1893 Nr 6 Amts- und Anzeigeblatt für den "Kreis Gissten. au Hratisöeikage: chießmer Aamikienbkätter ^MJunior, Amtlicher Ttteil vergessen ist. v. Gagern. E 6 ’ solche, welche die besten 6m-- nfttn md Swffit aW.mw a, x* M) w btt 6x_6tb\tionl . mtlbtn | nq Innaljme von Anzeige« zu der Nachmittag- für d« Utgrobm Tag »rscheinenden Nummer bis Borat 10 Uhr. Namen der Besitzer Samstag den 7. Januar S'E- md fti*. ^hrgsng Der frephten oder getödleten Thtere Dir Vießener »**t(t<«et6l#fr Werden dem Anzeiger dreimal IfigrftgL Der •Uftatt Kareiger erscheint täglich, Wtl Ausnahme deS MontagS. kin hieb Engroß-GeM lucht rtigen Eintritt einen Lehrling, tragen in der @n>eb. d. 81. Bemerkungen über Krankheit, wenn solche durch den Thier- arzt festgestellt ist, sowie über die Art der Beseitigung der Ca- daoer. 96 bO 91.10 •2160 SS so 77.62 378.00 19500 152.30 1O220 10990 6700 90.50 Gießen, am 3. Januar 1893. Betreffend: Maßregeln zur Unterdrückung des Milzbrandes in der Welterau. Das Grotzherzogliche Kreisamt Gießen RN die Grotzherzoglichen Bürgermeistereien Mendorf a d.Lahn, Bellersheim, Bettenhaufen, Birklar, Dorf-Gill, Eberstadl, Grotzen'Ltnden, Grüningen, Holzheim, Hungen, Inheiden, Klein Linden, Langd. Lang-Göns, Langsdorf, Leihgestern, Lich, Muschenheim, Obbornhofen, Ober-Hörgern, Naberts- hausen, Rodheim, Steinheim, Trais-Horloff und Utphe. Sie werden, insoweit Sie noch im Rückstände sind, an baldige Einsendung der in unserem Ausschreiben vom 23. August 1880 — Anzeiger Nr. 201 — vorgeschriebenen Tabelle nach dem unten abgedruckten Muster über die in dem letzten halben Jahre crepirten Thiere erinnert, wobei namentlich in der Spalte „Bemerkungen" die Angabe über die. Krankheit des Thieres und die Art der Beseitigung des Cadaoers nicht zn Birrteljähriger >6d«nemM, f ’ I ben6'bft'7 1271 S 8, aus statt. 1. Ml, Humors mm f Mel höchst originelle 7,/karvig illusirirt, reis nur x 3.- pro i (Nr. 3915 des deutschen Bestellungen an. - alle Ständen gen b. Stuttgart. Tabelle über die in der Gemeinde........vom .... 18 . . bis .... 18 . . crepirten oder getödteten Thiere. werden beauftragt, Vorstehendes in ihren Gemeinden noch besonders auf ortsübliche Weise bekannt machen zu lassen. Gießen, am 2. Januar 1893. Der Civilvorsitzende der Großherzoglichen Ecsatz-Commission Gießen. __Dr. Melior, Regicrungsrath.________ Bekanntmachung, betreffend Vorträge des Oberhessischen Obstbauvereins. Sonntag den S. Januar L I, Nachmittags ! 3 Uhr, wird Herr Landwirlhschaftslehrer Reichelt von i Friedberg zu Großen-Linden in der Wirthschaft von i Philipp Schaum Wiltive einen Vortrag über nachstehendes i Thema halten: „lieber thierische und pflanzliche Schädlinge unserer Obstbäume mit besonderer Berücksichtigung der Blutlaus". Alle Mitglieder des Obstbauvereins ünb Freunde des Obstbaues werden zu büfem Vortrag freulldlichst eingeladen. Die Herren Bürgermeister von Großen Linden und der Nachbarorte ersuche ich um gefällige ortsübliche Bekanntmachung. Gießen, den 6. Januar 1893. Der Vorsitzende des Vereinsbezirks Gießen des Oberh. Obstbauvereins. Nebel, Amtmann. Bekanntmachung. Klagen und sonstige Erklärilngen und Anträge sind bei unserer Gerichtsschreiberei an allen Wochentagen Vormittags zwischen 10 und 12 Uhr vorzubringen. Wer einen Amtsrichter sprechen will, ohne angemeldet zu sein, hat sich Mittwochs Vormittags einzufinden. Gießen, den 3. Januar 1893. Großherzogliches Amtsgericht. Fresenius. wohl eher geneigt zeigen wird. Allerdings darf seitens der Aasständigen an den bisherigen Forderungen nicht festgehalien ! werden. Die Behörde ihrerseits zeigt eine abwartende Haltung 1 und man glaubt nicht, daß sie bei Fortdauer des Ausstandes ' in nächster Zeit eine Aufforderung zum Wiederanfahren mit ! Stellung einer bestimmten Frist erlassen werde. Aus dem Saarrevier, 3. Januar. In den größeren Blatiern des Reviers werden bereits Ruhrkohlen zu : billigem Preise an geboten und Lieferungsangebote ! auf belgische Cokes sollen schon bei einzelnen größeren Werken eingetroffen sein. Um Mißverständnissen vorzubeugen, set übrigens bemerkt, daß bis jetzt sich noch kein Mangel an , Saarkohlen bemerkbar gemacht hat, sondern daß noch große i Vorräthe vorhanden sind. St. Johann (Saar), 5. Januar. In der gestrigen Versammlung zu Bildstock wurde der ablehnende Bescheid der Bergwerksdirection, mit dem Strike-Comite zu unterhandeln/ verlesen. Der aus Westfalen zurückgekehrte Wagner erklärte, von dort seien Unterstützungßanträge nach anderen Ländern abgesandt worden. Von Neunkirchen werden Ausschreitungen gemeldet. Arbeitswillige Bergleute wurden von Ausständigen auf den Landstraßen angefallen. Auch im Bayerischen kam es zu Zusammenstößen zwischen Feiernden und Arbeitenden. Am Neunkircher Jnspeetionsgebäude wurden wiederholt Schüffe abgegeben. Für die heutige Frauen-Ver- j sammlung in Bildstock sind acht Rednerinnen angemeldet. Verwaltung den von dem Straßburger Oberft Dirschau erfundenen complicirten, durch Electricität wirkenden Apparat, dessen Sammelstelle der Gewehrschast bildet. Das österreichische Militärcomite probirr einen diesbezüglichen, leicht construirten, von dem Szeged'iner Uhrmacher Brausewetler patentirten Apparat. Paris, 5. Januar. Das „Journal des Jnventions" meldet die Erfindung eines neuen rauchlosen Pulvers durch einen französischen Offizier. Paris, 5. Januar. Cornelius Herz wurde aus der Liste der Ehrenlegion gestrichen. Paris, 6. Januar. Der frühere Minister Bai haut wurde gestern Nachmittag sistirt und dann, obwohl er leugnete, verhaftet; er wird der Erpressung von Panamageldern angeklagt. Baihaut wurde später auf Befehl des Justizministers vorläufig entlassen, jedoch angeblich Nachts entgiltig verhaft'et. Antwerpen, 5. Januar. Drei vom Orient kommende Dampfer, sowie der Dampfer „Norway", von England kommend, und das aus Harwich fällige Schiff sind im Nebel in der Schelde gestrandet. Die Rettung der Passagiere ist gesichert, dagegen ist die Lage der Dampfer sehr gefährdet. Petersburg, 5. Januar. Immer bestimmter verlautet, die Regierung werde in den einzelnen Gouvernements, in welchen der N o t h st a n d unvermeidlich ist, geschloffene Gruppen bilden. In manchen Gouvernements, namentlich in den oberen Gegenden des Reiches, ist der Getreidemangel viel größer als im vorigen Jahre. Auch in Finnland herrscht großer Nothstand. Die Regierung ließ bedeutende Getreidemengen dahin senden. Der Getreidehandel ist flau; infolge der niedrigen Preise wirst der Export keinerlei Nutzen ab. In voriger Woche wurden 250000 Quarter Weizen und 60000 Quarter Roggen exportirt. In Gerste und Hafer ist der Export geringfügiger. Alexandrien, 5. Januar. Dem Nil entlang entwickeln sich die Saaten ziemlich gut, in den anderen Theilen des Landes ist die Vegetation schwach. Die Eingeborenen in Ismail und Umgebung befinden sich in mißlichen Ver- hältniffen. _____________ Paris, 5. Januar. Das „Petit Journal" veröffentlicht angebliche Enthüllungen, wonach Cornelius Herz als Agent Crispis der französischen Regierung 1890 Vorschläge Crispis überbrachte betreffs Annäherung Italiens an Frankreich und Austritt Italiens aus dem Dreibunde. Herz habe gleichzeitig dem „Petit Journal" und anderen Blättern in Paris monatliche Zuschüsse aus italienischen Geheimfonds angeboten, falls sie für Italien günstig schrieben. Sitzung der Stadtverordneten • am 5. Januar 1893. Anwesend: Herr Oberbürgermeister Gnauth, die Herren Beigeordneten Georgi und Grüneberg, von Seiten der Stadtverordneten die Herren Brück, Emmelius, Faber, Flett, Grünewald, Dr. Gutfleisch, Habenicht, Helfrich, Heß, Heyligen- staedt, Homberger, Jughardt, Keller, Löber, Orbig, Petri, Dr. Ploch, Dr. Schäfer, Scheel, Schiele, Simon, Schmall, Dr. Thaer, Vogt und Wallenfels. Die Sitzung hatte zum ersten Gegenstand die Einführung und Verpflichtung der neugewählten Mitglieder derStadtverordneteN'Versammlung. Herr Oberbürgermeister Gnauth eröffnete die Sitzung mit folgender Ansprache: Meine Herren! In Gemäßheit des Art. 27 der Städteordnung habe ich die am 4. November v. I. neu gewählten Herren Stadtverordneten in ihr Amt einzuführen und zu verpflichten, nachdem gegen jene Wahl weder Einwendungen noch eine Beanstandung erhoben worden. Danach heiße ich zunächst die neu eintretenden Mitglieder der Stadtverordneten- Versammlung herzlich willkommen als Mitarbeiter an den gemeinsamen Angelegenheiten unserer Stadt- und so wie der einzelne Mensch beim Beginn einer neuen Jahresarbeit wohl Ausschau hält auf die dabei zu erstrebenden Ziele, so möge es heute auch mir vergönnt sein, hier kurz die Summe der öffentlichen Aufgaben zu schildern, welche — wenn nicht das begonnene Jahr, so doch die nächsten Jahre — unsere Amts- thätigkeit wird leisten müffen. Da stellt vor allem bie traurige Mahnung, welche das abgelaufene Jahr von Hamburg uns gebracht, zwei Aufgaben in erste Linie: die unterirdische Entwässerung, d. h. Canalisirung unserer Stadt und die vermehrte und verbilligte Wasserversorgung derselben- für beide sind die Studien und Vorarbeiten so gefördert, daß in den nächsten Monaten schon der Stadtvorstand sich wird entschließen müssen, ob er durch Genehmigung und Ausführung der vorbereiteten Projecte unserer Stadt das höchste reale Gut des Gemeinwesens, die öffentliche Gesundheit, noch mehr wie biv- her sichern will- daneben wird von weiter gehender Bedeutung theilS auS eigener Kraft zu entscheiden, theils an zuständiger Stelle zu betreiben sein : die Ausdehnung und Verbesserung des städtischen Bebauungsplanes, die Vergrößerung unseres Gaswerkes, wie die Stellungnahme zu der geplanten Anlage eines privaten ElectricitätSwerkeö, der endliche Umbau unseres Bahnhofes und im 'Zusammenhang damit die eventuelle Beschaffung öffentlicher Lagerplätze und Lagerhäuser sowie eines städtischen Viehhofes - die Hebung und Erleichterung des Verkehrs nach und außer der Stadt wird durch Anstrebung passender Führung von Nebenbahnen, vielleicht auch durch eine Trambahnverbindung unserer Nachbarorte uud Stadtenden unter einander zu fördern sein, und die Umgestaltung unseres Armenwesens endlich hätte in Erbauung eines Siechen- hauseö ihren Abschluß zu finden. — Im Voranschlag für 1893/94 werden vorsorglich schon ihre Befriedigung erfahren zahlreiche kleinere Bedürsniffc, wie die Anpassung unserer alten Schulgebäude in ihrer Ausstattung an die neuen Anforder- ungen, insbesondere der Gesundheitspflege, die Vermehrung und die Verbefferung der städtischen Straßen und Wege und die Vergrößerung des Friedhofs, sowie die bereits beschloffene Erbauung eines Feuerlöschgeräthemagazins und von Marktlauben. — Es liegt in der Natur der Sache, daß der Befriedigung dieser vielerlei Bedürfniffe jeweils vorauszugehen haben wird eine sachliche Prüfung, ob und in welcher Weise die dafür aufzubrtngenden Kosten zu decken sind, sei es durch besondere Gebühren, sei es durch die — nötigenfalls verstärkte — Inanspruchnahme der Steuerkraft unserer Einwohner, in wie weit den vielfältig geäußerten Wünschen zur Seite steht die erforderliche Opserwilligkeit unserer Bevölkerung. Immer aber werden wir uns dabei die Thatsache gegenwärtig zu halten haben, daß hier besonders auch für die Entwickelung des aufstrebenden Gemeinwesens der Satz zutrifft, daß jeder Stillstand schon ein Rückschritt ist. Angesichts so großer und schwieriger Aufgaben ist darum doppelt erfreulich die Bereicherung, welche mit dem heutigen Tage die Stadtverordneten-Versammlung erfährt, nicht nur an Zahl, sondern vor allem auch an Lebenserfahrung und Arbeitskraft ihrer Mitglieder- der Umstand, daß nunmehr ebenso alle politischen Richtungen wie die besonderen Interessen in unserer Stadt auch hier durch ihre besten Kräfte vertreten sind, giebt — so denke ich — zugleich die Gewähr dafür, daß Sie alle mit gleichem Maße bemüht sein wollen, dem gemeinsamen Wohle Ihre Kräfte zu widmen, anderseits solche Zusammensetzung der Stadtverordneten-Versammlung am besten auch geeignet ist, alle Kreise und Interessen unserer Bevölkerung in Berührung und — wie ich hoffe — auch in lieberem- stimmnng zu bringen mit den Bestrebungen der Gemeindevertretung. Wenn dann der Geist der Sachlichkeit und Versöhnlichkeit über unseren Verhandlungen und über den persönlichen Beziehungen der Mitglieder der Stadtverordneten- Versammlung waltet wie seither, dann sollte wohl unsere gemeinsame Arbeit ebenso zum Wohle des Ganzen, wie zur Befriedigung des Einzelnen unter uns ausschlagen. In diesem Sinne bitte ich Sie, einzutreten in die Arbeiten des neuen Jahres- zunächst aber lade ich die neu gewählten Herren Stadtverordneten ein, den vorgeschriebenen Eid abzulegen. Es folgte nunmehr die Verpflichtung der neugewählten Mitglieder Flett, Brück, Grünewald, Orbig, Helfrich, Emmelius, Heß, Dr. Schäfer und Faber. Die Genannten hatten den Eid nach folgender Formel zu leisten: „Ich schwöre, daß ich das mir anvertraute Amt eines Stadtverordneten der Stadt Gießen treu und gewissenhaft verwalten und die mir obliegenden Amtsgeschäste den bestehenden Gesetzen entsprechend mit Unparteilichkeit besorgen will, so wahr mir Gott helfet An die wiedergewählten Mitglieder Habenicht, Schmall und Simon richtete Herr Oberbürgermeister Gnauth das Ersuchen, durch Handschlag an Eidesstatt das bereits abgelegte Gelübde zu erneuern. Zu dem in Nr. 293 d. Bl. vom vorigen Jahre veröffentlichten Entwürfe des Ortsstatuts, die Errichtung eines Gewerbegerichts für den Gemeindebezirk Gießen betreffend, sind Wünsche weder aus den Kreisen der Arbeiter noch aus denjenigen der Arbeitgeber bei Großh. Bürgermeisterei angebracht worden. Herr Oberbürgermeister Gnauth bemerkte, daß sonach in die Berathung, zunächst in die generelle, eingetreten werden könne; den neugewählten Herren Stadtverordneten theile er vorher noch mit, daß eine Geschäftsordnung für die Stadtverordneten-Versammlung nicht vorhanden sei, die Versammlung sei bisher ohne eine solche ausgekommen, er ersuche diejenigen Herren, welche das Wort zu nehmen wünschten, dies durch ein beliebiges Zeichen zu erkennen zu geben. Herr Orbig bemerkt: Er wünsche und beantrage, daß von der Berathung des Ortsstatuts für heute abgesehen, dieselbe auf die nächste Tagesordnung gesetzt werden möge. Er habe ich noch nicht genügend orientiren können, um die Interessen derjenigen, für welche das Ortsstatut erlassen werden solle und die er hier vertrete, wahren zu können. Herr Grünewald schließt sich dem Anträge des Herrn Orbig an, worauf im Sinne desselben beschlossen wird. Der dritte Gegenstand der Tagesordnung: „Nachlaß der verstorbenen Lehrerin Karoline Henry", wurde ebenfalls zurückgestellt und nochmals an die juristische Deputation verwiesen, da Aussicht vorhanden ist, daß die Differenz zwischen der Stadt als Verwalterin der Henry'schen Stiftung und einer Erbin beglichen wird. Gegen die Uebertragung des zwischen der Stadt und Herrn Heinrich Schürz über Verpachtung der bisher von letzterem innegehabten Bleiche bestehenden Pachtvertrages auf den Bruder des Herrn Schürz hat die Versammlung nichts einzuwenden. Mit diesem Gegenstand wurde die öffentliche Sitzung geschlossen. In nichtöffentlicher Sitzung wurde die Wahl der Commissionen und Deputationen vorgenommen, und haben dieselben nunmehr folgende Zusammensetzung: 1. Schlachthauscommission: Stadtverordnete Flett, Jughardt, Simon, Vogt. Prof. Dr. Winkler. 2. Commission zur Unterzeichnung von Urkunden: Stadtverordnete Jughardt, Vogt, Wallenfels- als Ersatzmann Stadtverordneter Keller. 3. Verschlußcommission: Stadtverordnete Helfrich, Keller, Vogt. 4. Curatorium der höheren Mädchenschule: Beigeordneter Georgi- Stadtverordneter Schiele. 5. Commission zur Prüfung der Beburs- nißfrage: Stadtverordnete Habenicht, Jughardt, Keller, Löber, Orbig. 6. Marktcommission: Stadtverordnete Faber, Jughardt, Scheel, Simon, Vogt. 7. Einquartierungs-Commission: Stadtverordnete Bruck, tfaber, Habenicht, Keller, Löber. 8. Lanb wirtschaftliche Commission: Stadtverordnete Adami, Flett, Helfrich, Simon, Dr. Thaer, Vogt. 9. Juristische Commission: Beigeordnete Georgi, Grüneberg - Stadtverordnete Grünewald, Dr. Gutfleisch, Dr. Schäfer. 10. Finanzcommissi on: Beigeordneter Grüneberg- Stadtverordnete Emmelius, Hom bcrgcr, Scheel, Schmall. 11. Deputation für das Gas- und Wasserwerk: Beigeordneter Georgi - Stadtverordnete Heyligenstädt, Homberger, Schiele, Vogt. 12. Bau- deputation, Friedhofs- und Commission für das Feuerlöschwesen: Stadtverordnete Heß, Keller, Petri, Dr. Ploch, Schiele, Vogt. 13. Schuldeputation: Beigeordneter Georgi- Stadtverordnete Adami, Heß, Scheel, Dr. Thaer. 14. Armendeputation Beigeordneter Georgi - Stadtverordnete Habenicht, Dr. Ploch, Dr. Schäfer, Wallenfells. Nathan Stamm. Localer un- provinzieller. Hießen, 6. Januar 1893. — Lihuug Großh. Handelskammer vom 3. Januar 1898, Anwesend die Herren Koch, Gail, Heichelheim, Homberger, Katz, Klingspor, Kraatz, Wortmann. Donnerstag den 5. Januar 1893 findet eine Sitzung des Bezirks-EisenbahnratdcS zu Hannover statt. Die Kammer beschließt, auf derselben die Frage in Anregung zu bringen, ob nicht dem um 8 Uhr 4 Min. in Gießen in der Richtung nach Frankfurt abgebenden Schnellzuge Wagen 3. Klasse beigegeben werden können. — Die Handelskammer richtete am 23. December v. I. eine . Beschwerde an Königl. Eisenbahn-Direction Hannover wegen der plötzlich — ohne Uebergangsperiode — außer Gebrauch gesetzten Frachtbriefformulare und stellte gleichzeittg den dringenden Antrag, für deren Zulassung nachträglich eine Frist von 6 event. 3 Monaten zu bewilligen, sowie in gleicher Weise, wie dies Seitens der Eisenbahn-Direction Frankfurt a. M. geschehen, zu verfügen, daß die bei Königl. Dienststellen entnommenen alten Formulare ebendaselbst gegen neue umgetauscht werden können. Das eingelaufene keines- wegS befriedigende Antwortschreiben jener Behörde, welche die älteren Frachtbriefe auf den preußischen Linien nur für Montan- und landwirthschastliche Erzeugnisse in Wagenladungen vorläufig noch zulassen will, einen Umtausch ablehnt, soll Gegenstand einer Interpellation in der am 5. Januar stattfindenden BezirkS-EisenbahnratbS-Sitzung zu Hannover werden. — Es liegt eine Einladung der Handelskammer Mainz vor zu einer am 5. Januar 1893 dorrselbst stattfindenden Conferenz zur Berathung des § 15 des Gesetzentwurfs betr. den Schutz der Waarenbezeichnungen, in Beziehung seiner Rückwirkung auf die Weinbau und Weinhandel treibende Bevölkerung. Die Kammer beschließt, diese Conferenz nicht zu beschicken, weil sie zu der fraglichen Angelegenheit eine definitive Stellung zur Zeit noch nicht genommen hat. — Es geht der Kammer eine Mittheilung des belgischen Consulats in Mainz zu, wonach die belgische Regierung die laut ministerieller Verfügung vom 19. Juli und 11. November 1892 für die Ein- und Durchfuhr von Lumpen, Hadern, alten Kleidern rc. vorgeschriebenen Formalitäten (Beibringen von Ursprungszeugnissen und Gesundheitsattesten aus dem Ort der Herkunft) mit Wirkung vom 23. December 1892 ab wieder aufgehoben hat. — ES sind der Kammer Mittheilungen zugegangen über schwindelhafte Firmen in Afrika (Algier, Tanger), Tamatare (Madagascar), sowie in London, Amsterdam, Rotterdam und Haag. Es können dieselben aus unserem Bureau eingesehen werden. — Bei der zum Schluß der Sitzung vorgenommenen Wahl eines Präsidenten, sowie dessen Stellv er- treters werden die seither diese Stellen bekleidet habenden Herren Koch und Scheel wiedergewählt. — Von der Universität. Herr Professor Dr. Co sack wurde aus Nachsuchen, mit Wirkung vom 1. April 1893, seines Dienstes entlassen. — Gestern Nachmittag veranstalteten die Brauer und Küfer hiesiger Stadt einen stattlichen Fe st zu g, welcher die Wilhelmstraße, Franksurterstraße, SelterSweg, Kreuzplatz, Mäusburg, Marktplatz, Marktstraße und die Neustadt passirend, sich nach der sestgefrorenen Lahn bewegte, um dort auf dem sog. Woog ein Eisfest zu veranstalten. Im Zuge thronte auf hohem Fasse GambrinuS' Majestät in vollem Gala, vom Viergespann geleitet und von den stattlichen in Handwerkstracht gekleideten Brau- und Küserburschen umgeben. Auf dem Woog angelangt, wurde unter Musik, Trunk und Tanz das Faß ausgepicht, genau wie vor 25 Jahren (6. Jan. 1868 ein Gleiches geschehen. Alsdann wurde der Rückzug angetreten, hierbei einigen Brauereibesitzern eine Ovation gebracht, und im Cafe Leib das Fest mit einem CommerS beschlossen. Eine zahllose Menge begleitete den Zug und ergötzte sich an dem aus der Lahn gebotenen Schauspiel. ES sei hierbei noch erwähnt, daß Herr Carl Heil, Procurist der Actienbrauerci, heute die Wiederkehr des Tages feiert, an welchem er vor 25 Jahren in die Actienbrauerei eintrat. — Ernennung. Seine Königliche Hoheit der Groß- Herzog haben Allergnädigst geruht: am 24. December 1892 den Ober-Stallmeister, Kammerherrn Moritz Riedesel Freiherrn zu Eisenbach zum Vorstand des Hofmarstall- Amtes zu ernennen. — Post.Personalnachrichten. Dem Postdirector Andres in Darmstadt ist der Rang der Räthe IV. Klasse und dem Ober-Postdirectionssecretär Grimm der Character als RechnungSrath" verliehen worden. — Versetzt sind Der Postinspector Meißner von Berlin nach Darmstadt, ferner der Postsecretär Illert von Darmstadt nach Dörnach behusS Uebernahme der Vorsteherstelle des Postamt- daselbst, der Postsecretär Hennig von Mainz nach Gießen und der OberPostassistent Wagner von Mainz nach BenSheim. — Die Postassistenten B r e i tw t e s e r in Laubenheim (Rhein) und Allmann in Mombach sind zu Postverwaltern ernannt worden. W. Aus dem Reichsverficheruugsamt. Der Fabrikbesitzer H. in Eichelsdorf in Oberhessen, welcher mit seinem Betriebe der S ü d w e st d e uts ch e n H o l z- B e r u f S ge n o s s e n sch a st angchört, ließ in demselben eine neue Kesselanlage auSführen. Den Kessel dazu lieferte eine bei der Süddeutschen Eisen- und Stahl-Berufsgenossenschaft katastrirte Fabrik in Mühlhausen i. Th., während die Aufstellung des Schornsteins am Kesselhause an einen anderen Unternehmer vergeben wurde. Von Mühlhausen hatte ein Monteur den Kessel nach EichelS- dorf gebracht, um ihn dort auszustellen, die Druckprobe vorzunehmen und ihn dann dem Besteller zu übergeben. Nach Beendigung der Montage muhte derselbe zunächst bie Fertig- Gedenket der hungernden Vögel! Allen Betreffenden wird die Aufbewahrung nachstehender Bekanntmachung! empfohlen. Vorkehrungen Nadelstämme mit 74,39 Festm. 4,59 und 174,5 60 Zusammenkunft ist am alten Gnauth. [217 219] Prima frischgeschoffene empfiehlt H. Klotz, Mäusburg 17. 16 165 175 76 Reish. Wellen 400 4280 Eichen Nadel Die Holzversteigerung im Gietzerrer Stadtwalde. Montag den 9. Januar 1893, von Vormittags 9 Uhr an, soll im Gießener Stadtmalde in den Districten Neuheege und Hain nachverzeichnetes Holz versteigert werden: A Bau-, Werk- und Nutzholz. den Mund gelegte beleidigende Aeußerung in Abrede, wogegen verschiedene Zeugen den beleidigenden Character der vollständig geöffnet werden. Abzwetgtetlungen nach Waschküchen, Hosraumen, Gärten u. s. w. sind während des Wlnte's mittelst ihrer besonderen Vorrichtungen auf ähnliche Weise zu entleeren und ertheilt hierüber im Besonderen am besten derjenige Installateur Auskunft, welcher die betr. Leitung gefertigt hat. Bet anhaltender außerordentlicher Kalte empfiehlt es sich, die Wafferentnahme auch während des Tages auf kürzere Zett zu beschränken und während der übrigen Tageszeit die Hauswasserleitungen gleichfalls tn oben angegebener Werse abzustcllen. publication erfolgt den 13. Januar. A Mainz, 5. Januar. In der hiesigen Actienbier- brauerei steht ein B rau erst rike in Aussicht. Anlaß zu den Differenzen ist der Ausschluß eines Bierbrauers, der im Vorstand des allgemeinen Brauerverbandes ist. Eine gestern Abend stattgehabte Versammlung stellte sich auf die Seite des Entlassenen. Vorerst soll die Verwaltung um Wiederaufnahme des Entlassenen angegangen werden und erst, wenn der Schritt erfolglos, weitere Maßnahmen getroffen werden. Worms, 4. Januar. Von hiesigen Gewerbetreibenden ist beabsichtigt, in den nächsten Tagen eine Versammlung zu veranstalten, in welcher gegen die neuen Steuer- projecte in Hessen Stellung genommen und eine diesbezügliche Eingabe an die Stände berathen werden soll. (F. Z.) Worms, 4. Januar. Heute treibt das Eis auf dem Rheine in dichtgeschloffenen Massen von halber Strümesbreite vorbei. Es steht zu erwarten, daß die Unterbrechung des Verkehrs zwischen den beiden Ufern baldigst eintreten wird. Die hiesigen großen Fabriken (Hehl, Dörr u. Reinhart, Valckenberg) haben deßhalb bereits Vorkehrungen getroffen, um die rechtsrheinisch wohnenden Arbeiter in Massen- quartieren auf Kosten der Fabrikherrn unterzubringen, falls der Personentraject auf dem Rheine eingestellt werden muß. Auslassungen bekundeten. bestritt die Beleidigung und nahm für seinen Clienten den § 193 des Strafgesetzbuches in Anspruch. Die Urtheils- Anneröder Weg, 1. Schneise. Gießen, am 3. Januar 1893. Großherzogl. Bürgermeisterei Gießen. stellung des Schornsteins abwarten, ehe er die Druckprobe vornehmen konnte. Er half den Arbeitern, die an dem Schornstein beschäftigt waren, und erlitt dabei durch einen Unfall schwere Verletzungen. Wegen Zahlung der Rente wandte er sich an die Holz Berufsgenoffenschast, wurde aber abgewiesen, weil der Unfall als in dem H.'schen Betriebe geschehen nicht angesehen werden könne. Kläger legte Berufung ein, wurde von dem Schiedsgericht zu Mainz aber abgewiesen. Dasselbe schloß sich der Ausführung der beklagten Berufsgenossenschaft an, daß, solange der Kessel noch nicht fertig und abgenommen gewesen sei, derselbe auch noch nicht als ein Theil des H.'schen Betriebes angesehen werden könne, und die Arbeiten an demselben nicht unter die Versicherung bei der Holz-Berufsgenoffenschaft fielen. Den Recurs des Klägers verwarf das Reichsversicherungsamt am 2. Januar er. mit der Begründung, daß unter den obwaltenden Umständen ein Uebertritt des Klägers in den H.'schen Betrieb nicht anzunehmen sei, derselbe sich vielmehr an die Eisen- und Stahl-Berufsgenossenschaft zu halten habe. □ Ruppertenrod, 4. Januar. Der Tod hält reichlich Ernte in diesem neuen Jahr in unserer Gemeinde. Zu den bereits gemeldeten vier Todesfällen durch Diphtheritis sind drei weitere getreten, so daß heute Morgen sechs Leichen sich in der Gemeinde befanden, nachdem erst gestern ein Kind beerdigt worden war. Es ist dies ein Fall, wie er hier während einem Menschenalter noch nicht vorgekommen ist. Die drei letzten Todesfälle sind jedoch keine Opfer der Diphtheritis, es befinden sich darunter zwei altersschwache, abgelebte Personen und ein einige Tage altes Kind. § Ilbeshausen (Kreis Lauterbach), 4. Januar. Ein Schwein von seltener Schwere schlachtete gestern der Landwirth Jacob Gabriel. Das Thier wog 476 Pfund. § Rieder-Gemünden, 4. Januar. Einem hiesigen Landwirth waren im Herbste vorigen Jahres durch den Hund des Schäfers zwei Hämmel todtgebissen worden. Als dieser Tage der Schäfer bei dem Landwirth seine Lohnfrucht im Empfang nehmen wollte, beanspruchte letzterer von dem Schäfer zuerst Schadenersatz für die beiden Hämmel. Bei der Schäferei, der Versammlung der Schafbesitzer, kam es über diesen Gegenstand abermals zur Auseinandersetzung. Hierbei ergriffen einige Anwesende des Schäfers Partei, schlugen den Landwirth mit einem Trinkglas zu Boden und bearbeiteten ihn mit einer Kette so entsetzlich, daß er bewußtlos nach Hause gebracht werden mußte. Die Untersuchung । ist bereits im Gange und der rohe Aet dürfte nicht ohne empfindliche Strafe für die Thäter bleiben. Mainz, 5. Januar. In Folge Einladung der hiesigen Handelskammer tagte heute Nachmittag hier eine Versammlung von Vertretern der Handelskammern aus den weinbautreibenden Districten von ganz Deutschland. Zweck derselben war, um zu dem § 15 des Gesetzentwurfes betr. den Schutz der Waarenbezelchnungen Stellung zu nehmen. Die Versammlung, welcher der Präsident der hiesigen Handelskammer Commerzienrath C. St. Michel präsidirte, war sehr zahlreich besucht und hatte eine ziemlich lange Dauer- weiteres läßt sich von derselben vorerst nicht berichten, da man es aus unfaßlichen Gründen für gut befunden hatte, hinter verschlossenen Thüren zu tagen beziehungsweise den Vertretern der Presse keinen Zutritt zu gewähren. Die Zeitungsleser, welche sich für die in der Versammlung behandelten Fragen interessiren, müssen sich demnach gedulden, bis das offizielle Sitzungsprotokoll der hiesigen Handelskammer der Presse zugänglich gemacht wird, was nach der seitherigen Praxis jedoch kaum viel früher geschehen dürste, als der Gesetzentwurf im Reichstag zur Berathung kommt. — Eine nicht alltägliche Beleidigungsklage beschäftigte heute das hiesige Schöffengericht. Dieselbe war gegen den Bürgermeister Küchlex von Worms gerichtet, der bei dem vorjährigen hessischen Städtetag eine scharfe Kritik über die Kreistechniker übte und denselben neben Unfähigkeit den Vorwurf machte, daß sie gegen klingende Erkenntlichkeit der Bauunternehmer nicht unzugänglich seien. Diese Kritik hat den größten Theil der hessischen Kreistechniker zu einer Beleidigungsklage gegen Oberbürgermeister Kiichler veranlaßt. In einer abgegebenen Erklärung bestritt der letztere nicht, sich scharf gegen die Kreistechniker ausgesprochen zu haben, doch stellte er die ihm in gegen das Einfrieren der Wasserleitungen. Unter Hinweis auf die „Bestimmungen über Anlage der Hauswasserleitmrgen zu Gießen" machen wir darauf aufmerksam, daß, um dem Einfrieren deS WafferS tn den Hauswasserleitungen bet elntretenber Kälte vorzrrbeugen, es erforbtütd) ist, die HauSwasserlettungen des Abends für die Dauer der Jtactit entleeren. Dies geschieht dadurch, daß zuerst der vor dem Wassermesser befindliche Hauptabsperrhahn geschlossen und dann das seitlich desselben befindliche Entleerungshahnchen, nachdem ein passendes Gesäß untergestellt, geöffnet wild und dies so lange geöffnet bleibt, bis das tn der Hausleitung stehende Wasser vollständig abgelaufen ist, woraus bezeichnetes Hähnchen wieder geschloffen wird. . Um eine vollständige Entleerung zu erwirken, ist es geboten, wahrend derselben das in dem obersten Stockwerk des Hauses befindliche Zapfventil der Haus- leitung offen zu galten, damit die Luft Zutritt in die Leitung erhalte. — Ein größerer Theil des Wassers kann auch schon durch das Zapfoentü der untersten Küche entleert werden, wodurch die Entleerung im Keller vereinfacht wird. — Rach stattgehabter Entleerung find die beiden Zapiventile, welche dem Eintritt der Luft ' der Entleerung des Wassers dienten, wieder zu schließen. Das Schließen des Hauptabsperrhahns erfolgt durch Aufsetzen des beigegebenen Schlüssels auf den vierkantigen Hahnzapfen und Drehung in der Richtung von links nach rechts — im Sinne eines Uhrzeigers — bis Widerstand erfolgt. — Das Oeffnen des Hauptabsperrhahnes geschieht durch Drehung in entgegengesetztem Sinne, bis Widerstand erfolgt. Behufs Waffe, entnähme muß des Morgens der Hauptabsperrhahn wieder Freiwilliger Verkauf. Die Wirlhschaft „zum Gam brinus", Wetzsteingaffe 39, soll aus freier Hand zwecks VermögenSauS- einanderfetzunZ verkauft werden. Nähere Auskunft ertheilt [311 Dr. Fahr, Rechtsanwalt. Verkaufsanzeige. Familienverhältnisse halber beabsichtige ich mein Wohnhaus „Gasthaus zum Hessischen Hof", in welchem feit langen Jahren Gaftwirthschaft mit Erfolg betrieben worden ist, nebst Oeconomiegebäuden und Garten baldigst aus freier Hand zu verkaufen. Bitte Kaufliebhaber sich an mich zu wenden. Homberg a. d. Ohm. 307] Frau L. Bott Wwe. Vermischtes. * Groß-Rechtenbach, 5. Januar. Durch ein erschütterndes Ereigniß wurde eine hiesige Familie in doppelte Trauer versetzt. Die Schwiegertochter des Hauses war verstorben und sollte beerdigt werden- kaum hatte sich der Leichenzug wenige Schritte vom Hause bewegt, da stürzte die Schwiegermutter der Verstorbenen, welche der Schwiegertochter hinter dem Sarge gefolgt war, leblos zu Boden, ein Herzschlag hatte der Leidtragenden ein jähes Ende bereitet. -j-f Fulda, 5. Januar. Folgen der Sonntagsruhe. Eine Anzahl Kaufleute hiesiger Stadt, die öffentliche Verkaufsläden besitzen, gaben durch die hiesige Zeitung bekannt, daß die Einführung der Sonntagsruhe auf ihre Jahreseinnahmen auch nicht den geringsten Einfluß ausgeübt hat. Dagegen sei der durch die Sonntagsruhe der Familie erwachsene Vortheil gar nicht hoch genug anzuschlagen. Keinesfalls werde man jetzt die Sonntagsruhe entbehren wollen. * Frankfurt a. M., 4. Januar. Heute Mittag wurde dem Rangirmeister Sonntag aus Vilbel das rechte Bein abgefahren. Er wollte zwei Pulverwagen, die nach Basel bestimmt waren, einschalten und ist an einer Weiche im Staatsgüterbahnhof vom Trittbrett in Folge der Glätte auf das Geleise gestürzt. ff Kassel, 4. Januar. Die Kunde von einer gräßlichen Blutthat trifft soeben auf amtlichen Wege hier ein. In dem Dorfe Herfa bei Bebra hat nämlich gestern ein junger Landwirth von 23 Jahren seine leibliche Mutter ermordet. Der Thäter wurde verhaftet und ins Gesängniß gebracht. Nähere Nachrichten über das Verbrechen stehen noch aus. * Elberfeld, 5. Januar. Heute Vormittag traf ein Commando des Deutzer Pionierbataillons unter Führung eines Osficters hier ein, um die Sprengung der ausgebauchten Fa^ade des bei dem gestrigen Großfeuer ausgebrannten Hauses der Firma Büren & Eisseller auf der Hofauerstraße vorzunehmen. Nachdem die Häuser der Nachbarschaft geräumt waren, schritt man'zur Sprengung. In zwei Sprengungen kamen 5 bezw. 1 Ssä: “"'"«Hut'}? ?0,Sretblnbl|tlb''8* ,ln9>M«t fein«; Bkhiide, neiit, PMifa Linien nur für ^.MUmtauftniient, "J,™ 5' 9 Mmibelsttmet aai ? WitateJ 10 Gesetzentwurfs bttr '^"ngen, in Beziehung ’ju unö Weinhandel treibende diese Conserenz nicht täglichen Angelegenheit eine s nicht genommen hat. — ilung des belgischen Consulats Wche Regierung die laut 9- Juli und 11. November urchfuhr von Lumpen, rc. vorgeschriebenen Forma- gszeugnissen und Gesundheits- ierkunst) mit Wirkung vom abgehoben hat. - ES find gegangen über schwindel- Slgitr, Tanger), Tamatare Amsterdam, Rotterdam und unserem Bureau eingesehen l der Sitzung öorgtnommenen , sowie dessen Stellver- je Stellen bekleidet habenden rrrgrmW. Herr Professor vr. CosaL Lnknng vom 1. Asnii M3, eranstalteten die Brauer und tlichen Festzug, welcher die iße, Seltersweg, äreuzplatz, aße und die Neustadt passtrend, m bewegte, um dort aus dem Anstalten. Im Zuge thronte Majestät in vollem Gala, vom den stattlichen m Nbroetlh Userburschen umgeben. M unter Musik, Trunk und T°n E 25 Iah«" <6. Jan. 1868) *t Je ta 'Wi* , h(,n >hm und ergvhic vw LÄ-LLS ÄS" ttei eintrat. ^tbe’e‘ x. D» yS'e Sh* setw orden- Darmstadt, itl Berlin nach ' $ort10d) .. *£ Die Wassermesser sind während des Winters mit Stroh, Säcken oder ähnlichen Schutzmitteln gegen Kälte zu umkleiden, auch namentlich die beir. Keller- tenfter geschlossen zu halten. — Die Herstellung aller Wassermesser, die Infolge ungenügenden Schutzes gegen Kälte Schaden erleiden, erfolgt auf Rechnung der Haus^Utzer.? emp^Ienen Vorkehrungen wird dem Wasserabnehmer die Lieferung des Wassees möglichst gewährleistet, dem Hausbefitzer aber werden Beschädigungen an Leitung und Gebäude fern gehalten. Wir empfehlen daher vorstehende Vorsichtsmaßregeln allen Betheiligten zur ganz besonderen Beachtung. Noch besonders machen wir darauf aufmerksam, daß es nicht in das Bereich unserer geschäftlichen Obliegenheiten gehört, Reparaturen und Austhauen von Haus- wasserlettungen — soweit dieselben vom Wassermesser ab innerhalb des Hauses liegen — vorzunehmen. Derartige Herstellungen werden am schnellsten von denjenigen Installations-Geschäften besorgt, welche die betr. Hauswasserleitungen s. Z. ausgeführt haben. Gießen, 25. November 1892. 251 Städtisches Gas- und Wasserwerk Gießen. Otto Bergen. Rattcntod I Danksagung Die trauernden Hinterbliebenen Strecke Hurrah Äusqepafzt 13 b 2. Zuin Einwalzen Strecke Der Borstand 304 $ttr. 42d soweit deren Kleinverkauf freigegeben ist, [316 Durchm 10 Mtr NUR AECHT* 41,5 in blauer Farbe trägt wenn jederTopf den Namenszug m Gll 230 #*^*«^*^Äl*lÄl**Ä*****»C*5 TTi r + ni*i □ . Tt AG All & Caseler Moselwein Schriftliche Offerten, Dietz Mein Va Ei« Junge 166) Kleine Wohnung billig miethen» Mark, Off an Käro’y & Liebmann, Hamburg ^rnn l8c Ridi 6n>eb. Depots: Heinrich Wallach, 306] Deutsches Eeau de Botot Suppenwürze. 1889r 1886r 1886r 1884r 1886r 1890r 2.75 3.50 der Buchführung vertraut und guten Zeugnissen, findet per 1 April dauernde -u oer aße b. 42 a 42 b 1889r 1889r 1889r 1886r 1889r i889r 1886r 1884r 1890t Flacon M 1.25 und M. 2.— 4. tem Gc a. tztbul V (hnroi 32 Ctm. Länge, Zahn- und Mund wasser Nadelknüppelholz, Stockholz, bittet man unter Nr. I1 dieses Blatte-. 11. Stil 3. kaS Gff Auch er Gustav Gerhard, Benner &. Krumm, Drogerie, C. Fr. Conrad, Friseur. Bu haben bet E. G. Kleinhenn, Bahnhofstraße In Wieseck ca. 200 cbm, Wieseck-Alten-Buseck ca. 160 cbm, Alten * Buseck - Großen Buseck ca. 300 cbm. 181)3/95: Gießen-Gleiberg je circa 40 cbm, > Heuchelheim-Atzbach je circa 27 cbm, । Albach- Burkhardsfelden je circa 43 cbm, i Leihgestern-(Hießen 20 bezw. 80 cbm. Dar W a» di- A bttrtfitnb die < zm einjährig-' Dchmgei Krüdjaiir 1 unterziehen, i Gesuche um > dieser Priisu spätes bet der untere Hinsichtlic riellen das Kö 1. Das Ä! 257] Die ReichSvankNevenstelle sucht zum baldigen Eintritt einen braven jungen Mann mit guter Handschrift. Berncasteler do- . • ■ Scharzhofberger do. . . Tisch- und Bowlen- Rhslnweln tm Fasse, das Liter die 3/<-Liter-Flasche 10809] Das an der Ecke der Sonnen straße und Neuen Baue gelegene Ricker'sche Haus, A. Bauholz. 177 Nadelstämme von 17 Empfohlen von Pt. Dr. Wlttsteln. Frankfurts. M.-Bberhessifch- Bayerischrr Gülerorrkrhr. Am 1. d. Mts. ist der Nachtrag II zu dem Tarife für den vorbezeichneten Güterverkehr zur Einführung gelangt. Nähere Auskunft über dessen Inhalt erlbetlen die Güterabfertigungen. Gießen, den 4. Januar 1893. Großh. Dtrection [310 der Oberhesfischen Eisenbahnen- Steinlieferung. Die zur Unterhaltung der nadp stehenden streitzstraßen erforderlichen Decksteine werden am Dienstag den 17. Januar, Vormittags 10 Uhr, im Amtszimmer des Unterzeichneten, an welchen diesbezügliche Angebote unter Angabe der Brüche, aus denen die Steine geliefert werden wollen, bis zu diesem Zeitpunkt einzureichen find, und bei welchem die Lieferungsbedingungen zur Einsicht offen liegen, vergeben. 1. Für die Rechnungsjahre 301] Eine Stube und Küche zu ver- Steiustraße 55. gjiinabm1 flontW1' 6120 Nadel-Wellen. Die Zusammenkunft ist auf der Grünbergerstraße am Pfarrweg. Annerod, 6. Januar 1893. Großh. Bürgermeisterei Annerod. Engelhardt. DAS BESTE zum Zähnereinigen Unterrichtsstunden täglich Vormittags von 8-12 Uhr und Noch mittags von 2—7 Uhr. [325 f®rof R 9W. Doch Mr gtrinM wtlntn «amen ;nft °>kio Rinb Mihdeni Baugesuchen mavigen zögenlngen fü >n, ro i der in 3 lite ortsüblich 47,21 Fstm. haltend, 8 Nadel-Derbstangen, 0,60 Fstm haltend. B. Brennholz. 26 Raummeter Nadelscheitholz, Vermischte Anzeigen. 151] Eine schöne Wohnung von zwei ob. drei Zim m .Rubel). wird per 1. Febr- ot>. 1. 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