1893 Samstag den 11. März Amts- und Anzeigeblatt für den Arris Gieren Zlintlicher Theil Up DiScsrä^. l«Nf Der ^ie|e zum: commandirt, zu welchem Zweck, wrsfe er nicht. , (Heiterkeit.) Abg. Bebel (Soc.) erklärt es für gesetzwidrig, daß die focial- demokratischen Arbeiter von den Militälwe kNäiten ausgeschlossen beM nicht zugelass^n würden. Die Militärbehoiden ständen mit den Etvilbehö'den m Verbindung und bezögen oon ben gieren fogen. schwarze Listen Halte man die Socialdemokraten für der Armee gefährttch, dann solle man sie auch nicht zum Mil.tarb.enst heran- ziehen Damit würde er mit seinen Freunden wahrscheinlich einver- standen sein. (Heiterkeit.) Bei dem bestehenden Sptoniersystem kamen Bekanntmachung, betreffend das Ableben des Großh. Kreisveterinärarztes Gerhard in Grünberg. Wir bringen zur öffentlichen Kenntniß, daß für den rum Kreis Gießen gehörigen Theil des KreisveterinäramtS- bezirks Grünberg der Großherzogl. Kreisveterinärarzt Professor Dr. Winckler zu Gießen zum Verwalter der durch den Tod des Herrn Gerhard erledigten Dienststelle Seitens des Großherzogl. Ministeriums bestellt worden ist. Gießen, den 8. März 1893. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern.________ iU "°Allg. Grillenberger (Soc.) wendet sich gegen das Vorgehen der Militärverwaltung aegen die Socialdemokraten. DieO°ldaten rekrutirten sich aus den Socialdemokraten und die Werkstättenarbeiter seien xu zwei Dritül Socialdemokraten. nur daß sie das der Istr» wattung nidjt auf die Rase bänden. Mit solchen Maßregeln werde man nur bewirken, daß einmal die Zeit kommt, wo die socialdemo- kratischen Soldaten, wo es gilt, nicht mehr marsckiren. Abg Vollrath (frf.) wendet sich gegen die Concurrenz, welche die Militärmusiker den Ctvilmusikern machen. Abg. Ulrich (Soc.): Unter ben heutigen Umstanden fei er nicht in der Lage, dem Kriegsminister Namen zu nennen. Der Titel .Krtegsminister" wird genehmigt. Beim Eapttel .Militär-Justiz-Verwaltung betont Abg. v Marquardsen (nl.) die Dringlichkeit einer Reform des Milrtar- strafproceßverfahrens mit Rücksicht auf in neuerer Zeit vorgekommene fraffe Fälle von Soldalenmißhandlmrgen. Redner befürwortet daS bayerische (öffentliche) Verfahren. General-Lieutenant v. Spitz erinnert daran, daß auch die Reform ber bürgerlichen Gerichtsordnung viel Zeit beansprucht habe. Bei bet Reform ber Militär-S'rafvroceßorbnung feien die Schwierig- fdten nock größer, weil ber militärische Gehorsam etwas Anderes sei als was die Bürger dem bürgerlichen Gesetz schulden. Die mi arische Rechtspflege fordere auch eine rasche Handhabung, namentlich bezüglich der Rechtsmittel. In einem befreundeten Nachbaarstaat fei man auch mit ber Umgestaltung des Militär - Strafverfahrens be- fchäftia»; man sei dort schon bei dem zehnten Entwurf. Abg. Kunert (Soc.) führt aus, daß die ErlasseaegenSoldMen- mißhanblunaen bisher nutzlos gewesen und machte das heimliche verfahren für übermäßig barte Strafen verantwortlich die über 6 meine Soldaten wegen oft ganz unbedeutender Vergehen verhängt wurden, während Soldatenmißhandlunaen nur ganz wllde geahndet wurden. General-Lieutenant v. Spitz widerspricht dieser Behauptung sagt aber Prüfung der einzelnen von Kunert angeführten ,zaue zu. Weiterberathung morgen. ' .Pfgl 2156 *lb8t « haben. Bekanntmachung, betreffend die Feldbereinigung in der Gemarkung Saasen. Es wird zur Kenntniß der Betheiligten gebracht, daß 1. die Karten über die neue Zutheilung der Grundstücke in dem letzten Feldabschnitte der Gemarkung Saasen sammt den hierauf bezüglichen Acten, 2. die Gütergeschoffe aller Betheiligten, in welchen die Abschätzungen eingetragen find, . . •oom 7. bis 21. März l. I. auf der Bürgermeisterei Saasen zur Einsicht offen liegen und daß etwaige Anträge oder Reclamationen bei Meidung des Ausschlußes damit in der Mittwoch den 22. März I. I., Vormittags von 9 bis 1 Uhr zu Saasen bei dem Unterzeichneten vorzubringen find. Darmstadt, den 1. März 1893. Der VollzugS-Commiffär: Nover, Regierungratb. Gießener Anzeiger Keneral-Mzeiger. Seitens ber unteren Organe häufig auch noch Mißgriffe vor.Man habe Leute zu Socialdemokraten gestempelt, die gar nicht wußten, was Socialdemokrat sei. Schließlich werde es niLtsocialbemokratische Arbeiter aar nicht mehr geben. Die Socialdemokraten seien die besten Arbeiter 6 Die Werkstätten-Jnbaber müßten Reverse unterschreiben, fctaIUMM»* .uni> »te »Mta »w» aleichfalls Reverse unterschreiben. Damit züchte man Heuchler. E ?athe jedem Arbeiter, einen solchen Revers in DreiteufelS-Namen zu unterschreiben. Einer so heimtückischen Kriegsweise gegenüber müßten sich die Arbeiter eben mit allen Mitteln wehren. Aba Rösicke (lib) erklärt sich gegen die Sperre von Schank- localen Seitens der Militärbehörden, sowie gegen die Verweigerung oon Militärmusik für Cocale, in benen foclalbetn^ratifd)e «erfamm- lungen ftattfmben. Durch diese Maßregel feien Bcycotts in ßeioxia Magdeburg rc. veranlaßt. Ebenso wie die Gastwirthe seien der Socialdemokratie auf da« Heer überhaupt nicht verhindert, da man ja den Verkehr zwischen Soldaten und einzelnen Socialdemokraten nicht ausschließen könne. Krieasminister v. Kaltenborn erwidert Bebel, daß die ArbeitS- . ordnungen der technischen Institute und Fabriken der Mil ar Verwaltung überall mit der letzten Novelle zur Gewerbeordnung_in Einklang gesetzt seien. Es dürfen keine Bestimmungen ausgenommen werden, die das Verhalten der erwachsenen Arbeiter außerhalb der Vlerkstätten beeinflußen. Daran halte die Verwaltung aber fest, daß bfe Leiter der Werkstätten das Recht baden, die Bedingungen festzustellen, unter denen sie Arbeiter beschäftigen wollen. Dü Bethätigung socialdemokratischer Gesinnung in der Armee sei entschieden zu be- kämpfen, um zu verhindern, daß foce®;o.CTr’3b/«".jl"nV0C^ie demokratischer Geist in der Armee verbreitet werden. (Beifall). Die I Verweigerung von Mtlitärmusiken fei lediglich Sacke der BefehlS- I Haber die für die Discipltn der Truppen verantwortlich feien. Junge I Leute'von 21 Jahren würden in focialdemokratifchen Versammlungs- I localen kaum viel NützlickeS lernen. (Beifall.) f I Abg. Ulrick (Soc.) befckwert sick über die^Behänd ung focial- I demokratischer Soldaten. Er habe fo oft von Gesckuhrtegelten gehört. I wenn ich e» nicht mehr aushalten kann und dran glauben muß, I b°nn Srie1?“miniftePü.11^ 11 en 6 o rn: Gegen Uebergriffe einzelner I Offiziere fei nur etwas zu machen, wenn die einzelnen Fälle unter I Namensnennung zu feiner Kenntniß gebracht wurden. Aba. Frhr v. Friefen (cons.): Die Armee habe den hoben I Beruf, das Vaterland zu vertheidigen und die MUitärverwaltung I müsse darüber wachen, daß der rechte Geist in ihr erhalten blrrbe, I das könne aber nur geschehen, wenn Amfturzbestrebungen von ihr fern ^"en wurden^ lMifall^) _ Militärverwaltung habe der I Socialdemokratie gegmuber entschieden Fehler gemacht, tote habe nicht da» Recht, Jemand wegen feiner Gesinnung brodlos »» machen. Sie züchte damit nur Socialdemokraten und, was noch Wimmer, Heuchle". Er habe jede Verfolgung wegen^»t fier I von jeher verurtheilt, insbesondere auch die dcr katholischen^ Partei. Er habe das Wort nur genommen, um 0iefen, daß der Fi^ma, von einer anderen Firma in Solingen, I Läufe geliefert worden, welche die italienische Regierung bereits zurückgewiesen hatte. Es fei festgestellt, daß die Läufe gesAmirM I wurden. Noch nach dem Proceß feien Dinge »u fünn ^ntniß I gelangt, die noch darüber hinausgingen. Die Militärverwaltung I habe jedenfalls nicht die genügende Controle geübt. Er habe dem I Vaterlande nützen wollen und nicht daran gedacht, Jemand uerleumben Alle flnnoncen-Burtaur be« In- und Au-landr» nttjmat Anzeigen für den „Siebener Anzeiger- entgegen. beit in der Kammer vorhanden gewesen sei, daß es aber heute zur Lösung dieser Fragen sogar einer Zwei-Drittel. Mehrheit bedürfe. Der Monarch schloß mit einer Mahnung an ote Befürworter des allgemeinen Stimmrechts , sich m Geduld zu faffen. - ES ist indessen sehr fraglich, ob die Erregung, mit welcher immer größere Schichten des belgischen Volkes dieses Zugeständniß fordern, sich noch lange unterdrücken lassen wird. m , __In Paris hat am Mittwoch der Panama-Bestem, ungs-Prozeß begonnen, der durch die Verwickelung so bekannter republtkanischer Führer, wie Clemenceau, feinet und Floquet in denselben, ein hochpolitisches Interesse besitzt. I Die Eröffnungssitzung wurde vollständig durch das Verhör । Carl v. Lesseps' ausgefüllt, durch dessen Aussagen über die Verwendung der ,P°num°.G°ld°r« di- drei P°üt>ker aller- dinqs bedenklich compromittirt erscheinen. Namentlich gtU dies von Floquet, welchen Lesseps beschuldigt, er habe sich als Ministerpräsident durch Vermittelung des entflohenen Bankiers Arton 300,000 Francs für Wahlkosten und für Beeinflussung von Zeitungen auszahlen lassen. Die Zahlung sei vor der Abstimmung über den Gesetzentwurf bezüglich der Loosobligationen erfolgt. Einen bemerkenswerthen Zwischenfall zeitigte das Verhör dadurch, daß der Präsident den An- I geklagten Lesseps, als dieser für die Regierung belastende Mittheilungen machte, aufforderte, die Regierung in Ruhe zu lassen. Dieses parteiliche Eingreifen des Präsidenten ver- ursachte im Saale einen Sturm des Unwillens, so daß der Präsident mit Räumung des Saales drohte. Die Pariser Chauvinistenpresse kann sich noch immer nicht darüber beruhigen, daß der Gegenbesuch der russischen Flotte in Frankreich für Kronstadt nickt stattfinden solle. „Figaro versichert, ein russisches Geschwader werde im August oder I September in Havre eintreffen, der russische Thronfolger und der Großfürst Alexis würden hierbei anwesend sein._________ Deutscher Reichstag. 62. Sitzung. Donnerstag, 9. März 1893. 52 d,- V.rh°nd- lunflen ber Commission über den Militäretat in diesem Jahre äußerst fiiedlich verlaufen und die Abstriche durchweg unter Zustimmung ber MUiiärmrwaltung gemacht feien. Abg. Dr. Buhl (natl) wendet sich im Interesse der seßhaften Gewerbetreibenden dagegen, daß die Interessen deS O'fizier-(Consum-) Vereins durch einen Druck Seitens der vorgesetzten Behörden gefördert werden, wie dies Seitens der Marineverwaltung geschehen fefl Generalmajor Frhr. v. Funck erwidert, daß ein folier SJrucf zu Gunsten des Olfizier-Vereins der Auffassung der Militärverwaltung durchaus widersprechen würde. Als siuyer die Frage hier angeregt worden, sei eine Untersuchung veranstaltet worden, die ein vollständig negatives Ergebniß hatte. Heber den Fall bei ber Marine fei er nicht unterrichtet. . . , k. Aba. Dr. Lingens (Str.) führt Beschwerbe darüber^ daß die Anordnungen der obersten Militarbehördm bezüglich der Sonntagsruhe oielfad) nicht befolgt würden. m , Kriegsminister v. Kaltenborn theilt das Garnison-Reglement mit, wonach die Mannschaften möglichst einmal im Monat die Kirche besuchen und überhaupt nicht am Kirchenbesuch gehindert werden sollen. An hohen Festtagen werde jeder nicht absolut uneriaßlicke Dienst eingestellt. Auch auf die katholifchen Feiertage werde geduhrmd 2’Männer. ’armonie-Gieeee,. unter|e-Regimenta 8ae) und ■ anal) me »on Anzeigen zu ber NachnniiagL für ben drtatidßeifaqt: Hjehener o(Brnbni Tag erscheinenden Nummer b,S Norm. 10 Ubr ' - ' --- Ulf). Eikum ergebend r* 50, Ecke der k bei WMn Hengler^ t - Akademie, 1255 Zlttsland. — Die Bewegung zu Gunsten des allgemeinen Stimmrechts in Belgien hat sich nunmehr ihren Weg auch zu den Stufen des königlichen Thrones gebahnt. König Leopold empfing am Mittwoch Grimard, den Vorsitzenden des Ausschusses für die kürzlich veranstaltete Volksabstimmung, und nahm von demselben die auf das Referendum bezüglichen Schriftstücke entgegen. Der König bekannte sich hierbei offen als Anhänger freiheitlicher Grundsätze und erinnerte dann daran, daß er selber von den Kammern die persönliche Wehrpflicht und das königliche Referendum verlangt habe, man habe ihm aber weder das Eine noch das Andere zugestanden, was jedoch der König in Hinblick auf den Umstand, daß die I Gesetze nicht im Königspalaste, sondern durch die Nation beschlossen würden, ganz natürlich fand. Weiter wies er daraus hin, daß damals zur Genehmigung der persönlichen Wehrpflicht und des königlichen Referendums überhaupt keine Mehr- -ir. 60 «Mte« Blatt ie gelieferten Mbe« zum 18. d. M. nicht per Post Msandt. [2193 n in Stockheim. ckaild i {. Wir I tarnt dntrdtn. midFriedhofSgürtner, gerstraße 44- _ ’ldjer die »MadIg t oon „ £15' Mt, Löwengasse 27. _ an-burscht« Ml rndfter Salltborstraße 6L_ irling TifadurweartngW tzttnrchi artört ibaft vtäb-en Dontw« »ftMett Ätttfll1' "äs isstschmdn)/!? üteAWSJ #0«« Neueste Nachrichten WolffS telegraphische« Lorrespoudenz-Bureau. Berlin, 9. März. DaS Kaiserpaar legte heute am Todestage deS Kaiser- Wilhelm I. ttn Charlottenburger Mausoleum einen prachtvollen Kranz nieder, ebenso die kaiserlichen Söhne. Die Urenkel, Erbgroßherzog und Erbgroh- Herzogin von Baden, Erbprinzesfin von Meiningen, Prinz und Prinzessin Friedrich Leopold und zahlreiche OffizierSdeputationen erschienen mit prachtvollen Kränzen. Berlin, 9. März. Der BundeSrath stimmte dem FreundschaftS-, Handels- und SchiffsahrtS-Bertrag zwischen dem Reiche und dem Freistaaie Columbien zu- ferner dem Gesetzentwürfe zum Schutze der Waarenbezeichnungen. Berlin, 9. März. Die Militär-Commission beendete heute die erste Lesung der Formationen. Die geforderten neuen RelervestammcadreS wurden von Buhl (natl.) und Richter (dfr.) bekämpft, von Friesen (cons.) und General 6. Göhler vertheidigt. Bei der Formation von neunzehn Abteilungen zu den fahrenden Batterien wiesen General v. Göhler und Major Wachs gegenüber den ablehnenden Erklärungen Buhls und Richters auf die Zunahme der Pferdezucht in Frankreich hin. Reichskanzler v. Caprivi erklärte, eS handle sich mit Rücksicht auf einen möglichen Krieg mit zwei Fronten um die Berbefferung der Reservedivisionen. — Morgen wird die Berathung fortgesetzt. Zunächst wird über § 2 der Vorlage (Formationen) abgestimmt werden. Pari«, 9. März. Die Morgenblätter sagen über den gestrigen ersten VerhandlungStag in dem Panama-Bestechungs»Prozeß, daS entschiedene Auftreten und gewisse Antworten deS Angeklagten LesfepS stellen Zwischenfälle in Aussicht, deren Folgen nicht abzusehen seien. Depeschen deS Bureau „Herold'. Berlin, 9. März. Am heutigen Todestage Kaiser Wilhelm I. sind von der Behörde alle Tanzvergnügungen, Bälle und ähnliche Festlichkeiten untersagt worden. Berlin, 9. März. Auf wiederholte Vorstellungen deS Vereins der Berliner Kaufleute und Industriellen an daS Reichspostamt betreffs Einführung des Nachtdienstes bei den hiesigen Fernsprech-Vermittelungsanstalten ist nunmehr die Antwort eingegangen, daß die Durchführung wegen der bestehenden Schwierigkeiten vorerst nicht in Aussicht gestellt werden könne. Berlin, 9. März. Der „Nationalliberalen Correspondenz" zufolge hat sich bezüglich der tactischen Behandlung der Militärvorlage eine vollständige Umwandlung vollzogen. Morgen findet die Abstimmung über die entscheidenden Punkte statt, die unzweifelhaft vollständig negativ ausfällt. Nach kurzer Pause wird die zweite Lesung, die vor den Osterferien erledigt sein soll, vorgenommen. Während der Ferien soll der Bericht fertiggestellt werden. Gleich nach Ostern soll dann die Entscheidung vor das Plenum gebracht werden. Die Freisinnigen sollen sich in der gestrigen Fractionssitzung geeinigt haben und werden die Festhaltung der bisherigen Präsenzzahl beantragen. Diese überraschende Wendung scheint auf die Führung der CentrumSpartei zurückzuführen zu sein. Die Situation ist schwer durchführbar und bietet aber die kritischsten Aussichten. Dresden, 9. März. Die Verhandlungen der am Samstag hier zusammentretenden internationalen Sani- täts-Conferenz, woran 60 Vertreter von europäischen Staaten theilnehmen, werden unter Ausschluß der Oeffent- lichkeit und in französischer Sprache geführt. Zu Ehren der Theilnehmer werden verschiedene Festlichkeiten stattfinden. Amberg, 9. März. Nach der „Volkszeitung" erhielten in der stattgehabten Wahl bei 46 Procent Wahlberechtigten: Rieß (Centr.) 6723, Heindl (Üb.) 1109, derSocialist 504, zersplittert sind 704 Stimmen, darunter befinden sich für Sigl 40 Stimmen. Rom, 9. März. In dem Palaste Odescalchi wurde vor der Thür deS Ministers Brin eine Dynamitbombe gefunden. Auch vor dem Thore deS Gefängnisses Carceri nuove wurde eine Bombe mit brennender Lunte entdeckt. Paris, 9. März. Die Demission Brissons bestätigt sich. Er legte auch daS Amt eines Berichterstatters der Untersuchungscommission nieder, da die Aerzte ihm die größte Ruhe vorschrieben. Berlin, 10. März. Die Militärcommission des Reichstags lehnte den § 2 der Militärvorlage, und zwar den die Infanterie und Feldartillerie, sowie den Train betreffenden Theil mit allen gegen 9, den Rest deS Paragraphen mit allen gegen 6 Stimmen ab. Sitzung -er Stadtverordneten am 9. März 1893. Anwesend: Herr Oberbürgermeister Gnauth, die Herren Beigeordneten Georgi und Grüneberg, von Seiten der Stadtverordneten die Herren Brück, Flett, Grünewald, Homberger, Helfrich, Heyligenstacdt, Heß, Jughardt, Keller, Löber, Orbig, Petri, Schiele, Dr. Schäfer, Schmoll, Simon, Vogt und Wallenfels. Herr Oberbürgermeister Gnauth bringt nach Eröffnung der Sitzung zwei Zuschriften des Evang. KirchenvorslandeS zur Kenntniß der Versammlung. In der ersten stattet der Kirchenvorstand der Stadtverordneten-Dersammlung den Dank für die Stiftung der Uhr für die Johanniskirche ab- die Umänderung des erbetenen Zuschusses zu den Kosten der Uhr bezw. der Uebernahmc der Gesammtkosten in eine Stiftung habe den Klrchenvorstand mit besonderer Freude erfüllt und mache ihm diese Gabe lieb und wend; der Kirchenvorstand nehme mit Dank die Stiftung an. In dem zweiten Schreiben stattet der Kirchenvorstand ebenfalls seinen Dank ab für den unter« 23. Februar d. I. gefaßten Be- chluß, wonach die Stadtkirche auf den Namen der evang. Kirchengemeinde im Grundbuche überschrieben werden soll. Die Kirchengemeinde erblicke in diesem Beschlüsse einen Beweis der im Stadworftande vorhandenen, der Kirche wohlwollenden Gesinnung, die sie sehr hoch schätze. — Eine weitere Mittheilung des Herrn Oberbürgermeisters betraf die Enteignung von Gelände für die Stefanstraße. Danach ist die Einleitung des Enteignungsverfahrens un- nöthig geworden, weil die noch in Frage kommenden Grund- besitzer (Senner, Noll Wwe. und Wießner Wwe.) sich mit den von der Stadt gestellten Bedingungen (Anerbieten von 7 Mk. für den Klafter), einverstanden erklärt haben. Das Gesuch des Bäckers Muth um pachtweise lieber- laffung eioes Holzlagerplatzes am Rodtberg wird genehmigt. Gegen das Gesuch des Gewerbevereins Gießen um Ueberlaffung des physikalischen HörsaalS der Realschule zur Abhaltung eines VortragS hat die Versammlung nichts einzuwenden. Zufolge Gesuchs deS Herrn DirectorS der höheren Mädchenschule soll im Hausflur des Schulgebäudes am Afterweg eine Hängelarerne angebracht werden, durch welche eine theilweise Beleuchtung des HofeS genannter Schule er- reicht werden kann. Die Kosten im Betrage von 55 Mk. werden bewilligt. Drei zur Verhandlung kommende Gesuche um Wirth- schaftsconcession werden dem Anträge der Commission entsprechend durch Bejahung der Bedürfnißfrage befürwortet. Herr Prokop Schadeck will die Wirthschaft Schray, im Hause Weidengaffe 1, weiterbetreiben- Herr Conditor Döll hat den Betrieb des ehemals Kinkel'schen CafeS wieder übernommen und Herr Gg. Möhl hat um Erlaubniß zum Ausschank von Branntwein in dem Spezereigeschäft Bahnhof- straße 26 nachgesucht. CocoUs nnd provinzielles. Gießen, 10. März 1893. ♦♦ Das Bankhaus A. Heichelheim hier Hal im Verein mit der Mitteldeutschen Creditbank in Frankfurt a. M. eine 31/2 procentige Anleihe von 1,500,000 Mark mit der Stadt Gießen abgeschlossen, wovon eine Million zur Convertirung der 4 procentigen Anleihe von 1881 bestimmt ist. ♦♦ Postkarten mit Zahlungsaufforderung. Zu der Frage, ob der Inhalt einer Postkarte, in welcher Jemand wegen Bezahlung einer Schuld gemahnt wird, als beleidigend anzusehen, die Postkarte daher von der Beförderung auszuschließen ist, ist bemerkenswerth zu erfahren, daß nach einer Entscheidung des Berliner Kammergerichts eine solche Mahnung an sich noch keine Beleidigung ist. Sie wird erst eine Beleidigung, wenn die Form, in der die Mahnung abgefaßt ist, einen beleidigenden Charakter trägt. Soweit daher diese Voraussetzung nicht unzweifelhaft zutrifft, werden Postkarten, welche eine Zahlungsaufforderung enthalten, bei der Postbeförderung nicht zu beanstanden sein. § Gedern, 8. März. Vorgestern wurde der erste diesjährige V i e h m a r k t abgehalten, derselbe war schwach befahren. Aufgetrieben waren nur 45 — 50 Stück Rindvieh, meistens dreijährige Stiere, wovon das Paar 400—450 Mk. kostete. Die angetriebenen 12 Stück frischmelkenden Kühe wurden beitauft zu 250—300 Mark das Stück. Zweijährige Stiere waren etwa 10 Stück vorhanden, daS Paar kostete 300—350 Mark, Saugkälber, welche sämmtlich abgc- setzt wurden, daS Stück 24—30 Mark. Im Ganzen war der Handel gedrückt und ist eine Preissteigerung vor Beginn der Grünfütterung nicht zu erwarten. Vielen Landwirthen in hiesiger Gegend beginnt das Heu knapp zu werden, und dürften deßhalb die Rindvieh-Preise noch weiter herabgehen. Schweine waren angefahren etwa 300 Stück, metstens Herbstferkel, sogenannte Einlegschweine. Es kosteten I. Qualität das Paar 80—90 Mk., II. Qualität 60—70 Mk., fette Schweine kostete das Pfund Schlachtgewicht 56—60 Psg., Lebendgewicht 43—45 Pfg. Im Ganzen war der Handel in Schweinen sehr lebhaft und sind darin die Preise etwas in die Höhe gegangen. Der nächste Markt hier findet den 28. März statt. ♦** Alsfeld, 9. März. Nach dem soeben veröffentlichten Bericht der landwirthschaftlichen Winterschule in Alsfeld für das Jahr 1892/93 besuchten den oberen Cursus 19, den unteren Cursus ebenfalls 19 Schüler. Es ist daS die höchste Schülerzahl, die die Schule, seit ihrem nunmehr 21jährigen Bestehen, aufzuweisen hat. Von den 20 vorjährigen Schülern des unteren CursuS sind 18 zurück- gekehrt, 17 hiervon besuchten den oberen Cursus, einer zum zweitenmale den unteren Cursus. Zu den» 17 aus dem vorjährigen unteren Cursus ausgenommenen Schülern trat in den oberen Cursus ein älterer Schüler als Hospitant und ein Schüler, welcher die entsprechenden Kenntniffe durch eine Prüfung nachwieS. nn. Darmstadt, 9. März. DaS Unheil gegen den Weinhändler Härter von Mainz wurde gestern Abend gegen 12 Uhr gefällt. Dasselbe lautete auf eine Gesammtstrafe von 4 Jahren Zuchthaus und Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf fünf Jahre wegen Wechselfälschung und Todtschlag. A Mainz, 9. März. Zur Gründung eines Mädchen- Heims ist hier eine Anzahl Personen aller Confelsionen zusammengetreten. Von den Personen, die die Sache in die Hand genommen haben, wird in einem Circulär besonders hervorgehoben, daß ein solches Institut, wie es bereits in Frankfurt, Darmstadt, Wiesbaden u. f. w. besteht, in Folge der Sonntagsruhe und deS damit zusammenhängenden Ein- fluffeS auf ortsfremde, sich selbst überlassene junge Mädchen auch für Mainz zur großen Nothwendigkeit geworden sei. — Die Strafkammer deS hiesigen Landgerichts verunheilte heute den Gauner, — einen vielfach bestraften Dieb, Namens Distel aus Rummelsburg — welcher im verflossenen December in die bischöfliche Kanzlei hier eingebrochen ist, zu vier Jahren Zuch'bauS. Der Verbrecher wurde von einem Hausdiener auf der Thar ertappt, ehe eS ihm gelungen war, irgend eine Beute an sich zu bringen. — In selbstmörderischer Absicht sprang gestern Abend ein aus Kelsterbach gebürtiger Canalarbeiter von dem höchsten Bogen der hiesigen Straßenbrücke in den Rhein. Der verwegene Springer, der vor dem verzweiflungsvollen Schritt ferner Frau noch 30 Mark geschickt hatte, schlug mit dem Gesicht auf die Fundamennrung eines Pfeilers und zerschmetterte sich den Schädel. y vermischter. 4- Frankfurt a. M., 9. März. Seit ihrem Bestehen findet an der Electrotechnischen Lehr- und Unter- suchungS-Anftalt des Physikaliichen Vereins zu Frankfurt a. M. im Frühjahr ein besonderer achttägiger Lehrgang über Anlage und Prüfung von B li tz ab l eit e r n statt. Diese Curse sind bestimmt, Baubeamte und Gewerbetreibende mit den einschlägigen Grundsätzen und an Hand von praeti- schcn Hebungen mit Handhabung der Prüfungsapparate vertraut zu machen und pflegen, in ihrer Art zur Zeit einzig dastehend, Theilnehmer nicht nur auS Frankfurt und seiner Umgebung, sondern auch auS weiterer Ferne, dem In- und AuSlande heranzuztehen. Der diesjährige CursuS, den wiederum Herr Dr. Nippold, eine Autorität auf dem Gebiete deS Blitzableiters, abhält, beginnt Montag, den 20. März, und können Interessenten Näheres auS dem Prospect ersehen, den die Anstalt auf Wunsch versendet. * Barmen, 6. März. Ein Hauptgewinn einer Kirchenbaulotterie mit 30000 Mark ist einer hiesigen Dienst- magb zugefallen. Wie die „Barmer Zeitung" berichtet, hat daS Mädchen, um den von allen Seiten sich meldenden „Verehrern" zu entgehen, den Dienst gekündigt. Sie will in ihre thüringische Heirnath zurückkehren, um dort eine „andere Hälfte" glücklich zu machen. ♦ Paris, 9. März. Ein engl'scher Polizist nahm gestern Abend, unterstützt von einigen Pariser Polizeiagenten, den Schwindler fest, welcher von London nach Bollführung eines raffinirten Betrugs mit 50000 Pfd. Sterl. flüchtig gegangen war. ♦ Das erste ReligionS Parlament. Unter dieser Bezeichnung wird anläßlich der Weltausstellung in Chicago in den Tagen vorn 11. bis 27. September d.I. ein großer Congreß von Theologen und Gelehrten allerBekenntniffe undLänder tagen. Die Sitzungen des Parlamentes sollen in der 3000 Plätze faffenben Columbus- Halle des neuen Kunst-Palastes abgehalten werden. ES sollen drei Sitzungen an jedem Tage stattfinden. Es wird erwartet, daß gelehrte Repräsentanten des Buddhismus (deS nördlichen und südlichen), der ConsuciuS-Lehre, deS Shin- taismus, der verschiedenen Arten deS Hinduismus, deS Parsismus, deS Islam, des JudenthumS und der großen historischen Kirchen des ChristenthumS an den Verhandlungen des denkwürdigen Parlamentes Theil nehmen werden. — So verkünden amerikanische und andere Blätter. WaS That- sächliches an der Sache, wird abzuwarten sein. Sclnsfsnachrichten. — Der Postdampser .FrieSland" der „Red Star Linie" in Antwerpen ist laut Telegramm am 7. März wohlbehalten in Newyork anflefommen. kirchliche Anzeige« der Stadt Gietzerr. Evangelische Gemeinde. Gottesdienst. Sonntag filtere, 12. Mär z: Vormittags 9‘/> Uhr: Pfarrer Dingeldev Vormittags 10 Uhr in der FrirdhofScapelle: Pfarrer Dr. flau» mann- Nachmittag« 2 Uhr: Vorstellung und Prüfung der Confirmanden au« der MatthäuSgemeinde. Pfarrer Schlosser- Kinderkirche Vormittag» 11 Uhr: Pfarrer Schlosser. Bibelstunde am Montag den 13. März. Abend« 8 Uhr. in der Kleinkinderschule: Marcu« Cap. 6, Ver« 14: Herode« vor dem Richterstuhl des Täufers- 5. PasstonSandacht am Mittwoch den 15. März, Abend« 8 Uhr Pfarrer Dingeldey Arn Sonntag Judica, 19- März: Confirmation der Kinder au« der MatthäuSgemeinde und Feier de« heiliaen Abendmahl«; Beichte am EamStaa zuvor, Nachmittag« 2 Uhr. Am ConfirmationSsonntag besondere Colle de für die Armen der Gemeinde. Katholische Gemeinde. Sonntag den 12. März, 4. Fastensonntag. SarnStag: Nachmittags um 4 Uhr und Abend« um '/»8 Uhr Gelegenheit zur hl- Beichte. Sonntag: Vormittag« von */«6 Uhr an Gelegenheit lur hl- Beichte; um 6 Uhr erste hl. Meffe; um 7 Uhr Au«theilung der hl- Communion; um 8 Uhr zweite hl. Meffe; MUitärgotteSdienft mit Predigt: um >/«10 Uhr Hochamt mit Predigt; Abend« um *hß Uhr Christenlehre; um 6 Uhr Faftenandacht. Anmerkung: Am Mittwoch Abend muß die Fastenandacht wegen der um 6 Uhr stattfindenden Militärpredigt au-sallen. Gottesdienst in der Lynagoge. Sam«tag den 11. März: Vorabend 6» Uhr, Morgen« 8* Uhr, Nachmittag« 3* Uhr, SabbathauSgong 6" Uhr Briefkasten. Verschiedene Wirthe hier: Die letzte Aufnahme be« Inserate« Märzenbier aus der Actien-Braueret Gießen bei der Firma Daniel Heil, in Nr. 57 be« „Gießener Anzeiger', beruht auf einem Jrrthum in unserer ®xpebition. Rohseidene Basttleider Mk. 16.80 per Stoff jur completen Robe und bessere Dualitäten — sowie schwarze, weiße und fardi-r Seidenstoffe von 75 Pi<- bl« Wf. 18.65 per Meter - glatt, gestresst, karrin, gemustert, Damaste rc. (ca 240 versch. Dual, und 2000 verschiedene Farben, Dessin« tc.) Porto- urb zolttrei Muster umgehend (2e#3 Seiden-Fabrik 6. Henneberg (k. ■. i h*« ) Zürich. Vereins «. 2tet' i«ii, e '6*a •»Ä ta?* »«- * unb'-«« Z $”> * „9e Kursus, den ttutonliit mf dem "m°8, den raheres aus dem M versendet. ptScwlM einn ‘VWäroSlenft. eme „andne Mr" P»W na^m geftem Polizeiagenten/ den 1 nach Ballführung W. Strrl. flüchtig Unter dieser Beausstellung in 27. September d.Z. und Gelehrten agen. Die Sitzungen fassenden Columbus- n werden. Es sollen ^den. Es wird eres Buddhismus (des Mehre, des Shin- i Hinduismus/ des ts und der großen n den Verhandlungen nehmen werben. — Blätter. Was That. X \/, Uhr, werden auf hiesigem Ortsgericht die in bester Geschäftslage Gießens gelegenen Immobilien: Flur I Nr. 1103 — 56 qm Hofraum mit Stall auf dem Burggraben, Flur I Nr. 1113 — 156 qm Hofraithe auf dem Markt, worin seit Jahren ein vorzügliches Dell, catesien-, Colonial- und Matertalwaaren- geschäst betrieben wird, versteigert. Gießen, 10. März 1893. Grobherzogliches Ortsgericht. ______________Bogt.__________2384 Montag den 13. März, vormittags 10 Uhr, versteigere ich auf der früher P. Jmmel'schen Besitzung »zur LtebigShShe* dahier das daselbst zur Oeconomie und Wirlhschastsbetrieb gehörige Mobiliar, als: Tafelclavier, Tische, Stühle, Bänke, Sophas, Kronleuchter, Spiegel, Fenstervorbänge m. Gallerien, Gläser, «Üchengeschirr, Schränke, Waaen, Pflug, Egge. Futterschncidmaschine, Dickwurzmuhle, Fruchtfegemühle, Jauche- und Wasser-Fässer, sowie andere Sachen- Die Bersteigerung findet bestimmt statt. Bor«, 2301__________________Gerichtsvollzieher. Mittwoch den 15. März, Nachmittags 2 Uhr, wird auf LonqS Bierkeller wegzugS- halber nachbenanntes noch ganz neues, äußerst gediegen gearbeitetes und vorzüglich schönes Mobiliar gegen Baarzahlung versteigert: a) Wohnzimmer-Einrichtung in Eichenholz: 1 Büffet, 1 Schreibtisch, 1 Ser- Virtisch mit doppelter Platte, 6 Lederstühle, 1 Ausziehtisch, 1 Quer- spiegel 30/18. b) Saloneinrichtung, fchwarz, mit Kupfercinlage: 1 Causeuse und 4 Sessel mit gemustertem Plüsch und glatter Einfassung, 1 Berttcow, 1 Tisch achteckig mit Plüschbezug. 1 Pfeilerspiegel mit Crystallglas 50/20, 1 Bücherschrank, zweith-, 1 Salon- lüster, 2 Gallerien und 4 Rosetten, 3,40 m Er^me Franzen, 1 Plüschteppich. c) Verschiedenes: 1 Waschkommode mit weißer Marmorplatte, 2 Nachtschränkchen mit desgl., 1 «leiderschrank, einthür., 1 Kleiderständer. 2289] Im Auftrag: F. Hoffmann. Jeisgebotcnes. Karlstadter Portland-Cement empfiehlt in frischer Waare [2270 J. Happel. MAGGI5 Suppenwürze verdient die Beachtung der Hausfrauen. .Ku haben bei 2281] Emil Fischbach, Seltersweg. Ein noch neuer Tisch, 2 m lang, 71 cm breit, steht wegen Mangel an Raum zu verkaufen, ebenso werden 2 noch gute starke Vorderräder, welchr für einen Rollwagen sich eignen billig abgegeben bei 12292 PH Müller, Teufelslustgärtchen 26. BrockhanS' Lexicon für 66 Mk. abzugeben, 13. letzte geschlossene Auflage. 17 eleg. Bände, vollst, u. wie neu. (2279 Adr. P T postlagernd Butzbach. Zweirad (Sicherheitsrad), Cushion-Reife, wenig gefahren, preiswerth zu verkaufen. <273] __ Bismarckstraße 7, II. Wegzugshalber werden gut erhaltene Möbel, als Schränke, Commoden rc., verkauft. 2305) Ludwigstr. 12, pari. 2306] Die noch vorräthigen Schurzen werden nunmehr zu jedem annehmbaren Preise ausverkauft. Lachmauu, Ludwigstr. 12. 2294] Dickwurz zu verkaufen bei Wilhelm Lange, Neustadt. Für Metzger! 2300] In bester Geschäftslage Siegens ist eine seit 26 Jahren bestehende Ochserrund Schweinemetzgeret (vorzügliches Hausgeschäst) mit nachweisbar großartigem Erfolge unter günstigen Bedtn- gunaen zu verkaufen oder zu verpachten. Offerten unter G 100 erbeten an die Expcd d- Bl.__________________________ Sämmtliche Suppeneinlagen, als: [2280 Fadennudeln, \ .2 Sternnudeln, 1 5 Z Suppenteig, | H N- Reis, \ H - Gerste, [ Grüne Kern, i o5 Sago, \ .5 « Tapioka, / q ferner Gemüfenudel und feinste Hausmacheruudel, M a c a r o n i, bei Hch. Arnold IL, Marktstraße 28. Giessen. 64» I Ankauf alter Bücher n. Bilderwerke. Angebote ganzer Bibliotheken, sowie einzelner Bücher erbittet die J. Ricker sehe Buchhandlung Heusamen (HeuadM) zu verkaufen. [2287 Hessischer Hof. SCHUTZ-NR« 11 f _ ein wirklich gutes Um P| Glas Bier trinken II Ul will, der verlange das bekannte Exportbier von Gebr. Röhrte, Gieße». In Flaschen (Originalfüllung) zu beziehen direct aus der Brauerei (Telephon Nr. 47) oder aus folgenden Verkaufsstellen: E. Dort, Walthorstr. 45, (£. DräbingWwe., Ludwigstr. 28, Herrn. Flick, Bismarckstr. 8, I. Hainbach Wwe., Marburgerst. 29, K. Krombach, Neustadt 27, Ph. Mootz, Neustadt 80, A. Schmidt, Neuenbäue 11. Man achte darauf, daß die Flaschen stets mit unserem Etiquett versehen ^nd. Gebr. Röhrte, 2318 Exportbierbrauerei. Zur Frühj ahrssaison empfiehlt Säemaschinen neuester Constructiou, Düngerstreumaschinen, Düngerschüsseln, Wieseneggen, Saateggeu, Universalpflüge, Patentpflüge, Grubber, Extirpatoren. Neu! Obstbaumpflüge Neu! in Auswahl. 2267 A. Buch, Maschinengeschäft, __Hungen._________ Frankfurter Hof. Heute: Anstich™ ächten Salvator-Bier aus der 2312 Satvator-Mrauerei in München. Den Empfang der Neuheiten in Damenmänteln, Capes, Pellerinen und Jaquets beehre ich mich hiermit anzuzeigen und mache aus die wirklich selten große und geschmackvolle Auswahl bei billigsteu Preisen aufmerksam. 2238 Keine vorjährige Sachen! Nur Neuheiten dieser Saison! JL Klipstein. Bahnhofstraße, Ocke Neustadt. Lmpfchlr meine 2313 Die Weinhandlung* WermietHungen. 2290] Ein kleines Logis in der Sand- sowie ckeuiseken und französischen Cognac. Vermischte Anzeigen. und nimmt Abonnemente jederzeit entgegen. Preis von Mk. 1.50 an vierteljährlich, wofür 10—12 Journale wöchentlich geliefert werden. Neuheiten in Kleiderstoffen, Jackets, Cup es, Regenmänteln in großer Auswahl zu billigsten Preisen. Der Vorstand. Wegen Einführungen wird auf die 2, 3, 4, Seite 14, 15 der Statuten verwiesen. (1979 von H. LUBLINSKI, Giessen, Neustadt 1 und Ecke Kahuhofstraße, 2311' A. Docter Seltersweg. J. Ricker’sche Süd-Anlage S Pension zu vermiethen __Lö berstraße 11, II. 2176] Eine Werkstätte zu vermiethen. Frankstinerstratze 11. 23081 Mittlerer Stock, 4 »Ummer mit Zubehör, per 1. Zuni an ruhige Familie zu vermiethen Näh. Dammstraße 25. 2310] Schön möblirteS Zimmer für einen oder zwei Herren zu vermiethen im Neubau Ecke der Damm- u. Stetnstraße. | 2307'] Möbltrte Zimmer mit oder ohne Bürger - Club. 1 gaffe sofort zu vermiethen. Näheres bei Samstag den 11. März, 2lbends 8 Uhr: empfiehlt für Pessach streng koscheren Roth- u.1 22937Durch Wegzug des Herrn In- Hilft XaMUintCrbaitllllg Weisswein, sowie Trester zu billigen Preisen. nung per 1. Mat anderweitig zu ver- in Steins Garten« Ferner offerire Weissweine fdjon m GO PfS- an bie Bauer’scher Gesangverein. Sonntag den 12. März, Abends 5 Uhr: Wohlthätigkeits-Concert zum Besten der beiden hiesigen Schwesternhäuser in Steins Saalbau Todes-Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten hierdurch die schmerzliche Mittheilung, dass es dem Allmächtigen gefallen hat, unsere innigstgeliebte Gattin, Mutter. Grossmutter, Urgrossmutter, Schwiegermutter und Schwester Frau Margarethe Schmidt, geb. Volk im Alter von 59 Jahren in ein besseres Jenseits abzurufen. Belzermühle in Trohe, 10. März 1893. Im Namen der Hinterbliebenen: 2285 Christoph Schmidt. Die Beerdigung findet Sonntag den 12. März, Nachmittags um 2 Uhr statt. Buchhandlung Sud-Anlage 5 empfiehlt ihren 158 J ourn al-Lese zirkel 7i Flasche, Rothweine schon von 90 pfg. an die Vi Flasche,*bewohnm^i.^Ap^"/ver"miethem^ । - - “ . Oeorg Philipp Gail. Norddeutscher Lloyd 4744 Bremen Beste Reisegelegenbeit. Nach Newhork wöchentlich dreimal, davon zweimal mit Schnelldampfern. Nach Baltimore mit Postdampfern wöchentlich einmal. Oceanfahrt mit Schnelldampfern 6—7 Tage, mit Possdampfern 9—10 Tage Nähere Auskunft durch 2286 I M. Schulhof, Gießen. Astdor Schulhof, Friedberg. JultuS Karl, Grünberg. Todes« Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten hiermit die schmerzliche Mittheilung, daß es Gott dein Allmächtigen gefallen hat, unsere innigstgeliebte Mutter, Schwiegermutter und Großmutter Kaspar Hildebrand III. Wwe. gestern nach langem schweren Leiden zu sich zu rufen. Allendorf a. d. Lahn, den 10. Mürz 1893. Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet nächsten Sonntag Vormittags um 11 Ubr statt. [2319 Glossen, am 8. März 1893. Gießen, den 9. März 1893. Ter Vorstand [2297 Hof'. Freitag den 21. März er., Abends Sya Uhr, der Restauration Bourgeois (früher Heil). Tagesordnung: 1) Geschäftsbericht, Entgegennahme der .WH# rechnung und Entlastung de» Vorstandes. 2) Neuwahl des Vorstandes und der Revisoren. 3) Anträge der Mitglieder, welche gemäß $ 31 des Statuts gestellt werden. Erklärung. 2266] Die am 19 Februar L I gegen IN Philipp Lteinmüller dahier ausgefagle beleidigende Aeuherung nehme ich als' unwahr zurück. Allendorf a- d. Lahn. ___ Lud»ich Steugel. tieschÄtte-Kmpfehlung. Einem geehrten Publikum zur Nachricht, daß ich in dem Laden deS Herrn Leisler,! Die glückliche Geburt eines anter kräftigen Jungen zeigen hoch- der Liedertafel - Marburg (Dirig.: Herr Schneider . d< Manner- erfreut an [2282 gesangvereins Wetzlar (Dirig.: Herr Schmidt), der Harmonie Giessen p f n- i (Dirig.: Herr Nicolay) und der Capelle des Infanterie-Regiments rrot. ur. trugen und „Kaiser Wilhelm“ (Dirig.: Herr Musikdirector Krausse) und unter Frau Helene, geb. Vermehren. Leitung des Herrn Otto Gör lach. Karten im Vorverkauf sind zu haben in der Musikalienhandlung vt* WwWWWwVwwWWW Brnnt Challler, Neuenweg, und bei Dan. Heil. Lindenplatz M rAMRDINHC M Sporreitz Mk. 1.50, I. Platz 1 Mk., II Platz 70 Pfg • _ ”, V , , u ? a Liedertexte mit Programm u ÄO Pig. *ind ebondwelb-t />. ha»-n. Samstag, Sonntag und Montag: W An der KaMRe. Spernitz Mk 1.50, I Platz Mk. 1.20, II Pl-t so PfK • Grosses Concert • ------------------———- .. ,-- ^^Frankfurter Salon truppe.^^ ^aufm. ürankcn= u. ßrgröbnifikalTr ((f.f.) wichtn. Anfang 7 Uhr, Sonntag > ,4 Uhr. ^Ä*m**VHI. ordentliche Generalversammlung --Ml Lio—~—p,---- zrv—r----- JO»»'» mtHV*l***Wf welche die Schule besuchen oder Hausball JL fill f llllllCr öftlrfttf Lehrling gebucht. und Handarbeit erlernen wollen, finden in UUCMIiyW Wolf, Glasermetster, acb'baren Familie gute und fteund- 'einer btt größten Hypothek«»- 13,91 Babnhosstrahc 32. unter m ü banke» vermittele ich die Beleihwv ■—o ■■■■—-- w ,u c#tn Lchrltug a schäst und etwas leichte Hausarbeit ae I ^EvtogUNg«». **• gesucht. [2064 ■ sucht. Zu erfragen in bie heutige Lummer umfaßt 6 Seite«.