Ausland. Paris, 5. Juli. Die Gesammtzahl der bei den Ruhestörungen verwundeten Excedenten wird auf 300 geschätzt - unter denselben befinden sich 40 schwer Verwundete, auf Seiten der Polizeiagenten wurden 50 verwundet, darunter 2 lebensgefährlich. Unter den 26 Personen, welche wegen der Ausschreitungen vom Montag 'gerichtlich verfolgt werden, befinden sich nur 5 Studenten. London, 5. Juli. Der großen von der Königin befohlenen Gala-Vorstellung im Conventgarden-Opernhaus zu Ehren des Brautpaares, des Herzogs von Aork und der Prinzessin von Teck, wohnten bei der König und die Königin von Dänemark, der Großfürst-Thronfolger von Rußland, die Großherzöge von Hessen und Mecklenburg-Strelitz, der Herzog Ernst von Sachsen-Coburg-Gotha, das Brautpaar, der Prinz und die Prinzessin 'von Wales, die Herzöge von Edinburg, Connaught und Fife mit ihren Gemahlinnen, sowie Prinz und Prinzessin Christian zu Schleswig-Holstein-Sonderburg- Augustenburg, Prinz und Prinzessin Heinrich von Battenberg und andere königliche Gäste. Das mit Tausenden von Rosenbouquets und anderen herrlichen Blumen geschmückte HauS bot mit den glänzenden Uniformen und Damentoiletten einen prächtigen Anblick. Gounods „Romeo und Julia" wurde Canaljauche zu heben und ins Meer zu befördern. In Hastings benutzt man die Wärme, um das für die Besprengung der Straßen nothwendige Seewasser in die Reservoire zu pumpen. In Blackpool setzt man durch die Destructor- gase einen electrischen Tramway in Bewegung und in Blackburn will man mit der gewonnenen Kraft die Webestühle einer Baumwollenspinnerei electrisch treiben. Endlich ist vorgeschlagen worden, in die Cells Retorten einzusetzen, um durch trockene Destillation des Sielschlamms Leuchtgas zu erzeugen. Die Heizung soll durch Verbrennung des Mülls geliefert werden. Im Ganzen ist der Destructor in 47 englischen und amerikanischen Städten tm Gebrauch. Zusammen enthalten diese Oefen 238 Cells. Für die mehr als 30 Stadtvastries Londons wird die Einführung des Destructors innerhalb einiger Jahre laut Gesetz angeordnet. Uebrigens haben sich auch deutsche Ingenieure mit der Frage der Müllverbrennung befaßt und verschiedene Con- structionen geliefert, von denen der Verbrennungsofen von Herzberg und Bockhecker und der Müllofen von Lönfoldt mit Sturzflammen - Feuerung und Pendelstab - Korbroft genannt werden mögen. Außer in Berlin hat sich die Müllverbrennung auch in Wien, Nürnberg und Danzig Anhänger erworben. In München sollen die in der Canaljauche schwebenden festen Bestandtheile von größerem Umfange verbrannt werden. Ebenso ist in Aachen die Müllverbrennung in Aussicht genommen worden. Schließlich wird in Hamburg eine Versuchsanlage geplant, für die vom Senat bereits 60,000 Mk. auf den Haushaltsetat gesetzt worden sind. Die Einführung von Müllverbrennungsöfen in den Großstädten ist nur noch eine Frage der Zeit. Wenn sich die Verwaltungsbehörden der Großstädte zu ihrer Erbauung entschlossen haben werden, dann wird ein neuer machtvoller Factor geschaffen worden sein, der das gesundheitliche Wohlergehen der Bevölkerung befördert und hebt. '3. JL » 20. I 5832 3 87. * Mw. 36288.55 154546.70 186276.23 377111.48 13680.40 32850.— 450.— 5088.77 30385.64 _ 2633,15 462199.44 451376.85 577.57 1541.02 ' 8704.- 46219U4 41 2 2 - 41 Henrich, Gontroleur. [5993 tn lebt, Samstag den 8. Juli )tr. 158 1893 Gießener Anzeiger Kenerat-Anzeiger. Siebaction, Exprbiti?» und Druckerei: Kchukfira^c Ar.7. Fernsprecher 51. Die Gießener M«»irienblälter »erben bcm Anzeiger »öchenUich b reim al beigelegt. Vierteljähriger AöonnementrprelL» 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. " Durch bie Post bezöge» 2 Mark 50 Pfg. Der Oleßeuer Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme beS Montags. Amts- und Anzeigeblutt für den Aireis Gieren. chratisöeitage: Gießener Kamilienölatter Annahme von Anzeigen zu ber Nachmittags für ben folgenben Tag erfdjeinenben Nummer bis Vorm. 10 Uhr. Alle Annoncen-Bureaux beS In- unb AuSlanbeS nehmen Anzeigen für ben „Gießener Anzeiger" entgegen. Amtlicher Theil. Gießen, den 5. Juli 1893. Betr.: Den Termin für die Einsendung der Gemeinderech- nungen pro 1892/93. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Grotzh. Bürgermeistereien de» Kreise-. Unter Bezugnahme auf unser Ausschreiben von 11. Juni 1885 — Amtsblatt Nr. 4 — beauftragen wir Sie, sobald der Gemeinde-Einnehmer die Rechnung für 1892/93 an Sie abgeliefert hat, uns hiervon Anzeige zu erstatten. Sofern der für die Ablieferung bestimmte späteste Termin — Ende September — von dem Rechner nicht eingehalten werden sollte, haben Sie uns am 1. October dieserhalb zu berichten. v. Gagern. Gießen, den 5. Juli 1893. Detr.: Den Termin für die Einsendung der Kirchenrechnungen pro 1892/93 und bezw. 1890/93. Das Grobherzogliche Kreisamt Gietzeu an die evang. Kirchenvorstände des Kreises. Der späteste Termin für die Ablieferung der Kirchenrechnung an Sie ist auf Ende August festgesetzt. Da dieser Termin vielfach seitens der Rechner nicht eingehalten worden ist, beauftragen wir Sie, uns die erfolgte Abgabe bis zum 1. September l. I. anzuzeigen, event. zu berichten, daß der Ablieferungstermin vom Kirchenrechner nicht eingehalten wurde. Mit dieser Anzeige ist gleichzeitig der Nachweis über den an den evang. Centralkirchenfonds abzuliefernden lieber» schuß des Einkommens ber Pfarrstelle einzusenden. Der aufzustellende Nachweis des Ueberschuffes muß genau der Vorschrift des Amtsblattes Großh. Ober - Consistoriums Nr. 14 vom 17. Juni 1884 entsprechen. Wir machen endlich noch besonders darauf aufmerksam, daß die Filialgemeinden, welche ihre Gehaltstheile an den Kirchensonds der Psarrgemeinde abzuliefern haben, von Aufstellung und Vorlage des obenerwähnten Nachweises entbunden sind. v. Gagern. Gießen, am L Juli 1893. : Betreffend: Maßregeln zur Unterdrückung des Milzbrandes in der Wetterau. | Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Grotzherzoglichen Bürgermeistereien Allendorf a.d.Lahn, 1 Bellersheim, Bettenhausen, Birklar, Dorf-Gill, Eberstadt, . Grotzen-Linden, Grüningen, Holzheim, Hungen, Inheiden, Klein-Linden, Langd, Lang-Göns, Langsdorf, Leihgestern, [ Lich, Muschenheim, Obbornhofen, Ober-Hörgern, Raberts» hausen, Rodheim, Steinheim, Trais-Horloff und Utphe- Sie werden, insoweit Sie noch im Rückstände sind, an 5 baldige Einsendung der in unserem Ausschreiben vom 23. August * 1880 — Anzeiger Nr. 201 — vorgeschriebenen Tabelle nach । dem unten abgedruckten Muster über die in dem letzten halben • Jahre crepirten Thiere erinnert, wobei namentlich in der Spalte „Bemerkungen" die Angabe über die Krankheit des ! Thieres und die Art der Beseitigung des Cadavers nicht zu [ vergessen ist. i v. Gagern. Tabelle \ über die in der Gemeinde........vom .... 18 . bis .... 18 . . crepirten oder getödteten Thiere. j i i i । Namen der Besitzer Der krepirten oder getödteten Thiere I eß : T t ' c 'S 5 "1 z Bemerkungen über Krankheit, wenn solche durch den Thierarzt festgestellt ist, sowie über die Art der Beseitigung der Ca- daver. Deutsches Reich. Berlin, 6. Juli. Die abgelaufene Woche wies zwei einander unmittelbar folgende wichtige Actionen parlamentarischen Characters in ihrem Schooße auf: die Reichstagseröffnung am Dienstag und den Schluß des preußischen Landtages am Mittwoch. Die Bedeutung beider Ereignisse bekundete sich schon äußerlich dadurch, daß sowohl die Eröffnung des neugewählten deutschen Parlaments als auch die Verabschiedung der preußischen Landstände vom Kaiser in Person vollzogen wurde. Die Thronrede zur Eröffnung des Reichstages war lediglich der Militärvorlage gewidmet, sieht man von dem kurzen, aber erfreulichen Passus über die befriedigenden auswärtigen Beziehungen Deutschlands ab. Nochmals betont die kaiserliche Kundgebung die Noth- wendigkeit der weiteren Stärkung der deutschen Wehrmacht und tritt für diese Forderung mit einer Wärme der Ueber- zeugung ein, welche selbst in den Kreisen der Gegner der Heeresresorm Würdigung findet. Einen besonderen Eindruck weit über die parlamentarische Arena hinaus haben auch die herzgewinnenden Worte gemacht, welche Kaiser Wilhelm ganz aus eigenem Antriebe der eigentlichen Thronrede folgen ließ. Mit der fatalen Deckungßfrage findet sich die Rede durch den Hinweis darauf ab, daß die betreffenden Vorlagen dem Reichstage zu seiner nächsten Wintersession zugehen würden. Ob sich nicht der Reichskanzler seine Stellung in der Militärsrage erleichtert hätte, wenn schon in der Thronrede bestimmtere Mittheilungen über die Deckung der neuen Militärkosten enthalten gewesen wären, dies dürften wohl die Reichstagßver- handlungen lehren. mtucns r 1838 gegründeten, bei heit bietenden Ick» in rverfichttM__ t unb !«° dmch d-» itlage 45. * senden Mbchnzüge. «dfa-rt. r Feuilleton. Eine Großstadtptage. Von Theo Seelmann. (Schluß.) Was aber soll dann aus diesen Ansammlungen werden? „Wohlthätig ist des Feuers Macht," sang der selige Schiller, und wohlthätig hat sich auch wieder einmal des Feuers Macht bei der hier in Betracht kommenden Frage erwiesen. Schon seit einer Reihe von Jahren hat eine Anzahl von englischen Städten die Praxis verfolgt, die aufgelhürmten Müllhaufen durch Feuer zu vernichten. Allein so richtig der Gedanke war, so mangelhaft war doch die Verbrennung selbst, da nur die leichter verbrennbaren Stoffe ein Raub der Flammen wurden, während schwerer verbrennbare Bestandtheile kaum ergriffen wurden. Dieser Uebelstand wurde für die englischen Ingenieure Veranlassung, auf die Constructiorr von Oefen zu sinnen, die eine vollständige Verbrennung der Abfuhrstoffe ermöglichten. Nach einigen weniger guten Versuchen gelang die Lösung des Problems Alfred Frher. Fryers Ofen führt den Namen „Destructor". Der „Destructor" stellt ein rechteckiges Mauerwerk dar, dessen Höhe meist 15 Meter beträgt. Der Destructor zerfällt in eine Gruppe von zellenförmigen Oefen, den Cells, die mit einem hohen Schornstein zur Ableitung der Verbrennungsproducte in Verbindung stehen. Das Gebäude wird oben durch eine Plattform abgeschlossen, zu der eine Rampe für die Müllwagen emporführt. Auf der Plattform befindet sich für jede einzelne Sett eine Oeffnung, in die die Abfuhrstoffe geschüttet werden. Sie fallen zuerst durch einen kurzen senkrechten Schacht auf eine nach abwärts geneigte Ebene, von wo sie auf eine sanfter geneigte Fläche gleiten und endlich auf den Rost gelangen. Um den Destructor in Betrieb zu setzen, genügt es, daß einmal unter den Cells ein Kohlenfeuer angezündet wird, das die ersten Müllportionen schnell austrocknet und dann verbrennt. Von da liefert der nachrutschende Kehricht selbst das Feuerungsmaterial, so daß der Ofen die ganze Woche hindurch ununterbrochen brennt. Zur Bedienung des De- structors gehören nur zwei Arbeiter, von denen der eine den Kehrichtzugang von der Plattform aus in die Oeffnungen schiebt, während der andere die Schlacken von Zeit zu Zeit aus dem Ofen entfernt. Die Kosten für den Destructor hängen ab von den Kosten für den Baugrund und die Fundamentirungsarbeiten. Deßhalb schwanken sie auch in den einzelnen Städten beträchtlich. Während sie sich abzüglich des Terrains und der Verzinsung in Bradford auf 5000 Mk. pro Cell belaufen, erreichen sie in Nottingham die Höhe von 31,800 Mk. Die Betriebskosten pro Tonne verbrannten Mülls werden durchschnittlich auf 1 Mk. berechnet. Jede Cell verbrennt in der Woche, wenn Tag und Nacht gearbeitet wird, 25—35 Tonnen Müll. In England werden gegenwärtig jährlich 500,000 Tonnen Müll durch die Destructors verbrannt. Die Verbrennungsrückstände betragen durchschnittlich gegen 30 Procent des verbrannten Mülls, die theils als Straßengrund und Mörtel verwandt, theils zu Pflaster- und Mauersteinen gearbeitet werden. Eine Rauchbelästigung ist nach Einschaltung der Rauchverzehrer nicht wahrnehmbar, ebensowenig findet die Verbreitung von üblem Geruch statt. Beispielsweise ist der Destructor des bekannten Londoner Stadttheils Whiteshapel inmitten dieses dicht bevölkerten Quartiers erbaut, ohne daß die Anwohner irgendwie belästigt wurden. Dagegen liefert die durch den Ofen entwickelte Hitze eine äußerst ausnutzbare Kraftquelle. Englische Ingenieure nehmen an, daß eine Tonne Müll durchschnittlich pro Tag einer halben Pferdekraft gleichkommt, so daß die zur Zeit in England in Betrieb gesetzten Destructors täglich 1000 Pferdekräfte zur Verfügung stellen. An fast allen Orten wird darum die Hitze der Oefen zum Heizen von Dampfmaschinen ausgebeutet. Mit ihrer Hilfe werden Pumpen und Mörtelmühlen, Elevatoren und Dynamos getrieben. In Southampton ist die vom Destructor in Bewegung gesetzte Dynamomaschine kräftig genug, um 200 Glühlampen zu speisen und täglich mehr als 2*/4 Millionen Liter vortrefflich ausgeführt, die ganze Festlichkeit verlief auf das GlSnz-^Ne. 5 guü Die „Nowoje Wremja^ erfährt, daß vorgestern um 4 Uhr Nachmittags der frühere Semmarn Ghiazintow, 25 Jahre alt, kränklichen Aussehen» und auf Krücken gehend, in ZarSkoie Selo tn der Billa des Ober- vrocureurS des hl. Synode, PobedonoSzew, erschien und den« selben zu sprechen wünschte. AlS PobedonoSzew erschien, machte Ghiazintow den Versuch, ihm einen Messerstich zu versetzen, wurde aber sogleich von einem Diener am Arme gepackt und in ein Zimmer eingesperrt. AlS die Polizei erschien, erklärte der Attentäter, er habe nur zufälligerweise mit dem Taschentuch daS Messer auS der Tasche gezogen, und dies habe so geschienen, als ob er stechen wollte. Spater sagte Ghiazintow auS, er habe dem Oberprocureur nur Furcht einflößen wollen. Die Untersuchung ist eingeleltet worden. Neueste NachrLchte«. WolffS telegraphische« Lorrespondenr-Bureau. Berlin, 6. Juli. Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht einen Erlaß deS ArbeitSministers an die Eisenbahndirectionen, wonach außer den bereits genehmigten Frachtermäßigungen für Torfstreu und Futtermittel ferner in Aussicht genommen ist: für besonders hart betroffene Kreise eine weitere Frachtermäßigung um 25 Procent, die auf Re- clamation der Empfänger zurückerstattet wird, wenn nachgewiesen ist, daß die bezogenen Streu- und Futtermittel m dem landwirthschaftlichen Betriebe deS Empfängers Ver- Wendung finden. Trier, 6. Juli. DaS Ersuchen der rheinischen Abgeordneten, die Katsermanöver wegen der Futternoth nicht abzuhalten, haben General Los und Oberpräsident Nasse abschlägig beschieden. Paris, 6. Juli. Die zur Place de la Republique führenden Straßen sind von einer dichten Menschen« menge besetzt, die sich besonders in den Boulevards Richard Lenoir und Voltaire anhäuft. Polizei und Militär ist 'zahlreich aufgeboten. Die Menge verhielt sich ruhig, hie und da kamen wohl Zusammenstöße mit der Polizei vor, die in» dessen belanglos waren. Bei einem Zusammenstoß in der Nähe der Arbeitsbörse wurden mehrere Personen verhaftet, eine verwundet. London, 6. Juli. Anläßlich der Vermählung deS Herzogs von Uork sind die öffentlichen Gebäude und Hauptstraßen prächtig geschmückt, besonders die Straßen, welche der Hochzeitszug passirt. Der Weg von der City zum Buckingham-Palast ist von einer dicht gedrängten, freudig erregten Menschenmenge erfüllt. DaS Wetter ist schön. London, 6. Juli. Nach Beendigung der kirchlichen Feier begaben sich die Königin, die übrigen Fürstlichkeiten, Prinzen und Prinzessinnen mit dem neuvermählten Paare zum Dejeuner nach dem Buckingham - Palast zurück. Nach dem Dejeuner traten die Königin, daS neuvermählte Paar und der Vater der Braut auf den Balcon, woselbst sie, von der dichtgedrängten Menge stürmisch begrüßt, mehrere Minuten verweilten. Der Feierlichkeit in der Sr. James-Kapelle wohnten unter Anderen auch der Premierminister Gladstone und Gemahlin bei. Der Hochzeitszug vom Buckingham Palast und dem PalaiS des Prinzen von Wales zur Königlichen St. James Kapelle gestaltete sich zu einem glänzenden Schauspiel. Eine unübersehbare Menschenmenge halte alle Plätze besetzt, von denen sich ein Blick auf den Zug der königlichen Wagen mit der glänzenden Garde-Cürassier Eskorte bot. Auf dem ganzen Wege wurden die Fürstlichkeiten, vor allem die Prinzessin Mary von Teck auf daS Lebhafteste begrüßt. Die St. JameS Kapelle bot während der HochzeitSfeierlichkeir einen äußerst glänzenden Anblick- die Herren waren zumeist in großer Uniform, die Damen in den kostbarsten Gala-Toiletten erschienen- die indischen Prinzen trugen prächtige, mit Edelsteinen bedeckte Eostüme. Der Herzog von Uork, der Prinz von Wales und der russische Großfürst-Thronfolger hatten Marineuniform augelegt. London, 6. Juli. Der Herzog und die Herzogin von Uork begaben sich bald nach 5 Uhr vom Bahnhofe Liverpool-Street nach Sandvingham, woselbst das neuvermählte Paar die nächsten Wochen zu verleben gedenkt. Vom Buckingham-Palast bis zum Bahnhofe legten die Herr- fchaften den Weg in offenem Wagen zurück und wurden überall von überaus sympathischen Kundgebungen begleitet. London, 6. Juli. Das „Bureau Reuter" meldet auS Honolulu vom 28. Juni: Eine Verschwörung von Royalisten, welche durch Dynamit eine Katastrophe herbei- sühren wollten, wurde durch die Verhaftung dreier Engländer vereitelt. Die Verschwörer beabsichtigten, vom Regierungs« gebäudc Besitz zu ergreifen und die Regierung zu stürzen. Unter den Verschwörern befinden sich neun frühere CabinetS- Mitglieder. Depeschen deS Bureau .Herold". Berlin, 6. Juli. Die zweite Lesung der Militärvorlage findet wahrscheinlich Ende nächster Woche statt, vor- her werden Anträge ayS dem Hause berathen. DaS Centrum besteht darauf, am Mittwoch den Antrag auf Zulaffung der Jesuiten in Deutschland zu berathen. Die CenrrumSsraction de« Reichstags hat eine Reihe von Anträgen socialpolitischer Natur, namentlich zur Gewerbe- und ConcurSordnung, ein- gebracht. Die Nationalliberalen Osann und Gcnoffen haben im Reichstage den Antrag eingebracht, in Anbetracht der herrschenden Fntternoth die Manöver in den hcimgesuchten Gegenden möglichst zu beschränken, ferner einen Antrag auf Reform der Militärgerichtsbarkeit in Aussicht genommen. Berlin, 6. Juli. DieReich^tagSfractionen hielten heute fämmtlich Sitzungen, worin über die Militärvorlage beschloffen und die Redner für die erste Lesung bestimmt wurden. Bon jeder Partei soll ein Redner sprechen. Berlin, 7. Juli. Die ReichßtagSsraction der Polen soll sich gestern nach fünfstündiger Berathung für die Bewilligung der Militärvorlage entschieden haben. Berlin 7. Juli. Sieben AbtbeUungen haben sich im Reichstag constituirt. Die Vorsitzenden derselben sind: Auer, LangerhanS, v. Unruhe-Bomst, vr. Lieber, Graf Kamtz, Graf Hompesch und Bennigsen. . — Vom Centrum werden außer dem Prinzen Aren- berg und Decan Lender noch eine Anzahl weiterer Mitglieder für die Militärvorlage stimmen oder der Abstimmung fernbleiben. . ,, Berlin, 6. Juli. Die Bureauangestellten von Berlin haben in einer Versammlung beschloss-n, an den Reichstag und den Bundesrath eine Petition zu senden, worin die gesetzliche Regelung der Arbeitsverhältniffe in ihrem Berufe, vollständige Sonntagsruhe, Regelung des Lehrlings- wesens und der Achtstundentag gefordert wird. Paris, 7. Juli. Die Schließung der ArbeitS- börse erregt ungeheures Aufsehen. Dupuy hatte zuvor erklärt, er werde dieselbe nicht auf das Gutachten des StaatsrarheS hin schließen. Eine Interpellation ist für SamStag wahrscheinlich. Peytral sagte, in der Arbeitsbörse befände sich eine Niederlage von Waffen und Sprengstoffen. Vaillant begab sich zum-Seinepräfecten und protestirte gegen die Schließung der Arbeitsbörse, ohne aber etwas zu erreichen. Die Straßen sind wenig belebt, auf dem Boulevard St. Michel und St. Germain herrscht mehr Leben. Die Polizei gab Befehl, die Terraffen vor den Cafe- zu räumen. Es ereignete sich kein Zwischenfall. Worauf erstreckt und beschränkt stch die staatliche Hilfe in der Nothstandsvorlage? Wer den Anfang und die Bedeutung des infolge der anhaltenden Dürre eingetretenen und weiter zu befürchtenden NothstandS zu ermessen sich bemüht, wird Einsehen, daß die umfaffendsten staatlichen Maßregeln nicht ausreichen, um alle Noth zu beseitigen. Die wichtigsten Mittel liegen zweifellos auf dem Gebiete der Selbsthilfe, und in dieser Beziehung wurden ja beherzigenswerthe Rathschläge bereits veröffentlicht. Es mag hier nur nochmals daran erinnert werden, wie wichtig die Stoppelsaaten zur Gewinnung von Futter für den Herbst und für das nächste Frühjahr sind. Jndeffen begegnet die Selbsthilfe grade beim Kleingrundbesitz, mit dem wir im Großherzogthum Heffen fast ausschließlich zu rechnen haben, oft und vielleicht gerade in der gegenwärtigen Nothlage mehr als sonst, recht erheblichen Schwierigkeiten und Hindernissen, zu deren Beseitigung der Staat seine Hilfe angeboten hat. Wir glauben als wichtigsten Grundsatz feststellen zu sollen, daß die Staatshilfe sich darauf beschränkt, die Selbsthilfe zu unterstützen, sie recht wirksam zu gestalten und die ihr entgegenstehenden Hindernisse zu beseitigen. Dabei hat die Allgemeinheit ihr Interesse insofern zu wahren, als sie bestrebt sein muß, zu verhindern, daß einerseits die Viehbestände, die einen sehr erheblichen Theil des Volksvermögens ausmachen, und mit Rücksicht auf die Volksernährung von sehr maßgebender Bedeutung sind, nicht verschleudert werden, anderseits nicht eine Ausbeutung der Noth stattfinde. Ersteres wird erreicht, indem für die Erhaltung der Viehbestände die nöthlgen Hilfsmittel (Futter und Streu) beschafft werden. Der letztere Zweck wird durch Ankauf der hierbei in Betracht kommenden landwirthschaftlichen Rohmaterialien im Großen und Abgabe derselben an die Landwirthe zum Selbstkostenpreise erreicht. Daß schließlich die staatliche Hilfe nach Möglichkeit an Stelle der Selbsthilfe da eintreten muß, wo letztere nur in unvollkommenem Maße oder gar nicht mehr in Wirksamkeit treten kann, ist durchaus begründet. In diesem Sinne sind umfassende staatliche Maßregeln eingeleitet. Ein wesentlicher Theil dieser Maßregeln hat die Beschaffung der für Erhaltung des Viehstandes erforderlichen Futter- und Streumittel zum Gegenstände. Es sollen aus den Staatswaldungen nicht nur außergewöhnliche Streumengen zur halben Taxe abgegeben, sondern auch ihre Futterquellen den Viehbesitzern zur Verfügung gestellt werden. Wir verweisen in dieser Beziehung auf die Seitens des Großh. Ministeriums der Finanzen, Abtheilung für Forst- und Cameral- verwaltung, getroffenen Anordnungen. Jndeffen werden auch selbst bei der denkbar stärksten Inanspruchnahme des Waldes die bestehenden Bedürfnisse nur zum kleinen Theile Befriedigung finden können. Es ist also noch Zukauf von Streu- und Futtermitteln in erheblichem Umfange nothwendig. Der einzelne, namentlich der kleinere Betriebsunternehmer, kann diesen Ankauf entweder gar nicht oder doch nur sehr unvortheilhaft besorgen. Auch liegt die Gefahr der Ausbeutung der Nothlage entschieden vor. Würden überall zum Zwecke des gemeinsamen Ankaufs Genoffenschasten (landw. Consumvereine) bestehen, so würden nach dieser Seite hin der staatlichen Hilfe wesentliche Aufgaben kaum erwachsen. Wir haben aber in der augenblicklichen Nothlage mit der Thatsache zu rechnen, daß die landw. Consumvereine, so auS- gebreitet sie im Großherzogthum sind, noch bei Weitem nicht überall bestehen. Hier ist also das Eingreifen der Allgemeinheit geboten, indem die erforderlichen Streu« und Futtermittel durch den Staat im Großen angekauft und an die Landwirthe zum Selbstkostenpreise -abgegeben werden. In Betracht kommen bei diesen Ankäufen von Streumitteln nur die Torf- ftreu, von Futtermitteln die gebräuchlichsten und geeignetsten Kraftfuttermittel, wie Mais, Palmkernmehl, Baumwollsaatmehl und Erdnußmehl. Nimmt man an, daß bei thunlichster Vermeidung bezw. Einschränkung der Strohstreu die vor- räthigen und zu erntenden Slrohmengen im Großherzogthum auSreichen werden, um den Magen der Thiere auszufüllen, also den Bedarf an Rauhfutter zu decken, so kann, eine genügende Anwendung von Kraftfutter vorausgesetzt, vom Ankauf von Heu vorerst abgesehen werden. Besonders wirksam wird die Selbsthilfe sich durch dem Anbau von Stoppelfutter für den Herbst und von zeitigem Frühjahrsfutter für 1894 zu betätigen haben. Sehr zu beachten wird dabei sein, daß auf einen guten Ertrag dieser Futterfelder nur gerechnet werden kann, wenn, abgesehen natürlich von der zum Aufgehen erforderlichen Feuchtigkeit, der Boden sehr reich ist an leichtlöslichen Pflanzennährstoffen. Die Anwendung von Jauche und von künstlichen Düngemitteln ist daher unbedingt nothwendig. Nun handelt es sich sowohl bei den Sämereien, als auch bei den künstlichen Düngmitteln darum, daß sie zur Stelle sind, wenn die Stoppeln frei geworden und ein Niederschlag das Gelingen der Saaten erhoffen läßt. Die staatliche Hülfe greift daher auch nach dieser Richtung ern, indem die zum Anbau von Stoppelfutterpflanzen erforderlichen Sämereien und künstlichen Düngemittel im großen angekaust und an die Landwirthe zum Selbstkostenpreise abgegeben werden. Es ist nun wahrscheinlich, daß gerade zur Zeit deS NothstandS die Capitalkraft mancher Landwirthe derart geschwächt ist, daß die daare Zahlung für die staatlich be- schäften Rohmaterialien nicht erfolgen kann. ES sollen daher in derartigen Fällen nach Prüfung der in Betracht kommenden Verhältnisse die zu zahlenden Beträge unter Bürgschaft der Gemeinden gestundet werden, und zwar bis zum 1. December 1894 unverzinslich und von da ab gegen Berechnung eines bis zu zwei pCt. zu ermäßigenden ZinseS. Selbstverständlich muß die Creditgewährung auf die Fälle der thatsächlichen Bedürftigkeit beschränkt werden, damit die Gelder zu weiteren Operationen Verwendung finden können. Endlich sind auch Fälle der äußersten Noth denkbar, in welchen die Existenz durch die oben beschriebenen Maßregeln allein nicht geschützt werden kann, in welchen die Rückzahlung deS vollen oder selbst eines ermäßigten Preises nicht möglich erscheint. Obwohl im allgemeinen an dem Grundsätze festgehalten werden muß, daß der Staat keine Geschenke geben soll, so wird in Fällen dieser Art, welche selbstredend einer eingehenden Prüfung hedürfen, daS Maß der staatlichen Beihilfe doch weiter zu gehen haben, indem der Preis der bezogenen landw. Rohstoffe theilweise oder selbst ganz erlassen wird. Darmst. Ztg. Localer und provrirzteller. Gieße«, 7. Juli 1898. * ♦ Concerthaus Lahostein. Das erste AbonnementS- Concert des Kruse 'scheu Quartetts findet nun bestimmt am Freitag den 14. Juli Abends 8 Uhr statt. [6052 • * Verhaftet. Ein berüchtigter Dieb auS Königsberg, welcher schon oft mit dem Zuchthaus Bekanntschaft gemacht, wurde gestern wieder wegen Diebstahl verhaftet, wobei er sich auf der Straße grober Majestätsbeleidigung schuldig machte. • * Eine allgemeine Prüfung im Finanzfach und de« technifcheu Fächern beginnt am Donnerstag, 2. Nov. d. I. Gesuche um Zulassung zu dieser Prüfung sind mit der vorgeschriebenen Bescheinigung über bestandenen Acceß und Vollendung des practischen Cursus, sowie mit der in der Bekanntmachung vom 28. Nov. 1839 (Reg.-Blatt Nr. 36 von 1839) unter a bis h geforderten Anlage versehen, unter Beobachtung der Stempelvorschristen innerhalb 4 Wochen bei der Großh. Prüfungscommission einzureichen. * ♦ Die Aussichten für die diesjährige Weinlese sind bi» jetzt so günstig, wie dies seit vielen Jahren nicht mehr der Fall gewesen ist. Das trockene Frühjahr, welches Flur und Saaten, ja dem gesammten Ackerbau beträchtlich geschadet, hat den Weinbergen lange nicht gesehene Pracht verliehen. Die vorhandenen Ansätze lassen zwar im Durchschnitt keinen vollen Herbstertrag erwarten, doch darf man tm Großen und Ganzen auf ein Quantum von ca. 2/8 bis 3/4 eines vollen Jahres rechnen. Bleiben die Verhältnisse günstig, bemerkt die „D. W.-Ztg.", dann kann sich die Qualität durch Brühreichthum der Beeren noch erhöhen. Guten reichlichen Herbst für 1893 vorausgesetzt, darf doch nicht übersehen werden, daß wir eigentlich seit 1886 keine vorzügliche Qualität geherbstet und derartig große Weine nur noch der Erinnerung angehören. Mit Ausnahme von 1886, 1889 und 1892 brachten die letzten sieben Jahre nur kleine oder Mittelweine, welche ihren Nimbus meist dem Umstande verdankten, daß Bessere» fehlte. Butzbach, 6. Juli. Unsere diesjährige Sedan- und Jugendfestfeier wird nicht abgehalten werden. DaS ständige Festcomitä hat am 4. Juli, nach eingehender Berathung, beschlossen, die Feier ausnahmsweise in diesem Jahr nicht abzuhalten, im Hinblick auf die traurigen Ernte- auSsichten in der Wetterau und auf die dadurch schwer in Mitleidenschaft gezogenen Einkommenverhältnisse aller unserer Mitbürger. Bad Nauheim, 3. Juli. Herr Pfarrer G ö tz zu Langenhain und Ziegenberg, ein allgemein hochgeachteter Geistlicher, ist gestern in dem benachbarten Langenhain im Alter von 77 Jahren gestorben. B. Aus dem Kreise Büdingen, 6. Juli. Wie in Echzell am Sonntage, so hält Herr LandwirthschastSlehrer And rar auS Büdingen nun auch Vorträge in CckartShaufen, Nieder- Mockstadt, Dauernbeim, Bleichenbach, Mittel-Gründau, Lind- Heim und anderen Orten über „Bekämpfung dir Streu- und Futternoth" und geht hierbei den anwesenden Landwirthea mir Rath und That zur Hand. Der Besuch dieser Vorträge kann den Landwirthen dringend empfohlen werden. N. Lmdheim, 6. Juli. Die Heuernte ist in unserem Nidderthale mit großer Schnelligkeit beendigt worden. Jetzt hat die Roggenernte schon begonnen, obgleich die Futterpflanzen, als: Dickwurzel, Weißkraut und anderes Gemüse »inMes. iieitn, 7. Juli 1888. erste 91&onnemetuk lS pnbet nun bestimmt Uhr statt. [6052 Dieb aus Königsberg, > Dekanntschast gemacht, ahl verhaftet, wobei er tätSbeicibigung schuldig m M&i) Mb ben nerötag, 2. Nov. d. I. isung sind mit der vorbestandenen Ncceg und if? mit Ser in der Bekannt- Blatt Nr. 36 von 1839) ehen, unter Beobachtung Wochen bei der Großh. Mge Weinlese sind bis ahren nicht mehr der Fall welches Flur und Saaten, tlich geschadet, hat dm ,cht verliehen. Die vor- mrchschnitt temen vollen tn iw Großmund Ganzen 3/4 eines vollen JahreS künftig, bemerkt die,,D. litüt durch $**" I1'18*J rie6tn »erben, dch «™ t Erinnerung angehüren. unb 1892 hatten bi d-r Mittelweme, welch »-6 d-ft-«- 5‘«nbli?0„b"r< bot «’Ä °°°, h,,n„ « Met ^dttUche» ' ÄJ» « ” "Hm lä^t ch die er ^e w '* Ä‘ S« b« in Bttnch" l®“6™- uni M hK? ""b °°° b« ab K.I" ttmäiigenbn, ^uditgrwährung auf 9^it beschränkt werden ’nen ®er»enbunj sind,« “Sofien Nach 6mf6a, 3en beschriebenen Maß- ^nn, in welchen die ne6 ermäßigten Preises ’ allgemeinen an dem . daß der Staat leine llen dieser Art, welche tß hedürsen, das Maß zu gehen haben, indem ^hstoffe theilweise oder Darmst. Ztg. wverhau«'^ Ge'filichn- hochgeachtet r D(jn langenhat» nn anie in Echzell 6. ZU'- A^drae irthschastsleh" Wieder- « >Ä * ), b !ampfun9 Landwirthe" ann,eien2 hieiet 8°rtT°9 ,r Besuch * ottnen, ®t* noch nicht alle gesetzt werden konnten. Ein sehr gediegener, mehrere Stunden anhaltender Gewitterregen, der sich zwischen Taunus und Vogelsberg ausgebreitet zu haben scheint, beseitigte die drückende Hitze, welche der Juli brachte und erfrischte alle Gewächse. Für die kürzlich gemähten Wiesen, die unter der Sonnengluth auszubrennen drohten, ist der Regen noch von besonderem Werthe, weil er das Erscheinen des Grummets bedeutend gefördert. Die frischgesetzten, platt auf der Erde liegenden Pflanzen haben sich stramm aufgerichtet. — Der Roggenkern des 1893er Products ist dünnschalig und mehlreich. Recht schöne Fortschritte haben die neuen Kartoffeln gemacht. Der gespendete Regen wird diese Fortschritte noch weiter fördern. Schreiber dieses machte heute Vormittag eine Probe mit neuen Frührosenkartoffeln. Fünf Stöcke, die anfingen gelb zu werden, also in der Reife schon vorgeschritten waren, gaben ein stattliches „Kocherts" Kartoffeln, die sich hübsch mehlreich kochten. Man schmeckt ihnen allerdings noch die Jugend etwas an. An jedem Stocke hängen 8 bis 10 Knollen, worunter etwa je 2 Stück von der Größe eines Gänseeies, die übrigen abwärts kleiner bis zur Stärke eines Klickers. Es muß bemerkt werden, daß der Acker sehr gut gedüngt ist und eine ziemlich feuchte Lage besitzt, daher das schöne Resultat. Wenn wir noch einigen Regen bekommen, besonders im Monate August — denn dieser ist der entscheidende Monat für die Kartoffeln — dürfen wir quantitativ und qualitativ auf eine gute Knollenernte rechnen. Der Preis der alten Kartoffeln, welcher auf 7 bis 8 Mark hinaufgetrieben worden war, ist auf die Hälfte zurückgegangen. Es lagern noch mehr alte Kartoffeln umher, als man glaubt. — Gestern wurde der zweite Cursus der hiesigen Haushaltungsschule für 1893 mit 18 Schülerinnen eröffnet. Der erste Cursus ist von 13 Schülerinnen besucht worden. △ Mainz, 6. Juli. Gestern gingen vom frühen Morgen bis zum Abend über der Provinz Rheinhessen schwere Gewitter nieder, die leider mehrere Menschenleben zum Opfer forderten. Die Wetter entwickelten sich im Südwesten und zogen theilweise nach Norden, theilweise nach Osten. Am schwersten waren die von heftigen Regengüssen begleiteten Gewitter, welche sich gegen die Mittagsstunde entleerten und welche von solcher Heftigkeit waren, daß sie vielfach unter den auf dem freien Felde arbeiteten Leuten einen panischen Schrecken verursachten. Nach den bis jetzt vorliegenden Nachrichten sind in Worms und Gaulsheim Personen vom Blitz getödtet worden. In Worms sind zwei städtische Arbeiter, die sich vor dem Gewitterregen unter einen Baum geflüchtet hatten, und ein dritter lebensgefährlich verletzt worden. Desgleichen wurde bei Gaulsheim eine Frau auf dem Felde von dem Blitz erschlagen. Eingeschlagen und gezündet hat der Blitz vielfach, doch sind größere Brände, soviel wie jetzt bekannt, nicht entstanden. Das letzte Gewitter entlud sich nach 11 Uhr gestern Abend und brachte noch einen ziemlich kräftigen Regen mit sich. Offenbach, 4. Juli. Heute Mittag badete der 13jährige Karl Hildebrand, Sohn des Fabrikarbeiters Hildebrand von hier, mit dem gleichalterigen Karl Fink im Main an der Kuhmühle in der Nähe der Bürgeler Grenze. Hildebrand kam hierbei in den Strudel des Mains, der an dieser Stelle über vier Meter tief ist, und ertrank vor den Augen seines Collegen, ehe ihm Hülfe gebracht werden konnte. Die be- dauernswerthen Eltern waren über den Verlust ihres Kindes ganz trostlos. Der Vorfall kann aber wieder einmal zur Warnung für junge Leute dienen, nur an solchen Stellen zu baden, die weniger tief sind und eine Lebensgefahr deßhalb ausschließen. Vom Main, 3. Juli. Die jetzt zu Ende gehende Kirschenernte hat sehr reiche Erträge gebracht- einzelne Gemeinden lösten 90000 bis 100000 Mark. Auch die übrigen Obstsorten versprechen eine gute Ernte. Die ersten Frühäpfel konnten schon zu Markt gebracht werden. Seit voriger Woche färben sich die Frühttauben schon, sodaß die Wein-Ernte Heuer früher als je zu erwarten ist.__________________________________ Vermischtes. * Dresden, 6. Juli. Heute Abend stürzte ein durch die Baupolizei wegen Baufälligkeit geräumtes vierstöckiges Haus beim Abtragen ein. Vier Arbeiter wurden hierbei getödtet und zwei schwer verletzt. * Dortmund, 5. Juli. Ein schreckliches Verbrechen wurde hier geplant, ist aber im letzten Augenblicke noch verhindert worden. Der Circus Ed. Wulff gibt hier zur Zeit Vorstellungen unter großem Andrange des Publikums. Gestern Abend versuchte nun eine Anzahl junger Burschen, sich ohne Zahlung des Entrss Eingang zu verschaffen, sie wurden jedoch gefaßt und herausbefördert. Die Burschen suchten sich hierfür dadurch zu rächen, daß sie den Circus in Brand setzten. Die Flamme loderte schon hoch auf, als das Verbrechen bemerkt wurde. Das Feuer wurde im Keime erstickt. Der Clown Tom Tom holte einen der Thäter ein, welcher die anderen verrieth. * Reichenbach i. d. Oberlaufitz, 5. Juli. In der chemischen Fabrik von Schuster & Wilhelm fand eine Kessel-Explosion infolge Ansetzung von Weinstein statt. Der Chemiker Dr. Kobek und zwei Arbeiter wurden getödtet, drei Arbeiter sind schwer verletzt. Schiffsnachrichteir. Der Postdampfer „Westernland" der „Red Star Line" in Antwerpen ist laut Telegramm am 4. Juli wohlbehalten in Newyork angekommen. kirchliche Anzeigen -er Stadt Gietzen. Svaugelische Gemeinde. Gottesdienst. 6. Sonntag nach Trinitatis, den 9. Juli: In der Stadtkirche: Vormittags 9'/, Uhr: Pfarrer Dingeldey. Beichte und heiliges Abendmahl im Hauptgottesdienst. Kinderkirche: fällt aus. Nachmittags 2’/i Uhr: Gottesdienst mit Christenlehre für die Neuconfirmttten aus der Matthäusgemeinde: fällt aus wegen Erkrankung des Pfarrers Schlosser. In der Friedhofscapelle: Vormittags 8Vs Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Nachmittags 2*/r Uhr: Gottesdienst mit Christenlehre für die Neuconfirmirten ausderJohannesgemeinde. Pfarrer Dr. Nau- mann. Nach allen Gottesdiensten Collecte für die hilfsbedürftige evangelische Gemeinde Schöllenbach-Bullau im Odenwald. Katholische Gemeinde. Sonntag den 9. Juli, 7. Sonntag nach Pfingsten: Samstag: Nachmittags um 4>/, Uhr und Abends um 8 Uhr Gelegenheit zur hl. Beichte. Sonntag: Vormittags von 6 Uhr an Gelegenheit zur hl. Beichte; um 6'/, Uhr erste bl. Messe; nm 7«/, Uhr AuS- thetlung der hl. Comrnunion; um 8>/» Uhr zweite hl. Messe: um 10 Uhr Hochamt mit Predigt; Nachmittags um 2 Uhr Christenlehre; darauf Andacht. Gottesdienst in der Synagoge. Samstag den 8. Juli: Vorabend 7" Uhr, Morgens S3® Uhr, Nachmittags Uhr, Sabbathausgang 93» Uhr. SfitaMt direkt au8 der Fabrik also au« erster Hand v von Elten & Keussen, Crefeld, § io jedem Maaß au beziehen. Man verlanget Muster mit Angabe de« Gewünschten. 5788J GS übertrifft der in Geschmack und Geruch angen- Holl. Rauchtabak von B. Becker in Eeesen a. H. alle ähnlichen Fabrikate. 10 Pfd- franco 8 Mark. Witterungsaussichten Wetterhäuschen, Südanlage. 6. Jutt, Mittags 12Ubr “7. Juli, MorgenSv Uhr Barometer: Thermometer: Hygrometerstand: Mittlere min. 745 mm, max. 746mm „+ 140 R. „ +210R. Neigung f. trocken Wetter. Barometerstand bei 0° min. 745 mm, max. 748 mm + 80 R.„ + 15V,° R. Neigung f. trocken. Wetter. 1. — 744,7 mm. Temperatur der Lahn und Luft nach Reaurnur gemessen am 7. Juli, Mittags zwischen 11 und 12 Uhr: Wasser 18, Luft 23 Grad. Rübsamen'sche Badeanstalt. Verdingung. Die Arbeiten und Lieferungen zur Herstellung eines Anbaues am früheren Haus Bourgeois hinter der Stadtkirche sollen, wie nachstehend verzeichnet, Mittwoch den 12. Juli, Vormittags 11 Uhr, im Wege des öffentlichen Angebots vergeben werden: veranschlagt zu rd. 1) Erd- und Maurerarbeit 1105 JL 2) Steinhauerarbeit 320 „ 3) Zimmerarbeit 797 „ 4) Dachdeckerarbeit 93 „ 5) Spenglerarbeit 106 „ 6) Lieferung von Guß- und Walzeisen 154 „ 7) Schreinerarbeiten 606 „ 8) Glaserarbeiten 410 „ 9) Tüncher- u. Weißbinderarbeiten 360 „ Pläne, Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen von heute ab auf dem Stadtbauamte offen, woselbst auch Angebote bis zum genannten Termin auf dem vorgeschriebenen Formular einzureichen sind. Gießen, 6. Juli 1893. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. [6017 Verdingung. Die Arbeiten und Lieferungen zur Erbauung eines Schuppens für die Desinfectionswagen sollen, wie nach- stehend verzeichnet, Mittwoch den 12. Juli, Vormittags 11% Uhr, im Wege des öffentlichen Angebots vergeben werden: veranschlagt zu rd. 1) Maurerarbeit 200 «4L 2) Zimmerarbeit 320 „ 3) Dachdeckerarbeit 140 „ 4) Schreiner- u. Glaserarbeit 210 „ 5) Schlosserarbeit 85 „ 6) Weißbinderarbeit 85 „ Pläne, Arbeüsbeschreibung und Bedingungen liegen von heute ab auf dem Stadtbauamte offen, wo> selbst auch Angebote bis zum genannten Termin auf dem vorgeschriebenen Formular einzureichen sind. Gießen, den 6. Juli 1893. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. [6018 Arbeitsvergebung. Montag den 10. Juli d. I., Nachmittags 4 Uhr, soll im Freiherrlich von Rabenau'schenOeconomie- hofe zu Rüddingshausen das Ausräumen eines Teiches in Accord gegeben werden. Rabenau, am 5. Juli 1893. Der Bauverwalter: 5987____________Unger._____ Grasversteigerung.' Samstag den 8. Juli d. I. soll die diesjährige Grasernte auf den Gräflichen Wiesen in der Gemarkung Colnhausen (ca. 100 Morgen) öffentlich versteigert werden. Zusammenkunft Nachmittags 3 Uhr bei Colnhausen. Arnsburg, den 5. Juli 1893. 6055 Gräfl. Oberförsterei. Aeikgeöotenes. Beeren -Presse leihweise abzugeben. «MF Arisch entleerte Weinfässer. Iu. Kohlermann, 6042]________________Bleichstraße 12. Rechter Emmenthaler Achwcherkiisr frisch eingetroffen bei E. Bort. [6043 5899] In hiesiger Stadt ist eine seit Jahren betriebene Restauration nebst Logis billigst zu verkaufen oder zu ver- miethen. Näheres bei LoniS Rothenberger. schDiz-marke V er Steigerung. Samstag den 8. Juli, Vormittags 9 Uhr kommt auf dem Brandplatz zur Versteigerung: [5976 Brennholz, Werkholz, Platten, Treppen, Fenster, Thüren, große Parthie Sandsteine, Ecksteine u. s. w. Ersuchen Sie gefl. 1246 Schusters Caffee zu 85, 90, 95 und 100 Pfg. per V< Kilo. Verkaufsstelle Gießen: Hch. Wallach, Markt 8. M. Schuster, Bonn, Dampf-Kaffee-Brennerei, gegr. 1857. Emser Silber-Gartenkies ! liefern in großen und kleinen Quantitäten Jean Dem & Cie. ’ 4435] Baumaterialienhandlung. Iiir je 3 Mark liefern wir frei ins HauS r Wiener Export «V1 oder so/s Flaschen. Böhmisch Export M/i oder «/, Flaschen. Franziskaner (dunkel) (2314 oder rs/z Flaschen. Pilsener 20 «/,-Liter-Flaschen. Gebr. Röhrle, Gießen. 6. Ergänzung der Statuten in Bezug auf die Organisation der Vereins- unserem Stadtbauamte offen und können von demselben auch postfreie Einsendung von 75 bezogen werden. Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, am 6. Juli 1893. gegen Pfg. Steinmetzarbeiten. Die Lieferung von 5 Anschlag fäulen aus Sandstein, jede von 2,09 cbm Inhalt, soll Mittwoch den 19. Juli, Vormittags 11 Uhr, im Wege des öffentlichen Angebots Betheiligung an Obstmärkten und Obsthandelsausstellungen, 9. Antrag, betr. Errichtung von Commissionen für Obstschutz, Obstverwerthung und Pomologie, 10. Proklamation von Vereinsbaumwärtern und Ueberreichung der Diplome, 11. Geschäftliche Mittheilungen, 12. Nach Schluß der Versammlung Besuch der pomologischen Gärten zu Friedberg. Derselbe kann auch bereits Vormittags stattfinden. verdungen werden. Zeichnung und < „ „ „ „ v v , Bedingungen liegen bis dahin auf! bezirke, 7. Antrag betr. Statut für Gemeindebaumwärter, 8. Antrag, betr. Haupt - Versammlung des Oberhesfischrn Obübauvereins Mittwoch den 12. Juli 1893, Nachmittags 2 Uhr im Saalbau zu Friedberg. Tagesordnung: 1. Verwaltungsbericht des Ausschusses, 2. Nech- nungslage pro 1892/93, 3. Voranschlag pro 1893/94, 4. Beschluß über die diesjährige Obstausstellung und Festsetzung einer Ausstellungsordnung, 5. Aenderung der Statuten bezüglich Einführung der Ehrenmitgliedschaft, Großh. Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. 6020 Der Präsident des Oberhessischen Obstbauvereins. Dr. Braden. Eine schöne, billige Waldjagd, in nächster Umgebung von Gießen gelegen, 2816 Morgen Wald mit 724 Morgen anstotzendemFeld — für die noch laufenden 3 Jahre abzngeben. Die Jagd hat einen noch guten Rehstand und ist Gelegenheit geboten, dieselbe nach 3 Jahren auf 12 Jahre wieder zu pachten, sodast eine 15 jährige Pacht- Periode erzielt werden kann. Näheres durch die Ex- ped. d. Bl.____________5816 PnlllOG schollt. Schäferhunde, sechs UUlllüÄ, Wochen alt, mit vorzügk. Stammbaum, von präm. und eingetr. Eltern, zu verkaufen. Näheres Grünbergerstraße 48. [6008 Conditorei Heiller. Täglich frisch in nur bester Qualität Caffee- und Theegebäck, Torten re., sowie Gefrorenes in verschiedenen Sorten bekannter Güte stets vorräthig. [4413 Feinster 5712 Himbeersaft aus besten Gebirgshimbeeren bereitet, in 7i und 7, Flaschen und offen, empfiehlt die Adler-Drogerie Seltersweg 39. Alle Artikel für die einfache und feinere Küche sind bei mir in gediegenster Waare zu billigstem Preise vorräthig. 1874 Emil Fischbach. ZL Ein Wort an Alle, die Französisch, Englisch, Italienisch« Spanisch,Portugiesisch,Holländisch. Dänisch, Schwedisch, Polnisch, Bug; siech oder Böhmisch wirklich 98 sprechen lernen wollen. Gratis und franco zu beziehen durch bt Akosenthal'sche Verlagshandümg in Leipzig. EgEzs^.:.iiim "".ffim 6028 Mein Bureau und meine Wohnung befinden sich von heute an in dem 6040 [5989 SelterSweg. Giessen. 649 Schützenverein Misstons - Vortrag Dem Publikum zur gefl. Nachricht, daß an den mtethen: Parternstock per 1. September, deutschen Schutzgebieten Oftafrikas geben. Zu dieser Zusammenkunft tveni. 15. Juli, erste Staae mit od. ohne [Qj)en roir hierdurch unsere Gemeindeglieder zu recht zahlreichem Er- <40 Psg. "gfrtUS. >XiSt.TO Isch-m-n ft-undttch ein. ' [6050, Der 5920] Line kleine Wohnung zu vtr- Idr Naumann. Dingcldey. Schlosser.Dr. Grein. j Sonntag Heinrich Ruckstuhl 11 miet hen. Dienstag Mittag 2 Uhr. Asterweg 50. Das Festcomite bürg fällt vorerst aus. Der Vorstand NB. Die verehrt. Mitglieder werden ersucht, sich Sonntag den s 6041 Sonntag) beträgt pro Mann 30 Pfg. Familie Gabriel Giessen, 6. Juli 1893. 6039 [6053 ; Giessen, 7. Juli 1893. [6035 Für die bewiesene herzliche Theilnahme bei dem uns betroffenen schweren Verluste und für die schönen Blumenspenden sagt innigsten Dank । Der Bittet - D o rverkauf wird geschlossen am ; Sonntag Mittag y2 Uhr, am Montag und zu vermtrthen. N8Herr- SelterSweg 2 b-i Ad. Geiste Katz Rechtsanwalt Zug-Jiiloosleiii 6054] Hansdnrfche sofort gefacht. Hot'» Schatz. Schmerzerfüllt machen wir wiederum Verwandten und Be« kannten die traurige Mittheilung, daß auch unser so sehr geliebte» Kind Uarl Braun, Locomotivsührer, Krosdorferstraße 9. Gießen, 7. Juli 1893. Jn *2)cxh m /,5 Uhr nach schwerem Leiden uns durch den Tod entrissen wurde. 6ir tikflraukrndkn SUern und (ßt|d)mi|ltr. Der Ltadtauflage unserer heutigen Nummer ist ein Prospekt der Fabrik von Maggis Nahrungsmitteln, ___betr. „Gute sparsame Küche", beiqclegt.___________ [6036 *Attn,e: c und Verla, hr vrStzl'ich« Druck-rn (Fr. «hr. Pietsch) ta Gieß«. ilfaffdirn llrnbmi i. i>. SchiWr neben dem Lenz'schen Felsenkeller. . Turnverein Gießen. Zur Betheiligung am Festzuge des Schützenvereins am Sonntag den 9. Juli er. wollen sich unsere verehrl. Mitglieder Nachmittags lUhr auf der Turnkneipe (Restauration Schn ell, Brandgasse) einfinden. Die Theilnehmenden erhalten Tageskarten zum beliebigen Ein- und Austritt für den Sonntag zu 30 Pfg. [6049 Die für den 9. Juli bestimmte Parthie nach Kloster Arns- wl?ie047] Freundliche« Familienlogis zu oermteth« n.KaplanSgaffe 18. vermischte Anzeige«. Miisler-Giessercifn baut, alte macht bochrenlabel [ 6034 BWaiey, pn9-, Darmstadt. 66261 Studentische Corporation sucht fÜT nächste« Semester ein Knetplocai. Offert, unt. N l. 11 an die Groed. d. Bl. ■ Stellensuchen»« t<»<« Bo mH plactrtt.I«,u i,r»Burea» ^r«l»<«, Ostra'Aüee (6026 j 5134) Ein FamilienlogtS imHinterhau« zu vermiethen. Neuenweg 40. 5162] Wohnung im mittleren Stocks 8 Zimmer mit Zubehör, Gartenanthetl, Bletchplotz re-, ganz oder gethetlt per 1. October zu vermiethen. A. Ritzel, Frankfurterstraße 43, II. 55tö| BiSmarckstraße 22, gegenüber der Realschule, ist d r 2. Stock, bestehend au« 5 Zimmern rc, zum 1. August anderweitig z^vermtethew___ b825] Dammstraße 6: Wohnung von 3 Zimmern, Küche und Zubehör zu oer« mtethen. Näheres Nordanlage 18. 5917] Alicestraße 11: 3. Stock, besteh, au« 6 großen Zimmern und allem Zu» behör, auch Gartenanthetl, vom 1. Octover __MarkIPlatz.__| S»öne freundl. u. gesundeWohnung Pr. 1. cctober an rutzige Leute |u vermiethen. a< Pret« 4 n 0 Mark. SG 2. Stock 8 hohe, große, freundliche Zimmer. I großer Salon, Küche, Wafferlei« tuag und fLmmtlichem Zubehör. , 5935]______________SelterSweg 20. 1 5879] In einem ruh. Hause, nahe der Südanlage, ist dn schön möbl. Zimmer sofort zu vermiethen. Nähere« in der t^rved. d. Bl_______ 597») Ein kleine« Logt« in der Sand- gaffe zu verm. Karl Wallenfels »I. 5958] Ein junges anständiges MLd» chen sucht Stelle in einem Laden, event. auch zur Stütze der Hausfrau. Zu erfragen in der Exped. d. Bl. 6004] Mstdchen von 14—16 Jahren gesucht.___________ 6015] Ein ältere« Mädchen oder ftrau, welche einer Haushaltung vor- stehen kann, sofort gesucht. Marktstraße 2. 58071 Der mittlere Stock, 3-4Ztmmer, abgeschlossener Eorridor rc., ist per 1. £)c« loder zu vermiethen. Stetnstraße 15. 5573] Kleine« Logi« zum Alletnbewohnen zu vermiethen. Licherstraße 5. . . ,1UW, VVM, 5515] Rodhcnnerstraße Nr 102 zu ver-1 geselligen Zusammenkunft eine Schilderung der Missionsarbeit in den . ; h »L, betraut üro Berion mtethen: Parterrtstock per 1. September, deutschen Schutzgebieten Ostafrikas geben. Zu dieser Zusammenkunft odyrprelS oerragl pr f event. 15. Juli, erste 6tage mit od. ohne rrtkpn hiprhuri-h unter» (Spmpinhpnliehpr ui rpAf rnblrpichem Er° 20 vtÖ. 6027 Medic.-Lebert hr an empfiehlt 1909 Emil Fischbach. Samstag den 8. Juli, Nachmittags 3 Uhr. 6051 Vorzügliches Bier. — Gote und billige Speisen. Aufmerksame Bedienung. Joh. Fr. Schaaf, Vertreter der Gxportbier-Brauerci von JuatiiN Hildebrand, Pfungstadt. Die glückliche Geburt eines kräftigen ( l NB. Die verehrl. Mitglieder werden ersucht, fich Sonntag den z^ttLttVCl Cllt V/tCnCll* 9- l. M. am Festzuge des Schützenvcrcins recht zahlreich “ zu betheiligen. Zusammenkunft Mittags 1 Uhr im Vereinslocal. Die verehrl. Mitglieder, welche das Kreisturnsest in Darmstadts Vereinsabzeichen sind anzulegen. Die Feftkarte (gültig für den ganzen ___besuchen, wollen sich gefl. in die in unserer Turnhalle bis zum 15. d. M. ~ ~ ~ ~ " 5906] Famllirnlogi« mit Welkstatt per aufiiegende Anmeldeliste einzeichnen. i—----------/^I —j----------FwVf Z << yu,P.tT?^tbln Für angemeldete Vereinsmitglieder kostet die Festkarte Mk. 2.—, |ittt All rt f|TCl* ^3lCIlCwd WSWWWWVW Sahnhoftraßk, lieben dem tensschen Felsenkeller hm in bester Lage, event. mit Evntor, Wohnung, Lagerraum und Kever zu vermiethen. (150 Sonnenstraße 2». 2979] ^adenmit Logt« im Windecker- schen Hause am Kren, (derm. Inhaber: 6. Lüdekina) pro 1 Decemoer, auf Wunsch pro 1. Cd l. I ,u vermiethen durch Rechtsanwalt Sadroiffe. bestrenommirtes Fabrikat empfiehlt zu Fabrikpreisen L;)<51 j H030] Ein Laaf«Ldche« oder ftrn« Lrnst »loedner^, ykvk gelbe frübhortoffelu bO37j Schöne« möbl. Zimmer »u oer- 50 Ko. mit Sack X 4.75 ab Frankmrt mtethen- Bahnhofstraße 1. a M- d«vr-Vppen- 5951J Dienstmädchen vom Lande zu Heimer, ftriedderg b Franks, a M ! Wdz mUtgtfu(6L 1 6045] Starke Pflanzer', Dickw, Erd- $9. Boeder, Wallthorstraße 20. fotlr., Weißkr zu verk Gr- Mühlg 8 jp < f 1 haben Sie Sammersproffeu? HauSVUrfcye, . WÖD^hcn Si. zarten, weissen, eimmet- braver, solider, jüng. Mensch welchen leist? — BO gebrauchen Sie: guten Lohtt alsbald ge- Bergmanns Lilienmilch-Seife dauernde Stellung. bei Rr«u Hütten- 50 Pfg. in der Engelapotheke, Hirsch- bergen, Vermiet!) - Bureau, ■potheke und Pellksnapotheke (4338 SelterSweg.[5989 5931] Mädchen suchen sofort Stellen. Rechenschaftsbericht, Wahl der Revisoren, Wahl des Ausschusses. Bermtethfrau Sparr, Kaplansgaffe 10. ( * “