lnbttm ■'^inbernteifj,,; N i>kil 121 "?AsS Sf*< *S£”$i •t&ia ^chllNlgtzM ® ®6cker 7^)1 e 13. r ^Schas ung. •rügen non Cwb zachsten HMu! inets, Capes., ?. uefk Wagons: Lch rmäutelo mch her e BedieWA, Klei-ennachkr , 2. Klage. Wwtw Rch M Mn Satt m Tysims G|n )llmmstrch.r ®n Seselle atfil Machemeifier Sküsi1 Eine gef. «mai.: ch. MH. W-lllhs^ Jung. -avst>»s , Comptoir- und Br t, sucht baldigst EL -ad b. 8. an die tz:, W ältere? »■ le c ober auch 'ü JXgÄ- wtotitt Seidewerg 6U als r-k-'" iae. lltn hi-»' N < !N , Z-p"1,11414’‘' litten c mich j“r 5“, ei«ich>äg'S°"^ .-urUeberE üeigcrnnge" )!’■ Ä Zchneidl ^ichts-Tak-l Wilhelms. Nr. 266 Drr täglich, ■ü 9 ulna^me txl Montags. Dir Gießener ritte« -brn brat Anzeiger •i mol »ngelegt. Erstes Blatt. Samstag den 11. November 1893 Gießener Anzeiger Kenerak-Mnzeiger. 8ltrttlji>ngrt ZßomtementsPret», 2 Mark 20 Pf». «t vringerlohn. Durch die Post brzog« 2 Mark 50 PI- Rtbachon, und Druderri: Straf pttdiic 5L Amts« und Anzeigeblatt für den Rreir Giefzen. j chratisöeikage: chießener Kamitienbtätter im welchem Locale. Jost. ringert würde. 2 000 158 000. Annahme von Anzeigen zu bei Nachmittag» für den folgenden Tag erscheinenden Stummer bi» Bonn. 10 Uhr. do. do. do. Mais Hafer Roggen Mehl, Sack Vereinigten Staaten Wochen endend, am Weizen, Quarters 21. October 1893 182 000 155 000 17 000 1000 181000 22. October 1892 539 000 95 000 Die Abnahme der amerikanischen Getreidezufuhr. Hechingen, 9. November. Se. Majestät der Kaiser ist । heute Vormittag hier eingetroffen und vom Fürsten am Bahn- Hose empfangen worden. Unter den lebhaften Kundgebungen der Bevölkerung fuhren Se. Majestät und der Fürst von Hohenzollern Hechingen nach der Burg, woselbst um 12 Uhr Frühstückstasel stattfand. Um 3 Uhr erfolgte die Rückfahrt nach Bebenhausen. Das Wetter ist rauh. Barcelona, 9. November. Das Bcgräbniß der durch die Explosion Getödteten hat heute auf Kosten der Municipalität stattgefunden. Sechzehn Leichenwagen waren in dem Zuge. Die Spitzen sämmtlicher Behörden wohnten dem Begräbnisse bei- trotz des Regenwetters begleitete eine zahlreiche Menschenmenge den Leichenzug. London, 9. November. Eine Meldung des Bureau Reuter aus Fort Victoria in Maschonaland bestätigt die Nachrichten aus Buluwayo betreffs einer zweiten Niederlage der Ma tabe le am 1. d. M. 7000 Matabele wurden mit einem Verluste von 1000 Mann zurückgeschlagen. Die Engländer hatten drei Tobte und sieben Verwundete und zogen am 2. November in Buluwayo ein, das am 23. October von den Matabeles geräumt worden war. Vor dem Rückzüge hatten die Matabeles eine große Menge Patronen und Pulver zerstört. Die Matabeles werden als jvollständig besiegt betrachtet. Au-land. Washington, 8. November. Bei den gestrigen Slaats- »vahlen sind im Staate Newyork für sämmtliche Staats- ümier die republikanischen Candidaten gewählt worden. Im Staate New-Jersey wurden die Demokraten ebenfalls ge- fchlagen. In Pensylvanien, Massachusetts und Iowa haben Lie Republikaner, in Virginien, Kentucky und Maryland dagegen die Demokraten bei den Staatswahlen gesiegt. Deutscher Reich. Roßla, 8. November. Heute früh zehn Uhr verschied dtierselbst nach kurzem aber schweren Leiden Seine Durchlaucht b.er Fürst Botho zu Stolberg-Rohla, Mitglied des Preußischen Herrenhauses und der Ersten Kammer des Groß- iierzogthumS Heffen, Commendator der Sächsischen Provinzial- Genoffenschaft des Johanniter-Ordens, Major ä la suite der Armee im Alter von 43 Jahren. — Der „Reichsanzeiger" meldet: Dem Bundes- rath sind in den letzten Tagen folgende Vorlagen zugegangen : Der Entwurf eines Gesetzes, betreffend die Bekämpfung riemeingesährlicher Krankheiten-der Entwurf einesWeinsteuer- «esetzes - der Entwurf eines Gesetzes zum Schutz der Waarenbe- r,eichnungen - der Entwurf eines Gesetzes, betr. die Aenderung des Gesetzes über den Unterstützungswohnsitz und die Ergänzung des Strafgesetzbuchs: der Entwurf eines Gesetzes, betreffend die Feststellung eines dritten Nachtrags zum Reichshaushalts-Etat für 11893/94 - der Entwurf eines Gesetzes, betreffend die Fest- sstellung des Reichshaushalts - Etats sür das Etatsjahr 1894/95, nebst Anlagen und einer Denkschrift- der Entwurf eines Gesetzes, betreffend die Aufnahme einer Anleihe sür Zwecke der Verwaltungen des Reichsheeres, der Marine und der Reichs-Eisenbahnen- der Entwurf eines Gesetzes, betreffend die Feststellung des Haushalts-Etats sür die Schutzgebiete auf das Etatsjahr 1894/95, und der Entwurf eines Gesetzes wegen Abänderung des Gesetzes vom 23. Mai 1873, y beireffend die Gründung und Verwaltung des Reichs-Jn- walidenfonds. Neueste Mad?rid>tcn. Wolffs telegraphisches Korrespondenz-Bureau. Berlin, 9. November. Die Stadtverordnetenversammlung hat den Antrag Hermes auf Einsetzung einer igemischten Deputation wegen der Stellung der Stadtbehörden der 1896 beabsichtigten Ausstellung angenommen. Bürgermeister Kirschner stellte die Theilnahme des Magistrats »an den Deputationsberathungen in Aussicht, da seit dem ab- llehnenden Beschluß des Magistrats Erscheinungen hervor- Zetreten seien, die die Annahme unterstützten, daß nicht eine Ilocale, sondern eine nationale deutsche Ausstellung beab- sstchtigl sei, und da die Stadtverordnetenversammlung ihr Jn- vereffe an einem Zustandekommen derselben heute durch ihren Beschluß documentirt habe. Berlin, 9. November. Der vormalige Präsident des «vangellschen Oberkirchenraths, Hermes, ist heute Morgen og e st o r b e n. totale» und provinziell«». Hießen, den 10. November 1893. ** In Betreff der EinweihungSfeierlichkeiten der Johanne«- Kirche können wir^heute noch nachtragen: Se. Kgl. Hoheit der Großherzog treffen Vormittag 10 Uhr hier ein-.Empfang durch die Spitzen der Behörden am Bahnhof- Fahrt zum Absteigquartier: Gasthof „zum Einhorn". Nach der Ein- weihungsfeier, welche von 11 bis 1 Uhr dauern wird, Dejeuner in engerem Kreise im „Einhorn" - nach demselben wird Se. Kgl. Hoheit Privat-Audienzen ertheilen und um 4 Uhr die Rückreise antreten. Außerdem findet noch ein allgemeines Festessen in einem noch nicht bezeichneten Locale statt. ♦* Fackelzug. Der von der hiesigen Studentenschaft zu Ehren des seitherigen Rectors der Universität Herrn Profeffor vr. Jörs geplante Fackelzug findet heute (Freitag) Abend 8 Uhr statt und zwar in folgender Ordnung: Aufstellung in der Alicestraße, Zug nach dem Hause Garienstraße 14, Ansprache, Rückzug über den Neuenweg, Seltersweg, Bahnhofstraße, Neustadt nach Oswalds Garten. Hier Schluß unter Absingen des „Gaudeamus igitur". ** Auf die Chrysanthemum-Ausstellung des Herrn Kunstgärtner L. Becker in den Räumen der Turnhalle (Nordanlage) sei an dieser Stelle aufmerksam gemacht. Nicht weniger als 24 Wagen beförderten die blüthenprächtigen Kinder Floras dorthin- es verspricht deshalb die Ausstellung außer ihrer Reichhaltigkeit eine äußerst intereffante zu werden. ♦ ♦ Am 12., 13. und 14. dss. Mts. können bei klarem Wetter große Stenlschnuppeufälle beobachtet werden, welche vom Sternbtlde des Löwen ausgehe.i und die man Leoniden nennt. Dieselben ziehen strahlenförmig über den Himmel, erscheinen jedoch erst nach Mitternacht zahlreicher. ♦ * Kirchliche Dienstuachrichte». Dem zweiten Pfarrer zu Beerfelden Ludwig Appel wurde die erste Pfarrstelleldaselbst, dem Pfarrverwalter Ludwig Hein zu Trais-Horloff, Decanat Hungen, die evangelische Pfarrstelle daselbst, dem Pfarrassistenten Otto Walther zu Bingen die evangelische Pfarrstelle zu Eschollbrücken, Decanat Eberstadt, übertragen. • * Der 32. Berbaudtztag der hessischen landwirthschaftlichen Genosieuschafteu findet Donnerstag den 16. November 1893, Vormittags 10 Uhr beginnend, zu Darmstadt im Saalbau statt. Tagesordnung: 1. Jahresbericht des Verbandsdnectors. 2. Vorlage und Entlastung der Jahresrechnung sür 1892. 3. Generalrevisionsbericht. 4. Die Mitwirkung der land- wirthschaftlichen Genossenschaften bei Bekämpfung des Norh- standes und ihre diesbezügliche Aufgabe tm künftigen Jahre. 5. Bericht des Verbandsmolkerei - Jnstructors über seine Alle Annoncen-Lureaus befl In- und Auslande» nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger- entgegen. Depeschen deS Bureau „Herold". Berlin, 9. November. Sicherem Vernehmen nach wird der Kaiser den Reichstag persönlich im Weißen Saale des Berliner Schlosses eröffnen. Nach der Eröffnung findet sofort die erste Plenarsitzung statt. Die Wiederwahl des bisherigen Präsidiums ist zweifellos. Berlin, 9. November. Unter dem Vorsitz des ReichS- bankpräsident-n Koch trat heute Vormittag die Börsen- enquetecommission zusammen. Morgen wird das Plenum den Bericht der Redactoren entgegennehmen und begutachten. Berlin, 9. November. Die „Nordd. Allg. Ztg." stellt j osficiöser Weise den Grenzvorsall im Forstbezirk! Schirm eck richtig, wo bekanntlich von dem deutschen Förster Reiß in der Nothwehr zwei französische Wilddiebe erschaffen wurden. Gegenüber dem anders lautenden Bericht deS officiösen „Temps" in Paris wird bewiesen, daß Reiß wirklich aus Nothwehr handelte. Die „Nordd. Allg. Ztg." kündigt die derzeitige Mittheilung des Ergebnisses der gerichtlichen Untersuchung an. Berlin, 9. November. Der „Reichsanzeiger" meldet aus Stettin, Gartz und Göritz je einen Cholera fall, aus Wollin acht, davon zwei tödtlich- aus Altona und Harburg je einen Todesfall infolge Cholera. Frankfurt a. M., 9. November. Nach einem Telegramm der „Franks. Ztg." aus Santander sand man im Boden des Schiffes „Cabo Machichago" noch 40 Kisten Dynamit intact vor. Als die Behörden dieselben in Sicherheit bringen wollten, bemächtigte sich eine Panik der Bevölkerung; 20000 Menschen flüchteten ins Freie, während andere die abfahrenden Eisenbahnzüge stürmten. Beim Herumstoßen kamen zahlreiche i Verwundungen vor. Mailand, 9. November. Hier hat sich ein Gönnte gebildet, um dem Marschall Mac Mahon auf dem Schlacht- selbe von Magenta ein Denkmal zu errichten. Barcelona, 9. November. Der beim Dynamit- Attentat umgekommene Deutsche heißt Vlinsky. Bisher sind zehn Anarchisten verhaftet worden. Im Theater wurden zwei weitere Orsinibomben, welche zum Glück nicht explodirt sind, vorgefunden. Sie gleichen den ersteren Bomben und haben etwa Apfelsinengröße. Von der Königin trafen an die Familien, welche durch das Attentat betroffen wurden, Beileidstelegramme ein. Der Unterschied gegen das Vorjahr ist enorm, und diesen vermag auch der erhöhte russische Vermndt nicht auszugleichen. Rechnet man die gekämmten diesmaligen Wochenleistungen der Vereinigten Staaten, Canadas, Rußlands, Indiens, Australiens und Argentiniens an Weizen zusammen, so ergiebt sich nicht sehr viel über 700 000 Quarters gegenüber 1060000 Quarters zur selben Zeit im Vorjahre. Man darf aber nicht vergeffen, daß der Weltmarkt gerade an diesen vorjährigen übermäßigen amerikanischen Leistungen immer noch laborirt, daß enorme Mengen vergeblich der Verwendung harren und daher das verhältnißmäßig kleinere Ausfuhrquantum nicht minder auf die Getreidcpreise drückt, als im Vorjahre daS so erheblich größere. Auch die Ablieferungen der amerikanischen Farmer bleiben fortgesetzt hinter denen der beiden Vorjahre bedeutend zurück, aber sie sind doch im Vergleich zu früheren Jahren so groß, daß beffere Stimmung im dortigen Getreidegefchaft sich immer nur durch Anregungen, welche außerhalb des Weizenhandels liegen, bisher einzustellen vermochte. Bemerkeußwerth ist übrigens auch, daß die für Europa unterwegs befindlichen Mengen von Weizen und Weizenmehl sich, soweit sie für England bestimmt sind, um 66000 Quarters verringert haben, für den Kontinent um 30 000 Quarter« vermehrt, im Ganzen also um 36000 QuarterS abgenommen, während sie in derselben Woche des Vorjahres um 279 000 gestiegen waren. Die hauptsächlichste Ursache des Rückganges der amerikanischen Getreideausfuhr besteht nun offenbar in den niedrigen Getreidepreisen, welche gegenwärtig m Europa herrschen und welche das amerikanische Getreidegefchaft nach unserem Erdtheile als sehr wenig verlockend erscheinen lassen. Es ist sogar nicht unwahrscheinlich, daß die amerikanische Getreideausfuhr für längere Zeit lahm gelegt wird, wenn die Getreidepreise in Europa bis zum nächsten Frühjahr niedrig bleiben oder nur wenig steigen. Ein kleiner Vor- theil könnte sich daraus für die deutsche Landwirthschaft schon entwickeln, indem dadurch das übermäßige Angebot ver- In Bezug auf die amerikanische Getreideausfuhr ist die wichtige Thatlache zu verzeichnen, daß der Export der Vereinigten Staaten Amerikas in.diesem Jahre einen enormen Rückgang gegen das Vorjahr anfweist. Bekanntlich findet die stärkste Ausfuhr gewöhnlich im October statt, und hatten die Amerikas folgende Ausfuhr, in den Amtliche* Theil. Gießen, den 8. November 1893. Betr.: Abhaltung landwirthschaftlicher Vorträge. Der Director des landwirthschastl. Bezirks- Vereins Gießen tu die Grohh. Bürgermeistereien und die Vorstände der land- wirthschaftlichen Loealvereioe. In dem Voranschläge des landwirthschaftlichen Bezirks- r.ereins sind pro 1893/94 200 Mark zur Bestreitung der .«osten der landwirthschaftlichen Vorträge in den einzelnen Gemeinden des Kreises in Ausgabe vorgesehen. . Die Diäten und Kosten des Transportes der betreffen- len Herren Landwirthfchaftslehrer per Bahn werden auf die Bezirksvereinskasse übernommen. Gemeinden, welche nicht an der Eisenbahn liegen, haben cuf ihre Kosten den Herrn LandmirkhschaftSlehrer von der nächsten Bahnstation per Wagen abholen und dahin zurück- kringen zu lassen. Ich ersuche Sie um baldgefällige Mittheilung, ob Sie wünschen, daß in Ihren Gemeinden landwirthschaftliche Vor- tiräge abgehalten werden und über welches Thema und von welchem Landwirthfchaftslehrer und an welchen Togen und Studienreise durch Nordamerika. 6. Die Annahme von Mündelgeldern durch die Spar- und Darlehnskaffen. -v- Grunberg, 9. November. Die Zufuhr von Getreide auf den hiesigen Fruchtmärkten war seither eine sehr schwache. Die überaus niedrige Preisstufe, welche das Getreide erreicht, ließ viele Landwirthe ihren Vorrath in der Hoffnung auf eine Besserung der Preise weiter aufheben. Diese erhoffte Besserung ist aber nicht nur nicht eingetreten, sondern die Preise find im Gegentheil noch etwas tiefer gesunken. Allein der Martini (11. d. Mts.) steht vor der Thüre und zu diesem Zeitpunkt braucht der Landwirth Geld, oft viel ®elb; denn alle Ziele, wie Ackerziele, Holzgelder u. a. m. sind um diese Zeit fällig. Die Einnahmen aus dem Viehstand, sonst die erklecklichsten im landwirthschaftlichen Betriebe, sind durch den Futternothstand bedeutend reducirt worden. Mithin muß der Landwirth, wohl oder übel, das übrige Getreide verkaufen, um die erforderlichen Baarmittel zu erhalten. Diese Eonsequenz ergab sehr deutlich der letzte hiesige Fruchtmarkt, der seit diesem Herbste am stärksten befahren. Nicht weniger als 454 Gentner Weizen und 216 Ctr. Korn ge- langten zum Verkaufe, daneben noch ca. 80 Gentner Korn unb Gerste. Die seit langem vermißte Wagenreihe der Land- wirthe aus dem Vogelsberg war endlich wieder einmal zu erblicken. Die Preise sind für den Weizen — der Gentner itn Durchschnitt für 7.50 Mk. — ganz ungewöhnlich niedrig. Allerdings ist der diesjährige Weizen auch durchgängig von schlechterer Qualität als der vorjährige. Unsere Hausfrauen, die das Mehl des diesjährigen verbacken, wiffen ein Lied davon zu singen. In den meisten Haushaltungen wird darum für den Haushalt nicht Mehl von selbstgezogenem Weizen, sondern Kausmehl verwendet. Der Hafer ist dagegen sehr hoch im Preise und übertrifft, ein seltenes Vorkommniß, denjenigen des Wetzens - er wird per Gtr. mit 8.50 Mk. bezahlt. Oueckbor», 7. November. Von einem schweren Un« glüd wurde die Familie des Wagners G. dahier betroffen. Der Vater wollte seinem 5jährigen Töchterchen, welches bei chm in der Werkstatt auf einer dem Ofen nahestehenden Bank saß, ein Stück Brod im Hause holen, als der durch das Oeffnen der Thür entstandene Luftzug die Flamme aus dem Ofenthürchen trieb und dem Kinde die Kleider in Brand Ate. Die Flamme schlug so rasch um sich, daß in wenigen Augenblicken das Röckchen bis auf den Leibbund verkohlt, Arme, Leib, Rücken, Hände und Gesicht des Kindes über und über mit Brandwunden bedeckt waren. Dem auf das Geschrei herbeieilenden Vater lief das brennende Kind in die Arme, ihn selber in die größte Gefahr bringend. Trotz der rasch zur Stelle gerufenen ärztlichen Hilfe konnte das arme Zkind nicht mehr gerettet werden - es starb nach 12 Stunden unter den furchtbarsten Qualen. Jedermann nimmt An- theil an dem Schmerze der so schwer heimgesuchten braven tf001“’6, (Grünb. Anz.) -r- Burg-Bracht (Kreis Büdingen), 7. November. In der verflossenen Nacht wurde der Landwirth Balthasar Krieg II. von hier, welcher gestern zu einem Prozeßtermin ans Gerecht nach Büdingen gegangen war, in der Nähe unseres Ortes tobt aufgefundcn. Der Verlebte trägt verschiedene Verletzungen am Körper. Ob es sich hier um ein Verbrechen ober einen Unglücksfall handelt, wird hohl durch werde^^ld cin0cIcilctc gerichtliche Untersuchung festgestellt Darmstadt, 9. November. Gestern Abend halb 7 Uhr b« 'Soldat des 1. Großh. Hessischen Infanterie. (Leibgarde-)Reglments Nr. 115 in der Jnfanteriekaserne aus dem dritten Stock in den Kasernenhof. Der Unglückliche erlitt hierdurch so schwere innerliche Verletzungen, daß er nach wenigen Minuten verschied. * K. Hanau a. M., 9. November. Gegen die Tabakfabrikatsteuer. Unter dem Vorsitz des Herrn Carl Kormann, Procurift der Firma Heinrich Oldenkott u. Eornp. hier, fand gestern Abend eine sehr zahlreich besuchte Versammlung von Handlungsgehilfen aus der Tabaks- brauche und den derselben verwandten Industrien statt, um Stellung zu der von der Reichsregierung projeetirten Tabak- fabrikatsteuer zu nehmen. Nachdem der Vorsitzende den nun- mehr vorliegenden Gesetzentwurf, die Facturen-Werthsteuer auf Tabakfabrikate, beleuchtet, die für die oben genannten Branchen daraus refuUirenben schweren Schädigungen hervor- gehoben hatte, kam er zu dem Schluß, daß letztere in logischer Folge auch sehr weitgehende für die in den genannten Branchen beschäftigten Handlungsgehilfen im Besonderen, — fecunbär aber auch für den Handlungögehilfenstand im Allgemeinen — sein müßten. Es liege klar auf der Hand und eö sei auch keinem Prinzipale zu verübeln, daß er bei einer Stift« auf Ersparnisse sinne unb bleie durch Beschränkung «eines Personals ober durch GehaltSreductlonen belhätige. Eö liege mithin aller Anlaß vor, daß auch der deutsche Handlungsgehilfenstand sich aufraffe, in Wahrung berechtigter Jntereffen bei der Volksvertretung vorstellig werde, um noch im letzten Moment einem unausbleiblichen Nokhstand vor- zubeugen. — Die Ausführungen fanden lebhafte Zustimmung der Anwesenden, ebenso der alsbald eingebrachte und sogleich ausgesuhrte Vorschlag, ein Gomit6, zusammengesetzt au« In- tereffenten dec Cigarren- und Tabakbranche, der Etiketten-, Wickelformen., Kistchen- und Tabakpapierfabrikation, zu wählen. — DaS Gomitä conftituirtc sich sofort und beschloß, unver- züglich einen Aufruf an sämmtliche Gollegen in Deutschland iu erlassen, letztere aufzufordern, zusammenzutreten und energisch gegen jenen Gesetzentwurf Front zu machen. ES ist beabsichtigt, aus diese Weise eine Petition sämmtlicher in- teressirter Handlungsgehilfen an den Reichstag ins Werk zu fetzen. — Etwaige Anfragen wolle man an die Adresse des Vorsitzenden, Herrn Carl Kormann, richten. Ms. Kastel, 9. November. GoncurS Pfeiffer & Hartdegen. Wie ich aus zuverlässiger Quelle erfahre, hat der seit 14 Tagen flüchtige Mitinhaber der in GoncurS geratenen Bankfirma Pfeiffer & Hartdegen, Herr Anton Pfeiffer, ein Lebenszeichen gegeben- die hier in Kassel in den weitesten Kreisen gehegte Annahme, Pfeiffer habe ebenso wie sein verstorbener Gompagnon Julius Hartdegen seinem Leben freiwillig ein Ziel gesetzt, wird dadurch also endlich thatsächlich widerlegt. AuS einem Orte der österreichischen Staaten, wie die Briefmarke ausweist, vermutblich auS einem Flecken Tyrols, — Genaues laßt sich nicht b'stimmen, da der Postaufgabestempel völlig verwischt und daher unleserlich ist — ist nämlich heute bei dem Verwalter der Pfeiffer & Hartdegen'fchen Goncursmasse Herrn Rechtanwalt vr. Ernst Ar n thal ein längeres Schreiben des verschwundenen Pfeiffer eingetroffen. In bogenlangen Ausführungen verbreitet sich derselbe über die angeblichen Ursachen und näheren Umstände, welche den Zusammenbruch des Geschäftes verlchuldet haben sollen unb sucht ferner in dem Briefe jede Schuld an den thatsächlich ermittelten strafbaren Vorgängen von sich ab und dem verstorbenen Gompagnon Julius Hartdegen aufzuwälzen. Weiter giebt er über eine Reihe einzelner Vorgänge, ,'o insbesondere in Bezug auf die fehlenden Depots von Werth- papieren hiesige'. Geschäftskunden eine entschuldigende Darstellung und zum Schluffe kündet Pfeiffer — unb das ist wohl bie Hauptsache — an, er werbe schon in den nächsten Tagen hierher nach Kassel zurückkehren unb — er wirb be- kanntlich vorn Staatsanwalt wegen verschiedener Vergehen steckbrieflich verfolgt — sich der Polizeibehörde freiwillig stellen. Ob Pfeiffer mit diesem Briefe beabsichtigt, die Polizei auf falsche Fährte zu lenken, ober aber ob es sich um einen ernst gemeinten Vorsatz besselben hanbelt — bas muß füglich abgewartet werben. Pfeiffer ist durch viele Reisen in Oesterreichisch-Tyrol sehr gut orientlrt, er kennt Land und Leute ganz genau und deshalb begegnet die Mit- theilung, daß er sich daselbst befinde ober befunden habe, in weiteren Kreisen Glauben. * Wiesbaden, 5. November. Ein reicher Villenbesitzer wurde zu acht Tagen Gefängniß verurtheilt, weil er der städtischen Wasserleitung unbefugt Wasser entnommen hatte. Die Leitung geht an seinem Besitztum vorüber durch eine kleine Nebenleitung hatte er derselben baß Wasser zu seinem Verbrauche entnommen. * Ueber „Sachfenhäuser Lynchjustiz" schreibt der „Franks. Gen.-An." unterm 8. November: „Gestern Nachmittag hielt in der Brückenstraße ein Karren mit Wäsche. Einer von der Zunft der Langfinger schlich sich heran und wollte gerade mit einem Wäschebündel Reißaus nehmen, als der Eigenthümer dazu kam und den Dieb am Kragen packte. „Gott strof mich, was is denn da los?" fragten einige des Weges kommende, biedere Linksmainer. — „Ei, der Kanuff do, der wollt mer ewe en Binnel Wäsch ganeffe." — „A wos, des Steuweoos, wos soll mer beim met so em Hallunk mache!" — „Hag em ins Gnick," meinte ber andere, und ehe der ertappte Bösewicht sich's versah, hatten die drei Sachsenhäuser ihre Hemdärmel hoch geschürzt und verabreichten ihm eine Portion Prügel- suppe in so kräftigen Gaben, daß man das siebente Gebot in colorirter Ausführung wohl noch einige Zeit auf seinem Rücken wird lesen können. Mit diesem Denkzettel ließ man den Spitzbuben laufen. * Ehrenbreitstein, 9. November. Der dieser Tage hier verstorbene Arzt Dr. Otto hat außer anderen bedeutenden Summen, die er für wohlthätige Zwecke bestimmte, den hiesigen Armen hunderttausend Mark vermacht. * Stuttgart, 7. November. In Gegenwart von 6 bis 800 Personen (auch Damen) wurde heute in Nills Thier» garten der Elephant „Peter", der seit längerer Zeit an einem unheilbaren Fußübel litt, erschossen. Der Besitzer hatte zu dieser „Festlichkeit" Karten zu 3 Mark das Stück ausgegeben. Herr Nlll gab aus einem kleincalibrigen Infanterie-Gewehr aus einigen Schritten Entfernung einen Schuß gegen den Schädel des RiesenthiereS ab, das, ins Gehirn getroffen, sofort tobt zusammensank. * Bebenhaufen, die ehemalige Gisterzienser-Abtei, wo der Kaiser, einer Einladung des Königs vom Württemberg zur Jagd folgend, eingetroffen ist, liegt eine Stunde nördlich von der Universitätsstadt Tübingen unb eine Stubbe südöstlich vom höchsten Walbberge des Schönbuchs, vom Bromberg, beim Zusammenfluß des GolderbacheS mit bem Seebach, entzückenb zwischen beiden Thälern- ihm zu Füßen, noch in die äußere Ringmauer hineingezogen, das freundliche Kloster- dorf. Der Schönbuch, meist dicht mit Wald bedeckt und durchrissen von jähen Schluchten, umfängt da« Kloster Beben- Hausen mit einer echten, von der Welt abgeschiedenen Wald- landschast. Schmale Wege führen an den vollen Bächen, die in kleinen Wasserfällen über Sandsteinbänke rauschen, empor in tiefe Stille, nur durchbrochen von den Stimmen der Waldvögel. Auch auf den breiten Höhen Wald, und Wald aus der höchsten, bem Bromberg. Von einem hölzernen Gerüste hat man hier einen Runbblick über ba« Wipfelmeer hin bis an fern blauenbe Länder und Berge, gegen Abend an den Schwarzwald, gegen Norden an den Stromberg und den Odenwald, nach Nordosten an da« Waldberggewirr des SchurwaldeS, am schönsten aber gegen Süden an die ziemlich nahe, in ihrer ganzen Ausdehnung sichtbare Felsenmauer der schwäbischen Alb. Kommt man südlich von Bebenhausen auf die Höhe, so hat man wieder den Anblick der Albkette des Neckarthales und der Stadt Tübingen mit dem alten, großen Pfalzgrafenschloß. Bon der sonnigen Haide schaut man entzückt in die Weiten der Wett und denkt kaum mehr zurück an bad im waldigen Goldersbachthal versteckte Kloster. DaS Kloster ist eine Stiftung deö Pfalzgrafen Rudolf von Tübingen. * Aus den Krupp'scheu Werke» war der „Köln. VolkSztg." zufolge seit 1877 nicht ein so arger Arbeitsmangel wie jetzt, . fast tn sämmtlichen Werken finden Arbeiterkündigungen | statt, in den Bessemer Wecken ist nur noch ein Kupolofen ' im Betrieb, in den Puddelwerken ruhte der Betrieb in der 1 Borwoche drei Tage. Die großen Schmiedepressen find feit vierzehn Tagen außer Schrieb, in den mechanischen un Kanonen - Werkstätten ist der Betrieb ebenfalls beschränk nur in den Großdrehereten wird flott gearbeitet. * Paris, 8. November. Der flüchtige Bankier Adaeord neter Reynaud ist wegen DertrauenSbrucheS und betrüce rilkhen Bankerotts zu zehn Jahren Gefängniß Dtr urtheilt. Die Passiven betragen 10 Millionen. * Rom, 8. November. AuS Cassino wird gemtlba datz in Folge starker Regengüsse die Flüsse ausgetreten feien und da« Land völlig überschwemmt wäre. @rost' Schaden sei angerichtet worden, einige Todesfälle seien iL beHagen. Die Truppen haben da« RettungSwerk mit 8roiL Selbstverleugnung anSgeführt. Die Eifenbahnbrücke zwifL^ Eafsino unb Rocca d Evandro brach in dem Augenblicks , fammen, als ein Güterzug, welcher aus zwei Maschine, vier Viehwagen zusammengesetzt war und von Gcprano V* dieselbe passirte. Der ganze Zug stürzte die Schlucht Man glaubt, daß die beiden Maschinisten und zwei aattr't Personen hierbei um« Leben gekommen seien. Von Arve ist ein Hilfszug nach der UnglückSstatte abgegangen. * Das große Loo« der preußischen Klaffenlottcrie, roe'.ta nach Neissc gefallen ist, vcrtheilt sich wie folgt: Ix Viertel des Haupttreffer« spielten ein Z'egeleibesitzer d.^ vor den Thoren der Stadt Neisse, drei Kauflleute in 9Zeuhi* O--S., zwei alleinstehende Damen und eine verwitwete Geheimräthin mit einer verwandten OsfizierSwinwe, letz: en alle in Neisse. Jahrelang hat der Getrelbekausmann N e bem Loose participirt - da er aber lange Jahre binbci* nichts gewann, hatte er dasselbe im vorigen Jahre aufgegüa Gin kleiner Antheil de« Loose- ist auch von einem Lehrl-M eine« Geschäfts gespielt worden. ♦ Berliner Grnnewaldswihe. Zum Beginn der letzte, ■ Hubertusjagd im Grünewald, an der auch der au« de» hannöverschen Spielerprocesse bekannt geworbene Herr Geor; von Schierstäbt thcilnahm, konnte man wieder einmal dn echten Berliner Humor hören, der so gern an die Greigntw des Tage« anknllpft. Da konnte man Redensarten wie folgende hören: „Der Braunschweiger Loose-Sachverftäodiqe-, „Wer hat bet Roulette mit’n Pappbeckel unb steife Kugel de! üch?" //Immer ran meine Herrschaften an'n Kla-er/a« „Oller Jeuonkel von de Reitschule", „Entschuldigen - Herr Wachtmeister, seute jetzt et bei mir uf’n ©tnrf, „Uni kann Ferner meyerincken", „Det Kind ist unschuldig, rr? Abter" re. Von diesen Redensarten muß bem Kaiser beim Vorbeireiten etwas zu Ohren gekommen fein, denn unter anderem bemerkte er zu einigen Herren vom rochen Feldr welche ihm zunächst ritten: „Sehen Sie, meine Herten, v- Meyerlncks Name schallt einem schon au« bem Grünewald , entgegen." Ist das Wort vielleicht auch nicht wahr, io r es doch — zeitgemäß erfunden! • Eine interessante Probemobilmachuog der MannschLsie. des Beurlaubtenstandes im Kreise Schleusingen bat bat Bezirkscommando in Erfurt am vorvorigen Sonn'a, durch Radfahrer vornehmen lassen. Mittag« 12 Uhr 50 MW ’ traf eine Militärperfon mit gegen 1500 Gesttllungsbeschler welche für die in 51 Ortschaften de« Kreises Lchleusinorr wohnhaften Mannschaften deS Beurlaubtenstandes beflimmt waren, auf dem Bahnhofe zu Suhl ein. Dort bichrn 15 Mitglieder der Suhler Rabfahrervereinigung unb nahmen die Ordres in Empfang. Nach etwa 5 Minuten fahren bie Stahlroßreiter nach den Hauptpunkten beS Streife«, Lchwar^, Schmiedefeld, Schleusingen, Goldlauter und Suhler-Reuendors. Von diesen Hauptpunkten au« wurden die Gestrllungsbesedlr ’• durch Fußboten den einzelnen Ortschaften zugetragen und tm , Laufe des Nachmittags den betreffenden Mannschaften au^r händigt. Diese hatten sich auf Grund der Befehle an htn bestimmten Plätzen einzufinden. Wenn man nun anntmm?, daß um 10 Uhr 26 Minuten Vormittags die Besehtt ton Erfurt nach Suhl abgingen, daß z. B. einer der Radfahrer 15 km bis Schleusingen unb von dort au« der Bote 18 km im Umkreise zurückzulegen hatte, und wenn schließlich seststeht, baß bie Eontrollversammlungen von den beorderten Mann« schasten pünktlich besucht wurden, so ist diese Prodemobilmachuag, welche bei strömendem Regen ausgeführt wurde, als wohlgelungen zu bezeichnen. * Ein Preisausschreiben für einen — Echweinestall erläfet die Deutsche Landwirthschast« Gesellschaft In Beilin. De Preise betragen 400, 300 und 200 Mark. * Zwölf Kleider hat die Stadt Lyon ber Kaiserin von Rußlanb auS Anlaß des Flottenbesuchs zum Geschenk gemacht, und zwar: 1. ein Kleid auS gerissenem Sammn, im Style Heinrichs II., dessen kno-pengrüner Grund mit schwarzen Federn bedeckt ist- 2. ein Kleid aus himmelblau« AtlaS, da« mit lilafarbenen Blüthenzweigen und dem bäte gehörigen Blattwerk bestickt ist- 3. cm Kleid aus heliotror farbenem Sammet- 4. em Kleid au« himmelblauem Pioir-'. das mit geknickten Rosen besäet ist- 5. ein Kleid au« rod» farbenem, fafonnirtem Sammet auf malvenfarbenem Griott. 6. ein Kleid aufl elfenbeinfarbener Seide - 7. ein SM eil N wahrhaft bewundemswerthem AtlaS von „Sonnet»«' gang«" - Farben- 8. ein Kleid au« schneeweißem itia: 9. ein Kleid au« Brokat, dessen „morgenröthefarbener" r^renl mit Mimosen und Anemonenzweigen bestreut ist- 10. m Kleid aufl demselben Stoffe mit Feldblumen - 11. ein flieil aus prachtvoller, fammetartiger, „morgenröthefarbener^ Seide, das mit goldenen Sternen durchsteppt ist, unb endlich 12. ein Kleid aufl schillerndem Seidenstoffe von der herrlichsten Arbeit, die man sich überhaupt denken kann. * Witte», 6. November. Zwei Burschen im Alter von etwa 20 Jahren gingen Abends auf dem Wege von Bommern nach Witten über die Ruhrbrücke, ohne da« Brückengeld zu zahlen, an dem Wärterhäuflchen vorüber. Der dienst- thuende Brückenwärter Rockholtz, ein 50jähriger Mann, bemerkte die Burschen und rief sie an. Siner derselben lief auf dafl Häuschen zu unb gab zwei Revolverfchüffe auf bei nichtsahnenden Brückenwärter ab. Beide Geschosse drangen dem Beamten in de» Unterleib und verletzten ihn tödtlich- »b-r "feitet I State d! I ^vischcn .et ttr 8 ä*: ' drincr, eb:n a. 0 jiiogramw19< /; 'pacht' «ad rio ZMdr. r ttefunge Lagen ^bnrdi feflee, ,. ? -ben laßt W al ' Sa8tn Er I! jröstrtn ®t$tT i ;r -t.tax hüner dik ‘ ,to Falle beim - leide Last eine zu -t.-röhnliche lei Dir SM )i jRir fin6 im vot r. büB dik De! L vulchaiSgut su | l Aach'tcuc: leine sin c t . Handlingen w< d :\'n , ber. Aiickga i mechin werden sie r 1; ibn mit der m t iihittn, die mit sehr Mn Credit ihr< Gtadl wird bei gen fcaitr 6 tiuch 9 Mo scheint doch der 3*i Hb, bis bdiire Gell Li Ohne Zweifel probat« Mtel greii i »r uMbicfrn. Der t I i. ob er ben $?u, r vwlvensarbene^' 3=1»«; ’• „S »•« -T «• anbictet. Aber schließlich muß er kaufen und da er die er- Ghtcii Preise nicht bewilligen kann, so ist er gezwungen, ifo? Fabrikat zu versuchen, dcks die Cigarrenindustric nach Dilfiihrung der Fabrikat-Steuer darbietet. Dabei ist ein- Wichalten, daß bTT enorme Aufschlag auf den Rauchtabak dessen weiteren Consum vollständig illusorisch macht. Der Händler probt nun die Zö-Mark-Cigarre, die ihm neuerdings vorgelegt wird. Nach Oen ersten Zügen legt er sie beiseite, zündet eine zweite an ab wirft sie entrüstet weg. „Pfälzer, nichts als Pfälzer, jjwer soll mir denn das Kraut abkaufen?" Der Reisende mß ihm die Antwort schuldig bleiben, denn kein Fabrikant Sein angesichts der Fabrikat-Steuer etwas anderes als pure D-itsschc Einlage zu 36 Mark liefern. Das Vcrhältniß bei dir neuen 6 Pfennig-Cigarre stellt sich vielleicht etwas gllnfitiger, in Wirklichkeit hält sie einen Vergleich mit der ditn Waare auch nicht annähernd aus und wird in der Lualität so verschlechtert, daß der Händler sie ebenfalls teil aller sittlichen Entrüstung zurückwcisen mag. Dem ürzen Kampf folgt ein trauriges Nachspiel. Der Verkäufer Niidrrholt in aller Gelassenheit seine Offerte, denn er weiß «ihr genau, sie muß einfach berücksichtigt werden. Nun IM gen die neuen Fabrikate auf den Regalen des Händlers. Der 5- und 6-Pfennig-Raucher, der all die Jahre ganz exquisit bedient werden konnte, versucht die neuen sächlich keine zwei Pfennig galt, entkommen, , jkiang, seine Begleiter festzunehmen. * Die leistungsfähigsten Eisenbahnwagen in iirften die neuerdings für die Firma ftrupp taten offenen Güterwagen sein. Für die pentS wurden in Folge dessen zehn Wagen hergestellt, die In Eisenbahn-Direction Köln unterstellt sind und von dieser ribweise auch an andere Directionen abgegeben werden. stt»et dieser Wagen sind vierachsig und tragen 36000 Kgr., Itlii dritter, ebenfalls vierachsig, ist für eine Last von [40000 Kilogramm gebaut. Für drei weitere Fahrzeuge ist hi Ladegewicht von 48000 Kilogramm festgesetzt,- davon ' d zwei acht- und einer sechöachsig. Je 70000 Kilogramm ffinl» die letzten vier, auf vier Achsen ruhenden Wagen zu : igen im Stande. Da als Ladung größtentheils Kessel von iiteutenbcm Umfange in Frage kommen, sind die Böden der Misten dieser Wagen nach unten ausgerundet. Die Kessel lagern dadurch fester, und die Ucberschreitung des Ladeprofils rach oben läßt sich auf diese Weise besser vermeiden. Einige iiisrr Wagen zeichnen sich auch durch besondere Länge aus. Luc größeren Sicherheit dürfen sie in die Züge nicht un- mitLelbar hinter die Locomotivo^ gestellt werden, weil in biqetn Falle beim Passiren einer Brücke die gleichzeitig Ulkende Last eine zu große wäre - es müssen daher mindestens zalii gewöhnliche leere Güterwagen dazwischen zu stehen turimen. Ä» J-% W -Un ö°tt Cevr j ry*enlottcru,. «e iolqt: ^S'egeleihjJ rtl®®up(cnte in» 'n'.1?, * ?***< !°"äe »°»r, [ ■ * einem t Beginn bn k Ucr °uch der u geworbene ian nieder einen' an bie gI(? ”JQn RedenSarte? E unb steises^ Wen an’n .mir uf'nh, , tinb ist llustL- !n muß hem finiin mmen fein, km 'erren Dom rollen 'n Sie, meine lon aus dem Srir t auch nicht wahr, die Gefahr der Taliak-Fabrikat-Äeuer. II. Wir sind im vorigen Artikel von der Annahme aus- iqMngcn, daß die Detailgcschäfte, auf die wir cxcmplificirt ckkn, durchaus gut fundirt sind, und daß ihnen die Zahlung =r Nachsteuer keine finanziellen Schwierigkeiten bereitet. Der- Iorliige Handlungen werden zwar eine empfindliche Einbuße ■ eilciöcn, den Rückgang ihres Umsatzes eonstatiren, aber Minerhin werden sie die Krisis überdauern. Wie steht es nun aber mit der weit überwiegenden Mehrheit von De- tailliften, die mit sehr geringem Kapital arbeitet oder gar auf den Credit ihrer Lieferanten angewiesen ist? Der ßtc.it wird bei genügend gewährter Sicherheit die Nach- ieucr 6 auch 9 Monate creditiren, aber eines Tages cr- | ch^iat doch der Zahlungstermin, es hilft kein Ach und 1 Wd)i, das baare Geld muß der Zollbehörde hingezählt wer- I fei. Ohne Zweifel werden sehr viele Händler zu einem ‘ traten Mittel greifen und ihre Lieferanten bitten, ihnen * ben Betrag der Nachsteuer, über den sie nicht verfügen, vor-uschießen. Der Fabrikant wird es sich zweimal über- Jtqcii, ob er den Wunsch seines Clienten erfüllt. Einmal |i tt bei der neuen Lage selbst eines weitaus vermehrten Geschäftskapitals bedürftig, dann wird er sich sehr hüten, aus so geradezu leichtsinnige Weise sein ohnehin großes ■Wicp zu vermehren. Was geschieht nun? Der Staat herlringt fein Geld, kennt keine Rücksicht und wird natur- acvriß auf die vorräthigeu Maaren Beschlag legen. Jn- Icsst n rücken auch die Berfalltermiue für bie bezogenen Wilireuposten näher. Bei dem verschlechterten Geschäfts- fliinjie ist an Befriedigung der Gläubiger nicht zu denken. Ile Fabrikanten werden sich vielleicht zu einem Moratorium »crsl chen, aber da alles in der Welt seine Grenzen hat, so iirb sehr bald die Stunde erscheinen, wo der Lieferant [em Geld haben und der Gerichtsvollzieher dem Detaillisten ms Haus kommen muß. Eine Unzahl Existenzen, die seit- scr von dem Vertrauen der Tabak-Großindustriellen ge- ftltcm wurde, wird vernichtet und ihr und ihrer Familien Mim mit Eintritt der neuen Aera besiegelt. Wir kehren zum Detaillisten zurück, der in der Crcdit- ■jiiln seines Lieferanten mit „gut bis fein" bezeichnet ist. «Seine Vorrüthe werden naturgemäß einmal zur Neige «hm und er wird darauf Bedacht nehmen müssen, sie aufs Seite zu ergänzen. Sein Hauptabsatzgebiet bewegt sich in W ä: und 6-Pfennig-Cigarre. Die 5-Pfennig-Cigarre, die WihLr mit 36 bis 40 Mark bezogen wurde, kostet jetzt 46 fe 5)0 Mark, die 45-Mark-Cigarre erhöht sich auf 55 Mark. 3er Händler kann gar nicht daran denken, diese Preise anullegcii, dafern er mit einigermaßen ersprießlichem Nutzen i Merten will. Mißmuthig wird er das erste-, vielleicht auch Ls xweitemal den Reisenden abweisen, der ihm seine Maaren cgenwi-' ■« b-!'--«' f',«r tbbtumen; y- „movgeitrotp l Sk'-" SÄ de« W’W en votü° ' .. n 5O^sseibe° ■ Marken. Er kommt verstimmt wieder, wählt sich eine zweite Sorte aus, das drittemal bleibt er ganz weg und sagt sich sehr richtig: „Ehe ich solches Kraut rauchen soll, verzichte ich lieber ganz auf den Genuß." Selbstverständlich macht der Händler den Vorschlag, doch mit einer theureren Cigarre die Probe zu machen. Hin und wieder mag das gelingen, aber die Majorität der Raucher, die nach ihren Verhältnissen gewohnt ist, 5- und 6'Pfennig-Cigarren zu consumiren, läßt sich schlechterdings eine höhere Preislage nicht aufzwiiigen, und wenn auch das Jahr über aus dem Laden des Händlers einige Mille theucrere Cigarren mehr abgeholt werden, so wird doch der Verbrauch derjenigen Sorten, bie bislang für bie Lebensfähigkeit bes Geschäftes maßgebend waren, in so erschreckender Meise zurückgehen, daß von einem lucrativen Cigarrenabsatz fortan nicht mehr die Rede sein kann und die bittere Noth- wendigkeit an den Händler herantritt, über kurz oder laug sein Geschäft aufzugeben. (Gin dritter Artikel folgt.) Uitberfttätf - Kad>rid?tcti. — Aus Heidelberg meldet man der N. B. L.: Nachdem die naturwissenschaftliche Facultät der hiesigen Universität weibliche Studenten zum Besuch der Vorlesungen zugelassen hat, ist nunmehr auch, wie wir hören, in der philosophischen Facultät ein Beschluß zu Stande gekommen, daß kein principielles Hinderniß bestehe, weibliche Studenten zu der Doctorpromotion zuzulassen. Die Dame, welche die Entscheidung dieser principiellen Frage veranlaßt hat und zum Doctorexamen zugelassen werden soll, ist eine Tochter des berühmten Juristen Windscheid. Schiffsnach richten. (Mitgethetlt durch den Agenten des Norddeutschen Lloydes, Herrn Carl Loos in Gießen.) Bremen, 9. Novbr. sPer transatlantischen Telegraph.) Der Schnelldampfer Lahn, Capitän H. Hellmers, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 31. October von Bremen und am 1. November von Southampton abgegangen war, ist gestern 3 Uhr Nachmittags wohlbehalten in Newyork angekommen. Hamburg-Amerikanische Packetfabrt Actien-Gesellschaft. Dampfer „Wandrahm" ist am 6. November. 10 Uhr Morgens, von ^tewyork nach Hamburg abgegangen. Postdampfer „Cheruskia", von Hamburg nach Westindien unterwegs, hat am 6. Btovember, 8 Uhr Abends, von Havre die Reise nach St. Thomas fortgesetzt. Dampfer „Grimm", ist am 6. November, 11 Uhr Nachts, von Montreal in Hamburg angekommen. Dampfer „Bohemia", von Stettin nach Newyork bestimmt, ist am 6. November, 8 Uhr Abends, von Christiansand abgegangen. Postdampser „Scandia" ist am 7. Bkovember, 3 Uhr Nachmittags, von Baltimore in Hamburg angekommen. Postdampser „Flandria" ist am 6. November von Bremen via Havre in St. Thomas angekommen. dteratur und KttnfL — Einen Inhalt zu bringen, der mit Allem und in seiner ganzen Ausdehnung Jedermann befriedigt, ist für jede Zeitschrift, vornehmlich aber für ein Familienblalt so ziemlich ein Ding der Unmöglichkeit. Denn hier sprechen gar häufig Neigungen und Sonderwünsche mit, die in dem Rahmen einer Zeitschrift einfach nicht unterzubringen sind. Wenn nun gleichwohl ein solches Blatt mit gesteigertem Ansehen in das zehnte Jahr seines Erscheinens hat treten können, so kann das zweifellos als ein vollgültiger Beweis seiner inneren Güte hingenommen werden. Das hier Gesagte gilt nun im besten Wortsinne von dem illustrirten Familienblalt »Universum^ (Verlag des Universum, Dresden), dessen erste Nummern des neu eröffneten zehnten Jahrganges uns vorliegen und zu dem oben Gesagten aulorisiren. Als Stichprobe für die Reichhaltigkeit des Gebotenen fei hier der Inhalt des letzterschienenen Heftes angeführt, in dem wir u. A. verzeichnet finden: „Die Erbin von Helmstede", Roman von Wilhelm Jensen. „Das Rauhe Haus in Horn bei Hamburg". Von Harbert Harberts. Mtt Original: illustrationen von H. Haase. „A. V. St." Humoreske von Balduin Groller. „Gegen die Nervosität", von Dr. Friedrich Dornblüth. „Unser Regiment". Ein Reiterbild von Georg Freiherr von Ompieda. „Gluck-Gluck", Roman von Karl von Heigel. Biographie von Hermann Gruson. „DaS Reiterdenkmal Kaiser Wilhelm I. in Bremen." „Dem Gedächtniß Friedrich Friesens". Humoristisches. Rälhsel rc. Dazu eine Auswahl bestechend schöner Illustrationen in Lichtdruck und Holzschnitt. ______________ — Jedermann kennt wohl das schmucke Mädchen, welches emsig beschäitigt ist, KalhreinerS KneiPP'Malzkaffee zu mahlen. Eine nicht minder hübsche Schwester dieser Kathremer'schen Köchin scheint es zu sein, welche wir zur Zeit in den meisten Colonial- waarengeschäften mit einem Körbchen auf dem Schooßc finden, wie sie unentgeltlich künstlerisch ausgesührle Bilder anbietet. Die Motive entstammen offenbar der Mappe eines berühmten Malers, der sie gleichzeitig mit erklärenden Inschriften versehen hat. Der Druck der letzteren dürfte aber sehr alten Datums sein, denn er kommt uns etwas „räthselhast" vor und wird es gewiß Jrdem eine Freude machen, sich mit der Lösung dieser Inschriften zu befassen. Wir halten es daher für Pflicht, die Aufmerksamkeit der Leser darauf zu lenken und sie zu veranlassen, sich sofort in einem Laden, wo man Kathreiners Kneipp Malzkaffee verkauft, von dem reizenden Mädchen einige Bilder geben zu lassen. Bei der Redaction eingegangene Bücher rc.: — Bon den letzten Dingen. I. Was wird aus uns nach dem £obe? II. Ist Christi Kommen bevorstehend? Von H. Varley- London. Autoris. deutsche Ueberletzung von Dr. v. Zwrngmann. Gr. 8. Eleg. catt. 1 Mark. Verlag von Carl Meyer (®. Prior) in Hannover. kirchliche Anzeigen -er Stafct Gietzerr. Evangelische Gemeinde. Gottesdienst. 24. Sonntag nach Trinitatis, den 12. November: Vormittags 9'/r Uhr: Pfarrer Dingeldey. Nachmittags 5 Uhr: Pfarrer Schlosser. Kinderkirche Vormittags 11 Ubr: Pfarrer Schlosser. Am Sonntag den 19. November: Beichte und heil- Abendmahl im Abendgottesdienst. Von nächster Woche an werden jeden Donnerstag Abend 8 Uhr im Turnsaale der neuen Knabenschule (Kirchstraße) Bibelstunden gehalten werden und zwar jedesmal die eine Woche von dem Pfarrer der Matthäusgemeinde, die andere von dem Pfarrer der Markusgemeinde. Die erste findet statt Donnerstag den 16. November, Abends 8 Uhr- Die seither in der Kleinkinderschule abgehaltenen Bibelstunden sollen alsbald nach Einweihung der Johanneskirche wieder ihren Anfang nehmen und zwar im Conftrmandensaale der neuen Kirche; sie werden wie früher an jedem Montag Abend \ 8 Uhr gehalten werden. Pfarrer Dr. Naumann. Katholische Gemeinde. Sonntagden 12. Novbr., 25. Sonntag nachPfingstenr SamStag: Nachmittags um 4*/e Uhr und Abends um 8 Uhr Gelegenheit zur hl. Beichte. Sonntag: Vormittags von 6Vt Uhr an Gelegenheit zur hl. Beichte; um 6'/, Uhr erste hl. Mefle; um 7*/e Uhr Autztbeilung der bl. Communion; um 8 Uhr zweite bl. Mefle; um 9'/, Ubr Hochamt mit Predigt; Abends um 5*/t Ubr Christenlehre; darauf Andacht. BekauutMachung. Aufschrift der Postsendungen. . Sicherung schneller Beförderung und Bestellung der Bostsendungen müflen auf denselben Empfänger und Bestimmungs» Senau bezeichnet sein, bafcjeber Ungewißheit vorgebeugt wird. Dabei sind namentlich folgende Punkte zu beachten: 1. Bei Postsmdungen nach größeren Orten ist in der Aufschrift die Wohnung des Empfängers möglichst genau anzugeben. Auch ist es von Wichtigkeit, daß die WobiiungSangabe stet» an derselben Stelle der Aufschrift, nämlich unten rechts, unmittelbar unter der Angabe biä Bestimmungsorte«, erfolge. 2. Auf dm nach Berlin bestimmten Smdungm ist, außer der Wohnung des Empfängers, der Postbezirk (0., NO. k.), in welchem die Wohnung sich befindet, hinter der Ortsbezeichnung .Berlin" zu vermerkm. 3. Gibt eS mit dem Bestimmungsorte gleich oder ähnlich lautende Postorte, so ist dem Ortsnamen eine zusätzliche Bezeichnung beizufügm. Welche Zusätze für die Ortsnamen im Postvcrkehr alS maßgebend anzusehen sind, ergibt sich au« dem „Verzeichniß gleichnamiger oder ähnlich lautender SB oft» orte*, das zum Preise von 10 Pf. durch Vermittlung feber ReichS-Postanstall bezogen werden kann. 4. Wmn der im Reichs Postgebiet belegene Bestimmungsort zwar mit einer Postanftalt versehen, dessenungeachtet aber nicht al« allgemein bekannt anzunehrnen ist, so empfiehlt es sich, die Lage deS Ort« in der Aufschrift der Sendung noch de« Näheren zu bezeichnen. Zu derartigen Bezeichnungm eignet sich die Angabe deS Staates und bei größeren Staaten de« politischen Bezirks (Provinz, Regierungsbezirk u. s. w.), in welchem der Bestimmungsort belegen ist, oder auch die Angabe von größeren Flüssen ((Oder), (Elbe), (Rhein), (Main) re.), oder von Gebirgen s(Harz), (Riesengebirge) rc.) Nicht minder find zusätzliche Bezeichnungen, wie ((Thüringen), (Altmark), (Lausitz) rc.l für den Zweck geeignet. 6. Aus Postsendungen nach Ortschaften ohne Postanstalt ist außer dem eigentlichen BestimmungSorte noch die j en t g e P o stau st alt anzugeben, von welcher aus die Bestellung der Sendung an ben Empfänger bewirkt werden bez. die Abholung erfolgen soll. 6. Wenn der Bestimmungsort einer Sendung in einem fremden Postgebiete belegen und zu den weniger bekannten Orten »u rechnen ist, so ist außer dem Ortsnamen noch daS betreffende Land bez. der Landestheil auf der Sendung anzugeben. Die Beachtung dieser Punkte wird zur Herbeiführung einer schleunigen Ueberfunft der Sendungen an den Empfänger wesentlich beitragen, und e« liegt daher im eigenen Interesse der Absender, die Aufschriften der Sendungen hiernach genau onzuserttgen. Verfälschte schwarze Seide. Man verbrenne ein Müsterchen des Stoffes, von dem man kaufen will, und die etwaige Verfälschung tritt sofort zu Tage: Aechte, rein gefärbte Seide kräuselt sofort zusammen, verloscht bald und hinterläßt wenig Asche von ganz hellbräunlicher Farbe. — Verfälschte Seide (die leicht speckig wird und bricht) brennt langsam fort, namentlich glimmen die „Schußfäden" weiter (wenn sehr mit Farbstoff erschwert),und hinterläßt eine dunkelbraune Asche, die sich im Gegensatz zur ächten Seide nicht träufelt, sondern krümmt. Zerdrückt man die Asche der ächten Seide, so zerstäubt sie, die der verfälschten nickt. Die Geidenfabrik Gl. Henneberg; (f. u. f. Hoflieferant) Zurich versendet gern Muster von ihren echten Seidenstoffen an Jedermann und liefert einzelne Roben und ganze Stücke oorto- und zollfrei ins Haus. [8282 5788] Tausendfaches Lob, notariell beftätigt, über Holländ. Tabak von B. Becker in Sees-n a. Harz. 10 Pfd. sco. « Mk. hat d. Exp. d- Bl. eingesehen. Verlag von J. F. Schreiber In Esslingen bei Stuttgart. Dr. G. H v Schuberts M atunjesfhidite der drei D pi pL p mit der Anatomifc des Menschen. 11 vl VILU 2500 Abbildungen auf 205 Farbdrucktaieln und .375 Seiten Text. Tierreich III. Abteilung: Das 42 Tafeln nit 683 farbigen Abbildungen. IV. Abteilung. Dor Bau des nenscblichen Körpers. .0 Tafeln mit 100 Abbildungen. I. Abteilung: 91 Tafeln mit 850 farbigen Abbildungen. IL Abteilung: Das Pflanzenreich 54 Tafeln mit 650 farbigen Abbildungen. Un übertroffenes n a turgeechich fliehet: Werk für Schule und Familie. Beeondero Vorzüge weg .33. [9315 Carl Hoffmann 9330 9411 9319 empfiehlt sich jum 9345 Valentin Moser bei 9320 a. Lied“ . . von Fr. Chopin. b. Von ewiger 100 w Gelsen. Wer em «Äet WS 20 > «er. tcm Preise zu haben. [9324 Stifts. [9390 dtäbere flu^funft Neuenweg 39, 2. Lt- 5>ie heutige Plummer umfaßt 6 Seiten. LL01IIN 10 25 40 40 50 40 80 50 356.» isr« 14A7O 102.40 1W.60 69 40 SS Mark 1.25 bei der Vater», W H sagen wir allen, insbesondere Herrn Pfarrer Schlosser für die trostreiche Grabrede, sowie für die zahlreichen Blumensvenden unseren innigsten Dank. Lomb. L.-B.-Lcr. Buichtherader L-»B^Acl Llbthat-Hehn-Acl. GoUhard-BahmAcl. Schwerer NordoN.-B^Rct. Mainzer L-B.-Lct. Diartenburger L^B.-AcL 166 49 126 60 129 90 142' 95 50 263 87 86.40 Vermischte Anzeige». Giessener Concertverein. 'Criitaolbtritt Nächste Vorstellung Dienstag, 14. Novbr. Auf Verlangen: Die Haubenlerche. 9T14J gür ein ält Fräul. zwei an» mdbl. Zimmer mit Bedienung grf., WafcsHTic 1 Ubr 16 Min. 85 00 40/0 Ung. Gotd-Rrnte 99.6' 50/0 ^ieL Rmte 86.( 0 3% Portugiesen 99.85 4«/e Gricch. Monopol-Anl. Specerei- und Wollwaaren eröffne, prompte Bedienung und reelle Maare zusichernd. ___________F. Schmidt, Zchloftgaffe 5. B. Nonnewitz, Ofensetzer, Neuknbsue 1? 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(Geöffnet jeden Sonntag Abend von 6 bis IO Uhr. 9331) Der Borstand: Dingeldey. humoristischer Abend der altrenommirten ▼ Reinwollene Haus-Kleiderstoffe das Meter von Mark 1.— an sind in grosser Auswahl eingetroffen. 9305 Fritz Nowack, Seltersweg. A tt, , Fermietliungen. 93281 MüblirleS Zimmer zu oermNldt- _________Schloßgaffe 5. 9321) MöblirteS Zimmer zu oermieä" Sartenstrahe 29, 1 6. Lieder mit Ulavierbegloitung: „Lithauisches Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme Beerdigung unseres unvergeßlichen theueren Gatten, Bruders, Schwagers und Onkels XXXXXXXXXXXXIXXXXXXXXXXXX 5 Zur Weihnachts-Saison * Billets k 60 $ vorher bei Herrn Friseur G. Gerhardt. 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F k' «an fi. y tskllert « Um 8*11 V' u«e■ * ♦ie deutsche un 3n den nun fd H°°delsv- unb Rußland si ßrrnrrungen, die Nnrnbaradal vertra 8 dieselben l- ikrtarW ub* i trrrr jeder sicheren « ftrifer gebrachten Ü * {fünfen Nachrichten fltTtm. ffitn: aber g jitn Änstchrmtz bestii ftt aus der Rutsch ; u la Hauptpunkten b • loxba, so hat man ßKistttm \u tt)un, bi . kl Gedanken- zrvrsi 'ttldcndeu Berathung iQtn sie schon nächsti ; »xtliffiger Quelle e i jntMeldung in Sache selleicht doch weit eh aenntn würbe. IedeusallS ist eS Lu über das ju erfl . --Hpolitifitn Orlen gr4rpn woütn. Den i 3k|tming unter hinW । tnknt?. tzachdrrMbi^ kx endMs ki Abschluß eine- tnl dann sofott auch Horden, letztere wissen »rd versichett, daß feigen bei Zollkri ir-ruogl/cheu Fordern - i» Interesse de» itrebirn vertrage- eine u»z in ihren Mnsch ' stutcrrn zollpolitische • deutscherseits, so bitl t 1 ^zegenkomnen bereu 1 alfo bei den jetzige! -trag erfahren. Man »H-l-ng Deutschlands •^peonedfionen beret kNlss'chtn Delegirten in nach Nieder»Weimar. Retourkarte HI. Klasse Marburg JL 1.80. Zweites Concert (102. Voreinajahr) Sonntag, 19. November 1893, Abends 5 Uhr, im Saale des Qesellsohaftsvereina unter Leitung des Groesh. Univeraitäts - Muaikdirectora Herrn Adolf Felchner und Mitwirkung der ConoertaHngerin Frau Luise Geller aua Magdeburg und dea durch auswärtige Künstler verstärkten Vereinsorchesters. Programm. I. 1. Symphonie Nr. 7 op. 92 (A-dur) . von L. van Beethoven. 2. Arie a. d. Oper „DieHochzeit dea Figaro“, „Heilige Qnelle reiner Triebe“ etc. . . von W. A. Mozart II. 3. Ouvertüre z. Op. „Faniaku“ . von L. Cherubim'. 4. Lieder mit Clavierbegleitung: a. „Die Krähe“ (a. d. „Winter- reiae") . . . von Frz. Schubert, b. Mignon:„Heiss' mich nicht reden“ etc. . . von Rob. Schumann, c. „Himmel und Erde“ . . . „ „ n d. Der Knabe mit dem Wunderhorn . . . „ „ B 5. „Liohtertanz der Bräute v. Kaschmir“ a. d. Oper „Fcramora* . . von Ant. Rubinstein. tüchtigen Vertreter * •wr.cff«? -»8095 an Rudolf Moste. Od!n. dtäbere Äu^funft Neuen.39 ? ___eignen. RektrttoR; ». Scheydi, - Druck -nd Verl», der »rübl'iLe., Druckerei (Fr. Lbr. vtetlck») tn »ietzen. 9316] Gesn»t ein einfach mübl. Zimmer. Offerten mit Preisangabe unter K. 66 an die Exprd. d- Bl- 9329] stud. phil. dass, wünscht Privatstanden zu erth- Adr. an die Sxv- d- Bl. Liebe“ . . von loh. Brahms c. „Murmelndes Lüftchen“ etc. von Ad. Jenssen. 7. Ouvert. zu „Ruy Blaa“ .... von F. Mendelssohn- Bartholdy. Eintrittskarten für Nichtmitglieder zu Mk. 2.50 (Sperrsitz Mk. 3.50), sind in der Muaikalienhandlung von Ernst Cha Hi er (Rudolphs Nachf.i, für Studirendo bei Hrn. Hausverwalter Storck zu ormässig- x Tischläufer, Servir- und Büffetdecken, X A Parade-Handtücher und Tablettdeckchen. x Fritz Nowack * X Weisswaaren- und Ausstattungs-Geschäft. S XXXXXXXXXXXX1XXXXXXXXXXXX Gesellvz. Heerz, Neuenweg 7 einpfitfen ihr Lager in fertiger Damen-, Herren- und Kinder- Wäsche. 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