1893 Dienstag den 11. Juli Nr. 160 Amts- rmd Anzeigebleitt für den Sieben Börse. Witbto \ 104.45 \ Dentscher Reichstag. . 140.30 138.05 ml. 97.40 i 97.20 ekredttb.. 187.70 91.- ! 103— lOS.- 106; und links). 77.80 102.95 21.85 4820 79.50 10320 21.60 51.50 Alle Annoncen-Vureaux deS In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. 7.VIL30./YI, 30501 30.90 77.90 78 80 98.60 65.50 100.55 101.80 81.50 5605 63 65 96.40 95.70 78.55 Der Gießener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS Montags. Die Gießener W.mtkienSkttter werden dem Anzeiger «Hchentlich dreimal tzeigelegt. Snwtlchld- 02 , ios- fandbr. • \ 50 97.50 DUF» V0M -A.88u.8S «b. Gold- Gifmbehn- IU. Miß. 1880t no. LU. v. told - Arü. digen bereit seien. Paris, 8. Juli. Das Gr. Stener-Commifsariat Gießen an die Grofth. Bürgermeistereien des Bezirks. Durch Verfügung Gr. Ministeriums der Finanzen Abth. für Steuerwesen vom 30. Juni l. I. zu N. I. M. St. 17038 ist der Gr. Steuer-Assessor Jäger, bis auf Weiteres, zur Aushilfeleistung bei Gr. Steuer-Commissariat Gießen und eventuell zur Vertretung des Gr. Steuer-Commissärs bestimmt worden. Gießen, 8. Juli 1893. Süffert. Deutsches Reich. Berlin, 8. Juli. Der Großfürst-Thronfolger I Nicolaus von Rußland wird anläßlich seiner Rückreise I von den Hochzeitsfeierlichkeiten in Windsor nach Petersburg I einen kurzen Besuch beim deutschen Kaiserpaare abstatten. | Soweit bekannt, trifft der Czarewitsch an diesem Dienstag Vormittags mittels kaiserlichen Sonderzuges, der ihm an der Grenzstation Goch (holländische Grenze) zur Verfügung gestellt wird, in Potsdam ein. Der erlauchte Gast gedenkt bis zum Abend des genannten Tages bei den kaiserlichen Majestäten zu verweilen und dann die Heimreise fortzusetzen. So kurz also auch der bevorstehende abermalige Besuch des russischen Thronerben am deutschen Kaiserhofe sein wird, so legt der , Vorgang doch erneut Zeugniß von den zur Zeit obwaltenden guten Beziehungen zwischen den Höfen von Berlin und Petersburg ab, womit zugleich auch das politische Verhältniß zwischen den beiderseitigen Reichen in freundlichem Lichte erscheint. — Die Specialberathung der Militärvorlage soll, da die commissarische Vorberathung wegfällt, am nächsten Donnerstag beginnen, sie würde dann vermutlich noch den Rest der Woche ausfüllen. Vom Ausfälle der Specialdebatte hängt es ab, ob sich eventuell noch eine dritte Lesung der Vorlage nöthig machen wird. — Das hervorstechendste Charakteristikum der am 5. Juli vollzogenen Urwahlen zum bayerischen Landtage bleibt der Sieg der Socialdemokratie in München II und Nürnberg, infolge dessen die bislang in der bayerischen Abgeordnetenkammer noch unvertreten gewesene socialistische Partei fünf Abgeordnete in die Kammer entsenden wird. Eine vollständige Uebersicht über das Ergebniß der Wahlen ist jedoch noch immer nicht möglich, nur dürfte das Eine bereits als feststehend zu betrachten sein, daß die Centrumspartei ihre bisherige absolute Mehrheit von zwei Stimmen in der Abgeordnetenkammer eingebüßt hat. Eisenach, 8. Juli. Aus Anlaß des 4Ojährigen Regier- ungs'Jubiläums des Großherzogs war die Stadt reich beflaggt. Auf der Wartburg fand Hoftafel statt, zu welcher auch die Minister aus Weimar hinzugezogen waren. Weitere 104.— 98.— 65.40 100.40 101.15 80.70 55.50 64.- 94.80 94.80 80.55 Vierteljähriger AbonnementspreiL» 2 Mark 20 Pfg. mit Brinaerlohn. Durch die Post bezöge» 2 Mark 50 Pfg. Siedaction, Expedition und Druckerei: Schutstrahe Dr.7. Fernsprecher 51. in Hl11X1 dv. bo. qerGold. old (Schl.) ofef Statt irrnt 3teL «hn . ■ !t . . ■ )W 4ismb. MeantL fa.6tc.ffr. Ausschreiben. Wir bitten um Auskunft über die Persönlichkeit, ins- ■ besondere den Namen, den Geburtsort und Aufenthaltsort des vielfach vorbestraften Schwindlers, der den Spitznamen „das Nassauer Bübchen" führt. Derselbe soll sich gewöhnlich in Begleitung eines anderen, unter dem Spitznamen „das Mainzer Lottchen" bekannten Schwindlers befinden. Gießen, den 1. Juli 1893. Großh. Staatsanwaltschaft. Schilling-Try gopborus. Ausland. Paris, 8. Juli. Das Comite der Pariser Journalisten protestirt energisch gegen die gehässigen Angriffe der Polizn auf mehrere Verbandsmitglieder. Eine Delegation begab sich zum Justizminister, damit den Journalisten zukünftig Paffe ausgestellt werden, welche sie gegen die Angriffe der Polizei schützen. , . _ u, Paris, 8. Juli. Das socialistische revolutionäre Comit« des 3. Arrondissement und das Comite der socialistischen Jugend in Lyon machen durch Maueranschläge bekannt, daß die Socialisten ihre so theuer. erkauften Rechte zu verther- Amtliche* Theil. Bekanntmachung, betr. die Zulaffung von Loosen auswärtiger Lotterien zum Vertrieb im Großherzogthum, hier Seitens des Verbands der oberbadischen Zuchtgenoffenschaften. Großh. Ministerium des Innern und der Justiz hat dem Verband der oberbadischen Zuchtgenoffenschaften die Er« laubniß ertheilt, die Loose einer anläßlich des am 15. September l. I. zu Radolfzell ftattfindenden Centralviehmarkts zu veranstaltenden Verloosung von Zuchtvieh innerhalb des Großherzogthums zu vertreiben. Es wird dies hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, mit dem Anfügen, daß nach dem von der zuständigen Behörde genehmigten Verloosungtzplan 30000 Loose L 1 Mk. auS- gegeben werden dürfen und 22 400 Mk. zum Ankauf von Gewinnsten verwendet werden müffen. Gießen, den 8. Juli 1893. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern.____ Gießener A nzeiger Kenerat-Mnzeiger. Iwi.tok4* J«1-' ' Abg. Preiß (Els.): Wir stimmen auS volkswirthschaftlichen Gründen gegen die Vorlage und werden uns in unterer Haltung durch keinerlei Drohung einschüchtern taffen. Auch wir Elsässer fürchten Gott und sonst nichts in der Welt. Abg. Böcke! (Antis.): Wir wären geneigt, für die Militärvorlage zu stimmen, wenn der Reichskanzler eine bestimmte Erklärung dahin abgibt, daß die Deckung nicht durch neue Consumsteuern, welche die Massen treffen, oder durch eine Erhöhung der Reichsschuld oder eine Erhöhung der Matticularbeiträge erfolgen soll. Wir wünschen, daß das Geld von den Reichen genommen werde. Die Börsensteuer darf nicht einfach erhöht, sondern muß umgestaltet werden, irs- besondere bedarf es einer Emisfionssteuer. Nothwendig ist eine progressive Reichs-Einkommensteuer, damit endlich dem Anwachsen der großen Vermögen ein Ziel gesetzt werde. Dem Reichskanzler lege ich noch den Wunsch ans Herz, daß sich die Milti aroerwaltung, wie es in Sachsen mit Erfolg geschieht, bei Lieferungen direct mit den Producenten in Verbindung fetzen möge. Auch mochten die kleinen Städte mehr bei ben Garnisonen berücksichtigt werden. Ich wünsche endlich, daß dies die letzte Militärvorlage sein möge tonnromn unsere wirthschaftltche Kraft erlahmt, wo sollen dann die Mittel und immer neue Soldaten Herkommen. Wenn Frankreich nicht mehr Soldaten aufbringen kann, so kann diese Vorlage wohl die letzte sein, denn Rußland gegenüber müssen rok qualitatioüberlegensein, da wir in Bezug auf Quantität mit Rußland " K^^ncurriren können. Hoffentlich rolrb bald M-rh-U ub-r den rMIch-n Hand, vertrag geschaffen. Mit einem Feinde fchlteßt man doch kein 4. Sitzung. Samstag, den 8. 3ult 1893.] eingegangen: Bericht der RetchssHuldencommlssion. I Die erste Berathung der Militärvorlage wird fortgesetzt. I Abg Gröber (Etr.): Das Eentrum hat beschlossen, der neuen I Vorlage gegenüber dieselbe Stellung anzunehmen, wie der früheren I Borlage gegenüber. Diesem Beschlüsse haben sich auch bte neuge- I wählten Centrumsmitglieder angeschlossen. Wir vermögen die Roth- I wendtgkett einer Erhöhung der ^riedensvräsenzstärre n cht I fcnnen - wir erkennen weder ein militärisches noch wirthschaftltches I Bedürs'niß an, halten die Erhöhung im Gegentheil für wttthschaftlich I schädlich. Es ist nicht erwiesen, daß das numerische Übergewicht I Frankreichs so beunruhigend für uns sei. Der Reichskanzler.hat I früher selbst über die Hinweise auf dieses numerische llebergewicht I gekettet. Die Möglichkeit, daß die Bündnisse einmal gelost werden könnten, ist nicht ausgeschlossen; aber sollte uns das mcht vielmehr veranlassen, auf eine festere Verbindung mit Oesterreich, auf ein organisches Verhältniß hinzuwirken, das ein Zusammenwirken für immer sichert. Mit dieser Vorlage sind wir noch nicht am Ende; es werben Nachforberungen folgen unb die Abstriche, die letzt vorgenommen worben find, zeigen, wo diese Nachforderungen emsetzen | werden Auch für die Marine werden weitere Forderungen tommen, 1 die in den letzten Jahren nur gewaltsam zuruckgedrangt wurden. Es ist auf die letzten Vorgänge in Frankreich btngewiesen worden; nun, eine Regierung, die durch Studentenkrawalle erschüttert wird, kann nicht gefährlich sein und ein Volk mtt einem fo faulen Kern, wie das französische, kann keine Gefahr für unS bilden. Der Hinweis auf die Erhaltung unseres Prestige kann zur Begründung jeber Militärvorlage herangezogen werden; damit kommen wir zu einem versteckten Militär-Absolutismus, der gefährlicher ist, wie der offene. Die Beunruhigung der Industrie anlangend, so stehe M allerdings die Großindustrie mit dem Militarismus in einem gewiß en Zusammenhänge; wolle man aber die Beunruhigung nicht, so lasse man doch die Militärvorlage fallen. Es ist eine tiefe Erbitterung infolge btefer Vorlage entstanden, eine Erbitterung, die sich richtet was ich tief beklage, gegen ben monarchischen Gedanken und die Leute dm Socialdemokraten zuführt, und die sich ferner richtet gegen die preußische Oberhoheit im Reiche und einen oben Particularismus erzeugt Wenn ble Militärvorlage angenommen wird, so geschieht es mtt wenigen Stimmen Mehrheit, beren Trager wahrscheinlich demnächst ihre Manbate cassirt sehen werden. Es ist ein starkes Stück, dem Reichstage die Zustimmung zu der Mitttärvorlage zuzumuthm, ohne ihm zu sagen, wie die Mittel aufgebracht werden sollen. Diele, die setzt für die Vorlage stimmen, würden dagegen stimmen, wenn si- »Mten, auf w-lch- W-ff- Ile Mittel --d-ckl werden ioUeiL Damit legt die Regierung dem Reichstage eine Mausfalle. Ich wünsche auch Ruhe, aber nicht die Ruhe, die fortgesetzte Rüstungen ergeben, sondern die Ruhe der friedlichen Entwickelung des Erwerbslebens. Wir lehnen die Vorlage pure ab. (Beifall im Eentrum Abg. v. Bennigsen (nI.V. Die verbündeten Regierungen müssen zu den Rüstungen greifen mit Rücksicht auf die bedrohte Stellung unb bte geographische Lage unseres jungen Nationalstaates. Der Vorredner hat gemeint, wir brauchten, wenn wir angegrinen würden, Frankreich nicht zu überfluthm, es genüge ein entscheidender Schlag in den Grenzbezirken. Hat er denn vergessen, wie lange sich bet Krieg noch hinschleppte, als Metz bereits gefallen war! (Abg. Singer: Volksheer!) Wenn die Regierung in Frankrerch schwach ist, so wird früher ober fpäter ein militärischer Abenteurer an die Spitze gelangen. Militärische Talente hat Frankreich nach wie vor. Wenn in Frankreich weite Kreise corrumpirt sind, mutz bann auch die Armee schon corrumpirt sein? ES tft nachgewiesen worden, dah uns Frankreich numerisch und in anderen Stücken überlegen ist. Bei der schwierigen Situation, in der wir uns be= finden, kann man wohl verlangen, daß wir wenigstens Frankreich gegenüber gewachsen sind, zumal wir 11 Millionen mehr Einwohner haben. Es handelt sich sür uns nicht nur um die Erhaltung Elsatz- Lothringens, sondern um die Erhaltung unseres Nationalstaats In Frankreich überwiegt der Revanchegedanke alles Andere. Jules Ferry wurde seine politische Existenz abgeschnitten, weil er im Verdachte stand, den Reoanchegedanken zurucktreten zu lassen. Der Revanchegedanke wird bis in die französischen^Schulbücher gepflegt. 1 (Quruf bet ben Socialdemokraten). Nennen sie doch ein deutsches Schulbuch, in dem die Gewinnung fremden Landes gefordert wird. Die Vorlage bringt die zweijährige Dienstzeit und. damit die Erfüllung einer alten liberalen Forderung, auf die früher das größte Gewicht gelegt wurde. Die Vorlage bringt eine Veriünguna der Armee und eine Erleichterung für die älteren Leute. Die Ablehnung dieser Erleichterungen würde erst Erbitterung Hervorrufen. Halten wir die Verstärkung der Armee im Interesse der Sicherung deS Friedens und unserer nationalen Existenz für nothwendig, dann müssen wir für das Nothwendige stimmen und erst bann wird es unsere Sache sein, auf möglichst gerechtem Wege bte Mittel au zu- I bringen. Die Regierung hat die Brau- und Branntweinsteuererhohung I ousgegeben und andere Vorlagen für den Herbst zugefagt, durchweiche I die Last leistungsfähigen Schultern auferlegt werden foll Es find I die verschiedensten Steuern vorgeschlagen worden; ich gehe darauf I nicht ein, da neue Steuern vorzuschlagen, Sache der Regierung ist, I doch wird es sich empfehlen, der Frage der LuxuSsteuern näh„ zu I treten- Aus allen Gebieten unseres industriellen Lebens hat bte I Ungewißheit über die Militärvorlage große Beunruhigung hervor- j gerufen und davon werden doch nicht nur die Arbeitgeber, fandern I in höherem Maße noch bte Araeiter betroffen. Die Gegner der I Militärvorlage haben gefürchtet, mit der Gegnerschaft gen» I läge die Wähler nicht zu gewinnen; sie habe dehalb alles Mögliche I in die Wahlbewegung hineingeworfen. Es handle sich, sagten sie, I keineswegs nicht nur um die Milttärfrage, es handelt sich vtolmehr | darum, der auftommenben Reactton entgegenzutreten, eine Kartell- I Mehrheit zu verhindern und bergt, mehr. Sie können also nicht de- I haupten, nur von Gegnern der Vorlage gewählt »u fitn. Dir Mittel- I Parteien haben relativ und absolut den größten Zuwachs erfahren I Die Socialdemokratcn verdanken ihre Verstärkung der Unterstützung I anderer Parteien. Jedenfalls ist die Socialdemokratie als solche auf I ihrem Höhepunkt angetommen. (Widerspruch bet den Socialdemo- I traten.) Ja, warum treten Sie denn mit Ihrem Programm mehr und I mehr zurück. Wenn Sie bte Arbeiter wegen bes Zukunftsstaats inter- I peüiren, bann sagen Sie ihnen: Wir vertreten Eure Jntereffen, 1 damit basta! Wenn auch der Particularismus gewachsen sein mag so äußern sich partucularistische Tendenzen innerhalb der regterenden Kreise heute weniger als früher. Wenn der Reichstag seine Be- beutung wtedergewinnen soll, so muß er da, wo es sich um Existenzfragen handelt, zu einer festen entschlossenen Haltung bereit sein, sonst wird er tief in seinem Ansehen herabfinken. Hier, wo bte Regierung ihre Pflicht thut, ist es Aufgabe ber Vertretung der Nation, sie zu unterstützen. (Beifall.) Reichskanzler Graf Caprivi: Aus einen demokratischen Ton aus dem Centrum war ich gefaßt, nachdem das Crntttmi1 sich! entschlossen hat, von dem kirchlichen auf ben demokratischen Standpunkt zu treten. Die Gröberschen Ausführungen entsprachen den Lieber schen Aussprüchen: „Je weniger wir Offiziere und Soldaten haben, desto mehr werden bi& ihre Schuldigkeit thun" und „J-mehr Soldaten wir haben, desso mehr werden tobt geschossen." Die von Liebknecht angeführten Beispiele für die Tresfllichkeit des Volkskrieges beweisen das Gegentheil. Was es ben Vandeern ermöglichte, den Kampf so lange zu führen, warm der Royalismus und der Kathollcismus. Solche Volkskriege find länger und blutiger als Kriege geschulter Armeen. Das Urthetl aller militärischer Autoritäten geht dahin, daß unsere Zahl nicht ausreicht, um uns den Sieg in einem Kriege mit Frankreich zu sichern; wir müssen deshalb an unserer Forderung festhaltm. (Beifall.) v. Heute Abend findet in Saint I Quentin eine Versammlung der Socialisten und Revolu- I tionäre swtt, um über die Vorgänge in Paris, besonders über die Schließung der Arbeiterbörse zu berathen. Paris, 8. Juli. Nach Annahme der im Volkshaus aus- aearbeiteten Tagesordnung kündigte ein Beamter der Arbetts- börse dem Publikum an, 170 Syndikate hätten den Ausstand beschlossen, woraus die Versammlung unter den Rufen „Hoch die sociale Revolution", „Es lebe der Ausstand" sich trennte. | Im Quartier latin wurde die Ruhe nirgends gestört, auch auf der Place de l'Hotel be bitte war nirgends eine Ruhestörung zu verzeichnen. In der Rue Oberkampf bauten aestern die Manifestanten Barrikaden aus Fässern, wurden jedoch von der Polizei daran gehindert, dieselben m Brand zu stecken. Eine öffentliche Versammlung im „Cafe Boltatre , wo die Studenten gegen die Brutalitäten der Polizei protestieren wollten, wurde untersagt. Der Ausschuß der । socialistischen Deputierten berieth über den Agttatwnsplan I in den Provinzen. Mehrere Deputierten sind bereits in der Nacht abgereist. — Aus Lyon und St. Quentin wird gemeldet, daß sich unter der dortigen Bevölkerung eine große Aufregung bemerkbar mache. , . . Paris, 8. Juli. Heute Vormittag herrschte tn ben Straßen völlige Ruhe. Ein Manifestant, welcher bei den Unruhen im Quartier Latin verwundet worden war, ist m I der vergangenen Nacht im Krankenhause gestorben. Windsor, 8. Juli. Der Großherzog von Hessen ist heute früh zum Besuch der Königin hier eingetroffen. Surlingwv I 82 _ äSsä «Ä-e Accent TM m ' vrojrctirt- ihre Ruin ®d(i”‘}D8evD,ttit l6ttfoig TKnlandz iu bien CchivM^^ l?Se lQJ Gebiet W und schltehm eine h,^t..ßaur“ baflesen bleibt ihren totanb etwas er- »wjn. GeldstandetM iBafaßO. s M' s ftSb.- . / 156.951157.90 «er' . ■ 101.-I 98.60 Otto. M | 96.051 96.- «nnahme von Anzrigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Vorm. 10 Uhr. 104.3« 1«!" 323.. L Brünins- 2 -60 ,53.. «rPn.» I I e7- . 1)1.30 wl.so Pfßvdbr- Hratiskeitage: chießener Aamicrenbrätter Festlichkeiten waren auf Wunsch des Großherzogs unter- * blieben. _ Havdelsoerträae. Eine Ruhepause ist nölhig, damit wir uns der Ausgabe der Rcllung d-S Mutttflande« roibmtn können. (Beifall.) Reichskanzler Gras l^aprivt: Mit meiner gestrigen Erklärung bitte sich der Herr Vorredner wohl zufrieden geben können. Ich bin mit ihm darin einverstanden, daß die Reichsschuld nicht weiter zu erhöhen, sondern vielmehr »u amorttsiren ist, ebenso daß die Matri- catarbeiiräge nicht lauernb erhöht werden dürfen. Im Uebrlgen möae man das Vertrauen hegen, baß die verbündeten Regierungen bezüglich der Deckungsfrage dir Vorlage nach den gestern dargelegten Grundsätzen zu einer gedethltcben Entwickelung führen werden. Sdg. Richter (bfr): Wir nehmen der Militärvorlage gegenüber dieselbe ablehnende Haltung ein wie in der vorigen Session. Auch die Rede o. Bennigsen- vermochte urzs keines Besiern zu belehren. o. Bennigsen hielt uns unsere Niederlage vor. Wo wärm denn die Nationalliberalen geblieben, wenn sie auf eigene Kraft angewiesen gewesen wären! Wir geben unS nicht verloren. Rur wer sich selbst verliert, ist verloren. Wenn ble Regterungsftattsttk über nie Wahlen herauikäme, würde man sehen, daß die Wahlen ein BlebiScit argen die Militärvorlage waren. Von eir'em unverfälschten Ausdruck oe» VolkswillmS in dem Wahlresultate kann keine Rede sein; der ganze Regirrungsapparat hat gewirkt, schllmmer wie unter dem Fürsten Bismarck. Und waS ist das Ergebniß? Daß Herr Böckel das Zünglein der Waage In der Hand hält Wenn Herr Böckel jetzt dre Situation auSnutzt, so kann man eS ihm nicht ver- oenfen; die Gelegenheit kommt so nicht wieder, denn wenn es einmal zur Abstimmung über die Steuern kommt, dann gibt das Centrum "en AuSschlag. Es ist unverständlich, rote man sich auf die letzten Pariser Vorgänge zur Verstärkung der Gründe für die Mililäroorlage beziehen kann. Muß denn Deutschland, rote Espenlaub zittern, wenn sich irgendwo ein Lüstchen regt. Warum schweigt man über die Rede KalnokyS über die politische Lager' Wir baden die zweijährige Dienstzeit gesordert als eine Erleichterung der Bevölkerung, hier wird sie uns in einer Gestalt geboten, die eine schwere Mehrbelastung mit sich bringt. Die DeckungSsrage hätte gleich erledigt werden müssen. Da» Programm drS Reichskanzlers war mehr ein negative», nur eine Erhöhung der Börsensteuer ist sicher. Dagegen ließe sich nicht» sagen, wenn die Bankiers die Börsensteuer nicht auf da» Publikum abwälzten. Böckel sollte sich vom Reichskanzler einen Revers unterschreiben lassen, wonach an ein Rohspiritusmonopol "icht gedacht werde. Das sranzösische CadreSgesetz ist lediglich der Schlußstein einer schon lange Angeführten Organisation. In Frankreich treten in mtlitärischen Dingen nicht so schroffe Gegensätze hervor al« bei unS, weil dort das parlamentarische Regime herrscht, weil man dort gar nicht roaat, solche Vorlagen einzubringen, ohne vorher der Zustimmung de» Parlaments sicher zu sein. Bisher war der Reichstag ein Hort gegen da» Ueberwuchern des Parlamentarisa us; unsere Parei, sei sie groß oder klein, wird an ihrer Tradition festhalten. (Beifall link».) Abg. Dr. o. IaadzeroSki (Pole): Wir werden für die Vorlage der verbündeten Regierungen eintreten; wir tbun das in der Ueberzeugung, daß wir damit die Interessen, mH deren Vertretung wir von unseren Wählern beauftragt sind, am richtigsten vertreten. Wir hoffen, daß dem die Regierung Rechnung tragen wird. (Beifall.) Aba. Rickert (Hf.): Militärfragen sind für mich keine Parteitagen ; sie müssen rein sachlich behandelt werden. Ich bedaure tief, daß militärische Angelegenheiten im Parteiinteresse ausgrbeutet werben konnten. Wenn ich für diese Vorlage stimme, so befinde ich mich auch keineswegs im Widerspruch mit dem Programm der freisinnigen Partei, welches die Durchführung der allgemeinen Wehrpflicht fordert. Aber Zug um Zug! Wenn wir die Compensationen gewähren, muß auch die zweijährige Dienstzeit gesetzlich festgelegt werden. WaS die Deckungsfrage anlangt, so werde ich einer Börsensteuer zustimmen, durch welche der Verkehr nicht gehemmt wird und wir dem Auslande gegenüber nicht concurrenzunfähtg werden. Nothwendtg ist eine Erklärung des Reichskanzlers, daß die Deckung nicht durch Sternen »rfolgt, welche die ärmeren Leute tragen müssen. Ich halte seft an nen Grundsätzen deS Liberalismus, aber ich würde aus der liberalen Partei austreten, wenn sie mich hindern wollte, für die Sicherheit und Existenz deS Vaterlandes einzutreten. Wir hoffen, mit der Regierung zu einer Verständigung zu gelangen und damit dem Vater- tanbe zu dienen. (Beifall.) Die Debatte wird geschloffen. _ Persönlich weist Abg. Frhr. v. Stumm den in den Worten grober» liegenden Vorwurf zurück, daß er im spectellen Interesse der Großindustrie für die Vorlage gesprochen. Abg. Gröber erklärt, e» sei nicht seine Absicht gewesen, einen solchen Vorwurf zu erheben. Eingegangen eine Interpellation Bebel betr. den Empfang von Mitgliedern des aufgelösten Vereins „Fedelta" durch den Polizeipräsidenten Feichler in Straßburg i. E. Nächste Sitzung Donnerstag den 13. Juli, .Mittags 12 Uhr. Interpellation Osann (betr. Beschränkung der Manöver infolge deS SulttmaiioilJ) und Bebel (Affaire „Fedelta"); zweite Beralhung der Mililärvorlage. Neueste llac^ric^kn» Wolff» telegraphische« Eorrespondenz-Bureau. Königsberg i. Pr., 9. Juli. Heute Vormittag sand hier die 300jährige Gedenkfeier der Einweihung der könig» lichen Schloßkirche unter zahlreicher Theilnahme aller Kreise der Bevölkerung statt. Se. Majestät der Kaiser hatte alö Vertreter den Generaladjutanten Grafen v. Lehndorff entsandt. Die Spitzen der Militär«, Provinzial' und der städtischen Behörden waren vollzählig erschienen, desgleichen zahlreiche Mitglieder der Universität. Mit der Gedenkfeier war die Einweihung der neuen Orgel verbunden. Die Fest» predigt hielt Generalsuperintendent Pötz. Wie«, 9. Juli. Heute Vormittag sand auf dem Rathhause ein von etwa 10000 Personen, darunter vielen Frauen besuchtes A r b e i t e r m e e t i n g statt, dem auch mehrere ReichSrathSabgeordnete beiwohnten. Eine Resolution zu Gunsten de» allgemeinen, gleichen und directen Wahlrechtes wurde angenommen. Gruppenweise verließen die Arbeiter unter Hochrufen auf die Internationale den Versammlungsort. Ein Zwischenfall ist nicht vorgekommen. Pisa. 9. Juli. Heute Vormittag platzte unter den Arkaden deS erzbischöflichen Palastes eine Bombe. Eine Säule wurde zerschmettert, Personen wurden nicht verletzt. Depeschen de» Bureau „Herold". daris. 10. Juli. ES etreulirt hier daS Gerücht, unter den Soldaten welche die Arbeitsbörse besetzt halten, seien 12 Mann an der Cholera erkrankt. Loudon, 10. Juli. Siu surchtbare» Gewitter ging gestern über ganz England nieder. In Seeqnek schlug der Blitz in ein Schiff, wodurch 20 Personen getödtet wurden. ° Was tft zu thun bei (besuchen um Stundung des Preises derLvaarcn.welchefeitens derNvthftands- commission geliefert worden sind? Die Folgen der Futternoth werden sich vor allem auch in dem Mangel an Zahlungsmitteln äußern. Wenn es an Futter fehlt, fehlt e» an Sinnabmen aus der Biehbaltung. • Andererseits vermehren sich die Ausgaben durch die erheblichen Futterankäufe ungewöhnlich. Obwohl darauf gesehen werden muß, daß die Beträge für die empfangenen Waaren innerhalb des Kalenderquartals, in welchem der Bezug stattfand, bezahlt werden, fo ist doch Fürsorge getroffen, daß in Fällen der Bedürftigkeit der zu zahlende Betrag gestundet werden kann, und zwar bis zum 1. December 1894 unverzinslich und hiernach gegen mäßige Verzinsung. Die Entscheidung darüber, ob ein Betrog gestundet werden soll oder nicht, steht der „NothstandScrinmission" in Darmstadt zu. Jndeffen ist eS zweckmäßig und im Interesse der Kürze des Verfahrens erwünscht, wenn Anträge auf Stundung stets bei der Sammelstelle des Wohnorts gestellt werden, und zwar gleich bei Empfang der Waaren. Es wird alsdann der Empfangsbescheinigung einfach der Antrag auf Stundung zugefügt. Die örtlichen Sammelstellen werden die hierzu erforderlichen Formulare, welche von der Nothftandscommission soeben zur Ausgabe gelangen, in Vorrath halten und bei Mehrbedarf von der Nothstandscommission anfordern. Zu beachten ist insbesondere, daß die Gemeinde die Bürgschaft für die Erfüllung der Zahlungsverbindlichkeit übernimmt. Diese Bürgschaft wird seitens der Gemeinden am besten gleich allgemein bei Einreichung der Waarenbestellung für alle bestellenden Ortseinwohner, bezw. für den Betrag der ganzen Bestellung geleistet. Formulare hierzu werden den örtlichen Sammelstellen ebenfalls mitgetheilt und sind bei Mehrbedarf von der Nothstandscommission in Darmstadt zu beziehen. Die Stundungsanträge sind zunächst von der örtlichen Sammelstclle darauf zu prüfen, ob die Stundung durch die Verhältnisse der Antragsteller geboten erscheint oder nicht. Es ist selbstredend nothwendig, daß der örtlichen Sammelstelle die erforderlichen Auskünfte ertheilt werden. Die mit kurzer Begutachtung seitens der örtlichen Sammelstelle versehenen Anträge werden alsdann durch genannte Stelle der Nothstandscommission zur Entscheidung vorgelegt. Damit die der Regierung zur Verfügung stehenden Mittel durch Creditgewährungen nicht über Gebühr in Anspruch genommen und der anderweiten Verwendung zur Linderung der Noth vorenthalten werden, sollte die Stundung nur in Fällen thatsächlicher Bedürftigkeit beantragt werden. Darmst. Ztg. CocaU* rrirö provinzielles. Gieße«, 10. Juli 1893. * Der hessische Stödtetag tritt am Mittwoch den 12. Juli in Frankfurt a. M. zusammen. * * Die Provinzialcooferenz bet evangel. Geistlichen u. s. w. Oberheffens wird, wie die „Darmst. Ztg." meldet, in diesem Jahre am 1. August in Steins Garten in Gießen abgehalten. Gegenstand der Diskussion wird sein: „Die Fürsorge der Kirche für die confirmirte Jugend" auf Grund der von Herrn Pfarrer Schlosser in Gießen gestellten Thesen. * * Schützenfest. Der erste Tag des vom hiesigen Schützen- verein veranstalteten P r e i s sch i e ß e n s, verbunden mit Volksbelustigung, schien gestern zu Wasser werden zu sollen, denn es regnete bereits in aller Frühe und auch über Mittag fiel Regen. Jndeß klärte sich das Wetter kurz vor Beginn deS Festzugs wieder auf, so daß dieser sich voll entfalten konnte. Die Theilnahme an dem Zuge war eine große und boten in demselben besonders die Gruppen der Festreiter, Radfahrer, Bäcker, Metzger, Turner und der Feuerwehr zwischen Schützen, Sängern, Kriegern und Veteranen, fast alle mit ihren Ver- einssahnen, reiche Abwechselung. Die Festreiter erschienen mit lanzenartig getragenen Schützensahnen, die Radfahrer mit blumengeschmückten Rädern, die Feuerwehr in Uniform (wobei besonders die neue Uniform der Gießener freiwilligen Feuerwehr sich bemerkbar machte). Den Bäckern, die in weißen Blousen und Mützen mit blauen Schleifen erschienen, wurde eine Riesenbretzel vorangetragen, während die Metzger, ebenfalls zunstgemäß gekleidet, ihr Emblem in Gestalt eines lebenden ein Fähnchen tragenden Lammes mitsührten. Auf dem Festplatz entwickelte sich bald nach Ankunft des Zuges ein reges Leben, wozu neben den gebotenen leiblichen Genüssen die treffliche Musik unserer RegimentScapclle beitrug. Bei dem bis zum Eintritt der Dunkelheit anhaltenden Schießen sollen recht ansehnliche Treffer gemacht worden sein. Kneippkur an der Wieseck. In der Nacht vom Samstag zum Sonntag fühlten einige Herren, die aus der Kneipe kamen, daS Bedürfniß nach einer Kneippkur, die sie auch sofort an der Wieseck Vornahmen, wobei sie sich bis aus'S Hemd entkleideten- nur machten sie einen Fehler, daß sie ihre Wandelgänge bis auf die offene Straße auSdehnten, wodurch die Herren mit den allgemeinen AnstandS.Regeln in argen Conflict gerochen sind. Sie wurden von der Polizei an der weiteren Ausdehnung ihres romantischen Spazierganges in so vorsündfluthlicher Eoftümierung gehindert. ’• Gartenbauausstelllmgen sollen in den nächsten Monaten in folgenden Nachbarstädten staltfinden': In Frankfurt a. M., 1.—12. September, Gartenbauausstellung - in Offenbach, 16.-19. September, JubiläumS-GartenbauauSstellung &c6 ®cn'n8 für Feld- und Gartenbau zu Feier seines 25jährigen Bestehens- in Mainz, in der zweiten Hälfte des September, große allgemeine Gartenbauausstellung. " Wallberlager mürben im Rechnungsjahre 1892—93 im Großherzogthum Hessen 39 betrieben, davon in Starkenburg 13, in Oberheffen 14 und in Rheinhessen 12. An Gewerbesteuer hotten dieselben für 42 Wochen 1260 Mk. zu entrichten. Friedberg, 6. Juli. Unter starker Betheiligung vieler Gaste von nah und fern fand am 4. und 5. ds». MtS. in i unserer Stadt die 50. Jahresversammlung deS Haupt» Vereins der Gu st av-A do l f - Stif t un g im Großherzogthum Hessen statt. DoS Fest begann am 4. d. M., Abends 61/, Uhr m>t einer musikalifch-ltturgifchew Vorfeier in der festlich geschmückten Stadtkirche, welche trotz ihrer Geräumig- feit die am Gottesdienste Theilnehmenden kaum zu fassen vermochte. Die Ehöre wurden unter Leitung des Seminor- lehrers Schmidt von dem hiesigen Musikoerein, dem deshalb besonderer Donk gebührt, ouSgeführt. Namentlich der Ein- gangs-Ehor „Jauchzet dem Herrn olle Welt", sowie die Ehöre „Sei getreu bis in den Tod" und „Herr bleibe uns" machten auf alle Hörer einen gewaltigen Eindruck. An diese Feier schloß sich dann um 71/4 Uhr eine Versammlung des VerwaltungSraths und der Abgeordneten im Hotel Trapp an. Der eigentliche Festtag wurde Vormittags 6 Uhr durch Choral- musik vom Thurme der Burgkirche eröffnet. Um 91/* Uhr versammelten sich die Festtheilnehmer m der Burg zum gemeinsamen Kirchgang. Hieran beteiligten sich die Schüler und Schülerinnen der obersten Schulclassen, die Zöglinge deS Lehrerseminars, Prälat Dr. Habicht mit den Geistlichen der Stadt, die Mitglieder deS evang. Predigerseminars, die Vertreter des Centralvorstandes in Leipzig, der Derwaltungsrath deS HauptvereinS, die Abgeordneten anderer Haupt« und Zweig- Vereine, die auswärtigen Geistlichen und Lehrer, die Mitglieder des Kirchenvorstandes, der Kirchengemeinde Vertretung, der evang. Vereine der Stadt, sowie sonstige Festtheilnehmer. Prälat Di. Habicht hielt unter Zugrundelegung des 118. Psal« mes die Festpredigt, welche in sehr erbaulicher Wesse die Ziele des Vereins und die auS denselben für jeden evangelischen Christen erwachsenden Verpflichtungen in das Auge faßte. Hierauf verlas Gymnasiallehrer Trümpert auS Darmstadt den Rechenschaftsbericht. Um ll1/, Uhr fand sodann eine Versammlung in der Burgkirche statt. SS sprachen hier Hofprediger Rogge von Potsdam als Abgeordneter deS Central- Vorstandes, Pfarrer Zähringer von Weinheim, Pfarrer Battenberg von Frankfurt, sowie Abgeordnete auS der Bayerischen Pfalz, auS der Rhein-Provinz und der Provinz Hessen-Nassau. Hieran schloß sich die Ueberreichung der Festgaben. Wir er- . wähnen von diesen einen von den Candidaten deS hiesigen Predigerseminars gestifteten kunstvoll auSgestatteten Aden'" mahlskelch, Geh. Kirchenrath Dr. Diegel übergab 100 Mk, eine in Bad-Nauheim gegenwärtig zur Kur weilende Dame 50 Mk. Der Präsident deS HauptvereinS sprach den Dank des Vereins für die gespendeten Gaben aus. Um 2 Uhr fand im Hotel Trapp ein gemeinsames Mittagessen statt, wobei Tischreden auf Kaiser und Großherzog, ferner zu Ehren des Haupt-Vereins, des Fest-Predigers und der Vertreter anderer Hauptvereine gehalten wurden. Nachmittags 6l/2 Uhr fand im Steinhäußer'schen Garten die Nachfeier statt. Dekan Meyer hielt in bekannter beredter Weise eine patriotische An- spräche und hob besonders den sehr treffenden Gedanken hervor, daß der Gustav-Adolf-Verein der Einigung deS deutschen Vaterlandes vorgearbeitet habe. Pfarrer Zähringer von Weinheim schilderte in schlichter und zu Herzen gehender Art die Schicksale einer früher um ihres Glaubens willen hart bedrängten badischen Gemeinde, während Hofprediger Rogge in einer wahrhaft zündenden Ansprache Bilder aus dem evangelisch-kirchlichen Leben der deutschen Ostsee Provinzen vorführte und zum Schlüsse zu einer nochmaligen Sammlung Qufforberte, welche die hübsche Summe von 108 Mk. ergab. Besonderes Interesse erregte die Ansprache des Pfarrers Felb aus Lyon, welcher früher als Lehrer in der dortigen evangelischen Gemeinde wirkte, und welcher auS seinen eigenen Erlebnissen heraus ein correcteö Bild der Lage der Evange- Itschen in Lyon entrollte. Zwischen diesen Ansprachen trug unter Leitung deS Taubstummenlehrers Schneider ein aus Mitgliedern verschiedener hiesigen Vereine zusammengesetzter Chor einige schöne Volks- und Vaterlandslieder vor. Zum Schlüsse dankte Professor Dr. Weiffenbach den Sängern, Prälat Dr. Habicht der Stadt Friedberg, welche dem Verein gastlich ihre Thore geöffnet hätte. Das unter so vielfachen Anregungen verlaufene Fest wird gewiß von Segen für die evangelische Sache begleitet fein. K. Stockheim, 9. Juli Aus dem soeben abgegebenen Verwaltungsbericht der Actien - Zuckerfabrik Stockheim ist ersichtlich, daß im verflossenen neunten Geschäfte fahre 499,750 Gentner Rüben mit einem Kaufpreise von 570,970 Mk. 76 Psg. verarbeitet wurden. Vorstehendes Rübenmaterial wurde von 3130 Morgen angeliefert- die Durchschnittsernte pro Morgen beträgt demnach rund 160 Ctr. gegen 142 Gentner im Vorjahre. Die Ausbeute war um 0,25 pGt. höher. Der Gesammtgewinn des vergangenen Jahres beträgt 164,706 Mk. 84 Psg. Nach Abzug von 29,690 Mark 50 Psg. Abschreibungen verbleiben noch 131,016 Mk. 32 Pfg. an die Actionäre zu vertheilen. Bis jetzt sind durch Abschreibungen 360,724 Mk. 33 Pfg. gedeckt, hiervon sind 120,000 Mk. zu der Prioritäts-Anleihe verwendet. Betriebsstörungen sind während der ganzen Dauer der Rübenverarbeitung nicht vorgekommen. Die Durchschnitts- Verarbeitung betrug 5914 Gentner gegen 5691 Gentner per 24 Stunden im Vorjahre. Vermiete». • Naumburg, 7. Juli. Der Tischlergeselle Bernhard Lieder, der am 2. December 1892 seine Braut, die Schneiderin Anna Rothe zu Lützen ermordet und bann mit einem Strohfeimen zu verbrennen gesucht hatte, wurde wegen Morde- und vorsätzlicher Brandstiftung zum Tode und zu zwei Jahren Zuchthaus verurtheilt. ' Monster, 6. Juli. Der seltene Fall, daß der Gerichts- Hof in Anwendung des § 317 der Reichsstrafprozeßordnung den Wahrspruch der G e s ch w o r e n e n verwirft, ist hier heute vorgekommen. Der Staatsanwalt suchte aus den Ergebnissen der Beweisaufnahme den JndicienbeweiS zu führen und die Geschworenen sprachen den Angeklagten deS Mordversuchs schuldig. Der Gerichtshof war indeß einstimmig der Ansicht, daß die Geschworenen sich in der Hauptsache zum Nachtheil Zs. -WM UJ o Ul 5E Ul z UJ m m Z O m m 3 Viel. Es ! Hamburg, 8. Juli. Das erareiieu • ^iff „Rugia", Capitän Leithäuser, ergreifen, | Packeffahrt-Actien-Gesellschaft, ist und da erreichen wir durch bloße Belehrung nicht viel. bleibe nichts übrig, als öffentliche Maßregeln zu Witterungsanssichten 5 31. Juli 1893 bei dem Gerichte 6113 Otto Bergen. Emil Fistor, Marktstraße 10. 528 [6111 mitt anberaumt. Baumaterialienhandlung. 4435] JÄHRIGER ERFOLG 25 ^ett«g den 21Iuli, I BaUMstÜtzkN llcachmtttags z’/i Uhr, » ® r c r. I - FT n.da .1X1 CI. C ■ (»ifTt a Af k.. 1 nm CM* billig bei [6129] Audr. Euler. -fCiifdjenlner m J 2 6095 r« 4943] jährige Pacht- 5816 mm. Ul S o VERKAUF IN DEN APOTHEKEN UND DROGUEN-HANDLUNGEN. m o Die Versteigerung findet bestimmt statt. ■g's <5? o ä -4 FH a z ui cd z UJ LO Born, Gerichtsvollzieher. Eine schöne, billige Waldjagd Leder Landauer. A. Kilbinger, c/> o z m z 242 wohl nicht verschleppt: eine Einschränkung des Waarenverkehrs sei unnöthig. Auch der Personenverkehr sei nicht zu beschränken, sondern nur eine gewiffe Zeit lang zu überwachen. Reisende Handwerksburschen, Bettler, Auswanderer müssen zwangsweise beobachtet werden, vor Allem auch der Wasserverkehr. Unsere Flußüberwachung werde jetzt in Rußland, Frankreich und Belgien nachgeahmt. Der Redner glaubt, daß unsere bisherigen Maßregeln sich bereits sehr nützlich erwiesen haben. Wenn sämmtliche Staaten gleichmäßig handeln, sei Hoffnung da, daß die Cholera ganz verschwinde. anzumelden. Es wird zur Beschlußfassung über die Wahl eines anderen Verwalters, sowie über die Bestellung eines Glätt- bigerausschusses und eintretenden Falls über die in § 120 der Concursord- nung bezeichneten Gegenstände und zur Prüfung der angemeldeten Forderungen auf Dienstag den 8. August 1893, Vormittags 11 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte Ter- Allen Personen, welche eine zur Concursmasse gehörige Sache in Besitz haben oder zur Concursmasse etwas schuldig sind, wird aufgegeben, nichts an den Gemeinschuldner zu verabfolgen oder zu leisten, auch die Verpflichtung auferlegt, von dem Besitze der Sache und von den Forderungen, für welche sie aus der Sache abgesonderte Befriedigung in Anspruch nehmen, beni Concursverwalter bis zum 31. Juli 1893 Anzeige zu machen. Gladenbach, den 8. Juli 1893. Königliches Amtsgericht. andere Kragen, Handschuhe, sowie Damen-Hauljacken; 10 neue leinene Herren - Hemden, Kragen, Manschetten und Vorhemden in Papier und Leinen, Halsblnden, Herren-Unterjacken und Unterhosen. der Jnfectionsstoff müsse gesucht und vernichtet werden. Durch Maaren in trockenem Zustande werde die Cholera Großes Lager von den einfachsten bis : den elegantesten, wie: Mylord, Victoria, Halbverdecke aller Art, «oupb , . , 1 fast neuer leistet Einspänner, " ~ " DaS Hamburg-Newyorker Postdampf- iiyin „jiuym , viapiian i^mpuuici, von der Hamburg-Amerikanischen Packetfahrt-Actien-Gesellschaft, ist am 8. Juni, 6 Uhr Morgens, ollen auf dem hiesigen Ortsgericht die den Gustav Mook Eheleuten in G i eß e n ge, bortgen Immobilien: Flur I Nr. 689 e to/100 — 53 qm Grab, garten in den Neuenbäuen, Flur I. Nr 689 e 44/ioo — 307 qm Hof- ratthk daselbst Wer bei Anschaffung einer Waschmaschine unbedingt zufrieden gestellt sein will, verlange den Prospect .Badenia" von [574 Michael Jaeger, Darmstadt. Temperatur der Lahn und Lnft nach Reaumur gemessen am 10. Juli, Mittags zwischen 11 und 12 Uhr: Wasser 18, Luft 21 Grad. Rübsamen'sche Badeanstalt. Schiffsnachriehten. Hamburg, 7. Juli. 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Das Wichtigste darunter sind folgende Miltheilungen, nicht neu, aber gerade jetzt immer wieder zu hören und zu beherzigen: Geheimrath Koch ist überzeugt, daß die Cholerabakterien die e gentliche Ursache der Krankheit seien - die entgegengesetzten Behauptungen treten immer mehr zurück, und selbst Forscher, wie Pettenkofer, scheinen der Ansicht zu sein, daß die Bakterien die Cholera verursachen. Arzneimittel haben gegen die Krankheit bisher wenig Erfolg gehabt. Die Hauptsache ist flute Diät und Sauberkeit. Mau könne in jedem Choleraorte leben, wenn man alles so haben kann, wie es nothwendig iü. Vor Allem nichts essen, was nicht durch Siedhitze desinficiert ist. Die Cholera ist so recht eine Krankheit der Armen, Versteigerung. DienStag den 11. Juli dS. IS., Nachm. 2 Uhr, versteigere ich Marktplatz 20 dahier gegen Baarzahlung: 1. ca. 50 Pfd. verschiedene farbige Wolle, Schürzen- u. 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Bauabschnitt des nächsten Jahres zur Ausführung gelangen. Darmstadt, den 3. Juli 1893. Der Kaiserliche Oberpostdirector. Clavel. Emser Silber-Gartenkies liefern in großen und kleinen Quantitäten ___ Jean Dem & Cie. Köchs-Ntisfirke P. Jos. Mobs Seifen - Fabrik. 6110 öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, 10. Juli 1893. Großh. Ortsgericht Gießen. I. A: Bogt.6126 Ausübung des Zagdrechts in der Gemarkung Münchholzhausen wird hierdurch nochmals gegen schriftliche Gebote, die verschlossen und mit bezüglicher Aufschrift versehen bis den 15. d. Nt. einschließlich hier eingegangen sein müssen, ausgeboten. Bedingungen wie am 1. d. M. können auch während der Amlsstunden eingesehen werden. Groß-Rechtenbach, 7. Juli 1893. Das Bürgermeister-Amt. 6109 Lieferung von Kies. Die Lieferung von ca. 150 cbm Kies auf der Straße Gießen--Frankfurt, Abtheilung 68—74 (bei Butzbach) soll auf dem Wege öffentlichen Angebots vergeben werden. Die Bedingungen sind bei unterzeichneter Stelle einzusehen, woselbst auch die Angebote mit Proben des zur Lieferung bestimmten Kieses bis Samstag den 22. Juli d. I., Vormittags 10 Uhr, rinzureichen sind. Gießen, den 8. Juli 1893. Großh. Kreisbauamt Gießen. Reuting.6127 Prima Bockbier (dunkel), per Flasche 25 Pfg., prima Pilsener, per Flasche 23 Pfg., aus der Brauerei Förtsch, empfiehlt Restauration Bob, 6128] Neustadt 11. o soeben abgegebenen utferfahrit Stock- 'nen neunten AMstS- einem Kaufpreise v°n wurden, vorstehendes wtninb 160 6«. Die Ausbeute war um ,emn° if« WW” 2'” W näre zu vertheüeu. 24 e 33Psg. ged--k ' A LLS 5* ®tnmH ,n * Sfr* “nb *“ J führ-« klagten Anfl-tzt/ iU dta 1 b- ftp* SBotfpi * ihr, 1' !" Itt Mittag A“ 6lt. “Wo'rtin, b, 6*«: «He ®«' uni di- «»V t* eine °,e'e 'en im 6L^Iun9 des QQHUbt ?ra^ Qn- öffnet. 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Juli 1893. findet Dienstag Nachmittag 5 Uhr auf dem Darmstädter Friedhof Theilnahme bitten Die tieftrauernden Hinterbliebenen. Nationalliberaler Verein. twoch den 12. Juli, Abends 8V- Uhr, nach eintägigem Krankenlager sanft entschlafen ist. Um stille Theilnahme bitten Vie tiffbrtrübten Eltern: Peter Worch und Fran, Franksurterstratze 93 Gießen, den 9. Juli 1893. [6121 Herr Ludwig Moyat längerem Leiden und achttägiger schwerer Krankheit im 34. Lebensjahre verschieden ist. TodeS Anzeige. Verwandten und Freunden die schmerzliche Mittheilung, daß unser liebes Töchterchen Theilnehmenden Freunden und Bekannten die tiefschmerzliche Mittheilung, dass heute Morgen 4>/r Uhr unser innigstgeliebter Bruder, der Grossherzogliche Regierungsbaumeister Bocks & Co., Nister öSammer, Station Hachenbnr g. Hausbursche, braver, solider, jüng. Mensch, gegen guten Lohn alsbald gesucht; dauernde Stellung. 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Fcrmischle Anzeigen. Restauration „zum Pfau“. Mittwoch den 12 Juli lKirschen-Markt): [6180 Tanzmusik. Bruchleidende ! Schont Euren Körper, tragt kein Fodorband, nur da* mm erfundene olastlHoho tiiirtelbruchband ohne Feder. Du* einzig richtig anatomische, beste Bruchband der Weit, hält alle Brüche aurück, Tag und Nacht tragbar. — Loib- und Vorfallbinden. 6108 In tileeeen am 14. Juli von 2 bis 7 Uhr im Hötel Lene zu aprochon, __I Hoghch, Stuttgart Ordentliche Schreiner u. Stellmacher finden dauernde Beschäftigung. 611. Bocks & Co., Nister-Hammer, Station Ha di c it b 11 r g. Gins Näherin 7m hat noch Tage frei. Neustadt 57. 2) Parteiorganisation, 3) Vorstandswahl. Auch Parteifreunde, die nicht Vereinsmitglieder sind, sind Der Vorstand. Veteranenverein Gießen. Die Mitglieder der Reisegesellschaft werden auf Dienstag den 11. d. Mts., Abends 8V2 Uhr, in die Restauration Herbert zur Beschlußfassung freundlichst eingeladen. — Um zahlreiches Erscheinen wird gebeten._____________[6112]_____________Der Vorstand.___ Turnverein Gießen. Die verehr!. Mitglieder, welche das Kreisturnseft in Darmstadt besuchen, wollen sich gesl. in die in unserer Turnhalle bis zum 15. d. M. aufliegende Anmcldeliste einzeichnen. Für angemeldete Vereinsmitglieder kostet die Festkarte Mk. 2.—, die Tageskarte Mk. 1.—. Fahrpreisermäßigung ist erwirkt. [6048 Der Vorstand. Zahnarzt Dr. med. Hoddes wohnt jetzt Bahnhofstrasse 37 I. im (jiuifc ins Herr« Inkrumriitnirnacher Schmidt. s-o? Fahrplan der auf Station Gießen vom 1. Mai 1893 ab verkehrenden Eisenbahnzüge. « n r u n f i. Abfahrt. 1^22 137 gib 1005 1155 j26 ,40 309 4-7 62 J 751 914* 1119. ktzrankfurt 2 4 522 7V3 8 9* 10l!> 12” "222 501 557 728 8*1 »22- 6 ’ö (führt 2.-4. «laste). Driebberg (Localzug) 60t- (,ührt 2.—4. Klaffe). 239 ß23« 1Q0B H5V 450 552 718 809 9M 1133. «astel 1227 I»z 412 8J0 IO16 12»' 1w 146 7” •!_**. 239 519 64« 808 S23* 102* 11 2" 450 552 718 809 9?1 1133. Marburg 12 162 412 550 8 "J 10 * 120J 1$3 1T5 313 fine 72 019* 938. 3‘1 (führt 2 —4. «laste). ttzrondauseu (Loealz.) 2» (führt 2.-4. «laste) 6-« 8" IQoti 11*8 1157 ,00339 453 720 7,3 8 16 1149 1219. Wetzlar 529 652 8" 10*2 10' 1224 1235 255 5-)3 622 612822 932 940. 10« 1167 ,0« 359 720 A38 H49 Smb—Coblenz 5^8 "10121224 255 5 '3 6' «52 9”. H<8 453 753 1219. Deutz—SHlu 652 1025 1235 612. 512 (aus Är.-Buseck) 822 136 452 1Ö21. «ulda 750 12*0 625 (bi« Alsfeld) 822. 955 332 721 1142s, «elnhausen 730 1230 145 (bis Hunger 5" 825 (hi» Büdingen) 9»tt. 6" (aus Stockheim) 902 332 721 ll«t. Schotte« bezw. Nidda 730 1230 506 826 9»ff. 6" (aus Stockheim) 9^ 332 721 1142. Sederu, Laubach bezw. Stockheim 730 1230 506 8» 9»t+. 3«t «a^tjriUn eon 8 Uhr »mb« Ml 6* Uhr srSH falb durch Unt«rflrtl4fn b»r Di» fetten Ziff.rn drzrlchern dt. Schntll,»g< vi» mit • bwH-uun 3«l»JMr* *« 1. md 2 «lagt, t Btrfcbrt nur an Sonntagen ooa Kuba bis Wt,«w. ft vrrkehn mir an Sonntagen. Eonrsbericht Norddeutscher Lloyd 4744 Bremen Beste Reisegelegenhest. Stack, Newport wöchentlich dreimal, davon zweimal mit Schnellbampfern. Nach valttmore mit Postdampfern wöchentlich einmal. Oceanfahrl mit Schnelldampfern 6—7 Tage, mit Postdampsern 9—10 Tage Nähere tlu-kunst durch 2286 3- W. Schulhof, Bietzen. Astdor Schulhof, Friedberg. Aultus Karl, Srünberg- von E. Wasserschieben, Bankgeschäft. Frankfurter Börse vom 10. Juli 1893. Schlußes urse 1 Uhr 16 Mtn. 3°/o Reichsanleihe 3Vi°/e do. 3°/q Preutz. Confol» 3*//>/0 do. 86.75 106.95 86.80 101.20 40/0 Ung. «old'Rente 50/0 ’VeL Rente 3®/0 Portugiesen nt-. Dtrrmftädter Bemk-Act. Dresdener Bank'Ict. Rordd. Lloyd-Act. Wiener Bankoer.-Ict Oest. 6tebU»ÄcL Ital. Mitt elmerr bah« Act. 178 70 138 5t? 159 30 100.87 278.50 103.40 Lomb. E.-B.'Act. Buichtherader