkauft, ohne demselben davon Mittheilung zu machen, daß der Schwamm im Hause vorhanden war. Da der Käufer bekundet hatte, daß bei Besichtigung deS Hauses und Abschluß des Kaufvertrages die Stellen, an denen sich der Schwamm gezeigt, durch Möbel und Kleider verdeckt gewesen seien, so hatte die Strafkammer in dem Verschweigen dieses Fehlers des Hauses das »Unterdrücken einer wahren Thatsache" gefunden und den Hausbesitzer wegen Betruges verurtheilt. Das Reichsgericht hat das Urlheil aufgehoben und in den Gründen ausgeführt: Ein allgemeiner Grundsatz, daß der Veräußerer einer Sache die Mängel und Fehler derselben, die nicht sofort ins Auge fallen, bem Erwerber anzuzeigen verpflichtet sei, ist als rechtgiltig nicht anzuerkennen, vielmehr mutz der Verkäufer in irgend welcher acliven Weise den Jrrthum des Erwerbers über das Nichivorhandensein solcher Mängel verursacht haben. Wenn der Angeklagte absichtlich durch das Stellen der Möbel und das Aufhängen der Kleidungsstücke das Erkennen des Hausschwammes erschwert hätte, würde eine solche thätige Jrrthumserregung vorlieaen, ein solches absichtliches Handeln war aber nicht sestgestellt worden. Wöchentliche Neberficht der T-deSsälle in Gießen. 55. Woche. Dom 27. August bis 2. September 1893. Einwohnerzahl: angenommen zu 21100 (incl. 1600 Mann Militär). Sterblichkeitsziffer: 34.50°/« bezw. 17,25 nach Ausschl. ber Ortsfremden. Kinder Es starben an: Zusammen: Diphtheritis 4 (4) Croup 1 Erwachsene: im vom 2.-15. Jahr: 3 (3) 1 1. Lebensjahr: 1 (1) Lungentuberculose 1 (1) 1 (1) — — Lungenentzünbung 2 2 — — Sonstige entzündliche Krankheiten ber Ath- mungSorgane 2 (1) 2 (1) — — Darmcatarrh 1 — 1 — Angeborene Lebensschwäche 1 — 1 -— Neubilbungen 1 (1) 1 (1) — — Sonstige bekannte Krankheiten 1 — — 1 Summa: 14 (7) 6 (3) 3 (1) 5 (3) Anm. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viele ber Tobessälle in ber betreffenben Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke tommen. Futternoth u s. w. • Vegetarianer und Fleischverzehrer wollen einen Distanz - marsch am 24. September auf ber 661/2 Kilometer langen Strecke Berlin-Zoffen Königswufterhausen-Grünau veranstalten. Eß haben sich bis jetzt zwanzig Dauerläufer enbgiltig an» gemeldet. Damen, welche an dem Marsche theilnehmeu wollten, haben ihre Zusage zurückgezogen. Von ben Ge- melbeten huldigen nur zehn ber Pflanzenkost, zehn sind Fleischverzehrern unb unter ihnen befinben sich mehrere Turner. Es wirb also voraussichtlich einen heißen Kampf zwischen^Vege. tarianer und Karnivoren geben. Man hofft, baß ber Sieger in 9 Stunben den Marsch zurücklegt- wer länger als 13 Stunben braucht, soll nicht mehr gezeltet werben. Barometer: + 14°R. + 9° R. Mittlerer Barometerstanb bei 0° R. — 744,7 mm. Thermometer: „ 4- 9°R. „ + 14°R. „ + dVi°R. „ . - - Hygrometerstand: Neigung f. trock. Wett. Neigung f. trock. Wett. tnin 751 mm, max. 752 mm min. 751 mm, max. 752 mm +3A«t. Mainzer E.-B^Act. Marienburger 188JO | Ba. KbaigS-Laura-^Sat. tmbaq: fest. T aunus-Brunnen vormals I. Friedrich, hoüirscraui, Groß Karben Die Direction: Dr. Rausch. Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme bei der Beerdigung unseres lieben Bruders und Onkels 3*/« ReichSanleihe 3Vie/i do. 3*/e Preuß. 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