1 "“9'8'11 8. N, r ^Ofstahd, •VS 9Etmi9ch^? Ä LZ in'«»«««, ’"' 16. fa *** 10 Uj. nea "»S'IH«- tz, ,i“d« aiice.au. ‘"^reimen bt, ütbtimatttt IjM,» N* «Sri- SßuMifmn. I'” 6«« leit 3* 1 McklMü, W IflHIHU tfe unb bitte, btii folger Vertragen igsvoll hMiiUr. le ich mich in Uebc erarbeiten htfitm c Arbeit bei prompter J ger in allen loth bei Zusichemng fc? > ZMM che 43. kAAAAAÜJ M-rende L' enM. । ItlfittaH' i wl . plertelWthf HU 50 \ io^au^talteo \ W \ auch 8H ’11 j rer El. G« In W» Kawlli^ ^444444t idigter rplan ionen Gie8861 w, Friedberg loblenz, Den«, da, Stockheim. Ao®*4®* ®er Anzef idoi«hdieAn | * J M. 240* Erstes Blatt. Donnerstag den 12. October 1893 Drr ♦htmcT *w|rtt>Hiee unb Demker«: Fernsprecher 5L Anrts- und Anzeigeblntt für den Aiveis Gietzen. Alle Innoncen-Bureaur be« In- unb lulluM ne*e*e «nztißtu für den „Gießener Injtigit" entgegen. 77^ I7u7 | Kratisöeitage: Gießener Kamitienökätter. Amtliche»' Theil. Bekanntmachuua. Es wird hiermU zur öffenllichen Kenntniß gebracht, daß die nach § 6 des Reichsgesetzes vom 21. Juni 1887 über die Naturalleistungen für die bewaffnete Macht im Frieden ermittelten Durchschnittsmarktpreise, einschließlich eine» Aus» Mag- von Fünf vom Hundert, pro Monat September 1893 für den Lieferungsverband Gießen pro 100 kg betragen; Hafer JL 19.40, Hm Jt 12.10, Stroh JL 7.90. Gießen, den 10. October 1893. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern.____ Bekanntmachung, betreffend Ausübung des Hufbeschlags. Es wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß 1. Georg Ludwig Haubach zu Gießen, 2. Jacob Henkelmann zu Heuchelheim, 3. Carl Friedrich Märle zu Lich nach Mittheilung der Militärbehörde die Prüfung zum Betriebe de« Hufbeschlaggewerbes bestanden haben. Genannte sind daher nach § 7 der Verordnung vom 7. November 1885 (Regierungsblatt pag. 163 ff.) berechtigt, daß Hufbeschlaggewerbe im Großherzogthum auszuüben. Gießen, den 10. October 1893. Großherzogliches Kreiramt Gießen, v. Gagern. Die deutschen Manöver in englischer Beleuchtung. Der Manöverbericht des militärischen Berichterstatters der „Times" ist insofern interessant, als manche Vergleiche mit den englischen Truppen und Winke für die englischen HrfehlShaber mit unterlaufen. Er beschäftigt sich mit der Srßcheinung, der Haltung und den Leistungen des deutschen Eilboten im Manöver: Der deutsche Soldat hat manche bemerkenswerthe Eigen- thümlichkeiten. Beginnen wir unsere Umschau bei der In- samterie, die im deutschen Heere als die Königinder Schlachten erscheint. Man ist geneigt, seiner Leistungen in Oesterreich und Frankreich eingedenk, den deutschen Linien- Saldaten als einen großen, breitschulterigen, bärtigen Mann zu schildern, etwa von der Art, wie die Leute, die wir aus einem unserer Colonialkriege in Indien zurückkehren sehen. DaiS ist die volkSthümliche Vorstellung. Sie ist indeß weit von der Richtigkeit entfernt. Thatsache ist, daß selbst bei einer starken Zahl von Reserveleuten im Glied — und bei btti Manövern hatte jede Compagnie Infanterie deren 25 und mehr — die Leute sehr jung auSsehen, und was die Größe betrifft, erheblich kleiner sind als in der Regel die Leute in einem englischen Bataillon. Ihr Alter kennen wir. Sie sind nicht unter 20 und mit Ausnahme der Unteroffiziere nicht über 24. Im Allgemeinen sind sie breitschulterig und durch ihre fortwährenden Turnübungen hat sich der Brustkasten erweitert,- allein, was die Stattlichkeit betrifft, so fällt ein vergleich zu Gunsten unserer Rekruten aus. Nur in einem Punkte scheint mir der deutsche Soldat dem unserigen durch- gehend überlegen, und dies mag dem Umstande zuzuschreiben ein, daß seine Hosen gewöhnlich sackartig sind und die Schöße ieines Waffenrockes, gelinde gesagt, umfangreich. Aber er sieht sicherlich „fester auf den Beinen" aus, als viele unserer Lekruten, und auch kräftiger gebaut von den Hüften ab. Es mag das zu seiner Fähigkeit beitragen, unter der ihm auf- erlegten Last kräftig zu marschiren. So wie er da steht zur Parade, mit feinem Tornister aus Kalbfell, Mantel und Zelt )rrüber gerollt, mit feinen Patronentasche», seinem Spaten, mt Flinte und Seitengewehr, sowie seinen Kleidern, trägt Jet deutsche Soldat wohl mehr als 60 (engt) Pfund auf tem Leibe. Damit dies jedoch nicht mißverstanden werde, tota ich hinzufügen, daß der Tornister mit seinem Inhalt, niit dem Mantel, dem Zelt und dem Kochgeschirr nur 24 Pfund ivcegt, und man darf kaum annehmen, daß unsere eigenen i Leute, die ja jung sind, diese Mehrlast nicht ertragen könnten, nenn sie darauf gehörig eingeübt wären. Eine Eigenthümlickkeit des deutschen Infanteristen sind I (eine Stiefel. Es find rauhe „Wellingtons" mit viereckigen Stpitzen, die gut an den Knöchel schließen und worein die Hosen gesteckt werden. Diese Stiefel mögen sehr dienlich sein mit ihnen schwerbenagelten Sohlen und die Form verhindert siä-erlich das Eindringen von Koth zwischen die Beinkleider umb die Schube, was bei Gamaschen auch vermieden wird- bei nassem Wetter jedoch müssen die Stiefel schwer aus- I zuziehen sein und kann nur wenig Luft an die Füße kommen. Trotzdem ist der deutsche Soldat an sein seltsames Schuhwerk 1 gut gewöhnt, er trägt feine wollenen Strümpfe, sondern Fußlappen, was ihn nicht verhindert, mit den Schritten eines Niebesiegten über Land zu marschiren. Immer und immer zählte ich die Marschgeschwindigkeit der (Solennen nach, und ich fand, daß sie beinahe 4 Meilen (6,4 Km.) in der Stunde machten und daß die Infanterie thatsächlich in manchen Fällen vor der ihr folgenden Artillerie lief. Diese Schnelligkeit, wobei ich die Halte nicht mitrechne, können die Leute sehr lange aushalten. An einem heißen Tage sah ich sie, weiß vor Staub, nach einem beschwerlichen Marsche von 18 bis 20 Meilen (29—32 Km.) mit demselben großen Schrite daher kommen, in guter Ordnung und ohne irgendwelche Nachzügler. Den Schießvorrath führt der Soldat in drei Patrontaschen, zwei vorn und eine größere hinten- diese Taschen sind practischer als die unserigen. Der Soldat führt 150 Patronen für feinen Mannlicher und daö Magazin ist auf fünf Patronen berechnet. . . . Die Rasanz ist, glaube ich, geringer als diejenige des Lee-Metford-GewehreS, aber das deutsche Gewehr ist etwa ein Pfund leichter. Es gibt wenig ältere Unteroffiziere in den Bataillonen. Große Begünstigungen werden den Leuten angeboten, um sie zum Capituliren zu bewegen, indeß werden wenige über zwölf Jahre behalten, und so viel ich beurteilen kann, find bei Weitem die meisten, auch die Sergeanten, nicht länger als drei Jahre bei der Fahne- sie sehen demnach genau so aus, wie diejenigen Gemeinen, die schon dem Ende ihrer Dienstzeit zugehen. Diese Beschreibung der Infanterie trifft auf die vier Armeecorps zu, die ich auf der Reise in Deutschland beobachtet habe- ich weiß aus guter Quelle, daß sie auch noch wörtlich auf wenigstens vier andere Corps paßt. Frei- lich gibt es Regimenter und möglicherweise ganze Divisionen in anderen Theilen des Reiches, die ausnahmsweise auch so weit voran sind, was daS gute Aussehen betrifft, aber bei den Leuten der Armeecorps, die auf den beiden Seiten des Rheines ausgehoben werden, trifft meine Beschreibung zu. Ehe wir zu Schlußfolgerungen übergehen, sei an den Unterschied zwischen dem deutschen und unserem Heere erinnert. Wir haben ein kleines Heer von Söldnern. Deutschland kann zwei Millionen in den Feldzug führen und kann jeden tauglichen Mann ausheben. Wir sind in der Lage, Leute, welche die erforderliche Größe nicht haben, abzuweisen - Deutschland aber muß, um die notwendige Heeresstärke zu erhalten, ein geringeres Maß annehmen, und es ist nicht ausgeschlossen, daß, wenn es, wie wir, nur 210,000 Mann aufzubringen hätte, seine Bataillone den unserigen überlegen wären. Wie dem auch sei, unsere Infanterie, Mann für Mann, ist selbst zu Hau,e an äußerlichem Ansehen der deutschen Linie überlegen. Aber die wichtigste Frage ist nicht die, welches Heer die stärksten und sehnigsten Leute hat, sondern die, ob unser besseres Rohmaterial so gut ausgearbeitet ist als das deutsche. Zwischen der englischen und der deutschen Cavallcrie kann in zwei Hinsichten ein Vergleich nicht gezogen werden. Sowohl die Stattlichkeit als die Reitkunst unserer Truppen sind entschieden überlegen. Darin ist überhaupt die englische Cavallerie der besten überlegen, die es auf dem Festlande giebt, und unsere indische leichte Reiterei hat ihresgleichen weder in Deutschland noch in Frankreich. Der junge deutsche Soldat scheint, wiewohl daö Reiten in den letzten Jahren besser geworden ist, sich nicht gut im Sattel zurecht zu finden- er sieht aus, als ob er im Felde nur deshalb von Nutzen sein könne, weil sein Roß militärfromm ist. Alle Regimenter führen hohle Stahllanzen, Säbel und Mehrladercarablner - gewisse Reiter führen Revolver. Die Lanzen mit ihrem fröhlichen Fähnlein sind das einzige Schaustück bei Ulanen und Dragonern, mit Ausnahme der Helme. Die langen Stiefel sind schwerfällig gemacht und nicht gefirnißt und den Waffenröcken mangelt der gute Schnitt, her nach unseren Begriffen beim Soldaten nicht fehlen darf. Die Pferde fordern beim ersten Blick keineswegs dieselbe Bewunderung heraus wie die gestriegelten und gut genährten Thiere unserer Reiter. Indessen, wie verhältnißmäßig geringwerthig sie zu sein scheinen und ob sie auch im Vergleich zum Reiter zu leicht auSsehen, sie beweisen, daß sie gut gehalten sind- so herabgekommen, wie sie infolge des harten sommerlichen Werkes aussehen, sind sie nur mehr Haut, Knochen und Sehnen, aber dabei vollkommen felddiensttüchtig. Was am meisten auffällt, ist ihre vollkommene Ruhe im Glied. Das Gebiß ist leichter als bei uns und die Reiter sind weniger gewandt, unb doch ist es erstaunlich, wie leicht sie auf dem Marsch aufschließen. Thatsächlich sind sie bestens gezähmt unb ebenso gut gebrillt wie bie Mannschaften. In einer anberen Hinsicht theilen sie bie Eigenthümlichkeiten ihrer Reiter: sie ftnb ebenso weit bavon entfernt, bem lanbläufigen Begriff von einem Schlachtroß zu entsprechen als bie Leute bem fröhlichen Husaren ober bem blitzschneibigen Infanteristen auS den Romanen gleichen. Weder ein Ulane noch ein Infanterist sieht so auS, als käme er von einem kriegerischen Zuge. Täppisch, geduldig unb gutmütig ist er, ein FriebenSmensch burch unb burd), trotz alles kriegerischen Zierraths- selten sieht man in ber Reihe ein Gesicht, baS die Kennzeichen des „Teufelskerls" aufweist, unbändig im Frieden und sehr viel werth im Kriege. Jenen natürlichen Hang zum Fechten auf eigene Rechnung, den wir beim Kelten finden, jene Abenteuersucht, bie vornehmlich bie Anglo-Dänen auszeichnet, bürfen wir bei biefen Leuten mit bem friebvollen Aeußern nicht suchen- unb boch, was auch ihre natürliche Anlage in anberer Richtung sein mag, wir fühlen unwillkürlich, baß er sich instincttv in bie Dis- eiplin ergiebt. Er ist nicht zur Unabhängigkeit erzogen, er hat viel Gemüth unb wenig Zünbfeuer, aber er kann gehorchen, folgen unb beharren. Wie bei ber Cavallerie ftnb bie Pferbe auch bei ber Artillerie scheinbar zu leicht für ihre Aufgabe, befonberö wenn man sie mit ben Thieren bei uns vergleicht- aber sie ftnb gut abgerichtet und sehen am Ende der Manöver ebenso arbeitstüchtig als am Anfang, trotz ber staubigen Straßen unb bes schweren Bobens. Auch hier giebt eS keinen Glanz unb keinen Flitter- bas Geschirr, alt unb geflickt, aber reinlich unb bienlich, sieht mehr arbeitsmäßig als schön aus. Auch in bieser Waffe zeigt sich in ber Art, wie bie schweren Abteilungen von sechs ober acht Batterieen auf bem Marsche aufschließen ober als eine einzige Einheit über bie Felber fahren, bie ausgezeichnete Schulung von Mann unb Pferb. Aus bieseS „Aufschließen" habe ich großes Gewicht gelegt; einigen meiner Leser wirb die Wichtigkeit desselben nicht sofort einleuchten. Wenn man bebenfe, wie viel Raum bie Truppen auf bem Marsch bebecken — nehmen wir oberflächlich 2000 Mann auf bie Meile —, so heißt bas, baß eine in Marsch befinbliche Colonne sich allmälich in die Länge zieht, unb daß die letzten Truppen alsdann, wenn der Feind in der Nähe ist, lange Zeit brauchen, um in die Action zu gelangen. Und Zeitersparniß ist von der äußersten Wichtigkeit, denn „im Kriege", sagt Napoleon, „rechnet man mit Minuten und nicht mit Stunden." Wenn die Truppen nicht gut ausschließen, so sind sie nicht gut geschult- unb eine Infanterie ober Cavallerie, die zerstteut marschirt, b. h. mit großen unb ungleichen Abstänben, zwischen ben Zügen, mit größeren Abstänben hinten als vorn, marschirt nicht gut, gleichviel, welche Entfernung sie in einem Tage zurücklegt. In beiben Hinsichten, was bie Marschlänge unb bas Einhalten ber Ab- ftänbe betrifft, geht eS bei allen Waffen bes beutschen HeereS tabellos zu. Deutscher Reich. Berlin, 10. October. Der Kaiser hat sich nach Beenbigung seines Jagbaufenthaltes in Ostpreußen birect nach Schloß Hubertusstock in ber Schorfhaibe begeben. Die Kaiserin begrüßte ihren hohen Gemahl in Eberswalbe unb begleitete ihn bann nach Hubertusstock. __ In ben Kreisen ber Weinprobucenten macht sich eine immer schärfere unb «eitergreifenbe Opposition gegen das projectirte Reichswein st euerproject geltend. AuS allen Weinbau treibenden Gegenden unseres Vaterlandes, vom Rhein unb von ber Mosel, vom Neckar unb vom Main, kommen Melbungen, welche genugsam erkennen lassen, wie einmüthig unb entschlossen bie Weinintereffenten in ber Be- kämpsung^ber neuen Weinsteuer ftnb. Dagegen gilt für die Interessenten in der Tabakbranche bezüglich deren Stellungnahme gegenüber dem Tabaksteuergesetzentwurf nicht das Nämliche, denn während Fabrikanten und Händler sich entschieden ablehnend gegen den Entwurf wenden, was angesichts der vorgeschlagenen Fabrikatbesteuerung allerdings auch erklärlich erscheint, beginnen die Tabakpflanzer theilweise eine dem Entwürfe günstigere Stellung einzunehmen. Speciell gilt dies von ben kubischen Tabakpflanzern, bieselben hielten am Sonntag in Heibelberg eine große Versammlung ab, in welcher beschlossen würbe, für die Einführung der Tabak- fabritatfteuer energisch einzutrelen, wenn damit die Aufhebung der Jnlandssteuer, unter Beibehaltung des Tabakzolls in der jetzigen Höhe, verbunden sei. Die sämmtlichen deutschen Tabakpflanzer sollen aufgefordert werden, sich dieser Resolution anzuschließen. — Jedenfalls wird es sich der Bundesrath angelegen sein lassen, bei der Vorerörterung der ihm nächstens vermuthlich zugehenden neuen Reichssteuerentwürfe sowohl die Interessen der hierbei zunächst, in Bettacht kommenden Bevölkerungskreise wie auch die Interessen ber Allgemeinheit genau zu prüfen und gegenseitig abzuwagen. — Der Tabak st euer-Gesetzentwurf soll in aller« nächster Zeit zur vollständigen Veröffentlichung gelangen, so daß man endlich auch über die Höhe der Steuersätze Authentisches erfahren wird. — Die letzthin aufgetauchten ZeitungSgerüchte über besonders hohe Forderungen für Marinezwecke im Etat für 1894/95 werden von der „Nordd. Allg. Ztg." auf Grund eingezogener Informationen von zuverlässiger Seite dementirt. DaS halbofficiöse Blatt versichert, die Mehr« forderungen deS Marineetals würden daS durch die plan« mäßige Fortentwickelung der Marine Erforderliche nicht über« schreiten, — Die- Dementi klingt ganz erfreulich. — Zum bevorstehenden Zusammentritt einer Commission von hervorragenden Cavallerie- Offizieren wird der „B. B.-Ztg." von militärischer Seite geschrieben: Die Erfahrungen der jüngsten Manöver galten vornehmlich der Cavallerie. Mir besonderem Jntereffe wird darum dem bevorstehenden Zusammentritt einer Commission von hervorragenden Cavallerie-Ofsizieren entgegengesehen. Fragen, die seit geraumer Zeit als erledigungsbedürftig betrachtet wurden, sollen endlich zum AuStrag kommen. Im Mittelpunkt dieser Dinge steht die Frage einer neuen Exercir- Ordnung für die Cavallerie. Bedeutsam ist die Thatsache, daß ein Gedankenaustausch über die fragliche Angelegenheit mit österreichischen Capacitäten stattfindet und daß die Folge« rungen der gewonnenen Erfahrungen auch im verbündeten Staate an der Donau zu gleichen Neuordnungen führen sollen. Im Ernstfälle würde eine combinirte Cavallerie-Masse auS Truppen beider Staaten sonach Schwierigkeiten nicht mehr begegnen können, denn die tactischen Evolutionen würden bei den gleichmäßig geschulten Reitern nach einem Commando ausgeführt werden können, gehe dies von einem österreichischen oder einem deutschen cavallenftischen Heerführer auS. Die politischen Bortheile dieser leichten Verschmelzung der Truppen der Alliirten springen in die Augen. — Die Russen feste. Wie der „Voss. Ztg." auS Paris gemeldet wird, wird die Postverwaltung für die Dauer des Aufenthaltes des russischen Admiralschiffes in Toulon eine eigene Kabelverbindung zwischen diesem und dem Feftlande Herstellen und an Bord ein Telegraphenamt zum ausschließ« lichen Gebrauch Avellans und seiner Offiziere einrichten. Gleichzeitig verlautet von weiteren Ehrengeschenken für die russischen Seeleute. Die Stadt Toulon stiftet dem Admiral Avellan einen silbernen Becher mit entsprechenden Inschriften und Sinnbildern, andere Städte beschenken die Gäste mit Schaumweinkelchen, Cigarrentaschen, Denkmünzen und Albums. AoS Kurhesseu, 7. October. Der ehemalige PredigtamtS- candidat und jetzige sociald emokratlsche Agitator Th. v. Wächter auS Stuttgart bereist gegenwärtig unsere Gegend und hält in den größeren Städten, wie Hanau, Kassel u. a., in socialdemokratischen Volksversammlungen Borträge, in denen er „die sittliche Berechtigung der soctaldemo« kratischen Bestrebungen" erörtert und ferner nachzuweisen sucht, daß recht wohl ein Soeialdemokrat ein guter Christ sein könne. Er erklärt für den größten taktischen Fehler der Socialdemokratie, daß dieselbe bis jetzt einen großen Theil ihrer Agitationskraft auf den Kampf gegen Religion und Kirche verwandt hat. Wegen seiner versöhnlichen Stellung zum Lhristenthum hält sich v. Wächter für die allein geeignete Person, einen socialdemokratischen deutschen Bauernverein ins Leben zu rufen, was er in aller Kürze auSzuführen gedenkt. Artslau-. — AuS dem Congostaate sind neue Stegesnachrichten in Brüssel, als dem officiellen Sitze der Congo«Regierung, ein« getroffen. Sie besagen, daß die Antisclaverei-Expeditlon des CapitänS Jacques unter Anführung deS Lieutenants Davister die Araber neuerdings schlug und Koffongo, die letzte bedeutende Araberfestung im oberen Congogebiet, eroberte und zerstörte. Einzelheiten stehen noch aus. Paris, 10. October. Marschall Mac Mahon, der ehemalige so gefeierte Paladin deS zweiten Kaiserreiches und nachmalige Präsident der französischen Republik, ist in Paris auf den Tod erkrankt. ES scheint für den Sieger von Magenta oder, wenn man will, für den Besiegten von Wörth und Sedan keine Rettung mehr zu geben, zumal wenn man bedenkt, daß Mac Mahon im November sein 85. Lebensjahr vollenden würde, also schwerlich mehr noch genügende Straft und Zähigkeit des Körpers besitzt, dem Anfalle der schweren Krankheit, die ihn erst vor wenigen Tagen niederwarf, zu trotzen. Ein am Montag Abend auSgegebeneS Bulletin über das Befinden des greisen Marschalls lautet: „Die Lage ist eine ernste, indeffen zeigt sich eine geringe Befferung im Befinden deS Erkrankten." Zur gleichen Zeit scheinen auch die Tage eines anderen, von seinen Landsleuten einst hochgefeierten Franzosen gezählt zu sein, Ferdinand von LessepS. Der an der Schwelle zum 89. Lebensjahre stehende berühmte Erbauer deS Suez-CanalS ist seit einigen Tagen derartig erkrankt, daß keine Hoffnung auf Wiedergenesung vorhanden sein soll. Neueste Nachrichten. WolftS telegraphisches Korrespondenz - Bureau. Berli», 10. October. Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht eine Erklärung deS ProfefforS Reuleaux, wonach an der Behauptung des „Iran Age", Reuleaux hätte in einer in Chicago gehaltenen Rede die deutschen Arbeiter unter die amerikanischen gestellt, kein wahres Wort sei. Reuleaux habe die bedeutenden Fortschritte der Amerikaner in Bauwerkzeugen und Vorrichtungen, sowie Maschinen für GenauigkeitSmeffungen hervorgehoben, aber gar nicht von der Tüchtigkeit der Ar« better gesprochen, noch weniger habe er Vergleiche der beiderseitigen Arbeiter angestellt. '■Rom, 10. October. Der „Agenzia Stefan!" wird auS London telegraphirt, die Admiralität habe heute endgilttge Verhaltungsvorschriften für den Besuch deS englischen Geschwaders in den ualienischen Häfen an den Admiral Seymour erlaffen. DaS Geschwader werde am 16. October in Tarent eintreffen und sich dann nach Spezia begeben. Diesen Weg habe die Admiralität mir Rücksicht auf die im Mittelmeer zur Zeit giltigen Quarantäne-Maßregeln vor- gefchrieben. Loudon, 10. October. Die heute in Derby abgehaltene Versammlung der Grubenbesitzer verwarf neuerdings die Forderungen der Bergarbeiter, die Arbeit zum alten Tarif wieder aufzunehmen, schlug jedoch zwecks Beendigung deS gegenwärtigen NothstandeS den Wiederbeginn der Arbeit am nächsten Montag bei 15procentiger Lohnherabsetzung vor. Die Grubenbesitzer schlugen ferner die Ernennung eines aus Grubenbesitzern und Bergleuten bestehenden Schiedsgerichts zum Zwecke der Lohnregulirung in Zukunft vor. Brussel, 10. October. DaS Bureau der Internationalen FriedenSliga hielt bei geschloffenen Thüren seine erste Sitzung. Ministerpräsident Beernaert empfing heute Morgen die Delegirten. Charleroi, 10. October. Im Kohlenbecken von Charleroi hat die Erregung erheblich nachgelassen- zweitausend Arbeiter nahmen die Arbeit wieder auf. Die Agitation ist eingestellt. Die Wiederaufnahme der Arbeit wird voraussichtlich morgen bereit- umfangreicher sein. Depeschen deS Bureau „Herold". Berlin, 10. October. Die „Nordd. Allg. Ztg." weift in einem Leitartikel über die geplante Tabakfabrikat, steuer statistisch nach, daS Geschrei über die drohende Ueber- lastung des Tabaks sei ungerechtfertigt, da bisher Deutschland im Gegentheil zu den anderen Ländern jährlich die geringste Einnahme auS Tabak ziehe. Das Blatt betont, es handle sich nicht um eine Deckung zukünftiger, sondern um eine solche bereits beschlossener Ausgaben, um Beseitigung der Wirkung von Mindereinnahmen. Berlin, 10. October. Heute Mittag 48/4 Uhr hat die Leichenfeier des verstorbenen Generals v. Versen mit militärischen Ehren ftattgefunden. Das Kaiserpaar hatte einen Galawagen entsandt und prächtige Blumenspenden am Sarge niederlegen laffen. Berlin, 10. October. Das ReichSmarineamt hat für die Schiffe der kaiserlichen Marine neue Bestimmungen über die Seeklarheit der in Dienst gestellten Schiffe auS- gearbeitet, da sich die bisher in Kraft gewesenen Bestimmungen vom 11. September 1887 als veraltet erwiesen haben. Die neuen Berichte über die Seeklarmeldungen berühren einunddreißig Hauptpunkte. Berlin, 10. October. Eine gestern abgehaltene Anar- chisten-Versammlung, welcher viele fractionelle Socia- lislenführer beiwohnten, verlief äußerst tumultuös. Werner sprach über unehrenhafte Handlungen der socialdemokratischen Führer und griff namentlich Grillenberger, Fischer und Bebel an. Berlin, 10. October. Die osficiösen Angaben, soweit eine gesetzliche Regelung deS ContractbruchS der ländlichen Arbeiter geplant sei, sind laut „Doff. Ztg." nicht ganz zutreffend. Richtig sei nur, daß die Regierung eine umfassende Abänderung der bestehenden Vorschriften über die Beschäftigung der ländlichen Arbeiter schon seit längerer Zeit erwäge. Berlin, 10. October. Die vollständige Veröffentlichung deS TabakfabrikatsteuerentwurfeS soll in den allernächsten Tagen, noch lange vor Eröffnung des Reichstages erfolgen, dagegen sei über die wesentlichsten Punkte deS Weinsteuerentwurfs zwischen den Regierungen noch keine Verständigung erzielt. Lübeck, 10. October. Anläßlich der morgigen Feier des 750jährigen Bestehens Lübecks ist die Stadt prächtig geschmückt. Eine Reihe von Festlichkeiten finden heute Abend und morgen statt. Mannheim, 10. October. Da eine Choleragefahr nicht mehr existirt, sind alle Schiffscontrolstationen zwischen Mannheim und Düffeldorf aufgehoben worden. Würzburg, 10. October. Die heute begonnene Ver« Handlung gegen den Lieutenant Hofmeister, welcher wegen socialistischer Umtriebe angeklagt ist, findet unter vollständigem Ausschluß der Oeffentlichkeit statt. Bern, 10. October. ES gilt für sicher, daß die Schweiz vom 1. Juni 1894 ab der mitteleuropäischen Zeit beitreten werde. Wien, 10. October. Zum Schutze der österreichisch- ungarischenUnterthanen wurde baß Kriegsschiff „Zriny" von Gibraltar nach Brasilien beordert. Rom, 10. October. Die erste und zweite Division deS englischen Geschwaders laufen am 14. dss. Mts. in T a rent ein. Neapel, 10. October. Der „Matino" veröffentlicht eine Depesche aitß Sp ezzia, wonach der König und der Prinz von Neapel am 12. d. M. dorthin kommen, um das englische Geschwader zu begrüßen. Der Marineminister trifft am 15. d. M. ein. Mainz, 11. October. Cap ellmeister Kern wurde zu 1 Jahr Festung und Degradatton verurtheilt; heute wurde derselbe von hier forteßcorttrt. Würzburg, 11. October. Der UrtheilSspruch gegen Lieutenant Hofmeister wegen socialistischer Umtriebe wurde lla/4 Uhr Nachts verkündigt. Hofmeister wurde frei- gesprochen. Locialwissenschastlicher (Kongreß zu Frankfurt a. M. Die am Sonntag unterbrochene DiScussion wurde heute Morgen fortgesetzt, allerdings bei einer weit geringeren Theil- nehmerzahl als gestern, da Viele derselben bereits abgereist waren. Zunächst schilderte Herr Will-Hamburg die noch tief im Argen liegende Arbeitsvermittlung für Matrosen und Schiffsarbeiter. Er verlangte, daß die Rheder em Arbeit-nachwelS-Bureau, ähnlich dem der Hamburg-Arnenkanifchel Packetfahrt-Aktiengesellschaft errichten. Herr Amtsrichter Kuhlmann-Braunschweig glaube daß die Arbeitsvermittlung noch so ideal durchgeführt, die Arbeitslosigkeit nicht beseitige. Der Kampf zwischen Arbeu. gebern und Arbeitern muffe durch baß Eingreifen der neu. traten winhschaftlichen Kreise entschieden werden. Müller-Brackwede spricht für die städtischen ArbeitSnach, weise unter einer vom Reich zu unterhaltenden Centralsteve und hofft, daß er und der Vorsitzende beß Berliner Arbeit!. Nachweise- Herr Dr. Freund demnächst eine Zusarnmenknnst ' von Interessenten zum weiteren Verfolg deS ProjectS anlassen werden. Ihm folgen noch die Herren Hamel-Bockenheim, Junge- Bremen, Freytag-Frankfurt, Nitzsche-WieSbaden, Boffe Offe» bach, Dr. Quarck-Frankfurt, Schwartz-Lubeck, Hütsch-Franksun, Göller-Frankfurt, Legien-Hamburg, Brandt-Frankfurt, dorf-Wien, Kindler-Niederrad, Fladnng-Bockenheim und Katzen. 'tein-Gießen, alle, je nach ihrer polittschen Ansicht, Stellung zu den beiden Hauptftagen Arbeitsvermittlung und Arbenz, stattstik nehmend. Wenn man auch vor allzu großen Erwartungen warnte, so glaubt man doch von der Durchsührvog der grundlegenden Projecte eine Befferung der Derhältniffe auf dem Arbeitsmarkte erhoffen zu dürfen. Nachdem die drn Herren Referenten, Prof. Dr. T ö n n i eS - Kiel, K. Klog. Stuttgart und Dr. Hirschberg.Berlin, zurückkommend auf ihre Ausführungen, die im Laufe der DiScussion geroonnentn Ansichten theilS ergänzten, manche aufgetauchte irrige Sui- faffung richtig stellten, hatte die Hauptverhandlung ihr Sude erreicht. Der Vorsitzende beß CongreffeS, Herr Ctabtrath Dr. Flesch-Frankfurt gab fobann em übersichtliches Bild der zweitägigen Verhandlung. Der Gedankengang, daß man durch Verkürzung der Arbeitszeit und durch Lohnverbefferung die Arbeitslosigkeit bekämpfen, schließlich aber zur collectivlftischen Production übergehen müffe, habe zwar viele Vertreter « der Versammlung gefunden, sei indeß wohl etwas vorn cigem. lichen Thema abgeschweift. Geeinigt habe man sich über die Rothwendlgkeit, Arbeitslosenstatistiken durch Staat und Ge- meinden unterstützen zu laffen. Betreffs der ArbeitS-Nachweiie sei man der Meinung, daß diese weit beffer durch die Gemeinden, als durch Vereine und Private gehandhabt werden. Die Unentgeltlichkeit deS Nachweises fei im Princip fast von allen Rednern gefordert worden und wenn auch die Br rathungen den Gegenstand nicht völlig erschöpften, so sei bei eine Verständigung durch gemeinschaftliches Arbeiten der in- teressirten Streife ermöglicht. Wer Recht behalte, das nt&fa die Zukunft lehren, denn die Dinge sähen auS der Ferne anders aus als wie in der Nähe. Redner schloß sein Resumä mit den Worten. „!Ba unseren Congreß gesehen hat, wird zugeben müssen, baß tl sich dabei um ein Problem hanbelte, dessen Lösung von allen Gliedern der Gesellschaft als nothwendig erkannt wird und dankte Redner Allen, die zu dem Gelingen der Veranstaltung beigetragen. Herr Dr. Mül le r-Brackwede gab dem Dank, gefühle Ausdruck, daS alle Theilnehmer empfunden, daß das jetzt freie deutsche Hochstift diesen so bedeutsamen Congreß angeregt, womit derselbe Nachmittag» 31/, Uhr sein Ende erreichte. Coeafcs unb provinzielle». Sießeo, den 11. October 1893. ♦* Zur Landtagswahl. Wenn eine der „Franks. Ztg." auS Heffen zugegangene Nachricht, daß Herr Köhler auf bas Mandat für den Wahlbezirk Gießen - Land zu Guosteo von Hungen-Lich verzichte, auf Thatsachen beruht, so fttbt eine Nachwahl für Gießen-Land bevor. Herr «öh'cr soll den Wahlmännern Herrn W. Bähr zu Hermhag vor- geschlagen haben. J. B. Nene» Theater, Ernst v. Wildenbruch hatte wegen der Schöpfung, welche morgen (Dienstag) Abend tm Neuen Theater in Scene geht. — „DieHaubenlerche" — von gewisser Seite die schwersten Vorwürfe zu bestehen. Er, der Epigone, der sich sonst auf hohem Kothurn und in elasfischem Jambengewande bewegte, wagte die bekannte Scene mit Lena Schmalenbach zu bieten, welche bei der ersten Aufführung einen Theil beß Publikums mit lähmendem Schrecken gefangen hielt. Aber ber Dichter selbst vertheibigt im „Magazin für Litteratur" mit eblem Feuereifer feine Sache unb gelangt im Verlaufe feines geistvollen Essay» za bem Schlüsse, baß bie heutige Dramatik, um gesunde» und lebendiges Blut zu gewinnen, nothgedrungen der Unerbittlichkett bedarf. Diebstahl. In verflossener Nacht wurde au» der Kellnerstube eine» hiesigen Hotel» eine silberne Uhrkette, ein Mecklenburger und zwet Weimarer Lotterieloose ent» wendet. Der Dieb hatte sich, während die Kellner «4 thätig waren, eingefchlichen, einen Koffer erbrochen und H Sachen herauSgenommen. Zwei weitere Soffer wurden doi dem Dieb zu öffnen versucht. •* 3« hiesigen Schlachthause ist am vorigen Montag ein Hammelfell zurückgeblieben- der unbekannte Sigett- thümer kann dasselbe abholen laffen. •• Die hessische LandeSfeuerlöschordnung vom 29. März 1890 entbindet von den Diensten der Pflichtfeuerwehr die durch Krankheit ober Gebrechlichkeit, sowie bie durch öffentliche Berufspflicht verhinderten Personen, weiterhin Aerzte, Apotheker und die Angehörigen de» activen Heere». Hier in Gießen waren nun Rechtsanwälte zu den Uebungen der Pflichtfeuerwehr herangezogen worden, was den Vorstand der hessischen Anwaltskammer zu einer Remonstration beim Ministerium veranlaßte. Da» Ministerium hat daraufhin, wie die „Franks. Ztg." meldet, die Shreißämter angewiesen, die Rechtsanwälte zu den Pflichtfeuerwehren für die Folge nicht wehr heranzuziehen, da sie den durch öffentliche Berufspflicht verhinderten Personen beizuzählen feien. irägung tritt bei " tu 1891 U TanzMig Mfeiten be» IS sttchewtillwoch sc uf bat 25. Mä> .“VL »n. i, h< L°°> »t «•cd**«« hier L ‘ S?*? und fr* « g.'JMtait bi 9 t S»l Cier Iti bra, wie sich ztgang», würbe strschiw da pintf k.gl-öer bie tarnen 'M, aber (t 01 ^mingei UtUibt m 011 dem tat, Der •tn bttiägt vohl V" cerbienten bie Cer ® . JW «L wie(e Vertreter ? etwas bomeigt E mau srch über I euch Ttaar uub (« sderArberlS-M- it besser durch tie >■ ile gehandhabt ei im Princip fc- 5 wenn auch di,! erschöpften, so sei ltches Arbeiten h cht behalte, dar: sähen aus der : den Worteif ugeben müssen, v 'tfitn &>fung m ckr big triam oirb nur |en ber SBaanfalhmg mtbt dern Dank- : rrn^Mu, datz da- i bedeursarnrn liongn; S 31/, Uhr sein M nzlcller. 11. October IN ne der „Franks. - ß hm Köhler. t'tzen-Land zu & fachen beruht,1 d bevor. Her - lhr zu §trnto ■ flilbtnittä ie , MStagf Aden!: eHaubenberchv- >ürse zn besteht^.' |tm Kothurn u.1 att W bekannt!^ 1( welche bei der M lkurns mit lä^ Achter selbst ö* edlem Feuerchr " S geistvollen W otif, m «‘1*1 „gmbirUntttoM M-Ht »",d- * ttnt IM-" * „r Lotter,eloose e ihrevd die sffer erbrochen mi irre Koffer wurden lt am vorigen W der unbekannte «P rdollUg D0D1 SÄ Ar.!*» tiven $te^2n: e ft* t, was den v" ss- !vn^""kk n • • KvostNotiz. August Junkermann, welcher sich ia zwei Welttheilen seinen Ruf als bester Reuter-Interpret begründet har, begeht im Laufe dieser Saison den Gedenktag seiner 40jährigen Bühnenthätigkeit. Als Reuter-Darsteller nab Vorleser hatte August Junkermann dreimal die bedeu- irndsten Städte der Union besucht und am 14. Februar 1893 n Chicago unter jubelndem Beifall zum 1000. Male seinen /Onkel Bräfig" gespielt, auch in Deutschland, Oesterreich- Ungarn, Holland, Rußland, Belgien und Schweiz wiederholt mir sensationellem Erfolge gastirt oder Reuter-Vorträge gehalten. Nun befindet sich Junkermann auf seiner Jubiläums- Lournöe und wird im Laufe der Saison auch in unserer Stobt auftreten, wo er gewiß von allen Kunstfreunden willkommen geheißen werden wird. * * Der älteste Arzt im Großherzogthum Hessen ist wohl Dr. Gg. Mylius in Nieder-Saulheim, welcher bereits seit 1830 practicirt. • • Schont die Augen bei Dämmerlicht. Jetzt, wo die Abende immer länger werden und die Dämmerung immer früher hereinbricht, liegt für Viele die Gefahr nahe, sich das Augenlicht zu verderben. Die Abende sind bereits zu kühl, um sich im Freien aufzuhalten, so bleibt man im Zimmer und verkürzt sich die Zeit durch Handarbeit oder Lesen. Um nun die Lampe anzuzünden, ist es in der Dämmerstunde noch „u hell, zum Lesen und Arbeiten aber wieder zu dunkel. Dessen ungeachtet können sich aber, wie die zunehmende Kurzsichtigkeit beweist, so Viele von ihrer Beschäftigung nicht nennen und lesen, nähen, häkeln oder sticken so lange noch fort, als e« nur irgend angeht. Natürlich rächt sich diese Unvernunft. Die Folgen stellen sich in einer Weise ein, daß der Schaben nicht mehr gut zu machen ist. Wem also sein Äugenlicht lieb ist, der vermeide in Dämmerzeitcn jede Beschäftigung, welche besonders die Sehkraft in Anspruch nimmt. ♦♦ Neu geprägte Zweimarkstücke sind jetzt zur Ausgabe gelangt. Sie unterscheiden sich dadurch von den alten, daß ber flache Grund in Glanzprägung hergestellt ist. Durch biese Neuerung soll den Falschmünzern die Ausübung ihres unsauberen Handwerks erschwert werden. Die Prägung tritt bet den neuen Zweimarkstücken ungemein scharf hervor. * * Der 1894er Kalender. Im nächsten Jahre werden bie Tanzlustigen nur kurze Zeit die Freuden und Herrlichkeiten des Carnevals durchkosten können, denn der Aschermittwoch fällt schon auf den 7. Februar, Ostern fällt auf den 25. März, Pfingsten auf den 13. Mai. 8 Aus Oberheffen, 9. October. Ein seiner Schwindel, 6ti dem, wie sicher anzunehmen, nicht wenige auf den Leim gegangen, wurde kürzlich von Berlin aus ins Werk gesetzt, ^schien da jüngst in vielen Blättern eine Annonce mit dem btägedrucktem Vexirblld eines Mannes. Wer in letzterem Frau, Mutter und Schwiegermutter entdeckte, dieses Bild bann einschickte und 1,20 Mk. beifügte, der bekam drei Stück betr „weltberühmten Milch-Creme-Seife", genannt „The Milk Cream Soap“. Unter den 24 ersten Bestellern solllten dann der Reihe nach dem Eingang der Bestellungen eme silberne Taschenuhr, ein goldener Ring und viele andere ivcrthvollen Geschenke vertheilt werden. Die Namen der glücklichen Gewinner wollte man 14 Tage nach dem Erscheinen bot Annonce in derselben Zeitung bekannt geben. Die Ein- lenber des Betrages bekamen allerdings drei Stückchen Creme- Srife, gleichzeitig dabei die verlockende weitere Einladung, sich für den Betrag von 13,25 Mk. 15 CartonS ä 3 Stück Milk Cream Soap kommen zu lassen, wobei sie alsdann eme „wirkliche Columbia-Uhr" als Extra-Prämie erhalten sollten. Oder wer 12 Cartons ä, 3 Stück der genannten Seife für 10,75 Mk. bestellte, der sollte mit „einem sehr schönen goldenen Ring mit echtem Stein" oder nach „Wahl eimcr kleinen, niedlichen Schwarzwälder Uhr" beglückt werden. Wrm hierbei die Augen nicht aufgingen, gerieth erst recht ins Garn. Inzwischen war die Zeit längst verstrichen, in welcher die Namen der 24 ersten Besteller veröffentlicht werben sollten, aber keine Spur davon erschien. Da richtete sich nun ein „Hereingefallener" direct brieflich an die Seifen- sirma, dieselbe um Ausschluß bittend. Allein die Postkarte kam mit dem lakonischen Postvermerk zurück: „Firma erloschen". Der reelle Werth dieser Milch-Creme-Seifestückchen beträgt wohl höchstens 10 Pfg., für drei 30 Pfg.; mithin verdienten die Herren Seifenhändler noch netto 70 Pfg. Wer aber z. B. 12 CartonS ä 3 Stück bestellte, bekam für 10,75 Mk. höchstens Seife im Werthe von 3,60 Mk. Die kxtra-Prämie, „eine niedliche Schwarzwälder Uhr" kauft man überall für 1,60 Mk. Also wurde ber Besteller auch hierbei um die Hälfte des event. Werthes, die Seife kann auch noch minderwerthiger sein, geprellt. Ob der Ochsenkopf, welcher als Symbol den Seifestückchen ausgeprägt ist, am Ende nicht ironisch bedeuten soll: Die Dummen werden nicht alle, ist nicht unglaubhaft. Da die Seifenfirma auf ihren gedruckten Briefen auch bereits den Namen Prag, ber aber ausgestrichen, geführt, so ist sicher anzunehmen, baß dieselbe auch von anderen Städten aus, vielleicht unter anderem Namen, ihre echte „Einseiferei" versucht. Darum sei hiermit davor gewarnt. § Vom oberen Vogelsberg, 8. October. Seit einigen Tagen herrscht hier Regenwetter, so daß Felder und Fluren mit Wasser überfüllt sind. Die gegen Ende des Sommers den Viehbesitzern anscheinend zu statten kommenden Mengen an Grummet und Klee (zweiter Schnitt) können fast gar nicht mehr gefülttert werden, weil diese Erzeugnisse meistens infolge des Futtermangels gedörrt wurden. Grummet und Klee (ebenfalls zum Dörren) ist saft nicht Heimzubringen und ans Füttern mit demselben nicht mehr zu denken, eß muß zum Streuen verwendet werden. Es ist noch viel Roggen auszusäen, doch ist in den ersten Tagen an das Befahren der Aecker infolge der großen Nässe gar nicht zu denken. Mit dem Ausmachen der Kartoffeln ist schon begonnen worden, die Erträge sind soweit ziemlich gut, faule Kartoffeln finden sich selten. — Die Preise für Rindvieh und Schafe sind zurückgegangen. So kommen feit einiger Zeit Händler hierher, welche Kühe zu 45 bis 60 Mark das Stück kaufen, Schafe das Stück 8 bis 11 Mk. Die' meisten Landwirthe sind jedoch so klug und schlachten ihre Schafe, welche sie nicht über Winter behalten wollen, selber für ihren Haushalt. Nidda, 6. October. In voriger Woche starb hier ein Mann, der erst vor drei Jahren hierhergezogen war und im Kreise der Bienenzüchter weit und breit bekannt war, Herr Keck, gewöhnlich ber „Bienenkeck" genannt. Er hatte hier eine Fabrik von Dzierzonstöcken erricytet, aus der schon Tausende von Bienenstöcken hervorgegangen sind. Die Fabrik wurde mit Dampf betrieben und von vielen Bienenfreunden mit Interesse besichtigt. Obwohl der Besitzer im besten Aller von 44 Jahren seinem Berufe und seiner Familie entrissen wurde, so wird doch bie Fabrik, der ein geschultes Personal zur Verfügung steht, ohne Störung weitergeführt werden. Schotten, 9. October. Auf eine Eingabe des Herrn Heinrich Wilhelm Cloos, Holzhändler in Nidda, an das Großh. Ministerium der Finanzen in Darmstadt, betr. Herstellung einer Holzverladerampe auf der Station Schotten, beabsichtigt das hohe Ministerium in entgegenkommendster Weise für die nächste Budgetperiode den erforderlichen Betrag in den Voranschlag einzustellen, und nach Bewilligung desselben die Rampe, wenn irgend möglich, noch im Laufe des nächsten Jahres zur Ausführung bringen zu lassen. Büdiogeu, 9. October. Fürst Bruno zu Isenburg und Büdingen erlegte am Samstag den vier-hundert- ft en Damhirsch, welches Ereigniß eine würdige Feier beschloß. Darmstadt, 10. October. Am Samstag endigte dahier der Cursus für „Handfertigkeitsunterricht in den Schulen", welcher durch Herrn Pros. Kumpa ins Leben gerufen und von ihm in vorzüglicher Weise geleitet wurden Es nahmen außer 28 Lehrern aus Hessen eine Dame von Berlin und ein Lehrer aus Zürich Theil, welche Alle mit großem Eifer und großer Liebe zur Sache arbeiteten. Mit regem Interesse verfolgt man bie Kmnpa'sche Methode und eine erfreuliche Anerkennung findet sich in ber staatlichen Einführung derselben schon in Jena. Etwas Tüchtiges bricht sich Bahn und so möge für die jungen Söhne aus dem Volke dies bald überall Einführung finden zum Segen unseres Handwerks. WormS, 8. October. Der seit einigen Tagen vermißte Gymnasiallehrer Reuter wurde nach dem „Alz. Beob." todt im Rhein aufgefunden. * Fulda, 9. October. Gestern Abend versammelte sich eine große Menschenmenge mit den Vertretern ber hiesigen städtischen Körperschaften und dem mit Fackeln versehenen Steigercorps der Feuerwehr vor dem Bahnhof, den Zug erwartend, ber die Leiche unseres HerrnOberbürger- meisters von Kassel hierher brachte. Feierlicher Ernst bemächtigte sich Aller, als der Sarg auf den schwarzverhängten Leichenwagen gehoben wurde. Langsam setzte sich derselbe, von den Fackelträgern begleitet und von den Mitgliedern des Stadtrathes und des Bürgerausschusses, sowie fämmtlichen städtischen Beamten gefolgt, in Bewegung, dem neuen Nachhause zu, vor welchem gleichfalls eine fast unübersehbare Menschenmenge stand. Lautlos verhielt sich dieselbe, als der Sarg in das neue, mit Trauerfahne versehene Rathhaus getragen wurde, in dessen großem, schwarz auSgeschlagenen und entsprechend becorirtem Saal die Leiche auf dem Paradebett ausgestellt wurde. Die Gesichtszüge deS Verstorbenen zeigen wenig Veränderung. Ms. AuSKurhesieu, 10. October. Ein leichtfertiger Schütze! Trotz der wiederholten Warnungen im Publikum und Presse, im Gebrauch und Handhabung von Schußwaffen vorsichtiger zu fein, scheinen derartige, durch Leichtfertigkeit verursachte Unglücksfälle eher zu- als abzunehmen, denn heute müssen wir leider schon wieder über ein schweres Unglück berichten, bei dem zwei blühende Menschenleben zu Grunde gegangen sind. In dem Dorfe Grüßen, Kreis Frankenberg, geht ber Sohn eines Schreinermeisterö mit feinem Vater auf die Jagd; er ist erst kürzlich aus dem Militärdienst nach Haufe zurückgekehrt und mit der Handhabung von Schußwaffen angeblich vollkommen vertraut. Nach Hause zurückgekehrt, will er die Doppelflinte reinigen und hält, ans Fenster tretend, um bester sehen zu können, die Läufe zum offenen Fenster auf den Hof hinaus, weil er vergessen hatte, daß ein Lauf noch mit starkem Schrot geloben war. Plötzlich, als er an dem Gewehre herumhantirt, entlud sich der Schuß und ein markerschütternder Aufschrei gellt durch die Luft. Der eigene jüngere Bruder des ThäterS, welcher mit einem Sohne des Nachbars an einem auf dem Hofe stehenden Schleifsteine eine Axt schärfen wollte, war durch den Kopf getroffen worden und stürzte als Leiche zu Boden, der Nachbarssohn, ein Schulknabe von 13 Jahren, hatte ebenfalls einen Theil ber Schrotladung in Kops, Arm, Brust rc. erholten, auch seine Verletzungen waren tödtlich und nach wenigen Stunden verstarb er. Von Verzweiflung gepackt, stürzte der Thäter, der wider Willen Brudermörder geworden, auS dem Hause und mußte mit Gewalt zurückgeholt werden, da man befürchtete, er werde sich ein Leids anthun. Der Schmerz der Eltern ist unbeschreiblich. Möchte dieser so traurige Vorfall doch Anderen eine Warnung und Lehre sein! ♦ Elberfeld, 7. October. Ein Lotteriegewinn hat hier einen Fabrikarbeiter zum Selbstmord getrieben. Derselbe hatte vor etwa zwei Jahren in einer Lotterie 25,000 Mk. gewonnen, seitdem die Arbeit aufgegeben und in Saus und BrauS gelebt. Das Geld schwand hierbei indeß derart, daß der „glückliche Gewinner" jetzt über keinen Pfennig mehr verfügt und deßhalb die Arbeit wieder aufnehmen mußte. Diese sagte ihm aber so wenig zu, daß er gestern nach nur halbtägiger Thätigkeit zum Revolver griff und sich eine Kugel in die Schläfe jagte. Der Selbstmörder war erst 28 Jahre alt, verheiratet und Vater zweier Kinder. * Berlin, 10. October. AuS Glogau wird gemeldet: Großes Aufsehen erregt hier der Selbstmord deS Militärarztes Marcus. Derselbe erschoß sich eine Stunde vor der ersten Vernehmung über ein begangenes Sittlichkeits- Verbrechen. * BreSlou, 10. October. Belm Reparlren einer Förder- schale sind heute auf der LudwlgSglückgrube bei Zabrze zwei Maschinenwärter in den Schacht gestürzt und entsetzlich verstümmelt worden. * Homburg, 7. October. Auf dem Dampfer „Lulu Bohlen" schifften sich vierzehn männliche und weibliche Missionäre nach Westafrika ein. Sieben Mitglieder der norddeutschen Missionsgesellschaft gehen nach Quittah und Togoland, drei der Baseler Gesellschaft nach der Goldküste und vier Katholiken nach Lomo behufs Unterstützung der von Holland betriebenen Mission. Außerdem begleitete eine Anzahl Kaufleute die Missionäre nach Afrika. * Der Rentner Riefstahl hat feiner Vaterstadt Stralsund 90000 Mark mit der Bedingung vermacht, daß die Zinsen zum Besten armer blinder Stralsunder verwendet werden. Wöchentliche lUberficht der TodeSMe In Sie&rn. 40. Woche. Vom 1. Oktober bis 7. October 1893. Einwohnerzahl: angenommen zu 21100 (incl. 1600 Mann Militär). SterbltchkeitSziffer: 27,10 o/oo bei®. 17,25 nach AuSschl. der Ortsfremden, Kinder ES ftarben an: Zusammen: Erwachsene: im vom 1. Lebensjahr: 2.—15. Jahr: Diphtheritis 3 (1) — — 3 (1) Tetanus 1 (1) 1 (1) — — Gehirntuberkulose Entzündliche Erkrank- 1 — — 1 ungen der Ath- mungs-Organe 3 3 Sonstige benannte 1 (1) Krankheitm 2 (1) — ________1 Summa: 10 (3) 5 (2) — 5 (1) Anm. Die in Klammern gefetzten Ziffern geben an, wie viel« der Todesfälle in der betreffenden Krankheit aus von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. aller genehmigten Lotterien stets vorräthia. Prompt, lieber» AUUlC send.d. Gewinn!. Albin Bretscher, Gießen, Wallthorstr.2. lei» Bekanntmachung Bekanntmachung Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß der städtisches 8510 Walz. 8520 Gnauth. Keikgebotenes. Ein Haus Verkaufs - Aureige. Die Gemeinde Lich beabsichtigt, in schönster freier Lage mit Stallung, Remise, Burschenaelaß, Hof und großem Gatten, welcher sich zu Baugelände eignet, ist unter günstigen Bedingungen zu verkaufen (8517 K. ÄUti, Agent, Südanlage 18. »eit- «atz Wagenpferden, Sohle«, eine« elegante« A»eispL««er mit r»ei Pferde« ««d eomplete« Geschirr, einem Stuhlwagen mit Pferd und Geschirr, vielen Rett- und Fahrgegenständen rc. rc. 17808 8514 i Loose d 2 Start zu beziehen durch -ei«r. Wallach, Aldin Sretscher. i Unter Bezugnahme auf das Ausfchretben Großhl. Kretsamts Gteßen eH w v,,^^ ...........D, .......c - vom 3. l. MtS. fordern wir die Besitzer von Obstbäumen m hiesiger Ge- F^dhof in der Zeit vom 16. October 1893 bis 15. März 1894 oon einen abgängigen Aaselochfen zu Markung zur alsbaldigen Vertilgung des Frostnachtspanners durch Anlegung Morgens 8 bis Abends 5 Uhr geöffnet bleibt, und daß die auf dem verkaufen. Kaufliebhaber wollen ftch von Klebringen hiermit unter dem Anfügen auf, daß der Stadtgärtner und Friedhof Verweilenden eine Viertelstunde vor Schluß desselben auf diesen bei uns melden. bi-t Feldschützen zur Ertheilung jeder gewünschten Auskunft angewiesen sind. bur$ ein Glockenzeichen aufmerksam gemacht werden. ! Lich, am 9. Ectober 1803. Zur Herstellung von Klebringen ist Brumataleim oder auch folgende! Gießen, den 9. October 1893. |Grobherzogliche^Bürgermeisterei^ich. Masse geeignet; 5 kg Rüböl und 1 kg Schweinefett tüchtig gekocht; 1 kg i ' Grobherzogliche Bürgermeisterei Gießen, birfer Terpentin und die gleiche Menge Kolophonium für sich zusammen- Gnauth. geschmolzen und dann unter fleißigem Umrühren der ersten Mischung zu-'—------- „ “ 7 7 rm gesetzt. Die so erhaltene sehr klebrige Masse wird auf 10 cm breite mftäbttt ibtCtDC5 UNv Papierftreisen, am besten Pergamentpapier, aufgetragen, welche sodann fest um die Bäume, nachdem die Rinde an der betr. Stelle glatt gemacht ist, am 16., 17. und 18. Cctover 18S3. binden sind. Die Ringe müssen dann alle zehn Tage von Neuem mü| verloosung a« 18. Oetsver, Nachmittags 4 Uhr, von schöne« ber Masse bestrichen werden. Gießen, den 9. October 1893. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. 1170 Mark 600 2ln Schutetrasse 7. Wißmann. 8507 T 7927] Schönes Logis zu vermietherr. „SchSn- ««»ficht". htön lur 37 PreisverzeichniBS umsonst und postfrei. 8516 -Dr. med. T-.ah.mann’ s H. 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Hoffmann, Seltersweg Nr. 33, geführte <5olonialwaare»' (Geschäft übernommen habe. Gleichzeitig gestatte ich mir, einem geehrten Publikum mitzulheilm, raß ich neben Colonialwaaren auch Delikatessen führen werd« und bitte um geneigten Zuspruch. E» wird mein eifrigster Bestreben sein, meine werthen Abnehmer bei guter Waare nebst billigen Preisen auss Beste zu bedienen. Hochachtungsvoll Niederlage an allen grösseren Plätzen. Täglich frisch gekellerten Aepfeluwft Hchrhen kann oder cntriren siM öois m denen der rirj fcit BolttlPöfl IMi ßrnd, jfl bn figtntli I tzchutz > Gelingt brr hnl ß-vihtt werden, Wttri, um den t ?'FiberninkleS au M daß ei Kochbutter, so lange Vorrath reicht, abzugeben. Flur Flur Flur am Montag den 16. Cctobcr, Mittags 1 Uhr, im Saale des Gastwirths Heinrich Schepp V. zu Saasen durch öffentliches Ausgebot vergeben werden. Zeichnungen, Voranschlag und Bedingungen liegen auf Großh. Bürgermeisterei Saasen zur vorherigen Einsichtnahme der Uebernahmslustigen offen. 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Äaffelifdjen Straße, Flur 41 Nr. 178 - 3950 qm Acker das., Flur 42 N. 132 — 6544 qm Acker in der Lichtenau an der Steinkaute gegen die Hohl, Flur 45 Nr. 37 — 2125 qm Acker link« am Badenburger Fußpfad, Flur 45 Nr. 281 — 5125 qm Acker auf die Marburger Sttaße und kalten Grund, Die^ iSTBAU^KpSEN^CHULE von Ernst Lüttich in Oberursel am Taunne empfiehlt in grosser Auswahl kräftige, gut bewurzelte Oblt- hoohstämae, Zwergobstbäame, Beerenobetiträuaher etc. in den besten Formen, sowie Rosenhochstämme und Rosenbüsche. Auf allen beschickten Ausstellungen (Berlin, Frankfurt a. M. etc.) nur Erste Preise. Illustr. 8384] Gut rnöblirteS Zimmer zu ver- rniethen. Südanlage 7, Borderh. part. 8527] Ein rnöblirteS Zimmer zu oer- miethen._____________Wallthorftraße 5. 8512] Schönes rnöblirteS Zimmer vor dem Corridor zu vermiethen. ________ Nordanlage 31, II. 8511] Eine große unmöblirte Stube zv vermiethen. Msag, Dammstraße 12. 7640] Möblirt— Zimmer mit oder ohne Eabtnet auf sofort ju vermiethen. 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