""«wer «rragendstes. Ml -eg; ’ INh 1 heilig g. Htt,, Mvvg er 15. Juni! 1b n bei Heinr. Wallach nre, Buchhandlvng in fUiftii 7' ^iZbare BadestW . ^u.ln Entleeren bes S8^ ,n 9Wt AlisNh, bei • Zimmer, »ahuhosftraße 12, ^' Radern m L ? |evonnen, svuh. n»T?men- ise 7. lri Rleaeen, 3121 MM (I. Wih) M« 16. flfgr. (857 kckes Geschäft 1 ‘rtlzang. 355 latyitHt frhttr unb W titttbteUtn, teilet«' Hiane Stvim, tn ÄtWu, 8lnb. theif H v* FLÜGEL rik. Harmoninms 0.- an. rühmten Fabrikat«, ?erdux, Lipp, ^Be’ E,,/l ui in - aegenBair ■1^® I ‘ras »■* y - I momnd Fli|el="» I i einzelne Tag1?vL|rangen, 1» nceM Ta.0;^®6”^ Transportkosten). Ueuenweg ian0: KM so. s. igaz/fi, Nr. 136 Erstes Blatt. Dicnstag dm 13. Juni 1893 Wer ■MtMV Jhotten aßchdm täglich, ■M NmSnahm« b«l MvNtLGA *te Wrßolrr ■ate Hm ÄRjrtftr WAchmülich iMieel Med* Gießener Anzeiger Kemral-Mnzeiger. 8krtejÄin^e« Xf»exrecxteytdei 2 Mark 20 P»,. m» vringkrlehx. Durch die Post bt^f* 9 Rerf 60 9fB* Retertten, U^pidtem nnb Druckerei: A-rutprecher AI. Anrts- und Anzeigeblntt fflr den Kreis Gictzen. ■■«•!*( »e» «»gelge» zu der Re^ettte#! für txa fatGeude» tag erscheinenden Nummer bis 8er*. K) UH Hratisöeikage: Hießmer Aamilieuötätter. »Le «mu-men-Bureanr H>ntl lellirirl »ihm« Nxzeißkn für de» ,Slt|i»er l»jti|tr* tetgafe. Amtlicher Theil. Bekanntmachung. betreffend Anlage einer Feldbahn mit Locomotivbetrieb zwischen der Gail'schen Dampfziegelei und Thonwaarenfabrik zu Gießen. Herr Fabrikant Wilh. Gail zu Gießen beabsichtigt eine Feldbahn mit Locomotivbetrieb zwischen seiner in der Gemarkung Gießen gelegenen Dampfziegelei und Thonwaaren- fabrik anzulegen und hat um Erwirkung der landesherrlichen Genehmigung hierzu bei Gr. Ministerium der Finanzen nachgesucht. Es wird dies mit dem Anfügen bekannt gemacht, daß der Lageplan dieser Feldbahn auf dem Bureau der Großh. Bürgermeisterei Gießen von Dienstag, 13, l. Mts., bis Montag, 26. l. Mts. einschließlich, während der Bureau- ftunden zu Jedermanns Einsicht offen liegt und etwaige Ein- Wendungen gegen die Ausführung dieses Unternehmens in dem Termin: Donnerstag, 29. d. Mts., Bormittags IO Uhr, im Regierungsgebäude dahier vorgebracht werden können. Gießen, den 10. Juni 1893. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. Brücken-Sperre. Die im Kreisstraßenzug Staatsstraße Odenhausen gelegene Brücke über die Lumda wird wegen Umbaues derselben von Mittwoch den 14. Juni ds. Js. ab bis auf Weiteres für den Verkehr gesperrt. Gießen, den 8. Juni 1893. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. Bekanntmachung. Es wird hiermit zur öffentlichen Kemttniß gebracht, daß die nach § 6 des Reichsgesetzes vom 21. Juni 1887 über die Naturalleistungen für die bewaffnete Macht im Frieden ermittelten Durchschnittsmarktpreise, einschließlich eines Aufschlags von Fünf vom Hundert, pro Monat Mai 1893 für den Lieferungsverband Gießen pro 100 kg betragen: Hafer JL 19.50, Heu 20.20, Stroh JL 7.40. Gießen, den 10. Juni 1893. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. Bekanntmachung, betreffend die Maul- und Klauenseuche zu Hausen. Nachdem die in mehreren Gehöften zu Hausen ausgebrochene Maul- und Klauenseuche erloschen ist, haben wir die Aufhebung der Sperre verfügt. Zum Ausführen von Rindvieh, Schafen, Ziegen und Schweinen aus der genannten Gemarkung bedarf es indeß bis auf Weiteres, sofern die Thiere nicht sofort abgeschlachtet werden sollen, eines thierärztlichen Gesundheitsscheines. Sollen die Thiere alsbald geschlachtet werden, so bedarf es zum Ausführen derselben nur eines Gesundheitsscheines der Großh. Bürgermeisterei. Gießen, den 12. Juni 1893. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. Deutsches Reich. Darmstadt, 10. Juni. Seine Königliche Hoheit der Großherzog empfingen heute den Major ä la suite v. Heyl, den Stabsarzt Dr. Weber vom Großh. Mecklenburgischen Füsilier-Regiment Nr. 90, den Beigeordneten Binder von Worms, den Kreisschulinspector Andres von Lauterbach, den Bürgermeister Born von Fränkisch-Crumbach - um 11% Uhr den Königlich Preußischen außerordentlichen Gesandten und bevollmächtigten Minister Fretherrn v. Plessen; zum Vortrag den Staatsminister Finger, den CabinettSbibliothekar Dr. Sahl. Berlin, 10. Juni. Die Entscheidung in dem sechswöchigen Wahlkampfe ist endlich herangekommen, am kommenden Donnerstag werden die deutschen Wähler zur Wahl der neuen Volksvertretung an die Urne treten. Allerdings wird diese Entscheidung nur eine vorläufige sein, denn die erst mit Sicherheit zu erwartenden vielen Stichwahlen werden den Abschluß des Wahlkampfes bringen. Immerhin wird doch schon die Hauptwahl vom 15. Juni in ihren Ergebnissen bereits mit bestimmend für die Zusammensetzung der neuen Volksvertretung sein und die Grundlinien des politischen Charakters des künftigen Reichstages schon erkennen lassen. Was aber die Bedeutung des jetzt zu vollziehenden Wahlactes anbelangt, so ergiebt sie sich aus der gejammten Lage der Verhältnisse von selbst. Gelangt das neue Parlament in der Militärfrage zu einer Verständigung mit der Reichsregierung, nun, so ist es gut, dann hat eben die infolge der Heeresvorlage hervorgerufene innere Krisis ihr Ende gefunden. Lehnt aber auch das künftige Parlament die Heeresvorlage ab, so sind schwere innere Wirren und überaus unsichere Verhältnisse alsdann die unvermeidlichen Folgen eines solchen Beschlusses, selbst wenn die verbündeten Regierungen von einer nochmaligen Reichstagsauflösung absehen sollten. In der vor ihrem Ausgange stehenden Wahlbewegung ist den Wählern hinreichend Gelegenheit gegeben worden, sich über die Stellungnahme der einzelnen Parteien und Gruppirungen zur Mtlitärvorlage zu vergewissern. Nunmehr ist'S an der Wählerschaft, durch ihr Votum über die Zusammensetzung deS neuen Reichstages und hiermit über die fernere Entwicklung der Dinge im Reiche zu entscheiden — wohlan, möge diese Entscheidung nur im Interesse der Wohlfahrt und des Gedeihens unseres theueren Vaterlandes, im Interesse der Wahrung seiner Machtstellung nach außen wie der Erhaltung seines Friedens nach innen ausfallen! — Der Kaiser wird am 10. September in Karlsruhe eintreffen, um dann am 12. September die Parade über das 13. (württembergische) Armeecorps bei Stuttgart abzunehmen. — Herr Dr. Miquel soll nach Gerüchten, die in den letzten Tagen aufgetaucht sind, beabsichtigen, seinen Finanzministerposten nächstens mit dem Posten des ReichS- schatzsecretärs zu vertauschen. Von anderer Seite wird jetzt dieser Nachricht indessen widersprochen, unter besonderem Hinweise darauf, daß Herr Miquel, wenn er wolle, auch al- preußischer Finanzminister eine leitende Rolle in der Steuergesetzgebung des Reiches, die er als Schatzsecretär natürlich beeinflussen würde, spielen könnte. — Fürst Bismarck hat denen, die ihn zum 1. April brieflich oder telegraphisch beglückwünschten, durch folgende- gleichlautendes Schreiben gedankt: „Für Ihre freundlichen Geburtstagswünsche sage ich meinen verbindlichsten Dank, v. Bismarck". Berlin, 10. Juni. Der Vorstand derneuenFracti'on des Herrenhauses theilte dem Oberbürgermeister Baumbach mit, daß er eS mit dem Grundgedanken der Fraction für unvereinbar erachte, wenn Aeußerungen eines fremden Botschafters zur Empfehlung der Ablehnung einer Vorlage angeführt werden, welche Deutschlands Fürsten und Staatsmänner als unentbehrlich zur Vertheidigung und Sicherheit de- Vaterlandes bezeichnen. Der Vorstand erblicke in der Aeußerung Baumbachs, er lege auf die Zugehörigkeit zur Fraction keinen besonderen Werth, die Bejahung der Frage, ob er aus der Fraction ausscheiden wolle. Der Vorstand werde in diesem Sinne der Fraction von dem Schreiben Baumbachs Kenntniß geben. — Es wird jetzt darauf aufmerksam gemacht, daß die Einführung der zweijährigenDienftzeitbeiden Fußtruppen eine Folge nach sich ziehen wird, an welche Niemand dachte. „Wenn die zweijährige Dienstzeit eingeführt wird", so wird bemerkt, „so werden wir unsere Söhne nicht dfemlUten. Wochendriefk ans der Residenz. (Originalbericht für den „Gießener Anzeiger".) Darmstadt, 9. Juni 1893. Die Jubelfeier des Mozart-Vereins. — Sommertheater. — Allerlei. Ein Jubelfest, wie es schöner und glänzender nicht verlausen konnte, hat eines unserer vornehmsten und größten Vereine in dieser Woche gefeiert. Der „Mozartverein" beging das Fest seines 50jährigen Bestehens durch eine Anzahl erlesener künstlerischer und geselliger Darbietungen und man kann wohl sagen, nicht allein alle Vereinsmitglieder, die ganze Einwohnerschaft Darmstadts hat daran den regsten und liebevollsten Antheil genommen. Der Verein begann -seine erfolgreiche Thätigkeit vor 50 Jahren unter der musikalischen Leitung Wilhelm Niederhoss, für den 1870 der rühmlichst bekannte Compontst C. A. Mangold eintrat. 1876—86 war der Hof- capellmeister Willem dc Haan Dirigent des Mozartvereins, dann fungirten 1886—88 verschiedene Herren, bis 1888 der jetzige bewährte Leiter, Herr Richard Senff seine Thätigkeit begann. Er hat sich gleich seinen Vorgängern ein großes Verdienst um die Sache des Vereins erworben, und der Dank Seiner Mitglieder ist ihm für alle Zeit gesichert. Die eigentliche Jubelfeier wurde am letzten Samstag durch ein Fest- roncert in dem von Seiner Königlichen Hoheit dem Groß- terzog gnädigst zur Verfügung gestellten Hoftheater eröffnet. Schon Tags vorher hatte eine öffentliche Hauptprobe stattgefunden, die auch den Nichtmitgliedern zugänglich gemacht rwar und einen sehr festlichen Character trug. Am Concert- abenb selbst füllte ein erlesenes Publikum die von vielen Hunderten electrischer Lampen hellbeleuchteten vornehmen Räume unseres Musentempels. Das Programm war sehr reichhaltig und in jeder Beziehung sorgfältig gewählt. Max Bruchs „©eenen aus der Frithjof-Sage" bildeten die erste Abtheilung, die stürmisch applaudirt wurde. Dann folgten zwei Chöre und darauf Liedervorträge des berühmten Hofopernsängers Paul Buls aus Berlin, der unserem Publikum schon von früheren Gastspielen an dem hiesigen Hoftheater her als stimmgewaltiger Bariton bekannt war. Er sowohl, als die beiden anderen Solisten, Frau Emilie Hertzog aus Berlin, jedem Musikfreunde als unvergleichliche Gesangskünstlerin bekannt, und Herr Opernsänger Holdach aus Frankfurt, ein vortrefflicher Tenorist, fand begeisterten, aber auch wohlverdienten Beifall. So nahm denn das ganze Concert einen glänzenden Verlauf, das in gleicher Weise die Mit- wirkenden, wie den Dirigenten, Herrn Senff, ehrte. Am Sonntag Vormittag fand im großen Saale des städtischen Saalbaues, der zu dieser Feier ein prächtiges Festgewand angelegt hatte, ein glanzvoller Festact statt. Als Vertreter der Regierung hatten sich Excellenz Staatsminifter Finger, Excellenz Geheimrath Goldmann, Herr Provinzialdirector von Marquard und noch viele hohe Beamte eingefunden. Der Vereinschor eröffnete die Feier durch Vortrag eines Liedes, dann begann Herr Gymnasialdirector Dr. Nodnagel, als Festpräsidenl, den Vortrag, der die Bedeutung der ganzen Feier darlegen sollte. Der Redner entledigte sich seiner Aufgabe in ganz vortrefflicher Weise. Dann wurde Herrn Richard Senff im Namen des Vereins zur Anerkennung seiner außerordentlichen Verdienste als Ehrengabe ein künstlerisch gearbeiteter Tactstock überreicht, und darauf erhielten mehrere Herren, die bereits 25 Jahre dem Vereine zugehören, Erinnerungsmedaillen. Dann gedachte der Festpräsidenl des rührigen langjährigen Vorstandes, Herrn Fabrikanten Pfeil, dem er gleichfalls herzlichen Dank aussprach. Nun ergriff Herr Staatsminister Finger, Excellenz, das Wort, um die Glückwünsche Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs zu überbringen, der dem Vereine schon durch den Besuch des Festconcertes einen Beweis seines allerhöchsten Interesses gegeben habe. Dann überreichte er Herrn Fabrikant Pfeil eine allerhöchste Ordensauszeichnung. Im Namen der Stadt bestellte Herr Bürgermeister Morne- weg seine Glückwünsche, Fräulein Hoffmann überreichte hierauf unter Darbringung eines poetischen Festgrußes die Ehrengabe der Damen: einen goldenen Lorbeerkranz, der auf der Vereinsfahne angebracht werden soll. Eine andere Dame übergab als Geschenk eines Ungenannten einen Eichenkranz mit 50 goldenen Eicheln. Dann sprachen noch ferner die Herren Wolfskehl im Namen des Musikvereins, Herr Hoftheaterdirector Wünzer für unser Kunstinftitut, Herr Realschullehrer Kaßlik, ebenso Vertreter der Karlsruher, Wiesbadener, Mainzer und Mannheimer Männergesangvereine. Auch die anderen hiesigen Gesangvereine „Liedertafel", „Sängerluft", „Melomanen", „Teutonia" ließen durch Abordnungen Glückwünsche und Ehrenadreffen überreichen. Dann dankte Namens des Vereins Herr Präsident Pfeil für alle die freundlich dargebrachten Wünsche und Geschenke, er überreichte außerdem den Herren Reitz, de Haan und Nodnagel prächtige Ehrenmünzen. Herr Senff dankte darauf gleichfalls für seine Person und überreichte als Festgabe ein von 'hm componirtes Werk. Zahllose Telegramme waren aus Nachbarstädten eingelaufen, wir verzichten auf die Aufzählung. Nach 1 Uhr endete die erhebende Feier. Daran schloß sich um 2 Uhr das Festmahl, an dem 120 Personen theilnahmen. Das Hoch auf Kaiser und Großherzog brachte Herr Director Nodnagel aus, dann folgten zahlreiche Toaste, wir nennen nur Den des Herrn Pfeil auf die Ehrengäste, des Herrn Bürgermeister Morneweq auf den Verein, des Herrn Roth auf den Dirigenten u. s. w. Am Abend fand großes Gartenfest statt, das anfangs durch die Ungunst der Witterung in Frage gestellt gewesen war. Der Saalbaugarten war herrlich geschmückt unb festlich beleuchtet, bie tüchtige Capelle der Gardedragoner concertierte. Um 10 Uhr begann der Ball -mehr daS theure einjährig-freiwilligen Jahr dienen lassen, sondern sie zwei Jahre bei den Fußtruppen einftellen lassen. Wir haben dann nicht nöthig, die Kosten für den Besuch einer höheren Lehranstalt und für den einjährigen Dienst zu bezahlen. Unser Sohn kann eher in irgend ein Geschäft eintreten, da er nicht so lange auf dem Gymnasium zu bleiben braucht, er bringt dadurch die Zeit reichlich wieder ein, die ihn die zweijährige Dienstzeit länger bei der Fahne sefthält." — Wir begrüßen eine solche Anschauung mit großer Genug« Ihuung. „DaS „Einjährigen-Proletariat" ist nachgerade bei manchen Truppentheilen zu einer Plage für Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften geworden. Von Schulmännern und Militärs ist anerkannt worden, daß es ein Glück fein würde, wollten wenigstens junge Leute sich aus daS Zeugniß zum Einjährig-Freiwilligen.Dienft capriciren. Die Schule würde dadurch von Elementen entlastet, welche dieselben nur als Mittel zum Zweck, nicht aber als eine Bildungsanstalt im Allgemeinen benutzen. Man bleibt so lange auf den Bänken der Schule sitzen, bis man sich das Einjährig-Frei- willigen-Zeugniß ersessen hat. Bon einer tiefgehenden wissenschaftlichen Bildung ist nicht die Rede- nicht einmal eine gewisse Neigung zu wissenschaftlicher Beschäftigung wird bei den meisten jungen Leuten dieser Kategorie erzeugt, die sich danach sehnen, so bald wie möglich in daS practische Leben als Landwirth, Kaufmann oder Handwerker einzutreten. Oftmals entstehen aus dem langen Schulbesuch bei solchen jungen Leuten aber andere Nachtheile körperlicher und geistiger Art, welche später nicht wieder auszugleichen sind. Eine Halbbildung wird befördert, welche nur Nachtheile nach jeder Richtung hin im Gefolge hat. Ein Nachtheil socialer Art, um nur eines anzuführen, ist der, daß die große Menge der Rekruten den Vortheil der einjährigen Dienstzeit bei solchen jungen Leuten mit vollem Recht nicht auf die höhere geistige Bildung, sondern auf den grüßen Reichthum zurückführt, der es ihnen gestattete, die Zeit auf den Schulbänken zu versitzen. Daß dadurch die sociale Unzufriedenheit befördert und vermehrt wird, ist fraglos." München, 10. Juni. Heute Mittag hat Prinz Ludwig die Versammlung der deutschen LandwirthschaftS- Gesellschaft mit einem Hoch auf Seine Majestät den Kaiser und Seine Königliche Hoheit den Prinzregenten eröffnet. Der Prinz dankte allen Förderern der überaus gelungenen Ausstellung, v. Arnim-Criewen brachte einen Toast auf den Prinzen Ludwig aus. Als Ort für die Wander« Versammlung 1894 ist Berlin, 1895 Köln, 1896 Stuttgart gewählt. Ehrenpräsident der Versammlungen von 1894 und 1895 ist der Bruder Seiner Majestät des Kaisers, Prinz Heinrich von Preußen. Nach Rechnungslegung und Decharge« ertheilung referirte Ministerialrath Haag über die bayerische Landwirthschaft. Der Prinzregent besuchte im Laufe des Vormittags die Ausstellung. Ausland. Fnnfkirchen, 10. Juni. Hier werden Unruhen von den Strikenden befürchtet. Letzteren wurden Waffen verschafft. Es fand bereits ein Zusammenstoß mit dem Militär statt. New-York, 10. Juni. AuS Washington wird der Newhorker „Tribüne" gemeldet, daß eine große Zahl von Congreßmitgliedern gegen die Aenderung der Bestimmungen der Mac Kinleybill zum Vortheile Deutschlands stimmen werde, falls sich die Nachricht bestätigen sollte, daß von den deutschen Handelstreibenden eine Petition an den Reichstag um Erhöhung der Zölle aus amerikanische Provenienzen in Vorbereitung ist. Neueste Nachrichten. Depeschen deS Bureau .Herold*. Berlin, 11. Juni. DaS „Berliner Tageblatt" erfährt von gut unterrichteter Seite, zur Deckung der Kosten für die Militär Vorlage fänden von Seiten des Reiches Erhebungen bctr. [einer Börsenemissionssteuer, Erbschaftssteuer und einer Reichs-Einkommensteuer statt. Die Projecte betr. Erhöhung der Biersteuer seien aufgegeben. der außerordentlich stark besucht, bis zur srühesten Morgenstunde andauerte. ES war ein prächtiger Ehrentag, den der Mozartverein am letzten Sonntag begehen durfte, der Vorstand und die Mitglieder, ja wir mochten sagen die ganze Stadt kann auf seinen Verlaus mit Recht stolz fein. DaS eiger.t« liche Fest war mit dcrn Sonntag geschlossen, doch zur fidelen Nachfeier gab der Montag noch Gelegenheit, keinem Theil- nehmer wird wohl die herrliche „Jubelfeier" des Mozart- Vereins sobald au8 dem Gcdachtniß verschwinden. Ich habe Ihnen über dieses seltene Fest ausführlich berichten müssen, denn erstens erforderte dies seine Bedeutung und außerdem wird die Schilderung seines Verlaufes auch gewiß für die Einwohner Gießens, das ja im vorigen Jahre selbst ein großes GefangSvereinSfest feiern durfte und außerdem eine ganze Reihe rühmlich bekannter Männergesangvereine in seinen Mauern beherbergt, von einigem Interesse fein. Sonst giedts aus der vergangenen Woche nicht viel zu berichten. Der Wahlkampf tobt in unveränderter Weife, an Parteiverfamoilnngen und Agitationsreden ist kein Mangel, doch haben Ihre Leser über diesen Punkt wahrscheinlich schon genug gehört. Im Gommertheater im Saalbau spielt Herr Reiners emsig fort, für den vergangenen Freitag hatte er uns die „Heimath" von Sudermann angekündigt. Von der Presse wird daS Unternehmen im Allgemeinen recht freundlich unterstützt, allerdings ist man mit der Wahl der Stücke nicht immer ganz einverstanden. Viel Interesse erregt gegenwärtig im Kunstverein eine Collection von Zeichnungen des rasch berühmt gewordenen Malerö Aller-, der in flotten Bildern daS Leben und Treiben der Marine dargestellt hat. Auch feine köstlichen Zeichnungen aus der Collection „Capri" finden vielen Beifall. Z. 1 Cocalts unö jprwhtsitttes. Gießen, 12. Juni 1893. * * Invalidendaok. Unsere RegimentS-Capelle erfüllt durch daS morgen, Dienstag, ftattfindende Concert zum Besten des „Jnvalidendank" den angenehmen Zweck des Wohl- thnnS. Der Fonds des „Jnvalidendank" ist bestimmt, hilfsbedürftigen Invaliden der Armee Unterstützung zu gewähren und steuern unsere RegimentScapellen durch ihr ächt kameradschaftliches Wirken in dieser Beziehung nicht wenig zur Erhaltung und eventuellen Vergrößerung dieses Fonds bei. Möge denn auch die morgende samariterliche Arbeit eine recht lohnende fein. • * Nodfahrerfest. Heute Montag Abend 8 Uhr ist Meldeschluß der Nennungen zum Wettfahren. Wir können schon jetzt mittheilen, daß die Betheiligung von auswärtigen Fahrern eine ganz außerordentliche ist. Die verschiedenen Rennen dürsten um so interessanter werden, da auch der Meisterfahrer von Hessen, Herr Herty vom Offenbacher Bicycle-Club, in drei Rennen am Start erscheinen wird. * ♦ Mufiknotiz. Bei der am SarnStag abgehaltenen Clavierprüsung von Fräulein Körner bewährte sich dieselbe als vortreffliche Lehrerin. Särnrntliche Schüler und Schülerinnen spielten die aufgegebenen Stücke auswendig, mit schönem Anschlag. Die schon weitergeförderten unter denselben trugen die Musikstücke mit inniger musikalischer Empfindung vor. Die ganze Prüfung ergab baß erfreuliche Resultat, daß bei Fräulein Körner jeder Schüler, auch der minder begabte, etwas Tüchtiges lernen kann. Die Leipziger Goncert- und Coupletsänger, welche heute Montag Abend eine letzte humoristische Soiröe veranstalten, sanden bei den vorhergehenden Vorstellungen stets großen Beifall. Durch die reichlich gespendeten Zugaben erhält das Programm eine recht vortheilhafte, wenn auch nicht immer eine Allen ansprechende Ergänzung. Der Besuch war ein guter. ♦ * Unfall. Am Samstag Vormittag fiel ein hiesiger Handwerker beim Abbruch des alten HofgerichtSgebäudeS vom Dachstuhl durch das obere Gebälk in das zweite Stockwerk, wobei er sich anscheinend innerliche Verletzungen zuzog. Der Gefallene, welcher nach feiner Wohnung gefahren, befindet sich verhältnißmäßig wohl und sollen die Verletzungen keine erheblichen fein. * * Verhaftet. Eine Frau aus Braunschweig wurde wegen hier verübter Betrügereien verhaftet. * * Exmittirt. Zwei Herren, welche gestern früh widerrechtlich in das Damen - Wartezimmer am hiesigen Bahnhöfe eingedrungen und dort trotz Aufforderung des berechtigten Beamten sich zu entfernen, verweilten, mußten durch Jnter- veniren der Polizei aus dem Local entfernt werden. Eine Strafanzeige wird wohl nachfolgen. * * Ein Widerspenstiger. Vor mehreren Tagen wurde ein junger Mann au« Heidelberg, der sich der BahnhosS- Ordnung dahier gar nicht fügen wollte, sondern in den zur Abfahrt bereitstehenden Zug sprang, auS letzterem herausgeholt und zur Anzeige notirt. Als er den Zug wieder bestiegen und letzterer im Gange war, schrie und schimpfte er mit ausgereckter Faust gegen den ihn zur Ordnung weisenden Beamten, worauf der Zug zum Halten gebracht und daS Herrchen nunmehr ausgesetzt und von der Weiterfahrt ausgeschlossen wurde. * ♦ Ein geistesgestörter Mann auS Herbach bei Aschaffenburg wurde auf Verlangen des Bezirksamts Aschaffenburg von hier nach seiner Heimath verbracht. * ♦ Aus dem 1. oberhesfischeu Wahlkreis. Die Freisinnigen in unserem Wahlkreis entwickeln zur Zeit eine außerordentlich rege Thätigkeit in der Wahlagitation. So wurden in der vergangenen Woche von dem Schriftführer des hiesigen freisinnigen Vereins, Rechtsanwalt Dr. Jung, u. a. in Watzenborn - Steinberg, Ranstadt und Bleichenbach sehr gut besuchte Versammlungen abgehalten. Am gestrigen Sonntag sprach sodann der Candidat der Freisinnigen, Landrichter Dove, unterstützt von Rechtsanwalt Dr. Jung, in Grünberg. Gleichzeitig hielt der Vorsitzende des freisinnigen Vereins, Landtagsabgeordneter Metz, in Berstadt und Echzell von 200 bis 300Personen besuchte Wählerversammlungen ab. In Berstadt fanden die Ausführungen des Redners den ungeteilten lebhaften Beifall aller Anwesenden. Auch in Echzell wurden seine Ausführungen öfters von Beifallsbezeugungen unterbrochen, namentlich so lange er sich mit der Ausführung des eigenen Programms, sowie der Programme der Nationalliberalen und der Social- demokraten befaßte. Dagegen wurde er von zahlreich erschienenen Antisemiten häufig unterbrochen, als er die Thätigkeit und Agitation des Herrn Böckel einer Kritik unterzog. Doch gelang eß dem Redner, sowie dem Herrn HandelS- kammerpräsidenten Koch von Gießen, der den Vorsitz in der Versammlung führte, die Ruhe auftecht zu erhalten und hörten die Herren Antisemiten schließlich doch recht aufmerksam und erstaunt zu, wie ihnen Herr LandtagSabgeordneter Metz barlegte, welchen Nutzen Herr Böckel und der von ihm geleitete mitteldeutsche Bauernverein auß den Geschäften, die er für die ihm anhängenden Bauern macht, zu ziehen pflegt. — In der vorigen Woche sprach Herr Metz in Reiskirchen, Großen-Linden und Heuchelheim. Auch an diesen Orten wurden seine Außführungen beifällig aufgenommen und waren die Versammlungen in Reiskirchen und Heuchelheim sehr zahlreich besucht. * * Haftpflicht der Eisenbahnen. Daß Frankfurter Landgericht hat eine Entscheidung von grundsätzlicher Bedeutung betreffs der Haftpflicht der Eisenbahnen gegenüber den Passagieren gefällt. ?lm 15. Februar v. I. Abends gegen 6 Uhr fuhr ein Goldarbeiter mit der Hessischen Ludwigßbahn von Hanau nach Frankfurt. Beim AuSsteigen auß dem Zuge stürzte er hin, in Folge dessen er einen Armbruch erlitt, so daß er arbeitsunfähig geworden ist. Er klagte nun gegen die Ludwigßbahn auf Zahlung einer monatlichen Rente von 75 Mk. DaS Gericht erkannte, daß eß sich nicht um einen Betriebsunfall handle, denn in dem Moment, wo der Zug stehe, höre der Betrieb auf. Die Klage wurde somit foftenfäQig abgewieseu. •* Tie alten Arachtbrieffarmulare. welche gemäß Bunde-- rathSbeschluß noch weiter verwendet werden durften, verlieren mit Ablauf dieses Monats ihre Gültigkeit. Born 1. Juli an müssen die Sendungen von Frachtbriefen neuen Formular- begleitet fein. Dir wollen nicht verfehlen, schon jetzt die Interessenten hierauf aufmerksam zu machen. ** Berichtigung. In unserer Notiz über den Lagerhaus« brand der Firma E. Silbereisen heißt eß irrthümlich „Beruf«"» Feuerwehr. Eß muß ergänzend richtig heißen: „der Freiwilligen Gail scheu und Gießener Freiwilligen Feuerwehr", von welchen allerdingß als bestorganifirte Corpß die Bezeichnung BerusSfeuerwehr mit einiger Berechtigung gebraucht werden darf. Wieseck, 12. Juni. Heute Montag Abend 9 Uhr findet hier eine freisinnige Wählerversammlung statt. Nidda. 11. Juni. Heute fand hier im „GambrinuS" eine von der socialdemokratifchen Partei einberufenc Wähler- Versammlung statt. Sie war sehr gut besucht. Ein Herr Krämer auß München verstand eß in formgewandter, geschickter Rede alle die Schwächen und Mängel unseres öffentlichen und wirthschastlichen Lebens zu beleuchten, deren Bloßstellung ihm den Beifall seiner Gesinnungsgenossen sichern mußte. Mit Aalglätte verstand er eß, die Theile des social- demokratischen Programmß zu umgehen, deren Berührung den Entrüstungßsturm des weitaus größten Theilß der Zuhörer entfesselt haben würde. Nur die Sammetpfötchen zeigt die Socialdemokratie zunächst nur bei ihren großen Reden aus dem flachen Lande, die Krallen klug verbergend. Diesen Ber- führungßkünsten traten mit großem Erfolg Herr Professor Dr. Oncken und Professor Dr. Reitzenstein auß Gießen, die zur Abhaltung einer nationalliberalen Versammlung hierher gekommen waren, sowie zwei Arbeiter auß Hirzenhain, entgegen. Die mannhaften schlichten Worte gerade der Letzteren, die einem von Vaterlandsliebe durchglühten Herzen entsprangen, haben hoffentlich den Herren Socialdemokraten bewiesen, daß in unserer Bevölkerung ein Boden für ihre Lehren noch nicht vorhanden ist. Wo deutsche Frömmigkeit, deutscher Familiensinn nnd deutscher Schwarm für Kaiser und Reich noch das Volk zur Arbeit und zu jeder edlen That begeistern, kann die socialdemokratische Lehre keine Anhänger finden. Nur sehr dünn war daß Hoch auf die Socialdemokratie, mit der gegen 7 Uhr die Versammlung schloß. Hellaus loderten die Flammen echt vaterländischer Begeisterung in der auf 8 Uhr vertagten nationalliberalen Versammlung, die den 2aal wiederum dicht gefüllt hatte, unter Vorsitz beß Herrn vanb« tagßabgeordneten Erk. Der Redner, Herr Geheimer Hofrath Profeffor Dr. Oncken auß Gießen, knüpfte an die vorangegangene Verfammlung an und forderte auf zum Zusammenschluß des Bürgerstandes zum gemeinsamen Kampfe gegen die Social- dcmokratie. AIS geeigneten Vertreter empfahl er Herrn C. Meine«. Lebhafter Beifall bewies, daß feine Ausführungen Wiederhall gefunden bei den Zuhörern. Rechtsanwalt Dr. Fuhr beleuchtete mit kurzen Worten die Gegenkandidaten und forderte zur regen Agitation auf. Herr Erk schloß alsdann die Versammlung mit einem stürmischen Hoch auf Kaiser und Reich. Die nationalliberale Partei kann mit Stolz behaupten, daß ihre Arbeit auf fruchtbarem Boden verwendet worden ist. Die Aussichten ihres Candidaten sind sehr günstig. Der Antisemitismus ist überall tn starkem Rückgang. R. Reichelshei» i. b. W., 11. Juni. Der .Gießener Anzeiger" brachte kürzlich eine Meldung über die hohen Graspreise der Pallaswiese bei Darmstadt. Wir können von hier auß AehnlicheS mittheilen. Die Versteigerung von Heu- gras auf gemeinheitlichen Wiesen hatte den Erfolg, daß das Heugras allein noch einmal fo viel kostete alß in normalen Jahren das Heu- und GrummetgraS zusammen. Daß ungefähr ist daß Resultat und nun kann sich jeder ausrechnen- was im'Jahre 1893 bet der Rindviehzucht herauskommen wird. L. Litzberg, 11. Juni. Bei unß sind die Kirschen an den Staatsstraßen nun auch nach und nach zur Reife gelangt. Sie wurden abtajirt und versteigert, wobei sich ergab, daß die bei der Versteigerung gebotenen Beträge baß Taxatum fast um baß Doppelte übersteigen haben. Die Genehmigung wurde sofort ertheilt. Obgleich die Preise etwas hoch find,. werden die Leute durch Verknus im Einzelnen doch noch einen ganz annehmbaren Verdienst haben. Die Preise haben in den letzten Tagen — auch in Rodenbach — wieder angezogen. Daß Pfund stieg von 12 auf 15 Pfge, weil Händler au« Storndors und der dortigen Gegend mit einer ganzen Wagenreihe erschienen, aber nicht alle befriedigt werden konnten. Die Folge war eine alsbaldige Preissteigerung, wie oben bemerkt. § An« dem Kreis Lauterbach, 8. Juni. An särnrntliche Bürgermeistereien beß hiesigen Kreiseß ist ein A u ß s ch reib en ergangen, betreffenb bie Ernte-Anßsichten, hier Futtemoth, worin der jetzige Stand der Saaten und Futtergewächje anzugeben verlangt wird, ferner noch die Beantwortung folgender zwei Fragen: 1) Kann durch anhaltend günstige Witterung eine wesentliche Besserung des Standeß der Futter- gewächse herbeigeführt werden? 2) Werden zur Erhaltung beß Diehstanbeß befonbere Maßnahmen beantragt? Bon wem sollen biefelben außgehen und worin sollen dieselben bestehen ? § Vom höheren BagelSberg, 8. Juni. In sämmtlichen Orlen unseres Gebirges wurde gestern durch die Schelle bekannt gemacht, baß daß Suchen von Nesseln und Disteln in ben fiskalischen Waldungen verboten, dagegen sogen. Rupfgraß die Last zu 10 Pfennig abgegeben wird, wozu sich bie betreffenben Leute melden wollen. Die Abgabe erfolgt unter Aufsicht der Forstbeamten, indem sonst Mißbrauch damit getrieben würde. Main;, 9. Juni. Durch die Commanbantur bei XI. ArmeccorpS wurde genehmigt, daß daß Corpß auf der 1) Schreinerarbeilen 5) Tapezierarbeiten Die Offerten sind mit entsprechender Lieferung von Basaltkleinschlag 420. 64.— Sandlieferung Grünberg, den 11. Juni 1893. [5247 I. A.: Der Vorstand. aller Art, rasch trocknend und von großer a«>am ein Trarrrtrrg auf dem Tauerha'tigkeit Misst. [5157 $>VUVIUI Freibadvlatze- Abzuaeben -,,, - i ttUCT lujiy iruan« Jtoicnboutn, Dauerhaftigkeit billigst. Schloßgaffe. August Noll II., [5246 Arnold. Bahnhofstraße 61.' gegen Belohnung in d. Exp- d. Bl. 87 2 Maurerarbeiten Steinhauerarbeiteu bei 5264[ geben werden: 5248] Geißler, Gerichtsvollzieher. S^Myrrhen-Crerrie Deutsch.-Reichspat. 63592 veranschlagt zu X 853.97 158.07 340.92 108.— 24.50 Die Zahl der Mitglieder betrug Ende 1891: Während 1891 gingen ab: u. A. 5258] 728.— 83.30 87.60 103.— 300.- 67.50 200.— 224.— 40.— 300.- Zimmerarbeiten Eisenlieserung und Schmiedearbeiten Dachdeckerarbeiten Schreinerarbeiten Weißbinderarbeiten Pflastererarbeiten Lieferung von eichenen Bohlen Brechen von Steinen Anfuhr derselben Auffetzen derselben Chaussierarbeiten Arbeitsvergebung. Nachstehende bei der Erbauung eines Wohnhauses vorkommende Arbeiten sollen durch Submission ver- Arbeitsvergebung. Dienstag, den 20. Juni 1893, Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dem Bürgermeisterei-Bureau zu Allendorf er. d. Lda. nachstehende Arbeiten an die Wenigstnehmenden öffentlich versteigert werden: offen. Offerten, versiegelt und mit ent- welcher wtssmschaftlich anerkannt die vorzüglichsten conserolrcnden, antiseptischen und neubildenden Eigenschaften besitzt, wird den gewünschten Erfolg bringen. Erhältlich L Dose 1 X in allen Apotheken Gießend. Apotheker A. Flügges Myrrhen-ErSme ist der patmttrte ölige und verdickte Auszug des Myrrhen-Harzes. 5261 — Wer schön sei« will, pflege seine Haut und schütze sie durch Gebrauch eines «probten und nicht schädlichen Mittels vor Sprödigkeit, Rissen, Trockenheit, Röthe, Sommerflecken und sonstigen Unreinheiten. Nur ein Mittel wie cm 12. bis 20. August dahier abzuhaltenden Internat tonalen Ausstellung für Bäckerei, Condttorei und verwandte Gewerbe eine vollständige Militär-Musterbäckerei ausstelll. Unter mehreren ausgestellten Privat-Bäckereibeirieben wird sich auch ein russischer befinden, aus dem über 200 Arten Backwaaren hervorgehen. Gießen, 30. Mai 1893. Großh. VerwaltungS-Direction der chirurg.-ophthalm. Univ.-Klinik. 4961] Bose. VossiuS. Bekanntmachung. Die Lieferung von 215 l. Meter glassirten Thonröhren, 25 Zentimeter weit, ist zu vergeben. Schriftliche Offerten sind bis zum 22. Juni I. I., Vormittags 10 Uhr, einzureichen. Alsfeld, den 10. Juni 1893. Großh. Bürgermeisterei Alsfeld. Eingesandt. Gießen, 12. Juni 1893. In Nr. 133 Ihres geschätzten Blattes ist eine Zusammenstellung der deutschen und französischen Kriegsstärke von 1870/71 aufgestellt, welche in mancher Beziehung sich widerspricht. — Um aus dem Artikel nur eines herauszuziehen, so wird getagt, daß in der Schlacht von St. Privat 166600 Gewehre, 21000 Säbel und 732 Geschütze gegen 19 500 Franzosen mit 1300 Säbeln und 520 Geschützen fochten. Submission. Für die chirurgisch-ophthalm. Universitäts-Klinik sollen die bis Ende März 1894 nöthigen Weißzeug- und Kleidungsstücke auf dem Wege der öffentlichen Submission vergeben ♦ Berlin, 9. Juni. Ein eigenthümlicher Leichenfund ist, den hiesigen Blättern zufolge, am gestrigen Donnerstag früh um 9 Uhr im Landwehrcanal am Gartenufer zu Eharlotten- burg gemacht worden. Dort wurde die Leiche eines kräftig gebauten Mannes angeschwemmt, an der die linke Hand und der linke Fuß fehlten. Um die Stümpfe waren kunstgerechte Verbände geschlungen. Bei dem Tobten wurden Papiere vorgefunden, die auf den am 22. April 1859 zu Göhritz, Kreis Querfurth, geborenen Ziegeleibesitzer Otto Trömel lauten, ferner ein Ausweis über den Aufenthalt in einem Berliner Krankenhause vom 5. April bis 7. Juni d. I. Daher ist nicht ausgeschlossen, daß Hand und Fuß durch eine ärztliche Operation abgenommen wurden und daß der Verstümmelte freiwillig in den Tod gegangen ist, um nicht als Krüppel weiter leben zu müssen. Ferner wurde der Abschnitt einer Postanweisung aufgefunden, ausweislich dessen der Gutsbesitzer Trömel Göhritz Geld abgeschickt hatte. Ueber die näheren Umstände des Falles hat sich noch nichts ermitteln lassen. * Koblenz, 9. Juni. Gestern hat sich der hiesige Untersuchungsrichter mit dem kürzlich wegen Unterschlagung verhafteten Kreissparkassen-Rendanten, Gerbereibesitzer Oswald Götz, nach Simmern begeben, um die Revision der von Götz verwalteten Kassen vorzunehmen. Diese Untersuchung wurde durch zwei Beamten der hiesigen Regierungs-Hauptkasse vorgenommen und ergab das überraschende Resultat, daß in den Kassen ein Deficit von 150000 Mk. vorhanden ist, das nur zum Theil durch die von Götz gestellte Caution gedeckt wird. Götz gestand ein, die Unterschlagungen schon seit 10 Jahren ausgeführt zu haben. Er galt in Simmern und der ganzen Umgegend als reicher Mann. * Wiesbaden, 8. Juni. Der 1888 in Weimar gestiftete, auf 800 Mitglieder angewachsene Verein für Frauen bildungs- ref orm, der die Zugänglichmachung wissenschaftlicher Studien und Berufe für das weibliche Geschlecht bezweckt, hielt an den letzten drei Tagen hier unter dem Vorsitze von Frau I. Kettler seine vierte Generalversammlung ab. Die fünf öffentlichen, sämmtlich von Damen gehaltenen Vorträge über die Frauenfrage waren sehr zahlreich auch von Männern besucht. Der Verein eröffnet im Herbst mit zehn Schülerinnen zu Karlsruhe die Untertertia des ersten deutschen Mädchen- Gymnasiums, dessen Lehrplan von Obertertia ab den fünf Oberklassen des humanistischen Gymnasiums entspricht. Da die Stadt das Unternehmen fördert und das Schulgeld hoch ist, gedenkt der Verein zunächst mit 2000 Mk. die Anstalt erhalten zu können. Der bisherige Vorstand wurde wiedergewählt und als Ort für die nächste Versammlung Berlin bestimmt. Ein Antrag wurde angenommen, wonach der Verein eine grundsätzliche Stellungnahme zur Socialdemokratie ablehnt. * Kreuznach, 8. Juni. Der durch die Pulverexpl o- sion im Nachbarstädichen Kirn verursachte Materialschaden berechnet sich auf 6000 Mk. Der Zustand der bei der Explosion verletzten Personen ist zum Theil bedenklich. So sind die beiden Mädchen Bendik vom Arzt fast aufgegeben. Die jüngere der beiden Schwestern erträgt fürchterliche Qualen, da sie am Kopfe von den umhergeflogenen Holztheilen des zersprengten Pulverwagens schwer verwundet wurde und eine besonders tiefe Wunde in der Nierengegend erhielt. Das Bewußtsein ist bei ihr noch nicht zurückgekehrt. Die ältere Schwester har einen unförmlich angeschwollenen Kopf, der entsetzliche Brandwunden zeigt. Aehnlich ergeht es einer Frau Maas, die im Gesicht und an Armen und Händen schlimm zugerichtet ist. Die Leichen der beiden Knechte wurden vorgestern nach ihrem HeimathSorte Sohren abgeholt und dort beerdigt. Die Uuglücksstätte ist gesäubert und wieder in Stand gesetzt worden. sprechender' Aufschrift versehen, sind Aufschrift portofrei bis 17. d. M., bis zum 17. Juni d.J.. Mit- VormUtogs 11 Uhr, an den Untertags 12 Uhr, auf dem erwähnten zeichneten, bei welchem auch Zeich- Bureau ab,uneben. nungen, Voranschlag und Bedingungen 30. Mai 1893. zur Einsicht offen liegen, einzusenden. Pr. Ochseufleisch ä Pfund 50 Pf-, Bei MarS-la-Tour sollen die Deutschen 7000 Offiziere und 15 000 Mann verloren haben.*) Einige Mitkämpfer von 1870/71. *) Anmerkung der Redaction. Den hier bezeichneten Artikel entnahmen wir der .Oberhessischen Zeitung", ohne bet der Kürze der Zeit denselben auf seine Rtchliftkett prüfen zu können. Die Angabe, daß die Deutschen 7 000 Offiziere verloren, beruht offenbar auf einem Druckfehler. Nach einem und vorliegenden GefchtchtSwerke, von dem wir allerdings auch nicht behaupten wollen, daß feine Angaben richtig, war daS deutsche Heer in der Schlacht bet St. Prioat- Gravrlotte 178 818 Mann Infanterie, 24 584 Mann Eavallerte und 726 Geschütze stark, es verlor 899 Offiziere und 19260 Mann. Da« 120000 Mann starke französische Heer verlor 595 Offiziere und 12 678 Mann. * Friedrichroda, 10. Juni. DaS hiesige KurhauS ist in der vergangenen Nacht vollständig abgebrannt. * Kasselfelde im Oberharz, 8. Juni. Die Mittheilung überden gestern hier stattgehabten großen Brand ist noch dahin zu ergänzen, daß 83 Häuser mit Zubehör vollständig niedergebrannt sind und somit ein Drittel des etwa 2600 Einwohner zählenden Städtchens in Asche liegt. Ueber 160 Familien sind obdachlos geworden und fast alle haben nur daS nackte Leben gerettet, da das Feuer mit rasender Schnelligkeit um sich griff. Viele waren nicht versichert, wie es leider vielfach in armen Gegenden noch immer der Fall ist. Soweit bis jetzt bekannt ist, find Verluste an Menschenleben nicht zu beklagen, doch ist viel Vieh mitverbrannt. Mehrfach wurden kranke Personen noch mit knapper Noth aus den brennenden Häusern herausgebracht. Die Noth unter der armen Bevölkerung ist überaus groß. Der erste Staatsanwalt auS Braunschweig ist bereits hier eingetroffen, da man Brandstiftung vcrmuthet. * Genua, 10. Juni. Die Untersuchung deS Dampfers des Norddeutschen Lloyd „Kaiser Wilhelm" II.", auf welchem, wie früher gemeldet, ein Seeventilbock gebrochen war, infolge dessen Wasser in den Kessel- und Maschinenraum drang, hat ergeben, daß der Schaden ganz unerheblich ist. Der Dampfer wird am 13. d. Mts. die Reise nach Bremen antreten, um für die nächsten Monate in den Dienst der Linie Bremen-New-Aork gestellt zu werden. * Eheschließungen am Sonnabend. Der Oberpräsident von Ostpreußen hat nach der „Freis. Ztg." unter dem 28. April d. I. an sämrntliche Standesbeamten der Provinz ein Circular erlassen, welches gegen die Eheschließungen am Sonnabend Front macht. In dem Circular wird darauf hingewiesen, daß sich die Geistlichen durch die Vornahme von Trauungen am Sonnabend von ihren Vorbereitungen auf die sonntägliche Amtsthätigkeit in unerwünschter Weise ablenken lassen müßten und daß durch die mit den Hochzeiten verbundenen Festlichkeiten und Lustbarkeiten, welche sich oft bis in den Sonntagmorgen fortsetzten, die Sonntagsheiligung geschädigt und den Betheiligten der Besuch des Gottesdienstes unmöglich gemacht würde. * Aus dem Heer der Heirathsgesnche, denen man in gewissen bürgerlichen Blättern tagtäglich begegnet, verdienen — so schreibt der „Vorwärts", und mit Recht — die folgenden beiden, die wir in der Sonntagsnummer der „Voss. Ztg." finden, wieder einmal besondere Beachtung. Die eine lautet: „Schwiegereltern mit gutem, zur Uebernahme bestimmtem Geschäft sucht gewiegter, 28jähriger, evangelischer Kaufmann." Und die andere: „Heirath. Gräfin zu werden ist reicher Dame Gelegenheit geboten. Discretion Ehrensache, anonym unberücksichtigt." Bemerkenswerth ist, daß in dem ersten Inserat von dem Mädchen, das geheirathet werden soll, und in dem zweiten von dem Manne, der sich heirathen lassen will, mit keiner Silbe die Rede ist. Damit sind wir denn endlich beinahe bei der einfachsten Form des Heiratsgesuches angekommen, in der obige beide Anzeigen etwa lauten würden: „Ein gutes Geschäft wird zu heirathen gesucht", und: „Der Titel Gräfin kann geheirathet werden." Das wäre gemein, nicht wahr? Aber es wäre wenigstens ehrlich. * In Paris plant man für den nächsten Juli eine Greisenausstellung, an der nur über 90 Jahre alte Personen theilnehmen sollen. Die Veranstalter bezahlen den Greisen die Kosten der Reise und des Pariser Aufenthalts und vertheilen drei Ehrenpreise an die ältesten, kräftigsten, geistesfrischesten Wettbewerber. * Boshaft. Dienstmädchen (zur Madame, die, bevor sie ausgeht, alle Schränke verschließt): „Madame, Sie haben noch vergessen, den Clavierschlüssel abzuziehen!" des CoilsinMttius Karbeufeich E.G. m. undcschr. hastA aus dem Rechnungsjahr 1892. Spielplarr der vereinigten Iranksurter Stadttheater. Operuhau«. DienStag den 13. Juni: Tristan und Isolde. Mittwoch den 14. Juni: Cyclus klassischer Dramen bei ermäßigten Preisen (Dritter Abend). Wallensteins Tod. Donnerstag den 15.Juni: Maskenball. Freitag den 16. Juni: Cyclus klassischer Dramen (Vierter Abend). Gastspiel des Herrn F. Mitlerwurzer. Hamlet. SamStag den 17. Juni: Martha. Sonntag den 18. Juni: Die Königin von Saba. Montag den 19. Juni: Cyclus elastischer Dramen. Gastspiel des Herrn F. Mitlerwurzer. Wilhelm Tell. Um vielfachen Wünschen entgegenzukommen, hat die Theairr- leitung befchlosten, die in dieser Woche stattftndenden Vorstellungen im CycluS klassischer Dramen (Wallensteins Tod, Hamlet und Wilhelm Tell), sowie WagnerS „Tristan und Isolde", um V®7 Uhr anfangen zu lassen. ScheruspiekhauO. Dienstag den 13. Mat: Frou-Frou. Mittwoch den 14. ^unt: Vogelhändler. Donnerstag den 15. Juni: Frou-Frou. Freitag ben 16. Juni- Die schöne Helena. Samstag ben 17. Juni: Vasantasena. Sonntag ben 18. Juni: Gastspiel des Herrn Mitlerwurzer. Ein Lustspiel. Verkehr, Land- nnd Volkswirthschaft. «rünberg, 10. Juni. Fruchtpreise. Weizen 17.40, Korn X 1800, Gerste X 16.—, Hafer X 20.—, Erbsen X ——, Linsen X 60.00, Wicken X--, Lein X 60 00, Kartoffeln X 5.70, Samen X —. — Der Gersienbau der Welt. Die Gerste ist ein wichtiges Bobenprobuct in Europa unb Canada, auch in Japan wird sie viel anaebaut, dagegen erweist sie sich in der nordamerikanischen Union und in Australien als von geringerer Bedeutung. In der Kersten- production stehen voran Rußland, Deutschland, Oesterreich-Ungarn und England, doch sind bloß Rußland und Oesterreich-Ungarn im Stande, ihren Bedarf von Gerste selbst zu decken. Die gefammte Gerstenproductton derWelt beläuft sich auf etwa 802 Millionen Bushel: diejenige der Vereinigten Staaten betrug im Jahrzehnt 1881—1890 im Jahresdurchschnitt 55 Millionen Bushel, doch hat sich daselbst der Gerstenbau während der letzten Jahre bedeutend ausgedehnt. Japan producirt jährlich ca. 32 Millionen Bufhel Gerste, führt aber nichts hiervon auS. — Vogelsreunde! Das von Gustav Voß, Hoflieferant in Köln, auf Grund 20jähriger Erfahrung in der Vogelpflege hergestellte, rühmlichst bekannte, vielfach preisgekrönte Singfutter für Kanarienvögel und Waldvögel, Mischsutter für Amseln, Drosseln, Nachtigallen, Staare, Lerchen, überhaupt für alle in- und ausländischen Sing- und Ziervögel ist hier nur allein echt echt zu haben bei Emil Fischbach, Gießen, Seltersweg 24. In letzter Zeit wollen Laien ohne Erfahrung in der Vogelpflege die Voß'schen Vogelfutter mit der Schwalbe" (etngetr. Schutzmarke). Das viel begehrte kleine Handbuch über Vogelpflege »Der Bogelfrermd* ist in der hiesigen Niederlage für 10 Pfg. zu haben, Prospecte umsonst; daselbst ist auch der neueste Prachtcat»log einzusehen. Preislisten über alle Arten Sing- und Ziervögel, Käfige, Voltdren rc. werden auf Anfrage gratis und franco ab Köln versandt. 5251 An die verehrlichen Mitglieder des Alice- Vereins dahier. Wir benachrichtigen Sie ergebenft, daß im Laufe dieser Woche mit der Erhebung der Jahresbeiträge, 2 Mark für ein wirkliches Mitglied des Vereins, begonnen werden wird. Wir bitten die Beträge in die zweite Columne „1893" der Sammelliste einzutragen. Neu hinzutretende Mitglieder, deren Namen nicht in der Liste stehen, werden ersucht, dieselben !am Ende der Liste unter „Nachtrag" einzuschreiben. Gießen, den 12. Juni 1893. f dem । 5069| Ein tüchtige» Mädchen für »geben Hausarbeit per 24. Juni gesucht. [62551 ©Übanlage 17 II. veranschlagt zu x 855.69 12.40 153.40 Oberbessingen, am 11. Juni 1893. Johannes Walther in. Mittwoch, den 14. Juni, Nachmittags 2 Uhr, versteigere ich im Bieker'schen Saale: Möbel aller Arten, Regulateure, Spiegel, Bilder, 2 Kühe, 1 Pferb, 2 Wagen, 1 Buffet, oersch. WirthschaftsMobiliar ?lt,gkch. Ä verlier-» h fehlen 2 Ku[Qt8 W.H'r-L **» 1 Ä** s'4-rn . C9*" W(" auf £ ®' 0,e tim »roftfior NnM w ®|jS„ V takn Nwtag Hintz» Mir ans hkz«chch, [nt, len SSorts gerate 6« toteren, «dhwihnMenchim-m Docialbemptraten bewiesen, das )bcn für ihre Lehren noch nilti römmigkeit, deutscher Familien- ir Kaiser und Reich noch do- edlen That begeistern, fr keine Anhänger finden. Sb die Socialdemvkratie, mit bn I schloß. Hellauf lobte üt öegeisterung in der au/Lllhr Versammlung, die ta Saal intet Vorsitz des Herrn Land« (ebner, Herr Wim hvsrath eßen, knüpfte an die »orange« rbeite au^um 3ujammenid)luB unen ffampfe gegen bie Social’ knttttn mMl tx lMH>^tMMKrungen in Zuhörern. Rechtsanwalt en Worten die Gegencandidaren :lon aus. Herr Erk schloß als- nem stürmischen Hoch aus Kaiser alt Partei kann mit Stolz be- fruchtbarem Boden verwendet i ihres Kandidaten sind sehr iug ist überall in starkem 11, >. Der Maa .‘ine Meldung übet btt Wen d ^tabt. M »unen von Die Versteigere van Heu ien hatte den Erfolg, da? d- o viel Me als in n^ in kann sich le0 . o^. Sei u«S s'"d uch nad) md unb Berfteigert, w :i* H n»dl Lt hl-dl-r «il -dl» dest'edigl w 0^e „ . A» samnillechl guttire=»M” >n ®“te" t fern« „utinb \ önitn dlüch der flotten WHi» f*>lelelh’ .... 8.3* J bie*! > Suchen v m t lie V» Witi M Maringer, Bezirks-Bauaufseher. Fnssbodenanstrich werden. «cyrernerarverren Die Bedingungen liegen an den! 2) Aaftrarbeiten Wochentagen, Nachmittags von 3 bis ! fflJeiBbjnberarbetten 5 Uhr, auf dem Verwaltungsbureau | Schlosserarbetten Mttgliederzahl Ende 1892: 85. Der Vorstand: Joh. Briegel.[5269 Activa. x Kassenbestand 803.73 Waarenbestand u. Einkauf 3122.54 Ausstände von 1892 1920.— Mobilienwerth n. Abschr. 126.34 Vorhandene Emballage 10.42 Passiva. Creditoren 4402.24 Mitglieder-Stammantheil 400.— Reservefonds 302.18 Betriebsrücklage 302.18 Reingewinn von 1892 430.31 Ueberfchuß 146.12 JL 5983.03 vtl. 5983.03 Reichstagswahl Idl|kr-l>frlammlmm von 14 bi« sprechen wird 5260 dieses Blattes. [5265 stets vorräthig. [4413 en detail en gros 2870 Jean Dern & Oie 3 2. Anfang '/,8 Uhr. Entree 50 Pf. (5241] Der Mildtätigkeit für besagten Zweck sind keine Schranken gesetzt. -MU 5262] Marktplatz 21, Antwort 5250 Landrichter Dove I MAGGI5 Suppen- würze Th. Haubach Bahnhofstraße 40. *.75 38100 200.12 1MA0 1C8.10 110 50 72 60 184 70 136.00 14400 115X0 102.00 280 00 101LO 86.00 91.* 21J6 53» w Eomb. E--B^«ct. Suftb^nebcr L^A^llct Llbihal-Bshn-Att. GollhardLabn-Att. 64wdia 3torfcoft«tL*Äu. Mainzer L.-v.«LcL Marienburger E^B.-Ac: Di«coato-Eommaud ^Lnth. Darmstädter Bavk-Act. Dresdner Bank-Act. Nordd. Lloyd-Act. Dimer Baukver^Lci CefL Lredit-Act. Ital. Mittelmerrbahn Äd Vermischte Anzeigen. Giessener Concertverein. Schlutzeoutt« 1 Uhr 15 Mio. 86.80 4 ptt. Ung. MMtante ICO 95 5 p«t. Ital. Rente 86 80 3 pllL Dortugiesm 100.95 4 pLt. G riech. Monopol'««!. 52631 Tin braveS DteustmäpchSW gesucht. Näher « in der ttnxb d. Bl. Die Seitens mehrerer Wähler an mich gerichtete offene Frage beantworte ich offen dahin, daß ich für den Fall meiner Wahl unter Festhalten an dem Programm der dentfch-frei- stnnigen Partei weder der freisinnigen Volkspartei noch der freisinnigen Vereinigung beitreten, vielmehr' „wild" bleiben werde Reparaturen an Nähmaschinen aller Systeme unter Garantie und billigst in eigener Werkstätte. Sämmtliche Wähler find eingeladen. Das freisinnige Mahl-Lomilö Mittwoch den 14. Juni, Abends 8’|2 Uhr, in „Steins Karims in welcher unser Candidat Herr Landrichter Dove ConrSbericht »on E. Wasserschleben, Bankgeschäft. Frankfurter Börse vom 10. Juni 1893. Rüactbn: A. Scheyda. - Druck -ntz Verla, der »rObl'schen T ruderet (Fr. Ahr. Pietsch) tn (IHefcn. Die henttge Nummer umfaßt 6 Leite». Sperrsitz im Schiff der Kirche und auf der ersten Eporbühne . Mk. Unnumerirter Platz ebendaselbst oder auf der ersten Emporbuhne Mk. Unnumerirter Platz auf der Nächsten Dienstag, den 13. Juni er.: Grosses Extra-Concert Zum Besten des Invalidendank ausgefuhrt von der Capelle des Inf.-Regts. „Kaiser Wilhelm“ (2. Grossh.Hess. Nr. 116) unter Leitung des Grossh. Musikdirectors Herrn C. Krausse. 3 p(St. ReichSanleih« N/, pLL do. 3 vLl. Preutz. LonsolS 3i/, pLt. do. SretchSdank-DtScvru 4 pllt. — Aranksutter varck-DiScont 4 pfct Gießener Concertverein. Montag den 12. Juni, Abends 7 Uhr, im Saale des Gesellschaftsvereins: Gesammtprobe für Chor und Orchester Mr „Glocke" von Max Bruch und zur kirchlichen Festouverture über „Ein' feste Burg" von Otto Nicolai. Pünktliches Erscheinen aller Müwirkenden ist erforderlich. 5259 Der Vorstand. lldlttt lowtc «Ldchsu mit guten Zeugnissen suchen altzdald Stellung durch [5240 Freu Leydicke, Babnhosftrahe 43. 52571 ihn braver Junge 16 Jahren sofort gesucht. Nähere- Lindenplatz 3. 6rgtiinbtt 1881 GieSSBIl Telephon Ar. 21 15 Westanlage 15 5270 Filiale: Frankfurt a. M Gutlkut-raße Ar. 13. — Srlkphon Ur. 2002. Textors Terrasse. Dienstag und Freitag: [5268 Aussehen alle anderen Futzbodenlackc. Niederlage bei: 3699 ÄUgUMt Noll II., VahntzOfftratze Nr. SU Conditorei Kettler. Täglich frisch in nur bester Qualität Caffee- und Thecgebäck, Torten re., sowie Gefrorenes in verschiedenen Sotten bekannter Güte Sechstes Concert (101. Vereinsjahr) Mittwoch den 81. Juni 1893, Nachmittags 5 Uhr, in der Stadtkirche, unter Leitung des Grossh. Universität« - Musikdirectore ' Herrn Adolf Felchner. Mitwirkende: ' Fräulein Clara Strauss - Kurzwelly aus Leipzig (Sopran), Fräulein Kathinka Schäfer aus Frankfurt a. M. (Alt).] ' Herr Julius Zarneckow aus Berlin (Tenor); Herr Adolf Müller aus Frankfurt a. M. (Bass), Herr Otto Görlach aus Giessen (Orgel), der akademische Gesangverein und das durch auswärtige Künstler verstärkte Vereinsorchester. Programm. 1. Kirchliche Festouvertüre QberdenChora! . „Fin' feste Burg ist unser Gott“ für A Orchester, Chor und Orgel von Otto Nicolai. । 2. Das Lied von der Glocke. Gedicht von Friedrich von Schiller, für’ Chor, vier Solostimmen, Orchester und Orgel componirt von Max Bruch. I Eintrittskarten für Nichtmitglieder sind ' in der Musikalien - Handlung des Herrn Emst Challier (Rudolphs Nacht) zu folgenden Preisen zu haben: Sprach- u. Reiseführer. P racti s ch und leicht fasslich. Pa ries - vous fr&ncaJsf (Frans.) 14. Aufl. Geh. 1 UK 80 4, gab. 2 A 40 4 Do you speak Englleh F (Engi) 13. Aufl. Geh. 1 20 4, geb. 1 80 Par late italiano P (Ital.) 6. Aefl. Geh. I X 20 cart. 1 JH50A. Habla V. caatellano P v8pan.) 4. Aufl. Geh. U 20 4, wt 1 JK 50 Fala Vmoe portugueaP (Portug.) 2 Aufl. Geh. 2 uK 50 4. Sprecht Glj HoliandeohP (Holl.) 3. Aufl. Geh. I AiOA Taler De DanekP (Din.) 1 Aufl. Geh. 1 X 50 H Talar Ni SvenekaP (Behwed.) 2. Aufl. Geh. 1 ul 50 Mluvite ceekyP (Böhm.) Geh. 1 JK 50 4. Tud ön magyarul P (Ung.) 2. Aufl. Geh. 1 X 50 Md wies Pan po polakuP (Pole.) 2. Aufl. Mit Aussprache. Geh.2ut Sprechen Sie BueeisohP Mit Aussprache. 3. Aufl. Geh. 2 X 50 Sprechen Sie Rumänisch P Geb. 2 X Sprechen Sie Serbisch P Geh. 2 X Sprechen Sie Türkisch P 2. Aufl. Geh. 2 X 50 $ Sprechen Sie Neugriechisch P 2 Aufl. Geh. 2 X 50 4. Sprechen Sie Arabisch P Geb. 2 A 50 A Sprechen Sie Persisch P Geh. 3 X Sprechen Sie Japanisch P Geh. 4 X Sprechen Sie Chinesisch P(Ich. 5 X Sprechen Sie SuahiliP Geh 3 x Kochs Deutschland - Führer. Cart. 1 X 20 Kochs Europa - Führer. Cart. 1 X 20 Leipslg. C. A. Koch’* Verleg. zweiten Emporbühne .... Mk. 1, Unnummerirter Platz zur Hauptprobe ....... Mk. 1. Textbücher ebendaselbst und am Haupteingange. Die Hauptprobe findet Dienstag den 20. Juni, 5 Uhr Nachmittags, statt. [5258 töutcr billiger MttagMch Bel Georg Kraft. b254]_________Wetzfteingasse 42. Dausbursche von 16—20 Jahren per sofort gesucht E. Friedberger Söhne. süchtige Kortirerin gesucht. Nähere» in der Expedition Entflogen 5267 ein Uanariendadn .. zünden aegea Belohnur: Vahnhosstratze LI RV. Wäsche ——L— SSestanlage 42. ^224] (f-m TtenftmAbdx» gesucht. 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