n9 Doti (fr r ‘ ev. "fe Stiffag XS »°°! 'N un erer i J1"1 klNt «tatafc Um »,«7,tbr ä?ä-- a?:,TÄ ®f«w« »ingelbeh. Ratter Naumann ?Iyw34!£ifcX_ J» Irtiiiltki, 78/ n! Kostenanschlägen, statischen ^bauten, Fabrikant !0en non Patenten, 3g üiennarkt bet Ohm. insbesondere in HiM hi eine-Markt jutti l. I. hweive» verspricht snr biefr bitten ftäufer wie Verläusn mir noü baß bit Stäube vo& Ä W utW wM. M. itei Homberg. M n zuverlässiges Ki Nb. r chen, sow. eine Köchin en bis Mitte Znm ge- . Wo? sagt die Expcd. s Blattes. 07 ] «öehn unterjtichnrlen m 15. 3uni b. 3- dnt»»»te llt werden. „ . Ibft persönliche S-Mm und \§ über Lisöertge MM, 80m Stiuchl aui Ende tiifflit M • ^tpumbtt eine mit ZM m eime ^MPreiMchMbM SSL ständig!®1 1 ihrpla»! [arb21i. Deute | «*• st‘*l ich »^o Pf I > Prei8V°AnZeige*J * Th. Haubach, Samstag den 10. Juni Nr. 134. 1893 Der Gi-tznitr ^n,eiger erichkmt täglich. Mit Ausnahme dr» Montags. Die Girßever A>««irie« d lätter werden dem Anzeiger Wöchentlich dreimal beigrlegt. Gießener Anzeiger Generat-Wnzeiger. Vierteljähriger ASonnementrpreisr 2 Mark 20 Pfg. mit Bnngerlohn. Durch die Post bezogen 2 Mark 50 Pjg. Redaction, Expedition und Druckerei: Schulßratze IRr.7. Fernsprecher 51. Amts- und Anzeigeblntt für den Kreis Gietzen. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag» für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Corrn. 10 Uhr. Gratisbeilage: Gießener Iamilienblätter. Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzrigcr" entgegen. Amtlichem Theil. Bekanntmachung, die Reichstagswahlen betreffend. Es wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, dah an Stelle des Herrn Emil Pistor Herr Kaufmann Af. C. Heuzerlirrg dahier zum Stellvertreter des Wahlvorstehers des V. Wahlbezirks der Stadt Gießen ernannt worden ist. Gießen, den 8. Juni 1893. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. Bekanntmachung, betreffend Maul- und Klauenseuche zu Allendorf a. d. Lda. Nachdem in mehreren Gehöften und unter den Schaf- heerden zu Allendorf a. d. Lda. die Maul- und Klauenseuche festgestellt worden ist, haben wir die betreffenden Gehöfte unter Sperre gestellt und außerdem die Sperre über die Gemarkung Allendorf a. d. Lda. verhängt. Es ist hiernach die Ausführung vgn Rindvieh, Schafen, Ziegen, Schweinen nur zur sofortigen Abschlachtung auf Grund chierärztlichen Gesundheitszeugniffes mit unserer jedesmal besonders einzuholenden Erlaubniß zulässig, und es ist das Ausfahren von Rindviehgespannen aus der Gemarkung, das Durchfahren von Rindviehgespannen, das Durchtreiben von Rindviehstücken, Schafen, Ziegen und Schweinen durch die Gemarkung verboten. Gießen, den 8. Juni 1893. Grobherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. Bekanntmachung, betreffend Maul- und Klauenseuche zu Grünberg. Wegen des Bestehens der Maul- und Klauenseuche in der Stadt Grünberg muß die Abhaltung des auf 22. Juni d. I. anberaumten Grünberger Viehmarktes untersagt werden. Gießen, den 6. Juni 1893. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. Deutscher Reich. Berlin, 8. Juni. Kaiser Wilhelm wird seine diesjährige Nordlandsfahrt, wie jetzt bestimmt verlautet, in der zweiten Juliwoche antreten- nur hinsichtlich des Tages der Abreise und des näheren Reiseproqrammes sind die end- giltigen Entschließungen des Monarchen noch abzuwarten. Auf jeden Fall gedenkt derselbe vor Antritt seiner Reise den neuen Reichstag persönlich zu eröffnen. Die Gerüchte, wonach der Kaiser auf seiner bevorstehenden Erholungsfahrt noch dem dänischen Hof in Kopenhagen einen Besuch abstatten und hierbei vielleicht eine Zusammenkunft mit dem Czaren haben würde, werden aus Kopenhagener Hofkreisen als unbegründet bezeichnet. Was die widersprechenden Gerüchte über die eventuelle Theilnahme des Kaisers an der Vermählungsfeier seines Verwandten, des Herzogs von York und der Prinzessin Mary von Teck, anbelangt, so erledigen sich dieselben einfach in Hinblick darauf, daß die Vermählung am 6. Juli statt- findet, zu welchem Zeitpunkte also Kaiser Wilhelm seine große Sommerreise noch nicht angetreten haben dürfte. — Die Entscheidung in der Wahlbewegung ist endlich herangenaht, nur noch wenige Tage trennen uns von dem bedeutsamen fünfzehnten Juni. Stellte schon bislang daS Wahltreiben alle sonstigen politischen Vorgänge in Deutschland in den Hintergrund, so ist dies jetzt, im letzten Stadium der Wahlbewegung, natürlich noch mehr der Fall, der vorläufig nur die Frage nach den Ergebnissen der vor der Thür stehenden Reichstagswahlen allein interessirt. An neuen bemerkenswertheren Erscheinungen der Wahlagitation giebt es kaum mehr etwas zu verzeichnen. Zu erwähnen ist da vielleicht nur eine Erklärung hochgestellter Katholiken des Rheinlandes- die Kundgebung beklagt es, daß die Majorität des Centtums gegen die Militärvorlage gestimmt habe, und betont, Windhorst würde bei dem heutigen Stande der Dinge keine Fraction über daß Vaterland gestellt haben. Wie dieser Vorgang erneut von der Spaltung, welche durch die Mtlitärfrage in das Centrum hineingetragen worden ist, zeugt, so gilt dies auch von der am Mittwoch in Reichenbach in Schlesien stattgefundenen und sehr zahlreich besuchten Versammlung von Vertrauensmännern der katholischen Wählerschaft des Wahlkreises Reichenlsach-Neurode. Die Versammlung gab ihrem lebhaften Bedauern über die Mandatsniederlegung des bisherigen Vertreters des Wahlkreises, Dr. Porsch, zugleich aber auch ihrer Würdigung der Verdienste des genannten Abgeordneten, weiter ihrer Mißbilligung der Angriffe Ausdruck, welche Dr. Porsch wegen seiner Haltung in der Mtlitärfrage seitens eines Centrumsblattes erfahren hatte. Dann wurde beschloffen, dem neu aufgestellten Candidaten, Gutsbesitzer Konrad-Neurode, für die Abstimmung über die Militärvorlage vollständige Freiheit zu laffen. — Noch ist der neue Reichstag nicht gewählt, und schon sind vielfach Erörterungen darüber im Gange, ob vielleicht auch er im Falle einer abermaligen Ablehnung der Militärvorlage aufgelöst werden würde. Es muß als selbstverständlich angenommen werden, daß man in den leitenden Berliner Kreisen sich mit einer solchen Möglichkeit noch nicht befaßt hat. Immerhin erscheint es beachtenswerth, daß die „Nordd. Allg. Ztg." der z. B. von den „Hamb. Nachr." und der „Freis. Ztg." bekundeten Anschauung, eine nochmalige Reichstags-Auflösung würde dem Geiste der Verfassung Widerstreiten, in einem hochofficiösen Artikel entschieden entgegentritt. — Einem noch unverbürgten Gerüchte zufolge soll sich die Reichsregierung mit dem Plane tragen, zur theilweisen Bestreitung der Kosten der Militär-Vorlage ein Rohspiritus-Monopol einzuführen. Ein derarttges Project würde indessen die Militärvorlage bei den breiten Massen schwerlich populärer machen. — Zum Nachfolger des verstorbenenBischofS Karl Josef v. Hefe le von Rott en bürg i. W. ist der bisherige Domcapitular und bischöfliche Coadjutor von Rottenburg, Dr. v. Reiser, ausersehen worden. Hetiefte Nachrichten. WolffS telegr«phtsche« Korrespondenz-Bureau. Berlin, 8. Juni. Seine Majestät der Kaiser besichtigte heute beide Garde-Dragoner-Regimenter. Der Besich- ttgung wohnte auch Prinz Victor von Italien bei. Nach der Besichtigung kehrte der Kaiser mit dem Prinzen Victor an der Spitze des 1. Garde-Dragoner-RegimentS nach der Stadt zurück und folgte der Einladung der Offiziere dieses Regiments zum Frühstück im Offizierscasino. Unter den Eingeladenen befanden sich ferner der Botschafter Lanza, der italienische Mtlitärbevollmächtigte Zuccari, das Gefolge deS Prinzen Victor und der englische Militärbevollmächtigte Swaine. Der Regiments - Commandeur Oberstlieutenant v. d. Knesebeck brachte das Hoch auf den Kaiser aus, welches von den Anwesenden begeistert ausgenommen wurde. Berliu, 8. Juni. DaS Landgericht verhandelte heute gegen Ahlwardt wegen Beleidigung der Gesammtheit der preußischen Beamten, insbesondere der Justizverwaltung, begangen in einer Rede am 29. October 1891 zu Essen. Die Verhandlung war^,'bereits einmal auf Antrag der Verthei- digung vertagt zur Ergänzung der Beweisaufnahme. In der heutigen Verhandlung behauptete Ahlwardt, es habe ihm ferngelegen, der Gesammtheit der Beamten einen Makel anhängen zu wollen- er sei vielfach mißverstanden worden. Der Gerichtshof beschloß, die Sache zu vertagen, um den Polizei- commissar Gauck zu vernehmen und amtliche Auskunft über die Persönlichkeit Gaucks einzuholen. Leipzig, 8. Juni. In dem Hochverrathsprozesse gegen die Anarchisten beantragte der Oberreichsanwalt zwei bis acht Jahre Zuchthaus. Die Urtheilsverkündigung findet am Freitag um 1 Uhr statt. Füufkircheo, 8. Juni. Der Srrike ist heute allgemein. Die Direction verweigert die Zahlung deS Lohnes. Sie wollte die sonstigen Forderungen bewilligen, was aber die Sttikenden ablehnten. Die Ruhe ist bisher ungestört. Lemberg, 8. Juni. Der Dn je st er ist gefallen- bet Halicz stehen ungefähr 300 Häuser unter Wasser. Das Bistrizathal, das Solotwinzkathal mit acht Ortschaften, sowie neun Dörfer am Duwajer sind überschwemmt. Feuilleton. Der Selbstmörder. Eine erschreckliche Geschichte mit vergnüglichem Ausgange von HanS Merian. (Nachdruck verboten.) Der junge Tag schaute griesgrämig zum Fenster herein, als sich der gesttenge Herr Bürgermeister von Dribsdrill in seinem Bette zu dehnen und zu recken begann und endlich mit einem laut hervorgestoßenen langgezogenen „O—o—ah I" rmporfuhr. Die Frau Bürgermeisterin, die den Federn schon früher entstiegen, bereits in einer weißen schlotterigen Nachtjacke vor dem Toilettentisch saß und eifrig einen falschen Zopf auS- kämmte, sagte, ohne sich umzuwenden: „Na, ausgeschlafen, Alterchen? Guten Morgen!" „Morgen!" knurrte es dumpf vom bürgermeisterlichen Lager her und wieder folgte ein noch länger gezogenes und beinahe schmerzlich hervorgeftöhntes „O—o—ah!" Jetzt erhob sich die wohlbeleibte, so zu sagen etwas auseinander gegangene Frau Bürgermeister langsam und bedächtig und ihren falschen Zopf wie eine Fahne in der Hand schwenkend, trat sie an das Bett ihres Gatten. „Was hast Du, Theobald? Fehlt Dir was?" fragte sie mit besorgter Miene. „Nein, nein! Es ist nur das verdammte Bier im blauen Storchen. Wie oft habe ich den alten Rippenschneider schon gebeten, er möge doch eine andere Sorte einthun, aber mit dem ist ja nichts anzufangen. Seit zwanzig Jahren haben die Herren das Zinkenbräu getrunken, sie werdens «ach ferner trinken und alt dabei werden." Das ist alles, was er sagt, und dabei bleibt er. Ach, mein Schädel, mein Schädel!" ächzte der Bürgermeister von Neuem. Er sah wirklich bemitleidenswerth aus, der treffliche Beherrscher von Dribsdrill, wie er so dasaß und sich den einer gelblichen Billardkugel an glatter Kahlheit gleichenden Kopf rieb, an dessen Hinterer Seite nur eine einzige dünne und lange Haarsträhne betrüblich in den Nacken herab- baumclte. Sie war dazu bestimmt, bei Tage kunstvoll nach vorn gekämmt zu werden und so über die fehlende Vegetation des ehrwürdigen Hauptes wenigstens einigermaßen hinwegzutäuschen. „Warum geht ihr denn jeden Abend immer wieder hin zu dem Rippenschneider? Bleibt doch einmal weg und laßt ihn auf seinem Bier versauern, dann wird er schon gefügig werden," meinte die Fran, fich vor dem Spiegel den Zopf zurechtsteckend. Der Bürgermeister seufzte. „Du hast gut reden. Aber in dieser gottverlassenen Stadt, die ich nun seit fünfundzwanzig Jahren zu regieren die Ehre habe, gibt eö immer noch kein zweites Gasthaus, das ein Honoratiorenzimmer aufzuweisen hätte. Irgendwo aber muß man doch seinen Abendschoppen trinken, und so ist dieser langweilige blaue Storch nicht zu umgehen. DaS weiß der alte Sünder, der Rippenschneider, wohl und darauf pocht er." In diesem Augenblick klopft es an der Thür und eine hellklingende Stimme rief: „Papa! Mama! Der Kaffee steht bereit!" „Geh nur, Kränzchen, wir kommen gleich," antwortete die Frau Bürgermeisterin, indem sie fich anschickte, das Gemach zu verlassen, während ihr Gatte nun ebenfalls eilig Toilette zu machen begann. Die Haarsträhne aber verursachte ihm heute viel Mühe, sie wollte sich absolut nicht auf dem Vorderhaupte sestkleben lassen und fiel immer wieder eigensinnig nach hinten, was dem Herrn Bürgermeister das Aussehen eines trauernden Fischreihers verlieh und seine schlechte Laune in keiner Weise verbesserte. Doch endlich war auch dieses große Werk vollbracht und bald darauf saß der Herr Bürgermeister im altmodisch, aber behaglich eingerichteten Wohnzimmer und ließ sich von seiner Tochter Fränzchen aus einer blitzblank gescheuerten gelben Kaffeekanne den braunen, aromatisch duftenden Trank in die große geblümte Tasse eingießen. Fränzchen war ein schlankgewachsenes Mädchen mit goldblondem Haar und großen dunklen Augen. Sie sah thau- frisch aus wie ein Frühlingsmorgen, und wer sie beobachtete, wie sie so nett und zierlich die Eltern bediente, mußte ihr gut sei». Sogar der etwas eigenwillige Zug, der fich ihr von Zeit zu Zeit um den Mund legte, stand ihr ganz reizend. „Weißt Du schon, lieber Papa," begann sie nun, dem Vater die Butter herüberreichend, mit etwas unsicherer Stimme, „daß Ernst Rippenschneider wieder hier ist? Er hat sein Examen glänzend bestanden und wird in Berlin eine sehr schöne Anstellung erhalten." „Weiß schon, weiß schon," brummte nicht eben liebenswürdig der Bürgermeister, und während er sich mit der Hand von hinten nach vorn über das kahle Haupt strich, um fich zu vergewissern, ob die einzige Haarlocke und letzte Zier seines Denkorganes noch an ihrem richtigen Platze sitze, fuhr er, seine Tochter mit den sttengen bürgermeisterlichen Amtsaugen anblickend, fort: „Wir nehmen an und supponiren, daß eine P. T. Francisco Jrmentraut Nudelbacher, eheliche und einzige Tochter des P. T. Johannes Theobald Nepomuk Nudel« Paris, 8. Ium. Blättermeldungen zufolge gewährt Rußland für Ermäßigung der Petroleuwzölle Zoll- reductionen auf etwa sechzig Artikel, namentlich Mode- waaren, Kleider, Weine, Wollstoffe und Musikinstrumente. Belgrad, 8. Juni. Seit dem 3. d. MtS. herrscht hier ununterbrochen Regenwetter. Die Saaten find beschädigt, die Verbindungen theilweise gestört. AuS dem Innern des Landes wird UeberschwemmungSgefahr gemeldet. Depeschen des Bureau .Herold*. Berlin, 8. Juni. Der „Reichsanzeiger" führt zu den in freisinnigen Wahlflugblättern ausgestellten Behauptungen bezüglich der Militärvorlage auS, die Differenz zwischen der Forderung der Regierung und dem Zugeständniß der Freisinnigen sei nicht 11000 Mann, sondern 28 000 Rekruten; ferner stellt der „Reichsanzeiger" an Zahlen die jährlichen Einstellungen und die Stärke der deutschen Kriegsmacht gegenwärtig, sowie nach Annahme der Regierungsvorlage richtig. Berlin, 9. Juni. DaS „Berliner Tageblatt" bringt ein Kabeltelegramm aus Bagamoyo, welches Wolf einer den Victoria Nyanza verlassenden Carawane mitgab, danach war die Expedition Langheld in Umburru anwesend,- der StationSchef von Bukoba, Hermann und die am Nyanza stationirten deutschen Unteroffiziere waren alle wohl. Die Carawane machte die Reise in -der bisher kürzesten Frist von 37 Tagen. München, 8. Juni. In Anwesenheit der Mitglieder des königlichen HauseS, der Staatsminister, mehrerer Reichsräthe, einer Deputation der städtischen Kollegien, mit den beiden Bürgermeistern an der Spitze, eröffnete heute Mittag PrftH Ludwig die siebente Wanderversammlung des deutschen LandwirthschastsvereinS mit einer Ansprache, in welcher er in großen Zügen die Ziele der deutschen LandwirthschaftSgesellschaft auseinandersetzte. Staatsminister v. Freilitzsch sprach hierauf Namens des Prinzregenten dem Verein seine wärmste Anerkennung aus. ReichSrath Graf Lerchenfeld, welcher viel zum Gelingen beigetragen hat, wünschte, daß in den deutschen Staaten überall die Regierung mit der Landwirthschaft so einig gehe wie in Bayern. Oberbürgermeister Borscht bewillkommnete die Versammlung, dankte für die Wahl Münchens als Ausstellungsort und endete mit einem Hoch auf den deutschen landwirthschaftlichen Verein. Der Vorsitzende deffelben, Aich, dankte für die freundliche und herzliche Aufnahme und brachte ein Hoch auf München und dessen Bürgerschaft auS. Damit war der ofsicielle Eröffnungsact beendet und es begann hierauf die Vorführung der Pferde. Wien, 8. Juni. Die Ueberschwemmungsnach- richten aus der Bukowina, Ost- und Westgalizien lauten sehr trostlos. In vielen Orten wurden ganze Häusergruppen weggeschwemmt, außerdem wüthen heftige Hagel stürme. Der Landesausschuß beschloß Unterstützungen für die Noth- leidenden. Paris, 9. Juni. Der Verleger des „Pöre Peinard" deS Socialisten-Blattes wurde wegen Aufreizung zu Mord und Plünderung und wegen Beleidigung der Armee zu sechs Monaten Gefängniß und 1000 Frcs. Buße verurtheilt. Die Aufbefferung der Geschäftslage in Deutschland. Die Lage der wirthschaftlichen und geschäftlichen Verhältnisse ist für Deutschlands Industrielle, Kaufleute und Landwirthe und damit im Zusammenhänge stehend für die gesammte Nation in den letzten Jahren eine recht ungünstige gewesen- um so erfreulicher ist eS daher, wenn wir in der gegenwärtigen Zeit sichere Anzeichen erblicken, daß eine Aus- befferung der Geschäftslage in Deutschland stattgefunden hat. Diese Anzeichen entnehmen wir der jüngsten deutschen Handelsbilanz, vom April 1893 verglichen mit dem Ergebnisse des Jahres 1892. Daraus ergibt sich das erfreuliche Resultat, daß das deutsche Reich im April 1893 beinahe eine Million Doppelcentner an Maaren, (zumal an Getreide verhältniß- mäßig noch viel mehr), weniger vom AuSlande eingeführt hat als im April 1892. Dabei fei aber noch besonders bacher, wohlbestallten Bürgermeister zu DribSdrill und seiner Ehefrau Barbara Elifabetha Nudelbacher, geborenen von Strumm* betS, gewisse früher einmal ärgerlicherweise gepflegte Beziehungen und Relationen zu besagtem Assessor und Gasthaus- besitzerSsohne Ernst Rippenschneider nicht wieder erneuern, sondern sich stets vor Augen halten wird, waS sie ihrem Vater und ihrem Stande schuldig ist. Also merk Dir'S, mit der alten kindischen Liebesgeschichte ist'S auS! Verstanden?" „Du bist ungerecht, Papa, Du beurtheilst ihn und mich falsch . . ." begann Fränzchen mit leiser, aber fester Stimme. „Theobald, bedenke doch —" wollte die Mutter der Tochter zu Hilfe kommen. Aber der gestrenge Gatte und Vater schnitt beiden die Rede ab: „Nichts da! Keine Auflehnung gegen die Obrigkeit! ES bleibt dabei! Habe übrigens diese meine Meinung dem besagten Mossiö Rippenschnetder junior schon gestern Abend im blauen Storchen, als sich derselbe mit allerlei liebenswürdigen Redensarten bei mir insinuiren wollte, klar und deutlich dargethan. Du aber, Alte, mische Dich nicht in meine Verordnungen, Befehle, Publikationen und Refcrip- Honen." Damit schob der Herr Bürgermeister rasch daS letzte Stück seiner Frühstücksstulle in den Mund, trank die Taffe leer und verließ mit dröhnenden Schritten das Zimmer, um sich in seine Amtsstube hinab zu begeben, während die beiden Damen in sehr niedergedrückter Stimmung zurückblieben. (Fortsetzung folgt.) hervorgehoben, daß sich nicht nur im April, sondern überhaupt seit Beginn des Jahres die Einfuhr fremder Maaren, zumal fremden Getreides, MehleS u. f. w., in Deutschland um mehr als drei Millionen Doppelcentner vermindert hat, also eine ganz gewaltige Geldsumme dem Baterlande erhalten blieb. Am meisten ist dieses günstige Resultat der guten vorjährigen Getreideernte zu verdanken, denn während in Folge der Mißernte im Jahre 1891 vom Anfänge des Jahres 1892 bis 1. Mai 1892 noch gegen 17 Millionen Doppelcentner an Getreide und landwirthschaftlichen Producten nach Deutschland eingeführt worden, sind in den ersten vier Monaten deS neuen Jahres nur 9 Millionen Doppelcentner eingeführt worden. Mehr als im vorigen Jahre wurde dagegen in Deutschland Baumwolle, Wolle, Seide, Hans und Flachs eingeführt, welche Prodncte aber doch zumeist für die Fabriken bezogen wurden, also aus eine Aufbefferung in der Industrie und im Export schließen lassen. Thatsächlich hat sich nun auch der deutsche Ausfuhrhandel bedeutend gehoben, denn im April 1893 sind von Deutschland circa drei Millionen Doppelcentner an Waaren mehr an daS Ausland verkauft worden als im April 1892 und feit 1. Januar 1893 ist die deutsche Ausfuhr sogar über 7 Millionen Doppelcentner gestiegen. Die Geschäftslage in Deutschland hat sich sonach in doppetter Hinsicht gebessert, indem sich die Ausfuhr deutscher Waaren um circa 12 pLt. gehoben, die Einfuhr fremder Waaren aber um 3*/t Procent vermindert hat. Sitzung der Stadtverordneten am 8. Juni 1893. Anwesend: Herr Oberbürgermeister Gnauth, die Herren Beigeordneten Georgi und Grüneberg, von Seiten der Stadtverordneten die Herren Adami, Brück, Emmelius, Flett, Habenicht, Heß, Helfrich, Heyligenstaedt, Homberger, Keller, Löber, Dr. Ploch, Schmall, Simon, Dr. Thaer, Vogt und Wallenfels. Vor Uebergang zur Tagesordnung macht Herr Oberbürgermeister Gnauth Mittheilung von dem Eingänge einer an die Stadtverordnetenversammlung gerichteten Einladung zu der vom hiesigen Radfahrverein am 17. und 18.Juni veranstalteten Einweihung der Wettfahrbahn. Die von Frau Eommerzienrath Noll Wittwe nachgesuchte Erlaubniß zur Anlage einer Vorrichtung zum Wasser- schöpfen in der Wieseck wird unter der Bedingung auf Widerruf gegeben, daß durch die geplante Vorrichtung der Wasserlauf nicht gehemmt und eine jährliche Anerkennungsgebühr von 40 Psg. entrichtet wird. DaS in der Sitzung vom 12. Mai d. I. wegen Nichteinhaltung der Baufluchtlinie beanstandete Baugesuch des Herrn H. Schmall für die Grünbergerstraße lag der heutigen Stadtverordnetenversammlung in veränderter Fassung vor. Danach verpflichtet sich der Gesuchsteller nunmehr, den geplanten Anbau zwischen seinem und dem Schäfer'schen Hause, sofern ihm das Bauen in der alten Baulinie gestattet wird, zu entfernen, falls derselbe durch elementare Ereignisse schwer beschädigt werden würde, event. würde sich der Gesuchsteller mit der Genehmigung zur Errichtung des Anbaues in der neuen Baufluchtlinie begnügen. Es wird aus Antrag der Baudeputation beschlossen, das erste Gesuch nicht zu befürworten, das zweite aus Grund des § 28 deS Ortsbaustatuts zu beanstanden. Die Baudeputation ging bei Stellung ihres Antrags von der Ansicht aus, daß die in dem Gesuch erwähnte Beschädigung durch elementare Ereignisse schwerlich eintreten, somit ein dauernder Mißstand geschaffen werde, anderntheilS habe die Gestattung des Anbaues nach der neuen Baufluchtlinie ästhetische Bedenken, weil zwischen dem Dache desselben und demjenigen des alten HauseS jede orgdnische Verbindung fehle. DaS ebenfalls der Versammlung bereits vorgelegene, zwecks DiSpensertheilung erneute Gesuch des Herrn Buchhändlers Otto Roth um Erlaubniß zur Errichtung eines zweistöckigen Lagerhauses im Anschluß an ein bereits bestehendes mit Heizvorrichtung versehenes Gebäude wird nicht befürwortet ; die Versammlung beharrt nach Antrag ihrer Deputation aus Ausführung deS geplanten Anbaues in Massivbau, an Stelle des beabsichtigten Fachwerkbaues und sieht in der geltend gemachten rascheren Austrocknung des fragl. Gebäudes, selbst wenn sie von der Feuergefährlichkeit der zum Lagern bestimmten Gegenstände (Bücher und Bilder) absehen würde, keinen Grund, den DispenS zu befürworten. Herr Heinr. Winn beabsichtigt zwischen dem Leih- gesterner Weg und der Heyligenstaedt'fchen Eisengießerei eine Feldscheuer zu errichten. Es wird die ausnahmsweise Genehmigung befürwortet, weil die Scheuer auf einem außerhalb deS Ortsbauplanes befindlichen Gelandetheil errichtet werden soll, die widerrufliche Genehmigung deshalb, weil man sich sichern will für den Fall, daß bei Einbeziehung deS bezeichneten GeländetheilS in den Ortsbauplan die Scheuer ein Hinderniß bilden sollte. Nach dem Bericht deS Stadtbauamts werden nach Fertigstellung der Häuser in der verlängerten Garteuftraße die Entwässerungsanlagen deS unteren Thells bis zur Wieseck unzulänglich, weil die Eanalrohre nicht tief genug liegen und eine zu geringe Weite haben. ES wird sonach die Anlage eines neuen Straßensiels behufs Entwässerung aller zwischen Wieseck und Schiffenberger Weg gelegenen Hoftaithen der Gartensttaße beantragt. Veranschlagt ist .diese Anlage, bei welcher Rücksicht aus die Angliederung an eine Schwemm- canalisation genommen ist, zu 4300 Mk. Es werden Plan und Kostenvoranschlag genehmigt und beschlossen, die Frage wegen etwaiger, in dem OttSbaustatut allerdings bisher noch nicht gewahrter Heranziehung der Anlieger zu den Kosten offen zu halten- deS Weiteren soll eine Anerkennungsgebühr für die auf Widerruf erfolgenden Häuseranschlüsse von den Betheiligten erhoben werden. Bet dem Bau deS Feuerlösch-Geräthe-HauseS auf dem Brand hat sich infolge deS Umstandes, daß mit der Fundamentirung bis zu 3 Meter tiefer gegangen werden muß, die Frage einer Unterkellerung deS GerächehaufeS ergeben- Wegen der sich an daS GcräthehauS anschließenden Marktlauben wird sich daS Bedürfnis nach Kellerräumen von selbst ergeben und hat deshalb daS Stadtbauamt die Anlage von Kellern mit einem Mehraufwand von ca. 3000 Mk. beantragt. DaS für die Kellerraume nöthige Licht soll diesen durch Anlage von Lichtschächten von der Hofseite auS zugeführt werden. Außerdem ist beantragt worden eine veränderte Fenfter- anordnung für den über den Gerätheraumen befindlichen Saal- dadurch soll letzterer von außen mehr als Saal (Ausstellungsraum) gekennzeichnet werden und eine bessere Belichtung erfahren. Die Versammlung erhebt die gestellten Anträge zum Beschluß. Nach Mittheilung der Gr. Oberförsterei sind alS Erlös für die im WirthfchaftSplan der städtischen Waldungen für 1894,95 vorgesehenen Holzsällungen Mk. 77 497 gegen 73 575 Mk. vorgesehen, und wird ein durch- schuitilicheL günstigeres Ergebnis auch deshalb in Aussicht gestellt, weil mehr Bau- und Nutzholz als Brennholz gefällt wird; u. A. werden sich 1061 Ebm. Eichenschwellen ergeben. Für Waldculturen sind 2755 Mk., für Wegbauteu 4880 Mk. vorgesehen. In Betreff der kürzlich an die Gemeinden erlaffenen Bekanntmachung wegen Abgabe von GraS- und Futter- trautem aus den Waldungen hat die Landwinhschaftliche Commission in Rücksicht darauf, daß fpeciell von den Em- wohnern GießenS ein umfassender Gebrauch von dem Entnehmen der bezeichneten Futterartikel nicht gemacht werden wird, beantragt, solche auch an die Bewohner der umliegenden Ort« schäften abzugeben. ES wird beschlossen, an Gr. Oberförsterei diesbezügliche Mittheilung ergehen zu lassen. Cocalti unb provinzielle». Gießen. 9. Juni 1893. ** Sitzung des Schwurgerichts der Provinz Cbetbeflew am 7. Ium 1893. Zur Verhandlung kommt die Strafsache gegen Heinrich Döring von Windhausen wegen MemeidS. Die Anklage vertrat der Großh. Staatsanwalt Clement; vertheidigt wurde der Angeklagte von Rechtsanwalt Dr. Fuhr. Als Geschworene wurden auSgeloost die Herren Georg Seum II., Gcmeindecechner Greb, Wilhelm AlthauS, Wilhelm Conrad Görlach, Erich Wasserschleben, Chrtfloph Schwalb VIII.. Heinrich Korell, Heinrich Hofmann VIII., Jacob Wilhelm Bender, August GroS, Johannes Carle II. und Wilhelm Jehner. — Der Schreiner Heinrich Döring von Windhausen steht unter der Anklage, daß er am 7. März 1893 zu Ulrichstein den in der Strafsache gegen Karl Heinrich Römer von Groß-Felda wegen Betrugs an dem Großh. Schöffengerichte Ulrichstein vor seiner Vernehmung al- Zeuge geleisteten Eid wiffentlich durch ein falsches Zeugniß verletzt habe. Wie wir bereits mittheilten, wurde die Verhandlung wegen Ladung weiterer Zeugen vertagt nnd am Donnerstag Nachmittag fortgesetzt. Die Vernehmung von zwei Entlastungszeugen ergab ketn von der gestrigen Beweisaufnahme abweichendes Resultat. Nachdem die Geschworenen (Obmann: Herr Erich Wasserschleben) die vorgelegte auf Meineid gerichtete Schuldfrage verneint, die auf fahrlässigen Falscheid gerichtete Schuldfrage jedoch bejaht hatten, verurthetlt der Gerichtshof den Angeklagten in eine Gefangnißstrafe von neun Monaten unter Abzug von einem Monat Untersuchung- haft. • • Aus der Garnison. Der Kasernen-Jnspector M o r gen von der hiesigen Garnisons-Verwaltung ist zur GarnisonS- Verwaltung Schöneberg-Lichterfelde, und der Kasernen-Jn- spector, Hauptmann a. D. Schulz von Schöneberg nach Gießen versetzt worden. ♦* Von im Großherzogthum Hessen lebenden Erfindern wurden in letzter Zeit Patente u. A. argemeldet Treppen- roststäbe mit Rippen: Eisenwerk Hirzenhain H.R. BuderuS in Hirzenhain, 3. Januar 1893. Füllschachtofen, zugleich al* gewöhnlicher Ofen benutzbar: Carl BuderuS In Gießen, 18. Juni 1892. — Patent Ettheilungen fanden statt Getriebe- Verriegelung: A. MontanuS junior In Gießen vom 10. Dezember 1892 ab. ♦ ♦ Knnstverein. Wie aus Münchener Blättern zu ersehen, ist der Kunstverein für daS Großherzogthum Hessen neuerdings dem AuSstellungSturnuS des Münchener KunstvereinS beigetreten, der nunmehr elf Theilnehmer mit über 8000 Mark jährlichen Beiträgen zählt. Postperfonal • Nachrichten. Der Ober • Postafsiftent Roth in Rieder-Wöllstadt ist zum Postverwalter ernannt worden. Angestellt sind: Der Postassistent Heckmann in Gießen und der Postanwärter Weller in Alzey als Post- assistenten. Versetzt sind: Der Poftsccretär Schmidt von Lauterbach (Hessen) nach Bad-Nauheim, die Ober-Postassistenten Schäffer von Langen (Hessen) nach Darmstadt und Beltzer von Trier nach Mainz, der Ober-Telegraphen- assistent Stüber von Kastel (Rhein) nach Mainz, dw Post- afsistenten Bock von Mainz nach Langen (Hessen), S ch m 11t von Hohenstein-Ernstthal und Altvater von Neuß nach Offenbach (Main). Der Ober - Postassiftent Wagner in Bensheim ist in den Ruhestand versetzt worden, der Post- assistent Dister in Darmstadt ist gestorben. * • Kirchliche Tienstnachrichten. Seine Königliche Hobest der Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 24. Mai dem Pfarrer Dr. Richard Weitbrecht zu Mähringen in Württemberg die erste ev. Pfarrstelle zu Wimpfen, DecanB Zwingenberg, zu übertragen. • • Schuldienst Nachrichten. Am 20. Mal wurde dem Schulamtsaspiranten Wilhelm Schlamp au- WendelShetm die Lehrerftelle an der Gemeindefchule zu Pfaffen-Schwaben- heim, — an demselben Tage wurde dem SchutamtSaspiramen Joh. Heinr. Wagner auS Münster eine Lehrerstelle an der kath. Schule zu Heldenbergen übertragen; an demselben Tage wurde der Schulverwalter an der höheren Mädchenschule zu Alzen Konrad Schneider zum Lehrer an dieser Schule, unter Belassung in der Kategorie derjVolkSschullehrer ernannt. - tot ®it btt f Dienstag »on Morgender Wohnung d Hardt Lchö Nachlaß, beßt N StLck Hü-n 2 Lagen, 1 Pst fäntibmafäii * Hftchmafchiil 1- nn Luchen Vrwmvün v i Llerderfchrans MMiargegtnstl Dirthfchch welenb versteig, Crteg ÄH d-M-.w ® ttB ireipnnntg m^lkreiS tinbi „dIt. Herr R H V'rrn ft- km erno eint ^■juitlong "i stch nri eine Ü «ebner Dr. Jung iU $ie sachlich ger sammlung anrot taffen, daß b t vnnrMchrn lc steisroaige, nac mehr nützt, all hem Volke Sers Kriedberg, Perm bttbifä diger» Werner werden aber n te Wahlkreise ittlung eines tivtn Verzicht, Oriola stimi nn. Tarn fall hat sich g platz babier zu 11. Felb-Snill der Schießseld, die nolhroenUg dem Platzosstzi da- Geschoß z eine Hand lm zerschmettme ii liiften Seife. Hchwerverlehte mstn-Lazartch i legen sein soü. ut dehnst fr U fcar.athnn »• Sn,m. ««mtaajt v.i «Waj und 8, offen. «»Sm. den «‘ftinann I ‘--r- Ä «tut» ‘ b,‘Kt fl «Btbtn /:N x? «T*loa 2 e •' °us zu .!?^ch An- !,eu,e betS?11 '»erben ^Wten ^rrrKtz r'^16 •• ’^nfWen S“ toitb' fe5B*-« 4880 ^ %ä** £•*•**£& SieSen, 9. Juni 1893. 38 b“ Provinz VKW, wS °.mml b,e Sttafsachr “Hm wegen MnMtz. 9- Staatsanwalt Lirwrui von Rechtsanwalt Vt.tzuft' zeloost die Herren: Greb, Wilhelm Sltto. lch Was^erlchleben, EKM ll, Heinrich Hofmann M, fr GroS, Johannes Sali H Schiemer Heinrich Pch dm klage, daß er m 1. Mrz Strafsache gegen F^lHeimch :n Betrugs an dem Aioßh. seiner Bernehmung als Zeuge i ein fällig Zeugniß verletzt /en, wurde die Verhandlung tätigt nnb am Vonntrltag hmung von zwei Entlastung bie Geschworenen (Obmann: Vorgesetzte aus Meineid ge- die aus sahrläsßgen Faliteid oejaht halten, vemtheili der in eine Gesangnißstrafe du m einem Monat Untersuchung^ tKasernen-JnspectorMorgcn erwaltung ist zur SarmsonS- :felde, und der Kasernrn-Jn- ;chulg von Wtbtrg nai ,m letata W”» n S. ar ^,l! Karl Buderus in dteßrn, eiluvtzmsandeuDiTettiüv £ junior in * » «SÄ Mh«r ->» Oier-M*11, I i"” S Mintain « $itW * n r-ß-«) ."tirW*’ Mainz, der MeW-’ S'?Ä’-»*" , 90 Mai wurde m Ain > . Wende^ . *S. 'S-'- ’ Wh'« ’% in"“”" Erledigte Lehrerstelle». Erledigt find: Eine mit einem tu. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der gemeinsamen Schule zu Storndorf, mit einem jährlichen Gehalte von 900 bis 1000 Mk. Mit der Stelle ist Organistendienst verbunden. Eine mit einem kath. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Viernheim, mit einem jährlichen Gehalte von 1000 bis 1400 Mk. Hessische Hypothekenbank. Das Großh. Ministerium hat, wie die „Worms. Ztg." erfährt, die Genehmigung zur Errichtung einer ^Hessischen Hypothekenbank mit dem Sitze in Worms" nicht ertheilt. Ebenso wurden anderseitige Ge- suche um Errichtung einer derartigen Bank abgelehnt, da an maßgebender Stelle das Bedürfniß zur Errichtung einer Hypothekenbank im Großherzogthum zur Zeit verneint wird. Watzenborn» Steinberg, 8. Juni. Gestern Abend fand Hierselbst im Saale deS Herrn Gastwirth Sommer eine von dem freisinnnigen Wahlcomitv für den I. hessischen ReichStagS- wahlkreis einberufene allgemeine Wählerversammlung statt. Herr RechtSanwalt Dr. Jung von Gießen trat als Redner auf und empfahl der Versammlung warm die Candidatur deS Herrn Landrichter Dove von Frankfurt a. M. Nach dem etwa eine Stunde dauernden Vortrage, welchem die Versammlung mit Ruhe und Aufmerksamkeit zuhörte, entspann sich noch eine Discussion zwischen dem socialdemokratischen Redner Schmidt von Gießen und Herrn RechtSanwalt Dr. Jung über den socialdemokratischen Zukunftsstaat. Die sachlich geführte Discussion hat bei allen in der Ver sammlung anwesendcn einsichtigen Leuten den Eindruck hinter- laffen, daß die socialdemokratischen Ideen sich absolut nicht verwirklichen lassen und daß diejenige Partei, welche, wie die freisinnige, nach politisch erreichbaren Zielen strebt, dem Volke mehr nutzt, als eine Partei, welche, wie die socialdemokratische, dem Volke Versprechungen macht, welche sie niemals erfüllen kann. Friedberg, 7. Jun^. Die Anhänger der christlich-socialen Partei beabsichtigten ursprünglich, in der Person eines Predigers Werner einen Zählcandidaten aufzustellen, dieselben werden aber nunmehr auf den Wunsch ihrer Parteigenoffen im Wahlkreise Hanau, woselbst die Nationalliberalen auf Aufstellung eines eigenen Candidaten zu Gunsten des conserva- tiven verzichtet haben, für den nationalltberalen Grafen Oriola stimmen. t nn. Darmstadt, 8. Juni. Ein bedauerlicher Unglücks- fall hat sich gestern Nachmittag auf dem Griesheimer Schießplatz dahier zugetragen. Ein Kanonier der 2. Batterie des 11. Feld-Artillerie-Regiments hatte gelegentlich des Absuchens des Schießfeldes einen sog. „Blindgänger" gefunden. Ohne die nothwendigen Sicherheitsmaßregeln zu treffen und ohne dem Platzoffizier Mittheilung davon zu machen, versuchte er das Geschoß zu entladen. Dabei crepirte dasselbe, riß ihm eine Hand hinweg, verletzte den anderen Arm schwer und zerschmetterte ihm die Brust und das Gesicht in der fürchterlichsten Weise. In einem hoffnungslosen Zustand wurde der Schwerverletzte in einem Krankenwagen in daS hiesige Gar- nison-Lazareth verbracht, woselbst er seinen Verletzungen erlegen sein soll. Groß Gerau, 7. Juni. Ein hiesiger Schütze war gestern Abend mit dem Putzen seiner Schießwaffen beschäftigt. Ein Gewehr war nicht entladen, plötzlich krachte ein Schutz und der Mann stürzte, durch die Brust geschossen, tobt zusammen. Offenbach, 7. Juni. Am SamStag Abend wurde in der Bahnhofstraße dahier in Lumpen gewickelt ein neugeborenes Kind, welches lebte, aufgefunden. Die unnatürliche Mutter dieses Kindes ist nunmehr in der Person einer 34 Jahre alten, hier wohnhaften Wittwe ermittelt und zur Haft gebracht worden. Dieselbe war gestern auf die Polizei bestellt gewesen, hatte jedoch vor Angst die Flucht ergriffen und sich nach ihrem Geburtsort Froschhaufen begeben. Den per Delociped sie verfolgenden Schutzleuten Burkholder und Carle gelang es, die Frau dort zu ermitteln und zu verhaften. Die Verhaftete, welche feit zwei Jahren Wittwe und Mutter von vier Kindern ist, wurde heute Nacht per Wagen in daS hiesige AmtSgerichtsgefängniß eingeliefert. Vermischtes. * Frankfurt a. M., 8. Juni. An der Wilhelmsbrücke sprang gestern ein etwa 30 Jahre alter gutgekleideter Mann in den Main und versank. Die Leiche ist noch nicht gefunden. — Heute Morgen stürzte sich am Eisernen Steg eine gutgekleidete weibliche Person in den Main. In der Nähe beschäftigte Schiffer zogen sie als Leiche heraus. — Gestern Abend stürzte ein Dachdecker vom Dache eines Neubaues in der Fellnerstraße und erlitt schwere innere Verletzungen. * Braunschweig, 8. Juni. Im Städtchen Hasselfelde im Oberharz, das 2600 Einwohner zählt und 378 Häuser aafweist, entstand an drei Stellen Feuer. 83 Häuser, darunter das Postamt und die Schule, sind niedergebrannt. Menschenleben sind nicht zu beklagen. Viel Vieh ist verbrannt^___________________________________________________________ Itniverfitäts - Nachrichten. — Rostock zählt 405 Studtrende (51 Theologen, 80 Juristen, 111 Medtciner, 163 Philosophen). — Erlangen chat die noch nicht dagewesene Ziffer von 1121 Studtrenden erreicht, zu welchen noch 20 tzörer kommen. — Bonn weist die bisher unerreichte Zahl von 1507 Studtrenden auf (evanaelische Theologen 101, katholische Theologen 205, 358 Juristen, 322 Medtciner, 521 Philosophen), hierzu kommen 30 Hörer.____________________________________________ Schiffsnachrichten. Der Postdampfer „Woorblanb" bet „Reb Star Line" in Antwerpen ist laut Telegramm am 6. Juni wohlbehalten in Newyork angekommen. kirchliche Anzeigen der Statt Gießen. Evangelische Gemeinde. Gottesdienst- 2. Sonntag nach Trinitatis, den 11. Juni: In der Stadtkirche: Vormittags 9'/» Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Vormittags 11 Uhr: Milttärgottesdienst. Pfarrer Dingeldey. Vormittags 8 Uhr: Kinderkirche. Pfarrverwalter vr.Grein. In der FriedboftzcapeHe: Vormittags 8>/, Ubr: FrübgotteSdienst. Pfarrer Dingeldey. Nachmittags 21/» Uhr: Gottesdienst mit Christenlehre für die Neuconstrmirten aus der JohanneSgemeinde. Pfarrer Dr. Naumann. Katholische Gemeinde. Sonntag den 11. Juni, 3. Sonnta g na ch Pfingsten: SamStag: Nachmittags um 4‘/i Uhr und Abends um 8 Uhr Gelegenheit zur hl- Beichte. Sonntag: Vormittags von 6 Ubr an Gelegenheit zur hl. Beichte; um 6'/, Uhr erste hl. Messe: um 7‘/i Uhr AuStheilung der 6L Communion; um 81/« Uhr zweite hl. Messe; um 10 Uhr Hochamt mit Predigt; Nachmittags um 2 Uhr Christenlehre; darauf Herz-Jefu-Andacht mit Segen. Gottesdienst in der Synagoge. SamStag den 10. Juni: Vorabend 7" Ubr, Morgen« 8* Uhr, Nachmittag- 4* Uhr, Eabbathausgang 9» Ubr. • (LebenSverficheruug.) Die Allgemeine VersorgungS- Anflalt -« Karlsruhe hat nach dem jüngst ausgegebenen Nechen- fchastsbertcht für 1892 wieder sehr günstige GeschästSergebnisse. Durch einen reinen Zuwachs von 4323 Bersicherungen über 18,511,848 M. stellte sich der Gesammtbestand Ende 1892 auf 71,410 Lebensversicherungen über 293,894,804 M. Kapital. Die Sterblichkeit gestaltete sich hervorragend grünsttg, insofern sie um 30% hinter der Erwartung zurückblieb. Der Uebcrfchuß erreichte den Betrag von 2,667,941 M. (gegen 2,262,009 M. in 1891) und gestattete: den Versicherten wieder eine Dividende von 4% des DeckungSkapttals zu gewähren und daneben den KriegsversicherungSfond wieder um 100,000 Mk. und die Reserve um den ansehnlichen Betrag von 652.019 M. zu verstärken. Die zahlreichen Mitglieder der stetig fortschreitenden Karlsruher Anstalt werden diese hervorragend günstigen Ergebnisse mit Befriedigung vernehmen. —— Am 11« Juni er», Nachmittags 3 Uhr Grosse Hindernissrennen zu Frankfurt am Main auf der Rennbahn am Forsthau-. 6 Rennen mit 94 Meldungen, darunter: Großes Hürdenrennen Preis Mark 4000. Große Frankfurter Subfcriptions-Tteeple Chafe Mark 11500. 1. Tribüne Mark 6, Damenkarte Mark 4, 2. Tribüne Mark 1.60, Stehplatz 50 Pfg., Wagenkarten Mark 6. (5113 StihMt direkt an« der Sabril also au« erster Hand v von Elten & Keussen, Crefeld, L in jedem Maatz au beziehen. Man verlange S Muster mit wnanbe bet Gewünschten. 1 ‘ Temperatur der Lahn und Luft nach Reaumur gemesien am 9. Juni, Mittag? zwischen 11 und 12 Uhr: Wasser 16, Luft 20 Grab. Rübsamen'sche Badeanstalt. in der ILrfllichen Oberförstern Hungen 5155 Stephan. Versteigerung. Dienstag den 13. Juni l. I., von Morgens 8% Uhr an, soll in der Wohnung des verstorbenen Ger-1 Hardt Schön II. dahier dessen j Nachlaß, bestehend in 3 Kühen,1 11 Stück Hühnern, 7 Stück Gänsen, i 2 Wagen, 1 Pflug, 2 Eggen, 1 Futterschneidmaschine, 1 Fruchtmühle, I 1 Dreschmaschine mit Göpelwerk, ca., 12 rm Buchenholz, ca. 240 Liter Branntwein verschiedener Sorten, eine große Parthie kl. Ziegel, Dachfenster, Dachlatten,Zinkkandeln, große Parthie Fenster und Zimmerthüren von mittlerer Größe, Sandsteinplatten, Treppen, mehrere Dielen und Bretter, Oefen, Brenn- und Werkholz. Abbruch-Versteigerung. Durch Abbruch des Hofgerichts-Gebäudes, Brand- District Landheege. Dienstag den 13. d. Mts., Vormittags 10 Uhr: 6,10 fm Eichen Lohstangen | 4825 Eichen-Lohwellen. Zusammenkunft bei Nr. 1, Weg Gambach-Langgöns. Hungen, den 7. Juni 1893. Ziegler-Stege, Oberförster. Versteigerung «ontag de« 12. d. Nachmittags 3 Uhr, versteigere ich im Pfandlocal, Seltersweg Nr. 11, gegen Baarzahlung: 2 Pferde, 1 Kuh, Soptas, Commode, Kleiderschränke, Küchenschränke, 1 Regula- teur und 1 noch gut erhalt. Schretbsecretar- Gießen, den 5. Juni 1893. 5076 Mulch, Pfandmeister. Arbeitsvergebung. Die behufs Herstellung der Kirche zu Langsdorf nöthigen Weißbinder- j arbeiten, veranschlagt zu 216,50 Mk., __________________________________________________ BbSSss Niddaer Herbstmarkt. liches Angebot vergeben werden. Vor-, Gelegentlich des diesjähren Niddaer Herbstmarktes, welcher mit Ge- anschlag und Bedingungen liegen zur ^^hmigunq Großherzoglichen Ministeriums vom 11. September auf den Einsicht der Interessenten an genannter September verlegt wurde, soll eine °°i:D7.:SLL^.!Verloosmg von Vieh und land- wirthschaftlichen Geräthen verbunden mit einer Prämiirimg von Kalbinnen und Bullen letztere im Alter bis zu zwei Jahren, wovon jedoch Gemeindebullen aus- geschloffen sind, stattfinden. [5189 Bei Ausgabe von 8000 Stück Loosen bestehen die Hauptgewinne in 12 Stück Bieh, welches auf dem Markte angekauft wird. 1 Kleiderschrank, 1 Bett und sonstiges Mobiliargegenstände, Haus-, Küchen-^ und WirthschaftsgeräthschastG meist- platz, kommen blXÄm,”6b3um 1893. | Wag den 12. d. Vormittags 9 Uhr, Großh. Ortsgericht Staufenberg, nachstehende Utensilien zur Versteigerung und zwar: 5197 —■ ' 5131 - ' * '- - Ieikgeöolenes. 5190] «rotze Sendung Schellfische, «Mia« und Vackfische treffen heilte zyrettag Nachmittag ein bei EmU Sommerlad, Grünbergerstr. 47. Loos 50 Pfg. 240 Treffer. Loos 50 Pfg. Loose find zu haben bei den Herren I. Fischer, C. Grölz, F. Jost, W. Moll, G. Roth, Gg. Susmann und I. Trebes dahier. Nidda. Das Markt-Comiti. ML Wchthaus. Freibank. [5124 Heute und morgen: Ochsenfleisch, nicht labenrein, per Pfd. 45 Pfg. Von morgen ab: Stiersleisch, nicht ladenrein, per Pfd. 35 Pfg. CondTtorei Kettler. Täglich frisch in nur bester Qualität Caffee- und Theegebäck, Torten re., sowie Gefrorenes in verschiedenen Sorten bekannter Güte stets vorräthig._________________[4413 6156] «rotze frische Schellfische und Eadltau auf Eis zu bill. Preisen eingetroffen__________im »RedftoS*. Fleisch-Abschlag! Prima Rindfleisch, ä Pfd. 50 Pfg., empfiehlt [5195 Julius Rosenbaum. " 5194] Einige Dutzend eiferner Gartenftühle billigst. Th. Brück, Schloßgaffe 16. 5192] Di«rmilch bei »art Euler, Hammstraße 5._______________________ M03J Zleischavschlag. Rindfleisch.....a 50 Pfg. aalbfleifch......a 40 Pfg. Ludwig Schneider, Neustadt 18. Gartenkies und -Sand kann aus meiner Kieskaute an der Kreis- straße (Leihgefierner Weg) täglich abgefahren werden; auch kann derselbe ge- liefert werden. [5147 I. Nickel, Licherstraße 5. Weimar-Lotterie: 6700 Gewinne i. SB. ö 200,060 Mark Ein Loos (gültig für beide Ziehungen hn Juni und Decor.) 1 Mark. 11 Loose 10 Mark, 28 Loose 25 Mark empfiehlt 4796 Heinrich Wallach. Aufforderung. «ein Mittel ist besser, die schmutzige Wäsche nicht nur blendend weiß zu machen, sondern ihr auch eine« angenehmen Geruch zu verleihen alS «iothb Leig- seife znm «ochen der Wäsche Wer die Seife einmal gehabt hat. namentlich zur «inderwäsche, tauft sie wegen ihrer guten Wirkung und Billigkeit (per Pfund 20 Pfg.), stets wieder und kann nicht oft genug zu einem versuch aufgefordert werde«. Zu habe« in jedem LeifengeschLft und grStzeren Colonialwaaren- Handlungen. [16 Tapeten! Raturelltapete« von 10 Pfg. an, «oldtapete« „ 20 , , Glanztapeten „ 80 , „ in den schönsten neuesten Mustern. Musterkarlen überallhin franco. [861 Gebrüder Ziegler, Minden in Wesff. Hadku Sic Sommerfyroffrn? Wünschen Sie zarten, weissen, sammetweichen Teint? — 80 gebrauchen Sie: Bergmanns Lilienmilch-Seife (mit der Schutzm. „Zwei Bergmänner“) von Bergmann & Co. in Dresden, ä Stock 50 Pfg. in der Engelapotheke, Hirsch- apethske und Pelikanapotheke. 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Vergebens haben die Wähler des ersten hessischen Wahlkreises gehofft, aus dem Wahlaufrufe des freisinnigen Wahl- comitös endlich zu erfahren, welchem der beiden Lheile der gesprengten deutsch-freisinnigen Partei Sie sich anschließen wollen. Ihre Wähler haben ein Recht darauf, vor der Wahl zu wissen, ob Sie sich der demokratischen freisinnigen Bolks- Partei oder der freisinnigen Vereinigung anschließen werden. Wir bitten Sie deßhalb um bestimmte, unzweideutige Erklärung: Werden Sie im Falle Ihrer Wahl der Partei Eugen Richters oder der Partei Rickerts beitreten? “Agober -/, Flaschen. Franziskaner (dunkel) | M/i oder */, Flaschen. Pilsener 20 '/»-Liter-Flaschen. Emser Silber-Gartenkies liefern in großen und kleinen Quantitäten Jean Dem & Cie. Ziir je 3 Mark liefern wir frei tu» chausr Wiener Export */t ober */i Flaschen. Böhmisch Export 612tJ| Ein DieNibMüdche« auf Jo« Hanni ober sofort gesucht. __________Baiser'sche VSsichs. 514,1 Schreinergeseüe u. Lehr' ling ges. 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