1893 Sonntag den 9. April 61 Amts- und Anzeiseblatt für den Arei» Giefzen. Hratisbeikage: Hießmer Aamitienökätter 2lmtiid?6r Theil wir und Märkte anberaumt worden und zwar: am 6. Mai 1. n 2. 3. das Doppelte der oben erwähnten Wieggebühren erhoben. wird SS*' zu des der n n 15 20 Psg- Pfg- Pfg. 1fr ltme*cm-euttam b<< 3*. exfc laati|tti für den „flMrttncr legtigtr* talgig*. 8. 9. 10. 12. 13. 10 2 leeel ■< Razrlgea zu der Watyaiftagl fto Vb ende« tag erschrlnenden Vhnn*tr big Bene, K) Uh*. Pfg. // E!Wlon W 8 von unterrichteter Seite versichert, daß die genannten Verhandlungen einen erfolgverheißenden Fortgang nehmen. Ueb* rigens meldet eine Petersburger Depesche, daß sich die meisten russischen Handelskammern zu Gunsten eines deutsch-russischen Handelsvertrages ausgesprochen haben. Gießen, den 9. März 1893. Großherzogliches Kreisamt Gießen, v. Gagern. thrrttlKbngtt ^gaeemnctauraU^ 2 Mark 20 Psg. mfl Vrmgtrlohn Durch die Poft btgn* 2 Mark 60 Vf, Nrtxwttan, BpebWea ttnb Druckerei ihnen zugehenden Aufforderung alsbald Folge zu leisten. Die Aufforderung hat von den Betheiligten (Käufer ober Verkäufer) bircct an den Wiegmeister zu geschehen. Wenn der Wiegmeister der Aufforderung nicht entspricht, so ist sich Arr-Land. — Das neue französische Ministerium kann auf ein befriedigendes parlamentarisches Debüt zurückblicken. Am Donnerstag stellte es sich zunächst in der Depu- tirtenkammer vor, mit einer längeren Erklärung, welche allerdings nichts sonderlich Bedeutsames aufweist- trotzdem fand die Kundgebung eine günstige Aufnahme. Nach Verlesung der Erklärung forderte Finanzminister Peytral die Genehmigung der letzten Artikel des Budgets, sowie de« Budgets im Ganzen nach den zuerst gefaßten Beschlüssen, die Kammer kam diesem Verlangen auch nach. Alsdann wurde die Sitzung unterbrochen, um die Entschließungen des Senats abzuwarten. Hierauf nahm die Kammer die Sitzung wieder auf, um sich schließlich bis zum 25. April zu vertagen. Im Senat wurde die vom Justizminister Gutrin verlesene Erklärung des Cabi- nets gleichfalls mit Beifall aufgenommen; nachdem dann das Budget der Finanzeommission überwiesen worden war, vertagte sich der Senat gleich der Kammer bis zum 25. April. ewh-a»»«”1“ UtonimW § 5. Gebührentarif A. von Ortsei nwohnern. An Wieggebühren sollen erhoben werden: für Kleinvieh, als Schweine, Schafe, Kälber, u. s. w. von jedem Stück...... für Großvieh, Ochsen, Kühe, Rinder u. s. w. für jedes Stück ......... über 10 Gentner von einem jeden Stück für jeden anderen zur Verwiegung kommenden Gegenstand, als Frucht, Kartoffeln u. s. w. bis zu 3 ............... für jeden weiteren Gentner...... B. von Ortsfremden Statut, die Benutzung der Gemeinde Biehwaage Burkhardsfelden betreffend. Mit Genehmigung Großherzoglichen Ministeriums Bekanntmachung, den Ankauf von Remonten für 1893 betreffend. Bekanntmachung, betreffend den Ankauf von Remonten im Jahre 1893. an die Grobherzogliche Bürgermeisterei zu wenden, welche denselben zum Wiegen anhalten und nötigenfalls Großherzoglichem Kreisamt Anzeige erstatten wird. § 3. Der Wiegmeister oder dessen Stellvertreter haben über die von ihm besorgten Geschäfte ein Tagebuch zu führen, in welchem unter fortlaufenden Nummern anzugeben ist: a. der Ort des Wieggeschäfts, b. der Name des Verkäufers und Käufers, c. Datum der Verwiegung, d. Art der gewogenen Gegenstände, e. das Gewicht der einzelnen gewogenen Gegenstände, f. der Betrag der erhobenen Wieggebühren. § 4. Der Wiegmeister hat dem Käufer oder Verkäufer einen dem Eintrag ins Tagebuch gleichlautenden Wiegschein auszustellen, aus dem sowohl das Gesammtgewicht der einzelnen verwogenen Gegenstände, als auch der erhobene Gebührenbetrag zu ersehen ist. dStarlte M M M Ionia. Bclg.Mam-sn M 1 vennrschtes. * lieber die neueste Herrenmode beschwert sich eine Berliner Dame, indem sie u. A. schreibt: Ich möchte einen lebhaften Schmerzensschrei ausstoßen über eine neue Herrenmode, die mir im Entstehen begriffen zu sein scheint, und die, wenn dieselbe sich fortpffanzt und einbürgert, uns armen, „putzsüchtigen" Frauen gar nicht angenehm sein kann — weil wir dann fast gar keinen Schmuck mehr vor den Männern voraus haben. Es ist dies die Mode Ohrringe zu tragen, die ich in letzter Zeit bei verschiedenen Herren zu beobachten Gelegenheit hatte — theils auf der Straße und anderswo. (Alle diese Herren stammten anscheinend aus vornehmen Gesellschaftskreisen, denn sie waren gewählt, ja elegant gekleidet und machten weder einen verweichlichten, noch stutzerhaften Eindruck.) In mehreren Fällen traf ich Herren mit ziemlich großen, mattgoldenen Schlangen-Ohr- ringen, die mit funkelnden. Steinchen geziert waren. Em Herr trug k eine, aber sehr dicke hellfchirnmernde, goldene Ringe, die an den Ohrläppchen glänzende, goldene Knöpfe zeigten. Ein anderer hatte große, goldene Knöpfe mit vielfach geschliffenen Flächen — so daß sie wie Brillanten blitzten, an Stiften zum Einschrauben, in den Ohren. Einer, mit dem ich in der Stadtbahn suhr, trug sogar als Ohrenschmuck sogenannte „Boutons" von Gold und mit emaillirtem Muster — also Ohrringe, die bisher nur bei Damen üblich waren, und ferner habe ich bei einem Herrn, der in einem Locale des Ostens, wo ich mit Familienangehörigen saß, an einem Nebentische sein Bier trank, zierliche goldene Herzchen mit einer Wachs-Perle in der Mitte — an den Ohrläppchen wahrgenommen. Derselbe trug auch ein goldenes Ketten- Armband mit goldenem Herz als Medaillon. — Ich berichte diese Fälle als sichtbare Zeichen einer bevorstehenden Herren- mode, die zwar den Juwelieren und Goldwaarenhändlern sehr erwünscht sein wird — von welcher wir Frauen aber wenig erbaut sein werden, weil dieselbe uns ein Modegebiet streitig macht, das wir bisher als uns allein gehörig zu betrachten gewohnt waren. * Eme höfliche Katze. Ein Londoner Herr, bekannter Tbiersreund, verbürgt folgende Geschichte seiner Katze: Ich hatte eine Katze, welche bei jeder Mahlzeit am Tische neben mir saß, sie bekam ihre Serviette umgebunden, ihren Teller vorge etzt, auf welchen Fleisch oder Fisch gelegt wurde. Selten ließ sie Theile ihrer Mahlzeit auf das Tischtuch fallen, sie bewahrte sorgfältig den Anstand. Eines Tages, als wir schon lange bei Tische saßen, ließ die Katze, ganz gegen ihre gewohnte Pünktlichkeit, immer noch auf sich warten. Wir läuten im ganzen Haufe mit der Tischglocke, auf welche sie stets genau horte. Plötzlich kam sie mit einem großen Sprung ins Zimmer, im selben Moment war sie auch schon auf ihrem Stuhl. Doch was sah ich? Die Katze hatte zwei Mäuse jn ihrem Maul. Bevor ich es verhindern konnte, legte sie eine Maus auf ihren Teller, die andere auf meinen. Die Katze war so zutraulich und wuß>e genau, daß ich ihr stets von meinem Esfen gab und nun wollte sie sich revanchiren. (Die Geschichte wird unter dem 1. April erzählt) * Aufschwung der deutschen Tapetenindnstrie. Unter denjenigen deutschen Industriezweigen, welche sich im Auslande § 2. Der Wiegmeister ober dessen Stellvertreter haben Nachstehende Bekanntmachung des Königlich Preußischen Kriegsministeriums, Remontirungs-Abtheilung, bringen hiermit zur öffentlichen Kenntniß. täglich, eü Nosnahm« bfi Montags Wt Mrßann Mrttn btm lagdfn aäch—Nch beeieel Rr. 83 Drittes Blatt. Miiisen HeWmße 17 Zum Ankäufe von Remonten im Alter von drei ausnahmsweise vier Jahren sind im Bereiche des Großherzog- thums für dieses Jahr nachstehende, Morgens 8 Uhr beginnende Gießener Anzeig er Keneral'-Unzeiger. Innern und Justiz vom 3. April 1893 zu Nr. 9167 M. I. und unter Zustimmung des Kreisausschusses des Kreises Gießen wird wegen Benutzung der Gemeinde-Viehwaage zu Burkhardsfelden bestimmt: § 1. Alle zur Verwiegung gebrachten Gegenstände muffen durch einen verpflichteten Wiegmeister gewogen werden. Außer dem Wiegmeister und dessen Stellvertreter hat Niemand das Recht, auf der Waage wiegen zu lassen. Lampertheim, Bickenbach, Groß-Gerau, Gernsheim, Reinheim, „ io. „ Nieder-Wöllstadt. Die von der Remonte Ankaufs Commission erkauften Wnni9tm linig. --------- iranstalt, '“Stadt 3. Main, (Bcsmd). Uesammtes •er- Heilverfahren, '■ E|ectricität. Prosp. gratis. üevungnWJtd-r überallhin SorderiperPosikarteStell.-n-AuS, miet, Berlin-Mend L, [3m ten HandlungshäuBeri empfiehlt pnfrpi 8e*ne ^*ens*e zur ße- vllll Dl getzuDgallerimComp- len, Luger oder für die Reise -nden Stellen der Kiufmännlsohß Frankfurt (Malo). 5 42 k) iwUia liiniw Mih - VtmUnUM tf*- Pferde werden zur Stelle abgenommen und sofort gegen Quittung baar bezahlt. Pferde mit solchen Fehlern, welche nach den Lande»- gesetzen den Kauf rückgängig machen, sind vom Verkäufer gegen Erstattung des Kaufpreises und der Unkosten zurück zunehmen, ebenso Krippensetzer und Klophengste sowie Wallache mit ausgeprägter Hengstmanier, welche sich in den ersten zehn bezw. achtundzwanzig Tagen nach Einlieferung in den Depots als solche erweisen. Pferde, welche den Verkäufern nicht eigenthümlich gehören oder durch einen nicht legitimirten Bevollmächtigten der Commission vorgestellt werden, sind vom Kauf ausgeschloffen. Die Verkäufer sind verpflichtet, jedem verkauften Pferde eine neue starke, rind lederne Trense mit starkem Gebiß und eine neue Kopfhalfter von Leder oder Hanf mit zwei, mindestens zwei Meter langen Stricken ohne besondere Vergütung mitzugeben. Um die Abstammung der vorgeführten Pferde seststellen zu können, sind die Deckscheine rsep. Füllenscheine mitzubringen, auch werden die Verkäufer ersucht, die Schweife der Pferde nicht zu coupiren oder übermäßig zu verkürzen. Ferner ist es dringend erwünscht, daß ein zu massiger oder zu weicher Futterzustand bei den zum Verkauf zu stellenden Remonten nicht stattfindet, weil dadurch die in den Remontedepots vorkommenden Krankheiten sehr viel schwerer zu Überstehen sind, als dies bei rationell und nicht übermäßig gefütterten Remonten der Fall ist. Die auf den Märkten vorzustellenden Remonten müffen daher in solcher Verfassung fein, daß sie durch mangelhafte Ernährung nicht gelitten haben und bei der Musterung ihrem Alter entsprechend in Knochen und Muskulatur ausgebildet sind. Berlin, den 25. Februar 1893. Königlich Preußisches Kriegsministerium; Remontirungs- Abtheilung. (gez.) Hossmann-Scholtz. Garantie»" lütte. . Hauba™ § 6. Sogleich nach ftattgefunbener Wiegung sind die vor- bemerkten Wieggebühren nebst 5 Pfg. Vergütung für jeden gewogenen Gegenstand an den Wiegmeister zu entrichten. § 7- Am Schluffe eines jeden halben Jahres hat der Wiegmeister das Tagebuch abzuschließen, und einen Auszug aus demselben über die im verflossenen Halbjahr gewogenen Gegenstände und die bezogenen Gebühren anzufertigen, welcher in beglaubigter Form der Bürgermeisterei zu überreichen ist. Die erhobenen Wieggebühren werden sodann dem Gemeinde-Einnehmer nach Maßgabe des oben aufgeführten Gebührentarifs in Einnahme becretirt unb von bem Wiegemeister an benfelben ausbezahlt. § 8. Der Wiegmeister unb dessen Stellvertreter werden von dem Ortsvorstand ans Widerruf ernannt und von Großh. Kreisamt verpflichtet unb unterliegen als Gemeindebeamte den für solche geltenden Disciplinarvorschriften. Gießen, den 7. April 1893. Großherzogliches Kreisamt Gießen. ____________v. Gagern.____________________ Deutsches Reich. Berlin, 7. April. Das offizielle Programm für den Besuch des deutschen Kaiserpaares in Neapel liegt nun ebenfalls vor. Die Majestäten ireffen, von Rom kommend, am 27. d. M. Nachmitlags 1 Uhr in Neapel ein, woselbst am Abend große Serenade zu Ehren der hohen Gäste stattfindet. Für den 28. ist eine Rundfahrt des Kaiserpaares im Golfe von Neapel, sowie eine Gala Oper im San-Carlo Theater in Aussicht genommen. Am 29. April Beiuch von Pornpej', Abends Ball im Gasino Unione. Am 30. soll die Wiederabreise der Majestäten erfolgen. — Die internationale ©anitätSconferenä in Dresden wird demnächst ihre Verhandlungen beenden. Die erste von ihren drei eingesetzten Commissionen, welcher die Erörterung von Fragen mehr allgemeinen Charakters oblag, ist mit ihrer Aufgabe noch vor dem Osterfeste fertig geworden, und in diesen Tagen hat auch der zweite Ausschuß, dem die Durchberathung mehr specstller Fragen, namentlich solcher des Landverkehrs und der Seequarantaine, übertragen worden war, seine Arbeiten zum Abschluß gebracht. Im Großen und Ganzen braucht die Conferenz jetzt nur noch das gesammie Material zu sichten und in zweckentsprechende Form zu kleiden. — Jn den letzten Tagen waren über den Stand der deutsch -russischen Handelsvertragsunterhandlungen wieder ungünstige Nachrichten verbreitet worden. Dieselben entbehren indeffen der Begründung, vielmehr wird Mimst erthtM er Becke SKardly.^86 fcthof, General^^31D- ?r. Schaaf'n Oj* ' ryfi Werpei in letzter Zeit einen guten Rus erworben haben, ist namentlich die Fabrikation von Tapeten za nennen. Es gingen in den Jahren 1886 bis 1891 jährlich im Durchschnitt 25,571 Papiertapeten im Werthe von 2,649,000 Mark über die deutsche Grenze. Freilich wurden dieser Industrie bt« sonders in Schweden wegen des Königen Gesetzes über die Giftfarben große Schwierigkeiten bereitet, aber dieselben find schließlich auch überwunden worden. * Folgende heitere Geschichte ereignete fich kürzlich in einem Dorfe nahe bei Dresden. Ein Maurer arbeitete mit seinem Lchrjungen an der Ausbesserung eines Daches. Zu diesem Zwecke wurde eine Diele zum Dachfenster hinauS- geschoben und der Lehrjunge mußte sein Körpergewicht am Ende deS DacheS wirken lasten. Da meinte der Meister: „Föritz, hol' mir mal einen Arm voÜ Ziegel." Gesagt, gethan, der Lehrjunge springt von der Diele und — der ' Meister fällt — auf einen unten aufgeworfenen Dunghaufen. Der Lehrjunge, der inzwischen die Stiege heruntergelaufen ist, findet den Meister zu Parterre bereits vor und fragt verwundert in echtem, naivem Lehrjungenhumor. „Ja Meister, da sind Sie ja auch schon unten?" Die Antwort läßt sich denken; sie bestand in einer gesalzenen und gepfefferten Backpfeife des wenn auch nicht vom Himmel, so doch vom Dache gefallenen Meisters. * Eine kostbare Reclame. DaS nordamerikan sche Territorium Montana wird in Chicago eine in Silber gegossene Statue der Schauspielerin Ada Rehan ausftellen. Diese Bildsäule ist nun vor einigen Wochen für die im Lenox Lyceum zu New Kork eröffnete „Food and Health Exposition* (Eßwaaren-AuSstellung) in natürlicher Größe in Butter abconterfeit worden. Leider zeigte sich jedoch bei der Eröffnung der Ausstellung, daß Fräulein Rehan zum Theil geschmolzen, zum Theil ranzig geworden war, so daß sich die ersten Besucher der Ausstellung mit Grausen von dem Kunstwerke abwandten. Fräulein Rehan erklärt nun, diesen Schimpf nicht auf sich sitzen lassen zu können und hat gegen den New-Yorker Materialhändlerverein New-York Detail Grocers Union als den Veranstalter der Ausstellung einen Proceß angestrengt. * Folgende originelle Wohnungsanzeige stand kürzlich in einem Schweizer Blatt: „Es wohnt die Reblaus in der Traube, Die Wachtel wohnt im gold'nen Weizen, Im frommen Herzen wohnt der Glaube, Ich wohne Jacobstraße dreizehn. Richard Kniehuber, Buchbindermeister." * Guter Stoff. Kleiderhändler einem Bauern einen Rock anprobirend): ,^Aber, Mann, athmen Sie doch nicht so tief, glauben Sie denn, das Zeug sei von Eisen?" ■ Uttiixrfität» - 21ad>rict>ten. ömeiallieutenant Schreiber in Berlin, Chef der Landesaufnahme und Mitglied der Centraldirection der Vermessungen, wurde von der philosophischen Facultät der Universität Berlin zum Ebrendoctor ernannt. — Prof. Paaiche ist von seiner Wissenschaft, \ ltchen Reife aus Südamerika nach Marburg zurackgekehrt. CHeraitir und Xanft — Chicago, die Geschichte einer Wunder »Stadt. Von Cugcn Seeger. Chicago, die mächtige, prächtige Stadt, dieses I stalle Riesenwerk menschlicher Thatkraft, sesieit jetzt mehr als je die I Ausmerksam'ert der gesitteten Welt. Ncckr waren n cht zwei Jahr- I zehnte verflossen, leit jene, prägten aller Brand Catastropsen, welche • in einer einzigen Nacht die Wohnungen und Gefchäftsplätzc von mehr als hunderitau'end Menschen vernichtete, al» die junge Riesin am Michigan-See von den Vertretern der Nation mit der Führerschaft betraut wurde in jenem Wettbewerb der Culluroölkcr, welcher durch die Columbiiche Weltausstellung in eP.^chemachender Weile zum Ausdruck gebracht wird. Für die Stadt Chicago bedeutet also diese große Säkular-Feier der Entdeckung Amerikas gleichzeitig ein Auf» erftehungsieft, ein Triumph de» Menschengeiste» über widrige Geschicke, und daß sie in der Entledtgung der dabei Übernommenen Ebrenp'l'chten die berechtigten Erwartungen übertreffen wird, daiür bür/.l die in den schwierigsten Lagen so oft erprobte Tüchtigkeit ihrer leitenden Geister, dafür bürgt — ihre Geschichte. Ihre Geschichte! Welche Fülle des anregenden, lehrreichen und imposanten Stoffes bietet sie dem Forscher dar, und wie erklärlich, daß gerade jetzt * Ls-Wii ‘4 »Ä^ünb'IM :ta* i-n m111» mV1.4 B--S 'italÄS <*" C?«*Ä (■Lanolin ikenltWe bei Berlin tx haut. Jung und Bs 1( JP 'der Hauisltlleii -^^7 lgM HMt.de- leinen Kinder». in Blechdosen ä 20 u. 10 Pf. >en und Drogerien, lornrh, Berlin NW. 21. innk 'Sogdiuttn, Singe |d, Universalsatter für Drosseln. nsLeD'vzü (nur td)l in onsieMm in Potz, ^oilicittini,"') nW man rota24. Der ktvtzchraihttatelva lasrlbst einzusehen. Kurze Schrift MÄk.IkoWaVM ÜidiEUtm^enznfabdljiiaa liiMB'Mjfciiinijapliitt (98811 Erttarnutz. eti««6« i-«- säss MtttL die Käs^ jnjfltzr wohlriechend u«d SS«10 iothS reigseift ist, die zäi»e verwandt wird ho« Ä'^genü-t d-i« ä/r Flaschen zu Originalpreisen (lh Fl. Mk. 2.50 und 3.—) in der Hirsch-Apotheke (M. Krause). Wagenverkauf. 3109] Neue und gebrauchte Landauer, neue und gebrauchte Haibierdecke, Breaks, Dockarts. Geschäitswagen, Lauterbacher Wagen, stehen billig zu verkaufen bei H. Ph. Romeiser, Friedberg Corsets für Damen und Kinder in großer Auswahl von den billigsten bis hochfeinsten Sachen empfiehlt Kobert Haas, 2724] Seltersw eg 18. NB. Extra-Weiten stets am Lager. Zurückgesetzte Corsets sehrbillig. Unser ES kostet [17 per 1 a Ltr.-Flasche 15 Psg. Gebr. Röhrle, Erportbierbrauerer. ilsener ist beliebt wegen seines vorzüglichen Geschmackes und w.tl es außerordentlich gut bekommt. Nähmaschinenbesitzer Zum Schmieren der Nähmaschine gebraucht das Beste; es ist das Billigste! Die dem Petroleum ähnl. Vaselineöle haben keinen ölenden Fettgehalt u. ruiniren die Maschine. Klauenöl ist das beste Nähmaschinenöl, es besitzt größte Schmierfähigkeit und harzt nicht! Klauenöl, präparirt für Nähmaschinen rc-, von Möbius & Sohn, Hannover, ist zu haben in allen befferen Handlungen in Flaschen L 60 [1542 Regen- und Sonnenschirme am billigsten bei [1851 Jean Häuser, Gartenstr. 20, vis-ä-vis Steins Garten. LKT" Reparaturen sofort und billig. Reisszeuge von 2 bis 40 Mk. empfehlen Liebrichsfehf-Gehr. Schmidt Neuenweg. 16. 1327I 3134] Wobnung, 1. St., 3 frdl Zimmer. Bodenstube, Bleichplatz, im Juli zu ocr» miethen. Näheres in der Exped d. Bl 3167> Lndwigstraße 82 ein Logt-, bestehend au- 8 Zimmern, Bade zimmer u. s. w., -u vermtethen. Näheres Bahnhofstraße 26. 3103] In meinem Hinterhause, Bahnhofstraße 24, ist eine freund! Famtlten- wohnung, 3 Zimmer, Küche und Zubeh, an ruhige Leute zu vermtethen; ebendaselbst Helle geräumige Werkstätte. H Schaffstädt Scha^zenstr. 12. 3122] Wohnung, 3 Zimmer nebst Zubehör und ein möblirtes Zimmer mit oder ohne Kost zu vermiethen- ______________________Marktstraße 18. 3216] Ein kieines Familtenlogis per 1. Mat d I zu vermiethen- Näheres Kaplansgasse 19.___ 3096] Eine Wohnung von 3 Zimmern mit Zubehör zu vermtethen, und bis zum 15. Mai beziehbar. _ A' Steinstraße 47. 2901] Kleines Familienlogis an ruhige Leute zu vermiethen. Zu erfragen auf der Exped. d. Bl. 2913] 4—5 Zimmer in 2. Stock mit Wasserleitung, Garten rc- zu vermiethen- ______________________Steinstroße 55» " 2819] Schöne Wobnung, sechs Zimmer mit Balkon, zu mrmiethen. I. Bernhardt. Ludwiastmße 22. 2728] Ludwigst^aße 27 mittlerer Stock zu vermiethen Näheres Gartenstcaße 19, Senner. WermielljuniM. 2149] In meinem Neubau, Ecke der , Damm, und Steinstraße, ist ein Lade« sofort oder später billig zu vermiethen. Andrea- Euler, Steinstraße 7, 1L 31691 Wegzugshalber ist der 3- Stock per 1. Juni oder später zu vermiethen. Dammstraße 30. 2360] Logis, 4 Zimmer und Zubehör (Gcethestraße, Neubau), per Juni oder Juli zu vermiethen. L. Hnh«, Bleichstraße 16. zu vermiethen. M. Rosenthal. Wallach. [12 antheil und vleichplatz, ist per Anfang Emil Schmoll, Ostanlage 36. bei 2232] 876] Das seither von Frau Geheimrath Seitz bewohnte Logis ist sofort anderweit zu vermiethen. L. Klinket Bahnhofstraße 10. la. Häringe und fst. Monnikendamer Sardellen ^ch. Arnold II., Juli zu vermiethen. Marktstraße 28. f=—“ «**- Portland Cement empfiehlt in frischer Waare [2270 Happel. [msü Pastillen in plomblrten Schachteln, darge- steilt aas den echten Salzen der König Wilhelms-Felsen -Quellen, sind ein bewährtes Mittel gegen Husten, Heiserkeit, Verschleimung, Magenschwäche und Verdauungsstörung. Gleichwirkend F ----- e» e P ist die ■- ■■■ S= Victoriaquelle. .Vorräthig in Giessen bei Heinrich Saatgtfrcibt: 3 Lvevvs bartlose lgrannenwerfende» Gerste, ferner an I--------------------------------------- Sflflfkflrfnffrln. Magnum bonum, 1040] Schönes Famtlien-Logts zu ver, Suülnkrlvstklu. g)lttue miethen.Frankfurterftraße 93. Imperator Juno u bin. andere Sorten, welche ich als Versuchsansteller der deutschen Kartoffelkulturstation anbaue Preisliste u. Getreidemuster gratis u frco. _ H. Schudt, Domänen-Pächter. Karlstadter filfinr Mila nebst Garten | Keflenflratze 8 sofort zu vermiethen. Näheres Zlrankfurterflr. 6, parterre. 50] Logis, 3—4 Zimmer, Wasserltg, Gartenanthell und alle Bequemltchk, zu vermiethen._______Marburgerstraße 29. 57] Eine Wohnung von fünf Zimmern ist zu oermtethen. Nordanlage 28. 2018] Zwei Zimmer, Kammer u. Küche zu vermiethen-__________Weidengasse 1. 2337] 6 Zimmer, 'Bleichplatz, Garten und sonst, allem Zubehör, alsbald zu ver- miethen. Näheres bei Hch. Noll, Grünbergerftraße 32. 1343] Schone Wohnung zu oermtethen. ___El. Hoß Schützenstraße 11. 3112] Die Parterrewohnung meines Hauses, Liebigstraße 13, ist per 1. Juli 7 schwere u. leichte Pferde verkauft 3044 _____Jnderthal, Großmühle. Kinderwagen u.Korbwaaren aller Art empfiehlt billigst [2578 C Mantvw, Seltersweg 63. Fflanzenkübel in allen Größen empfiehlt billigst KÄ"' Frühjahrs-Saatgut Domäne Hof Rheinfelden, Vost Wallerstädten, Etat. Groß-Gerau, empfiehlt an 1797 3300] Wohnung von 2 Zimmern, Küche und Keller zu vermiethen- Näheres __Schillerstraße 14. 3276] Der mittlere Stock meines Hauses, mit Balkon 6 Zimmer — eventuell auch mehr — und Badezimmer, nebst Garten- 2519] Wohnung, 3 bis 4 Zimmer mit Wasserleitung, zu oermtethen. ______________________Marktstraße 18. 2216] Der untere Stock meines Hauses, 8 Zimmer mit Zubehör, zu vermtethen. Rechtsanwalt Briet. Marburaerstr. 13. 1765] Schtllerftratze 20, zwctier Dtock. 4 Zimmer nebst Zubehör, zum 1. Mat zu oermtethen.______________________ Ü83] Zweiter Stock zu vermiethen. Heinrich Stühler» Wolfstraße 16. 1409] Mansardenzimmer mit Cabtnel und Zubehör für eine ruhige ältere Dame zu vermiethen Näheres _____Nahrungsberg 8 im NebenhauÄ 1219] Nordanlage, Ecke der Ederftr 1, ist der 1. Stock, 5 Zimmer u s. w., alsbald zu vermiethen. Mheres Ederstraße 3. 3212J Wohnung von 4 Zimmern mit Zubehör per 1. Juli ju vermiethen __Wiferstraße 7 3264] Kleine- Logt» iu vermiethen. ___________Krokbo ferftroße 17.r 3) Freund!. A-odnung. 3 Zimmer, Küche, ffleffcTltfl, abgrschl Lorridor, aus 1. Mai. W. Herber. Buchhändler- Sl9tz] Sch.L^gi», 4—5 Z, Mafierl-, an ruh-Fam. ,u o-rm Dr. Buchhold Alxrftr.t 3215 Kleine- Logt» und möblirte- Zimmer zu vermiet den. Sornensiraße 7. BI35] Unterer Stock, 5 Zimmer und Zubeb, Oartenontb., andern», zu oerm. Nähere» L»dwig«plah 13, 3. St 21*931 Im gtmpert Wn Hause, Aster- weg 34, »st eine elegante Wohnung von 8 Zimmern zum 1. Juli, auf Wunsch auch früher, zu oermielhen. Pferdestau und Wagenremise können mitgemiethet »erden 297 i] Bahnhofstraße 27 1. Stock: ihm Wohnungen, 3 und 4 Zimmer mit allem Zubehör, per 1- Juli zu vermiet den. fcout* üotttj- 2 '4'1 Logis zu oermielhen. Schreiner Kinkel, Rittergosse 19 12*20] Wohnung zu oermielhen. Ab. vcnder, Krofdorf erst raße 1b. 16841 „Erlengasse 15" im Vorder hau- mittler er Stock zu oermielhen H. H. »affaver. 3<'60i Ter seither von Frau Professor Phoebu- bewohnte 3. Stock meine- Hause- ist zum 1. Juli zu vermiethen. ____P'v' Onltg.l880r 82 — 82.10 , Hamb.StaatSrmte 98.90 98 40 104 50 104 45 »o/oOestr. Goldrente 98 40 98.50 l°/o Türken conv. Ltt. D. 22.45 22.40 , GriechischeMonopol- 5»/0 Ärgent. «old • Änl. 47 — 46 95 Anleihe . . . 63.40 63.60 v. 1887 ... 4*/o Rumänische Rente . 98.75 99.25 3Vi% Egypl. prtv. Anl. 96 90 97 — 6®/o Ruff. EonsolS S. III 4°/e Pfälz. LudwigSbahn 5°/ q Güdbahn Lombarden 105.75 105.60 (Bexbach) . . . , Hessische LudwigSb. —.— —.— »°/o do. do. 3o/g do. do. 98.65 66.- 98.50 66.10 to/69 gar ent 103.60 103.55 »o/o Prag-Duxer Gold . , Rudolf Gold (Sakk.) . Franz-Joses Silber 3°/o staatt. garant Ital. 100 75 100.55 , Elisabethd. steuerfrei Gold .... 5°/o Oeftr. Staatsbahn . 102— 108.50 101.90 108.50 101.80 82.40 101.80 83.05 4o/o do. do. 101.70 101.95 Eisenbahn . . 58 15 58.40 30/0 do. do. 3°/o Ltvorneser . . . 64 80 64.85 L-vnr.emtff. 84.20 84.55 4o/<,Ruff.Südw Eisend. 95.05 «5.05 3«/. do. ErgänzungSnetz »Vn Nordweftbabn Gold 81.90 108.25 81.70 108.20 4°/0 Wladtkawka» gerat »o/o ger. Sardin.Sec.sifr. 95 20 80.85 95.05 81.60 •iftn»a5u»ektitn. LudwtgShafm Bexbach . 227. - 227 60 I Galtz.LarlLudw.'B«Lct. 184 — 183' 8 Hessische LudwigSbahn. Pfälzische Nordbahn 112 10 111 — Oetz Rordw.-Bahn Ltt.». 209.50 207'/. 114 25 114.10 Gotthardt..... 158 75 159.40 Lübeck-Büchner . . . 188 50 137 — Jtel. Mittelmeer . . 103.75 106 30 Bemf-tUtim. Deutsche ReichSbank 150.— 150 65 Dresdener Bank. . . 152 20 152 JO Berlin. Hendel»gesellsch. 147 65 149.35 Dlitteldeutsche Lreditb. . 100.50 100.10 Deutsche Benk . . . 164.— 163 — Wiener Bank-Verein 1071/, 108.— DeutscheGenofienschstSb. Württemb. Berein»bank 125.70 126.40 o.Soergel,ParristuS4ttLo. 119.50 119.90 Deutsche Ver ein »bank . 108.60 108.60 au^eflrUwtktUu. Binding-Breuerei . . 168 50 168.80 Deutsche VerlagSanftalt 192— 197.— Stern- do. (Oberrod) Bod. Anilin- u. Soda- 148.50 148.10 ^arbw«rke,oorm.Meifter, LuciuS 4 Brüning. Nie deck'nheMontanwerke 300.— 306.— ftirrtf .... Hibernia Bergw.-Gef. . 291.80 297.50 170.50 165 — 112.50 112.— Bochumer Gußftahl 186 JO 137.10 9f«a> briete. 4o/0 Franks. Hyp.-Psdbr. »o, sDeutscheGrundschld.« v. 9l ab . . . 103.70 104 — Bk.-Pfandbr. 102 20 102 20 3Vi°/oFrnkfHyp^Pfddr. io gPreuß^>yv.-Act.-Bk.- 97.50 97.50 3«/,*/o do...... 31/ »/o«dein.Hyp^Bank- Pfandbr. . . . »7— 97 — Piandbr. . . . 103.— 103 - 97.10 97.10 S'.V/a do...... 97.50 97 50 4» Meininger Pfandbr. 101 50 101 50 4»/o Preuß. Eentr^Bod.- 4e/e do. do. Ered^Psanddr. bi» 1886 ..... 101.40 101.70 unkündbar bi« 1900 103.35 103.60 Oeftr. 1860r ft. 600-Loosc 129 70 129.40 Braunschweig. 30 Thlr.> , 1854r ft. 250 , 130 05 130 95 Loose .... 104.10 104.30 & 0 Meininger Prämien- 3» t> Oldenburger Logs« . 3-/1° zKöln Mindn^oofe 128 20 128.40 Pfandbr. . . . 130.65 130.70 13395 134.3» tluurtlaatf*« «ifenSahn-BonsS. 6° ,Ehic.Milw.f.St.Paul 4 c Shicago Burlington RebraSka 1927 . . Prt, rückzahlb. 1910 . 115.60 115.30 84.75 84.50 5° °Lhic.Mttw.f.StPaul 4‘/i*/e Ealifornia Pacis. Prt, rückzahlb. 1921 . 6»/.E«ntt.Pacif.l.Mrtg. 108 05 107 90 I jR rückzahlb 1912 107.70 107.80 So/^PacifwfMifiouri con« rückzahlb 1896 . . 104.90 104.90 loltbeteb I.M.r. 1930 109.20 108 30 Kedaction: ». Schepda. — Druck snb Verlag der VrÜhl schen Druckerei (Fr. «ht. Pietsch) tn Gießen. ICH»« Ami 12 dki bieil 2089). 6 in WM- l895(%. 2«y ’ W -«d 26. * t