Ne M, $ett: * BG Wn meines Wirth- adt. ®se 12. itimationskarten Ritens der ba$u be« der (leinen Aula, genommen werben. t Vorstand. - Mts. an zehn arme ^ie Familien, die sich um 13. ds. Mts. melden. stand. _____________2124 ,70, 1,80, l,90| 00 bat tffunb, I ItMmauMvitV Zn Gießen bei H. Schulhof, n Steinbach bei *h. Kraemer 1. Lich bei A. Bing. 3.50 und 4.— unten die schmerz- nben Eltern: ins unb us M DsOsi. 893. old-Rentc ente §M0l»Snl' Ict A^ct- 10 91.60 9320 21.60 64.20 92.25 SS2.lt 201.00 166.60 109.$ 10 6560 1893 Dienstag den 7. März Nr. 56 Zweite« Blatt 1XT ee*wi nf^tint täglich, e* «utnohme bei Montag» Wt Vietzmn peetrtfeiriltM Mrttn km l»jti|«r «Mchnttlich Iteieel brtgdtft Meßmer Anzeiger Kenerat-Wnzeiger. vierkltährtgn IlmmtvbFtriii 2 Mark 20 Pfg. o* vringrrlohn. Durch die Post bepfw S Mark 50 «N- «ebactien, tpd*Ue und Druckerei: rch»tßr tz V» »a » den Amtsrichter Breidenbach von Nidda, den Professor Lellmann von Gießen, den Kreisarzt Dr. Weißgerber aus Lauterbach, den Nentamtrnann Rühl von Lampertheim, den practischen Arzt vr. Baur von Bad-Nauheim- zum Vortrag den Staatsminister Finger, den Finanzminister Weber, den Cabinettsrath Römheld. Friedberg, 3. März. Das hiesige Schullehrerseminar war im verflossenen Schuljahre von 119 Zöglingen besucht, wovon 111 der evangelischen und 8 der katholischen Consession angehören. Darunter waren Söhne von Landwirthen 48, von Lehrern 20, von Handel- und Geiverbetreibenden 37, von Beamten 14- aus Städten mit über 10,000 Einwohnern 1, aus Städten zwischen 10,000 und 2000 Einwohnern 36, aus Orten unter 2000 Einwohnern 82- vorbereitet in Präparandenanstalten 88, von Lehrern 11, in Realschulen 20- aus der Provinz Oberhessen 99, Starkenburg 19, Hessen- FcnMeton. Unsrr (Barten im Marz. Des lieben ersten Frühltngsmonds Gesicht blickt ost noch recht martialisch in unseren Garten hinein: es hat ein Recht dazu, denn fein Antlitz spiegelt unserer Phantasie die Züge des Kriegsgottes MarS vor! Mahnt uns sein ernstes Auge etwa, beim ersten sausten Läuten deS Frühlings, daß das Glück friedlicher Lenze nur durch opferfreudige Gaben an ibn erkauft werden kann? Wir wissen es nicht; aber das fühlen wir Freunde glücklicher Lenze und eines ungetrübten Volks- wohlS, die wir schon dem Kriegsgott tief in die Augen geschaut: spotten wir seinen schneidenden Blick nicht hinweg, sondern versuchen wir ihn zu verstehen! Dann werden wir in doppelter Beruhigung den Frieden unserer Frühlingsgärten genießen, mit doppelter Zuversicht, wcnn's deutsche Ehre erheischt, den Gott des Märzes die eisernen Würfel klingen lassen. Doch weg jetzt mit dem ernsten uns von fremdem Volke überkommenen Gesicht! „Glenzrnonal" hießen unsere germanischen Vorfahren den März, und an dem Glanze der erwachenden, so lange ersehnten Frühlingssonne wollen wir unS erfreuen. Aus welkem tobtem Wtnterlaub soll uns das treuherzige Schneeglöckchen sein Haupt erheben und den Frühling, den in Palast und Hütte gleich freudig erwarteten Gast, etnläuten; eS soll nicht verstummen, wenn der griesgrämige Winter auch zaudert über die schwellenden Knospen der Gartenhecke zu steigen. Streut auch sein letzter Todeskampf noch Schnee und Reif umher — seine Macht ist gebrochen — der König Lenz zieht ein: Der Frühling kommt mit Brausen, Er rüstet sich zur That, Und unter Sturm und Sausen Grünt still die erste Saal. Es schmilzt das Eis, die Quelle rinnt: Erwach! frohlocke, Menschenkind! Jetzt lockt uns jede sonnige Mußestunde hinaus in den leise erwachenden Garten, aus dessen tiefem Erdenschöße ein fruchtbarer Dunst als DankeSopser gen Himmel steigt. Hat der Wind im Verein mit den belebenden Sonnenstrahlen das so lange öde liegende Erdreich abgetrocknet, so springen für uns die Pforten fröhlicher neuer Thätig- keit auf. Wir wenden uns deshalb gleich, die schönen Vorfrühlings- tage zum Wohl unseres Gartenbaues auszunutzen, zur Praxis. Der Plan zur Bestellung — auch Düngung — wie wir ihn in früherer Plauderet betrachteten, ist gemacht. Jetzt gilt e9, das Gartenland, aber nur soweit die sofortige Bestellung stets stattfindet, nochmals frisch, wenn auch nur mäßig tief umzugraben. Es ist das nöthig, besonders weil das lockere Erdreich sich rascher erwärmt, die Samen rascher keimen und die jungen Pflänzchen fröhlicher gedeihen läßt. Wir formen, wenn dies geschehen, der Boden mit dem Rechen leicht geharkt und geebnet, die Beete hübsch abgetreten, ohne Bedenken Zucker- und Pflückerbsen, Petersilie, Boretsch, Körbel, Mohrrüben, er ent. auch Schwarz- und Zuckerwuizttn säen; sogar auch Zwiebeln, die bekanntlich langsam keimen. Natürlich geschieht das alles nur bet offenem und, wie gesagt, einigermaßen abgetrocknetem Boden, denn sonst wäre es verlorene Mühe. Wenn es gegen Ende des Monats schon etwas milder, dürfen wir schon an die Aussaat von würziger Kresse, Kopfsalat, Spinat, Melde und besonders des all- beliebten Frühlingskinds Radieschen denken. Die Steckzwiebelchen von Schalotten, Speisezwlebeln und, wenn gewünscht, von Knoblauch, können gelegt werden; aber ja nicht zu Her — was ja auch für die Sämereien gilt — sonst giebt es niemals etwas Ordentliches. Alles das geschieht im freien Land: haben wir ein Hausgartensrüh- beet, dessen gar nicht schwierige Anlage ich, weil zu weitläufig, leider übergeben muß, so kann es sofort ohne Rücksicht auf Witterung, wenn seine Düngerpackung genügend abgedampst und die Erde darin eine Wärme von circa 25° R. erreicht hat, mit allem nur Wünschens- werthen von Frühgemüsen, Sommerblumen rc. zur Erziehung von Setzlingen besäet werden. Wir kommen natürlich mit den Frühbeetsetzlingen später viel rascher vorwärts, da das Wachsthum im noch etwas kalten Freiland weit langsamer vor sich geht. Ist keine empfindliche Kälte mehr zu befürchten, so kann Ende des Monats auch schon Wivterkopssalat, Wirsing, Blumenkohl, Blaukohl rc. aus- gepflanzt werden. Ich möchte dazu aber nur in milderer klimatischer Lage rathcn. Wo es nöthig, können Einfassungen von Erdbeeren — die man eigentlich am besten schon im August verpflanzt — Salbei, Lawendel, dann auch Thymian, Schnittlauch, Sauerampfer, Estragon umgepflanzt und durch Ausscheiden alter schlechter Stöcke oder Stocktheile verjüngt werden. Wer Spargelbeete neu anlegen will, muß dazu jetzt die nöthigen Vorbereitungen treffen; die alten Spargelbeete sind seicht umzugraben resp. zu lockern. Die Wintergemüsebehälter mit ihren geschmolzenen Truppen müssen nun sehr fleißig gelüstet werden, wobei diese, besonders die zu Mutterpflanzen, d. h. zum Samentragen bestimmten Rüben u. s. w. sorgfältig durchzuputzen sind. Im erwachenden Blumengärtchen entzücken uns jetzt oft schon außer dem Schneeglöckchen das rothe Leberblümchen mit feiner reizen« den blauäugigen Schwester des Waldes (Hepatica triloba L.). Ferner das Maßliebchen, die köstlichen bereiften Aurikeln mit ihren lieblichen Primelverwandten u. s. w. Den lieblichsten Hauptschmuck geschützter Beete aber bildet das bescheidene Veilchen, das „Märzveilchen", das uns den kaum erwachten Garten mit einem kleinen Duft von Frühlingspoesie durchwebt. Ein Sträußchen aller dieser Erstlinge, von liebender Hand zusammengestellt und geboten, ist wohl eine der allergrößten Freuden, die dem naturfinntgen Gemüth aus unserem Hausgarten entsprießen! Mögen doch gerade diese lieblichen ersten Frühlinaskindcr, die den etwas fremdartigen Crocus, der ja gewiß auch schön, an Liebreiz übertreffen, in keinem deutschen Gärtchen, und sei es noch so klein, fehlen! Run wollen wir auch nicht vergeßen, die Knollen der überwinterten Dahlien u. s. w. durchmseben und durchzupuhen. Dahlienknollen können zertheilt und zum Frühblühen in Töpfen in der Stube angetiieben werden. — Wollen wir einen frühen Sommer- blumenflor des Gartens erzielen und es ist uns keine Gelegenheit geboten, später vom Gärtner die gewünschten Lieblinge als kleine Pflanzen zu beziehen, so können wir, was ich schon im Februar erwähnte, sehr gut jetzt im Zimmer Aussaaten von allerlei Sommerblumen in flachen Schalen ober Kästchen mit guter sanbiger Erbe vornehmen. Grundsatz bei dieser Erziehung bleibt: die Sämlinge so bald und so viel wie möglich an die freie Lust zu gewöhnen; die Behälter also bet gutem Wetter ans offene Fenster (aber nicht in die strahlende Sonne) zu stellen. In unserem Zimmergärtchen auf dem Fensterbrett und auf dem ihm sehr nahe gerückten Blumentisch, excellirt jetzt immer noch die elegante, prächtige, aber etwas launenhafte Dame Carnelie, umringt von überreich blühendem Gefolge der Ehinesenprimel. Eine hohe imposante Pflanzengestalt mit riemenartigen Blättern, bie ich aus Erfahrung als selten stubenfromm bezeichnen darf, steht jetzt noch in voller Blüthe ihrer großen hellfeuerfarbenen amarylisahnlichenBluthen- bolben: das Riemenblatt, Imantophyllam auch Cliva genannt. Gut behandelt, blüht sie meist alle Jahre und gerade in blüthenarmer Zeit, von Februar ab; ich möchte dieser schönen und dankbaren Zimmerpflanze auf den Blumentischen liebenswürdiger Blumen- freunbinnen eine wette Verbreitung wünschen. Im freien Blumengarten sind, sobalb es bie Witterung erlaubt, bie gegen bie Winterkälte mit Laub, Fichtenreisig ober Streu rc. geschützten Pflanzen abzubecken, bamit sie bie frische Luft und das lange entbehrte Licht genießen können. Das Deckmaterial ist aber stets nach bereit zu halten. Die Rasen laßen wir am besten noch bedeckt, wenigstens die empfindlichen der umgebogen eingelegten Hoch- stämmchen. Sämmtliche Ziersträucher werden, soweit es nölhlg, jetzt beschnitten, aber nicht in Bausch und Bogen mit der rüden Hecken- scheere, sondern sorgsältig nach individuellem Bedarf auf Wuchs und besonders Blüthenknospen achtend. Leider schneiden Unwissende und pfuscherhafte Gärtner den armen Sträuchern regelmäßig den noch in den Knospen schlummernden Blüthenflor weg und verderben dadurch in bedauerlicher Weise den Schmuck manches FrühltnaS- unb Sommergartens: man achte also vor Allem beim Schnitt, bie Blüthenknospen zu erhalten; sie sind stets bicker, runbet und größer als bie Blattknospen. Im Obstgarten setzen wir ben Baumschnitt fort: wo Blattläuse im vorigen Jahre unfern Grimm hervorriesen, ba kann ich nicht bringend genug rathen — ohne freundliches Nörgeln — das von mir erprobte Verfahren auszuführen. das ganze Geäst mittelst starkem Maurerpinsel mit einem Thonbr et anzustreichen. Jawohl, die Sache klingt komisch, ist aber probat, ba ber Thon bie Tausenbe ber baran sitzenben Blattlauseier, bie wir nicht vermuthetm, töbtet. Wer freilich mehr Spaß an ber Blattlausplage finbet, ber lasse bie kleine Bemühung bleiben. — Das Pflanzen von Obstbäumchen (Frühjahrspflanzung) — nicht zu tief unb nicht zu nah auf etnanber — kann jetzt beginnen. Bei milber Witterung werben schon die Aprikosen unb Pfirsiche unb im ©üben bes Vaterlandes auch bie Manbelbäume ihre Blüthenlädchen ausschlagen. In prächtigen Blüthenschleiern werben sie ben König Lenz begrüßen unb Scharen roieber erwachter Blumenwespen, zu denen bekanntlich unsere Honigbiene zählt, zu Genuß und emsiger Arbeit herbeilocken. Da Nachtfröste, besonders bas Bestrahltwerben barauf burch bie Sonne am Morgen, den zarten Blüthen unb bamit unseren Hoffnungen auf köstliche Früchte sehr schaben, thun wir gut, Rohr- ober Strohbecken rc. bereit zu halten, um die blühenden Wandfpaliere u. f. w. des Nachts und Frühmorgens damit zu bedeckcn. Sie werben uns biese Wohlthat freunblicb banken, wie überhaupt kaum ein Wesen ber hehren Schöpfung Pflege unb Schutz so lohnens) vergilt, als bie still bes Daseins sich fteuenbeunb im Stillen uns Segen unb Freube schaffenbe Pflanze. — Heinrich Freiherr von Schilling. Nassau 1; zur Zeit der Aufnahme im 16. Lebensjahre 8, im 17. 28, im 18. 36, im 19. 23, im 21. unb älter 8. A SUiij, 5. März. Die sattsam bekannte Affaire deS Architekten Heyl gegen den Lieutenant Lehdhecker ist jetzt endgültig auS der Welt geschafft. In dem von dem Ersteren angestrengten Civilprozeß ist nämlich ein Vergleich erzielt, nach welchem Leydhecker eine Entschädigung von 4500 Mark und außerdem die Hälfte der 1400 Mark betragenden Gerichtskosten zu zahlen hat. — Eine von einer hiesigen Möbelfabrik gelieferte Möbelsendung im Werthe von 50,000 Mark ist durch das Stranden eines aus der Reise nach Südamerika begriffenen Transportdampfers verloren gegangen. Die Fabrik ist durch die Versicherung vor Verlust geschützt. Das KorKommen von Viehseuchen in Hessen während des Monats Januar 1893. Milzbrand wurde feftgestellt in Hirschhorn, Kreis Heppenheim, am 4, in Steinfurth, Kreis Friedberg, am 2. und in Rain- rod, KreisAlSfeld, am 30. Januar, jedeSmal bei einem crepirten Rtnde. Die Maul- und ttlauenfeuche ist erloschen in kangen- Brombach, kreis Erbach, in Büttelborn und Köntgstädten, KreiS Groß-Gerau, in Birkenau, KreiS Heppenheim, in Sprendlingen und Bürgel, KreiS Offenbach, in Ober-Olm, Mombach, Klein-W intern- heim und Essenheim, KreiS Mainz; in Bermersheim, Bechenheim, Bofenheim, Badenheim unb Obernheim, KreiS Sl;e,: in Ockenheim, Dietersheim, Gensingen und Jngenheim, KreiS Bingen, in Wald- UeloerSheim, Wintersheim, Texheim und Spiesheim, KreiS Oppenheim, und in HerrnSheim, Westhosen, Dorndürkheim und Dittel-Heim, KreiS WormS. Die Seuche herrscht fort in Ober-Ramftadt, Kreis Darmstadt, in Berkach KreiS Groß-Gerau, in Muschenheim, KreiS Gießen, und in Schwabsburg, KreiS Offenbach. Die Seuche wurde im Monat Januar festgestrllt und war am Schluffe deffelben wieder erloschen in Gräfenhausen, 5treiS Darmstadt, und in Groß-Umstadt, Kreis Dieburg. Die Seuche wurde im Monat Januar festgestellt und herrschte am Schluffe deffelben noch fort in Darmstadt, in BenShetm, in Semd, Kreis Dieburg, in König, Krei» Erbach, in Gernsheim und Geinsheim, Kreis Graß Gerau, in Seligenstadt und Lffenthal, Kreis Offenbach, in Gießen und Friedelhausen, KreiS Gießen, in Erbes-Büdesheim, KreiS Alzey, in Büdesheim, KreiS Bingen, und in WormS, BlödeSheim und Bechtheim, KreiS WormS. Die Räude gilt als vorhanden unter den Schafen in Alten-Buleck, TreiS a. d. Lda und Stangenrod, Krei» Gießen, und in Lißberg, Bingenheim und Dudenrod, KreiS Büdingen. CHeratur und ICttnfL — KatechiSmu» der VSltertunde von Dr. Heinrich Schurtz. Mit 67 in den Text gedruckten Abbildungen. In Original- Leinenband 4 Mark. Verlag von I. I. Weber in Leipzig. Mehr und mehr wendet sich die allgemeine Aufmerksamkeit der Völkerkunde zu, die sich mit außerordentlicher Schnelligkeit au» dürftigen Anfängen zu hoher Bedeutung entwickelt hat und bestimmt scheint, bn Mittelpunkt einer ganzen Grupp« bisher vereinzelter Wiffenschasten zu werden, tzs fehlte bisher an einem knappen, üderfichtlichen Eompevdium, da es allerdings ungemein schwierig »si, die Ergebnisse einer werdende» Wiffenschaft in kurzen Schlagworten au-zuiprechen. Dennoch mußte der Versuch einmal gemach! werden, und in dem vorliegenden Werkchen, einem der bekannten Deder'ichen Katechismen, liegt die Verwirklichung dieses Versuches vor. Es tft keine cmiach« Beschreibung der verschiedenen Völker, die uns hier geboten wird, sondern ein Abriß der gejammten Völkerkunde, die längst üer die Stufe einer rein deicriplioen D ffenschast binauSgeichritten ist. Der Stoff gliederte sich na'ur^emäß in einen allgemeinen Theil (vergleichende Völkerkunde, Ethnologie) und einen speciellen (Ethnv- graphte). Besonders der erste Therl ist bei aller Kürze in vielen Punkien neu und eigenartig; im zweiten lheile sind die besten Quellen benutzt und verglichen worden, ohne daß indiffen irgend eine» der vorhandenen zusammenfaffendrn Werke unmitteldar al» Vorbild gedient hätte. Wirklich ächte englische Herrenlloffe ea. 145 cm breit, garantirt reine Woste, vollkommen nabtlftrtig Buxkin u Cheviot, haltbarster Qual, a M. 1.75 bis M. 8.65 p. Mtr. versenden jede beliebige einzelne Meterzahl direet an Private. Buxkin Fabrik-Depot Oettinger A. C'e., Fraekfert a- M- Neueste MusierauSwavl franco in» Hau». 1051 Nach Wievoewird der -olländ. labet oonv. Vecker in Seesen tg. allen ähnlichen Fabrikaten oorgezogen. 10 Pfd. lose in Beutel fco S Mk Holz-Versteigerung im Tteinbacher(tzemeindcwald. Mittwoch den 8.016X^1893, von Vormittags 9'/3 Uhr an, soll im Distrikt Heegheck nachverzeichnetes Holz versteigert werden: 24 rm Kiefern-Knüppel 2000 Buchen- und Eichen - Durch- forstungswellen 600 Fichten-Wellen 800 Fichten-Reisstangen. Sodann kommen Nachmittags von 12 Uhr an in den Distrikten Helgenwald und Seeheck zur Versteigerung: 5 Fichten Stämme, 1,40 fm 150 Fichten-Derbstangen 1010 Fichten-Reisstangen 12 rm Kiefern-Knüppel 12 „ Kiefern- u. Fichten-Stockholz 2350 Fichten- und Kiefern-Wellen, Reisholz 14 rm Buchen-Scheitholz 14 „ „ -Knüppel 6 „ „ -Stöcke 270 Buchen-Wellen 2500 Fichten-Bohnenstangen. Anmerkung. 5fn Rr. 55 ds. Bl. wurde der Beginn der Versteigerung in District Helgenwald rc. irrthümlich auf 2 Uhr angegeben: die Versteigerung beginnt jedoch um 12 Uhr. Steinbach, am 3. März 1893. Großh. Bürgermeisterei Steinbach. 2044______Krämer._________ Dolzversleigerungeu in den Waldungen der GemeindeWieseck. Freitag den 10. u. Samstag den 11. März 1893, jedesmal von Vormittags 9 Uhr an, soll in den Wiesecker Gemeindewaldungen, Distrikten Heegwald, Essigpfad, Dörrloch und Holzbrunnen, das nachver- zeichnete Holz versteigert werden: A. Bau-, Werk- und Nutzholz. 208 Eicheusiämme mit 49,88 fm 22 Nadelstämme „ 6,07 „ 102 Eichenstangen „ 6,65 „ 961 Nadelstangen „ 29,98 „ B. Brennholz. Tchetih Knüppelh. Liockh. Netsh rm rm rm Wellen Buchen 119 16 11 1325 Eichen 28 98 29 2945 Nadel — 55 — 1395 Die Zusammenkunft ist an beiden Tagen zur angegebenen Stunde im Distrikt Heegwald oberhalb der Sandgrube. Bemerkt wird, daß am 1. Tage das Brennholz und am 2. Tage das > Bau-, Werk- und Nutzholz zur Ver- \ fteigerung kommt. । Holz-Versteigerung im Albacher Gemeindewald. Donnerstag den 9. und Freitag den 10. d. M , Bormittags 9 Nhr anfangend, kommen in dem hiesigen (tzemeindewald District ^reuzholz folgende Holzsortimente zur Versteigerung. A. Bau-, Werk- u. Nutzholz. 51 Eichenstämme von 20—52 cm Durchmesser, 5—12 m Länge, enthaltend 30,27 fm, 38 Fichtenstämme von 14—28 cm Durchmesser, 10—21 m Länge, enthaltend 12,38 fm, 340 Fichtenderbstangen von 8—12 em Durchmesser, 10—15 m Länge, enthaltend 22,71 fm. B. Brennholz. Scheit Knüppel Reisig Stock rm rm Wellen rm Buche 112 70 1600 42 Birke 44 16 — — Eiche 24 58 1500 46 Wabel — 2 550 16. Die Zusammenkunft ist jedesmal auf dem Vicinalwege Albach—Hattenrod am Eingang des Waldes, und zwar kommt am ersten Tage das Brennholz, am zweiten Tage das Bau- und Werk- holz zur Versteigerung. Albach, am 5. März 1893. Großh. Bürgermeisterei Albach. ___________Balser. [2105 Brennholz. Versteigerung in den Waldungen der Stadt Lich. Zur Versteigerung kommen in der Forstwartei Großhäuserberg, Districten Wartburg, Hirtenwiese, Dachsbau und Wurzelschlag: Freitag den IO. März l. I., Bormittags IO Uhr: 65 rm Buchen- u. Eichen-Knüppel, 2682 Stück Buchen- und Linden- Durchforstungswellen 1. Qual. 13 rm Buchen-Stöcke. Zusammenkunft und Anfang am Nonnenröther Weg nächst dem Dachsbau. Lich, 2. März 1893. Grobherzogliche Bürgermeisterei Lich. _ Walz. 1998 Holzversteigerung. Mittwoch den S. u. Donnerstag den 9. März 1893, jedes mal von Vormittags 9 Uhr an, soll i. Lang-Gönser Gemeindewald „Haide" nachverzeichnetes Holz versteigert Wieseck, am 4. März 1893. Großherzogl. Bürgermeisterei Wieseck. 2074 S o m m e r l a d. Mittwoch de« 8. März, Nachmittag« 2*/, Uhr, sollen auf dem hiesigen Ortsgericht die den «bam Mmctling t»t>m t . mcr Schutzmarke. nahezu übernatürlichen Schnelligkeit und Sicherheit derart, dass von der vorhandenen Insectenbrnt gar keine Spur übrig bleibt- Echt und billig zu haben in Prag in [2119 J. ANDELS Droguerie, „zum schwarzen Hund*, Hussgasse 13, sowie in Giessen bei Gustav Walter, Mäusburg 13. I llamplziegelei C. Zulelmer ck Co., Cassel, «npfritt Handsteine, Maschinensteine, Zorm- steine, Zalffiegel etc. ST )n billigsten Preisen. *K [995 CO o CO AECH Companys NUR wenn JederTopf den Namenszugu in blauer Farbe trägt. J. Ricker’sche Süd-Anlage 5 Buchhandlung Süd-Anlage 5 empfiehlt ihren 158 1-Lesezirkel CO 17 Bände über 950 Bildertafeln und Karten beilagen. und nimmt Abonnements jederzeit entgegen. Prela von Mk. 1.50 an vierteljährlich, wofür 10—12 Journale wöchentlich geliefert werden. — Soeben erscheint — in 6. neubearbeiteter und vermehrter Auflage: 17 Bändr ,,<11.10fr-, gründ'* r* 10 Mk. z« A Mk, M Probehefte und Prospekte gratis durch Ferber'sche Univ.-Buchhandluno, Giessen. 10,000 Abbildungen, Karten und Pllne. MEYERS LEXIKON KONVERSATIONS- Gremüse- und Obat- Conserven in allen Sorten und allen Preislagen aus den ersten Fabriken empfiehlt H07______Emil Fischbach. Conditorei Bettler Lüd Anlage empfiehlt täglich frisch veritner Pfannkuchen, Kreppet, Kaffee- unb Ibt<» gedäck. — Ansettigung von CrSme* und Gefrorenem in vorzüglichster Oua« lität zu mäßigen Prellen.__477 Kante Pserdedünger (lorsstreu) zu verkaufen. 2 62 _____________vranbatzpUff Riesen-Apfelsinen Blut-Apfelsinen stisch eingetroffen. H. S* Nassauer, 1963 Neuenweg 15. liefert in jrinfadxr unb feiner »ulfübruog billigst tz die WLschesadrik k Fritz Nowack^^ Srltrneri v r« «ebiegene (T onfinnanbrn Wiifdir ! Mcdic.-Leberthran empfiehlt itoft______Emil Fischbach, Junger Zox-Derrier zn verkaufen. Nähere» bei [2026 (*. Menger, Neustadt. Zur Frühjahrssaison empfehle mein aus das Reichhaltigste sortirte Lager in selbstgesertigtm Herren- und Knaben-Anzügcn. Ferner mache besonders darauf aufmerksam, daß ich die noch vorhandenen Vorräthe der Winter-Saison, bestehend aus Herren-, Burschen- u. Knaben-Anzügen, Röcken, Hosen u. Westen, sowie Buxkin- und Kammgarnstoffe, uni zu räumen, zu und unter dem Einkaufspreise verkaufe. 1950 Cervelatwurst In allerbester Qualität frisch eingetroffen bei 1208 Emil Fischbach. Walthers [HO * 1a >0 HUSTENSTILLER bestbewährtes Hustenmittel. In Packeten L 25 und 50 Pfg. bei Gustav Walter, Mäusburg 13. BaumstangenT sind billigst zu haben bei 1018] Andr. Euler. Eigene Werkstätte im Hause. J. Klipstein. *• Bahnhafftratzc Eck- Neustadt. "WB Das Schuhfett Marke Büffelhaut bat sich längst als das beste Leder- Tonseroirmittel bewährt; es macht und erhält das Schuh- und Lederzeug wasserdicht, dauerhaft und weich, verhindert das Einschrumpfen des naß gewordenen Leders, paralysirt die schädlichen Wirkungen säurehaltiger Wichse und ermäglicht tägliches Glan,wichsen der Stiefel selbst bet nasser Witterung. Die kleine Mehrausgabe für dieses Erhaltungsmittel gegenüber billigeren Präparaten zahlt sich durch Ersparniß am Lederzeug zehnfach wieder. Auf die Schutzmarke »Büffelhant* Marko BüffcDiÄUL ist wegen der vielen minderwerthigen Nachahmungen wohl zu achten. Büchsen ä 26 und 50 Pfennig sind sammt Gebrauchsanweisung in folgenden Handlungen zu haben: in Gtetzen bet: «ebr. Adami, Mäusburg 14, Ar. Leo, Selterswez, A«g. Roll II., Bahnhofstraße. «ISfrld r «g. Htll, «raus-, Werner Gebauer. Butzbach: Rob. Schmidt, W. Seippel Wwe., Jac. TteinhLuser, «ruft Vogt. Artedbergr W. Bernbeck, Wtlh. ASrtsch, I. L. Pauly, Aranz Stamm. Grünberg r Earl Schmierer, G. Willems. Bad-Nauheim r H. «egelmann, Rich. Schwaav, 205] Rich. Wörner. Allendorfa. L.r C. Braunwarth. Lang-GSnS: Gg. Repp. Lollar: Eonsum-Veretn, A. Zimmermann. Londorf: Gg. Braun. Ausverkauf. 1919] Wegzugshalber werden bis zum 25. März die noch vorräthigen Schürzen zu bedeutend herabgesetzten Preisen auS- öerkaust. Ludwtgstratze 12, Part. in kurzer Zett radikal beseitigt G. A. Meid 672] S. A. Jtzleib. In Beuteln A 35 H in Gießen bei Benner & Krumm, Bahnhofstraße 40. wird durch meine ay Katarrypaftillen S Husten Täglich frische Mitch verkauft Carl Steinberger, 1920]______________Löwengasse 27. Ochneiderkreide U Billardkreidc H37] G. Walter, MüuSburg 18. M Portland-Gement-Fabrik Karlstadt a. M. vorm. Ludwig Roth in Karlstadt a M. empfiehlt la. Portland-Cement Fabrikat I. Ranges von höchster Festigkeit und Volumenbeständigkeit — Durch die hohe Leistungsfähigkeit der Fabrik — grösstes Cementwerk Bayerns — wird die prompte und gleichmässige Ausführung auch der grössten Aufträge garantirt. — Ferner: la. Roman-Cement Vorzügliches und billiges hydraulisches Mörtel-Material. Zahlr. Zeugnisse über ausgef. grosse Lieferungen stehen gern zu Diensten. Verkaafsbureau: 1640 F. W. Rob. Meyer, Nürnberg, Krausstr. 4 «örfenwochettvertcdr von E. Wassersehleben, Bankgeschäft Es schien im Anfang der Woche, als ob die Aufwärtsbewegung, je länger sie dauere, umsomehr an Kraft gewinnen sollte. Das glänzende Resultat der Submission aus die österreichische Goldrente hieß alle Rücksichten vergessen. Man drängte ungestüm nach oben, und Berlin, das sich so lange gegen die Bewegung gesträubt hatte, schien die begangenen Fehler wett machen zu wollen und überbot fast den Ester, mit dem man an der Donau für die Hausse Propaganda machte. Darin offenbart sich die Macht des Erfolgs — vor ihm verstummen alle Einwände und Bedenken, jede sachliche Erwägung verliert ihren Werth, und nur die Logik, die da predigt, mit dem Strom zu schwimmen, wirbt sich begeisterte Anhänger. Jedes Procent, um das die Course steigen, wird ein überzeugendes Argument für die Richtigkeit der herrschenden Anschauung, das seine Macht auf immer weitere bisher fernstehende Kreise ausübt und dadurch nur eine neue Aufwärtsbewegung der Course vorbereitet, denn die Course steigen, weil immer neue Käuferschichten sich herzudrängen, um die günstige Conjunctur auSzunütz-n und ihren Anthell an den reichen Gewinnen etnzuheimsen, welche eine so andauernde Werthstetgerung aller Effecten über die Börse ausschüttet. Freilich kommen trotz dieser ständig zuströmenden neuen Kräfte auch gelegentliche Rückschläge vor, wenn z. B. eine besonders starke Aufwärtsbewegung den ersten Käufern nähr legt die bisher erzielten Gewinne zu realisiren, dann überwiegt bisweilen das Angebot die Nachfrage, uyd die Course sinken e>n paar Procent von ihrer höchsten Staffel herab. Dann entsteht eine Pause in der Aufwärtsbewegung, die selbst Tage lang andauern kann, wenn die Realisationen größeren Umfang annehmen, gewöhnlich aber ziehen die abgeschwächten Course schnell wieder neue Käufer heran und die Aufwärtsbewegung kommt wieder in Fluß. Ihre natürliche Grenze findet dieselbe also nur in der Erschöpfung der Käuferschichten, aber diese Grenze ist nicht in allen Fällen die gleiche und es ist anzunehmen, daß dieselbe gegenwärtig viel näher liegt als z. B. im Jahre 1889, weil die Erfahrungen der jüngsten Zeit verhindern werden, daß überwiegende Theile des Capitaltsten- publtkumS mit in die Bewegung htnetngertffen werden. Trotz der vorhin angedeuteten großen Macht des Erfolgs sind es in der Regel doch nur speculativ veranlagte Naturen, welche dcmselben Folge leisten. Für den größeren Theil des Capitalisten- publtkums bleibt die Rente der ausschlaggebende Factor und wird das Verhältniß zwischen der erwarteten Rentabilität und der Höhe des Courses derart, daß ein Gewinn in der Conservirung des Besitzes nicht mehr erblickt werden kann, dann wirb das Material, das die Jahre hindurch in sesten Händen lag und trotz aller Anstrengungen der Barffiparter nicht zum Verkauf kommen wollte, doch wieder zur Börse strömen und der Aufwärtsbewegung ein Ziel setzen. Ob die letzte Abschwächung die schon so große Ausdehnung gewonnen bat, schon ein Zeichen dieser Realisationen effecttven Besitzes ist, läßt sich nicht entscheiden, denn Lösungen speculattver Hausseengagements und selbst Blancoabgaben haben für den Augenblick die gleiche Wirkung. An der Börse aber neigt man der Auffassung zu, daß die Aufwärtsbewegung ihr Ende noch nicht erreicht hat, und man sieht in dem Jntereffe der großen Finanz- mächte, in den noch immer bestehenden Baissepostttonen, in dem flüssigen Geldstand und in der zuversichtlichen Haltung der Wiener Börse Förderer der Bewegung, auf deren Kraft man sich noch geraume Zeit verlassen könne. Berlin ist, wie bemerkt, in dieser Woche mit ganz besonderem Eifer in die Bewegung etngetreten und man ging dort sogar so wett, der Wiener Börse Widerstand entgegenzusetzen, als sie nach den überaus starken Courssteigerungen in der zweiten Hälfte der Woche zu Realisationen schritt. Freilich legte man in Berlin daS Schwergewicht auch nicht so sehr auf den Bankenmarkt, wie das in Wien geschah, sondern den ausschlaggebenden Factor bildeten Montan-, spectell die Kohlcnwerthe. Die Constttuttung des Kohlensyndicats und die Erwägung, daß dasselbe sein Bestreben trotz der gegentheiligen Versicherung dennoch auf eine Preissteigerung der Kohle richten würde, hatte die Verwaltung der badischen und württembergtschm Bahnen veranlaßt, ihren Bedarf für das Jahr 1894 jetzt bereits zur Submission zu stellen. Die Angebote, die darauf eingtngen, waren ganz beträchtlich, theilweise um 20% höher als die letzten Notirungen, und die Berliner Speculation nahm daher Anlaß, Kohlenwerthe ganz besonders zu begünstigen. Die hohen Preise sind freilich von den Bahnverwaltungen nicht acceptirt wordm und von allen Setten regt sich auch die Opposition gegen eine derartige Preissteigerung, aber es ist doch ,'weifelhaft, ob dieielbe von genügendem Erfolg begleitet sein wird, wenn nicht dem ausländischen Product der Kampf gegen das Syndicat erleichtert wird. feofcen Course Im Monianmarkl haben sich daher auch nach behauptet, au schon Wien im vollen Rückzug begriffen war, und erst später, als die rückläufige iTfGunc? allgemein wurde, gaben auch Kohlenaetirn den größten kbetl der er- reichten Avancen auf. Stimmultrend wirkten im Montanmarkt noch Gerüchte, die N« nj” *)e^yufüon deS Bochumer Gußstahlwerkes mit einer rhetnifchen Privatfirma befaßten. Die Gerüchte sind vor Wochen schon einmal aufgetaucht und dazumal r ro,,e n' aber obgleich sie auch diesmal keine Bestätigung gesunden haben, obgleich sie sehr unbestimmt gehalten sind und nicht einmal der Name der zweite« Firma zweifellos seftsteht, so haben sie sich doch hartnäckig behauptet und die Be-> wegung im Montanmarkte weiter gefördert. Sachliche Momente kamen im Uebrtgen n,uy^. n-r^ani verschwindendem Maaße zur Geltung. Im großen Zuge und fast gleichmäßig auf allen Gebieten bewegten sich die Course nach oben und erreichten im Anfang der Mittwochsbörse ihren Höhepunkt, aber schon an diesem Tage besannen die Realisationen, die in der Folge so großen Umfang annahmen, daß In einzelnen Fällen mehr als die ursprünglichen Avancen wieder verloren gingen. Am Donnerstag Abend veröffentlichte die Creditanstatt ihren Jahresabschluß. Von allen größeren Finanzinstttuten ist dieser bis jetzt der einzige, der gestattet, die Dividende hoher als im Vorjahre zu normtren. Er hat seinen guten Eindruck auf die Börse auch nicht verfehlt und er hat die rückläufige Bewegung doch wieder gestaut, wenn er auch nicht vermocht hat, dieselbe in ihr Gegenthetl zu verkehren. Wien hat in dieser Woche außer dem Bankenmorkt den Bahnactien ein be« sonderes Interesse zugewendet. Offenbar sah man diese Actiea al« zurückgeblieben an und suchte das Versäumte in kürzester Zett nachzuholen. Sachliche Beweggründe sind auch hier nicht zu Tage getreten, einzig in Bezug aus die lombardische Balm scheinen Bestrebungen bestanden zu haben durch ein Hinausschteben der Prtorttäten- ttlgung die Acttenrente zu erhöhen. Nachdem aber die VerwcHtung selbst sich gegen das Project erklärt hat, sind die stark gestiegenen Actten soweit wieder gefallen, daß dtefelben noch 2 fl. gegen den Schlußcours der Vorwpche verloren haben. Neben diesen wurden noch Nordwest- und Elbthal-Actien, Buschtherader und einige andere böhmische Bahnen besonders begünstigt und diese Acsten haben sich auch bester behaupten können, so daß sie zum Theil mit ansehnlichen Gewinnen aus der Woche hervorgehen. Schweizer Sielten waren fest, aber weniger beachtet, nur für Gotthard - Actien bestand größere Nachfrage, weil seit geraumar Zeit ein Project, das die vierprocenttge« Prioritäten in 3'/, procentige convertiren nsill, viel besprochen wird. Vorübergehend wurden auch Marienburger stark gekauft, weil man wieder einmal verstanden hatte, mit dem russischen Handelsvertrag Stimmung zu machen. Der letztere kam auch neben den bereits erwähnten Momenten im Montanmarkt zur Geltung und begünstigte vornehmlich Laura - Actien, ohne indessen auch hier bauernde Wirkung erzielen zu können. Die Steigerung der Kohlenactien war sehr bedeutend. Gelsenkirchener erreichten den Cours von 155, HarpenerI49, Htbernta 124.50, aber diese ganzen Gewinne sind wieder verloren gegangen, und die Schlußcourse weisen kaum merkliche Veränderungen auf. Aehnlich ist das Verhältniß im Bankenmarkt. Hier sind DiScontos sogar noch unter den Schlußcours der Vorwoche gesunken, während die anderen deutschen Actien sich doch noch behaupten, zum Theil auch noch kleine Gewinne zurückhalten könnten. Credit inbessen, die 8 fl. gestiegen waren, haben nun die Hälfte diefer Avance wieder abgegeben. — Der Anlagemarkt war still. Portugiesen wurden vorübergehend begünstigt auf die Erklärung des Staats- secretärs von Marschall, daß es das Bestreben der Reichsregierung fei, die auswärtigen Gläubiger Portugals nicht benachtheiligen zu lassen, ebenso sprangen Griechen ein paar Procent hinaus, als der Abschluß einer neuen Anleihe mit ziemlicher Bestimmtheit gemeldet wurde. Man vergaß nur bet dieser Höherbewei thung, baß die Einnahmen, die für die neue Anleihe verpfändet werden, die Sicherheiten der alten Anleihen verringern. Mexicaner schwächten sich ab aus Befürchtung vor weiterem Sinken des Silberpreises, und im Uebrigen herrschte auf dem ganzen Anlagemarkt eher die Neigung zu Realisationen als zu neuen Käufen. Course der Frankfurter Börse. CtaattanUibtti. Conrn vom 24./II. 4./III. Cours vom 24./II. 4./III fo/o Hessische Obligation. , Bauern .... „ Baden..... 105 90 107 50 106.30 107.65 4V^/oPortug.-A. 88 u.89 5o/o amort. Serb. Gold- 27.40 28.— 105 20 105.15 Rente .... 80.80 80 40 3°7o Sächsische Rente. . 88 50 88.70 bo/oSerbischeEtsenbahn- 3V«% BremerStaatsanl. -.— 98.60 Hyp.-Obl. L. A. . 82.25 82 70 „ Hamb.Staatsrente 4o/o Oestr. Goldrente . 98.60 98 80 4o/gSchwed.Oblig.1880r 104.40 104 15 88 90 99.50 l°/o Türken conv. Ltt. D. 21.90 22.10 „ Gr lech ischeMonopol- 5°/o Argent. Gold - Anl. 44 65 44 — Anleihe . . . 60.90 62.25 v. 1887 . . . 3>/j°/o Egypt. priv. Anl. 5c/0 Rumänische Rente . 98 50 98.50 95.50 95.55 4V0 Rust. Consols S. III —.— /o Nordwestbahn Golb 82.70 109.20 108*50 4o/g Wladikawkas gamt. 40/0 gar. Sardin.Sec.stfr. 95 30 81.65 94.55 81.— Ludwigshafen-Bexbach. Hessische Ludwigsbahn. ,225.— 225.— Galiz.CarlLudw.-B.-Act. 184.50 184'/. 111.70 112 70 Oest. Nordw.-Bahn Lit.8. 204‘/lc 207.60 Pfälzische Norddahn . 114 55 114.45 Gotthardt..... 154.55 156.65 Lübeck-Büchner . . - 137.— 139.30 Jtal. Mittelmeer . . 102.20 102 85 Deutsche Reichsbank . 150.30 150.15 Dresdener Bank. . . 150 60 152.15 Berlin. Handelsgesellsch. 146.90 147.65 Mitteldeutsche Credttb. . 98.60 100.70 Deutsche Bank . . . 165.— 166 90 Wiener Bank-Verein . 105.— 104>/z DeutscheGenostenschftSb. Württemb. Vereinsbank 126.40 125.50 v.Soergel.ParrisiuSLCo. 119.— 120.— Deutsche VereinSbank . 107.50 107.90 3uMhrie»8Mien. Binding-Brauerei . .' 164.— 163.70 Deutsche BerlagSanftalt 191.60 190.90 Stem- do. (Oberrad) 139.70 140.— Farbwerke,vorm.Meister, Bad. AnUtn- u. Soda- LuciuS 4 Brüning. 299.— 297.50 fabrik , . . . Hibernia Bergw.-Ges. . 290 292.— Nieheck'scheMontanwerke 172.— 172 50 119.45 118.60 Bochumer Gußstahl 133 80 137.80 vfau» priese. 40/0 Franks. Hyp.-Pfdbr. 4o/c,DeutscheGrundschld.- 102 — 102.20 v. 91 ab . . . 103.50 103.50 Bk.-Pfandbr. 3'/,°/oFrnkf.Hyp.-Pfdbr. 4"/oPreuß^Hyp^-Act.-Bk^ Pfandbr. . . . 97.50 97.50 3V»Vo do...... 31/. % Rhein. Hyp^Bank- 97.— 97.— 103.05 103.05 Pfandbr. . . . 96.90 97 — 97 50 97 50 4W Meininger Pfandbr. 101.30 101.30 4o/c>Preuß. Centr.-Bod.- 40/0 do. do. Cred.-Pfandbr. bis 1885 ..... 101.80 101.80 unkündbar bis 1900 103.— 103.10 Loose. Oestr. 1860rfl.500-Loose 129.— 128.65 Braunschweig. 20 Thlr^ 106 — , 1854rfL250-- , 129.50 Loose .... 107.- 40/0 Meininger Prämien- 3% Oldenburger Loose. 127.65 128 15 Pfandbr. . . . 130.80 130 80 3i/»o/o Köln-MtndnLo ose 134.40 134.10 8°/oChic.Milw.s.St.Paul 40/0 Chicago Burlington 85.60 85 80 Prt., rückzahlb. 1910 . 116.50 Nebraska 1927 . . 50/oChic.Mllw.f.St.Paul 4W>/e California Pacif. 107.40 107.40 Prt., rückzahlb. 1921 . 16o/oCentr.Pactf.I.Mrtg. 108 20 108.25 I. M., rückzahlb. 1912 6o/oPacifwfMistouri con- 1 rückzahlb. 1896 . . 105.20 —.— solidated L M. r. 1920 110.10 110.40 Statt jeder besonderen Anzeige Verwandten, Freunden und Bekannten dass heute Nachmittag 6 Uhr unser unver- hierdurch die traurige Mittheilung gesslieher Gatte, Vater, Sohn, Bruder, Schwiegersohn, Schwager und Onkel Heinrich Gerhard Grossherzoglicher Kreisveterinärarzt ist. Die trauernden Hinterbliebenen Die Beerdigung findet Dienstag Nachmittag um 2 Uhr in Grünberg statt. 2218 Taute Herrn entschlafen ist. Morgen 'K Uhr nach langem schweren Leiden dem heute Giessen, den 6. März 1893. trauernden Hinterbliebenen Die Uhr. vom Trauerhause, Asterweg 43. statt. Die 1887 Vertreter: Adolf Bieler. Kietzen. Westanlage 45 204 I1162 antbetl iu vermiethen. 8) 921) Rebection : W. Sdbcgbt - Oru fc ru.tnc» (,*t. 4 bi. ui -ez,«. -. r in Folge eines Schlaganfalls im 35. Lebensjahre sanft Louis Nothenberger, Neuenweg 22. Hotel und Restaurant Heike '.Osy, Mädchen für Mche und HauS Grobe tstosenstraße 16 — Nähe des Bahnhofs. — Zimmer von Mark 1.20. 132] Aupfer, Messing. Zinn,! »lei, «tseu, Zink u s. w kaufe > 19i4) Durch Versetzung bei Herrn Dr. GrooS ist der mildere 6tod meines vorzügliche Küche. Casseler und Münchener viere. S»auSdiener ni allen Zügen am Bahnbof. I lbs4j .Lrlengasse 15' im Vorder]) ins miMerer Stock zu vermiethen 0 W. Nassauer. Wermietsjuiigen. 1622] Drei Zimmer mit allem Zubeh. (parterre) »u verm. Schiller strahe 29. 1620] In m. Mubau (LetterSweg) eine Wohn. v. 7 bis 8 Z.. Bade,, nebst Zub., sowie grober Laden in. Wohn, zu verm. _________________A Stein, Srchitcct. Bidmarckstratze 14 mittlerer Stock, mit 6 Zimmern per 1. April anderweit ,u vermiethen [449 Toeles - Anzeige. Statt jeder besonderen Anzeige die traurige Mittheilung, dass unsere iunigstgeliebte Schwester, und Schwägerin Fräulein Marie Boetticher Grünberg, Giessen und Friedberg, 4. März 1893. Vudwiasplatz 13 Laden Contor. Wohnung, Lager» fünf Zimmer nebst Zubehör und Garten raum und Keller zu vermiethen. [160 antberl iu vermiethen. 11162 Conueusiratz« 26. 1932] Der 2. Stock. 2 bll 3 Zimmer, zu vermiethen. Marktftraße 18. Nähere» Schlotzgaffe 5- " 2003] -ine Wohnung. 3 Zimmer. Küche, im' Vorderhaus bis zum 16. März zu ver miethen Eduard Neustadt 49. ,n bcslcr tafle zu verm Zu erir. i d- «rv. 161 92i] itin geräumiger Kadeu in bester Lage der Stadt ist per sofort oder später Amthor'sche höhere Handelsschule zu Gera (Reuss). 44. Schuljahr. । Höhere Handelsschule mit Vorklme (Quarta). Berechtl|un| zum elnjihr frelw Militärdienst. Schulbesuch 1—4 Jahre, jo nach Vorbildung i Handelsakademie für rem faohwieeeaeohaftl Ausbildung Uebor Schul anfang. Unterkunft otc. Nlhere* d. d. Proepvcte. Die Dlreetloe Hauses per 1. Juni anderweitig >u ver- mtethen H Schmidt, Bahnbotstr- 37 , ... 171 3 E,n kleines LogtS zu vermiethen. zu vermiethen Näheres Schifienbergerweg 63. 1 Neustadt 78, eine Treppe. finden gute Stellen durch Frau Hütten- derger, SrlterSweg 52 1S64| Lin ordentliches zuverlässiges Dienstmädchen sucht Frau Stadtrechner Däpser, Bahnhofstraße 12, 11. Ordentliches Dienstmädchen auf sogleich oder später gesucht- 1931]_______________SelterSweg 8fi. 193h) Ein Mädchen aus besterer Familie, welche- im Häuslichen, sowie in Hai darbeit erfahren, sucht Stelle nach auswärts zur Stütze der Hausfrau; es wird mehr aus gute Behandlung al- auf । hohen Lohn gerechnet. Nähere- auf dem i ersten Vermteth-Bureau von Frau Müller. 1856] Ein brave- tüchtiges Mädchen ü Küche und Hausarbeit gesucht. Wo? sagt die Expcd. d Bl.___________ 1863] Verkünsert«. welche in der Korzwaarenbranche erfahren, per sofort gesucht. Offert- unt. L M an die Ezped , Kindermädchen kräftige-, des Tag- über gesucht. (208- Bahnhofstraße 49, 11. Beerdigung findet Mittwoch den 8. März, Nachmittags V20 Wer von Zinsen lebt, eruelt Erhöhung des Einkommens durch Abschluß einer Rentenversicherung mit der 1838 gegründeten. bei 82 Millionen Mark Vermögen die größte Sicherheit bietenden drcllMlll lltuitn-ilcrstchttilllgs-Anstalt in Kttliu. Altersversorgung. — Kindcrvcrfichcrung. Jede Auskunft, sowie Prospecte rc. gratis und franco durch den 1'J56| Ein put möi-l'rtes Zimmer i« . . 2. Stock zu vermiethen Diezstraß: 13. -° e- ver Möblirte Zimmer zu vermiethen. NSbrre« in Dr. Weberi Mittelhaue Frankfurter stratz- 36. 20631 Wohnung an rab. Miether sehr billig |o vermiethen. _______________SSallthorstratze 17. 1980] Schöne Wohnung, 2. Stock, b ei Zimmer, Wasserleitung, mit Vorplatz, zum 1. April zu vermiethen Walltborstrare 46 1623] Hammstraße Nr. 12 eine freund, ltche Wohnung, 3 Zimmer mit Zubehör, zu vermiethen Näheres VabnftTofrt 11. 1S52J Eine sehr freundlich« schöne Fa» milienwohnung(5—6Zimmer, auch mehr, nebst Zubeh), getheilt .... m^etben. Wetzsteingaffe 48.