rein. Abends 8 Uhr, 6031 IlllIIl». »ahl des Ausschusses. M. richt, daß an den Wahrten vo» unb feget Thor aus trägt Pro Person 6027 geschlossen am i Montag und itcomite. >s 9% U6r: MfammlNg A\* Ehrenpräsident. icbt, sitz Tonntag den teind rety zahlreich [ Uhr im Aereuislocal. Mliz für »en W« NN? DMelln. 3. Juli, ** 6051 Ihr. , billig LV-M«' jgeo ü ie, I* Ha" Ja»t«.i»'debraod’ 189S Sonntag den 9. Juli Erstes Blatt 91t; 159 Amts- und Anzeigeblatt für den ALveis Gieren chratisöeitage: Gießener Aamilienökätter. Anrtlicher Theil Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Der Oießener Anzeiger erscheint täglich, atit Ausnahme deS Montags. Die Gießener Ifa«ikie«VlLlter «erden dem Anzeiger »gchentlich dreimal heigelegt. nach dem langt, was ihm gerade am nächsten steht, und darauf los ißt, bis sein Hunger gestillt ist. Ganz anders der Feinschmecker! Er studirt vorher die Speisekarte, wählt vorsichtig aus, kostet mit Wonne das Ganze durch und hat einen vielfältigen Genuß davon. Betrachten wir nun, wie der „Reisekünstler" die vorhin genannte Reise in Angriff nehmen wird. Sofort ins Hochgebirge zu eilen, verschmäht er, auf der Fahrt dorthin macht er im Schwarzwald Halt. Dort besteigt er einen der hohen Gipfel, den Feldberg, den Belchen, die Abhänge von Höhenschwand bei St. Blasien oder wo es sonst sein mag. Ist das Wetter günstig, so erwartet ihn hier ein erhabener Vorgenuß. Fern am Horizont, wo das dämmerige Land erblaßt, liegt vor seinem staunenden Blick ein wunderbares Bild von silbernen Lichtlinien, weißstrahlenden Schneefeldern, bläulich in -die Höhe wachsenden Bergmaffen. Das Auge ahnt mehr als es sieht, ein köstlicher Vorgeschmack der zu besuchenden Wunderwelt des Hochgebirges erfüllt das Herz, der Eindruck ist fast ergreifender, sinnberückender, als der Anblick des Gebirges aus nächster Nähe. Näher gerückt, wuchtiger läßt er dann dasselbe Panorama noch einmal von den Kalkrücken des Jura auf sich einwirken, etwa vom Säliberg bei Otten oder dem vulkanischen Kegel des Hohentwiel oberhalb Constanz. Jetzt unterscheidet man schon deutlich die Voralpen von der Hauptkette, nimmt tausende entzückende Einzelheiten wahr, kann schon in allem die Gebirgspartien aufsuchen und in ihrer Gruppirung vergleichen, die man demnächst besuchen wird. Wie dem am Rheine nach Süden Reisenden der Schwarzwald und natürlich in ähnlicher Weise die Vogesen, so bietet dem Wanderer im Osten der Schwäbische und Fränkische Jura, der Bayer- und Böhmer-Wald ähnliche günstige Vorstationen zum Fernblick auf die Alpen. Und nun hinein ins eigentliche Gebirge! Eine kurze Bahnfahrt bringt uns in das Hügelland der Schweizer Hochebene, das unmittelbar dem Hauptgebirge vorgelagert ist. Wie wenige Fremde kennen diese Landschaften, und doch, wie , sehr lohnt sich in ihnen eine kurze Rast. Da umgiebt uns [ eine Fülle saftiger Wiesen und herrlicher Wälder, klarer, von Das Gr. Steuer-Commiffariat Gießen an die Großh. Bürgermeistereien des Bezirks. Durch Verfügung Gr. Ministeriums der Finanzen Abth. für Steuerwesen vom 30. Juni l. I. zu N. I. M. St. 17038 ist der Gr. Steuer-Affessor Jäger, bis auf Weiteres, zur Aushilfeleistung bei Gr. Steuer-Commiffariat Gießen und eventuell zur Vertretung des Gr. Steuer-EommiffärS bestimmt worden. Gießen, 8. Juli 1893. Süffert. Vierteljähriger ASonnementspreir r 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezöge» 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Expedition und Druckerei: Schulstraße Ar.7 Fernsprecher 51. Deutsches Reich. Berlin, 6. Juli. Die erste Sess ion des Reichstages wird vielleicht schon gegen den 15. Juli ihr Ende erreichen, wenn eben keine commissarische Vorberathung der Militärvorlage stattfindet. Die obwaltende, echt hochsommerliche Temperatur wird jedenfalls ein wesentlicher Grund für die neugewählten Reichsboten mit sein, die Debatten über die Heeresvorlage nach Kräften zu beschleunigen, und diese Absicht dürste sich um so eher erreichen lassen, als ja der Inhalt des umgearbeiteten Militärgesetzentwurfes in keiner Beziehung etwas besonders Neues enthält. Das sonstige Be- rathungsmaterial, welches bis jetzt dem Reichstage zugegangen ist, läßt sich bis zum 15. Juli ohne große Mühe aufarbeiten, es sind dies der mit der Militärvorlage zusammenhängende Nachtragsetat, sowie verschiedene Anträge von Interpellanten. Von letzteren Sachen sind zu nennen der wiedereingebrachte Antrag des Centrums auf Aufhebung des Jesuitengesetzes und eine Interpellation von nationalliberaler Seite, betreffend die thunlichste Beschränkung der Manöver in Gegenden, in denen Futternoth herrscht. Die einzelnen Reichstagsfractionen beginnen der Militärvorlage gegenüber Stellung zu nehmen. Die freisinnige Vereinigung hat gutem Vernehmen nach beschlossen, dem im vorigen Reichstage gestellten Anträge des Abgeord- neten v. Bennigsen, demzufolge die zweijährige Dienstzeit so lange fortdauern soll, als die neue Friedenspräsenzstärke währt, zuzustimmen, womit sich also „die um Rickert" im Allgemeinen auf den Standpunkt der Nationalliberalen stellen. Weiter verlautet, die freisinnige Volkspartei und die süddeutsche Volkspartei hätten vereinbart, in der Militärfrage gemeinsam zu operiren, was natürlich besagen will, daß beide Parteien in der Ablehnung der Militärvorlage einig sind. Schon jetzt kann es indessen als gewiß gelten, daß hierbei nicht alle Mitglieder der „Fraction Richter" bei der Stange bleiben werden. So wird jetzt der Austritt des freisinnigen Volksparteilers Pachnicke aus dem Fractionsverbande gemeldet, offenbar will sich Herr Pachnicke die berühmte „freie Hand" gegenüber der Militärvorlage Vorbehalten. Die der Militärvorlage freundlich gesinnten Centrumsabgeordneten Prinz Arenberg und Dekan Lender sollen in der Centrums- fraction verbleiben dürfen. Von etlichen Anhängern der , Lieber'schen Richtung war der Vorschlag angeregt worden, beide Herren wegen ihrer Stellung in der Militärfrage aus der Fraction auszuschließen, klüglicher Weise hat man aber in den maßgebenden Centrumskreisen dieser Anregung nicht Folge gegeben. Feuilleton. Von der „Kunst' reisen. Unter diesem Schlagworte bringt die „Kölnische Ztg." nachstehenden gut gemeinten und im Großen und Ganzen auch zutreffenden Wink: Wieder naht die Zeit, wo mit Beginn der großen Ferien aus dem Westen Deutschlands Tausende von Glücklichen hinauseilen und für einige Wochen im Genüsse einer schönen Natur den Staub des Erwerbs- und Berufslebens von sich abblasen lasten. Ein großer Strom dieser allgemeinen Reisefluth wendet sich der Alpenwelt mit ihren ewigen Naturwundern zu. Rundreisebillete, Sonderzüge und das verhältnißmäßig billige Leben in der Schweiz, in Oberbayern und Tyrol machen diesen Genuß heute ja auch bei bescheidenen Mitteln leicht. Da ist es denn um so mehr zu bedauern, wenn man wahrnimmt, wie nicht alle den Genuß auf ihrer Reise sich sichern, der thatsächlich zu erreichen wäre. Richtig zu reisen, ist eben eine „Kunst", und da das Lehrgeld hoch ist, das man zu zahlen hat, ehe man sie erlernt, so mag ein Wort hierüber vielleicht Nutzen stiften und Manchem die Aufstellung seines Reiseplanes erleichtern und ihm seinen Genuß vervielfältigen helfen. Greifen wir nur ein einziges Beispiel heraus, das sich auf andere Fälle leicht übertragen läßt. Jemand will die Alpen und Ober- Italien besuchen. Er setzt sich Abends in den Courierzug, saust die Nacht durch, macht in Basel früh Morgens Toilette, frühstückt, fährt weiter mit der Gotthardtbahn, speist Mittags in Göschenen, eilt durch den großen Tunnel, jagt durch das Tessinthal hinab und weilt am Nachmittag schon in der südlichen Landschaft des Lago Maggiore oder gar am Abend in der internationalen Galerie Vittorio Emanuele zu Mailand. Der Mann, der diese Reise macht, hat wohl viel Schönes unterwegs gesehen, und doch war seine Art, zu reisen, eine gewissermaßen rohe. Er gleicht, um einen trivialen Vergleich zu wählen, einem Menschen, der vor ein großartiges Mittagsmahl gesetzt wird und der nun ohne Wahl und Kennerkntffe Bekanntmachung. Das in Nr. 152 des Blattes erlassene Ausschreiben gegen Linker, Ludwig, Schuhmacher aus Lauterbach, ist erledigt. Gießen, den 6. Juli 1893. Großh. Staatsanwaltschaft. Schill ing-TrygophoruS. Gießener Anzeiger General-Anzeiger. — Das Centrum hat im Reichstag den Antrag auf Aufhebung des Jesuitengesetzes wieder eingebracht. — Die süddeutsche und die freisinnnige Volkspartei stellten einen schleunigen Antrag auf zeitweise Aushebung der Futterzölle. — Der Militärvorlage ist noch eme allgemeine Uebersicht der Etatsvermehrungen (Preußen, Sachsen, Württemberg, Bayern getrennt in Gegenüberstellung zur bisherigen Friedenspräsenzstärke) beigegeben. Danach würden in Preußen erforderlich sein 1446 Offiziere, 180 Militärärzte, 162 Zahlmeister, 161 Büchsenmacher und Waffenmeister, 17 Roßärzte, 8554 Unteroffiziere, 46,247 Gemeine und 2590 Dienstpferde- in Sachsen 116 Offiziere, 14 Militärärzte, 13 Zahlmeister, 870 Unteroffiziere, 5468 Gemeine, 132 Dienstpferde- in Württemberg 50 Offiziere, 8 Militärärzte, 8 Zahlmeister, 8 Büchsenmacher und Waffenmeister, 880 Unteroffiziere, 5468 Gemeine, 132 Dienstpferde- in Bayern 181 Offiziere, 26 Militärärzte, 24 Zahlme'ster, 2 Roßärzte, 1168 Unteroffiziere, 5535 Gemeine, 240Diens- pferde- zusammen 1793 Offiziere, 269 Militärärzte, 207 Zahlmeister, 206 Büchsenmacher und Waffenmeister, 20 Roßärzte.. 10,912 Unteroffiziere, 59,198 Gemeine, 3W4 Dienstpferde- Die bisherige Friedenspräsenzstärke beträgt 66,952 Unteroffiziere, 420,031 Gemeine, zusammen 486,983 Mann, dazu kommen obige Gemeine mit 59,189, ergiebr die künftige Friedenspräsenzstärke, in welcher die Unteroffiziere nicht em- begriffen sind, mit 479,229. An Unteroffizieren treten hinzu 10,912, mithin künftig 77,864 Unteroffiziere, 557,093 Mann. Ventfcher Reichstag. 3. Sitzung. Freitag den 7. Juli 1893. Nach der Erledigung verschiedene!: schleuniger^AntrS^ wegen Reichskanzler^Graf^o. Caprivi: Es sei nicht möglick. Neuetz über die Vorlage zu sagen, nachdem 9 Monate darüber verhandelt worden sei. Was die neue Vorlage anbetrtfft so hältm die verbündeten 3teflterun0en ben Antrag £>uene ac«P ro”ltt 9C es in Anbetracht dec allgemeinen Lage für richtig befunden hatten. Die Mtlttäcverwaltuog habe, wo sie irgendwie ttekonnt kürzungen voraenommen und so sei etwa ein Sechstel an Mitteln und Mannschaften gestrichen worden. Deshalb sei es salsch geweün, wenn: man der Regierung Unnachgtebtgkett vorgeworfen habe. Die!Legierung sei so weit als irgend möglich entgegengekommen, natürlich ohne den organistrten Bau der Vorlage zu erschüttern. Es iei "8thtg, dieses zu bewilligen, damit Deutschland weiter wie b sher sttn gewtch igeS Wort zur Aufrechterhaltung des Friedens in die Wagschaale werfen könne/ Die Verhältnisse seien für uns letzt ungünstiger als früher. Seen geläuterter, blaugrüner Gewässer. Da begegnet uns eine Menge wohlhäbiger Dörfer und allenthalben bieten sich bezaubernde Ausblicke auf das Hochgebirge, das nun bis auf einige Stunden nahe gerückt ist. An den nahen Seen, deren geheimnißvolle Becken schon zum Theil ins Innere der hehren Bergwelt hineingreifen, besonders an den Gestaden des unvergleichlichen Vierwaldstätter Sees öffnet sich dem Auge deS sorgsam bis hierhin vorgedrungenen Wanderers nun die ganze Wunderwelt des eigentlichen Hochgebirges. Vom wohlangebauten Thalboden mit reichen menschlichen Besiedelungen steigt er jetzt in einigen Stunden empor zu den Schrecknissen und Geheimnissen der Schnee- und Gletscherwelt, zu den un-- endlichen Einöden der oberen Regionen, die von dem Dröhnen der Lawinen, von dem Brausen der Gießbäche widerhallen. Hier erhebt sich der Geist in bewunderndem Entzücken, der Höhepunkt des Genuffes ist erreicht. Aber nach tagelangen, stets gleich fesselnden Streifzügen in diesen Gebieten bleibt noch eine wundervolle Ueberraschung Vorbehalten- der Abstieg aus der nordischen Gebirgswelt in die entzückende Naturpracht des nahen Südens. Dies kann ein rüstiger Fußgänger auf allen von Norden nach Süden über die Alpen führenden Pässen bequem in einem einzigen Tage machen. Und gleich einem Fluge durch die verschiedenen Zonen der Erde kann er im Hochsommer am Morgen am Rande der Gletscher und Firnfelder hochnordische Frühlingsblüthen pflücken, am Vormittag schattige Laubwälder durchwandern, am Mittag schon frisch gepflückte reife Trauben kosten und am Nachmittag im Schatten von Feigen- und Lorbeerbäumen von der Anstrengung des Marsches ausruhen und seine Aufmerksamkeit dem fremden Treiben südländischen Volkslebens widmen. Wer in solcher Weise reist, der hat in der That erst den vollen Genuß, dem vereint sich Erholung und Erkenntniß, und die aufgewandten Reisekosten sind ihm ein werthvolles geistiges Capital, das noch nach Jahren reichlich Zinsen tragt. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag» für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Norm. 10 Uhr. Steckbrief. Gegen den unten beschriebenen Klöß, Heinrich IX von Langd, geb. am 17. August 1861 zu Rabertshausen, oerheirathet, evangelisch, Schafhändler, welcher flüchtig ist, ist die Untersuchungshaft wegen Betrugs verhängt.. Es wird um Fahndung, Verhaftung und Nachricht vor Zuführung ersucht. Gießen, den 1. Juli 1893. Großh. Staatsanwaltschaft. Schilling.Trygophorus. Beschreibung. Alter: 31 Jahre. Statur: gesetzt. Größe: 7 Fuß. Haare: blond. Stirn: hoch. Augenbrauen: schwarz. Nase: spitz. Gesicht: oval. Augen: grau. Mund: gewöhnlich. Kinn: oval. Gesichtsfarbe: frisch. Besondere Kennzeichen: Keine. _____________________________________ Gefunden : 1 Paar und 3 einzelne Handschuhe, 1 weiße Metzgerschürze, 1 Stück Band, 1 Peitsche, 1 Zugstiefel, 1 Gartenstuhl, 1 Scheere, 1 Henkelkorb, 2 Badehauben, 1 Taschenmesser, 1 gold. Ring und 1 gold. Damenuhr. Zugelaufen: 1 junger, gelber Hund. Gießen, 8. Juli 1893. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Fresenius. m mom^aÄlt fldpannt fei, inbefc wenn‘einmal die Lage bereit« g'brücft fei, bann 'ct e« schon »u spät Die Regirrungm ^«meUm em« Bet/afiima«anbnung wegen der ,weiiähr,g'n Dimmen ni*t näber treten ,u können. Bewährt sich die zweijährige Tienstzeit, dann werden die Regierungen auch nicht davon abkommen. WaS die Teckungsirage anbetrifft, so fei man dahin gelangt, die Börsensieucr ausaiebiger zu machen, bann wollen "^ d'e unbebürgt neuen Steuern Denen auserlegen, die am lkiftungSsLhigften- ^>ie Regierung will die mSalichsie Rücksicht aus die schwächeren KrSste obwalten lassen und die Landwlrihschast angesichts der Nothlage von neuen Steuern sreilass-n. Vorläufig können weitere Angabm nicht gemacht werden, darüber könnten noch Monate veraehen. Der Reichskanzler appeUlrt an daS Vertrauen und an den Glauben des Reichstag-, denn nur so könnte von einer gemeinsamen Arbeit Die Rede sein. Das Septennat gehe in 1894 zu Ende.und eS mußte em ErsaK geschanen werden. ES müßten 50 000 Rekruten Em Herbst mehr eingestellt werden. Die Vorlage vermehre auch den unbedingt nöthigen Bestand an Pferden für die Geschütze und bringt unS in bie Lage, daß wir nach dem Erlaß der Vorlage sofort ganz anders in den Krieg ziehen können, al« bisher. Aba. Paoer (südd. Bolkspartei): ES sei nach dem Stimmen- eraebniß wohl nicht zu bestreiten, daß daS deutsche Volk in der Mehrheit gegen die Vorlage fei. Die Regierung habe sich bei dieser Wahl sehr getäuscht. Die Nationalliberalm hätten sich «reinigt, wohl wegen ihrer Concession an die Konservativen. Der Reichskanzler habe sich auch der Interesienpolitik gegenüber gebeugt und derm Vertreter würden bei der zukünstigm Gesetzgebung schon ein Wörtchen mttreben. Die Deckungsfrage werde sehr leicht genommen, denn die Verschiebung der Mairlcularbeiträge schade gerade dem kleinen Mann. Seine Partei sei nach wie vor gegen die Vorlage. Redner spricht sich gegen die Berathung in der Kommission, was in Monaten sich nicht aufgeklärt habe, werde auch in wenigen Tagen nicht mehr aufgeklärt. Nachdem noch Frhr. v. Stumm in längerer Rede für die Vorlage gesprochen, wird die Debatte auf morgen Mittag 11 Uhr vertagt. Neueste Nachrichten. Depeschm de- Bureau »Herold-. Berlin, 7. Juli. ES wird darauf gerechnet, daß die erste Lesung der Militärvorlage Freitag und SamStag in Anspruch nimmt. Montag, Dienstag und Mittwoch werden die Plenarsitzungen ausgesetzt. Donnerstag findet die zweite Lesung der Militärvorlage statt. Dann folgt die Berathung der Interpellation Wurm und die Anträge der Eonfervativen, betr. die Abhilfe der Futternoth. Berlin, 7. Juli. Der Großfürst-Thronfolger von Rußland trifft bestimmt am DienStag zum Besuch des Kaisers in Potsdam ein. Berlin, 7. Juli. Aus dem Centrum nahestehenden Kreisen wird gemeldet, der Jesuiten-Antrag sei eingebracht, um den Vorrang dafür zu wahren- das Centrum dränge nicht auf die sofortige Verhandlung. Berlin, 8. Juli. Im Reichstage ist ein Antrag des Abgeordneten Staudy eingegangen, das Gesetz, betreffend die Jnvaliditäts- und Altersversicherung dahin zu ändern, daß eine Vereinfachung in der Verwaltung, insbesondere gegenüber dem Markensystem, herbeigeführt wird. Posen, 7. Juli. Eine große Anzahl polnischer Wähler hat an das polnische Provinzialwahlcomitö ein Schreiben gerichtet, das das Comilö ersucht, eine Volksversammlung einzuberufen, in der eine Resolution gefaßt werden soll, welche die polnische ReichStagsfraction ersucht, gegen die Militärvorlage zu stimmen. London, 8. Juli. DaS Kriegsgericht, welches über den Untergang der „Victoria" urtheilen soll, tritt unter dem Vorsitz des Admirals Seymonr in Malta zusammen und wird gegen die Commandanten der „Victoria" und „Cam- perdown", sowie Contreadmiral Marktam verhandeln. Paris, 7. Juli. Man kann die Straßentumulte als beendigt ansehen. Einige Zusammenrottungen wurden leicht zerstreut. Nach der allgemeinen Meinung haben die Polizisten mit einer unbeschreiblichen Rohheit gehandelt. Die Erregung ist daher leicht erklärlich. Die Ausdehnung der Unruhen aus die Departements wird befürchtet. — Der Abgeordnete Millerand begann, sofort nach der Schließung der Arbeitsbörse einen gesetzlichen Widerstand zu organisiren. 1200 Socialisten, welche sich gestern Abend auf dem Montmartre versammelten, beschloffen den allgemeinen Ausstand, der 14. Juli soll als Trauertag begangen werden. Paris, 8. Juli. Die heutige Interpellation, an welcher fast alle Deputirten theilnahmen, verspricht sehr stürmisch zu werden. Die Seine-Deputirten wollen sich aber durch ihr Austreten ihre Wiederwahl sichern. — Der „Paris" sagt, die Behörden seien nicht ohne Besorgniß für den 11. Juli, den Jahrestag der Hinrichtung Ravachols, für welchen die Anarchisten Manifestationen vorbereiten. — Dem „Jour" zufolge wurde der Präsident der Studentenassociation, Carrou, ohne Ursache von der Polizei angegriffen und mißhandelt, sodaß derselbe in« Spital gebracht werden mußte. Pari«, 8. Juli. In der Nähe des Chäteau doau- PlatzeS kam cS gestern wiederholt zu Zwischenfällen, bet welchen die Cavallerie einschreiten mußte. Stockholm, 7. Juli. In der Nähe der Station Bakern in Dalekarlien wurde ein großes Eifenerzfeld entdeckt. Da« Erz enthält 70 pEt. Eisen. Berlin, 8. Juli, Mittags 12Uhr2OMin. Berathung der Militäroorlage. Gröber (Zentrum) erklärt, seine Fraction habe unter Zustimmung aller zahlreichen neuen Dkitglieder beschloffen, der neuen Vorlage gegenüber die gleiche ablehnende Haltung einzunehmen, wie gegenüber der ursprünglichen. Breme». 8. Juli. Au« Manilla wird gemeldet, daß bet brennend verlassene Dampfer „Don Juan" dort ein- geschleppt ist. Ein Theil der Mannschaft und Passagiere ist gerettet, 145 Chinesen sind umgekommen. toctilei ttnd provinzielle». Gieße», 8. Juli 1898. L. G. Am Freitag Abend sand in der hiesigen Sladlkirche tm geistlich«« (bacert !°m Btfte» d«S Sraa-ah-im« flau, an dessen AuSMHrung sich die kömgl. lachs. Kammes ianamn grau Marie Witlich und die Herren D. Garlach (ürael), Prasessar D. S. Krüger (Biotine) au« Giessen, W der kSnig! Kammermusiker $>. Kruse (Stile) au« Sasse! betheiligten. Wir dürfen unS wohl mit Recht versagen, auf Einzelheiten einzugehen und beschränken unS nur daraus, einige Worte unumwundenster Anerkennung sämmtlichen Aus- führenden zu widmen. Was Herr Lehrer Görlach schon früher bei den verschiedensten Gelegenheiten bekundet, sein gewandtes, sicheres Spiel, seine vortreffliche BegleirungS- weise, dies zeigte er auch in diesem Concerte wieder, in dem ihm als Solist und Begleiter eine schwierige Aufgabe gestellt war. Seine beiden Orgelvorträge, sowohl die Bach'sche b-s-e-ti-Fuge, wie das Rheinberger'sche Characterstück „Abendfrieden" fesselten von Anfang bis Schluß. Herr Profeffor Krüger ist schon lange in den hiesigen musikliebenden Kreisen aufs Dortheilhafteste bekannt. Mit bewunderuswerther Größe der Empfindung und tiefster Innigkeit des Ausdrucks verstand er es, besonders in dem Tartinischen Adagio, den Hörer mit jedem Tacto mehr und mehr für sich zu gewinnen. Herr Kruse, in dem wir einen Cellisten von großer Begabung schätzen, handhabte sein Instrument nach echter Künstlerart und entzückte durch die Vornehmheit der Cantilene in seinen beiden Stücken: Larghetto aus dem Mozart'schen Clarinetten- quintett und Adagio von Bocherini. Ueber welche herrlichen Stimmmittel die Sängerin des Abends, Frau Marie Wittich, verfügt, hatten wir schon Gelegenheit in einem früheren Concerte zu beobachten und zu berichten, allein was die ausgezeichnete Künstlerin diesmal an Macht, Größe und Glanz des Tones in dem Vortrag der Schubert'schen „Allmacht" entfaltete, war mehr als eine nach gewöhnlichen Begriffen ungewöhnliche Leistung. Die Arie: „Mein gläubiges Herze frohlocke" von I. S. Bach, ganz besonders aber das „Höre Israel" aus Mendelssohns „Elias", das von einer innigen, aus tiefster Seele kommenden Auffassung zeugte, waren vollkommene Kunstleistungen. — So bot denn dieses kirchliche Concert dem Zuhörer eine ganze Reihe erhebendster Genüffe- die Veranstalter aber, die in so hochherziger Weise ihre Kunst in den Dienst der Wohlthätigkeit gestellt haben, dürfen mit Genugthuung und Befriedigung auf den Erfolg blicken, von dem ihr Werk begleitet war. ** Theater. Wie man uns mittheilt, wird das gegenwärtig in Wetzlar weilende Hof - und Stadt-Theatcr- Enf emble nächsten Freitag auch hier einen Cycluö von Vorstellungen eröffnen. Ob bei der gegenwärtigen Witterung und den langen Tagen ein günstiger Erfolg erzielt wird, läßt sich jetzt noch nicht absehen, indeß wollen wir eS dem Unternehmen gerne wünschen. Die Kritiken aus Wetzlar lauten recht günstig, und hoffen wir daher, daß die Leistungen der Gesellschaft wohl auch das hiesige Publikum befriedigen werden. *♦ „Zweikampf". Gestern Nachmittag spielte sich ein Aufsehen erregender Kampf zwischen zwei Schulknaben in der Klinikstraße ab. Die 12 Jahre alten Burschen schlugen sich gegenseitig derartig mit faustdicken Chausseesteinen, daß sie beide stark bluteten und nicht unerheblich verletzt den Kampfplatz verließen. Anzeige an die Schulbehörde wird erfolgen. ** Ferien Sonderzüge. Wie aus der in vorliegender Nummer abgedrucklen Bekanntmachung der König!. Eifenbahn- Direction Hannover ersichtlich ist, werden am 15. Juli 1) nach Frankfurt a. M. und Basel über Cassel, bezw. Heidelberg, 2) nach München, Salzburg, Reichenhall, Kufstein und Lindau über Göttingen - Bebra - Gemünden - Würzburg Sonderzüge befördert. Für die unter 1 bezeichnete Tour werden auch in Gießen Rückfahrkarten 1., 2. und 3. Klaffe mit 50 pCt. Ermäßigung ausgegeben. Alletz Nähere ist an den Stationen zu erfahren. *♦ Wa8 ist jetzt unser Silbergeld werth? Bei ben jetzigen überaus niedrigen Silberpreisen hat der Silber- thaler, wenn er eingeschmolzen würde, einen Silberwerth von etwa 1 i/i Mk., unser Fünfmarkstück einen Metallwerth von 2,/4 Mk., unser Zweimarkstück von 90, unser Einmarkstück von 45 Pfg. ** Der Getreidemarkt. Die Witterungsverhäliniffe haben sich in letzter Zeit in vielen Theilen Deutschlands durch die stattgehabten Regengüsse einigcrmaßen gebeffert, ob dieselben indessen eine erhebliche Aufbesserung des Saatenstandes zur Folge haben werden, muß sich erst noch zeigen. Seitens des Getreidemarktes scheint man dies allerdings schon als gewiß zu betrachten, denn es sind aus den meisten Getreideplätzen Preisherabsetzungen vor sich gegangen. Größere Ausdehnungen haben letztere aber schon deshalb nicht annehmen können, weil der fast allerorten herrschende Futtermangel den Preisrückgang der Brodsrüchte nur bedingt gestattet. Anderseits wirken die jüngsten Mittheilungen über die deutsch-russischen HandelsvertragSunterhandlunzen, wonach die Möglichkeit einer Verständigung noch keineswegs auSge- schloffen erscheint, etwas verstauend auf daS Getreidegeschäft ein. Hafer wurde durch das in der abgelaufenen Berichts- woche herrschende trockene Wetter günstig beeinflußt. Notir- ungen an der Berliner Getreidebörse: Weizen von 150 bis 165 Mk. pro 1000 Kilogramm, Roggen von 141—145 Mk., Hafer von 167—180 Mk., Gerste von 123—170 Mk. O Bom vorderen Vogelsberg, 7. Juli. Wie in der Wetterau, so hat man auch hier schon mit dem Schneiden deS KornS begonnen; bereits stehen die ersten Kornhaufen im Felde. Allerdings geschieht der erste Kornschnitt auf ■ ohnehin trocknen, an BcrgeSabhängen gelegenen Aeckern. ! Doch dürste man in nächster Woche auch tiefer gelegene Felder abernteu. Die überaus heißen Julitage haben hier das Korn sehr frühzeitig reifen lassen, um 14 Tage früber wie in normalen Jahrgängen. Wenngleich sich bis jetzt noch nicht sicher daS Ergebniß der Roggenernte seststellen läßt, da die trocknen Bergcsselder nicht- maßgebend sind, so kann doch schon jetzt gesagt werden, daß der Landmann hier mit der Kornernte in Anbetracht deS außerodentlich trocknen Jahrgangs recht wohl zufrieden sein kann. Gibt eS doch vielfach Aecker, auf denen der Roggenstand wirklich ein ganz vollkommener ist. Auch die Körner sind trotz der Frühreife durchschnittlich gut ausgewachsen. Anders sieht eS mit dem Weizen auS. Dieser ist im Durchschnitt dünn im Stande und sehr kurz im Halm. Trotzdem verspricht hier die Winterfrucht im Ganzen einen besseren Ertrag abzugeben, alS in anderen Gegenden mit trockenerem, heißerem Boden. Nur die Sommerfrucht, Hafer und Gerste, bei der daS letzte Regenwetter noch außerordentlich viel Nachwuchs hervorgerufen, fällt sehr schlecht auS, da die Trockenung wieder von Neuem eingesetzt und die HundStagshitze das Gedeihen deS Nachwuchses gänzlich hemmt. § Som oberen Vogelsberg, 7. Juli. Seitdem die Abgabe von Streu und Futterlaub aus den Domawal- Waldungen gestattet ist, kann man täglich daS AuSrücken ganzer Ortschaften nach dem Oberwald beobachten. Förmliche Karawanen von Fuhrwerken und HülfSarbeitern beleben den Wald. Für jeden Ort ist ein bestimmter Tag vorgesehen, an welchem er aus den ihm überwiesenen District Streu und Laub holen kann. — Eine Anzahl Landwinhe eggen mittelst Wiesenkettenegge ihre Wiesen ein; dadurch werden diese von dem lästigen MooS befreit, auch flieht da« Moos ein ganz gutes Streumaterial. — Die erste Heuernte ist ziemlich zu Ende, dagegen können die sog. einschürigen Wiesen noch nicht gemäht werden. — Die im „Gießener Anzeiger" gemeldeten großen ViehtranSportc gehen auch von hier ab, immer noch wird das Dich zu wahren Schleuderpreisen verkauft. So kostet z. B. das Paar fette dreijährige Stiere im Gewicht von 10 bis 12 Ctr. 180 bis 200 Mk., vier- bis fünfjährige Kühe 30 bis 40 Mk. daS Stück. In hiesige Gegend gekommene Handelsleute quS Ungarn sind wieder abgereist, da sie vom Kaufen abstehen mußten, weil das Vieh zu mager ist. Lauterbach, 7. Juli. Die Freiherren Riedesel haben eine allgemeine Anordnung getroffen, wonach in ihren Waldungen, soweit es der Stand der Culturen gestattet, Streunutzungen und Grasrupszettel an die Diehdesitzer billig abgegeben und die Districte, die sich zum Behüten mit Vieh eignen, gegen billige Pacht zum Behüten verpachtet werden sollen. Diese Anordnung dürfte gewiß den Dank der Bevölkerung verdienen. Seligenstadt, 6. Juli. Der 12jährige Progymnasiast Joseph Nessel, Sohn des SchicserdcckermeifterS Joseph Ncffel, ist beim Baden ganz nahe beim linken Mainufer beute Mittag ertrunken. Der kräftige und rnuthige Junge scheint von einem Krampsansalle überrascht worden zu sein. Die Leiche wurde noch nicht aufgefunden. öermtfdyte». * AuS bet Pfalz. Ein Unikum in ber Wahlbewegung hat nach dem „N. M. Anz." daS zum Wahlkreise Spcyer-Ludwigshafen-Frankenthal gehörige große Pfarrdorf Harthausen bei Speyer geliefert: Während bei der Hauptwahl am 15. Juni für den nationalliberalen Candidaten Dr. Clemm 1, für den uliramontanen Candidaten Lr. Siben 268 und für ben Socialisten Ehrhardt 4 Stimmen abgegeben wurden, zählte bei der Suchwahl am 24. Juni der Socialist Ehrhardt 1 — sage eine einzige — Stimme, während der Nationalliberale Clemm in Folge der stritten Durchführung der von der Caplanei befohlenen Wahlenthaltung keine einzige Stimme erhielt. Ein beneidenSwerthes Vergnügen für Wahl- commffssr, Ob- und Vertrauensmänner, wegen dieser einzigen Stimme von früh Morgens 10 Uhr bis Abends 6 Uhr im Wahllocale zu sitzen. * Dortmund, 6. Juli. Einen sonderbaren Grund, sich das Leben zu nehmen, fand ein hiesiger junger Stellmacher. Er war bei der MilitärauShebung zur Infanterie geschrieben worden, sein Wunsch war jedoch, Artillerist zu werden. Weil er diesen Zweck nicht erreichte, ging er in den Wald und schoß sich eine Kugel in den Kopf. ♦ AuS Westpreoßen, 2. Juli. Das Schwurgericht in Elbing verurtheilte gestern den Arbeiter August Schwarz und feinen Vater zum Tode, den Bruder Karl Schwarz zu 15 Jahren Zuchthaus, den Arbeiter Krause zu 1 Jahr Zuchthaus. Der alte Schwarz diente mit einem Arbeiter Nikodem bei dem Besitzer Figuth in Kunzendorserfelde. Diesem letztern stahlen die Söhne des Schwarz zwei Schweine, wovon Nikodem Kcnntniß hatte. ES wurde beschloffen, den Nikodem zu ermorden. August Schwarz erklärte sich nach einigem Zureden zu dem Verbrechen bereit. Nikodem, welcher Geld erhalten hatte, begab sich am 15. Januar d. I. zu seinem Bruder nach Simonsdors. Unterwegs gesellte sich August Schwarz zu ihm, forderte seine Barschaft und töbtete ihn durch zwei RevolverschÜffe. Der Mörder schleppte die Leiche auf die Seite und beraubte sie. Da der Arbeiter Äraufe eine auf den Mord bezügliche Unterhaltung zwischen August Schwarz und seinem Vater belauscht hatte, nahmen ihm die Brüder Schwarz unter gezückten Messern einen Eid ab, die That nicht zu vcrrathen. Krause hatte deßhalb bei der Vernehmung einen Meineid geleistet. Der Vater des Mörder« hatte, als sich sein Sohn zur Ausführung der Thal bereit erklärte, diesen umarmt und geküßt. * Wiesbaden, 1. Juli. Entführt wurde gestern au« einem Haufe an der Emserstraße das vierjährige Töchterchen einer dortselbft wohnenden ausländischen Dame. Dieselbe ist von ihrem Ehemanne, der in dem Heimctthlande deS PaareS domieilirt, gerichtlich geschieden, und cS scheint, als ob dem Manne das Kind zugesprochen sei. Am Donnerstag Nachmittag fuhr in der Nähe jenes Hauses eine Droschke an, und Brückel zu Steinberg. 3. Konrad Baumann, 6«/< Jahre alt, Sohn von Bergmann Konrad Baumann zu Oberndorf. 5. August Gabriel, 73 Jahre alt, Babnhoss-Jnipecior t P. dahier. 5. Margarethe Emma Christiane Nicolau«, 1 Monat alt, Tochter von Brandversicherungs-Assistent Heinrich N'colaus dahier. 5. Wilhelm Ludwig, 55 Jahre alt, Bergmann zu Philippstein. 6. Max Schmidt, 10 Monate alt, Sohn von Arbeiter Ferdinand Schmidt III. dahier. 6. Cito Theodor Wilhelm Reinhold Zinßer, 5 Jahre alt, Sohn von pract. Arzt Dr. Heinrich Zinßer dahier. 7. Anna Pauline Braun, 2 Jahre alt, Tochter von Locomotiviührer Karl Braun dahier. Auszug aus den 2ttrchenbiichern -er Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. Getaufte. Matth äusgemeinde. Den 2. Juli. Dem Heizer Heinrich Kraft eine Tochter, Frida Katharine, geboren den 12. Mai. Denselben. Dem am 22. März d. I. verstorbenen Kaufmann Karl Schmidt ein Sohn, Karl Wilhelm, geboren den 2. Juni. Denselben. Dem Steueraufseher Friedrich Wilhelm Klingemeyer eine Tochter, Elsa, geboren den 14. Mat. Markusgemeinde. Den 2. Juli. Dem Taglöhner Florenz Goffelmeyrr ein Sohn, Georg Florenz, geboren den 20. Mat. Den 4. Juli. Dem Installateur Carl Langsdorf ein Sohn, Johann Emil, geboren den 20. Mai. Lukasgemeind e. Den 2. Juli. Dem Schlosser Karl Oskar Weißbach eine Tochter, Elisabeth Emilie Ottilie, geboren den 22. Februar. Johannesgeme inde. Den 2. Juli. Dem Buchhalter Friedrich Stooß ein Sohn, Ferdinand Friedrich, geboren den 7. Februar. Den 3. Juli. Dem Brandversicherungs-Assistenten Heinrich Nicolaus eine Tochter, Margarethe Emma Christiane, geboren den 27. Mai. Beerdigt«. Matthäus gemeinde. Den 2. Juli. Helene Henn, geb. Nolte, Ehesrau des Bäckers Franz Henn, alt 18 Jahre, gestorben den 30. Juni. Johannesgemeinde. Den 3. Juli. Auguste Köllner, geb. Siebrecht, Ehefrau des Geh. Kirchenraths Professor Dr. Eduard Köllner, alt 70 Jahre, starb den 1. Juli., Schiffsnachriehteir. (Mitgetheilt durch den Agenten des Norddeutschen Lloyd, Herrn Carl Loos in Gießen). Bremen, 6. Juli. sPer transatlantischen Telegraph.] Der Schnelldampfer Lahn, Capitän H. Hellmers, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 27. Juni von Bremen und am 28. Juni von Southampton abgegangen war, ist gestern 7 Uhr Nachmittags wohlbehalten in Newyork angekommen. pr. St. 3 3>, Erbsen vr. Liter 18 H, Linsen pr. Liter 28 4, Tauben pr. Daar 0,70-0,90, Hühner pr. Stück x 1,10—1.50, Hahnen pr. St X. 1,70-2,00, Enten pr. St. X 1,80 bis 2,00, Ochsenfletsch vr. Pfd 60-68 Kuh- und Rindfleisch pr. Md. 30-40 H, Schweinefleisch pr. Pfd. 60-70 4, Kalbfleisch pr. Pfd. 35-40 4, Hammelfleisch pr. Pfd. 40-70 4b Kartoffeln pr. 100 Kilo 6,00—7,00 X, Weißkraut pr Stück5—12 4, Zwiebeln pr. Eentner 11,00—00.00 X Milch r. Liter 16 20 A, Enteneier pr. St. 6— 4, Gänseeter 11-12 4, Kirschen pr. Pfd. 18-20 4- Unterhaltungen zu Bad-Rauheim von Sonntag den 9. Juli bis Samstag den 16. Juli. Die Kurcapelle spielt täglich Morgens von 7—8 Uhr an der Kurquelle, Nachmittags und Abends stehe unten- Bei weniger als 10» R. Wärme spielt sie im großen Spetsesaale des Kurhauses. Sonntags und an den Feiertagen Nachmittags werden 30 Pfg. Eintrittsgeld für den Besuch der Terrasse gegen Abgabe einer Karte erhoben. Nur die Besitzer von Kur- oder Tageskarten haben gegen Vorzetgen derselben freien Zutritt. Sonntag den 9. Juli, Nachmittags von 4 bis 9 Uhr: Concert der Kurcapelle zum Besten derselben. Eintritt für Jedermann 50 Pfg., Kinder 25 Pfg. Montag den 10. Juli, Nachmittags von 5 bis 6«/, und von 8 bis 10 Uhr: Concert der Kurcapelle auf der Terrasse. Abends 8 Uhr im Saale: Theatervorstellung. Robert und Bertram. Dienstag den 11. Juni, Nachmittags von 4 bis 10 Uhr: Doppel-Concert der Capelle des Husaren-Regiments Landgraf Friedrich II. von Hessen-Homburg Nr. 14 aus Kassel, unter Leitung des Stabstrompeters Herrn Psannenschmtdt, und der Kurcapelle, unter Leitung des Großh. Musikdirectors Herrn Machts auf der Terrasse. Eintritt 50 Pfg. gegen Karte. Gelbe Kur- und Tageskarten frei. Abends 8 Uhr im Saale: Zaubervorstellung des Prof. R. Meunier aus Frankfurt a. M. Mittwoch den 12. Juli, Nachmittags von 5 bis 6‘/, und von 8 bis 10 Ubr: Concert der Kurcapelle auf der Terrasse. Abends 8 Uhr im Saale: Theatervorstellung. Lumpaci-Vagabundus. Donnerstag den 13. Juli, Nachmittags von 5 bis 61/, und von 8 bis 10 Uhr: Concert der Kurcapelle auf der Terrasse. Abends 8 Uhr im Saale: Tanz. Bet gutem Wetter Abends 10 Uhr Feuerwerk östlich der Terrasse. Zutritt 50 Pfg. Gelbe Kur- und Tageskarten frei. Freitag den 14. Juli, Nachmittags von 5 bis 61/, und von 8 bis 10 Uhr: Concert der Kurcapelle auf der Terrasse. Abends 8 Uhr im Saale: Theatervorstellung. Erstes Gastspiel des Großh. Hofschauspielers Herrn Georg Hacker vom Hoftheater in Darmstadt. Kean, oder Leidenschaft und Genie. Samstag den 15. Juli, Nachmittags von 5 bis 61/, und von 8 bis 10 Uhr: Concert der Kurcapelle auf der Terrasse. Abends 8 Uhr im Saale: Theatervorstellung. Letztes Gastspiel des Herrn Hacker. Goldfische. Witterungs aussichten Wetterhäuschen, Südanlage. _______ 7. äult, Mittags 12Uhr «. Juli, Morgens b Ubr Barometer: Thermometer: Hygrometerstand: Mittlere min,748mm, max.749mm „+ löo R. „ 4- 23‘/,oR. Trocken. Barometerstand bei 0« min. 747 mm, max. 748 mm „+8V.° R,,+ W R- Gewitterbildung. 1. = 744,7 mm. - um 14 cy N sich 6ih’]*r utttite u.r, J noch ?? »K ««faobJ,?mit 'ftinb 6,1,5* ,ts boj, Mit bi ? ®*‘ d-m spricht hi.. ? ®*“bt e, bei der 7 ° $Ut *“■ •te.fr. “'M Banbuin^e uuch giebt das E erste Heuernte L™.f”«' -«Mch-n E im „Gießener Sporte zehen auch öon wahren Schleuder- ' Paar fette dreijähriae Etr. 180 bis 200 Mk ö Mk. das Stück. tute aus Ungarn sind abstehen mußten, weil eiherren Riedesel rossen, wonach in ihren der Culturen gestattet, an die Viehbesitzer billig M Behüten mit Vieh Men verpachtet werden 4 den Dank der Be- 2jährige Progymnasiast lerdcckermeisiers Joseph m linken Mainuser heute d muthige Junge scheint worden zu sein. Die r. um in der Sßafflbt* iq" das zum Wahlkreise hörige große Psarrdorf Während bei der Haupt- analliberalen Candidaten en Candidaten vr. Sibcn bt 4 Stimmen abgegeben m 24. Im der Socialist Stimme, während der er stritten Durchführung hlemhalwng keine einzige Vergnügen sür Wahl- uer, wegen dieser einzigen bis Abends 6 Uhr int sonderbaren Grund, tin hiesiger junger Steü- mshebung zur Jnsantem r>ar jedoch, Arullerch z erreichte, ging er m den den Kops. . Das Schwurgericht m «•TUiÄ \w«u*x** «w* f; 15 Qanuat d. & t am %. .gellte pi Uf'Ä uib täbtete * b,e te sie- , w zwischen iche Unterha' "9 - ückteu ^eil -^beider a »*'!**’ Di-!-lb-,f ta-n W- t a b a ? °b cg entstiegen derselben zwei Herren, der Vater des Kindes und dessen schon erwachsener Sohn aus erster Ehe. Sie begaben sich beide in die Wohnung der Dame, welche augenblicklich schlief, und als ihnen beim Betreten des Flures das Kind gerade entgegenlief, bemächtigten sie sich seiner, brachten eS in die erwähnte Droschke und fuhren eiligst davon. Es ist anzunehmen, daß der Wagen seinen Weg nach einem Rheinorte nahm, und daß von dort die Weiterreise der Entführer des Kindes nach dem Auslande erfolgte. * Kreuznach, 6. Juli. Das vor einigen Tagen nach Ungarn entsandte Mitglied des Krcisausschufies ist, nachdem es dort 30,000 Gentner gutes Heu angekauft har, wovon sich der Gentner auf 5 Mk. stellt, wieder hier eingetroffen. Ueber die zweckmäßige Vertheilung dieses großen Futtervorrathes wird der Kreisausschuß nunmehr in Berathung treten. * Um zwei Mark ermordet. Bei der Theilung der Hinterlassenschaft ihrer beerdigten Mutter geriethen in Trier d.e beiden Brüder Berthe! um ein Zweimarkstück in Streit, wobei her ältere dem jüngeren Bruder mit einem Dolchmeffer einen tödtlichen Stich in die rechte Lunge beibrachte. Der Thäter wurde sofort verhaftet. * Loudon, 7. Juli. Die Leute, welche gestern beim Festzug in Ohnmacht gefallen sind, sind alle wieder genesen, bis auf eine Frau, welche tobt ist. Vielfache andere Unglücksfälle kamen vor: ein Mann fiel aus dem Fenster, ein anderer wurde durch einen herabfallenden Gesimsstein, ein dritter durch das Platzen eines beim Freudenschießen verwandten Böllers getödtet.________________________ Artszrtg aus den Standesanrtseegisteen der Stadt öießetu Aufgebote. Juli: 4. Johann Karl Leyerzapf, Juwelier zu New-Haven mit Karoltne Marte Weigel Hierselbst. 6. Christian Franz Karl August Noll, Bäckermeister zu New-Aork, mit Marie Elise Auguste Löber hier selbst. 7. LouiS Hartleb, Sergeant zu Gießen, mit Anna Margarethe Nau zu Klein-Karben. 7. Johannes Bogustav Sickert, Archtlect zu Gießen, mit Johanna Drucker zu Leipzig. ÄtbotttK» Juli: 1. Dem Zimmermetster Georg Schubecker eine Tochter, Lina Wilhelmine Auguste. 1. Dem Schneider Christian Petersen ein Sohn. 2. Dem Kaufmann Richard Buchacker ein Sohn. 3 Dem Fabrikant Eugen Wallenfels eine Tochter. 4. Dem Seiler August Kersten ein Sohn, Hermann Gustav Karl. 4. Dem Babnarbeiter Konrad MalkomestuS ein todtgeborenes Kind männl. Geschlechts. Gestorbene. Juni: 30. Sophie Wahl, 4 Jahre alt, Tochter von Landbriefträger Heinrich Wahl zu Kirtorf. Juli: 1. Auguste Köllner, geb. Siebrecht, 70 Jahre alt, Ehefrau von Geh. Kirchenrath Professor Dr. Eduard Köllner dahier. 3. Johannette Schmidt, 3l/< Jahr alt, Tochter von Cigarrenmacher Karl Schmidt zu Launsbach. 3. Katharine L ruckel, 5 Jahre alt, Tochter von Cigarrenmacher Johann Conrad Verkehr, Lund- und Volkswirthschaft. ©itften, 8. Juli. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochemnarkt kostete: Butter pr. Md- X 1,10-1,15, Hübnereier per Stück 6- 2 Stück 11 Käse pr- St. 5-8 4, Ermatte Temperatur der Lahn und Luft nach Reaumur gemessen am 8. Juli, Mittags zwischen 11 und 12 Uhr: Wasser 19, Luft 23 Grad. Rübsamen'sche Badeanstalt. Ferien - Sonderzüge. Am 15. Juli b. Js. werden folgende Sonderzüge befördert werden: a) nach Frankfurt a. M. und Basel über Gaffel bezw. Heidelberg ; b) nach München, Salzburg, Neichenhall, Kufstein und Lindau über Göttingen — Bebra — Gmünden — Würzburg. Rückfahrkarten I., II. und III. Klaffe mit 45tägiger Gültigkeitsdauer und 50% Fahrpreisermäßigung werden ausgegeben 1. Zu dem unter a) bezeichneten Zuge nach Frankfurt a. M., Straßburg, Basel hin und zurück über Freiburg und Basel, hin über Freiburg und zurück über Freiburg oder über den Schwarzwald auf den Stationen Harburg, Lüneburg, Uelzen, Gelle, Hannover, Northeim, Göttingen, Münden, Gaffel, Marburg, Gießen, Geestemünde, Bremen, Minden, Hameln und Hildesheim. 2. Zu dem unter b) bezeichneten Zuge nach München, Reichenhall oder Salzburg, Kufstein und Lindau auf den Stationen Harburg, Lüneburg, Uelzen, Gelle, Hannover und Göttingen. Für die Strecken der preußischen Staatsbahnen werden auf jede Fahrkarte eines Erwachsenen 15 kg und auf jede halbe (Kinder-) Fahrkarte 7 kg Freigepäck gewährt. Alles Nähere ist aus den auf den betreffenden Stationen ausgehängten Bekanntmachungen zu ersehen oder bei den Fahrkarten-Ausgabestellen zu erfragen. Diese Dienststellen verabfolgen auf Wunsch auch Abdrücke der Bekanntmachung kostenfrei. Der Verkauf der Fahrkarten beginnt am 12. Juli d. Js. Hannover, den 30. Juni 1893. 6100__________________Königliche Cisenbahn-Dir ektion. Ausverkauf ‘W m Herren- u. Knaben Strohhüten. Wegen Aufgabe dieses Artikels verkaufe von heute ab / sämmtliche Slrohhüte, ungefähr 1500 Stück und nur Neuheiten dieser 4 Saison zu und unter Selbstkostenpreis. J4372 Schulstrasse 9. J. Weitzenkorn Schulstrasse 9. Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme bei dem herben Verluste, der uns betroffen hat, sowie für die vielen Blumenspenden sagen unseren innigsten Dank. fiins Dr. Zinsser und Frau. Versteigerung. Dienstag den 1t. Juli dS. IS.. Nachm. 2 Utzr, versteigere ich Markt« platz 20 -««hier gegen Baarzahlung: 1. ca. 50 Pfd. verschiedene farbige Wolle, Schürzen- u. Unterrockzeuge, Kinderkleidchen, -Röckchen und -Schürzchen, wollene Damentücher, Schulter- und andere Kragen, Handschuhe, sowie Damen-Hautjacken; 2 10 neue leinene Herren - Hemden, Kragen, Manschetten und Vorhemden in Papier und Leinen, Halsbinden, Herren-Unterjacken und Unterhosen. Die Bersteigeruug findet bestimmt statt. Born, 6035__________________Gerichtsvollzieher. Versteigerung Montag den 10. d. M., Nachmittags 2 Uhr, versteigere ich im Pfandlocal gegen Baarzahlung: 1 Landauer, 1 Kuh, 1 Bter- apparat, Sophas, Commode, Kleider- schränke, Spiegel rc.; um V»4 Uhr am Riegelpfad: ca. 35 unbeschlagene Fichtenstämme. Zusammenkunft am Viaduct. Versteigerung theilweise bestimmt. Gießen, den 3. Juli 1893. 5897 Mulch, Pfandmeister. Vermietungen. 6096] In meinem neuen Hause, Wetz- fteingasse 38, ist der zweite und dritte Stock, bestehend aus fünf Zimmern mit Zubehör, bis zum 1. October zu per? miethen. W. BehrenS, Lindenplatz 3. 6092] Frdl. Logis in der ersten Etage zu vermiethen.__________Lahnstraße 14. 6097] Diezstratze 13 mittlerer Stock mit allem Zubeh, ruh. geleg.. pr. 1. Oct- d I. avderw. zu verm. Phil. Schaefer. 6093] Ein kleines Logis zu vermiethen. A. Klingelmeyer, Sandgasse 33. 6102] In meinem Neubau in der Bahnhofstraße, unterhalb des Lenz'schen Felsenkellers, ist der zweite Stock, 7 Zimmer, Badezimmer und sämmtl- Zubehör, sowie Gartenantheil, der dritte Stock mit sechs Zimmern und allem Zubehör, sofort zu vermiethen; letzterer kann auch getrennt vermiethet werden Maurermeister G. Pfaff, ______Wetzsteingasse 46. 6110] Ein HavS zum «steinbewoh- nen (6-7 bewohnbare Räume) per 1. October, event. früher, zu vermiethen. ___________________Seltersweg 67. 6090] Zwei kleine Wohnungen zu ver- miethen; dieselben können zusammen, auch getheilt vermiethet werden Große Müblgaffe 21. 6089] Drei Stuben nebst Zubebör zu vermiethen.______Große Mühlgaffe 21. 6107] Fein möbl- Zimmer zu vermiethen- Marktplatz 2. Spar- und Vorschuß-Actikn-Gtskllschast Großen-Kuseck. Bilanz pro 31. December 1892. A. Activa. «A 1) Ausgeliehene Gapitalien ’a. gegen Obligationen . und Bürgschaft 153863.65 b. Güterkaufschillinge 22749.71 c. Werthpapiere nach dem GourSvom 31. December 1892 2) Gaffeoorrath 3) Ausstände 4) Mobilien 5) Verluste B. Passiva. Aufgenommene Gapitalien a. in Einlage- b. nicht erhobene Ga- pital- und Kauf- schillingszinsen 254806.78 Summa der Passiva 254806.78 24. 52550.93 17651.98 7276.66 356.— 357.85 Summa der Activa 254806.78 Bestand der Mtglieder 1892: [6091 Großen-Buseck, den 8. Juli 1893. Der Vorstand: I Danksagung. I Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme bei dem Ab- I leben unseres unvergeßlichen Herrn Wilhelm Rinn I sprechen wir hiermit unseren wärmsten Dank aus. Die trauernden Hinterbliebenen: Lehrer Zimmer und Kinder. 6080] Luise Rinn. Heuchelheim und Wieseck, den 8. Juli 1893. I Todes Anzeige. | Verwandten, Freunden und Bekannten theilen wir schmerz- I I erfüllt mit, daß unser innigstgeliebtes Kind I Anna I I gestern Abend ^12 Uhr, im Alter von 9 Jahren, nach kurzem I I aber schweren Leiden sanft dem Herrn entschlafen ist. Um stille Theilnahme bitten Die trauernden Hinterbliebenen Schutzmann Dörr und Familie. Gießen, 8. Juli 1893. Die Beerdigung findet Montag den 10. ds. Mts., Vor- I I mittags 10 Uhr, von der alten Klinik ans statt. 6098 | Schützenfest am 9., 10. und II. Juli. Sonntag: Morgens 6 Uhr: Weckruf 11 Uhr: Früh-Coueert „Restauration Busch". Nachmittags 2', Uhr: Feftzug. 3', Uhr: «olksbclustigung. Montag: Vormittags 10 Uhr: Früh-Concert auf dem Festplatz. 12', Uhr: Banket. Nachnlittags 3', Uhr: Volksbelustigung. Abends 8 Uhr: Gesangsvorträge. Dienstag: Vormittags 10 Uhr: Früh Conecrt. Nachmittags: V-ttsspiele. Abends .... 8 Uhr: Preisvertheilung und Bengalische Beleuchtung des Feftplatzes. CO Der Vorstand. 6104 Der Vorstand. 6063 Freiwillige Gail’sche Feuerwehr 6099 52 a Steinstrasse 52 a Das FestComit^. Oberthor ab geboten ist. 4955.54 G. (PuUr. Ästnwe« 16. Giessen, den 8. Juli 1893. Summa der Passiva 7467.67 6081 Ende 1891 Blnmen*penden sind nicht erwünscht ! 76. RcUcHor : 1. Echeytz». — Druck