893 Dienstag den 9. Mai »U« 108 Erstes Blatt frnUpTffrr 61. -> Amts- und Anzeigeblutt für den Aveis Gieren. Mc Ämwacm-Buxtau? W>«6 leüeebe» Deutsches Reich. h-analytischer otorioB ' itr.Wil: iessen 1 iphon 88. 1 . (26] । [NutetC wen aller Cysim» “"‘Miaflmetg,* '•Haubach, "hnhosstraße 40. N»,ri,r» |u ter We^oriüH* b« rSi|«nWii leg erscheinens«« Äummtr bil Bene. K) U$v betreffend die Wahlen zum Reichstag. Wir Wilhelm, von Gottes Gnaden Deutscher Kaiser, Urkundlich unter Unserer Höchsteigenhändigen Unterschrift und beigedrucklem Kaiserlichen Jnsiegel. Gegeben Berlin, den 6. Mai 1893. (L. 8.) Wilhelm I. R. v von Caprivi. f°lßt Die Wahlen zum Reichstag sind am 15. Juni 1893 Zweite Kammer der hessischen Stände. nn. Darmstadt, 5. Mai 1893. König von Preußen rc. „ verordnen auf Grund der Bestimmung im § 14 des Wahlgesetzes vom 31. Mai 1869, im Namen des Reichs, waS BirrtdUbrtger llmrarabnttoi 2 Mert 20 Pf,. *B Brmgrrlohe. Durch dir Pest 2 Mark 60 Pf,. Rebentee enb Druckerei: npfiehlt vVw. Dimte mr Be- stellen der KuhdBhBl gWwMHteet «ßcham.»glich, * lalno^et btl Monlags Bit Mrtzener »•ettlieirettM B**ta de» Äejetfer ^gchemtlich Iwteel MfthfL w ’S geW*” N 1 hMcb die Kammer einstimmig, auf dem früheren Beschluß zu beharren, desgleichen bezüglich der Rückäußerung der Ersten Kammer wegen des Antrags Jöckel, betr. das Verbot des Besuchs der Wirthshäuser und Tanzbelustigungen Seitens der Schüler der Volks- und Fortbildungsschulen. — Em dringlicher Antrag des Abgeordneten Christ und Genossen auf Neuregelung der Entschädigungsansprüche der durch Vernichtung von Reb- pflanzungen in der Gemarkung Schimsheim betroffenen Weinbergsbesitzer gelangt nunmehr zur Berathung. Die Regierung hat es abgelehnt, eine anderweite Festsetzung der in Rede stehenden Entschädigungen eintreten zu laffen. Auch im Ausschuß war man der Ansicht, daß von Vornahme einer neuen Taxation keine Rede sei und daher dem Antrag nickt ta,uau|„HUV|.h. ö~.~,------------ f entsprochen werden könne. Dagegen beantragt der Ausschuß, bie Höchsten Herrschaften noch eine Gondelfahrt aus Großh. Regierung zu ersuchen, in künftigen Fällen des Vor- I , ~ * "• ....... 1 Vormittaas. kommens der Reblaus bei Zusammensetzung der Schätzungs- , commission den Betheiligten die Entsendung eines Vertreters einzuräumen. Von drei Mitgliedern (Haas, Oriola und Schröder) wird beantragt, eine nochmalige Prüfung des Resultats der AbschützungS-Commission vorzunehmen und bei geeignetem Befund eine Erhöhung der Entschädigung eintreten I zu lassen. Beide Anträge finden die Annahme des Hauses. — । Bezüglich des gestern zurückoerwiesenen Antrags des Abge- I ordneten Schönberger und Genossen wegen U e b e r n a h m e der Tagegelder und Reisekosten der Kreisveterinärärzte in Sachen der Bekämpfung der Maul- und Klauenseuche durch Polizeimaßregeln auf die Staatskasse, beschließt die Kammer einstiuimig entgegen dem Antrag des Ausschusses, der die Ablehnung derselben empfiehlt, den Antrag Haas anzunehmen dahingehend: 1. Großh. Regierung I zu ersuchen in Erweiterung des Ministerial - Erlasses von I 1883 Anordnungen dahin zu treffen, daß bei Ausbruch der Maul- und Klauenseuche es den Kreisthierärzten gestattet sein soll, nicht nur einmal in der Woche, sondern mehrere Ma I zu revidiren und daß dann Tage- und Transportgelder auf I I die Staatskasse übernommen werden- 2. zu gestatten, daß I die Gesundheitsscheine unter der gleichen Voraussetzung wie I bei I. auch von anderen Thierärzten ausgestellt werden können, I unter Beidrückung des Bürgermeistereisiegels- 3. daß unter I Beseitigung der Gebührenordnung, die Gehälter der Kreis- I I Veterinärärzte in entsprechender Weise zu erhöhen oder sür I deren Ausfall auf anderer Art zu sorgen sei- 4. eine Revision I der Gesetze, Vorschriften über die Maul- und Klauenseuche I I auf dem nächsten Landtag herbeizuführen. — Eine Vorstellung I des Steuerraths i. P. Fröhlich betr. die Regulirung seiner Pension wird zur Zeit für erledigt erklärt, ebenso I eine Eingabe von Beamten, welche vor dem 1. April 1891 in I den Ruhestand getreten sind. — Zu einem Antrag des Abgeordneten Zinßer, betr. die Herstellung und Unterhaltung eines erhöhten Straßenbanketts sür den Fußgänger-Verkehr an der I Staatsstraße. Lauterbach -H ersfeld beantragt der I I Ausschuß, dem Antrag aus Gründen der Consequenz keine Folge zu geben. Abgeordneter Zinßer verteidigt seinen Antrag in eingehender Weise und hebt die Unzuträglichetten des jetzigen Zustandes hervor. Für den Antrag sprechen noch die Abgeordneten Schade, Jöckel, Hechler und beschließt d e Kammer mit großer Majorität im Sinne des Antrag- | stellerö. — Bezüglich der Rückäußerung Erster Kammer betr. die Regierungs-Vorlage wegen Erhöhung und V e r- | st ärkung der Landdämme und Erweiterung des Hoch- | 1 wasserprofils des Rheins entspinnt sich nochmals eine lebhafte Debatte zwischen dem Regierungs-Vertreter und dem Referent des Ausschusses, welcher Beharren auf dem früheren Beschluß empfiehlt. Ministerialrath Schäffer weist nochmals darauf hm, wie die Vorlage nur als ein Ganzes, nur nicht als em Stückwerk zur Ausführung gebracht werden könne. Seme größte Sorge sei sür immer die gewesen, das Riedgebiet vor Hochwassergefahren zu schützen. Nehme das Haus die Regierungs-Vorlage nicht an, wie sie aus Erster Kammer hervorgegangen, so lehne er später jede Verantwortung im Falle eines Unglücks von sich ab. Trotz alledem beharrt das Laus auch heute fast einstimmig auf seinem früher gefaßten Beschluß, wonach nur 1,480,000 Mark bewilligt werden. — Die Vorlage der Regierung betr. Zustimmung zur Inangriffnahme von Nebenbahntheilstrecken wird dahm genehmigt, 30% mehr auf die ganze Linie Worms-Bodenheim zu bewilligen. — Bezüglich der Rückäußerung Erster Kammer, betr die Abänderung des Einkommensteuer-Gesetzes beharrt das Haus aus den früheren Beschlüssen. - Einem Antrag der Großh. Regierung auf Aufnahme der Nebenbahn Bickenbach- Jugenheim-Seeheim in das Special-Gesetz für Nebenbahnen wird nicht die Genehmigung ertheilt. Hiermit sind die Berathungen um %3 Uhr geschlossen und vertagt sich die Kammer bis zum Dienstag Vormittag 11 Uhr. Am Mittwoch nach Schluß des Landtages findet im Großh. Die Berathungen der Zweiten Kammer werden heute fortgesetzt mit der Rückäußerung Erster Kammer, betr. den Antrag Metz, den Kleinhandel mit Branntwein und Spiritus und den Betrieb von Wirthschasten. Die Erste Kammer sprach sich gegen die Aufhebung der Verordnung von 10. November 1886 aus. Heute beschließt Steckbrief. Gegen den unten beschriebenen Zender, Wilhelm, Buchbindergeselle aus Creseld, seither zu Gießen, welcher ffüchtiq ist, ist die Untersuchungshaft wegen Diebstahls verhängt ES wird um Fahndung, Verhaftung und Nachricht vor Zuführung ersucht. Gießen, der 4. Mar 1893. Großherzogliche Staatsanwaltschaft. Schilling «Tr. Beschreibung: Alter: 20 Jahre, Größe: 1 m 64 cm, Statur: schlank, Haare: dunkel, Stirn: frei, Augenbrauen: dunkel, Nase: gewöhnlich, Zähne: gut, Gesicht: oval, Augen : blau, Mund: gewöhnlich, Kinn: spitz, Gesichtsfarbe: gesund. o. Helldorf (conf.): Wir wollen froh fein, bei der gegenwärtigen Situation einen in militärischen Dingen so fachver- ständtgen Reichskanzler zu haben. Bismarck habe eine noch viel wettergehende Voi läge für nothig gehalten. Mit den letzten Vor- tagen sei mehr eine Armee auf dem Papier geschaffen “ot.br ,n.’r. olle einmal reine Arbeit gemacht werden. Wir seien in militärischer Beziehung zurückgeblieben. Werde diese Vorlage angenommen, so werde uns Frankreich wahrscheinlich nicht mehr angreifen können. Dr. Lieber habe gestern seine Aschaffenburger Rede zu vertheidtgen versucht; in einer Kölner Versammlung habe aber fcerr Lieber eine Gedanken noch schärfer zum Ausdruck gebracht; er habe da gesagt. Selbst wenn der Fortbestand und die Sicherheit beS ^elieS oon bem Zustandekommen der Vorlage abhange, somußte der Fortbestand der Centrumspartei doch höher sieben. (Hört! hort.) Lieber fage, der Reichskanzler habe seine AschaNenburger Rede ns Bismarck,che übersetzt. Bismarck habe aber noch in letzterir« aeiünbet Bismarck sei bie Verkörperung bes Reichsgedankens. x>er Reichskanzler habe in bieser Vorlage echt Bismarcklsch gesprochar und werde damit auch in Süddeutschland wohl verstanden werden.. Gießener Anzeiger Heimat-Anzeiger. Darmstadt, 5. Mai. Nach aus Venedig elnßeltoffenen Nachrichten unternahmen Seine Königliche Hoheit der Großherzog und Ihre Großherzogliche Hoheit die Prinzessin Alix mit Gefolge am 30. April im Laufe des Nachmittags eine Gondelfahrt nach Quattro Fontane, wo im Freien der Thee genommen wurde, der mitgebracht worden war. Auf der Rückfahrt wurde auf der Insel San Lazzaro, die dreiviertel Stunden südlich von Venedig liegt, das armenische Mechitaristenkloster gleichen Namens besucht. Nach dem Diner dem Canal Grande. Montag den 1. Mai, Dormittags, wurde bei einer Fahrt auf dem Canal Grande die Kirche Santa Maria della Salute besichtigt und herauf die ehemalige Franziskanerkirche Jl Reductore auf der Insel La Gm- decca Nach der Rückfahrt wurde noch die Spitzenfabrik von M Jesurum besucht. Nachmittags fuhren die Höchsten Herrschaften nach der südwestlich gelegenen Insel San Giorgia in Alqa, wo der Thee eingenommen wurde. Am Abend wurde wieder eine Gondelfahrt auf dem Canal Grande gemacht. Am Vormittag des 2. Mai fuhren die Höchsten Herrschaften nach der kleinen Insel San Giorgio Maggiore, etwa 450 Meter südlich gegenüber der Piazzetta, um daselbst bie schöne Kuppelkirche San Giorgio Maggiore zu besichtigen, dann wieder zurück zum Besuche der beiden Kirchen -an Zaccaria und San Giorgio degli Schiavoni, sowie des Arsenals mit seinem Museum und den großen Docks sür d,e Marine. Berlin, 6. Mai. Der „Reichsanzeiger" enthält folgende Verordnung", Amtlicher Theil. Nr. 16 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den 6. d. Mts., enthalt: (Nr. 2097.) Verordnung, betreffend die Auflösung des Reichstags. Vom 6. Mai 1893. (Nr. 2098.) Verordnung, betreffend die Wahlen zum Reichstag. Vom 6. Mak 1893. Gießen, den 8. Mai 1893. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. tß «ba. Wifser (wild-liberal) begründet seinen Antrag aus Aus. nähme der Bestimmung in die Verfassung, daß vom 31- Marz 1899 ab die Dienstzeit bei dm Fußtruppen zwei Jahre betragen soll, ferner soll vom 1. Januar 1899 ab der Gesammtetat des deutschen Heeres wie alle übrigen Posten des Retchshaushaltsetats jährlich festgestellt istalt, "verfahren &.N «btrtL, J* ins lölscde^ Bekanntmachung. es wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß die nach § 6 des Reichsgesetzes vom 21. Juni 1887 Über die Naturalleistungen für die bewaffnete Macht im Frieden I ermittelten Durchfchnittsmarktpreife, einschließlich eines Auf- I fchlags von Fünf vom Hundert, pro Monat April 1893 für den Lieferungsverband Gießen pro 100 kg betragen; Hafer JL 16.50, Heu JL 10.80, Stroh JL 5.80. Gießen, den 6. Mai 1893. I Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. I Bekanntmachung, betreffend Maul- und Klauenseuche zu Albach. Nachdem die in einem Gehöft zu Albach ausgebrochen gewesene Maul- und Klauenseuche erloschen ist, haben wir die angeordneten Sperrmaßregeln wieder aufgehoben. Zur Ausführung von Rindvieh, Schafen, Ziegen und Schweinen aus der Gemarkung Albach, sofern die Thiere nicht sofort abgeschlachtet werden, ist indeß bis aus weiteres noch der Besitz tliierärztlicher Gesundheitsscheine erforderlich. Gießen, den 6. Mai 1893. Großherzogliches Kreisamt Gießen. ______v. Gagern.___________________ Bekanntmachung, betreffend Feldbereinigung in der Gemarkung Steinbach. In der Zeit vom IO. bis einschließlich 2». Mar d. I. in den Stunden von Bormittags 9—12 Uhr und von Nachmittags 2—5 Uhr liegen auf dem Rathhaus »u Steinbach die Arbeiten des ersten Hauptabschnitts des I. und III. Bereinigungsbezirks (Felder zwischen der Staatsstraße nach Lich und der Kreisstraße nach Garbenteich, sowie zwischen dem alten Anaerober Weg und der Staatsstraße nach Lich) nämlich: die allgemeinen Meliora- ttonspläne mit Erläuterungsberichten nebst den dazu er- qangenen Beschlüffen der Vollzugscommission und den Protocollen über die Prüsung dieser Arbeiten zu Jedermanns Einsicht offen. . Termin zur Entgegennahme von Einwendungen gegen diese Arbeiten habe ich auf Mittwoch den 24. Vlai l Nachmittags von 3—5 Uhr in das Rath haus zu Steinbach anberaumt. Die in diesem Termin nicht Erscheinenden sind mit Einwendungen ausgeschlossen. Gießen, den 6. Mai 1893. Der Vollzugscornrniffär: Nebel, Amtmann.__ Ausland. Chicago, 6. Mai. Es ist beschloffen worden, daß die Ausstellung auch Sonntags geöffnet sein soll- die Maschinen sollen jedoch Sonntags nicht in Bewegung gesetzt werden. ————?. Dentscher NeichstaA. 91. Sitzung. Samstag, 6. Mai 1893. Die Wahl des Abg. v. Reden (conf.) tm 9. hannoverschen Wahlkreise wirb mit 188 gegen 167 Stimmen für ungültig erflärt. um Mtlitürpensionsgesetz wirb in zweiter Lesung nach den Beschlüssen der Commifsion (Referent Abg. Hahn) einstimmig en bloc endgültig angenommen. . , , . w h P Auf Antrag des Abgo.Huene (Ctr.) wird sofort in die dritte Lesung dieses Gesetzentwurfs eingetreten und derselbe, gleichfalls en bioo und einstimmig, angenommen. nn<. Sodann wird die zweite Berathung der Mtlitärvorlage | Gratisbeilage: Hießen« Kamikienbkätter. Residenzschloß eine Galatasel statt, wozu sämmtliche Mitglieder der Kammer eingeladen werden. nigtt Vertreter Htm Hypotheken» mittele ich die Beleihe >ilien zu gim-igei ;en. 2T llStelo.SchiWr.^ »n itft ab wotyit esiratze 6. IU Brunnenmacher lemeiniger, ioroie zur von Erdarbeiter, emM Heinrich Keßler, SBuM-______ Irenes KneipUejü ,rr Stadt an stuventM n avrugtden. 4226 InderSrptd-d __ »rtoffel« r»m Sütm« gqil -kall Mörder ^"sehr braven, ie-t con* jigeMchte n all- 6Uttm Lohn. (Lebhafter Beifall, v. Vollmar: Fällt uns gar nicht ein!) „BiS- marcktsch sprechen" — Tank, Lieber, daß Du mich die» Wort gelehrt. In Pari- jubele man über den Fall der deutschen Mtlitärvorlage und votire den elsaß-lothringischen Abgeordneten den Dank. Redner wendet sich mit Entschiedenheit gegen den FractionSgeist und begrüßt den Anirag Huene als Wahlparole, weil Abg. v. Hume sich von dem Parteibanne losgemachr habe. ES dürfe nur noch deutsche, n'cht einseitige Fcactionspolittk getrieben werden. Lieder habe denFSrderaliS- muS al» eins der Jdealinteressen deS CentrumS bezeichnet, Lieber hätte für sich die Demokratie nennen sollen. Im Gegensatz zu Dr. Lieber müsse daS Wort bei unS zur Geltung gelangen: Erst daS Vaterland, dann die Partei und zuletzt die Person. (Beifall.) Abg. Graf Preysing-Straubtng ^Ctr.): Ter Reichskanzler habe ihm zugerufen: ES thut mir leid, es thut mir weh, daß ich Dich in der Gesellschaft seh. Er werde sich von diesem Kreise nicht trennen. DaS Eentrum ist weder demokratisch, noch aristokratisch, sondern hält die Mitte zwischen beiden. Redner verwahrt sich dagegen, daß die Ablehnung dieser Vorlage unpatriotisch sei, und schließt mit der Versicherung der Treue der Bayern zum Reich. Abg. Frhr. v. Hornstein (b. k. Fract.) stimmt dem Antrag Huene zu und verweist xur Deckung der Kosten aus eine Wehrsteuer. Er verwahrt sich gegen Die Vermengung der katholischen Sache mit der Mtlitärfrage und protestirt gegen die TerrortsirungSoersuche der badischen CentrumSpreffe. Abg. Frhr. v. Münch (b. k. Fract.) spricht sich gegen die Vorlage bezw. gegen den Antrag Huene und verlangt VolkSwehr. Die Vorlage sei militärisch, politisch und social ungerechtfertigt. Nachdem die Regierung den russischen Handelsvertrag geschlossen, müßte es ihr leicht sein, auch einen Allianzvertrag mit Rußland abzuschließen. (Die Rede bleibt roegen der während derselben herrschenden Unruhe Wesentlichen im Hause und auf den Tribünen unverständlich. Stürmische Rufe Schluß! Schluß! machen keinen Eindruck auf den Redner.) Die Abgg. Holtzmann, Ackermann und Stumm beantragen Vertagung, die Abgg. Fritzen, Letocha und Graf Homposch Schluß der Debatte. Vertagung wird abgelehnt, Schluß der Debatte beschlossen. Abg. Rickert bemerkt, durch den Schluß der Debatte an der Abgabe einer kurzen Erlärung Namens eines Thetls seiner Freunde verhindert worden zu sein. Abg. Lieber erklärt, durch dm Schluß der Debatte an einer ausführlichen Erwiderung gegm Herrn v. Helldors gehindert zu sein. Abg. Böcke! erklärt Ramms seiner Freunde Werner und Zimmermann, daß sie mit Rücksicht aus die traurigen wirth- schastlichen Verhältnisse gegen die Vorlage stimmen. Die Abgg. Pickenbach und Liebermann v. Sonnenberg erklären ihre Zustimmung zu der Vorlage im Interesse der Wehrkraft des Landes. Abg. Prinz Earolatb bemerkt, daß er durch dm Schluß der Debatte verhindert worden sei, einen von ihm eingebrachten, aber noch nicht gedruckten Antrag zu mottviren. - Hierauf wird in der Abstimmung durch Namensaufruf $ 1 nach dem Antrag Huene mit 210 gegen 162 Stimmen abgelehnt. Gtner enthält sich der Abstimmung. Für den Antrag Hume stimmen Eonseroattve, Reichspartei, Nationalliberale und Polen geschlossen, ferner von ben Freisinnigen die Abgg. Broemel, Hinze, Maager, Dr. Alexander Meyer, Schröder und Dr. Siemen», vom Centrum Graf Adelmann, Prinz Aremberg, Graf Ballestrem, Graf Chamar->, Frhr. v. GltszczynSki, v. Huene, Lender, Graf Matuschka, Nols, Frhr. v. Pfeltm, Dr. Porsch und Frhr. v. Rettzmstein, von den FractionSlosm Prinz Carolath, Roesicke, Wtsser, Thomsen, Frhr. v. Hornstein, Liebermann v. Sonnenberg, Pickenbach und Ahlwarot. Abg. Ruhland (Elsässer) enthielt sich der Abstimmung. — Der Reichskanzler erhebt sich und verliest eine Kaiserliche CabinetSordre vom 6. d., wonach der Reichstag für aufgelöst erklärt wird. Präsident o. Levehow giebl die übliche Geschäftsübersicht und schließt die Sitzung mit einem dreifachen Hoch auf dm Kaiser, in welche» daS HauS lebhaft einstimmt. Die Socialdemokraten hatten kurz vorher den Saal verlassen. — An der namentlichen Abstimmung über den Antrag Huene nahmen 378 Mitglieder theil, darunter eins, welches sich der Abstimmung enthielt. Mit Ja stimmten die Abgeordneten Ackermann, Graf Adelmann, Adt, Ahlwardt, Prinz v. Arenberg, Graf von Arnim, Graf v. Ballestrem, Baumbach (Altenburg), Graf v. Behr, v. Benda, Dr. v- Bennigsen, Bock (Minden), Dr. Böttcher, Bohh, v. Bredow, Brömel, Brüning», Brunck, Dr. Bürklin, Büsing, Dr. Buhl, Graf v. Carmer, Prinz zu Carolath, Dr. Caffelmann, Cegielsky, Graf v. Chamarü, Dr. S(emm (Ludwigshafen), v. Colmar, Dr. v. Cuny, Fürst Czartoryski, Prinz Czartoryski, Dodillet, Graf v. Dönhoff, Graf zu Dohna, v. Do- nimirSki, Graf Douglas, Dr. Endemann, v. Flügge, Dr. v. Frege, Frhr. v. ^riefen, Gamp, Gehlert, v. Gerlach, Dr. Giese, v. Gliszczinski, Götz, Grumbt, Frhr. v. Gültlingen, Günther, Baron v. Gustedt, Hahn, Dr. Hammacher, Freiherr von Hammerstein, Dr. Prinz Handjery, Dr. Hartmann (Plauen), Hastedt, Fürst v. Hatzfeldt, v. Helldorsf, v. Hellmann, Hempel, v. Henk, Hinze, Dr. Höffel Hoffmann (Mengersdorf), Erbprinz zu Hohenlohe, v. Holleuser, Graf v. Holstein, Holtz, Holtzmann, Frhr. v. Hornstein, Hosang, van Hülst, Frhr. v. Hume, Hultzsch, beide v. Jagow, Dr. v. JazdzewSki, Jebsen. von Kalkstein, Graf v. Äanitz, v. Kardorff, Keller, v Keudell, Graf v. Kleist, Klemm (Sachsen), Dr. v KomierowSk, v. Koücielski, Krämer, Dr. Kropatscheck, Graf Kwilccki, Lender, Leuschner, v. Levehow, Liebermann v. Sonnenberg, Lucius, Maager, Frhr. v. Maltzahn, Frhr. v. Manteuffel, Dr. v. Marquard- fen, v. Mafsow, Dr. Graf v. Matuschka, Dr. Mehnert, Mmzer, Mer- bach, Dr Meyer, Graf v. Mirbach, v. Moszczenski, Müllensiefen, Nels, v. Normann, Oechelhäuser, Dr. Osann, v. d. Osten, Pfähler, Frhr. v. Pfetten, Pickend ach, Dr. Pieschel, v. Polczynski, Poll, Dr. Porsch, GJraf v. Pücklcr, Fürst Rad^iwill, Frhr. v. Reitzenstein, Rimpau, Rdsicke, v. Rozycki, Dr. RzepnckowSki, Graf v. ©albern, Sander Frhr. Saurma v. b. Jeltsch, Dr. Schier, Frhr. v. Schleinitz, Schlick, beide Grafen v. Schliessen, Schneider (Hamm), v. Schöning, Schröder, v. d. Schulen burg-Bcetzendorf, Scipio, Siegle, Dr. Siemens, v. Slavki, v. Sperber, v. Staudy, Stemmam, v. Steinrück, Stephanus, Stöcker, Graf zu Stolberg, Frhr. v. Stumm, Thomsen, Tröltsch, Uhden, Frhr. v. Unruhe Bom st, Weiß (Eßlingen), Wichmann, v. Winterfeldt, Wiffer, v. Wols- legrer, v. WrirSberg, Frhr. Zorn v. Bulach. Mit Nein stimmten die Abgg. Aichbichlcr, Dr. AlthauS, v. Arns- waldt.Böhme, Baron v. ArnSwaldt-Hardenbostel, Auer, Dr. Bachem Dr. Bamberger, Dr. v. Bar, Dr. Barth, Bebel, Beckmann, Bender' «ertling, Brehl, Birk, Bloo, Dr. Bock ,Aachen , Bock «Magdeburg), Dr. »otfel arauit, Dr. Brüel, Bruhns, Buddeberg, Frhr. v. Buol, Burlein, Dau, Graf v. d. Decken, v. d. Decken, Dieden, Dietz, Dillinger, Dr. SDobrn, DreeSbach, Graf Droste zu Bischerina, Evers, Förster, Frhr. zu kxranckcnstein, beide Fritzen, Frohme, Funck, Fuvanqel, Frhr. ,®taf ”• ®aIen- Geyer, Goldschmidt, Gras v. Grand Ny, »rritz, Gnllcnbcrger, Gröber, Guerber, Dr. Gutfleifch, Haanen, ^de'^äbnje, Dr. Häncl, Harm, Dr. Harmening, Hartmann (Württembergs HauS, Haußniann, Dr. Frhr. v. Heeremann, Heine, beide Hermes ^effe, H.ckel, Dr Hirsch, Hitze, Graf v Hoensbroech, Hofmann (Lhemmtz,, Graf Hompesch Horn, Dr. Hornntz, Hug, Jeschke, Ioest, ^ohannsen, Jordan, Jungfer, Kaunmann. v. uehler, Kercher, Kersting, «lose, Kndrcke, Koch, Kochann, Dr. Krause, Krebs, Küchly, Kuneri, Landes, L«mg, Langerfeldt, Dr. ^angerhans, Lauck, Lehemeir, Lehner, Leonhard, Lerzer, Letocha, Dr. Lieber, Liebknecht, Dr. Lingens, Gras v -o», Lorenzen, Lüders, Marbe, Mauer Landshut Meister Menken Metzger, Metzner, Mey, Frhr. v. Mmmgerode. Molkenbrchr,' Mooren' Vr. Müller, Münch, Freiherr v. Münch, Munckel, Neckermann, Neumann' Gvtz v. Olenhusen, Dr. Pachnicke, Panse, Payer, Pezold, beide Pftüaer beide Grasen v. Preysing, Raeithcl, RarkowSki, Rauhenecker, v. Reib' nitz, beide Reichert, Reindl, Rembold, Richter. Rickert. Dr. Rintelen Riß, Dr. Rudolphi, Samhammer, Dr. Schädler, Scbattgen, Frhr' v. Schele, Schenck, Schippet, Schmidt Elberfeld. Schmidt Frankfurt X Schmidt ^Sachsen>, Schmieder, Schnaidt, Dr. Schneidet iNotbbaufen . Graf v. Schönborn-Wiesentheid, Schrader. Schütte, Graf v. d. Schulen bürg Hehlen, Schuler, Schultz«, Schumacher, Schwartz, Dr. Ceelig, Ser»ert, Dr. Simonis, Singer, Spahn, Spetter, Sperlich, Stadthagen, Dr. Stephan, Stötzel, Stolle, v. Slrombeck, Szmula, Dr. Thomas, Timmermann, Träger, Tutzauer, Uhlendorff, Ulrich, Dr. Virchow, v. Bollmar, Vollrath, Wagner, Gras v. Waldendors, Frhr. v. Wangen- Heim, Wattendorf, Weber, Weiß Paffau), Wenders, Frhr. v. Wendt, Wentel, Werner, Wilbrandt, Wildegger, Wiüsch, Winterer, Witzlsperger, Wöllmer, Wurm, Zangemeiüer, Zimmermann, Zmth. Der Abstimmung hat sich enthalten der Abg. Ruhland Elsäffer). Es fehlten die Abgeordneten Dr. Baumbach Berlin df.), Fürst v. Bismarck, Brandenburg (Centr. , Frh. v. Dalwigk Centt.), Dell-^s (Elsäffer, Frhr. v. Dietrich (Elsäffer, Dr. v. TziembowSki Pole), Eberty vf.>, Fischer (b. k. P.-, Härle Bolksp.), Lutz bc), Mang» 4 (Elsäffer), Dr. North (aus Elsaß, nl.), Dr. Petri (nl.), Dr. Äuge (df ), v. Schalscha Centr), Dr. Frhr. v. Stauffenberg (df.), Stephau (ds. , Dr. Witte (df). Hcuefte 21 ad>rlebten. Wolffs telegraphische» Correspoadenz-Bureau. Berlin, 7. Mai. Der Reichskanzler Caprivi begab sich gestern Nachmittag gegen 4 Uhr nach Potsdam, wurde im neuen Palais vom Kaiser empfangen und kehrte nach kurzer Conferenz mit dem Kaiser wieder nach Berlin zurück. 8ms, 7. Mai. Heute Mittag fand die feierliche Enthüllung des Denkmals für Kaiser Wilhelm I. statt. Als Vertreter deS Kaisers wohnte der Gene« raladjutant weiland Kaiser Wilhelm I., Gras von Lehndorf, der Feier bei. Er legte einen großen Lorbeerkranz mit dem NamenSzug deS Kaisers am Denkmal nieder. AlS Ehren« gäste waren anwesend: der Oberhofmarschall weiland Kaisers Wilhelm L, Graf Perponcher, und der Regierungspräsident v. Tepper-Laski. Paris, 7. Mai. Der „Temps" sagt: Die Nachricht über die Auflösung des deutschen Reichstages verbreitete, obwohl sie erwartet wurde, in Deutschland und Europa jenen leichten Schauer, der historische Ereignisse begleitet. Das Blatt bezeichnet die Haltung des CentrumS als sehr geschickt. Der „Jour" bemerkt, die Verhältnisse in Deutschland erinnern an die tröstenden Worte Gambettas von der immanenten Gerechtigkeit der Dinge. Depeschen de» Bureau .Herold'. Wien, 8. Mai. Die gesammte Presse hebt die mächtige Bewegung hervor, welche die Abstimmung deS deutschen Reichstages in Oesterreich hervorgerufen hat. Darmstadt, 8. Mai. Seine Königliche Hoheit der Großherzog reisen am Freitag zum Besuche des Königlichen Hofes nach Dresden, von dort zum Besuche deS Kaiserlichen Hofes nach Wien. CocaUs ttttö provinzielle». Sieben, 8. Mai 1893. ** Von der Universität. Heute Montag, um 4 Uhr Nachmittags, beginnen die mündlichen Prüfungen der Candidaten der Rechtswissenschaft, die Dienstag, Mitt- woch und Freitag ihre Fortsetzung nehmen. — Desgleichen finden in dieser Woche, Montag und Dienstag, die Fachprüfungen in der Finanzwissenschaft statt. ** Neues Theater. Der gestrige Sonntag brachte uns wiederum zwei Vorstellungen und zwar am Nachmittag die Wiederholung deS „Bett el sind ent". Wir haben diese Operette an dieser Stelle schon einmal eingehend besprochen, sehen deshalb davon ab, näher auf dieselbe einzugehen, und beschränken uns darauf zu melden, daß die Wiedergabe des Stückes im Ganzen zur Zufriedenheit der Besucher ausfiel. Selbstverständlich ist die Zahl dieser bei der Fülle des Gebotenen in den einzelnen Aufführungen dann weniger groß. So war auch gestern die Theilnahme an der Mittagsvorstellung geringer als am Abend, wo der große Saal von SteinS Garten beinahe ausverkauft war. Die Strauß'sche „Fledermaus" hatte ihre Anziehungskraft wieder einmal bewährt. Und in der That, wer sich einmal gut amüsiren will, und nicht allzu sehr Philister ist, der kann eigentlich nichts Besseres thun, als eine derartige Operette besuchen. Freilich ist der gebotene Stoff eben nicht besonders erhaben, die geschilderten Charactere nicht gerade die lautersten und der ganze Inhalt nicht eben durchaus frei von anstößigen Stellen. Aber wenn dem Zuschauer dies alles in so liebenswürdigster Form geboten wird, wenn so eine temperamentvolle, frische Musik die Handlung begleitet, so muß er sich ja ergötzen, und wer möchte bestreiten, daß eS nicht interessant wäre, auch einmal einen Blick in diese Sphäre der Gesellschaft zu werfen, deren Thun und Treiben unS hier mit großer Wahrheit und glücklichster Auffaffung vorgeführt wird? — Unser Ensemble that bet der Wiedergabe des Stückes im Großen und Ganzen seine volle Schuldig, keit. Herr Beermann als „Eisenstein" zeigte durch fein routinirteS Spiel, daß er ebenso gut hier in der Operette, als in der Oper am Platze ist und denselben würdig auSzu« füllen weiß, nur möchten wir ihn davor warnen, daß er sich im Eifer zu allzu raschem Sprechen hinreißen läßt. Für Frl. Kronegold (Rosalinde) trifft obiges weniger zu, sie gehört in die Oper, trotzdem führte sie jedoch ihre gestrige Partie tadellos durch und ergötzte durch ihr herrliches Organ, das von der Indisposition am Freitag völlig frei war, alle Anwesenden. Auch Frl. Ziem an (Adelk) war gesanglich sehr tüchtig, nur machten sich manchmal im Spiel wieder die unschönen Armbewegungen störend bemerklich. Den Prinzen Orlowski hätten wir uns in der Maske doch etwas älter wenigstens vorgestellt, dabei fehlte eS der Repräsentantin desselben (Frl. M. Schuhmacher) an dem selbstbewußten Auftreten, daS diese Figur haben muß. Vorzüglich war Herr R e u s ch als „Gesangslehrer Alfred" ebenso Herr K i e st e r als „Dr. Blind." Auch Herr Thiemann und Herr Schlegel, die beiden Gefängnißtyrannen, ließen nichts zu wünschen übrig. Fretlich daS Orchester vermißte man schwer, obschon die Klavierbegleitung in ihrer Durchführung durchaus tadellos war. ** Neves Theater. Mit dem heutigen Tage begimteir die Proben zu dem neuesten sensationellen Schauspiele ^Heimath" von Hermann Sudermann und bleibt daS Theater deßhalb heute, DienScag und Mittwoch geschloffen. AuS der sorgfältigen Vorbereitung, welche die Direction dem Stücke angedeihen läßt, kann man sehen, welch hohen Werth sie auf die würdige Wiedergabe deS bedeutendsten Werke« deS illustren Dichters legt. — Bestellungen auf numerirte Plätze werden von heute ab schon entgegengenommen. * • Die Maifeier der hiesigen Arbeiterschaft, welche gestern im C a s 6 L e i b festlich begangen wurde, nahm einen gelungenen, von keiner Störung unterbrochenen Verlauf. Die Betheiligung war eine recht zahlreiche, jedoch waren im Verhaltniß zum Vorjahre weniger Theilnehmer der Umgegend erschienen, waS in der ungünstig kalten Witterung seinen Grund haben mochte. ES wechselten Reden und Declamationen mit Liedervorträgen deS Gesangvereins „Eintracht" und Musikstücken ab. Den Schluß deS Programms bildete ein gut gespieltes Theaterstück, „Der erste Mai", hierauf folgte Tanz, welcher die Anwesenden noch lange beisammen hielt. • * Verhaftet wurden gestern zwei junge Leute wegen Trunkenheit und groben Unfugs und außerdem wurde eine Verhaftung wegen fahr! ässiger Brand- stiftung vorgenommen. * • flamlnbrenb. Ein gestern Abend gegen 8 Uhr in einem am Asterweg gelegenen Hause ausgebrochener Kamin- brand konnte noch rechtzeitig gelöscht werden, ehe derfelbe einen gefahrdrohenden Umfang annahm. * * Fahrplan Aeabervvg. Auf die in vorliegender Nummer befindliche Bekanntmachung der Königs. Eisenbahn-Direktion, betr. Aenderung der Fahrzeiteü einiger auf der Strecke Frankfurt Gießen verkehrender Züge, sei an dieser Stelle aufmerksam gemacht. * * Sovderpersovevjug. An allen Sonn- und Festtagen, vom HimmelsahrtStage, 11. Mai angefangen, wird für die Dauer des Sommerfahrplans ein Sonderpersonenzug Gießen- Fr ankfurt abgelaffen werden, der laut Bekanntmachung des Kasseler Eisenbahnbetriebsamtes wie folgt verkehrt: Abfahrt von Gießen Abends 7.40, von Butzbach 8.08, von Nauheim 8.24, von Friedberg 8.31, von Vilbel 9.04, Ankunft in Frankfurt a. M. Abends 9.37 Uhr. R. Reichelsheim i. b. W., 7. Mai. Ein bedauer- l ich er Unfall kam in unserem Nachbarorte Bingenheim vor. Dort spaltete gestern Nachmittag ein 14jähriger Knabe Holz. Er schlug mit umgedrehter Axt, d. h. mit dem Ohr des Werkzeuges auf einen Holzprügel; durch die Elastizität des letzteren sprang die Axt zurück, traf mit der Schneide auf die Stirne deS Knaben und drang bis auf die Hirnschale, welche bloSgelegt wurde, ein. Der herbeigeholte Arzt verband die Wunde, welche einen schrecklichen Anblick darbot. Vilbel, 6. Mai. Ein grausiger Anblick bot sich gestern den Mitreisenden des Personenzuges 96 nach Frank- furt a. M. Einige Schritte vor der hiesigen Station hielt plötzlich der Zug und als wir nach der Ursache dieser Unterbrechung auSschauten, sahen wir, wie ein Schaffner einen gräßlich verstümmelten menschlichen Körper unter dem Eisen bahnwagen hervorzog. Dem Manne, einem Streckenarbeiter aus Groß-Karben, waren die Beine abgefahren und er sonst vollständig verstümmelt, wodurch der Tod sofort eingetreten sein muß. Man nahm an, daß er dem Zuge au-weichen wollte, dabei aber von der Maschine erfaßt wurde und so seinen schnellen Tod herbeigeführt hat. Nach kurzer Unterbrechung fuhr der Zug weiter und man batte Muße, darüber nachzudenken, wie nichtig daS menschliche Leben sei. vielleicht noch zwei Secunden vorher hat der Mann fröhliche Host nungen gehegt und einen Moment später war er schon eine Leiche. Heute roth, morgen tobt! (W. V.) Darmstadt, 5. Mai. Die hiesige Technische Hochschule ist im gegenwärtigen Studienjahre von 604 Studi- renden und Hospitanten besucht. Nach der Höhe der BesuchS- ziffern geordnet, rangiren die verschiedenen Abheilungen nach vorläufiger Feststellung wie folgt: Stud. Hosp. Zus. 1) Electrische Abtheilung 199 34 233 2) Maschinenbau Abtheilung 116 18 133 3) Jngenieur-Abtheilung 63 10 73 4) Chemisch technische Abtheilung (Chemiker u. Pharmaceuten) 50 15 65 6) Architectur-Abtheilung 52 7 59 6) Math.-naturw. Abthetluvg 14 27 41 Gesammtsrequenz 493 111 604 Im vergleich zum vorauSgegangenen Studienjahre hat sich die Zahl der Studirenden nahezu um 100 vergrößert. A Mainz, 7. Mai. Mainz steht wieder vor der Errichtung einer der Allgemeinheit dienenden Wohlfahrts- Anstalt, die schon lange allseits als ein großes Bedürfnis empfunden wurde. Nämlich vor dem Bau einer öffentlichen Badeanstalt, ähnlich wie Köln eine solche in seinem „Hohenstausenbad" besitzt. Ein zu diesem Zwecke vor einiger Zeit gebildetes Comite ist jetzt mit einem fertigen Project hervorgetreten, daS allgemeinen Anklang findet. Danach soll die Anstalt nach Außen in einfacher, aber würdiger Weise erbaut und im Innern, unter Vermeidung von Vuru», mit den vollkommensten technischen Einrichtungen versehen werden. ES sollen errichtet werden: Schwimmhallen für Sommer- und Winterbetrieb, Wannen- und Brausebäder, ein römisch irische- und ein russisches Bad, ein Maffageraum, sowie ein Saal mit verschiedenartigen Brausen. Die Gesellschaft verlangt von der Stadt die unentgeltliche Ueberloffung eine- städtischen Bauplatzes und hat das Terrain zwischen der Kaiserstraße und der Schloßkaserne in da- Auge gefaßt. Weiter wird von der Stadt ein Darlehen von 250,000 Mark zu dem Zinsfuß von 2 Procent beansprucht. Unter Berücksichtigung der genannten städtischen Bewilligungen calculirt man die Gesammtunkosten auf 400,000 Mark, die IahreSeinnahmen auf 60,000 Mark und die Ausgaben auf 50,000 Mark, so daß jer S" Ä DaS M Ortet mit fe» lnl|y ! ..-h m noch 1 MS«! -b der Sdisi > hostatthr) iCnhnbflllÄ/ 3» «£ i Scheuern W J > < -och ltio sch -^zündet und j« 'ÄugenM ' ■ jMbörrtr Seb ,)r* Flamn •tert zu starke t.tftt Selch , izst waren t '-:nde erschienen « Aachbach unnen aut qanj entfernt i c4 FeuersSuli bttben Brands!« wmd hatte dir weit bmab w 1 tun arbeitete ft Lnb überall in lcich: brennende nach allen Seit litten, da tönti Euer eigne- Hl nichts »ehr zt pngelte gen H laß Niemand i mochte. Nichts Vieh kannte ge! t ntm Mann 7 Enten und Sai KM' tu Srafinug. tat) Söschungen ' etzen-^raW Mh. ^en-Marbt Mh. Gießen. Hertß »bkh. S^x.-n-Selnhati Ablh, ^lein-LindeN'W bis« i^en 3ttit b. I., Pannill früheren Bram bcnl ju Gießen ttuhren örfenth n, den t Ml), streit __ Setanr In -teile \ von Saröenteich tcrlSiider I. iMifa Gon ^''ktzen, 4. D Srotzh. —___ -1 Bckann ^amstaq d io 8«! ^^N'Vruch" a oerpach Gelang Bach. n. Pavittha-dw«, L. Mühlhausen, Bismarckstrahe IO. rin Ueberschuß von 10,000 Mark verbleibt. In einer die nächste Woche stattfindenden Versammlung finden noch mündliche Erläuterungen statt, bevor die definitiven Anträge der Stadtverordnetenversammlung zugehen. Maaß, ist am 4. Mai, 5 Uhr Nachmittag-, wohlbehalten in Newyort angekommen. Hamburg, 6. Mai. [Hamburg - Amerikanische Packetsahrt- Actieu-Gesellschast.] Das Hamburg - Newyorker Post - Dampfschiff „Gellert", Capttän Kampfs, ist am 6. Mat, 7 Uhr Morgen-, wohlbehalten in Newyork angekommen. vermischtes. * München, 6.Mai. Wie auS Niederbergkirchen gemeldet wird, sind dort infolge Zerreißens eines SeileS beim Aufzuge einer Glocke drei Arbeiter ums Leben gekommen. Bayreuth, 6. Mai. Im Luftkurort Berneck wurde der Bezirksarzt Dr. Sack von dem Bader Schmidt aus Rache durch vier Revolverschüsse getödtet. stellung ««d schnellster Bedienung. Annahme und Musterlager in Gieße« bei Die Verwirrung war unbeschreiblich, der Jammer entsetzlich, herzerschütternd. Auf den Wiesen und im Felde rannte das scheu gewordene Vieh wild durcheinander, sodaß es später erst mit vieler Mühe eingefangen werden konnte. Noch heute Nachmittag wurden einzelne Stück im Felde aufgegriffen. In einer Gastwirthschaft, die ebenfalls mit allen Vorräthen abbrannte, befand sich ein alter, schwerkranker Mann. Mit Gefahr trug man ihn aus dem brennenden Hause- in einem Bette lag er unter brüllendem Vieh auf der Wiese, ein erjchütternder Anblick. Heute ist er in der Klinik zu Gießen, wohin man ihn noch gestern Abend gebracht, verschieden. Die meisten Abgebrannten haben nur das Leben und die Kleidung, welche sie anhatten, behalten, sonst ist ihnen Alles verbrannt: die Nahrung, die Kleidung, die Betten und alles Mobiliar. Auch ein namhafter Betrag von Werthpapieren ist mitverbrannt und jedenfalls auch baareS Geld. 42 Hofraithen, worunter die größten und schönsten der Gemeinde, mit zusammen 130 Gebäuden, sind in Schutt und Asche versunken. Heute ist der schönste Theil des Ortes in einen einzigen, riesigen, noch rauchenden Trümmerhaufen verwandelt, der aussieht, als wäre er mit Kanonen zusammen- geschoffen worden. Fast keine Holztheile sind mehr vorhanden von den abgebrannten Gebäuden, so hat das Feuer Alles verzehrt. Nur Eisentrümmer von Oefen, Wagen, Futterschneidmaschinen u. A. ragen auS dem rauchenden Schutt hervor. 2Bie heftig der Sturm und wie groß der Brand gewesen, erhellt daraus, daß man in dem drei Wegstunden entfernten Nieder-Ohmen eine Menge versengter und verkohlter Papierfetzen, auf denen noch die darauf befindlichen Worte erkennbar, aufgelesen hat. Ein Glück für die Abgebrannten ist es, daß ihr größter Theil versichert ist, nur fünf bis sechs sind nicht versichert, sie trifft das Unglück um so härter. Neben dem heftigen Winde sind hauptsächlich an der Ausbreitung und Größe des Brandes die unseligen Hohlziegel mit ihren Strohpuppen Schuld gewesen. Sie sollten, da ihre Feuersgefahr größer wie die der Strohdächer ist, ein für allemal streng verboten werden. Schisfsnachrichteir. Hamburg, 5. Mai. [Hamburg - Amerikanische Packeifahrt- Actien-Gesellschaft.] Das Deutsche Dampfschiff „Marsala", Capitän Der Brand zu Zell (Kreis Alsfeld). -ck. Zell, 6. Mai 1893. DaS furchtbare Brandunglück, das die Hälfte unseres OrteS mit seinen schönsten Hofraithen gänzlich einäscherte, ist durch eine kurze Meldung bereits bekannt gegeben, heute wollen wir eine Schilderung des entsetzlichen Ärandes versuchen. Es war gestern kurz nach Mittag, man befand sich hier und da noch beim MittagStisch, Andere waren auch schon hinaus zur Feldarbeit geeilt, da ertönten die Sturmglocken und der Ruf: Feuer! Es brannte in der Scheuer (nicht in der Hofraithe) des Bürgermeisters, die getrennt von dessen Wohnhaus, unmittelbar an die Schulscheuer anschließt und in größter Nähe der Kirche sich befindet. In dem zwischen beiden Scheuern sich befindlichen engen Zwinger sollen kleine Kinder, die noch kein schulpflichtiges Alter haben, einen Bündel Reisig angezündet und so das namenlose Unglück herbeigeführt haben. Im Augenblick stand das durch die monatelange Trockenung auögedörrte Gebälk der genannten Scheuer in hoch auflodernden Flammen. Ein überaus heftiger Nordwind, der öfters zu starkem Wirbelwind überschlug, ließ sofort die höchste Gefahr für die Südhälfte des OrteS befürchten. Eiligst waren von allen Seiten der Gemeinde hilfsbereite Hände erschienen, den Brand bekämpfen zu helfen, der inzwischen schon Nachbarhosraithen ergriffen. Da loderten Plötzlich die Flammen aus einer Hofraithe im südlichen Theile des Dorfes, ganz entfernt von der Brandstätte, empor und zugleich stiegen auch Feuersäulen aus einem anderen, in der Mitte zwischen beiden Brandstätten befindlichen Gebäude auf. Der Sturmwind hatte die Brandfackel von der ursprünglichen Brandstätte weit hinab in die Gebäude des unteren Dorfes getragen und nun arbeitete sich das Feuer, angefacht vom heftigsten Winde und überall in den ausgetrockneten Holztheilen der ^Gebäude leicht brennende Nahrung findend, mit wahrer Blitzesschnelle nach allen Setten. Leute halfen noch in brennenden Gebäuden retten, da tönte ihnen der entsetzliche Ruf entgegen: „Heim! Euer eignes Haus brennt ja!" Bis sie dort ankamen, war nichts mehr zu retten. Ein einziges, riesiges Feuermeer züngelte gen Himmel, eine Hitze und einen Qualmjerzeugend, daß Niemand in die brennenden Straßen einzudringen vermochte. Nichts war mehr zu retten, selbst nicht einmal alles Vieh konnte geborgen werden. 16 Stück Rindvieh (wovon einem Mann 7 Stück), mehrere Ziegen, eine Menge Hühner, Enten und Gänse verbrannten. Wichtig für Hausfrauen. Beruh. Curt Pechstein, Wollwaarenfabr. in Mühlhausen i. Th., fertigt auS Wolle, alten gestrickten, gewebten und anderen reinwollenen Sachen und Abfällen haltbare und -edte-etsa Stoffe für Damen, Herren und Kinder, sowie Stoffe ie Portiören in den modernsten Mustern bei billigster Preis- rpielplau der vereinigten frankfurter Ltadttheater. Opernhaus. Dienstag den8. Mai: Die Rantzau. Hieraus: Ballet-Dioer- ttssement. Mittwoch den 10. Mat: Fidelio. Donnerstag den 11. Mat . Wagner-Cyclus. Erster Abend. Rienzi. Freitag den 12. Mat geschloffen. Samstag den 13. Mai: Wagner-Cyclus. Zweiter Abend. Der fliegende Holländer. Sonntag den 14. Mai: Wagner-Cyclus. Dritter Abmd. Tannhäuser. ♦ Schauspielhaus. Dienstag den 9. Mat: College Crampton. Mittwoch dm 10. Mat: A Banta Lucia. Der eingebildete Kranke. Donnerstag den 11.Mai: Doctor Klaus. Freitag dm 12.Mai: Hetmath. Samstag den 13. Mat: Narctß. Sonntag dm 14. April: Die Kinder der Excellech». Land- rrrrd volkswirth schäft. Gründer-, 6. Mai. Fruchtpreise. ®dien X 1640, Korn X 14 40, Gerste X 14.60, Hafer X 15.20, Erbsen X 18.00, Linsen 4L00.00. Wicken X 16 00, Lin X 00.00, Kartoffeln X 3.00, Samen X —.—. bei Gebrüder Stamm die schönste flHVvi Auswahl der neuesten BnckSttnS, Che- ViotS und Kammgarne -c. zum meterweisen Verkauf fowohl als auch zur besten Anfertigung nach Maß auf eigener Werkstätte. 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Wolf in Magdeburg-Buckau seit mehr als 30 Jahren als Specialttät gebauten halbstationärm und fahrbaren Locomobllm mit ausziehbaren Röhrenkeffeln übertreffen an Sparsamkett de- Brennmatertaloerbrauchs, Dauerhaftigkeit und Leistungsfähigkeit jegliche Motoren anderm Ursprungs und haben auf allen deutfchm Locomobtl-Concurrenzen den Steg davongetragen. 4276 bis bis bis bis 16 4315 Die Grasnutzungen an den Gräben und Böschungen der Staatsstraßen: Zvf. 233 133 73 Hosp- 34 18 10 ist heute erfolgt. Gießen, 4. Mai 1893. Großh. Amtsgericht. Gebhardt. ib. 9 L5 33 Bekanntmachung. An Stelle des Heinrich Stumpf von Garbenteich ist Heinrich Hinterländer II. von Garbenteich jum Vorstandsmitgliede des landwirth- schaftlichen Consumvereins eingetr. Genossenschaft mit unbeschr. Haft- pflicht zu Garbenteich gewählt worden. Eintrag im Genossenschaftsregister Gießen - Frankfurt von Abth. — Abth. 35, Gießen - Marburg von Abth. 5 Abth. 22, Gießen - Hersfeld von Abth. — Abth. 28, Gießen-Gelnhaufen von Abth. 6 Abth, 17, Klein-Linden-Wetzlar von Abth. bis Abth. 26,64, ’.x flnblid bot sich giß 96 nai) ffranf- iesigen Station hielt WN- Wta- ün t\ntn per unter dem Eifeu- nnem Streckenarbeiter igefahren und er sonst !od sofort eingetteten dem Zuge ausweichen rfaßt wurde und so Nach kurzer Unterhatte Muße, darüber e Leben sei. MtW Warn fröhliche Hoffer war er schon eine (W. $•) Technik Hoch- ne von 604 M itt Höhe der W* ten Abtheiwnp nach Bekanntmachung. Samstag den 13. Mai l. I., 'Vormittags 10 Uhr, soll ein der Gemeinde Bersrod zustehender, in vortrefflicher Aussicht stehender „Lung- Stein-Bruch" auf unserem Bureau öffentlich verpachtet werden. Bersrod, am 8. Mai 1893. Großh. Bürgermeisterei Bersrod. Bücher._______4323 sollen Freitag den 12. Mai d. I., Vormittags Nath. DannftLdter Bant-Wct Dresdener Banf-Äd. 40,895,790.— 1,500,000.— 26,671,596.42 4189] Eine studentische Corporation sucht ein schöne» Kneiplocal. Offerten an die Exped- d- Bl. unter F G. , erfolgen- Offerten unter Z an die Exped. dieses Blattes._____________________________ Hausbursche dieses Blattes. 9000 Mark werden gegen doppelte Sicherheit auf zweite Hypothek bei pünktlicher Zinszahlung gesucht. Gest. Offerten unter D. Z. sind bei der Exp. d. Bl. (Feuerversicherung.) Der Geschästsstand der Bank ergiebt sich Resultaten des Rechnungsabschluffcs für das Jahr Versicherungen in Kraft ult. 1892 Grundcapital Prämien, Gebühren und Zinsen in 1892 Prämien, und Capital-Reserven . . . wird gesucht. «Lu«burg 12. au«,»leihen. Näheres bet der Exped. d- Bl- Für die uns durch mündliche und schriftliche Beileidsbezeugungen, durch überreiche Blumenspenden, sowie durch Begleitung unseres lieben, uns so plötzlich entrissenen Kindes zu seiner letzten Ruhestätte in so grossem Maasse bewiesene trostreiche Theilnahme sagen wir hiermit herzlichsen Dank. G iessen, den 7. Mai 1893. 4264] Ein kräftiger Zunge kann so : fort bei mir in die Lehre treten- E. Kaldsteisch. BildhauergeschSft, Licherstrahel. Herr Ludwig Rohling* er nach längerem Leiden sanft dem Herrn entschlafen ist. Gießen, den 7. Mai 1893. Die tieftraueruden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet Dienstag Stachmittag 3 Uhr vom garnirt und ungarnirt empfiehlt zu billigen Preisen machen und Zuschnetden gründlich erlernen Gradenstratze 9, 1. Et. - werden gewaschen, faronnirt und gefärbt Hob. Fr. Bohxf in Giessen, hei [2178] T. Satt, SelterSweg 22. J. Dlppetein in Umidorf Vchlahcovrie 1 Uhr 16 Min. 86.80 4 pEt. Ung. Gold-Rente 10100 5 pEt. 3tal. 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(»ottbarthetbmHct Schweizer Nordost 'B^Art. Mainzer E. L.-Sci. Marienburger E-'B.-Aet- »abnhofftr. «4 im Hinterhaus '♦ Unserem Bierlieferant Herrn Eugen Asprlon — und seiner verehrten Braut zu ihreuk 1 lochzeitsfeste die Rrbadion; rt. Scherd e. — t?ruct und ticrlaa »»ol ichen Dragee«4 (Ar. Ehr. Bietsch) io Silken Die heutige INummer umfaßt 6 Sette« Verausgabt wurden: 503 Todesfälle.............. 137 bei Lebzeiten fällig gewordene Versicherungen . ihrer Gründung zahlte die Gesellschaft überhaupt an Versicherungs-Capitalicn und Renten . . . . Grundcapital der Gesellschaft betrügt ® * y = =!r PR » R la 1 ?! 4113] Größeres Manufacturwaaren- ■ Geschält sucht auf sofort ober 1. Juni einen Lehrling mit guten Schulzeugnissen. Angebote an die Exped d #L LiQUCuxfftbxils. 4266] In gut eingelührtem Hause findet ein gewandter Reisender angenehme und dauernde Stellung- EiMritt kann alsbald Die Reservefonds belaufen sich auf..... Davon sind angelegt: In Hypotheken.......... 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