1893 Freitag den 8. September Erstes Blatt Nr. 211 Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Gietzen Gratisbeilage: Gießener Aamilienblätter -a»v' Amtlichen Theil Bekanntmachung. verhaftet worden. Depeschen deS Bureau „Herold". 1. Deutsche» Reich. seien übertrieben. »«nähme von Anzeigen zu der Nachmlttag« für den folgenden lag erscheinenden Nummer bi« Borm. 10 Uhr. Der OKtzener Anzeiger «fchnnt täglich, «rit Ausnahme deS Montags. Dir Gießener M«»tkie«krti1er W«rden dem Anzeiger WGchentlich dreimal tzngelrgt. :lto lltm r M bleibt unverändert. München, 6. September. Die Untersuchungen von Bodenproben der Leibregimentscaserne und Erdproben aus der Um- mit Schwierigkeiten einen Weg'.bahnte. Die Behörde kündigte darauf, nachdem die gesetzmäßige Aufforderung erlaffen war, vorhandene Typhusbacillen. Dresden, 6. September. Der Steinmetzen st rike, welcher mehrere Wochen andauerte, endigte mit Unterwerfung der Arbeiter. Circa 1000 Steinmetzen waren an dem Aus- keiner Verwendung in größerem Maßstabe. In Teterchen waren Bahnhof, Straßen und Häuser reich geschmückt. Um 2 Uhr fuhren die Fürstlichkeiten nach Metz zurück, alsdann beaab sich Se. Majestät der Kaiser wieder nach Urvtlle. Metz, 6. September. Der Statthalter Fürst Hohenlohe dankte auf den Trinkspruch des Kaisers Namens der Bevölkerung Lothringens, die aus den Worten des Kaisers die freudige Ueberzeugung schöpfen werde, daß ihr bte weise und gerechte Fürsorge des Herrschers allzeit gesichert sei, und sich ihrer würdig erweisen werde. Welche Gefühle Ew. Majestät entgegengebracht werden, hat der herzliche Empfang in der reichgeschmückten Stadt Metz und der brausende Jubelruf gezeigt, der Ew. Majestät beim Eintritt in das neue Besitzthum aus der ländlichen Bevölkerung enlgegenschallte. Ich bitte meine lothringischen Landsleute einzustimmen in den Ruf: Der Kaiser lebe hoch. London, 6. September. Dem „Bureau Reuter" wird aus Barnsley, 5. September, gemeldet: Tausende von Bergarbeitern plünderten die Kohlengruben in Silkston und Heyland, verwundeten den Director und mehrere Beamte und zündeten die Grubenbüreaux in Rockingham an, worauf I die Behörde von Barnsley beschloß, Truppen aus Chesterfield herbeizurufen. Die Strikenden, welche mit Eisenstangen be- | waffnet waren, hielten die Kohlengruben besetzt und forderten Ich» Wc mich; trderobk. „Mit liv|v* ----O ---- ’ - r . Glaubens danke ich für den mich hocherfreuenden Gruß und den Beweis so brüderlicher Gefühle, welche mir und dem protestantischen schwedischen Volke dadurch zu Theil geworden ist. Schweden wird hoffentlich nie vergessen, daß bte Wohlthat ber Reformation ihm von Deutschlanb auS zukam. 8terteliäbnger >6onnrmnit5prrUl 2 Mark 20 Psg. mil Brittgrrlohn. Durch die Post brzo,r« 2 Mark 50 Pih Redaction, rxpct' « und Drudm Fernsprecher 51 Ä2L Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Polizei-Reglement. Auf Grund des Art. 78 der Kreis- und Provinzial- Ordnung wird bis auf Weiteres mit Genehmigung Großh. Ministerium- des Innern und der Justiz vom 31. August 1893 zu Nr. M. J. 25129 nachstehendes Polizei-Reglement für die Gemeinde Lang-Göns erlaffen: Der männlichen Jugend ist der Zutritt zu den Spinn- M w Bekanntmachung, betreffend den Viehmarkt zu Hungen am 18. September 1893. Wegen Bestehens der Maul- und Klauenseuche in Hungen und Langd muß die Abhaltung des auf den 18. September b. Js. anberaumten Hungener Viehmarktes einstweilen untersagt werden. Gießen, den 5. September 1893. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. stuben untersagt; 2. Zuwiderhandlungen gegen diese Vorschrift unterliegen einer Geldstrafe bis zu 30 Mk.; 3. Gegenwärtiges Polizei - Reglement tritt mit dem Tage seiner Verkündigung in Kraft. Gießen, den 6. September 1893. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. Locale» and provinzieller. Gießen, 7. September 1893. »» Der König von Sachfen reiste in vergangener Nacht mit dem Schnellzuge 12 Uhr 22 Min. auf der Reise 6on Metz nach Leipzig hier durch. Mzforni, Wlls «W Fabrikat r, Forbacb . &C“ indlung. _ Meßmer Anzeiger Generat-Unzeiger. Mnbd 1858 "‘'"“Jhoffe, ** [6542 M fertigt stände betheiligt. Wien, 6. September. Nachdem neuerdings mehrere choleraverdächtige Erkrankungen vorgekommen find, beschloß der Bürgermeister, am Samstag die im Vorjahre gebildete Choleracommission einzuberufen. Rom, 6. September. Eine Versammlung von Setzern verlangte von der Regierung, dieselbe möge alle typogra- phtschen Arbeiten in den Gefängnissen untersagen, da dieselben den freien Arbeitern zu große Concurrenz machen. Paris, 6. September. Der Generalrath des Departements Var nahm eine Tagesordnung an, wonach das Departement wünscht, einen Theil der Kosten zu tragen, welche durch die französisch-russischen Festlichkeiten in Toulon versucht werden. Das Votum hängt mit der Beschuldigung zusammen, das ganze Departement sei mit ftmem früheren Abgeordneten Clemenceau unerbittlicher Feind der französisch-russischen Allianz. . Nancy, 6. September. Die Maurer haben an den Minister des Innern eine Petition gerichtet, damit die fremden Arbeiter mit Specialtaxen belegt werden und die Zahl derselben auf 10pCt. der französischen Arbeiter reducirt werde, falls überhaupt fremde Arbeiter gebraucht werden müssen. Stockholm, 6. September. Das königliche Kammercollegium verfügte, daß alle mit Auswanderern aus russischen, südlich von der finnischen Bucht belegenen Häfen ankommenden Schiffe nach dem Observationsplatze verlegt werden und bte Aus- wanberer sich einer ärztlichenUnters u ch u n g unterwerfen müffen. Die Lanbung wirb erst nach fünf Tagen gestattet. mann sntirte ind-Oelei eichlicher id Constructi? ?amis3, Fqb- )n. Kein Er. WasserrerddL [Kunde Zimmer!: Reinlichkeit, efen Im Gebraut- inisse gratis u. fnt fenfabrik Nörnbr, ilsemann i Nürnberg, fabrik Deutschland! rämiirt [711: •kauf bei »ckMs, irsweg Nr. 8L seOeten, welche st!» i unter dem Nut: im Handel sind, m a. 200 Gelen, welch iglichkeitZeugnw li. Berlin, 6. September. Die im Reichsschatzamte in Berlin zusammengetretenen bundesstaatlichen Commissari en, denen es obliegt, die der Frankfurter Finanz- Minister-Conferenz unterbreiteten Steuerprojecte näher zu «erörtern, haben sich in zwei Commissionen gegliedert. Die »eine derselben beräth -unter dem Vorsitze des Directors im Reichsschatzamte, Aschenborn, die Weinsteuer, die andere be- ichäftigt sich mit der Tabaksteuer und wird ihr vom Staats- -secretär Grasen von Posadowsky selbst präsidirt. Die Der- i Ogfar// Handlung.» ollen geheim gehalten werden, ihre Dauer wird i])M. 6. September. Nachdem in der Nack^ e,n Zu- | 'e^n' uin = n""«n^U für aus mindestens acht Tage veranschlagt. sammenstoß mit Cavalleric bei Busendorf stattgefunden, | gebunQ Der w — Der Besuch deS italienischen Kronprinzen tourben heute die Manöver nördlich Teterchen fortgesetzt, in Elsaß-Lothringen hat die russische Presse geradezu I Majestät der Kaiser hatte sich mittels Sonderzuges in Aufregung versetzt. Wie dem „B. T." aus Petersburg Don urville dorthin begeben, die Fürstlichkeiten waren mit telegraphirt wird, überbieten sich die einzelnen Blätter in einem Zuge von hier aus nach dem Manöverfelde gefahren. Ausfällen gegen Deutschland und Italien. So sagt die erste Zusammentreffen fand um 10 Uhr Vormittags statt. Nowoje Wremja" in einem Leitartikel, daß die Entrüstung Aas VIII. Corps versuchte von Tromborn aus bte günstige der Franzosen über biefe „Taktlosigkeit" berechtigt sei, beim Stellung, welche bas XVI. Corps nörblich von Teterchen der Besuch sei eine beabsichtigte Demonstration gegen Frank- inne hatte, zu sorciren, wurde jedoch abgewiesen. Hauptsächlich reich. Der Kronprinz erscheine in Elsaß-Lothringen gerade Qnb Artilleriekampf statt, schließlich ging das VIII. Corps in einem Moment, da seine Anwesenheit im Gefolge des um Bajonetteangriff über, welcher abgeschlagen wurde, deutschen Kaisers die Franzosen erregen müsse. Unwillkürlich 12 Uhr war Kritik, dann wurde daS Gefecht abgebrochen, steige der Verdacht auf, daß die Vorgänge an der deutschen I Hie Cavallerie kam bei dem für sie ungeeigneten Terrain zu Ostgrenze darauf berechnet seien, Frankreichs Geduld zu er- - * ,JC---- ‘trmr&rn schöpfen. Diese Absicht werde Deutschland aber nicht erreichen, da die Umstände Frankreich gestatten, ruhig zu bleiben. Dem- nächst steht der Besuch des russischen Geschwaders in Frankreich bevor, sodann werde das verstärkte russische Geschwader tm Mittelmeer erscheinen, und damit sei den Franzosen die schönste Gelegenheit geboten, auf unpassende Provocationen und Demonstration mit Gegendemonstrationen zu antworten. Die nationale Eigenliebe der Franzosen habe keinen Grund, in Erregung zu gerathen. Der Besuch des Kronprinzen werde aber nicht ohne Einfluß auf das Verhältniß zwischen Frankreich und Italien bleiben- eine Annäherung beider Nationen sei auf lange Zeit hinaus verschoben, wenn nicht ganz unmöglich gemacht. — Die „Petersburgshija Wjedomosti" bringt einen Leitartikel, der Folgendes auSführt: Der neuen Berliner Aera sei es gelungen, Italien zu einer großen politischen Tactlosigkeit zu verführen. Italien wetteifere mit Oesterreich, um die Welt durch Undankbarkeit in Verwunderung zu ver- setzen. In Rom habe man die Theilnahme Frankreichs am italienischen Befreiungskriege vergeffen und sei für die schönen Augen deS Königs von Preußen zu Allem bereit. — Zur Kieler Spionenaffaire wird auf einmal mitgetheilt, daß noch kein genügendes Belastungsmaterial für die Schuld der beiden verhafteten Franzosen vorliege, die ________ 7....... , „ bisherigen Meldungen über die Bedeutung dieses Vorganges I Polizei heraus, die sich unter dem Schutze der Truppen = 71 „ . , Berlin, 6. September. Die Conferenz zur Be- Nerreste Nachrichten. rathung der Weinsteuer hat heute die Berathungen Wolffs telegraphisches Corresponde».-Bureau. f°rtg°f°tz!. DieConferenz zftrB.rathung der T°bakst°u.r au-st-llung in Chieago in hervorrageudem andere wetge^ September. Aus einem Telegramm Prosessor SS«.™™ -ä Vereins der Gustap-Adolf-Stifmng unter freudiger Zustimmung den Berliner P-Utifchen Nach. FS xä&ääxää ss*..™«.. u “■ “S;;.“ •“ £ ».» ?.<»»«■ *•». >->.»-«>>» 2—< w sammlung des Gustav-Adolf-Vereins an den König von wer M ß. September. Die Frankfurter I Schweden ist umgehend folgende Antwort S ° c^e 17 s drü ck er ei (Verlag der „Frankfurter Zeitung" tiefer Empfindung d-S starken Bandes ^g-memfamen | ^effe"), seither offene HandelSgefellfchaft, wird in eine G-f-llfchaft mit beschrankter Haftpflicht umgewandelt, 'um den unveränderten Fortbestand von etwa eintretenben Personalveränberungen unabhängig zu machen. Die Leitung I an, daß die Truppen nach zwanzig Minuten Feuer geben würden, worauf sich die Bergarbeiter zurückzogen. — In Moskau soll eine neue große Verschwörung Chicago, 6. September. In der landwirthschaft- von Nihilisten (je gen den Czar en entdeckt worden lich en Section der Weltausstellung wurden sein. Angeblich sind 85 in die Affaire verwickelte Studenten, Deutschland 21 Auszeichnungen zuerkannt, Rußland er» ferner acht Professoren und sogar fünf Damen der Aristokratie hielt 52, Schweden drei, Dänemark eine. * • Bon der Universität. Professor Dr. HoIth ausen hier har einen Ruf an die neugegründete Universität Goten- burg In Schweden erhalten und angenommen. Er begiebr sich sofort dorthin. D. Ztg. Militärisches. Heute Abend 9 Uhr 14 Minuten treffen Seine Ercellenz der commandirende General des elften Armee-Corps Herr General der Infanterie von Wittich und Seine Ercellenz der Commandeur der 25. Division Herr Generallieutenant von Bülow zur Besichtigung der 49. In- fanterie-Brigade hier ein. Die Herren nehmen im Hotel Kühne Wohnung. Die Besichtigung findet morgen (8. d. Mts.) Vormittags auf dem Exerzierplatz bei Steinbach statt. Am SamStag Morgen rückt unser Infanterie-Regiment Kaiser Wilhelm zum diesjährigen Manöver auS. Die Rückkehr erfolgt am 24. d. Mts. DaS Regiment bezieht während seiner Abwesenheit folgende Quartiere: Am 9. und 10. September. Regimentsstab, Stab des 1. Bataillons, Leib- und 4. Compagnie, daS 2. Bataillon, der Stab des 3. Bataillons, die 9. und 12. Compagnie in Wetzlar, die 2. Compagnie in Münchholzhaufen, die 3. Compagnie in Garbenheim, die 10. und 11. Compagnie in Nauborn. Am 11. September. Das ganze Regiment Diwack. Am 12. September. Der Rcgimentsstab und die 10. Compagnie in Kirchgöns, der Stab des 1. Bataillons, die 2. und 3. Compagnie in Niedercleen, die Leib Compagnie in Langgöns, die 4. Compagnie in Dornholzhausen, der Stab des 3. Bataillons und die 11. Compagnie in PohlgönS, die 9. und 12. Compagnie inObercleen; das 2. Bataillon bezieht Biwack. Am 13. und 14. September. Der Regimentsstab in Butzbach, der Stab des 1. Bataillons, die Leib- und 4. Compagnie in Langgöns, die 2. und 3. Compagnie in Hochelheim, der Stab des 2. Bataillons, die 5. und 6. Compagnie in Großenlinden, die 7. und 8. Compagnie in Hörnsheim, der Stab des 3. Bataillons und die 10. Compagnie in Kirch- gönö, die 9. und 12. Compagnie in Niedercleen, die 11. Compagnie in PohlgönS. Am 15. September. Der Regimentsstab in MUnzenberg, der Stab des 1. Bataillons, die 2. und 4. Compagnie in Eberstadt, die Leib-Compagnie in Muschenheim, die 3. Compagnie in Dorfgllll, der Stab des 2. Bataillons, die 7. und 8. Compagnie in Grüningen, die 5. und 6. Compagnie in Holzheim, der Stab des 3. Bataillons, die 9., 12. und halbe 11. Compagnie in Gambach, halbe 11. Compagnie in Ober- Hörgern, die 10. Compagnie in Holzheim. Am 16. und 17. September. Der Regimentsstab und die 8. Compagnie in MUnzenberg, der Stab des 1. Bataillons, die 2. und 4. Compagnie in Eberstadt, die Letb Compagnie in Muschenheim, der Stab des 2. Bataillons, die 5., 6. und 8. Compagnie in Holzheim, der Stab des 3. Bataillons, die 9., halbe 11. und 7. Compagnie in Gambach, halbe 11. Compagnie in Ober-Hörgern, die 10. und 12. Compagnie in Griedel. Am 18. und 19. September. Das ganze Regiment in enge Quartiere bezw. Biwack. Am 20. und 21. September. Der Regimentsstab und das 1. Bataillon in Lich, der Stab des 2. Bataillons, die 5., halbe 6. und die 7. Compagnie in Grüningen, halbe 6. und die 8. Compagnie in Dorfgüll - der Stab des 3. Bataillons, die 9., 10. und 12. Compagnie in Watzenborn, die 11. Compagnie in Garbenteich. Am 22. September. Das ganze Regiment im Biwack. Am 23. September. Der Regimentsstab und daS 1. Bataillon in Butzbach, der Stab des 2. Bataillons, die 6. und 8. Compagnie in Niederweisel, die 5. und 7. Compagnie In Griedel, der Stab des 3. Bataillons, die 10. und 11. Com- pagnie in Münzenberg, die 9. Compagnie in Oppershofen, die 12. Compagnie in Rockenberg. • • Ueber das Altarbild für die hiesige Zohanueskirche wird dem „F. I." berichtet: Für die neue JohanneSkirche in Gießen hat Bildhauer Brütt im Auftrage des Architecten Grisebach ein eigenartiges Altarbild auSgeführt, das in den nächsten Tagen versandt werden wird. ES ist dabei der Versuch gemacht worden, eine alte Technik, die schon im 16. und 17. Jahrhundert bei zahlreichen Altartafeln angewendet wurde, wieder zu beleben; sie besteht in der birecien Modellirung figürlicher Darstellungen in Stuck, wodurch eine unmittelbare Wiedergabe erzielt wird. Das über dem Altar auf einer starken Cementplatie über Mörtelputz angelragene Bild ist bei der ansehnlichen Länge von nahezu vier Metern verhältnißmäßig rasch entstanden, da auf Grund eines kleinen Modells alles in feuchtem Zustande ausgearbeitet werden muß. DaS Werk, welches daS Abendmahl darstellt und durch characteristifche Formung und Gruppirung der Personen sich auSzeichnet, würde bei der Wiedergabe in Sandstein durch weniger geübte Kräfte in feinem künstlerischen Werthe leicht eine Beeinträchtigung erleiden, während die ganze Arbeit jetzt bleibt, wie sie aus der Hand deS Bildners hervorgegangen ist. • • Zur SouutagSruhe im Handelsgewerbe. Nachdem die in der Sitzung der Stadtverordneten vom 14. August d. I. beschlossene Aenderung des bisherigen OrtSstatutS genehmigt worden ist, können vom nächsten Sonntag den 10. d. M. ab die Läden bereits um 11 Uhr geöffnet, sie müssen dagegen um 3 Uhr geschlossen werden. • • Gast- und Schankwirthfchafleu in Sieben. Daß die WirthschaftSverhältnisse in der Stadt Gießen mit der Ent- Wickelung der Stadt gleichen Schritt gehalten haben, dürften nachfolgende Zahlen beweisen: Am 1. Januar 1879 waren 25 Gast- und 65 Schankwirthschasten, sowie 20 Branntwein- Kleinhandlungen vorhanden, während diese Ziffern bis zum 1. Januar 1893 aus 40 Gast- und 122 Schankwirthichaften und 44 Branntwein - Kleinhandlungen gestiegen sind • im Ganzen sind im Vergleich zum Jahre 1879 bis jetzt 96 Schank- stellen mehr vorhanden. * * Die Wetterbeobachtungen für den September besagen: Er ist ein gemäßigter Monat, doch noch im Allgemeinen wärmer al- der Mai; er bringt nur ausnahmsweise am Ende schon Fröste, die aber nicht tm Entferntesten so schadenbringend sind wie die Maifröste für daS junge, neuanffproffenbe, zarte Grün. Im Ganzen ist er der wetterbeständigste Monat mir meistens noch warmen Nächten und vorzüglich Heller, klarer Luft und ein trockener Monat. Lungenkrankheiten ist er günstig, dafür bringt er aber leicht durch den Genuß rohen LbsteS Verdauungsstörungen. Die Sonne tritt am 22. m das Zeichen der Waage. Die VenuS ist eine halbe Stunde als Abendstern sichtbar und der Jupiter und der Mars haben den 4. einen Sonnendurchgang. Die Tageslänge geht von 13 Stunden 20 Minuten auf 11 Stunden 41 Min. zurück. Der 25. und 10. sind nach Falb kritische Tage erster Ord- nung, jener fällt mit dem Vollmond und dieser mit dem Neumond zusammen, find also sehr geeignet za elementaren Ereignissen. • • Postpersoaalnachrichten. Der Postanwärter Bogel in Lindenfels ist als Postverwalter angestellt worden, der Postmeister Obermayer in Heppenheim (Bergstraße) ist gestorben. • • Eisenbahnwesen. Am 1. October dss. IS. wird auf mehreren Hauptlinien unserer Staatsbahnen die bisherige Art der Controlle der Fahrtausweise dahin abgeändert, daß die Prüfung und Durchlochung derselben und die Abnahme der auSgenutzten Fahrtausweise nicht mehr an bezw. auf den Zügen durch die Zugbeamten, sondern an den Ein- und AuSgängen der Stationen durch besonders bestellte Bahnsteigschaffner erfolgt. Soweit auf den betreffenden Strecken noch eine Controle der Züge durch die^Zugbeamten ausgeübt wird, bezweckt dieselbe, darüber zu wachen, daß die Reisenden überhaupt im Besitze giltiger Fahrkarten sind und die betreffende Wagenklasse benutzen. * * Die am 4. und 5. d. Mts in Offenbach abgehaltene zehnte Versammlung des ForstvereinS für das Groß- herzogthum Heffen war von etwa 70 Forstleuten, worunter von Gießen die Professoren Heß und Wimmenauer, besucht. Die am ersten Versammlungstage in die Reviere Offenbach und Sprendlingen der Fürstlich Asenburgischen Waldungen unternommene Excursion führte den Theilnehmern u. a. im Lichtungsbetrieb mit Unterbau behandelte Kiefernbestände in verschiedenen Eutwickelungsstadien, natürliche Kiefernverjüngungen und Borggreve'sche Plenterdurchforstungen vor Augen. Es fand sich hierbei auch Gelegenheit, den I Zehnpfund'schen Steigapparat in seiner Anwendung zu zeigen. I An dem für die Sitzung bestimmten Tage sprach der Fürstlich Mnburgsche Forstmeister Reiß unter Hinweis auf die gelegentlich der Excursion besichtigten Bestände über das Thema: „Welche Bewirthschaftungs- und Verjüngungsweise der Kiefernbestände im unteren Mainthal empfiehlt sich mit Rücksicht auf bestmögliche Ausnutzung des LichtungSzuwachses?" In die sich an den Vortrag anschließende Debatte griffen die Herren Borggreve, Fürst, Wagener, Ulrich und Muhl ein. Herr Oberförster Klump berichtete über die EngerlingS- calamität in der Oberförsterei Langen. Herr Profeffor Dr. Wimmena uer legte der Versammlung „ErtragStafeln für Buchenhochwald in Oberheffen" vor und erläuterte die von ihm f. Z. in Vorschlag gebrachten Aenderungen an der hessischen Betriebsregulierungsmethode an einem praktischen Beispiel. Was die behandelten Vereinsangelegenheiten anlangt, so wählte die Versammlung Herrn Ministerialrath Muhl wiederum einstimmig zum Präsidenten und Forstmeister Ulrich zum Vicepräsidenten. Zum Versammlungsort für 1895 wurde Schotten bestimmt. •* Wie die Briefe adreffirt werden müssen. Eine halbe Million Briefe werden jährlich im deutschen Reiche vernichtet wegen undeutlicher Adressen. Wie leichtfertig werden mitunter die Briefe, welche mit der Post befördert werden sollen, adressirt! Da wird schnell der mit großer Sorgfalt angefertigte Brief in den Umschlag gesteckt und die Adreffe — nun, man schreibt gleichgiltig ein paar Worte hin und der Brief muß fort, damit er mit dem nächsten Zuge noch fortgeht. Und doch, könnten alle Briefschreiber einmal zugegen fein bei der in jedem Monat bei den kaiserlichen Ober- Postdirectionen stattfindenden Verbrennung der unanbringlichen Briese, wahrlich, kein Brief würde mehr zur Post gegeben werden, ohne daß ihn der Absender nicht nur noch einmal, nein, zweimal und dreimal nach der Richtigkeit und Vollständigkeit der Adresse und nach der Hinlänglichkeit der Marken prüfen würde. Alljährlich wird sicherlich eine halbe Million Briefsendungen im deutschen Reiche deßhalb vernichtet, weil sie nicht anbringlich waren. Die Ursachen der Unanbringlichkeit der Briefsendungen sind zunächst die unvollständige und unrichtige Adressirung derselben. Hier wird der Vorname oder Titel deS Empfängers weggelassen und der Brief kann nicht bestellt werden, weil der Eigenname in demselben Orte mehrfach vorkommt; dort wird, waS in größeren Städten doch meistens nothwendig ist, die Straße und Nummer nicht hinzugesetzt. Andere schreiben alles: Namen, Straße und Nummer, aber die Hauptsache — der Bestimmungsort — fehlt. Die letztere Unterlassung kommt sehr häufig vor. Ihr kommt nun eine Einrichtung der Postverwaltung zu gute, nämlich die häufigere Versetzung der Postbeamten und die dadurch von denselben gewonnene Kenntniß der Straßennamen auch in anderen Städten. Diele Briefe werden dadurch gerettet, daß der Postbeamte dem Briefschreiber nachhilft, indem er den Bestimmungsort hinzufügt. ** Der Durst nach dem veuuß von Obst wird am besten dadurch vermieden, daß man mit dem Obst zugleich Brod mit ober ohne Butter genießt. Einer schreibt im „Rathgeber für Obst- und Gartenbau": „Will man Kinder vor allerlei Unterleibsbeschwerden bewahren, so gestatte man ihnen niemals, daß sic Obst ohne Brod genießen. Wenn Eltern ihre Kinder gesund erhalten, besonders vor Durchfall, Diarrhöe bewahren wollen, so sei ihnen dringend empfohlen, sie von Kein auf daran zu gewöhnen, Obst nur mit Brod zu essen. ** Tie Hauptversammlung bei Deutschen Vereins für den Schutz des gewerblichen EigeuthumS wird am 16. und 117. October zu Nürnberg stattfinden (die Sitzungen werden in dem Saale des Bayrischen Gewerbe-Museums gehalten). Eine Reihe interessanter Bortrage wird gehalten werden (Fngeuieur Pieper-Berlin über die Staatenunion, Professor Kohler-Berlin über die Entwicklung deS gewerblich« Rechtsschutzes in den letzten Jahren, HandelSkammersecretär Wunder- Nürnberg über den Waarenzeichengesetzentwurf, Handelskammerfeeretär Herrl - Chemnitz über Musterschutz». Am Abend deS 16. October wird die Versammlung einer Einladung der Frerherrlich Tucher'schen Brauerei zu einem Kellerseft in der Wachsbleiche folgen. -1- Hausen. 6. September. Heute Nachmittag nach 2 Uhr, als saft sämmtliche Dorfbewohner mit Grummetmachen und anderen ländlichen Arbeiten außerhalb beschäftigt waren, brach in der von Erntevorrathen gefüllten Scheune des Johannes Harnisch an der Gießener Straße auf bis jetzt noch unausgeklärte Weife Feuer aus, das rasend schnell um ft4 griff. Thurmhoch lodenen die Flammen empor, Feuer- brande über daS Dorf hin verbreitend. Da ein frischer Süd west gerade von der Brandstätte nach dem Dorf hin wehte, fast sämmtliche Feuerwehrleute abwesend waren, so lag eine augenscheinliche und große Gefahr für daS Dorf nahe. Da wurde unsere Einquartierung unser Roth- heiser. Seit vergangenen Freitag ist die 1. Compagnie (Leib-Compagnie) deS 115. Jnsanterie-RegiMentS (Darmstadt) hier im Quartier. Im Nu war sie aflannirt und zur Stelle. Unter dem Commando ihres vortrefflichen Hauptmannes und Compagniechefs v. Stczemiezny und unter wackerer Mithilfe der Herren Lieutenants Freiherr v. Schenk zu Schweinsberg und Schill wurden unsere tapferen Krieger bald des Feuers Herr und die Gefahr war beseitigt, wenn auch die Scheune nebst Inhalt nicht zu retten war. Wir halten es für unsere Pflicht, den genannten Herren Offizieren und ihren Mannschaften hiermit für ihre edle That öffentlich unsere Anerkennung anszusprechen und unseren herzlichen Dank zu sagen! — ES mag noch bemerkt werden, daß auch die in Garbenteich liegende 4. Compapnie deS 115. Infanterie-Regiments hilfsbereit auf der Brandstätte erschien. Kloster Arnsburg, 4. September. Heute Morgen wurde von Seiten ter Reichs - Limes - Commission die Untersuchung des Castelles Altenburg bei dem Kloster Arnsburg begonnen. ES glückte dem Streckencommissär Herrn Ko fier, die Castellmauer sofort aufzufinden und wurden bis zum Abend etwa 60—70 Meter der Südfront feftgelegt und auch ein Theil der Ostmauer gesunden. Da sich auf der Stelle des Castells früher daS Kloster Aldinburg befand, daS später nach Arnsburg verlegt wurde und also römische und mittelalterliche Bauten zusammenkommen, so dürfte sich die Ausgrabung, wie schon jetzt wahrgenommen werden kann, als eine höchst schwierige gestalten. A AuS dem Ohmthale, 6. September. In den Wiesengründen deS OhmthaleS ist die Grummeternte in vollem Gange, aber das Wetter ist ihr nichts weniger als günstig. Wenn auch der gestrige heitere Tag ermöglichte, daß viele-, schon in voriger Woche gemähte Grummet endlich m die Scheune gebracht werden konnte, so ist doch noch der größte Theil Grummet auf den Wiesen. Eben weil der Futtermangel so wenig oder fast gar keinen Heuvorrath in die Scheune kommen ließ, wäre eine schlechte Grummeternte in qualitativer Hinsicht um so schlimmer für den Landwirth. Quantitativ liefert die Grummeternte einen recht guten Ertrag, der den der Heuernte bei Weitem übertrifft. Bei den gegenwärtig stattfindenden GrummetgraSversteigerungcn auf den ttommunol« und Dornanialwiesen werden ganz erstaunlich hohe Preise für daS Grummet bezahlt. Dieselben übertreffen die Höhe der Heugraspreise in normalen Jahren. Sehr oft stellt sich der Gentner Grummet auf der Wiese im Durchschnitt auf 5 bis 6 Mark. Man kann sich nicht entsinnen, daß >emalS solch hohe Preise für GrummetgraS bezahlt worden sind. Der wenige Futtervorrath für den kommenden Winter verursacht diese ungewöhnliche Preissteigerung. Lißberg, Anfang September. Gleich wie in früheren Jahren, fo war auch in diesem Sommer wieder, und zwar während der Zeit vom 3. bis 27. Juli, eine Ferien- colonie schwächlicher Schulkinder, bestehend aus 21 Mädchen im Alter von 9 bis 13Jahren aus Frankfurt a. M. unter Führung der Lehrerin Fräulein Wedemann zu Verpflegung in der Wirthfchaft des Reinhard Nie- hier untergebracht. Die gesunde Luft und tüchtige Verpflegung bewirkten, daß die Kinder von hier wesentlich gekräftigt nach Hause zurückkehren konnten. D. Ztg. § AuS Oberheffen. 4. September. Die im vorigen Jahre abgebrochenen DermessungSarbeiten der geplanten Nebenbahnlinie Gedern-Lauterbach sind fett einigen Tagen wieder ausgenommen worden, und zwar bei dem Dorfe Nö-bert-. Man hofft danach, daß in nicht allzuferner Zeit der Bau in Angriff genommen wird. Damit würde auch der bi-ber verschlossene Vogelsberg dem Verkehr geöffnet. Im Allgemeinen stehen die Bewohner deS Vogelsberg- dem Bohnba. selbst ziemlich kühl gegenüber, da sie von der Bahn nichts besonders Gute- erwarten. Unter Anderem wird befürchtet, daß durch die mit der Bahn ermöglichte Verkehr-erleichterug da- Holz im Oberwald so erheblichen Abgang finden wird, daß eine erhebliche Preissteigerung und damit eine Verthenerung des genannter Brennmaterials die Folge ist. Jndeß wird sich auch hier etwa- finden, was befürchtete Nachtheile mit nicht zu verkennenden Bortheilen au-gleicht. Zu letzteren wäre vor der Hand die vielen im Winter brach liegenden Arbeitskräften gegebene Möglichkeit zu rechnen, etwas Verdienst beim Bahnbau zu finden. Dem Vernehmen nach hat die preußische Regierung eine Nebenbahn von Wächtersbach (Frankfurt- Bebra) nach Birstein genehmigt. Diese Linie soll dann ebenfalls nach dem höheren Vogelsberg geführt werden und zwischen den Orten Bermuthshain und Völzberg (Kreis Gelnhausen) einschneiden in die geplante Strecke Gedern- Lauterbach. __ ■ u« ICB t“ nub ewi*1 jex Aadv guM , • tu fouxitt* i iet lstkvii« feuerte 8*8 ab qliftd "• Si° nadiM io r 2 nkW1* vorder- tat* ji ba!b e*ro«™ ' Illi 1 ydclbei NB " 12 fjrn 1 teil paui ijfctttt die :jnge GüMr Haietrfiamt tuttl A-rzc scndjroiwfctr iMtte nai! ufl» Braut fein die $ noemte. I M Berlin p trMefl. tont kurz ent damit •tt)icauaL Ach ihm Siroitgern ' üt ccsfMrr j IKwtvetd Bon^to’v^ 2 fflündit pauptfM lern Reichs Hemme m Sn diese« R’.tinoi, ba sNm im Echt Ni die Inschris Echlietze bi gebildet. \ golbatn Q in reich «i • Em ereignete fit S-ffavi 8ei den 8oi W Sinke,» st sch m n । * «I ' Sfegi 8i?manbfd)a ^'Studer | tabet hier, Wv Hre Vanillen Scotti ^eh-rle. wo । w» ffnkllnf ««tun Nos! !rf*tTli,UUr SS* hSS? 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Zlg- (Rttü -im vorigen Jahre anten Nebenbck' aen Tagen wieder Dorfe W; Reit ter t*=j A,r M ver« ^^Mnieinen .Mts besonders 2, d.° «618 Ä M», 616 ° ilOu-'E ,M W* M W«“ £ letzteren wa« egenden Arbe'^ •fes L is-S Vermittel. ♦ Aus Anhalt, 3. September. Obgleich die Anhänger der Socialdemokratie Gegner von Religion und Kirche sind, hat es in dem Orte Deetz bei Zerbst ein solcher doch durchgesetzt, daß er in den Gemeindekirchenrath gewählt worden ist. Auf hiergegen eingelegte Beschwerde hat das Herzogliche Consistoriurn entschieden, daß die Wahl eines Social- demokraren unzulässig und deshalb eine Neuwahl vorzunehmen sei. • In Saasa bei Eisenberg ist in der vorigen Woche das SchulhauS nach und nach ein gestürzt. Die äußeren Mauern stehen zwar noch, doch zeigen sie auch breite Risse. Das Haus wär erst 1851 erbaut worden, doch ist seitdem so gut wie nichts daran gethan worben. Trotzdem gerade Unterricht gehalten wurde, sind keine Personen verletzt worden. • In Meiningen ist am 2. September das Bach'sche Dampfsägeroerk niedergebrannt. Inder darauffolgenden Nacht entstand Großfeuer in der Döü'schen Schneidemühle und dem Holzlager. Außer diesen wurden die Nebengebäude und Stallungen des städtischen Schlachthauses ein geäschert. Der Schaden ist groß. ES wird Brand st iftung ver- muthet. ♦ Nürnberg, 5. September. Einer Meldung des „Fränk. .Sourier* zufolge mißhandelte in dem Kurorte Bern eck der Premierlieutenant von Burcktroff einen Knaben und feuerte gegen die eintretenden Kurgäste fünf Revolverschüffe ab, glücklicherweise ohne zu treffen. ♦ Sin häßliches Sittengemälde aus Berlin entrollen die nachstehenden Zeilen. In die bildschöne Tochter einer im Südosten der Stadt wohnenden Wittwe verliebte sich ein «ältlicher junger Mann und der Standesbeamte buchte denn auch bald die Eheschließung des jungen Paares. Die Schwiegermutter, die nicht unvermögend war, bewilligte jeden Wunsch ihrer Kinder und Freude und Zufriedenheit walteten in dem Hause der Neuvermählten. Mehr und mehr überschüttete die Mutter ihren Eidam mit Wohllhaten und die junge Gattin bemerkte bald, daß die ihrem Manne gezollten Aufmerksamkeiten eine tiefe Herzensneigung bargen. Als eines Morgens die Frau nach ihrem Manne rief, war dieser verschwunden und mit ihm die Schwiegermutter. DaS Paar flüchtete nach Amerika und lebte dort einige Wochen in Saus unb Braus. Eines Tages aber hatte auch der Schwieger« sohn die Wittwe verlassen und ihr ganzes Vermögen mitgenommen. Aller Mittel entblößt, kam die leichtsinnige Frau »-ach Berlin zurück, um dort von ihrer Tochter Verzeihung 3N erflehen. Das Ende vom Liede dürften die nachstehenden Worte kurz erzählen: „Am 8. August d. I. sprang eine unbekannte Frau in selbstmörderischer Absicht in den Landwehrcanal. Noch lebend an das Land gezogen, starb sie kurz nach ihrer Einlieferung in einem Krankenhause." Es war die Schwiegermutter. ♦ Die Metzer Bürgermeisterkette. Die der Stadt Metz romKaiser geschenkte goldene Bürgermeisterkette ist ein Meisterwerk der Goldschmiedekunst. Sie ist nach einem Entwürfe ton Prof. Seder in Straßburg inderWerkstätte von PH. Heiden in München gefertigt. Die gothische Kette zeigt vorn als Hauptstück einen reichen Baldachin mir der Kaiserkrone und lern Reichsadler. An einer Art von Tabernakel ist hier eine Gemme mit dem Bildniß Kaiser Wilhelms II. angebracht. An diesem Theil hängt an verschiedenen Kettchen ein originelles Kleinod, darstellend die nie besiegte Jungfrau von Metz mit Schwert und Stadtwappen in reichem Lorbeergerank Das triedliche Figürchen ist bunt emaillirt. Ein Spruchband trägt tne Inschrift „Sie ist in guten Händen." Die rückwärtige Schließe der Kette ist durch das Wappen von Lothringen gebildet. Die Kette selbst zeigt ein originelles Muster von goldenen Gliedern, Diamanten und emaillirten Blumen und ist reich mit Steinen besetzt. * Bremen, 4. September. Ein schweres Unglück ereignete sich heute im neuen Nordthurme des Domes. Für baß Gustav Adolf-Fest würben provisorisch Glocken ausgehängt. Bei ben Vorbereitungen stürzte ein Arbeiter aus der Nähe bc8 Glockenstuhles in die gähnende Tiefe. Die Verletzungen waren so schwer, daß schnell der Tod eintrat. Seine Frau, mit der er erst drei Wochen verheirathet ist, kam gerade, Um ihm das Mittagbrod zu bringen. * Siegen, 31. August. Ueber die Persönlichkeit des am Kilimandscharo gefallenen Herrn Lieutenants Emil Ax sei Folgendes berichtet: Der Dahingeschiedene, ein Sohn des früher hier, jetzt in Osnabrück wohnenden Rentners Ax, war am 6. April 1863 zu Siegen geboren und legte hier im Jahre 1882 sein Abiturientenexamen ab. Rach einem ein- lährigen Aufenthalte in VervierS trat er 1882 beim 8. Rhein. Fußartillerie-Regiment als Avantageur ein, dem er, 1884 zum Secondelieutenant befördert, bis zum Jahre 1891 actio angehörte. Zu Anfang des genannten Jahres ging er nach Afrika, wo er am 6. April in Bagamoyo eintraf. Bald nach seiner Ankunft machte er unter Chef Johannes eine Expedition nach dem Kilimandscharo mit und wurde dann Chef der Station Massinde. Jrn April dieses Jahres wurde er zum Premierlieutenant befördert und beteiligte sich dann an der Strafexpedition gegen Sultan Meli, wobei er, wie bereits berichtet, am 12. d. MtS. den Heldentod fand. Der Verstorbene erfreute sich bei Allen, die ihn kannten, einer großen Beliebtheit und war bei seinen Vorgesetzten als tüchtiger, diensteifriger Offizier geschätzt. ♦ Brieftauben auf hoher See. Nach einer Zuschrift in den Dresdener „Blättern für Geflügelzucht" ist der Verein „Brieftaube" in Wismar durch das Kriegsministerium zu Berlin aufgefordert worden, seine Tauben in Flügen über See zu üben. Kanonenboote der Marine sollen in Wismar loben, um die Brieftauben abzuholen und auf hoher See fliegen zu lassen. * Wien, 4. September. Hiesigen Blättermeldungen infolge ist der Verkauf des seit 1851 hier bestehenden Circus Rlenz beabsichtigt. * Heidelberg, 4. September. Daß unter den Landwirthen noch Geld ist, bewies vorige Woche ein Hofbauer unserer Gegend. Er hatte feige Tochter nach Auswärts verheirathet und sich den Spaß gemacht, die Mitgift derselben in Thalern und Markstücken am Hochzeitstage auf die Tafel zu stellen; das Faß mit Inhalt wog über 230 Pfund. Es waren 20000 Mk. baar. * Ein beklagenswertes Familiendrama erregt in Nordhausen das größte Aussehen. Dor einigen Tagen consuttirten zwei Frauen auf einem schwarzburgischen Orte, eine Mutter mit ihrer hübschen Tochter von 19 Jahren, einen Nordhausener Arzt. Derselbe constatirte bei der seit längerer Zeit erkrankten Tochter eine unheilbare Krankheit. Verzweifelt kehrten die beiden Frauen nach Hause zurück. In der folgenden Nacht verließen Beide still und unbemerkt ihre aus Ehemann und fünf Söhnen bestehenden Angehörigen, und alle Anzeichen, die sie hinterließen, kündeten ein schreckliches Ereigniß an. Vergeblich wurden durch das in der Gegend manövrirende Militär die umliegenden Forsten abgesucht. Am Mittwoch endlich zog man die Leichen der beiden unglücklichen Frauen, die sich noch im Tode fest umschlungen hielten, aus einem Strudel des Wipperfluffes. *.Tahlhanfeu, 29. August. Vor einigen Tagen hatte der Gastwirth I. v. T. das Glück, in seiner gepachteten Fischerei in der Ruhr einen Hecht zu fangen, der in Bezug aus Größe und Schwere als eine Seltenheit gelten kann. Der Fisch hat eine Länge von 155 Zentimeter und ein Gewicht von 39 Pfund. Unten am Steiß befand sich ein an einem kupfernen Draht befestigtes Messingschildchen, auf welchem folgendes zu lesen war: „O Fischlein, o Fischlein, Wo magst du im nächsten Jahre sein? Wer ihn thuet sangen ein, Berichte mir das baldigst fein. Wohne in Wetter an der Ruhr, Heiße: Peter Wilhelm Gustav Schuhr. Wetter an der Ruhr, 1859." * Ein Kronleuchter für den Reichstagsbau. Der Sitzungs« faal des neuen Reichstags g e b äude s wird einen Kronleuchter erhalten, der zu ben schönsten und größten seiner Art zählen wird. Er übertrifft den berühmten Barbarossa« läster zu Aachen fast um 31/2 Meter, denn fein Durchmesser wird acht Meter, gleich 28 Fuß, betragen. 12 Bogen- und 250 Glühlampen werden an ihm ihr Licht auf den Wandel- gang herniederfenden, über dem der große Kuppelbau sich wölbt. Die Form dieses coloffalen Kronleuchters ist die eines Reifens. Der Reifen ist mit Wappen und Figuren besetzt und unter letzteren befinden sich die Statuen berühmter Männer und Helden aus der alten und neuen Geschichte unseres Vaterlandes. Der Mechanismus, an welchem der ungeheure Lichtspender am Gebälk der Kuppel befestigt ist, zeigt die Form der alten Stammburg der Hohenzollern, überragt von der deutschen Kaiserkrone. Nach dem „Gasjournal, ist dieser gewaltigste Kronleuchter der Welt auS der Bronzewaaren'Fabrik der Firma L. A. Riedinger hervor- gegangen. * Weibliche Stenographen. In dem stenographischen Bureau des norwegischen Slorthing ist versuchsweise eine Dame, Frl. Louise Sparre, angestellt. Der Versuch soll zwei Monate dauern. Frl. Sparre hat mit Erfolg an dem Unterricht theilgenommen, der zur Ausübung von Kammerstenographen veranstaltet wurde. Auch in dem dänischen Stenographenbureau ist eine Dame amtlich angcstellt, und verwenden diese weiblichen „Stenographinnen" die Ueber- tragung der Gabelsberger'schen Stenographie. Bemerkenswerth dürfte auch die Thatsache für weibliche Kreise fein, daß nach Statistiken, welche für die Weltausstellung in Chicago angefertigt worden sind, die weiblichen Stenographen in einem Jahre in Amerika mehr als 60 Millionen Dollars, also über 2 4 0 Millionen Mark, verdient haben. ________________________________ Urrirxrfttät- - Nachrichten. — Die schwedische Universität Upsala beging am Dienstag ihr Jubelfest unter zahlreicher Betheiltgung weiter Bevölkerungskreise. An der Spitze der Ehrengäste befanden sich König Oscar nebst den fchwedischen Prinzen, sowie der Großherzog von Weimar, der Kronprinz von Dänemark unb Prinz Friedrich Leopold vonPreuhen, letzterer als Vertreter des Kaisers. — Geh. Obermedicinalrath Professor Adolf von Barde- leben in Berlin blickt auf eine 25jährige reich gesegnete Wirksamkeit als ordentlicher Professor der Universität Berlin zurück. Am 4. September 1868 wurde der treffliche Chirurg von Greisswald nach Berlin berufen. An der pommerschen Hochschule hatte er zwei Jahrzehnte als Ordinarius gewirkt. Bardeleben, der gegenwärtig im 75. Lebensjahre steht, gedachte zuerst der Frauenheilkunde sich zu widmen und war als junger Arzt Assistent des Heidelberger Gynäkologen Nagele. In Gießen aber, wohin das neu erwachte naturwissenschaftliche Leden zog, wurde er als Profector von Theodor Bischoff zum Chirurgen. Vor gerade 50 Jahren begann Bardeleben dort seine Lehrtätigkeit, nach vier Jahren wurde er außerordentlicher Professor. Sein großer Ruf als Operateur batirt von den fünfziger Jahren an. Heroorzuheben sind die Verdienste, welche sich Barde- leben in den drei Kriegen erwarb. In Berlin ist er als Nachfolger von Jüngken Direcwr der chirurgifchen Charitö,Klinik. Er gehört zu den beliebtesten Lehrern, zumal er seine Vorträge durch frischen Humor zu beleben weiß. Vor zwei Jahren wurde ihm anläßlich seines 50jährigen Doctorjubiläums der erbliche Adel verliehen. Schiffsnachrichten. — Der Postdampser „Friesland" der „Red Star Linie" in Antwerpen ist laut Telegramm am 4. September wohlbehalten in Rewyork angekommen. t , — Der Postdampfer „Switzerland" der „Red Star Linie" in Antwerpen ist laut Telegramm am 5. September wohlbehalten in Philadelphia angekommen. Verkehr, Land- nnd Dolfs wirtschaft. Limburg, 6. ©tptembtr Fruchtmarkt. Rother Weizen X 13.05, weißer Weizen X —Korn X 10.50, Gerste X 9.3o, Hafer (alter) X 9.20, neuer X 7.30, Erbsen X S Ulrichstein, 6. September. Unser gestriger und heutiger „Michaelimarkt" nahm einen recht guten Verlaus, namentlich begünstigte den gestrigen Viehmarkt ein prächtiger Sommertag. Der Austrieb an Rindvieh und Schweinen war über die Maßen stark und übertraf benjcnlflen deS zweitägigen Jacobimarktes bei Weitem- Tie Handelsleute waren ebenfalls zahlreich erschienen und der Handel zeigte Fluß: aber weil daß Angebot die Nachfrage übertrat, gingen die Preise beim Rindvieh bemerkenswerth herab. Durchschnittlich kann diese Preisdinerenz zu der seitherigen Preislage auf 10 bis 15 Mk. per Stück veranschlagt werden. Es wurden zweijährige Stiere verkauft daß Paar zu 270 Mk., die vorher im Preise von 300 Mk. standen. In der Hoffnung, bessere Preise zu erzielen, batten eben zu viele Derkäuser mit dem Absehen ihres DieheS bis aus diesen Markt »urückaehalten, um allerdings hier unangenehm enttäuscht zu werde«. Auch die Preise für die Ferkel standen nicht mehr auf der Hohe^ der feitberigen Märkte. Man bezahlte für daS Paar gewöhnlichere Sorte durchschnittlich 30 bis 40 Mk., bessere Sorte 40 bitz 50 unb 50 bis 60 Mk. Viel beffere Preise erzielten dagegen die jungen Einlege- schweine, sogenannte Läufer, die per Paar 110 bis 120 und 120 bis 130 Mk. kosteten. Nidda, 4. September. Der diesjährige Herbstmarkt vom Heutigen war mit ungefähr 450 Stück Rindvieh unb 500 Stück Schweinen von allen Größen befahren. Ersteres zeigte mit Ausnahme der zum Verkaufe gestellten Zuchtbullen durchgehends kein sehr vortbeilhastes Aussehen; der Futtermangel schaute auS ihm heraus. Der Handel war bezüglich des Rindviehs flau. Bei ben abgeschlossenen Käufen kam ein Rind von etwa 4 Monaten, daS früher nach 4 Wochen 40 Mk. gegolten, auf 45 bis 48 Mk. Frische Kühe wurden mit 200 biS 220 Mk. bezahlt, je nach dem Alter. Simmen- thaler Zuchtbullen dagegen standen hoch im Preise. So wurde ein einjähriger Stmmentbaler Zuchtbulle von einer Gemeinde für 400 Mk. erstanden. Der Handel in Schweinen, vorzüglich solchen zum Einlegen, war sehr lebhaft, die Preise waren sehr hoch. ES wurde für ein Paar Ferkel von 4 bis 6 Wochen 45 Mk., für ein Paar Schweine von 11 bis 12 Wochen 65 bis 70 Mk., für solche von 13 bis 15 Wochen (Hannoveraner Rasse) 80 biS 85 Mk. bezahlt; gewöhnliche Rasse etwas billiger. Im Anschluß an den Markt wurde ein Prämiirung von Bullen und Kalbinnen abgehalten. dankbar begrüßt. Achtungsvoll K. Eingesandt. Gießen, 8. September 1893. Seit kurzer Zeit in Gießen wohnhaft, vermiffe ich am hiesigen Orte eine Einrichtung, welche den Bewohnern vieler anderer Stabte zum großen Segen gereicht. Am hiesigen Ort befinden sich zwei Spar «Anstalten, aber wer bei denselben Geld anlegen will, muß eS hin besorgen, und da man nicht jede Woche um Wenigerwillen hingehen will oder rann (beispielsweise der Büreaustunben wegen), so unterlassen es Viele, diese Anstalten zu benutzen In vielen anderen Städten besteht nun die Einrichtung, daß die Spar-Anstalten allwöchentlich Boten aussenden, welche bei den Sparenden das was sie zurückzulegen in der Lage sind, abholen, seien es nun 50 Pf., eine ober mehrere Mark. (rin Blick auf den Umsatz derjenigen Sparkassen, welche auf diese Weise betrieben werden unb den der hiesigen Institute wird mehr sagen, als lange Abhandlungen es zu thun vermögen. Es würde den Einsender freuen, wenn dieser Vorschlag an maßgebender Stelle erwogen würde und zur Einführung dieser segensreichen Einrichtung führte. Gewiß würde es von Vielen Literatur utifc Nrrnft. — Führer durch den DogelSderg, herausgegeben im Auftrag und mit Unterstützung des Vogelsberger Höhenclubs von Professor Dr. Otto Buchner. Verfasser des „Lahnthalsührers", deS „Führers durch Gießen und Umgebung", „Gießen vor 100 Jahren" und „Aus Gießens Vergangenheit". Klein- octavformat in gediegener Ausstattung mit Specialkarten, großer Uebersichtskarte und einer Eisenbahnkarte, gebunden in Bädekerbanb mit Kartentasche, Preis 1.60 Mk. Verlag von Emil Roth in Gießen. „Willst du immer weiter schweifen, sieh' das Gute liegt so nah'!" möchten wir bei der Einsichtnahme des in neuer 3. Auflage vorliegenden, längst rühmlich bekannten „Führers durch den Vogelsberg" jedem Reiselustigen entgegenrufen, der vor lauter Wahl zu keinem Reiseentschluß gelangen kann. Greift nur hinein in Otto Buchners Buch, wo ihrs auch aufschlagt, auf jeder Seite wird es euch auf irgend eine reizende landschaftliche Stelle, an einen historischen Punkt, an eine topographische Eigenthümlichkeit, oder was auch immer euer ästhetisches, geschichtliches, wissenschaftliches Interesse erregen kann, verweisen. So viel Schöne- und Merkwürdiges deckt unser Führer durch den Vogelsberg auf, daß ein sinniges Gemüth in letzterem wochenlang verweilen kann, ohne die geringste Langeweile zu empfinden. Nicht arm an Naturretz ist der Vogelsberg, wie gar Mancher, der ihn gar nicht kennt, oberflächlich urteilen möchte, vielmehr ist er reich an überraschend lieblichen Partieen; schon die Thatsache, daß er eine der ältesten christlichm Culturstätten auf germanischem Boden ist, weist darauf hin, daß seine landschafUiche Schönheit für seine Urbevölkerung mitbestimmend war, ihn als Wohnplatz zu wählen. Ein reicher historischer Hintergrund giebt daher der ganzen Landschaft eine noch ganz besondere Weihe, die sich jedem Touristen aufdrängen wird, der mit Otto Buchners Buch in der Hand den Vogelsberg durchwandert. Aber auch solchen, die nicht gerade von der Wanderlust ergriffen sind, aber dennoch dem Vogelsberge seiner mannigfachm Eigenarten wegen ihre Sympathieen schenken, oder solchen, die einen Theil ihres Lebens dort verbracht und gerne in der Erinnerung an manche liebgewordene Stätte verweilen, auch denen sei der Führer bestens empfohlen. Der in der Touristenwelt wohlbekannte und beliebte Verfasser bat die neue Auflage seines Merkchens wesentlich verbessert; kleine Unrichtigkeiten der älteren Ausgaben sind berichtigt, neuere historische Funde berücksichtigt. — Auch die Verlagsbuchhandlung hat für die Ausstattung des Merkchens ihr Möglichste gethan. Die reiche Beigabe von Karten ist schon allein des Guten so viel, daß der Preis von 1.60 Mk. für das Buch ein mäßiger genannt werden muß. Wir wünschen daher dem „Führer durch den Vogelsberg" die weitgehendste Verbreitung. "k- «otte-diruft der israelitischen Keiigimrgesellschaft. »Abend 6-- Uhr, Samstag Vormittag 8« Uhr, Samstag 00 Uhr, Samstag Abend 7°° Uhr. Neujahr: Montag den 11. und Dienstag den 12. September: Vorabend 6^ Uhr, Montag Vormittag 7^ Uhr, Montag Nachmittag 40j Uhr, Montag Abend 7", Dienstag Vormittag 700 Uhr, Dienstag Nachmittag 400 Uhr, Dienstag Abend 7M Uhr- Barometer: + 14°R + 100R. Witterungsaussichten Wetterhäuschen, Südanlage. Tbermometer: „ 4-10°R. „ + 14°R „ + v°«. „ — Hygromeierstand: Neigung f. nasses Wett Sehr feucht. Regen. Mittlerer Barometerstand bei 0° R. = 744,7 mm. DTSeptbr., Mitt. 12 gbFT?. Septdr., Morg.d Uhr min 745 mm, max.748 mm min. 743 mm, max. 744 mm ---- ---- + 80R. „ 4-130R. Temperatur der Lahn und Luft nach Reaumur gemeffen am 7. Septdr, Mittags zwischen 11 und 12Uhr: Waffer 13 Lust 15 Grad. Rüdsamen'sche Badeanstalt. 211 bleibt Nächsten Sonntag, Montag und Diensta fr. unser Geschäfls-Loeal 3ciertnßc|[)nlbcrfgesciilossen.| 7604 «Mawi«« A|ex. Salomon & Co. stir$"‘",,t | Justiz vom 1. d. Mts. für die Stadt Gießen verordnet, wie folgt: Brauerei Stern, Act f! gegeben wird. Vollständige Uebersicht des ganzen Manöverfeldes vom Burgberge und Bedienung Wmatisil,Jnr ihirg Itliinirnlirrg ein zu billigen Preisen. [7595 7590 C. (*. Klelnhenn. 7606 Gnauth. 7600 Lelpelc. (■ieitien. Maschinenschlosser 7607] Marktplatz 21. 7585 Frau Dönges, Damenconfection. I. V.: [7586 Krell, Gerichtsschreiber Aspirant. und Pfarrer Schlosser. [7582 Wermischte Anzeigen. Das billigste Schuhlager Ist reich zu nennen. "WMC (7840 befindet fich jetzt 7610 964® im „Rebstock". 7591] Selsen, verp» «U Soseuihal'sche Derlagihaudlusg. 5 t*L — Frantturter ««ck.DtSconr 5 p«L ‘.RtWfceMMmi Rt>«cHon: Ä. 6<» egbe. — tmtf nnb Verla, der »rQtritbm Druckerei (Rr. «5t. Viets») in Sietzen. 17190 130 40 137.40 115 00 97.37 27187 93 70 87 85 36210 196 60 147.50 105.30 ire.50 68.70 Lomb. Buschtherader E.-B^stcl. Sldchel Behn-Nct. Gotthard-Votzn-Act. Schweirer Nordost.-B^A«t. Mainzer E.-B.-Nct. Marienburger L^B.-Nct. 94.10 8410 21.10 41.40 DtSconto-Lommimd^UMtz. Darmstädter Barrk-Rct. Dresdener vant-Sct. Aordd. Lloyd-Act. Wiener Lankver^Act Oest. «redit-Act. Ital. MMelmeerbab, Act. vorn, Gerichtsvollzieher. 136 301 Ba. «SnigS-Lmnah^Uat. Lenden,. fdt Neues Sauerkraut empfiehl! [759;,] v. Kalkhos. •Hüte Sy* prima Einmachgurken und Weißkraut Bahnhofstrasse 6, nicht mehr Marktstrabe 27, sondern Bahnhofftraste 6. Um Irrthiimer zu verhüten, da vielfach geäußert wird, ich wollte mein Geschäft niederlegen, mache hierdurch bekannt, daß ich nach rote vor den Möbeltransport nach jeder Entfernung hier am Platze sowohl, als im In- und Auslande ohne llmladung unter (Garantie bei Bekanntmachung. (5a. 15 cbm, seither am Nebenbau des Bürgermeisterei - Gebäudes verwendet gewesene, glatt behauene Sandsteine, sowie ein ca. 2 cbm fassendes Reservoir von Eisen sollen Montag den 11. d. M., Nachmittags 3 Uhr, im Hose der Bürgermeisterei versteigert werden. Gießen, den 7. September 1893. Großh. Bürgermeisterei Gießen. M kiltt L Vorstehende Bestimmungen treten alsbald an Stelle des Orts-Statuts vom 18. Mai 1893. Gießen, den 7. September 1893. ><*** --- —____alwaaren - »eschäst detail und en gros gesucht. [7594 Nähere» in der «xped. d. BI. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. Phil. Müller Gießen Aeikgeöolenes. Kelterfchrauben vorräthig bei [7601 (£nrl Hensel, Wallthorstraße. Versteigerung. Samstag den 9. September, 3°'o ReichSonleihe »'/>"/, do. 3»/e Preuß. Lousoltz 3V?/e do. LourSbericht von E. Wasserschieben, Bankgeschäft. Frankfurter Börse vom 7. September 1898. DEUTSCHE ÜW-T" •••'■"."rr» Conlursverfiihrkn. lieber das Vermögen des mit unbekanntem Aufenthaltsorte abwesenden Lehrers Christian Ouftav Johann Ludwig (Kichelmann von Bad-Nauheim ifl am 6. September 1893, Vormittags 8 Uhr, Eoncurs eröffnet worden. Verwalter ist Kaufmann Philipp Müller in Bad- Nauheim. Offener Arrest mit Anzeigefrist und Anmeldefrist bis zum 3. Cctober 1893. Erste Gläubiger - Versammlung und allgemeiner PrüfungStermin: Mittwoch den 11. October 1893, Vormittags IO Uhr. Bad-Nauheim, 6. Septbr. 1893. Großh. Amtsgericht Bad-Nauheim. I. D.: S e l l h e i m, Oberamtsrichter. LamStag den 0. d. Mts. r Familienabend, auf der .Schönen AuSficht". 7583 Der Vorstand. ♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦ billigster Preisberechnung übernehme. Aufträge werden jederzeit angenommen. Das Verpacken von Glas und Porzellan wird mit übernommen. [7598 Phil. Müller, TeufklsMs-irtchkil 26. Gießen. Meiner verehrten Kundschaft zur Nachricht daß ich 22 Ludwigftratzc 22 bi.i lainürtnm br*ituta ölrfe i .4^ iw' tu '.jJttUjcr, dr * Ndtlbt tri tat da lusdtr Loll btt :di 4dnm YilWl • irtlPunjai tr ■ ter kfrrfitnbtt 1*7041, wihtt versteigere ich dahier r a. Neuenweg 2: ca. 80 Raummeter Dannenholz. b. unmittelbar hieran anschließend Markt- Plast 20: 1 Wagen, 1 Ealsa schrank, 1 vollstSn, dige Ladeneinrichtung, 1 Hobelbank, 2 SophaS, verschiedene Schränke, Eommoden, 1 silberne und 1 goldene Taschenuhr, Schmucksachen und andere Sachen. Versteigerung ack afindetvefiimmt, »d b theilwetse statt. vchwtzee-rse 1 Uhr 15 Mtn. 85 20 4*/e Ung. »otd-Nente 99.75 5«/. Ital. Rmte 85.20 y/e Portugtesm 99.85 46/. Srtech. Monopol-»al. 11""1Johannes' Sickert, Architect Johanna Sickert, geb. Drucker Schellfische, EtSpackung, treffen heute Donnerstag ein bet A. * G. Wallenfei*, Einem geehrten Publikum, welches die in der nächsten Umgebung Tie Stunden, wahrend welcher''an Sann, und Festtagen di- Be-^kr „BMg MÜNZeNberg" VVM 12. bis 22. September stattfindenden bie ausschl.ebl.che Manöver zu besuchen gedenkt, zur Nachricht, daß während dieser Zeit Eamptairarbeilin^allen Geschäften auf zwei Stunden unb zwar j,, bfitl GättkN 1)61 RestaUrativN „Zttk BUkg MÜNseNberg" trt von 11 — 1 Uhr Mittags; , . ’ J b. im Uebrigen aus vier Stunden und zwar von 11—3 Uhr Nach- Munzenberg bei Butzbach Bier aus der mittags eingeschränkt und festgesetzt. 7608] Vlädel aller Arten werden auf- polirt, helle Möbel dunkel polirt- Johanne* Müller, Möbelpolirer, | Kanzletberg 5.______________i 7580] Sin älterer, im allgemeinen Maschinenbau erfahrener, selbstständig arbettender ). Wtt'lchc ßudjIifluMung. _______Siidanlage 5. [7411 Schellfische auf Eis höpritt I «VHi yfolfl t-n km lii’ttr öpam nUffi M* N ® arten; trmcht havr, In llvrroffizl fRrfmt h p Wtdn, tt ' 1 6t „ -H'mu ’!# in Ungl ’Jtarn !ana t tdfrn Sie ih ohne l ■■"^tLt um mit 7--i°nn,r «ft'M S । i®“1 »t »i L» f« Das Meisterschafts-System zur praktischen und naturgemäßen Erlernung der sraazäsischea, englischen, italienischen, spanischen, portugiesischen, Holland!- scheu, dänischen, schwedischen, polnischen rnsfischen and böhmischen G-eachäfta- und V mgangaaprache. Eine neue Methode, in 3 Monaten eine Sprache sprechen, schreiben und lesen zu lernen. Zum Selbstunterricht von Dr. Richard 8. Rosenthal Krauzöfisch — Englisch — Spanisch, Polnisch compl- t je 15Lecitonen d l^L Ztalieatsch — Nnsstsch, complct in je 20 Lecttonen 1 1 X Schlüssel hterzn ä 1 vtt 50 Pf. Portugiesisch — Holländisch — Dänisch — Schwedisch — Böhmisch, com- plet in je 10 lecttonen ä 1 jl Probedriefe aller 11 Sprachen ä 50 Pf. aQOOOODOOOOOO Postlagernd 7609 o. P. loi Darmstadt. OOOOOOOO 7581 ] »tu mSdttrte» Almmer per sofort in mtethen gesucht. Offerten mit BrriSangabe an die Erped. d. Bl- erbeten 2. Stock nunmehr wohne. dktreffkutz die iltflflnng brr Sonnim hrnbklssmkrdk. ^31*|l11tiT 1t 1111 ttt lt CVll CfTi^lt In Gemäßheit des S 105b, 2. Absatz und des S U2 der Novelle A1V k VlllllllllU Wk lll XV Vk i II V |l k II zur Gewerbeordnung, betreffend den Arbeiterschutz, vom 1. Juli 1891 wird / hierdurch auf Beschluß der Stadtverordneten-Versammlung vom 14. August , 1893 und mit Genehmigung Großh. Ministeriums des Innern und der )^i4 «lche eine «jidmW S< Der u amma 1. ASHreokef 1 töWwwi 3. tHttaui iM(, shtob d tz ’tn «totzeNälU l"nn;u SWt V Der I Vit< ilttm je I «xxr utrr pcha ♦ Morgen Arettag Add. 9 Nhrr ♦ | Klttersitzung. 7599 ! Teos während der Haupttage vom 16. bis 22. September. Bei zweifel- Iermiethungen. 7596] Kleines LogiS zu vermiethen- _________________________Kirchenplatz 21. 7602] Mittlerer Stock, bestehend aus 3 Zimmern, Küche, Gartenantb. u. sonst. Zub- z. o. Schützenstr. 1 (Reichshalle). 7012| Durch Wegzug des Herrn LandeS- gerichtSrath Pückel Ist die dritte Etage meines HaufeS Nordanlage 31 per alsbald anderweitig zu oermlethen. __Wilhelm Senling. 7589] Ein freundl. LogiS an ruhige Leute zu vermiethen. Licherstratze S. 7587] Eine unmöbltrte Stube zu oer- miethen. 0. Moog, Dammstraße 12. | ......u------U--- ---v---7 ---- ---- --- " ~ ’ —------- ----- Ges in Oberrad" zum Verzapf kommt uud auch in Gebinden ab- » Das türkt x^woera«» - ja:® uat ist oer hn ® Kellnerlehrling gegen Vergütung gesucht. [7592 RLHereA in der «xped. ». Bl. 7597] Tüchtiges Dienstmädchen gesucht.__________________Marktplatz 21. 7611] Ein junges Bürschchen findet BeschSft. i. e. Flaschenbiergrsch. Nähere AuSk. b. Fr. lliittaodargar, SelterSw. 52. 7588] Ein jüngeres reinliches Dienstmädchen wird zum foforttgen Eintritt gesucht.__________________Bleichstratze 12 Gesucht Stelle auf e. Eontor ob. e. Bureau f. e. ehemaligen Lehrer (28 I.) Auskunft erth. 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