1893 Sonntag den 13. August ke, Hratisbeitage: Gießener Kamilienötätter. ar li int «nnonten-Bureaur be* In- und lullaiM nchm« lniti|tn für den „diefctntr »n,ri,«r- cirtfcfm. seine dreißig Mark erlegt und jetzt fahndet er auf eine körperliche Ausarbeitung, die ihn möglichst wenig in Collision mit seinen Nebenmenschen und dem Gesetze bringt. aber die politischen Beziehungen anbelangt, so glauben wir nicht, daß Oesterreich-Ungarn daran denkt, auf Bosnien und Herzegowina zu verzichten, und nicht Deutschland ist es, welches dort an seine Stelle zu treten wünscht, sondern Ruß* land will Oesterreich von der unteren Donau verdrängen. Auf den russischen Leim wird daher wohl Oesterreich-Ungarn nicht gehen, auch wenn dieser Leim mit Honig bestrichen ist. Zudem ist es aller Welt bekannt, daß der Dreibund nicht nur ein machtvolles Deutschland, sondern auch ein machtvolles Oesterreich und Italien garantirt. Welche Rollen aber Oesterreich und Italien einem übermächtigen Rußland und Frankreich gegenüber spielen würden, das lehrt wohl die Weltgeschichte unseres Jahrhunderts noch deutlich genug. Auch ist an der Vertragstreue Oesterreichs und Italiens nicht im geringsten zu zweifeln, und man wird in kurzer Zeit sehen, daß das russische und französische Ränkespiel vergeblich war. Jeder Staat hat natürliche Interessen, die er keinem anderen Staate opfern kann, und dies dürften die Franzosen in erster Linie zu ihrem Nachtheile von Rußland und Oesterreich erfahren, denn den Franzosen zu Liebe wird es weder Rußland noch Oesterreich einfallen, irgend ein staatliches Interesse preiszugeben. Vor allen Dingen muß man auch in der gegenwärtigen Lage zwischen Actionen und Demonstrationen scharf unterscheiden, und darf es als wahrscheinlich gelten, daß Rußland es besonders auf gegen Deutschland gerichtete Demon- straüonen abgesehen hat. een Anzeigen zu btt Nachmittags für ben felienbcn Lag erscheinenden Wummer bis Bonn. 10 Nhr. e Knechtk rintotAU, rleich chi brauchbare deutls Lande) vermittelt tu jln schnell und W »hl, 3)trnütlW* Ar.haMrtzrrsir.1d. Vermißtes* ♦ Königsberg i. Pr., 8. August. Ein schweres Eisenbahnunglück hat sich gestern früh auf dem Bahnhof Gül- denboden ereignet. Der Viehzug, der, von Königsberg kommend, um 5 Uhr früh auf Bahnhof Güldenbergen eintrifft, ist bei der Einfahrt wahrscheinlich durch falsche Weichenstellung aus ein falsches Geleise gerathen, in dem die Drehscheibe liegt, und dadurch verunglückt. Die Zugmaschine ist gleich hinter der Drehscheibe auss Feld gerathen und hat sich bis über die Räder in den Erdboden eingewühlt. Der Packwagen ist auf die Maschine gethürmt und durch die auslaufenden Wagen vollständig zersplittert worden. Desgleichen hinter dem Packwagen ein Wagen mit Remonten- die Re- monten sind theilweise gelobtet, theils schwer verletzt. Ein Wagen mit tragenden Kühen, die nach Sachsen gehen sollten, hat sich über drei andere Wagen aufgethürmt und die Kühe hängen sämmtlich zermalmt zwischen den Wagentrümmern. M. 189 Zweites Blatt rzieher, ' Ml Md Weiter sind zwei Wagen zerstört, in welchen sich Gänse befanden. Im Ganzen sind zwölf Güterwagen zertrümmert. Menschen sind nicht getödtet. Verletzt sind, wie die „K. Hart. Z" meldet, der Zugführer Grabowski aus Königsberg, ein Sergeant vom Karabinierregiment aus Borna und ein Gemeiner von demselben Regiment- ersterer und letzterer ziemlich schwer. Das Locomotivpersonal hat sich durch Abspringen von der Maschine gerettet. Die „Elb. Ztg." schreibt darüber noch: Der Zugführer hat eine klaffende Schädelwunde und mehrere Quetschungen davongetragen, so daß an seinem Aufkommen gezweifelt wird. Außerdem sind ein Unteroffizier und em Gemeiner vom Remontecommando verwundet, anscheinend nicht lebensgefährlich, während sechs weitere Personen leichtere Verletzungen erhalten haben. In dem Zuge befanden sich außer 30 litauischen, für Leipzig bestimmten Remonten mehrere Hundert Gänse und ein Transport Rindvieh. Nur wenig dürfte gerettet werden. Von den Remonten ist nur ein einziges Thier, ein prachtvoller Fuchs, völlig unverletzt geblieben- er wurde aus dem berstenden Wagen herausgeschleudert und fiel, ohne irgend welchen Schaden zu nehmen, mitten unter die Kohlen des Tenders, wo er zitternd stehen blieb. Der Sergeant wurde so glücklich beim Zusammenbruch des Wagens aus das Stoppelfeld geschleudert, daß er nur geringe Verletzungen davon getragen hat. Nebel erging cs dem Gemeinen, welcher zwischen den Trümmern blieb und recht bedenkliche Quetschungen der Gliedmaßen und des KopfeS davontrug. * Professor Schmollet übet das Collegschwänze». Die „Tägliche Rundschau" theilt folgende Schlußansprache des Berliner Proseffors Schm oller mit: „Meine Herren, ^s bleibt mir noch übrig, den zahlreichen Herren, die bis heute meine Vorlesung mit so viel Fleiß und Aufmerksamkeit gehört haben, meinen Dank auszusprechen. Es versteht sich, daß ich diesen Dank nur auf Sie beschränke, nicht auf die yusdehne, die das Semester über geschwänzt haben und heute nur erscheinen, um sich ein Testat geben zu lassen, mit dem sie später die Examensbehörden täuschen wollen. Meine Herren. Ich bin damit weit entfernt, Jeden tadeln zu wollen, der Vorlesungen schwänzt. Vor Allem die älteren und fleißigen Leute, in denen ein lebendiger WissenStrieb erwacht ist, die viel lesen, zu Hause arbeiten, sie können oft ihre Zett besser verwenden, als zum Hören von Collegien. Was mich schmerzt, ist nur die Thatsache, daß so viele Studirende zwei bis drei Jahre überhaupt nichts thun, nichts lernen, als Bummeln und Faulenzen. Ich habe auch gar nichts dagegen, daß die Russisches und französisches Ränkespiel gegen den Dreibund. Daß der Dreibund und die hervorragende Machtstellung des deutschen Reiches den Franzosen und Raffen ein Dorn im Auge sind, und daß sie deshalb keine Gelegenheit ver- >Lumen, um den Dreibund zu erschüttern, das ist offenes politisches Geheimniß und der Schlüssel zu der eigenthümlichen Lgc Europas. Es ist daher nur natürlich, daß die Ruffen wie Franzosen theils versteckt, theils offen jebe Gelegenheit „greifen, um bie Festigkeit des Dreibundes zu untergraben und Oesterreich-Ungarn von Deutschlands Seite abzudrängen. Ganz besonders günstig für diese Pläne erscheint nun offenbar den Russen die jetzige Zeit, wo der deutsch-russische Zollkrieg entbrannt ist und vielfach eine Verschlimmerung der deutsch- russischen Beziehungen befürchtet wird. In dieser kritischen Situation hat es Rußland auf einmal für gut befunden, Oesterreich - Ungarn gegenüber ein sehr freundliches Gesicht zu zeigen und den Oesterreichern und Ungarn einen sehr vortheil- bosten Handelsvertrag aus Grund der Meistbegünstigung auzubieten. Gleichzeitig kommt aber auch aus Petersburg die Nachricht, daß die russische Regierung sich entschlossen habe, im Mittelmeere ein ständiges Geschwader von Kriegsschiffen zu unterhalten. Dieses russische Geschwader soll nur offenbar eine Unterstützung Frankreichs in seiner Mittelmeerstellung und eine Demonstration gegen Italien bedeuten. Da müßte es wohl sonderbar zugehen, wenn die Franzosen aus einer solchen Lage nicht die schadenfrohe Hoffnung ziehen würden, daß die Tage des jetzigen Dreibundes gezählt seien, uud daß demnächst ein anderer Bund anS Licht treten werde, womit natürlich gesagt sein soll, daß Oesterreich-Ungarn itn Bigriffe stehe, in das russisch-französische Lager überzugehen. Selbst ein sehr ernstes französisches Blatt, der „Temps , h»lt den Augenblick für gekommen, wo mit Erfolg Mißtrauen zwischen den Dreibundsmächten gesäet werden könnte. Dieser Gedanke ist nicht neu und gewiß ist es die Pflicht der deutschen Regierung, in dieser Hinsicht die Augen offen zu haben, aber der „Temps" urtheilt doch vorschnell, wenn er meint, in Deutschland sei bereits allgemein die Empfindung verbreitet, daß der Zollkrieg, in welchen man sich begeben, die noth- wendige Einleitung zum gänzlichen Verfall der deutsch-russischen Beziehungen und der letztere nur noch eine Frage der Zeit sei. Man erwartet in Deutschland vielmehr von dem aufgezwungenen Zollkriege eine gerade entgegengesetzte Wirkung, denn auch Rußland wird die Schäden deö Zollkrieges empfinden. Was Humoristisches. » Emern Professor in der Sommerfrische ist jüngst folgendes Abenteuer zugestoßen: Ist da mit Beginn der Ferien ein Philologe ins Gebirge gegangen, weil das Herz in Folge „sitzender Lebensweise" etliches Fett angesetzt hat. Der Hausarzt sagt ihm beim Abschied, daß Spazierengehen und Bergsteigen allein nicht helfen würden, er müffe auch für sonstige Ausarbeitung des Körpers Sorge tragen. Der Profeffor läßt sich in einem Dorfe des Unterharzes nieder und sinnt auf die anempsohlene körperliche Ausarbeitung. Er sieht, daß der Gartenzaun seines Hauses eine Auffrischung roobl vertragen kann und erbietet sich, ihn höchsteigenhändig selbst anzustreichen. Aber er hat die Arbeit unterschätzt- das verdammte Bücken bringt ihm einen Hexenschuß ein — bei der fünften Latte muß er striken. Als er sich erholt hat, grübelt er nach neuer Ausarbeitung. Da fällt ihm ein, daß der Kaiser von Rußland zu eben diesem Zweck Holz zu hacken pflegt. Ergo vertauscht er den Pinsel mit der Axt und beginnt die kaiserliche Kunst. Aber auch das hat seine Schwierigkeiten. Während die Kinder seiner Wirthin bewundernd um ihn Herumstehen, trifft er ein Stück Holz flach und das Scheit fliegt einem Jungen an den Kopf, daß der Kleine eine Abfuhr davonträgt, wie ein alter Corpsstudent. Selbst- oerständlich wird das gefährliche Geschäft sofort ausgesteckt und der Philologe befindet sich in neuer Verzweiflung. Da machte er eines Tages einen Ausflug nach dem nächsten Dorfe, daS auf einem Hügel liegt. Unterwegs sieht er eine Harzer Holzwaarenhändlerin vor sich, die unter einem mit Löffeln, Kellen, Bürsten u. s. w. gefüllten Tragkorb keucht. „Halt," denkt der Profeffor, „das ist so etwas für Dich." Das Mädchen ist nicht schlecht erfreut, als der stattliche Herr sich ihr anbietet, den Korb bis zur Kirche zu tragen. Er wird auf den Rücken des Proseffors geladen und das Mädchen setzt sich an den Waldrand, um ein bischen auszuruhen und Hann nachzukommen. Der Profeffor schwankt vorwärts- das ift eine wirkliche Ausarbeitung des ganzen Körpers. Der en 1M #«« Aooo M ' ' ' ~.6O । 2 [6921 Mtt der rrftn, wen. tragen. "-Vereins. • Der erste Liebesbrief. Der bildhübschen Wiener Fabrikantentochter Hermine R., die zum ersten Male lange Kleider tragen darf und sich mit ihren Eltern in der Sommer- frische befindet, hat der stattliche Ingenieur Adolph M. es angethan. Hermine träumt bereits von Zukunftsgluck. Aber er war Anfangs wie von Holz und wollte die schmachtenden Blicke Herminens nicht bemerken. Freilich war er vom vorigen Jahr her noch gewöhnt, Hermine als Kind zu betrachten — aber heuer trug sie schon ein langes Kleid und benahm sich wie eine große Dame. Nein, diese Indolenz Adolph's ’ mußte die kleine Kokette empören. Sie meinte heimlich. Endlich aber sah. er sie doch an, er nickte ihr einen freundlichen Gruß zu. Hermine war entzückt und konnte sich nicht zurückhalten, diesem Entzücken in einem vier Seiten langen Liebesbriefe Ausdruck zu geben. Wer sollte den Brief jedoch besorgen? Das Stubenmädchen. Hermine gab der Botin aus ihren Ersparniffen ein gutes Douceur und erwartete mit Schmerzen die Antwort auf ihr Schreiben. O, welche Wonne mußte es sein, von seiner Hand geschrieben zu lesen: „Ich bete Sie schon lange an, Fräulein Hermine! . . . und: „—verbleibe ihr bis in den Tod getreuer Adolph ." Endlich kam das Stubenmädchen mit — einem Briefe. Hermine erzitterte. Sie eilte in ihr Gemach und sperrte sich ein. Mit pochendem Herzen öffnete sie das Schreiben und las zu ihrem Entsetzen: „Wenn Sie mir nochmals einen Liebesbrief schreiben sollten, Sie Fratz, dann werde ich es Ihrem Papa sagen. - Adolph M."-Hermine vergoß bittere Thränen - sie sah den Ingenieur nicht mehr an, haßte ihn, weil sie nämlich nicht wußte, daß das Stuben- mädchen den Liebesbrief der — Mama gegeben und diese die abkühlende Antwort darauf veranlaßt hatte. .—-— , Tb- 8 ’/» Uhk, Hier“. 18. WiMtn non fli* n, im Hoden a. SiillMA. & [ Miüitz litnl» [\bt Sickuuz . sagt wo___________ kstttt «SW Mi tpeb- d. Bl. i RLdchen, wtlM mn, findet bei M ing durch ztt, SelterSweg » iute «öchitt, dieck Mt, sucht Stelle tuen Erlengafie 15 w er»___ Schweiß rieselt nur so von der Stirn hernieder. Da komm: I ihm ein Gensdarm entgegen, der ihn mit ungeheuchelter Ver- I wunderung betrachtet. „Na, wo wollen Sie denn hin?" fragt der Gensdarm. „Nach dem Dorfe," antwortet der Professor stolz. „Wollen Sie denn die Sachen verkaufen?" Natürlich!" „Zeigen Sie doch mal." Der Profeffor setzt den Korb ab und ist höchlichst belustigt, vielleicht noch em Geschäft für das Mädchen machen zu können. ~„2BaS kostet diese Bürste?" fragt der Gensdarm. „Weil Sie es find," sagt der Professor gemüthlich, — „dreißig Pfennige." Der Gensdarm lacht, zieht den Geldbeutel und zahlt den Betrag. „So," sagt er, „nun zeigen Sie mir doch mal Ihren Gewerbeschein." „Den können Sie sich da unten von dem Mädchen zeigen lassen," lacht der Profeffor harmlos. „Ne/' sagt der Gensdarm, „die geht mich nichts an, Sie haben ja die Sachen verkauft." „So, ja, schon gut, nun gehen Sie nur, Sie haben einen billigen Kauf gemacht, sagt der Profeffor, immer noch nichts ahnend. „Lieber Herr, es hilft Ihnen nichts, ich mache keinen Scherz mit Ihnen, Sie zeigen mir Ihren Schein oder folgen mir zum Schulzen. „Der Teufel soll Ihnen folgen," ruft der Profeffor wüthend, „lassen Sie mich mit Ihren Albernheiten in Ruhe! Aber der Gensdarm bleibt bei seiner Forderung, ruft das Mädchen herbei und packt ihr den Korb auf die Schultern und zieht mit den beiden nach dem Schulzenamt. Den Professor hat eine gelinde Raserei erfaßt. „Sie werden einen Wischer bekommen," ruft er, „der sich gewaschen haben soll! „Pst, pst", mahnt der Gensdarm, „wenn Sie mich beleidigen, muß ich Sie ins Spritzenhaus sperren." Sie kommen im Schulzenamt an und der Gensdarm erstattet seinen Rapport. „Können Sie sich legitimiren?" fragt der Schulze den Pro effor. Dieser hat glücklicherweise ein Papier bei sich und überliefert es in grimmigem Zorn dem Dorftyrannen. „Es ist gut, sagt dieser, „wollen Sie die Strafe gleich bezahlen oder sollen wir Ihnen den Strafbefehl ins Haus schicken ? „Aber begreifen Sie denn nicht, daß die ganze Verkaufsgeschichte nur ein Spaß war?" „Na," sagt der Schulze, „Spässe sind xm Gesetze nicht vorgesehen." Kurz und gut: der Professor hat ZMchener Anzeigers Kmerat-Wnzeiger. Amts« unb Anzeigeblatt für den "Kreis Gießen.__ Jugend sich mal auStobe, einige Tollheiten mache. Aber zwei bis drei Jahre in continno nichts thun, daS wird sonst in der ganzen Welt keinem Erwachsenen gestattet, das kommt in keiner anderen EarriZre vor,- daS hat in keinem ErziehungS- syftem der Welt sonst einen Platz. Wer zwei bis drei Jahre nur faulenzt, Frühschoppen trinkt, Komment lernt, sich einem trägen Genußleben ergibt, der mutz körperlich und geistig zu Grunde gehen. AuS dem kann nur ausnahmsweise später noch etwas werden. Nun kann man sagen, es sind ja nur einigeUnd gottlob gibt eS viele beffere Elemente. Ich klage auch keineswegs, ich habe nie zu klagen gehabt über leere Auditorien- von 2—300 sind fast stets über die Hälfte, oft aber zwei Drittel vorhanden, und das ist lange genügend, um mit Freude und Genuß zu doziren. Aber der Procentsatz der Faulenzer ist doch zu groß. Er macht mir Kummer, nicht wegen meiner, sondern weil ich an die Zukunft denke, weil ich mich frage, ob unser Beamtenstand den großen schweren Aufgaben gewachsen sein wird, denen wir entgegengehen, ob er überhaupt in Charakter, Bildung und Wisien nicht zurückgeht. Und für diese Fragen ist daS Entscheidende, waS der Student auf der Universität getrieben und gelernt hat. Wir dürfen nicht so viele Referendare, Assefforen, Richter, Landräthe und Geheime Räthe haben, die nichts auf der Universität gelernt haben, als die Aeußerlichkeiten und Genüffe des Studentenlebens. Unsere besitzenden und gebildeten Klaffen sägen den Ast ab, auf dem sie sitzen, wenn sie einem Drittel ihrer Söhne Derartiges gestatten. Meine Herren! Ich vermisse diese Art ferner nicht in meinem Colleg, ich fühle mich in viel befferer Gesellschaft, wenn sie nicht da sind. Aber die Zukunft des Vaterlandes macht mir Sorge. Unter den Fehlern aristokratischer Gesellschaftsklaffen stehen stets die frivolen Ausschreitungen der Heranwachsenden Generation, die vollends in materialistischer Zeit nur genießen, patent und schneidig austreten will, in erster Linie. Nichts erbittert mehr, als ein solches Treiben. Oft hat es in der Geschichte den Anlaß zu Umwälzungen gegeben. Nicht also um die harmlose Frage, ob der Student einmal mehr oder weniger schwänze, handelt eS sich, sondern um das geistige und sittliche Niveau unserer Beamten, unserer Lehrer, unserer führenden Kreise überhaupt, um die Zukunft des preußischen und des deutschen Staates. Und weil mir die am Herzen liegt, habe ich mir gestattet, Ihnen gegenüber zum Schluffe mein Herz auSzuschütten. Die Studenten sollen wenigstens wiffen, daß eS unter den academischen Lehrern, welche, wahrscheinlich sehr viele gibt, die dieser Frage nicht gleichgültig gegenüber stehen. * Die längste Telephonleitung der Erde. Professor Graham Bell hatte die Genugthuung, am 10. October 1892 bei der Eröffnung der Telephonlinie Chicago New-Dort seine Stimme durch daS von ihm ersonnene Medium 1520 km weit tragen zu laffen. Er sprach, wie der „ölcctw rechniker" mittheilt, von Chicago nach New Dork mit William H. Hubbard, welcher sein Mitarbeiter bei Errichtung der ersten Telephonleiwng im Jahre 1876, auS Anlaß deS Centennar-JubiläumS der Union, gewesen war. New-Uork- Chicago spricht vermittelst zweier Kupferdrähte von je 4 mm Durchmesser, welche ungefähr 110 kg per km wiegen und ein Gesammtgewicht von 375000 kg repräsentieren. Um die Jnducyonswirkungen zu verhüten, find die Drähte auf | den Trägern häufig gekreuzt. Die Leitung ist durchweg in freier Luft geführt, und nur zur Durchquerung von Wasser- läusen sind Kabel benützt. 42 750 Pfähle aus Kastanien- und Cedernstämmen, 12 m hoch, tragen die Leitung, welche in vollkommen befriedigender Weise functtoniert. Citeratar unö Annst. — Der Spreewald mit seinen landschastlichen Reizen und der eigenartigen Bevölkerung übt auf den deutschen Touristen eine starke Anziehungskraft aus. Viele Tausende fahren alljährlich nach Lübbenau, um von dort die originelle Wasserparthie durch die Wälder und Wiesen zu unternehmen. Ihnen allen wird der reich tllustrirte Aafsatz willkommen sein, den das neueste Heft von ,3nr G«ttn Stunde* (Berlin w. 57, Deutsches Verlag-Haus Bong & Co.) veröffentlicht. Der Verfasser deS Textes Julius Hart genießt als Spreewaldkenner des besten Ruse- und weiß sowohl von dem Leben des Volkes allerhand Interessantes zu erzählen, als auch die stimmungsvolle Landschaft zu schildern. Die den Arttkel begleitenden farbigen Illustrationen von A. Westpsalen sind ganz ausgezeichnete Leistungen des Aquarelldruckes und fesseln den Leser durch interessante Motive, wie z. B. auf den BUdern „Gottesdienst in der Kirche zu Burg" und ^Rückkehr von der laufe*. Einen weiteren dem Leser hochwillkommenen Aufsatz bietet dasselbe Heft in der Erörterung über die electrische Hochbahn in Berlin von Georg Buß, der wegm ihrer Actualttät das allgemeine Interesse sicher ist. Auch Ernst von Hesse-Wartegg-Schluß-Schilderung der Weltausstellung In Chicago gewährt vorzügliche Lrientirung, während neben den Romanen „Die Pflicht gegen sich selbst" von F. v. Zodeltitz und „Fieberndes Blut* von H. Hei berg eine sensationelle Skizze „Ein Zufall?" von Gras Günther Rosenhagen größte Spannung hervorrust. Vorzüglich ist wie immer der Btlderschmuck. Als Extta-GratiSbeigabe von „Zur Guten Stunde* erscheint die „Jllustrtrte Classiker-Bibliothek", in der jetzt UblandS Dichtungen dem Leser geboten werden. Preis deS Heftes 40 Pfg. Verkehr, CanO* tmb Volkswirthschaft. — Schärfe« der etnftn und Sichel«. Jeder Landwirth weiß, daß durch daS öftere Schärfen der Sensen und Sicheln viel kostbare Zett verloren geht. Um diesen Uebelstand zu beseitigen, ; verfahre man wie folgt: Man legt die Schnetdewerkzeuge 30 Minuten 1 vor Gebrauch in Wasser, dem man V« % concentrirte Schwefelsäure htnzugemischt hat; eS genügt dann ein Ueberstreichen mit einem j weichem Sandstein, um die Schärfe der Sensen oder Sicheln aus der ganim Schnittfläche gleichmäßig herzustellen. Ein längeres riegenlassen in dem säurehaltig«, Wasser schadet den Schneidewerk- -eugrn nicht, sobald man dieselben stet« sauber und ttockm abwischsi. — XiÖelfütUrant an Pferde. Im Frühjahre pstegt man vielerorts den Pferden eine Abwechslung im Futter zu Heim, welche denselben ungemein zuträglich ist. Sie erhallen nämlich die auf Aeckern au-gestochenen jungen Disteln, welche sie trotz ihrer Stacheln mit der größten Begierde zu sich nehmm, da dieselben, namentlich die Wurzeln, reich an Zucker find. E- ist gewissermaßen eme Art von .^rühlingscur, welche man die Pferde durchmachen läßt, indem daS Distelfutter gelinde abführt, jedoch nur, wenn es in genügender Menae verabreicht wttd. E4 wird aber nicht blo- aus dem Lande von den Landwirtbrn, sondern auch in dm Städtm, für Rett- und Kulschenp'erde, nicht minder für die Kavalleriepserde verwendet,, so daß die Disteln einen Preis erlangen, der die Müh« des AuS- uechens hinlänglich baablt. Daraus ergiebt sich der Bortheil, daß die Aecker von dem lästigen Unkraule ohne Kosten gereinigt werden, waS nicht hoch aenufl an Zuschlägen ist. Wer daher die Distelsütter ung für Pferde noch nicht versucht hat, der mache damit die Probe und lasse sich dadurch nicht abhaltm, daß etwa seine Thiere leben-lang nur Trockmsutter erhaltm habm; er wird mit Vergnügen wahr» nehmm, mit welchem Appetit sie da» unbekannte Futter verzehren und welche woblthätigen Wirkungen e- auf ihr Wohlbefinden hat. — Schwefelschnitte« z« frtttUnu Die üblichen Schwe'el. schnittrn oder Schwefeifpäne, welche zum Einbrennen der Fässer im- Herbste vielfach Verwrndung finden, beftehrn aus in Schwefel qe- tauchtrn Streifm grober Leinwand; besser ledoch sind die Schwefel- schnitten, welche au- weißem in Schwefel getunktrn Papier sind, da bei den ersterrn, beim Verbrennen der Leinwand, auch brmzitche Producte sich bilden. In neuerer Zett verwendet man in Schwefel getauchten unverbrennlichen Amtanth oder Bergflach- (ASdcst), die sogenannte Schwesellunte. Von der Anwendung der fogmannkn aromatischen Kräuter- oder Gewürzschwefelschnttte ist abzurathm, weil sich hierbei beim Verbrennen auch brenzliche Producte aus dm aromatischen Stosten, welche bei diesem Gewürzetnschlag dem Schwefel beigemengt find, bilden und nicht, wie man glaubt, wohlriechende ätherische Oele. • K *] •* direkt au« brr -Fabrik allo au« erfirt Hand i> von Elfen L Keussen, Orsfeld, § Bedeutende Ketrirdsersparmffe °"L maschinellen Anlage der'Großindustric, deS Kleingewerbe- oder der Landwirthschaft durch Aufstellung einer Wolf'schm Locomobtle al- Betriebsmaschine erzielt. Die von der rühmlichst bekannten Maschinen- sabrik von R. Wolf in «agdebnrg-vnSa« seit mehr al- 30 Jahren al- Specialität gebauten halbstattonären und fahr barm Locomobilen mit ausziehbaren Röhrenkesseln übertreffen an Sparsamkeit deS Brennmaterialverbrauchs, Dauerhaftigkeit unb geb stungsfähiakeit jegliche Motoren anderen Ursprungs u. habm auf allm deutschen Locomobil- Concurrenzen den Steg davongeiragm s4'/7S 6144) Vogelfreunde. Schiffer- Voaelfutter, nur echt in versiegelten Packeten „mit dem Dogelneste* (eingetragrne Schutzmarke) i ft gunübertroffen im Alleinverkauf zu Lrigtnalpreisen bet Ä. u G- Wallenfels, Gießen, Markfirlatz 2t Ziettgebotenes. Apfelkuchen Zwetschenkuchen Gusskuchen täglich frisch bei Ang. Guhr, 6799]_________Steinstrabe 19. Frische Cervelatwurst empfiehlt [6907 ____________Emil Fischbach. Neues Sauerkraut empfiehlt [6927 rgestellt aus pa April, übertrifl an I itile in den Hande Zu nachstehend I Korbflasche a 20 15 10 5 '^oischtn 8 dlre rein^h t, sPai Gießen (T*~ IM ?r jfl 1'8 Zur Saison [4308 z« billigsten Preisen. vergütet. 50 Pfg. in der Engelapotheke, Hirsch- empfehlen 4463 © & Andr. Euler. 16615 Telephon Ar. 55 Telephon Ar. 55 Bier -er Actien-Brauerei Gießen Wiener Bier Emser Silber-Gartenkies liefern in großen und kleinen Quantitäten ; 33327 n Jean Dern & Cie 130 Baumaterialienhandlung. 4435] HM 20 15 10 5 wird für die leere Flasche zurück- ’ 1 1 1 2 Q) Liter n jes ehe •tk 23 23 JL. » T> n L n 9 Brennholz, Buchen und Tannen, [gO per Meter und per Centner. Bei 5 (Str. franco ans Haus. Andr. Euler. V0V Herrenhemden, Hau8- und Hagdröcke, Westen, HadelackS und Regenmäntel liefere auch, nach Wahl der Stoffe nach Mah unter Garantie des gute« Sitzens. Stets das Neueste in Shltpfen, Eravatten. Hofentrnger», Glac4- und Stoff-Yandsthuhen. Große Auswahl in Mützen, besonders Kindermützen. Regen« und Sonnenschirme, Hut» und «rmflore. Radfahrer- und Touristen- Hemden, Strümpfe, Schuhe, Mützen, Lawn-Tennis-Spiele und ganze Anzüge. Heere««Wäsche, als: Hemden, Kragen, Manschetten, Vorhemden, Taschentücher. [6619] y Beerenweine Weiss-u.Rothweine Südweine, Cognacs k in reicher Auswahl empfiehl^ Louis Lony^ Bahwhofetr.27.^^ Sommerröcke u. Westen, Wasserdichte Loden« Havelocks, Joppen, Gummistoff - Regen - Paletots. Oummi-Wäsche. Prof. Dr. Jägers Normal-, Dr. Lahmanvs Reform- und Pfarrer Seb. üneipps Gesundheits-Unterkleider. Anerkauut beste VnalitLten zu billig«« Preise«. Korbflasche 9 9 TjindLenplatz 3 empfiehlt ^evren-Modcrvaaven-Geschäft Heinr. Rubsamen, Kürschner Mänsbnrg 16 liessen Mäusburg 16.4293 [6928 welche von der deutschen Landwirthschasts-Gesellschaft bei der Ausstellung in Königsberg auf Grund der vorhergegangenen Hauptprüfungen von Säemaschinen in Berlin und Taptau unter allen concurrtrenden Säemaschinen die meisten Punkte und den I. Preis zuerkannt erhielt- Irospecte, Preislisten und Zeugnisse gratis. Heinrich Hütter, Frankfurt a. M. General-Vertretung von W. Siederslebeu L Co. für ganz Süddeutschlaud. Gelegenheitskauf. Solide @6|.»ei«rid)tu«e sof. kaufen. Beficht- Bahnhofftr. 64- Jean Dern & Cie* Baumaterialienhandlung. welchen Telot? — so gebrauchen Sie: j Bergmanns Lilienmilch-Seife Die Akaschmbier-Kandkung von Daniel Heil Bayerisch Bier Exportbier, hellfarbig (Wiener Brauart) do. ganz hell (Pilsener Brauart) Jedes Quantum frei in’s Haus. Holzkoffer, Reisekörbe, Handtaschen, Handkoffer, Porteseuille. Maaren, Hosenttäger, Jagdartikel, Sättel, Pferdegeschirre, Luxuswagen. Aug. Kilbinger, Sattler TeltcrÄweg I».f«4721 Telephon 78. Möbel-Fabrik^ CompUtc Veiten in größter Auswahl tmpfiehlt seine dlrect bezogenen, von ärztlicher Seite aufs Beste sind wieder vorräthig bei empfohlenen, reingehaltenen 6459 ! 3332) Herr««» «. «nabe«» Stroh» »6U von den billigsten bis zu den fei«' ste« Sorten empfiehlt in großer Auswahl A. Fangmann. Bei Herrn Gastwirth Conrad Weil III., „zum Schwanen", Lang-Göns ist zur Besichtigung ausgestellt, wozu alle Landwirthe der Umgegend eingeladen sind: Die Erste Säemaschine der Gegenwart für Berg und Ebene. Saxonia' u. Normal-Drill v. W. Siedersleben &, Co., Bernburg, Cognac ?fohltt» 'oguac i bei Schott, libosfirahe Haben Sie Sommersprossen? Wünschen Sie zarten, weissen, sammel- Spanischen Weine in verschiedenen Qualitäten zu billigstem Preise. Desgl. feinst spanischen deutschen Cognac wie einen vorzüglichen, gut bekommenden apotheke und Pelikanapotheke. [4333 Uh: :Q 4=. nbesitzer maschine gebranÄ Migfi-> Di-de- neolebab-nmu nften du MM ieNähmaschtb sMeitundbB L« per Flasche 18 Pfg. 20 1 ns'tt Hand D n, Crefeld, 5 g^unftfatm L S WCtitber lnorrbtS oder btt n Locomoblle als kmten Maschig- nßocomobilen an Sparfam- loftiöhtt und Leb ti- haben auf aüa jetragen. [M mir echt in wr. lern Schutzmarke) isen bei A. u. g. li w* vte”* !N 2(1 „ fitoW*** [1788 -iaenrr Fabrik sowie «inzeltheile derselben, Matratzen mit in jeder Lage verstellbarem «opftheil für Gesunde und Kranke, empfohlen von ärztlichen Autori, '-L.- 9 tät'en und bereits an hirfige und auswärtige Kliniken geliefert. «opftheil auch allein lieferbar. Bettbreite zwischen den beiden Seiten ist anzugeben. 6622] SW Beltsedern, Daunen, Roßhaare re., Barchent und Drelle. 1B I. Preis Colmar 1890 PRESSEN ! für Obstwein, Trauben- und Beerenwein in neuester, vorzüglich bewährter Construction mit glaslrtem Eisenbiet oder mit Holzblet. Unerreicht in Leistung und Güte. Jahresabsatz über 1000 Pressen und Obstmühlen. 600 Arbeiter. Preisgekrönt mit über 350 Medaillen In Gold und Silber eto. Specialfabrik für Pressen und Obstverwerthungsapparaie. PH. MAYFARTH & Co., Frankfurt a. M. Agent en erwünscht. Cataloge gratis und franoo. )btt 6tedn Ein «y M trodenStot.i . n ab»i|iiL 1Q6rt lu bieten ‘ D1’t> übtn” SB "^befinden bot. ® im.- Sftft S'" Echu-Z ? lrisbisi), ; '^tnaniüin V1 ® Wtn ^ducte aus btn lagdemEch^ bt- wohstirchtndr Doppel - Essig hergestellt aus pasteurisirtem 3fach. Burgunderessig und Essig- sprit, übertrifft an Güte, Feinheit und Haltbarkeit jeden von anderer Seite in den Handel gebrachten Doppel-Essig. Zu nachstehenden Preisen halte ich denselben bestens empfohlen. Emil Fischbach. Macher Fchiegel, Herz- und Doppelfalzform, hochroth, bliiu gedampft und schwarz tWW» altrenommirtes Fabrikat mm Leon Coutourier, Forbach Louis Frohnhäuser Hackklötze Mäusburg 7 | und Hackbretter Corsetten 'in besten Farons, für Damen und Kinder. Extra-Weiten werden nach Maß angefertigt. 3007 A. Fangmann. ter labaadtaig. mter, alter istfaknrete: V Msneh. « Chrirtl i wd w*t aotirt, ■■■ mImd n Original- und 8.—) in der te (’M. Krause). Portland-Cement-Fabrik Karlstadt a. M. vorm. Ludwig Roth in Karlstadt a. M. empfiehlt la. Portland-Dement Fabrikat I. Ranges von höchster Festigkeit und Volumenbcständigkeit.— Durch die hohe Leistungsfähigkeit der Fabrik — grösstes Cementwerk Bayerns — wird die prompte und gleichmässige Ausführung auch der grössten Aufträge garantirt. — Ferner: la. Roman-Cement Vorzügliches und billiges hydraulisches Mörtel-Material. Zahlr. Zeugnisse über ausgef. grosse Lieferungen stehen gern tu Diensten. Verkaufs bureau: 1640 F. W. Rob. Meyer, Nürnberg. (Nur mit meinem Siegel versehene Flaschen enthalten ächte (mit der Schutzm. „Zwei Bergmänner«) Waaie ° 5941 von Bergmann &. Co. in Dresden ä Stuck Die beste und billigste Bezugsquelle in BorhLngen, «ongretz «Stoffen, Spitzen aller Art, Spitzenkleidern, Spitzentüchern und «charpeb von 1 Jt- an, ollen Arten Stickereien und! Stickereikletdern, AoulardS, Seiden« stosten, Plüschen, Sammten. AtlaS, Bändern und die modernsten Schleier, ferner Taschentücher und die so sehr beliebten Gardinenreste bei Frau Lina Sahlfeld, 1465]14 Ludwtgstraße 14. 5.— ] JL 1.50 4.- I » 1-30 ' 3.- I „ L- 1.70 J , —.70 Neue Frühkartoffeln 100 Pfund mit Sack JL 3.25 ab Frankfurt a. M. versendet gegen Nachnahme A. 3* Kleeblatt, Seligenstadt bet Frankfurt a. Main.[5929 Aechten deutschen Cognac, per Liter - Flasche 2 jl, sranzSstschen Cognac in allen Preislagen, weihen Champagner- Esfig. vorzüglich zum Emmachen, per Liter 20 empfiehlt [5388 E. Dort, ______________Wallthorstrahe 48. Reuenweg 22. Neuenweg 22. Für Arbeiter! Billiger Verkauf von Hose« in sächsischem Stost, in BuckSkin u. a. Sorte«; ebenso Säckchen, Westen, ge«agelten Schuhen, Stiefelette«, Hemden, Blousen, blauen leinene« Hosen und Sückchen u. f. w. »erkauf von getragene« Kleider«, Schuhen u. s. W. [3857 22 Neuenweg 22. Richard Hornsby & Sons Ltd. in Grantham (England). Fabrik von Locomobilen, Dreschmaschinen und Strohbindern sür Dampsdreschmaschinen. Leistungsfähigkeit unübertroffen. — Neueste Verbefferungen, einfache Construction. Selbstbinder-, sowie Getreide- und Grasmähmaschinen, Rescrvetheile für Hornsby-Maschinen. Preis-Courante sowie nähere Auskunft beim Vertreter B. Harnischmacher in Heddernheim bei Frankfurt a. M. Einige Dreschmaschinen und Strohbinder, sowie div. Reservetheile und Ketten für Strobbinder sind bei mir auf Lager. 5849 ______________________B. Haraischmacher. Dampfziegclei C. Zniehner ck Co., Cassel, empfiehlt Handsteine, Maschinensteine, Iorm- steine, Jafifiegel etc. *»6 Man verlange In den besseren Geschäften Mt weltbekannten verschiedenen Käse der Gundersheimer Molkerei, die nur auS bester Harz« milch hergeftellt werden. (3887J Glück auf! «lzeyer Loose * 1 X, ^frankfurter Pferdeloose & 1 4, Weimar-Loose ä 1 x. biadolfzeller Loose » 1 X, Mot«,er «uSstellungtzloose k 50 empfiehlt und versendet [6794 A. Gretecher, Weidengasse 1. ßlihoblcitrranlügfn bewährtester Construction liefert und stellt auf Carl Stohr L, 1284]__________LudwigSplatz 5. ~5095] Mein Hans mit Lade« Wallthorstraße 18 verkaufe bMigst. __________________Ä »oe«. Langen, Hessen A erztlicli empfohlen. Literflasche Mk. 2.—, Allein verkant für Glessen und Umgegend: Adolf Geisse, Hiessen, Ecke;Krenzplatz. — Ferospreoher 90. — [3101 6921 Conditorei Heiller. Täglich frisch in nur bester Qualität Eaffec- und Theegebätk, Torten ic., sowie (Gefrorenes in verschiedenen Sorten bekannter Güte stet» vorräthig.[4413 Glühstoff-Bratroste „ -Bügeleisen Glühstoff empfehlen [6674 Br ü der Sch m i dt, Seltersweg. Ziir Molkerei- und Milchwirlkschaft 6899 Hau» in Frankfurt a. M. mit »roßen Ltallnnaen, Remise, großem eementirten Hof und schönen Woh. nvngen preiswertd zu verkaufe«. CW. u. J.k. 100 a. d. Grp. d. vl. verkaufe in großen Quantiäten billig. I. Qstwald, Marburg i. Hessen. Barletta-Goldloose Ziehung am 20. August 1898. Absolut keine Nieten. Haupttreffer i.W.o 2,000,000,1,000,000, 500,000, 100,000, 50,000, 20,000, 10,000, 5003 Francs. Anzahlung auf 1 ganzes Original-Loo* Mk. 4.—, 30 A Porto, a. Nachn. Bestellung umgeh erbeten an Jacob Schmid, Kassel I, vrlsansstratze 39. 6743 ▼ Trommeln. — Pfeifen. — Trompeten. ♦ Harmonikas, Zithern, Violinen, Flöten, ▼ ▼ sowie alle lostrnmente Io grSuter Aaswahl zu Fabrikpreisen la der ▼ ♦ Inetrumentenfabrik und Handlang : Ernst Ühallier (Rudolphs Nachf)., Giessen. ♦ Illostrirte Preisverzeichnisse gratis und franco. [3099 FaJirräder. Bestes deutsches und englisches Fabrikat unter einjähriger reeller Garantie zu mäßigen Preisen, Zubehör und Grsaytheile, empfiehlt 4071]___ Kassenschrank-Zsabrik. jK Gegen Baar hoher Rabatt. __Reparaturen werden in meiner Fabrik fachgemäß und schnell auSgeführt. Dyckerhoff scheu Portland Gement Beste Marke — unübertroffenes Fabrikat. 3 c L B « c CD -a G 54 ed sr SS 5'3 § 3 5 G hsTS O r» ~ G " | 3 M Kfir* Unser Gcschäftslocal befindet sich jetzt [6793 Scltersweg 25. Geschw. Aron, orset - Tpecial - Geschäft. T aunus-Brunnen Emil Fistor, Marktllraße 10. Kinderwagen größtes Lager am Platz, permanente Auswahl von mindesten» 150-200 Stück, N stets das Neueste, Schönste und Beste zu billigen Preisen. — Reparaturen billigst. [1501 A. Kilbinger, Seltersweg 19, Telephon Nr. 78. 528 vormals I. Friedrich, Hoflieferant, GrotzKarben Natürliches Mineralwasser Nusskohlen Nr. 1 dka» Amerika 6558] Neuenweg 15. ntwerpe noch Als alleiniger Vertreter einer der größten Hypotheken- banken vermittele ich die Beleihung von Jmmobllien zu günstigen Bedingungen. 27 B.HatÄen«teln164iIIerfir.27. Als Leichenfrau empfiehlt fich besten, (6894 ! Frau Arndt, tkaplanSgaffe 10. 1 Offene Stellen besetzt kostenfrei der Kaufmännische Verein zu Frankfurt (Malo). Jahresbeitrag für neu eintretendo auswärtige Mitglieder Mk. 5.—. F.inschrcibogeld für stellesuchende Nichtmitglieder Mk. 2,50 für 3 Monate. [6262 mit den vorzüglichen Schnelldampfern des Norddeutschen Floyd in Bremen ros» Kohlensäurereichste Quelle Tafel- und Gesundheitswasser I. Ranges. Willigt Vertretung u Hauptdkpot in Sießeu: AUSSTELLUNG1 LEIPZIG i k 1873. J (Gehr. Müller Nachfolger) 34 Bahnhofstr. 34 A empfiehlt fich zu L Aufnahmrn jeden Genres [ in nur künstlerischer feinster 2lus«II führung zu soliden Preisen, bei 1 jeder Witterung, stets mit Moment- 3410 Leip»« 1879. - iw Einem geehrten Publikum, sowie meinen werthen Freunden und Nachbar, schäft hiermit die ergebene Anzeige, daß ich unter Heutigem eine Flaschenbier-Handlung eröffnet habe. SS wird mein eifrigstes Bestreben sein, mir die Zufriedenheit meiner werlhen Abnehmer zu erwerben und bitte um geneigten Zuspruch. DW Aedes Quantum frei in* Hau*. -HUK [6*55 Fran« Henn, SteKtstreße Nr. 57. Bingen a. Rh. RHEIN-HOTEL. Am Bahnhofe und in nächster Nähe von Landungsbrücken der Dampfschiffe. In prachtvollster Lage am Rhein — gegenüber dem National - Denkmal — mit schönem schattigen Garten und gedeckter Sommerhalle. — Herrliche Aussicht. — Feinster Restaurationssaal. — Neu und comfortabel eingerichtete Zimmer. Vorzüglichste Bedienung. Besitzer: Wllh. Kaufmann 5748](früher Reetaurateur dee Lens’schen Felaenkellera in Qi—en.) [6534 zu gut. 1 Feuerversicherung 6801] Eine der älteste« und erdf-.t \ Feuerverficherungtzgesellfchaftn \ sucht tüchtige Vertreter argen tet Prouisio». Cffrrttn Mb 0 P 44 on l Technikum MittweidbÄ, L — aaäuen. — « \' erdf tm Peouisioa- nn die Werkmo.rtw-SohBle Lektrytoca.leca* Praititee. Allgemeine Renten-AnUnIt Gegründet 1833. M Stuttgart. Reorganiftrt 1855. Unter Aufsicht der Württ. Ltaatsregierung. GefammtvermSgen Ende 1892: 70 Millionen Mark, darunter außer 34Vz Millionen Mark Prämtenreferven noch über 4 , Millionen Mark »rirareserven. Verficherung*standr ca. 40 Taufend Policen über 57 Millionen Mark versichertes Capital und über 1« 2 Millionen Mark versicherte Rente. Aller Gewinn kommt ausschließlich den Mitgliedern der Anstalt Bahnhofstraße 7 empfiehlt fich im Vinfetze« künstlicher Zähne, Plombier« u. s. w. btt billigster Berechnung. [4381 Lebensversicherung. Einfache Todesfall Versicherungen, Abgekürzte, hei «rreichung eine* bestimmten L«ben*alter* oder im »falle früheren Tode* zahlbare Versicherungen, sowie Versicherungen zweier verbundener Personen, zahlbar nach dem Tode der zuerst sterbenden Perfon. Anerkannt niedere Prämienfätze. ■■■ Dividenden Genuß schon nach drei Jahren, bmb TM" Dividende zur Zeit 80 % der Prämie. ~WG Rentenversicherung. Jährliche oder halbiährliche Leibrenten, zahlbar bi* zum Tode de* versicherten oder bi* zum Tode de* längst Lebenden von zwei gemein» schaftttch Versicherten, sowie aufgeschobeue für späteren Bez«« bestimmte Renten. Hohe «entenvezüge. Alle* dioidendenberechtigt. Nähere Auskunft, Prospekte und Antragsformulare kostenfrei durch bU Generalagentur Darmstadt: Fr. Ekert, Saalbauftr 65, sowie durch die Bettreter in Gießen: Hauptagenten Gebrüder Zülch, llUt» strahe 22, und Agent I. Güngerich; Ell*feldr Gg. Saustmann II.. Gr.»Lindenr Julin* Walter, Kaufmann; Laudachr Wilh. Nlipftein. Exped. d- Bl. oder an Haafenstein u. VoOler, A--G, Frankfurt a. M- 6905] Ordentliche* Dienstmädchen gesucht.SaplauSgasse 18. 6906] Lio in jeder Hausarbeit durch» au* tüchttges Dienfhaäbche«, welche* perfect kochen kann, wird per 1 S«v- tember gegen hohen Lohn zu mteiben ge» sucht- Wo? sagt die S^ved. d. BI ßiedacttoo: A. Schepda. — »ruck und «erleg der Brühl'schen Druckerei (Fr. 66t. Dietsch) tu Gießen B Jifldl» 55 S* 2v