fit. 57 Ter Gtetze»rr A«»ei«er «rschnnl täglich, eit Uulnahme br« Montags. Die Gießener W«mttte»ßtt11er »trbm brm Kngtigtr »Schentlich dreimal bestiegt. Erstes Blatt. Mittwoch den 8. Mälz 1893 Eichener Anzeiger Keneral-Wnzeiger. Vierteljähriger A-onncmratspreiA» 2 Morl 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Poft bezog« 2 Mark 50 Pfg. Riedactton, Expeditto» und Druckerei: -«»kllr.teMr.^ Fernsprecher 61. 2lintr- und Anzeigeblutt für den Ttreis Gietzen. Hratisöeikage: chießmer Aamilienötätter Amtlicher Tbeil Betr.: Wie oben. Gießen, den 6. März 1893. «unohme von Anzeigen zu der Nachmittag« für den folgenden Da, erscheinenden Nummer bii Bonn. 10 Uhr. Alle Annoncen-Bureaux de« In» und Ausländer nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger- entgegen. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen tu die Grssth. Bürgermeistereien des «reifes. Unter Hinweis auf vorstehende Bekanntmachung beauftragen wir Sie, dieselbe alsbald zur Kenntniß der Pächter Ihrer Gemeindejagden zu bringen. Nach dem 15. April l. I. (präeis) sehen wir Ihren Berichten entgegen, ob Seitens der Iagdpächter ein angemessener Abschuß der Raben rc. vorgenommen worden oder ob die Anordnung des Wegschießens durch polizeilich bestellte Personen noch erforderlich ist. Für jeden geschossenen Raben haben die Gemeinden dem Jagdpächter nach Art. 12 der Verordnung vom 7. April 1837 ein Schußgeld von 11 Pfg. zu entrichten. Es steht jedoch nichts im Wege, daß mit Rücksicht auf die Schwierigkeit des Abschußes das Schußgeld auf 20 Pfg. erhöht wird. Der gleiche Betrag wie für Raben ist auch für Krähen, Häher usw., sowie auch für Eichhörnchen zu bezahlen. Weiter beauftragen wir Sie, zu veranlaßen, daß die Rester der Raben usw. im Frühjahr zur Brutzeit durch zuverlässige Personen im Beisein der Forst- und Feldschützen ausgehoben werden. Die hierdurch erwachsenden Kosten sind auf die Gemeindekaffe zu übernehmen. Ende Juni l. I. wollen Sie berichten, wie viele Raben und rabenartige Vögel, alte, junge und Eier, sowie Eichhörnchen im laufenden Jahre vertilgt worden sind. v. Gagern. Deutscher Reich. Berlin, 5. März. Die Entscheidung in der Militär- Commission betreffs § 2 der Militärvorlage (Zahl der Cadres) ist durch den Entschluß der Commission, sich nach Abschluß der Erörterungen über § 2 zunächst zu vertagen, vorläufig hinauSgeschoben worden. Diese fortgesetzte Verzögerung in den entscheidenden Schritten der Militär-Commission macht es allmältg zweifelhaft, ob sie mit ihren Arbeiten bis Ostern fertig werden wird. Sollte die Commission dieses Ziel wirklich noch erstreben, so müßte sie doch endlich ein rascheres Tempo in ihren Verhandlungen einschlagen, als das bisher beliebte, welches beinahe den Verdacht aufkommen laßen könnte, daß die Commission die Borberathung des Entwurfs absichtlich so sehr in die Länge ziehe. — Bei der Reichstags-Stichwahl im Wahlkreise Liegnitz-Goldberg zwischen dem Freisinnigen Jungfer und dem Antisemiten Herlwig waren bis Samstag für ersteren 10,760, für letzteren 6330 Stimmen gezählt worden. Die Wahl Jungfers gilt als gesichert. — Der langjährige erste Bürgermeister von München, Dr. v. Widemayer, ist am Sonntag Nachmittag gestorben. Die bayerische Hauptstadt hat unter dem Regiment des Verewigten einen bemerkenswerthen Aufschwung nach verschiedenen Richtungen hin genommen und überhaupt durch die Widemayer'sche Verwaltung ein wirklich großstädtisches Aussehen eigentlich erst erhalten. Politisch gehörte Dr. v. Widenmayer zur nationalliberalen Pattei.' Ausland. — Die Franzosen können es' nicht verwinden, daß aus dem von ihnen so sehnsüchtig erwarteten Besuch eines russischen Geschwaders in einem französischen Hafen nichts werden soll. Offenbar will darum das „XIX. Siöcle" in Paris die französischen Russenschwärmer in diesen ihren Hoffnungen stärken, wenn es behauptet, trotz aller gegen-- theiligen Meldungen dürfe man in Frankreich mit Sicherheit dem Gegenbesuche eines russischen Geschwaders entgegensetzen, wenn auch vielleicht erst zu einer späteren Zeit. Vorläufig berechtigen aber die Petersburger Dispositionen für die bevorstehende Amerikafahrt russischer Kriegsschiffe das genannte Blatt durchaus noch nicht zu seiner Behauptung. Im Ueb- rigen erscheint dem Revanchedichter und Abgeordneten Döroulöde die ganze Sache so wichtig, daß er sich bewogen fühlte, eine Interpellation in der Deputirtenkammer wegen der Angelegenheit des russischen Flottenbesuches und weiter über den Stand des französisch-russischen Verhältnisses anzukündigen. — Eine Annäherung zwischen Vatikan und Ouirinal stellen römische Gerüchte in Aussicht. Es heißt, es sei deß- wegen zwischen beiden Parteien in letzter Zeit ein wiederholter privater Meinungsautausch gepflogen worden. Speziell soll vom Ouirinal aus eine solche Verständigung lebhaft gewünscht werden, und wird behauptet, eine dem Hause Savoyen durch Familienbande nahestehende Persönlichkeit sei an den betreffenden Verhandlungen beteiligt. Es heißt sogar schon, der Staatssecretär Cardinal Rampolla habe in Hinblick auf diese Unterhandlungen der vaticanischen Preße Mäßigung in ihrer bisherigen so heftigen Sprache gegen die italienische Regierung anempfohlen. — Einstweilen kann man diese ganze Meldung nur mit Zurückhaltung aufnehmen. — Der Präfidentenwechsel in Nordamerika hat mehrfache Kundgebungen Clevelands, des jetzigen Staatsoberhauptes der Union, gezeitigt, so die Antrittsbotschaft Clevelands und dann die Ansprache bei seiner Eidesleistung. Die Rede Clevelands entsprach seinen bekannten Grundsätzen. Besonders betonte er, seine Regierung werde bemüht fein, die durch die übertriebene Schutzzollpolitik entstandenen Hebel zu beseitigen und daher alle Prämien und Unterstützungen verweigern. Weiter erklärte er sich gegen eine Ueberstürzung der Tarifreform, wie gegen jede Beutewirthschaft und berührte weiter die wichtigsten nationalen Fragen. Die Rede Cievelands hat im amerikanischen Volke großen Eindruck gemacht. Zleaefte Nachrichten. Depeschen deS Bureau „Herold". Berlin, 6. März. Der „Kreuzzeitnng" zufolge gedenkt das Kaiser paar der am 23. April stattfindenden silbernen Hochzeit des italienischen Königspaares in Rom beizuwohnen. Berlin, 6. März. Wie der „Post" auS F r i e d r i ch s r u h gemeldet wird, soll Fürst Bismarck in letzter Zeit an Venenentzündung gelitten haben. Nachdem sich das Befinden des Fürsten wieder gebessert, reist Professor Schwenninger Anfangs April inS Ausland. Berlin, 7. März. Am kommenden Donnerstag, dem Todestage Kaiser Wilhelm I., findet in der GanisonS- kirche eine religiös - musikalische Gedächtnißfeier statt, welcher zahlreiche hohe Herrschaften und Militärs beiwohnen werden. Graudenz, 7. März. Aus der Weichsel wurde die Schifffahrt eröffnet und die Eiswachen eingezogen. Hamburg, 7. März. Laut eingetroffenem Telegramm ist daS deutsche Segelschiff „Margarethe" bei Tamatave auf Madagaskar untergegangen. Die Mannschaft wurde gerettet. Köln, 6. März. Der „Köln. VolkSztg." zufolge con* statitte der Ländergeologe Grebe, daß die Kohlenfunde bei Neunkirchen bauwürdige Anthracitfettkohlen bei neun Meter Tiefe seien. Die erste Besichtigung war zweifelhaft geblieben. Mannheim, 6. März. Soeben legten die B rauer - geHilfen theilweise die Arbeit nieder, weil die Brauereien, mit Ausnahme der Badischen Brauerei, die gestellten Forderungen ablehnten. Brüssel, 6. März. In mehreren Gemeinden des Centrums, sowie den Provinzstädten ergab sich bei der Wahl eine Majorität zu Gunsten deS allgemeinen Stimm,- rechts. Madrid, 6. März. Eine Verfügung Sa gast as beseitigt das Verbot, welches gegen die Abhaltung von Gottesdiensten in der hiesigen protestantischen Kirche von der katholischen Geistlichkeit, und den durch die ultra» montane Partei geleiteten Madrider Stadtbehörden erlassen worden war. Bekanntmachung, betreffend Verminderung der Raben, rabenartigen Vögel und Eichhörnchen. Im Jntereffe der Landwirthschaft und des Vogelschutzes erscheint es geboten, die in den Jahren 1889, 1890, 1891 betriebene Verminderung der Raben und rabenartigen Vögel auch im laufenden Jahre durchzuführen. Wir fordern deshalb hierdurch die Pächter von (Sommunal» wie von Dornanial- jagden auf, sich während der bevorstehenden Brutzeit ein fleißiges Wegschießen der Raben, Krähen und Häher usw. in ihren Jagdbezirken angelegen sein zu lasten. Wird dieser Aufforderung nicht bis zum 15. April d. I. in wirksamer Weise entsprochen, so werden wir anordnen, daß der Abschuß durch polizeilich bestellte Personen vorgenommen wird. Wegen Bezugs eines Schußgeldes wende man sich in Communal- jagden an die betr. Bürgermeisterei, in Domanialjagden an die betr. Oberförsterei. Was vorstehend b^üglich der rabenartigen Vögel verfügt ist, gilt auch bezüglich der Eichhörnchen in den Bezirken, in welchen dieselben häufig vorkommen. Gießen, den 6. März 1893. Grobherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. Deutscher Reichstag. 59. Sitzung. Montag, 6. März 1893. Die Berathung des Postetats wird fortgesetzt. Abg. Bebel (Soc.): Der Staatssecretär habe mit einer Hartnäckigkeit, die einer besieren Sache würdig wäre, seinen Standpunkt in der Pofi-Assistenten-Frage festgehalten. Was die Beamten außerhalb des Dienstes thun, gehe dem Staatssecretär gar nichts an, vorausgesetzt, daß sie sich anständig führten. Ihre staatsbürgerlichen Rechte würden durch die Beamtenqualität nicht berührt, soweit nicht die Gesetze ausdrücklich solches vorschrieben. Der Reichstag habe fast einmüthig das Verhalten des Staatssecrelärs dem Post-Assistenten- verbande gegenüber, der nicht '.einmal eine politische Tendenz habe, verurtheilt; wenn hier alle Jahre solche Klagen laut würden, ohne daß Abhülfe geschehe, werde der Reichstag künftig zu erwägen haben, ob er nicht eine Resolution beschließen solle, in der dem Staatssecretär daS Mißtrauen ausgesprochen werde. In keiner Verwaltung würden den Beamten solche Erschwernisse in Bezug auf den Beitritt zu Vereinen gemacht. Die Postverwaltung sei auf Kosten der unteren Beamten unausgesetzt bestrebt, Ueberschüffe zu machen, damit die Militärwirthschast erhalten bleiben könne. Diese Ueberschußsucht gehe so weit, daß schon die Gerichte für einen wegen Unterschlagung verurtheilten Post-Unterbeamten die Gnade des Königs angerufen haben, weil der Vermtheilte aus Roth gehandelt. Redner verlangt Erhöhung der Wohnungs-Entschädigung für die Unterbeamten in Berlin und beschwert sich über die Rigorosität der Postärzte und die Erschwernisse bei UrlaubSertheilungen. Selbst zu Beerdigungen von Angehörigen und zu Trauungen sei die Urlaubserthellung von der Stellung eines Ersatzmanns abhängig gemacht worden. Der Sonntag- Nachmtttag-Dtenst an den Postschaltern könne ganz gut ohne Weiteres eingestellt werden. Erst dann werde auch die Sonntagsruhe für die kaufmännischen Geschäfte vollständig werden. Director im Reichspostamt Dr. Fischer: Die Verwaltung habe nie das Recht beansprucht, den Beitritt zum Asststenten-Ver- bande zu verbieten, auch weide niemals Jemand wegen eines solchen Beitritts bestraft. Angesichts eines Verkehrs von 20 Milliarden an Postsendungen, für welche die Post die Verantwortung trage, habe die Verwaltung aber die Pflicht, darüber zu wachen, daß die Beamten nicht in ungeregelte Verhältnisse kommen. Daß die Postbeamten bei der Gehaltsverbesserung vor zwei Jahren berücksichtigt worden seien, hätten sie vor Allem dem Eintreten der Verwaltung zu danken. Der Wohnungszuschuß sei nur ein Zuschuß zur Mtethe. Die Einrichtung der Amtsärzte wirke segensreich. Die Beamten seien im Allgemeinen zufrie^m (netI j befürwortet nochmals Verbesserungen und Erleichterungen im Fernsprechverkehr, namentlich im Verkehr mit den Nachbarorten. Abg. v. d. Schulenburg (conf.) dankt dem Staatssecretär für die Entschlossenheit, mit der er da« Ansehen seiner Stellung gewahrt habe. Abg. Stöcker habe nur in seinem eigenen Namen gesprochen. In der Frage der PostzettungSgebühren habe er keineswegs verschiedene Behandlung der Zeitungen nach der Partetstellung verlangt, sondern gleiches Recht für Alle. Heute jDÜrben die conser- vativen Blätter schlechter behandelt als die umstürzlerischen. Beim Vertriebe der „Berliner Morgenzettung" setze die Post jährlich circa 100000 Thaler zu. r Abg. Vollrath (dsrO: Hoffentlich würden zu der Conserenz über die Reform der Postzeitungsgebühren auch Interessenten zu- gezogen. Daß man die Postbeamten nicht in eigenen Häusern unter- brtnge, sie also kaserntren wolle, sei ihm sehr sympathisch. Er habe von den Postbeamten nicht als von Proletariern gesprochen, sondern ihre Proletarisirung beklagt. Nach dem, waS der Staatssecretär über die zahlreichen an Beamte gewährten Unterstützungen gesagt, könnte man ihm fast den Titel eines Großalmoseniers der nothleidenden Postbeamten beilegen. . Abg. Bebel legt aus die Aeußerung StockerS, der mit den Verhältnissen Bescheid wisse, mehr Gewicht, als auf die Auffassung v. d. Schulenburgs. _ , Abg. Dr. v. Marguardsen (natl.): Seine Freunde erkennen auf jeden Fall die großen Verdienste Dr. v. Stephans an, wenn ihm auch das Verfahren gegenüber dem Pofiasfistentenverband nicht entsprechend erscheine. , r . , . . Abg. Vollrath (bfr): Jebenfalls habe er von benproletatt- sirten Beamten nicht wegwerfend gesprochen. DaS Gehalt bes Staatssecretär s wirb bewilligt. Beim Titel „Oberpostbirectoren rc." wünscht,Abg. Vollrath (bfr.) nicht zu große Sparsamkeit bet Postbauten im Jntereffe der Archttcckur und befürwortet Aufbesferung der Postarchitecten. Zum Titel „Unterbeamte" wird folgende Resolution angenommm: den Reichskanzler zu ersuchen, die Ausdehnung des Systems der Dienstaltersstufen auf die Unterbeamten der ReichSpost- und Tele- graphenverwaltung ohne Schädigung derselben in ihren Bezügen wiederholt in Erwägung zu ziehen. Beim Titel „Landbriesträger" befürwortet Abg. Schmidt- Sachsen (Soc.) eine Gehaltsaufbesserung für diefe. Director im Reichspostamt Dr. Fischer erwidert, daß die Verwaltung diesem Wunsche nicht ablehnend gegenüberstehe; man bürte aber nicht außer Betracht lassen, daß die Landbriesträger für gewisse Leistungen besondere Entschädigungen erhielten. Der Rest des Ordinariums wird ohne erhebliche Debatte be- E^Beim Extraordinarium werden gestrichen die ersten Raten für neue Postdienstgebäude in Apolda und Perleberg, sowie dre Forderung für Erwerbung eines Bauplatzes für ein neues Dienstgebaude in Greifswald. Zur Vergrößerung des Postgrundstücks in Apolda wurden 108 430 Mark bewilligt. Der Etat der RetchSdruckeret wird ohne Debatte angenommen. Morgen: Marine Etat. / ,< totales nnö provinzielles. Gieße», 7. März 1893. — Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordneten Donnerstag den 9. März 1893, Nachmittags 5 Uhr pünktlich: 1. Mittheilungen. 2. Gesuch des Bäckers Ernst Muth um pachtweise Ueberlassung eines Holzlagerplatzes am Rodtberg. 3. Die Beleuchtung im Hofe der höheren Mädchenschule. 4. Gesuch des Prokop Schadeck dahier um Concesfion zum WirthschaftSbetrieb im Hauke Weidengaffe 1 (Schray). Sitzung des Schwurgerichts der Provinz Oberhesieu am 6. März 1893. Unter Vorsitz deS Großherzogl. Landgerichts- raths Dr. Linkenheld wurden gestern die Schwurgerichtssitzungen für das erste Quartal 1893 eröffnet. Zur Verhandlung kam die Strafsache gegen Friedrich Manschwitat aus Norutschetschen wegen Brandstiftung und gefährlicher Körperverletzung. Die Anklage vertrat der Großh. Staatsanwalt Schilling-TrygophoruS, die Verteidigung führte Rechtsanwalt Dr. Jung; als Geschworene wurden ausgeloost die Herren: Heinrich Scheerer, Georg Philipp Feuerbach, Heinrich Walther IX., Jacob Conrad Winter, Georg Schwarz, Adam Hofmann IV., Heinrich Heß, Balthasar Christian Schaub, Wilhelm Rumpf, Karl Martini, Peter Schneider II. und Heinrich Dieffenbach I. — Der Dienstknecht Friedrich Manschwitat steht unter der Anklage, daß er am 6. December 1892 zu Steinfurt 1) die ledige Katharina Götz daselbst vorsätzlich mittels eines hinterlistigen Ueberfalls und eines gefährlichen Werkzeugs körperlich mißhandelt und an der Gesundheit beschädigt habe, 2) zwei daselbst gelegene, an einander stoßende Hofraithen des Johannes Stock daselbst, welche — Scheuer, Stallgebäude und Wohnhaus unter einem Dach — zur Wohnung von Menschen dienten, vorsätzlich in Brand gesetzt habe. Die heutige Verhandlung ergab folgenden Sachverhalt: Friedrich Manschwitat stand mit der Katharina Götz, die, wie er, bei dem damaligen Bürgermeister Stock zu Steinfurt in Diensten stand, schon seit längerer Zeit auf gespanntem Fuße, insbesondere, seitdem er sie im Herbste 1892 bei der gemeinschaftlichen Feldarbeit körperlich mißhandelt halte und hier- wegen vor daS Schöffengericht Herbstein zur Aburtheilung verwiesen worden war. Am Vormittag des 6. December v. I. zwischen 8 und i/3 9 Uhr war nun die Katharina Götz, nachdem sie den Mist aus den Schweineställen auf die hinter dem Kuhstall und außerhalb der Gebäulichkeiten belegcne Miststätte verbracht hatte, gerade im Begriffe, durch den Kuhstall in den Hof zurückzukehren, als sie Manschwitat, der ihr in dem Stalle aufgelauert hatte, unversehens mit einem versteckt gehaltenen starken Stocke überfiel. Er schlug ihr mit demselben von hinten in rascher Aufeinanderfolge mehrmals auf den Kopf und die Schulter, so daß sie zu Boden taumelte und auf den Rücken stürzte. Dann kniete er sich ihr mit beiden Beinen auf die Brust, packte sie mit der Hand an der Kehle und würgte sie unter fortgesetzten Faust- schlagen so stark, daß sie nicht einmal schreien konnte. Nachdem er sie einige Augenblicke in dieser Stellung festgehalten hatte, gelang eS ihr, nach ihrer Darstellung, mit einem alle Kräfte anspannenden Ruck, sich von ihm zu befreien, ihn zurückzustoßen und durch die hintere Thüre des KuhstallS, durch die sie eingctrelen war, ins Freie zu entfliehen. Bei ihrer Flucht aus dem Kuhstall verfolgte er sie bis an die Thüre und rief ihr wuthschnaubend nach: „So! das hast Du für Deine Anzeige!" Katharina Götz hatte von der Mißhandlung eine nicht unerhebliche Wunde auf dem Kopse, sowie mehrere Quetschungen und Schwellungen davongetragen, die indessen einen bleibenden Nachtheil nicht zurückgelassen haben. — Friedrich Manschwitat war nicht minder gegen seinen Dienst- Herrn feindselig gesinnt und hatte nach seinem eigenen Ge- ständniß schon seit längerer Zett den Gedanken bei sich erwogen, ihm, um sich an ihm zu rächen, das Haus anzustecken, wie er auch hier und da Drohungen gegen ihn hatte laut werden lassen. Sein Dienstherr befand sich an diesem Vormittag auf einer Reise nach Herbstein und Lauterbach. So schien dem Manschwitat die Gelegenheit besonders günstig, nachdem er soeben seine Rache an der Katharina Götz genommen, um auch zugleich seine Rachegelüste gegen seinen Dienstherrn in die That umzusetzen, da seines Bleibens bei diesem nun doch nicht mehr sein konnte. Er begab sich daher, nachdem die Katharina Götz entflohen war, aus dem genannten Kuhstall in die daran stoßende, durch eine Thür mir demselben verbundene Scheuer und steckte dort mit einem Streichholz, das er in seiner Westentasche bei sich getragen, ein Bündel Heu an, das am Abend zuvor zur Derfütterung an diesem Tage auf die Tenne bereit gelegt worden war. Dicht daran saß der gesammte, in dieser Scheuer untergebrachte Heuvorrath, der sofort Feuer fangen mußte und in wenigen Augenblicken über und über in Flammen stand. Nachdem er diesen Erfolg noch wahrgenommen hatte, verließ er Scheuer und Stall und begab sich nach der Gesindestube. Bon einem an derselben befindlichem Gang beobachtete er dann noch, wie in wenigen Minuten die ganze Scheuer von den Flammen ergriffen wurde, wie eS alsbald Feuerlärm gab und wie die Dorfbewohner zur Hülfeleistung herbei- cilten. Dann raffte er seine Sacken in seine Reisetasche und ging mit derselben flücktig. Als er sich entfernt, stand außer Scheuer und Stall bereits daö eine unter demselben Dache befindliche Wohnhaus in Flammen. Sodann sprangen dieselben auch auf die andere Hofraithe über, die ebenfalls unter einem Dacke Stallgebäude, Scheuer und Wohnhaus umfaßte. Trotz sofortiger Hilfe brannten die beiden Hofraithen bis auf die Fundamente nieder, nur von dem anderen Wohnhaus und dem einen Stallgebäude blieben die unteren Mauern stehen. Der Schaden »Stocks war wegen niedriger Versicherung deffelben ein sehr erheblicher, er belief sich aus etwa 8000 Mark. — Nachdem die Geschworenen (Obmann: Herr Wilhelm Rumpf) die sämmtllchen ihnen vorgelegten Fragen bejaht hatten, wurde der Angeklagte von dem Gerichtshöfe in eine GesammtzuchthauSstrase von fünf Jahren und einem Monat nebst Kosten verurtheilt. Auch wurden dem Angeklagten die bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von fünf 4* ren aberkannt, auch die Zulässigkeit der Polizei- auffich': uSgesprochen. ♦♦ Dem Bericht über die Sitzung der Großh. Handels, kommet Dom 24. Februar (s. Nr. 55 des Anzeigers, 2. Blatt) ist folgendes nachzutragen: Da zur Zeit die Herstellung der Fernsprechverbindungsanlage Frank.furt a. M—Berlin betrieben wird und der Kammer seiner Zeit von der Kaiser!. Oberpostdirection Darmstadt für diesen Fall telegraphische Verbindung Gießens mit Frankfurt a. M. in Aussicht gestellt worden war, so beschließt die Kammer, unter Bezugnahme auf jene Versprechungen einen dahingehenden Antrag bei der Kaiser!. Oberpostdirection einzureichen und mit allen ihr zu Gebote stehenden Mitteln auf die Herstellung dieser für den hiesigen Platz hochwichtigen Verbindung hinzuwirken. *♦ Coacert Verein. In schöner Einmüthigkelt haben sich beim verflossenen Wittich-Concerte Ausübende, Hörer und Kritik befunden. Die Sängerin, die Direction, daS Orchester gaben ihr Bestes und die Zuhörer lohnten, electrisirt durch die vollendete Wiedergabe aller Nummern des Programms, mit reichem, ungekünsteltem Beifall. Noch zehren wir an diesem köstlichen musikalischen Genuß und schon wieder ruft unS der Verein in den Concertsaal. Zum vorliegenden Sonntage, den 12. März, ist eine Künstlerschaar geladen, die die vornehmste Gattung der Musik, daS Streichquartett, pflegt. Die Meininger dürsten als Quartettvereinigung zu den Berufensten gezählt werden, die es mit der Kunst sehr ernst nehmen. Die Herren sind keine Neulinge mehr bei uns, erst im vorigen Concertjahre erfreuten sie unS durch ihre Leistungen. Gerade deshalb aber begrüßen wir dieses Wiedcrkommen mit lebhaftester Bestiedigung, einmal im Jahre möchte sich wohl Jeder, der geläuterten musikalischen Geschmack besitzt, solchen hohen Genuß gönnen. Eine nicht hoch genug zu schätzende Abwechselung bietet dieses Quartett durch Hinzutritt des Kammervirtuosen Mühlfeld, des bedeutendsten Clarinettisten der Gegenwart, dem selbst andere Virtuosen, auf dem gedachten Instrument, neidlos den ersten Platz einräumen. Infolge besten hat sich denn auch das Programm in einer Weise gestalten können, daß auch selbst eine Zuhörerschaft, die sich sonst der Kammermusik gegenüber zurückhaltender verhält, unbedingt bis zum letzten Accord in Spannung gehalten werden muß. Wünschen wir auch diesem (Soncert einen gleich großen ZuhörerkceiS, wie dem Wittich-Concerte. ** In der in voriger Nr. von uns veröffentlichten Vergleichung ber Sleuervethältnisie bet hessischen Stabte hat sich ein Ziffernfehler unter dem für Mainz berechneten Coösficienten ergeben; es muß anstatt 30,09 Pfg. heißen 38,09 Pfg. Der Vergleichung wegen drucken wir die Zufammenstellung nochmals hier ab: Wirklicher: Berechneter CoLsficient Ausschlags- (wenn die Octroieinnahme Goefffcient: gleichfalls au« direkter Steuer gedeckt würde): Mainz 29,40 Pfg. 38,09 Pfg. Darmstadt 25,00 „ 36,49 „ Offenbach 25,74 „ 36,36 „ Worms 25,10 „ 34,83 „ Gießen 26,40 „ 33,29 „ ** Feuerprobe. Von welch außerordentlich vorzüglicher Beschaffenheit die Steine der „Gail'schen Dampfziegelei" sind, geht daraus hervor, daß gestern bei den Buderusffchen Eisenwerken in Lollar ein Versuch auf die Feuerfestigkeit der Steine in der Weise gemacht wurde, daß ein gewöhnlicher Stein zweiter Sorte in den Ofen gebracht unb einer Hitze von über 5000 0 2 Stunden ausgesetzt wurde. Der Stein war in der glühend weibflüssigen Masse nicht mehr zu sehen, aber nach dem Erkalten vollständig unverändert, -wie er in den Ofen gekommen war, wieder herausgenommen worden. ■ tonten (gegen 1029) und 271 Hörer (gegen 198), im Ganzen also 6677 Besucher (gegen 6110). Nack einer Zusammenstellung deS „Centralblatts der Bauverwaltung" kommen von den 5645 Studirenden auf die technische Hochschule in Aachen 230 (gegen 210 im Vorjahre), Berlin 1987 (1756), Braun- schwerg 270 (237), Darmstadt 394 (334 , Dresden 347 <241), Hannover 570 (514), Karlsruhe 669 (568), München 762 642), Stuttgart 416 (363). Die Zahl der Studirenden hat hiernach an allen technischen Hochschulen gegen daS Vorjahr nicht unerbeblid) zugenommen. — Tie Bewegung in frischer Lust ist die Grundbedingung zur Erhaltung der- Gesundheit und deshalb keineswegs zu vernachlässigen. Am empfehlenSwerthesten, für die Reinigung deS Blutes und zur Anregung und Stärkung aller Functionen :m Körper sogar von unberechenbarem Werthe, ist sie des Morgens. Die Bewegung beschleun gt da-Athmen unb durch die tieferen und öfteren Athemzüge wird viel deS so sehr nöthigen Sauerstoffes in der Lunge vom Blute ausgenommen, welcher dasselbe hellroth färbt und in der erforderlichen Weise verdünnt, eS überhaupt auf den normalen Stand bringt. Die erschreckend große Zahl der bleichsüchtigen Mädchen leidet an verdicktem und falsch zusammengesetztem Blut, die bleiche Hautfarbe zeigt nicht wenig Blut an, sondern daß dasselbe wegen seiner Verdickung nicht in die Adern, die sich an der äußersten Haut befinden, zu bringen vermag. Eme Morgenbewegung ist hier von viel besterer Wirkung als Eisentropien; das zeigen die sich röthendcn Wangen; daS einzige dabei zu Vermeidende ist jetzt im Winter Erkältung und Durcknaffung der Füße und bei Kranken Anstrengung. Wie weit bei diesen die Bewegung ausgedehnt werde, zeigt die Beobachtung des körperlichen Wohlbefindens. Den Gesunden dagegen ist eine kleine Anstrengung gleich deS Morgen» nur dienlich, dec genaue Beobachter seines Körpers wird eine Stärkung des Appetites deutlich wahrnehmen. Die vermeintliche Unannehmlichkeit am frühen Morgen sofort hinaus zu müssen, wird nicht nur belohnt durch erhöhten Genuß beim Nehmen der Speisen, sondern wird bei einiger Gewöhnung selbst eine Freude gewähren. A Aus dem Ohmthal. 6. März. Die Anzeichen deS Frühlings mehren sich. Die Kraniche und Schneegänse sind nach dem Norden gezogen und der Storch ist zurückgekehrt in sein altes Nest. Im Felde tönt schon bau Jubellied der Lerche und auch die übrigen kleinen Sänger stimmen ihre Instrumente zum großen FrÜhlingSconcert. Wohl ist die Erde noch öd und kahl, aber an feuchten, geschützten Stellen sproßt schon das junge GraS hervor. Die Wintersaat hat ausgezeichnet überwintert. DaS Korn steht in üppigstem Grün und auch der Weizen zeigt prächtigen Ansatz. Der WinterrapS (Wintersamen) hat sich vortrefflich unter der schützenden Schneedecke während der ungewöhnlichen Winterkälte erhalten. Die meisten Befürchtungen hegte der Landwirth für den Klee, weil er im Herbste durch bir trockene Witterung sehr in seiner Entwickelung zurückgeblieben war, aber zur Verwunderung des Beobachter« hat er sich ganz vorzüglich bestockt und erhalten. Der Saatenstand ist ein zu den besten Hoffnungen berechtigender. Die im vorigen Jahrgang ungewöhnlich ausgetrockneten Wiesen haben durch die letzten starken Niederschläge, die ein mehrmaliges lieber- treten aller Bäche über ihre Ufer verursachten, eine gründ liche Durch- und Bewässerung erfahren. Die Aussichten auf ein gutes Futterergebniß sind mithin in ihrer ursächlichen Bedingung gleichfalls gegeben. Mainz. 6. März. Bei dem gestern früh nach Alzey- Kirchheimbolanden abgelaffenen Perionenzug 234 fand der Wagenwärter Schmelzeisen auf furchtbare Weise seinen Tod. Der Mann hatte während der Fahrt an der Zugleine sich zu schaffen gemacht und schlug hierbei mt dem Kopfe gegen eine Stegüberführung an, was den sofortigen Tod zur Folge hatte. Der Verstorbene ist ledig. — Zur Warnung. Gegenwärtig reisen Agenten im Lande herum, um deutsche Mädchen nach Chicago zu verlocken. Das Anpretscn verstehen diese Kunden aus dem ff, aber man thut gut, diesen Leuten fein Gehör zu schenken, denn die Gefahren, die drüben lauern, sind große und schwere. Also Vorsicht! — Die Petition der Inhaber des Eisernen Kreuzes um Erhöhung des Ehrensoldes und Ausdehnung desselben auf alle Inhaber hat in der Budgetcommission des Reichstags keinen Anklang gesunden. Es wird über die Sitzung dieser Commission berichtet: Im Jahre 1863 wurde unter Zustimmung aller Parteien ein Ehrensold von 450 Mk. für die Inhaber des Eisernen Kreuzes 1. Klaffe und von 150 Mk. für die Inhaber deS Eisernen Kreuzes 2. Klasse jährlich auSgesetzt. 50 Jahre nach Stiftung dieses Ehrenzeichens, im Jahre 1870, wurde auch ein Ehrensold von Kaiser Wilhelm in Aussicht gestellt. Im Jahre 1878 wurde ein solcher von 36 Mk. jährlich für alle Inhaber mit Ausnahme derjenigen 2. Klaffe, die kein anderweitiges Ehrenzeichen erhalten hatten, auSgesetzt. Die dafür aufzuwendende Summe beträgt noch 35,000 Mk. Referent v. Keudell beantragt Ueberroeifung an die Regierung, Korreferent Abg. Hinze Uebergang zur Tagesordnung. Vom Centrum und Konservativen wird letzterer Standpunkt vertreten, da eS gewiß größtcntheilS Zufall gewesen, wem unter den vielen Würdigen daS Ehrenzeichen zu Theil geworden sei. Von der Regierung wird erklärt, daß im vorigen Jahre der BundeSrath bc- schloffen habe, den zur Erwägung überwiesenen ähnlichen Petitionen keine Folge zu geben. Die Regierung thetlt mit, daß 45,700 Eiserne Kreuze 2. Klaffe verliehen worden sind; bis 1891 waren 5 Procent der Inhaber verstorben. ES wird fast einstimmig Uebergang zur Tagesordnung beschlossen. — Frequenz der technischen Hochschulen. Der Besuch der technischen Hochschulen deS deutschen Reiches betrug im gegenwärtigen Winterhalbjahr 1892/93 inSgesammt 5645 Studirende (gegen 4883 im Winter 1891/92), 761 Hospi- Vermischte». ♦ Wetzlar. 3. März. DaS unter dem Vorsitze de» Herrn ProvinzialschnlrathS Dr. Münch heute beim hiesigen Königl. Gymnasium abgehaltene Abiturientenexamen ergab ein sehr erfreuliches Resultat, indem von 9 Examinanden nicht weniger als 6 von der mündlichen Prüfung entbunden werden konnten; auch die anderen 3 bestanden. Wie man hört, wollen 4 der Abiturienten RechtSwiffenschast, 2 Heil- Wissenschaft und einer Philologie studieren, während 2 sich dem militärischen Beruf zuwenden dürften. ft Homberg a. d. Efze, 6. März. In der Gemeinde DickerShausen, zum hiesigen Kreise gehörig, hat sich vorgestern eine schwere Blutthat zugetragen. Die Holzhauer deS Försters Pfeiffer aus Ostheim hatten ihre Arbeiten für diesen Winter beendigt unb wurde, wie üblich, in einem Hause der Beteiligten ein AbschiedStrunk veranstaltet. Hierbei geriethen nun die Köpfe, durch den übermäßigen Branntweingenuß erhitzt, in Streit, wobei namentlich der einige siebzig Jahre alte Schäfer Bischoff au» DickerShausen daS große Wort führte und heftig zu krakehlen anfing. Die andern Holzhauer, schwer gereizt, fielen über den alten Mann her und schlugen so lange auf ihn ein, bis er blutüberströmt zu- sammenbrach und tobt vom Platz getragen werden mußte. Die Hauptbetheiligten wurden fcflgenommen. tt Bad Wilduugeu. 6. März. Eine freudige Botschaft, die allseitig mit großer Freude erfüllt hat, ist hier endlich eingetroffen. Auf die verschiedenen Petitionen hat neulich der Eisenbahnminister geantwortet. Er hat bei der Eisenbahn- direction Hannover Auftrag ertheilt, die mit Beginn de» WinterfahrplaneS ausgefallenen beiden Frühzüge Wabern- Wil düngen mit dem 1. April wieder einzuführen. • Frankfurt a. M.. 5. März. Bei den Wahlen zum Gewerbegericht in Frankfurt a. M. haben die Social- bemofraten nicht nur in ber Klaffe ber Arbeitnehmer, fonbern auch in der der Arbeitgeber einen vollständigen Sieg errungen. ÄZr 7d?56) »*< LK ffiertb » i Atkm/ des ®h,te °rderliche„WZ "?lut- die bleiche nerJ,MMÄ ?' b*e l'-h an der °S- Eine Morqen- als Eilenirop^ 18 e'nz'ge dabei zu Lunb Durchnässung $le wen bei diesen >e Beobachtung des sn bW” 'st eine ^ullch, der genaue des Appetites J ^MhMchkeit llfn/ tvird nicht nm thma der Speisen, leibst eine Freude Die Anzeichen des he und Tchnregänse Storch ist zuriirkge- nt schon das Fubel- nen Sänger sliimnen sconcert. Wohl ist feuchten, geschützter vor. Die Winter )aS Kain sich in igt prächtigen Ansatz, h vortrefflich unter der ungewöhnlichen Achtungen hegte der i Herbste durch dir elung zurückgebliek bachters hat er sich Der ©aätenftanb ift er. Die im vorigen Msen chaven durch mrhmaiiges Ueber- isachten, eine gründen. Die Aussichten i in ihrer ursächlichen irn früh nach Alzey- izug 234 sand der chtbarc Weise seinen ahrt an der Kleine mit dem 5opse gegen ‘igei Tod zur ^oigr >r dem Vorsitze W j) heute beim hiesigen turientenexarnen :OT bon 9 gpminanben n Prüfung entbunden bestanden, ^man r»n bir Semiwdr t g!h°r>S, ty“ W 5 P- ** m- IM »'*” SÄH-nnf veranstaltet- K ntlnev- «otfdjaft/ «*S< Lei den ^6V V- ^f? r sonden> Das Gewerbegericht besteht künftig durchweg aus Social- demokraten. * Aus Cftyrenfcen, 1. März. In der Nähe von Inster« bürg ist ein Mord verübt worden. Ein Händler kam auf dem Heimwege durch einen Forst. Da er hungrig war, lud er sich bei drei Holzfällern zu Gast und aß mehrere Kartoffeln und einige Stücke Häring. Trotzdem er hierfür reichlich zahlte, wollten die Leute noch Geld zu Schnaps. Es kam zum Streit, und einer der Arbeiter erschlug den Händler mit der Axt. Die noch warme Leiche wurde von einem Förster unter einem Reisighaufen gefunden. Die Leute sind verhaftet. * Weibliche Mitglieder einer Tchülerverbinduug. In Würzburg wurde eine geheime Schülerverbindung aufgehoben und die Theilnehmer an derselben, Schüler des dortigen Realgymnasiums, sofort entlassen. Das Merkwürdige an dieser Sache aber ist, daß dieser Schülerverbindung, die studentisches Gebühren nachahmte, auch zwei Mädchen im Alter von 16 und 17 Jahren angehörten, welche bei den Kneipereien gleichfalls mit Mütze und Band präsi- dirten. * Zm Karzer. Aus Köthen im Anhaltischen wird folgende Humoreske aus der Wirklichkeit berichtet: Ober schulraihKrüger aus Dessau besichtigte dieser Tage unter Führung des Directors Nikolai die Räumlichkeiten des nenerbauten Ludwigs-Gymnasiums, wobei auch der Karzer nicht vergessen wurde. Hierbei passirte beiden Schulmonarchen das Mißgeschick, daß ein Windstoß die mit Schnappschloß versehene, von Innen nicht zu öffnende Thür zuschlug und sie zwang, eine volle Stunde im Karzer zu „brummen", bis der Schuldiener die Vermißten aufspürte und dieselben aus ihrer unfreiwilligen Gefangenschaft erlöste! Die Gymnasiasten betrachten den Vorfall als günstiges Omen und hoffen, daß sie thunlichst von der Benutzung jenes für alle Zeiten geweihten „Festraumes" ausgeschlossen bleiben. * Die Tochter des Hauses. Vor etwa 20 Jahren fand man in einem Hause des Bezirks Stara Miasta in Warschau ein ausgesetztes kleines Mädchen. Der Hausbesitzer, welcher selbst eine große Familie besaß, sah sich außer Stande, das Kind bei sich aufzuziehen, machte jedoch seinen Miethern den Vorschlag, die Erziehungskosten gemeinsam zu bestreiten. Der Vorschlag wurde angenommen und sämmtliche Miether verpflichteten sich, monatlich ein Gewisses beizutragen, worauf das Kind einer in dem Hause wohnenden Wittwe anvertraut wurde. Die kleine Besteuerung der Bewohner zum Besten der Tochter des Hauses wurde obligatorisch, und auch die neu hinzugekommenen Miether unterwarfen sich ihr freiwillig. Das Mädchen wuchs heran, besuchte eine Elementarschule, worauf sie in einem Wäschemagazin beschäftigt war, während sie stets unter der Aussicht der ältesten Miether stand, und heirathete dieser Tage. Vor der Trauung legt'.n die Bewohner für die Tochter des Hauses zum letztenmal Geld zusammen und schafften ihr eine Aussteuer. * Ertappt. „Liebes Kind, falls ich heute, durch dringende Geschäfte verhindert, nicht zu Tische kommen kann, sende ich Dir eine Depesche". — Frau: „Um Dir Mühe und Kosten zu ersparen, hab' ich mir bereits die Depesche aus der Tasche Deines Ueberziehers genommen." * Blaffer Neid. Primaner (einen Schlüssel betrachtend): „O, Du Glücklicher, Dich ziert doch ein Bart!" * Umschreibung. „Sieh, Adolf, dorr bi üben sitzt Dein Schneider!" — „Bitte, schau nicht hinüber, sonst grüßt er." ' I — „Stehl Ihr nicht gut miteinander?" — „O doch — I aber er ist mir noch die Quittung über zwei Anzüge schuldig!" Scbiffsnacbricfytcm Bremen, 6. März. Der Norddeutsche Lloyd in Bremen erläßt nachstehendes Cticulair: Die Herren Agenten werden hierdurch ermächtigt, von jetzt ab alle Personen, welche sich zur Fahrt im Zwischendeck nach Amerika melden, ohne Weiteres anzunehwen und zwar zum Fahrpreise von Mark 150 für Schnelldampfer nab Newyork, Mark 140 für Postdampfer nach Newyoik, Mark 140 für Postdampier nach Baltimore, lieber Annahme von Passagieren hat die übliche Anmeldung sofort zu erfolgen. Zur Beachtung! Nach dem Einwanderungs-Gesetze der Vereinigten Staaten von Nordamerika ist nur solchen Personen die Landung gestattet, welche erwerbs- und arbeitsfähig sind. Die Landung ist verboten allen Schwachsinnigen, Blödsinnigen, Wahnsinnigen, Krüppeln, Lahmen, Blinden, Taubstummen, Personen mit ansteckenden ober unheilbaren Krankheiten, schwangeren unverheiratheten Frauenspersonen, mittellosen unverheiratheten Frauenspersonen mit ihren Kindern, sowie Sträflingen und Verbrechern. — Die amerikanische Einwanderungsbehörde stellt für die Erlaubniß zur Landung im Allgemeinen als Bedingung Gesundheit, Rüstigkeit, anständige Kleidung und Nachweis des Unterhaltes. Verkehr, Land- nnd Volkswirthschaft. Gießen. 7. März. Der am 28. Februar und 1. März dahier abgehaltene Vieh markt war sehr stark befahren. Es waren auf- getrieben: 1544 Stück Rindvieh und 462 Stück Schweine. Der Handel bei Zucht- und Arbeitsvieh war lebhaft, namentlich bei Ochsen, es zeigte sich am Tage vor dem Markte schon große Kauflust und wurden am selben Tage viele Käufe abgeschloffen. Eine merkliche Aenderung in den Preisen bet Rindvieh war jedoch nicht eir getreten, dagegen waren die Preise bei Schweinen höher als an den letzten Märkten. Nächster Markt Dienstag den 28. und Mittwoch den 29 d. Mts., am letzteren Tage auch Krämermarkt (erster in 1893), und findet an diesem Tage, Morgens 8 Uhr, die Verloosung der Kiämerstände für dieses Jahr statt. Gieße«, 7. März. Marktbericht. Auf bem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter vr. Pfd. x 1,00—1,10, Hühnereier per Stück 6— 4, 2 Stück 11— 4, Käse vr. St. 5—8 4, Käfematte pr. St. 3 4, Erbsen vr. Liter 24 4, Linsen pr. Liter 30 4. Tauben pr. Paar X 0,70—1,00, Hühner pr. Stück X 1,00—1 20, Hahnen pr. St X 1,40-2,00, Enten pr. St. X 1,70 bis 2,00, Ochsevfleisch vr. Vst. 65—72 4- Kuh- und Rindfleisch pr. Pfd. 50—56 4, Schweinefleisch pr. Pfd. 60 -70 4, Kalbfleisch pr. Pfd. 40—50 4. Hammelfleisch pr. Pfd. 40-70 4, Kartoffeln or. 100 Kilo 4,40—5,00 X, Weißkraul pr Stück 5-12 V Zwiebeln pr- Centn er 12,50—0,0) x, Milch m. Liter 12 18 4, Enteneier pr. St. 6 4. Bei der Redaction eingegangene Bücher re.: — Der Himmel der «ocialdemokratie in Traum und Wirklichkeit. Von Rhenanus. 80 Seiten Octao. Verlag von Levy & Müller in Stuttgart. Preis 75 Psg. — Aufgesprungene Hände, rissige Haut wie Hautleiden im Allgemeinen werden heute am besten mit Apotheker A. Flügges Myrrhen - Cröme (Deutsches Reichspatent Nr. 63 592) behandelt, wie die Versuche zahlreicher Aerzte ergeben haben. Apotheker A. Flügges Myrrhen-Erdme ist ü Dose Mk. 1.— in Gießen in allen Apotheken erhältlich. Apotheker A. Flügges Myrrhen-ErSme ist der pat ntirte ölige und verdickte Auszug des Myrrhenharzes. (2145 — Zu jeder Jahreszeit, Sommer oder Winter, ist jedes Bad erquickend, dem eine gehoiige Einfeifung des ganzen Körpers vorausgeht. Grundbedingung ist natürlich die Verwendung einer anerkannt reinen und schärfefreien Seife, weil die Sodaseifen zu sehr brennen und die Haut attaquiren. Ein Bad ohne Einfeifung erfrischt zwar, belebt aber nicht Wer den Vortheil eines Bades voll profitiren will, verwende, weil die weniger abge- härteten Körpertheile auch um so empfindlicher sind, beim Baden Doerings unverfälscht reine und milde Fettseife. Diese bringt nicht allein die Ilnreinlichkeiten und Schärfen des Körpers alsbald zur Ausscheidung, sie beseitigt auch die Nachtbeile erhöhter Schweißabsonderung als das lästige Jucken und Wundsein, namentlich bei den Wohlbeleibteren, und begünstigt die normale Thäligkeit der feinen Hautporen. Die Wohltbat, die ein solches Bad bietet, wiegt tausendfach die Ausgabe von 40 Pfg. auf, für welche Doerings Leise mit der Eule zu haben ift. [92 Engros-Verkauf: Benner L Krumm, Giessen. — Mens sana in corpore sano. Wer den Spruch, daß nur in einem gesunden Körper ein frischer Geist thätig fein kann, an sich selbst erfüllt sehen will, muß vor Allem baiür sorgen, daß durch regelmäßige Verdauung reichlich-r Meng«n vonNährstoffen, im Organismus womöglich etwas mehr Nährstoffe abgelagert werden, als solche durch die Tbätigkeit des Lebens zum Verbrauch gelangen. Wem aber aus irgend welchen Gründen die Erfüllung dieser Bedingung nicht leicht wird, der veriäume nicht, durch den Genuß von Kemmerichs Fleisch-Pepton bannige zu thun, was er sich und seinen Angehörigen schuldig ist. Der Fleischbrühe, den Saucen, wie den meisten anderen Speisen zugesrtzt, liefert es eine leicht verdauliche, angenehm schmeckende und dabei sehr ausgiebige Nahrung, die ein Gefühl der Behaglichkeit und erhöhte 9Ii betlsfraft per Vcbafft,______________>2146 f«ttJvf bei Gebrüder Stamm bu- lwonste flllVll Auswahl der neuefhn Buckskin-, Cheviot- und Kammgarne rc. zum meterroeifn Per kaut w vohl als auch zur bette" Anfertigung nach Maß auf eigner W->kstäite. Fertig Herren- und Knabenanzüge, Havelock-, Paletot- «nd Joppen re. ui i-hr MUIa n '1‘telfen. 1118 Lanolin ■Toilette-Cream- Lanolin der Lanollnfabrik, Martinikenfelde bei Berlin Vorzüglich zur Psiege bet Haut. __ „ ,» »zur Reinhaltung und Be- )r Vorzüglich bcdunq wunder Haulslellen ” und Wunden. »An ,cht Vnrviifllirh zur Erhaltung guter Haut, de- Schutt"1*^ VOrZugilGn sonder»bei kleinen Kindern. Zu haben in Zinntuben ä 40 Pf. in Blechdosen & 20 u. 10 Pf. in den meisten Apotheken und Drogerien. 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Man verbrenne ein Müsterchen des Stoffes, von dem man kaufen will, und die etwaige Verfälschung tritt sofort zu Tage: Aechte, rein gefärbte Seide kräuselt sofort zusammen, verloscht bald und hinterläßt wenig Asche von ganz hellbräunlicher Farbe. — Verfälschte Seide (die leicht speckig wird und bricht) brennt langsam fort, namentlich glimmen die „Schußfäden" weiter (wenn sehr mit Farbstoff erschwert), und hinterläßt eine dunkelbraune Asche, die sich im Gegensatz zur ächten Seide nicht kräuselt, sondern krümmt. Zerdrückt man die Asche der ächten Seide, so zerstäubt sie, die der verfälschten nicht. Die Geidenfabrik G. Henneberg, (K. u. K. Hoflieferant) Zürich versendet gern Muster von ihren echten Seidenstoffen an Jedermann und liefert einzelne Roben und ganze Stücke porto- und zollfrei ins Haus. 1970 3648) Tausendfaches Lob, notariell bestätigt, über Hollünd. Tabak von B. Becker in Seesen a. Harz 10 Pfd. lose t. Beutel fco. 8 Mk hat d. Exp. b. Bl. eingesehen. TIIPT Hl! ROO RH f" n Kai«. 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Lob des Gesangs von Maurer 9. 10. 11. ver stanlage v Achtungsvoll 2170 110.30 »elsenk. Bergw^Act. RrichSbank-DiScort 3 pCt. — Aranknrrler Bick DiScont 3pLt. Bauer scher Gesangverein. Bauer'scher Gesangverein Geeammtchor. 191.30 141.00 154.10 115.10 105.00 286.75 103.00 92.37 401.75 208.50 157.00 108.60 112.10 64 20 Wittwe des Directors des Königl. Polytechnikums zu Stuttgart 1893, im Alter von 75 Jahren nach längerem Leiden zu sich zu rufen. Theilnahme bittet im Namen der Hinterbliebenen Lomb. E--B.-Act. Buichtherader E.-B.-Act. Slbthal-Bahn-AcL Gotthard-Bahn-Sct. Schweizer Nordost.-B^Aci. Mainzer E.-B.»Act. Marienburger E.-B.-AcL DtSconio-Lommand.-Anth. Darmstädter Bank»Lct. Dresdener Bant-Act. NorLd. Lloyd-Lct. Wiener Bankoer^Nct Qest. Eredit-Act. Ital. MMdmeerbahn Id Gesammtchor. Harmonie Glessen. Liedertafel Marburg Herr Langenhagen. 151.00 | Ber. KSnigS-Laurab.-Let. Levdeuz: fest. ai Schweizerlied von J. Heim b Blümleins Tod von V. Nessler Erstes Concert für die Violine von de Beriot . . . a Wiegenlied von Schubert b) An einem Bächlein englisches Madrigal) von Waol- Schwedisches Hochzeitslied von Södormann . . . Gesammtchor Männergesangverein Wetzlar Montag, 6. März Um stille 12. Barbarossa für Mannerchor. Solo-Quartett u. Orchester von Jakobs 1. Deutsches Bundeslied für Männerchor, Solo-Quartett und Orchester von Lichner......... 2. Frühlingslied von C. Wilhelm a) Maienzelt von J. Beltz......... b) 0 wie herbe ist das Scheiden von Silcher . Finale a. d. Op. Aida von Vor di (mit thaebischen Trompen). a) Torgauer Marsch, bearb. von R. Schwalm . . . b) Lützows Jagd von C. M. v. Weber...... Kindermädchen kräftiges. deS Taps über gesucht. 12080 Bahnhvfstratze 49, II. 2176] Eine WertstLtte zu vermtethen Frankfurterstratze 11. Es hat dem allmächtigen Gott gefallen, unsere liebe Mutter, Schwiegermutter, Grossmutter und Urgrossmutter Leitung des Herrn Otto Gör lach. PKOGRAMM: Erinnerung an den Feldzug 1870/71« wv U. a.: Schlachten, Attacken, WT-Gpifoben von Parts und Graoelotte, zerschossene Schlöffer, Häuser, Brücken, sowie Verschanzungen 12144) vermischte Anzeigen. 2162] E «eselle u. c Lehrling gei. I v. Ar. Hainer Schuhm, Bahnhofstr. 15. Frau Karoline Holtzmann geb. Sachs 97.60 93.10 23.00 6010 Gustav Laichinger, Schuhmacher, 26 MarkUtrasHe 26. Schlutzcourie 1 Uhr 15 Min. 87.65 4 pCt. Ung. Gold-Rente 101 30 5 pCt. Jtal. Rente 87.65 3 pEt. Portugiesen 101.25 4 pEl. Griech. Monopol-Rnl. ^GrÖBBteTn Grabsteinlager id OberhewsenB. Ausstellung: Grünbergerat 7 8«W Glhp FrtiM. ” Hewel 4. 5. Karten im Vorverkauf sind zu haben in der Mu’ikal enhan IIu • ' Challler, Neuen weg, und bei Dan. Hell. Lindenplatz *«|.. -i'i Mk 1.5V, I. Platz 1 Mk., II. Platz 70 Pfg. An der Kasse: Sperrsitz Mk. 1.50, I. Platz Mk 1.20, II. Platz *0 Pfg. Illnttrirtt Vamen-Zeiluny für Itioht, Handardeii uni) llnlftljaltung. Abonnementspreis = 2’/a Mark — vierteljährlich. 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Die einzige große Modenzeitung, welche alle 8 Tage erscheint, ist Der Bazar Alle Postanftalten und Buchhandlungen nehmen jederzeit Abonnements an. ----Probe-Nummern versendet auf Wunsch unentgeltlich die Administration des „Bazar", Berlin SW., Charlottenstr. 11. Geschäfts - Eröffnung. 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