«eit jT* ^T.nr. ahren Ur°gene Von Ihn *» H W: lung cibd. länberung, _Vorstani_ Mber-7 ai, Nachm. 4 Uhr, ilhresetats, )to 1892, » 1892. Ersitzende: von Sattem, i lligrgnl I gs z Uhr i)t BchüüM hin« er Vorstand.__ noerrin. ,, Slietibi 8 Uhr: ltins Sorten. inz. Der Vorstand.__ w n(t ist eröfmet Mi vomgW eize. Jungen zeige« 9 , /htrurL' «S>" - und Frau. 4420 Mr. 1t2 B«r JMmw «ßchitnt täglich, a* TuZnahmt M ■tont eg». W Weftntr (HeUUwmtUi nt laMnM Versammlung sprechen die bisherigen Abgeordneten, auch Ahlwardt. Berlin, 12. Mai. Die „Nordd. Allgem. Ztg/' melbet aus Paris: Dem „Echo" zufolge habe General Davoust, welcher für den Fall der Mobilmachung die zwischen Epinal. und Belfort zu conzentrirende Armee zu führen bestimmt ist, eine Jnspection der Vogesen grenze begonnen. Thorn, 13. Mai. Ab heute erhebt auch Rußland zur Deckung der Kosten für den sanitären Ueberwachung s- dienst von allen die Weichsel stromauf die Grenze passirenden Fahrzeugen eine Gebühr von 10 Rubel ®olb; diese Maß« regel dürfte die Weichsel-Schifffahrt vollständig lahmlegen. Brussel, 13. Mai. Der päpstliche Nuntius theilte dem Ministerpräsidenten offiziell mit, der Papst werde der Königin von Belgien die goldene Rose verleihen. Petersburg, 12. Mai. Dem „Regierungsboten" zufolge ind vom 27. Zlpril bis 3. Mai in den Gouvernements Orel, Pensa, Kursk, Podolien, Saratow und Tambow 445 Personen an der Cholera erkrankt, 147 gestorben. Am heftigsten: , wüthet die Seuche in dem Gouvernement Podolien. Gothenburg, 12. Mai. Hier sind zwölf Erkrankungen an Pocken constatirt worden, wovon eine tödtlich verlief. Newyork, 12. Mai. Der offizielle Saatenberichd lautet günstig. Aus Memphis werden fortwährend U c ö e r - schwemmungen gemeldet, auch Kansas steht theilweise unter Wasser. Sitzung öer Stadtverordneten am 12. Mai 1893. Anwesend: Herr Oberbürgermeister Gnauth, die Herren Beigeordneten Georgi und Grüneberg, von Seiten der Stadtverordneten die Herren Brück, Faber, Flett, Habe- nicht, Helfrich, Heß, Homberger, Jughardt, Keller, Löber, Orbig, Petri, Dr. Ploch, Schmall, Scheel und Simon. Dor Eintritt in die Tagesordnung macht Herr Oberbürgermeister Gnauth Mittheilung über die Ursache der von Herrn Schmall in voriger Sitzung zur Sprache gebrachten Ungleichheit in der Abgabe von Wasser aus dem Brunnen an der Ostanlage und demjenigen in der Wolfstraße. Danach erfolgt die Abstellung durch 16 über die ganze Stadt verbreitete Absperrschieber, wobei mit dem Absperrschieber an der Kreuzung der Licher und Grünberger Straße der Anfang gemacht wird. Die Leitung zwischen dieser Stelle und dem Hochreservoir, also auch der Brunnen in der Wolfstraße, bliebe sonach ständig unter Druck. Der deutsche Verein für öffentliche Gesundheitspflege halt seine diesjährige Generalversammlung in Würzburg ab. Herr Oberbürgermeister Gnauth erklärt, daß er die Versammlung besuchen würde und bezeichnet es als wünschenswerth, daß noch der eine oder der andere der Herren Stadtverordneten daran theilnehmen möchten. (Die ausführliche Tagesordnung für diese Generalversammlung befindet sich im zweiten Blatt des heutigen Anzeigers.) Das Gesuch des Herrn Christoph Bischoff um Er- laubniß zur Herstellung eines gepflasterten Ueberganges zwischen den Häusern 66 und 71 der Liebigstraße wird widerruflich mit der Bedingung genehmigt, daß der Pflasterstreisen eine Breite von 2 Mtr. erhält. Gleichfalls auf Widerruf genehmigt wird das Gesuch des Herrn Hermann Scherff um Erlaubniß zur Errichtung eines Gartenhäuschens in der Lahnftraße. Bezüglich des Gesuches des Herrn Georg Koch um Erlaubniß zum Bauen an der Ecke der Ludwigs-und Liebigstraße handelt es sich um Festsetzung der Baufluchtlinie. Es wird beschlossen, diese so festzusetzen, daß die Südostseite der Ludwigsstraße von der Liebigstraße bis zur Wilhelmsstraße 3l/z Meter breite Vorgärten erhält. Das Gesuch des Herrn W. Steinbach für dieGarten- ftraße bedarf einer Dispensation hinsichtlich der vom Fach- werkSbau handelnden Bestimmungen der Bauordnung. DaS Gesuch, welches auf die Erlaubniß zur Aufführung des oberen Stockwerks in sichtbarer Holzconftruction hinausgeht, soll befürwortet werden, da durch Hintermauerung des Fachwerks die vorgeschriebene Mauerstärke erreicht, auch der Gesammt- eindruck des Bauwerks durch die nachgesuchte Bauart nicht beeinträchtigt wird. Das Gesuch des Herrn H. Sch m a ll III. um Erlaubniß zur Errichtung eines Anbaues an seinem Hause in der Grünbergerstraße soll auf Antrag der Baudeputation wegen Nichteinhaltung der Baufluchtlinie beanstandet werden. Vor einiger Zeit wurde beschlossen, die Sandgrube im Stadtwalde, rechts an der Rödgener Straße, wegen des in einem Verpachtungstermine erzielten unbefriedigenden Pachtpreises so lange zu schließen, bis von Seiten derNächst- Rücksicht darauf, daß die genannte Körperschaft wegen des neuen Reichstages genöthigt ist, ihre Session bis tief in den Hochsommer hinein fortzusetzen. — Zu denjenigen hervorragenderenMitgliedern des Reichstages, welche es abgelehnt haben, für die Neuwahlen zu candidiren, gehören u. A. auch die bekannten Centrumsabgeordneten Freiherr v. Huene, Graf Ballestrem, der erste Vicepräsident im alten Reichstage, und Dr. Porsch. Die Mißhelligkeiten, zu denen der einstweilige AuSgang der Militärfrage auch innerhalb der Centrumspartei geführt hat, bilden offenbar die Ursache zu der Mandatsmüdigkeit dieser angesehenen Parlamentarier. — Ein besonders buntscheckiges Bild scheint die Reichstagswahlagitation in München zeitigen zu wollen. Hier stehen sich bislang ein nationalliberaler, ein freisinniger und ein socialdemokratischer Candidat, sowie ein Centrums- candidat gegenüber, wozu sich aber, wie es heißt, noch ein Candidat der antisemitischen Volkspartei, ein solcher der con- ervativ-particularistischen Partei und endlich Herr Dr. Sigl als Candidat ganz auf eigene Faust gesellen werden. Die Reichstagswähler der bayerischen Hauptstadt hätten also das ganz besondere „Glück", unter sieben Candidaten Umschau halten zu dürfen! Nerreste Nachrichten» Wolff» telegraphisches Korrespondenz-Bureau. Berlin, 12. Mai. Die Cabinetsordre, in welcher der Kaiser das Abschiedsgesuch des Generals der Infanterie, Freiherrn von Meerschetdt-Hüllesfem, genehmigt hat, lautet: „Mit aufrichtigem Schmerze sehe ich Sie von der Spitze Meiner Garde scheiden, welche (Sie zu so hohem Maße der Kriegstüchtigkeit gebracht haben. Ein treuer Diener Meiner Vorgänger, der persönliche Freund Meinerseits, werden Sie stets Meines Dankes gewiß sein. Um Sie in näherer Verbindung mit Meinem Gardecorps zu behalten, stelle ich Sie ä la suite des von Ihnen rühmlichst commandirten 3. Garde- Grenadier-Regiments Königin Elisabeth. Wilhelm R." Berlin, 12. Mai. Der DiLcont der Reichsbank ist heute auf 4 pCt., der Lombardzinsfuß für Darlehne gegen ausschließliche Verpfändung von Schuldverschreibungen des Reiches oder eines deutschen Staates auf 4J/2 pCt., gegen Verpfändung sonstiger Effekten und Maaren auf 5 pCt. erhöht worden. Dresden, 12. Mai. Der Großherzog von Hessen ist nach 8V4 Uhr hier eingetroffen und wurde vom König, den Prinzen, der Generalität und den Spitzen der Behörden am Bahnhofe empfangen. Die Begrüßung war überaus herzlich. Nach Abschreitung der Front der Ehrencompagnie begaben sich der König und der Großherzog nach dem Residenz, schlosse, aus dem ganzen Wege vom Publikum enthusiastisch begrüßt. Im Schlöffe fand dann die Begrüßung des Großherzogs durch die Prinzessinnen statt. Marienbad, 12. Mai. Der Fürst von Waldeck ist heute früh 8 Uhr gestorben. Wien, 12.Mai. Nach einer Petersburger Meldung der „Polit. Corresp." aus unterrichteter Quelle wird der Großfürst-Thronfolger den Herbst - Manövern der österreichisch-ungarischen Armee beiwohnen. In Wiener competenten Kreisen wurde bisher von dieser Sache nichts bekannt. Madrid, 12. Mai. In der Nähe der Deputirtenkammer wurde eine Petarde mit erloschener Zündschnur gefunden. In Barcelona explodirten in verschiedenen Straßen fün Petarden, ohne Schaden zu verursachen. Zwei Personen wurden verhaftet. Depeschen deS Bureau ,£>crolb'. Berlin, 12. Mai. Der Kaiser reist zur Beisetzung des verstorbenen Fürsten von Schaumburg-Lippe nach Bückeburg. Berlin, 12. Mai. Der „Kreuzzeitung" zufolge hat der Kaiser mit Rücksicht auf die innere politische Lage be- schlossen, von der bisher geplanten Nordlandreise vorläufig Abstand zu nehmen. Berlin, 12. Mai. Der Himmelfahrttag wurde seitens der hiesigen Socialdemokraten zu lebhaftester Agitation auf dem Lande benutzt. Heute finden in allen sechs Berliner Wahlkreisen socialdemokratische Versammlungen start, worin die ausgestellten Candidaten sprechen. In der auf Tivoli tagenden Versammlung der Conservativen sprechen v. Manteuffel und Stöcker. Berlin, 12. Mai. In der heutigen AntisemitenTheil. Gießen, 12. Mai 1893. Betr.: Die Vertilgung der Feldmäuse. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen «t die «rotzh. Vürgermeiftereie« de» Mreise». Wenn auch die meisten von Ihnen in den aus Grund unserer Verfügung vom 20. März d. I. — Kreisblatt 70 — erstatteten Berichten angezeigt haben, daß entweder in Folge "des strengen Winters oder in Folge der vorgenommenen Vergiftung Feldmäuse zur Zeit nicht in bedeutendem Maß vorhanden sind, und wenn dies auch durch die Wahrnehmungen einiger von uns gehörter Sachverständiger und unsere eigenen im Wesentlichen bestätigt wird, so empfehlen wir Ihnen doch, da bei der ungewöhnlich trockenen Witterung eine bedeutende Vermehrung der Feldmäuse zu befürchten ist, die Verminderung dieses Ungeziefers fortgesetzt im Auge zu behalten und demgemäß überall da, wo Mäuse sich zeigen, auf die in unserer angeführten Verfügung näher angegebenen Weise mit Ver- giftung vorzugehen. Ihr besonderes Augenmerk wollen Sie hierbei auf das Vorhandensein der Mäuse in Gräben und an Waldrändern, in Rainen sowie Eisenbahn- und Straßendämmen und Böschungen richten. ___________________v. Gagern.________ Gefunden: 1 Notizbuch, 1 blecherner Deckel, 3 Brochen, Geld, 1 Portemonnaie mit Inhalt, 1 Regenschirm, 1 Mistgabel, 1 Weckbeutel mit Inhalt. Zugelaufen: 1 gelblich-weißer Spitzhund. Gießen, den 13. Mai 1893. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Fresenius. Deutscher Reich Darmstadt, 12. Mai. An der Hoftafel, die am Mitt- tvod) Nachmittag 1 Uhr im Großherzoglichen Schlosse stattsand, waren im Ganzen 90 Gedecke aufgelegt. Den ersten Toast brachten Seine Königliche Hoheit der Großherzog auf sein treues Hessenland und die Stände aus. Seine Durchlaucht der Fürst zu Ysenburg - Büdingen toastete als Präsident der Ersten Ständekammer auf Seine Königliche Hoheir den Großherzog, der Präsident der Zweiten Kammer, Justizrath Weber, auf daß Großherzogliche Haus. Auf die Toaste der beiden Präsidenten intonirte die Capelle des 1. Großh. Jnfanterie(Leibgarde) Regiments Nr. 115, welche während der Tafel concertirte, Tusch und Hymne. Nach der Tafel unterhielten sich Seine Königliche Hoheit der Großherzog längere Zeit mit Mitgliedern der Ersten und Zweiten Kammer. , . Darmstadt, 12. Mai. Seine Königliche Hoheit der Großherzog sind heute Vormittag 8 Uhr 30 Min. in Begleitung des Generaladjutanten Generalmajors Wernher, des Oberstallmeisters Freiherrn Riedesel zu Eisenbach, der Flügeladjutanten Major Freiherrn von Senarclens-Grancy und Hauptmann Frhrn. Röder v. Diersburg mittelst Sonderzuges nach Dresden zum Besuche Seiner Majestät des Königs von Sachsen abgereist. Berlin, 12. Mai. Der Kaiser wird in Beglettunc des Prinz - Regenten Albrecht von Braunschweig und des Prinzen Friedrich Leopold von Preußen der am 18. d. M. stattfindenden feierlichen Enthüllung der Reiterstatue Kaiser Wilhelms I. in G örlitz-beiwohnen. Wie vep lautet würden auch Reichskanzler Graf Caprivi, Ministerpräsident Graf Eulenburg, sowie die Minister v. Bötticher, v. Kalrenborn-Stachau und Dr. Bosse an der Görlitzer Feier theilnehmen. — Der neue Reichstag soll bereits auf den 2 6. Juni einberufen werden. Als Begründung dieses so frühen Termins geben Berliner Meldungen die Nothwendig- keir an, den deutsch-serbischen Handelsvertrag zu ratificiren, andernfalls würde derselbe nicht bis zum 1. Juli in Kraft treten können. Selbstverständlich wären aber bis zu dem behauvteten Zeitpunkie der Einberufung des künftigen Parlaments die Wahlen noch nicht alle definitiv vollzogen, denn voraussichtlich haben diesmal besonders zahlreiche Stichwahlen stattzuünden, daß dieselben aber sämmtlich bis zum 26. Juni vollzogen sein sollten, ist kaum anzunehmen, der neue Reichstag würde also noch vor Abschluß der Stichwahlen zusammentreten. Doch liegt in dieser Beziehung schon ein Präcedenzfall vor, denn der am 21. Februar 1887 gewählte Reichstag wurde noch vor Beendigung der engeren Wahlen einberufen. — Der Bundesrath wird seine diesmalige Pfingst- pause länger als sonst ausdehnen. Es geschieht dies mit interesfirten ein höheres Gebot (vorgesehen waren 230 Mk., geboten im letzten BeipachtungStermin 101 Mk.) erzielt würde. JohS. Schmitt II. von Rödgen hat nunmehr 200 Mk. geboten und wird beschlossen, sich mit diesem Angebot einverstanden zu erklären. Nachdem infolge einer Eingabe des SanitätSvereinS und der Allgemeinen Sterbekaffe im Jahre 1891 die Preise für Benutzung der Leichenwagen von der Leichenkasse-Gesellschaft herabgesetzt wurden, sodaß 12 Mk. für den Wagen 1. Klasse, 7 Mk. für den Wagen 2. Klasse (bezw. 6 Mk. für Beerdigungen auf Kosten der Armenkasse) und 5 Mk. für den Kinderleichenwagen zu entrichten sind, haben beide Vereine ihren schon damals auf Uebernahme des BeerdigungSwesenS auf die Stadt gestellten Antrag erneuert bezw. beantragt, daß die Beerdigungen entweder ganz auf städtische Kosten oder zum Selbstkostenpreise stattfinden sollten. Hierzu hat die Friedhofscommission beantragt, dem Gesuch zur Zeit keine Folge zu geben, da für die Ablehnung des Gesuches dieselben Gründe vorliegen, wie 1891. Der in 1891 gefaßte Beschluß beruhte neben der in Aussicht stehenden Anlage eines neuen Friedhofes, dem Erlaß einer neuen Friedhofsordnung u. s. w. mit auf der Voraussetzung, daß Klagen gegen die Leichenkasse- Gesellschaft nicht erhoben würden. Herr Orbtg ist dafür, daß man der Sache näher treten möge, namentlich deshalb, weil es im öffentlichen sanitären Interesse nöthig sei, daß die Leichen so rasch wie möglich aus dem Hause geschafft würden. — Herr Heß ist der Meinung, daß dies ebensogut durch eine Brivat-Gesellschaft wie durch die Stadt geschehen könne. — Herr Oberbürgermeister Gnauth erklärt, daß das Ideal einer raschen Entfernung der Tobten aus dem Sterbehause erst verwirklicht werden könne nach Errichtung eines größeren Leichenhauses, welche Frage wieder zusammenhänge mit der Anlage eines zweiten Friedhofs. — Herr Dr. Ploch würde auch einer rascheren Verbringung der Leichen nach dem Fried- Hofe zustimmen, dies könne aber auch durch eine Privat-Ge- fellschaft geschehen, indeffen müffe man auch der Gewohnheit des Publikums insoweit Rechnung tragen, als dies ohne Ge- fährdung der öffentlichen Gesundheit möglich sei, die Leute behielten gern ihre Tobten so lange wie möglich im Hause. — Herr Orbig erklärt, daß er nicht lediglich die materielle Seite in Betracht ziehe, obwohl eS Wünschenswerth sei, daß die Stadt die Beerdigungen zum Selbstkostenpreise übernehme, man solle nicht noch an den Tobten ein Geschäft machen wollen. — Herr Oberbürgermeister Gnauth wendet sich gegen den Vorschlag des Herrn Orbtg, daß die Stadt einige Pferde anschaffen und dieselben, soweit sie nicht bei Beerdigungen nöthig seien, zu anderen Arbeiten, Fahren der Gießfässer, der Kehrichtwagen, der Feuerspritzen u. s. w. verwenden solle. Die Stadt fahre zur Zeit mit fremdem Fuhrwerk billiger, als dies mit eigenem möglich sei. Er halte die Ansätze für die Leichenwagen für niedrig in Anbetracht des Preises, welcher z. B. für eine Begleitkutsche zu zahlen sei. Ihm in letzter Zeit zu Gesicht gekommene Rechnungen über als einfach bezeichnete Beerdigungen bewiesen, daß dabei an ganz anderen Sachen hätte gespart werden können, als an den Leichenwagen. Der Antrag der FrtedhofScommission, dem Gesuch der beiden Vereine zur Zeit keine Folge zu geben, wird angenommen. Nach Fertigstellung der neuen Kliniken ist der Stadt das Mitbenutzungrecht der DeSinfectionsanstalt eingeräumt worden. In dieselbe können Gegenstände, welche mit an ansteckenden Krankheiten Leidenden oder Gestorbenen in Berührung gekommen, gebracht werden. ES wurde aber schon bei den Verhandlungen mit der Großh. Direction der neuen Kliniken für nöthig erachtet, daß derDeSinfection beweglicher Sachen eine DeSinfection der Wohnungen folgen müsse. Herr Dr. Ploch erstattet in heutiger Sitzung das Referat über die Art und Weise, wie die DeSinfection von Wohnungen durchführbar ist. ES wird nach längerer Berathung beschlossen, das sehr ausführliche Referat deS Herrn Dr. Ploch den einzelnen Mitgliedern der Stadtverorbneten-Versammlung im Umdruck zuzustellen, um in einer späteren Versammlung Beschluß zu fassen. Jedoch erklärte sich die Versammlung insoweit mit dem Inhalte des Referats einverstanden, daß inzwischen Umschau nach zu DeSinfectioren geeigneten Personen gehalten, auch Verhandlungen über den Ankauf von TranSportwagenS, über Anlage eines Schuppens u. s. w. eingeleitet werden können. Herr Peter Leppla ist für sein Restaurant in einem der Stein & Mayer'schen Häuser am SelterSweg um die Erlaubniß zum Ausschank von Cognac und Liqucuren eingekommen. Die von Großh. Polizeiamt verneinte Bedürfniß- fragc wird von der Versammlung bejaht. Weiter wird die Bedürfnißfrage bejaht bezüglich des Gesuchs des Herrn Anton Freese um Conzession zum WirthschaftSbetrieb im Hause Asterweg 12, sowie bezüglich des Gesuches der Firma A. & G. Wallenfels um Erlaubniß zum Verkauf von Branntwein über die Straße. Nachdem in der vorigen Sitzung wegen des Gesuchs des Metzgers Kraft um Erlaubniß zum Ausschank von Branntwein im Hause Wetzsteingasse 42 beschlossen worden, entgegen den aus Verneinung der Bedürfnißfrage lautenden Polizeibeschluß die Bedürfnißfrage zu bejahen, hat Großh. KreiSamt Gießen Bericht über die für das Bedürfniß sprechenden Gründe eingefordert. Nach nochmaliger Vernehmung derjenigen EommissionSmitglieder, welche von vornherein für die Be- iohung der Bedürfnißfrage gestimmt, haben diese erklärt, daß d,e in dem Bericht Großh. Polizeiamts als in nächster Nähe liegend bezeichneten neun Wirtschaften doch ziemlich entfernt lägen, und in der Verlängerung der Wetzsteingasse sich überhaupt keine Wirtschaft befinde. Die Verfammluug ist mit dieser Begründung einverstanden. Herr Löb er fragt an, ob der wegen der Gemarkung» sperre in Lang-GönS ausfallende dernnächstige Bieh-Markt nicht in Gießen abgehalten werden könne. Herr Oberbürgermeister Gnauth bemerkt darauf, daß ein diesbezüglicher Antrag mehrerer Interessenten von diesen nach Darlegung deS Sachverhalts zurückgezogen worden sei. Einer Verwehrung der Märkte in Gießen ständen auch die vorgesetzten Behörden entgegen. Auch liege die Möglichkeit vor, daß bis zu dem für den Markt in Lang-GönS festgesetzten Termin die Gemarkung-- sperre aufgehoben und der Markt dort noch abgehalten werden könne. Persönlich wollte er vermieden wissen, daß daS Bestreben auf Heranziehung von Nachbarmärkten nach Gießen in den betreffenden Gemeinden nach irgend einer Richtung hin mißdeutet werde; er stehe besonders Lang - GönS gegenüber auf diesem Standpunkt, da diese Gemeinde jährlich nur einen Markt habe. Hamburg. 10. Mai. Heute erfolgte im Eentralschlacht- hof die Verhaftung von neun rheinischen Viehhändlern, die verdächtig sind deS Betruges und der Bestechung der verhafteten Eisenbahnschaffner (bis jetzt 26), die ihnen gegen Trinkgelder die GratiSfahrt gestatteten. Bet den Viehhändlern wurden 60 000 Mark gefundene Gelder in Gerichtsgewahrsam genommen. * Saarbrücken. 12. Mai. DaS große Laos der Kgl. preußischen Klaffenlotterie im Betrage von 600,000 Mk. ist in die hiesige Eollecte des Kaufmanns Herrn Müller gefallen. In den Gewinn mit je einem Viertel theilen sich zwei hiesige Einwohner, die ohnehin schon mit GlückSgüteru gesegnet sind; die übrige Hälfte wurde von einer Spielgesellschaft von 17 Personen, durchweg kleinere Leute, theils hier, theilS m St. Johann wohnhaft, gespielt. Auszug aus den Kircfccnbiicbrrn der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. GetramU. Matthöu»gemeinde. Dm 6. Mat. Friedrich Schimkat, Feinschmied Ui Remscheid, und Katharine Elisabeth Helene Lärm, Tochter des ottfletbcnre Schuhmachers Emil Bärm in Gießen Den 10. Mai Johann Theodor Marlin Karl Ohr, Locomotlm heizer in Gießen, und Äuguttc Karoline Margarethe Flett, Tochter des Locomotioführer» Moritz Flett in Gießen. die Qonbibatenfrage, über welche man in der heutige» Verrammlung nicht schlüssig werden konnte und zunächst nur eine Commission wählte, welche einen Candidaten ausfindig matten soll. Mit Ausnahme von den Socialdemokraten, die natürlich an ihrem bisherigen Vertreter Jöst festhalten, ist die (Sanbibatenfroge übrigens fämmtlidjer hier dieses Mal auf dem Plan erscheinender Parteien ein sehr heikler Punkt, indem keine Partei bis jetzt im Stande ist, einen Candidaten zu präfentiren und hie und da als Candidaten genannte Personen sich beeilen, dies zu widerrufen. — Heute Morgen wurde im Rhein hier die Leiche des in Caste! ftationirten Assistenten der Nassauischen StaatSbahn, De tlo f f, gelinbet, Detloff hatte vor zehn Tagen Urlaub genommen und war seitdem spurlos verschwunden. Zurückgelaffene Briese deuten auf einen Selbstmord hin. Worms, 11. Mai. Bon der nationalliberalen Partei deS hiesigen Wahlkreises wird ein Theil den seitherigen Abgeordneten v. Marquardsen wieder aufstellen, während der andere, mehr rechts stehende Theil nichts mehr von dem Genannten wiffen will und den Freiherm v. H e y l als Candidaten aufzustellen gedenkt, der den bündlerisch gesinnten Landwirthen besonders genehm fein soll. Definitive Entscheidung über die Candidatenfrage soll erst am nächsten Sonntag erfolgen. CocaUs uttb provinzielles. Gießen. 13. Mai 1893. • • Neues Theater. Der außerordentliche Erfolg, den das Stück .,H e i m a t h" hatte und der Werth desselben veranlaßt die Direction, heute eine Wie der h olung desselben folgen zu laffen. Morgen Sonntag wird LortzingS Oper „Der Waffenschmied- gegeben. Die beliebte Oper des reichtalentirten CompositeurS wurde zum ersten Male im Jahre 1846 in Wien aufgeführt und hat seit ihrem Sr- scheinen die Runde über alle Opernbühnen Oesterreichs und Deutschlands gemacht. DaS volkSthümliche Libretto, die heiteren und doch auch tiefsinnigen Melodien fanden allerorts dankbare Hörer. Einer Nummer der Oper „Auch ich war ein Jüngling mit lockigem Haar" begegnen wir in vielen Volksliederbüchern, ein Zeugniß dafür, wie sehr dieselbe zum Herzen spricht. Wie wir unterrichtet sind, haben zwei Mitglieder, die Damen Frl. Kronegold und Frl. Ziemann Montags ihren Benefiz abend. Zur Auf- führung gelangt die komische Operette „Dichter und Bauer" von Suppe. Der Name des Componisten besagt genügend, daß die höchst verdienstvollen Beneficiantinnen eine glückliche Wahl getroffen haben. Zur ReichStagSwahl. Wie der „Reichsherold" meldet, ist von Seiten der Antisemitischen Partei an Stelle Pickenbachs der Landwirth PH. Köhler-Lugge in Bettenhausen als Candidat für den Reichstagswahlkreis Gießen - Grünberg ausgestellt. * * Am 10. b. M. hielt der Marine -Berein Gießen im Zweiten Vereinsjahre die erste außerordentliche Generalversammlung ab. Unter der vorzüglichen Leitung deS seit- herigen Präsidenten Herrn Bischoff hat sich der junge Verein sehr schön entwickelt und wird daS frühe Scheiden desselben infolge seiner Versetzung von jedem Mitgliede lebhaft bedauert. — In den neuen Vorstand wurden gewählt die Herren L. Kaiser, Vorsitzender, K. Ohr, Schriftführer und G. Hcb- ftreit, Cassirer. Der erste Samstag Abend im Monat wurde als Vereinsabend festgesetzt. * * Wir machen die jungen Damen von Gießen und Umgebung darauf aufmerksam, daß in der Aliceschule nach Pfingsten wieder ein neuer Kochcurs beginnt, in welchem i das Kirschen-Einmachen in den verschiedensten Formen gelehrt wird. (Siehe die Annonce). * * Ein übel beleumundeter junger Mensch von hier wurde gestern Nachmittag dabei ertappt, als er in den Eich- gärten ein Gartenyäuschen erbrochen und daraus verschiedene Gegenstände entwendet hatte. Er wurde verhaftet. - tt. Lollar, 12. Mai. In die hiesige Pfennigspar- I kasse wurden im verflossenen Jahre 4595,25 Mark (gegen 4409,70 Mark in 1891) eingelegt und zurückgenommen I 4265,10 Mark (gegen 3786,57 Mark in 1891). DaS Vermögen der Kasse beträgt 25,066.07 Mk. (gegen 23,814.56 Mk. I im Vorjahre). Dem Reservefond konnten 345,47 Mk. zuge- I führt werden und beläuft sich derselbe jetzt auf 857,83 Mark. I - R. Bettenhausen, 12. Mai. In hiesiger Gemeinde I wurden für die Abgebrannten in Zell 45 Körbe Kar- I toffeln und 26 Liter Korn gezeichnet. - ck. Zell (bei Alsfeld), 12. Mai. Erst nachträglich ist I bekannt geworden, daß bet dem großen Brandunglück I dahier ein kleines Kind in größter Lebensgefahr schwebte, I aus der eS ein beherzter Mann gerettet. Man hatte beim I Beginn deS Brandes das kleine Wesen in ein entfernt stehendes I Haus getragen. Aber auch in dieses HauS wurde die Brand- I fackel geschleudert. Schon stand dasselbe in Flammen, da I fragte man nach dem Kinde. Muthig drang ein Mann I durch Qualm und Rauch und reitete das Kind im Augenblick I der höchsten Gefahr. — Daß so vieles Rindvieh verbrannte, I lag daran, daß dasselbe auf eine Wiese in nächster Nähe I der Brandstättte in aller Eile gejagt worden war. Von I hier auS stürzten nun eine Anzahl ihren bereits vom Feuer I ergriffenen Ställen zu. Durch den Rauch, Qualm und die I Hitze war eS nicht mehr möglich, eS zurückzutreiben. Ein I wild gewordener Bulle drang hierbei auf die Leute ein und I bedrohte sie. Nur nach großer Mühe konnte er gebändigt I werden. — Durch den herrschenden Futtermangel, der ! mit jedem Tag der anhaltenden Trockenung peinlicher wird, I ist eS den Freunden und verwandten der Abgebrannten un- | möglich, das übernommene Vieh derselben durchzubringen. I Infolge dessen fand vorgestern eine Versteigerung von 40 bis I 50 Stück Rindvieh und zwei Fohlen statt. Darmstadt, 12. Mai. Der ordentliche Profeffor der I Baukunst an der Technischen Hochschule, Herr A. SimonS, I feierte am 9. Mai seinen 70jährigen Geburtstag in voller I Rüstigkeit. NamenS des Professoren-CollegiumS überbrachte I Herr Director Professor Dr. Henneberg die herrlichsten Glück- I wünsche der Technischen Hochschule. △ Mai uz, 13. Mai. In einer heute Vormittag ftatfr I gehabten Vertrauensmänner - Versammlung der! Nationalltberalen auS dem Wahlkreis Mainz-Oppenheim wurde I beschlossen, selbstständig in den Wahlkampf einzutreten. Durch I diesen Beschluß findet die von verschiedenen Blättern verbreitete Nachricht, die Nationalliberalen hätten mit den Deutsch- freisinnigen und den Mitgliedern der CentrumSpartei einen Compromiß gegen die Socialdemokraten vereinbart, officielle Widerlegung. Große Schwierigkeit bereitet den Nationalliberalen Atztzsztztg auf den der Stadt Siefcau «nf-ebote. Mai: 12. Peter Wöll, Gastwirth zu Wallau, mit Thekla Alwine Bem» daselbst. »dekchließ««gen. Mai: 6. Friedrich Schlmkat, Fetnschrnied zu Remscheid, mit Katharine Elisabeth Helene Bärm hierselbst. 7. Gori Richard Schlägel, Schriftsetzer' zu Aschaffenburg, mit Karoline Eltsalxthe Hilgärtner, geb. Krell, Wittwe von Küfer Johannes Hilgärlner dahier. 9. Kaspar Karl Eugen ASprion, Brauereibesttzer dahier, mit Auguste i Karoline Susanns Plank hierselbst. 10. Johann Theodor Marien Earl Ohr, Locomotioheizer bei der Main-Wese, Bohn dahier, mit 1 Auguste Caroline Margarethe Flett hier selbst. Getzorema. Aprll: 29. Dem Schwimmlehrer Andrea» Rödel eine Tochter. Mai: 2. Dem Maurer Andrea» Krug ein Sohn 3. Dem Dknli mann Heinrich Kaipf ein Sohn. 3. Dem vicefeldwebel Philipp Berntheufel eine Tochter. 4. Dem Gymnasiallehrer l)e. GeoraClemm ein Sohn, Ludwig Wilhelm Friedrich Han» Karl. 4. Dem Schlosser Emil Müller ein Sohn, Emil. 5. Dem Uhrmacher Heinrich Zimmer ein Sohn, Heinrich Earl. 5. Dem fcilflbremler bei der' Main- Weser-Bahn Ernst Heine eine Tochter, Johanna Marie Luise Karoline Wilhelmine. 5. Dem Fuhrmann Peter Trech»ler ein Sohn. 6. Dem Locomotioheizer bei der Main-Weser Bahn Christian Marx eine Tochter, Luise Karoline Elise. 6. Dem Schreinermeister Hermann Koch eine Tochter. 8. Dem HUs»heizer bei der Maln-Weser-Bajm Heinrich Gering ein Sohn. 9. Dem UnioerfitSt»-Prosessor Dr. Reinhard Frank eine Tochter. 10. Dem Schlosser Ludwig Horn ein Sohn Wilhelm Heinrich. 10. Dem Taglöhner Heinrich Rau ein Sohn, Heinrich. 10. Dem Bierbrauer Anton Schmitt ein Sohn, Ludwig Eugen. 11. Dem Forstassessor Ludwig Block ein Sohn. «eflorbene. Mai: 6. Georg Friedrich Reiber, 10 Monate alt, Sohu von Möbelfabrikant Georg Reiber dahier. 6. Katharine Schneider, 7 Jahre alt, Tochter von Schäfer Konrad Schneider zu Annerod. 6 Friedrich Hofmann, 36 Jahre alt, Ackertzmann von Kinzenbach. 6. Elisadetde Krick, 60 Jahre alt, von Leihgestern. 7. Marie Bierau, geb. Seibold, 24 Jahre alt, Ehestau von locomotioheizer Loui» Bierau dahier. 7. Ludwig Muth, 2 Jahre alt, Sohn von Fuhrmann Philipp Muth dahier. 7. Ludwig Köhlinger, 67 Jahre alt, Fuhrmann dahier. 9. Balthaser Bechtold, 92 Jahre alt, Landwirth von LaunSbach. 11. Wilhelm Scheich, 12 Jahre alt, Sohn von Maler Wilhelm Scheich dahier. 12. Hermann Loo», 1 Jahr alt, Sohn von Schneider Heinrich Loos dahier. 12. Johanna Möller, 43 Jahre alt, Schäfer von Rudlo», Krei» Lauterbach 12. Georg Haa», 37 Jahre alt, Landwirth von Gedern, Krei» Schotten. 12. Ottmar Heinrich Ernst Köhler, 10 Jahre alt, Sohn be» verstorbenen Kaufmann» Ottmar Köhstr^hier. 12. Heinrich «bei, 33 Jahre alt, Fabrikarbeiter van Verkehr, Ccmb* unb Volkswirth-chaft. Gieße«, 13. Mai Marktbericht. Aut dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter pr. Psd X 1,10—1,20, Hühnereier per Stück - A. 2 Stück 9-11 ch, Käse pr. 6t. 6-8 4, Käsematte Pt. St. 3 A. Erbsen pr. Liter 18 ch, Linsen pr. Liter 28 ch tauben pr. Paar X 0,70—0,90, Hühner pr. Stück X 1,10-1 50, Hahnen pr. 6t X 1,70-2,00, Enten pr. St X 1,80 bi» 2,00, Ochsenstessch pr. «fb 68-72 ch, Kuh- und Rindfleisch pr. Md. 60—56 A, Schweine- ffeifch pr. Pfd. 60-70 A. Kalbfleisch pr. Md. 50-56 A. Hammel- lleisch pr. Psd. 40 -70 A, Kartoffeln pr. 100 Kilo 3,50—4,50 X. Weißkraut pr. Stück 5-12 A. Zwiebeln pr. Eentner 14,00—16.00 X. Milch rn. öfter 12—18 A, Enteneier pr. St. 10-11 A. Gänseeier 10—12 A« pr. Fl. A 2.50 er* »> H empfehlen 4463 3 u. n. M p. ■/« Literfl. A 3.— u. 4. I Batavia-Arac, p. 7i Literfl. A 3.50 ! 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M., Vormittags 11 Uhr, auf dem Bureau des Herrn Architecten L. Seuling dahier, woselbst auch Voranschlag, Bedingungen und Pläne zur Einsicht der Jntereffenten offen liegen, erbeten. Gießen, den 12. Mai 1893. 1.40 „ 2. Urwirthschast. cht- W btm fatigen 1 y0-1,20, HWmtu t. 6t. 6-84, Äifemattt m px. ßttet 28 4, Xauhcn ■i * 1,10—150, fiahntn 130 bis 2,00, D(6W6 Md. 60-56 4, Echllxinc- Wb. 50-66 4, Hammel- . 100 M 3,50-4,50 X, lentntr 14,00-15,(0 X, )t 10-11 4 Wer Eintrag im Handelsregister ist folgt.. BOLL's Complet Alicante Mascateller Burgunder California (Riesling) Samos Marsala Bordeaux Medoc Chateaux Margeaux Menescher Ausbruch Rüster Ausbruch Tokayer Ausbruch A Capwein ,, (süss) A 1.50 u. Portng. Gebirgswein z n z m ? 242 Montag, den 15. Mai, Nachmittags 2 Uhr, werde« Gartenstrasse 21 111. versteigert r 1 Blüthner’scher Flügel (kreuzsaitig), vorzüglich gut gehalten; ferner: 2 Sophas, Tische, Stühle, Spiegel, Haushaltungs-Gegenstände, Knchengeräthe, ein completes Bett mit Matratzen, Fenster, Vorstellläden, 3 Oefen, Musikalien für ein Kiudersym- Phonion, 1 Roßhaarmatratze u. s. w. flB L: sg Hi »’N „ _ MarkuSgemetnbe. Den 9. Mat. Braueretbesitzer KaSpar Karl Eugen Asprion zu Stehen, und Susanne Karoltne Plank, Tochter des Gerbermetsters Franz Plank zu Gießen. m , ^Johannesgemeinde. Den 7- Mat. Earl Richard Schlägel, Schriftsetzer zu Aschaffen- burg, und Caroline Elisabethe Hilgärtner, geb. Krell, Wtttwe deS Küfers Johanne« HllgLrtner zu Gießen. Getaufte. _ _ MatthLuSgemeinde. — , Dem FlaschmbterhLndler Christoph GanS ein Sohn, Otto Philipp Heinrich, geboren den 3. April. Den 8. Mai. Dem Locomotioheizer LouiS Bierau eine Tochter, Katharine Wilhelmine, geboren den 27. April. Denselben. Dem Schuhmacher Wilhelm Strack ein Sohn, Karl Ludwig, geboren den 6. März. MarkuSgemeinde. Den 7. Mai. Dem Glasermeister Georg Hofmann eine Tochter, Elisabeth Philipptne Christiane, geboren den 26. Februar. Denselben. Dem Schreiner Benedict Steine! ein Sohn, Heinrich Emil Martin, geboren den 4. April. Denselben. Dem Küfer Wilhelm Kohlermann eine Tochter, Minna Margarethe Anna Elisabethe Emma Philipptne, geboren den 15. März. Lukasgemeinde. Den 7. Mai. Dem Ober-Postasststent Karl Gottlieb Schneider eine Iachter, Dorothea, geboren den 11. April. Den 11. Mai. Dem Professor Dr. Wilhelm Sievers eine Tochter, Lydia Martha Marie Else, geboren den 26. October 1992. JohanneSgemetnde. Den 7. Mai. Dem Taglöhner Johannes Gilbert eine Tochter, Elisabethe, geboren den 10. April. VaardigtO. Matthäus gemeinde. Den 8. Mai. Marie Bierau, geb.Seybold, Ehefrau desLoco- mottoheizerS Louis Bierau, alt 24 Jahre, gestorben den 7. Mai. Den 9. Mai. Ludwig Köhlinger, Fuhrmann, alt 67 Jahre, gestorben dm 7. Mai. 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Daß es sich hierbei, als Hauptzweck, nur um die Mehremnahmen durch Losen der Perronbilleie handelt, ist kaum zu be zweifeln, da fönst kein Grund einzusehen wäre, welcher eine solche Maß regel rechtfertigen könnte. Hoffentlich wird es nur dieser Anregung bebürfen, um diesen Zustand, welchen die Bahnvenvaltung doch selbst als unhaltbar anerkennen muß, wieder zu beseitigen. Anm. d. Red. Auch wir halten aus eigener Erfahrung die Einführung der PerronbilletS für unseren Bahnhof auf die Dauer nicht ftic yOlibar. Wir geben gerne zu, daß der Bahnhof von nichtreisendem, sog. neugierigem Publikum zu sehr ftequentirt wurde, aber eine etwas strammere Dienstanweisung für bad am Bahnhof amtirenbe Polizei^Per fonat hatte wohl genügt, bxefen neugierigen Anbrang zu mäßigen. So wie eben kann ber Zustanb nicht weiter bauern. Eingesandt. . Kietzen, 13. Mai 1893. _ ,r.*u' Jerm h'esigen Mam-Weser-Bahnhofe ist eine für bas reifenbe Publckum sehr beläftigenbe Einrichtung getroffen worben, so baß es wohl angebracht ist, bieselbe einer öffentlichen Besprechung zu unter Ahen. Es besteht biefe Einrichtung, wie schon allgemein bekannt sein bürste, in bet Maßregel, baß ber Perron des Bahnhofes von Niemand betreten werden darf, welcher nicht im Besitze eines Fahr- oder Perron- blllets tfl. Auf Bahnhöfen, welche sich, bedingt durch ihre bauliche Einnchtung zur Ausführung solcher Maßregeln eignen, mag diese Bc- ftimmung roernger lästig unb auf bie Dauer haltbar sein, auf dem Mam-Weser-Bahnhofe ber Station Gießen ist sie aber absolut unaus- 'ühroar was sich bald ergeben wird, denn ernstliche Unannehmlichkeiten mit und unter dem reisendem Publikum selbst können nicht ausbleiben. Seyen rott uns den Bahnhof nur an; Es werden bei Ankunft unb Abgang ber Zuge je ein Flügel bet beiben Wartesaalthüren geöffnet sowie bet Mittelgang mit einer Thüre, welche ebenfalls nicht bie Breite bat baß sie eine Person mit nur wenig Hanbgepäck ohne Schwietig- keiten passieren kann. Nicht aus einer Richtung drängt nun'bas reisende Publikum, sondern das ankommende und abreifenbe Publikum begegnet fid), wie zwei entgegengesetzte Strömungen — unb wirb an ben schmalen Thüren burch Vorzeigung ber Billete, welche in ben Taschen unb Portemonnaies bet Reisenben sich befinben, aufgehalten. Der Rei- senbe ist babutch genöthigt, sein Gepäck felbftrebenb abzustellen unb bas »ulet zu suchen tesp. votzuzeigen. Niemanb kann vor- noch rückwärts es ist Eile nöthig, ba bie Abfahrtszeit hetantückt — babei wollen ’S „K direkt au« der Kabrik also au« erster Hand v „ VHV'U IV l Maaß au beziehen. Man verlange 1 ’' Muster mit Angabe de« Gewünschten. Lich, den 10. Mai 1893. Großh. Amtsgericht Lich. 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