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Durch d,e Post bezo,a» 2 Mark 50 PI« Rebaction, Expeditia» und Druckerei: Kch.tKr.tze Kr.7, Fernsprecher bl. Amts- und Anzeigeblntt füv den Kreis Gietzen chratisbeitage: Hießener Jamilienölatter —ss==5^^====^^^====^= 11 ---- Neueste Nachrichten. Wolffs telegraphisches Correspondenz-Bureau. Straßburg. 11. September. Der Kaiser hat folgendes Dankschreiben an den Statthalter gelangen lassen: „Der festliche, warme Empfang, der mir bei meiner Ankunft nicht nur in Metz, sondern seitens des gesummten Bezirks Lothringen, in Kürzel bei meinem Schlosse Urville, sowie an allen sonstigen Orten, die ich während meiner Anwesenheit in Lothringen berührte, bereitet worden sind, und die herzliche Begrüßung, welche mir die Bevölkerung in Stadt und Land entgegen- gebracht hat, haben mich wohlthuend berührt. Ich nehme diese allerorten mir dargebrachten Huldigungen als Bürgschaft dafür, daß der Anschluß Lothringens an daS deutsche Vaterland sich von Jahr zu Jahr enger und inniger gestaltet, und ich gebe mich der Ueberzeugung hin, daß daS Bewußtsein deckend, „werde den Auftrag besten- ausrichten. Empfehl mich gehorsamst den Damen!" Der Tapezierer verließ die Bollbrecht'sche Wohnung wieder und schlug den Weg nach der Wallstraße ein, indeß Mama Vollbrecht und Julie im Wohnzimmer ihre Gedanken darüber austauschten, was wohl Fritz zu der ihm bereiteren Ueberraschung bei seiner Rückkehr auS Reppenberg sagen werde. Am Spätabend deS nämlichen TageS kehrte Herr Dr. jur. Fritz Möllner von seiner Amtsreise wieder in sein junggeselliges Heim zurück, wo sich der junge Mann, da er sich sehr ermüdet fühlte, ohne Weiteres zur Ruhe begab. Als er am anderen Morgen erwachte, fielen seine Blicke zufälliger Weise auf da- kleine Gcktischchen, welches in einem Winkel des Schlafgemachs stand und das für gewöhnlich leer war. Heute aber sah der Assessor zu seinem freudigen Erstaunen auf dem Tischchen die Statuette deS mit dem Büffel kämpfenden Indianer- prangen und sofort erhob er sich, kleidete sich rasch an und ging an den erworbenen Auctionsgegenstand heran, ihn von allen Setten betrachtend. „Hm," murmelte er dann vor sich, „Bremmelberger hat die Sache also doch gekriegt, möchte nur wissen, zu welchem Preise- na, das wird sich ja zeigen." Er ging jetzt in das Wohn- und Arbeitszimmer und zündete sich hier, als leidenschaftlicher Raucher, zunächst seine Morgenctgarre an, welche er jeden Morgen vor dem Frühstück zu rauchen pflegte. Den Dampf der edlen Regatta behaglich vor sich hinblasend, trat Fritz Möllner an daS geöffnete Fenster und blickte auf die noch ziemlich stille Straße hinab. In diesem Moment kam der Agent Bremmelberger eiligen Schrittes die Straße herunter, offenbar hatte er wieder eines seiner dringlichen Privatgeschäfte zu besorgen. Der Assessor ließ ihn herankommen und rief dann hinunter: Karlsruhe, 10. September. Seine Majestät der Kaiser ist mit dem Prinzen von Neapel unter dem Donner der Geschütze und dem Geläute der Glocken Nachmittags 5 Uhr hier eingetroffen und wurde am Bahnhofe von dem Großherzog, den Prinzen des Großherzoglichen Hauses und von Sr. König!. Hoheit dem Prinzen Albrecht von Preußen empfangen- außerdem waren die Mitglieder deS Staatsministeriums, des diplomatischen Corps, die obersten Hofchargen und die Generalität zum Empfange anwesend. Se. Majestät der Kaiser, in der Uniform des Leibhusaren- Regiments mit dem Bande des badischen HauSordens, begrüßte den Großherzog sehr herzlich mit wiederholter Umarmung und Kuß. Nach kurzem Verweilen schritten Se. Majestät der Kaiser, der Großherzog, sowie die übrigen hohen Herrschaften die Front der auf dem Bahnhofe ausgestellten Ehrencompagnie ab, ließen dieselbe im Parademarsch vorbeimarschiren und bestiegen die Wagen zur Fahrt durch die prächtig geschmückte Stadt. Im ersten Wagen nahmen Se. Majestät der Kaiser mit dem Großherzoge, in dem zweiten der Prinz von Neapel mit Sr. Königl. Hoheit dem Prinzen Albrecht und dem Erb- großherzog Platz. Die auf den Straßen angesammelre große Menschenmenge begrüßte Se. Majestät enthusiastisch. Auf dem Marktplatze bei dem Kaiserbrunnen, einem monumentalen Decorationswerke, begrüßte der Oberbürgermeister Se. Majestät den Kaiser mit einer Ansprache, in welcher hervorgehoben wurde, daß die Stadt Se. Majestät den Kaiser in dem sichern Bewußtsein begrüße, daß daS scharfe Schwert des Reiches in einer Hand ruhe, die niemals unbedacht dasselbe der Scheide entreißen, aber im Nothfalle es kraftvoll führen werde für den Bestand und die Ehre des Vaterlandes- auch in den inneren Gefahren ruhten die Blicke ruhiger Zuversicht auf dem Lenker der Geschicke deS Reiches, der klaren Blickes des schweren Amtes gerecht und gütig walte._____________________________ Deutscher Reich. Berlin, 10. September. Nunmehr liegt auch das Er- zebniß der PreiSvertheilung in der Architectur- Abtheilung der Chicagoer Weltausstellung vor. Auch hier hat Deutschland einen großen Erfolg erzielt, indem eS die gleiche Zahl von Prämien wie die Vereinigten Staaten von Amerika erhalten, alle übrigen Staaten aber weit hinter sich gelassen hat. Mit Preisen sind bedacht worden: das Reichsamt des Innern, das Königlich preußische Ministerium der öffentlichen Arbeiten, Ende & Böckmann, G. Hauberisser, K. Hofmann, Kaiser & von Großheim, E. Klingenberg, H. Licht, Skjold Neckelmann, Salzmann, A. Schmidt, V. Spitta, Franz Schwechten und Paul Wallot. Dresden, 11. September. DaS „Dresdener Journal" veröffentlicht die Ernennung des Kronprinzen Wilhelm von Preußen zum Secondelieutenant i la suite Les 2. Grenadier-Regiments Nr. 101, Kaiser Wilhelm, König von Preußen. Der Kriegsminister von der Planitz überreichte da- betreffende Königliche Handschreiben dem Kaiser bei der Parade in Straßburg. München, 11. September. Der „AugSb. Abendztg." zufolge steht nach der Rangerhöhung des Generals v. Los die Rangerhöhung deS Generalinspectors und Generals der Cavallerie Prinzen Leopold bevor. Kisstngen, 11. September. Die Besserung im Befinden deS Fürsten BiSmarck schreitet langsam fort. Kürzel, 10. September. Heute Bormittag 11 Uhr sand tu der kleinen evangelischen Kirche in Kürzel ein Gottes- dienst statt, zu welchem die unmittelbare Umgebung deS Kaisers und die Gemeinde vollzählig erschienen waren. Se. Majestät der Kaiser traf in dem JnterimSrock der Garde- Husaren pünktlich um 11 Uhr ein, wurde von dem Gemeinderath, dem vor der Kirche aufgestellten Krtegerverein von Kürzel und Ehrenjungfrauen empfangen und nahm, von dem Bezirkspräsidenten von Hammerstein in die Kirche geleitet, auf der ersten Bank Platz. Gebet und Segen sprach Con- sistorial'Präsident Braun aus Metz, die Predigt hielt Pfarrer Gerbert von Saarburg, der Metzer Männergesangverein führte Gesänge auf. Nach Beendigung des Gottesdienstes reichte Se. Majestät den beiden Geistlichen die Hand und begab sich ■ sodann zum Bahnhofe. Hier war inzwischen der Kronprinz von Italien angelangt. Auch der General Graf Haeseler war zur Verabschiedung eingetroffen, eine combinirte Ehren- compagnie daselbst aufgestellt. Um 12 Uhr erfolgte unter enthusiastischen Hurrahrufen der zahlreichen Menge die Abfahrt. Se. Majestät der Kaiser und der Kronprinz von Italien fuhren In demselben Wagen. Die Fahrt erfolgt via Saarbrücken. Landau nach Karlsruhe. Statt aller Antwort entblößte der Tapezierer die Marmorgruppe von ihrer Hülle und hielt jene dem jungen Mädchen hin, welches mit freudiger Miene das kleine Kunstwerk betrachtete. Die Steuerräthin jedoch richtete eine andere Frage an den dürren Mann. „Wie theuer ist denn das Ding eigentlich gekommen, lieber Klebmann?" sagte die Dame, höchst kritische Blicke auf die Marmorgruppe werfend. „Hm, Frau Rath," erwiderte Klebmann, sich mit der freien linken Hand über die Bartstoppeln am Kinn fahrend, „so ganz billig hab ich'S doch nicht gekriegt. Sie händigten mir achthundert Mark mit dem Auftrage ein, auf der Auction in der Villa des seligen Benshausen den mit Nr. 216 im Catalog bezeichneten Gegenstand zu erstehen, ich bin nun aber durch den Agenten Bremmelberger bis zu siebenhundertundzwanzig Mark hinaufgetrieben worden, erst um diesen Preis ist mir das marmorne Ding zugeschlagen worden. Hier sind die überschiebenden achtzig Mark." Klebmann setzte die Marmorftatuette auf die Corridor- thür nieder, griff in die Westentasche und händigte der Frau Steuerrath acht Kronenstücke ein. Die Dame gab einen der Goldfüchse mit bezeichnender Geberde an den Tapezierer zurück und äußerte: „Es ist gut, ich danke Ihnen, Herr Klebmann. Nur muß ich Sie noch bitten, die Statuette in die Wohnung meines zukünftigen Schwiegersohnes, des Herrn Affessors Dr. Möllner, Wallstraße 10, zu tragen. Seine Logis- wirthin, Frau Gleidner, wird jedenfalls zu Haufe fein- Sie ersuchen Frau Gleidner, da- kleine Kunstwerk an einem ge- eigneten Platze aufzustellen, weiter gibt es nichts auSzu- richten!" „Schön, Frau Rath," erwiderte Klebmann, daS mar- mente Bildwerk wieder ergreifend und mit dem Tuche zu- All- Annoncen-Bilreaux de« In- und llullanbt« nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag« für dm folgmdm Lag erscheinenden Nummer bi« Corrn. 10 Uhr. Feuilleton. Die Ueberraschung. Auch eine AuctionSgeschichte. (2. Fortsetzung.) Der Agent seinerseits bot aber auch flott weiter, und ho trieben sich die Eoncurrenten mit ihren Angeboten zum starren Erstaunen der Anwesenden gegenseitig in die Höhe, bis endlich Brömmelberger mit entschlossener Sttmme auSrief: „Siebenhundert Mark und keinen Pfennig mehr!" Schier A tempo ertönte die schon bedenklich rissig gewordene Stimme KlebmannS: „Siebenhundertundzwanzig Mark!" Bremmelberger machte dem Auctionator, der ihn halb fragend, halb ermuthigend ansah, ein ablehnendes Zeichen mit der Hand und schwieg, während Schweißer mit erhobener Stimme verkündete: „Siebeuhundertundzwanzig Mark zum ersten, zum zweiten und dritten — Herr Tapezierer Klebmann hat Nr. 216 erstanden!" _ . Zur Bekräftigung sauste der Hammer nteber auf den Tisch und unter dem Gemurmel der Versammlung wurde dem Tapezierer Klebmann der nach so hartem Kampfe erstandene Gegenstand überreicht. Klebmann wickelte denselben, nachdem der kurze Act des Bezahlens vorüber war, behutsam in ein Tuch und verließ stolz daS Verfteigerungszimmer, um stch direct nach der Wohnung der Frau Steuerrath Vollbrecht zu begeben. Hier schien er schon erwartet zu werden, denn auf sein Klingeln erschien Fräulein Julie selbst, gefolgt von der Frau Mama, an der Corridorthür und frug beim Oeffnen derselben: „Nun, Herr Klebmann, haben Sie'- erstanden?" unlösbarer Zusammengehörigkeit mit dem deutschen Reiche in der Bevölkerung stetig wachsen und dadurch da« Vertrauen und die Zuversicht in derselben mehr und mehr befestigt werden wird. Ich verlasse Lothringen heute mit herzlichem Wunsche sür das fernere Gedeihen des schönen Landes und ersuche Sie, allen beteiligten Behörden, Gemeinden, Corporationen und der gesammten Bevölkerung für Alles, was anläßlich meiner Anwesenheit geschehen ist, meinen kaiserlichen Dank au-zu- sprechen und dabei besonders hervorzuheben, mit wie großer Befriedigung ich vernommen habe, daß auch den Truppen trotz der in einigen Gegenden herrschenden landwirthschafl- lichen Schwierigkeiten und trotz der stellenweise nicht unerheblichen Belastung der Ortschaften durchweg eine fehr freund- liche, gute Ausnahme zu Theil geworden ist. Schloß Urville, 10. September. Wilhelm. Karlsruhe, 11. September. Se. Majestät der Kaiser fuhr in Begleitung des Kronprinzen von Italien um 9*/2 Uhr nach dem Paradefeld und wurde auf dem Wege dorthin überall vom Publikum jubelnd begrüßt. Das Wetter ist kühl, aber sonnig. Karlsruhe, 11. September. Der Kaiser nahm nach der Rückkehr von der Parade den Vortrag des Reichskanzlers entgegen. Karlsruhe, 11. September. Die heutige Parade über das 14. ArmeecorpS nahm bei fortdauernd günstiger Witterung einen prächtigen Verlauf. Se. Majestät der Kaiser ritt mit einer glänzenden Suite die Fronten ab, ließ das Armeecorps zweimal vorbeimarschiren und begrüßte alsdann die Kriegervereine. Um 21/z Uhr ritten Se. Majestät der Kaiser, der Großherzog und der Prinz von Neapel an der Spitze der Fahnencompagnie in die Stadt, von der in den Straßen dichtgedrängten Menschenmenge mit freudigen Zurufen begrüßt. Nürnberg, 11. September. In der hier stattfindenden Versammlung der Gesellschaft deutscher Naturforscher und Aerzte sind bis jetzt 700 Theilnehmer eingetroffen. Die heutige Versammlung wurde durch Geheimrath von Bergmann-Berlin eröffnet. Der Cultusminister Dr. v. Müller begrüßte dieselbe auf das Wärmste im Namen des Staates und Bürgermeister Schuh im Namen der Stadt. An Se. Majestät den Kaiser und den Prinzregenten Luitpold wurden Huldigungstelegramme abgesandt. Hierauf widmete Geheimrath v. Bergmann tief empfundene Worte dem Andenken der verstorbenen Mitglieder Chemiker v. Hofmann und Werner v. Siemens. Dann sprachen Professor HiS-Leipzig über den Aufbau des menschlichen Nervensystems und Professor Pfeffer- Leipzig über Pflanzenreizbarkeit. Depeschen deS Bureau „Herold". Berlin, 11. September. Der BundeSrath nimmt im nächsten Monat seine Thättgkeil wieder auf und beschäftigt sich zunächst mit einer Reihe von Entwürfen, welche in den letzten Tagungen deS Reichstages denselben zum Theil bereits beschäftigten und unerledigt geblieben sind, zum Theil beschäftigen sollten. ES wird nächstens darüber entschieden, in welchem Umfange die bisher vom Reichstage unerledigten Vorlagen wieder eingebracht werden. Berlin, 11. September. Die Vorbereitungen für die Verhandlungen über den deutsch-russischen Handelsvertrag sind in lebhaftem Gange. Die Grund« läge der Anweisungen für die Abgeordneten der deutschen Regierung behandelt besonders eingehend diejenigen Punkte, welche früher zu Meinungsverschiedenheiten geführt haben. Alles wird darauf eingerichtet, die Verhandlungen unverzögert zu greifbaren Verhältnissen zu führen. Berlin, 11. September. Sämmtliche Cholerakranken sowie Verdächtigen wurden, amtlicher Mittheilung zufolge, aus dem Krankenhaufe entlassen und die Lholerastation a u f g e l ö st. Berlin, 11. September. Gestern hat sich in Berlin eine polnisch.socialistische Partei Deutschlands con- stituirt. Eine Resolution wurde angenommen, worin die polnischen Socialisten mit der deutschen socialistischen Partei sich irn Princip einverstanden erklären. In das Parteiprogramm soll unter Anderem die Forderung ausgenommen werden, überall, wo die polnische Nationalität stark vertreten «ft, solle von Behörden die Anwendung der polnischen Sprache als Amtssprache verengt werden, desgleichen das Lehren der polnischen Sprache in den Schulen. Im nächsten Jahre findet in Posen ein Parteitag der polnischen Socialisten Deutschlands statt. Berlin, 11. September. Die Nummer 37 des „Socialist" wurde gestern, angeblich weil sie eine Majestätsbeleidigung enthalten soll, confiScirt. Berlin, 11. September. Die Militärmützenmacher Berlins beschlosien gestern in einer öffentlichen Versammlung, von den Fabrikanten eine 20procentige Lohnerhöhung zu verlangen event. die Arbeit niederzulegen. Hamburg, 11. September. Von den an Bord deS englischen Dampfers „Gallina" erkrankten sechs Matrosen ist einer im hiesigen Krankenhause ander Cholera gestorben. Bei den übrigen wurde die Cholera nicht festgestellt. Thorn, 11. September. Die bacteriologische Untersuchung des in Kurzebrack verstorbenen galizischen Flößers ergab asiatische Cholera. Die mit dem Verstorbenen in Berührung gekommenen sechszehn Flößer wurden unter Quarantäne gestellt. Prag, 11. September. Hier und in den umliegenden Ortschaften wurden die anläßlich der Re scriptfeie r angesagten Versammlungen verboten. Das Militär bleibt einige Tage in den Kasernen consignirt. Die öffentlichen Gebäude werden polizeilich bewacht, da man Unruhen befürchtet. Pilsen, 11. September. Eine gestern Abend hier abgehaltene jun'gczechische Versammlung endigte mit einer großen antideutschen Demonstration. Die Manifestanten durchzogen die Straßen der Stadt, rissen die mit deutschen Inschriften versehenen Schilder von den Häusern und zertrümmerten am deutschen Hause die Fensterscheiben. Mit vieler Mühe gelang es der Gensdarmerie, die Ruhe wieder herzustellen. Der Prager Stadtverordnete Dr. Czernaharsky und der jungczechische Reichstagsabgeordnete Dr. Dyk wurden verhaftet, nach Feststellung ihrer Persönlichkeit aber wieder freigelaffen. Paris, 11. September. Die osficiöse Presse greift heute heftig die Führer der Socialisten an und sagt, aus dem Artikel des „Vorwärts" und den Geständniffen mehrerer Abgeordneten gehe hervor, daß die deutschen Socialisten zum Wahlfonds in Paris beigetragen haben. — Der „TempS" wirft den Socialisten Mangel an Patriotismus vor, während Bebel und Liebknecht erklärt hätten, im Falle eines Krieges in der ersten Reihe der Feinde kämpfen zu wollen. „Guten Morgen, Bremmelberger, danke vorläufig, — wie theuer ist denn das Ding gekommen?" Der Agent schaute in die Höhe, zog den Hut und erwiderte: „Gar nicht, Herr Doctor, der Tapezierer Klebmann hat mich um zwanzig Mark überboten, nachdem ich Ihrer Anweisung gemäß mein äußerstes Gebot in Höhe von siebenhundert Mark auf 9hr. 216 abgegeben hatte." Der Assessor legte vor Verwunderung die Cigarre bei Seite und sagte: „Was reden Sie denn da für confuses Zeug, Bremmelberger! Ich habe Sie gefragt, wie hoch Ihnen die marmorne Gruppe, die Sie für mich erwerben sollten und die ja auch richtig hier in meinem Schlafzimmer steht, gekommen ist, Sie aber sprechen von einem Tapezierer Klebmann, der Sie übertrumpft habe, zum — Donnerwetter noch einmal, wie soll ich denn das verstehen?" „Was," rief nun SBremmdberger seinerseits erstaunt aus, „das marmorne Ding befindet sich wirklich in Ihrer Wohnung, — i, wie wäre das nachher zugegangen? Ich kann nur so viel versichern, daß der Tapezierer Klebmann den Indianer erstanden hat, zu welchem Zwecke aber, da» ist mir und allen anderen Leuten, die Klebmann kennen, ein Räthsel. Auf welche Weise jedoch die Gruppe in Ihre Wohnung gekommen sein mag, daS ist mir freilich vollends räthselhaft, daS beste wäre nachher eben, Sie bemühten sich selbst zu Klebmann, er wohnt Rosengaffe 17, parterre. Sie entschuldigen aber wohl gütigst, Herr Doctor, wenn ich jetzt meinen Weg sortseye, meine Zeit tft gerade heute außer- ordentlich in Anspruch genommen. Ihr Diener, Herr Doctor I" . Der Agent schwenkte den Hut gegen den Affeffor und war bald um die nächste Straßenecke verschwunden, während Dr. Fritz Möllner unwirsch und mir dem Kopfe schüttelnd das Fenster schloß. (Schluß folgt.) Pari», 11. September. In den Kohlenrevieren deS NordbepartememS herrscht große Erregung wegen der erfolgten Lohnkürzungen. Eine gestrige Versammlung von 160 Delegieren berieth die Zweckmäßigkeit eines SeneralstrtkeS in Frankreich und Belgien. In LenS beschloffen die Arbeiter eine lOproccntige Lohnerhöhung zu fordern und setzten den Marimalsatz auf 5.50 FrcS. fest. London, 11. September. In mehreren Städten kam es zu blutigen Zusammenstößen zwischen :ea Unionisten und Nationalisten, als die Menge ans öffentlich-'m Platze gegen Gladstone demonstrirte und eine wie Gladstone gekleidete Puppe verbrannte. Truppen zerstreuten die Menge. Kongreß Deutscher Mittelstände. (Spezialbericht.) Ms. Kassel, 11. September. Im großen Stadtparksaale wurde heute die Gründung deS Verbandes Deutscher Mittelstände (Teutoburger Partei) vorgenommen. ES waren etwa 80 Personen, theil- weise Delegirte auswärtiger Vereine, zugegen. Nachdem Herr Claus-Kassel im Namen seiner Vaterstadt die Erschienenen begrüßt, wurde zum Vorsitzenden Herr Ingba-Gotha, zu seinem Stellvertreter Herr Löhe-Meiningen gewählt. AIS erster Redner trat dann Herr Cäsar Astfalck, Herausgeber und Schriftleiter der Wochenschrift „Teut" in Leipzig, der „Vater des Gedankens", auf und verbreitete sich in längerer Rede über Zweck und Ziele der Partei und deS Parteiprogramms , zu welchem er die erste Anregung gegeben. Derselbe kam zunächst auf den Niedergang deS Mittelstandes, die verschiedenen Mittel, ihm aufzuhelfen, zu sprechen und betonte, es sei Zeit, einen Damm gegen den auSbeutenden Eigennutz der die Volksseele empörenden Machenschaften der goldenen Internationale, des liberalen CapitaliSmuS zu ziehen. Jetzt fei endlich der Mittelstand erwacht, er fei sich seiner Stärke bewußt geworden, er zerreiße die Fesseln deS Parteigetriebes und fordere fein Recht auf Bestand zurück. „Und indem er zu sich selbst kam, vermißte er die früheren Parteien, dagegen riefen ihm die Kirchlichen zu: „Komme zu mir, ich helfe Dir." Und thatsächlich sind es der evangelisch- christliche SocialiSmus, einschließlich deS Antisemitismus und deS wahlverwandten ConfervattSmus, sowie die in die politische Parteiarena hinabgestiegene katholische Kirche, welche den Mittelstand stützen wollen. Indessen dem Liberalismus die Gefolgschaft deßhalb zu kündigen, wäre nicht vernünftig, meint Redner, weil es einfach unmöglich ist. Denn der Mittelstand hat Gemeinschafts-Interessen geltend zu machen, besteht auch auS Mitgliedern aller Parteien und es wäre ba> her verhängnißvoll für die Mittelstandsbewegung, einen politischen Galgen aufzurichten. In dem „Verbände Deutscher Mittelstände" soll ein wirthschaftlicheS Gebilde geschaffen werden, welches Allen wohl, aber Niemanden wehe thun soll, welches dem Mittelstände helfen und der Stärkung aller reichsfreundlichen Parteien dienen kann. — Nach dieser mit Beifall aufgenommenen Programmrede wurde zum Parteiorgan die Wochenschrift „Teut" deS Herrn Cäsar Astfalck, er selbst aber im Laufe der Verhandlung einstimmig zum Verbandsvorsitzenden gewählt. Das Organ wird fernerhin den Titel führen „Teut, Organ des Verbandes Deutscher Mittelstände, politischer Sprecher der Teutoburger Partei". Zu Wahlzeiten wird sich nämlich der Verband als Teutoburger Partei zusammenschließen. Darauf wurde die Berathung der Grundfatzungen des Verbandes vorgenommen und solche nach längerer Debatte mit geringen Abänderungen angenommen. Hervorzuheben ist daraus Folgendes: Der Verband bezweckt daS unter dem Schutze der Gesetze zulässige Zusammenwirken deutscher Männer aller Erwerbszweige und Stände im Sinne einer unbefangenen Geltendmachung der auSgleichenden Gerechtigkeit gegenüber hilfsbedürftigen VolkStheilen. Der Verband gliedert sich in Vertrauensmänner, OrtSvereine und einzelne Mitglieder. Mitglied kann jede Innung, jeder Fach- und Schutzverein und jede andere Körperschaft werden. Der Verbandsvorstand besteht auS: a) dem Vorsitzenden Astfalck, b) auS den Vorsitzenden aller angefchloffenen Vereine und Körperschaften, c) aus den am Wohnorte des Verbands- Vorsitzenden ansässigen Vertrauensmännern. Beschlossen wurde, die Erhebung von Beiträgen von Einzelmitgliedern bis auf Weiteres zu unterlassen, Beiträge sollen einstweilen nur die Vereine zahlen. Auch das Programm der Teutoburger Partei wurde einstimmig angenommen. Darnach bezweckt die Partei: a) die Pflege des deutschen Nationalgedankens bei Schonung berechtigter Stammeseigenthümlichkeiten, con- fessioneller und gesellschaftlicher Anschauungen, b) den Schutz der verfassungsmäßigen Errungenschaften aller DolkStheile im Rahmen der deutschen SittlichkeitS- und Ordnungsbegriffe, c) die parlamentarische Vertretung deS Deutschen Mittelstandes nach den Grundsätzen deS Gemeinwohles, d) die gegenseitige Handreichung aller ordnungsfreundlichen Parteien wider Umsturz, wider Ausbeutung der Schwachen durch Stärkere und wider undeutfcheS Wesen. Die Partei sammelt sich zunächst in den unpolitischen, rein wirtschaftlich wirkenden Fach- und Schutzvereinen, Körperschaften, Innungen, HauS- und Grundbesitzer - Vereinen rc. Zu Wahlzeiten wird sie Wahlvereine bilden. — Nachdem als nächstjähriger Versammlungsort Berlin gewählt worden, wurden mit einem Hoch auf den Kaiser die Verhandlungen geschlossen. Cocalc» rind provinzieller. Siehe». 12. September 1893. — ProvinzialauSschnß Sitzung. Samstag den 16. September d. I., Vormittags 9 Uhr beginnend, findet im Regierung-- gebäube dahier eine öffentliche Sitzung des Provinzialausschusses der Provinz Oderhesien statt, in welcher folgende Gegenstände zur Verhandlung gelangen: 1. Klage des OrtSarmenverbaudeS Ruppertenrod gegen den Ortsarmenverband Nieder-Eichbach wegen Unterstützung des Konrad Kratz aul Ruppertenrod. 2. RecurS der Besitzer des Hofes Windhain wegen Herrichtung deS Weges zwischen Nieder-Ohmen und Dindhain. 3. Klage I deS OnSarmenverbandeS Marburg gegen den Ort-armen- verband Äinorf wegen Unterstützung deS Gärtners Heinrich Korell auS Kirtorf. 4. Klage des OnSarmenverbandeS Dedrn gegen den OnSarwenverband Udenhausen wegen Unterstützung der Wtttwe Katharine Häufel. • * Au» dem Zukizdienft. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: Am 7. September den LaudgenchtSrath bei dem Landgericht der Provinz Oberhessen Johanne- Holzapfel tum OberlandeSgerichtSrath bei dem OberlandeSgericht, am 8. September den Amtsrichter bei dem Amtsgericht Ortenberg Hermann Sandmann zu« Landrichter bei dem Landgericht der Provinz Oberhessen — beide mit Wirkung vom 16. September d. I. an — zu ernennen. • • Ernennung. Seine Majestät der Soifer haben den Großh. Hess. Gerichtsassessor Karl Seim auS Darmstadt 'Um Garnison-Auditeur in Spandau ernannt und zwar mit Wirkung vom 1. August d. I. * * Sitzung Großh. Handelskammer vom 8. September 1891 Anwesend waren die Herren Koch, Scheel, Katz, Strang Wortmann. — Seiten- der Königl. Eisenbahn - Directio, Hannover war in Erwägung gezogen worden, den jetzt ii Gießen endenden Perfonenzug Rr. 99 bi- Marburg durchzuführen und dafür den von Gießen nach Marburg fahrenden Zug Nr. 99 ouSfaden zu lassen. Die Kammer, über diese Aenderung zur gutachtlichen Aeußerung aufgeforbert, hatte sich entsprechend einer aus der Lollarer Gegend einge- laufenen Massenpetitton gegen die fragliche Zugänderung ausgesprochen und eS liegt nunmehr eine Mittheilung der Direction Hannover vor, wonach von derselben Abstand genommen worden ist. — Die Direction der Main- Neckar-Bahn theilt der Kammer auf einen diesbezüglichen Antrag mit, daß der Zug Nr. 91 der Main-Neckar-Bahn im Winterdienste 1893/94 um 7 Uhr 05 Minuten abgeben fall und damit der gewünschte Anschluß an den Zug Nr. 100 der Main-Weser-Dahn gewahrt fei, daß dagegen dem von der Kammer weiter gestellten Anttage, den Zug Nr. 95 Frankfurt-Darmstadt so zu legen, daß er den Anschiß von dem Schnellzuge Nr. 72 von Gießen nehmen könne, aus überwiegenden Gründen anderweiten Verkehr- nicht entsprochen werden könne. Es wird beschlossen, gemeinschaftlich mit der Handelskammer Kassel bei dem BezirkS-Eisenbahnrath Hannover einen Antrag einzubringen dahingehend, daß für den Local- verkehr den Zügen 75 und 76 die erforderliche Anzahl zweiachsiger Wagen beigegeben werde unter gleichzeitigem Wegfall der Platzgebühr für Entfernungen unter 80 Kilometer. — In dem Handelsbericht deS Kaiser 1. ConsulatS zu Costa-Rica tür das Jahr 1892 wird darauf hingewiesen, daß Deutschlands Antheil an der dortigen Einfuhr gegen da» Jahr 1891 eine Einbuße von 749 843 Dollars erlitten habe. Dieser Umstand wird darauf zurückgeführt, daß die bereit» in unserer Verfügung vom 2. August 1892 zu Nr. M. I. 21 499 erwähnten Mängel — mangelhafte Verpackung brr gr lieferten Maaren und Nachlieferung von Artikeln geringerer Qualität bei Nachbestellungen — bis jetzt keine Verdesserui § erfahren hätten. Hierdurch fei das Prestige vieler deutscher Maaren in Costa-Rica sehr erschüttert worden. Interessenten werden auf diesen Bericht mit der Empfehlung der Abstellung der in demselben gerügten Mängel aufmerksam gemacht. — E» liegen der Kammer weiterhin Nachrichten vor über zweifelhafte Firmen in den Niederlanden. Wegen näherer Auskunft wollen sich Interessenten an die Kammer wenden. * * Neuer Fahrplan. Mit dem am 1. October in Kraft tretenden neuen Fahrplan kommt bei den Zügen Nr. 92 Gießen-Frankfurt a. M. (ab Gießen 5 Uhr Morgen-), 93 (ab Gießen 123 Mittags) und 107 Frankfurt a. M. - Cassel (ob Gießen 757 Abends) und 104 Cassel - Frankfurt a. M. (ab Gießen 8U Abends) die erste Wagenklaffe in Wegfall. ** Frankfurter Obstmarkte. Die Erwartungen de» Comitvs, weiches in Frankfurt a. M. die 8eryiftaltung von Obstmärkten in die Hand genommen hat, sind bei dem an 5. September stattgefuudeucn ersten diesjährigen Markte in vollstem Maße erfüllt worden. DaS Comitö kann mit dem erzielten Erfolge sehr zufrieden fein. Mag man auch tn Betracht ziehen, daß eS heuer sehr viel Obst giebt und daß die Producenten jede sich ihnen bietende Gelegenheit benutzen, den ihnen zugefallenen reichen Obstsegen an den Mann zu bringen, so muß doch anerkannt werden, daß man in Frankfurt auf dem Wege, den deutschen Obstbau zu heben, em gutes Stück vorwärts gekommen ist. Aus den wenigen Verkäufern, die die ersten Märkte vor zwei Jahren beschickten, ist eine stattliche Zahl geworden, eS waren aus dem eben stattgefundenen Markte über sechshundert Anmeldungen vertreten und eS hatten sich nicht nur die Aussteller auS ter näheren Umgebung Frankfurts erheblich vermehrt, sondern eS waren auch Angebote auS entfernteren Gegenden, z. B. auS Elsaß-Lothringen, Rheinprovinz, Westphalen, Bayern (namentlich Pfalz), eingegangen. Mit der Zahl der Verkäufer hat sich natürlich auch die Menge des angebotenen Obstes ganz erheblich vermehrt. ES waren im Ganzen anqcbottn 1 400 000 kg und zwar: 421000 kg Tafeläpfel, 810 000 kg Mostäpsel, 47 000 kg Tafelbirnen, 100000 kg Mostbnmen, 11500 kg Zwetschen, 1800 kg türkische Pflaumen, 650 kg Reineclauden, 400 kg Mirabellen, 3500 kg Dörrobst u. f. w. Die geräumige Stadthalle war ganz angcftiüt mit Tischen, auf denen die eingesandten Proben ausgestellt waren und zwar zeichneten sich viele derselben durch schöne- Arrangement au». Hervorgehoben zu werden verdient, daß die Stnwobner mehrerer Gemeinden, wie Albig, Langendain, Dudenrod, sich zu einer GesammtauSstellung vereinigt hatten. Säufer waren au- allen Theilen Deutschlands erschienen und ei wurden auch namhafte Abschlüsse gemocht. Auch da- Au-land war an den Käufen beteiligt, eint Pariser Firma kaufte von einem Händler andern Rheingau 30000 kg Tafelobst. Die Preise waren in Folge der reichen Obsternte etwa- niedriger als im Vorjahre, <*■! £ i'»‘ 15- ’ kW" 8 «riet rjrben- «egal,* ter görr. ifjttrt, w : _ri X” r'gtttt b :.«n ytl idgtW X» L» :prÜ?cti cireA o fnl r Anitt trilfl fcl 0 ft .Lstn-Lw .recht hl nb heute tat -T|" • tu fcaup« Virraif a retttr uni ptifiNioi, -mm fi -ßv-er I Giemer Ftssttde. untren t t^tpunft Sckeni, I i'rriajd L-ckhards tvurte tl finetttrif fab au», Pilanzw, ernte fast fliijf 9ej grtfa in Aüi an «nu j b lasse in dhain. 9 . den $v. 8 -> 9nNtjty_. ... PMefe" 3’ ”-1., ’,fe h-d-« >, ®«Wu “ uni> in«» •|S**i#189l ! H he “5 'W bl«®atb£. n nach gj|Qt(. L Die üaw, rung aufgefoitjr " legend titäf, Zugang. ' Mittheilw- 'lben Abstand« " der Mai- n dieSbeziigliir- Minuten abgctzcn > w bin jU iüi baygr ntxajt, btn fr 6 er denAnsti !hmen tonne, y 6 nicht entiprc? >schaftlich mit t- ahnrath Hmxr »6 für den h liche Anzahl jK. Zeitigem örgji 80 Kilometer. - Consulats zi irauf hinzewm iinsnhr gegen k! larS erlitten hak , daß die dem! ]2 ju Wr. M. erpackung bat yüngtm keine VerbesM: x deutscher Wam- tercssenten iverdtc Abstellung der in gemacht. - ti über zweifelhafte 1 Munft wollen Erwartungen M ^eryftaltung w find bei dem at ,ngen Wxüe i: (\e hxm mit bfli tag wan oui « )bst giek®ti3S rlegenheit an den 4 man in >v :6au i» 5*1”''* M !l» "»* Qairm Mtii® «««Vf wt“ to®»*®;" WP* «-* '7s . Menden, z- v ,jeb»tt«n v»d SÄ eu““ ?,««««" rs wurden aber doch recht gute Preise erzielt. Von verschiedenen Seiten wurde während des Marktes telegraphisch um Auskunft wegen der Durchschnittspreise ersucht. Für den zweiten, am 22. September stattfindenden Markt liegen jetzt schon namhafte Anmeldungen vor. Weitere Anmeldungen werden bei dem Obstmarkt-Comite, Gneisenau- straße 15, in Frankfurt a. M. entgegengenommen. -o- Au8 dem Busecker Thale. 11. September. Am gestrigen Sonntag fand in der Pfarrkirche zu Beuern eine ConfirmationSfeier statt. ES galt der Einsegnung zweier den höheren Ständen angehörigen Mädchen aus Heidelberg, die nach vorauSgegangenem mehrwöchentlichen Unterricht durch de« Ortsgeistlichen von Beuern confirmirt wurden. Abgesehen von den Angehörigen der beiden Ton- firmandinnen, sowie von zahlreichen Besuchern aus der Umgegend, beteiligte sich die Gemeinde selbst in vollzähliger Weise an der Feier. Altar und Tausstein trugen festlichen Schmuck. Der letztere, vor wenig Wochen erst in einem feierlichen Gottesdienste durch den Geistlichen der Gemeinde benedicirt, ist die Stiftung eines Ortsbürgers in Beuern, von dem zugleich Entwurf und Ausführung des Werkes stammen. Gezeichnet sind die Ornamente des Steines nach Motiven von Werkstücken aus der alten gothischen Kirche Beuerns. In meisterlicher Weise auSgeführt und nun ein wirklicher Schmuck der Kirche, dürste das Werk immerhin einen Werth von 250 bis 300 Mark cepräsentireü. Opserwilligkeit und kirchlicher Sinn sind eben Gottlob! noch immer vorhanden in unserem Volke — man erwecke und Pflege ihn nur. Lavbach, 9. September. Der hiesige Oberamtsrichter Schnittspahn hatte sich, schon lange mit einem schweren 1'eiben behaftet, zu Anfang voriger Woche nach Bad Wildungen r Waldeck) begeben, um allda Heilung zu suchen. Nach einer schmerzlichen Operation verstarb er daselbst gestern Abend. Lehuheim, 11. September. Das 3. Bundesfest des Ohm-Lumda Thal-Sängerbundes", verbunden mit der Fahnenweihe des hiesigen Gesangvereins „Liederkranz" nahm gestern und heute seinen programmmäßigen, recht schönen Verlauf. Nach dem Empfang der einzelnen Bundesvereine, die mit ruenigen Ausnahmen fast vollzählig erschienen, fand alsbald äie Hauptprobe des Bundesliedes auf dem Festplatze statt, hierauf entwickelte sich der Festzug, eröffnet durch die Fest- Leiter und die Schuljugend, welcher Musikcapelle, Ehrenpräsidium, Festdamen mit der verhüllten Fahne und die Vereine folgten. Auf dem Festplatze begrüßte Herr Lehrer Zauber dahier Gesangesbrüder und Festgäste. Herr Lehrer G e mm er-Merlau, z. Z. Präsident des Bundes, hielt die Festrede. § Bom oberen Vogelsberg, 10. September. Heute «statteten etwa 70 Mitglieder des Taunus-Clubs unseren Höhepunkten einen Besuch ab. Die,elben nahmen Nachtquartier in «Gedern, wanderten von da nach Herchenhain und auf die Herchenhainer Höhe, Taufstein, Hoherodskopf, Bilstein, über Burkhards und zurück nach Gedern. W. AuS der Wetterau, 11. September. Heute Nacht würbe es so kalt, daß Wiesen und Felder des Morgens Ichneeweiß bereift erscheinen. Das frischgemähte Grummet lab aus, als hätte es darauf geschneit. Manche wasserhaltige Pflanzen, z. B. Gurken, liegen am Boden. Da die Gurken- ernte fast vorüber ist, hat das Absterben der Pflanzen keine große Bedeutung. Em so scharfer Reif vor Sommers Ende gehört zu den Seltenheiten. Nach kalten Nächten pflegt oft Regen zu erscheinen, es ist daher immer noch nicht auf beständiges Grummetwetter zu rechnen. nn. Darmstadt, 10. September. Der 3. Verbandstag des Vereins deutscher und österreichischer Eisenbahnbeamten fand gestern um 9 Uhr Vormittags im Saale der Vereinigten Gesellschaft statt und waren hierzu Vertreter aus Oesterreich-Ungarn, des Königreichs Württemberg, Sachsen und Hannover, sowie der Großherzogthümer Baden und Heffen zahlreich erschienen. Den Vorsitz führte der Vorstandspräsident Fischer - Chemnitz, Vorsitzender des sächsischen Eisenbahnbeamten-VereinS, in schneidiger Weise. Trotzdem währten die Verhandlungen bis um 7 Uhr Abends. Vor Eintritt in die Tagesordnung wurde zunächst einstimmig beschloffen, ein Huldigungs-Telegramm an Kaiser Wilhelm II., sowie ein solches an den Großherzog von Baden zu senden, insbesondere um Letzterem zu seinem Geburtstage die besten Wünsche der Versammlung darzubringen. Aus dem von dem Verbandsvorsitzenden erstatteten Jahresbericht 1892/93 ist zu entnehmen, daß der Verband über 10,000 Mitglieder zählt, welche sich auf die obigen Länder vertheilen. Ebenso besitzt der Verband eine ganze Reihe von Wohlfahrtseinrichtungen, wie Kranken- und Sterbekassen, Consumvereine u. s. w. und ist auch augenblicklich bestrebt, um seinen Mitgliedern, insbesondere den Beamten im äußeren Dienst, durch Beitritt zu dem Rechtsschutz-Verein in Hannover eintretenden Falls die Stellung von geeigneten Sachverständigen und Rechtsanwälten, sowie einen ausgiebigen Rechtsschutz gewähren zu können. Die Beschlußfaffung hierüber soll dem nächsten VerbandStag Vorbehalten bleiben. Eine Reihe von Organisationsfragen, welche zur Verhandlung standen, wurden eingehend erörtert und genehmigt. Die Bestimmung des Orts für die Abhaltung des nächsten Verbandstages wurde dem badischen Eisenbahn- beamten-Verein übertragen, welcher Karlsruhe oder Heidelberg hierfür in Aussicht genommen hat. Mit einem Hoch auf das Blühen und Gedeihen des Verbandes deutscher und österreichischer Eisenbahnbeamten wurden die Verhandlungen um 7 Uhr Abends geschlossen. Der Darmstädter Verein gab am Abend im „Rummelbräu" den Herren Delegirten noch ein Familienfest, welches in animirtester Stimmung verlief und wobei insbesondere die Vertreter Oesterreichs durch eine Anzahl Reden gefeiert wurden. vermischtes. ♦ Frankfurt a. M., 11. September. Ein bayerischer Major und Bezirkscommandeur, Dorsch aus Erlangen, der gestern Morgen von einem Kuraufenthalte in Nauheim die Heimreise antreten wollte, wurde im Zuge Nr. 86 zwischen Bockenheim und Frankfurt a. M. von einem Herzschlag betroffen und blieb sofort tobt. Die Leiche wurde in das Garnisonlazareth nach Bockenheim verbracht. ♦ Köln, 11. September. Wie Busch off persönlich versichert, denkt er nicht daran, seine hiesige Wohnung, welche er seit P/a Jahren bereits inne hat, zu verlassen. Ein Flucht- versuch sei ihm noch nie in den Sinn gekommen, auch habe er bis heute weder eine Vorladung noch eine gerichtliche Aufforderung erhalten. Die Notiz der „Köln. Volksztg." sei vollständig Erfindung. * Halle, 11. September. Bei der Juwelenfirma Kratzte und Steiger ist in vergangener Nacht eingebrochen worden. Für etwa 15 000 Mark Juwelen sind gestohlen. Die Thäter sind nicht ermittelt. Ueberziehcrstoffe für Herbst u. Winter ä Mk.4.45 pr. Mtr. Buxkin, Cheviot und Loden ä „ 1.75 pr. Mtr nadelserltg ca. 140 cm breit, versenden in einzelnen Metern direct an Jedermann Erstes Deutsches Tuohversandtgeschäft Oettinger & to» Frankfurt a. M., Fabrlk-Depöt. [OOOÖ Barometer : min. 751 mm, max. 752 mm min. 75U mm, max. 752 mm Thermometer: „ + 9°R. „ + 14° R „ + 4°R. -/ + Hygrometerstand: Neigung f. ttock. Wett. Neigung f. trock. Wett. Mittlerer Barometerstand bei 0° R — 744,7 mm. Schrffsirachrichteir. Hamburg-Amerikanische Packetfabrt Aclien-Gesellschast. Postdampfer „Eberuskia" ist am 8. September von Hamburg in New Orleans angekommen. Postdampfer „Boherni^", von 'Stettin via Helsingborg, Gothenburg und ehristiansand nach Newyork be; stimmt, ist am 9. September, 1 Uhr Nachmittags, von letzterem Platze abgegangen. Postdampser „Stubbenhuk", von Montreal nach vom- burfl zurückkehrend, ist am 9. September, 8 Uhr Moronis, Scilly pasfirt. Postdampfer „Suevia" ist am 9. September, 7 Uhr .lbenbs, von Newnork direct nach Hamburg abgegangen. Verkehr, £anfc- unb Doltsw artt. «tatzn», 12.September. Marktbericht. Aut dem heutigen Wochenmarki kostete: Hutter pr. Pfd. X 0,90—1,05, Hühnereter per Stück 6 4, 2 Stück 12-13 A. «äse pr- St. 4-9 4, Käfematte pr. St. 8 H, Erbsen vr. Liter 18 H, Linsen pr. Liter 30 A. Tauben pr. Paar X 0,50—0,70, Hühner pr. Stück X 0,85—1,10, Habnen pr. St. X 0,50 - 0,90, Enten pr. St- X 1,40 bi« 1,60, Ochsmfleisch pr. Pfd 62-68 A. Kuh- und Rindfleisch pr. Psd. 50-56 H, Schweine, fleisch pr. Pfd. 60-70 4, Kalbfleisch pr. Md-48-52 A, frrmmd» fleisch pr. Pfd. 40—68 A, Kartoffeln pr. 100 Kilo ^,00-8,00 X, Weißkraut pr Stück 8-15 A, Zwiebeln pr. Gentner 6.50-A00 X, Milch pr. gtier 16-20 A, Enteneier pr. St. 6— A, Gänseeier 11—12 A- __________ — Wir machen unsere Leser auf die im Annoncentheil unseres heutigen Blattes enthaltene Bekanntmachung der Technische« Hochschule zu Darmstadt aufmerksam. Dieselbe gewährt eine vollständige wisfenschaftliche und künstlerische Ausbildung für bie technisch«! Fächer. In besonderen Fachabthellungen werden Architeclm, Bau- Ingenieure, Cultur Ingenieure, Maschinen-Jngenieure, Electro-Jn- genieure, Chemiker, Elecirochemiker und Apotheker ausgebildet; desgleichen in der mathematisch-naturwissenschaftlichen schule Lehrer für Mathematik und Naturwissenschaften, sowie Geometer. Auch Fabrikanten, Kunst- und Gewerbetreibenden ist die Hochschule zur Erlangung der erforderlichen Kenntnisse behülflich. — DaS academische Studium an der technischen Hochschule berechtigt -ur Zulastung zur Staatsprüfung für Hochbau, Jngenieurwesen und Maschinentechnik in sämmtlichen deutschen Staaten, welche solche Staatsprüfungen av- hallen. Für die Neichsprusung der Apotheke ist der Besuch der Technischen Hochschule demjenigen einer Universität gleichgestellt auch ist der pharmaceutischen Prüfungs Commission in Darmstadt durch Bundesrathsbeschluh die Berechtigung zur Ertheilung für das ganze Reich ailtiaer Avprobatinnen aeaeben worden. Ob Sommer, ob Winter, jedes Bad ist erquickend, wenn mit ihm die gehörige Einfettung deS ganzen Körpers verbunden wird. Grundbedingung ist natürlich die^^ Verwendung einer anerkannt reinen und schärfefteien Seife, weil die Sodaseisen zu sehr brennen und die Haut attaquiren. Wer den Vortheil eine« Bades voll profittren will, verwende, weil die weniger abgehärteten Körpertheile auch umso empfindlicher sind, beim Baden Doering's unverfälscht reine und milde Fettseife. Diese bringt nicht allein bie Unreinlichkeiten und Schärfen des Körpers alsbald zur Ausscheidung, sie beseitigt auch die Nachtheile erhöhter Schweiß- abfonberung, als bas lästige Jucken unb Wunbsein, namentlich bet den Wohlbeleibteren, und begünstigt die normale Thätigkeit der feinen Hautporen. Die WohUbat, die ein solches Bad bietet, wiegt tausend- jach die Ausgabe von 40 Pfg. auf, für welche Doering'S Seife mit der etile zu haben ist. Engros-Verkauf: Benner & Krumm, Giessen. [4555 Witterungsaussichten Wetterhäuschen, Südanlage. ----------- 111. Septbr^MtttTUMorp7» Uhr Bekanntmawnug Anmeldungen zum Bezüge der aus der Ebelstiftung für 1893 an arme Kinder zu verabfolgenden Kleidungsstücke sind bis zum 30. d. M. bei dem Armenamte (Zimmer Nr. 3 des Bürgermeisterei - Gebäudes) oorzubringen. Gießen, den 6. September 1893. ______________Die Armen-Deputation der Stadt Gießen._______________ Marktanzeige. Nachdem die Maul- und Klauenseuche in Hungen als erloschen erklärt wurde, wird der auf den 18. September d. I anberaumte Rindvieh-, Schweine- und Krämermarkt verbunden mit der Körung der angetriebenen Faseln durch die Großherzog' liche Kör-Commission uuumehr doch an besagtem Tage abgehalten. Hungen, den 12. September 1893. Großherzogliche Bürgermeisterei Hungen. I. 23.: Jokel, Beigeordneter. L7754 Obstversteigerung. Freitag den 15. September, Nachmittags 3 Uhr, wird im fiscali- schen Garten zu Alten-Buseck die diesjährige Aepfel-, Birn- und Zwetschen- emte meistbietend versteigert. Gießen, den 9. September 1893. Großh. Oberförsterei Gießen. ___________ Block.________7725 Obstversteigerung. Freitag den 15. ds. Mts., von Nachmittags 1 Uhr an, soll das Obst in den Freiherrlich von Ra- benan'schen Gärten bei Alten- Buseck versteigert werden. Londorf, 11. September 1893. Der Rentmeister: 7728 Schmidt. Obstversteigerung. Freitag den 15. September soll dos hiesige Gemeindeobst, bestehend in Aepfeln, Birnen und Zwetschen, versteigert werden. Der Anfang ist Vormittags 8 Uhr am Auweg am Weg nach Wieseck. Alten-Buseck, 11. September 1898. Großh. Bürgermeisterei Alten-Buseck. Krämer. 7726 Im Anschluß an vorstehende Versteigerung, etwa gegen 11 Uhr, werden die Aepfel auf dem Pfarr-Baum- stück ausgeboten. Krämer, Bürgermeister. ^lepfelweinfatz, ca. 400 Ltt., sowie Ginmachfützche« verkauft [7670] «arl Hoffmann. Montag, 18. Septembers Nachmittags 21/» Uhr, sollen auf dem hiesigen Ortsgertcht die der Frau JnstnS Müller Wittwe unb Mnder in Gießen gehörigen Immobilien!: Flur 3 Nr. 51 — 1550 qm Wiese am Schwalbachischen Acker vorn am Krofdorfer Weg, Flur 3 Nr. 52 — 1656 qm Wiese das., Flur 3 Nr. 53 — 1644 qm Wiese bas., Flur 3 Nr. 54 — 1812 qm Acker bas., Flur 3 Nr. 55 — 2006 qm Acker bas., Flur 4 Nr. 77 — 2500 qm Acker, stößt auf den Wismarer Weg, Flur 18 Nr. 19 — 3050 qm Acker zwischen bem Mittelweg unb ber Chaussee, Flur 24 Nr. 258 — 5844 qm Acker vor bem Steinbrunnen auf den stumpfen Weg, Flur 25 Nr. 17 u. 18 — 6338 qm Acker am Schlangenzahl, zieht burch ben Schützgesbrunnerweg, Flur 25 Nr. 19 — 6337 qm Acker das., Flur 28 Nr. 198°/lo — 1834 qm Acker am hohen Rain, Flur 29 Nr. 120 - 2375 qm Acker im Rödern, Flur 29 Nr. 121 — 1150 qm Acker das., Flur 33 Nr. 117»/,o — 325 qm Acker am Nahrung« berg, Flur 33 Nr. 117»/»° — 25b qm Acker das., Flur 33 Nr. 171, 172, 173 — 850 qm Acker am Nahrungsberg auf ben Steinbacher Weg, gr 33 Nr. 174 — 575 qm Acker bas., r 33 Nr. 182 — 575 qm Acker bas-, r 33 Nr. 196 — 531 qm Acker am Nahrungsberg hinter bem Drechsltschen Garten, Flur 33 Nr. 198 — 1C00 qm Acker bas., Flur 33 Nr. 199 — 1556 qm Acker am Nahrungsberg auf bas Altenfeld, Flur 33 Nr. 200 — 1394 qm Acker das., Flur 33 Nr. 201 — 1625 qm Acker das-, Flur 33 Nr. 67,5 — 125 qm Acker im alten Feld, stößt links auf den Weg, Flur 33 Nr 68,5 — 88 qm Acker das-, Flur 36 Nr. 57 — 475 qm Acker unter ben alten Eichen, zwischen der mittelsten und der Waldgafse, Flur 36 Nr. 57a - 475 qm Acker das., Flur 36 Nr. 68 - 963 qm Acker das., Flur 41 Nr- 58,5 — 1744 qm Acker über dem Rodt auf die Rodtgärten, Flur 45 Nr. 25 — 1906 qm Acker links am Badenburger Fußpfad reiwillig meistbietend unter den bei ber Versteigerung bekannt gemacht werbenden ehr günstigen Bedingungen versteigert werden. Gießen, 11. September 1893. Großh- Ortsgericht Gießen. I. A-: Vogt. 7750 Mittwochden 11. October, Nachmittags 2»/, Uhr, soll auf dem hiesigen Ortsgertcht die dem Äarl MSser zweiter und Ehefrau in Gießen gehörige Hofratthe: Flur 40 Nr 40a«/,oo — 303 qm links der Chauffee öffentlich meistbietend ersteigert werden. Gießen, 29. August 1893. Großh- Ortsgericht Gießen. ___________3.21.: Bogt.________7362 Malerarbeiten * in Lollar E veranschlagt zu 380 ^Lff(ohne Material-Lieferung) , sollen jSamstag den 16. d. M., Bonn. 10 Uhr, auf dem Nathhause bahier im öffentlichen Ausgebot vergeben werden. Lollar, am 11. Septbr. 1893. Großh. Bürgermeisterei Lollar. C. Geißler. 7729 Obslversteigerung zu Rodheim a. d. Bieber. Freitag den 15. September, Vormittags von 9 Uhr an, wird das hiesige Gemeindeobst, welches besteht aus einer großen Quantität Aepfeln, Birnen und Zweischen, in der Gemarkung an Ort und Stelle versteigert. Der Bürgermeister: 7740 Schlierbach. Mittwoch, 13. Septbr., Nachmittags 2 Uhr, werden im Bieker'schen Saale MSbsl aller Arten und verschiedene andere Pfand- lüde versteigert- Geißler, 7730 Gerichtsvollzieher. Acitgcöotcnes. Das Geheimniss alle Hautunreinigkeiten u. Hautauaschläge, wie: Mitesser, Finnen, Flechten, Leberflecke. übelriechenden Sohweiss etc. zu vertreiben, beet, in tägl. Waschungen mit Carbol-Theerschwetel-Seite von Bergmann & Co, Dresden. [4333 Vorr. ä St. 50 A in der Engelapotheke. Hirsohapotheke und Pellkanapotheke. "®ie Snaltfe de« vereideten Chemikers kautet: Der Cognac ist ^nstch »ukam- menqeieyt wie die meisten franMIcken Si und ist beritlbe D0tn cbemstchen Standpunkle aus als retn zu betrachten. Die Deutsche Cognac-Compagnie -öwenwarter & Cie. (Commandit-Gesellschaft) zu Köln a. 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