1893 Freitag de» 8. Deecmber Nr. 289 Zweites Blatt Weßener Anzeiger ,Tater, Hratiskeitage: Hisßener Aamitienökätter hm,denen Literatur abgefunbcn hat, greif' '-h B,itlen ouS bem 10085 Feuilleton Hotel ohne Trinkgeld. rgross- 10086 Sämmtliche Backzuthaten empfiehlt in bekannten Qualitäten £ Aeikgeöotenes. Aientt Garantie tadellosen Sitzens angesertigt. |V Zur gkfl. Beachtung!!! li Leinen, Stramin rc., sowie alle in 9# WschSfl- 1893. Gandersheimer Sanitätskäse. [3887] Der -rtcheiitt täglich, ü Uu-xchmr drS Rentegl. Wr »efemer y«*tnSS Mäusburg.____________ August Montanus Nachfolger Markt 10 Gietzeu Markt 10 All« Armoncm-Vureaus bei In. und Hullanbei nehm» «njeigen für den „Gießener Anzeiger- entgegen dieses Fach einschlagende Artikel. . Große Auswahl feiner Holzschnitzereien, Korb-, Plüsch- und Lederwaareu rc.'mit Stickerei-Einrichtung. Kinderarbeiten jeder Art. d» Anfertigung aller Häkelarbeiten und feiner Bunt- und Goldstickereien, Fahnen. Bandeliere. Kissen. Monogramme, saw.e jede Zeichnung wird bestens und billigst ausgefuhrt. !9186 J. H. Fuhr, Sonnenstratze 25. Anktt-Zteinbaukasten und Geduldspiele: Kopf Verbrecher Grillentöd ter Zornbrecher etc. vorräthig in der J. Ricker’schen Buchhandl, Südanlage 5. [9894 heißt dort: In Wien füll jetzt, tbte ich vor Kurzem von einem un- verheiratheten dortigen Arzte erfuhr, ein den »besseren Ständen" angehörender Junggeselle täglich etwa einen Gulden Trinkgeld im Jahresdurchschnitt zu zahlen haben. Bei der Tasse „Schwarzen" nach Tisch erheben sogar drei Personen die Steuer: außer dem Zählkellner und demjenigen, der die Taffe vorsetzt, der Piccolo, welcher die Zeitung bringt. Bei uns in Norddeutschland ist es so schlimm noch nicht, der Trinkgeldzwang wird jedoch drückend genug empfunden, um Vie Frage nach Abhilfe auf die Tagesordnung zu setzen. Vom egoistischen Standpunkte des Trinkgeldgebenden m. E. nicht ganz mit Recht. DaS Douceur macht gegenwärtig einen festen Bestandtheil des vom Wirth beanspruchten Entgelts aus, die Form verleiht aber dem Gast einen Einfluß auf die Zuvorkommenheit des Bedienenden. Jedoch nicht allein deßhalb steht sich dieser letztere schlechter, als wenn er auf Gehalt rechnen könnte. Vor Allem — und das macht auch mich zum ausgesprochenen Gegner —- ist er in eine unverdiente , unwürdige sociale Stellung herabgedrückt. Ein Theil der organisirten Kellner bekampst ja daher auch das Die Majorität der Kellner, soweit eine solche hat gehört werden können, ist freilich noch gegen die Trinkgeldabschaffung. Man kann darüber des Näheren in der vorzüglichen Studie des Dr. Carl Oldenberg über den „Kellnerberuf" nachlesen. Lediglich um zu zeigen, wie gründlich und gewissenhaft Olden- berg feine Aufgabe erfaßt, daß er sich nicht mit der vorder Centralstelle für Arbeiter-Wohlfahrts- „Wohlfahrts-Correspondenz", wird mit dem neuen Jahre ju einer Zeitschrift für Wohlfahrt-- und ge- werbliche Gesundheitspflege, monatlich zweimal erscheinend, erweitert werden. Wir sind in der Lage, bereits heute ektep für die Probe-Nummer der Zeitschrift bestimmten Artikel zw veröffentlichen, der von allgemeinem Jntereffe sein dürste. ES wird durch JtzletdS «atarrhpafttlle« in kurzer Seit radical befestigt. [8738 liegt «>«' fiat» jfcTa8cbe' [10083 „Gewiß)ist eS stark übertrieben, wenn ein angesehener Brüsseler Gastwirth in offener Versammlung sagte: Der Kellner nehme 5 Fr: Trinkgeld, um 5 prette er de Gast und um 5 Fr. den Wirth, aber etwas Wahres ist doch daran. Pfarrer Schmidt erzählte von einem „sehr respektable Oberkellner, der ihm eingestanden habe, der Kellner eii nal^u auf das Betrügen angewiesen, namentlich beim Geldwechseln an besonders frequenten Sonntagen." (S. 19.) Aufgabe dieses Blattes ist es, über geglückte Versuche zur Beseitigung socialer Uebel zu berichten. Um einen zuverlässigen Aufsatz auf dem in Rede stehenden Gebiete abfassen zu können, habe ich michzum Bemche^pon trinkgeldlosen Hotels aufgemacht uni:i nnDMeute üon bern^ jenigen erzählen, in dem mir dex Versuch am glücklichsten gelungen zu sein scheint, welches daher am ehesten auf Nach- folge rechnen kann. Im „Habsburger Hof, Reform. Hotel", in Innsbruck ist-- nämlich geradezu billiger als tn den -»lft-rechenden Übrigen Gasthöfen. Was aber wichtiger: die Dienerschaft ist sehr zuvorkommend, der Comfort genügt anspruchsvollen Gewohnheiten, die neuesten Errungenschaften der Hoteltechnik, wie gepolsterte Doppelteren vor den Schlafzimmern, elec« trisches Licht an der Wand, auf dem Tisch, am Bett, daneben auch Gaslicht für den Fall, daß das electrische Licht versagt, sind vorhanden- ja, ich habe dort Einrichtungen kennen gelernt, denen man in Hotels allerersten Ranges (zu denen rechnet sich der „Habsburger Hof" kaum) noch nicht begegnet. So die Vorkehrung, vom Bett aus die Zimmerthür verriegeln und den Riegel jeder Zeit wieder zurückschieben zu können, namentlich aber die electrische Glocke ipi Eloset. Sobald es in der behaglichen, nach dem Garten zu geöffneten Veranda Blerte'lliittqct jLid*Äemret»prtU < 2 Mark 20 Pfg. ur< Bringerlohn. Lurch die Post bqevgeleitet - bilden dürste, so ist doch wohl di- w chtigst- d -, daß auch die Unternehmer trotz der hohen G°fch°ftS-°st°n£ e Rechnung gesunden haben und besriedigt sind, denn allein dadurch ist die Nachfolge gewährleistet. Was di- Art der Ahnung betrifft, so sind » stellten nicht — wie es unlängst in einer durch die Zeitungen oetienben Noti, hieß — am Gewinn beteiligt ober gar -Seschäft-genoss-n, wenigsten- nicht- in dem Sinne, m dem man diese Bezeichnung zu gebrauchen pfl-gt. Dl- »eune und Kellnerinnen in den Restauration-raumen empfangen neben freier Station 4 pCt. von d-mi-mg-N BrMtob trag, welchen sw abliefern. s° dteffr in der saison osen Zeit oft etwas niedrig ausfällt, Jft ibp-n eine Mmimal-mnahm- für den Tag gewährleistet. Dementsprechind sind auch die Zimmerkellner und Kellnerinnen, Portiers, Hausdiener u.. f. - gestellt. Die Probe dürste demnach als bestanden gelten vivat sequenß. S2 Jeder I Ki fjnlkn j Beutel 35 Pfg. in Gießen bei Benner «. >nm Bahnh-fstrab- t°, und A. * G. »attenfelS, Marktplatz 21. BENEDICTINE liqueur des anciens benedictins Nicht allein jedes Siegel, jede Etiquette, sondern auch der Gesammteindruck der Flasche ist gesetzlich eingetragen und geschützt. Vor jeder Nachahmung oder Verkauf von Nachahmungen wird mithin ernstlich gewarnt und zwar nicht allein wegen der zu ge- „ . Wärtfeenden gesetzlichen Folgen, sondern anett jf hinsichtlich der tur die Gesundheit zu befürchtenden Nachth®ilc, welchen sich der Consument aussetzen wurde. Der Nachbenannte verpflichtete sich schriftUoh, keine Nachahmungen unserer allein echten Benedictine zu verkaufen. 9395 Emil Fischbach. HANS HOTTENROTH, Generalagent, HAMBURG. nopol-Aü L rt ft* ÄrtTiabmc von »njeiflen ju btt Nachmittags für bm frfytttbtn Tai «rschtinnibtri Nummer bi» vorm. 10 Uhr. Diese Seife eianet sich in Folge außerordentlicher Waschkraft vorzüglich zum Einweichen^urd zur Vorwäsche. 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