,Wozu?" r „Gehen Sie, fragen Sie nicht, Herr Treidler, gehen Sie!" drängte der Priester, und ohne einen Abschiedsgruß stürmte der Jäger von dannen und dem Hause des HolzerS zu. In dem Gemache, in welchem der kranke Wirth lag, war eine feierliche Stille eingetreten. Am Ende des Bettes stand Frau Marie und weinte leise, indessen zu den Füßen deS LagerS CreScenz in die Kniee gesunken war und schluchzend ihre Hände dem sterbenden Vater reichte. „Kommt er schon?" frug Aer Alte mit leiser Stimme. „Wenn er kommt, so sagt ihm, daß ich unschuldig bin, daß mein Bruder geschossen, daß sein Stutzen einer, daß ich nicht den Muth gehabt habe, meinen Bruder von der bösen That abzuhallen." „Anton!" schluchzte die Frau. „Still, still! Ich hör Jemand draußen, er kommt. Geht hinaus, ich will mit ihm allein reden. Mein, hört!" Es war so, die Thür öffnete sich und Marttn trat ein. Er begrüßte die beiden Frauen und diese entfernten sich dann bald darauf. Martin war mit dem Vater seines Mädchens allein. Der Sterbende winkte ihn zu sich heran. „Setzen Sie sich.* Der Jäger gehorchte. Mit schwacher Handbewegung deutete Holzer an, daß er etwas zu sagen habe. Eine Weile blieb e- todtenftill im Gemach, dann begann der Kranke: „Ich habe Ihnen ein Geheimniß zu sagen." „Nun?" „Wisien Sie, wer Ihren Vater erschaffen?" „Ja, ein Wilderer." „Nein, mein Bruder?" Der Jäger sprang empor. „Der Bürgermeister Holzer? Nicht möglich!" „So ist'S. Mein Bruder hat gewildert, wurde von Ihrem Vater ertappt und schoß den Angreifer nieder." „Und woher wissen Sie da-.?" - Erstes Blatt Freitag de» 6. Oktober 893 Gießener Anzeiger 5. Kenerat-Anzeiger fcrnfpre** 6L Amts- und Anzeigeblntt ftw den divers Gieren. Hratisöeitage: Gießener Iamikienökätter Amtliche» Theil 7; Außerdem haben die die ! weinbautreibenden Orte der Pfalz eine Petition an elW Feuilleton. NW Irtnebmc von Anzeigen zu bei Nachmittag» für dm 'olfenben Io| erscheinenden Nummer bi« 8orm. 10 Uhr -----------------------...»--------------- - Alle Annoncen-Bureaus de« In» und Luslanbe» nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger- entgegen. W*. Der W*« JUqd«et «chnnt täglich. »t Ausnahme bei Montag». bayerische Abgeordnetenkammer gerichtet, in welcher diese ersucht wird, bei der bayerischen Regierung dabin zu wirken, daß die bayerischen Bundesbevollmächtigen angewiesen werden, das Project einer Retchsweinsteuer abzulehnen. — Zur Bekämpfung des Ge heim mittel- ske & Mareily, , ' Generalagent, L , aaf in Gieeien, n in Langedort Der geistliche Herr trat auf den Kranken zu und bot ihm die Hand, in die jener seine abgemagerre Rechte legte. „Gelobt sei Jesus Christus!" „In Ewigkeit!" sagte der Wirth mit matter Stimme und setzte dann hinzu: „Ich habe Ihnen, Hochwürden, meine Schuld zu beichten. Wollen Sie mich hören?" „Es ist meine Pflicht als Priester." Ein Wink und Crescenz sammt Mutter verließen das Gemach. Holzer blieb mit dem Priester allein. “Urnen. die projectirte „Weiusteuer" drohe. Die Gießener r -,en dem Anzeiger «ichentlich dreimal Neig'legt sMMiW ihr in bttÄw Heinunii pro 1892 MWelegenheitv >tr Vorstand. Deutsches Reich. Berlin, 4. October. Kaiser Wilhelm weilt zur Zeit auss Neue in der weltfernen Waldeseinsamkeit seines oft» peutzischen Jagdschlosses Rominten- soweit bekannt, soll itr Aufenthalt daselbst bis in die nächste Woche hinein tauorn. Die Kaiserin dagegen hat ihren erlauchten Gemahl nicht mit nach Rominten begleitet, sondern ist von Trakehnen -LiS wieder nach dem Neuen Palais bei Potsdam zurück- gekehrt. — Die Meldung, daß dem Reichstag der unerledigt zebliebene Entwurf eine- TrunksuchtSgesetzeS in der -nadjiiten Session wieder vorgelegt werden solle, beruht nur : Portraitwaü wird Unterricht. § zinOel.uKM raits, gignrtiif w Fritz, Äunftmo- icht. lusbildung unt jur Ertheilung vor ligstrasse 61. e Döring. „ft 1 NS' ijJ, mD|Cr itn tariktm ®<*?d m Garantie, Chronsm viertetjlhttger JHeeiementiyreUi 2 Mark 20 Pfg. mit Brtngcrlobn. Durch die Poft bezog« 2 Mark 50 Vl» kebactton, tpebitU* und Druckerei: Martin Steidler war von St. Egyd in dem wildesten Schneesturm herabgekommen und seine Gedanken weilten bei Crescenz. DaS Mädchen hatte er in sein Herz geschlossen, und doch, als er vor zwei Jahren bei dem reichen Holzer um ihre Hand warb, hatte dieser seine Werbung abgeschlagen. Es lag für den jungen Manu kein Grund vor, welcher den Wirth hätte veranlassen können, seine Einwilligung nicht zu geben, und trotzdem war eS so gekommen. Martin hatte sich dann in ein anderes Revier versetzen lassen. Zwei Jahre waren verfloffen. Doch das Schicksal führte ihn wieder zurück in jene Gegend, wo sein ganzes Glück zer» trümmert wurde. Wohl hatte CreSeenz ihn selbst ausgesucht und ihn getröstet, daß es einmal doch gelingen werde, den Vater weicher zu stimmen. So war es denn geblieben. Als Martin nun durch das Dorf langsam gegen seine Behausung zuschritt, begegnete er dem alten Pfarrer, welcher soeben den Holzwirth verlassen hatte. „Herr Steidler!^ „Guten Abend, Hochwürden!" „Guten Abend!" Sie blieben stehen am Wege und reichten sich die Hande. „Ich wollte Sie soeben aufsuchen," begann der Pfarrer. „Mich?" „Ja, der alte Holzer trug mir auf, ich sollte Sie ersuchen, Sie möchten sich sofort za ihm begeben." auf einer Vermuthung. Von zuverlässiger Seite wird ver- I sichert, daß noch keinerlei Entscheidung darüber getroffen sei, | ob und wann der genannte Entwurf im Reichstage wiederum zur Vorlegung gelangen werde. — Auch der Wahlaufruf der preußischen Gon» servativen für die bevorstehenden Landtagswahlen ist nunmehr erschienen. Die erwähnte Kundgebung gedenkt mit Befriedigung der Reformirung der directen Steuern, welche langjährige Forderungen der konservativen Partei erfüllt habe. Im Weiteren fordert der Wahlaufruf Beseitigung der Mängel bei der neuen Landgemeinde-Ordnung, Organisation deS Dolksschulwesens auf christlicher und confessioneller Grundlage, Erhaltung und Förderung des Bauern» und des Handwerkerstandes. — Das vom Finanzminister Dr. v. Riedel in der neugewählten bayerischen Abgeordnetenkammer gegebenes Finanzexpose weist durch den Rückblick auf die Frankfurter Finanzminister-Gonferenz ein allgemeines Interesse auf. Herr v. Riedel hob in seiner Darlegung hervor, daß die Frankfurter Minister-Gonferenz beschlossen habe, unter strengster Wahrung des föderativen Gedankens der Reichsverfassung und der Reservatrechte, sowie des Budgetrechtes des Reichstages eine sefte Regelung der finanziellen Beziehungen des Reiches und der Einzelstaaten anzubahnen, um die letzteren gegen überschießende unregelmäßige Matricular- beiträge zu schützen. Als wünschenswerth bezeichnete es ferner der Minister, den Einzelstaaten einen ziffernmäßigen Autheil an den Reichszöllen und den indirecten Reichssteuern zu sichern, und die Reichsschulden zu vermindern. Schließlich erklärte Herr v. Riedel, man habe sich in Frankfurt dahin geeinigt, die Reichsausgaben lediglich auf dem Wege iu- directer Steuern durch eigene Reichseinnahmen zu decken und die Reichsschuldenlast zu mindern, unter möglichster Schonung der Minderbemittelten und theilweiser Belastung b$z Producenten. — Gegen die Besteuerung des Weines. Die Bürgermeister sämmtlicher weinbautreibenden Gemeinden der Pfalz haben einen Ausruf an die Bevölkerung erlassen, worin auf die Gefahr hingewiesen wird, welche dem Weinbau durch 's Marterl von St Egyd. Eine Erzählung aus den Bergen von Oscar Linden. (Schluß.) „Und hab ich's, Marie? Marie, ich bin damals Zeuge i .Pvesen, wie mein Bruder, der den Stutzen auf ihn angelegt ! inb geschossen hat, und ich hätt' reden können, wenn ich rollen hält! Ich Habs nicht gethan, ich könnt meinen Bruder ichü ins Griminal bringen, und doch ist für mich darum die kergeltung kommen. Hat nicht der Jäger sich in unser Jfoib verliebt, hat nicht das Mädel auch das Gleiche gethan?" j „Und Gott hat Dir damit die Sühne in die Hand geben nb Du, Anton, hast auf Gott nicht gehört und dem Steidler- kl'artin, wie er um die CreScenz geworben hat, einen Ab- »stlag gegeben. War das nothwendig, Snton ?/z Der Kranke richtete sich in seinem Bette empor. „Hält' mich der Jäger nicht immer an die unselige That reines BruderS erinnert. Wär' mir der Mensch hier im sause nicht wie mein lebendes Gewissen immer vor mir ge» f'inbcn ? Marte, ich bin der Unglückliche, denn ich hab die kchald von meinem Bruder büßen müssen, daß wir beide faxt und oft gewildert haben, daS will ich nicht leugnen, tnb warum ist gerade an jenem Abend der Jäger uuS in 4 t Schußlinie gekommen? Und er hat zuerst geschossen, ! turn erst mein Bruder. Noch heut seh ich's vor mir! Ich wie der Schuß kracht, wie der Jäger mit dem Gesicht vorwärts fällt und mein Bruder aüf und davon läuft!" Er verhüllte mit beiden Händen sein Angesicht und weinte M vor sich hin. Die Frau saß mit sanfter Ruhe vor ihm und suchte Hn zu trösten. Da pochte es an die Thsir. „Herein!" Der Pfarrer und Crescenz traten ein. schwindels schreibt die „Voss. Ztg.": Wie wir kürzlich mittheilten, wird die Frage wegen Bekämpfung des Geheimmittelschwindels von den zuständigen Organen der Reichsverwaltung mit Aufmerksamkeit verfolgt und handelt eS sich jetzt um die Entscheidung über die bisher in Vorschlag gebrachten Maßregeln. Dahin gehören, außer den bereit- erwähnten Resolutionen des deutschen AerztevereinSbundeS, auch folgende Vorschläge des Ober-MePjcinalauSschusses für daS Königreich Bayern: 1) Generelles Verbot der Ankündigung und Anpreisung von sogen. Geheimmitteln, auch wenn deren Zusammensetzung bekannt gegeben ist. 2) Feilhaltung von Geheimmitteln nur in Apotheken. Um aber das Empor- blühen und Ueberwuchern des Geheimmittelunwesens in den Apotheken zu verhindern, ist es nöthig, unzweideutige Bestimmungen zu erlassen, die den Geheimmittelverkehr in Apotheken regeln und in Schranken halten. 3) Erlaß einer Bestimmung, die gewährleistet, daß bg: Großhandel mit Geheimmitteln nur in solchen Bahnen sich bewege, die mit der Concentrirung des Geheimmittelhandels in den Apotheken in Einklang stehen. 4) Regelmäßige amtliche Untersuchungen der Gehelmmithel, sowie die Veröffentlichung deS Untersuchungsergebnisses. Don anderer Seite ist in einer Eingabe an den Reichskanzler die Errichtung einer Reichsbehörde in Vorschlag gebracht, der dje Unterscheidung und Prüfung, jede- Gcheimmittcls vor der Erlheilung deö Verkaufsrechts an die Apotheker, die Festsetzung des Verkaufspreises und die Bestimmung darüber übertragen werden sollen, ob das zum Verkauf, zugelassene Geheimmittel im Handverkauf oder nur auf ärztliche Verordnung an daS Publikum verabfolgt werden darf. Das Landes Medicinal-Collegium des Königreichs Sachsen hat dem Reichskanzler die ausländischen Geheimmittel und pharmaceutischen Specialitäten als geeignet für höhere Eingangszölle empfohlen. — Ueber das Befinden desFürstenBismarck erfahren die „Hamburger Nachrichten", daß die Reife de- Fürsten Bismarck noch verschoben sei, weil der hohe Herr sich noch etwas schwach fühlt. Der Fürst werde voraussichtlich am Samstag den 7. October in FriedrichSruh eintreffen. DaS Blatt richtet wiederholt an daS Publikum der verschiedenen Stationen, die der Fürst auf seiner Reise pasfirt, die Mahnung, sich, aller Ovationen und privaten Begrüßungen aus ärztlichen Gründen thunlichst zu enthalten. Es sei mit Bestimmtheit darauf zu rechnen, daß der Fürst während der Reise dem Publikum kaum sichtbar werden würde. Außerdem wird noch besonders hervorgehoben, daß sich der Fürst nach seiner Ankunft in FriedrichSruh nach, der anstrengenden Reise Gießen, den 4. October 1893. Sttc.: Die Herbstübungen der Großh. (25.) Division, hier die Abschätzung der Flurschäden. Großherzogliche Kreisamt Gießen •* die Bftrgrrmdfktrtnt des «reifes. Sofern in Ihren Gemarkungen Flurschäden aus Anlaß la Manöver entstanden sind und hierfür Vergütung aus Ian Militärfonds in Anspruch genommen wird, ist die hier- aufzunehmende Nachweisung, soweit dies noch nicht ge- ßchehen sein sollte, umgehend an uns einzusenden. __v. Gagern.___________________ Gießen, den 4. October 1893. Stlr.: Die Herbstübungen im Jahre 1893; insbesondere die Berechnung der Servis-, Fourage- und Vorspannvergütungen. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen aa die Grosth. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Soweit Sie unserer Verfügung vom 25. v. M. — Anzeiger K. 227 — noch nicht entsprochen haben, werden Sie noch- mls an die sofortige Einsendung der Quartier- und Horspanubescheinigungen, sowie Fouragequittungen oit hem Anfügen erinnert, daß die Bescheinigungen über die verabreichte und von den Truppen gleich zur Gemeindekasse bezahlte Marschverpflegung nicht miteinzusenden, vielmehr dem Gemeinde-Einnehmer mit Einnahme-Anweisungen zustellen sind, v. Gagern. be Ami Jii ^lg. Mbatnpftr tWÄ I Rr. 235 MÄH 14&S’ FR gesni ISS1«* LS»- -——Lrch^it, flu Vparr, Sprachlehrer Schmide-Beauchez, welcher alß ein fanttii) ®e8nCT des Dreibundes btfannt war, von Prag nach geflohen ist, woraus geschlossen wird, daß er mit dem räther identisch sei. 4. October. Gestern wurden abermals zwei tz. schäftSleate in der Nähe von Viterbo von Bandn- überfallen und ihres Geldes im Betrage voa 3OO3 beraubt. diom, 4. October. In Tarent harren zweiundzwor» Kriegsschiffe und zwanzig Torpedoboote der Ankunft^ englischen Flotte, um dieielb« zu begrüßen. Palermo. 4. October. Die Cholera ist hier unb bi brr Umgegend wieder stärker ausgetreten, zuletzt sind Lief 80 Erkrankungen und 50 Todesfälle gemeldet. Auch aus fe Schiffen fordert die Epidemie zahlreiche Opfer. Madrid, 4. October. Der oberste LriegSrath hat t* TodeSurtheil gegen Pallas, welcher da-Attentat« den General Martinez CampoS verübte, bestätigt. Brüssel, 4. October. Die rnterparlameutansche Frieden conferenz tritt heute zusammen. Mitglteder derselbe,^ Dr. Baumbach, der ehemalige Bicepräsident deS Deumt-: Reichstages, Pirquet, österreichticher Abgeordneter, Tranen: französischer Senator, Stanhope vom englischen Unters>5 Randolfi, italienischer Abgeordneter, Marcoarto, spam^r- Abgeordneter, Rahusen. holländischer Abgeordneter, Urech 1 rumänischer Senator, Ullmann, Präsident des norweguLu Storthing und Gobat, Mitglied des schweizerischen Nation ratheS. sogleich inS HauS und in seine Zimmer begeben, mithin Begrüßungen nicht gut entgegennehmen können wird. — Ueberdie Beibehaltung deS FutterauSfuhr- Verbotes wird der „Boss. Ztg." aus Pest, 3. October, gemeldet: Dem LandwirthschaftSrath unter Borsitz des Acker- bauminifterS Grafen Bethlen wurde gestern die Frage vorgelegt, ob die Aufrechterhaltung des FutterauSfuhnierbotes nöthig sei. Alle Redner äußerten sich dahin, da- Verbot sei seinerzeit unnöthig gewesen und eine überflüssige Bevormundung, deren Aufrechterhaltung nicht begründet wäre. Der Land- wirthschaftSrath besitzt blos beruhende Stimme. Der Minister ^"»krte sich nicht, dach glaubt man, daß die einhellige Meinung dieser Körperschaft immerhin die Entschließungen der Regierung beeinflussen werde. Nach anderer Meldung soll sich der Untersuchungsausschuß im Ackerbauministerium in der Mehrheit für die Beibehaltung deS FutterauSfuhrverboteS ausgesprochen haben. Arrrland. — Die Zuugczecheu in Böhmen haben dieser Tage daS schon augekündigtc Manifest erscheinen lassen, in welchem ne gegen die von der Regierung verfügten AuSnahmemaß- regeln gegen die Stadt Prag protestiren und die jungczechische Bewegung lebhaft vertheidigen. Die ganze Kundgebung characterisirt sich aber als ein ödes Machwerk voller hohler Phrasen, Entstellungen und directer Unwahrheiten, lediglich zu dem Zwecke bestimmt, die urtheilslosen breiten Massen des CzechenvolkeS aufzuregen. Das Manifest wurde alsbald nach seinem Erscheinen polizeilich beschlagnahmt. — Der franzofisch.fiamefische Streithandel ist mit dem loeben in Bangkok abgeschlossenen Fried ensvertrage zwischen Frankreich und Siam nun auch formell beigelegt worben, nachbem er in ber Praxis burch bie Nachgiebigkeit ber siamesischen Regierung allerbingS schon seit längeren Wochen so gut wie erlebigt gelten konnte. Durch ben Der- trag verzichtet Siam endgültig auf bad gesammie linke Mekonaufer und verpflichtet es sich noch zu einer Reihe anderer Zugeständnisse an Frankreich. Eine dem Vertrage angehänate Convention ertheilt den Franzosen daS Recht, den Hafen Chatoboon btS zur Erfüllung aller den Siamesen in dem Vertrage auferlegten Bedingungen besetzt zu halten. Siam c K?nzlich auf bie ©nabe Frankreichs angewiesen, baß aber bie Rothhosen ihre bergestalt günstige Stellung in Hinter- nbien nach Kräften auSnützen werben, bieS kann wohl als selbstverständlich gelten! Neueste Nachrichten. Wolffs telegraphische« Korrespondenz - Bureau. Berlin 4. Dctober. Die „Rrtujicitung" vcrSffkntlicht jolgenbe kaiserliche CabinetSorbre, batirt 21. April 1890, an Professor Schweninger: „Nicht nur baS deutsche Volk, fonbern alle Nationen ber cultivirten Welt nehmen lebenbigen Antheil an ber Gesunbheit unb bem Wohlergehen bed Fürsten BiSmarck, Herzogs von Lauenburg. Mir persönlich liegt besonberS am Herzen, ben Mann mit Gottes Hülfe möglichst lange erhalten zu sehen, ber so unermeßliche Ver- dienfte um baß Vaterlanb unb um Mein Haus erworben hat. Ich weiß, baß Sie mit ebensoviel Hingebung unb Treue al« ^schick unb Erfolg seit einer Reihe von Jahren ben Fürsten ärjtlicf) behandelt, auch in kritischen Momenten ben Gesund- heitSzustanb beffelben erhalten unb zu befestigen gewußt haben. Es ist baher Mein Wunsch, daß Sie auch fernerhin die ärztliche Behandlung deS Fürsten leiten und, soweit erforderlich, selbst auSüben. Indem ich Sie mit diesem Auftrag betraue, will ich von Zeit zu Zeit Ihrem Bericht über daS Befinden des Fürsten entgegensehen." „Ich war Zeuge. Ich hatte meinen Bruder begleitet, ich hatte gleichfalls gewildert, und da, da kam'S!" „Gott!" „Herr Steidler!" „Nun?" „Können Sie verzeihen?" Ein gewaltiger Kampf tobte im Innern des Jägers. Er gedachte des schnellen Todes seines Vaters, bann an LreScenz, an seine Liebe, sein zerstörtes Glück. Für ihn lag bie Versuchung nahe, bem Beichtiger nicht zu verzeihen. Er wollte ebenso hart fein, wie man mit ihm war. Doch ber Kampf bauerte nicht lange. Er reichte Holzer bie Hanb. „Ich verzeihe! Auch mein Vater wirb Euch verziehen haben." „Dank, taufenb Dank! Jetzt sterbe ich leicht. Unb noch ein«: Wollen Sie btese Sühne ganz machen, bann —" „Was haben Sie noch, Herr Holzer?" „Dann," tönte eß leise von ben Lippen beß ©terbenben, nehmen Sie sich meines Kindes an. Seien Sie ihm ein treuer Gefährte in seinem Leben." Den Jäger durchbebte eß. Ein stilles Glück zog vor seinen Augen auf unb er konnte keine Worte finben. „Wollen Sie?" frug ber Alte. ,/3a!" „Dann rufen Sie CreScenz unb mein Weib herein." Manin gehorchte. Einen Augenblick später knieten CreScenz unb Martin tor bem Hager beb Shanten. Dieser legte fegnenb bie Hanbe auf bie Häupter feiner Rinbcr, bann (an! er mit einem tiefen Seufzer zurück. ®r hatte aubgelebt, bie Seele staub vor bem Richterstuhle be« Ewigen. Drei Tage nach dem Begräbnisse Holzers war daS Marterl von St. Egyd verschwunden. Martm hatte eS weg- nehmen lassen. Nur alljährlich am 21. December geht der Förster Steidler mit feiner Familie hinauf in baß Kirchlein zu St. Egyb unb betet für das Seelenheil bes Ermordeten und feines Mörders drei Vaterunser. Berlin, 4. October. Der „Nordd. Sllg. Ztg." zufolge wurde bie beutsch-russische Zollconserenz gestern im Auswärtigen Amte eröffnet. StaatSsecretär v. Marschall begrüßte bie Delegirten. Die Berhanblungen finben unter bem Vorsitze beS Gesandten v. Thielemann statt. Als russische Delegirte nahmen Theil: bie StaatSräthe thnirjafeto, Labsin unb Raffalowitsch- als Beigeorbnete StoatSrarh Stein unb GouvemementSfecretär Nellis. Der Inhalt ber Berhanb- lunger wirb geheim gehalten. Kissingen, 4. October. Die für heute bestimmte Abreise beS Fürsten Bismarck ist wieber verschoben worben, obwohl kein Rückfall eingetreten ist uwd bie Kräftigung langsam sortschreltet. Die reffe ist unbestimmbar. Köln, 4. October. Die deutsche Regierung hat der „Köln. Zig-" zufolge den Schutz ber ö sie rreichisch -ungarischen Untertanen in Brasilien übernommen unb bereit« mit Erfolg außgeflbt. Als der österreichische Llopd- dampfer „Medusa" in Rio de Janeiro einen Theil seiner Ladung in ein Leichterschiff gelöscht hatte, wurde letzteres vom Admiral Mello beschlagnahmt. Alle Vorstellungen beß Capi- tänß blieben erfolglos. In Folge Einschreitens bes Eom- Mandanten de» deutschen Geschwaders wurden Schiff und Ladung unversehrt freigegeben. Wien, 4. October. Aus Anlaß des 25jährigen Be stehens der Landwehr richtete der Kaiser an die Ober commanbanten ber österreichischen unb ungarischen Lanbwehr, bie Erzherzöge Rainer unb Josef, Hanbschreiben, in benen bie Befriedigung über bie kriegSgemäße AuSbilbung unb den militärischen Geist der Landwehren ausgesprochen und der hervorragenden Verdienste der Erzherzöge und der Landes- vertheidigungSminister dankbar gedacht wird. London, 4. October. Eine Privatdepesche meldet, daß die Commandamen der fremden Kriegsschiffe vor Rio de Janeiro, mit Ausnahme deS deutschen, den Admiral Mello aufgefordert haben,baß Bombardement künftig auf bie Forts zu beschränken - falls er bie Stabt bombarbire, würben bie Kanonen ber fremben Kriegsschiffe gegen MelloS Schiffe gerichtet werben. New-OrleauS, 4. Oktober. Bei bem Sturme, welcher Sonntag Nacht im Golf von Mexiko unb an ben Küsten ge- Ehtt hat, sinb in Plaqnemine unb Jefferson gegen 200 Menschen umgekommen. Der Materialschaben wirb auf l1/« Millionen Dollars geschätzt. In Bayoucook in ber Nähe ber Mississippimünbung sinb 150 Austernfischer mit ihren Familien umgekommen. Depeschen de« Bureau „Herold". Berlin, 4. Oktober. Mit Sicherheit verlautet, ber Termin für bie Berufung bes Reichstages sei noch nicht bestimmt. Die Fertigstellung der Etats- unb Steuergesetze, welche bem Reichstage sofort nach bessen Zusammentritt zugehen, werben maßgebend für den Termin ber Reichstagsberufung sein. Es wirb versichert, bie Mehrforberungen für bie Marine würben durch ihre Höhe nicht überraschen, ba sie lebiglich der AuS- sührung früherer, von ber Regierung dem Reichstage bereite angefünbigten Pläne entsprächen. Berlin, 4. October. Der „Reichsanzeiger"' schreibt: Zwischen ber preußischen unb ber nieberlänbischen Regierung würbe betreffs gegenseitiger Mittheilungen bei Hochwasser ober EiSgefahr im Rhein unb gemeinschaftlicher Maß- regeln zur Beseitigung biefer Gefahren eine Vereinbarung geschlossen, wonach bie beiberfeitigen Commissarien vor bem 1. September jebes JahreS zur Berathung ber Maßregeln betreffs der beiden Staaten gemeinschaftlichen Strecke deS Rheines zusammentreten. Berlin, 4. October. Bor Antritt seiner fünfmonatlichen Gefängnißstrafe verabschiedete sich gestern Ahlwardt in einer Versammlung von seinen Parteigenossen. In seiner Ansprache theilte Ahlwardt mit, er canbibhre als LanbtagS- abgeordneter im Kreist. Friebeberg. Am Schluffe ber Ber- fammtung ereignete sich ein Zwischenfall, indem ein junger Mann, fälschlich für Redakteur Saling gehalten, thätlich an- gegriffen unb aus bem Saale geworfen würbe. Berlin, 4. Oktober. Die „Norbb. Allg. Ztg." schreibt, in dem Gesetzentwurf, betreffend bie ReichS-Weinsteuer, welcher von ber Steuerconferenz im September aufgestellt würbe, ist procentuale Werthbesteuerung vorgesehen, woburch ber Weinverbrauch in einer ber Leistungsfähigkeit ber Eon- sumenten entsprechenden Weise zur Besteuerung herangezogen wirb. Die Vorschläge ber Commission beziehen sich auch aus Schaumwein unb Kunstwein. Die betreffenben Fabriken sollen einer Buchcontrole unterworfen werben. Der zur Schaum- wein- unb Kunstweinfabrikation verwenbete Wein bleibt steuer- frei. Besonbers schwierig wirb bie Frage, wie baß Besteuerungsrecht ber Einzelftaaten unb ber CoMmunen iu regeln sei. Berlin, 4. Oktober. In ber gestrigen Anarchisten- Versammlung sprach Werner über bie Erklärung der französischen Delegirten zum Züricher Congreß im „Bor- wärts", dessen Verhalten dazu. Die Socialisten störten fort- während durch Zwischenrufe die Versammlung, welche mehr- malS vertagt und schließlich polizeilich aufgelöst wurde. Die Anwesenden verließen nur widerstrebend ben Saal. Berlin, 4. October. In ber gestrigen Sitzung der deutsch-russischen Zollconserenz wurde in die Berathung der deutschen Tarif-Dünsche eingetreten unb beschlossen, die eigentlich zolltechnischen Fragen einer Subcommisfion zu überweisen. Hamburg, 4. October. Die Cholera ist anscheinend erloschen- auch heute ist eine neue Erkrankung Weber in Hamburg noch in Altona vorgekommen. Prag, 4. October. Es curftrea Hierselbst Gerüchte über einen unter der jungczechifchen Panei befindlich gewesenen Verrät her, welcher ein eifriger jungczechischer Agitator gewesen und zugleich bie in der Panei vorgegangenen, ge- Heimen Thatsachen ber Regierung verrathen hätte. Obgleich Bestimmtes noch nicht feftgefteüt ist, so ist boch al» wichtiger Umstanb bie Thatsache zu erwähnen, daß der französische Stockholm, 4. Oktober. Kaiser Wilhelm sprez König O Ska r telegraphisch seinen Daak für ben großarrirv Empfang in Earlskrona auß. Cadix, 4. Oktober. Admiral Avelane mit jetna Offizieren besuchte gestern daß RathhauS und das sranzösi-ch Consulat. Die französische Kolonie hatte ein Abends arrangirt, wobei aus baS Wohl beß Zaren, beß Präsidemo Garnot, ber Königin von Spanien unb beß Admiral Adela, toastet würbe. Der französische Consnl toaste auf ben »eb frieden. Heute findet zu Ehren ber russischen Gäste a Stiergefecht statt. Daß Geschwader hat für 30 000 Frct Xereßwein angefauft. Dasselbe dampft am 10. Oktober nac Toulon ab, ohne unterwegs anzuhalten. Auf eine telegraphisch, Anordnung des Ministers beß Aeußern werden noch gros ^ttg^F^st^^s^u^^fa^t^e^^lotte^naugir^^^^ teceU» ttnfr provinzielle». Gieße». 5. Oktober 1893. Laubtagswahl. Bei der gestrigen Wahl von Mu- gliedern zur Zweiten Kammer der Stände bei Großherzog- thumS würben gewählt: im V. Wahlbezirk (Gießen- ^anb) Herr Philipp Köhler-Bettenhausen mit 18 gegen 14 Stimmen, welche auf Herrn Stadtverordneten Ordlg- Gießen fielen; im IV. Wahlbezirk (Hungen-Ltch) Herr Philipp K öhler-Bettenhausen mit 17 Stimmen. In btefem Wahlbezirk erhielten weiter Stimmen Herr Dürger- meifter Kü hler - Langsdorf 9, Herr Forstmeister Theobald- Jugenheim 7. In beiden Wahlbezirken war zweimalige Abstimmung erforderlich. Sitzung bei Schwurgerichts ber Provinz Oberheffea vom 4. October 1893. Zur Verhandlung kommt bie Straffache gegen Lorenz Schmibt von Oppenrod wegen TobtschlagSveriuchs und Bedrohung. Die Anklage vertritt der Großh. GerichkS- Assessor Koch, bie Dertheibigung führte Herr RechtSanwaü Dr. Stein, alß Geschworene wurden außgelooft die Herr« Georg HaaS II., Johannes Schäfer II., Wilhelm ßnc, Rudolf Nöggerath, Friedrich Fenchel II., Friedrich Kq II Johannes Becker IV., Karl Trapp, Ludwig Horst, fculi von Jungenfeld, Johannes Groh VI. und Martin Hamm.- — Der schon vorbestrafte Maurer Lorenz Schmidt ist angt. klagt, daß er am 20. Ium 1893 zu Albaa» 1) den Entschluß, ben Heinrich Harbt baselbst zu töbten burch vorsätzliche, jeboch nicht mit Uebcrleguag auSgesührtc Handlungen, die einen Anfang der Ausführung dieses Verbrechens enthalten, betätigt habe, 2) in zwei Fällen den genannten Heinrich Hardt unb dessen Ehefrau mit ber Begehung des Verbrechens ber Tödtung bedroht habe. Die heutige Verhandlung ergab folgenden Sachverhalt: Friedrich Sckrnidt, der Bruder del Angeklagten, wohnte seither mit den Eheleuten Heinrich Hardt und ber Mutter beß letzteren, Elisabeth Hardt, in einem Hause. Die Ehefrau beß Heinrich Hardt lebte bereit» seit längerer Zeit mit Friedrich Schmidt unb besten Ehesrau in offener Kindschaft. In diesem Streite hatte sich bie Elisabeth Hardt, die au* ihrerseits mit ihrer Schwiegertochter zerfallen war, auf die Seite der Eheleute Schmidt gestellt. Am 20. Juni 1893 um bie Mittagszeit starb bie Ehefrau Schmibt ön einer Lungenkrankheit. Ihr Schwager Lorenz Schmibt, ber -bomaW an einem Neubau in Albach arbeitete, setzte sich in ben Koos die Familie Harbt, namentlich ber sortwährenbe HaußfttA beß alten unb beß jungen Harbt und die Feindseligkeur, beß letzteren gegen feine Schwägerin feien zum großen Therle an bem frühen Tobe berfelben Schulb. Er trank in feiner durch ben Anblick der Leiche erhöhten Aufregung alsbald di größeres Ouantum Branntwein unb kam bann kurz nach der Mittagspause in angetrunkenem Zustande auf die Baustelle, auf ber auch Heinrich Hardt schon längere Zeit mit ihm in Arbeit stand. Dort grub er eine Zeit lang Erde aal, während Hardt mit DpeiSrühren beschäftigt war. Ohne daß irgend Etwas boraußgegangen war, sprach er auf einmal grollend vor sich hin: „Ich glaube, der Große lacht über mich*, legte feine Schippe auß den Händen, nahm den Spaten beß Heinrich Jäger pon Albach an sich und trat von hinten quer an Hardt, indem er ihn anredete: „Heinrich, mit Dir hab ich zu sprechen, Du und Deine Alte sind Schuld daran, daß meinem Bruder seine Frau gestorben ist.- Dann schrie er laut: „Wie kannst Du auch noch über mich lachen! jetzt mußt Du sterben, alleweil hau' ich Dir ben Kopf ab." In demselben Augenblick schwang er mit beiden Händen den Spaten und schlug mit voller Körperkrast so schnell, daß Hardt nicht mehr k U ih° unb fein' , na iet, f«* Lei ■ ■ Ac/:as*l/ bess Sat»®"“ ' h Pi -'Hr/n w Mo ^^eruustne. c ’ -Htr btt« iM^deridn^ i ^arbe'tnj Ktnonbet- :;Oadt d-nk/b .«ji tn dir ' tfrt-Xi. 8*® w *** w * 3’ia„ „•««* 1 w t»e16 . iMd, aWi M Van ITjd Ult rheiln 1 jü im, hier >I , •(> ffenritrttn IX kielet TrohuNi Xa4t In ihrer e v: :'r einem frembi f jj:e yb |u. den o htÄe getnßen yto* all einet bla |:i kvvatz gehabt t n tid) nut ben ? hfc tn lob bei h ^'öicbungei |i Vt Geschworenen trr .orgtiegttn xtntmt, keWch ikt'.etzrlng aber btje Ee'aam'.zesiwgnißst vvetsMügthaft n - Ibtttmm U krS junge tlnfn ttte, 'cheint etstei ftmeinii buntjubhn v.» VA Wfr Ächn vngegemvLn' r rr ^ulen Theater f» teile nach b 2e Lbeatetvmii nßer fträfte vor t Ichuet eine Me ‘Nftn Wlkmgen g des ker-erem von Kerenoit wir «I ran ist bestre -n Mnichen gn m diesem ;all -'°t'gen Senuj ’-eer ktadttheater ■■4 i ( aochsaizeo '*"/ M man u ^4» rft, ein ebei zu tnhoid i«|ui toaste aus deo§ russischen W hat für 30000 fr am lO.öctobr Auf eine relegr-: Kern werden not ?tte arxanflirt,__ inzieller. ttl« 5. October 1 strigen Wahl ir.. Stände de- Sre^. lhibezirk ttenhauseo mit 18$ httnrorbntttn Orbit frungtn'Vidi) fyti 17 Stimmen. 3n ssm.-. tNtxN^teUli' in war zweimalig, & ^-weichen konnte, mit der scharfen Sfante deß flacb durch )ie Luft geführten Eisenß nach dessen Hals und Genick. Per Hieb traf jedoch sein Ziel nicht mit der Völlen ausge- imndeten Gewalt, er blieb vielmehr an der Schulter deS Hardt tv dessen Kleidung hängen, sodaß seine Wucht gebrochen wurde. 53 traf er den Hal» deS Hardt nur mit geringer Kraft über en Ohren, so daß nur eine, wenn auch 10 Centimeter lange lntunterlaufene Ouetschung entstand, die alsbald mehrere >ircn u. s. w. bei billigster Berechnung. [4381 KO* Gießen, den S. Oclober 1893. Die Beerdigung findet Freitag vormittag 11 Uhr von der neuen Ältatf aus statt. (8167 SchlMHeoari« 1 Uhr 15 Min 85 50 4°/q Ung. Sold-Nutte 100.00 5*ye "ttsl. Ratte 8LH0 3% Portugiesen 100.10 4°/. Griech. Monopol-«al. Fermischte Anzeigen. Neues Theater, Giessen. Donnerstag den 5. October: ISeu! Fräulein Frau. Neu! Schwank in 3 Acten von Moser a. Misch. Famitiee - Pensionat. 83551 Junge Mädchen, welche die hie« Ilgen Vcb ran (lallen betuchen wollen oder traf Wunsch btt Stunden tm Hause nehmen tonnen, finden bei nicht hohem Pension-- mei- gute «ufnahme Auf Wunsch Pro« fp«t< gra.i» t>urd> die «orsteherin Julie Ärach, Darmstadt, B"tlonptah 10 '7"-' ,u verlausen erstseill 2. NoldenVerger, iJleutnwefl- Ortskrankenkasse Gießen. Das Bureau der Kasse befindet sich jetzt Wetzstemftraste Nr. 38, L. Stock. [880* Heidt, Rechner. 31/» ReichSavleihe 8*/l®/o do. 3®/g Preuß. 6on1olt 8W/o do. In Lollar bei Anguat Zimmermann. Feinste chinesische Thees im Preise von Mk. 3.—, 3.50 und 4.— 2701] per y, kg in Packeten von 125 und von 90 Pfg. per Pfund an und höher. «I. H. Fahr, Sonnenstraße 25. NB. Stricken von Strümpfen, Röcken rc. wird billigst besorgt. Auch stehen Musterröcke zum Abstricken gratis zur Verfügung. 7908 Pflichtfeuerwehr (Rotten 1-6, JTm. 1-180) Nordd. Llogd-Aet. Wiener ®enfotr.»ld Oest. Credtt-Act. 3ttL Mittelmerrdah» la. I Der Bügelunterricht, verbunden mit der Kunsttväschern. ä X ist jetzt auch auf die Dauer der anderen Surfe erweitert worden. — tit ********** X * X * ********** beginnt mit dem 16. October der voriges Jahr neu eingeführte ( Warte«. ttiöl.) Wer erUxllt Unterricht in der aagttfchex Sprache, besonders in Ton» versattnat Gest. Offerten sub R. 8. an die ExpeV. b. Bl. Freunden und Bekannten theilen wir tiefbetrübt mit, daß ce «ett bem Allmächtigen gefallen hat, unseren inntgstgsttedchn Gatten, Vater, Schwiegervater, Großvater und Onkel Heinrich Pfeiffer im Alter von 58 Jahren nach langem schweren Leiden in em besseres Jenseits abzurufen. Die trauernden Sinterbliebene» Gießen und Frankfurt, den 5. October 1893. Die Beerdigung findet Freitag Nachmittag 2 Uhr toa i Submission. ************************ Die Lieferung von 20 Rmtr. * 25 150 Stück 3g x Zannen.S toa auf bem 2B£ge * zlrtck|*T Wlnt^mL tel ReTen^TnL BtgMN Ötl KchUlt M0Ntllg StN 16. «tWl. vergehen werden. , * f.'Tl“».1’«1g Operten, mit entsprechenoer Aus' verkauft, am m>ichst rasch damit za räiaen. 8364 BW Aermietpungen. 8368] Kleines FamtlsenlogiS zu verm. __A. Loth, Schanzen straße 2. 8358] Ein kleine- FamilicnloaiS zu ver- mietben. _______ Weserstraße 5. Eine Familien-Wohnung jtf ver- mietben. _______Grünbergerstraße 38. 8370] Möbl. Zimmer an ruhigen Herrn zu lxrmiethen Bleichstraße 24, pari. Alle Postaastattea und Bachhoxdlaagsx nehmen iOrneit Abonnements an. --- Probe-Spammern --- versendet auf Wunsch imentgelttich die Administration bet „Bazar", Berlin SW., Lharlotte*str. 11. SourSbericht ui« E. Wasserschieben, Bankgeschäft. Frankfurt« Börse vom 5. October 1898. la. Schellfische 8368 . • wti ©tute. Restauration i trinr al wr. 178 - 3950 qm Acker das bieß °n b