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Mai Rr 109 Erstes Stott. 1893 txx rN*4*CH«*|« Ito«le Heralpr echer 51. Amts- und Anzeigeblntt fflr den Aveis Gieren. Hrattsbeikage: Hießmer Jamilieuölätter Amtlicher- Theil erfolgen. v. Gagern. INr W > w» loMaM *4m leatiece ftr de» .Gieß,»er l»|tl|,r* miyy». • ■■•Nm« ••» l»|eigc« z» der Re^mittefl ffa d« sntßenden Lag erscheinenden Wernern: bi« Bem. 10 Uh». zefsin Alix sind gestern Nachmittag 3 Uhr 38 Min. in erwünschtem Wohlsein hier eingetroffen. Darmstadt, 8. Mai. Nach Schluß des Landtages findet nächsten Mittwoch, Nachmittags 1 Uhr, im Kaisersaale deS Großh. Schlosses Tafel statt, wozu an die Mitglieder der Ersten und Zweiten Kammer der Landstände, an die Mitglieder der Großh. Ministerien, sowie an die Großh. Hosstaaten Einladungen ergangen sind. Berlin, 8. Mai. Zum dritten Male seit dem Bestehen des deutschen Reichstages ist derselbe vom Schicksale der Auslösung betroffen worden. Zum ersten Male geschah dies im Jahre 1878, infolge der Ablehnung deS Sozialistengesetzes Seitens des am 10. Januar 1877 gewählten Reichstages. Die zweite AufläsungScatastrophe brach über die deutsche Volksvertretung im Jahre 1887 anläßlich der Zurückweisung der Septennatsvorlage ein; nunmehr hat der 6. Mai 1893 die dritte Auflösung des Reichstages gezeitigt, veranlaßt durch die mit einer Mehrheit von 48 Stimmen erfolgte Ablehnung des Militärgesetzes und des Eompromiß- antrages Huene. Noch bis in die Todesstunde des bisherigen Reichstages hinein hatten die Bestrebungen fortgedauert, eine wenn noch so kleine Mehrheit für den auch der Regierung angenehmen Antrag Huene zusammenzutrommeln und hierdurch den drohenden Auflösungsact doch noch zu vermeiden. Diesem Zweck sollte das angekündigte Amendement des Abg. Prinz Schöneich-Carolath zum Huene'schen Compromißvorschlage, betr. die gesetzliche Festlegung der zweijährigen Dienstzeit, dienen, und höchst wahrscheinlich hätte sich auch auf Grund des Carolath'schen Zusatzantrages in der That eine Mehrheit für den Huene'schen Bermittelungsanttag gesunden. Der Reichskanzler ging indessen auf die Anregung zu diesem weiteren Zugeständnisse überhaupt gar nicht ein, wie es heißt, infolge einer Weisung von allerhöchster Stelle, so daß die Auflösungscatastrophe dann allerdings nicht mehr zu verhindern war. — Mit beachtenswerther Promptheit ist dem Kaiserlichen Auflösungsdecret die weitere Kaiserliche Verordnung über den Termin für die Neuwahlen zum Reichstag nachgefolgt. Bereits am 15. Juni werden dieselben stattfinden, ein ver- hältnißmäßig kurzer Zeitraum trennt uns also nur von dem bedeutungsvollen Tage, an welchem die Nation selbst ihre Entscheidung über die Militärfrage und hiermit über die Weitereutwickelung unser gesammten inneren Politik abzugeben Deutsches Reich. Darmstadt, 8. Mai. Seine Königliche Hoheit der Großherzog und Ihre Großherzogliche Hoheit die Prin- Bekanntmachung, betreffend Maul- und Klauenseuche zu Garbenteich. Nachdem die zu Garbenteich ausgebrochen gewesene Maul- und Klauenseuche erloschen ist, haben wir die angeordnete Gehöfte- und Gemarkuagssperre wieder aufgehoben. Zur Ausführung von Rindvieh, Schafen, Ziegen, Schweinen, sofern dieselben nicht sofort abgeschlachtet werden, ist indeß bis auf Weiteres noch der Besitz thierärztlicher Gesundheitsscheine erforderlich. Zur Ausführung von zur sofortigen Abschlachtung kommenden Thieren dieser Art bedarf es eines Gesundheitszeugnisses der Bürgermeisterei. Gießen, den 9. Mai 1893. Grobherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. Bekanntmachung, betreffend Feldbereinigung in der Gemarkung Steinbach. In der Zeit vom IO. bis einschließlich 23 Mai d. I. in den Stunden von Vormittags 9—12 Uhr und von Nachmittags 2—5 Uhr liegen auf dem Rathhaus zu Steinbach die Arbeiten des ersten Hauptabschnitts des I. und III. Bereinigungsbezirks (Felder zwischen der Staatsstraße nach Lich und der Kreisstraße nach Garbenteich, sowie zwischen dem alten Anneroder Weg und der Staatsstraße nach Lich) nämlich: die allgemeinen Meliorationspläne mit Erläuterungsberichten nebst den dazu ergangenen Beschlüffen der Vollzugscommission und den Protocollen über die Prüfung dieser Arbeiten zu Jedermanns Einsicht offen. Termin zur Entgegennahme von Einwendungen gegen diese Arbeiten habe ich auf Mittwoch den 24. Mai l. I., Nachmittags von 3—5 Uhr in das Rathhaus zu Steinbach anberaumt. Die in diesem Termin nicht Erscheinenden sind mit Einwendungen ausgeschlossen. Gießen, den 6. Mai 1893. Der VollzugScommissär: Nebel, Amtmann. Gießen, den 9. Mai 1893. Betr.: Die Reichstagswahlen. DaS Großherzogliche Kreisamt Gießen iM die Grstztz. vürgermeifteretoA M Kreises. Nachdem die Wahlen zum Reichstag zufolge Kaiserlicher Verordnung am 15. Juni l. I. vorzunehmen sind, ist das zur Vorbereitung des Wahlgefchäfts Erforderliche unverzüglich ins Werk zu setzen. Wir übersenden Ihnen daher mit nächster Poft die hierzu erforderlichen Formularien (Wahlprotocoll und Wählerliste) unter dem Auftrag, die Wählerliste sofort in doppelter Ausfertigung aufzustellen, jedoch vorerst nicht abzufchließen. Einlagebogen zur Wählerliste sind nach Bedarf mit der Feder herzustellen. Zu Ihrer Instruction verweisen wir Sie auf §§1—3 und 7 des Gesetzes vom 31. Mai 1869 (Bundesgesetzblatt 1869 Seite 145) und §§ 1 und 7 des Wahlreglements vom 28. Mai 1870 (Bundesgesetzblatt 1870 Seite 275) und bemerken hierzu noch, daß die Stimmberechtigten nach Vor- und Zuname, Alter, Stand oder Gewerbe und Wohnort in alphabetischer Ordnung in die Wählerliste cinzutragen sind. Die Offenlegung der Wählerliste (§ 2 des Wahlreglements) hat unfehlbar Donnerstag den 18. d. Mts., zu beginnen. Wir weisen Sie daher an, Montag den 15. und Dienstag den 16. l. Mts. ortsüblich bekannt machen zu lassen, daß die Liste der Wähler von Donnerstag den 18. Mai bis Donnerstag den 25. Mai l. Is., beide Tage einschließlich, auf dem Gemeindehause bezw. dem etwa sonst von Ihnen hierfür bestimmten Locale Vormittags von 9—12 Uhr und Nachmittags von 2—5 Uhr zu Jedermanns Einsicht ausgelegt seien, und daß Einsprachen gegen die Nichtigkeit und Vollständigkeit der Liste innerhalb acht Tagen nach Beginn der Auslegung bei Meidung des Ausschlusses bei Ihnen vorzubringen seien. Weitere Anweisung wegen des Wahlgeschäfts wird noch Feuilleton. Duseckrns Daran. Von E. Reinhold. (Fortsetzung.) Einen Augenblick war alles starr und stumm vor Entsetzen. Wally stand da kreidebleich; mit angstvoll weitgeöffneten Augen starrte sie auf die Frau, die ihr solche Unglückskunde gebracht. Dann aber raffte sie sich auf. Das konnte nicht wahr sein! Ihr Dagobert — „Sie lügen!" rief sie zornbebend. „Wat? Ick lüge? Na, warten Sie man!" Frau Dusecke suchte geschäftig in ihrer geräumigen Manteltasche, zog eine zerknitterte Visitenkarte hervor und hielt sie Wally vor die Augen. „IS er bat oder is er's nich?" „Dr. jur. Dagobert Freiherr von Wilcken, Königlicher Regierungsreferendar," las Wally mechanisch. Dann drehte sie sich um und fiel ihrer Mutter schluchzend in die Arme. „Führe Wally hinaus und suche sie zu beruhigen," flüsterte Papa Vollert seiner Gemahlin zu, „ich werde die Sache woiEr-versuchen." Dann, als? Frau und Tochter das Zimmer verlassen hatten, wandte sich Herr Vollert an Frau Dusecke. Daß sein Schwiegersohn in spe noch eine Nebensonne anbetete, fand er zwar höchst verwerflich, hätte es aber als Mann von liberaler Gesinnung nicht für unentschuldbar gehalten. Aber das Anpumpen des alten Dusecke! Und ihm gegenüber hatte der Duckmäuser stets behauptet, daß er gar keine Schulden hätte! Nein, das konnte nicht wahr sein, die Frau dort wollte vielleicht nur „dick thun", sicherlich, denn wäre es wahr, dann war Dagobert ein — — arme Wally! „Nun setzen Sie sich einmal, meine liebe Frau — wie war doch Ihr Name? — Dusecke? — So, nun erzählen Sie einmal, was Sie wissen. Sie begreifen, daß mich die Sache ungemein interessirt." „Na, wo wer ick nich! So ’n schönes Fräulein Tochter, obwohl, was unsere Meeri is — wissen Sie, eigentlich heißen duht sie Marie, aber seit wir ihr in die theure Schule jeschickt haben, sollen wir immer Meeri sagen — unsere Mecri, die is ooch nich ohne, und sie könnt längst ’nen Mann haben, denn der Robert, der Techniker, der mit sie jetzt — in allen Ehren, sag ich Ihnen, Herr Vollert, daß Sie man blos nichts Böses denken —" “ „Nein, nein, liebe Frau, aber —" „Sehen Sie, Dusecke will aber von Roberten nichts wissen, weil er blos Techniker iS. Meeri hat wat jelernt, sagt er immer, und wir haben jenug Kies — bet haben wir, Herr Vollert, und zwee Häuser in die Skalitzer — also Meeri soll ’nen Studirten haben oder ’nen Baron." „Aha \“ „Ja, nu jehts los. So'n Stücker vierzehn Tage können's her sein, da kommt der Olle Abends aus die Kneipe, bei Tücher, wissen Sie, in die Friedrichsttaße, wo alle feinen Leute hinjehen. Ick sage das, nich als ob ich mich vor Sie damit berühmen wollte, denn bat wäre ja dumm, denn Sie könnten ja am Ende ooch hinjehen. Sie jehen vielleicht hin?" „Nein, nein, erzählen Sie nur weiter!" Der sonst phlegmatische Herr Vollert begann bereits nervös zu werden. „Also Dusecke kommt janz seelig nach Hause und sagt zu mir: „Du, heute habe ick ’nen feinen Herrn kennen jelernt." Ick merke natürlich jleich Lunte und sage zu unsere Meeri —" Herr Vollert war inzwischen völlig nervös geworden, er konnte dieses Schnellfeuer, mit dem er überschüttet wurde, nicht länger ertragen. „Erlauben Sie, liebe Frau, ich werde Sie lieber fragen, was ich wissen will, dann kommen wir schneller zum Ziele. Also Ihr Mann hat den Baron von Wilcken bei Tücher kennen gelernt?“ „Ja woll." „Kennen Sie auch den Baron?" „Seit vorjestern Abend. Wir mußten mit zu Tüchern, Meeri und ich, aber Meeri will nich den Baron, die läßt nich von Roberten." Vorgestern! Herr Vollert sann nach. Vorgestern war Dagobert nur am Nachmittag dagewesen, Abends hatte er zu Hause arbeiten wollen. „Und Sie können bestimmt versichern, daß der Freiherr von Wilcken sich von Ihrem Manne Geld geborgt hat?" „Aber feste! Dusecke is ja so 'nen Dämlack, daß er —" „Was willst Du Tölpel?" Diese barsche Anrede Herrn Vollerts galt dem Diener, der an der Thüre stand und auf einem silbernen Teller ein kleines Briefchen präsentirte. An dem grinsenden Gesicht des Burschen konnte man sehen, daß er schon eine ganze Weile dort gestanden und zugehört hatte. Herr Vollert nahm den Brief und öffnete den Umschlag, nachdem er den Diener in einer Weise zum Verlassen des Zimmers aufgeforbert hatte, ble biefen veranlaßte, dem Wunsche seines Herrn möglichst schnell nachzukommen. Herr Vollert las laut: „Alles glücklich abgelaufen, kann aber erst um acht Uhr kommen, da ich noch eine wichtige Besprechung habe. Aus baldiges Wiedersehen Euer Dagobert." „Denn sitzt er mit’m Ollen bei Tücher," schrie Frau Dusecke. „So? Nun, bann will ich Ihnen einmal etwas sagen, bann wollen wir beide jetzt hinfahren und den Herrn in flagranti ertappen." „Nee, nick in — bei Tücher.“ „Na ja, bei Tücher," sagte Herr Vollert. In diesem Moment trat Frau Vollert herein und sah ihren Gemahl fragend an. Dieser zuckte die Achseln. „Sie glaubt es nicht," flüsterte die Frau ihrem Manne zu. „Laß sie vorläufig dabei," gab dieser ebenso zurück. Dann setzte er ihr kurz auseinander, was er vorhatte. Herr Vollert und Frau Dusecke fuhren zusammen in einer Droschke zu Tücher. Beim Betreten des Locals hatten sie sich sofort überzeugt, daß die Gesuchten nicht da waren; Herr Vollert konnte Dagobert nicht erblicken, Frau Dusecke nicht ihren Gemahl. Die Letztere hatte aber sofort den Kellner ausfindig gemacht, der sie bet ihrer letzten Anwesenheit bedient hatte, und von diesem erfahren, daß die gesuchten beiden Herren von sechs Uhr an bis vor wenigen Minuten dagewesen wären. Herr Vollert verabreichte dem Auskunft ertheilenden Serviettenschwinger einen Obolus, dann verließ er das Local mit seiner Begleiterin. (Schluß folgt.) Hat. Allem Anscheine nach wird der bevorstehende Wahlkamp erbitterter und leidenschaftlicher werden wie nur je einer seit Gründung deS Reiches gewesen ist, und im höchsten Grade ungewiß erscheint sein Ausgang. Alle patriotischen Männer, gleichviel, in welchem politischen Parteilager sie auch sonst stehen, Ünnen daher einstweilen nur auS vollstem Herzen hosten und wünschen, daß der jetzt durch die Auflösung deS Reichstages erfolgte entscheidung-reiche Schritt zum Frommen unseres deutschen Vaterlandes dienen, zum Heil und Segen unseres deutschen Vaterlandes ausschlagen möge! — Nach der entscheidenden Reichstagssitzung vom Sonnabend sollte sich der Reichskanzler Graf Caprivi, wie ein Gerücht wissen wollte, sofort nach Potsdam begeben und dem Kaiser seine Entlassung angeboten haben. Das erwähnte Gerücht, von Anfang an unwahrscheinlich, ist indessen sehr rasch als gänzlich unbegründet befunden worden, es handelt sich bei seiner Verbreitung lediglich um ein politisches Manöver. Graf Caprivi und der StaatSsecrerär v. Marschall nahmen Übrigens an der am Sonntag Mittag im Neuen Palais bei Potsdam stattgefundenen Kaiserlichen Frühstückskafel Theil. — Dagegen hat der einstweilige Auögang der Militärfrage nach einer anderen Richtung hin bereits einen sehr bemerkens- werthen Vorgang zur Folge gehabt. In der freisinnigen Reich Stagsf rac tion ist eS infolge des vorn FractionSchef Richter gestellten Antrages, diejenigen freisinnigen Abgeordneten, welche für den Antrag Huene gestimmt haben, aus der FractionauSzuschließen, zu einer Spaltung gekommen, die höchst wahrscheinlich schon dieser Tage die Bildung einer zweiten freisinnigen Partei verursachen wird. Wie lange Alt- und Neusretsinnige alsdann neben einander noch freundschaftlich existiren werden, dies dürfte vielleicht schon die beginnende Wahlagitation zeigen! Der regierende Für st Adolf von Schaumburg- Lippe ist schwer erkrankt, so daß man in seiner nächsten Umgebung die ernstesten Besorgnisse hegt. Ein amtliches Bulletin au- Bückeburg vom Sonntag Mittag besagt denn auch, datz sich baß Befinden des hohen Kranken noch weiter verschlimmert hat, daß sein Bewußtsein sich trübt und daß die Aussicht auf die Erhaltung seines Lebens eine sehr geringe ist. — Fürst Adolf ist geboren am 1. August 1817, er steht demnach bereits im 76. Lebensjahre. Er regiert seit dem 21. November 1860 und ist seit 25. October 1844 vermählt mit Fürstin Hermine, Prinzessin von Waldeck, geboren am 29. September 1827. Der Thronfolger, Erbprinz Georg, steht im 47. Lebensjahre. — Die Städte Danzig und Thorn feierten am Sonntag das Jubiläum ihrer hundertjährigen Zugehörigkeit zum Königreich Preußen. Danzig, 7. Mai. Anläßlich der heutigen Säcular- seicr des Anschlusses der Stadt Danzig an die preußischeMonarchte fand gestern Abend großer Zapfen- streich der Garnison und eine Mufikaufführung des Danziger Männer-GesangvereinS statt, bei welcher ein von Trojan versaßtec und von KiSielnicki componirter, der Stadt gewidmeter FesthymnuS zum Dortrag gelangte. Am heutigen Festtage wurden in der Frühe vom RarhhauSthurme aus Choräle geblasen, während die Garnison den Tag durch eine große Reveille einleitete. Die Stadt ist mit Flaggen auf daß Reichste geschmückt, die Straßen sind von dichten Menschenmassen belebt. Dem Festgottesdienst im Mariendome wohnten die Spitzen aller Behörden in großer Gala, sowie die Vertreter in corpore bei. In der Garnisonkirche fand ebenfalls Festgottesdienst statt, im Rathhause Mittags ein Festact. An Se. Majestät den Kaiser wurde folgendes Telegramm Ltbgesandt: „Ew. Majestät erneuern die zur Säcularseier deS Anschlusses der Stadt Danzig an die preußische Monarchie versammelten Vertreter der Stadt in ehrsurchtvoüster Er- gebenheit ganz unterthänigst das Gelöbniß unwandelbarer Treue." Die Offiziercorps des Grenadier-Regiments König Friedrich I. (4. Ostpreußisches) Nr. 5 und deS 1. Leib- Husaren-RegimentS Nr. 1 statteten ihre Glückwünsche an die Garnisonstadt ab und überreichten Festgaben zum Schmuck des Magistrats - Sitzungssaales. Der Oberbürgermeister Dr. Baumbach erwiderte die Ansprachen auf das Herzlichste und schloß mit einem enthusiastisch aufgenommenen Hoch auf Seine Majestät den Kaiser. Seitens der Städte Thorn, Graudenz, Elbing, Kulm und Altona gingen Glückwunsch- telearamme ein; dasjenige von Thorn wurde sofort mit Fest- grüßen erwidert. Mittags fand der Festzug der Gewerke und Gilden statt, für den Nachmittag war ein Volksfest tu Aussicht genommen, Abends ein Festbankett. Das Wetter war kühl und trübe. Neueste Wolffs telegraphische- Correspondcnz-Burean. Berlin, 8. Mai. Der ehemalige Landtagsabgeordnete für Naugarb-Regenwalbe von Bismarck, ein Bruder beß Fürsten Bismarck, ist gestorben. Berlin, 8. Mai. Die „Post" veröffentlicht den Wahl.- aufruf der Reichs- und sreiconservativen Partei, in welchem hervorgehobe« wird, daß gegenüber den immer gewaltiger steigenden Rüstungen der Nachbarn eine erhebliche Verstärkung der HeereSmacht nicht hinauSgeschoben werden könne. Bückeburg, 8. Mai. Fürst Adolf Georg ist heute Nachmittag 51/, Uhr verschieden. Depeschen deS Bureau „Herold*. Berlin, 8. Mai. Der Landtag vertagt sich morgen bis zum 29. Mai. Berlin, 8. Mai. Der Centralverband der national- liberalen Partei hat heute den Wahlaufruf fest- gestellt. Berlin, 8. Mai. Freiherr v. Huene ist auS dem Vorstand der CentrumSpartei auSgeschieden, nachdem in der letzten FractionSsiyung die gegnerische Stellungnahme der Partei zur Militärvorlage im Wahlaufruf sestgestellt worden ist. ö Berlin, 8. Mai. Die unabhängigen Socialisten und Anarchisten beschlossen Stimmenthaltung bei den Neuwahlen. Da die Anzahl der Wähler 6000 beträgt, ist der Ausfall beträchtlich. Wien, 8. Mai. Die „Montagsrevue" bespricht die deutsche Reichstagsauflösung und sagt: Deutschland werde erfolgreich nur im Sinne der Nationalliberalen regiert werden, diese sollten daher trachten, bei den Neuwahlen die durch ihre Schwäche verlorene Position wieder zu gewinnen, sie sollten für die große Sache deS Vaterlandes eintreten. Kaiser Wilhelm schaffe sich, so fährt daß Blatt fort, einen Reichstag, der seine Politik unterstütze. Wenn der Kaiser und der Reichstag ihr Bestes gethan, werde Deutschland den Tag segnen, wo die Militärvorlage verworfen wurde. Rom, 9. Mai. ES verlautet, der Papst bereite eine Encyclica an die Staat-Häupter vor, an welche er die Bitte richtet, die Abrüstung zu veranlassen. Der Papst soll beim Besuch deS deutschen Kaisers versucht haben, demselben seine Ideen mitzutheilen. CocaUs ttnö provinzielle». Gießen, 9. Mai 1893. * Herr Amtmann Rebel ist zum weltlichen Mitglied deS ObcrconsistoriumS mit dem Titel „O b e r c o n s i st o r i a l- assefsor" mit Wirkung vom 1. Juli d. I. ab ernannt. — Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordneten Freitag den 12. Mai 1893, Nachmittag- 4 Uhr pünktlich: 1. Deutscher Verein für öffentliche Gesundheit-- pflege. 2. Gesuch des Christoph Bischoff um Erlaubniß zur Herstellung eines gepflasterten Ucbcrgangeß in der Liebigs- straße. 3. Gesuch des Hermann Scherff um Erlaubniß zur Erbauung eines Häuschens in seinem Garten an der Lahn- straße. 4. Gesuch deS Georg Koch um Erlaubniß zum Bauen an der Ecke Ludwig- und Liebigstraße. 5. DeSgl. beß W. Steinbach für bie Ganenstraße. 6. Deßgl. beß H- Schmoll III. an ber Grünbergerstraße. 7. Verpachtung ber Sanbgrube im Stadtwalb am sogen. Sanbberg. 8. Leichen- unb Bestattungßwesen. 9. Errichtung einer DeSinfectionß- anstalt. 10. Gesuch des Peter Leppla um Erlaubniß zum Ausschank von Cognac und Liqueuren, SelterSweg 85. **Hochfchulnachricht. Herr Realgymnasiallehrer Dr.QoKin aus Gießen hat die venia legendi in der philosophischen Facultät für das Fach ber neueren beutschen Literaturgeschichte an unserer Landesuniversität erhalten unb gebenft in diesem Sommer-Semester über bie Geschichte des deutschen DramaS im 19. Jahrhundert zu lesen. ♦* Die Stndirenden der indischen Forstschule zn Soopers Hill, welche schon in früheren Jahren dreimal unter Führung des Herrn Dr. Brandts dem Gießener Forstinstitut einen Besuch abgestattet, sind am 5. Mai abermals und zwar in erhöhter Zahl unter Führung des ersten Professors der Forst- wffenschaft zu CooperS Hill, Herrn Dr. William Schlich (gebotener Hesse) hier eingetroffen. Mit Herrn Dr. Schlichs Assistent (Herr Alwin Schenck) unb zwei indischen Forstbeamten beläuft sich die Zahl der fremden Gäste auf 20. Sogleich am folgenden Tage (Samstag) erfolgte die Besichtigung ber Versuchsflächen in der Obersörsterei Laubach unb bem Gräflich Laubach'schen Walbe, währeub eine zweite Tagestour (Montag) sich auf einige Versuchsflächen im Alten- Busecker Gemeinde- und Gießener Stadtwalb bei Annerob erstreckte unb mit bem Besuch bes akabemischen Forstgartens schloß. Der heutige Dienstag Vormittag ist ber Besichtigung ber akademischen Sammlungen gewidmet. Die Abreise ber fremben Gäste erfolgt voraussichtlich heute Mittag. Wir behalten uns vor, bieser wohl auch weitere Kreise interessirenben Mittheilung wenn möglich einen ausführlichen ExcursionS- bericht folgen zu lassen. Der wiederholte Besuch Seitens der indischen Forstschule betätigt aufs Neue baS hohe Ansehen, welches bas Gießener Forstinstitut mit seinen Einrichtungen auch im Auslanbe genießt unb ehrt den Staat wie die Universität und die Stadt Gießen in gleichem Maße. * * Ernennung. Ernannt wurde am 22. April dsS. IS. der Heizer bet den Oberhefsischen Eisenbahnen Franz Ludwig Bolz zum Locomotivführer und der HilfSheizer Martin Wenderoth auS Friemen zum Heizer bei diesen Bahnen, beide mit Wirkung vom 1. Mai d. I. an. * * Neues Theater. Eine der hervorragendsten Novitäten auf dem Gebiete deS Schauspiels ist unstreitig Hermann Sudermanns neuestes Drama „Heimath". Ueber dasselbe schreibt Spielhagen u. A.: „Wer den Verfasser der „Ehre" unb „Sodoms Ende" in'feinem neuesten Werke „Heimath" wieder sieht, muß erstaunen über bie eminenten Fortschritte, welche bieser gottbegnadete Bühnendichter in so kurzer Zeit gemacht! Welch ein Gemälde erschütternder Familientragik spielt sich in dem engen Rahmen von nur kurz gedrängten Acten ab ; da ist auch nicht ein Wort zu viel. Alles was vorgeht, entwickelt sich auf rein natürlicher Basis — kein hohler Pathos, kein leeres Effecthaschen beleidigt den aufmerksamen Hörer; eß ist ein Zauber, der ihn festhält von der ersten biß zur letzten Scene und ihn im Banne hält. WaS man da oben auf den Brettern sieht, ist Erlebte- und MitempfundeneS, ein Ringen beß Guten mit bem Bissen, baß aber doch durch den genia'en Dichter glücklich gelöst wird, so daß sich jeder Laie sagen muß: Nur auf solche Weise konnte baß tragische Geschick zwischen Vater und Tochter gelöst wer- den." So weit Spielhagen. — Wir haben nur hinzuzn- fügen, daß baß Stück überall mit sensationellem Beifall ausgenommen worben ist, trenn auch einige rheinischen Städte, wie Cöln a. Rh. unb Crefclb, die Annahme verweigerten, so haben sich doch bem Dichter die Pforten der Hostheater von Cassel, Hannover, Wiesbaden, Dessau, sowie der Htadttbeater von Frankfurt a. M., Leipzig unb Breslau geöffnet, und in Berlin, am Lesfingtheater, steuert Sudermanns ^Heimath" der hundertsten Aufführung entgegen. Ein noch niedage- wesener Erfolg hat deS Dichter- Werk begleitet unb wird demselben zweifellos auch hier zur Seite stehen. Die Auf- fükrung gewinnt noch dadurch an Interesse, daß Fran Director Baar - die weibliche Hauptrolle im .Stücke, die schwierige Parthie der „Maada", sptelen wird unb die Vorstellung als Benefizabend für den Regisseur, Herrn W. Hertzog bestimmt ist, welcher in den nächsten Tagen sein fünsundzwanzigjährige- Schauspiel er-In- biläum feiert * 3" die Bsgefen. Am SamStag den 20. Mai, Nach- mittagß wird von Frankfurt a. M. ein Extrazug nach Straßburg über Mainz-DormS-Weißenburg abgelassen, zw dem in Frankfurt, Mainz und WormS Rückfahrkarten mit siebentägiger Gültigkeit zum Preise einfacher Fahrkarten auß» gegeben werden. ES bietet sich hier günstige Gelegenheit zn einein Pfingstausflug in die Vogesen, zu deren Besuch in Straßburg besondere Rundreisekarten zu ermäßigten Preisen erhältlich find. ♦* Der Laudesausschutz der laudwitthschaftlicheu Berente des Srotzherzogthoms Hefleu wird Freitag den 12. und SamS- tag den 13. Mai d. I., jedeSmal 10 Uhr beginnend, zu einer Plenarversammlung in dem AuSschußfitzungSzimmer der zweiten Kammer der Stände zusammen treten. Zur Tagesordnung ist gestellt für Freitag den 12. Mai: 1) Mit- theikungen. 2) Rechnungsablage für 1892—93. 3) Gesuch ber Deutschen LandwirthfchastS - Gesellschaft, die Wander- auSstellung zu München in 1893 betr. 4) Vorlage der Großh. Oberen landwtrthschaftlichen Behörde, die Berweabung freß Fleische- von tuberkulösem Vieh betr. 5) Anfrage der Großh. Oberen kandwirthschaftlichen Behörde, die Errichtung einer Hypothekenbank betr. 6) Die finanzielle Lage der lan'dwirth- schastlichen Versuchsstation für das Großherzogthmn Hessen. 7) Antrag beß LandesauSschußmitgliedeß Meinert, die An» stellung von besonderen VollzugS-CommtssSren für bie Feld- bereinigung. 8) Antrag beß LanbekaußschußmitgliedeS Meinen, betr. bie finanzielle Unterstützung der HauShaltungSschuIen. 9) Die Förderung ber Rindv ehzucht burch Gemeinden betr. 10) Die Beschwerde beß LandeSauSschußmitgltebes A. Den- weiler wegen Verweigerung ber Aufnahme eines Artikels in die Zeitschrift. 11) Antrag der Finanzcommission auf Gewährung eines Staatszuschusses an den Landesausschuß unb Erhöhung beß StaatßzuschuffeS an die landwinhschastlichen Provinzialvereine. *♦ Der Verband der hessischen landwinhschastlichen @e- noffeuschaften zählt eine Centralgenosseuschast der landwirth- schastlichen Consumvereine, 200 Spar- und Darlehenskassen, 115 landwirthschastliche Consumvereine, 15 Molkereien, 3 Abfuhranstalten, eine Sauerkrautsabrik, eine Obstverwerthungß- genossenschaft unb eine Mafchinengenossenschaft, zusammen 346 Genossenschaften. Inzwischen aber wurden weitere Ge nossenschaften gegründet und zur Zeit zählt der Verband 30000 Mitglieder. Die Spar- und Darlehenskassen hatten einen Gesammtumsatz von 140 Millionen, die Consumvereine hatten einen Waarenumsatz von 2119000 Mark, die Milch- lieserung in bie Molkereien beziffert sich auf 6 796000 Viter mit einem Reingewinn von 29 414 Mark, die übrigen Genossenschaften hatten einen Gesammtumsatz von 1075000 Mark. ♦♦ Der internationale Erziehnnglcongretz, welcher gelegentlich ber Weltausstellung in Chicago zusammentritt, hat an Herrn Schulinspector Scherer in Wormß die Aufforderung gerichtet, eine Uebersicht über daß pädagogische Zeitschriftenthum in Deutschland, seine Ziele und Resultate, abzufaffen unb womöglich persönlich in der dafür am 28. Juli anberaumteu Sitzung über Entwickelung der Geschichte de» pädagogischen Journalismus vorzutragen oder zur Veröffentlichung ber im Drucke hierüber erscheinenden Verhandlungen einzusenden. ** Eine Anstalt für Unglückliche. In diesen Tagen passierte in einer Unterklasse der Mainzer Volksschule dafolgende ergötzliche Histörchen. Der Lehrer ließ sich in der Heimathßkunde die Kreisstädte in Oberhessen und deren Merkwürdigkeiten nennen. Bei Friedberg wurde als eine Schule die dortige Taubstummenanstalt erwähnt. Lehrer (der auch die dortselbst sich befindliche Blmdenanstalt genannt haben wollte): „In Friedberg ist aber noch eine Anstalt für unglückliche Menschen. Kannst Du mir sie nennen ?" Lämmermeyer: „In Friedberg ist auch ein Lehrerseminar R. Wieseck, 9. Mai. Heute Nacht nach 3 Uhr wurde die hiesige Pflichtfeuerwehr alarmirt. Ob ein Alanmren beß Nachtß ohne jeden Grund statthaft ist, ist sedr zn bezweifeln. Seilshanse,, 5. Mai. Bei der heute hier stattgehadten Bürgermeisterwahl wurde ber seitherige Bürgermeister P feiff mit 80 abgegebenen Stimmen auf weitere neun Jahre wieder- gewählt. A.B. Oneckborn, 8. Ma». Am verstossenen Sonntag wurde unsere neue Orgel feierlichst eingewecht nnd damit einem schon längst gesuhlten Bedürfnisse abgeholfen. Die frühere Orgel, wohl über 150 Jahre alt, war derart nutzer Stande, daß eß sich der Mühe nicht lohnte, nochmals eine größere Reparatur an ihr vornehmen zu lassen. Darum beschloß der hiesige OrtS- und Sirchenvorstond, noch im Laufe diese- Jahre- ein neues Werk anzuschasse». Mit der AuS sührung wurde die alß sehr leistungsfähig bekannte Firma Förster in Lich beauftragt. Die Orgel, in einem äußerst geschmackvollen Gehäuse aufgestellt, hat ein Manual, eetm wohlklingende Register unb eine Pedalkappel. Die ganze Disposition, die Mechanik, sowie bie Intonation des Werke» zeigen, daß Herr Förster ein Meister in feinem Fach ist. Nach Beunheilung beß Sachverständigen, des Herrn Lehrer Mohr in Grünberg, ist auch der Preis für unsere Orgel in Anbetracht ihrer soliden Bauart unb ihrer zweckentsprechenden Einrichtung ein sehr mäßiger zu nennen. § treentib, 8. Mai. In der Nacht vom Freitag auf den EamStag find hier die Müthen der Aepselbämne, welche trmfenem L schilpt" -et 3»' Gindin x.t gtfitiftt •ufnbdW 4- fr" Üatholikrt pofanttn Sun auch bit Gei feiner »röffn euÜußg der namentlich de tzchßser au der Hand bei firieüwsfiust' liiien unb unterzog die nahmrgtsktzk Sikllang tei ,Lunde der Wfiidtn »unitoltgu 8Üd)of#|ubiläi aa: „tic R luag der Pel December 18 Dmnfiabl ei fSMle. Di mit dem Hoij in den Gruni derfelbe in de gebracht hat, besondere Dai l'schen Orten müssen, gebül die pauptrtin — Knchslags, irfranfuBg, > Esschvneo in | „ txiütt U-slickSsa uowei! hm L viele andere Sewehren Dorf (tranffim, bei St tn °yf »rnnij btd(.t r W- .. X * IMS 11 TL, rorge TFl b«*Jpn k°«. die ■ W dem tz, tigere * tz°chde ü,c ^^siabt, te-.ä ^"7 ’ W bebt *4 ®»°S iri«*’S ^fannt. - Kybranntti StenM S Aamz, 1 Mnerrerfichti hennttn, dtt iftiertn, W Aaden. bitter schlich W fWM lirlifle ftnb NI iSeiamwtb! entsprechen Mur den am M»iß Ätzern W^ehlender) und unverschuldete Armuth zu lindern, für die Gesundheit und Neman Die Versammlung der gestaltete sich zu einer im- Gaben, bittere Noth reichlich fließen! schleppen zu lassen, da dieses lichkeit nicht förderlich ist." 4- Friedberg, 7. Mai. Katholike n Oberhessens •er buntquer tn lassen zu wollen; und dann auch nur je einmal diesen geheiligten Ruhetagen für Leib und Seele. Die resp. Herren ®ep8(ftipebttoren, wie auch der Postillon mit famnit seinem Käulchen würben überdies insonderheit noch recht banTbar fein für solch gute Neuerung. Rein ab wäre sreitich auch hier daS Beste unb Erwünschteste! Es ist Etnsenber immer wie ein Stich, wenn geringer werden müffen. Die Bedingungen für das Auftreten eines Gebiete« hohen Luftdruckes find also zu jener Zeit ein für allemal gegeben, wenn auch nicht in ganz unwandelbare Tage zusammen- gedrängt." — Die Maifröste sind, wie umfassende Beobachtungen gezeigt haben, eine rein europäische Naturerscheinung, welche bloß von Schweden bis Ural einerseits und dis zu den Alpen und Pyrenäen anderseits bemerkbar sind. Da sie nur aus zu großer Wärmeausstrahlung der Erdobei stäche beruhen, so kann inan ihrem verderblichen Wirken entgegenarbeiien. Man braucht bloß zu verhindern, daß der Boden seine Wärme an die fälhre Lust abgtebt. Die Wissenschaft flieht hier dem Gärtner und Landwirth ein ganz einfaches Mittel an die Hand, die Anwendung eines Schirmes. Derselbe kann freilich nicht aus Leinwand sein, sondern ist aus Rauch berzustellen. Man macht an der Norbseite der zu schützenden Fläche stark rauchende Feuer an, so daß der Rauch sich gleich einem Schutzbache über bie Saat ober ben Obst- unb Weingarten auSdreitet. Wie bie günstigen Erfolge tiefer einfachen Methode in einzelnen Gegenden bezeugen, hat die Wissenschaft auch da« Richtige getroffen. Wenzel Peiter. ^UittWstlichui 8t. nschch der landwirth. und Darlehenskassen, 15 Molkereien, 336= me Odstverwerthungs- ossenschast, zusammen r wurden weitere Ge- t zahlt der Verband )arlehenskaffen hatten 1, bie (fonfiimmie •0 Mark, die K bMW Än id, die toüyx Tr- ^on! 015 W Mark. Sullznsf. welcher zr- icago zusammentriti, r in Worms die Aus« ber das pädagogische Ziele und Resultate, der dafür am 28. Juli ig der Geschichte deS n oder zur Veröfsent- renden Verhandlungen ihm beim Gange zur Kirche, unb noch gar während beS Geläutes, ber betreffenbe Postwagen begegnet.X. Aufruf znr Hilfe für die Brandbefchüdigten zn Zell bei Alsfeld (Oberhesfen). Ein gewaltiger Brand verwandelte am 5. Mai l. Js. einen großen Theil unserer Gemeinde in einen Schutt- und Trümmerhaufen. Nicht weniger als 42 Hofraithen (ungefähr 130 Gebäude) sind von den Flammen verzehrt worden. NantenloseS Elend ist bei uns eingezogen. Viele Familien sind obdachlos und haben ihr ganzes Eigenthum verloren. Von diesen sind einige gar nicht, viele nur schlecht versichert. Wir bedürfen daher der schleunigsten Hilfe und fordern Ihre Nächstenliebe auf, der armen, so schwer heimgesuchten Gemeinde Zell freundlichst beistehen zu wollen. Gaben aller Art, wie Nahrungsmittel, Kleidungsstücke, Wäsche, Hausgeräthe und dergl., insbesondere auch Geldgaben werden mit herzlichem Dank von Großherzoglicher Bürgermeister ei Zell in Empfang genommen"; ebenso ist das unterzeichnete Hilfscornüe zur Empfangnahme von Gaben gerne bereit. — Auch die Expedition des „Gießener Anzeiger" ist bereit, Geldspenden für die Abgebrannten in Empfang zu nehmen und darüber in diesem Blatte zu quittieren. Zell, 7. Mai 1893. DaS Hilföcomite: D i p p e l l, Bürgermeister in Zell, Simon, Gastwirth in Zell, Lepper, Landwirth in Zell, Andr. Köhler, Landwirth in Zell, Konr. Krausmüller, Landwirth in Zell, Konr. Bambey, Landwirth in Zell, Bausch, Lehrer in Zell, C a r r a, Lehrer in Zell, Jäger, Pfarrer zu Billertshausen. NB. Um Weiterverbreituug dieses Aufrufes in anderen Zeitungen wird gebeten. Bad Nauheim, 5. Mai. Nach der heute ausgegebenen Kur liste sind in der letzten Woche 358 Fremde angekommen- der Gesammtbeftand beträgt 489 Personen, ein Mehr gegen die entsprechende Zeit deS Vorjahres von etwa 125 Personen. Unter den amtlichen Notizen der Kurlifte findet sich folgender, gewiß zeitgemäßer (und auch anderwärts zur Nachahmung zu empfehlender) PaffuS: „Auf Grund von Klagen bei den Kurgästen werden die geehrten Damen höflichst ersucht, bei trockenem Wetter in den Kuranlagen die Kleider nicht Verinrschte- * Potsdam, 8. Mai. Infolge eines Streites über die Militärvorlage erschoß der Arbeiter Jahnke den Arbeiter Krause. Ter Thäter ist flüchtig. Bom Bodensee, 7. Mai. Ein Liebespaar aus Stuttgart, das seit einigen Tagen in Rorschach Wohnungen genommen hatte, miethetc sich gestern einen Nachen, fuhr etliche Kilometer in den See hinein und stürzte sich dann in das Wasser. Die Leichen sind noch nicht gefunden, auch konnten die Personalien noch nicht sestgestellt werden. * Bremen, 8. Mai. Der Vorstand der Rettungsstation Glowe (auf Rügen) telegraphirt: „Am 7. Mai sind von der unweit Gelm bei Nordost - Sturm gestrandeten deutschen Schaluppe Albert, mit Steinen nach Stettin bestimmt, zwei Personen durch den Raketenapparat gerettet worden." * Wien, 8. Mai. Hier und in Pest herrscht seit der vergangenen Nacht ein intensiver Landregen. * Antwerpen, 8. Mai. Eine große Feuersbrunst legte heute früh in den Depots für afrikanische Erzeugnisse, welche der General-Maaazin-Gesellschaft am Kattendyck-Bassin gehören, mehrere mit Wolle, Baumwolle und Zucker gefüllte Magazine in Asche. Der Schaden beträgt mehr als eine Million Franken. Verluste an Menschenleben sind nicht zu beklagen. * Gute Folgen eines schlechten Witzek. Eine empfindliche Strafe erlitt gestern ein Berliner Bauführer für einen schlechten Scherz. Er sah vor sich seine Braut, die ihre Geldtasche in der Hand hielt, entriß ihr von hinten das Portemonnaie und lief damit fort. Die junge Dame rief verzweifelt: „Haltet den Dieb", Vorübergehende verfolgten den Flüchtigen und holten ihn ein. Als die anscheinend Bestohlene herbeikam und in den „Dieb" ihren Bräutigam erkannte, hatte dieser — bereits eine gewaltige Tracht Schläge erhalten! Man wird wenig Mitleid verspüren ! Verkehr, Land- unb Volkswirthschafi. «ie-err, 9. Mai Marktbericht. Aul dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter vr- Pfd- X 1,20—1,30, Hühnereier per Stück 2 Stück 9-11 H, Käse vr. St. 6-8 A, Kästmatte pr. St- 3 A. Erbsen vr- Liter 18 H, Linien pr. Liter 28 H, tauben pr. Paar X 0,70— 0,90, Hühner pr. Stück X 1,10—1 50, Hahnen pr. St X 1,70-2.00, Enten pr. St- X 1,80 bis 2,00, OSftnfleisch pr. Pfb 63—72 Kuh, unb Rindfleisch pr. Pfb. 50—56 A, Schweinefleisch pr. Pfb. 60 -70 H, Kalbsteifch pr. Pfb. 50-56 A, Hammelfleisch pr. Wb. 40 - 70 A. Kartoffeln pr. 100 Kilo 3,50-4,50 X, Weißkraut pr. Stück 5 -12 A, Zwiebeln pr. Eentner 14,00—15.00 X, Milch pr. öfter 12-18 A, Enteneier pr. St. 10—11 A, Gänseeier 10-12 A. [!] Grünberg, 8. Mai. Der am verflosfenen Donnerstag hier abgehaltenc „Walpurgismarkt" war trotz der aünfttgen Witterung nicht stark besucht. Der Viehmarkt war mit Rindvieh schwach befahren. Der überall sich immer fühlbarer machenbe Futtermangel brückte ben Handel ersichtlich unb ließ die Preise auf ihrem seitherigen nieberen Stanbe. Sehr stark war bagegen bie Anffahrt auf dem Schweinemarkte. Solch hohen Preise, wie man sie eben für bie Ferkel zahlt, zeigen stets einen flotten Handel, so auch hier. Das Paar Ferkel zweiter Qualität kostete im Durchschnitt 50 bis 60 Mk., daS Paar erster Qualität 70 bis 80 Mk. Läufer galten per Paar 90-110—120 Mark. — Die EiSmLnner. Der 10., 12., 13., 14. und 15. Mai sind gefürchtete Tage, denen vor allem die Gärtner und Landwirthe alljährlich mit banger Sorge entgegen sehen. Schon durch Jahrhunderte hat man um diese »Zeit starke KLUerückfälle zu verzeichnen, und selbst bie allen Romer erwähnen solcher in ihren Schriften. Der Volksmunb hat die brei katholischen Heiligen Pankratius, Servatius unb Bonisattus, deren Gebächtnißtage auf ben 12., 13. unb 14. Mat fallen, deswegen mit bem Namen „Eismänner" belegt. Auch bie nachfolgende „eifigkalte" Sophie (15. Mai) macht sich ebenfalls meistens durch ihre Kalle bemerkbar. Obwohl auch später öfters Temperatur-Erntederungen, vorzüglich um Mitte Juni, statt- ftnben, so haben doch nur jene im Mai Aufsehen und größere Beachtung erweckt. Während alle späteren sich fast immer über dem Gefrierpunkt vollziehen, bringt jene ber brei Männer oft eine Kälte mit, bie nicht allein ben in Ruhestand versetzten Ofen zu neuerlicher Dienstleistung herausfordert, sondern auch für bie in ber ersten Vegetation stehenbe Natur schlimme Folgen nach sich zieht. In unseren Gegenden sind um diese Zeit gerade bie Knospen erst aufgesprungen unb daher ungemein zart unb empfindlich. Die Nachtfröste machen sich deswegen um io fühlbarer und erzeugen schädlichere Wirkungen als zu anderen Zeiten. Diese Kälierückfälle treffen jedes Jahr mit ziemlicher Genauigkeit in ber ersten Hälfte des Monates Mai, wenn auch mit verschiedener Stärke ein, unb ftnb eine Folge des im Norden Europas efntretenben Eis- unb Schneewegganges. Im Allgemeinen läßt sich eine fortschreitende Temperatur-Erhöhung und Erwärmung unseres Erdtheiles im Frühjahre von Süden gegen Norden wahrnehmen. Während in Mitteleuropa schon das schönste Frühlingswetter herrscht, rührt sich im Norden auf den Schneeseidern unb Eisbergen noch kein Stäubchen. Die Sonne steigt mit jedem Tage höher, ihre Strahlen gewinnen an Jniensivität und endlich muß auch in Schweden und Norwegen der Wintermantel vor ihrer Macht weichen. Zur Schmelzung der ungeheueren Schnee- undEis- moffen wird eine riesige Menge der Sonnenwärme verbraucht. Die Temperatur sinkt infolge dessen und mit ihr jene ber Lust. Die nächste Folge dessen ist ein Temperaturausgleich zwischen Süd-, Mittel- uub Nordeuropa. Unter allen Winden sind die Nordwinde am geeignetsten, in unseren Gegenden eine Erniederung ber Temperatur heroorzubringen, benn aus kälteren Gegenden entstammend, führen sie uns kalte ßuftmaffen zu; sie sind in ber Regel von trockener, klarer Witterung begleitet, welche in der Nacht eine starke Ausstrahlung der Erdoberfläche und ber herauf befindlichen Pflanzen gestattet. Lösen sich noch dazu mächttge Eisberge von ben Eismassen deS Polarmeeres ab, sodaß dieselben eine falte Luftströmung nach Süden treiben kann, so werden die Kälterückschläge noch bedeutend stärker, da die Schmelzung der mächtigen Eisberge neuerdings den südlichen Gegenden bedeutende Wärmemengen entzieht. Der KSlterückschlag tritt zumeist zuerst in Skandinavien auf, verbreitet sich bann zunächst in südwestlicher Richtung über Mitteleuropa, um dann wieder zuerst langsam, bann schnell zurückzugehen. „Selbsteinleuchtend ist", sagte der bekannte Magdeburger Gelehrte Aßmann, „daß die Eiaenthümlich- kett des Waffers, die größte Menge von Wärme zu seiner eigenen Erwärmung zu gebrauchen, zu solchen Zettm, in welchen das Land schon höher lemperirt ist, über letzteren eine Auflockerung, über ersteren eine Aufhäufung von Lust zur Folge haben muß. Da nun die Auflockerung gleichbedeutend mit leichterem Gewichte, die Anhäufung aber mit Vermehrung des Gewichtes ist, so wird zu dieser Zeit des beginnenden Ueberwiegens der Sonnmeinstrahlung über der nächtlichen Ausstrahlung die Differenz zwischw schwerer toter Meeresluft und leichter warmer Landluft die benTbar größte sein müssen; dieselbe wird im Winter die umgekehrte sein, im ersten Frühjahre fast ganz verschwinden und im weiteren Verlause des Frühjahres zum Sommer zu aber vermöge der fortschreitenden Erwärmung deS Meeres immer posanten Kundgebung. Mehr als 800 Männer, unter denen auch die Geistlichkeit sehr stark vertreten war, hatten im Saalbau Platz genommen. Dr. Rübel aus Gießen legte in seiner Eröffnungsrede den Zweck der Versammlung und die Stellung der Katholikin zu verschiedenen Gesetzen und Fragen, namentlich der socialen Frage, im Allgemeinen dar. Pfarrer Schäfer auS Ober-Ingelheim schilderte das Papstthum an der Hand der Geschichte, feierte insbesondere Leo XIII. als Friedenssürsten und betonte daS Festhalten der Katholiken an Thron uub Altar. Rechtsanwalt Schmitt aus Mainz unterzog die gegen die Katholiken in Heffen bestehenden Ausnahmegesetze einer scharfen Kritik, begründete ausführlich die Stellung des Centrums zur Militärvorlage, warnte vor dem „Bunde der Landwirthe" und verwies die Landleute auf den hessischen Bauernverein. Die Versammlung sandte ein Glückwunsch-Telegramm an den Hl. Vater anläßlich seines goldenen Bischossjubiläums unb nahm folgende Resolution einstimmig an: „Die Katholiken OberheffenS erblicken in der Behandlung der Petition der hessischen Katholikenversammlung vvm December 1890 Seitens der Ersten und Zweiten Kammer zu Darmstadt eine schwere Kränkung ihrer heiligsten Rechte und Gefühle. Die oberhessischen Katholiken erklären sich ferner mit dem Hochwürdigsten Bischof von Mainz eins und einig in den Grundsätzen der Erziehung der Jugend, die Hoch- derselbe in der Ersten Kammer zu Darmstadt zum Ausdruck gebracht hat, und sagen ihrem hochverehrten Oberhaupte insbesondere Dank, daß er die empörende Behandlung der katholischen Ordensschwestern, die dieselben in Hessen erfahren müffen, gebührend gekennzeichnet hat." Nach einem Hoch auf die Hauptredner, das Herr Pfarrer Dr. Wald von Ober- Wöllstadt ausbrachte, schloß die Versammlung gegen 7 Uhr. — ReichstagSabgcordneter Professor Dr. Schädler war durch Erkrankung, wie ein Telegramm auS Berlin besagte, am Erscheinen in letzter Stunde verhindert worden. Ockstadt bei Friedberg, 6. Mai. Ein erschütternder Unglücksfall, der sich gestern Abend in unserer Nähe, unweit dem Löwenhof zutrug, mahnt wiederum, wie schon so viele andere dieser Art, mit dem Gebrauche von Schießgewehren vorsichtig zu sein. Herr Oberlehrer Fritsch auS Frankfurt, der am Winterstetn ein Jagdgebiet besitzt, fuhr mit einem Jagdaufseher nach (oder von) demselben. Letzterer machte ihn auf irgend etwas im Felde aufmerksam und Herr Fritsch beugte sich über da» Wagenrad. In demselben Augenblicke krachte auch ein Schuß. Die Kugel ging Herrn Fritsch durch die Brust, der tödtlich verwundet noch sagte: „Ich habe mich erschossen." Wahrscheinlich hat sich durch die Bewegung deS Herrn Frisch, der mit dem Fuße an den Abzugshahn kam. die Jagdflinte entladen. — Die Familie des so jäh aus dem Leben Geschiedenen, der, ein geborener Friedberger, längere Zeit in Friedberg als Lehrer an der Lateinschule thätig war, wird allgemein bedauert. — Das Gericht hat den Sachverhalt bereits festgestellt. Darmstadt, 8. Mai. Der in der Soderstraße wohnende Lehrer Baldner und seine Mutter wurden heute Vormittag in ihrer Wohnung tobt aufgefunden. Dieselben haben sich vermittelst Cyankali vergiftet. Die Frau hattte ihr schwarzes Sonntagskleid angdzogen. Mnmling-Grumbach, 7. Mai. Es wird den Lesern noch erinnerlich sein, daß vor zwei Jahren in dem benachbarten Höchst die Tochter des Bürgermeisters Hofferberth von einem Höchster Burschen ermordet worden ist. Heute in aller Frühe durcheilte unfern Ort die Schreckensbotschaft, daß die Tochter des hiesigen Försters Hofferberth gestern Abend halb 10 Uhr in dem Hofe der Gebr. Oppenheimer, wo daS Mädchen in Diensten war, von einem Höchster Burschen erschossen wurde. Der Schuß ging in die Brust und hatte den sofortigen Tod zur Folge. Die Ermordete war ein hübsches braves Mädchen und wird die so schnell in Trauer versetzte geachtete Familie sehr bedauert. Eingesandt. Gießen. 8. Mat 1893. Kaiserliches Postamt dahier hat kürzlich in diesem geehrten Blatte den Wunsch auSgesplochen, daß doch in allen Häusern der Stadt Brieskafien — am besten alle im unteren Stocke — angebracht werden möchten, zur Erleichterung deS so beschwerlichen Dienstes der Briefträger, wie auch zu rascherer und prompterer Briesabgabe:c., im Interesse verehrlichen Publikums Ganz einverstanden, denn die armen, so viel geplagten Briefbeförderer dauern einem tu der Seele! — Einsender aber möchte au8 und bei diesem gegebenen Anlässe auch einen dringenden Gegenwunich ergebenft auszusprechen sich gestatten, nämlich den, daß es Kaiserlichem Postamte gefallen möchte, an den Feiertagen hinfort gar keine Gepäck- ablieferungö: unb Gepäckannahmepostwagen gehen zu lassen und an den Sonntagen solch Fuhrwerk ketnenfallS vor halb 12 Uhr die Stadt fürder büret queren lassen zu wollen; unb bann auch nur je einmal In bitfen Tagen hrn ließ sich 'nbtT ittfjtfftn unb btxtn berg wbt aUttfit üt nmhni. W# MbruanM fttnannt i nod) tz , mit sie «■% ich ein Lehrerseminar „ach 3 Uhr mrbe Ob ein Alarrnuen », if * «* * SXft Msermcher W ’1 n verstossenen ®‘>nnIl,8 ftein^K 'Ife M Lnual, 5.'«S Meta H, L* "Molle ? Weg L-ib-tz 9 den 20 sm n Ex.,» ' H \ ienburo al,»? - "ach ; ; *> ’ *Wita«.er d,r a-Ä >‘"Ms. ,M°9e ber Großb £ Ml Hefe MM für die W. »Mitgliedes Meinm Haushaltuvgsschulev'. 'urch Gemeinden bett. ^Mitgliedes A. Deti- M eines Artikels in nzcommission auf Ge- " Landesausschutz und e landwirthschasrlichen er gewünschten Nuance, schnell und hart trocknend, alle Arten HwUUw lllvUlUl in jeder gewünschten Nüance, // Gießen, am 5. Mai 4280] zu oermiethen- MLuSburg 7 I- A-: Bogt. 4375 DienStag, 16. Mat, «dendo 8', Uhr 43M Match, Psandmeister. 4210 [4361 S. «.r [4379 Gels ent. Berg» -Act. Medic.-Lebert In an Tendenz. matt. Emil Fischbach. Schulstraß« V. Schulstraße 9. empfiehlt IM 370.32 67.25 1893. Kainit empfiehlt billigst • Hahn, Oberlehrer. 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In dem einen derselben sollen bte Schüler des Winterkursus im An- Louis Bierau Gießen, 8. Mai 1893. Mittwoch, den 21 Juni, Nachmittags 2% Uhr, sollen auf dem hiefigen OrtSgericht die dem Georg Roll in Gießen gehörigen Immobilien : Flur 34 Nr. 181-/,«) - 187 Meter Hof, raithe zwischen dem Wäldchen und dem SchfißhauS; Flur 34 Nr. 58P*/1OO - 47 Meter Hof- raithe daselbst: Flur 34 Nr. 581*/10O — 623 Meter Grab, garten daselbst öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, den 9. Mai 1893. Großh. OrtSgericht Gießen. geb. 2eybold treu und hilfreich zur Seite standen, insbesondere den Schwestern des hiesigen Schwesternhauses, ferner Herrn Pfarrer Schlosset für die trostreichen Worte am Grabe, sowie für die Bethetligung bei der Beerdigung und die überaus zahlreichen Blumenspenden sagt herzlichen Dank Im Namen der ttauernden Hinterbliebenen: Montag, den 15. Mai, Nachmittags 2 Uhr, werden tiartenntraeee 381 111. Versteigert: 1 Blüthner’8Ch®r Flügel (kreuzwaltig), »-rzüglich gut gestatten; ferner: 2 Tophas, Tische, Stühle, Lpiegel, Haushaltungs-Gegenstände, KÜchengeräthc re. Uebuug Nach Schluß derselben Beuern: 102.47 vtl Freibank. [4365 Heute und morgen: 4169) Ein großer schöner Loden mit Wohnung nach Wunsch, in bester Lage der Stadt, in welchem seither ein Waaren- geschäft mit Erfolg betrieben wurde, ist per 1. August, event. früher, anderweitig zu vermietben. Näheres durch ®. Katz, Afterweg 10. Versteigerung Freitag den 12. d. M., Nachmittags, versteigere ich gegen Baarzahlung: Um 2 Uhr im Pfandlocal: Sophas, Commode, Ikletderschränke, Küchenschränke, 2 Glasschränke, 1 «spiegel, 1 Regulateur und 1 Bterapparat, um 3 Uhr in der Flett'schen Hofratthe: 3 Pferde, 2 Kühr und 1 Wagen, um 4 Uhr Hammftraße: 34 geschnittene Elchenstimme, 6 Pappelstämme und meh« rere unbeschlaaene Fichtenstämme. Die Zusammenkunft ist am Neustädter Thor- hauS. Gießen, den 3- Mai 1893. Vergebung von Bauarbeiten. Nachstehende Arbeiten und Liefe« rungen werden am Dienstag den 16. Mai, Nachmittags 3 Uhr, im Amtszimmer des Unterzeichneten, woselbst die Pläne und Voranschläge zur Einsicht offen liegen, im Sub- missionsweg vergeben. A. Umbau einer Stützmauer fertigen von Popoarbeitrn weiter geführt und in dem anderen die neu eingetretenen Schüler mit Papparbeiten beschäftigt werden. Zur Betheiligung an denselben können Schüler der Volksschule sowohl, als auch Schüler der höheren Lehranstalten (letztere vom 11. Jahre ab) zugelassen werden. Für Werkzeuge und Materialien, welche den Schülern während der Unterrichtszeit gestcllt werden, sind von einem jeden derselben 1.50 Mark^ zu entrichten. Außerdem haben die Schüler der höheren Lehranstalten ein Schulgeld von 2,50 Mark zu bezahlen. Anmeldungen zum Unterrichte werden zur oben äuge gebenen Zeit im genannten Tchulhause entgcgenqenommeu. Gießen, den 8. Mai 1893. JRdtHMnMDtlael 3 pLt. — Frankfurter Barrk-DiScoU 3pCL (Cafi Leib.) [4377 (Dlrection : Frits Baars). Heute Dlentag den 9 und morgen Mittwoch den 10. Mal 1893 wegen Verber* tungen zu dem SchauspielHeimath“ ge*chloasen. Donnerstag den 11. Hal: Zum Benefiz für den Rpgleeeer Herrs Wilhelm Hartzog u>l.< 25jährigen Scnauapieler- Jublläum*: (Auftreten der Frau Director Flora Baars). Ganz neu! Ganz neu! iSensations-Novität v. Sudermann: Heimath. Sensationelles Schauspiel In 4 Actes von Hermann Sudermann (Theile in Vorbereitung, tbeilo aufgeflhrt an allen bedeutenden Bühnen Di nf»ch- lande; überaetit in da« Englieche, Italienische und Schwedische). Magda Frau Flora Baars 0^ Der hohen Honorarkosten wegen findet nur eine Aufführung von ,, Hei. math“ statt. -MA Einlass 7'/, Uhr. Anfang 8 Uhr Oeconomie-Hofraithe. Die Rinn'sche Hofratthe, große Mühlgaffe 27, mtt neu erbautem Wohnhaus, Scheuer, Backhaus, großem Hof rc., sowie eine Wiese an der Rodheimer- ftraße, nahe dem Schlachthaus (Bauplatz), billig zu verkaufen. Näheres bei [4258 W. Hoffmann, ConcurSo-rwalter- Coursbericht von E. Wasserschieben, Bankgeschäft Frankfurter Börss vom 9. Mai 1893. Schlußcourie 1 Uhr 15 MW. Heute Mittwoch den 10. Mai Grosses Militär-Concert ausgeführt von dem Musik Corps des 7. Badischen Infanterie. Regiments Nr. 142 auS Mülhausen im (^lsast unter persönlicher Leitung des MusikdirectorS Herrn Küyne. esso Anfang 7l/2 Uhr. <^ntr4e 50 Pfg. Bier im Olas. 3 pCt. ReichS-nlrih« y/, PCL do. 3 pLt. Breuß. LonfslS 31 i p€l do. Chaussir- und Pflasterarbeiten 21.75 B. Umbau der Krebsbach- Mittwoch den 10. d. M., Nachmittags 2 Uhr, werden im Bteker'schen Saale — Neu» stadt — versteigert: SovhaS, Commoden, Kleiderschränke, vollst. Betten, 1 Silberschrank, 2 goldene Herren uhren mit Ketten, 1 goldene Damenuhr mit Kette, 8 Mille (S igarren, 1 Schleudermaschine, Wirth schaftSttsche und -Stühle, 1 Kuh, 2 Wagen, 1 Stoßkarren u. a. m Versteigerung voraussichtlich theilweise vr. Retan’s Selbstbewahmnfl Lee« Jeder, der m .len echrecUcNeR Folgen die«»« Le»tert leidet, «eine eufneb- tlgen Belrbranfer. retten jährlich Ta». Danksagung. Allen Denjenigen, welche mir während der kurzen aber schweren Krankheit meiner innigfigeliebten Frau 4362] Das seither Von Frau Domäucrath Schlicphakc bewohnte Logis ist per 1. Juli anderw. z. v. C. Schwan sen. 4363) In meinem Hause, Frankfurter- straße 1, Logis von 4 Zimmern, Küche und Zubehör zu oermiethen. H. N«vheimer, Bleichstraße 24. 4378] Schöne Wohnung von 6 Ztm« mern, Küche und Zubehör, mit vielen Bequemlichkeiten, Wasserleitung rc., per 1. September, Im Fall auch von Mitte August an, Alicestraße 25 III oermiethen ___Kaust»»«« & Eo. 1 40451 Der 1 Stock m. Hauses, Bahn- Hofstraße 59, vollständ neu herger., ist pr. 1. Juli, auf Wunsch auch früher, anderw- zu oerm. E. «. Kleinste««. 4'371) er fff 9t atr V r I Se«e e Q l UM 2 Allmdori an 3 IDlmbori an 4 Kkrtlbcuffli B Bun 8uW 1 / Änittob . . ? Mtrl&cta ’• 8crg-eim(Krlf 8 VriMlhain . 9 Lertrod . i 10 Lkttahavikn 11 Seuen> . . 12 Shflir 13 Vitkstchifrld 14 tdllmbe» . . 15 tauktaam . 16 IT «ffstM. M 19 20 21 23 !■ 34 » 2S T 28 29 Etiiv-thauM Hndairich MWtn . flöklnteb "rotzrn.Hufvk ^rojmxyinba tfkünkrg. . k’ritalngai . mbech . . «tiemob Vrajtn . 'nbdbai . . X 33 94 ♦1 ; 4*1^. ' Wtlbtä . Mm fabtn, r 5 !»■ ■. „ Nil 2 Dlonattn ' Steuer,Capüal 1, AÄ t otbn*8tn Don A liefet JtKgtßo ModeM Huth 5 Tlatti v tn grot fIe9ani «suü und i $T,n und Wirtes te