s X, iofrfo RGOT ^ag dk, OloK *. Meehs > W- !N Hundert y e Plerini Pk--ra»m. I [SO Ps. Directlo», herelub ?rein). ?/ Ratt 8Wu; tiGuhlhcAt mXmtÜE- _______[®i irkeit i 8 Uh- irl und iill Vorstand. fämmtli*: >r Turnhck imartdo^ d*a* lgsseD j Lahnsteiti Vier iw ig Com^1__ SS. rald.. daß Ä [, sw .(oN! SÖ'O inl/tfll 8^ sitHs Rr. 213 Trr frtfjrwtr Zn,ei,er «icheini täglich, »tl Äuinatjmt bei McnlagS. Die Gietzeuer * «rbett dem Anzeiger ^..chenklich dreimal Angelegt. Zweites Blatt. Sonntag deu 10. September Gießener Anzeiger General-Anzeiger. 1893 8ierte(|41)ngtT JHexxeetttbiird»» 2 Mark 20 Psg. mtt Bringerlohn. Durch die Post bezöge» 2 Mark 50 Pfg. »edaction, Expedin« < und Drucker«: gernsprech« 51. Amts- und Anzeigeblutt für den Tireis Gieren. Kratisbeikage: Gießener KamitienKtätter. Annahme von Anzeigen zu bei Nachmittag» für den folgenden Tag erfcheinmden Nummer bis Bonn. 10 Uhr. Alle Annoncen-Bureaux des In« und Auslandes nehm« Anzeigen für den „@ie&enet Anzeiger- entgegen. Indem wir noch auf unser Ausschreiben vom 24. März d. I. (Kreisblatt Nr. 73) verweisen, wonach die bei Ihnen zur Anmeldung kommenden Schäden in dem Formular einzutragen sind, ohne daß Sie die Feldgeschworenen wie früher zur vorläufigen Abschätzung heranziehen, beauftragen wir Sie, die nach Maßgabe der vorstehenden Bestimmungen ausgefüllten Nachweisungen thunlichst bald und spätestens bis zum 27 September d. I. Der vor einigen Tagen in Stuttgart abgehaltene allgemeine Bereinstag der deutschen landwirthschaftlichen Genossen- schasten hat ein recht erfreuliches Bild von dem fruchtbaren Wirken des Genossenschaftswesens in der Landwirthschaft und von der stetig fortschreitenden Verbreitung desselben gegeben. Es ist dies um so bemerkenswerther, als die neuerdings auch in den landwirthschaftlichen Kreisen durch eine teilweise mit höchst demagogischen Mitteln arbeitende Agitation gepredigte Lehre von der Wundermacht der staatlichen Gesetzgebung wohl die Befürchtung erregen konnte, daß dadurch die Bestrebungen zu einer Verbesserung der Lage der landwirthschaftlichen Bevölkerung aus eigener Kraft gelähmt werden würden. Der unbefangene Beurtheiler wird sicherlich nichts dagegen ein« au die Großh. Bürgermeistereien des Kreises. Unter Bezugnahme auf unsere Bekanntmachung vom 16. d. M. (Kreisblatt Nr. 193) und die Bestimmungen im Reichsgesetzblatt Nr. 35 von 1887 S. 446 zu § 14 beauftragen wir Sie, die Grundbesitzer alsbald, nachdem die Hebungen innerhalb Ihrer Gemarkung beendet sind, durch ortsübliche Bekanntmachung zur Anmeldung ihrer Flurschäden ein kurzes Protokoll aufzunehmen und der Nachweisung bei- zuschließen, in welcher das Ergebniß der Abschätzung mit besonderer Erwähnung Ihrer Verfügung wegen des Aberntens in Spalte 10 einzutragen ist. Zur Abschätzung sind die Beschädigten zu laden. Für ihre Thätigkeit in Flurschadenangelegenheiten be* Das Genossenschaftswesen in der Landwirthschaft. Gang der Gesetzgebung möglichst in ihrem Interesse zu beeinflussen, aber es würde der Landwirthschaft, und insbesondere der bäuerlichen Bevölkerung, zu schwerem Schaden ausschlagen, wenn man sich daran gewöhnen wollte, alles- Heil von der Gesetzgebung allein zu erwarten. Unter dem Beifall der in Stuttgart Versammelten bat Herr Kreisrath und Landtagsabgeordneter Haas in Offenbach dem „freudigen Bewußtsein" Ausdruck gegeben, „daß die genossenschaftlich organisirte Selbst- hilse immer noch eins der besten Mittel zur Hebung der Landwirthschaft sei", und er hat sogar den Satz ausgestellt: „In der deutschen Landwirthschaft wird starke» Genossenschaftswesen sein, oder die deutsche Landwirthschaft wird nichts sein." Daß diese hohe Werthschätzung des landwirthschaftlichen Ge- noffenschaftswesens nicht etwa auf grauer Theorie beruht, an uns einzusenden. , ,,4 , Sollte bis dahin die Zusammenstellung noch nicht be* endet sein, so ist uns jedenfalls anzuzeigen, daß Flurschäden zur Anmeldung gekomMn sind. I. 93.: Dr. Melior. frühen Morgen verließen die Ritter vorn Stahlroß die Räume des städtischen Saalbaues. Die Gunst des Publikums hat sich der leistungsfähige Club mit seiner Jubiläumsfeier von Neuem gesichert. Am letzten Sonntag hat denn auch nach langer Pause unser Musentempel, das Großherzogliche Hoftheater, seine Pforten dem kunftliebenden Publikum wieder geöffnet. Trotz der zahlreichen gleichzeitigen Veranstaltungen waren alle Ränge dicht gefüllt. MeyerbeerS „Hugenotten" bildeten die Eröffnungsvorstellung, die uns mu der neugewonnenen Coloratur« sängerin Frl. Schickardt bekannt machen sollte. Die zum Ersatz für Frau Steinmann engagine Künstlerin sand ermunternden Beifall, reicht aber in ihren Leistungen an ihre Vorgängerin, die uns freilich wohl für immer unentbehrlich bleiben wird, nicht heran. Die ganze Vorstellung nahm einen sehr guten Verlauf, vor Allem errangen Frl. Roth und Herr Riechmann großen Beifall, Herr Baer war etwas indisponirt. Der Dienstag brachte uns Grillparzers wunder- volles Trauerspiel „Des Meeres und der Liebe Wellen." Hierin debütirte Frl. Cretius vom Lübecker Stadttheater als Hero mit freundlichem Erfolg. Auf dem Spielplan der nächsten Zeit stehen einzelne recht interessante Novitäten, so soll uns die Oper noch im September Berlioz' „Benvenuto Cellini", das Schauspiel Pohls „Vasantasena" und Fuldas „Talisman" bringen. Eine bemerkenswerthe Neuerung plant die Hoftheaterdirection laut einer von ihr veröffentlichten Bekanntmachung, um das störende Zuspätekommen eines Theiles des Publikums endlich einmal zu beseitigen. Es sollen nämltch eventuell die Thüren bei Beginn der Vorstellung geschlossen und den zu spät Gekommenen der Eintritt erst nach Schluß des ersten Actes gestattet werden. Im Interesse aufzufordern. c o r n „ . Zu der von Ihnen zu fertigenden Zusammenstellung der angemeldeten Schäden ist das vorgeschriebene Formular zu verwenden, welches als Beilage E zur Instruction in dem vorgenannten Reichsgesetzblatt S. 481 abgedruckt ist. Die daselbst gegebenen Anmerkungen Nr. 1—4 sind genau zu beachten. Das Formular wird Ihnen auf Anftehen durch ,uns übersandt werden. Sie wollen dasselbe, sobald Schadensanmeldungen bei Ihnen erfolgen, unter Angabe der ungefähren Zahl der beschädigten Grundstücke schleunigst von uns erbitten. In dem Formular sind die erfolgenden Anmeldungen nach Flur und Nummer geordnet durch Ausfüllen, der Spalten 1—5 mit Tinte einzutragen, während die Spalten 6—9 mit Bleistift auszufüllen sind. Die Spalte 6 a, Forderung des Beschädigten, ist nur auszufüllen und zwar mit Tinte, wenn der Beschädigte thatsächlich einen bestimmten Anspruch erhebt. Bei Ausfüllung der Spalte 7 empfiehlt sich Angabe des Verlustes von Körnern, Heu, Kartoffeln rc. in Gentnern. Die Spalten 7 und 8 sind so auszufüllen, daß die Entschädigungsbeträge im Wege der Be- r^nutit^ di- | ÄZ. V" b". Betheiligten Ihre Entscheidung darüber anzurufen, ob und inwieweit die Aberntung der beschädigten Felder einzutreten hat. Letztere ist anzuordnen, insoweit beim Verbleiben der Früchte auf dem Felde ein höherer, als der durch die Truppen verursachte Schaden entstehen würde, namentlich also bei FrEen, welche dem Verderben ausgesetzt sind. Wird die Aberntung demgemäß vor dem Eintreffen der Abschätzungscommission angeordnet, so Haden Sie sofort unter Zuziehung zweier, der Abschätzungen dieser Art kundigen, unparteiischen Personen den Stand der beschädigten und abzuemtenden Felder, das Quantum (Fuder u. s. w.) und die Qualität der übrig gebliebenen Früchte und deren etwaige weitere Verwendbarkeit (z. B. als Viehsutter) und den sich hiernach ergebenden Umfang des Schadens festzustellen. Es ist hierüber Feuilleton. Wochendriefr aus der Residenz. (Originalbericht für den „Gießener Anzeiger".) Darmstadt, 8. September 1893. Sedanftier. — Zubilau» be8 BicycleclubS. — Eröffnung deS Hoftheaters. — Verschiedenes. Das nationale Fest der Sedanfeier pflegt in der Residenz des Hessenlandes stets würdig begangen zu werden, die Stadl prangt im bunten Festkleide, Fahnen in den deutschen und hessischen Farben grüßen von allen öffentlichen und vielen privaten Häusern, das Landeskriegerdenkmal auf dem Parade- platz ist festlich bekränzt, dazu werden in den Schulen, in einzelnen Vereinen Festacte gehalten und am Abend beschließt die Serenade und das Feuerwerk vor dem Landeskrieger- denkmal die Feier. In den vergangenen Jahren hatte man das Festprogramm auch noch durch Veranstaltung eines großen Dolkssestes aus dem Exercierplatz erweitert, diesmal war hiervon abgesehen worden. Das Ludwig-Georgs-Gymnasium hielt zuvor am Freitag Mittag für seine Schüler eine dem letzten Volksfest ähnliche Feier im Walde bei der Ludwigshöhe ab, in den anderen Schulen begnügte man sich jedoch mit Festacten, Ansprachen usw. So war denn auch der äußere Verlauf der Sedanfeier diesmal viel stiller als in den beiden Vorjahren. Das Concert am Nachmittage, von der Capelle des 115. Infanterie Regiments vor dem Hostheater ausgesührt, und ebenso die Serenade und das Feuerwerk am Abend । hatten wie immer eine große Menschenmenge angelockt. Den Schluß des Tages bildete eine gesellige Vereinigung im „Rummelbräu", bei der mehrere patriotische Ansprachen ge- I halten wurden. | Besonderes Interesse fand beim Publikum die Jubiläumsfeier des Darmstädter Bicycleclubs am Sonntag. Der Radfahrsport wird in unserer Stadt außerordentlich eifrig gepflegt, das Interesse deS Publikums scheint durch die sehr zahlreichen Veranstaltungen der hiesigen Radfahr-Dereinigungen in feiner Weise ermüdet zu werden, wie man aus der regen Antheil- nahme ter Bevölkerung an der Jubiläumsfeier entnehmen konnte. Schon am Samstag Abend hatte ein Fackelcorso durch mehrere Straßen stattgefunden, daran schloß sich ein großer Festcommers in der „Stadt Pfungstadt". Der zweite Tag brachte Morgens den Empfang der zahlreich angemeldeten Festgäste, bann Mittags eine Corsofahrt und endlich das große Wettrennen auf der prächtigen, dem Club gehörigen Rennbahn am Carlshof. Eine außerordentlich große Menschen- menge hatte sich zu dem Rennen eingefunden und folgte dem Verlauf der einzelnen Sportskämpfe mit regstem Interesse. Mit der Aufzählung der einzelnen Rennen und ihrer Ergebnisse will ich Ihre Leser nicht belästigen, nur sei bemerkt, daß Herr Fritz Opel aus Rüsselsheim ganz glänzende sportliche Leistungen vorführte und sich unter jubelndem Beifall des Publikums mehrere Preise, darunter den Hauptpreis des großen Jubiläumsfahrens, holte. Am Abend fand dann noch eine interne Nachfeier im Saalbau statt, die gleichfalls prächtig verlaufen sein soll. Besonderen Beifall sollen sich nach den Berichten der Presse die Leistungen des Kunstfahrerquintetts vom Hanauer Radfahrverein „Vorwärts" errungen haben. Zwei Mitglieder desselben halten übrigens schon am Nachmittage beim Rennen staunenerregende Kunststückchen ausgeführt. Ein solenner Festball beendete die Feier, erst am die Abschätzung der Flurschäden. Für ihre Thätigkeit in Flurschadenangetegenyeiren oe- Das Grotzherzogliche Kreisamt Gietzeu nahme^bei der^Abschätzung gehört zu Ihren Pflichtgeschäften. Theil. Gießen, den 18. August 1893. Betr.: Die Herbstübungen der Großh. (25.) Division; hier zeige« die aller Welt bekannten Thatsachen. Nicht nur die Bildung von landwirtschaftlichen Creditvereinen und Genossenschaften zu gemeinsamem Bezug von Rohstoffen, namentlich von Dungmitteln und Samen, hat einen erstaunlichen Umfang gewonnen, sondern auch die auf dem Gebiete deS Handwerks und der Industrie mit so großen Schwierigkeiten und Hindernissen umgebene Form der Productivgenossenschast hat in der Landwirthschaft zu den schönsten Erfolgen geführt. Oder will Jemand befreiten, daß die Molkereigenossenschaften ganzen Landstrichen zum größten Segen geworden sind? UederauS lehrreich war das in der Stuttgarter Versammlung entwickelte Bild von der großartigen Entwickelung, welche das landwirthschastliche Genossenschastswesen in Württemberg im Laufe zweier Jahrzehnte genommen hat, lehrreich besonders deshalb, weil man es dort ganz überwiegend mit einer Bevölkerung von selbstständigen Bauern zu lhun hat. Der Großgrundbesitzer als solcher hat an dem Genossenschaftswesen naturgemäßen geringes Interesse- überall aber, wo die Verhältnisse ähnlich liegen, wie in Württemberg, kann das Beispiel dieses Landes nicht genug empfohlen werden. Je umfassender und träftiger die landwirthschaftlichen Genossenschaften sich entwickeln, um so vielseitiger wird auch ihre Fruchtbarmachung für die verschiedensten Zwecke werden. Die in Stuttgart angenommenen Resolutionen über die Verwerthung der Genossenschaft zur Erzielung eines rationellen Viehverkauss, zur Viehversicherung, zum gemeinschaftlichen Butterverkauf sind Fingerzeige dafür. Möge die Zuversicht, welche die Stuttgarter Versammlung beseelte, eine gute Vorbedeutung für den weiteren segensreichen Fortgang des Genossenschaftswesens sein! • Marburg. 7. September. Pf erdemarkt. Ein Ehrentag für die Landwirthschaft, insbesondere für die Pferde- zücht treibenden Bewohner unserer Umgegend war der heutige, der Tag des zweiten Marburger PferdemarkteS. War auch daS Wetter vom frühen Morgen ab kein besonders günstiges, so war doch der Besuch ein überraschend zahlreicher und trotz strömenden Regens bildete der Kämpsrasen, sowie der geräumige Platz deS HolzmagazinS den Sammelpunkt einer aus Nah und Fern herbeigeströmten großen Anzahl der am Markt Jnteressirten, sowie vieler Neugieriger. Daß fast sämnttliche Biehstände von Pferden überfüllt waren, dürfte wohl nicht wundern, wenn wir berichten, daß die Zahl der angetrtebenen Pferde die enorme Höhe von 263 erreichte. Die Mehrzahl derselben vertheilten sich auf Arbeitspferde und Fohlen, und wenn auch Prachtexemplare von LuxuSpferden in nicht geringer Anzahl feilgeboten wurden, so muß es doch füi einen Pferdekenner eine wahre Befriedigung gewesen fein, zu sehen, daß angesichts des im allgemeinen prachtvollen Pferdematerials der Aufschwung der Pferdezucht in hiesiger Umgegend tm erfreulichen Fortschreiten begriffen ist. Wie nach alledem (13 1148 -- allua Ca: I wieder em. ^orzü£ jedoch ununterbrochen fotibaucrn können. Z. tu« ein sich ihm der auS VI -Mir hieb und war in Gefahr zu verbluten- neben ihm lag preußischer Landwehrmann, Fritz Grothe, der nahm des Feindes an, verband ihn notdürftig und rettete das dahinfließende Leben. DaS vergaß er seinem Retter, Schlossergeselle in Berlin war, niemals; er hals ihm oft Ich erwürgte eS wie seine Mutter. Dann ' Smr russischen Grenzposten bemerkt und durch Schüsse zurückgetrieben, erst io der drittw Rächt überschritt er unbemerkt die Grenze und brachte die Pferde ihrem hocherfreuten Besitzer zurück. * Eine couragierte Wienerin. Dom St. Wolfgang- See wird folgende wackere Thar einer pingen Dame auS der Donaustadt berichtet: Drei Ehepaare und ein Bürger« mädcken auS Wien fuhren kürzlich gegen 9 Uhr Abend» über den See. Auf halber Fahrt bemerkte man, daß der Lahn sich allmählich mit Wasser füllte. DaS Entsetzen war groß. Der Fahrmann erklärte kaltblütig, daS Boot müßte entlastet werden, sonst garantiere er für nichts. Da erhob sich die junge Wienerin und ohne ein Won zu sagen, sprang sie in den See. Man warf ihr auS dem Kahn ein Seil zu und sie befestigte sich an demselben und legte schwimmend die zwei Stunden lange Strecke bis zum Ufer zurück. Alle anderen Insassen des Kahnes wären ohne den Muth und den Hoch- sinn des Mädchens rettungslos verloren gewesen. * Gute Kameradschaft bis zum lobe hat der einstige hannöversche Cavallerift Oslo gehalten. In der Schlacht bei Langensalza 1866 erhielt er einen furchtbaren Kopsd, "wool», der seiner Eltern zurückgekehrt, habe am Samstag Connitte» se'ne Schwester spazieren geführt und fei cm Nachmittag eit Freunden hmauS nach Pleasant Ballet) gefahren, bireci über die von ihm zwölf Stunden vorher im Fluß verrenkte, Leichen seiner Opfer binroeg, und er habe sich dort in dem Blatz ichen Parke, kaum einen Steinwurf von der Stätte seiner Bluttbat entfernt, bis zur späten Abendstunde in luftiger Gesellschaft omüfrrt! Nachdem der Unmensch dieses Geständniß abgelegt hatte, ging er sorglos zur Ruhe. Scharff Hane ieit elf Iabren eine Vertrauensstellung in dem Tabak- EngroS Geschäfte seines OnkelS Nic. Simon inne, und dieser hatte ihm mit Enterbung gedroht/ »tnn er nicht feine Maitressen, witthschast bald aufgebe. Die Prachtliebe der Kaiserin Zasesiie. In einer interessanten Studie über Josefine Beaudarna S, welche da» sand ich erst nach längerem Suchen einen Strick und einen Stein, band und beschwerte die Leichen, lud sie auf den bereit stehenden Kahn und fuhr zur Mitte deS Flusses, wo ich sie über Bord warf. Ich hatte geglaubt, die Leichen würden nie wieder an das Tageslicht kommen." Scharff hat auch gestanden, daß er feine Frau ermordet habe, weil er sie auf andere Weise nicht habe loS werden können. Nachdem er die That vollführt habe, fei er in bad Heim I °-.R J Fi ltherrscher — allerdings vergebens — an sich zu fesseln suchte: „Die Kaiserin pflegte täglich vier b,S sechs Mal von Kops bis zu den Fußen Totleite zu wechseln. Alle SMeiber, die keinen erheblichen Werth repräfentirten, keine sogenannten „Eurkleider" waren, bienten dloS zu einmaligem Gebrauche. Die Kaiserin brauchte wöchentlich vier Dutzend seidener Strümpfe während ter Sommerszeit, und zwei Dutzend Seiden- und drei Dutzend feinster Wollenstrümpfe während de» Winter» auf, ferner wöchentlich drei Dutzend Paar Schuhe und eben so viele Dutzend Handschuhe, da beide nur je einmal von ihr getragen wurden. Sie benützte nie einen gewaschenen Strumpf, diese Gewohnheit allein erklärt den überraschend starken Eon um. Der Spitzenbesatz für jedes ihrer Hemden kostete die Summe von zweihundert Franc». Bon drei Monaten zu drei Monaten ließ sie ihren Schmuck neu fassen, auch tauschte sie Der- schiedeneS davon gegen neues Geschmeide um. Bier Mal im Jahre wurden in ihren Appartement» die Teppiche, gepolsterten Möbel und das Tafelgeschirr erneuert. Ihr Morst all enthielt sechsunddreißig Pferde zu ihrem persönlichen Gebrauche, ferner halte ihr Stallmeister den Auftrag, allmonatlich zwölf dieser Thiere gegen andere umzutauschen, infoferne diese mehr der Farbe, welche die TageSmode vorschreibt, entsprechen sollten. Einmal monatlich erhielt die gelammte Dienerschaft neue Livröen und wurden die abgelegten Kleider der Keiferin unter ihre Ehrenfraulein» venheilt. Mehrere eigens zu diesem Zwecke conftruirte Fontaine«, enthielten wohlriechende Wässer — deren Borrath jederzeit einen Werth von zwölftausend Franc» repräfentirte — und zwar um auf jeweiligen Wunsch dem Bade der Kaiserin beige- mengt ^u werden." * Ein praktisches Verfahren zar Erlernung netter Sprachen ist in vielen holländischen Schulen und Pensionaien in Gebrauch. Zu Beginn jeder Woche erläßt der Director oder Ordinarius die Bekanntmachung: „In dieser Woche bars nur französisch — oder englisch ober beutsch — gesprochen werben, bei Buße von . . . Cent», die von der Wochen- anleihe jedes Schülers erhoben werden." Gleichzeitig wird — bte Holländer sind geborene Kaufleute — das Ertragniß der veraussichtlichen Geldbußen an den Meistbietenden öffentlich versteigert. Der meistbietende Schüler muß ben Betrag sofort in eine für gemeinschaftliche Zwecke, Vergrößerung der Schulbibliothek u. bgl. bestimmte Kaffe zahlen, unb wirb auf diese Weise Aufseher über seine Mitschüler. Um fein Geld wieder zu bekommen und einen möglichst großen Gewinn zu erzielen, wird er unbarmherzig alle zur Anzeige bringen, die eine andere, als die gerade obligatorische Sprache sprechen. In weniger alfl Jahresfrist sprechen die Schüler zwei ober drei fremde Sprachen mit hinlänglicher Fertigkeit, um auf Reisen oder beim Geschäftsverkehr damit au-zukommen. Die folgenden Jahre sind dem grammatikalischen Studium dieser Sprache gewidmet, immer unter Anwendung de» nämlichen System», so daß die Schüler beim Verlassen der Schule die fremden Sprachen nicht nur theoretisch unb schriftlich, sondern auch mündlich beherrschen. zu retten, nicht selten kommt es jedoch auch zu erbitterten Kämpfen zwischen Grenzsoldaten unb Schmugglern. Auf der deutschen Seite sind in einer Entfernung von etwa 4 Kilometern je zwei Grenzausseher ftationirt, welche abwechselnd aus Schmuggler zu fahnden haben, außerdem befindet sich in ben größeren Ortschaften, etwa 10 Kilometer voneinander entfernt, ein Grenzgenbarm, welcher fein Augenmerk hauptsächlich auf russische Ueberläufer unb Auswanderer zu richten ha«. Wegen der in Rußland herrschenden Cholera sinh^die Grenzbeamten augenblicklich noch durch ben größten Tyeil ber irgend abkömmlichen Gendarmerie von Ost- unb West Preußen verstärkt. Da bte Forstverwaltung cö ben Anwohnern gestattet, ihr Bieh in ben ausgedehnten Waldungen längs der Grenze zu weiden, weil besonders die Schweine eine Menge dem Forst schädlicher Insekten aus dem Boden h^roorwühlen unb unschädlich machen, unb sogar für die Viehherden eigene Hirten anstellt und besoldet, so kommt eS häufig vor, daß einzelne Thiere sich verlaufen und über die Grenze gerathen. Die Wiedererlangung solcher Ueberläufer ist auf rechtlichem Wege mit großen Weitläufigkeiten verbunden. Daher wird oft zu den bequemem Mittel des Schmuggels gegriffen. Als kürzlich zwei Pferde eines Försters sich über die Grenze verlaufen hatten, erbot sich ein Russe, sie für den gewöhnlichen Lohn von fünf Rubeln wieder herbeizuschaffen. Zweimal mißlang der Versuch, immer wurde er von ben vorauSzusehen war, gestaltete sich benn auch der Handel zu einem äußerst lebhaften, zu einem für Käufer unb Verkäufer recht ersprießlichen. Angekaust wurden ungefähr 40 Pferde, ein gewiß günstiges Resultat. Auch für Zuschauer fand sich somit genügend Stoff zur Unterhaltung und die auf dem Kämpfrasen stattfindenbe Vorführung der in Handel stehenden Pferde wurde von Hunderten umstanden. Der Markt überhaupt brachte in jeder Hinsicht ben gewünschten Erfolg und auch ber Absatz ber noch vorräthigen Pferde-Loose, deren Verkauf um 2 Uhr geschlossen wurde, ging flott von statten. Den Schluß de» Marktes bildete die von 4 Uhr ab statt- findende Derloosung, welche manchen Marktbesucher noch mit einem schönen Gewinn beglückte. * Der Schmuggel an der msfischen Grenze. Don der Art, wie ber Schmuggel auSgeführt zu werden pflegt, giebt der Graudenzer „Gesellige" ein anschauliches Bild. Nachdem die Stellung der russischen Grenzposten genau au»» gekundschaftet ist, überschreiten in dunkeln unb stürmischen Nächten die Schmuggler, ein Traggerüst mit etwa 50 Pfund Schleichwaare auf dem Rücken, die Grenze an Stellen, an denen auf beiden Seiten dichter Wald sich befindet. Voran gehen einige Leute ohne Gepäck al» Kundschafter, dann folgt ber Haupttrupp in einer Stärke von acht bi» zwölf Mann. Sind sie unbemerkt hinübcrgekommen, so ist damit noch nicht alle Gefahr beseitigt. Die Waaren werden vorläufig in geheimen Schlupfwinkeln in einem nahen russischen Dorfe untergebracht,- in den nächsten Nächten müssen dann noch zwei weitere Grenzlinien überschritten werden, welche in Zwischenräumen von einer Meile entfernt liegen und von denen die eine gleich ber Hauptlinie auf der ganzen Strecke mit Posten von russischen Grenzsoldaten, die andere jedoch mit Zollbeamten besetzt ist. Erst wenn alle drei Linien glücklich überschritten, sind sie in Sicherheit, und der Schmuggler kann sich seines Lohnes, fünf Rubel für jede Reise, freuen. Die Händler, welche die Schmuggler auSrüsten, machen natürlich das beste Geschäft, denn der ben Schmugglern bezahlte Lohn steht in keinem Verhältnisse zu den mit diesem Handwerk verbundenen Gesahren. Die Grenze ist namentlich auf russischer Seite stark beseht, aus ber ganzen Strecke erblickt man in kurzen Entfernungen die russischen CorbonS, eine Art kleiner, au» Holz erbauter unb mit Gttoh ober Schinbeln bedeckter Casernen. In biesen befinben sich em Capitän ober ein Wachtmeister mit etwa 20 Mann Besatzung, sowie einigen Pferden, von hier auß bezieht ber russische Grenzsoldat feinen Posten. Oft hören bie an ber Grenz^Wohnenden in ber Nacht drei Schüsse, bas gewöhnliche Alarmsignal ber Grenzposten, ein Zeichen, baß ein Schmugglerzug entbeeft warben ist. In solchen Fällen werfen bte Schmuggler gewöhnlich ihre Waare von sich unb suchen sich durch bie Flucht bc» wirklich Funftliebenben Publikum» ist diese Neuerung, die nöthigen Falles hoffentlich in Kraft tritt, mit Freuden zu begrüßen. Sonst hätte ich Ihnen aus dieser Woche noch zu melden, daß ein Mitglied des ReinerS'schen Sommertheaters, Herr Fritz Schröder, sich am Montag mit einer wohlgelungenen Reutervorlesung vom Publikum verabschiedete. Der strebsame Künstler fand lebhaften Beifall unb wirb in Darmstabt in gutem Angebenken bleiben. Arn Mittwoch fanb im Saalbau bie MoiiatSversammlung dcS Gartenbauvereins, verbunben mit einer wohlgelungenen, nUcrbing» nur kleinen Ausstellung statt, bie verdiente Be- achumg und Anerkennung fand. Dann wäre noch zu berichten, daß am letzten Sonntag auch ein wohlgelungener Familien- aufiflug des OdenwaldclubS ftattgefunben bat, ber unter -'lmttch zahlreicher Belheiligung sehr schön verlaufen sein soll. Die Thcilnehmer sichren nach Auerbach an ber Bergstraße unb versammelten sich nach einem Spaziergang in bie prachtvolle Umgebung im altbewährten Gasthaus „zur Krone", um bort ein paar Stunben in geselligem Beisammensein zu verbringen. Natürlich wurde zum Schluffe getanzt, bann ging» nach ber Resibenz zurück. Endlich bleibt noch bie Sedan- feier de» Evangelischen Arbeiter und Handwerkervereins vorn vergangenen Sonntag zu erwähnen, bei der Herr Hosprediger Ehrhardt den Festvortrag sreundlichst übernommen hatte. Patriotische Ansprachen, Borträgc unb Lieder verschönten die kleine Feier. Dann dürste e» Ihre Leser vielleicht inten essiren, zu erfahren, daß die schon lange geplanten baulichen Deränderungett im städtischen Saalbau. die sich als dringend nothwendig gezeigt taben, schon in nächster Zeit begonnen werden sollen. Die Benutzung der Haupträumlichkeiten wird 11 ‘On ßcfkj gilt ohni Ian 2) M aui fd kii 8) id M 3d SitBt großer Noch, unb als er kürzlich in WieSbaben starb, setzte er ihn zu seinem Erben ein. „Nur einen Stein auf mein Grab setze mir, und Deinen unb meinen Namen darauf!" bat er. * Eine eigenartige Sommerwohnung hatte sich ein Bettler zu verschaffen gewußt, der die Ortschaften der Umgegend von Königsberg in Preußen heimsuchte. Obgleich die Gendarmen den ganzen Sommer hindurch auf ihn fahndeten, war es nicht möglich, den schlauen Stromer zu fassen, trotzdem er bettelnd von Ort zu Ort zog. Er war eine allgemein bekannte Person, und um seines originellen Wesen» willen besaß er die Sympathien vieler Landbewohner, so daß er außer Eßwaaren auch vielfach noch baare» Geld erhielt. Kürzlich ritt nun ein Gendarm von Seefeld nach Marienhof und verfolgte hierbei einen am Fuße des Galtgarben sich hinziehenden Nebenweg. Plötzlich fielen ihm zwei Hunde auf, die vor einem dichtverzweigten großen Linvkibaurn standen nnd mit erhobenen Köpfen wüthend bellten. Der Beamte umritt den Baum unb bemerkte auf der dem Wege entgegengesetzten Seite besselben im Stamme angelegte Steigesprossen unb als er nun zwischen dem Geäst emporblickte, auch einen Menschen, der in einem zwischen zwei Aesten eingerichteten „Lehnstuhl" saß und — „tafelte". Der Beamte merkte sofort, baß er die „Wohnstätte" deS lange gesuchten Bettlers gefunden hatte unb gebot Letzterem, herabzusteigen, waS biefer aber nicht that. Der Gendarm zog hierauf den Revolver, und jetzt erst bequemte sich der Mann, aus seiner luftigen Wohnung niederzusteigen, so daß nun seine Verhaftung erfolgen konnte. AIS man die sonderbare „Wohnung" untersuchte, fand man dieselbe recht sorgfältig hergerichtet; von Brettern war ein Fußboden hergestellt, ebenso eine dichte Decke, und an drei Setten waren Aeste so dicht durcheinander geflochten, daß weder Sturm noch Regen hier etnbringen konnten. In bem „Stuhl" schlief ber Mann unb unter bemselben befand sich bie „Speisekammer", in welcher die erbettelten Sachen aufbewahrt wurden. Der Mann hatte unter dem Blätterbach den ganzen Sommer über gewohnt. * Bitte Ur -Ur- Großmutter! Gewiß ein seltener Fall, der gegenwärtig in Aussig an ber sächsisch - böhmischen Grenze einmal eingetreten ist. Die daselbst noch bei bestem Wohlbefinden lebende Frau Nasty ist Ur-Ur-Großmutter geworden, indem ihr in Amerika lebendes Urenkelkind in diesen Tagen von einem gesunden Mädchen, der Ur-Ur-Enkelin entbunden wurde. * Milwaukee, 5. September. Entsetzen hat hier dir Mordtbat eines sehr beliebten unb bekannten Deutschen, deS 25 Jahre alten Gustav Scharff, erregt. Scharff unterhielt seit zwei Jahren ein intime« Verhältniß zu ber Wittwe DouglaS, bie auch unter dem Namen Dille King bekannt war. Die Frau brang auf Ehelichung, der Mann fträubte sich, gab aber schließlich nach, al» Frau Ollie sich Mutter fühlte. Vor bem Friedensrichter wagte Scharff aus Rücksicht auf seine Mutter, Schwestern unb gesellschaftliche Beziehungen bie wirklichen Namen nicht anzugeben. Er richtete der Frau und ihrem Kinde eine Wohnung an ber Hauptstraße der Stadt ein, machte dort tägliche Besuche, verbrachte aber die Nächte unter dem Dache des Elternhauses. Am vergangenen Samstag lud er Frau unb Kinb zu einem Ausflug ein unb die letzcren würben von ihrem Hausgenossen nie in heiterer Stimmung gesehen, als bei ben Rüstungen zu biesem AuSfluge, der mehrere Tage bauern sollte. In ber Nahe ber Restaurationslocale von Pleasant Valley ließen sich bie Ausflügler im Grase nieber, unb waS bann weiter geschah, hat Scharff selbst vor bem Untersuchungsrichter mit folgenbcn Worten erzählt: „Ich tänbelte mit meiner Frau, baß kleine Mädchen befand sich spielend in kurzer Entfernung von un». AIS ich mich zur Ausführung meines MordplaneS enischlossen hatte, hielt ich erst nach allen Seiten Umschau. AllcS war ruhig. Ich näherte mich der im Grase ruhenden Frau, erfaßte sie mit starkem Griff bei ber Kehle unb erwürgte sie. DaS Kinb schaute zu, unb glaudenb, ich tänbelte mit ber Mutter, blieb e» ruhig. Nachbcm ich mich vergewiffert, baß Ollie eine Leiche war, fiel mir ba» Mädchen soeben erschienene Helt ber „W iener Mode" enthält, finden sich folgende Angaben über bie Pmchtanstalt, durch welche bie Kaiserin den De! MIIK KklUB bCÄWLX frteHill i Han JeanE Ban M Literatur unö Knnft — »Neueste Erfindungen und »rfabrunatn' auf bar Gebieten der practtschen Lechnck, Elecuoiechnik, der Gewerbe, Industrie, Chemie, der Land- und Hauswlrthschast rc. (A. Oartkbrn» Verlag in Wien). Pränumerationsprei» ganzjährig für 13 Hefte franco 7.50 Mark. Einzelne Üefte fflr 60 Pfg. in Briefmarken. — Diese gewerblich technische Zeitschrift, welche bereit» im zwanzignm Jahrgange erscheint, verfolgt nur rdn praktische Zwecke Die Mitarbeiter sind nur Männer der Praxi», welche am besten die wirklichen Bedürfnisse der Techniker unb Jndustrielloi zu ermessen verst A tinti da; r kNthal! ’? d-rzed«, ^Me täglich ™lt’ 8(n( ktf« brautl| to^xtnb drei Dntzv ‘5 fern« ,cn |o bitlt euer Lprchi naitn in 0c Dnector obtt Woche t«| - gesprochen her Mofan- chzeili^ rovrt itenden ösfem- § den Belisz größerung der und wird ans Im fein Geld n Gewinn ju bringen, die che sprechen. !T M oder kit| um oui tommtn. Du Studium des näml >n Schule dir stlich, sondm , Stobt S!°rd- tonbern auirtl«ta * °crft-bm infhuctW^ alle F-Mritte sr> Bekanntmachung, betreffend: Die Herbstübungen der Großh. Heff. (25.) Division. Im Auftrage Großh. Kreisamts Gießen bringen wir das nachstehende Du-schreiben dieser Behörde mit dem Anfügen zur Kenntniß der Grund. Lesitzer der hiesigen Gemarkung, daß die durch Zuschauer verursachten Schäden aus der Militärkaffe nicht ersetzt werden. Gießen, den 19. August 1893. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. Die Eröffnung 4k meines Weiß-, Kurz- und Wollwaaren-Geschäfts 10 Mäusburg- 10 Mäusburg 10 A. Schuster 7391 7146 en gras KWMlkliulikil-HuMW Carbolineam D. R.-P. No 460 15 Westanlage 15 5270 Andr. Euler 6615 Natürliches ^0, Taunus-Brunnen vormals I. Friedrich, Hoflikferant, Groß Karben 7426] Eine gebrauchte StLhmaschine (gut nähend), billigst zu verkaufen- Bahnhofstraße 2 (Laden). Corsetten in besten Fasans, für Damen und Binder. Extra - Weiten werden nach Maß angefertigt. 3007 A. Fangmann. Bekanntmachung, betr. die Herbstübungen der Großh. (25.) Division; hier die Flurschaden. Im Laufe dieses Monats werden auf einem noch auszuwählenden Gelände bei Gießen die Hebungen der Infanterie-Regimenter Nr. 115 und 116 (verstärkt durch das Jäger-Bataillon 11) ihren Anfang nehmen und es wird sodann die 49. Infanterie Brigade bis zum 10 September auf dem betr. Felde exerciren. Sodann finden in der Zeit vom 11. bis 15 September die Brigade-Manöver der verstärkten 49. und 50. Jn> santerie-Brigaden in dem Dreieck Lich-Wetzlar-Butzbach und in dem Bezirk Butzbach-Ufingen-Friedberg—Hungen-Munzenberg und im Jean Dern & €ie K Gegründet 1881 GieSSCIl Telephon M. 21 > Filiale: Frankfurt a. M Selkphon Nr. 2002. Mützeo-MM zu sedem Anzug paffend, fertigt an A. Kretzschmar, Kürschner, 22 Marktplatz 22. (6888 Karlstadter Portland-Cement empfiehlt in frischer Waare [2270 J. Happel. 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Manöver, soweit dies überhaupt möglich ist, abzuernten und diejenigen Grundstücke, welche wahrend der Uebungen noch mit Früchten bestanden sind, sowie die vorzugsweise zu schonenden Ländereien, wozu in diesem Jahre besonders die mit Futterpflanzen bestellten gehören, durch Anbrmgen von etwa zwei Meter hohen Stäben mit Ttrohwischen schon von Weitem erkenntlich^ au machen. „ r Zur rechtzeitigen Wahrung ihrer Jntereffen machen wir die Kreis- angehörigen noch auf folgende gesetzliche Bestimmungen aufmerksam: 1) Grundstücke, deren Benutzung bei Truppenübungen gänzlich ausgeschlossen ist (Gärten, Parkanlagen, Holzschonungen, Pflanz- gärten 2c.) müssen, insofern deren Eigenschaft als solche nicht ohne Weiteres erkennbar ist, an den Enden durch hochstehende Tafeln mit Aufschrift bemerklich gemacht werden. 2) Beschädigungen, welche nicht durch die Truppenübungen, sondern auf andere Weise, besonders dadurch entstanden sind, daß die Beiheiligten das rechtzeitige Abernten unterlaßen haben, begründen keinen Anspruch auf Vergütung. 8) Arbeiten und Aufwendungen, von welchen die Jntereffenten gewußt haben, daß sie durch die Truppenübungen der nächsten Tage zerstört werden mußten, begründen einen Anspruch auf Schadloshaltung gleichfalls nicht. 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