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J v7: ißobnung oon $ msarde nebst Zubehät ' per 1. November, n vermtethen^ 1893 Dienstag dm 8. August Erstes Blatt. Nr. 184. Redacteon, Expedition und Druckerei: -chulftrstzeAr.^ Fernsprecher 51. Die Gießener *a«ttte«StLtter nTtbrn dem Anzeiger i ochrntt''» dreimal dcigclegt. Biertrliiihriger Aß»««eme»t5pretL» 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezog«» 2 Mark 50 PI«. Der Gießener Anzeiger erscheint täglich, .eit LuSnahmr de» MontagS. Gießener Anzeiger Kenerat-Mzeiger. rlmtr- und Anzeigeblatt für den Nveis Gieszen. Gießen, den 5. August 1893. B e t r.: Polizeiliche Bestimmungen über Schlafftätten, Wohn- und Aufenthaltsräume in Ziegeleien betc. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen Agg hie Grstzh. vürgermeistereie« de- AfNk». Diejenigen von Ihnen, welche mit Erledigung unserer Verfügung vom 20. v. M. (Kreisblatt Nr. 170) im Rückstände sind, werden hieran mit Frist von 3 Tagen erinnert. I. V.: Dr. Melior. Gießen, den 5. August 1893. Betr.: Die Beiträge zur land, und forstwirthschaftlichen Berufsgenoffenschaft. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Grotzh. Vürgermeistereie« de- Kreises. Obwohl die Beiträge zur land- und forstwirthschaftlichen BerufSgenosienschaft binnen vier Wochen nach Zusendung der Heberegister abgeliefert werden sollen (s. § 20 der V. vom 11. Juli 1888), sind doch noch viele Gemeinden rückständig. Sie wollen die säumigen Gemeinde-Einnehmer veranlasien, die fraglichen Beiträge alsbald an die vorgenannte Berufs- genosienschaft abzuliefern. I. V.: vr. Melior. Deutsches Reich. Jagdschloß WolfSgarten, 5. August. Seine Königliche Hoheit der Großherzog sind zwar noch zu Bett, aber das Allgemeinbefinden läßt nichts zu wünschen übrig. 2vaS den Zustand deS Knies anbelangt, so hat sich ber biß ium 2. August zunehmende seröse Erguß in die Gelenkkapsel fett diesem Tage erheblich vermindert. Berlin, 5. August. Kaiser Wilhelm gedachte am Montag seinen Aufenthalt in Cowes zu beenden und btt Rückreise nach Deutschland anzutreten- im Laufe des Dienstag sieht man seinem Wiedereintreffen in Kiel entgegen, betrübt wurde der diesmalige Erholungsaufenthalt Kaiser Wilhelms auf englischem Boden einigermaßen durch die erschütternde Nachricht von der entsetzlichen Katastrophe, welche sich auf dem Panzerschiffe „Baden" ereignet hat. Bei dem so lebhaften Jntereffe, welches der erlauchte Monarch für seme Marine fort und fort bekundet, traf ihn diese Kunde doppelt schwer und hat er denn auch seine tiefe Teilnahme anläßlich des schweren Unglücksfalles an Bord der „Baden Amtlich«»« Theil. Bekanntmachuua. 64 wirb hiermit jur bffentlichm K-nntn'ß Stacht, daß hi-, «ack S 6 des Reichsgesetzes vom 21. Juni 1887 über Die Naturalleistungen für die bewaffnete Macht im Frieden ermittelten Durchichnitt4markh>rche, °inMchlich eiue4 Aust icklaas von Fünf vom Hundert, pro Monat Juli 1896 für den Lieferungsverband ^eßm pro 100 üx betragen: Hafer X 20.60, Heu X 13.70, Stroh X 7.90. Gießen, den 5. August 1893. Großherzoglicher Kreisamt Gtetzen. I. Dr. Melior. — Der Zollkampf zwischen Deutschland und Rußland hat kaum eine Woche gedauert und schon machen sich Anzeichen geltend, welche auf eine baldige Beilegung dteses wirtschaftlichen Krieges hindeuten. So weiß die Stettiner „Ostsee-Zeitung" zu melden, daß zwischen der deutschen und der russischen Regierung neuerdings Verhandlungen zur Btt- leaung des Zollkrieges und behufs Abschlusses eines Handelsvertrages begonnen hätten, eine Wendung, die man nur nut Genugtuung begrüßen könnte. Die Meldung des genannten Stettiner Blattes gewinnt durch die ihr vorangegangenen Mittheilungen an Wahrscheinlichkeit, denen zufolge an der Newa wieder eine versöhnlichere Stimmung gegen Deutschland Platz gegriffen haben sollte, die sich namentlich tn den ruhigeren Beunheilungen des Zollstreites seitens der Peters- burger Presse bekundet habe. Falls nun wirkltch neue zoll- politische Verhandlungen zwischen Berlin und Petersburg etn- aeleitet worden sind — man wird in den nächsten Tagen hoffentlich Näheres erfahren — so muß allerdings der E^ Wartung Ausdruck gegeben werden, daß Rußland hierbei sich entgegenkommender verhält, als dies bislang der Fall war, daß es sich also zu gleichwerthigen Anerbietungen gegenüber den Zugeständniffen Deutschlands versteht. — Zu der publicirten Mitteilung, daß un preußischen Finanzministerium eine Denkschrift über die Reichssteuer- reform ausgearbeitet wurde, welche der Frankfurter Finanzminifter - Conferenz vorgelegt werden soll, wird der „B. B.-Ztg." geschrieben: Es war vorauszusehen, daß Dr. Miquel mit einer Denkschrift, in der er seme reichen Erfahrungen und Sachkenntnisse niederlegte, die Konferenz der Finanzminister besuchen werde. In dieser Denkschrift sind thatsächlich alle in Betracht kommenden Punkte erwogen, ein fertiger Plan ist aber darin nicht enthalten. Im Gegentheil, die künftige Gestaltung der bezüglichen Dmge ist nur in äußeren Umrissen gekennzeichnet. Nicht uninteressant ist es, daß darin auch Steuerprojecte erörtert sind, deren Einführung wenig Wahrscheinlichkeit für sich hat, tote beispielsweise die Webrsteuer. Es ist anzunehmen, daß gleich dem preußischen Finanzminister auch einige Minister anderer Staaten in ähnlichem Sinne ihre Anschauungen zur Sache schriftlich niederlegten. Auch ist es naturgemäß, daß die einzelnen Landesvertreter mit gewisien Instructionen versehen sind, die sich für oder gegen eine Reihe von Reformvorschlagen, je nach der Popularität, dem Nutzen, resp. Schaden der einzelnen neu einzusührenden Steuern, aussprechen. Das ist ja eben der Zweck der Conferenz, die Dinge nach dieser Richtung zu erklären. Der „Reichsanzeiger" bestätigt, daß die Einfuhr von lebenden Schweinen nach Preußen aus den Contumazanstalten Steinbruch und Bielitz Biala zur sofortigen Abschlachtung unter den gleichen Bedingungen rote die Einfuhr aus Wiener-Neustadt vom 7. August ab ge- ^"^Königsberg, 5. August. Nachrichten aus Petersburg zufolge sind drei vom Kaukasus nach Transkaspien btngtrte Batterien wieder zurückbeordert worden- die in Folge dessen dort frei werdenden drei Batterien sollen nach dem Westen verlegt werden. Kiel, 5. August. Heute Nachmittag 3 Uhr fand unter überaus zahlreicherBetheiiigung die seierliche Bestattung der auf Dem Panjerfchiff „Baden" verunglückten ' statt. In dem Zuge befanden sich Seme Königliche Hoheit Prinz Heinrich, die Admirale Schröder, Knorr, Aichenboru und der Oberpräsident von Steinmann. Am Grabe sprach der katholische Pfarrer Plagge den Segen über den Sar^ Alle Annoncen-Burcaux de» In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen Am heutigen Dienstag also werden die Finanzminister j der größeren deutschen Bundesstaaten in Frankfurt a. M. - zusammentreten, um über die brennend gewordene Frage ' einer Reform der Reichsfinanzen zu berathen. Es untrrltegt schon jetzt nicht dem geringsten Zweifel, daß Herr Dr. Miquel auch in dieser wichtigen Reformfrage die eigentliche treibende Kraft sein wird und daß somit dem künftigen Schatzsecretar des Reiches nur die Aufgabe zufallen dürfte, die von der Frankfurter Ministerconferenz zu erwartenden steuer- und finanzpolitischen Beschlüsse im Spezielleren durchzusühren. Denn bereits ist ja der preußische Finanzminifter mit den Grundzügen seines Planes zur gedeihlichen Umgestaltung der Reichsfinanzen, welcher den Ministerberatungen in Frankfurt zur wesentlichen Unterlage dienen sollen, hervorgetreten, und zweifellos wird Herr Dr. Miquel feinen ganzen Einfluß auf. bieten, um seine Vorschläge wenigstens in ihren wichtigsten Punkten durchzufetzen. Der Grundgedanke der Miquel scheu Reichsfinanzreform ist der, das Verhältmß der Etats der Einzelstaaten zum Reichsetat zu ftabilisiren und zugleich den Einzelstaaten einen festen Antheil an den Reichssteuern zu sichern. Hiermit würden also die verwickelten Finanzverhalt- I niffe zwischen Reich und Einzelstaaten, die Unsicherheit der letzteren über die Summen, die sie vom Reiche empfangen, wie über diejenigen Beträge, welche von ihnen an die Reichs- kaffe zu leisten sind, die Schwierigkeiten der Etatsaufstellung mit deren trügerischen Wahrscheinlichkeitsberechnungen der Einnahmen, die Schrecken unvorhergesehener Nachfordcruiigen und noch manches andere Mißliche beseitigt werden, der Weg aber, um zu diesem Resultate zu gelangen, ist nach Herrn I Miquel ungemein einfach. Es sollen die Matrikularbeitrage I firirt werden und über dieselben hinaus soll den Einzelstaaten I eine jährliche Summe, die dem Durchschnitt der Mehr- I Überweisungen aus den letzten fünf Jahren entspricht, aus I den Reichseinnahmen zugeführt werden, demnach würden die I finanziellen Ansprüche des Reiches an die Einzelstaaten, wie I diejenigen der letzteren an das Reich eine genaue Abgrenzung I auf fünf bis sieben Jahre, die jeweilige Dauer der geplanten I Fixirungsperiode, erfahren. I Sollte die Frankfurter Ministerconferenz an diesem I hauptsächlichsten Characterzug der Miquel'schen Vorschläge I festhalten, so müßte das Reich durchschnittlich jährlich rund I 70 Millionen Mark an Ueberweisungen an die Einzelstaaten I aufbringen, da die fünfjährige Periode von 1888—1893 em I Gesammtplus der Ueberwestungen über die Matrikularbeitrage I von 333 Millionen Mark ergab. Hierzu kämen dann noch I die Kosten des neuen Militärgesetzes im Mindestbetrage von I 60 Millionen Mark jährlich, sowie der Betrag der ebenfalls I im Miquel'schen Reichsfinanzresormplan vorgesehenen ein- I procentigen jährlichen Tilgung der Reichsschuld, welcher auf I rund 20 Millionen Mark zu veranschlagen ist. Es waren I also nach diesem Plane vom Reiche 150 Millionen Mark I neu auszubringen, wozu aber vermutlich noch andere I bleibende Summen kommen würden, welche namentlich aus I den wachsenden Ausgaben infolge der socialpolitischen Gesetz- I gebung u. s. w. resultiren würden und da leicht noch 15 bis I 20 Millionen ausmachten könnten. Auf welchem Wege nun diese beträchtlichen Erfordernisse beschafft werden sollen, das schlummert freilich noch in der Zukunft Schooß. Bereits aber heißt es, der Frankfurter Ministerconferenz würden nicht weniger als zwölf mit dem neuesten Reformplane Dr. Miquels zusammenhängende Steuerprojecte unterbreitet werden, ja, man hört schon bestimmte Andeutungen, wonach in erster Linie angeblich die Tabakfabrikation und die Weinproduction mit als Träger der geplanten neuen Steuern in Aussicht genommen sind, Gerüchte, welche in den betreffenden Erwerbszweigen begreiflicher Weise eine gewisse Erregung hetvorgerufen haben. Jedenfalls werden die am 8. August tn der alten Kaiserstadt am Main zusammentretenden Finanzminister neben der Beratung der Grundzüge des Miquel'schen Planes für die Reform der Reichsfinanzen auch die schwierige Frage der geeignetsten Beschaffung der aus dieser einschneidenden Maßregel erwachsenden Kosten einer ernsten Prüfung unterziehen müssen, und man kann darum auch in letzterer Hinsicht dem Verlause der Frankfurter Ministerberathungen mit Jntereffe entgegensetzen. Hoffentlich werden ihre Ergebniffe derartige sein, daß man von ihnen mit Fug die Herbeiführung jener Gesundung im Organismus der Reichsfinanzen erwarten darf, die ein im Jntereffe des Reiches selbst wie auch in Hinblick auf das finanzpolitische Verhältniß der einzelnen Bundesstaaten zum Reiche durchaus notwendiger Proceß ist. Gratisbeilage: Hretzener Aarnmei Die Finanzreform im Reiche. Gießen, den 29. Juli 1893. Betr.: Die Bildung der Schöffen- und Schwurgerichte. Da8 Großherzogliche Kreisamt Gießen an dte Grvtzh. Bürgermeistereien des «retses. I Wir beauftragen Sie, mit der Ausstellung der I Urlisten der zum Amte eines Schöffen oder Ge- I schworenen bestellbaren Personen zu beginnen und diese Listen nach vorgängiger achttägiger Offenlegung sammt I den etwa erhoben werdenden Reclamationen mit Begleitbericht I spätestens bis zum 15. October l. I an die zu I ständigen Amtsgerichte einzusenden. . I Die Spruchlisten der Geschworenen haben, wie bereits in I unserem Ausschreiben vom 20. April 1885 (Anzeiger Nr. 92) I bemerkt wurde, in mehrfachen Fallen die Namen von Per- I fonen enthalten, welche das 30. LebenSiahr nach nicht vollen- bet oder das 65. bereits überschritten hatten und sind hier- I durch in den Schwurgerichtssitzungen den Fortgang der Verhandlungen hemmende Weiterungen veranlaßt worden. Derartige Vorkommniffe können nur durch eine genaue Beobachtung der hinsichtlich der Ausstellung der Urlisten der Schöffen und Geschworenen bestehenden Bestimmungen ver- mieden werden. Wir machen Ihnen daher die sorgfältigste Beobachtung der Vorschriften in § 1 und 3 der Verordnung | Dom 14. Mai 1879 (Reg.-Bl. S. 213) zur Pflicht. Hiernach sind die in den §§ 32, 33 und 34 des Genchtsver- faffungsgesetzes (s. Reichs-G.-Bl. von 1877, S. 4i) bezeichneten Personen nicht in die Urlisten aufzunehmen, wahrend bei den in § 35 daselbst Genannten der Grund, waruni sie ablehnen können, in der Spalte „Bemerkungen" der Liste anzugeben ist. In allen Fällen, in welchen Zweifel darüber bestehen, ob eine in die Urliste aufzunehmende Person das 30. ober 65. Lebensjahr vollendet habe, wollen Sie sich durch eine Anfrage bei derselben, oder in sonst geeignet scheinender Weise genau über deren Alter vergewissern. Sie dürfen aber auch nicht Personen, welche Sie für ungeeignet jum Amte eines Schöffen ober Geschworenen halten, bei denen aber die gesetzlichen Voraussetzungen vorliegen, aus der Liste weglaffen, z. B. weil sie arm ober zu alt finb. Sie wollen vielmehr biete Personen ebenfalls in bie Lifte aufnetjmen, Ihre Ansicht aber unter „Bemerkungen" ober im Begleit- berichte angeben. „ , Das zur Aufstellung der Listen erforderliche Formular wird Ihnen k. H. zugefandt werden. I. V.: Dr. Melior. «nnahmr von AnzeigkN zu der Nachmittag» für den folgenden Tag erschrinmden Nummer bi» Borm. 10 Ubr eine- katholischen Matrosen, sodann hielt der Marinepfarrer Bier die Gradrede. DaS gemeinsame Grab wurde mit un» zähligen Kränzen bedeckt. Ausland. Wie«. 5. August. Casati, der bekannte Afrikareisende und Freund Emin Paschas, erklärt die Nachricht von der Ermordung LminS durch die Araber für äußerst wahr- fcheinltch. — Seit Sonntag tagt in Zurich der schon längst an« gekündigt gewesene internationale Socialisten-Con- g r e ß. Die hervorragendsten Parteiführer aus der europäischen Socialdemokratie haben sich hierbei ein Stelldichein gegeben, speciell sind von hervorragenden Socialistenführern aus Deutschland die Herren Bebel, Liebknecht und Singer anwesend, wie Schippel-Chemnitz, Schmidt-Limbach usw. Angesichts der Tagesordnung des CongresieS sind auf demselben interessante und bewegte Debatten zu erwarten, aber welterschütternde Beschlüsse wird auch diese jüngste internationale Veranstaltung der Socialdemokratie gewiß nicht zeitigen! Zurich, 5. August. Internationaler Metall- arbettercongreß. Die Berichte auS Deutschland, Belgien und der Schweiz sowie der Bericht aus Oesterreich, welcher die Uneinigkeit unter den Arbeitern beklagt, wurden entgegen« genommen. Rom. 5. August. Wie amtlich versichert wird, wurde bis jetzt in Rom kein Fall von Cholera constatirt. Paris. 5. August. Fünf russische Schiffe, die zur Bildung des MittelmeergeschwaderS auSersehen sind, werden für den 20. August in Toulon erwartet. Eine Abtheilung der russischen Matrosen besucht Paris. Paris, 5. August. Admiral Humann besetzte den Hafen Chantaboon. Im Einverständniß des Generalgouver« neurs von Jndochina und der siamesischen Behörde besetzten die französischen Truppen ebenfalls die Stadt. — Ueber die Bl okade der siamesischen Küste durch die französischen Kriegsschiffe liegen einander direct widersprechende Nachrichten vor. Während „W. T. B." auS Bangkok unter dem 3. August berichtete, daß der Blokade« zustand aufgehoben worden sei, besagt eine Meldung der „Times" auS der siamesischen Hauptstadt vom 4. August, daß er fortdauere- eine Erklärung dieses Widerspruches wäre dringend zu wünschen. Außerdem enthält die erwähnte „TtmeS"«Meldung noch die Andeutung von einem zwischen dem französischen Kanonenboote „Lion" und dem britischen Kreuzer „PallaS" stattgehabten Rencontre, über welchen Borfall nähere Mittheilungen allerdings noch abzuwarten sind. Offenbar trägt aber der Commandant des „Lion" die Schuld an dem Vorgänge, denn er mußte auf Anweisung des Admirals Humann den Befehlshaber der „PallaS", Capitän Macleod, rückhaltlos um Entschuldigung bitten. Es wird versichert, daß nur die Ruhe und Besonnenheit Macleods bei dieser Gelegenheit einen Conflict verhindert habe. Angesichts der Bedenklichkeit derartiger Zwischenfälle ist in der That zu wünschen, daß die Blokade SiamS endlich aufhört, zumal sie ja nunmehr überflüssig geworden ist. London. 5. August. Die Besitzer der Kohlengruben in Northumberland lehnten eS ab, die von den Arbeitern geforderte lÜ'/^procentige Lohnerhöhung zu bewilligen. ES ist noch nicht gewiß, ob die Bergarbeiter in den Aus st and eintreten werden. London. 5. August. Zwischen den Vertretern der Arbeiter und den Vertretern der Bergwerksbesitzer haben die Unter,- Handlungen begonnen, die für die ersten Tage eine B een di« gung deS AuSstandeS in Aussicht stellen. London,5. August. Der Strtke der Bergarbeiter dehnt sich nun auch auf Lancashire auS. ES striken bis jetzt in Wales 35000 Mann. — Die angekündigte Hilfsaction der festländischen Bergleute zu Gunsten ihrer strtkenden englischen Kameraden beginnt. Am Freitag waren in Parts Delegirte der deutschen, französischen, österreichiichen und belgischen ^Bergleute ver« sammelt, welche über den BergmannSstrike in England verhandelten. Die Versammlung faßte einmüthig den Beschluß, mit allen in ihrer Macht stehenden Mitteln die Ausfuhr von Kohlen nach England zu verhindern. PortSmouth. 5. August. Der deutsche Kaiser be« sichtigte heule mit dem Herzog von Dort daS hiesige Arsenal. Zum Empfange waren der Herzog von Connaught und bet commandirende Admiral Lord Clanwilltam anwesend. Seine Majestät inspicirte sodann mit den Herzogen die beiden im Bau befindlichen Kriegsschiffe „Ramillies" und „CreScent" und fuhr darauf mit Extrazug nach Wahle Island, dem Hauptquartier der Schießschule. Nach der Rückkehr nach Portsmouth nahm Se. Majestät mit den Herzogen das Früh« stück bei dem Admiral Clanwilltam ein. Neueste Tlad>rid»tcn» Wolssü telegraphische» (5 orrespondeoz - Bureau. Coburg. 6. August. DaS am 5. d. MtS. Nachmittags über das Befinden des Herzogs Ernst ausgegebene, von Profeffor Gerhardt und den Medictnalrathen Florschütz und Schwerdt unterzeichnete Bulletin constatirt, daß auch im weiteren Verlaufe des SamStag verschiedene Zeichen fort» schreitender Besserung eingetreten sind. Der Herzog konnte bereits für kurze Zeit daS Bett verlaffen. Heute wurde kein Bulletin ausgegeben. Bangkok. 6. August. Meldung des Reuter'schen BureauS. Die französische Flagge ist wieder auf der Insel Kohsichang gehifft worden. Den siamesischen Zollbeamten daselbst wurde gestattet, ihre Posten wieder einzunchmen. Der französische Kreuzer „Forfait" liegt im Hasen von Chautaboun vor Anker. Zwischen dem siamesischen Hofe und der Insel Kohsichang, wo sich der Admiral Humann aufhält, findet ein lebhafter Austausch von Mittheilungen statt. Depeschen deS Bureau „fcerott*. Petersburg. 7. August. Sin Courier, welcher die A nt- wort Rußlands auf die deutschen Vorschläge überbringt, ist bereit« nach Berlin unterwegs. — ES verlautet, die Erhöhung des finnl ändisch en Zolltarifs werd« in den nächsten Tagen erfolgen. CocaUs und LrsVinzrelles, Gieße«. 7. August 1893. * Militardieustuachrichte«. Beyer, Lazarech-Verwalt.« Jnfp. in Gießen, auf seinen Antrag mit Pension in den Ruhestand versetzt, Kury, Lazareth Jnsp. beim Garn.-Lazareth Berlin I, nach Gießen versetzt. Vermißt. Ein seither hier bediensteter älterer Mann auS Rödgen, der sich am vergangenen Donnerstag des Verbrechens gegen § 176 pos. 3 deS R.-Str.-G.-B. schuldig gemacht, ist seit dieser Zeit flüchtig bezw. wird vermuthet, daß er sich ein Leid angethan. *♦ Verhaftet. Gestern Abend mußte ein betrunkenes Frauenzimmer, welches in der Licherftraße Scandal verübte, zur Haft gebracht werden. Folgenschwerer Spaß. Am SamStag Dormiltag beim Frühstück an der Arbeitsstelle im Freien forderte ein Arbeiter feine Kameraden zum sog. französischen Duell auf und als auf mehrmaliges Auffordern einer derselben den Faustkampf mit dem Helden aufnahm, wurde der Herausforderer von seinem Gegner zu Boden geworfen, wobei er einen Knöchelbruch am rechten Bein erlitt, so daß er in die Klinik verbracht werden mußte. Todesfall. Der am 3. d. Mts. plötzlich nach dem Genuß von Wurst erkrankte und alSbald darauf in hiesiger Klinik verstorbene Schreinergeselle Albert Alsleben, seither hier beschäftigt gewesen, ist nicht, wie sich fälschlich Gerüchte verbreitet haben, an den Folgen des GenuffeS von Wurst gestorben, sondern, nach Befund der Leichen - Section, an Rückenmarklähmung und anderen hinzu getretenen Krank- heitSerscheinungen. Zn Amerika verstorbene Heffe«. New-Aork City: Wilhelm Nusbickel, 54 Jahre alt, aus Volxheim (Kreis Alzey). Gustav Cellarius, 33 Jahre alt, Sohn deS Ferdinand CellariuS aus Schotten. Ellen, Frau von Conrad Waldeck, 61 Jahre alt, auS Alsfeld. Jacob Effelborn, 37 Jahre alt, auS Esselborn. Baltimore, Md.: Carl Dittert, 69 Jahre alt, aus Ortenberg. Carl Eckhardt, 72 Jahre alt, aus Nidda. Brooklyn, N. A.: Georg Platt, 85 Jahre alt, aus Beerfelden. *♦ In einer Abhandlung der Rivista militare italiana wird die Sterblichkeit in den verschiedenen Heeren Europas wie folgt angegeben: Spanten 13 auf 1000, Oesterreich 12,27, Italien 11,1, Frankreich 9,2, Rußland 9, Deutschland 5,3. Die Abhandlung beschäftigt sich hauptsächlich mit Betrachtung der in den Kasernen gebräuchlichen Desinfektionsmittel und kommt, unter besonderer Anerkennung der Verdienste deS Generalarztes der Armee, Dr. v. (Soler, zu dem Ergeb« niß, daß Deutschlands Einrichtungen in dieser Hinsicht die besten seien. ______________ Butzbach, 5. August. Im Juli wurden auS dem Landeszuchthause zwölf Verbrecher entlassen, welche ihre Strafe daselbst verbüßt haben. Dieses Dutzend hat zusammen 33 Jahre im Zuchthause zugebracht. Bad-Nauheim, 4. August. Nach der neuesten Gurlifte sind in der letzten Woche 465 Fremde hier angekommen, inSgesammt seit Beginn der Saison bis jetzt 7804 Personen. x Friedberg, 4. August. Die Vorbereitungen für die im October d. I. stattfindende Feier deS 350jährigen Jubiläums der Realschule und deS Progymnasiums, — der ehemaligen Latein- oder Augustinerschule, — sind in vollem Gange. Wie wir hören, ist von dem Comit6, in welchem alle Kreise der hiesigen Bürgerschaft vertreten sind, vorläufig folgendes Programm aufgestellt worden: Am 16. October Abends gesellige Vereinigung mit Festspiel, Vocal- und Jnstrumentalvorträgen, am 17. October Festzug, Schulactus und Festeffen, Abends gesellige Vereinigung, am 18. October Schulspaziergang unter Betheiligung der Eltern und Festgäste. Sicheren Nachrichten zufolge darf einer starken Betheiligung früherer Lehrer und Schüler der Anstalt ent- gegengesehen werden. Friedberg, 4. August. Ein interessanter Prozeß kam unlängst vor dem hiesigen Gericht zur Entscheidung. Die Pächter der Fischerei in dem Usa> und dem Wetterfluß hatten gegen die hiesige Zuckerfabrik Klage erhoben, weil durch die in den Abwässern des Etablissements enthaltenden ätzenden Bestandtheile die Fische in der Usa und der Wetter, wohin die Abwässer geleitet werden, getödtet würden. Der Vorstand der beklagten Fabrik machte dagegen geltend, daß daS allerdings in Masse vorgekommene Absterben der Flußbewohner nicht in den Wirkungen der Fabrikabflüsse seinen Grund habe, vielmehr auf den hohen Salzgehalt des UsawasserS zurückzu- führen sei. In der That wurde auch durch Sachverständige bekundet, daß daS salzreiche Usawasser im Sommer durch die Verdunstung derart mit Salz gesättigt werde, daß ein Süßwasserfisch darin nicht mehr leben könne. Infolgedessen wurden die Kläger abgewiesen. 0. AuS der südöstliche« Wetterau, 6. August. Wenn man mit einem solch kritischen Jahre erster Ordnung — um mit Falb zu reden — wie eS anno 1893 bis dato gewesen, zu kämpfen hat und wobei viele Klagen und Verluste auf der Tagesordnung stehen, dann ist eS dem land- wirthschaftlichen Berichterstatter doppelt erfreulich, sobald er über etwas Gutes und Gelungene- referiren kann. Dies trifft für die Rübenzuckercultur im Kreise Büdingen und die Erfolge der Actienrübenzuckerfabrik Büdingen in Stockheim (Wetterau) zu, über welche nachstehende, möglichst summarisch zusammengesaßte Punkte folgen mögen: DaS Jahr 1892 war heiß und sonnig, somit brachten die Rüben gute Qualitäten mit, sie lieferten durchschnittlich 11% Zucker bei 13% Füllnässe. Mit Verarbeitung der Rüben wurde am 20. September der Anfang gemacht und am 19. December geschlossen. Die RübenzerkleinerungS- campagne hat also genau ein Vierteljahr gedauert. DaS Areal, welches für die Fabrik mit Zuckerrüben pro 1892/93 bestellt war, betrug 3130 Morgen (wir bringen nur runde | Zahlen). Der Morgen ertrug rund: 160 Gentner Rüden- ! für Kaufrüben wurden 1 Mk. pro Gentner gezahlt- soviel I auch anfangs für selbstgewonnenes Product. Vorn 1. No- j vember zahlte die Fabrik 1.05 Mk., vom 16. November 1.10 Mk. pro Gentner an die Aktionäre. An Rohzucker 1 wurde probucirt erstes Probuct: 50,650 Gentner zu einem * Preise von 30 Mk., zweites Probuct: 5894 Gentner ä 29.20 Mk.- britteS Probuct: 1534 Gentner & 31 Mk: eS folgt hieraus, baß baS brüte Probuct, da die Preise gestiegen waren, höher bezahlt wurde, als das erste. AIS Dividende wurden gewähtt: 51 Mark pro Actie, die Herren beziehen gegenwärtig die Dividenden, waS 8%% beträgt. Daß man bei den jetzig« Zeiten mit einem solchen Procentsatze recht zufrieden sein kann, ist selbstverständlich. Diese Zufriedenheit bewirkt, baß bie Voreingenommenheit gegen baS Unternehmen immer mehr schwinbet. Die Verwaltung ist unablässig bemüht, den Anforberungen ber Neuzeit entgegen zu kommen. DaS zeigt ' sich bei ben Fortschritten hinsichtlich der Fabrikmaschinen, bei ber Neueinrichtung betreffs ber Heizung Rinbenbügener Braunkohlen unb jetzt durch bie Anlage einer Trockenanstalt für bie Rübenschnitzel. Die Anlage ist mit 45000 Mark veranschlagt, wirb aber, bis sie fix unb fertig ist, auf 50000 Mk. zu stehen kommen. Den Actionären ist bie Herstellung von getrockneten Schnitzeln in dem laufenben futterarmen Jahre ein großer Dortheil. WaS bie Aussichten für bas laufenbe Jahr hinsichtlich ber Zuckerrüben betrifft, so kann bemerkt werden, baß sich biefe seit bem 11. Juli, an welchem Tage bie feuchte Witterung auftrat, wesentlich gebessert haben. Am schönsten sehen selbstverstänblich biejenlgen Rübenflächen auS, welche zeitig untergebracht unb gut aufgegangen sinb. Aber auch bie später gesäten, ober noch einmal aufgelegten Rüben haben sich gut herauSgemacht unb können bie Einbuße bis Mitte September ziemlich beibringen, wenn bie Witterung einigermaßen günstig bleibt. Ueber bie Arbeitslöhne, welche bie Fabrik zahlt, ist zu bemerken, baß sie sich in ben letzten Jahren gleich blieben, ober nur geringe Schwankungen erlitten. — Der Einfluß beS Rübenbaues auf bie Grunbstücke Wirb immer mehr als ein sehr günstiger bezeichnet. Der Boben bessert sich burch ben tiefgrtinbigen Bau, bie kräftige Düngung unb daS fleißige Behacken. Die nachfolgenden Halmgetreibeculturen liefern quantitativ und qualitativ bessere Ernten, als Grundstücke ohne Rübenproduction. Schließlich ist zu bemerken, daß erst Ende Juli die Aufarbeitung des dritten Produktes vollendet werden konnte. Mit bem 1. August beginnt bie Campagne 1893/94; bie nächsten sechs Wochen werben zur Reinigung ber Maschinen unb Geräthen, sowie zur Jnspicirung der Rübenfelder benutzt. Daß daö Unternehmen mit Zuversicht in bie Zukunft bückt, ist, ba bie Lehrjahre glänzenb bestanden wurden, selbstverständlich. Wir freuen unS aufrichtig, daß sich da- durch Selbsthülfe entstandene Etablissement so trefflich bewährt unb hoffen, baß eS Vielen ein Sporn zum Mitwirken sein unb bleiben soll. Offenbach, 4. August. Mit gutem Humor theilt bie „Offenb. Ztg." mit, man habe hier bie Gründung eine- Anti -Corsett - Vereins in Aussicht genommen , zu welchem insbesondere heirathsfähige junge Männer heran« gezogen werben sollen. Um auf bie junge Damenwelt einen Zwang auszuüben, sollen bie Mitglieber beS Vereins verpflichtet werben, sich um kein junges Mäbchen zu bewerben, das nicht dem scheußlichen Fischbein» bezw. Stahlpanzer abgeschworen habe- junge Damen mit GorsettS sollen Überhaupt nicht berücksichtigt werben. Im Lause ber Wintersaison sollen einige „corsettlose" Bälle veranstaltet unb Miquel soll um bie Einführung einer — ReichScorfettsteuer angegangen werben. Mainz, 4. August. Zur Ausstellung in Chicago hatten bekanntlich eine Anzahl Kellnerinnen, Kellner unb sonstige Personen Stellungen angenommen, in ber Hoffnung, im Lanbe beS Dollars ihr Glück zu machen. Alle biefe Leute ober sinb bitter enttäuscht worben, was aus Briefen hervorgeht, Welche biefelben an ihre Angehörigen gerichtet haben - bie Mäbchen namentlich sollen schrecklich batüber jammern, baß sie sich bethören ließen, biesen Schritt zu thun. Einer ber Engagierten ist vor einigen Tagen wieber zurück- gekehrt - anbere folgen bemnächst, wenn sie in berselben glücklichen Lage sinb, b. h. baS Gelb zur Reise zusammengebracht haben. Oppenheim, 4. August. Eine Racheact der gemeinsten Art wurde in ben Gärten beS Feldschützen Uhrig unb beS SchuhmackermeisterS Stephan Jochem au-geführt, inbem dem ersteren 52 und dem anderen 35 Stück der schönsten Rebstöcke, theilS über ber Erb«, theilS in ber Mine vollstänbig abgeschnitten würben. Die Anzeige würbe sofort erstattet. Der Schaben von ca. 230 Mk. wirb ben Beschäbigten auS ber Gemeinbekasse bezahlt. Som Mai«, 3. August. Einem kleinen Schulmäbchen in einem linkSmainischen Stäbtchen würbe gestern wegen Nicht- auSführung feiner häuslichen Schulaufgaben von feiner Lehrerin Vorhalt gemacht. Unter heftigem Schluchzen be- theuerte naiv bie Kleine, das Schwein habe feine Aufgabe gefressen. Die näheren Nachforschungen über biesen komischen Entschulbigung-grunb führten zu bem Ergebniß, baß da- gewissenhafte Kind bie ,hm als Hausarbeit gegebenen Rechenaufgaben im Hofe auf ber Schiefertafel mit vieler Muhe gelöst hatte. AIS es sich auf einige Augenblick« unter Zurücklassung der Tafel entfernte, kam baS im Hofe umberlaufenbe Schwein herzu, beschnüffelte bie Tafel hOarrf^a4miftafl< Tssytir Ausschr SmlRifttooif) •3» Vonniuac be ” Mttbtau^ »Wlvi) M baue wgm/ng. 11 Bataillon In ____Äaifet . . Krrlii, 5;' hinterlieb .»■ 6ti|tu»>8 * „ wel-de ge tx Kobes ' 0** l!i ■’.» KL Z Spott unH V” * Die i .strto- i . ^hMgen L oelyMn citi frtmbtn, ufl au trettn.N 1 • ®etlt». \ ..taube», tn' Prjnang be« 3X fsMiiN» ^tben KW ,-t» “J fj/fübrung »F v, M-che- 6ttTQL ' fariWn Ralf. 3» lustige 3;n bem MetzgkMi |ü Pfennig! Der nnnn Musiker um ♦ Sesel, 5. « rmrtti Thtil bet ett bie W« UÜ! dadurch getöbtet. • eiTi||bntg ■ntgetbeilt »ttb, i la Unteroffijier Bimerar bei ber ( tag, der zur Zeil UntoSRefliment «eich,ft» am Li genannte Regiment der Setöbtete miti ' Ueber bai. iie ,Stftr>ßtg/ n 'Mittag 3 U6 6tmbn Blitz m Ael dtschästigt wc bal im Ihum bi seinen Lchutz vor ging nach hinten Llsijieren und M übend. Der @efd tai flnwlbt, Pfette ßanb, wur teil ynifltn uni b’ibtT nicht gesuv Krtümmtli wurbi don deren Leichen not bie bei Main Schmer verwundet, Üuzerbem erlitten £tr SnW an Dr c4 den Berichten ttrnüemelien Rör] vA<ä zecheut umö mmor thtilt btt Gründung tinti genommen, zu Männer heran- Damtnwtlt einen des Vereins ütt- ien zu bewerben, Stahlpanzer ab- sollen überhaupt >n Wintersaison und Miquel soll teuer angegangen ;d dergeottinstea n Uhrig und des Ort, indem d « ' schönsten Mte- vollstandiS sosürt erstattet. Beschädigten auS I in Chicago n, Kellner und n der Hoffnung, Alle diese Leute Miesen hervor- gerichtet haben, trüber /*rnz -u thun. Einer wieder zuruS- n derselben gluck- ^usammevgebrachl ° sonnig, rnb. liesm.» M it8erAbM *892,8 £4 Stüben •**; fobiä 1. S,. 1 A»-»dn '"Ä ’ I* h«« toareib Höker *« 94; ötgenwärtig fcj, t6‘" fei« fattn, d«b £ entnter Wj, 6"W, in bti , ^ndenbügenn ' Trockenanslaii i 45000 Marl M Ift, auf 'onaren ist die bcD* laufenden 8 die Aussichten ernibcn betrifft, de« 11. foii, trat, wesentlich ndlich diejenigen und gut aufge- der noch timna! acht und können bringen, wenn i- Ueber die brrnerken, daß 'der nur geringe MbenbaueS aus - sehr günstiger en tiefgründigen Behacken. Die quantitativ und iübenproduction. : Juli die Aus- wnden konnte. 1893/94; die 9 der Maschinen •nftlbtr t/rnujt. Zukunft blick?, ixbm, UWtt» sich das durch trefflich bewähn i Mitwirken sein VX dtt^ 5788] Stetig steigender Absatz seit 1880 verbürgt die Güte des Holländ. Tabak bet«. Seelrer in Seefena H 10Md.fco.SMk. Arbeitsversteigerung Dienstag, IV.September, Nachmittags 2>/r Ubr. zu Leihgestern. sollen auf dem hiesigen Ortsgericht die den Gießen gehörigen Immobilien: veranschlagt zu Cementwaarenlieferung Mirabellen Carl Hofmann i Ober, Schmitten. billig bei [6129] Andr. Euler. ei 770 314 119 79 3 48 107 79 29 49 // // u und löschte die vollendeten Aufgaben mit seinem Rüsiel völlig auS. X ff ft Keilgeöotenes. Baumstützen Auszug aus den Airchendüchern der Stadt Gietzen. Evangelische Gemeinde. Getraute. Markusgemeinde. Den 2. August. Gottlieb Christoph Andreas Starke, Kellner in Trais-Horloff, und Anna Meister, Tochter des verstorbenen Schlossers Christian Meister in Gießen. hinweggeschleudert, zwischen den lobten lagen die brennenden Fetzen der explodirten Kartusche; die KleidungSstiicke der Leichen sowohl wie der noch lebenden Bedienungsmannschaften standen zum größten Theil in Flammen. Sofort wurde Feueralarm geschlagen, die Wafferspritzen in Thätigkeit gesetzt. Mannschaften und Offiziere, unter letzteren auch Prinz Heinrich, der mir Admiral Schröder, dem Commandanten der Baden, und anderen Offizieren den Schießübungen auf der Commando- brücke zugesehen hatte, waren rastlos thätig, den brennenden Mannschaften die Kleider vom Leibe zu reißen, während gleichzeitig die ärztliche Hülssthätigkeit an Ort und Stelle begann. Um 7 Uhr Abends traf das Panzerschiff, die Flagge Halbstock gehißt, im inneren Hafen ein, wo sogleich mit der Ausschiffung und Ueberführung der Todten und Schwer- verwundeten ins Marinelazareth begonnen wurde. Wie das Unglück entstanden ist, darüber ist bisher nichts verlautet. Das Geschoß sitzt noch vor der Mündung im Laufe des Geschützes. * Prag, 5. August. Die jungczechischen Blätter fordern zur Boycottirung eines Cafes auf, dessen Besitzer auf dem Firmenschild eine deutsche Straßenbezeichnung angebracht hat; diese Achterklärung soll sich sogar auf die Besucher des Cafes erstrecken. * Thierbändiger Hagenbeck feu. f. Vorige Woche ist in Hamburg der Gründer der in der ganzen Welt bekannten Thier-Importfirma, Herr Karl Hagenbeck, im Greisenalter gestorben. Der biedere Mann, welcher zu den Patriziern der Hansastadt zählte, war in Hamburg ungemein populär und wurde überall, wo er sich zeigte, lebhaft als „Papa Hagenbeck" begrüßt. Anders wurde er gar nicht angesprochen. Interessant ist, daß der „alte Hagenbeck", wie er selbst oft lächelnd zum Besten gab, seine Thierhandlung mit einem Seehund in einem Wasserbattich gegründet hatte. Aus diesem bescheidenen Anfang entstand die Weltfirma, welche von dem gegenwärtig 49 Jahre alten Sohne des Verblichenen, Herrn Karl Hagenbeck, und dessen Schwester Fräulein Christiana repräsentirt wird, und aus fernen Welttheilen importiert. Um einen Begriff von der Ausdehnung des Geschäftes zu geben, führen wir an, daß Hagenbeck im letzten Jahre 200 Elephanten, 150 Panther, 70 Löwen, 80 Strauße, 300 Giraffen, 1600 verschiedene Reptilien und 40000 exotische Vögel im Handel umsetzte. Citeratur rrnd ICanft — »Deutscher Soldatenhort", illustrtrte Zeitschrift für das deutsche Heer. Herausgeber: General-Lieutenant z.D. H. v. Below, Preis pro Quartal 1.80 Mk. Verlag von Karl Siegismund. Berlin W., Mauerstraße 68. IV. Jahrgang Heft 31 erschien soeben und enthält: AlexandroS, die Türkengeißel. Eine Erzählung aus den Freiheitskriegen Griechenlands. Von Georges Harrtet. Fortsetzung. — Gerollt. Von Hans Nagel von Brawe. Fortsetzung und Schluß. — Bild: General-Lieutenant von Seebeck, commandirender General des X. Armee Corps. (Mit Text.) — Noch eine Heldin aus dem Freiheitskriege. Von H. Dehntng in Celle. — Deutsche Armeegeschichte: Die Bayern im Türkenkriege. Von Jägerhuber, König!, bayer. Major z. D. und Adjutant. Fortsetzung. — Feldmarschall von Keith und seine Sarggenosstn. Ein historisches Gedenkblatt von Max Dtttrtch. — Bild: Dragoner-Posten. (Mit Text.) — Von der deutschen Armee und Marine: Rekruten-Briefe eines alten Invaliden an seinen Sohn. 28. Brief. — Aus fremden Heeren: Aus Grenzwache im fernen Osten. Erlebnisse eines Kosakenoffiziers. — Bild: Der Coloß von Rhodos. (Mit Text.) — Sitten und Gebräuche der Inder. Bon O. v. S. — Bild: Schlecht Wetter. Originalzeichnung von H. Kauffmann. — Vermischtes. — Vaterländische Gedenktage. — Splitter und Funken. — Kameradschaftliches Plauderstündchen. — Briefkasten. Maurerarbeit Dienstag,IS.September, । Dachdeckerarbeit Nachmittags 2stöckigen Hause, Goethestr- 46. neben der Aula, Beletage und Mansarde, je 5 Z. m. oll Zubeh. (Gartenantheil), auf 1. Oct. an ruhige Leute zu oerrnleihen. Zu spr. bis Nachm. '/,4 Uhr. Dr Röse, Löberftraße 5. 6*271 01. Logt» zu vermiettze«. S. 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JtaL Mtttckmeerboh» Lct. 97JJ0 Marienburger E^V.-AN. MiHhum 7. Gelsen. B«gw>Uct. 134.401 tkr. R5ntfl«.8«ureMUL 9150 87.10 22.00 41.00 V8L7 36260 198.00 153.40 W5W 117.40 67 50 9500 Vm4u4«ii kleeee besätet werde«. Tendmz; still. RriWaMnkMtL 4 *L — Frmckfurter ««nk-DtKont 4 ptL RcHctton: 1. Schepda. — Druck und Cer lag der Vrübl'iche^ Druckerei (Fr Ehr. Bietsch) in OHrtui Die beetfgr »«fotzt • Seite».