Itle6a"1"^ Ä !flnbd*ot<'n&en mmatft bei Um- 5e für blei n ^iben weit bie& i°-r i«e Ä"1”; t der 9iikr y w^autz: LKZL ftÄ* «t SKA. Ää rrrs'S Z«SL LSL«. i'vnsiouen unb die (ort flebradlt Jeb^ Subfcription Vo/-abeiLSeI)t bk' ?xyim SLerlhm ,u- m bleibe treibt. Cbne flrogete Sebeulung ge- Loch. OUPS vom 3./n. IO.jIL Ou.89 rb. Gold- 26.70 27 50 isenbahn- 78.40 79.90 M.L.A.. 81.10 81.20 bligJ880r 104 30 104.50 to. Lil. v. 21.65 21.95 old-W. 43.80 45.- prio. $tnl. 94.30 9495 STOtofttt \\M35\MW10 U da. . jer Gold. ilb(W) ifef Silber reit Stil. ihn . • w Wmd. ta* yanll. ln.Sec.stft. 98.- 85.20 100.50 101.90 82,75 57.10 65.30 95.30 94.50 81.10 99- 65.20 100.75 101.70 82.80 88- 65 40 95.70 9505 | 81.- ilD.Mct.ll86.- « *»S3 ,m' '. . I 89.80 MW 143.75 139.50 98.20 fort. ■ • 110”lUV E5Lf 124.25 124.8 I1S0.501192-— 290/ 120.101128 85 Wahl 294.- , 166- rlflrt&nfMl1 ItW- $rüiM; 1(.,. mk-moerlc 1«. ,runbfä)tt>-; \ _ i/2.— iexibbx. - ?7.- 102.90 102.65 9630 IU1.10 9650 1/1.25 .hyV.-B-vk- znV»ndbr. do. A barbislSOo :$tnbnNe 1;' «'S 86.65 86.35 itr» 10,90 8T f« ^Pa'cist >«-t* 100 90 Nr. 38 Erstes Blatt. Dienstag den 14. Februar 1893 Der KKße»er feiger erscheint täglich, eit Ausnahme de» Montags. Die Gießener £e*iCU*mi(tr «erden dem Anzeiger wöchentlich dreimal öeigelegt. Gießener Anzeiger Kenerak-Anzeiger. Bierieljähriger ASonnementsprets» 2 Mark 20 Plg. mt4 Bringerlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Psg. Rebartion, Trpeditia» und Druckerei: Kchutftraße Ar.L, Fernsprecher 61. Aints- und Anzeegeblntt für den Kreis Gieren. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag» für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bi» Borm. 10 Uhr. ———-! Gratisbeilage: Gießener Kamilienblatter. Alle Annoncen-Bureaux de» In- und Ausländer nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Amtlicher Theil. Bekanntmachung, betreffend Maul- und Klauenseuche zu Gießen. Nachdem die in zwei Gehöften zu Gießen ausgebrochen gewesene Maul- und Klauenseuche erloschen ist, haben mir die angeorduete Gehöflesperre wieder aufgehoben. Gießen, den 13. Februar 1893. Großherzogliches Kreisamt Gießen. __________________v. Gagern.________________ Gießen, am 8. Februar 1893. Betr.: Ausschreiben öffentlicher Arbeiten und Lieferungen. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Grotzh. Bürgermeistereien deS KreiseS. Aus gewerblichen Kreisen ist der Wunsch ausgesprochen worden, daß die von den Großh. Staats- und Communal- behörden ergehenden Ausschreibungen öffentlicher Arbeiten und Lieferungen durch Bekanntgabe in einem den Gewerbtreiben- den leicht zugänglichen Blatte größere Verbreitung als seither in vielen Fällen erhalten möchten. Die in Darmstadt wöchentlich einmal erscheinende Zeitschrift des Landesgewerbevereins „Gewerbeblatt für das Grostherzogthum Hessen" wird bei derartigen Ankündigungen einen Rabatt von 40 °/0 bewilligen. Indem wir Sie hierauf Hinweisen, empfehlen wir Ihnen, alle von Ihnen zu erlassenden öffentlichen Ausschreibungen von Arbeiten und Lieferungen, bei denen ein Wettbewerb des Handwerks stattfindet, auch durch das „Gewerbcblatt" anzukündigen. v.« Ga gern. Bekanntmachung, betreffend Feldbereinigung in der Gemarkung Steinbach. Die Arbeiten des III. Abschnitts des II. FeldbereinigungS- 'bezirks zu Steinbach (Feld zwischen der Kreisstraße nach Garbenteich und dem alten Anneröder Weg), nämlich die bei Bildung der Ersatzgrundstücke angefertigten Zutheil- ungSkarten, das Zutheilungsverzeichniß, die Güter-Geschosse, das Verzeichniß der übergehenden Obstbäume liegen in der Zeit vom 15. bis einschliesjlich 28. Februar l. I. auf dem Amtszimmer der Grosrh. Bürgermeisterei Steinbach zur Einsicht der Beihttttgten offen. Termin zur Entgegennahme von Einwendungen gegen diese Arbeiten findet Mittwoch den 1. März l. Nachmittags von 2Vr bis 4 Uhr in dem Rathhaus zu Steinbach statt. Ich lade zu diesem Termin die Betheiligten unter dem Hinweis darauf, daß die Nichterscheinenden mit Einwendungen ausgeschlossen sind. Gießen, 11. Februar 1893. Der Vollzugs-Commissar: Nebel, Amtmann. ______ Das Gr. Steuer-Commiffariat Gießen an die Grosch. Bürgermeistereien des Bezirks. Wir ersuchen Sie die, Ihnen dieser Tage zugehenden, Gewerbspatente auszufertigen, mit den dabei befindlichen Marken zu bekleben und letztere gehörig zu entwerthen. Die Patente wären sodann unterschrieben bis längstens 14. k. M. wieder, und zwar nach den Nummern gehörig geordnet, anher einzusenden. Die Anwendung von Streusand dürfte zu vermeiden sein. Gießen, den 13. Februar 1893. Süffert. _____________ Deutscher Reich. Berlin, 11. Februar. Der Professor Dubois-Rey- mond empfing anläßlich seines heutigen 50jährigen Doctor- jubiläums zahlreiche Ehrungen. Im Auftrage Sr. Majestät des Kaisers erschienen der Cultusminister Bosse und Geheime« rath Althoff und überbrachten dem Jubilar die Ernennung zum Geheimen Ober - Medicinalrath mit dem Range der Räche zweiter Klasse. Berlin, 11. Februar. Das Staatsministerium hielt heute unter Vorsitz des Grafen Eulenburg eine Sitzung ab. In parlamentarischen Kreisen verlautet, es habe der russische Handelsvertrag zur Beralhung gestanden. Bremen, 10. Februar. Prinz Heinrich von Preußen hat gestern nach dem Toast auf Bremen nochmals das Wort genommen und sagte u. A., das Heer und die Flotte müßten dafür sorgen, daß Deutschland im Falle eines Krieges nicht | ker Amboß, sondern der Hammer sein werde. Deutscher Reichstag. 42. Sitzung. Samstag, 11. Februar 1893. Tie Genehmigung zur fhafredjUldien ^rfol-iung des Abg. Dr. North wird eiusprecvend dem Anklage der GeschäflsordnungS- commtffion (Ref. Abg. Dr. Porfch) etnsttwm'g erthetlt. Gegen Dr. North, Dtrcctor der Bodencrcdit-Actiengefellschaft in Straßburg, liegt nach Ansicht der dortigen Staatsanwaltschaft der Verdacht eines Verstoßes gegen .die Vorschriften des Acttengefetzes vor, der neben anderen Strafen auch den Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte zur Folge haben kann. Dr. North hat die ihm zur Last gelegte Handlung bestritten und angegeben, daß er selbst von feinem Mttdtrecior hinter- gangen worden. Die Commifsion ist der Meinung, daß es fowohl im Interesse des Reichstags wie des Angeschuldigten selbst liegt, wenn die Sache sobald als möglich zum gerichtlichen Austrag gebracht wird. Dann wird die Berathung des Etats des Innern fortgesetzt. Abg. Frhr. v. Stumm (Rp.) bedauert, daß es nicht möglich ist, die Sonntagsruhe-Bestimmungen für Industrie und Handwerk am 1. April einzusühren und empfiehlt, daß bei der Ausführung der Sonntagsruhe im Handelsgewerbe den örtlichen Verhältnissen nach Möglichkeit entsprochen werde. Insbesondere dürften die seßhaften Geschäfte nicht durch den Hausirbetrteb leiden. Der vom Minister empfohlenen orttzstatutarifchen Regelung seien vielfach Seitens der höheren Verwaltungsbehörden Schwierigkeiten gemacht worden. Im Ganzen werde die Sonntagsruhe wohlthätig wirken und die daraus entstehenden Nachtheile würden durch die Vortheile ausgewogen. Die Frage der Arbeitsordnungen gehöre nicht hierher. Die Arbeitgeber müßten das Recht haben, die Bedingungen festzustellen, unter denen sie Arbeiter beschäftigen wollten. Es sei ganz in der Ordnung, wenn Socialdemokraten aus den Staatswerkstätten ferngehalten würden. Abg. v. Vollmar (soc.): Der christlich-religiöse Standpunkt der Majorität hätte diese doch zur vollen Sonntagsruhe führen müssen; statt dessen sei mit den fünf Verkaufsstunden ein Kompromiß zwischen Religion und Geschäft geschlossen worden. Der Lärm über die Sonntagsruhe fei nicht von den Arbeitern, sondern von den Christlich-Religiösen geschlagen worden. Die Regierungsbehörden capitulirten auf Schritt und Tritt gegenüber den Bestrebungen auf Einschränkung der Sonntagsruhe, besonders in Bayern. In Nürnberg und Fürth, auch in ganz Schwaben sei von der Sonntagsruhe kaum noch etwas übrig geblieben. Die Regierung solle endlich einmal den Unternehmer-Interessen gegenüber Rückgrat zeigen. Im Gast- wirthszewerbe sollten die Angestellten jeden dritten Sonntag frei bekommen. Redner wendet sich dann gegen die Fernbaltung social- demokratischer Arbeiter von den Staatswerkstätten. Wollte man dem Staate hierzu das Recht zugestehen, so könnte der Staat auch das Recht beanspruchen, daß seine Beamten conseroativ seien. Die Socialdemokraten boykottirten blos in den Fällen, wo man ihnen allein etwas verweigere, was man allen anderen Parteien gewähre. Mit diesen Boykotts könne man die Arbeitsordnungen der Staalswerk- stätten nicht vergleichen. Bayrischer Bundesbevollmächtigter Landmann rechtfertigt die Ausführung der Sonnlagsruhebestimmungen. Die bayrische Regierung verhalte sich reservtit; sie warte ab, bis sich die Verhältnisse mehr geklärt haben und schreite nur da gegen getroffene Ausnahmen ein, wo es unbedingt nölhig sei. Im Wesentlichen handle es sich bei den getroffenen Ausnahmen um Genußmittel und gerade in dieser Branche müsse den Ortsbehörden möglichst freier Spielraum gelassen werden. Es sei übrigens angeordnet, daß Leute, die Sonntags sieben Stunden arbeiten müssen, den zweiten oder mindestens dritten Sonntag ganz frei haben müssen. Die Bewohner des platten Landes seien in der Wahl ihrer Etnkaufsstunden nicht so frei, wie die Leute in Berlin. Man möge nicht zuweitgehende Forderungen stellen, damit nicht das Wort zur Wahrheit werde: Vernunft wird Unsinn, Wohlthat Plage. Abg. Frhr. v. Pfetten (Ctr.): Die Ausführung der Gesetze in den einzelnen Bundesstaaten unterstehe nicht der Competenz des Reichstags. Für Oberbayern seien die getroffenen Ausnahmen Ausland. Wien, 11. Februar. Infolge der Entlassung eines wegen socialistischer Umtriebe bestraften Arbeiters stellten auf mehreren dem Staate gehörigen Schichten des Büxer Kohlenbergwerks alle Arbeiter die Arbeit ein. Rom, 11. Februar. Gestern Abend um 10 Uhr fand wiederum eine Explosion in der Nähe des Gensdarmerie- postens am Bahnhofe statt. Es entstand nur ein materieller Schaden. Eine Verhaftung wurde vorgenommen. Rom, 11 Februar. Der „Diritto" dementirt das Gerücht von einem Zwist zwischen Kaiser Wilhelm und dem König Humbert. Das Gerücht sei von der Opposition in Umlauf gefetzt worden, um den Kaiser zu verleumden. Bremen, 11. Februar. An Bord des Dampfers des Norddeutschen Lloyd „Köln" sind während des Aufenthalts desselben in Santos Erkrankungen am gelben Fieber vorgekommen- in Folge derselben sind gestorben: Der erste Offizier Moeller, der erste Maschinist Roth, der zweite Maschinist Wessels, der Arzt Hofstetter, der Bäcker Funke und der Matrose Dornemann. Weitere fünf Mann der Besatzung sind krank im Hospital in Santons zurückgeblieben. Der Dampfer „Köln" hat inzwischen die Rückreise über Rio und Bahia nach Bremen angetreten. Die übrigen brasilianischen Häsen sind fieberfrei. Der „Norddeutsche Lloyd" hat bekanntlich seine Fahrten nach Santos eingestellt. nothig; ohne dieselben hätte man das seßhafte Gewerbe zu Gunsten des Hausirhandels schwer geschädigt. Abg. Wöllmer (bfr.) erklärt, die von den Soclaldemokraten bemängelten Bestimmungen der Arbeitsordnungen staatlicher Werkstätten nicht gebilligt zu haben; er könne nur nicht finden, daß dieselben ungesetzlich seien. Die Sonntagsruhe anlangend, könne er nur wünschen, daß alle Gesetze so gut wirken wie dieses. Abg. Buhl (natl.): Das Interesse der Selbsterhaltung erfordere, das Eindringen socialdemokratifcher Einflüsse in den Arbeiterstamm zu verhindern. In dieser Anschauung sei er noch durch den Spott der Socialdemokratie über die Spar-Agnes bestärkt rooiben, kenne er doch manchen Arbeiter, der sich durch Sparsamkeit emporgeschwungen habe. Mit der Handhabung der Sonntagsruhe in Bayern sei sowohl im Interesse der Gewerbetreibenden wie der Arbeiter gehandelt worden. Das Gesetz müsse unter voller Wahrung des Princips, möglichst schonend durchgeführt werden. Abg. Frhr. v. Stumm (Rp.) weist die Behauptung Vollmars zurück, daß die Arbeitgeber einen Kamps gegen die Art eiter führten. Der Kampf gelte den socialdemokratischen Abgeordneten, „die ebenso wohlgenährte Bourgeois sind wie wir". (Heiterkeit.) Er habe übrigens nicht von der Boykottirung der Wiithe, sondern von der der nicht socialdemokratischen Arbeiter gesprochen. Abg. Grillenberger (Soc) verurtheilt die bayrische Handhabung der Sonntagsruhe; die Sonntagsruhe selbst werde dadurch illusorisch gemacht. Für Oberbayern sei dos Ge'eh thatsächlich außer Krast gesetzt. Eine Nothwendigkeit für so weitgeh-nde Ausnahmen bestehe nicht. Unter der Freigate des dritten Sonntags habe man keine Controle. Er sei kein Unitarier, aber ein oberbayrisches Reservatrecht in diesem Falle billige er nicht. .Der Hausirhandel sei durch die getroffenen Bestimmungen erst gefördert worden. Redner polemisirt ferner gegen den Abg. v. Stumm, der sich das Recht an- gemaht habe, seinen Arbeitern das Heirathen zu verbieten. Schließlich wird die Weiterberathung auf Dienstag vertagt. Locales unt provinzielles. Gießen. 13. Februar 1893. — Oeffentliche Sitzung des Provinzialausschusses der Provinz Oberhessen vom 11. Februar 1893. 1) Recurs des Moses Joseph zu AUendorf a. Lda. wegen verweigerter Cvncession zum Gastwirthschaftsbetrieb. Der KreisauSschuß Gießen hat das Gesuch des pp. Joseph unter Verneinung der Bedürsnißfrage abschlägig beschieden. Hiergegen hat derselbe mit der Begründung Recurs verfolgt, daß fremde Reisende in Allendorf a. Lda. nur mit Mühe Unterkommen finden, bezw. gar nickt übernachten könnten. Die Zeugenvernehmung bestätigte diese Angabe und ergab weiter, daß in Allendorf auch nur vier Wirthschasten bestehen. Das Unheil des Kreis- ausschusses wird aufgehoben und die nackgesuchte Erlaubniß erthcilt. — 2) Reclamation gegen die Bürgermeisterwahl in Ulsa. Gegen die fragliche Wahl war reclamirt worden, weil der dieselbe leitende Bürgermeister Döll im Wahllocale auf seinen Namen lautende Stimmzettel ausgelegt, auch au Wähler verabfolgt und dadurch eine Stimmbeeinflussung ausgeübt habe. Der Kreisausschuß des Kreises Schotten har diese Reclamation abgewiesen, wogegen nun Recurs eingelegt worden ist. Die Vernehmung der beiden Zeugen ergab, daß Stimmzettel hinter dem Sitze des Wahlvorsitzendcn lagen, daß manche Wähler sich solche selbst genommen, andere auch solche verlangt haben, sowie daß der Bürgermeister einigen Leuten Stimmzettel angeboten oder dargereicht hat. Stimmzettel der Gegenpartei waren im Wahllocale nicht aufgelegt, weißes Papier ist zwar da-, jedoch nicht vorbereitet gewesen, nach Angabe der Zeugen sind Stimmzettel im Wahllocal auch nicht geschrieben worden. Rechtsanwalt Grünewald, als Vertreter der Reclamanten, beantragt Aufhebung des Kreis- Ausschuß-Erkenntnisses, indem er darauf hinweist, daß das Ausgebcn Ser Zettel im Wahllocale von Seilen des Bürgermeisters als ein Agitationsstück von bedeutendem Emfluffe erscheine. Der Vertreter des Bürgermeisters, Rechtsanwalt Hir'chhorn, stellt Antrag auf Verwerfung des Recurses, da aus dem Umstande, duß der Bürgermeister einigemal Stimmzettel an Wähler abgegeben habe, weder Wahlbeeinflussungen noch Verletzung des Stimmgeheimnisses zu folgern seien. Der Provinzial Ausschuß erkannte, daß das Urtheil des Kreisausschusses Schotten aufzuheben und danach die Wahl zu cassiren sei- die Kosten fallen der Gemeinde Ulfa zur Last. — 3) Beanstandung der Gemeinderathswahl zu Orleshausen. Diese Wahl wurde durch den Großherzogl. Kreisrath zu Büdingen beanstandet, die Beanstandung seitens des Kreisausschusses nach Vernehmung der Zeugen jedoch nicht für begründet erkannt und daher der Gemeinde Orleshausen die Kosten nebst einem Aversum von 10 Mk. auferlegt. Gegen diese Kostenverurtheilung hat der Gemeindevorstand Recurs erhoben und beantragt, die Kosten einem gewissen Ludwig Faßbinder, welcher mit seinen unwahren Aussagen die Beanstandung herbeigeführt habe, aufzuerlegen. Der Provinzial- Ausschuß erkannte, daß der vom Kreisausschuß angefetzte Aversionalbetrag von 10 Mk. wegzufallen habe- im Uebrigen wurde das angefochtene Urtheil bestätigt. — Ein Beautten-Verein wurde am Samstag in unserer Stadt errichtet. Der Verein, welchem alle Beamte des Nicht daS klingende Metall solle man als entscheidend gelten Sitzung frcr Stadtverordneten am 9. Februar 1893. (Schluß.) Staats, der Post, der Eisenbahn, der Justiz, des Militär», der Stadt u. s. w. bertreten können, beabsichtigt, nach dem Muster des GesellschaftSoereinS seinen Mitgliedern durch Einrichtung von Gesellschafts- und Leseräumen Gelegenheit zu zwanglosen Zusammenkünften, Unterhaltungen u. s. w. zu bieten. In der Versammlung am SamStag wurde der Vorstand und die VergnüqungS-Commission gewählt. — Hermann Vortrag. Wir verfehlen nicht, auch an dieser Stelle auf den hohen Genuß aufmerksam zu machen, den der nächste Donnerstag dem Kunstliebhaber bringt. Herr Karl Hermann auS Frankfurt veranstaltet an diesem Tage — wie aus dem Annoncentheil ersichtlich — eine Recitation, die schon im Voraus geeignet ist, höchste Spannung zu erregen. Der Künstler, dessen glänzende Begabung schon so oft unS von der Bühne herab entzückt hat, der auch durch sein aufopferndes Mühewalten bei Gelegenheit des Lutherfestspicls in bestem Andenken steht, hat vollsten Anspruch auf unsere allseitigen Sympathien. Ein schöner Erfolg wird seinem Unternehmen schon um deswillen sicher sein, weil gerade seine eminenten declamatorischen Fähigkeiten ihm viele Freunde geschaffen haben. Ein feinsinnig auSgewähiteS abwechslungsreiches Programm wird ihm Gelegenheit bieten, diese seine Kunst ausS Herrlichste zu entfalten und wir freuen uns über seine Stoffwahl um so mehr, als diese und Gelegenheit bietet, eines hoch begabten jungen LandSrnannS Schöpfungen kennen zu lernen. — Die Mitglieder des Vogelsberger Hohenclnb werden hierdurch wiederholt darauf aufmerksam gemacht, daß im Lesezimmer der Großh. Universitäts-Bibliothek aufgelegt sind: 1) der Tourist, illustr. Zeitschrift für Touristik und Schneeschuhsport. Berlin. 2) Touristische Mittheilungen aus Hessen Nassau und Waldeck. Cassel. DaS Lesezimmer ist von 9—1 und von 3—4 Uhr geöffnet. Beide Blätter enthalten in jeder Nummer zahlreiche allgemein interessante Mittheilungen. — Hochwasser. In den letzten Tagen mit ihren warmen Niederschlägen sind nun auch die letzten Schneemassen zum Schmelzen gebracht, dadurch aber auch ein starkes Steigen aller Wasserläufe herbeigcsührt worden. Besonders L a h n und Wieseck hatten in diesen Tagen einen hohen Stand, ja die Lahn ging noch etwas über ihren letzthin gehabten Höchststand hinaus. Das eingetretene kühlere Welter wird dem weiteren Steigen bald Einhalt thun. Die städtische Pumpstation hat während einiger Tage flott gearbeitet, um daS Wasser aus der Stadt zu entfernen. — Vorsicht bei Ankauf von Staatsloosen. Der Lehrer Keim in Rimbach begann im letzten Sommer im Auftrage der Brüsseler Volksbank den Vertrieb von Antheilscheinen auf Staatsloose, Braunschweiger, Finnländer, Freiburger, Köln Mindener Loose auf Ratenzahlungen. Inzwischen wurde constgtirt, daß sämmtliche Scheine werthlos sind. Die Großh. Staatsanwaltschaft zu Darmstadt ist gegenwärtig mit näherer Untersuchung dieses Loosschwindcls beschäftigt. — Warnung. Ein Müller in der Nähe von Gelnhausen hatte eS. unterlassen, seinen Müllerknecht zur Krankenkaffe anzumelden unb muß nun, da der Knecht verunglückte, an Arzt, Apotheker rc. Kosten über 200 Mk. aus seiner Tasche zahlen. — Der Turnverein hielt am SamStag Abend in der Turnhalle einen stark besuchten Maskenball und gestern Nachmittag und Abend ein ebenso gut besuchtes Carne- valistischeS Concert. — Hahrplan-Aenderung. Aus die in vorliegender Nummer befindliche Bekanntmachung der Kgl. Eisenbahn-Dircction Hannover, bctr. einige am 1. März d. I. cintretcnde Aenderun- gen in der Fahrzeit der Personen-Züge 407, 408, 402, 412, 270 machen wir hiermit aufmerksam. — Unter den für die südwestafrikanische Schuhtruppe angeworbenen activen Militärs, die heute Abend in der Stärke von 203 Mann Berlin verlassen, um mit einem Dampser dcS Norddeutschen Lloyd eingeschifft zu werden, befinden sich auch ein Unteroffizier und ein Gefreiter des hiesigen Regiments. — Nach dem soeben veröffentlichten Geschäftsbericht des Reichsgerichts für das Jahr 1892 wurden in Civilsachen auS dem Großh crzogthum Hessen 34, in Ehe- nnd Entmündigungssachen 2 Prozeffe anhängig. In Strafsachen waren anhängig Revisionen überjährigc 2, dieöjäh rige 53. Beschwerden in bürgerlichen RechtSstreitigkeitcn, Strafsachen und ConcurSversahren wurden anhängig aus Hessen 16, Berusuugen in ehrengerichtlichen Sachen gegen Rechtsanwälte 1. - Wegen Entziehung von der Wehrpflicht werden 52 in den Jahren 1866—1870 in Obcrhessen geborene Personen, deren Aufenthalt unbekannt ist, dnrch die Großh. Staatsanwaltschaft am Landgericht der Provinz Oberhessen auf den 25. April d. I. vor die hiesige Strafkammer geladen. — Vorsicht beim Gebrauch von Petroleumlampen ist eine gar nicht oft genug einzuschärfende Mahnung. Erst dieser Tage sand eine ältere Dame in Moskau ihren Tod auf schreckliche Weise dadurch, daß ihr die Lampe aus der Hand fiel, wodurch die Kleider der Dame in Brand gesetzt wurden. Unsere Hausfrauen thun gut, ihre Dienstboten, die Kinder u. s. w. beim Umgang mit Lampen zu überwachen. — Im Bezirke der 25. (Srohh. Hess.) Division offene Militärauwärterftellen. Zwei Weichensteller in Mainz, Stations- wärtcr in HechtSheim und Finthen, Weichenwärter in Offstein, zwei Schaffner in HechtSheim und einer in Finthen- sämmtliche Stellen mit 720 Mk. Gehalt. — Einheitliche Sonntagsruhe. Die Stadtverordneten zu Alzey haben beschloffen, den RetchStagSabgeordneten Bamberger zu ersuchen, daß er aus einheitliche Regelung der Sonntagsruhe dringe. sich auSsöhnen würden - dies sei leider nicht der gewesen, im Dordertreffen stünden wieder die Manusacturinen, die als Stimmsührer deS Rückschrittes daS Arbeitszchutzgeietz zu beschneiden suchten unter dem Borgeben, dag der Schlug der Geschäfte um 2 Uhr gleich fei mit dem Verlust von Tausenden. Schließlich verlange jede Branche ihre be,andere Zeit und sei es zu beklagen, daß die Behörden durch ehr Eingehen auf die Petition den Wirrwarr noch vergrößerten. Um diesem ein Ende zu machen, um deS lieben Friedens und einheitlichen SchluffeS aller Geschäfte willen schlage er vor, die Geschäftszeit bis auf 3 Uhr auSzudehr-en und darauf hinzuwirkcn, daß diese Zeit auch den Cigarrenhandlern, denen daS Offenhalten bis 7 Uhr gestattet sei, vorgeichricben werde. — Herr EmmcliuS bemerkt, daß bei den von Herrn Scheel rnitgetheilten Einnahme-Ausfällen auch die allgemeinen geschäftlichen Mißstände mitgesprochen, dieS hätten auch die empfunden, die von dem Sonntagsruhegesetz nicht berührt wordeli. In anderen Städten habe sich die Sonn- tagSeinnahme auf die Wochentage verlegt. Wenn daS Orts- statut geändert werde, was er bedauern würde, so empfehle er nicht über eine Stunde Verlängerung hinauszugehen, und gleichmäßige Festsetzung der VerkausSftunden herbeizuführen. — Herr Vogt erklärt, auf die von Herrn Beigeordneten Georgi geäußerte Verwunderung, daß er den Antrag auf Absetzung von der heutigen Tagesordnung gestellt, weil sicher noch Hunderte von Peientcu kommen würden, die sich mit dem bestehenden Statut zufrieden erklärten- man möge es unterlaffen, ein so schönes Stück VerkausSzeit auS dem Vormittag herauszuschneiden, diejenigen, denen der ganze Vormittag zum Spaziergehen srei stehe, seien müde, wenn sie um 11 Uhr antreteu müßten. Weiter habe er zu erklären, daß er bedauere, daß die Beschlüsse der Commission im Gießener Tageblatt veröffentlicht worden, und daß ihm in Wirthschaften nachgeredet werde, ihm sei es gleich, ob die Manufacturisten verhungerten oder nicht. Derartige Ausdrücke habe er nicht gebraucht, er bitte die CommifsionS- Mitglieder, zu erklären, daß er diese Ausdrücke nicht gebraucht. — Herr Beigeordneter Georgi bedauert ebenfalls, daß die Beschlüsse der Commission veröffentlicht worden, es sei dies bei früheren Commissionsbeschlüssen nie der Fall gewesen- daß einer von den Commissionsmitgliedern auS der Stadt- verordnctcn-Versammlung die Beschlüsse veröffentlicht habe, sei nicht anzunehmen, er glaube vielmehr, daß Jemand von den übrigen Commissiousmitgliedern im jugendlichen Uebereifer die Veröffentlichung bewirkt. — Herr Wallenfels: Dem Landmann sei, besonders zur Erntezeit, der Sonntag zur Vornahme seiner Einkäufe der genehmste Tag. Den in den Geschäften thätigen jungen Leuten könne es nur recht sein, wenn die Geschäfte besser gingen, denn dann könnten mehr Leute eingestellt und ihnen ein besseres Einkommnn gesichert werden, den Leuten bliebe nach 4 Uhr noch Zeit genug, sich zu amüsiren. — Herr J ug Hardt tritt dafür ein, daß man den Geschäften, weil sie offenbar Nachtheil hätten, entgegen kommen solle. — Herr Scheel macht darauf aufmerksam, daß die geschäftlichen Verhältnisse in Bezug aus Kundschaft nicht überall die (gleichen seien, in einer Stadt habe man vorwiegend mit Landkundschaft, in einer anderen mit großer Arbeiter-Bevölkerung zu rechnen. Rücksicht aus die gemischten Geschäfte könne man, da hier nur zwei in Betracht kämen (Frau Montanus Wwe. und R. Stuhl) nicht nehmen. Wenn Herr Vogt sage, man solle sich daS schöne Stück nicht aus dem Vormittag herausschneiden, so würden sie es gewiß nicht thun, wenn sie die offenbaren Nachtheile nicht dazu zwängen, die Manufacturwaarenbranche verlange eine zusammenhängende Verkaufszeit. — Herr Petri hält den Einnahme-Ausfall in den Manufacturwaarengeschäften nicht so groß, wenn der Geschäftsgang im Allgemeinen nicht schwächer gewesen sei- er sei nicht dagegen, die VerkausSftunden auf kurze Zeit zu verlängern, da er auch die Ueberzeugang habe, daß die Geschäfte doch etwas auseinander gehalten werden müßten. — Herr Grünewald bestätigt zunächst, daß Herr Vogt die ihm in den Mund gelegte Aeußerung nicht gethan habe. Er halte eine Controlle der gemischten Geschäfte für möglich, wenn festgesetzt werde, was diese verkaufen dürften; so lange nicht andere Gründe von Seiten der Colonialwaarenhändlcr vorgebracht würden, als die ihnen angeblich durch die gemischten Geschäfte drohendeConcurrenz, könne er nur für bie verlangte zusammenhängende Zeit stimmen. Er müsse sich sowohl gegen den aus Aushebung des Ortsstatuts lautenden Antrag des Herrn Scheel wie gegen den Antrag des Herrn Löber aussprechen, der Antrag der Minoritätscommission bewege sich innerhalb des Gesetzes. — Herr Oberbürger- meister Guauth schaltet ein, daß cs gegen das Gesetz verstoße, wenn den gemischten Geschästen der Verkauf von Artikeln der Colouialwaarenbranche am Vormittag, von Artikeln der Manufacturwaarenbranche in der für diese bestimmten verlängerten Zeit am Nachmittag gestattet werde, weil dadurch mehr als fünf Stunden herauskämen. — Herr Orbig: Dem vom Unternehmer-Standpunkt aus geäußerten Bedauern über den Beschluß der Commission könne er sich nicht anschließen, er bedauere den Beschluß nicht. Nicht ein einziger der Herren, welche gegen den CommissionSantrag stimmten, habe auch nur ein Wort zum Schutze der Gehilfen gesprochen- er erkläre, daß ein erst um 4 Uhr beginnender Sonntag kein Sonntag mehr sei- er müsse für die Hand- iungsgehilfen verlangen, daß die Geschäfte schon um 12 Uhr geschlossen würden, die Handlungsgehilfen seien bei der auS- gedehnten Beschäftigungszeit schlimmer daran, wie die Handwerksgesellen- der Zweck deö Gesetzes, den Gehilfen die nothweudige freie Zeit zu sichern, müsse vor Allem festgehalten worden. Ein größerer Theil der Petenten um Verlängerung der sonntäglichen DerkaufSzelt seien Kleiderhändler und Consectionisten, einige wenige also, die sich gegen die bisherigen Bestimmungen gewandt, mit Unrecht, denn wer einen Rock oder eine Hose brauche, faule sie doch, einerlei, ob Sonntags oder an einem anderen Tage. Herr Löber: Man habe nach Zustandekommen bev ' OrtSstatuts geglaubt, daß auch die mit demselben Unzusriedencn lassen, sondern den Zweck deS Gesetzes. Die klingende Münze sei benutzt worden, um durch einen PetitionSstitrm daS ganze Gesetz illusorisch zu machen, richtiger wäre eS dann, daS Gesetz gänzlich auszuheben, wenn man den Verkauf bis 4 Uhr ge- statten wolle - er würde daraus binarbeiten, daß um 12 Uhr geschlossen würde, bezw. für gänzliche Sonntagsruhe eintreten; wer erst nach 4 Uhr über sich verfügen könne, der würde sich sagen, daß das Gesetz zwecklos sei. Der Schutz der Gehülsen müsse Allem vorangestellt werden, der Bedarf an Maaren werde doch gedeckt- nicht die Stunde, in welcher der Landmann kaufen könne, komme für diesen in Betracht, sondern für ihn fei maßgebend daS Geschäft, wo er gut und billig kaufe, dem Bauer komme eS nicht darauf an, ob er eine Stunde früher nach der Stadt gehen müsse. Er freue pch, daß Herr EmmeliuS sich nicht für ein Emfchneiden in die bisherigen Bestimmungen ausgesprochen. Der Zweck der Petition fei Beseitigung deS Gesetzes, durch den PetitionSsturm feien die Behörden dazu gekommen, Aenderungen zu gestatten, dieselben gingen weder vom Ministerium noch vom Kreisamt auS. ES scheine, als ob daS Unteinehmerthum das Gesetz ganz aufgehoben wünsche. Er müsse aber darauf bestehen, daß für den Schutz der Gehülsen eingetreten werde, dann seien die Unternehmer verpflichtet, das Gesetz einzuhalten. Auch in gesundheitlicher Beziehung fei eine Ausdehnung der Sonntags- ruhe erforderlich, im Interesse der Menschlichkeit mußten die Leute geschützt werden vor den Nachtheilen, die eine zu lange Thätigkeit im Laden mit sich bringe. Wenn da» Personal nur dadurch gehalten werden könne, daß man jährlich 50 stunden herauSknappere, so sei daS Geschäft nicht wie e- sein solle. Man solle sich hüten, schon wieder an einem Gesetze herurnzu- mäkeln, mit dessen Wirkung man sich noch im UebergangS- stadium befinde. — Herr Dr. Schäfer: ES denke Niemand daran, die Zeit der Ruhe herabzufetzen, sondern eS handle sich um spccielle Verhältnisse, um die Frage, ob man im In- tereffe der Landbewohner die Zeit etwas verlängern könne - der Verkehr Gießens mit den Nachbarorten würde sich mindern, wenn man die bisherige Verkaufszeit beibehalte, Gießen sei zu sehr auf die Landkundschast angewiesen. D.e Morgenstunde von 7V1—9 Uhr fei eine Belästigung für die Leute, der Schwerpunkt liege in den Nachmittagsstunden - die Gchülsen wären in Dortheil gegenüber dem jetzigen Zustande, eine Schädigung liege sonach nicht vor, umioiveniger, al» von den gesetzlich zulässigen fünf Stunden nur 4*/, Stunden verlangt würden. Bezüglich der Colonialwaarengeschäfte sei er für eine Morgenstunde, die Handlungsgehülsen würden dadurch nicht belästigt. — Herr Ern melius thcilt mit, c8 habe ihm eine Firma versichert und sie wolle dies durch Vorlage der Bücher beweisen, daß sie eine Einbuße nicht erlitten - die Kundschaft habe sich inzwischen gewöhnt, rascher zu wählen, er würde es mit Freude begrüßen, wenn die Stunde Bormitlagö wegfiele, im Uebrigen empfehle er gleichmäßigen Schluß aller Geschäfte. — Herr Scheel bezweifelt nicht, waSHerrEm- melius bezüglich der Firma, die er zu kennen glaube, dar gelegt; diese Firma habe indeß weniger mit Landkundschast zu rechnen. Die Einnahmen in den Wochentagen seien dieselben geblieben, was beweise, daß der EinnahmeauSsall an den Sonntagen nicht auö allgemein, schwächerem GeichästSgang herrühre. Herrn Orbig zu belehren wolle er unterlassen, da derselbe Zweifel in seine Eigenschast als Geschäftsmann gelegt- Herr Orbig könne aber seine Fürsorge für daS Wohl der Gehülsen dadurch betätigen, daß er für Verminderung der Geschäftszeit in den Colonialwaarengeschästen einirete, woselbst die Gehülsen nicht nur biß 10 Uhr thäiig sein müßten, sondern auch Morgens zwei Stunden früher anfingeu als in den Manufacturwaarengeschäften (Herr Orbig erklärt sein E'N verständniß damit)- auch der Kellner möge sich Herr Orbig annehmen, die über Mitternacht hinaus beschäftigt würden (Herr Orbig ist auch damit einverstanden). — Herr Heyl 1 gelist a e d t beantragt, die ganze Sache an die Commission zurückzuverweisen. Sein Standpunkt sei noch der alte, nämlich der, daß allgemein um 2 Uhr geschlossen werde; er müsse seiner Verwunderung darüber Ausdruck geben, daß die Behörde so schnell dem PetitionSsturm gegenüber Nachgiebigkeit gezeigt habe, wo die Sache noch neu sei. — Herr Beigeordneter Georgi bezeichnet die Einführung der mitteleuropäischen Zeit als unwesentlich für die Behandlung der vorliegenden Frage. Man solle die Sache nicht hinauöschieben, da sonst die Geschäfte noch mehr geschädigt würden; die Gehülsen würden nicht geschädigt. — Herr Hornberger empfiehlt nochmal» rasche Aenderung, fall» sie beabsichtigt fei; die Anforderungen an die Arbeitnehmer feien nicht groß, sie feien gesetzmäßig; cZ fei ErholimgSzeit genug, Morgens und Nachmittags von 4 Uhr ab. — Herr Löb er bezeichnet al» Wunsch der Bürgerschaft den einheitlichen GeschäftSfchluß und Annahme bei auf Zurückverweisung der Sache lautenden Anträge» deS Herrn Heyligenstaedt; man solle eine Einigung zu erzielen suchen, weil sonst da» KreiSamt der Petition der Manusacturssten ftattgeben würde. — Herr Dr. Ploch ist für einheitlichen GeschästSschluß, schon de» andernsallS eintretenben Spitzel- system» wegen, aber über 3 Uhr möge man nicht hinauS- gehen, derjenigen wegen, die die Annehmlichkeit der Sonntagsruhe bisher kennen gelernt haben. — Herr Grünewald hält die Zurückverweisung an die Commission für überflüssig, weil andere Einwände als die wegen der gemischte»; Geschäfte nicht seitens der Colonialwaarenhändler vorgebracht worden seien; er wolle den Antrag der MinoritätS-Commission ausrecht erhalten bezw. stelle er den Eventualantrag, daß, wenn die Colonialwaarenhändler auf die DormittagSstunde verzichteten, die gelammte Arbeitszeit auf die Stunden von 11 biS 3*/# ober schon 3 Uhr zu fairen fei. — Herr Oberbürgermeister Gnauth glaubt, daß die Stimmenverhältnisse in der Som- Mission anders liegen würden als im Plenum und ist für Zurückverweisung an die Commission, auch hätten die Mit glieder derselben ihre Ansicht wohl etwas geändert. Er müsse sich aber dagegen auSsprcchen, daß die Ausführung der Be- mmmungen be» Gesetzes den Verwaltungsbehörden Überlassen werden sollen. Was man thun könne, baß solle man thun, ' daS selbst gethane, und sei eß auch nur Flickarbeit, fei immer ' besser. Den Verwaltungsbehörden die Ausführung der Einzel- Worin Im °"s l- M um ff £ %«■* ®* etÄ.r'* "’febtto®?“«« *4Ä< h""6ftiitm [ei,» jEtf* *Ste 7' d°nn Kirn galten. Auch m Zrtt®W wtijfeit müßten die »'?"* i” lg"lt ®"“> P«I°L liQW) 50 Stunden $ wie eö \em tolle, w Ächtze herumm. Uebergungs. r- Es denke Niemand 'andern es HM cage, ob man im Jn- 18 verlängern könne: würde sich mindern, ^'behalte, Gießen sei ’• Die Morgenstunde für die Stute, der *; die Gehiilsen Mn Wände, ernt nemger, ais von den [1li Stunden verlangt Mste sei er für eine würden dadurch nicht mit, es habe ihm eine :ch Vorlage der Bücher rlitten; die Kundschaft zu wählen, er würde iunde Vormittags weg- ^mäßigen Schluß aller : nicht, was Herr E m- ju können glaube, dar- ;er mit Landkundschaft jentagen feien biefelben mahmeausfall an ben Mim MW>W iotle er unterlassen, da .Geschäftsmann gelegt; ege für das Wohl der für Verminderung der hasten eintrete, woselbst g sein müßten, sondern ansingen als in den rdig erklärt sein E>n- möge sich Herr Orbig rus beschäftigt würden Herr Heyligen- ie Commission zuckckzu- drr alte, nämlich der, cerbe; er müße seiner den, baß bie , Behörde >r Nachgiebigkeit gezeigt - Herr Beigeordneter r mitteleuropäischen Zeit dir »ock-M»W «ben, d° H di- 0 bi! «Mit mimli tii ■ feien 9 hie Itittags^ , n vis Mi $tun%b^Wm* ■ H^ in der $°5 ^-rliältu'K 1 h -st ur Lum und ’ auch Wten tzx müße '"7, a-ändert. & bestimmungen zu überlassen, gleiche dem Verhalten des Reichstags, der die Ausführung seiner Beschlüsse ja auch dem Bundesrath überlasse und was das bedeute, zeigten die Ausführungsbestimmuugen zum Arbeiterschutzgesey. Wenn etwas das Vertrauen zu den Verwaltungsbehörden zu beeinträchtigen geeignet sei, so sei es die Wahrnehmung, daß diese, nachdem sie vor einem halben Jahre eine bestimmte Stunde für den Schluß der Geschäfte empfohlen, jetzt schon mit Aenderungen kommen. Um glatte Anträge zu erhalten, wünsche er Verweisung an die Commission. — Nachdem noch Herr Beigeordneter Georgi erklärt, daß er annehmen dürfe, daß die Versammlung für Berücksichtigung der örtlichen Ver- hältnisie bezw. Hinausdehnen der Schlußzeit und unter Beseitigung der Morgenstunde für einheitlichen Schluß fei, auch Herr JsugHardt den Antrag Heyligenstaedt auf nochmalige Commissionsberathrng befürwortet, wird der Antrag Heyligen- i staedt zum Beschluß erhoben. TtirchlicheAnzeigen -er evang. Gemeinde. Bibelstunde am Montag den 13. Februar, Abends bfUhr, in der Kleinkinderschule; Marcus Cap. 4, Vers 35: Jünger und JesuS im Sturm. Pfarrer Dr. Naumann. Eingesandt. Gießen, 13. Februar 1893. Es gereicht dem Einsender dieses zur besonderen Freude, in der Sonntag Stummer des G eßeuer Anzeigers gelesen zu haben, daß Herr G ü hl Holtz im Eafs Leib auch dieses Jahr wieder ein carnevalistisches Concert mit nachfolgendem Ball arrangirt, sowie im Anschluß hieran Fastnachts-Dienstag ein carnevalistisches Früh- Concert. Es zeugen diele Unternehmen davon, daß Herr Guhiholtz bestrebt ist, dem pp. Publikum stets auf neue Art und Weise Amüsement zu bieten. Wir begrüßen diese, an das Großstädtische erinnernden Festlichkeiten, hoffend, daß das verehrte Publikum auch diesmal wie in den Jahren vorher, denselben durch recht zahlreichen Besuch entgegen kommt. S. Unübertroffen in Feinheit u. Milde u. seit zwölf Jahren bewährt Hollärrd Tabak 10 Psd. lose in Beutel srco. 8 Mk. nur bei B. Becker in Seesen a. Harz. 280 Dr. Mettenheimers Mineralwasscraustalt betreffend. Auf Verlangen wird hiermit dem Herrn Dr. A. Mettenheimer, Mineralwasser-Fabrikant in Gießen, bescheinigt, daß nach stattgehabten Revistonen des Großh. Keetsgesunddettsamis Gießen und des chemischen Unteisuchungsamts fär Die Provinz Oberhessen das zur Herstellung des Mineralwassers verwendete Wasser, soweit nicht destillirtes Master im Einzelfolle verwendet werden muß, sämmtlich aus der städtischen Waste, leitung stammt, zuvor aber noch dein Kohlen-Sandfiltcr passirt, aus welchem es fast chemisch rein destillirtem Wasser sehr ähnlich, hervor geht. Die verwendete Kohlensäure wird in diesem Betriebe selbst dargestellt und kommt beim Durchgehen durch mehrere Waschslaschcn, chemisch rein, in einen Gasometer und aus dt-fem zur Verwendung. Der ganze Betrieb ist sehr gut ausgestattet, alle Regeln der Reinlichkeit sind beobachtet. Apparate und sonst verwendetes Material entsprechen in jeder Beziehung nicht allein den gesetzlichen Bestimmungen, sondern auch den weitgehendsten Anforderungen der Gesundheitspflege. Gießen, den 9. Februar 1893. Großherzoastches Polizeiamt Gießen. 1367 Fresenius. .Bekanntmachung. Die Lieferung und Anfuhr des zur laufenden Straßenunter- haltung im Rechnungsjahr 1893/94 erforderlichen Basaltkleinschlags, 220 cbm, sowie das Kleinschlagen der Sammelsteine, 1OO cbm, sollen Donnerstag, 16. Febr. d. I., Vormittags 9 Uhr, im - hiesigen Rathhause öffentlich we- nigstnchmend vergeben werden. Gießen, den 10. Februar 1893. Großh. Bürgermeisterei Gießen. __Gnauth.______1380 Bekanntmachung. Die im Rechnungsjahr 189*3/94 erforderliche laufende Unterhaltung des Straftenpslasters, einschließlich Sandlicferung, veranschlagt zu rund 2500 Mark soll Donnerstag, 16. Febr. d. I., Vormittags 91/2 Uhr, im hiesigen Rathhause öffentlich we- nigstnehmend vergeben werden. Gießen, den 10. Februar 1893. Großh. Bürgermeisterei Gießen. _________Gnauth. 1381 Bekanntmachung. Die Lieferung und Anfuhr des im Rechnungsjahr 1893/94 zur laufenden Straßenunterhaltung erforderlichen Lahnkiefes (Naturkies), 720 cbm, soll Donnerstag, 16. Febr. d. I., Vormittags 10 Uhr, im hiesigen Rathhause' öffentlich roe- nigstnehmend vergeben werden. Gießen, den 10. Februar 1893. Großh. Bürgermeisterei Gießen. __________Gnauth.______1382 Bekanntmachung. Die im Rechnungsjahr 1893/94 erforderliche Holzanfuhr für die städtischen Anstalten, und die in genanntem Zeitraum nothwendigen Tagcsfuhren sollen Donnerstag, 16. Febr. d. I., Vormittags IOV4 Uhr, im hiesigen Rathhause öffentlich we- nigstnehmend v rgelen werden. Gießen, den 10. Februar 1893. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. 1383 Bekanntmachung. Die während des Rechnungsjahres 1893/94 vorzunehmende Reinigung der Ccfcn in den städtischen Gebäuden soll Donnerstag, 16. Febr. d. I., Vormittags 103/i Uhr, im hiesigen Rathhause öffentlich we- nigftnehmend versteigert werden. Gießen, den 10. Februar 1893. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. 1384 Aeikgeöotenes. Apfelsinen in extragroßer dünnschaliger Frucht frisch eingetroffen. H. F. Nassauer, 1405__________Neuenweg 15. Luppen« würze bei v r b i g. MAGGP Bekanntmachung. Vom 1. März d. I. ab verkehrt der jetzt um 5” von Friedberg nach Fronhaufcn fahrende Zug 407 wie folgt: ab Friedberg 4^, in > Gießen 5™. von dort 5^, wird bis Marburg durchgeführt und kommt daselbst G31 an. Ferner beginnt Zug 408 in Marburg, ab dort 655, j in Gießen 7". Der ehemalige Zug 402, von Butzbach 3“, ab Friedberg 4", in ’ Frankfurt 5”, verkehrt wieder ab Friedberg bis Frankfurt regelmäßig, mit' Ausnahme der Sonn- und Festtage, von Butzbach bis Friedberg jedoch nur Montags. Zug 412, jetzt Montags um 4a2_ von Butzbach nach Friedberg, fällt aus. Zug 270 ab Friedberg 4^, in Hanau-Ost 5^, fährt an den Wochentagen. Die seitherige Beförderung von Personen mit dem Güterzuge 717, ab Hanau-Nord 517, in Friedberg 7*, hört auf. Das Nähere ist s. Zl. aus den Aushang-Fahrplänen ersichtlich. Hannover, den 10. Februar 1893. 1401] Königliche Eisenbahn-Direction. Ausverkauf einer Parthie origineller Scher?- it. Färm- Artikcl § zu äußerst bill. Preisen. PH. Stier, Schulftr. 5. Hoizversteigerung.! Hausverkauf. Im Staufenberger Gemeindewald kommen zur Versteigerung: 1) Montag den 20. Februar, District Mühlwald und Schwalbengraben: 219 rm Buchen-Scheitholz, 74 „ Eichen- „ (wobei 8 rm Werkholz), 85 rm Buchew Knüppelholz, 30 „ Eichen- „ 78 „ Nadel- 4550 Buchen-Wellen, 1350 Eichen- ,, 1720 Nadel- „ • 195 rm Buchen-, Eichen- und Nadel- Stockholz. 2) Dienstag den 21. Februar, District Mühlwald und Schwalbengraben: 34 Eichen - Stämme, 4—11 m Länge und 18—81 cm Durchmesser, mit 21,39 fm Inhalt, 3 Buchen-Stämme, 6—8^2 m Länge und 34—40 cm Durchmesser , mit 2,33 fm Inhalt, 125 Kiefern - Stämme, 5—20 m Länge und 9—63 cm Durchmesser, mit 127,51 fm Inhalt (darunter 21 Stämme von 1,45—3,68 fm Inhalt), 3 Buchen- und 5 Nadel-Derb- Derbstangen. Die Versteigerung beginnt jedesmal Vormittags 9 Uhr im District Mühlwald bei der Haltestelle Friedelhausen. Staufenberg, am 13. Febr. 1893. Großh. Bürgermeisterei Staufenberg. Stephan. 1375 , 1396] DaS Oaus Marktsiratze 18, in bester Geschäftslage, mit Laden und Hintergebäude, ist zu verkaufen oder zu verpachten- Näheres im Laden bei Ludw. DSU» Prima Märzenbier aus der Actienbrauerei Gießen, em- pfiehlt per Flasche 23 H W. M. NoKI, 1387______________Ederstraße 2. Prima frische Angel, Schellfische, Cadliau, Hecht, Zander, Stockfisch, Salm u. s. w., prachlv. Mastgegügel empf. C. G. Kleinhenns Delicatessen-, Fisch- u. Geflügel-Handlg., Bahnhofstraße 59. Telephon 66. 1W Schönste Apfelsinen, Blut-Oranaen und Cttronen. [1388 Mermietßungen. 1389] Eine freundliche schone Familien- wochnung (3—4 Zimmer nebst Zubehör) auf Mitte März zu vermiethen in Dr. Webers MittelhauS, Wetzsteing 48 mit Wohnung. [356 «aveN Lindenplatz 5, 11. vermischte Anzeigen. Veyloren durchbrochen gearbeiteter Schildpatt-Haarpfeil. Gegen Belohnung abzugeben [1386 Marburgerftraste 15, II. Verloren ein goldenes Medaillon auf dem Wege von der Kirche über Mäusburg, Kreuzplctz nach dem Neuenweg. Abzugeben gtflen Belohnung bei Herrn Goldarbeiter Brück. [1370 1368] Einen Stellmachergesellen und einen Lehrling sucht H. Braun, Siegen, Löhrstraße. 1393] Ein braves tüchtiges Dienstmädchen auf Anfang März gesucht. Kirchenplatz 21, 1. Stock. Concordia. Heule (Dienstag) Abend: Carnevaliftische Kneipe im Vereinslocal. (Aburtheilung des Wechselreiters Agent Schwindelmayer.) Nächsten Samstag Wiederbeginn der Singstunden. 1377__Der Vorstand. Brauerei Förtsch. Heute Fastnachts-Dienstag: Carnevalistisches Concert. Anfang 359 Uhr. e 1374 Hauptversammlung der Mitglieder des KutißvklkNis für das Grosiheyogthttut Hessen. Die ordentliche Hauptversammlung findet Samstag den 4. März l. I., Nachmittags 3 Uhr, in dem Ausftellungssaale der Knnsthalle zu Darmstadt stall, wovon die Mitglieder des Vereins mit dem Ersuchen um zahlreiche Betheiligung in Kenntniß gesetzt werden. Tagesordnuttg: Erstattung des Rechenschaftsberichtes für 1892 und Vorlage der Rechnung pro 1892, sowie des Voranschlags pro 1893. Vorlage des Vertrags mit der Kunstgenoffenschaft. Bericht über die Veranstaltung einer Lotterie zum Besten des Baufonds. Ergänzung der Mitglieder des Verwaltungsrathes. Die Mitglieder des Verwaltuugsrathes werden zugleich zu einer nach dem Schluß der Hauptversammlung stallftndenden Sitzung des Verwaltungsrathes eingeladen. — Tagesordnung: Ergänzung der Mitglieder des Ausschusses. Darmstadt, den 6. Februar 1893. 1397 v. Ularqnard. 1399 1390 Gießen, 12. Februar 1893. Danksagung Die Beerdigung findet statt Dienstag, 14. Februar, Nachmittags 2 Uhr, vom Sterbehause Bahnhofstrasse 22. Oberhkfstfche GefeWnst für HM- und Heilkunde. Sitzung: Mittwoch den 15. Februar, Abends 6 Uhr, in der kleinen Aula der Universität. Vortrag des Herrn Realgymnasiallehrers Dr. Pitz über „die Saitenorgel" mit Demonstrationen. Der Vorstand. Todes-Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Mittheilung, daß unser liebes, unvergeßliches Kind Elisabeth. nach achttägigem Kranksein heute Abend sanft entschlafen ist. Um stille Theilnahme bitten Die tieftrauernden Eltern: Peter Walter und Frau- Freunden und Bekannten die schmerzliche Mittheilung, dass am Samstag Abend gegen 5 Uhr unsere unvergessliche gute Mutter, Schwiegermutter, Grossmutter und Schwester Frau Marie Lauckert Wwe. geb. Magnus im 84. Lebensjahre sanft errtschlafen ist. Giessen, 13. Februar 1893. Die trauernden Hinterbliebenen. Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme bei dem schweren Verluste unserer innigstgeliebten Gattin und Mutter, sowie für die reichen Blumenspenden und die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Dr. Grein unfern innigsten Dank. 1395 Thomas Schneider. Johanna Schneider. 1366 Todes - Anzeige Entree 10 Pfg 1406 D. V 1378) 1394 Entree frei Capelle Ulk. 14< 1402 L. Feldbaus wozu ergebend einladet 1363 Krofdorf, dm 12. Februar 1893. 1403 Amthor'sche höhere Handelsschule S zu GO Pfg. und höher. SS 4 M für Stadt und Bezirk Krank« furt gesucht. Günstig« Le Das närrische tzomite. im in SkKku des „3agrobfrrnnb“. 3 Kür die «Irbetterverstche ■_< rungSadtheilung einer oihn >)- '.J gut -ingeführten Bersiche« rungSanstalt wtrd ein tüch« j(«t) tiger . KZj 1 Jnspeetor K Die Beerdigung findet Dienstag den 14. Februar, Nachmittags 3 Uhr, vom Trauerhause (Gartenstrasse 2) aus statt. Iasinachts-Aleustag: Grosse Lumperei im Bereinslocal Ventilche. Martin Backhaus. Climbach, 12. Februar 1893. „Zum kühlen Grund". AastirachtS-TienStaq, Ußdjmiffflg 3 Uljr 59 JHin : LarnevalMsche Sitzung, ' unb ' a ba Brüdl schen Druckerei (Fr Ehr. Dietsch) in «testen Die heutige Ulummcr untfafif 6 Seiten. Wiener Feinbäckerei 46 Seltersweg 46. Cafe Leih Syiiiphonion». Herophons. Aristons. Harmonikas, Zithern, Violinen, Flöten, sowie alle Instrumente In grösster Auswahl zu Fabrikpreisen In der Inntrumentenfabrik und Handlung Emst Chai Her (Rudolphs Nachf)., Giessen. Statt besonderer Mittheilung allen Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Nachricht, dass heute Abend 8^/2 Uhr, nach langem, schweren Leiden meine liebe Gattin, unsere unvergessliche Mutter, Schwester, Schwägerin und Tante Karten im Vorverkauf für Herren a 50 Pf., für Damen ä 30 Pf. sind zu haben bei den Herren Gerhardt, Lindenplatz, N. Rosenthal, Schulstrasse und Teipel, Marktplatz. 1356 Entree an der Kasse 75 Pfg, Gallerie 20 Pfg. Bier im G-las 12 Ffg. Anfang 8 XThr. Dienstag Morgen: Närrisch-musikalischer Frühschoppen. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlichster Theilnahme bei dem Hinicheiden unserer unvergeßlichen Mutter, Schwiegermutter, Großmutter und Urgroßmutter, der Elisabetha, Johann Klemmrath Wwe. sagen hiermit innigsten Dank 1379 Die trauernden Hinterbliebenen. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme bei der Beerdigung unseres Bruders Jacob Backhaus (Krieger von* 1870/71) sagt Allen, insbesondere dem Kriegerverein Mendorf a. Lda., Dem Gesangverein Climbach, sowie Hrn. Pfarrer Weber für die trostreichen Worte den herzlichsten Dank Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: 4 divaurigen. Offerten unter >>3 Ehtffre J V 508 an Haasen« H stein & Vogler, «..(4., Krankfurt a Di. (1369 Hotel Weber. Fastnachts-Dienstag, Abends 7y2 Uhr: Münchener Bock-Fest. Zur Reichspost. Heute Fastnacht: Grafts rmmliWks fm-Konrtrt Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme bei dem und betroffenen Verluste, besonder» dem Gesangverein „Germania" hier für den Gesang am Grabe, sagt herzlichsten Dank Familie Abel* Gichkurr Mhrrkraiy. Heute Aastuachts-TieuStag, <>51 Abends: Maskenkränzchen mit Gruppen - Auffühl ungen im Leib. Eintrittspreis 75 Pfg, «allertekarten 25 Pfg. NB Nur Damen im B'sitz von ffinlabungflfirkn haben Zutritt. Bier im (Ylaö. (1373] Der Borstand. Montag den 13. Februar (Rosen-Montag) i Grosses Karnevalistisches Concert. Hierauf: GROSSER BALL mit n. ohne Maske. Zum Lahnstein. Heute Fastnacht Dienstag: moo 1 Masken-Kränzchen. ^ntr^e 25 Pf. — Anfang 3 Uhr 59 9)hii. GefchitftS-Eröffnung. Dem verehrten hiesigen und auswärtigen Publikum diene zur gefälligen Nachricht, daß ich unter Heutigem am hiesige» Platze Telterswcg 46, im Hause des Herru Kugull Voigt neben dem Hotel „Pnnz Earl eine Wiener ^eiubäckevei errichtet habe. wird mein eifrigstes Bestreben sein, mir die volle Zufriedenheit meiner geehrten Abnehmerin erwerben. Hochachtungsvoll S. Stern. Abonnenten gesucht. [538 ▲ Urflauration Solmfer Hof, ♦ Bahnhofstraße 31. ♦ I 13921 Ein älteres Mädchen, welches im Kochen und allen Hausarbeiten erfahren ist, zu einem Herrn Anfangs Ap il 8 sucht- Aliccftraße 22 1 Stock Ein tüchtiges zuverläfna^S StdMdien ; mit langjährigen Zeugnissen für Küche und Hausarbeit wird gesucht. Wo? sagt die Eiped. d Bl- (1173 Eine ehrliche tüchtige Hausfrau, die dreimal des TageS komme» kanu, auf fof. gesucht. 1404 ^öberstrasre 5, I. 1407] Ein HavSdürschchen g>-sucht. tfafe Ebel. 1* 02| Für ein hiesi irS EngroS-GeschLtt wtrd tu Ostern ein Lehrling mit guter । Schulbildung gesucht Nähere- bet der Exped. d- Bl. ~ (ßutfF MMgsM betle ich gründlich. >41 ft y lll U Auch bet lang Krank 6eu unb in hohem Alter dauernde Erfolge. LeidenSbefchr. und Angabe ob Küste kalt an P. Weidhaas, 113911 DreSven Nadcveul. Frau Louise Moll sanft dem Herrn entschlafen ist. Um stille Theilnahme bittet Namens der. trauernden Hinterbliebenen : Carl Moll. Giessen, den 12. Februar 1893. zu Gera (Reuse). 44. Schuljahr. I) Höhere Handeisechule mit Vor klaue'Quart.i Berechtlauni zoe elniihr- frelw Militärdienst, Schulbesuch 1 — 4 Jahre, je nachVorbildung. 2) Handelsakademie für rein fachwlssenechaftl Ausbildung Uober Schol- 14* anl:l"e- ^'Uerkunft r-,, Ole DI re et Ion Rebactton: L Sdj