er chi«baAi-i ■ rW äw ? '1* °w gabt, Ich Heb.® ®«t«, Gwt «gut üÄ iwooj Fnzeiga iuses l8^l u. Muk lUW« »^awbriW W- FriedrAW d»«ra«fvonj,»,< Stöbefa und A«, lsg^NlstLndtyH. n- 8ritun,n>, 5 'olb. und eilt,: . uchgold, Mn j. "dischm Po^cÜL lden, altmMM s. w. u f. W. MDchm Hta tttib ßtartn, « ffofftenber^y. rchvM 'm t>n 6tk- iungtranfltienbttfir figomplotr fofort er :eTten mit ® e^altSar an die Exped. d. E WM »esucheu, ftäW entlaße MadL- lgknoniinen. . tben atbetw, w i? n unb bi? Mdch§ Der Vorstand Schlosser. Lehrenden Eise"b^' 12i» l30 N^° M. 267 Erstes Blatt. Sonntag den 12. November 1893 Drr ♦*4««a **iriget «ttd^tnl tLgltch, •H Äulnafjme tx8 Montag«. I T-o diefener S>« vtrtt*irttt4*rHr«t< »«.1, Aerulprech« M- Amts- und Anzeigeblatt für den "Kreis Giefzen. Amtlicher Theil. Gießen, den 9. November 1893. Zutreffend: Gemeindekrankenversicherung. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Wir erinnern die Rückständigen an alsbaldige Erledigung unterer Verfügung vom 13. October l. I., Anzeiger Nr. 243. v. Gagern. Gefunden: 1 Portemonnaie mit Inhalt, 1 Compaß, 1 Zwicker, 1 gold. Uhrring, 1 Paar Handschuhe, 1 Taschentuch, 1 Frauenkragen, 1 Spitzenkragen und 1 Sturmlaterne. Gießen, den 11. November 1893. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Fresenius. Neueste Nachrichten. Deveschen des Bureau „Herold". Berlin, 10. November. Der Bundesrath ist in der Ttntsberathung soweit vorgeschritten, daß nur noch die Er- lediigung deS Militäretats aussteht. In nächster Woche wird bei Bundesrath die Steuergesetzentwürfe berathen. Berlin, 10. November. Die „Nordd. Allgem. Ztg." sktpeibt anläßlich der fortwährenden Angriffe fortschrittlicher und socialdemokratischer Blätter gegen die oberste Post- ,beH) örb e, daß letztere das DienstalterSstufensystem am 1. April noch nicht auf die Beamten und Unterbeamten der Retchspost und der Telegraphenverwaltung ausgedehnt habe, es geschehe nicht, um die Kosten bei der eventuellen Einführung bei neuen Systems im Betrage von 2 Millionen Mark zu spüren, sondern um diese Summe den Unterbeamten zu er* falten. Alle entgegengesetzten Mittheilungen beruhten ent- roetoer auf Mißverständniß oder auf der Absicht, bei den Urtierbeamten Unzufriedenheit zu erregen. Berlin, 10. November. Heute wurde nun auch die Belllage zu Nummer 44 des „Socialist" confis cirt, weil in dem darin enthaltenen Aufruf an die revolutionären Metallarbeiter Berlins eine Aufreizung zur Gewalt gefunden toinbc. Wien, 10. November. Prinzessin Stephanie, die Gemahlin des verstorbenen Kronprinzen Rudolf, gerieth gestern auf der Fahrt nach Laxenburg in große Lebensgefahr. Die Pferde scheuten, der Wagen wurde gegen einen Prellstein grschleudert und stürzte um. Glücklicherweise ist Niemand dtrlletzt. Wien, 10. November. Das Amtsblatt meldet für den 15. November offiziell die Aufhebung des Futtermittelausfuhrverbots. Wien, 10. November. Als heute anläßlich der Bürgermeisterwahl im Gemeinderathe die Wiederwahl des kürzlich zurückgetretenen Bürgermeisters Dr. Prix mit 81 von 137 Stimmen verkündet wurde, inscenirte die antiliberale Opposition einen unerhörten Scandal; sie überschüttete den Bürgermeister mit den beleidigendsten Zurufen. Der Tumult war so ungeheuer, daß die Sitzung geschlossen werden mußte. Paris, 10. November. Die s o cial d e mo krat i sch en Abgeordneten beschloffen, am Tage der Kammereröffnung eine Kundgebung zu veranstalten, indem sie in corpore nach dem Palast Bourbon ziehen wollen. Die Behörden werden diese Kundgebung nicht behindern. Paris, 10. November. Alle Blätter bringen anläßlich des Dynamit-Attentats zu Barcelona sehr ernst gehaltene Artikel zur A n a r ch i st e n f r a g e. Das „Journ. des Debats" glaubt den Anarchismus für eine Geisteskrankheit halten zu müffen, für eine Sucht nach Vernichtung. Man müsse die Anarchisten, die ein Vergnügen daran empfinden, unschuldige Menschen leiden zu sehen, wie wilde Thiere verfolgen und abschießen. Der „Figaro" verlangt, man solle Anarchisten von jeder eventuellen Amnestie ausschließen. London, 10.November. Infolge des großen Meetings englischer Damen in der St. James Halle zu Gunsten der Kinder und Frauen der Ausständischen ist eine Subscription eröffnet worden, welche bis jetzt 325,000 Francs ergeben hat. Die öffentliche Meinung zeigt sich den Ausständtschen sehr günstig. Rom, 10. November. In der vergangenen Nacht ist der Director des bekannten offiziösen Blattes „Popolo Romano", Chauoet, verhaftet worden und zwar wegen Beihilfe zum Betrug gegenüber dem Staate. Außerdem wurde der Generalzolltnspector Comthur Gallina aus den gleichen Gründen festgenommen. Die beiden Verhafteten haben im Verein mit dem Großhändler Pinto in Novara die Staatskasse durch Vorweisung gefälschter Documente um 400,000 Lire betrogen. Barcelona, 10. November. Das gestrige Begräbniß der beim Dynamitattentat Verunglückten geschah auf Ge- meindekosten. Eine ungeheure Menschenmenge begleitete die 16 Leickenwaaen. totales nnb ^provinzieller. Hießen, den 11. November 1893. ** Zur Tabakfteuerfrage hat die Stadtverordneten-Ver- sammlung nun ebenfalls Stellung genommen. In ihrer gestrigen nicht öffentlichen Sitzung nahm sie folgende von Herrn Stadtverordnetea Schmal! eingebrachte und befürwortete Resolution an: „Die Stadtverordneten - Versammlung erblickt in der projectirten Einführung einer Tabakfabrikat-Facturawerth- steuer eine unabsehbar schwere Schädigung wie der Ge- sammt-Tabak-Jndustrie so ganz besonders dieses in hiesiger Stadt und deren Umgebung hoch entwickelten Industriezweigs und beauftragt die Großherzogliche Bürgermeisterei, eventuell unter Beihilfe einer auö der Versammlung zu ernennenden Commission, eine Eingabe an den Reichstag behufs Abwendung der drohenden Gefahr zu richten, auch solche zur Kenntniß der Großherzoglichen Staatsregierung und unseres Reichstagsabgeordneten zu bringen." ** Z. Neues Theater. „Schlimme Saat", Schauspiel in 4 Acten von Otto Vischer. Es war eine recht an- genehme Abwechslung, nach der ziemlich langen Reihe von Lustspielen wieder einmal etwas Ernsteres und geistig Bedeutenderes entgegennehmen zu können. Denn zu den bedeutenderen Producten unserer Tage gehört das gestrige Stück unbedingt, wenn ihm auch manche Mängel anhasten, die es neben den aus den gleichen Sphären hervorgegangenen Sudermann'schen und Wildenbruch'schen Stücken etwas zurücktreten heißen. Der Inhalt desselben ist kurz der: Frau Hartwig, die Mutter zweier Söhne, hegt eine wahre Affenliebe für ihre Kinder, und glaubt, daß dieselben unbedingt zu großen Dingen berufen feien. Während nun der eine, Wolfgang, der noch durch feinen verstorbenen Vater dazu angehalten wurde, Schloffer zu werden, aus seiner einfachen Werkstätte eine „Fabrik" machen muß, trägt sich die Mutter mit der Marotte, der andere, Bruno, ein einfacher Zeichner; müsse unbedingt Maler werden. Bald schon wird der Schloffer in Folge der verfehlten Erziehungsgrundsätze seiner Mutter bankerott, und sinkt herab zum Demagogen und Spieler, der andere geiiith schier außer sich vor Hochmuth, als eines seiner 23.Iber auf einer Ausstellung gekauft wirb. Jnbeffen auch damit hat es eine sonderbare Bewandtniß, ein alter Lebemann nämlich, der in das Modell zu dem Bilde, des Malers Pflegeschwester Martha, verliebt ist, kaust das Bild, aber nur aus diesem Grunde, denn der Kunstwerth desselben ist so gering, daß man es überhaupt nicht zur Ausstellung zulaffen wollte. Um eben jenem Käufer zu entgehen, verlobt sich Martha mit einem ihr sonst gleichgültigen Manne, owohl sie Bruno innig liebt. Durch die Frau Wolfgangs kommt dann der ganze Handel ans Licht Und als der Maler das Geld holen will, um das Bild zurückzukaufen, findet er den Pult leer, das Geld ist gestohlen von seinem eigenen Bruder, der damit nach Amerika gehen will. Doch statt dies zu thun, spielt jener abermals, verspielt alles und kommt bann ganz Feuilleton. Das Drodbrutet. Erinnerung aus bem Soldatenleben. Von Hans Richter. (Nachdruck verboten.) Wir hatten bei ber Compagnie einen Sergeanten, der chentlich nur im Dienst seinen ehrlichen, wenn auch für wenig geübte Zungen etwas schwierigen Namen Zdzierczackiewicz flhrte, sonst aber allgemein „das Brodbeutel" hieß — nicht tim, weil er irgend etwas sozusagen Waschlappiges an sich 1 «habt hätte, Gott bewahre! er maß seine 1.79 und war tiiter ber strammsten Solbaten, die ich je gesehen habe, ein tzxercirer und Turner ersten Ranges, beim Felddienst von nlübertrefflicher Brauchbarkeit, ein brillanter Schütze, ber die Merknöpfe und für jedes Jahr die Schützenschnur trug — «der wie schon sein Name besagt, war er Pole, und wenn j tr sich auch als ungemein fleißiger Capitulantenschüler beim Schreiben ber beutschen Sprache mit großer und fehlerloser Seivanbtheit bediente, so blieb doch beim Sprechen seine Ab- Imst unverkennbar. Besonders wenn er sich, was leicht i ztschah, ein wenig ereiferte, flogen die falschen Artikel nur fj in ber Luft herum, die Gewehr und das Stiefel, der PaLronentasche und die Knopp — und das Alles so ernsthaft posprlich, daß wir manchmal nur mit Mühe bas Lachen ver- iifftn. Er nahm es auch nicht übel, wenn einer lächelte, hjm war er zu gut; höchstens sagte er: „Matka bosko, is sch ein dummes Kerl, spricht auf seine dumme Kuhdorf nicht befTer Deutsch als ich . . . man jar nich!" In Spandau hatte er nämlich „Berlinisch" gelernt, was (i seitdem mit ganz besonderer Vorliebe hören ließ. Bis- veillen stifteten wir einen bekannten Civilisten an, ihn zu ‘ragen, ob er denn nicht Berliner sei, wobei er dann eine ungemeine Freude empfand und etwa antwortete: „Nich janz, lieber Männeken, könnte sich man aber doch leichte möjlich sind, wenn ich nicht wäre zu Haus bei Krobia, will sagen Kröben." Das Brodbeutel hatte also ein sehr gutes Herz, aber auch ein für Frauenschönheit sehr empfindsames, und hier spielten ihm seine in dieser Beziehung erstaunlich ausgiebige Phantasie und sein harmloses Vertrauen manchen Schabernack. Brodbeutel kommt vom Scheibenstande und geht die Promenade entlang. Vor ihm eine schlanke junge Dame mit zwei Kindern — also etwas wie ein feineres Kindermädchen, denkt Brodbeutel, streicht seinen dicken schwarzen Schnurrbart und wirft ihr einen mörderisch liebenswürdigen Blick zu. Sie lächelt, der kleine Bursche, der eine Soldatenmütze trägt, reicht ihm vertraulich bas Patschchen unb Brobbeutel streichelt ihm bas Haar: „is sich possirliches kleines hübsches Kerl, aber lange nicht so hübsch wie Fräulein." Die Dame wirb roth, lacht aber unb ber unternehmende Sergeant plaubert mit seiner liebenswürdigen Galanterie — was er Galanterie nannte — weiter. Tags darauf trifft er sie an derselben Stelle wieder unb so noch einige Male. Mit Brodbeutel ist es nicht richtig, er hat wieder eine Braut, heißt es in ber Compagnie. Wenn man dem Guten zu Leide ging, konnte er fein zärtliches Geheimniß für sich behalten. So auch hier — unb nun werben alle Hebel in Bewegung gesetzt, diese neueste Flamme zu ermitteln. Doch vergebens, Niemand kennt sie. Da kommt ein Offizierschießen — natürlich mit Musik, Damen, Picknick und allem sonstigen Zubehör. Brodbeutel, der mit dazu commanbirt ist, hat sich an dem freigebig gespendeten Bier sehr gütlich gethan. Die Mütze weit aus dem stark gerötheten Gesicht geschoben, stolzirt er zwischen den Offizieren umher unb freut sich wie ein Schneekönig, daß sie Alle so vertraulich mit ihm scherzen. Plötzlich erblickt er seine Flamme, stürzt natürlich sofort auf sie zu und schüttelt ihr kräftigst die Hand: „Auch hier, liebe kleine Pussel? is sich man sehr nett, famos!" Der daneben stehende Major reißt die Augen auf: „Was soll denn das heißen, Zdzierczackiewicz?" Brodbeutel entwirft ein getreues Bild seiner Bekanntschaft unb schließt mit ben Worten: „Bin ich kein schlechtes, falsches Kerl, Herr Major. Ich will Fräulein heirathen." Ein allgemeines bonnerndes Gelächter ringsum; unter krampfhaftem Husten bringt der Major enblich hervor: „Das ist wirklich nett, baß Sie mein Schwager werben wollen. Die junge Dame ist bei mir zu Besuch unb bie Schwester meiner Frau." Brodbeutel wirft der wie in Purpurgluth Getauchten einen bedauernden Blick zu, schiebt die Mütze aus der Stirn und gebt linksum ab mit dem klassischen Bemerken: „Sehr schade!" Es würde mich zu weit führen, wollte ich auch nur bie Hälfte der tragikomischen Liebesabenteuer berichten, welche man dem guten Brodbeutel nachsagte. Nur eins fei hier noch berichtet, weil es gewiffermaßen als das letzte gelten kann. Es war während des Regiments- und Brigade- Exercirens. Wir lagen in einem schönen, reichen Bauerndorfe und hatten vorrreffliche Quartiere. Natürlich gab es da auch ein angenehmes Wirthshaus, gemeiniglich Kretscham genannt, das noch mehr als gewöhnlich besucht wurde, da der Wirth sich einer etwa achtzehnjährigen Tochter erfreute — ein so bildhübsches dralles, frisches Mädchen, wie man nur je gesehen. Selbst die jüngeren Offiziere waren hinter ihr her, freilich ohne jeden Erfolg. Daß auch Brodbeutel zu ihren Verehrern gehörte, Izraudje ich wohl kaum zu erwähnen, doch ging er diesmal nicht forsch ins Zeug, wie er zu thun pflegte, sondern brachte ihr seine Huldigungen in mehr stiller mittellos nach Hause, um seinem Weben durch eine Kugel ein Ende zu machen. Da wird Bruno curirt, er will wiederum zu seinem Handwerk greifen und erobert sich so die Braut von seinem Freunde zurück. — So der Gang der Handlung. Schon diese kurze Skizze läßt ahnen, daß manches Elgenthllmliche, nicht leicht Erklärliche daran ist. Besser noch zeigt sich die- beim Betrachten der Einzelheiten. Sv z. B. im dritten Acte, wie kommt Wolfgangs Frau, die- einfältige, beschränkte, dabei demüthige und gutherzige Wesen dazu, plötzlich ihre Schwiegermutter so furchtbar anzuklagen, obwohl sie doch bei ihr zu Gaste ist und Wohlthaten von ihr empfängt? Ferner ist z. B. der Wechsel im Character Brunos ein allzu rascher und intensiver, eben ist er noch der auf seine Kunst maßlos eingebildete Schwärmer und in bet nächsten Minute der nilchterne Verstandesmensch, der sich sogar dazu berufen slthlt, Anderen Moral zu predigen- da« sind wohl Mängel, ihnen stehen jedoch große Vorzüge gegenüber, vor allem ist die Handlung in den drei ersten Acten überaus fesselnd, die Sprache frisch, das Ganze packend und den Zuschauer mächtig hinreißend. Hier hätte der Dichter Schluß machen sollen, der vierte Act hinkt hinten nach und trägt eigentlich zum Erfolge des Ganzen wenig bei. — Die Wiedergabe de» Stücke» legte wiederum Zeugnis; dafür ab, daß cfl Herrn Director Reiner- gelungen lst, ein Ensemble zu engagieren, das selbst weitgehenden künstlerischen Anforderungen entspricht und ihnen vollauf gewachsen ist. Wir begnügen un- heute damit, zu constatiren, daß im Allgemeinen recht gut gespielt wurde und verspüren uns die Kritik der einzelnen Leistungen auf eine Wiederholung des Stücke-, die wir Im Interesse der Direktion und des Publikum» gerne wünschen milchten. ** Die Leipziger Kontert- und «oupletSänger gefreit'in „Steins Garten" heute (Samstag) und morgen Sonntag Abend zwei Eoncerte, auf welche Alle, welche ein paar vergnügte Stunden im Kreise der guten Komik und dc» Humor» verleben wollen aufmerksam gemacht seien. Ganz besonder» kann der Famtlienbesnch wegen de» becenteii Programms empfohlen werben. (S. Inserat.) •* Ein Besuch ber Blumen Ausstellung (speziell Chrytmn- thomuin) in ber Turnhalle an ber Rorbanlage, arrangirt von Herrn Kunst« und HanbelSgärtner Louis Becker, bürste unseren Lesern sehr zu cmpsehlen sein. Die Turnhalle eignet sich ganz vorzüglich für eine solche Ausstellung. Im Halbkreis bllbeii die blühenden Pflanzen, gedeckt dnrch einen sehr vorthellhasten Hintergrund von Palmen und Lor beerbäumen, einen geradezu entzückenden Anblick. In der Mitte der Halle ist ein hübscher Springbrunnen angebracht, welcher ebenfalls von einer Pflanzengruppe umgeben ist und dem Ganzen einen wvhlihuenden Anblick verleiht. Rehmen tvir dazu, daß in diesem Pflanzengarten noch unsere Regiment»- mnsik heute Samötag und morgenSonniag Nachmittag concertirl, Io glauben wir allen Besuchern an diesen beiden Tagen ein paar heitere gemilthliche Stunden versprechen zu dürfen. Freunde von Chrysanthcmum-Pflanzen, welche vielleicht eingehender diese hübschen Pflanzen besichtigen wollen, sei der Besuch am Sonntag Morgen von 9 Uhr an empfohlen. ** Postpersonalnachrichten. Versetzt sind: der Postmeister R o h d I e S von Kahla nach Büdingen, sowie die Postassistenten Baum von Worin» nach Darmstadt und Schäfer von Grtinbcrg (Hessen) nach Alsfeld. Der Postassistent Hof in Darmstadt ist zum Ober-Postassistenteu und der Telegraphenassistent Brenner in Groß-Zimmern zum Postverwalter ernannt worden. Der Postvcrwalter Christ in Nierstein und der Postverwalter a. D. Schuchmann in Großfriefreraii sind gestorben. * * Kirchliche Dienstnachrichten. Dem evangelischen Pfarrer A b o l f C l o tz in Altenschlirf würbe ble erledigte evangelische Psarrstelle zu Wallernhausen im Decanat Nidda Übertragen. nnd schmachtender Weise dar. Mit dieser Tactik hatte ber Pfiffige, so sehr ihn auch bie Kameraben Anfangs verspotteten, doch des Richtige getroffen. Da» arme Mädchen, das sich ihrer flotten Verehrer in der Thal manchmal kaum zu erwehren vermochte, schien bald für den gesetzten, stattlichen Sergeanten eine gewlsie Vorliebe zu empfinden. Eine» Nachmittag» kommt Brodbentel in die den Chargirten der Compagnie referbirtc Laube und bemerkt, daß Minna Mühe hat, sich von den etwas handgreiflichen Huldigungen zu schützen. Mit beiden Händen langt er über ihre Schnltern, nm den einen Zudringlichen zurückzustoßen. Minna aber erblickt in dieser edlen Absicht nur einen neuen hinterlistigen thätllchen Angriff, dreht sich wie ber Blitz um, ohne den Angreifer weiter anzufehen und — klatsch — auf Brod- deutel- rechter Wange flammt eine scharf abgegrenzte Röthe auf. «Paa krow I“ flucht Brobbeutel, „wollt' ich boch man bloS helfen, bummer Ding." Dann geht er stolzen Schrilles davon. Minna, welche mm den Sachverhalt begreift, bricht in ein erbärmliche- Schluchzen aus. Die anderen Unteroffiziere drücken sich so schleunigst al» möglich ebenfalls, nur der Einjährige Stock bleibt zurück, ein etwas windiges Berliner Kind. „Herr des Himmel», da» ist eine schreckliche Geschichte", sagt der und legt sein durchtriebene» Gesicht in die betrübteslen Falten, „da» geht ihm ja an» Leben" — und nun erzählt er weiter, baß eine Ohrfeige, selbst von hübscher Mädchen« band, einen Königlich Preußischen Unterosfizier auf immer entehre, daß ein Unterosfizier ohne Ehre aber nicht leben könne usw. — er wolle nicht gerabe schwören, aber seinen Kops verwette er boch, ber Sergeant schieße sich au» verletztem Ehrgefühl tobt — so eine Patrone reingesteckt, ben Kolben aus ble Erbe gestellt, mit ber Fußspitze abgedrllckt — parbautz! Minna schreit laut aus unb hält sich mit beiden Händen die Ohren zu, al» höre sie den Schuß bereits knallen. Sonst boch nicht gerade einfältig ober leichtgläubig, hat ber Schreck • • Patent Srtheilaag. Pneumatische Windlade für Orgeln: H- Dietz unb C. Nicolaus in Lich, vom 16. November 1892 ab. * * Die Oeatrumspartei ii Hessen will sich, nach einem Ausschreiben an ihre GesinnungSgenosien, unter einem Lande»« comit6 unb acht Bezirks-Ausschüssen, letztere entsprechenb ben Reichstagswahlkreisen, organisiren. Sitz bet Organisation soll Mainz sein. Dem LandeScornitä soll auch bie CentrnmS- fraction be» Landtag» angehören. * * Mund zu, durch die Nase athmen! Da» ist angesichts der Winterstllrme, namentlich aus Nord-Ost, wieder eine zeitgemäße Mahnung, die im Sinne der Erhaltung der Gesundheit, bezw. zur Vermeidung oft folgenschwerer Erkrankungen nicht genug beherzigt werden kann. • • Mahnung zur Vorsicht. An» dem Kreise Gießen, 9. November, wird der „Darmst. Ztg." geschrieben: In vielen Orten unserer Gegend erschien vor einiger Zeit ein Reisender unb offcrlrie namentlich ben Gastwirthen auf dem Lande seine ungarischen Rothweine, ble in Kisten von verschiebener Größe versanbt würben. Da bie Flasche aus kaum 65 Pfennige zu stehen kam, währenb nach Angabe de» Reisenben solche zu 1 Mark gut verkauft werben könne, also ein gute» Geschäft zu macken sei, ließen sich auch viele Wirthe überreden, Abnehmer für vorläufig 1 Kiste zu sein, zumal ber betreffend Herr versicherte, daß ber Wein auch z»> mediclnischen Zwecken verwenbet fei unb von vielen Aerzten den Kranken empfohlen würbe. In biefen Tagen sinb nun bie bestellten Kisten angekommen. Doch wer beschreibt baS Erstaunen ber Empfänger, al» beim Oeffnen bersclden lauter kleine Fläschchen mit kaum */< Liter Inhalt zum Vorschein kamen, für bie sich wohl schwerlich bei unseren Land- bewohnern Käufer sinben bürsten. Wie wir hören, beabsichtigen einige der Wirthe gegen die betreffende Firma, bezw. ihren Reisenden gerichtliche Klage zu erheben. ** Der toetreibemartt. Die gebrückte Stimmung int Getreibegeschäft dauert im Allgemeinen noch fort, an ben meisten Plätzen macht sich eine vcrflauenbe Tenbenz fortgesetzt geltenb. Zwar hat sich bie Zeitungönachricht, wonach der bentsch - rttssischc Handelsvertrag in seinen wesentlichsten Punkten bereits zu einem bcfrlebigenben Abschluß gelangt sein sollte, einstweilen als uiibegrllnbct heranSgestellt, immerhin trug das Gerücht mit das feinige zur Verstauung de» ein- hetmifchen Getreidemarkte» bei. Ferner drückten aus denselben auch die ungünstigen Meldungen vom amerikanischen Markte, so daß Weizen allenthalben nachgab, anch Roggen mußte bei allerdings etwa» leibhafteren Umsätzen meisten» billiger ver kaust werden. Ebenso wich Hafer, da namentlich die Hausse- fntcreffeiiteii mit ihren Realisationen fortfuhren. PreiS- notlrungcii an der Berliner Productenbörse: Weizen per 1000 Kilogramm von 135 bi» 146 Mark, Roggen von 122 bi» 126 Mark, Hafer von 152 bi» 190 Mark, Gerste von 120 bis 187 Mark. Eichenrod, 10. November. Der langjährige Bürger meister unserer Gentelnde, Herr Joh. Hansel, nnd Frau feierten am 26. October den goldenen Hochzeitstag. Auf Beider Wunsch war von einer größeren Feier abgesehen worden. Nur die Familie und einige nahestehende Freunde hatten sich rlitgefunbcit. In ihrer Namen sprach Herr Pfarrer Schulte au» Engelrod, der daraus hinwle», wie trotzdem die ganze Gemeinde an diesem Jubelfeste Aut heil nähme. Einen besonderen Reiz erhielt die Feier dadurch, daß einer der beiden Trauzeugen der ersten Hochzeit sie mit begehen konnte. Gewiß ein seltenes Ercignlß! Friedberg, 10. November. Unsere Stadt hat zwar viele Vereine — einzelne Einwohner sinb Mitglied von 45 Vereinen — aber einen Beamtenverein boch noch nicht. Dem Vernehmen nach wird nunmehr hier auch ein Beamten- Verein ztt Stande kommen. Demselben sollen alle Staat»- ilbcr ble rasche That, bie mahnenbe Stimme ihre» schon erwachten zärtlicheren Gefühls, sie doch für den Augenblick geradezu unzurechnungsfähig gemacht, und Stock kann sich mit dem erhebenden Bewußtsein entfernen, diesmal wieder einen ausgezeichneten Witz loSgclasscn zu haben. Eine halbe Stunde später läßt Brodbentel seine Corpora!- schast Qiitrctcn, um auf ben Appellplatz zu rücken. Der vorübergehenbe Hauptmann spricht einige Worte zu ihm, bann tritt ber Sergeant zurück, nimmt in ber Absicht, das Gewehr nochmals nachzusehen, bem Flügelmann bas (einige au» ber Hanb, öffnet ble Kammer, stellt cfl schräg zu ©oben unb beugt sich über bie Münbung, um burch ben Lauf zu gucken — ba, wie eine Geistererscheinung, schwingt sich eine weibliche Gestalt über ble Hecke, entreißt ihm baß Gewehr, schleudert cfl zehn Schritte zur Seite, umklammert ihn 'mit beiden Armen unb schluchzt unb stammelt: „Nicht tobtschießen, nicht tobtschießen!" Der Hauptmann sieht in einer Entfernung von fünf Metern zu — Tableau! Unb wafl würbe baraufl, nachbem Alles aufgeklärt? Der Compagniechef lachte, Minna lächelte unter Thronen unb verreiste, Brobbeutel schmunzelte: „Famoste Mädel bafl!" verbat sich aber mit energischer Betonung jede Neckerei — und ber Einjährige Stock würbe im schwarzen Buche beS Felbwebels mit brcl Straswacken bebacht. Als Brodbentel bald nach dem Manöver Vlceseldwebel wurde, empfand er bafl lebhafte verlangen, nach dem einstigen Standquartier auf Urlaub zu fahren. Alfl glücklicher Bräutigam kam er zurück. Heute ist er schon lange glücklich verheirathet unb bei ber Steuer angestellt. Unb wenn man ihn an ,bafl Brod beutel" erinnert, schmunzelt er unb sagt: „War ein schöner Zeit, Männeken, mit nm schönsten, wie ich hab' Ohrfeige gekriegt von kleines Mädchen. Bin noch immer sehr froh darüber unb Minna ooch, wat meetten Sie wohl, alte» Kamerab?!" fprrrti «•su* Cd*: 31. fr” • dm Mfrr, I ri MKv- j iManpnwädcr Äb ? .1XI rtwl edler, Ulna liftr ein öebn, L«rm \ir.nrt urtnri« flaut loicmba: 3. fti fir'rau oon Idtrtw 5 ' jrl Seorg Staun, B.iun ta^lrr. 7. Pal 1 Kboli Ärämer, 56 3 t»eib.M3a6n all, 1 tlii» 3* । 3«5rr all, per russische Consul hat die Staatsanwaltschaft um eine ■»pzi iuhhujc uoniui yar Die öiaareanroauiujuji um , lbctographie SchönmannS und der Papiere desselben licht, um ihn zu identificiren. er- Wentngs. Getaufte. t§. tiquelfen Marktstraße 16, II. mtetben- Kuhl. 9454 9465 i OOOOOOOOOOODOOOOOOOOOOOO i Restauration Bauer, ittampagnerkellerei Q. J. D’Eiter, Vallendar 3, Rh. । 9446[ Einen tüchtigen zu- r a gegründet 17SS. verlässigen Pferdeknecht Verkauf für Giessen und Umgegend: ""t F. SCHOTT, Wtinhanölung, •"g"™ih,i Nathan Rosenthal 9446 SM" Bahnbofstratze 23. W 1'9472 S] [9390 Stifts. iSGflfcV Brief- und Packet-Siegelmarken Philippstein. 7. Friedrich Scholl 46 Jahre alt, Rottenarbeiter zu Schutzdach. 8. Louise Drescher, 21/« Jadre alt, Tochter von Ziegler Ludwig Drelch-r zu Waldgirmes. 8. Margarethe Augufte Dorothea Heilmann, 5 Jahre alt, Tochter von Packmetster Ernst Heittnann dahier. 8. Heinrich Repp, 30 Jahre alt, Kaufmann dahier. 9. Theodor EiStirch, 18 Jahre alt, Knecht zu Unter-WtdderSheim. 9448] Möblirtes Zimmer zu oermtetben- Arnold Wwe., Asterweg 23. dahier zur Einsicht aller Jnteresienten offen. Allertshausen, den 10. November 1893. Großherzogliche Bürgermeisterei Allertshausen. Hillgärtner. Montag Abendr Keldhaus Ausgabe der Karten- icr- Die bekam ■ deren einer Achbr b. Rothschild ist, l| ht ries an der he» Auszug aus -en Kirdtcnbücbcrn der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. Getränte. MarkuSgemetnde. Den 10. November. Albert Adam, Barbier zu Gießen, und Ehristtne Reitz zu Gießen. Lukasgemetnde. Den 5. November. Philipp Reuschling, Bremser zu Klein- Linden, und Anna Hartmann, Tochter deS Schaffners Konrad Hartmann zu Gießen. ... . Denselben. Ludwig Olt, Former aus Odenhausen, und Katharina Thomas, Tochter deS Gastwirths Jikob Thomas zu Gießen. Johannesgemetnde. Den 10. November. Philipp Ruth, Geometer I. Klaffe zu Wenings, und Cbrifttne Katharine Maria Hahn, Tochter des Fürstlich Jsenburg-Birstetn'schen Pachters Carl Friedrich Urias Hahn zu fertigt eu billigen Freiten die Brühl*sehe Druckerei, Schnittraste 7. Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Dorf-Gill pro 1894/95 siegt vom 13. d. M. an acht Tage lang zu Jedermanns Einsicht auf dem külVermeisterei'Bureau dahier offen. Dorf-Gill, den 11. November 1893. Großherzogliche Bürgermeisterei Dorf-Gill. Italiener Rothwein in überraschend schöner Qualität und zu äusserst billigen Preisen. Niederlage bei Louis Frohnhäuser, Giessen, Mäusburg. [7902 empfehle größte Auswahl in allen W Inter-Fussbekleidungen. 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Mts. an acht Tage lang auf Dem Bürgermeisterei-Bureau ^trckusschuß fh BeMat beschlosst /?0r9en »uszuschl! e*cr M Humpen- n/ 500 silberne ®- n. *tn Orten A ' Meßgerburschr i ihm ein Arm am[- elchen sein Meistei ze; ’lt eine AahreSreme M -.8. i floologiffyn Satti oncursPseUv •flen Termin . lankfirma Pseis? ungen der rr Rechtsanwol'-i' c legenheit, wie fc kein genauer b gewinnen lasse, der Aetiven uni i die Gesammlsu 0000 Mk., *. ^ätzungsweise oui men lasse, ü» 16000 Mk. nW zeit vorwiegend W - irtt.forü^enbkjtM jfttn von Mva'pers« ebenen Einzelheiten.' ; len, so daß drese P ( Pon den auLwM „am in EchM« ngtbtit*”"«® Sitte Fim», « 8e.fi», ist «l* * mr trt i™* n> Die HMtbeld- »habet, von denen iw« ““tt -z-hl* ß für unseren haben et® «m Gefanaenwärter Johann Heinrich Köberer ein Sohn, August ®Ul tim Christoph. 5. Dem Fabrikarbeiter Philipp Weiß eine lochtet, Frieda Anna Margaretha. 6 Dem Schuhmacher Peter Ittber eine Tochter, Lina Wilhelmine. 7. Dem Schuhmacher Hermann kchLsfer ein Sohn, Hermann Christian Friedrich. 9. Dem Schlosser Zohr nnes Heinrich Naumann ein Sohn. «estordene. November: 3. Margarethe Albach, geb. Schmitt, 60 Jahre alt, Ehefrau von AckerSmann Philipp Albach zu Burkhardsselden. * 5. (Sari Georg Braun, 22 Tage all, Sohn von Metzgermeister Jakob Braun dahier. 7. Valentin Moser, 59 Jahre alt, Gärtner dahier. 1. Adolf Krämer, 56 Jahre alt, Tüncher von Steinbach. 7. Jost decknoth, 54 Jahre alt, Taglöhner von Großen-Buseck. 7. WUHelmtne dpLH, 3»/4 Jahre alt, Tochter von Bergmann Friedrich Späth zu Börsen wo94471 Eine Stube, Küche Bodenkammer, Gr°bh-rz°gl>ch° Bürgermeisterei Lindenstruih. K-ll-r °erm. (Sr°h. Müblgass- qaaa' 94691 Ein kleines Familtenlogis mit ^Hel0.________________________________ Zubehör per sofort za vermiethen. Näheres Steinstraße 56 zu erfragen. nM h>ur .^K r9cn 5ßdOfh ■ Hnbt9 eili: le heute Abeni, M 6utt*lbttU? : •* t h,6m ««(tim* t '» b;i j! uÄ "*«« i-äs L*6. ®eie6 , i?ln.bis «««leis * » bm l”lg Sitten in !„ O MÄ« Mittagstisch OOOOOOOOOOIOOOOOIOOOOOOO ao 5“ ---------------- 9080]___________Bahnhofstraße : wegen dreier Raubmorde, darunter der an der Gräfin lübtle BiSconti-Modrove begangene, zu lebenslänglichem Zucht- :uje verurtheilt — hat dem „Standard" zufolge in Ruß« inii eine Erbschaft von zwei Millionen Francs gemacht. vermischte Anzeigen. Neues Theater, Giessen. Dienstag den 14.2November: Auf Verlangen: Die Haubenlerche. Sensation» - Schauspiel in 4 Acten von E. v. "Wildenbruch. Nächste Vorstellung Freitag, 17. Novbn: ______Die Sorglosen.______ f n TT 9470 Matthäusgerneinde. Den 5. Nooembcr. Dem Uhrmacher Georg SpieS ein Sohn, HanS Karl, geboren den 10. September. Denselben. Dem Hausdiener Peter Berg eine Tochter, Gretha, geboren den 18. October. Denselben. Dem Schreiner Conrad Drescher eine Tochter, Anna, geboren den 20. September. Den 6. November. Dem Clgarrensabrikanten Georg Noll eine Tochter, Beilina Mariana Hedwig Helene, geboren den 18. Juli. Markusgemelnde. Den 10. November. Dem Schlaffer Wilhelm Klöß eine Tochter, Else Christine, geboren den 1. Juni. Lukasgemeinde. Den 6. November. Dem Proseffor Dr. Eugen Netto eine Tochter, Barbara Elisabeth, geboren den 3. August. \ Den 9. November. Dem Rangiermeister Balthasar Becker eine . Tochter, Clara, geboren den 7. Oclober. JohanneSgemeinde. Den 4. November. Dem Mttzgermeister Jakob Braun ein Sohn, Carl Georg, geboren den 13. Oclober. Den 5. November. Dem Steinmetz Albert Lentz eine Tochter, Frida Wilhelmine Martha, geboren den 1. Februar. Militärgemeinde. Den 5. November. Dem Feldwebel Heinrich Wenzel ein Lohn, Karl Heinrich August, geboren den 10. Oclober. Beerdigte. Matlhänsgemeinde. Den 9. November. Valentin Moser, Gärtner, alt 59 Jahre, gestorben den 7. November. Auswärtige aus den Kliniken. Den 9. November. Johann Jost Heckroth, Taglohner aus Großen-Buseck, all 54 Jahre, gestorben den 7. November. Sd>iffsnacbrid>icn» (Milgetheilt durch den Agenten des Norddeutschen Lloyde«, Herrn Carl LooS in Gießen.) Bremen, 10. Novdr. fPer transatlantischen Telegraph.] Der Dampfer Roland, Capiiän A. Winkel, vom Norddeutschen Loud in Bremen, welcher am 26. Oclober von Bremen abgegangen war, ist gestern, 11 11 br AbendS, wohlbehalten in Newvork angekommen. Bremen. 10. Novbr. fPer transatlantischen Telegrapb.] Der Postdampser tlleckar, Capitän Mentz, vom Ikorddeuttchen Lloyd in Bremen, welcher am 26. Oclober von Bremen abgegangen war, ist heute, 9 Uhr Morgens, wohlbehalten in Baltimore angekommen. Der Postdampfer „Waesland" der „Red Star Line* in Anl- werpm ist laut Telegramm am 8. November wohlbehalten in tllew- york angekommen. Verkehr, CanO- unö Volkswirthschaft, Sistze«. 11. November. Marktbericht- Au' dem heutigen Wocheirmarkr kostete: Butter pr Pfd. a. 1,00—1,10, Hühnereier per Stück 7-8 H, 2 Stück - 4, Käse pr. 6t 4-8 4. Käsematte pr. St- 8 H, Erbsen or. Liter 17 H, Linsen pr. Liter 28 tauben pr. Baar A 0,6%-0,70, Hühner pr. Stück M 0,90-1,00, Hahnen pr. St X 0,60-1,00, Enten pr. St X 1,40 bis 1.60, Ochseufleisch pr.Pfd 62—»V Kuh- und Rir^dfleisch pr. Pfd. 50—56 4, Schweinefleisch pr. Pfd. 60-70 A, Kalbfleisch pr. Pfd. 50—56 X Hammelfleisch pr. Pfd. 40—60 X Kartoffeln pr. 100 Kilo 3,50—5,00 X. — LebenSverficherungS» Gesellschaft zu Leipzig, auf Gegenseitigkeit gegründet 1830 (alle Leipziger). Es sind vom 1. Januar btS Ende Oclober 1893 4779 Versicherungen über 33270950 Mk. beantragt worden. Als gestorben wurden in derselben Zeil angemeldet 643 Mitglieder, die mit 3 694 300 Mk. versichert waren. Der Versicherungsbestand stellte sich Ende October 1893 auf 59 000 Personen mit 401 Millionen Mark Versicherungssumme. Bei der alten Leipziger Gesellschaft, die eine reine Gegenseiligkeitsanstalt ist, fließen alle lieber: schüffe fern Versicherten wieder zu. Die Dividende der letzteren betragt für die länaer als 5 Jahre bestehenden Versicherungen im laufenden Jahre 42pCl. der ordentlichen Jahresplämie und bei abgekürzten Versicherungen außerdem l>/,pC>. der Summe der gezahlten Zusatz- piämien, was mit Rücksicht auf anderweite Auslastungen über diesen Punkt hier au-drücklich hervorgehoben werden mag. Würde eine Dividende auf die ZusatzprSmie nicht gezahlt, so wäre der Dividend nsatz auf die ordentliche Jahresprämie noch wesentlich höher als 42 pCt. r- iS,s; 9457] Ein kleines Logis zu vermiethen. ___Bahnhofstraße 26, H. “93001 Eins. mSdl. Zimmer zu oer- *^??^e8inT53tigerÄotf5«Yit prima Zeugnisse« sucht Stelle. Näheres zu erfragen Rittergasse 11, 2. Stock. 9458] Pferdeknecht kann etntreten Licherstraße 5. Ä> Der Borna», 94771 neben der Aetten-VranereL " ' > V* 1» VI 4. UUlllPVIUUllll« —--=--—--—--________________________ ___ _ _______ Delieiöse Cigarre +**4-4*4^+4-+++++l+4I I I I I H (a«üb«rtrot^ni4 6940 189 701 «er. JMniaHi(irtbe „Zur Insel Helgoland Heute Sonntag: Tanzmusik. irr'*1 in Damen-Lchneiderei lehrt nach der einzig prämiirten Methode 1 Jetztzeit nach den neuesten Schnitten in kurzer Zeit unter Garmtie. n und außer dem Hause, die alleinige Inhaberin des Systems Chronr. . Marie Fromme, Dammstraße 2'» 200 et. ML 7.50 franco Rach«. Zurücknahme bei Nichtzusage >9199 Cigarrenfabrik - Rohtabak - Zmporthaus 3c/e Reichsanlethe 3‘/i*/o do. 3°/e Preuh. Consol» 3'/?/. do. Dt*conto-Conmumd>U»ltz. Darmstädter Bank«Art. Dresdener Bank-Act. Stordd. Lloyd-Act. Wiener Bankver^Act Oest. «redit-Act. Jlal. MtUclmerrbatz» Act. 9449] Ein schüner H««d, deutsche Dogge, ein Jahr alt, schwarz mit weißer Brust, sehr wachsam, billig abzugeben. Näheres Kaplanögasse 8.__ 9450] >ln Pferd zum Schlachten verkauft __Ludwig Ärdtf X. in Heuchelheim. 9456] Billige Spitzen. 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Der mit der Neubildung des österreichischen Cabinets betraute Fürst Windischgräh hat durch das Nationalttätengemisch zu vielen Interessen Rechnung zu tragen, ale daß er schon eine Einigung hätte .rzielen können, und Herr Weckerle stehl noch so feit auf seinem Posten wie zuvor, nachdem der Gesetzentwurf über die obligatorische Clotlehe in Ungarn die Sanctton des Königs erhalten hat. Die meiste Aufmerksamkeit hat die Börse auf den muthmaßltchen neuen Ftnanzmtnister zu richten, dem sein Vorgänger an dem gefährdeten Valuta-Regulirungswerk eine äußerst unangenehme Erbschaft hinterlassen hat. Wird es dem kommenden Finanzminister gelingen, das Goldagio zu beseitigen d Allem Anschein nach wird dies selbst in den Kreisen der österreichischen Hochfinanz bezweifelt, denn sonst würde der ungarische Staat wohl kaum jetzt schon seinen Goldbedarf für den Januar-Coupon vollständig gedeckt haben. BiS vor Kurzem wu de die Steigerung der Golddeoisen mit diesen Ankäufen mottoirt und trotzdem dieselben jetzt beendet sind, setzte sich die Bewegung fort. BemerkenSwerth ist noch, r-afe neuerdings auch Herr Weckerle zugesteht, daß dte Ver- tbeuerung der Goldoaluten auf den geringen Export von Effecten und Waaren zu ückzuführen sei. Entsprechend der Geltung der Wiener Börse vollzogen sich auch an unseren Märkten CourSabschwächungm aller österreichischen und ungarischen Fonds, welche durch anhaltende Pariser Verkäufe noch beschleunigt worden sind. Italiener schließen die Woche mit einem Gewinn von zwei Procent ab, und auch die Ersenbahn - Actten und Obligationen enden nach lebhaften Schwankungen wesentlich erholt. Den ersten Anstoß zur Besserung gab die Veröffentlichung, daß der Januar-Couvon der Rente schon vom 10. November ab an ten italienischen Kasten zur Einlösung gelangt, was insofern doppelt befriedigte, als die Regierung dafür den ihr vertragsmäßig zustehenden Vorschuß Seitens der Emissionsbäuser nicht in Anspruch zu nehmen braucht. — Dessenungeachtet haben die französischen Baissiers ihre Angriffe wiederholt und erzielten zeitweise auch Gewinn damit, weil die Widerstandsfähigkeit der tlaltenischen Plätze durch den CourSsturz der Actten des Crödit mobilare beeinträchtigt war. lieber Portugiesen wurden Gerüchte verbreitet, die von Neuem lebhafte Besorgnisse wachgerufen haben. Man sprach von Schwierigkeiten, auf welche der Staat bei Beschaffung der Mittel für den Couponsdienst am 1. Januar stoße, und wollte auch wissen, daß eine EnquSte-Commission eingesetzt sei, welche das Rechtsoerhältniß der Tabakgesellschast zu prüfen habe, was nach Lage der Dinge nur auf eine Einschränkung der Rechte der Gesellschaft hinzielen würde. Obwohl das letztere dementirt worden ist, erfuhren die Tabak-Obligationen doch einen Rückgang von sechs Procent, von dem sie nur wenig zurückgeholt haben. In London benutzte man die Gelegenheit, auch gegen andere speculative Renten vorzugehen und setzte Griechen und Spanier herab, indem bei letzteren auf die Ausdehnung des marokkanischen Streites hingewiesen wurde und bei letzteren die ausgebrochene Ministrrkrisis als Grund gelten mußte. Die überseeischen Staatsanleihen, Mexicaner und Argentinier er- ireuten sich einer festen Tendenz. Auch die deutschen Titel haben gegen Ende der Woche leicht ungezogen^ da sich der Privatdiscont etwas ermäßigt hat. Die Probuctenbörse sandte während der ganzen Berichtsperiode flaue Noti- rungen, angeblich wegen der besseren Aussichten der Zolloerhandlungen mit Rußland. An der Effektenbörse zeigte sich dementsprechend Meinung für alle russischen Werthe und für diejenigen Actten deutscher Industrie- und Eifenbahngesellschasten, welchen daraus ein Voltheil erwachsen würde. Unter den Hüttenactten sind Laura und Bochumer gebessert, allerdings ohne daß lebhafte Umsätze staltgefunden haben. Dortmunder Union wurden durch starkes Angebot um vier Procent geworfen, da die Abschlußziffern sehr unbefriedigend ausgefallen sind. Der Bahnenmarkt war recht vernachlässigt und nur die italienischen Eisen bahn-Actien weisen Veränderungen auf, welche je nach der vom Heimalhland ausgehenden Anregung bald nach oben, bald nach unten gerichtet waren. Die durch die Börsensteuernooelle erzeugte Beunruhigung machte sich insbe- fonbere auf dem Gebiet der Bankactten fühlbar, tndeß kam sie wett weniger in dm Courfen al« in einer fast vollständigen Stagnation des Verkehrs zum Ausdruck. Die Bestimmung der neuen Gesetzesvorlage, daß die Controle auch auf Gesellschaften mit beschränkter Haftung und auf eingetragene Genossenschaften ausgedehnt werden soll, und daß der Steuerbehörde das Recht eingeräumt ist, durch höhere Beamte selbst die Privatgeschäfte in Bezug auf ihre Abgabeentrichtungcn zu prüfen, hat alle betbejligten Kreise peinlich berührt, weil dadurch eine L-chäolgung deS Geschäftes herbeigeführt werden wird, deren Tragweite sich heute noch nicht ermessen läßt. Unter den Jndustriewerthen fallen die Actten der chemischen Fabriken durch ihre CourSsprünge auf. Das eiste Halbjahr hat diesen ansehnliche Gewinne gebracht, die voraussichtlich in der zweiten Hälfte nicht wieder erreicht werden, weil der Absatz nach Italien und Rußland eine Einschränkung irfahren hat. Da durch gut unterrichtete Kreise bekannt wurde, daß jedoch das Jahreserträgniß bei keiner Fabrik viel gegen das vorjährige bifftriren werde, so sind die anfänglichen Einbußen von den Actien der Höchster Farbwerke und der chemischen Fabrik Weiller rasch wieder eingeholt worden und Badische Anilin haben noch 5 Procent dazu gewonnen. ünmi I Bom Verlaust dn f-eil ungbtmct.fr mlttutifltuBrit ™-Btn btt Misch, vunbtrtt von fl l°fitn, btt ' a bilden sollt °usgt eWtt8MTfdKnlt, 'p,r# errichtetes Po 1 ^benaschte di ‘ ■ '• w. Natürlich s, .^"«ürbigkesten । großes Wo . -;n lebenden 8tr Ätet sSgir LO e:54 in, •‘ttino ’*"et be« Oberhessische Gesellschaft für Natur- u. Heilkuna Sitzung: Mittwoch, 15. November, Abend» 6 Ubr der kleinen Aula. Vortrag: Herr Geh. Rath Prof. Dr. Streng über die stehunq des Niaqarasalls und des Rheinfall». Bezirks-Verein Nord-Ost?^ Außerordentliche General-Versammluw Donnerstag den 16. November, Abends S Uhr, in der Reatauration Schnell. Tages-Ordnung: Die Terrainoerhältniste de» Nordoiertel», hier ?; läge eine» zweiten Friedhofs. 9463 Der Borste do. in Vi F. E. A. Hesse, Düsseldorf. 9459> Große Partie bester vouröbcricht vlm E. WasserscMeben, Bankgeschäft. Frankfurter Börse vom 11. November 1898. Rebacttv«: «. Scheyda. — Druck m> Verla, der Brühl'schen Druckerei (Fr. Ehr. vt-tsch) tn Gietzen. Dta heattg- *mf*N 10 ; tr 1» flQt .., tntiat m fllereinhio10 r . • / ::r . fcgt enridjitörn den s /•hfl btr »uifafl I /'":?Cung ti^'.ttn, I w £tutfd)lanb übt VT. itn iuMitlltr d z : iTTtltältn bentn btt »btlmt Ijt-'uHtr iogat die fcfoc hervorragende heu-xe 3nbuftrit oi btt ijjtntflten Wal fth allen wt'tnüichi Ver.cntn, wie sich a fach wch in 8tjug i Suittn btlcn k Jenen Deutschland lartntltdi za ntnntn Danschland W ht Nvrdam Ranhgtrottbt, in roi keine» anderen Volke p-eiall- unk Bijouteri Wischer und optischer reinlwaaren-Jndustrii Die Frage liegt [ 're» unbestreitbaren L'e'.tauifttflung auch i » die Antrk'.nnun p attische Vortheile u 9467] Ein Lehrling gesucht. ________________G. Euler, Lcbmiec. 9440] Ein Dienstmübchea gesucht. _______________________Echillerstraße 27 9475] Ein «inderenüdchen auf sofort gesucht von Frau «ava »Uin« Henn, Bahnhofstraße 59. 1893.;