TÄ'. Ehrend bStti was W in der c” ,5« Novewdn k^ler Zutritt ' kk Vorstand: ^ligeldey. °°7 ieberNhmitr : «ma Kühr. mster, Eirnei Letzen tmPorzch Weibmigttt, Umftr «ad dauerhafter . Mamßtn Sttltm L itiltiinyi fyn [i fitri yerden. v wdMMnMm Messow Iger) Z\ *4 Zkw? (lUSSTELLUl !MtS I t WL >n, btt’ DtomenV 3410 Muet^W^ SÄ LEIPZKj 1879/ Leipa? I MkA »■* „kotiger Brauer« 6rk»»me t Jahren al** sr" Je“ Nr. 261 Drittes Blatt. Sonntag den 5 November 1893 Gießener Anzeiger Kenerat-Wnzeiger. WrNklsthriq» JHewwtefsterrMei 2 M«rk 20 Ptg. ■* Bringerlohn. Tur* dir Post bc^ofe 2 Mark 50 Psß. Rfbachon, LxprdM« und Trudern: >*«rir«|c JU.I Aernsprechrr KL Amts- und Anzeigeblutt für den Äreis Gietzen. | Gratisbeilage: chießmer Jamilienblätter Lllr Annoncen.vurraux drS In- und luKaitM nehm« Anzeigen für dm „Gießener Anzeiger" entgegen. .i_LJl._ - - Der •fefmt Mieten d*nnt täglich, ■tt Inin ahme bei ttor.tagl. Die Gießener Jeetticnltltter •erben dem Anzeiger Wöchentlich dreimal Wvlt«L ■ nm me een Anzeigen zu der Nachmittags für ben felgen t leg erscheinenden Nummer bis Dorrn. 10 Uhr. «WM Cocafcs und provinzielles. •tefcen, 4. November 1893. ♦* Jon hessischen Behörden werden steckbrieflich verfolgt: Tvglöhn r Alexander Marimilian Bernhard von Schweinitz, zuletzt in Alzey, von der Staatsanwaltschaft in Mainz wegen Unterschlagung; Schreiner und Bildhauer Franz Kinz- berger von Fürfeld vom AmtSanwalt in Gießen wegen DiiebstahlS- Metzgergeselle August Scharf von Laubach vom dortigen Amtsgericht wegen Betrugs- der ungarische Drahtung Blechwaarenhändler Ignaz Schefoik, alias Johann N. chelei, oder Stephan Tujeck, zuletzt in Ohms, Kreis Als- felv, wohnhaft, vom Amtsgericht Alsfeld, wegen Diebstahls. *♦ Bewilligte Altersrenten. Nach den im Retchsversiche« rungsamte ausgeführten Zusammenstellungen betrug am 1. Oclober 1893 die Zahl der seit dem Inkrafttreten des ZLvaliditätS' und A lte r s v er si ch e r un g s g e se tze s erhobenen Ansprüche auf Bewilligung von Altersrente bei den 31 Versicherungsanstalten und den 9 vorhandenen Staffen» eimrichtungen 253,700. Bon diesen wurden 200,532 Renten« m prüche anerkannt und 44,195 zurückgewiesen, 3607 blieben unerledigt, während die übrigen 5366 Anträge auf andere Weise ihre Erledigung gefunden haben. Bon den erhobenen Ävliprüchen entfallen auf Schlesien 29,376, Ostpreußen 23,012, Brandenburg 19,477, Rheinprovinz 16,682, Hannover 14,675, Lc chsen-Anhalt 14,537 , Posen 13,186, Schleswig-Holstein 9609, Westpreußen 9635, Westfalen 9617, Pommern 8546, Hrstsen-Nassau 5563 und Berlin 2836. Die Zahl der während desielben Zeitraumes erhobenen Ansprüche auf Be- rotHigunß von Invalidenrente betrug bei den 31 Versicherungsanstalten und den 9 Kasseneinrichtungen insgesammt 71,385. Von diesen wurden 44,642 Rentenansprüche an- trhinnt und 17,925 zurückgewiesen, 5378 blieben unerledigt, wclhrend die übrigen 3440 Anträge auf andere Weise ihre TrHedigung gefunden haben. Von den geltend gemachten Zrwalidenrentenansprüchen entfallen auf Schlesien 9950, Rhein« prnvinz 5723, Ostpreußen 5155, Brandenburg 3827, Han- noner 3716, Sachsen«Anhalt 3233, Westpreußen 2912, Li stfalen 2572, Posen 2553, Pommern 2524, Hessen-Nassau 1551, Schleswig-Holstein 1092 und Berlin 1042. Unter ben. Personen, die in den Genuß der Invalidenrente traten, btsunden sich 1220, welche bereits vorher eine Altersrente bezogen. *♦ Nach Einführung der Bahnsteigsperre ist es vorgekommen, daß Reisende, welche wegen Verspätung keine Fahrkarte lösen konnten, von den Bahnsteigschaffnern nicht aus den Bahnsteig gelaffen wurden und deßhalb nicht mit dem zur Abfahrt bereitstehenden Zuge fahren konnten, sondern erst mit dem nächsten Zuge. Die Eisenbahndirectionen haben jetzt die Bahnfteigschaffner angewiesen, solche Reisende unbedingt auf den Bahnsteig zu lassen- die Reisenden müffen aber sofort dem Schaffner melden, daß sie wegen Verspätung keine Fahr- ! karte mehr haben lösen können. Der Schaffner meldet dann / den Fall dem Zugführer, welcher die Nachlösung der Fahr- ; karte und der Zusatzkarte auf der nächsten geeigneten Station veranlaßt. vermischter. * Lehrerelend in Spanien. Der Alkalde von Novele benachrichtigte kürzlich von AmtSwegen den Gouverneur von Valencin, daß die Schulmeister seines Städtchens verschwunden seien. Die „Oecurencias" schreiben dazu: „Unsere Leser mögen ihre Entrüstung über diese pflichtvergessenen Lehrer zähmen, denn besagtes Städtchen ist schon längst dafür bekannt, daß es seine Beamten nicht bezahlt. Es schuldet, um nur einen Fall anzusühren, seinen Schullehrern die Kleinigkeit von 12,724 Pesades an rückständigem Gehalt. Wahrscheinlich sind die armen Volksbildner ausgerückt, um sich an die Mildherzigkeit des Publikums zu wenden. * Der Spielsncht, welche besonders in Berlin herrscht, soll, wie in Polizeikreisen verlautet, Seitens der Sicherheitsorgane fortan eine erhöhte Aufmerksamkeit zugewandt werden und zwar wird die Einrichtung einer ständigen Section für die Bearbeitung dieses schwierigen Recherchendienstes nach dem Muster der bei der Pariser Polizeipräfectur seit Jahren functionirenden „Brigade de jeux" geplant. Wie weiter verlautet, sollen zur Durchführung einer einheitlichen Repressivaction demnächst auch im Ministerium des Innern criminalistische Beratungen erfolgen, ähnlich denjenigen, welche seiner Zeit durch den Prozeß Dickhof hervorgerufen wurden, und spricht man in militärischen Kreisen davon, daß dem Spielteufel im Offiziercorps durch Abgabe einer bezüglichen ehrenwortlichen Verpflichtung, nicht zu spielen, gesteuert werden soll. Literatur und Aunst. — vsfip Lchubin gehört zu den wenigen deutschen Schriftstellern, die sich erlauben dürfen, den Muth der Wahrheit zu haben, den künstlerischen Zielen nachzustreben, und dennoch auf einen auS- gebreitetcn Leserkreis rechnen können. Es ist deshalb bezeichnend, daß ihr neuer großer Roman „Gebrochene Flügel" nicht in einer der vtelverbreiteten Famtlienzeitschristen, wie „Gartenlaube" oder „lieber Land und Meer*, erscheint, sondern in der „Deutschen Romanbtbltoihek" (Stuttgart, Deutsche Verlags-Anstalt), die stets einer freieren Richtung gehuldigt Hal. Er beginnt auherordentltch wirkungsvoll mit den Erlebnissen einer jungen österreichischen Baron» sse, die sich in Paris zur Erzieherin ausbilden will, die allerdings pikant fenug sind und bald auch die Erwartung des Lesers aufs Höchste pannen. Da die Verfasserin selbst diesen Roman für ihren besten erklärt hat, darf man der Fonsetzung mit um so größerem Interesse entgegensehen. Neben diesem läuft in der genannten Zeitschrift ein zweiter Roman, „Asphodtl" von Wilhelm Jensen, der mit dem ganzen Stimmungszauber der besten Werke dieses Erzählers, der zugleich immer Dichter, und häufig mehr Dichter als Erzähler ist, beginnt. Auf dem Titel der „Deulschen Romanbibliothek" wird fortan der 'Zusatz „zu lieber Land und Meer" fehlen; sie scheint also eine selbständige Haltung anzustreben und dem Zuge der Zeit nach einer freien Entfaltung der künstlerischen Kräfte und Talente Rechnung tragen zu wollen. Preis und ErscheinungSweife bleiben dagegen unverändert: vierteljährlich (für 13 Wochen - Nummern) 2 Mark, daS vierzehntägige Heft 35 Pfennig. — »Wiener Mode.* Das soeben erschienene 2. Heft des neuen (7.) Jahrganges dieser beliebten Zeitschrift reiht sich feinen Vorgängern würdig an, sowohl was die Eleganz der Zeichnungen betrifft, als auch in Bezug auf die Gediegenheit und Reichhaltigkeit des Inhaltes. Der Modetheil enthält Befchreibringen der neuesten Wiener und Pariser Toiletten, sowie sorgfältig ausgeführte i Abbildungen derfelben. Der belletristische Theil bringt ein Gedicht von Jensen, ferner Humoresken, die Fortsetzung des Groller'schen ; Romams, endlich Miscellen, Räthsel rc. Probehefte sind in allen Buchhandlungen zu haben. — Moden-Zeitungen. — Gegenüber der heutigen Fluth von Modenblättern steht wohl manche Leserin rathlos vorder Frage: Welche Modenzeitung soll ich wählen d Die Antwort muß lauten: eine praclische und vernünftige! Practisch in Bezug auf die Auswahl der Toiletten; vernünftig — den Ausschreitungen der Mode nicht daS Wort redend. Wir wüßten kein Blatt, das diesen Anforderungen besser entspräche, als die in Berlin herausgegebene „Modeirwelt* (gegründet 1865), welche feit der neuerdings erfolgten Vermehrung ihres Inhalts in 14täglichm Nummern von je 12 Seiten erscheint, an Reichhaltigkeit von Toiletten und Handarbeiten alle ähnlichen Zeitschriften hinter sich lassend. Die monatlich beigegebenen Moden- Panoiamen mit jährlich gegen 100 Figuren bringen die neuesten Toiletten in farbiger Darstellung. In den neu eingeführten Rubriken: „Fürs Haus" und „Gärtneret" findet die Leserin eine Fülle von Belehrung und Anregung. Der Preis beträgt 1 Mk. 25 Pf. vierlel- jährlich bei allen Buchhandlungen und Postanstalten. Feuilleton. Wochenbriese aus der Residenz. (Originalbericht für den „Gießener Anzeiger".) Darmstadt, 3. November 1893. flennen des fleiterverein«. — Ans dem Knnstleben. Vergnügungen. Für die sportsfreundltchen Bewohner unserer Residenz gab» es am vergangenen Sonntag ein interessantes Schauspiel. Der „Hessische Reitervereln" hatte für diesen Tag ein großes Herbst-Wettrennen angesagt und wenn auch die Gunst te8 Himmels der Veranstaltung nicht gnädig gesinnt war, — ({ herrschte naßkaltes und trübes Wetter — so fand sich koch eine außerordentlich große Zuschauermenge auf dem Rennplätze bei Kranlchstetn ein. Im Wagen, hoch zu Roß mb per pedes pilgerten die Darmstädter nach dem beliebten iluSflugSorte hinaus. Auch die höchsten Herrschaften beehrten Im Reiterverein zu seinem Feste mit freundlichem Besuche. Seine Königliche Hoheit der Großherzog war mit Seiner fthen Frau Schwester, der Prinzessin Heinrich von Preußen, iinb mit Prinzessin Alix erschienen und die hohen Herrschaften ncsolgten den Verlauf der einzelnen Rennen mit großer Aus- inrksamkeit. Das Programm umfaßte ein leichtes Jagd- unnen für Chargenpferde und Park-Jagdrennen. Die glück- Ichrn Gewinner, Offiziere der hiesigen Regimenter, wurden furch hübsche Preise ausgezeichnet. Leider hat sich bei dem Sennen auch ein bedauerlicher Unfall ereignet, Prinz Solms- fichl stürzte — wie Ihren Lesern ja schon kurz gemeldet — bei dem zweiten Rennen und zog sich einen Beinbruch zu. Mcklicher sind ein paar kleinere Unfälle abgelaufen, die weiter kirne ernstere Folgen hatten. Im Kunftleben der vergangenen Woche sind manche fimerkenswerthe Veranstaltungen zu verzeichnen. Am ver- gan:genen Samsrag hatte Herr Concertmetster Hohlfeld ein Gomcert veranstaltet, das einen ganz glänzenden Verlauf nahm. Obgleich an musikalischen Genüssen eben außerordentlich viel fibiotcn wird, hatte sich doch ein ungemein zahlreiches Publikum eingefunden, um dem überaus beliebten Künstler, der schon längere Zeit nicht mehr im Concertsaale erschienen war, die Beweise aufrichtiger Verehrung darzubringen. Herr Otto Hohlfeld wurde schon bei feinem Erscheinen stürmisch begrüßt und nach jeder Programmnummer für feine virtuosen Leistungen — er spielte Bravourstücke von Beethoven, Bach und Spohr — mit lautem Beifall belohnt. In die Ehren des Abends durfte sich mit ihm Herr Ed. Reuß, ein vortrefflicher Pianist aus Karlsruhe, und Fräulein Johanna Dietz aus Frankfurt a. M., die früher für kurze Zeit unserer Hofoper angehörte, theiien. Großer Erfolg ist denn auch dem Wohl- thätigkeits-Concert zum Besten der Barmherzigen Schwestern am vergangenen Montag beschieden gewesen. Im vorigen Briefe habe ich Ihnen schon über Programm und Mitwirkende einige kurze Angaben gemacht, für heute bleibt nur noch daS volle Gelingen des schönen Unternehmens zu conftatiren. Sehr reichhaltig war der Mittwoch mit künstlerischen Darbietungen bedacht. Im Hoftheater sollte anfangs der „Vogelhändler" gegeben werden, doch noch in letzter Stunde mußte eine Repertoireänderung üorgenemmen werden. An die Stelle der faden Operette trat Mozarts Meisterwerk „Figaros Hochzeit", eine Vorstellung, die auch jedenfalls den festlichen Character des Tages — es war der Geburtstag der Frau Großfürstin SergiuS, die bekanntlich mit ihrem hohen Gemahl gegenwärtig zu Besuch hier weilt — mehr entsprach, als das dürftige Opus des Componisten Zelle. Gleichzeitig eröffnete der Darmstädter „Richard Wagner-Verein" feinen Winterfeldzug mit einem glanzvollen Concert unter Mitwirkung von Herrn Fritz Plank, der Frau Reuß-Belse von Karlsruhe und des Herrn Kammervirtuosen Hugo Becker aus Frankfurt a. M. Endlich fand an dem nämlichen Abend auch ein großes Concert zum Besten unserer neuen Johanniskirche statt, dem außer anderen Künstlern Frau Matz-Langs- dorf, früher in Gießen, ihre bewährte Mitwirkung zugesagt hatte. Die Dame hat sich durch ihre Leistungen die Gunst der Hörer mit einem Schlage erworben. Ihre prachtvolle Altstimme und die feine Vortragskunft erregten die allgemeine Bewunderung des zahlreichen Publikums und man darf nach diesem großen Erfolge mit Recht auf das von Frau Matz- Langsdorf geplante Soloconcert gespannt fein. Die Künstlerin will nämlich, wie neulich schon kurz gemeldet, am Mittwoch den 8. November unter Mitwirkung von Frau Lilli Wolfs- kehl, der Herren Richard Müller und Reitz einen Concertabend veranstalten, der ohne Zweifel mit großem Interesse von den musikliebenden Kreisen unserer Stadt begrüßt werden wird. Ich werde Ihren Lesern über den Verlauf im nächsten Briefe genau Bericht erstatten. Erwähnt fei schließlich, daß für nächsten Montag auch der Mozart-Verein sein großes Eröffnungsconcert angefagt hat, auch hierfür ist ein erlesenes Programm aufgestellt worden. Dann wäre im heutigen Wochenbericht noch eines sehr interessanten Vortrags der Frau Löper-Housselle zu gedenken, die am Dienstag in der Aliceschule über die „Erziehung deS weiblichen Geschlechts zur Selbstständigkeit" sprach. Nach dem Preßbericht wurden die Ausführungen der Dame sehr beifällig ausgenommen. Eine große Wohlthätigkeits-Veranstaltung ist vom Alice-Frauenverein für nächsten Samstag geplant. In den Räumen des städtischen Saalbaues soll eine Abendunterhaltung arrangirt werden, die manche Ueberraschung bringen dürfte. Man plant die Abhaltung eines Jabr- markies mit Verkaufsständen, Sehenswürdigkeiten aller Art. Auch an künstlerischen Genüssen soll es nicht fehlen, bewährte Kräfte unserer Hofbühne haben ihre Unterstützung zugesagt. — Man sieht, es geht eben recht lebhaft und luftig in der Residenz zu, eine gesellige Veranstaltung folgt auf die andere, und es ist nur erfreulich, daß das Interesse des Publikums für alle diese Dinge noch in keiner Weise nachgelassen hat. Allerdings mit dem Nahen der Weihnachtszeit wird es in den Concertsälen auch wieder stiller werden, doch stehen für die Zeit nach Neujahr noch zahlreiche Gastspiele und Concerte berühmter Kunftgrößen in Aussicht. Das Ho ft Heater brachte in dieser Woche nur ältere Stücke zur Aufführung- für künftigen Dienstag wird jedoch das poesievolle altindische Schauspiel „Vasantasena" in der Bearbeitung von Pohl vorbereitet. Z. am zu vermiethen. Neustadt 24 au den der Flur 5 Flur 5 mit LogiS zu vermiethen, 27031 MLusburg 1. Flur 5 vermischte Anzeigen ntwerpe noch Course der Frankfurter Börse 9277 •tfra»aOtt«tUtUa. Oest Nordw.-Bahn Ltttv. 1194.— BMtftktittt. m* 10f* 114.— 113 40 ^nbudrU-tUtUn. 185. 841.40 10t H 112. 8fOÄ>Htd4. 101.10 101.1* 100.55 100.65 IfcoeAe« 104 90 122. 121.50 Loose Neductiou: ä. Hchcyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Sietz«. 102 60 96 30 332 50 11025 102.60 96 30 150.46 86 50 schnelle Fahrten, gute 1 Verpflegung, billigste Preise. 150 70 128 85 148.30 151.10 124.70 146 60 163 20 146.70 Deunche Verlagsanstalt Farbwerke,vorm.Meister, 223 50 107 10 11040 133.50 108.— 97.— schreiberei offen. Gießen, 190.5 148.71 84.Ä Gotthardt . . Ital. Mitlelmeer Dresdener Bank. . . Mitteldeutsche Eredttb. . Diener Bank-Verein Türttemb. BereinSbank Deutsche BereinSbank . den 4. November 1893. Der Concursverwalter: Karl Klees. 184.— 140.40 223.— 106 20 109.50 184.— 180.50 95 — 96.85 101 90 345.— 111 80 Bekanntmachung. In dem ConcurSverfahren über das Vermögen des M. Student in 9168) Neuhergerichtetes Kueiploeal zu venniethen. Näheres in der Exp. d. Bl. 94 90 9« *> 100 80 : 0B0 102.50 lOMO Bindtng-Brauerei . . Stern- do. (Oberrad) Bad. AnUin- u. Soda- fabrik . . . . Hibernta Bergw.-Gei. . Nr 4zO — 206 qm Acker an dem Fluthgraben in der Au, Flur 5 Nr. 462 — 4588 qm Acker am Krofeorfer Weg, Donnerstag, 16. Novbr., Nachmittags 2'/, Uhr, sollen auf dem hiefigen Ortsgericht die zum Nachlaß der Aaeob Theodor Konrad Marti« Braun Eheleute« in 4<>/o Franks. Hyp.-Pfdbr. v. 91 ab . . . S'/?/oFrnks^yp.-Pfddr. t°/oPreutz-hyp^Sci.-Bk., Psandbr. XV.-18. 8W0 do...... 4»/o Preuk. L«ntt.-Bod^ Lred.-Psandbr. bis 1886 LudwigShafen-Berbach Hessische LudwigSbahn Nälztsche Nordbahn Lübeck-Büchner . . . 4«/l»DcutscheGrundschld.■ Bk.-Mandbr. I u. II y/rVo do V/-°/o Rhein. Hyp.-Bank- Psandbr. . . . API Meininger Psandbr. 4*/t do. do. unkündbar bis 1900 Gießen sollen 912 Mark 44 Pfg. unter 2363 Mark 19 Pfg. zur 93er- cheilung kommen; das diesbezügliche Verzeichniß liegt auf der Gerichts- Gr. Amtsgerichts Gießen Bahnhofstraße 7 empfiehlt sich im Einsetzen künstlicher Zähne, Plombtren u s. w. bet billigster Berechnung. [4381 Flur 5 Nr. 8z — 712 qm Acker bei Broßbrücke, Gießen gehörigen Grundstücke: Flur 3 Nr. 72 — 1275 qm Acker Krofdorf er Weg, Flur 3 Nr. 147 — 2200 qm Acker den LaufertSröder Weg, Flur 5 Nr. 25 — 776 qm Acker in Weiden, jjieö StarLio Aothe Stern Linie König. Belg. Postdampfer von S°/o Oldenburger Loose . 128 60 3i/^/oKöln-Mt»dnLoose 181.85 UUg 4*/o Meininger Prämien» Psandbr. . . 181.101131.35 LuciuS ä Brüning . 341.40 ' L- Niebeck'icheMontanwerke 158 — 1*2* Bochumer Gußstahl 112.— 1* Söörserrwoche»dericht von E. Wassersehleben, Kankgeschüst. Wie nicht anders zu erwarten war, hat die October-Liquidatton an den italienischen Börsen mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen gehabt. Die Ueber, speculatton, welche durch die Illusionen über die Wirkung deS jüngst in Berlin abgeschlossenen Vorschubgeschäftes und durch die Rentenbezüge aus Parts erzeugt worden ist, stellte so große Anforderungen an die Zettelbanken, daß sich letztere gezwungen sahen, ihren Zinsfuß auf sechs Procent zu erhöben und die Reparttrung von Rententtteln etnzuschränken. Die Folge davon war ein drängendes Angebot auf allen Gebieten, das die Course um so leichter panikartig zum Fallen geb,acht hat, als sich in Italien das Geschäft aus fünf kleinere Börsen verthetlt, anstatt sich auf einen kräftigen und daher widerstandsfähigeren Maikt zu concentrtren. Obwohl die französischen BatssierS die gediückten Course zu Deckungen benützten, sind dadurch doch nur vorübergehend sestere Notirungen erreicht worden, weil daS fremde Capttal Angesichts der in der Luft schwebenden Finanzrefoim-Vor- schläge eine abwartende Haltung etnntmmt. Die öffentliche Diecussion des Herrn Gtotltttt mit dem Exmtntster Rudint ist zudem nicht geeignet, das geschwundene Vertrauen wieder zurückkehren zu lassen; diese gegenseitigen Blotzstellungen führen nur dazu, die StaatSlettung noch mehr zu dtscredtttren, alS es durch deren wankel- mülhtge Haltung ohnehin schon geschieht. Neuerdings hat der Minister ialh wieder beschlossen, von der Erhebung der Einfuhrzölle in Gold Abstand zu nehmen, weil die Handelskammern dagegen oppo- nirt haben. Von den Erschwerungen bet Einlösung der Coupons in Gold sind seit der Einführung dieser Bestimmungen gleichfalls verschiedene überflüssige und lästige Modalität« ausgehoben worden und auS maßgebenden Kreisen verlautet, daß wahrscheinlich noch weitere Erleichterungen gewährt werden würden. WaS bleibt da zum Schluß noch übrig von den vielverspiochenen Maßnahmen? Nichts als ein ängstliches und mißtrauisch gemachtes Publikum. Gegen die Pariser Münzconserenz und die angestrebte Nationalifirung der italienischen Scheidemünzen haben die sranzösischen Blätter in den letzten Tagen recht gehässige Autzsälle gebracht, aus denen deutlich hervorgeht, daß die französische NationaUVcisammlung die italienischen Wünsche nicht erfüllen wird. Wenn durch die ilalientichen Forderungen den übrigen Mitgliedern des Münzbundes ein Opfer auferlegt werden würde, wäre diese Stimmung ganz begreiflich; ab»r da die Auslieferung der Scheidemünzen an das Heimalhland nur gegen Goldzahlung erfolgt, so liegt doch der Vortheil auf sranzösiicher Seite. Eine viel ernstlicher ins Gewicht tallende Frage ist die, wo sich die italienische Regierung bei der gegenwärtigen Mißstimmung das nöthige Gold beschaflen will, und selbst für den Fall, daß sie diese« Hinderniß glücklich überwindet, ist leider zu befürchten, daß noch ein langer Zeitraum vorüber verfließen wird, biS daS Zurückströmm der SUbermünzen im Verkehr zur Geltung gelangt. Nach einem äußerst hartnäckig geführten Kampf ist e8 endlich Cleveland gelunaen, im amerikanischen Senat die bedingungslose Aushebung der Sh'iman- ikte durchzusetzen. Die Geschäftswelt hat jetzt mit all den störenden Einflüsien zu rechnen, welche die Sistirung der Silberkäufe zur Folge haben muß, und es wird sich detzhalb selbstredend kein augenblicklicher Umschwung in der wirthschastlichen Vage bemerkbar machen. Da aber die seitherigen Stlberankäufe viel dazu beige- lragen haben, die KrtfiS in den Vereinigten Staaten herbeizuführen und zu verschärfen, so muß ihre Einstellung auch dadin wirken, da« geschwundene Vertrauen wieder zurückkehren zu lasten und dem gänzlich darniederliegenden Creditgeschäste auszuhelfen. Man darf sich hierbei durch die momentane Einwirkung auf den PrerS deS SllderS nicht irre machen lasten. Dieser Sturz würde schon viel früher erfolgt sein, wenn die Silberfreunde nicht immer noch darauf gerechnet hätten, I Flur 16 Nr. 286 — 688 qm Acker auf die Chaussee hinter der Puloer- mühle, Flur 32 Nr 49 — 2500 qm Wiese am Leegstrauch bet der Schwalbachi- schen Wiese am Pfad, Flur 32 Nr. 60 — 2094 qm Wiese das, Flur 39 Nr. 70 — 1056 qm Acker unter dem Waldbrunnen, Flur 39 Nr. 71 — 3162 qm Acker das., Flur 39 Nr. 72 — 688 qm Wiese das. öffentlich freiwillig an den Meistbietenden versteigert werden. Gießen, den 4. November 1893. Großh. Ortsgericht Gießen. I. A.: Vogt. 9270 Donnerstag, 16. Novbr., Nachmittags 3«/, Uhr, sollen auf dem hiesigen OrtSgericht die zum Nachlaß der Heinrich Huh« -weiter Ektzetente in Gießen gehörigen Grundstücke : einen Vergleich zu Stande zu bringen, der die Regierung zwingt, die SilberkL 6 für die Zukunft, wenn auch in geringerem Matz, fortzuschen. Aber selbst babm wäre der Sturz nicht vermieden, sondern nur verschoben worden. Den europihfdL0 Geldmärkten ist damit eine neue Sorge erwachsen, nämlich bteicniae um bi, tu Haltung ihrer Goldbestände. Tie Silberwinhschaft in den UnionSftaaten bat H Gold aus dem Heimathlande herauSgedrängl und letzt werden die dorttgen Fstuw letter natürlich keine Anstrengung scheuen, den Rückfluß zu erleichtern, lonbon dabei dm ersten Ansturm auSzubaltm und don zeigte sich thatsächlich schon $ *« frage für amerikanische Rechnung, welche ein Anziehen deS GeldstandeS in so b Matze zur Folge hatte, daß in Bälde eine Erhöhung der ofncleHen Tiscontrai,' V, erwarten ist. »l Ueber die deutsche Börsensteuer find nunmehr von osnciöser Sette au- Telüi.. in die Oeffmtlichkett gedrungm, die zu lebhastm Erörterungm Veranlastung haben und die für daS Börsengeschäft das Schlimmste besürchtm Ieilen. T»-« sollen die Umsätze in ftemdländt'chen Effectm mit dem dreisachm feitbcrigai 5(er", belegt werden, und für unsere einheimischen Papiere der doppelte SleuerbettaeV' entricht« sein. Man darf sich nicht verhehlm, daß durch diese gestetaertm Gcbü?r« der Handel in fremben Titeln sowohl alS auch in einheimischen Wcrlden a £ deutschen Börsen vollständig untergraben werden wird. Diejenigen unserer CapUaütza welche auf eine höhere Rente sehen, werdm sich durch dm Stmerunterschied Cl*. von den fremden Efiectm abwmdm lastm; sie werdm vielmehr nur dazu gdriß" ihre Käufe btrect im Ausland vorzunehmen und der Steuerbehörde da» Nackq^- zu lafim. Der finanzielle Erfolg wird detzhalb weit hinter dm Erwartungen uf? bleiben. Für die nächste Zukunft ist aus dem gleichen Grunde auch mit nfe Wahrscheinlichkeit daraus zu rechnen, daß Wim beträchtliche Realisation« in V- vornehm« wirb, denn die österreichische Speculatton unterhält immer noch Hausse-Positionen an diesem Platze, bet« Prolongation ihr durch die gepkr- £Lmpthbgaben zu aroße Opter auferleg« würde. In dm Cours« der österreichischen und ungarisch« Fond- hat sich n. schon eine wesentliche Abschwächung bemerkbar gemacht, woran allerdings auch *L" CabinetSkrifiS und die wettere Verschlechterung der Wiener Valuta Schuld uin £te ungarische Goldrente hat «/< P.ocent und die öslerre chische 1 Procent n£ gegeb«. Die lebhafteste Bewegung weisen auch In dieser Woche wieder Italiener ar Nachdem die Liqu datton vorüber war, erzielte fie eine nicht unbedeutende Bessern» die jedoch nicht Stand gehalten hat. Zu der neu« Ermattung trug viel bal Ä rüdjt bet, daß die Verwaltung der Stabt Livorno den November-Coupon nicht m losen könne. Wie fich später herauSgeftellt hat, ist die Finanzlage doch nicht gas, >o schlimm, denn sie ermöglicht dm Zmimdimst und nur die Rückzahlung frt amortlfirtm Schuldverschreibungen muß hinausgeschob« werd«. Für Spanier ianht Paris recht flaue Nottrungen, die hier nicht unberücksichtigt geblieben stnd. Allem so ichein nach wird die Beilegung de- marokkanischen Streites noch nicht io schnell er iolgen und viel Geld crforbern. Griechm wurden bester bezahlt, indem aur ro. Ftnanzproj^ct hingewiejen wurde, das auf eine Umwandlung Der Naiionalbar.k ak itelt. Ob dadurch dm dortig« Verhältnisten ausg.holfm würde, ift sehr iu zweifeln. Mexikaner bab« sich trotz befl niedrig« SiideicurseS behauptet, well he Regierung einen weiter« Betrag für b« Couponbimst lemittirt hat. t/i»Portua^«.88uL9 5o/o amort. Serb. Gold- 27 IS 26 JO , Bauern .... | 106 05 106.- , Bad«..... 104 — 103 95 Rmte .... 74.- 72 20 30/0 Sächsische Rente. . 85 80 86.20 5o/oSerbischeEismbahN' 3Vt% BremerStaatSonl. 97.30 97— Hpp^-Obl. L A. . 73- 71 50 , Hamb.StaatSr«te 1»/o Oestr. Goldrmte 96.85 96.50 4-/oSchwed.Oblig.l880r 102 50 102 45 96.20 95.35 l°/o Türk« cono. Lit. D. 22.15 11.15 , GriechischeMonopol- 50/0 ÄrgmL Gold - Anl. Anleihe . . . 37.80 37.70 v. 1887 . . . 47 25 47 - 4’/0 Rumänische Rente . 80.10 79.80 3t/,0/0 Egypt. priv. Anl. 96 60 -6 50 40/0 Rufi. Consol» S. Ul 98.90 —.— •ifmWda-SrUriUtes.