'ten igel ' n 17. Juli: 6028 •""■Sextett n af"; n^artea iw Vor- dre> Personen 1 pja»7 --7—-__[596T Äff. Juli, 6051 lliqe Lpeiftn. g» sta« Hildebrand, chen. chützenvereias am :e verehrl. Mitglieder ion Schnell, Äraad, n beliebigen Ein- und [6049 , ach Kloster Stras- /orstand. rslgarfen g »ult für rasen. rftinslitB: [gemeint '-Btt« njeim. iftrsttrttklmgki. t Herrn - ■abenstrasse 6 bortige« M ühfr’ e5Herungen bei empfohlen- 374ß benstratze^ rQTjSIi- ■en »=' Da”,j *« - ifm»®® i0 Gie^ Sonntag den 9. Juli Nr. 159 Drittes Blatt. 1893 Gießener Anzeiger General-Anzeiger. Rtbcchon, $rpebtrtet und Druckern: >4n(ftr 2 Mark 20 Psg. wnf Bringerlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pj«. Die Gießener »erben dem Anzeiger Wöchentlich dreimal vechelegt. Der Gietzener Anretxer erscheint täglich, ■Ht Ausnahme deS Montags. Anrts- und Anzeigeblutt füv den Uveir Gietzen. Nr. 26 des Reich-Gesetzblatts, ausgegeben den 4. d. M., enthält: (Nr. 2112.) Verordnung, betreffend das Verbot der Ausfuhr von Streu- und Futtermitteln. Vom 4. Juli 1893. Gießen, den 7. Juli 1893. Großherzoglichcs Kreisamt Gießen. v. Gagern. politische Wochenschau. Gießen, 8. Juli 1893. Neben der Militärvorlage har in den vergangenen Tagen vornehmlich der geplante deutsch-russische Handelsvertrag die öffentliche Aufmerksamkeit beschäftigt. Eine Zeitlang verlautete, daß Rußland seinen neuen Maximaltarif, der alle Zollsätze um 10 bis 30% erhöht, ohne weiteres auf die deutsche Einfuhr anzuwenden gedenke, worin Deutschland nicht seinen Meistbegünstigungstarif ohne irgendwelche Gegenleistung an der russischen Grenze einführen würde. Einige voreiligen Blätter entnahmen aus dieser falschen Nachricht sogleich einen Grund, um die rücksichtslose Anwendung des deutschen Maximaltariss aus Maaren russischen Ursprunges, d. h. also den Eintritt in einen beide Theile schwer schädigenden Zollkrieg mit Rußland zu befürworten. Glücklicher Weise ist die Aussicht auf eine Verständigung mit der russischen Regierung noch keinesweges völlig verbaut. Wie die halbamtliche „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" mittheilt, sind die Verhandlungen durchaus nicht ais abgebrochen zu betrachten. Im März dieses Jahres war, wie erinnerlich, an >«»ahmr von Anzeigen zu der Nachmittag« für den fallenden Lag erscheinenden Nummer bi« Borm. 10 Uhr. Gratisbeilage: Gießener Aamikienölätter. Alle Annoncen-Bureaux de« In- und Au«lande« nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Amtlicher? Theil. Bekanntmachung, betr. Veranstaltung von Verloosungen innerhalb des Groß- herzogthums, hier Seitens des Ortsvorstands zu Hungen. Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß nach Beschluß des Gemeinderaths zu Hungen die von Großh. Ministerium des Innern und der Justiz unterm 15. Juni l. I. — Gießener Anzeiger Nr. 144 — genehmigte Verloosung von Thieren und landwirthschaftlichen Geräthen, welche anläßlich des PrämiirungSmarktes zu Hungen am 18. September 1893 stattfinden sollte, wegen der Futternoth und überhaupt wegen der herrschenden Nothlage der Landwirth- schaft für dieses Jahr unterbleiben soll. Gießen, den 7. Juli 1893. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. Rußland die Liste der deutschen Gegenforderungen für die Gewährung des Meistbegünstigungstarifes nach Petersburg abgegangen. Darauf erfolgte im April die russische Antwort, daß die russische Regierung auf einzelne deutsche Vorschläge überhaupt nicht eingehe und bei einer Reihe anderer, die von Deutschland gewünschten Zollherabsetzungen nicht in vollem Umfange zugestehen könne. Im Juni erwiderte auf diese Antwort die deutsche Geschäftsstelle, daß man deutscherseits unter diesen Umständen die Anerbietung Rußlands als unbefriedigend betrachten müsse. Daraufhin schlug die russische Regierung vor, nunmehr in Berlin commissarisch die nöthigen Verhandlungen zu pflegen. In diesem Stadium befindet sich die Angelegenheit im Augenblick. — Was die Militär- vorlage anbetrifft, so hat die neue Formulirung weder im Gesetzestext noch in der Begründung etwas Neues von irgend erheblicher Bedeutung gebracht. Die dauernden K o st e n sollen nicht 55 Millionen, sondern 54 900000 Mark betragen, die einmaligen Ausgaben würden sich zunächst auf 59 900000 Mark beziffern, von denen 48 Millionen sogleich aufgebracht werden müßten. Das Schicksal der Militärvorlage gilt auch jetzt noch durchaus nicht als sicher Läßt man die drei kleinen Gruppen der Antisemiten, freisinnigen Vereinigung und Polen, die zur Militärvorlage keine klar erkennbare Stellung einnehmen, außer Betracht, so ergiebt sich schon jetzt eine Mehrheit gegen die Vorlage. Stimmt auch nur eine der genannten Gruppen gegen die Regierung, so ist der Antrag Huene zum zweiten Mal, nunmehr in der Gestalt der Regierungsvorlage, gefallen. Es wird also alles darauf ankommen, ob der Reichskanzler die schwankenden Elemente in den bezeichneten parlamentarischen Vereinigungen durch Zugeständnisse auf seine Seite zu ziehen versteht. Ein solches wäre in erster Linie die gesetzliche Fest - legung der zweijährigen Dienstzeit. Indessen ist wenig Hoffnung, daß diese erfolgt, da die Mitglieder der freisinnigen Vereinigung sich theilweise der Regierung schon so weit genähert haben sollen, daß sie sich damit begnügen würden, wenn die zweijährige Dienstzeit nur für die Dauer der geforderten erhöhten Friedensstärke eingeführt würde. In diesem Falle würde also die dreijährige Dienstzeit von selbst sogleich wieder aufleben, wenn ein Mal später die Regierung angesichts einer besonders friedlichen Weltlage, oder aus anderen Gründen mit einer geringeren Friedensstärke auszukommen, unternähme. Vielleicht wird auch die vorläufige Erledigung der Deckungsfrage als Bedingung für die Annahme der Militärvorlage gefordert werden. Indessen ist, wie wir schon früher ausgeführt haben, nicht zu erwarten, daß dabei mehr als eine allgemeine und unverbindliche Resolution herauskommen wird. Ueberdies haben alle bis jetzt gemachten populäreren Steuerprojecte den Fehler, daß ihre Durchführung nur einen Theil des erforderlichen Betrages einbringen würde. Die Wehrsteuer, an der man schon deßhalb Anstoß nimmt, weil sie geeignet ist, die allgemeine Wehrpflicht als eine in Geld abschätzbare Leistung erscheinen zn lassen und somit eine höhere Bedeutung zu entkleiden, würde kaum mehr als 12 Millionen eintragen. Die Erhöhung der Börsensteuer, die schon jetzt recht unergiebig ist, würde schwerlich auch nur die in Aussicht genommenen 9 Millionen abwerfen. Auch eine Champagnersteuer könnte nur zu verhältnißmäßig geringen Einnahmen führen. Selbst wenn man annimmt, daß in Deutschland 10 Millionen Flaschen Champagner jährlich zum Verkauf gelangen, und eine Steuer von 50 Pfennigen für die Flasche in Anrechnung bringt, ergiebt sich erst eine Einnahme vvn 5 Millionen Mark, vorausgesetzt, daß die Preiserhöhung des Champagners nicht die mindeste Beschränkung des Champagnerconsums zur Folge hätte. Brächte man also auch gleichzeitig alle drei Steuerprojecte zur Einführung, so wären noch 20 bis 30 Millionen der jährlichen Mehrausgaben ungedeckt. — Die anhaltende Futternoth hat zum Erlaß eines Ausfuhrverbotes für Futtermittel geführt. Die freisinnige und die süddeutsche Volkspartei haben außerdem den Antrag eingebracht, die Zölle auf Futtermittel bis zum Mai 1894 aufzuheben, um es zu ermöglichen, daß Futterstoffe in größeren Mengen und zu billigeren Preisen aus dem Auslande nach Deutschland eingeführt werden können, solange namentlich die kleineren Landwirthe unter dem Mangel an Viehfutter zu leiden haben. Auch das preußische Abgeordnetenhaus hat sich mit der gegenwärtig herrschenden Futternoth in den letzten Sitzungen befaßt. Der Minister verwies namentlich auf die Selbsthilfe und die Thätigkeit der Gemeinden. Weiterhin hat das Abgeordnetenhaus vor feinem Auseinandergehen über die Staffeltarife für Getreide und Getreidefabrikate, welche in Preußen seit dem 1. September 1891 eingeführt sind und sich gut bewährt haben, eingehend verhandelt. Am Mittwoch wurde der Landtag mit einer Thronrede g e - schlossen, welche die wichtigsten zu Stande gekommenen Gesetze aufzählt. Es sind die folgenden: Die Landgemeindeordnung, das Rentengülergefetz, mehrere kleine Volksschulgesetze, namentlich in Betreff der Lehrergehälter, das Kleineisenbahngesetz und die vier Miquel'schen Steuergesetze. Im Auslande haben besonders die Vorgänge in Paris die Augen der Welt auf sich gezogen. Weil Pariser Studierenden höchst unsittliche Veranstaltungen polizeilich verboten worden waren, manifestierte man gegen die Polizei. Feuilleton. Dir Landpartie des Vereins „Graue Salbe". Aus einem Berliner Gerichtssaal geben dortige Blätter folgende heitere Verhandlung wieder: Der Zuhörerraum des Schöffengerichts ist bis auf den letzten Platz besetzt. Aus den Mienen und den leise getauschten Äußerungen des Publikums geht hervor, daß eine „interessante" Sache in Aussicht steht. Aus der Anklagebank befindet sich der 30jährige Instrumentenmacher Emil W .... Er wirft Blicke voll Wuth und Verachtung nach den aufgerufenen Zeugen und im Zuhörerraum befindlichen Personen. Die Anklage lautet auf groben Unfug und Körperverletzung. Vors.: Angeklagter, Sie haben hier ein langes Schriftstück eingereicht, worin Sie die Gründe anführen, die zu Ihrer Entschuldigung dienen sollen, Sie hatten sich dies sparen können, denn wir haben hier mündliche Verhandlung und verlesen darf nichts werden. Wir werden also wohl über uns ergehen lassen müssen, daß Sie uns die etwas komiscke Geschichte noch einmal vortragen. Die That selbst geben Sie ja zu. Sie haben in der Nacht zum 12. Mai den Barbier A. in der Zimmerstraße überfallen und ihn und die ihn begleitende Dame durch Schläge mit einem Regenschirm gemißhandelt. Angekl.: Ick habe sie ja so einigermaßen verplett, aber von wejen „Dame?" Det möchte for bet olle Asservat wohl feen paßlicher Titel sind. — Vors.: Lassen Sie dergleichen unpassende Redensarten fort, sonst rede ich in einem anderen Tone mit Ihnen. Wenn es wahr ist, was Sie in dem Schriftstück erzählen, bann sind Sie allerdings das Opfer eines nichtswürdigen Scherzes geworden und Sie konnten wohl gereizt sein. Darauf will ich Rücksicht nehmen, aber hier haben Sie sich aller unpassenden Redensarten zu enthalten. — Angekl.: Herr Jerichtshof^ Leib un Seele haben sie mir verjiftet, meine Braut haben sie mir abspenstig jemacht, drei Dage habe ick mir in Schmerzen jemanden, Holz un Kiehn haben sie uf mir jehackt un da soll en Mensch nich die Constantenanz bei verlieren? Ick möchte — Dorf.: Nun erzählen Sie doch Ihre Geschichte und lassen Sie die Vorrede bei Seite. — Angekl.: Ick hatte schon den janzen Winter beim Restaurateur Lehmann verkehrt un war da mit bitte Barbiere und Heilgehilfen bekannt je- worden, die da alle Freitag zusammenkamen, indem sie da'n Verein jegründet hatten, den sie „Jraue Salbe" nannten. — Vors.: Höchst geschmackvoller Name! — Angekl.: Manchmal hatte ick ooch meine Braut mit mich un uf die hatte besonders der Barbier A. een Ooge jeworfen. Ick lächelte aber blos darüber un war nich in jeringften eiserfleckig, indem daß ick dachte, ick könnte mir uf ihr verlassen. Am Freitag den 5. Mai war ick wieder da, aber alleene. Da kam der A. an meinen Disch ran un meente, sie hätten soeben in'n Vorstand beschlossen, bet der Verein Jraue Salbe an den folgenden Sonntag eene Kremserfahrt nach Schildhorn machen wollte, un ob er mir dazu inladen derfte. Det kostet blos en Paar Jroschen für die Wagen, bet andere bezahlte die Kasse un mein Verhältniß könnte ick mitnehmen. Sie thäten alle ihre Frauen un ihre Bräute mitnehrnen, blos er nich, denn er wäre een Weiberfeind. Ick lasse mir von den ollen Schaumschläger denn och breet schlagen un sage zu. Uf n Abend jehe ick mit meinen Nachbarn, den Barbier K., nach Hause. „Weste wat," sagt er zu mir, „Du dauerst mir und ick will Dir man verrathen, det die Andern ihren Feetz mit Dir breiten wollen. Der Barbier A. hat mit seine Kollejen um en Achtel jewettet, bet er Dir uf die Landpartie bebrunfen machen un Dir denn Deine Braut abwendig machen will, also nimm Dir in Acht!" — „Wat?" sage ick, „so wat nimmt so'n armschlenkeriger Jammerlappen sich vor? Da hat er feen Jlück mit, da will ick ihm Siegel un Bries uf jeben. Nu fahre ick jerade mit!" Also den Sonntag-Vormittag sind wir alle an’t Brandenburger Dhor, wo die Kremser hinbe- stellt waren. A. wußte bet wirflich so inzurichten, bet er uf meine Braut ihre anbere Seite zu sitzen kam. Ick benfe, na, laß ihn: Spiegelberger, ick kenne Dir! Unnerwegs kriegt er benn richtig seine Bubbel raus, wo ne janze Compagnie bran jenug hat. Prost! meent er zu mir, brinft unb langt mir bie Bubbel hin. Nee, sage ick, nich in bie Lamäng, Schnaps brinte ick uf ne ßanbpartie nie nich unb hefte überhaupt jrunbsätzlich nich, wobei ick ihn nachbrücklich in seine falschen Oogen sehe. Er läßt aber nich nach un ick bleibe stanbhaft. Wie is et mit'n Töppchen Bier? meent er in Charlottenburg, als wir stille hielten. Ick sage: Bier un* ne Landpartie? Det wäre ja een Stück aus'n DollhauS, wat würden woll die Leite von uns denken? Un dabei sehe ick ihm wieder so nachdrücklich an un er muß et woll jemerft haben, bet mir eener von bie Wette wat jestochen hatte. Von jetzt ab ließ er mir janz zusrieben. In Schilbhorn hatten wir Kaffee jebrunken un benn in be Halbe jespielt, bis mir bet Nachmittags alle mübe waren. Einige hatten sich Hängematten mitjebracht, wo sie brin spazieren lagen, ick un meine Braut un die anderen Herren un Damen, wir legten uns alle so ins Iras, um en bisken auszuruhen. Nu kommt bet Schreckliche, wo sich bie janze menschliche Niederträchtigkeit drin spiegeln kann. Ick war richtig injeschlafen. Mit eenmat wache ick uf, weil ick so'n stechenden Schmerz unten an bet rechte Fußjelenk verspüre. Die Stiesel hatte ick mir ausje- zogen. Ick wecß noch so in’n Halbschlummer nich, ob ick mir uffrichten soll ober nich, da wird mit eenmal en riesiger Lärm un Allcns springt neben mir uf un schreit: „Eene Kreuzotter! Eene Kreuzotter!" Un bie DaMen kreischen un nehmen ihre Röcke zusammen un lausen bavon, un brei ober vier Herren schlagen mit ihre Stöcke in t Iras unb rufen babei: „Hier is sie! Nee hier! Haut zu!" Un nach ne Weile kommen sie zurück un sagen, bet sie bet Biest nich jekriegt hätten, sie wäre in en Loch jekrochen. „Aber Mensch, wat ist Dir? Du siehst ja so blaß aus?" fragen sie mir. Ick hatte soeben meinen Strümp ausjezogen un zeige uf meinen 21360 Uebrlge Länder 283 76429 14291 274242 31512 26871528 6185023 77868 2889 Geldwerth nach: 1287180 371680 2308476 1671810 111644 5750760 nach: Dänemark an die» an 7927200 108750 1739100 76800 5270 192 Nieder!. Schweiz Schweden 148500 10950 38400 309220 2741340 2687310 2891150 247800 193130 8432550 1350720 107952 75000 493440 -kälber 808 1442 21195 40911 13212 435 13054 9953 5455 826 554 17469792 17502820 11386590 950230 1175925 58827 51891 27009 3058 3005 Summa 108646 21806 450 23 48 934 334 7251 Summa 114890 2940 7689600 1600 36400 284460 739166 »übe 50358 9093 uns: Lchlen 12055 4647 2768 1000 8224 1 48 910574 990 4602980 118386 in Mark: i 3978150 1951740 Jungvieh 40155 6432 amertka». Unsere noch nach Schweden, Rußland, Argentinien rc. In der -klasse Kälber sind nur die ganz jungen Thiere, 616 6 Wochen alt, über 6 Wochen bis 2*/i Jahre alt, gehört der Klasse Jungvieh an. Die Schätzungen des Jungviehs sind nur möglich durch Zerlegung der Anzahl in vier und mehr Altersklassen, die dann Summa 135487 Geldwerth der Einfuhr 376 12 4778 8 11663 298 171130 hauptsächlich Zuchtvieh Dänemark Frankreich Oesterreich- Ungarn Niederlande Schwei, Schweden Dänemark Frankreich Oesterreich- Ungarn Niederlande Schweiz Urbrige Lander Summa Es sind Dänemark 12690216 Frankreich 727900 Oefterrrich- Üngarn 6782400 14727960 berechnet. Es betrug die Einfuhr zu Bullen 70 862 1790 40788 Die daraus entstehenden Unruhen ergriffen größere Kreise und gestalteten sich zu einer förmlichen Cmcutt_ auß. Nur mit Mühe und unter Blutvergießen konnte die Polizei die ^Ordnung wieder nothdürftig Herstellen. Deutschlands Ein- und Ausfuhr von Rindvieh im Jahre 1S92. Interessant find die nachfolgenden Zahlen übrrEÄ- ^d»uS- suhr des Rindviehs im Jahre 1892, welche Hugo Lehnert-Miersdors den Arbeiten des Kaiserlichen ftattstffchen Amts. bei welchem er b Feststellung der Preise seit Jahren mitarbeitet rnwimmt. Di^ Aldwerthe find nach den in der Eommtsfion festgestellten Sätzen Uebrlge Länder 96020 143730 - - Summa 45060446 2466700 14681116 18545000 788661 81541923 Unsere Einfuhr von Dänemark ist Schlachtvieh, das meisten« auf dem Seewege von Esbjerg und Aalberg nach dem Hamburger Lentralviehhos kommt. Wir sehen au» obigen Zahlm, daß unS von allen Staaten Dänemark die bei Weitem größte Zahl an gemästetem Rindvieh zufübrt. Frankreich bringt hauptsächlich Grenzverrehr- Schl-chtvieh, Oesterreich Ungarn ebenfalls, aber auch einen kleinen Theil Zuchtvieh: PtnSgauer, Montaiuner, Tyroler, Mürzthaler, Kuhländer. Die Niederlande und die Schweiz liefern in der Hauptsache Zuchtvieh: Schweden, dessen Handelsverkehr mit Deutschland ein immer regerer wird, bringt ria Gothenburg, Kstl, auch Lübeck Schlachtvieh. Von den übrigen Ländern kommen aus Großbritanmm einige Thiere zur Zucht, sonst Schlachtvieh, unter ihm ein Theil magere Thiere zum Mästen, aus dm Vereinigten Staaten Nord- Jn der Ausfuhr geht nach ...... aus Angeln und Holstein, nach Frankreich Schlachtvieh im Grenzverkehr, ebenso nach den Niederlanden, Oesterreich-Ungarn und die Schweiz erhält hauptsächlich Schlachtvieh, aber auch Zuchtvieh. Oldenburger, Holsteiner, Franken, Simmenthaler nimmt Oesterreich, Simmenthaler au« Baden die Schweiz. Zuchtvieh geht außerdem Kühe Bullen Ochsen Jungvieh Kälber 51480 3150 — 60210 50 2310 — 450 — 180 268400 162500 8800 363900 106974 990 —■- — — ■— 918800 177500 2294400 1209300 3780 46000 28500 3826 38400 660 Dänemark 143 9 — 223 1 Frankreich Oesterreich-Ungarn 7 671 325 1 22 1213 3 2547 Niederlande 3 — — — Schweiz 2295 355 4780 4170 63 Urbrige Länder___ 102 41 23 122 10 Summa 3221 731 4826 5120 2624 Fuß, wo so'n kleener BlutSdroppen rauskam. Die „Kreuzotter," sage ick bloß. Nu wurde bet erst en Uffstand. Die janze Jesellschaft lief um mir zusammen un jeder rief: „Um Jotteßwillen, schnell Hilfe? Der Mann sterbt uns sonst unter die Fingerl" „Det muß erst auSjesogen wer n, sonst ist er. verloren," riefen sie alle. Ja, bet wußte ick ooch, aber wer sollte bet bhun? Ick selbst konnte nich ran un feener wollte sein Leben riSkiren, ooch meine Braut nich. Ick jab mir schon verloren. „Er muß mit'u Fuß bis an't Kniee in nasse Erbe jepackt wer'n", mecnt eener un bet jeschah denn ooch. „Det eenzige Mittel iß, bet er en büchtigen Rausch Friegt, meent en anderer von bie Heilgehilfen, und sowat ick ooch schon jelesen, bet bet in so'ne Verhältniffe probat soll sinb. Nu sprang Barbier A. mit seine jroße Buddel vor un ick brank, alß wenn et Wasser wäre, benn wat bhut man nich in be Dobesangst ? Un zuletzt mußten mir zwee Mann usrecht halten un A. gab mir eene Bubbel nach bie anbere un allenß burcheinanbcr, ick hatte 'ne janze Destille in n Leibe. Un benn weeß ick von bie janze Partie nischt mehr. Am nächsten Morjen lieje ick in t Bett un habe en furchtbaren Zustanb: hobt sinb iS 'n Jenuß bagegen! Da kömmt mein Nachbar rinn un lacht un sagt: Du, ber A. hat boch bie Wette jewonnen? Wieso? frage ick, Ja, sagt er, bie janze Jeschichte mit den Schlangenbiß war fingerirt. Alß Du in- iefd)lafen warft, hat A. Dir mit ’ne Pincette in'n Fuß je- ■fibdjen un benn hat er noch en Paar anjestift, bie ihm nachher hei der Eomöbic geholfen haben. Un Deine Karoline lat ooch von jewußt unb hat sich halb krank jelacht un iß den janzen Dag nich von A. seine Seite gewichen. Man sagt ja, er will ihr heirathen. Nu können Sie sich benten, wie mir hierbei zu Muthe war. Drei Dage habe ick krank in'n Bett jelegen. — Alß ick bie Beeben benn in ber Nacht in ber Zimmerstraße traf, trat mir natirlich bie Jalle in t Blut, un ba habe ick benn uf sie injeschlagen. Bors.: Wie gesagt, ich raume ein, baß Ihnen schänblich mitgespielt worben ist. Wenn es wahr ist, können Sie ja auch einen Strafantrag stellen. Durch die Beweißaufuahme wirb ber Inhalt der Erzählung beß Angeklagten bestätigt unb ber letztere darauf nur mit einer Gelbstrafe von 5 Mark belegt. einzeln obgeschätzt den Gesammtwerth so gen°u,^als er durch sachkundigste faßlichste afbHiei dem^Rlnboieh die Einfuhr auf 66191 Stück im Wert he von 1d3»841- n Localer «nd provinzielle-. Gießen, 8. Juli 1893. Am Postfchalter. Wohl Jeder, der in dein Abend' stunden ein Packet mit ber Post verschicken wollte, hat eß als eine Unannehmlichkeit empfunben, baß er Iän0e5c warten mußte, biß eß ihm bei bem starken Anbrange möglich war, seine Sendung einzuliefern. Die Postverwaltung thut ihr Möglichstes, um daß Publikum rasch abzuferttgen und die in den Abendstunden unvermeidliche Masse von Packeten zu bewältigen, ist jedoch nicht in der xXige, ihr Personal während zwei Stunden um daß Zehn- und Zwanzig, fadje vermehren zu können. Im Interesse des Publikum« liegt eß daher, die Packetaufgabe, soweit irgend möglich, auf alle Stunden deß Tages zu verteilen, da bei bem Anbrange zwischen 7 unb 8 Uhr Abends ben annehrnenben Beamten unb Unterbeamten leicht Versehen in ber Frankirung unterlaufen unb Fehler in ber Aufschrift unentbeeft bleiben können. Bei einer Postanstalt haben in ber letzten Zeit Ermittelungen über bie Packetausgabe währenb bet einzelnen Tagesstunden stattgefunden und es ergab sich, baß in ben ersten sieden Stunben beß Tages ein Fünftel, in ben letzten sechs Stunben vier Fünftel aller Senbungen zur Aufgabe gelangte, ja, in ber letzten Stunbe beß TageS hat bie Zahl ber Packete 36 Procent ber Einlieferung beß ganzen Tages betragen. Möge deßhald Jeber, bet Packete zur Post einliefert, bieß, wenn irgend möglich, in ber Zeit von 6 dis 8 Uhr Abenbß thun. Besonbetß sollten bie Geschäftsleute nicht ihre sämmt- lichen Packete kurz vor Schalterschluß auf einmal einliefern unb baburch bie Schalter für baß übrige Publikum versperren, sonbern bie' fertiggestellten Packete mehtmalß beß TageS butch ihre Haußburschen zur Post bringen lasten. Der Vortheil bieser Maßregel für baß Publikum, bie Schaltet- beamten unb bie Packete würbe nicht ausbleiben. *• lieber bie Ursachen des Explodierens von Petroleumlampen sinb von ber kaiserlichen Normal-Aichungscommission in Berlin Ermittlungen veranlaßt worden. Es hat sich babei herausgestellt, baß bie vielverbreitete Meinung, diese Explosionen entstäuben vorzugsweise durch Ausblasen der Lampen von oben her, irrig ist. Auf diese Weise entstehen vielmehr nur sehr selten Explosionen, dieselben betragen kaum 1 pCt. aller Unfälle. Die meisten Explosionen haben ihre Ursache im Umwerfen, schnellen Bewegen ober Schiefhalten, bann auch in ber Ueberhitzung ber Lampen. Zur Verhütung von Unfällen sind folgende Regeln zu beachten: 1) Die Petroleumlampe soll einen breiten unb möglichst schweren Fuß haben, bamit sie nicht umfällt. 2) Der Oelbehälter sei aus Metall, wenigstens ist bieses Glas unb Porzellan vorzuziehen. 3) Der Cylinber soll gut pusten unb so aufgesetzt fein, baß bie Luft nicht seitwärts zur Flamme kommen kann. 4) Der Stennring soll gut aufsitzen. 5) Der Docht sei weich unb nicht zu bicht, babei seine Breite so groß, daß er leicht eingezogen werben kann. 6) Der Oelbehälter ist vor Gebrauch der Lampe ganz zu füllen,- beim Füllen aber darf keine brennende Lampe in der Nähe sein. 7) Die Lampe muß stets rein gehalten werden. 8) Beim Auslöschen drehe man den Docht biß in die Höhe des Brenners und blase über ben Cylinber hinweg. 9) Die brennenbe Lampe barf nicht ber Zugluft ausgesetzt werben. Man vermeide also, mit ihr umherzugehen. ** Ueberseeische Heueinfuhr. Da in Folge des in großen Theilen Deutschlandß herrschenden Futtermangels der Preis beß Heues eine ungewöhnliche Höhe erreicht hat, nimmt bie überseeische Einfuhr von Heu täglich zu. Auß Norbamerika sinb zahlreiche mit Heu belabene Dampfer nach Europa unterwegs, einige bavon auch schon an ihren Bestimmungsorten eingetroffen. In Hamburg sinb Senbungen von mehreren taufenb Ballen Preßheu angekommen unb haben flotten Absatz gefunben. Dem Eintreffen zahlreicher weitetet Heufrachten auß Amerika wirb baselbst entgegengesehen. Uebrigenß bürsten unsere Lanbwirthe ihren Bebarf, zum großen Theil wenigstens, auß inlänbischen Bestäuben becken können, ba bie Ostprovinzen einen, wenn auch nicht so großen Ueberschuß wie in Normal- jähren, über baß eigene VerbrauchSquantum in Außsicht stellen. Insbesondere wird auß ber Weichselnieberung berichtet, baß bie Heu- unb Kleeernte sich bort recht zufriebenstellenb anläßt. nachbem er kurz zuvor einen Mississippi-Alligator zerlegt, ein Esten, zu dem er eine zahlreiche unb angesehene Gesellschaft eingeladen hatte. Srin Haus und alles in diesem zeichnete sich durch Feinheit und Geschmack auß. Seine Gäste kamen. Die Tafel sah köstlich auß und schimmerte von Silber, Erhstall und China-Porzellan unb daß Mahl begann mit einer ausgezeichneten Suppe. „Wie sinben Sie bie Suppe?" 'raM ber Doctor, nachbem er mit seinem eigenen Teller zu (znoe war, einen neben ihm sitzenben bekannten Feinschmecker. „Wahrhaftig, sehr gut," war die Antwort. „Schildkröten- suppe, nicht wahr? Ich frage nur, weil ich kein grüne» Fett darin finde.- — Der Doctor schüttelte den Kopf. — „Ich finde, sie hat einen Geschmack, der mich an Motchuß erinnert,“ sagte ein Anderer, „nicht unangenehm, aber eigenartig." — „Alle Alligatoren haben diesen Geruch," erwiderte Buckland, „ber Kalman besonberß — den ich diesen Morgen secirte und von welchem Sie eben gegessen haben." Alle Gäste gerieten in Bewegung, alle erbleichten. Sm halbes Dutzend erhob sich sofort von ber Tafel, zwei ober drei stürzten auß bem Zimmer unb nur jene, bie einen bejonberß „guten" Magen hatten, blieben biß zum Enbe ber auß- gezeichneten Tafel. „Sehen Sie, maß bie Sinbilbung vermag," sagte Buckland. „Hätte ich Ihnen bemerkt, baß eß Schilbkröte sei, ober Flußschilbkröte, ober Vogelnestersuppe, Sie würben sie alle ausgezeichnet befunben haben und Ihre Verdauung wäre die beste gewesen. So mächtig ist baß Dorurtheil." — „Aber war eß wirklich ein Alligator?" fragte schüchtern eine Dame. — „Ach, nickt boch, ein ganz guter Kalbßkopf war eß, nichtß weiter," antwortete ber Gelehrte. * Pein Werk in Europa (wohl auch nicht in ben anberen" Welttheilen) besitzt so viel Schmelzofen wie K r upp. Die Werke, nur in Essen gerechnet, bebeefen einen Flächen- Inhalt von 500 Acker, bie Hälfte bavon ist bebaut ober für geschäftliche Anlagen hergerichtet. Krupp beschäftigt in Essen 20,000 Arbeiter. Das Werk enthält an Feuerungen — unb bas ist das ftauncnenegenbftc — 2542 Schmelzöfen, 430 Sieber, 83 Dampfhämmer, 450 Dampfmaschinen und 1652 Maschinen für verschiedene Zwecke. Der tägliche Durckschnittsconsum an Kohlen beträgt 1666 Tons. Außer» bem besitzt Krupp 547 Eisenbergwerke unb 4 Seebampfer. Daß Essener Werk selbst ist mit 52 Kilometer Eisenbahn» schienen verbunden. Der Fahrpark besteht auß 28 Loco* Motiven, 883 Eisenbahnwagen, 69 Pferden und 191 Wagen, 50 Kilometer Telegraph mit 35 Telegraphenstationen und 55 Morse Apparaten. * Scherzfrage. Wer brachte ben ersten Toast auß? — Herobes, benn er sprach: „Die Mädchen sollen leben!" verkehr, £an0« «nd volkrwirthschaft. — Angeräucherte Kleie alß wirksamstes Kraftsatter. Da zumal in diesem Jahre, wo es sehr an Klee unb Heu fehlt, der Landwlrth zum Strohfutter ein wirksames Kraftfutter beigeben muß, so sei darauf aufmerksam gemacht, baß nach ben In Posen gemachten Erfahrungen bie Wirkung der Kleie durch Ansäuern mit Sauerteig wesentlich gesteigeil wird. Drei Milchkühe erhielten die Riete zunächst in der bisher üblichen Weise, nämlich nur mit Wasser angerührt in Form von Getränk, verabreicht. Während dieser Zeit wurde die Gesammtmenge der Milch genau bestimmt. Nach Ablauf der 14 Tage wurde die für die folgenden Tage bestimmte Kleie schon am Abend vorher mit 38° C warmen Wasser angerührt und die Mischung mit etwas Sauerteig versetzt. Diese Fütterung wurde ebenfalls 14 Tage hindurch fortgesetzt und dabei die Milch genau gemessen. Im letzteren Falle zeigte sich sofort eine ©teiaeiuna des Milchertrage», und zwar betrug der Gesammtgewtnn wahrend der 14 Tage 24 Liter. Der Sicherheit halber wurde die Kleie nur wieder 14 Tage lang im gewöhnlichen Zustande den Kühen gereicht, unb sofort zeigte sich wieder eine Abnahme beß MilchertraaeS. Zeitungen aus Posen theilen auch mit, baß das vorherige Ansauren der Kleie auch bei der Fütterung beß Mastviehes, inßbefonbere ber Schweine, sich vorthetlhast bewährt; auch soll angesäuerteß Kleienbrod nach dieser Richtung hin beste Benutzung finden. — «irre ertragreiche Futterpflanze fstr «tappelfeltzer. Der gelbe Ackersens kann tn diesem futterarmen Jahre ein wahrer Segen für die Landwirihschaft werden, denn er liefert die größten Ernten prächtigen und kostbarsten Grünfutterß in kurzer Zett. Demselben behagt jede Bodenart und bringt selbst bei trockener Witterung sehr gute Erträge. Auf die gebrochene Getreidestoppel grsäet liefert er in sechs Wochen ein vom Rindvieh begierig ausgenommenes Grünfutter, welches nicht nur den Milchertrag erhöht, sondern auch ber Butter eine sehr schöne gelbe Farbe verleiht. Bei einer Aussaat von 5 Kilo pro Morgen erntet man bi» 10U bentner Grünfutter, einen Ertrag, der zum Anbau jeden Landwlrth aufmuntern soll, zumal wir bieß Jahr ohnebies schwachen Graswuch» Haden. Frischen Samen vom echten gelben Senf liefert Albert Fürst in Schmalhof, Post VUshöfen in Stiebetbapern. Vermischtes. * Eine höchst auffällige, unb bisher noch nicht beobachtete unb behauptete Thatsache ist, so wirb bem „Rheinischen Curier" geschrieben, jetzt burch bie amtliche Statistik erwiesen worben: eine sogar relativ beträchtliche Abnahme bet Geburten im Deutschen Reiche. Die Zahl ber weniger alß zehn Jahre alten Kinder hat sich zwischen 1880 unb 1890 um 4J/a pCt. tierminbert. Selbstverstänblich hanbelt eß sich um bie Abnahme ber Verhältnißzahl, bie ben Procentsatz ber weniger als Zehnjährigen in ber ganzen Bevölkerung angiebt. Da biese Abnahme kaum auf erhöhter Kinbersterblichkeit beruht (in biesem Falle müßten epibemiiche Kinberkrankheiten unser Canb stark heimgesucht haben), so kann bie Erklärung nur in einer Derminberung ber Geburten gesucht werben. Eß gibt aller- bingß Personen, bie eine Vermehrung ber Kinbersterblichkeit behaupten. Die Thatsache ist gewiß überraschenb, unb sie ist eß umsomehr, alß bie Abnahme eine teineßtoegß unbeträchtliche ist. Man wirb eine ausführliche amtliche Mittheilung über bie hiermit im Zusammenhang stehenben, statistisch erforschten Dinge abwarten müssen, ehe man bie Erscheinung zum Gegensianb näherer socialpolitischer unb vielleicht auch sittengeschichtlicher Erörterungen macht. • Tie Macht ber Einbildung. Bucklanb, ber ausgezeichnete amerikanische Naturforscher, gab eineß Tageß, Citeratur rrnd ICnnft. — Als vor fünfzig Jahren In Deutschland die erste illustrirle Zeitschrift erschien, stieß daß Unternehmen auf eine beinahe feindselige Ausnahme: man spöttelte über das „Bilderbuch". Aber bald »eigte sich, wie stark im Volke baß Bedürsniß vorhanden war, auch durch die Anschauung Dinge kennen zu lernen, von denen man bisher nur gelesen hatte Die von I. I. Weber zu Leipzig begründete ,30tifh?irt< Zeitung* nahm rasch einen bedeutenden Aufschwung, und so zahlreiche Mitbewerber um die Gunst des Publikums ihr im Lause der Zeit erwuchsen, sie hat bl» euf den heutigen Tag ihre hervorragende Stellung unb ihren besonderen Rang behauptet. Dieser gründete sich darauf, daß daß Blatt aufmerksam den Zeitereignissen folflt unb dasjenige, maß sich bildlich darstellen läßt, möglichst schnell vorführt. Mit welchem Geschick diese Aufgabe gelöst wird, beweist wieder auf» neue der letzte Jahrgang, der sich als eine getreue Chronik der Zelt im Bilde darstellt. Zu diesen, den Ereignissen aus dem Fuße folgenden Illustrationen gesellen sich stet» auch Wiedergaben berühmter Gemälde u. s. w., die al« Musterleistungm der Holzschneidekunst gerühmt werden müssen. — Da» im Verlage von W. Kohlhammer In Stuttgart soeben erschienene 6. Heft der VIII. Abtheilung vom Jourustt VEr moderne Möbel, herausgegeben von practischen Fachmännern enthält: Dreitheittge Kleider- unb Wäscheschrank. Bettlaben. Wasch- commode Nachttisch. Oehmschrank mit Details tn natürlicher Größe unb einen Aussatz »Die Bilbnerei in Holz'. Preis 1.50 DU. Die Anschaffung des emvsehlenSwerthen Vorlagenwerkes wird dadurch erleichtert, baß jedes Heft einzeln durch alle Buchhandlungen bezogen werden werden kann. MVtox l-i-fa- ■ ’n dies.7'Buscha t ieine»nete ■erte h lÄl't I: i^röu. KL*"»«"’ EÄ. E--L Kl itt" °dn btil L gnen bqmdur K ®"»e dir Mi, I b«i » «°^>- ist i°r W> ein Alligator?^ ■?'„* >>°^ tin I er' Wtoortett der |'ld,t ,n len anbtierr |'Jn to’e Krupp. Fen einen Flächen. I ’lt bebaut oder Hr beschäftigt in Wn_ an, Feuerungen — 2542 Schmelzöfen, Dampfmaschinen und w. tä* 666 Tons. Außer- und 4 Seedampfer. Kilometer Eisenbahn- fteht aus 28 Loco- den und 191 Wagen, ’graphenstationen und > ersten Toast aus? ' Mädchen sollen »wirtUchast, lamtttl -rsftfvttn. in filtt unb Heu feilt, tS faafifutta btlqebtn daß nach dm in Posen eie durch ÄMuern mit MchM erhielten die nimlid) nur mit Wasser ht. Wahrend dieser Leit bestimm/. 3M Ablaus ißt bestimmte Kiele schon ffer angerührt und die Diese Fütterung wurde dabei die Milch genau ort eine Steuerung deS nmtgewinn wahrend der ude die Kleie nur wieder jen Kühen gereicht, unb' Wertloses. Zeitwgm Ti« 2lnfäuren btt Kleie ’iefonbere btt Schweine, ,erles ßltienbtob noch für etspptlfü-er- men Jahre ein wahrer er ltesert die größten itterS in kurzer Zelt. selbst bei trockener iochene Getretdestoppel Rindvieh begierig aus- >en $lUd)nt;a9«bo^ . Mbe verleiht. Bet man bis 100 ßataff Landwl'ih ausmuntem den SraSwuchs habm. liefert Albert yuiH Ql/VcltlS M Zuti' Ruckskin-Iieste von 1—41/2 Meter, zurückgesetzte Herren- und Knaben-Anzüge, Joppen, Hosen re., sowie Damenmäntel sehr billig bei Gebr. Stamm. 5456 empfehlen Jean Dem & C Baumaterialienhandlung. 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In der ersten Hälfte der lautenden BerichiSperiode entwickelte sich aller- d ng« ein recht lebhafter Berkehr zu steigenden Coursen, da die Silbermärkte in Rew-Bork und London eine ruhigere Haltung »ur Schau trugen, unter deren Einfluß ?e6 we,&r,n Metall» eine kräftige Steigerung ertahren bat. Der Prcisfall de» Sllder» war vrel zu überstürzt und mußte dcßhald die Reoction auf dem Fuße olgen. Obwohl sich za auch heute noch nicht absehen läßt, welcher reelle Werth sich in Zukunft aus den natürlichen Verhältnissen heraus für Silber entwickeln wird, ^t"en« der Speculation doch in denjenigen Effecten JU Deckung-käusen El k ur beten EourS mehr oder weniger durch den Stand detz Silber« bestimmt äi» Tn an£ab,T' b®6 Tntwerthung In den belnffenben Coursm mehr ^^ruck gekommen sei. Bet der sich dadurch Bahn brechenden M^.n| roar man arneigt, die Aussichten de« deutsch-ru'sischen ,u?curlheilen, zumal der Soifer in der Thronrede bet SJS!?®?hunf<.re Irtedlichm Beziehungen zu den anderen Mächten iS Do*ßeboben hat Der übrige Inhalt der Rede bot der Börse wenig Anlaß, ihre Neigung nach dieser oder jener Seite zu bethätigen, da die Erwartungen iLtnzelner, welche durch die Annahme der Miltlarvorlage für einen Theil Sus dem Rentenmarkt ist die Courserhöhung der deutschen Fond- er» wä-nen-werth, wa- sich durch da» Snlagcdedürfniß erklärt, das bei jedem Coupons- termin hervorzutreten pflegt. Von den ausländischen Renten fetten Griechen ihre weichende Bewegung fort, da die Opposition gegen da- projectirte Arrangement nicht müde wird, das Zaftandekommen desselben al» den Ruin Griechenland» zu bezeichnen. Recht matt lagen auch e panier auf bat Mißerfolg der Subscrtptton der Innern Anleihe, welche nur zum vierten Theile gezeichnet sein soll; e» ist nicht anzunehmen, daß das Ausland Lust zeigt, den übrigen, weit größeren Betrag aufzunehmen, weßhalb die Bank von Spanien gezwungen sein wird, der Regierung den'nöthtgen Credit etnzuräumen; Argentinier büßten vier Procent ein, woran* man schließen darf, daß man der MinisterkrisiS doch größeren Werth beilegt, al» es ursprünglich den Anschein hotte. Obgleich da» Arrangement noch nicht cndgUttg besigett ist, so scheinen ernste Befürchtungen für da« Zustandekommen doch nicht oorzultegen. Italiener, Serben und Rumänier konnten etntn Dheil unsre« vorwöchentlichen Verluste» wieder zurückgewinnen. Die größten Schwankungen hatten Mexicaner zu erleiden, dieselben schließen jedoch wesentlich höher al» in der Vorwoche. Oesterreichische und ungarische Renten sind nur wenig verändert. Unter den Eisenbahnen haben die österreichischen durch Käufe für da» Mutterland größere Avancen erzielt. Dux-Bodenbacher gewannen acht, Lombarden, Elbthal und Böhmische Westdahn etwa einen Gulden. Schweizerische Bahnen vermochten ihren Verlust von der Vorwoche in Folae der fortschreitend günstigen Ber- kehrSentwickelung annähernd wieder einzuholen; italienische sind gleichfalls gebrsiert, während Prince Henri nachgegeben haben. Hand in Hand mit der besseren Meinung für den deutsch-russischen Handelsvertrag zeigte sich lebhafte» Jnteresie für unsere östlichen Bahnen; Marienburger zogen um zwei Procent an, gaben aber zum Schluß wieder einige Bruchtheile nach. Für Monianwerihe sandte Berlin in den ersten Tagen der Woche höhere Notirungen, da dort angeblich für Rechnung eine« Frankfurter Bankiers Deckung»» kaufe vorgenommen worden waren; in der zweiten Wochenhälfie lag diese» Gebiet matt. Bochumer gaben ihren anfänglichen Gewinn wieder auf und schließen eine Kleinigkeit unter dem Niveau des vorigen Sonnabend«, für Laura dagegen bleibt noch ein Procent Gewinn übrig. Auch Kohlenaclien Haden ihren Stand etwa« erhöht, obwohl keine sachlichen Gründe dasür vorhanden waren. Geldstand etwa» flüssiger; der Privatdiscont ermäßigt sich bi» auf 27t Procent. 4% Chicago Burlington Ncbra»ka 1927 . . California Paris. I. M., rückzahlb. 1912 tz2/)Pacif.ofMifsouri ton» follbateb I. M. r. 1920 6CO7] Gut möblirte« Zimmer zu ver- miethen. Asterweg 15 6006] Ein freundlich möblirte» Zimmer per 1. August zu oermtethen. Dammstraße 31, ll. 6037] Schönes möbl. Zimmer iu oer- mittben.Bahnhofstraße 1. 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In Wien wurde der Haufiepartei durch die Aeußerungen de» ungarischen Ministerpräsidenten, daß die Goldbeschaffuna und die Ausnahme der Goldzahlung durch die Silberkcisis nicht verschoben werde, Veranlafiung gegeben, neuerdings wieder einen Vorstoß zu unternehmen. Ten besonderen Angriffspunkt bildeten Bankactien, die dadurch zum Theil recht erhebliche Gewinne erzielten. Credtt» selten sind vier, Länderbank annähernd zwei, Bankverein einen Gulden höher. Auch die deutschen Banken profitirten von dieser Strömung, Commandit schließen über zwei Procent, Dresdener und Deutsche Bank etwa 1', Procmt bester als in der Vorwoche. banken vermittele ich die Belechung Aeau, i von Immobilien zu Künftigen stehen kann, Bedingungen. 27 ’____________________■- - B.HatzeiiNtein.OcfiüIßrflr 27 5931] Mädchen suchen sofort Stellen DcauiHciwrein.oajiuernr z <. 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Anl. 96.05 96.— Gis ntb aduBrtovttckto«. 50/oSübbahn Lombarden 104 45 104.— 103.90 4°/o do. do. 98.60 98.— 3°/o do. do. 65.50 65.40 103.— 102 60 40/0 Prag-Durer Gold . 100.55 100.40 , Rudolf Gold (Salzk.) , Franz-Josef Silber 101.80 101.15 101.75 101.40 81.50 80.70 108.60 108.10 30/0 ftaatl. garant Jlat 101,25 101.40 Eisenbahn . . 56 05 55.50 3°/0 Livorneser . . 63 65 64.— 84.60 84.30 40/2 Rufi. Südw Eisend. 96.40 94.80 81.45 81.30 40 9 Wladikawkas gamt. 95.70 94.90 —.— 108.35 40/0 gar. Sardin.Sec.ftfr. 78.55 80.55 LubwigShafen-Bexbach. Hessische LudwtgSbahn. Pfälzische Nordbahn Lübeck-Büchner . . . 225.60 109 70 112.80 130.50 225.60 | 109.25 112.75 133 — 1 Oest Nordw.-Bahn Litv. Gotthardt..... Jial. Mittelmeer . . 1997, 156.95 101.— 198.— 157 90 98.60 Deutsche ReichSbank 150.75 150 40 Dresdener Bank. . . 140.30 128.06 Berlin. HandelSgesellsch. 137 20 —.— Mitteldeutsche Lredttd. . 97.40 97.20 Deutsche Bank . . . 157.— 155 — Wimer Bank-Verein lOU/s 100.— DeutscheGenofienschfiSd. Württemb. Vereinsbank 125.90 125.75 o.Soergel,Parristu»ckEo. 117.70 117.70 Deutsche Vereinsbank . 104.70 105.— 3 ttWhrMUtie«. Binding-Brauerei . . 167.80 167.80 Deutsche Verlagsanstalt 179.85 187.70 Stern- do. (Oberrad) 149.— 148 50 Farbwerke,vorm.Meist er, Sad. Anilin- u. Soda- LuciuS 4 Brüning . 324.— 323 — fabrik .... 335.40 333.56 Riebeck'scheMontanwerkl 156 50 153.— Hibernia Bergw.-Gef. . 101 25 99.50 Bochumer Gußftahl 117.80 11665 Pfauüpviefe. 4»/»Frankf. Hyp.-Pfddr. 40/oDeutscheGrundschld^ d. 91 ab . . . 103.50 103.50 Bk.-Psandbr. . 102 — 1U2 — 3'/?/oFrnks^yp.-Pfdbr. 97.50 97150 31/,V0 do...... 97 50 97.50 40/oPreuß.Hup^Act-Bk.' Psandbr. . . . 103.— 103.— 3i/0/0 Rhein. Hyp.-Bank- Psandbr. . . . 97 — 97.— 3Vi°/o do...... 98 — 98 — Meininger Psandbr. 101.30 101 SO 40/oPreuß. Lentt.-Bod.- 4°/0 do. do. Ered.-Pfandbr. bi« unkündbar bi» 1900 103.— 108.— 1885 ..... 102.— 101.— Loose. Oestr. 1860rfl.500-Loose 125.20 125.70 Braunschweig. 20 Thlr.. , 1854rfL250= , Loose .... 104.30 106 4C <®/o Meininger Prämien- 9>'o Oldenburger Loose . 128.45 127 15 Psandbr. . . . 129 25 —.— Sr^/oKöln^Rindn^oose 182.45 132.45