1893 Donnerstag den 6. April Gießener Anzeiger Keneral-Unzeiger Sm*re*e 2286 »k Lietzener »erden dem Lnzeigre ivöchentlich dreimal '.«i-ele-1. Der erscheinl täglich, »h Lutnahme de- Montag- Ml, Mttt. mpfern Nr. 80. Erstes Statt Neueste r^aehrichten» Depeschen deS Bureau „Herold". Berlin, 4. April. Die „Voss. Ztg." meldet aus Posen, der commandirende General des fünften Armeecorps, General der Infanterie von Seeckt, beabsichtige von seinem Posten zurückzutretrn. Berlin, 4. April. Heute Morgen sand eine Versammlung der unabhängigen Socialdemokraten statt, in welcher über die Maifeier berathen wurde. Die Fraktion wurde scharf angegriffen. Nicht demonstriren, sondern agitiren müsse man am 1. Mai. Durch alle Reden klang die Absicht, die Maisei. Am nächsten Sonntag Heizer dauert fort. Amberg, 4. April. Der „Amberger Volksztg." zufolge in Beinschwang (Oberpfalz) 21 Firste abgebrannt. ne neu hergrrichtete Wohnung intern mit Zubehör fofort i« __Südanlage 7. feier Stock, ö Zimmer und rteiM, anbtrn>. iU Derm. Ätdmig^lah 13, 3. St- Lllk InweHcm-euttau? M I«- uni lullanM nehm« lujtigew für den .»tetzknrr Äw|tlgtre enlgtgm. Deutsches Reich. Berlin, 3. April. Das Deutsche Kaiserpaar macht die Reise durch die Schweiz auf der Gotthardtbahn, von Basel nach Luzern fahrend. Der kaiserliche Zug zählt über 30 Wagen. Da das Deutsche Reich einer der SubventionS- siaaten ist, wird die Gotthardtbahn den Zug unentgeltlich führen. Die Reise geschieht incognito, weßhalb eine Begrüßung durch den Bundespräsidenten, die für Basel geplant war, unterbleibt. Berlin, 4. April. Mit allseitigem Interesse sieht man dem Ausfälle der auf den 3. Mai anberaumten Ersatzwahl im Reichstagswahlkreise Dortmund entgegen. Dieses Interesse erklärt sich einerseits aus dem Zeittermin der Dortmunder Nachwahl, denn dieselbe wird gerade zur Zeit vorgenommen, in welcher im Reichstage aller Voraussicht nach die letzte Entscheidung in Sachen der Militärvorlage fallen wird. Anderseits blickt man dem Ausgange der Reichstagsnachwahl in Dortmund auch deshalb mit Spannung entgegen, weil der genannte Wahlkreis zu den von den Parteien mit am meisten unterwühlten im ganzen Reiche gehört. Nationalliberale, Centrum und Socialdemokraten sind hier die drei Hauptparteien, daneben sind jedoch freisinnige und demokratische Elemente in nicht unerheblicher Anzahl vorhanden und neuestens machen sich im Dortmunder Kreise auch die Anzeichen der Bildung einer antisemitischen Richtung bemerklich. Dieses Vorhandensein der heterogensten Partei- elcmente hat im Dortmunder Kreise immer besonders erbitterte Wahlkämpfe gereitigt und solche werden auch bei der bevorstehenden Ersatzwahl schwerlich ausbleiben. Hebet deren Ausgang läßt sich in Anbetracht der eigemhümlichen Partei- Verhältnisse durchaus nichts Bestimmteres sagen, nur das Eine ist gewiß, daß es wiederum zu einer Stichwahl kommen wird, und in dieser dürfte die nationalliberale Partei Mühe haben, ihr Dortmunder Mandat zu vertheidigen. — In Berlin sieht man nächstens dem Eintreffen des neuen am erikanischen Gesandten, Mr. Theodor Runyon, entgegen. Derselbe bekleidete bislang eine Advocatur in New-Jerscy und ist als Politiker im Parteileben der Union eigentlich niemals sonderlich hervorgetreten. Wenn ihm nun trotzdem vom Präsidenten Cleveland der wichtige Gesandtschaftsposten in Berlin übertragen worden ist, so verdankt er diese Auszeichnung seinen hervorragenden persönlichen Eigenschaften, wie seiner angesehenen Ehrenstellung als Kanzler des Staates New-Jersey. Mr. Runyon steht bereits im 71. Lebensjahre, er erfreut sich aber noch großer körperlicher Rüstigkeit und bewundernswerther geistiger Frische. Verwaltung behilfliche Momente, sich ein Bild seiner Ideen zu machen. Der Artikel schließt, bei der Annahme des Antrages Bennigsen würde die geplante Wirkung innerhalb des beantragten Zeitraumes practisch völlig durchführbar sein, die Verlage werde in ihren wesentlichen Bestandtheilen nicht nur abgeschwäckt, sondern aufgeschoben. Altona, 5. April. Der bekannte Bankier Stapelfe ldt wurde wegen Unterschlagung von etwa 30,000 Mk. Depotgeldern verhaftet. Viele kleine Leute sind betheiligt. Hamburg, 4. April. Der Aus st and der Trimmer anderen Directionen lang entzogene Subvention der Stadt und Königlichen Universität Herrn Director Baars in An- erkennung seiner tüchtigen Leistungen in namhafter Höhe bewilligt wurde. — Wir weisen nochmals darauf hin, daß morgen Abend in der Oper „Martha" das ganze zahlreiche Personal auftreten wird. Wie wir bereits gestern meldeten, wird die zweite Vorstellung „Der Bettelstudent" sein, eine gewiß vortreffliche Wahl. Im Interesse unserer Leser machen wir nochmals auf den Ankauf der Serienkarten aufmerksam, da sich dadurch der Eintrittspreis bei Weitem billiger stellt. ** Eisenbahnnnfall. Der am ersten Osterfeiertag Morgen» um 9 Uhr 20 Min. von Marburg nach Frankfurt abgelassene Personenzug wurde unterwegs von einem kleinen Mißgeschick betroffen. Als der Zug die Haltestelle Niederweimar hinter sich hatte, zerbarsten an der Maschine einige Siederöhre, wodurch die letztere so schadhaft wurde, daß sie den Zug nur langsam bis Fronhausen weiterschleppen konnte. Hier mußten dann die Passagiere so lange liegen bleiben, bis eine andere telegraphisch herbeigerufene Maschine von Gießen eingetroffen war, welche den Zug weiterführte. Die erlittene Verspätung betrug nahezu 45 Minuten und wurden namentlich in Gießen alle Anschlüsse versäumt, was den im Zuge befindlichen Feier- tags-Ausflüglern sehr ungelegen kam. Verhaftet wurde gestern ein hiesiges Dienstmädchen, welches eine seiner früheren Dienstherrschaften bestohlen hatte, außerdem ein auswärtiger Taglöhner wegen verschiedener Betrügereien. *♦ Frühzug Gießen—GroßenBnfeck. Im Interesse des reisenden Publikums wird darauf hingewiesen, daß der vom 10. April d. I. von Großen-Buseck nach Gießen verkehrende Zug (Abfahrt von Großen-Buseck 5 Uhr 47 Min. M. E. Z.) nicht nur Arbeiter sondern überhaupt Reisende und Schüler befördert. Es ist begründete Hoffnung vorhanden, daß der Zug auch von letzteren recht fleißig benutzt wird. ’* Die Einheitszeit ist nunmehr mit Ausnahme Frankreichs, Spaniens und Rußlands in ganz Europa eingeführt oder es steht ihre Einführung nahe bevor, denn auch die noch fehlenden Staaten Italien, Griechenland und die Schweiz werden noch im Laufe dieses Jahres dazu gelangen. ♦♦ Botanische Gesellschaft für Hessen - Nassau und Hessen. In Folge Anregung aus fachwissenschaftlichen Kreisen fand vor einigen Tagen eine Versammlung von Botanikern aus der Provinz Hessen-Nassau und dem Groß- herzogthvm Hessen in Frankfurt statt. Die Versammlung war zahlreich besucht und nach eingehender Vor- berathung wurde eine „Botanische Gesellschaft für die Provinz Hessen-Nassau und das Großherzogthum Hessen" gegründet. Die Leitung der Geschäfte der Gesellschaft wurde einem Marburger Herrn Wilhelm Lorch übertragen. ** Am 25. und 26. Mai wird in Görlitz die bret- zehttte Jahresversammlung des Deutschen Vereins für Armenpflege und Wohlthätigkeit abgehalten. Folgende Gegenstände sollen berathen werden: Uebrrsicht über die neuen Bestrebungen auf dem Gebiete der Armenpflege in den für uns wichtigsten Staaten des Auslandes, Berichterstatter Bezirkspräsident z. D. Freiherr v. Reitzenstem, Freiburg i. Br.; Mittheilung über den Gang der Arbeiten der Com- Mission zur Prüfung der Frage, in welcher Weise die neuere sociale Gesetzgebung auf die Aufgaben der Armengefetzgebulig und Armenpflege einwirkt, Berichterstatter Magistrats-Assessor Dr. Freund, Berlin- Fürsorge für Obdachlose, Berichterstatter Bürgermeister Lange, Bochum und Bezirkspräsident z. D. Freiherr v. Reitzenstein, Freiburg i. 23.; Fürsorge für entlassene Sträflinge, Berichterstatter Bürgermeister a. D. Herse, Posen, und Pfarrer Schlosser, Gießen; Zwangsmaßregeln gegen arbeitsfähige Personen, welche ihre Angehörigen, zu deren Unterhalt sie verpflichtet sind, der Armenpflege anheimfallen lassen, Berichterstatter Beigeordneter Zimmermann, Köln; vormundschaftliche Befugnisse der Armenbehörden und ihrer Organe, Berichterstatter Stadtrath Ludwig-Wolf, Leipzig, und Landrichter Dr. Aschrott, Berlin. " Wichtige GerichtSeutscheiduug. Ist beim Engagement eines Handlungsgehülfen zwischen diesem und dem Prinzipal vereinbart, daß der Handlungsgehülfe sich verpflichtet, innerhalb einer bestimmten Zeit seine Stellung nicht zu kündigen und, falls er, gleichviel aus welchem Grunde, abgeht, eine Conventionalstrafe zu zahlen, so ist, nach einem Hrtheil des Reichsgerichts, 1. Civilfenats, vom 10. November 1892, diese Conventionalstrafe von dem Handlungsgehülfen zu zahlen, sowohl wenn er eigenmächtig abgeht, als auch wenn er arglistig ober grob fahrlässig den Prinzipal nöthtigt, findet eine Versammlung statt, in welcher die Maifeier end- gütig festgesetzt werben soll. Berlin, 5. April. Die „Nationalzeitung" brachte in ihrer gestrigen Abendnummer aus einer vom Centralbureau der nationalliberalen Partei herausgegebenen Schrift Angaben Über die Militär v o rlag e und führte hierbei aus, bie Unrichtigkeit ber Behauptung Caprivis, der Antrag Bennigsen biete nur eine Zahl und keine Organisation, sei nachgewiesen. Hierauf erwiderte anscheinend Caprivi in der heutigen Nummer ber „Nordd. Allgem. Ztg.", das Angebot Bennigsen von feier zu erzwingen, was jedoch bei der großen Gleichgültigkeit ber Arbeitermaffen unthunlich Locales tutb j-rovlnzielles. Gießen, 5. April 1893. — Proviuzialausschuß Sitzung. Samstag ben 8. April l. I., Vormittags 9 Uhr beginnenb, finbet im Regierungs- gebäube zu Gießen eine öffentliche Sitzung bes Provinzial- Ausschuffes ber Provinz Oberheffen mit nachstehender Tages- orbnung statt: 1. Beanstanbung bes Voranschlags ber Gerneinbe Ettingshausen für 1893/94. 2. Recurs bes Hofmetzgers G. Möhl in Gießen gegen einen Polizeibefehl Jbe§ Großh. Polizeiamts bafelbft wegen seines Häute-Trocken- speichers. 3. Recurs bes PH. Schomber II. aus Beuern gegen einen auf ben Umbau seiner Scheuer bezüglichen Polizeibefehl bes Großh. Kreisamts Gießen. 4. Recurs bes Joseph Fürth in Friedberg gegen einen sein Bauwesen betreffenden Polizeibefehl des Großh. Kreisamts Friedberg. 5. Beschwerde verschiedener Einwohner von Friedberg wegen Anforderung von Canalbeiträgen. 6. Antrag ber Gerneinbe Wölfersheim auf Enteignung ber Hofraithe bes Krb. Klee unb Chr. Dauern« heim von ba behufs Verbreiterung ber Ortsburchfahrt. 7. Beanstanbung des Voranschlags ber Gerneinbe Kirtorf für 1893/94. “ Hochschul-Nachrichten. Unter Bezugnahme auf bie unter vorstehenber Spitzmarke in voriger Nummer gebrachte Mittheilung, betr. bie Haltung von forstwiffenschaftlichen Vorträgen von Oberförster Dr. Martin, wirb uns von zu- stänbiger Seite mitgetheilt, baß bie betreffenbe Mittheilung sich nicht bestätigt. ** Kuustvereiu für das Großherzogthum Hessen. Zum Präsidenten des Kunstvereins wurde ber frühere Siaats- minifter Freiherr von Starck gewählt, nachdem ber zum Museumsbirector ernannte Geheimerath v. Marquarb bieses Amt niebergelegt. ** Neues Theater. Heber bie Oper „M arth a", welche morgen zur Eröffnung ber Frühjahrs-Saison gegeben wirb, schreibt bas „Greifswalder Tageblatt" u. A.: „Der heutige Sonntag brachte uns die erste Oper der Ba ar S'schen Gesellschaft und war'die Aufführung dieser wunderlieblichen Oper eine in jeder Beziehung vollkommene zu nennen. Sänger unb Orchester wetteiferten, um jebe einzelne Nummer zur vollsten Geltung zu bringen, unb würbe auf biefe Art ein Ensemble geschaffen, wie man baffelbe nur an Bühnen ersten Ranges gewohnt ist. Die Darsteller ber Hauptpartien waren vollstänbig ben gestellten Aufgaben gewachsen unb mußten verschobene Nummern da capo gesungen werben. Don wunberbarer Wirkung war bas herrliche Finale bes brüten Actes: „Mag ber Himmel Euch vergeben" unb mußte ber Vorhang nach Schluß bes Actes breimal hochgezogen werben, eine gewiß berebte Thatsache ber Anerkennung unseres sonst so referbirten Publikums." Die ferneren Aufführungen ber SierttUdtjngc» IlmmotüKito I 2 Mark 20 Pfg. »U vringrrlohn. Durch dir Post bqeyfc 2 Mark 50 W- «ebaction, tpn« C*’ Ab. m ‘Kbilden 10' April Säi. sä« c ^ßtnotntntn. iMchch zz, 1203 l30 1 t sächrr von Frau Prosessvr bewohnte 3. Stock meines tum V M p ____________Pros Onckerr. r mittlere Stockmeineshniseb, - eotntutH auch mehr - unb r, nebst Gartenantbetl und ist per Ansang Juli m ver- Gchmoll, LstanlageZö. * Zimmer und Zubehdr ^Neubau), per Juck ober nrthrn. Bleichstrahe 16. choWh^l, L Stock: zwei 3 und 4 Zimmer mit alttn r 1- Juli zu vemicthen. r-vis Lom». ihn zu entlassen - fortgesetzte Unpünktlichkeit beim Einhalten der Geschäftsstunden Seitens des HandlungSgehülfen wird ohne Weiteres nicht als eine Nöthigung zur Entlassung zu erachten fein. ** LebeaSmittel Preise Ende Februar 1893. Nach einer Zusammenstellung der Großh. Tentralstelle für die Landes* statiftik kosteten: Ochsenfietsch! per Psund [ Rindfleisch per Pfund jkaldfletsch per Pfund I Lchweinefl. 1 per Psund 1 Hammelfleisch^ per Pfund Gemischte« Brod Brod 1 ' 1 Butter per Pfund Milch 1 Liter (Sier 1 Stück 1 Städte mit Octroi Tarmstadt 72 66 Main, 68 60 Offenbach 70 54 Worm« 64 60 Gießen 70 58 Stödle ohne Octrot Bingen 75 60 Bensheim 68 60 «lzeo 60 50 Friedberg 68 60 Alsfeld 60 45 Lauterbach 56 56 •• Andrang jur Nischen Hochschule z schriftlichen Prüfunger fach erster Kategorie spruchen. Es hatten gemeldet, wovon in Der Zudrang zum Fi 70 66 60 70 60 70 60 64 55 1 69 60 70 60 : 60 70 i 70 60 60 50 60 50 | 60 n Finanz u Darr der A S . DaS । sich daz dessen se nanzfache 66 13 60 13 5 70 14,5 52 11.5 58 13 70 12 60 12,5 70 16 60 15,5 — 12,5 50 13 fach. I' rt ft a b t pirante kxamen u anfäng chS wiede steigert f n 12 14 11 12 11 11 15 10 10 n G bega n fü ürfte lich r zt ch v 99-110 94-101 120-130 93-106 89-98 86-110 108-118 89-106 90-110 95-100 100 ebäube inen ge r daSZ zehn Ta 72 Exar trückgetre on Jahr 19 19 21 17 19 17 17 16 14 14 er 5 lern ■i na ge b ntnai ten zu I 10-12 8-9 8-10 7-10 7-9 8-10 8-9 8-9 6-8 7 5 lech- die nz- ean- iden ind. ahr. ** Ueber die gegenwärtig niederen Kartoffel- und Se treidepreife, welche für die Landwirthe eine arge Cala- mität bilden, wird dem „Darmst. Tägl. Anz.- geschrieben: Der Doppelcentner Weizen kostet durchschnittlich 15 Mk., das Korn nur 13 Mk., der Hafer ebenfalls 13 Mk., die Gerste aber 16—17 Mk., die Kartoffeln wieder nur 3 Mk. bis 3 Mk. 50 Pf. Mancher „kluge" Landwirth wollte im Herbst feine überschüssigen Erträge nicht absetzen, weil er glaubte, im Frühjahr ein besseres Geschäft zu machen, allein da- Gegentheil trat ein, und viele Leute haben nun- mehr einen nicht unbedeutenden pekuniären Schaden, der besonders bei den Kartoffeln durch Winterftöfte und Mindergewicht wesentlich noch erhöht wird. Allem Anschein nach sinken die Preise noch weiter, denn die Fruchtvorräthe sind noch sehr groß, und daS neue Jahr verspricht bei dem günstigen Saatenstand eine reiche Ernte. So erfreulich dies auf der einen Seite ist, so hat doch der Bauernstand eben darunter zu leiden, denn er kann gegenwärtig nicht einmal etwas von seinem Vorrath abfetzen, und das Geld war noch selten auf dem Lande so rar wie eben. Wie nun im Leben ein Rad inS andere eingreift, so klagen denn auch die Geschäftsleute wegen des fehlenden Geldes, und kürzlich äußerte ein Reisender (dem Schreiber dieser Zeilen), daß es ihm während 20 Jahren noch nicht so schlecht gegangen sei, wie gegenwärtig- er würde nicht einmal so viel eiunehmen, als er auf der Reise für sich brauche, und wäre schon ge- nöthigt gewesen, sich Geld vom Geschäft aus senden zu lassen. DaS läßt tief blicken und die Wahrheit deö Satzes einsehen: „Hat der Bauer Geld, so hat'S die ganze Welt." ** Frachtbrief Formulare. ES wird darauf aufmerksam gemacht, daß vom 1. Juli d. I. ab nur noch die durch die VerkehrSordnung für die Eisenbahnen Deutschlands vorge- schriebenen Frachtbriefformulare zugelaffen werden, und daß eine Verlängerung der durch den Bundesrath für die Weiterverwendung der früheren deutschen Frachtbriefformulare bestimmten Frist, die am 30. Juni d. I. abläuft, keinenfallS in Aussicht genommen werden kann. ** Für Kriegs- und Frieden«-Invaliden Deutschland«! Am 5. März er. hat sich zu Offenbach a. M., in einer lehr zahlreich besuchten Delegiertenversammlung von KriegS- und Friedens-Invaliden, die Gründung eines Deutschen Militär-Kriegs- und FriedenS-Jnvaliden-VerbandcS vollzogen. Der Zweck de« Verbandes ist : durch ein einheitliches Vor- gehen und zwar mit allen gesetzlichen Mitteln die Lage der gesammten Militär-Invaliden Deutschlands, sowie deren I Wittwen und Waisen zu verbessern. Die Erreichung dieses I Zweckes ist jedoch nur dann möglich, wenn sich alle Militär- I Invaliden Deutschlands ohne Ausnahme dem Verbände an- I spießen. Nähere Anleitung zur Organisation ersehen die I Kameraden aus den zur Grundlage dienenden Satzungen, I welche den Kameraden auf Wunsch gegen Einsendung der Kosten von 25 Pfennigen in Briefmarken vom Verbands- Vorsitzenden Herrn Kameraden Balt. Köhler zu Darm- st a d t, verabfolgt werden. S Bersrod, 3. April. Bei der heutigen Tanzbelustigung entstand zwischen Burschen auö zwei Nachbarorten in einer diesigen Wirthschaft eine Schlägerei, infolge deren es blutige Köpfe gegeben haben soll. -e. Reu - Ulrichstein, 1. April. Monatsbericht der Arbeiter. Eolonie pro März 1893. Ende März 1893 sind in der Eolonie stellen-, resp. arbeitslos 79 Mann. Dieselben verthcilen sich auf daS Groß- Herzogthum Hessen 24, Regierungsbezirk Kassel 10, RegierungS- bezirk Wiesbaden 6. Königreich Preußen: Provinz Rhein- lande 7, Provinz Hannover 1, Provinz Sachsen 2, Provinz Brandenburg und Berlin 1, Provinz Schlesien 2, Provinz Posen 1 , Provinz Pommern 1, Provinz Ost- und West- Preußen 3, Provinz Schleswig-Holstein 1. Königreich Bayern 4, Königreich Sachsen 4. Thüringische Staaten 5. Herzogthum Braunschweig 1, Fürstemhum Lippe Detmold 1, Fürstenthum Waldeck 1. Ausland: Böhmen 2, Schweiz 1, Frankreich 1. Hiervon waren: Arbeiter 32, Bäcker 1, Barbier 1, Berg- lentc 1, Eonditor 1, Färber 3, Gärtner 2, Goldarbeiter 1 Hai,«bursche 1 , Heilgehilfe 1 , Kaufleute 6, Kellner 2, Knechte 2, Kutscher 1, Landwirthe 1, Maurer 2, Mechaniker 1, Schlosser 2, Schmiede 2, Schneider 4, Schreiber 2, Schreiner 2, Schweitzer 1, Schuhmacher 4, Tüncher 2, Weber 1. Im Monat Mär; wurden entlaffen 43 Mann, und zwar in Stellung durch die Eolonie 5, in Stellung durch eigene« Bemühen 1, wegen schlechten Betragens 1, in die Familie zurück 1, auf eigenen Wunsch 34, entlausen 1. BerpflegungStage im März 1893: 2929. Gearbeitet wurde an 2510 Tagen, hierunter 371 Tage für fremde Rechnung. Seit Bestehen der Eolonie find ausgenommen worden im Ganzen 2184, dagegen abgegangen im Ganzen 2105 Mann, bleibt Bestand am 1. April 1893 79 Mann. Abgewiesen wurden im Monat März 12 Mann. A öebetn, 3. April. Am ersten Osterfeiertage wurde zwischen hier und Merkenfritz durch den um 11 Uhr 21 Min. Abends hier ankommenden Zug eine männliche Person überfahren und sofort getobtet. Darmstadt, 4. April. Seine Königliche Hoyrjx der Großherzog werden mit Ihrer Großherzoglichen Hoheit der Prinzessin Alix morgen Mittwoch Abend hier wieder eintreffen und am Donnerstag Vormittag im Neuen Palais Audienzen ertheilen und Meldungen sowie Borträge entgegennehmen. Main;, 1. April. Der „Frkf. Ztg." wird von hier geschrieben: „Daß ohne den Zwang des Gesetzes keine Feiertagsruhe zu erzielen ist, dies ist hier heute drastisch in die Erscheinung getreten. In Mainz wird der Eh ar fr ei tag nur von den Protestanten gefeiert, während die Katholiken arbeiten. Dies hat zu Mißständen geführt und so erließ Herr Oberbürgermeister vr. OechSner einen beweglichen Aufruf an die Bevölkerung, worin diese im Interesse der Gesammtheit gebeten wurde: „Thar frei tag, FrohnleichnamStag, Mariä HimmelfahrtStag und Aller- Heiligentag künftig in gleicher Weise und ohne Rücksicht auf Glaubens- und ReligionSbekenntniß als Feiertage anzusehen und zu behandeln, wie solches hinfort auch für die städtischen Betriebe geschehen wird." Der Aufruf hat seine Wirkung ! vollkommen verfehlt- die Physiognomie der Straßen war die gleiche wie an Wochentagen, die Läden blieben größtentheiis bis zum Abend auf und in den Fabriken schaffte man wie sonst." Dermifdites. * Krofdorf, 3. April. In vergangener Nacht wurde der mit großer Mühe und nicht unbedeutendem Kostenaufwand hergestellte Ganenzaum deS Herrn Lehrers Hoffmann I. von ruchloser Hand arg beschädigt, nachdem er nicht einmal zweimal 24 Stunden gestanden, auch nicht ganz vollendet war. Ob Muthwillen oder gemeine Rache den oder die Miffethäter zu diesem Bubenstück bewog, wissen wir nicht. Glücklicher- weise sind derartige Vorkommnisse hier selten und werden von allen besser gesinnten Elementen unserer Gemeinde scharf verurtheilt. Auch scheint Mancher nicht zu wissen, daß die Gemeindekasse in diesem und ähnlichen Fällen den Schaden zu tragen hat, und wundert es uns um so mehr, da Herr Hoffmann in seiner Eigenschaft als öffentlicher Beamter sich einer großen Beliebtheit erfreut. Wetzl. Anz. * Saarlouis, 2. April. Musketier Heidmann nom In. fanterie - Regiment Nr. 30 hat sich im Arrest erhängt. Hinter dieser Meldung verbirgt sich eine Fülle schauriger Greuelthaten, über welche Heidmann ein umsaffendeS Ge- ständniß abgelegt hat. H. war während der Weihnachtsfeiertage in seinem Heimathsorte Truchtersheim bei Straßburg auf Urlaub und traf dort einen 29 jährigen Knecht Auffinger, mit dem er früher zusammen auf einem Hofe gearbeitet hatte. Das Wiedersehen wurde gebührend gefeiert und die beiden Freunde begaben sich nach dem nahen Dehlenheim. H. wußte, daß sein Freund ungefähr 30 Mk. bei sich hatte, und machte mehrere Versuche, dem nicht mehr ganz nüchternen Auffinger daö Geld zu entwenden. Da dies mit List nicht ging, versuchte er es mit Gewalt. Er warf den Wehrlosen zu Boden und drückte ihm so lange die Kehle zu, bis er tobt war. Dann raubte er die Baarschaft und fuhr anderen Tags nach Saarlouis zurück. Hier bezahlte er einen vor den Festtagen erworbenen Extrarock und dies lenkte zuerst den Verdacht der Thäterschaft deö inzwischen bekannt gewordenen Mordes auf ihn. Er wurde verhaftet und nach langem Leugnen gestand er die Thal ein. Aber das war nicht sein einziges Verbrechen. Er gestand weiter ein, daß er vor seiner Militärzeit seinem Dienstherrn auS Rache HauS uud Hof angesteckt habe und daß er einer Dienstmagd bet der Ermordung und Beerdigung ihres neugeborenen Kindes Hülfe geleistet habe. Am letzten Mittwoch besuchte ihn fein Vater, dem er alle diese Geständ- niffe wiederholte. Die Verhandlung gegen ihn sollte am nächsten Donnerstag beginnen- der Verbrecher zog es aber vor, durch den Selbstmord einer Verurtheilung zuvorzukommen. * Speyer, 4. April. Eine von 1500 Tabakbauern aus der Pfalz, Baden, Heffen und Elsaß besuchte Versammlung nahm einen äußerst stürmischen verlauf. Nach einer Rede des Tabakfabrikanten Ph. Lichtenberger und deö RcichStagSabgeordneten M enzer, welche den Zusammenschluß aller Bauern ohne Unterschied der Eonfesfion forderten, wurde eine Resolution gefaßt, daß die Regierungen von Baden, Bayern, Heffen und Elsaß im BundcSrathe dahin wirken möchten, damit wieder bessere Zustände für den deutschen Tabakbau herbeigeführt würden. Die Gründung einer Partei für den Bauern- und Mittelstand wurde freudigst begrüßt, ebenso die Gründung eines pfälzischen Bauernvereins. Gegen den Reichstagsabgeordneten I)r. Earl Elemm erhob sich große Opposition, als er sich gegen den Ausdruck eines Redners wandte, welcher sagte: „Wenn die Regierung uns Bauern nicht hört, dann wählen wir einen Socialdemokraten.' * Lüttich, 4. April. Gestern ertranken bei einer Nachenfahrt drei junge Leute, die auS Unvorsichtigkeit den Nachen umstürzten. * IBiei. 2. April. Baron Albert von Rothschild spendete am 30. März, al« am Todestage seiner Frau, 500,000 fl. zur Gründung eines Spitals für Krebskranke. * Durch Adler getobtet. Auf entsetzliche An verunglückte ein Tourist aus Brooklyn, Frank Eonroy, der mit seinem Freunde Barilow eine SebirgSparthie auSsüdne. Dieser erzählt: „Dir gingen, begleitet von einem Esel, der unser Gepäck trug, am Kamme der Felsenkette dahin, welche daS eine User de» Nine Mile Qreef umsäumt. Plötzlich stürzte der Esel und riß Mr. Eonroy bn Falle mit sich. Ich beugte mich über den Abgrund, um mich zu überzeugen, waö geschehen und ob noch Rettung möglich fei, und sah, daß Mr. Eonroy auf eine FetSplatte gefallen war, welche etwa 100 Meter unter dem von uns benutzten Fußsteig hervorragte. ES vergingen einige bange Minuten, bevor ich auf meine wiederholten Fragen Antwon erhielt. Endlich rief mir Mr. Eonroy zu, daß er an den Hüften stark verletzt wäre und ein Arm gebrochen fei. Ich bat ihn, sich so lange zu gedulden, bi» ich im Stande sei, ibm Rettung zu bringen. In dem Momente, wo ich mich ausmachen wollte, um SuceurS zu holen, durchdrang ein gellender Schrei die Lüfte. Ein ebenso außergewöhnliches al» schreck licheS Schauspiel bot sich meinen Blicken bar. Zwei große Adler, deren Horst sich in der Nähe der Felsenplottc befand, auf welche Mr. Eonroy gefallen war, stürzten sich aus meinen armen Freund und attackirten ihn mit ihren Schnäbeln und Flügeln. Mr. Eonrov vertheidigte sich mit seinem Messer, so gut er konnte, doch erlahmten bald seine Kräfte. Dazu kam noch, daß einzelne Schnabelschläge der Adler ihn ins Auge trafen. Ein Fehltritt des seines Augenlicht» Beraubten, unb der Unglückliche stürzte in die Tiefe, wo ihn der Tod sofort ereilte." * Mannlicher erklärte neuerdings, die Panzerst osfe feien unzweckmäßig. Der Anprall der Kugel führe ver- muthlich starke innere Verletzungen herbei - jedenfalls könnten die Kugeln mit einer Legirung, die schwerer schmilzt, gefüllt werden, wodurch die Wirkung de» Panzers aufgehoben werde. * Der Eapitalstock zu dem von ehemaligen deutschen Soldaten für weiland Kaiser Wilhelm I. auf dem Kyffhaiser zu errichtenden Denkmal ist nach der letzten offkiellen Liste um weitere 17 968 Mark angewachsen, so daß er nunmehr die Höhe von 530 606 Mark erreicht hat. * Hochherzige Stiftungen. Wie man au» Greiz berichtet , ist nunmehr im Gemeinderath der Umfang der von dem verstorbenen Fabrikbesitzer Ernst Arnold geftistcte Legate authentisch bekannt gegeben worben: Die Stabtgemeinbe erhält 1 250 000 Mark nebst einem werthvollen Grunbstück. Eine Million soll zur Errichtung unb Unterhaltung eine« Asyl» für alte Leute Verwenbung finden, während die Zinsen der übrigen 250 000 Mk. in Form von Stipendien an ©tubirenbe usw. vergeben werben. An bie Arbeiter ber Amolb'schen Fabrik finb 750000 Mk. auSgezahlt worden. Die Wittwe de« Verstorbenen hat außerdem 150 000 Mk. zu wohlthätigen Zwecken verwendet. * Chicago, 5. April. 1700 Tischler, die an den Anlagen für die Weltausstellung arbeiten, haben die Arbeit nieder- gelegt, weil ihnen kein höherer Lohn bewilligt wird. Wöchentliche Ueberstcht der Todesfälle in Gieße«. 13. Woche. Vom 26. Mär, bl« 1. April 1893. Einwohnerzahl: angenommen zu 21100 (ind. 1600 Mann Militär). SterbltchkettSztffer: 29,57°/«bezw. 17,25 nach AuSschl.der Ortsfremden- Kinder E» starben an; Zusammen: Erwachsene: im vom Diphtherie 3 (2) — 1. Lebensjahr: 2.-15 Jahr: _ 3 (2) Lungenentzündung 1 — Andere Erkrankungen 1 d. AthmungSorgane 1 1 Angeborene LebenS- schwäche und Bild- — — ung-fehler 2 (2) — 2 (2) — Neubildungen 2 (1) 2 (1) Andere bekannte — Krankheiten 2 1 1 — Summa: 11 (5) 4 (1) 4 (2) 8 (2) A n m. Die in Klammem gesetzten Ziffern geben an, a»ie viel« der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auSwärt« nach Gießen gebrachte Kranke kommen. Amtliche Prüfung der Lichtstarke de» Leuchtgase». Vorschriftsmäßige Lichtstärke bei 150 Liter stündlichem Gasverbrauch 13 bis 15 deutsche BereinS-Paraffinkerzen. Monat März 1893 : 141/, Kerzen. Buchner. Eingesandt. Gieße«. 5. April 1893. Die KonutagSruh« betreffend. Man war bi« heule der Meinung, baß burch den Beschluß der Stadtverordnetenversammlung vom 23. Februar b. I. da« Thema über die Sonntagsruhe würde erschöpft sein und <« hatte auch den Anschein dazu, denn die erheblich Geschädigten waren, de« ewigen Hader« müde, auch ruhtg darüber geworden. Nun kommt auf einmal ein Beschluß xur Kenntntß der Interessenten, wonach bie Stunde» abermal« verlegt werden und zwar, wie behauptet wird, veranlaßt durch ein Mitglied der Stadtverordnetenversammlung, welche« Mtt- alted merkwürdigerweise sich gebrüstet hat, daß sein früherer diesbezüglicher Antrag nunmehr glatt, ebne Widerrede unb zn seinem rigenen ^staunen doch durchgeaanacn sei. E« ist dem Laten angesichl« de« neuesten Beschlüsse« unvernänvltch, warum die Läden nach Schluß der Kirche um 11 Uhr noch eine halbe Stunde geschloffen bleiben solle», wahrend rin sehr großer Thril de« Publikum« le« ist zu verwundern, baß da« Publikum nicht selbst öffentlich gegen eine solche Bevor- munbung protestirt) rin Bebürinitz hat, daß die Läden, nachdem bie Frühstunde, zum Bedauern eine« großenThril« de« Publikum«, ad- geschnitten worden ist, um 11 Uhr geöffnet werden, wofür der vorgestrige zweite Lstersetertaa genügenbe Beweise geliefert hat. De» neuesten Beschluß der Stadtverordneten mit M. E. Z. zu begründe», bat kein Perständniß, denn soweit man stch ortenttrt hat. find die Hau-Haltungen ic. für die M. E. Z bereit- eingerichtet. O. A. E. F. C. W. ' ÄvlM'k ' Brüning«1 ' neui«1 ' Acheldeim ‘ emztnl'at ' jürin^inhät täneUmben -temW In* , UM»1 Mtsttni 'ärrihtnn Pppairob _ ’ kurffMsrld ' frofoori @ldb«6 ’ vauniba® , Mm« ’ tangflön'j ’ Langsdorf Mrllar Mchtnbtiir -tNtnbausen , wiSkstchen . LnSrod . Mimnod . -ollenbach Mmrob Aobbeima.di ' fieber , C'mmbad) , JWWtauit . ^ranfenbad) , Königsberg , Seyberg „ Steinbach (j , llbad) Die amtlichen Ä flmeti an fyftwat!)] U’kro!, als bart ifarc xxanat bat btr Ütrfc M Manier» geöffnet Sritbr mit bau Pnbli Sieben, 5. Ipi -■«ist «» 1 Ä,!» Nfotij* SSL 5 #rai£rtU tttood) brn ewi k5a4miüafl8 *!**««# Wdbft 76 fr*TS M Samstag den Nachmittags: '.•Jen auf dem hiesige V» »erl Avghar! OritU« Au-Hard v «twWdnitltd) gehörig! Pta 3 Ki. 163 - 21 iffulhgraben .Wer fletJRr. 1W-1 JÄ per j fr. 165 - 21 Wft, iw i fr. 166 - 10 * . b-Mi, Äta 4 fr. 97 - <25 ... . W auf ben fal 4 fr. 98 _ i> . taftüft 4 loril 189 ®Tott-Crt5fin totöod) btti "»"rrS llberf u *«• Xte S? gliche 'Frank ft n tietun, ®rtiWrfc"'0|>< bir “««b»n ’" ‘«flilrte i*5*?aV'"'kl u® A ,*> Ich Ull9 W»|ti4 t,i >, rt( «<» 1*h, un6 tautta L ba"9e ®«l»w ' bl“»r ” ltn toten ii ®,"k^ i (ei. eS™ >l°r! t(I, Stankt (J ? *' l>« /«* M auf =i 9te""fi6r£"S4niitl" S-L USr o’t ^r Kuge! führe vn- herbei^ jedenfalls könnten iwT !** * PWrö ausgehoben werde, von ehemaligen deutschen Wilhelm I. aus dem st nach der letzten Wellen gewachsen, ja daß er nun- ' erreicht hat. )ie man aus Greiz be- 'ath btt Umfang btt Don Arnold gestiftete Legate Die E-tadtgememde er- । werthvollen Grundstück. > Unterhaltung eines Asyls , während die Zinsen der ipendienanStudirendeusw. r der Arnold'schen Fabrik en. Die Wittwe deö Berit. zu wohlthäligen Zwecken ischler, die an btn Magen >en die Arbeit nieder- ohn bewilligt wird. rodeSIalle in Wn. bis 1. April 1893. ) (ind. 1600 Mann MUitLr). nach Ausschi.derLrtSftemdlN' Kinder ne: im vom 1.Lebensjahr: 2.-15.M: 3(2) 1 2(2) M to ft»IW* 50 Liter stündlichem GaS- Zereins-Paraffinkerzen. M Kerzen. 12 Buchner. 1 T6i T5T n Mm geben cm, A vick Mt aus von auswärts nach idt. Siebe«, 5. April» ! detttsit«-. ^r 16, daß durch bflg xhema !3. tzru°r b.3^ flu4btn ijt sein unb <6J. des ewigen S'-SÄ-S r'-ZrsZ MG llich ftt Lade". n<$5> m'iir < T-Äietert &XB, 4* G. Mittwoch dm 12. April, Nachmittags 2*/i Uhr, soll auf dem hiesigen Ortsgericht die den Kindern des Friedrich Welker in Gießen gehörige ideelle Hälfte an nach- bc zeichneten Immobilien: Flur 1 Nr. 39 — 12 Meter Hofraum (Mistftätte) in der Mühlgasse, Flur 1 Nr. 75 — 75 Meter Hofratthe daselbst öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, 4- April 1893. Großh. Ortsgericht Gießen. I. A : Bogt, 3217 Mittwoch dm 12. April, Nachmittag? 3 Uhr, soll auf dem hiesigen Ortsgericht die dem Friedrich Welker von Gießen, jetzt in Amerika, gehörige ideelle Hälfte an nachbezeichneten Immobilien: Flur 1 Nr. 39 — 12 Meter Hosraum tMiststätte) In der Mühlgasse, Flur 1 Nr. 41 — 75 Meter Hofratthe daselbst öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, 4. April 1893. Großh. Ortsgericht Gießen. I- A-: Vogt. 3218 w kann abgegeben werden. 3252] Wallthorstraße 7. Frische Spargeln, Frische Bettige, Frischen Salat [3258 empfiehlt H. Klotz Mäusburg 17. Frau w Jeilgeöotenes 3 Flur Sckray'schen Concursmasse: 1 3 Flur 2125 Meter 3 1062 Meter Acker 3 4231 Meter Acker, 4 Flur freiwillig meistbietend versteigert werden- 3242 fSUp&en 4. Avril 1893. Gerichtsvollzieher. Emil Fischbach. 2784 3219 Flur Flur rau >errn Frührof»- u. weiße Kartoffeln verkauft C. Spieß, Neuenweg 29. [3243 Birklar Muschenheim Bettenhausen Reiskirchen Bersrod Winnerod Bollenbach Saasen Lindensttuth Hattenrod Robheima.Bieber Bieber Crumbach Kaffees: f. Westindisch Mischung, f. Menado- , f. Bourbon- „ extraf. Mocca- „ Nr. 164 - daselbst, Nr- 165 — daselbst, Nr. 166 - daselbst, Nr. 97 - b. zwangsweise: 1 Pianino, 1 Sopha und verschiedene andere Mobilien- 924] Eine große Helle Werkstütte ist per sofort zu vermtethen- Näheres Neustadt 78, eine Treppe. 3256] Vorzügliche Speise« u. Salat« kartoffeln, sowie vorzügliche- Sauerkraut emvsiehlt H. Klotz, Mäusburg 17. Fussboden-Anstrich. Velfarberr, fertig zum Anstrich, rasch und hart trocknend, Autzbodenlack, hochglänzend, rasch erhärtend, Bernstein-Schuelltrockenöllack mit Farbe, Parquetwachs, Kutzvodeuwtchse. StahlspLhne und alle sonstigen Artikel zum Anstreichen und Wichsen der Fußböden empfiehlt in den bekannten besten Qualitäten Versteigerung a ganz bestimmt Engel, Jamslsg den 8. April) Nachmittags 2Vs Uhr, Gießen, 4. Avril 1893. Großh Ortsgericht Gießen- I. A.: Bogt. Frcitag den 7. April 1893, Nachmittags 2 Uhr, zu Gießen in der Bieker'schen Hof- raithe versteigere ich öffentlich gegen Baarzahlung : a. im Auftrage des Herrn Concurs- verwalters B o e ck hier, aus der 3102] Schön möblirtes Zimmer zu ver- miethem Bahnhofstraße 57, II- 3027] Möbl. Zimmer mit Cabtnet zu Denn. Goethestraße 32, Nähe der Aula. in Allendors (Lahn) „ Alten-Buseck „ Annerod „ Garbentcich „ Grüningen „ Haufen „ Heuchelheim „ Kinzenbach „ Klein-Linden „ Lützellinden „ Rödgen Steinberg Trohe , Watzenborn „ Beuern (Hessen) „ Großen-Linden „ Leihgestern „ Hörnsheim „ Hochelheim Großcn-Buseck ,, Oppenrod „ Burkhardsfelden „ Krofdorf „ Gleiberg „ Launsbach „ Wißmar „ Langgöns „ Langsdorf 2970] Schön möblirteS Zimmer zu ver- miethen.Liebigstratze 71, 2. St- per Vs Ko- JL .. n M 1-60 „ „ „ 1.70 nut! 160 WWW 2. in bester Lage, event. mit VOvCn Contor, Wohnung, Lagerraum und Keller zu vermiethen. [150 Sonnenstratze 2S. 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Gonter, Franksurterstraße. „ Wilhelm Haas, Bleichstraße. „ Gastwirth Wagner. „ Anton Dillmann. „ Wirth Wiesner. „ Wirth Schmid t. „ Moses Engel. „ Kauftnann Fink. „ Simon Stein. „ Vorsteher Pfaff. „ Philipp Lenz. „ Georg Allendörfer III. „ Wilhelm Balser. Frau Heuser Wtttwe. Herrn Ludwig Schwarz. „ Kaufmann Dreyfuß. „ Löb Isenberg. Frau Johannes Heller I. Wittwe. Herrn Jacob Bender. „ Johannes Schmidt, Kaufmann. „ A. Jung, Gastwirth. „ Theodor Hahn, Kaufmann. Konrad Petri, Gastwirth. Theodor Hofmann, Bürgermeister. Philipp Rinn Wittwe, Krämer. Philipp Feuser, Gastwirth. Friedrich Pfaff, Gastwirth. Philipp Bechtold, Krämer. Kaufmann Georg Repp. Christian Köhler IV. Hermann Klippstein. Nathan Sttefe l. Bürgermeister Roth. Joh. Gg- Müller, Wittwe. 1620] In m- Neubau (Seltersweg) ein großer Laden m- Wohn, zu verm. I. Stein, Archttect. Wichtig für Hausfrauen. Die Holländische Kaffee-Brennerei H. 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Sonnenstraße 7. 2569] Zwei ineinandergehende schöne möblirte Zimmer, für Eins.-Freiwillige paffend, sind mit oder ohne Pension zu vermiethen ?yra«kf«rter Hof. 3095) Ein gut möblirte« Zimmer zu vermiethen.Alicestraße 20. stößt auf den Wismarer Weg, Flur 4 Nr. 98 — 4219 Meter Acker daselbst sollen auf dem hiesigen Ortsgericht die dem Äarl Jughard zweiter und Thristtan Jughard vierter in Gießen gemeinschaftlich gehörigen Grundstücke: Nr. 163 — 2125 Meter Acker am ou(ivH„ui Fluthgraben am Fabricischen! 2 vollständige Betten (1 noch neu), Acker, . — . - - - ■' - ~ - - 1nR9 1 Sopha (noch sehr gut), 1 Consol, 1062 Meter Acker > j Nähtisch, 1 ovalen und mehrere vier- Ql. eckige Tische (worunter 1 große Tafel), 2lder 13 Strohstühle (fast neu), 1 Kleiderschrank, 2 Spiegel, 2 Coltern, 2 Piquedecken, dio- Weißzeug, 1 Küchenwaage u. s- w. Dcrmiethungen. 2860] Logis, 4 Zimmer und Zubehör (Goethestraße, Neubau), per Juni oder Juli zu vermiethen. ___________L. Huh«, Bleichstraße 16- 2973] Bahnhofstraße 27, 1. Stock: zwei Wohnungen, 3 und 4 Zimmer mit allem Zubehör, per 1. Juli zu vermiethen. LouiS Sony. 1 1684] .Erlengasse 15“ im Vorderhaus mittlerer Stock zu vermiethen __H A. Nassauer. 3180] Kleines Familienlogis zu oer- mietben. Mo» III , Wwe , Kanzleiberg 5 3246] 2. Stock, 4 Zimmer, Mansarde mit 5 Zimmern zu vermietben- Heinrich HaaS III., neue Löberstr. 11- 3241) Ludwigstraße 34: 1. Stock, fünf Zimmer mit Zubehör, per 1. Juli zu vermiethen. Wiih. Seipp I-, Ludwigstraße 28. 3225) Mansardenwobnung, 3 Zimmer, Küche, Corridor per 1- Mai zu vermiethen. «. Neuling, Steinstraße 52a. 3216] Ein kleines Familienlogis per 1- Mai d I zu vermiethen- Näheres Kaplansgasse 19.____________ 3050) Der seither von Frau Professor Phoebus bewohnte 3. Stock meines Hauses ist zum 1. Juli zu vermiethen- ______Prof- vncken. 3227] Goethestraße 14 ist die Parterre- Wohnung, 6 Zimmer und Badezimmer, sowie der 3. 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