Nr. 7 irrstes Blatt Sonntag den 8 Januar 1893 des h K\\\ k 'liebens enplatz 1, Laden. ?Är “Vörfur^Wf » Wttbltimttt eröffne lun{ Metten in meiner rgebenst ein. ltn ^50 v*, für Kinder ’M 8-12 Uhr und Noch- (323 ^olia. ;cpaf)t! ul’ t Suhail —^Vorstand g-UnimW iern,ntDii3uvtVv v ^r.- L-SWL r^Äfwnb« ™i> £s&?srsö= "ÄnönTj JWtu ottmtdp- mit । $)ttuntereSobov ISgiSäT“* ” df'iU f ??1?L -ZKLM? ^SSÄ?2 «gijd: nderung. in meinem Neubau öft, aas junior. zzzzzzzzzF Besen | ikat. g )|ger (A. Welz), * SiSgS ’i, auf Verlangen auch früher, jv Iben-_______-77 ^"*t,ugXi Balser 10.[308 Der Turner Auzetger erscheint täglich, «M ÄuSnahmr des RontagS. Dir Gießener Lr den U»>.,gee- eal,,geu_ Amtlicher Theil. Gießen, den 30. December 1892. Betr.. Die Ausführung der allgemeinen Bauordnung, hier die Vorlage von Baugesuchen. Das Grobherzogliche Kreisamt Gießen nn die Grostherzoglichen Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Nachdem sich im verflossenen Jahre bei Erledigung von Baugesuchen infolge der vielfach erforderlichen ordnungsmäßigen Feststellung der Baufluchten wiederholt lästige Verzögerungen für die Baulustigen ergeben haben, empfehlen wir Ihnen, im laufenden Jahre auf eine möglichst frühzeitige Vorlage der in Aussicht stehenden Bauprojecle durch diesbezügliche ortsübliche Bekanntmachung hinzuwirken. ________v. Gag ern._____________________ Bekanntmachung, betreffend die Prüfung der Bewerber um die Berechtigung zum einjährig-freiwilligen Militärdienst im Frühjahr 1893. Diejenigen jungen Leute, welche beabsichtigen, sich der im Frühjahr 1893 stattfindenden rubr. Prüfung zu unterziehen, werden hierdurch aufgefordert, ihre deßfallsigen Gesuche um Zulassung bei Meidung des Ausschlusses von dieser Prüfung spätestens bis zum 1. Februar 1893 bei der unterzeichneten Commission einzureichen. Hinsichtlich der Anbringung der Gesuche wird im Speziellen das Folgende bemerkt: 1. Das Gesuch ist bei der unterzeichneten Prüfungs»Commission nur dann anzubringen, wenn der sich Meldende im Großherzogthum Hessen seinen dauernden Aufenthaltsort hat. 2. Die Zulassung zur Prüfung kann nicht vor vollendetem 17. Lebensjahr erfolgen. 3. Das Gesuch muß von dem Betreffenden selbst geschrieben sein. Auch erscheint es zweckdienlich, wenn stets die nähere Adreffe angegeben wird. -1. Dem Gesuche sind folgende Papiere beizufügen i a. Geburtszeugniß; b. Cinwilligungs-Attest des Vaters oder Vormundes mit der Erklärung über dessen Bereitwilligkeit, den Freiwilligen während einer einjährigen activen Dienstzeit zu bekleiden, auszurüsten, sowie die Kosten für Wohnung und Unterhalt zu übernehmen. Die Fähigkeit hierzu ist obrigkeitlich zu bescheinigen und muß die Unterschrift des Vaters oder Vormundes beglaubigt sein,- c. ein Unbescholtenheitszeugniß, welches von der Polizei- Obrigkeit oder der vorgesetzten Dienstbehörde auszustellen ist,- d. ein selbstgeschriebener Lebenslauf. 5. In dem Gesuche ist außerdem anzugeben, in welchen zwei fremden Sprachen (von Französisch, Englisch, Lateinisch und Griechisch) der sich Meldende geprüft sein will. 6. Ist bereits früher ein Gesuch um Zulassung zur Prüfung eingereicht worden, so bleibt dem erneuten Gesuche nur ein Unbescholtenheitszeugniß beizulegen. Ueber die Anforderungen, welche an die zu Prüfenden gestellt werden, gibt die Prüfmrgs-Ordnung (Anlage 2 zur Wehr-Ordnung vom 22. Novbr. 1888 — Regierungs-Blatt Nr. 5 von 1889) Aufschluß. Bezüglich des Prüfungstermins, sowie des Locals, in welchem die Prüfung stattsindet, erfolgt ev. weitere Bekanntmachung- auf specielle Ladung kann nicht gerechnet werden. Darmstadt, den 19. December 1892. Großh. Prüfungs-Commission für einjährig Freiwillige. Der Vorsitzende: Dr. Zeller. Gefunden. 1 Boa, 1 neue Hose, 1 Taschentuch, 1 Pelzkragen, 1 Sporn, 1 Filzhut, 1 Messer, 1 Säckchen, 1 Brieftasche, 1 Handschuh, 1 Portemonnaie mit Inhalt, 1 Brosche, 1 Pritsche und 1 Haarreif. Zugeflogen: 1 Taube. Gießen, den 7. Januar 1893. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Fresenius. Lotttische Wochenschau. Gießen, 7. Januar 1893. Zu der neuen Militär Vorlage hat sich nunmehr auch Se. Majestät der Kaiser ausdrücklich bekannt, wie bereits an anderer Stelle von unserer Zeitung hervorgehoben worden ist. Das Bekanntwerden dieser Thatsache hat an der Sachlage nicht viel geändert, da es ja von vorneherein klar sein mußte, daß der Reichskanzler eine Vorlage von so weittragender Bedeutung, wie es die Militärvorlage ist, nicht hätte einbringen können, wenn sie nicht den Anschauungen Sr. Majestät in jeder Beziehung entgegengekommen wäre. Nur soviel ergiebl die offene Meinungsäußerung Sr. Majestät, daß der Reichskanzler nicht genöthigt sein wird, zurückzutreten, wenn die Mehrheit unseres Reichstages die Grundgedanken der Militärvorlage für irrig erklärt, sondern daß eine Reichstagsauflösung erfolgen wird, wenn es zu keiner Verständigung kommen sollte. Auf eine solche hoffen allerdings weite Kreise. Andererseits aber haben sich die führenden Organe der Oppositionsparteien bereits ausgerechnet, daß bis zum 13. März frühestens die Neuwahlen stattfinden werden. — Vorläufig wird sich der Reichstag, in den Plenarsitzungen wenigstens, mit anderen, weniger tiefeinschneidenden Fragen der Gesetzgebung befassen. Neu vorgelegt ist ein Gesetzentwurf über die Abzahlungsgeschäfte, der sich wesentlich des Käufers gegenüber dem Verkäufer ' annimmt. Auch nach der neuen Vorlage soll zwar dem Verkäufer daS Eigenthumsrecht an einem auf Abzahlung verkauften Gegenstände so lange zustehen, als nicht alle Theil- zahlungen geleistet sind, er soll aber künftighin in dem Falle, : daß der Käufer die letzten Raten nicht mehr zu zahlen vermag, verpflichtet sein, den verkauften Gegenstand zurückzu- > nehmen und die bereits erhaltenen Theilzahlungen zurück- i zuerstatten - für die Abnutzung und möglicher Weise vorge- ! kommene Beschädigung des verkauften Gegenstandes bestimmt . der Richter die Höhe der Vergütung. Ebenso wird die « Festsetzung der Vertragsstrafen bei Nichterfüllung ausgemachter Bedingungen dem freien Ermessen des Richters überlassen. Die ganze Restschuld endlich soll hinsürder nur dann fällig । sein, wenn der Käufer mit mindestens zwei Theilzahlungen ! im Rückstände ist. — Eine Novelle zum Wuchergesetz von 1880 dehnt die Bestimmungen des letzteren, welche seither nur auf Geldgeschäfte Bezug hatten, auf alle zweiseitigen Rechtsgeschäfte zu wirthschaftlichen Zwecken aus. Es würde demnach künftighin überall da eine Bestrafung in Aussicht stehen, wo ein Geschäftsmann unter Ausnutzung der Noihlage, des Leichtsinns und der Unerfahrenheit eines Anderen einen Vermögensvorrheil erzielt, welcher nach dem J Erachten des Richters in auffälligem Mißverhältniß zu der vollbrachten Leistung steht. Allerdings sollen im Wesentlichen nur solche Fälle in Betracht kommen, in denen es sich um ein erwerbs- oder gewohnheitsmäßiges Vorgehen der bezeichneten Art handelt, weil, abgesehen von Geldgeschäften, für deren Beurtheilung der herrschende Zinsfuß einen gewissen Maßstab abgiebt, nur sehr schwer im einzelnen Falle festzustellen ist, inwieweit Leistung und Gegenleistung in einem angemessenen Verhältnisse oder im Widerspruch zu einander stehen. — Ein Gesetzentwurf in Betreff e lectrisch er Anlagen beschäftigt int Augenblick den Bundesrath. Wir werden auf denselben zurückkommen, sobald er dem Reichstage zugegangen ist. Fenilletsn. Irrwege. Novelle von F. von Pückler. (5. Fortsetzung.) „Graf Ronau will eben sehr hoch mit seiner Tochter hinaus. Doch Geduld, Isa, die Ronaus sollen nicht lange .mehr geringschätzig auf Dich blicken, Du sollst nun bald meinen Namen führen- ich versprach Deiner Mutter, daß Du einst mein Kind sein werdest und ich will es halten, wenn Dein Vater keinen Einspruch erhebt." „Mein Vater, — Gott mag wissen, wo der arme Mann jetzt lebt, — wird wohl schwerlich Widerspruch erheben, wenn seine Tochter von ihrem Wohlthäter adoptirt werden soll. Aber was wird Tante Sophie dazu sagen? Sie ist so stolz auf ihre Ahnen und den reinen Stammbaum." „Thorheit!" rief Herr v. Waldstein. Er runzelte die Brauen. „Meine Schwester wird sich meinem Willen nicht widersetzen. Zudem bin ich in dieser Angelegenheit mein eigener Herr." „Die Tante Sophie scheint mir überhaupt nicht mehr gut zu sein," meinte das junge Mädchen nachdenklich. „Als ich neulich aus der Pension zurückkehrte, hielt sie mir eine strenge Rede und sagte zu mir, daß ich nicht so hochmüthig und flatterhaft wie meine Mutter werden sollte, sonst müßte ich das Schloß verlassen." „Wie durfte sie es wagen, Dir solche Vorwürfe zu machen," brauste Waldstein auf. Doch mit lieblich bittendem Blicke legte Isa ihre Hand auf seinen Arm und sagte flehend: „Bitte, sage ihr nichts davon, lieber Onkel. Sie meint es gewiß gut mit Dir und möchte, daß ich Dir alle Liebe vergelte, die Du mir erwiesen. Und das will ich auch, so wahr mir Gott helfe!" „Mein Liebling! Durch Dich erst fiel ein Sonnenstrahl in mein einsames Leben - Du bist für mich Deiner Mutter theures Vermächtniß — ich habe sie einst sehr, sehr geliebt." Die Stimme des ernsten Mannes zitterte und seine Hand griff fester in die Zügel, um Fassung zu erlangen- neunzehn Jahre waren vergangen, daß er die Geliebte verloren, — vergessen hatte er sie niemals! „Reite nach Hause, Kind \" fuhr er nach Siner Pause ruhig fort, „ich will noch einmal drüben beim Vorwerk nachsehen- dort sollen einige Bäume gefällt werden und muß ich den Jnspector darüber sprechen." „Gut, lieber Onkel! Auf Wiedersehen!" Gedankenvoll lenkte Isa ihren Rappen nach dem Schlosse zu- sie muß immer wieder an Herrn von Waldsteins zuckendes Gesicht und seine bebende Stimme denken, als die Rede auf ihre Mutter gekommen. Wie mußte er sie geliebt haben, daß er noch jetzt so treu ihrer gedachte. „Würde ich, wenn es das Schicksal von mir verlangt, so selbstlos sein können, dem eigenen Glück zu entsagen um des Geliebten willen?" murmelte sie träumerisch, „ich glaube nein — und doch, wenn ein Mann es vermag, muß es auch die Frau durchsetzen. Im Entsagen soll ja ein Frauenherz noch größer sein als ein Männerherz." Sie blickte in die Ferne in den noch blätterlosen Buchenwald und den blauen Frühlingshimmel- das junge Mädchenherz schlug höher, es sehnte sich unbewußt nach dem Köstlichsten, was das Menschenleben besitzt, nach der Liebe, und tief drinnen in ihrer Brust flüsterte es leise, ganz leise von schönen Hoffnungen und bangem Sehnen. Bald war die schmucke Reiterin an der großen Freitreppe des Schlosses Waldstein angelangt, mit Hilfe des alten Kutschers, stieg sie vom Pferde und eilte ins Schloß, wo ihr eine nicht mehr junge Dame ziemlich griesgrämig entgegenkam. „Kommst Du endlich, beste Isa," frug sie scharf, „es ist schon recht spät geworden und Du kannst Dich nur rasch umziehen und an die Malerei gehen." „Verzeih, Tante Sophie," bat das junge Mädchen freundlich, „es war so köstlich im Walde und der Onkel erfüllte meine Bitte, recht lange zu bleiben - er ist nur noch bis zum Vorwerk geritten." „Ja, wenn Du einmal im Sattel sitzest, kommst Du so bald nicht wieder heraus," erwiderte Fräulein v. Waldstein und zuckte spöttisch mit den Achseln, „das ist Erbtheil Deiner Eltern." Isa biß sich auf die Lippen, doch sie entgegnete nichts und eilte in ihr Stübchen, um das Reitkleid mit einem dunkelblauen Hauskleide zu vertauschen. Wenn Fräulein Sophie so herb und unfreundlich gestimmt war, half nur Schweigen über die spitzen Reden, und das junge Mädchen that es Onkel Alfred zu Liebe, wenn schon ihr Blut heftig aufwallte. Es verstrich wohl eine Stunde und Herr v. Waldstein kam noch nicht zurück. Die beiden Damen saßen zusammen und arbeiteten an einer Staffelei. Das Essen sollte bald aufgetragen werden, doch der Hausherr fehlte noch immer. „Das kommt davon, weil Alfred Junggeselle geblieben ist," begann Sophie spitzig, „nun hat er allerlei Unarten sich angewöhnt, die ihm eine Frau wohl abgewöhnt hätte- aber sein Eigensinn, nach jener Erfahrung mit einem treulosen Mädchen nie mehr an eine Heirath zu denken, ist unverändert derselbe." Isas Geduld war beinahe zu Ende, noch hielt sie an sich, aber ihre Lippen bebten. Es war nicht leicht, die tobte Mutter so schmähen zu hören. „Ueber Deine Zukunft hat mein Bruder wohl noch gar nicht gesprochen?" fuhr die unerbittliche alte Jungfer fort, „eigentlich wird es nun bald Zeit, sich nach einer anderen Stellung für Dich umzuthun, denn Du wirst doch nicht daran Im Auslande haben sich keinerlei neue Ereignisse von Bedeutung zugetragen. In Oesterreich gehen die Finanzoperationen aus Anlaß der österreichisch-ungarischen Valuta- regulirung, nachdem sie zuerst aus einige Schwierigkeiten gestoßen sind, nunmehr glatt von Statten. In Ungarn regt sich bereits jetzt die clericale Opposition gegen die geplante Einführung der obligatorischen Civilehe. — In Argentinien nimmt der in der Provinz Carrientes ausgebrochene Aufstand eine immer weitere Ausdehnung an. Deutscher Reich. Berlin, 6. Januar. Der Bundesrath beschäftigt sich gegenwärtig auf Antrag Bayerns mit der gesetzlichen Regelung einer Einschränkung des Hausirhandels. Die Gewerbeordnungsnovelle vom 1. Juli 1883 hatte Verschärfungen für den Gewerbetrieb im Umherzi-hen vorgesehen, jedoch war daraus eine Einschränkung des Hausirhandels nicht erreicht worden. Im Gegentheil, seitdem hat der letztere an Umfang stets zugenommen. Im Jahre 1884 wurden im deutschen Reiche 212,341 Wandergewerbescheine für Hausirer ausgestellt - 1885:215,272, 1886: 219,132, 1887: 220,770, 1888: 222,900 und 1889: 226,511. In diesem verhält- nißmäßig kurzen Zeitraum hatte sich demnach die Zahl der Hausirer um 6,67 Procent vermehrt. Die Erweiterung hat sich jedoch nicht etwa gleichmäßig oder annähernd gleichmäßig über sämmtliche Einzelstaaten erstreckt. Es gibt vielmehr eine große Anzahl Bundesstaaten, in denen die Zahl der Hausirer abgenommen hat, so Baden, Mecklenburg-Schwerin und auch Bayern. In Bayern betrug im Jahre 1884 die Zahl der für Hausirer ausgestellten Wandergewerbescheine 20,663 und 1889 nur 19,131. Dafür hat sich in anderen Bundesstaaten die Hausirerzahl um so stärker vermehrt. In Preußen ist sie in denJahren 1884—1889 von 117,570 auf 126,460 gestiegen. Die stärkste Zunahme in der Hausirerzahl hat jedoch von den größeren Bundesstaaten Hessen aufzuweisen, wo die Zahl von 2778 auf 6323 oder um 127 Procent gestiegen ist. Hessen zunächst kommt Elsaß- Lothringen, in welchem 1884 noch 8919, 1889 schon 11,589, d. h. in letzterem Jahre um nahezu 30 Procent mehr als im ersteren Hausirscheine ausgegeben wurden. Berlin, 6. Januar. Der angekündigte Besuch des Großfürsten Thronfolgers Nicolaus von Rußland am Berliner Hofe anläßlich der Vermählung der Prinzessin Margarethe von Preußen gilt jetzt als sicher. Es verlautet in politischen Berliner Kreisen, daß der russische Thronfolger zugleich ein Handschreiben seines kaiserlichen Vaters an Kaiser Wilhelm überbringen werde, welcher Vorgang, sollte er zur Thatsache werden, allerdings die dem bevorstehenden Besuche des erlauchten Gastes zugeschriebene politische Bedeutung erkennen lassen würde. Norreste Nachrichten. Wolffs telegraphisches Correspondenz-Bureau. Berlitz, 6. Januar. Heute Abend fand beim Reichskanzler ein Diner statt, an dem der Kaiser theilnahm. Bei Tische saß dem Kaiser gegenüber der Reichskanzler, rechts vom Kaiser der Ministerpräsident Eulenburg, links der Staatsminister Bötticher. Zur Linken des Reichskanzlers befand sich der Botschafter General Werder, rechts General Hahnke. Anwesend waren ferner der Kriegsminister, die Staatssecretäre Stephan, Marschall und Maltzahn, der Admiral Goltz, Geheime- rath Lucanus, Staatsminister Delbrück, Oberhofmarschall Eulenburg, Präsident Levetzow, Generalstabschef Schlieffen, Ministerialdirector Reichardt, sowie mehrere Gesandte und Bundesrathsmitglieder. Der Kaiser verweilte in ausgezeichneter Laune im Reichskanzlerpalais bis nach 11 Uhr. Berlin, 6. Januar. Eine öffentliche Volksversammlung beschäftigte sich gestern Abend mit dem Erlaß des Cultus- Ministers Dr. Bosse, wonach Dissidentenkinder gedenken, dieses thatenlose Leben als verzogenes Schloßfräulein hier weiterzuführen." „Wie meinst Du, Tante?" stotterte Isa todtenbleich, „Onkel Alfred will mich nicht von sich lassen." „DaS geht aber nicht!" rief Sophie erregt, „Deine Er. ziehung hat ihm viel gekostet und Du darfst nicht annehmen, fortan als seine Tochter Dich im Leben amüsiren zu können. Nein, mein Kind, das geht doch nun einmal nicht." Isa fuhr empor, todtenbleich, an allen Gliedern zitternd, und deutete mit den Fingern hinaus/ offenbar hatte sie die letzten bösen Worte gänzlich überhört. „Was ist das Tante, um Gotteswillen, — sie bringen eine Tragbahre — und des Onkels Pferd —" Pinsel und Palette sielen zur Erde, Isa flog aus dem Zimmer die Treppe hinab zur Hausthür gerade in dem Moment, als man die Bahre zur Erde setzte- auf derselben lag Herr v. Waldstein, bleich, leblos und von der Schulter deS herabhängenden rechten Armes quoll das Blut hervor. „Allmächtiger! Was ist geschehen?" frug Isa in ver- löschendem Tone und sank nieder neben dem geliebten Oheim, seine linke Hand mit heißen Küssen bedeckend. Ebenfalls todtenbleich trat der Jnspector näher. „O, gnädiges Fräulein, dieses Unglück! Der gnädige Herr ist von einem umstürzenden Baume an der Schulter getroffen worden, ehe auch nur einer von uns zusprtngen konnte. Ich habe schon nach dem Arzte gesandt und wir wollen nun den Patienten ins Zimmer tragen." Jetzt war auch Fräulein von Waldstein klagend und jammernd herbeigekommcn und hatte die Leute mit einer Fluth von Schmähreden überhäuft, so daß der Kranke, mühsam die Augen aufschlagend, sagte: „Sophie — sie sind — ohne — jede Schuld —" Als der Arzt erschien und die Dame sich zu ihm wandte, runzelte er die Stirn und sagte nicht allzu verbindlich: „Zu- erst meine Gnädige, werde ich Sie ersuchen müffen, Fräulein Isa und mich mit dem Patienten allein zu laffen. Ich werde zwungen werden, confessionellen Religionsunterricht zu besuchen. Die Versammlung war von 500 Personen, darunter vielen Frauen, Unabhängigen und Anarchisten, besucht. Das Referat hielt der socialdemokratische Stadtverordnete Vogtherr. Es gelangte eine Resolution zur Annahme, welche die enrschiedene Mißbilligung des ministeriellen Erlaffes auS- sprich'^, ttzelseukircheo, 6. Januar. Der „Gelsenkirchener Zeitung" zufolge beschloß eine zweite große Bergarbeiter-Versammlung, am Montag den Strike zu beginnen. Saarbrücken, 6. Januar. In den Gruben Dilsburg und Wellesweiler sind die Belegschaften wieder vollzählig angefahren. — Aus Reden wird von heute berichtet: Zahlreiche auswärtige Arbeiter, die zu Beginn des Ausstandes in ihre Heimath gegangen waren, kehrten mit den Eisenbahnzügen zurück und nahmen die Arbeit wieder auf. Paris, 6. Januar. Für den Fall, daß Baihaut wegen Handlungen, die er als Minister im Jahre 1886 begangen hat, vor den Senat als Staatsgerichtshof gestellt werden sollte, müßte die Regierung die betreffenden Handlungen zur Kenntniß der Kammer bringen, der es obliegen würde, eine neuerliche Untersuchung des Falles vorzunehmen, bevor sie den Angeschuldigten dem Gerichte übergibt. Die Kammer würde hierbei auf Schwierigkeiten stoßen, weil kein Gesetz besteht, das das Verfahren der Voruntersuchung und der Anklage im Einzelnen regelt. — Die Abendblätter behaupten, Baihaut habe 1886 als Arbeitsminister den amtlichen Bericht des Ingenieurs Rousseau, welcher den Panama Canal als nahezu unausführbar und seine Kosten als unübersehbar bezeichnete, mit Beihilfe BlondinS und der Panama-Admini- stratoren gefälscht. Der damals im „Temps" veröffentlichte, als offiziell bezeichnete Bericht besagt, der Panama-Canal würde 1892 vollendet werden und nicht mehr als zwei Milliarden kosten. Liverpool, 6. Januar. Um Mitternacht brach in einem sechsstöckigen Speicher in Jumper Street, der hauptsächlich mit Baumwolle angefüllt war, Feuer aus, das erst heute Mittag bewältigt wurde. Nahezu 11,000 Baumwollballen sind verbrannt. Der Schaden wird auf 200,000 Lstr. geschätzt. Zwei Feuerwehrleute sind umgekommen. Depeschen des Bureau „Herold". Berlin, 6. Januar. In der gestrigen Versammlung zahlreicher deutscherHandels-undBörsenvor stände, welcher Geheimerath Frenzel präsidirte, wurde der von der Berliner Aeltesten-Commission vorgelegte Entwurf gegen die Börsensteuer berathen und mit einigen Zusätzen angenommen. Gleichzeitig wurde beschlossen, die in der Frankfurter Petition niedergelegten Anschauungen zu billigen und dies dem Reichstage mitzurheilen. Saarbrücken, 6. Januar. Der Strike dauert fort. In der Nähe von Neunkirchen kam es zu Excessen zwischen Ausständigen einerseits und Beamten und arbeitenden Bergleuten andererseits. Der Oberpräsident bewilligte heute den Empfang einer Deputation in Coblenz, nachdem das Comitü der Strikenden den Landrath um Vermittelung gebeten hatte. Die Bergleute Berwanger, Bachmann und Kron wurden heute verhaftet. Die gestern stattgehabte Frauenversammlung forderte auf, weiterzustriken. Essen, 6. Januar. Die Bergleute hielten heute eine Versammlung ab, in welcher beschloßen wurde, den Berg- arbeiterstrike im Saarrevier zu unterstützen. Am Sonntag wird eine Versammlung der Vertreter der Bergleute Näheres beschließen. Esten, 6. Januar. Eine heute hier stattgehabte, zahlreich besuchte Bergarbeiter-Versammlung erkannte in einer Resolution die Berechtigung des Ausstandes im Saarrevier an und beschloß, die Kameraden an der Saar mit allen Kräften zu unterstützen. Ein gleichzeitig ernanntes Comitv soll die Stimmung der Bergleute im Essener Revier den Bader aus dem Dorfe noch kommen laffen, Herr von Waldstein muß chloroformirt werden, ehe ich die stattgefundene Quetschung untersuchen und verbinden kann." „O nein, ich kann viel eher Ihnen helfen als Isa, die so völlig unerfahren ist." „Ich will es versuchen, lassen Sie das Fräulein immer- hin hier, — ich werde Sie benachrichtigen, wenn es so weit ist." Nun folgte eine trübe, schwere Zeit. Das Wundfieber trat mit solch ungewohnter Stärke und Consequenz auf bei dem Patienten, daß der Arzt erstaunt und bedenklich den Kopf schüttelte. „Wo soll das hinaus," murmelte er vor sich hin, „die Kräfte auch des Gesündesten halten solche hohe Temperatur nicht aus und ich habe keine Mittel mehr dagegen. Es hilft alles nichts." Bleich, angstvoll, aber doch ruhig und besonnen saß Isa Tag für Tag am Bette des Onkels, um ihn voll rührender Liebe und Hingebung zu pflegen. Kein Mensch außer ihr verstand es so gut, ihn zu verbinden, die Kiffen zurechtzurücken und das Fiebermittel einzutropfen- wenn sie sich über den Kranken beugte, hellte sich sein Antlitz auf, er lächelte schwach. Fräulein Sophie war empört über diesen Eingriff in ihre Rechte, aber kein heftiges Wort, keine boshafte Be- merkung verscheuchte Isa- sieblieb auf ihrem Posten, da auch der Arzt es energisch verlangte. Nur wenn Herr v. Waldheim schlief, wenn alles umher still geworden, kniete das junge Mädchen an seinem Lager nieder und weinte bitterlich- sie sollte ja fort von hier, wo sie gemeint, eine Heimath zu finden , sollte hinaus m d,e Welt, welche so fremd und kalt vor ihr lag. Aber sie war nicht Onkel Alfreds Kind, sondern nur eine Waise, die er hatte erziehen laffen. (Fortsetzung folgt.) erforschen. Eine definitive Beschlußfaffung erfolgt in der für Sonntag anberaumten Versammlung. Verschiedene Redner schlugen einen sehr gereizten Ton an und rietben zum Strike, andere riethen entschieden davon ab. Heute Nachmittag finden in Dortmund und Gelsenkirchen Versammlungen statt. Lübeck, 6. Januar. In Oldesloe wurde der frühere Artillerist Fuchs verhaftet, weil derselbe zwei Patentzünder entwendet und dieselben einer auswärtigen Macht angeboten hatte. Einer der entwendeten Patentzünder wurde bei Bekannten des Fuchs in Lübeck aufgefunden. Paris, 7. Januar. Die Untersuchungs-Commission stellte fest, daß die Petittonen zu Gunsten der Panama-Angeklagten von selbst inscenirt worden sind. Der Sohn Jules Simons soll hervorragend dabei betheiligt und bestochen worden sein. Paris, 7. Januar. Das Antisemiten-Meeting in der Vauxhall gestaltete sich zu einer großen Demonstration für den Ehrenpräsidenten Rochefort. Drumont und Marquis de Morös entwickelten das sociale Programm und forderten die Rückgabe alles unreell erworbenen Vermögens, des gesummten in Händen der Juden befindlichen Capital- und die Abschaffung der bürgerlichen Rechte für die Juden. Zweihundert Polizisten waren zur Aufrechterhaltung der Ordnung aufgeboten. Algier, 7. Januar. Große Schwärme von H e u s ch r e ck c n verwüsten den Norden. Locales unt ^provinzielles. Gießen, den 7. Januar 1893. — Neues Theater. Vor einem zahlreich erschienenen Publikum gelangte Freitag als letztes Gastspiel deS Hofschauspielers Herrn Hacker „Zopf und Schwert", Lustspiel in 7 Abtheilungen von Karl Gutzkow, zur Aufführung. „Zopf und Schwert" wurde 1843 geschaffen und ist ein klassisches Musterstück. Zu Grunde liegt die historische Thatsache der Vermählung der Prinzessin Wilhelmine, der ältesten Tochter König Friedrich Wilhelms I. von Preußen, der Lieb lingsschwester Friedrichs II., mit Friedrich, nachmaligem Markgrafen von Bayreuth, nachdem sich der Plan der Verheirathung mit dem Prinzen von Wales zerschlagen hatte. Die Charaktere des Lustspiels sind alle sehr scharf gezeichnet- sie tragen mehr oder minder das Gepräge und die Färbung, die ihnen die Geschichte verliehen hat, aber verklärt vom Hauche der milden verschönernden Poesie. Es tritt dies schon in der Zeichnung deS Erbprinzen hervor, so vor allem in der Person des Königs. Dieser tritt im Stücke auf wie ein mächtiger Dorfschulze auf dem Thron. Um aber auch den König uns etwas vorzuführen, hält am Schluffe der Erbprinz von Bayreuth eine mächtige Lobrede auf seinen Charakter und seine Thaten. Der Schluß ist überhaupt etwas matt, nicht genügend morivirt, und, so schön er ist, poettsch unwahr. Doch ist das Drama mit so viel feinem Humor ausgestattet, daß es immer wieder einige heitere Stunden frohen Genusses schaffen wird. Die Worte des Erbprinzen von Bayrenth am Schluß deS ersten Aufzuges: „DaS giebt eine Comödie, wie sie lustiger an einem Hose noch nicht gespielt worden ist," enthalten die beste Kritik des Lustspiels. — Die Darstellung der durchweg dankbaren Rollen durch das gestrige Ensemble ist eine vorzügliche zu nennen. Natürlich war es Herr Hacker, de, als Erbprinz von Bayreuth wieder einen durchschlagenden Erfolg erzielte. Der Künstler besticht schon durch sein einnehmendes Aeußere, sein geistvolles Auge, seine schöne, edle Sprache. Dazu kommt seine Routine, ein wechselvolles, auödruckSfähigeS Geberden- und Mienenspiel, wenn auch in letzterem manchmal des Guten zu viel gethan wurde. Seine aufmerksame, zuvor- kommende, vornehm distinguirte Haltung brachte den Gegensatz zwischen dem Berliner Hof und dem zu Versailles recht grell zum Ausdruck. Sein Spiel begeisterte die Zuschauer und wurde durch kräftigen Beifall und Hervorrufen gelohnt. Herr Martieusen spielte den König Friedrich Wilhelm. Der hausbackene Tyrann wurde, abgesehen von dem etwas modernen Krückstock, mit so viel Wahrheit und Humor zur Darstellung gebracht, daß wir den alten König leibhaft,g vor uns zu sehen glaubten. Frau Coppv hat leider daS tragische Geschick, in solchen Rollen etwas komisch zu wirken. Auch gestern konnte von ihr nicht das Wort gelten: „Jeder Zoll eine Königin." Bei ihren Hofdamen, auf deren — Alter ausdrücklich hingewiesen wird, hätten wir durch entsprechende Maske die schöne Wirklichkeit lieber in eine täuschende Wahrscheinlichkeit verwandelt gesehen. Herr Halpern sand sich mit seiner Rolle als Ritter Hotham sehr gut ab, nur hatten wir einen klareren, helleren Ton in seiner Sprache gewünscht. Die Rolle des Kammerdieners lag in den Händen von Herrn Rupp. Es war wieder eine Rolle, deren Erfassen und Wiedergabe dem Künstler immer gelingt. So auch gestern. Mit welch anmaßender Selbstschätzung, die ihre Wirkung denn auch nicht verfehlte, sprach er die Worte: „Ich bin Eversmann!" Frl. Coppö als SonnSseld, Dame der Prinzessin, war die in die königlichen Gemächer verpflanzte Soubrette. Durch ihre nette Erscheinung, ihr frisches, heiteres Spiel gewann sie Aller Sympathien und Beifall. Last not least — gedenken wir hier des Frl. Brünner, die nicht wenig zum Gelingen der Vorstellung beitrug. Ihre vornehme Einfachheit und Haltung harmonirte mit dem Geiste ihrer Rolle. Ihre Sprache und Geberden waren edel und vornehm- eine weise Mäßigung durchzog ihr Spiel. Hervorzu» heben ist, daß sie ihrer Hofdame die Würde einer Prinzessin klar macht, ohne in den hier naheliegenden Fehler des pathetischen ToneS zu fallen. Der Beifall deS Publikums äußerte sich in begeistertem Hervorrufen der Künstlerin nach dem dritten Acte. Zu erwähnen bleibt noch die als eine der schönsten und gelungensten, ctn der alle Mitspieler gleichen Antheil hatten. K. NeueS Theater Nach dem künstlerisch erfolgrelchea Gastspiele des Herrn Georg Hacker auS Darmstadt komuck morgen Sonntag, den 8. Januar die überall beliebte und bekannte classische Posse „Lumpaci Dagabun du ö oder alle * Eovinzieües. n' ben 7- Januar 1893. TjaS. e*nen6n Wcß Mpiel des Hof- Mtoext" ourt. ,.9'lHtn unb ijt (i„ n ‘ h‘9‘ Me WoriWeljat, * Wniw, bet ilttjto «1 ton $rm6eit, j„ oiebs jneöridj, nachmaligem Mark« ^er Plan der Verheiratung lagen hatte. Die Charaktere f gezeichnet- sie tragen mehr die Färbung, die ihnen die cklärt vom Hauche der milden es schon in der Zeichnung des : in der Person des Königs, le ein mächtiger Dorsschulze den König uns etwas vorzu- Erbprinz von Bayreuth eine Charakter und seine Thaten. matt, nicht genügend motivin, vahr. Doch ist das Drama stattet, daß es immer wieder Senusses schaffen wird. Die >renth am Schluß des ersten omobie, wie sie luftiger an worden ist," rnkhalken die Die Darstellung der durchweg trige Cnsemdlr ist eine Vorzüge n es Hm Hacker, de, als - einen durchschlagenden Erfolg schon durch sein einnehmendes , seine schöne, edle Sprache, rechselvolles, autzdruckssähtges m auch in letzterem manchmal e. Seine ausmerksame, zuvor- Haltung brachte den Gegensatz ) dem zu Versailles recht grell btgeifttrtt bie 3*u“ “"b ,u unb Serwrufen gt *t- L BW sS-ts-T' »s »r p°^°°""wir°b-**? . h-'«" ” * täiifd)* Man W“ x( jenu#- I lut ® %*. rt« °"d '* 9* 0o aud) ST «t i'lwä1' ®°ite ®M SSortt: „Ä adi « $««< dn a!8 S*6',/, „erpW -'glich-" ,Qtbien und Del bie Mt z Frl. Brunner ^„ehme r--°°A «°ch ‘‘ «a. * t«- Qnltleril* Ä«®" gumPac j11**,,1" frtfc ÄS-Ä.TS «Ä RA b* Mröft* *S“ÄÄ» -° 'tt. Druwnn?^°"^ti'on Lr-ALx Schule bis auf Weiteres geschloffen bleibt. Hoffentlich kann diese Maßregel bald wieder aufgehoben werden. Vaitshain, 2. Januar. Bei der am 30. Decembcr tattgehabten Beigeordnetenwahl wurde Herr Johannes Müller wiedergewählt. Bingen, 6. Januar. Heute früh vor Tagesanbruch entstand auf dem Dachboden des „Englischsräulein - Instituts" dahier auf noch unbekannte Weise Feuer. Im Nu stand der ganze Dachstuhl des umfangreichen Gebäudes in Flammen. Der schnell herbeigeeilten Feuerwehr gelang es nach kurzer Zeit, das Feuer auf seinen Herd zu beschränken und dann zu ersticken. Die Situation war Anfangs recht gefahrdrohend, da die Brandstelle inmitten eines eng zusammengebauten Häusercomplexes sich befand und nur von ganz engen Straßen zugänglich war. Stark gefährdet waren u. a. das Hospital und die Kupuzinerkirche. Las lüderliche Kleeblatt" zur Aufführung; da sich nun gewisse Werke selbst empfehlen, so ist hier eine Empfehlung überflüssig. Dienstag den 10. Januar ist das erste Benefiz für den verdienstvollen Regisseur Herrn Martiensen. Derselbe hat das ausgezeichnete Lustspiel „Doctor Klaus" gewählt und findet die Aufführung im Abonnement statt. — Im Panorama erfreut sich der zweite Theil der Lust- schlöffer König Ludwigs II. wieder eines so starken Besuches, daß diese Serie noch bis Montag Abend ausgestellt bleibt. Das herrlich gelegene„Neuschwanstein", das anRichardWagners Schöpfungen erinnernde und das dem Versailler Schlosse nachgebildete und dieses in seiner inneren Einrichtung weit übertreffende „Herrenchiemsee" sind hier in plastisch schönen Darstellungen in trefflichen Photographien getreu der Wirklichkeit mit täuschender Aehnlichkeit wiedergegeben. Der herrliche „Spiegelsaal" des Schlosses Herrenchiemsee, das ein Vermögen von Millionen repräsentirende Schlafzimmer, das Eßzimmer mit dem berühmten „Tischlein deck dich" entzücken das Auge in ihrer künstlerisch vollendeten Einrichtung. Der Besuch dieser Ausstellung kann bestens empfohlen werden, umsomehr da von den Lustschlössern nichts wiederholt wird, wie auch überhaupt nur neue Serien ausgestellt werden. — lieber die am 5. Januar stattgehabte Bezirks Eisen- bahnraths-Sitznug zu Hannover, in welcher die Beschwerde Großh. Handelskammer Gießen wegen der Plötzlich außer Gebrauch gesetzten Frachtbrief-Formulare verhandelt wurde, wird berichtet: „lieber die Frachtbriefangelegenheit wurde gleich bei Anfang der Sitzung Beschwerde erhoben. Die Direction erklärte, die Einführung der neuen Frachtbriefe sei eine Folge des neuen, auf internationalen Abmachungen beruhenden Rechtes. Die diplomatischen Verhandlungen seien selbstverständlich geheim gewesen, sie hätte nichts darüber erfahren, bis die Sache perfect geworden sei. Auch der Minister habe nicht wissen können, ob die Verhandlungen zu einem Resultat führen würden ober nicht. Da die Veränderung gegen früher sich vorzugsweise auf versicherte Lieferfrist, Entschädigung bei Verlust u. s. w. bezöge, dies aber bei Wagenladungsgut wenig in Betracht komme, habe der Minister gestattet, daß bis zum 30. März l. Js. für Wagenladungsgut die alten Frachtbriefe benutzt werden könnten. Umtausch der alten Frachtbriefe gegen neue werde unbedingt abgelehnt". — Banknoten, welche im ganzen Reichsgebiet umlaussfähig sind: Reichbank, Badische Bank, Bank für Süddeutschland, Bayrische Notenbank, Frankfurter Bank, Sächsische Bank zu Dresden, Städtische Bank zu Breslau, Württembergische Notenbank. Die Banknoten vorstehender acht Privat-Noten- banken werden von den Reichsbank-Anstalten in Städten mit über 80000 Einwohnern, z. Z. in Berlin, Aachen, Barmen, Braunschweig, Bremen, Chemnitz, Crefeld, Danzig, Dortmund, Dresden, Düsseldorf, Elberfeld, Frankfurt a. M., Halle, Hamburg, Hannover, Köln, Königsberg, Leipzig, Magdeburg, München,. Nürnberg, Stettin, Straßburg i. E., Stuttgart und denjenigen Reichsbank-Anstalten, welche mit der betreffenden Privatbank in derselben Provinz bezw. demselben Bundesstaat oder in dessen Nachbarschaft gelegen sind, in Zahlung genommen. — Banknoten, welche nicht im ganzen Reichsgebiet umlaufssähig sind: Braunschweigische Bank (nur im Herzogthum Braunschweig), Landständische Bank in Bautzen (nur im Königreich Sachsen), Kassenscheine der Stadt Hannover (nur in der Provinz Hannover). Vorstehende Banknoten werden nur von den in dem betreffenden Bundesstaate bezw. -er Provinz gelegenen Reichsbank-Anstalten in Zahlung genommen. — Verhaftet wurde gestern ein Metzger von Friedberg wegen eines hier begangenen Gelddieb st ahls. Grimberg, 3. Januar. In der heute Abend stattgehabten Sitzung des Gemeinderaths wurde Herr H. Zimmer II. zum städtischen Controleur gewählt. In derselben Gemeinderathssitzung wurde beschlossen, daß die Sitzungen des Gemeinderaths während des Winters um 5 Uhr Nachmittags beginnen sollten. Münster, 1. Januar. DaS Jahr 1892 war für unsere Gemeinde kein besonders gutes- denn von 328 Seelen sind im verflossenen Jabre 20 mit Tod abgegangen. Es ist diese Zahl der Todesfälle seit Menschengedenken hier nicht vorgekommen. Seit einigen Wochen herrscht in Münster eine unheimliche Krankheit, die Diphtherie, welche bereits drei Opfer, Kinder im Alter 2—9 Jahren, gefordert hat. Da diese schreckliche Krankheit meistens unter den Schulkindern auftritt, so hat die obere Schulbehörde verfügt, daß die Vermischtes. * Frankfurt a. M., 6. Januar. Drei Männer beförderten heute Nacht kurz nach vier Uhr einen Handwagen, auf dem ein mit Kleidungsstücken verdecktes, anscheinend ziemlich schweres Etwas lag, die Mainzer Landstraße entlang, dem freien Felde zu. Die Prozession erregte die Aufmerksamkeit der Nachtwächter. Aus die Frage nach dem Wohin, antworteten die Drei einstimmig nach Griesheim. Als aber ein I besonders mißtrauischer Wächter die Hüllung der Wagenladung | lüftete, schossen die Begleiter des Wagens auf den Wächter, ohne zu treffen, und ergriffen sodann die Flucht, den Wagen I im Stich lassend. Die'Ladung bestand aus einem Kassenschrank, der unversehrt sammt dem Handwagen auf dem elften Polizeirevier abgeliesert wurde. Dort erfuhr man um I sechs Uhr, daß der Kassenschrank von einem Diebstahle her- | rühre, der in den ersten Morgenstunden in der Eilguthalle I der Hessischen Ludwigsbahn am Hauptbahnhof verübt worden | war. Die drei Diebe hatten Die Thür des Büreaus er- I brachen und den mittleren Theil des Kassenschrankes, im | Gewicht von fünf bis sechs Gentnern, mitgehen heißen, ver- I muthlich um vor der Stadt die Kasse mit aller Gemüthlichkeit I sprengen zu können. — Die „Frkft. Ztg." meldet über den I Einbruch weiter: Der Kassaschrank steht in dem Büreau des Vorstehers, das sich wie alle Büreaus der Güter-Expedition in dem östlichen Flügel des Gebäudes befindet. Die wenigen Räume werden Abends nicht besonders abgeschlossen, das Abschließen der Hansthüre erscheint hinreichend. Es handelte sich also nur um das Oeffnen dieser letzteren, was augenscheinlich mit einem Dietrich geschehen ist. Der Büreandiener, der Morgens zuerst kommt, fand die Thure wie gewöhnlich geschlossen, das Schloß aber beschädigt. Die Diebe müssen genau orientirt sein, denn die Zeit, bie sie wählten, war die für ihr Vorhaben allein günstige. Die Beute wäre- eine verhältnißmäßig geringe gewesen, der Schrank enthielt wie gewöhnlich nur einige Hundert Mark Tagesgelder. Wie wir hören, hat die Criminalpolizei schon sichere Anhaltspunkte über die an dem Einbruch betheiligten Individuen. — Der | Polizeibericht nennt den Nachtwächter Brückmann als den, der in der Rudolfstraße die Diebe anhielt. Die Vitt scharfen Schüsse wurden aus den Schutzmann Zellmann abgegeben. * Koblenz, 5. Januar. Im hiesigen Garnisonlazareth ist ein Soldat in Folge von Verwechslung der Medikamente gestorben. Die Untersuchung ist im Gange. * Düffeldorf, 5. Januar. Die „Düsseldorfer Zeitung" schreibt: Seit einiger Zeit ist der Kassirer des Künstler- Vereins „Malkasten" mit ihm anvertrauten Geldern spurlos verschwunden. Für die Verwaltung des „Malkastens ist das Verschwinden des Kassirers besonders unangenehm, da sie bis jetzt noch nicht genau hat feststellen können, welche Summe von dem flüchtigen Kassirer mitgenommen worden ist. * Leipzig. Die Leipziger Sckützengesellschast erläßt anläßlich ihres bevorstehenden 450 jährigen Jubiläums ein Preisausschreiben für einen Jubiläums-Festmarsch und setzt für die beste Arbeit einen Preis von 200 Mk. aus. * Myslowitz, 6. Januar. 1300 deutsche Beamte haben die Prüfung in der russischen Sprache abgelegt, 850 sind durchgefallen und erhielten eine einjährige Fristverlängerung. _______________________________ Schiffsnachvichteir. Red Star Linie. (Mttgetheilt durch Herrn Joh. Fr. Schaaf in Gießen.) L izard, 3. Januar. „Pennland" passirte auf der Reise von Newyork nach Antwerpen. (Wegen Nebel erst am 6, Januar hier erwartet.) Newyork, 4. Januar. „Westernland" von Antwerpen an- gehmmem ^orf, 4 3anuar> „Rhynland" nach Antwerpen ab- fleflan0en.^b, 4 Januar. .Illinois" passirte auf dem Wege von Philadelphia nach Antwerpen. (Am 6. Januar hier erwartet.) Lizard, 4. Januar. „Pennsylvania passirte auf der Reise von Philadelphia noch Antwerpen. (Am 6. Januar hier erwartet.) verkehr, Land, and volkswieikjchaft. (Sitten, 7. Januar. Marktbericht. Autdem- heutigen Kochenmarkt kostete: Butter pr. Md. -*0,99—1,05, Hükmereter per Stück 8-9 2 Stück - H. «käse pr St. 6-10 X pr. St. 3 X Erbsen nr. Vifer 24 H, Linsen pr. Liter 30 A, Lauben pr Saar X 0,60- 0,80, Hühner pr. Stück X 0,,85—1 20, pr. St x 0,90 1.50, Enten pr. St. x IW bis 1.70, Ochsenfleisch pr. Md 65-72* Kuh- und Rindfleisch pr. Md. 50-56 Schweinefleisch pr. Pfd. 60-70 Kaldsteiicb pr. W40-50 X Hammelfleisch pr. Pfd. 40 70 X Kartoffeln pr. lOOjHIo 4,00-0,00 X, Weißkraut pr Stück 5-12 ebelr p^erttuer U.00-8^0 , Milch pr. Liter 12 18 X Gänse pr. Pfd. 52—60 4, Welsche 9-10 X _________ ___________ att* tzen Stattöesamfftegiftevii der Stadt Gietzen. Gheschlietzungen. , t . Januar: 4. Johann Hemrtch Köderer, Gefangenwärter dahier, mit Anna Eirsabethe Etchelmann von Münzenberg. Wtboreiu. December: 25. Dem Schneider Heinrich Loos ein Sohn, Robert. 26. Dem Großh. Oberbibliothekar Dr. Hermann Haupt eine Tochter. 27. Dem Schneider Johannes Welter ein Sohn, Karl Otto. i 28. Dem Hilfsbremser bei der Main-W-ser-Bahn Mter Fackiner ein Sohn, Konrad Daniel August Heinrich. 28 Dem Bahnarbeiter Ludwig Hinterlang ein Sohn, Heinrich Ludwig. 30. Dem Wein- bänbler Ferdinand Schott ein Sohn. Januar: 1. Dem Spengler Otto Ruhl ein Sobn, Otto Alfred. 1. Der Rudolf Stormer Ehefrau eine Tochter, Ottilie. 5. Dem Hilfsheizer bet der Main-Weser- Bahn Friedrich Nicolaus Peil ein Sohn, Friedrich Philipp. «ellorbtitt. Januar: 1. Wilhelm Krug, 11 Monate alt, Sohn von Maurer Andreas Krug dahier. 1. Karl Wenzel, 7 Jahr«- alt, Sobn von Feldwebel Heinrich Wenzel dahier. 2. Slnna EUsabeth Nicklas, 14 Tage alt, Tochter von Vicefeldwebel Peter Nicklas dahier. 3 Frieda Lina Braun, 3 Jahre alt, Tochter des verstorbenen Taglöhners August Braun dahier. 3. Wilhelm Lisch, 9 Monate alt, Sohn von I Taglöhner Wilhelm Lesch. 4. Adam Schomber, 49 Jahre alt, Bahnarbeiter dahier. 4. Johannes Welker, 40 Jahre alt, Bergmann dahier. 4. Luise Waller, 67 Jahre alt, Tochter von Schreiner Wilhelm Walter zu Biskirchen. 6. Kath. Marg. Gans, 4 Jahre alt, Tochter des verstorbenen Fuhrmanns W'lhelm Gans dahier. 6. Gustav I Johann Wolfgang Bock, 11 Monate alt, Sohn von Fabrikant Alfred I Bock dahier. Auszug aus den Kirchenbüchern ver Stavt Gietzen. Evangelische Gemeinde. «etrante. Mattdäusgemeinde. Den 4. Januar. Johann Heinrich ftöberer, Gefangenwärter I in Gießen, und Anna Elisabeth Etchelmann, Tochter des Schreiners I Conrad Etchelmann in Manzenberg. Getaufte. Mar kusgemetnde. Den 1. Januar. Dem Schneider Karl Hendrtch ein Sohn, Günther Friedrich Karl, geboren den 11. October 1892. I Denselben. Dem Gärtner Heinrich Wellhausen ein Sohn, Christian Heinrich Franz, geboren den 21. August 1892. I Denselben. Dem Schlosser M. Galinskt eine Tochter, Ottilie, I geboren den 13. December 1891. I Denselben. Eine uneheliche Tochter, Emilie Georgine Hermine, I geboren den 6. Juli 1892. Johannesgemeinde. , _ , Den 28. December. Dem Musiker Hermann Krapp ein Sohn, Willi Gustav Berthold Gottfried Richard Eduard, geboren den I ^<£)en l.^anuar. Dem Feldwebel Peter Nicklas eine Tochter, Anna Elisabeth, geboren den 18. December 1892 _ Denselben. Dem Friseur Heinrich Tichy eine Tochter, Martha | Frieda Elisabeth, geboren den 14. December 1892. Beerdigte. Lukasgemetnde. Den 5. Januar. Johann Georg Krausgrill, Rentner zu Wies- I baden, alt 67 Jahre, starb den 3. Januar zu Wiesbaden. Johannetzgemeinde. Den 25. December. Katharine Dort, geb. Althaus, Ehefrau des Briefträgers Carl Dort, alt 48 Jahre, starb den 23. December. Den 26. December. Margarethe Reh, Privattn, ledig, alt 73 Jahre, starb den 24. December. Den 5. Januar. Carl Wenzel, L>ohn des Feldwebels Heinrich . Wenzel, alt 7 Jahre, starb den 1. Januar. Den 6 Januar. Adam Schomder, Bahnarbeiter, ein Wittwer, I alt 48 Jahre, starb am 4. Januar.____ — Ladenbefitzern, welche die 'Marmorplatten ihrer Laden- i tische mit letebter Mühe reinigen und bentelbtn dabei eine feine Politur geben wollen, empfehlen wir, Boehms Saponia zu verwenden. Auf den Waagschalen gibt sie einen sonnenhellen Glanz. 334 Jeitgebotenes. Fastenbretzeln und Kreppeln täglich frisch, empfiehlt Karl Germann, 364] Neu en weg. Iah. Friede. Ouilling Kaiserftratze 8 Frankfurt am Main beehrt sich hierdurch anzuzeigen, daß Dienstag,MittWchu.DoMrstag,10.,li.u.12.ZMmr1893 im Hotel „Prinz Carl" e« Gietzen eine Musterausstellung aller Neuheiten seiner bekannten angefangenen Damen-Handarbeiten und der dazu nöthigen Stoffe und Garne, sowie seiner vorzüglichen wollenen '' und baumwollenen Strickgarne und der daraus in haltbarster Weise gestrickten Beinlängen, Strümpfen und Socken stattfindet, und erlaubt sich, die geehrte Damenwelt zur Besichtigung und gefälliger Bestellungs-ErtHeilung freuudlich^einzuladen.^39 ("™^VoigtsTederfetTnsTdas Beste doch achte man genau auf Firma und Etiquette: [9402 ■ Th. Voigt, Würzburg, und nehme kein anderes. Vertreter gesucht y Nachfolge (■ im. ' - affe 2(ttpn uaI^te^ (Befrf. ^9r-J857- "—r.ren dorr «tW/ D Entree 30 Pffg Anfang 5 Uhr [378] Giessener Zitherclub Verein) (Wohlthätigkeits- mit Verein L«. 1858. großartiger Gruppenausführung Feinsten deutschen COGHAC Der Vorstand. Evangelische Gemeindevertretungen 367 Montag Abendr Müder Kölner Dombau und [360 [373 380 isitenkarten HI -* mit den werden In jeder Schriftart and Papiersorte ange- fertigt in der 369] Reine Harzer EanartenvSgel, Stamm Traten, verkauft Adolf Laudon, Neustadt 11. Fen ipreeker Ne. 51. ausgeführt von der Kapelle des Infanterie - Regiments Kaiser Wilhelm (2. Grotzh. Hess. Nr. 116). 9 Uhr Vormittags bis 4 Uhr Nachmittags. Die Lifte für die Matthäusgcmcinde liegt offen im Pfarrhaus hinter der Kirche; die Liste für die Markuögemcinde in der Wohnung Ausschuß erhoben werden. Gießen, am 7. Januar 1893. Der evangelische Kirchenvorstand: Dr. Naumann. Lnmpaci Vagabundus oder 1. April er- Engagement. Offerten unter G 50J befördert die Exped d. Bl.___________ 0F* Stellung erhält jeder überallhin umsonst- Fordere per Postkarte Strllen- Auswahl lko urter, Berlin ilBeftent>2. [14 Sonntag, 15. Januar 1893, Anfang Abds. 7 Uhr 59 Mm. 1Sec. im Saale des Cafe Leib. Eintrittskarten für Herren i 1 JL sind von beute ab bei bei Herren Daniel Heil iLindenplotz), Friseur Conrad s® (Mäusbu^g), u Herrn Handschubfabrikant W. Wtrfig Seltersweg) zu haben. An der Abendk.sse 1 JL 20 Geheimkarten (nur für Damen) werden ä 40 bei Herrn Friseur Rüger (Wettergaffe) ausgegeben. An der Kaste 50 H — Galleriekarten ä 30 AM* Der Börsen»Wochenbericht de» Herrn ®. Wafferlchlede« mußte wegen Raummangel für di« nüchfte Nr. zurückgestelltwerdr«. Kaffer-Panorama, Bahnhofstraße 23, Ecke Löwengaffe. Wegen des starken Besuchs und um auch Auswärtigen die Gelegenheit zu bieten, bis Montag den 9. Aa^uar, Abends, die ein i« in 'hrer Art dastehend Pracht- Serie : Prachtvolle innere Ansichten mb äußere Parkparthien von ben 350 Bayr. Königsschlössern Herrenchiemsee und Neuschwanstein. Die Mitglieder des Spar- und Vorschußvereins <$. O. unbcschr. Haftpflicht zu Daubringen werden auf Sonntag 15. ds. Mts., Nachmittags 2 Uhr, zu einer Generalversammlung Wirthschafts - Eröffnung II. Um 5 Uhr: Sitzung im Saale des „Römischen Kaiser1- Vorträge: 1' Herr Dr. Mattbael: Baugeschiohtliche Wanderungen, III. Theil (der Wetzlarer Dom). 2) Herr Rector LÜraeen \on Wetzlar: Zur Geschichte des Reichskammergerichts in Wetzlar. 3) Herr Prof. Dr. Buchner: Die Landgrafen von Hessen als Obervögte von Wetzlar. 4) 'Herr Dr. Heuser: Zu Wetzlars Kriegsgeschichte von 1796. III. Um 8 Uhr: Gemeinsames Nachtessen im „Römischen Kaiser“. (Anmeldungen dazu vorher bei Herrn Gasthalter Kuhn oder dem Vereinsschriftführer dringend erbeten;. Schellfische u. Cabliaus. Durch bas Wohlwollen, welches mir verehrl. Publikum barbrachte, sebe ich mich veranlaßt, von jetzt ab größere Zenbungen von Seefischen kommen zu lassen. Jabern ich wie seither nur prima frische Waare führe, offerire dieselbe zu billigstem Tagespreis Ichen Mittwoch, Donnerstag unb Freitag treffen große Senbungen ein. Auf vorherige Bestellung liefere frei ins Haus. [344 H. Jentzen, „zum Rebstock". Rnhmeshallen-Loose empfiehlt Heinrich Wallach. Redactton: A. Schevd». — Druck unb Verlag der Brühl'ichen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) tu Sicßen. Die heutige Xum mar «mfatzt 10 Sette». Brühl’sehen Drucker ei Schulstrasse 7. Bejirksverein Nord-Ost. Die diesjährige ordentliche Generalversammlung findet ontag den 9. Januar, Abends 8 Uhr, im Cafe Schnell statt. Tagesordnung: Rechenschaftsbericht. Vorstcmdswcchl. Verschiedenes. Zu recht zahlreichem Besuch ladet,ein 340 Der Vorstand SW Insel Helgoland. Monte Sonntag: 372 Bürger-Club. Die auf den 8. Januar 1893 angesehte Theater- und Tanzunterhaltung findet am 22. Januar 1S93 statt. 155] Der Vorstand. Liqueure und Wein-Essig von 6g. Scherer & Co., Langen. Alleinige Niederlage: Adolf Geisse vorm. 6. C. Windecker Seltersweg 2, Ecke am Kreuz. ärztlich empfohlen Literflasche Mk. 2.—. [371 CARL BEZ empfiehlt seine Localiläten 374 Bahnhofstraße 31 (Solnffer Hof) dem verehrlichen Publikum. Friedel-Export. Feine Weine. Gute Küche. Civile Preise. GUTE SPARSAME KÜCHE Köstlichen Geschmackes werden alle faden Suppen und alle schwachen Brühen mit Wenigen Tropfen von Maggi** Suppenwürze. Origmalfläschcheu zu 65 Pfennig in allen Specerei- und Dehcatessen- geschäftcn. Zurückgebrachte Fläschchen werden billigst nachgetullf, ____________ l_ xxxxxxxxxoxxxxxxxxxxxg Ml« Bierwirthschaften 8 verwenden mit großem Borthril zum Putzen der Bierglasdeckel Boehm’s „Saponia“. g Dieselbe reinigt leicht und rasch und giebt schönen Glanz. W Zu haben bei: L. Kohlermann II., Friedrich Leo, LouiS Q Sony, sy. Müller jnn., I M. Schulhof, Ar. Teipel, Gustav Ä Walter. [3 5 xxxxxxxxxxxoxxxxxxxxxxx^ 375 Zwei Wiesen im vorderen Heegstrauch auf längere Jahre zu ver- pachten von H. Adami. 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Dienstag den 10 Januar 1893: Benefiz für Herrn Ferd Martlensen I>octor Klaas. Lustspiel in 5 Acten von A. L'Arronge. Oberhessische Gesellschaft für Natur- und Heilkunde. Generalversammlung: Mittwoch den 11. Januar, Abends 6 Uhr, in der kleinen Aula. 1) NechnungSablage. 2) Vortrag. Herr Geh. R. Prof. l>r. Streng: lieber den großen Canon des ColoradofluffeS in Arizona, N.-Am. Oberhessischer Geschichtsverein. Ausflug mit Sitzung Samstag, 14. Januar 1893, nach Wetzlar. I. Abfahrt von Giessen Nachmittags 2 Uhr 30 Min. Besichtigung des Dornes unter Führung des Herrn Dr. Matthael von Gi'^en. bei Wirth Albach daselbst freundlichst eingeladen. Tagesordnung: Wahl eines Directors. Daubringen, den 6. Januar 1893. |349 Der interimistisch ernannte Director: Der Rechner: Wilhelm Alb ach. Wilhelm Schwalb II. Hamburg Deichsiratze i. Vereinsangehöriger über 39,000. I Hauptzweck: Kostcnftkik $trllrn=lJnmitttlung.! Besitzt bis 22. November 1892: 42,000 Stellen. fllnKoiis-Kaffk (Invaliden-, Wiiiwen -, Alters - und Waisen - Versorgung); Saffenvermögenr über^L 1,800.000. Kranken-n. Kkgräbniß-üaffe, eingeschriebene Hülfskasse mit freier Wahl deS ArzteS unb Freizügigkeit über bas Deutsche Reich Die MttglledSrart-n für 1893. bie Quittungen der Pension-«affe, 338 < des 4. Geistlichen (Wetzsteingaffe 48); die Liste für die LukaSgemeinde । in der Wohnung des 3. Pfarrers (Goethestraße 18); die Liste für die Reiseposten gesucht. Johannesgemeinde im Pfarrhaus an der Südanlage. 348J Ein militärfreier junger Mann,! Während der Offenlegung können Einwendungen gegen die Listen welcher längere Zeit für eine Colonial -1 bei dem unterzeichneten Kirchenvorstand vorgebracht werden. Gegen dessen roaareni@ro§banbiung in Ober hissen und, Entscheidung kann binnen drei weiteren Tagen Berufung an den DekanatS- Hessen-Nassau tha'ig war, sucht, gestützt - ° ° auf beste Zeugnisse, per sofert oder Wermietßungen. 366] Ein kleines Familien - Logis nebst allem Zubehör zu verm. Schottstraße 17. 370] Eine schöne Wohnung, 3 Zimmer mit Zubehör, per 1. April zu vermiethen. __Has mstraße 2. 365] Ein LogiS auf sofort zu vermiethen. __Neuenweg 2. 363] Stübchen mit Bett zu vermiethen. __________Tiefenweg 10. 377] Schön möblirtes Zimmer mit Ca- binet zu vermiethen. Bleichstraße 15 sowie der «ranke« «. Begrübnitz «affe, e. H.,! liegen zur EtnlSsuug bei der hiesigen Geschäsisstelle bereit. Der Eintritt in den Verein und seine Da die Neuwahl der Gemeindevertretungen für die vier Kirchen- Geschüft»»elle^/Gieße n bet Herrn Gemeinden demnächst vorgenommen werden soll, so werden die Listen Ernst Wiegelmann, Nordanlage der stimmberechtigten Mitglieder der vier Kirchcngemeinden Nr. 39.________________________ [-"3 drei Tage lang zur Einsicht offen gelegt, nämlich ani Montag, den 9., Dienstag, den 10. und Mittwoch, den 11. d. Mts., jedesmal von Gesucht ein jüngeres reinliches Dienstmädchen zum alsbaldigen Eintritt [351 __Blechstraße 12, III. 31«| Ein angehender EommtS, mit der Buchführung vertraut und guten Zeugnissen, findet per 1 April dauernde Stellung. Nur Off. m. ganz befi. Ge- haltsansprüchcn werden sub „W 12" d d- Exped d. Bl- besördert.__ 319] Für ein hies. Engros»Geschäft wird sogleich oder zu Ostern ein Lehrling gesucht. Näheres bei der Exped. d. Bl.________ 362] Ein tüchtiges Dienstmädchen von 16—18 Jahren zum baldigen Eintritt gesucht. Marktstraße 3.