8S3 Donnerstag den 5. Oktober F-rnsprech« M- Amts- und Anzeigeblutt für den Areis Giefzen Gratisbeilage: Hießener Kamitienblätter I Amtlicher Therl erftattung. v. (Sagern. Frist. v. Gagern. w Anzeiger Nr. 27). Lippen des Jägers. Avk Lnnoncm.vurraux bei In- und luilanbel nehmen Anzeigen für ben „Gießener Anzeiger^ entgegen. ttfq Dl?. U' n lanabme von Anzeigen zu bn Nachmnragi für bm lolgmben Lag erscheinenden Nummer bis vorm. 10 Ubr. Der Anzeiger «scheint täglich, j* Äulnabme bei Montags. Die Gießener Wir empfehlen Ihnen, die Feldgeschworenen zu veranlagen, nach $ 20 der Instruction vom 23. Februar 1833 (Regierungs- lieft S. 105) im Laufe dieses Monats die Gemarkungen zu legelen, um sich von dem Zustande der Grenzen zu unter-- Tiditm und über den Befund in ihr Tagebuch ein Protocoll Lllijr nehmen. Wir machen dabei darauf aufmerksam, daß jigar zu einem Steinsatze ivenigstens drei Feldgeschworene beisammen sein müsien, daß aber an den Nundgängcn, wenn dabei nicht zugleich Steine gesetzt werden sollen, nur zwei ItldAeschworene theilzunehmen haben. Wegen Beseitigung der Dorgriunbenen Mängel wollen Sie das Geeignete veranlasien, wobei namentlich die Ausräumung, Geraderichtung und Er- imierung der Grenzsteine ins Auge zu fasten ist. An den Shtitde-, Gemarkungs-, Flur- und Gewann Grenzsteinen darf jedoch keine Veränderung ohne Mitwirkung eines Geometers 1. .fllasse vorgenommen werden. Die Wahl und Zuziehung dtchlben bleibt Ihnen überlasten; doch wollen Sie da, wo es ßb mm Grenzsteme mehrerer Gemarkungen handelt, sich unter .einan-ber desfalls benehmen. Für die Erhaltung der Par- geßen grengfieine des Gemeindeeigenthums ist auf Gemeinde- loftcii von Ihnen Sorge zu tragen. Wo noch keine Aus. -flnnung des Gemeinde - Eigenthumö stattgefunden hat, beauf- eraqtn wir Sie, den Gemeinderath desfalls zu vernehmen und Mieii Beschluß zu vollziehen. Die an den Parzellengrenz- teintn der Privaten vorgefundenen Mängel sind den Beiheiligten zur Beseitigung zu eröffnen. Im Uebrigen verweisen „„ 2ie auf bas Gesetz vom 23. October 1830 (Reg.-Bl. «5. 463) und bie vorgenannte Instruction vom 23. Februar MA (Reg.-Bl. S. 105), wegen ber Kostenverzeichnisse auf dir Bekanntmachung vom 18. December 1874 (Reg.-Bl. 6. 784) und auf unser Ausschreiben vom 29. Januar 1885 Wer Tuft ?" fragte er laut. Ich, die CreScenz!" ,Du?" kam es im Tone der Ueberraschung von den Gießen, ben 3. October 1893. $etr.: Den Runbgang ber Feldgeschworenen. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen M >U Mrstzh. Bürgermeister eie» des ftwtk*. ist in weiten Kreisen Deutschlands wie Rußlands der lebhafte Wunsch verbreitet, es möge der beide Theile so schwer schädigende Zollkrieg ein baldiges Ende finden, damit an seine Stelle neugeregelte handelspolitische Zustände zwischen den beiden ja fo vielfach auf einander angewiesenen großen Nachbarreichen treten können. — Die Arbeiten der von der Reichsregierung schon vor langen Monaten einberufenen Commission zur Unter« suchung der Mißstände im BÜrsenwesen und Fest« stellung entsprechender Reformen nähern sich ihrem Abschluffe. Binnen wenigen Tagen erwartet man die Beendigung der Berathungen des RedactionSauSschustes genannter Commission, alsdann wird das Plenum derselben zur endgiltigen Beschluß« fastung einberufen werden. — Die Landtagswahlbewegung in Preußen hat jetzt neben dem Wahlaufrufe der Nationalliberalen auch denjenigen der Centrumspartei gezeitigt, Der letztere verlangt in feinen Kernpunkten die confessionelle Volksschule, die Aufhebung der Beschränkungen der Orden, Parität in der Besetzung der Staatsämter und Abhilfe gegenüber dem neuen Wahlgesetz. Der Aufruf behandelt ferner die Ausbesterung der Beamtengehälter und die Förderung des Wohles der Handwerker und der Arbeiter. — Fürst Bismarcks Memoiren, welche der Fürst kürzlich vollendet hat, hat die Cotta'sche Berlagshandlung in Stuttgart für 500 000 Mark erworben. Die BerkagShandlung ist verpflichtet, mit der Veröffentlichung erst nach dem Tode des Fürsten vorzugehen. — Der „Hamburger Kurier" weiß über die Unterbringung der durch die neue Heervorlage mehr eingestellten Truppen folgendes mitzutheilen: Demnächst beginnt die sehr umfangreiche Dislocation der durch die letzte Heeresverstärkung neugeschaffenen Truppentheile. Die in Preußen vorhandenen Kasernen können von den 54000 Mann, welche auf das preußische Kontingent kommen, nicht ganz 8000 Mann aufnehmen und selbst diese müsien stellenweise in vorhandenen Barackenlagern und Wellblechbaracken untergebracht werden, die zu diestm Zwecke theilweise einer sehr durchgreifenden baulichen Neueinrichtung unterzogen worden sind. Für etwa 6000 Mann sind neue Baracken mit massiven Umfastungsmauern in der Errichtung begriffen. Endlich sind noch für mehr als 21000 Mann Quartiere in MiethSräumen beschafft, sodaß etwa 19 000 Mann übrig bleiben, für die in Bürgerhäusern Quartiere beschafft werden müsten; doch sind auch für diese schon die nötigen Neben- räume, Ställe und Werkstätten in leichtem Bauwerk für staatliche Rechnung zu beschaffen. Um die Quartierlast, für i die nur verhältnißmäßig geringe Entschädigungen bezahlt *| werden, möglichst bald zu beendigen, sollen zunächst für diese • Truppen neue Kasernen errichtet werden. Die Unterbringung I der gesummten Heeresverstärkung in massiven Kasernenbaute.n Gießen, ben 3. October 1893. Setc.: Die Ausführung ber allgemeinen Bauorbnung. Das Grotzherzogliche Kreisamt Gieße« a» die Wrosth. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Unter Bezugnahme auf unsere Verfügung vom 5. Sep« iflnbtr l. I. — Gießener Anzeiger Nr. 210 — erinnern vir die Rückstänbigen von Ihnen wieberholt an Bericht- biefem elenden Wetter?" Er hatte die Ruferin entdeckt und war auf sie zugeschrrtten. Ein froh blickendes, von der scharfen Kälte geröthetes Gesicht schaute ihm lachend entgegen. „Nach St. Eghd muß ich hinauf. Der Vater will hevt noch mit dem Herrn Pfarrer reden und hat mir aufgetragen, ich soll so schnell als möglich den Weg machen und Du weißt es ja —" Sie vollendete ihre Rede nicht, sondern sah ihn bedeu- tungsvoll an. Der junge Mann lächelte. Er hatte daß Mädchen vollkommen verstanden. „Ich weiß, CreScenz, Dein Vater ist ein Starrkopf, doch was ihn heute anficht, daß Du den schweren Weg nach Sanct Egyd machen mußt, das wissen die Götter." „Aber Martin V* schmollte sie. ö war so ein trüber, stürmischer Wintertag, wie deren s ite in dem steierischen Oberlande nicht zu den Seltenheiten |66ten, und die dichten Schneemassen, welche der Wind vor fit hertrieb, verlegten dem Wanderer das Gesicht ganz und gc, so daß man nicht im Stande war, nur wenige Schritte w sich zu sehen, um die Gegenstände wahrnehmen zu firnen. , , v In diesem Schneesturm schritt an einem Decemberabend M Jahres 1886 ein rüstig gebauter, kräftiger, in die übliche Lindestracht gehüllter Mann in raschem Gange dahin. Ueber den Schultern trug der Wanderer einen Touristen- nrntel, der seinen Oberkörper gegen die Unbill der Witterung mllkommen schützte, indessen seine Hände in einem Muff aus fyienfett steckten und die hohen Stiefel sich dicht und fest M ihren Schäften an die grünen dicken Schneestrümpfe an« schmiegten. Mit einem geradezu heroischen Muthe kämpfte f»tr Mann gegen den Sturm an und beeilte sich, in dem ihn ßets umgebenden Wirbel des Schnees rasch vorwärts zu kamen. „Hundewetter," brummte er unwirsch vor sich hin, wtB jagen sie Einem hinaus trotz Wind und Schnee und man ej§ seine Pflicht thun, ob man will oder nicht. Lächerlich!" |t$u er bann etwas heiterer gestimmt hinzu, „wie wenn an mm solchen Tage die Wilderer Lust und Liebe zu ihrem „WaS machst Du auf der Straße in Viert elflhttg» 2 Mar! 20 Pig. eM Bringerlohn. Durch bir Post 2 Mark 50 Pt- Rrbaction, unb Druckern: mit allem M E im gäben.__jv ^Eage 28 L. mtrthr«. } Elgmt ». 8ll(l • rim bnn Anzeiger , cheMlich brfimal bngelrgt. ^mer mit dunklen Geschäfte hatten! Die fitzen alle recht gemüthlich bei ihrem Haferbrei und lassens sichs gutfchmecken und gut fein beim warmen Ofen, indessen ich mich hier abquälen muß, um sie vielleicht auf frischer That zu ertappen!" Der Sprecher war bei den letzten Worten mitten am Wege stehen geblieben unb hatte feine kurze Pfeife aus der Tafche genommen. Indem er nach ächter Jägerart mit Stahl und Schwamm Feuer schlug, setzte er seinen Weg weiter fort. Nach einigen Augenblicken scholl es an fein Ohr: „Martin! Martin!" Der Angerusene blieb stehen und versuchte den Ruser in dem dichten Schneewrrbel zu entdecken. Feuilleton. ’e Marterl von St Egyd. Eine Erzählung auS den Bergen von Oscar Linden. (Nachdruck verboten.) Hoch in den steirischen Bergen lag ber Schnee unb ein kalter Nordwind fegte über bie breite Landstraße dahin wirbelte die feinen, spitzen Eisflocken heftig vor sich her. Gießener Anzeiger Keneral-Mnzeiger. 3' Hte N* MS SÄ- finben p hu. H KM El/?' 234 3t«#« ,6;kauf 1(l r Sohmidi jren 1“ im £ -V ' Ca- 2(hS giB< i, 3 wei moWitte Nr ra nirthen. SRtutnL1 Bohnung, 3 Stare -: rm. BMossich Irttl Zimmer:: us sofort zu vE hahSvstt, Mäu'l inetnanber0ehenbt- m mttileren ®tod Ltib, Söer( __Kirchstr^.' • § freunbL ^nmuih ajtebt 57 l.G. PartenttM'ner zu» Mr-llrgrrstrahe^ Diezstrah^ Zi« nämichmr »eM Üttstraße 19Jlt , Zimmr zu °MM e 12, ,uSw8*l: „Was aber?" ■ n ■ P.' „Wir haben ja nur einen Gott unb Du bist recht gottlos, weil Du schon wieder mehr hast." „Aber, Kind, das darfst Du ja nicht so nehmen. Man sagt dies ja so allgemein." „Aber ich will es nicht," erwiderte sie vorwurfsvoll, „Du sollst nur einen Gott haben, Martin, verstanden?" Er griff dem frischen Mädchen lachend unter bas volle, fleischige Kinn. „Ich habe ja nur einen Gott, CreScenz, und es kann ja anders nicht sein, und dieser Gott bist Du!" „Spötter," sagte sie ernst, „wirft Du denn diese frevelhaften Reden nicht lassen können?" „O ja!" „Nun also!" „Wenn Du mich ein wenig lieb hast, bann geht alles, CreScenz!" „Und hab ich Dich denn nicht lieb ? Weißt Du, Martin, damals, als der Vater gar fo aufgebracht war, nachdem er erfahren, daß ich Dich lieb hab, da hat es sich doch bewiesen, daß ich Dich gern, so recht von Herzen gern hab!" „Ich weiß, ich weife!" gab der Jäger ernst zur Antwort, „aber freilich, ber reiche Wirth kann ifein Kind nicht dem armen Jäger geben, dessen Name noch überdies bemakelt ist. Ich hab auch das eingesehen und bin aus dem Forst gegangen. Es sind nun fast zwei Jahr her, daß mich das Schicksal wieder in diese Gegend verschlagen hat, für das, CreScenz, kann ich ja gar nichts." Sie waren beide weitergegangen unb schritten jetzt ben steilen, beeisten Bergpfab hinan, welcher nach dem hochgelegenen Pfarrhofe St. Egyd führte. „Du hast ja keine Schuld baran," begann CreScenz Zu Ende laufenden Monats sind uns Abschriften der in die Tagebücher ber Felbgefchmorenen aufgenommenen Protocolle mit Bericht über Ihre besfalls getroffenen Anorbnungen sammt ben Kostenverzeichnissen von Ihnen vorzulegen. ___v. Gagern.________________ Greß en, ben 3. October 1893. Betr.: Die Aufnahme taubstummer Kinber in eine Taubstummenanstalt. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen au die Schulvorstände des Kreises. Diejenigen von Ihnen, bie mit ber Erlebigung unserer Verfügung vom 26. August b. I. — Anzeiger Nr. 205 noch im Rückstanbe sinb, erinnern wir hieran mit 3 Tagen « ?. beRek sofort anberror Maße 6:3. Sw Stufte ' uud kl Logis •.. m. Selters ne unb gesunde Lin w. sofort "h zu wrinleM i btfhjtnb auf l znfi W mit allem LM. 1 Wut,’ Sdlttbatj 1t Stad SßtftrftTijt l 5 Logis zu ütnntok?. „Schöne ÄE, Steckbrief. Der am 12. November 1872 in Gießen, Kreis Gießen, geborene Schmied Wilhelm Balthasar Heinrich Habermehl, welcher bei ber diesjährigen Aushebung in Grevesmühlen als Rekrut für Jäger-Bataillon Nr. 14 ausgehoben ist, hat sich zuletzt am 6. Juli b. I. von Grevesmühlen nach Lübeck abgemelbet unb ist feitbem unermittelt. Genannter wirb baher aufgeforbert, sich unverzüglich bei bem nächsten Bezirks'Cornrnanbo zu melben; eoent. werben alle Behörben ergebend ersucht, im Betretungsfalle ben rc. Habermehl an bas nächste Bezirks-Commanbo abzuliefern. Befonbere Kennzeichen: Größe 1,73,5, Narbe am rechten Vorberarm. Wismar, ben 2. October 1893. Großherzogliches Bezirks.Commanbo. Deutsches Reich. Berlin, 3. October. Seit Montag sind in Berlin die neuen Verhandlungen zur Herbeiführung eines deutschrussischen Handelsvertrages im Gange, die bekanntlich von beiden Seiten durch eigens hierzu ernannte Delegirtc geführt werden. Die Eröffnungssitzung trug allerdings nur einen formalen Character, da sie durch die Vorstellungen der beiderseitigen Delegirten, durch die Feststellung der üblichen geschäftlichen Förmlichkeiten usw. ausgefüllt wurde- die eigentlichen Verhandlungen begannen vielmehr am Dienstag. Den Vorsitz führt der sdeutsche Delcgirte Freiherr v. Thielemann, die, officielle Sprache bei den Conserenzen ist die sranzöstsche, doch sollen die Protocolle außerdem in deutscher und russischer Sprache geführt werden. — Hoffentlich zeitigen die jetzt eröffneten zollpolitischen Verhandlungen zwischen Deutschland unb Rußlanb ersprießlichere Resultate als die früheren, im vorigen Sommer gescheiterten Unterhandlungen. Wenigstens irJ ’ir[ den neuen Schwank Jfcxiaüi» uns Der Baker mußte den Schuld daran gehabt Hot. (Schluß folgt.) gilt diese Schöpfung inner eins feiner liebenswürdigsten {om011 Don$t reifsten Schaffensperiode als Geifte-kinder. *• Neue» Theater, lieber Frau" von Moser und Misch, „Leb wohl, CreScenz! Morgen am Waldsteig sehen wir wieder." „Leb wohl!" Herr wird gewiß mit mir gleich hinabgehen und darum müffen wir scheiden. Leb wohl, Martin, leb wohl!" Leise zitterte ihre Stimme, als sie ihm Lebewohl sagte, indeffen er das Mädchen leicht an sich drückte und einen leisen Kuß auf dessen Stirn hauchte. legt, tunet man sich in Italien zur Begrüßung des augekun- digten englischen Geschwaders. Ueberall, wo dasselbe an der italienischen Küste Aufenthalt nehmen wird, in Tarent, Neapel, Genua u. s. w., find Vorkehrungen zu einer glänzenden Aufnahme der englischen Gäste im Gange, so daß demnach der englische Flotrenbesuch in Italien rin bemerkens« werches Gegenstück zu dem gleichzeitigen Besuche deS russischen Geschwaders in Frankreich bilden totrL führung kommt, schreiben die „Hamburger Nachrichten" tiU gendeS: „Fräulein Frau", Schwank in drei Aufzügen, betiitü sich die Novität, welche gestern Abend in unserm Thalia- Theater vor völlig ausverkauftem Hause einen außerordem lichen HeiterkeitScrfolg errang. Die Fabel des gut ringe leiteten und geschickt aufgebauten TonflictS'b'eS überaui heitern Stückes lehnt sich an die im vorigen Jahre in irgend einer Gegend unseres Vaterlandes borgetommcnc Thatsache, daß ein Standesbeamter sich zur Zeit der Vornahme einer Reihe amtlicher Handlungen nicht mehr in rechtmäßiger Ausübung seines Amtes befunden und demgemäß die von ihm geschloffenen Ehen eine rechtliche Giltigkeit nicht besessen hatten. Tie Verfasser haben bei der Bearbeitung manchen guten Gnst gethan und der erste, die Werbung der beiden Verehrer Melanie» um die Hand der letzteren behandelnde Act, btlta schon für sich allein ein kleine» hübsche« Lustspiel. Die Ar» fasset haben eS verstanden, das Publikum andauernd hemr zu erhalten und so mußte Herr Misch, welcher der AussührM beiwohnte, wiederholt vor der Rampe erscheinen. ** Steinkohlen,echeu in bet Nachbarschaft 7 Der „W- Anz." schreibt: In erfreulicher Weise hat sich einer Bergmifi*' gesellschast (Kaufmann Wilh. Brandt und Genossen vea Wetzlar) das Glück aufgerhan, die gegenwärtig die Grude „Barbarossa" bei Niederbiel betreiben läßt. Bei den Suchen nach Eisenerz wurden l 00 Meter vom Eingang eint# Stollen» Steinkohlen von ausgezeichnetster Beschaffenheit und in einer Lagerung vorgefunden, wie man sie ih regel' rechten Steinkohlengruben antrifft. Weitere 50 Meter tiefer ist alsdann ein Gang Bleierz angeschlagen worden, Über dessen volle Stärke sich zur Zeit noch nicht» sagen läßt, der aber jedenfalls einen ganz besonderen Werth reprlfrihrt- Wie wir hören, sind denn auch den Besitzern der Grube für die Gewinnung de» Bleierze» bereit» Angebote in erheblicher Höhe — man spricht von 30,000 Mk. — gemacht worden. Ob dagegen die etschloffene Steinkohle in «inet den Abbua lohnenden Menge vorhanden ist, steht zur Zeit noch dahin. *• Herr GymnasialdirectorProfessor Dr. Dettweller in Ben»heim ist im Auftrage der hessischen Regierung an totale* rrnd provinzielle*, Gießen, 4. October 1893. ** Ernennung. Seine Königliche Hoheit der Groß- Herzog haben mittelst Allerhöchster Entschließung vom 30. September l. I. das Mitglied der Großh. Oberen land- wirthschastltchen Behörde, Regierungsrath Heinrich Nover, für die Dauer deS dermalen von ihm bekleideten Amtes zum neueffc Ilacbricbtcn. Depeschen deS Bureau „Herold". Berlin, 3. Oetobet. Von gut unterrichtetet Seite wird mitgetheilt, die Voruntersuchung gegen die ftanzSfischen Spione, welche in Kiel verhaftet wurden, sei nahezu abgeschlossen, sodaß die Acten wohl Anfang» der nächsten Woche dem Oberreichsanwalt zur wetteten Veranlassung übermittelt werden. ES ist unzweifelhaft, daß die Angelegenheit in eine Anklage wegen Landesoerraths bezw. Spionage ausklingen wird. Berlin, 3. October. Die Frage wegen Bekämpfung de» Geheimmittelschwindels wird von den zuständigen Organen der Reichsverwaltung sehr aufmerksam verfolgt. ES handelt sich jetzt um die Entscheidung über die bisher in Vorschlag gebrachten Maßregeln. Paris, 3. October. Der russische Botschafter Baron Mohrenheim erhielt die Anweisung, den Festen- in Toulon nicht beizuwohnen. Pari», 3. October. Sarnot empfing gestern den Ausschuß der Presse und dankte demselben für die großartige Organisation der Empfangsfeierlichkeiten. Er versprach der Galavorstellung in der großen Oper beizuwohnen. Toulon, 3. October. Der neue Eommandant deS Hafens sagte in einem Tagesbefehl an die Truppen, sie müßten alle Anstrengungen machen, den Hafen in den Stand zu setzen, daß bei eintretenden Verwickelungen derselbe Frankreich von Nutzen sei und Frankreich mit kaltem Blute die Ereignisse erwarten könne. Madrid, 3. October. Die Araber haben gestern die spanische Festung Melilla angegriffen, worauf die Spanier arabische Dörfer bombarbirten und zahlreiche Araber töbteten. Die Spanier verloren acht Tobte und 36 Verwundete. Die arabischen Offiziere waren mit Repetirgewehren bewaffnet. Der Kriegsmintster telegraphirte dem General Marzallo, daß Verstärkungen unterwegs seien. Mainz, 4. October. Bei der heutigen Landtagswahl wurde im Landkreis Mainz der Eentrumscandibat Dr. Schmitt- Mainz gewählt. London, 4. October. Nach einer Reutermelbung aus Bankok ist der zwischen Siam unb Frankreich vereinbarte Vertrag am Dienstag unterzeichnet worben. Rom, 4. October. In ber Provinz Florenz traten Der» heerenbe Ueberschwemmungen ein; bei Pratsch ertranken fünf Arbeiter. Der Fluß Omberone ist ausgetreten. In Venedig ist der Markusplatz und die tiefergelegenen Dtadt- theile überschwemmt. Madrid, 4. October. Gestern sind hier 37 Personen an ber Cholera erkrankt, sieben sinb gestorben. Newyork, 4. October. Das Dach der Kirche in Paran- garientero (Mexiko) wurde am Sonntag durch ein Feuerwerk entzündet. Die Kirchenbesucher drängten bestürzt nach den Ausgängen- zehn Personen wurden getöbtet, sehr viele verletzt. Att-la«-. — In Ungarn beginnt die so lange schwebende Frage ber Civilehe allgemach in ihr kritisches Stadium zu treten. Allerdings scheint die Meldung, der zufolge Kaiser Franz Joses bereits seine Zustimmung zu der Regierungsvorlage über die Civilehe und zur Einbringung der Vorlage im Parlamente gegeben haben sollte, noch verfrüht zu fein, indessen ist wohl nicht daran zu zweifeln, daß der Monarch noch seine Billigung dieser Action Wekerle aussprechen wird, und zwar vermuth- lich im Laufe ber nächsten Wochen. Mit ber Einbringung beö genannten Gesetzentwurfes im Parlamente wirb bann aber bie ganze Frage ihrer Entscheidung nahe gerückt werden. Ministerpräsident Wekerle hat soeben im Abgeordnetenhause nochmals den Entschluß der ungarischen Regierung verkündet, an ihrem kirchenpolitischen Programm unentwegt festzuhalten. Speciell der Gesetzentwurf über die Civilehe besitzt aber in befben Häusern deS ungarischen Parlamentes zahlreiche Gegner, eS wird also hierbei für daS Cabinet Wekerle zu einem barten Kampfe kommen, dessen Ausgang noch sehr ungewiß ist. Jedenfalls würde aber für Ungarn ein etwaiger Sturz des CabinetS Wekerle eine Periode neper innerer Wirrnisse bringen, daS Eine steht schon jetzt fest. — Während man in Frankreich die letzte Hand an bie Vorbereitungen zum Empfange des russischen Geschwaders „Ich weiß eß nicht. Nur sagte er, daß der Herr Pfarrer Tinte unb Feber mitbringen sollte. Der Vater mußte den Gedanken schon lange haben, denn er sprach schon mehrere Male davon, daß er dem Pfarrer ein wichtiges Geheimniß auzuvertrauen habe." „ .nm bt B'nbtringen ,'C6fitys lufu i Wasbe HL« welcher am Donnerstag t« 5. October am hiesigen Theater zum ersten Male zur V tsstlW ui Auer>! reu Wjn (^hriel fix» Sie schritt nach diesen Worten rasch dem Eingänge de» PsarrhofeS zu unb er blieb noch lange an dem Platze sinnenb stehen, wo sie ihn verlassen- bann trat er den Rückweg an. In ber großen Stube beS HolzwirthS lag derselbe auf einem schneeig weißen Bette. Eine rüstige Gestalt, doch von den Martern einer langwierigen Krankheit arg mitgenommen, hatte er noch bie letzten Kräfte gespart und seine dunkeln, blitzenden Augen rollten unruhig in dem weiten, von einer Lampe nur matt erleuchteten Gemache hin und her. Am Ende deS Bettes saß auf einem Stuhle fein Weib. Abgehärmt und abgerackert, hatte die kleine Gestalt dieses Weibe» etwas an sich, das an ein tiefeß Seelenleib gemahnte. „Anton," sagte sie nach einer Panse. Er sah nach ihr. „WaS willst Du?" „Wenn bie CreScenz mit dem Herrn Pfarrer kommt, dann werd ich hinübergehen zum alten Steibler, biß Du mit dem Pfarrer fertig bist." „Nein!" sagte er barsch. „Anton," flehte sie. „Lasse Dich endlich erweichen und leg Deinen Haß ab. Du weißt wohl, daß Steibler damal», als Du mir vor zwanzig Jahren in der Decembernacht jene« Gestündniß gemacht hast, wer den Jäger erschossen, keine Litteratur, so doch mit der deutschen Theatergeschichte unau1- löslich verknüpft. UeberdieS ■0- «M 6 ernten acen ■ _:(V WO® toirb aber planmäßig erst im Jahre 1915 durchgeführt sein. Württemberg unb Sachsen sollen die Truppen keine 93ürgerquarttere beziehen, sondern, soweit die 'vorhandenen KasemementS nicht reichen, in provisorischen Bauten untergebracht werben. — Zur Tabakjobrikatsteuer schreibt die „Kreuz- zeitung" gegenüber der Behauptung ber „Berl. Pol. Nachr.", — bie ablehnende Haltung der ersteren zur geplanten Tabak- fabrikatsteuer fei auf persönliche Motive zurückzofuhreo — daß ein Eingehen auf diese Meinung nicht erforderlich wäre, da dieselbe nur den Mangel von Gründen gegen bie Beweis- führung der „Kreuzztg." verbecke. Die „Polit. Nachr." wüßtm nicht, roaß sie zu Gunsten Süddeutschlanb» unb zur Vertheibignng ber Mehrbelastung Preußens anführen sollten, sondern daß Blatt weise wiederum nur auf bie Biersteuer- Jrage hin, welche in Bayern gewiß niemalß zur Erönerung kommen bürste. Auch bie Erhöhung der SpirituSsteuer stelle eS im Fall der Nichtannahme ber Tabaksteuer unbegreiflicher iffleife in Außsicht, wofür nach der Meinung der „Kreuzztg." im Reichstage wohl keine Majorität vorhanden sein werbe. Bremen, 1. October. DaS Programm für ben Kaiserbe such am 18. October, auS Anlaß der Enthüllung des Kaiser-Wilhelm Denkmals, ist jetzt endgültig festgestellt. Der Kaiser trifft gegen 11 Uhr ein, besichtigt nach der gleich darauf stattfindenden DenkmalSenthüllung den Dom mit seiner neuen Westfronte, unternimmt eine Rundfahrt durch einen Dheil ber Stadt unb den Bürgerpark unb fahrt bann zum Banket nach dem RathhauS. Die Abfahrt ist auf 5 Uhr Nachmittags festgesetzt. Pifftugen, 2. October. Der „Allg. Ztg." wird gemeldet: Gegenüber ben tendenziösen Entstellungen in den Berichten ber „N. Fr. Pr." über daß Befinden des Fürsten Bi ßm a rck kann mit absoluter Zuverlässigkeit berichtet werden, baß bie Genesung des Fürsten in ber erfreulichsten Weise fortschreitet. Die Affection am rechten Arm, welche die Be- weglichkeit desselben hinderte, war ausschließlich die Folge eines Jnsectenstiches am Hals, 'der, so bedrohlich er auch in ber ersten Zeit erschien, dennoch im weiteren Verlaufe ohne Gefahr, wenn auch von erheblichen Schmerzen und Functionsstörungen begleitet, verlief. Ohne diesen Zwischenfall wäre ber gürft längst zur Abreise befähigt gewesen. Die Fähigkeit, Unterschriften zu geben, war nicht einen Moment beschränkt - die Schriftzüge find durchaus bie alten. Der Fürst schont den Arm, ist aber hinsichtlich der Gebrauchsfähigkeit nur wenig behindert. Er befindet sich in heiterster Stimmung und hat heute in Begleitung des Professors Schweninger, der Kissingen wieder auf einige Tage verläßt, eine .lange Ausfahrt unternommen. Mitgliede des Großh. VerwaltunßSgerichtShojeS Allergnädtc* zu ernennen geruht. ' * Eitzvng >el Schwurgerichts ber Provinz cbertzes^ Erft heute Abend 9s/< Uhr wurde die dreitägige Verhandln gegen Peter NieS und Heinrich Gommer D. Rmberbügen beendigt. Die Geschworenen (Obmann: Kar! Trappt batten fämmtlicfce aus Meineid unb fahrlässig Fa!scheib gerichteten Schulbfragen verneint, woraus bei fr richtShvs die Angeklagten von Strafe unb Kosten freifpr^ die Staatskasse auch in bie VertheidigungSkosten und die d, Angeklagten durch Ladung bet meisten EntlastungSzeu.-e erwachsenen Auslagen verurtheilte. Such wurde ber ge-c die Angeklagten erlassene Haftbefehl aufgehoben. •’ J- B. Nene» Theater. „Die Eidechse" tQ v- Schweitzer. Dr. Jean Bapttsta von Schweitzer wände: in den Spuren de» alten Benedi;. Man fofl sich eben an> Üren unb wirb mit wenig Handlung und lustigen ©nuahona abgespeist, ohne baß da» Gericht durch der Tendenz psefferung gewürzt ober — umchmackhan gemacht wird. Publikum folgte — rohr konnten selbst ber Vorstellung etc» beiwohnen — mit ungeschwächtem Interesse ben vorgfr^, des für unseren heuttgen Geschmack etwa» veralteten StSchi Die Wenigsten bachten wohl baran, baß sich hinter dem in der Schweiz einem Nervenfieber erlegenen verfass« rc — Socialdemokrat von remftem Wasser verbarg. Er itoer. aus einer alten Frankfurter Patrizierfamilie; doch übtt tc nachmalige Frankfurter Advocat weniger seine Praxi», u den Verkehr mit Vitteraten, Schausprelern unb Poltt.kern. eß Repertoires und sein Name, wenn auch nicht mit btt Sie waren während dieses Gespräches den Berg hinan- gelangt und schritten mm schweigend vorwärts. Dort am Ende de» steilen Wege» blickte ihnen daß kleine Kirchlein zu St. Egyd entgegen. Gleich rechts von dem Kirchlein stand eine alte, mächtige Eiche und an deren Stamm befand sich ein sogenannte» Marterl. Es war ein einfaches Bild ber heiligen Gottesmutter mit dem Jesuskinde in dem atm und unter diesem Bilde stand eine Inschrift: Hier wurde der Jäger Joskf Steibler am 21. December "1860 unschuldigerweife erschossen. Ehre seinem Andenken unb Du Wanderer, bete für ben Tobten ein Vaterunser." Dor diesem Bilde blieben die beiden jungen Leute stehen. Sie hielten sich Hand in Hand unb ber junge Jäger blickte ernst empor zu dem Bilde, wahrend da» Mädchen still und sinnend vor dem mächtigen Baume stand. Noch einer Weile begann TreScenz: „Martin, der alte xi.ita Bfl*( in lantcr unt idftntn nu fer t raunt wieder na^ einer Pause, „das weiß ich, nur dort oben daß Marterl trägt die ganze Schuld." „Daß Marterl, CreScenz? Jenes Bild, wovon die Leute sich erzählen, daß eß ein Unbekannter dem Andenken meineß gemordeten Vaters setzen ließ? Was hat jeneß Bild ber heiligen Jungfrau mit unserer Liebe zu schaffen? Erkläre mir den Zusammenhang." CreScenz sah ihn bei dielen Worten ungläubig an. „3dj weiß es auch nicht," erwiderte sie ruhig. „Nun, heute fiel'S mir auf, daß der Vater mich nach St. Eovd schickte." ,,Zu welchem Zweck?" v: na. : -Mn. i°’ . D">- ., aus ’l .«in W. » -tn*< t(t ' Lu ijflbe e* e'nal tunttn dir tuto unseren groh ijepfaig nehmen. 4|autn unb e» ;.-XD0 ctjüütt Kaden rerwogtn. kei i i^ Ttrje) gtfoi (iejenb bie (infad eftigdtyn, »eil ? t:tn unb I c.t-n -wen Vor k iprobuett b rr5gtr. Dai [ brr KauSiichen St .'. nitztS de ■ vAv’ c;tnoütnf6ahVii)tu Ja^r m ganz ku de:! TreflhmsW fsate, kleinere Tn HflfUnbig frei tu Obft ni^bar gtma Cbne» ju Dbfin da uii diese ff Idiaa Mersiuß l wk'l es ben Leutrt «^gefangen, ta6 S [ -• muß jedoch t • ' -dauernde Cl iehr zutü ! 'bejt. da- prechlt ^81 UBb II Q •h»* Sck, (S ti W "ar kostenfrei an 4. Ct '"tfchrn Raiü 3am8tag der Thatigl "WJ Niti Pi Mr »eint. 2 Mm W L°K: vts-ft j**Ä! :Zrr fcw . oirbarg. &. W, doch i jj» seine $rDr, Jta und $lll|ti|(n °! Präsident t!,' lp°terhin Mk-liki rgebliche Candids hn seit 1871 — B ~ R der Liiim "rch Heranjie as Neue ist nicht » "ihrleite «epch,. ; u^urde, mitbtnigi 1 neun Mglich^ n der vorigen tzr 1 an Erkenntlich!^ ontierStag) ftattf- möchten wir bs. »8 Gust. v.Mi denölnstigrn Off mor, seine En wüstlich geblikt n" und ^tildr ? a u p t m a n r;. i könnte ein fyr. im Tacke, 'm lauft! - cm Helt tttaalit? rszchn- Mr, Dv^an^aiit. ; zu betracht, fit: tS, die uni kr c dt erjonntn L Jahrzehnten ra^j itnn auch niii r Theatergeschichu c. diese Schopp: seiner liebens^ uuen Schwank, er am Donner- i ersten Male t ches Lustspiel- Die ilikum andauernd • i, welcher der E ie erscheinen- hat A einer Berge .Vt unb ®=*‘ <2 $«■ SÄ«: *W* lk ui» man sie " p, S-B5» .""iS,: h »w* 'S»®'* ren ’ «*> § hle5 n!! * 't echß Wochen nach Italien abgereift, um einem Cnrfns bei »mischet» archäologischen Institut« in Rom beizuwohnen. Der LursuS beginnt in Florenz, schließt einen fast vierwSchent- lichen Aufenthalt in Rom ein und endet in Neapel und Pompeji. •* Reife Erdbeeren. Ein mächtiger Strauß von reifen Erdbeeren, durchgängig sehr große Früchte, wurde unS heute von Herrn Bahnwärter Bormann gezeigt. Die Erdbeeren wurden im District Franzenwald bei Großen-Linden gepflückt. ** LersorgungSaaspruche von Reservisten rc. Jeder zur Entlastung kommende Soldat muß vor der Entlastung über Anmeldung von BersorgungScmsprüchen belehrt und gegebenen KallS ärztlich daraufhin unteriucht werden. Trotzdem hat derselbe daS Recht, innerhalb sechs Monaten, vom Tage der Entlassung an gerechnet, auf Grund einer während der Dienstzeit (Hebungen einbegriffen) erlittenen Dienstbeschädigung bei dem BezirkSfieldwebel etwaige BersorgungSansprüche zu Pro- tu oll anzumelden. Etwaige Beweisstücke sind mit zur Stelle zu bringen. Alle späteren Gesuche um Gewährung von In« valchen'Benefizien find, als verspätet angebracht, grundsätzlich abzuweiseo. , *♦ Falsche Fuufzigmarkscheme sind seit einiger Zeit schon im Umlauf. Dieselben sind um 2 mm breiter als die echten. $ie bestehen aus zweiseitig bedruckten Blättern und einem al- Zwischenlage dienenden Blatte, welche zusammengeklebt werden sind. Die Fasern sind künstlich zwischen die Blätter gebracht und der ganze Schein ist mit blauer Farbe über* sirochen. Die Riffel-Linien haben auch nicht die gleichen Abstände von einander, wie bei den echten Scheinen. Dieselben sind scheinbar von einer Platte mit vertieften Linien ab^epreßt worden. Die Strafandrohung ist unleserlich, und ba5 Feld derselben ist nicht schrassirt. Der Controlstempel, bit Nummer und die Worte „Fünfzig Mark" auf der Rückseite erscheinen nur in mennigrotster Farbe anstatt zinnober- roth. Der braune Farbenton ist matter als bei den echten Scheinen. _____________ -0- Blofeld bei Echzell, 1. October. Viele unserer Obst- prv-ducenten gaben sich der Hoffnung hin, Ende September würden die auswärtigen Kaufliebhaber für Obst erscheinen und unseren großen Obstsegen gegen annehmbaren Preis in Empfang nehmen. Leider ist dies bis jetzt nicht in Erfüllung gefangen und es hat auch nicht den Anschein, daß sich die poffnung erfüllen wird, denn unsere hauptsächlichsten Obst- abwehmer haben selbst so viel, als sie nur unterzubringen vermögen. Bei uns wird darum immer noch fleißig Honig (Cattoerge) gekocht, denn diese Verwendung ist in unserer Gegend die einfachste und wird von den Leuten am tüchtigsten alitgeführt, weil sie es am besten gelernt haben. Das D-rren und Trocknen deS Obstes geschieht zwar auch, all, in unsere Vorrichtungen sind nicht der Art, daß die Trl'ckenproducte den Ansprüchen der Neuzeit völlig zu genügen vtmtSgen. DaS getrocknete Obst dient daher fast nur für btn häuslichen Gebrauch, weniger für den Handel. Man könnte nichts Besseres thun, als eine von den neueren Trv»ckeneinrlchtungrn entweder auf Gemeindekoften ober auf gtvvstenschastlichem Wege anschaffen, sie würde sich dieses Jahr in ganz kurzer Zeit rentirt haben, wie es früher bei btn Dreschmaschinen auch ging. Noch jetzt ist es nicht zu spiLe, kleinere Trockenapparate anzuschaffen, sie würden sich noch v,ll ständig frei tragen, weil dadurch das zu Grunde gehende Obst nutzbar gemacht werden könnte. Die Verarbeitung des ObfteS zu Obstwein nimmt ihren ungestörten Fortgang, allein auch diese Art der Verwendung genügt noch nicht, den feltenrt Ueberfluß in zweckentsprechender Weise unterzubrtngen, totII es den Leuten an Fässern fehlt. Manche Leute haben ongtfangen, das Schütrelobst mit demVieh zu füttern; man muß jedoch vorsichtig sein, weil durch zu reichliche und lahganbauernbe Obstfütterung leicht Durchfall entsteht, der las Vieh sehr zurückbringt. Wie sehr würden wir den Stadt- linb-ern das prachtvolle Obst gönnen, das bei uns auf Aeckern, Begeh und in Gärten unbeachtet liegt und zwecklos zu Bruno; geht, es könnten sich Hunderte daran erfreuen, wenn- ts nur kostenfrei an die betreffenden Stellen geschafft werden könnte. Alsfeld, 4. October. Für die Obst- und Gemüse- klusstellung des Oberhessischen O.bstbauvereins ,im deutschen Kaiser" Hierselbst ist folgendes Programm sest- zestellt: Samstag den 7. October, Vormittags 8 Uhr: ktginn der Thätigkeit der Preisrichter. Vormittags 11 Uhr: Begrüßung durch den Vorsitzenden des Vereinsbezirks Alsfeld Herrn Kreisrath von Grolmann. Feierliche Eröffnung der Ausstellung durch den Präsidenten des Oberheff. Obstbau- Vereins Herrn Geh. RegierungSrath Dr. Braden—Friedberg. Rundgang durch die Ausstellung unter Leitung des SecretärS des Oberheff. Obstbauvereins Herrn C. Reichelt und des Geschäftsführers für Alsfeld—Lauterbach Herrn Landwirth- schaftslehrer Hatler. Mittags 1 Uhr: Festesten im deutschen Haus (trockenes Couvert 1.50 Mk.) Besichtigung der Stadt und des SchlohgartenS in Altenburg. — Sonntag den 8. October, Nachmittags 3 Uhr, im kleinen Saale deS Deutschen Kaisers: Versammlung des Oberhess. Obstbau- Vereins. Vorträge: Bericht des Vorsitzenden deS Preisgerichts über die Ausstellung. H. Hailer: Heber die Bedeutung deS Obstbaues. C. Reichelt: Ueber die werthvollen Obstsorten der Ausstellung. Bericht über die Versammlung und Ausstellung in BreSlau. C. John: Heber daS Pflanzen der Obstbäume. — Montag den 9. Ockober, Nachmittags: Besichtigung der Zusammenstellung eines Obftsortimentß, welches die schönsten und besten Früchte der Ausstellung enthalt. Zusammenstellung von kleineren Sortimenten für Straßenpflanzung, für Baumgärten , für Hausgärten rc. — Dienstag den 10. October, Nachmittags 5 Hhr: Feierlicher Schluß der Ausstellung und Vertheilung der Diplome. △ Mainz, 3. October. Die hiesige Armee-Conserven- sabrik hat gestern ihren Betrieb wieder ausgenommen. Die Arbeiten, die seit dem Frühjahr ruhten, werden nunmehr im vollen Umfang betrieben und sind zunächst für die Schlächterei zahlreiche Arbeitskräfte in Dienst gestellt. Die Lieferung des nothwendigen Schlachtviehes ist mehreren Großvieh- Handlungen übertragen worden. — Von dem hiesigen „Verein für Volkswohlfahrt" ist gestern hier ein sogenanntes „Mädchen- Heim" eröffnet worden. Zweck der Anstalt, die von einem Kuratorium beaufsichtigt wird, an dessen Spitze die Frau des Provinzialdirectors Rothe steht, ist, jungen Mädchen von auswärts, die sich hier in Stellung befinden, eine Heimstätte zu schaffen, in welcher sie neben Verköstigung und Wohnung Gelegenheit finden, ihre freie Zeit sowohl durch entsprechend- Arbeiten als durch belehrende Unterhaltungen nützlich zu verwenden. Geleitet wird die Anstalt von einer Vorsteherin, der bereits eine ähnliche Anstalt in Norddeutschland unterstand. — Anläßlich größerer Spreng ungsarbeiten erleidet während der Monate October und November der Schiff- und Floßverkehr durch das „Binger Loch" eine große Beschränkung und zwar derart, daß für die Zeit vom 1. October bis 31. October die Durchfahrt durch daS Binger Loch nur von 7 Uhr Morgens bis 5 Uhr Abends und vom 1. November bis 1. December nur von 8 Uhr Morgens bis 4 Uhr Nachmittags gestattet ist. Der Anfang der Sprengungen wird durch Böllerschießen vom Mäusethurm bekannt gemacht und ebenso der Schluß. Das linksseitige neue Fahrwasser erleidet durch die Sprengungen keine Beschränkung. V ermif ehtee. * Kooiglwiater, 1. October. Hier stürzte am Samstag Abend der Neubau des „Hotels zum goldenen Drachen" zusammen. Die „Köln. Volksztg." berichtet darüber folgendes Nähere: Samstag Abend gegen 6 Uhr stürzte der große Neubau unseres hiesigen zukünftigen Actien- Hotels „Zum goldenen Drachen" theilweise ein und begrub nicht weniger als fünf Arbeiter unter seinen Trümmern. Von diesen waren bis heute Mittag drei unter dem Schutt hervorgezogen, einer, ein Maurer aus Honnef, tobt, einer schwer und einer leicht verwundet. Zwei von den Arbeitern lagen noch unter dem Schutt und sind wahrscheinlich tobt. Das sorgfältigste Lauschen ergab nämlich nirgendwo mehr einen Ton. Sofort nach dem Einsturz wurde die hiesige Feuerwehr alarmirt. Darauf wurde nach Köln an daS Pionier-Bataillon telegraphirr und schon Abends langte eine Abteilung Pioniere mit zwei Offizieren zur Hilfeleistung an. Leiber hinderten die Dunkelheit und der Mangel an genügendem Beleuchtungsmaterial die Rettungsarbeiten fast vollständig bis zum Aufgang der Sonne. Von da an aber wurde von Pionieren und Feuerwehrleuten mit der hingehendsten Aufopferung gearbeitet. Der Bau, um den es sich handelt, liegt mit der Front am Rhein zwischen dem Europäischen und Düffeldorfer Hof. Seine massive Haustein Fatzabe fiel von Anfang an vielen Besuchern KönigswinterS burch ihre Construction und große Höhe auf. Zwei Mal schon war der Bau eingestellt worben, weil Nachbarn gegen besten Höhe mit Rücksicht auf die geringe Breite des Gäßchens, an dem seine Nebenfront liegt, Einspruch erhoben hatten. Die Bau- Erlaudniß scheint aber trotzdem ertheilt worden zu sein. Die vordere und Haupt-Fayabe bestand im ersten Stockwerk über dem Souterrain au« Säulen, auf denen bann noch brei Stockwerke ruhten. ES scheint, baß baS Funbament bieser Säulen nachgegeben bat. Von dem vordem Giebel ist die nach Bonn zu gerichtete Hälfte eingestürzt, und zwar nach innen, indem die Trümmer dann auch einen großen Theil beS innern Baues einschlugen. Der Beginn des Einsturzes wurde glücklicherweise von den Arbeitern bemerkt, so daß sie zum größten Theil sich retten konnten. Die Einsturzstelle war ein wüstes Durcheinander von Steinen und Eisenschienen, die oft in den seltsamsten Formen verbogen waren. Die Ausräumungsarbeiten wurden sehr dadurch behindert, baß währcnb der Nacht nach einzelne Theile nachstürzten unb eine große Anzahl von eisernen Schienen, die in der Luft schwebten, einzustürzen drohte. In dem Trümmerhaufen siel allgemein die Beschaffen heit be5 Mörtels auf, der meistens vollständig zu Sand auseinander gefallen war. Kaum ein einziger Stein fand sich, an dem der Mörtel sitzen geblieben wäre. Was die Hrsache des Einsturzes ist, und wer daran Schuld ist, wird hoffentlich die Hntersuchung mit voller Klarheit ergeben. Mit dem Bedauern über die armen Opfer des Hnglücks mischt sich unwillkürlich auch ein Gefühl der Entrüstung, daß ein solches Hnglück stattfinden konnte. Wäre der Beginn des Einsturzes nicht bemerkt worden, so daß die meisten Arbeiter Hals über Kopf, einige nicht ohne Verletzungen fliehen konnten, so Härte der Zusammensturz eine ganze Reihe von Opfern finden können. Am wenigsten versteht man, wie bei einem vierstöckigen Hotel so etwas vorkommen kann. Wie nun, wenn der Einsturz erst nach der Eröffnung und bei zahlreichem Fremdenbesuch geschehen wäre? Geleitet wurde der Bau von einem Kölner Baumeister. — Wie ein Telegramm der „Köln. Volksztg." vom 2. October Nachmittags meldet, wurde auch die Leiche deS zweiten Vermißten gefunden; die Arbeiten wurden eingestellt, die Pioniere sind abgerückt. * Berlin, 2. October. Zwei Missionslehrerinnen, Emilie Anders und Helene Tillich, wurden gestern in der Sophienkirche nach Sumatra bezw. Indien abgeorbnet, wohin sie ber seit 50 Jahren bestehenbe Frauenverein für christliche Bilbung bes weiblichen Geschlechts im Morgenlande entsendet. Die Abordnung vollzog P. Thiele als geistlicher Berathcr des unter dem Vorsitz der Frau General v. Döring stehenden Vereins. SBsmssnaanBeaBaaEeaa^ssz^BEacBm^ Wöchentliche Ueberficht.der Todesfälle in Gießen. 39. Woche. Vom 24. September bi» 30. September 1893. Einwohnerzahl: angenommen zu 21100 (tncl. 1600 Mann Militär). Sterbltchkeitsziffer: 24,64°/« bezw. 9,83 nach Ausschl. der OrtSftemden. Kinder ES starben an: Zusammen: Erwachsene. im vom 1. Lebensjahr: 2.—15. Jahr: Diphtheritis 3 (3) - - 3 (3) Erkrankung d. HerzenS 1 (1) 1 (1) — — Angeborene LebenS- fchwache 2 — 2 — Alterskrankheit 11 — — Sonstige benannte Krankheiten 3 (2) 3 (2) -- Summa: 10 (6) 5 (3) 2 3 (3) Anm. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viele der Todesfälle in der betreffenden Krankheit aus von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. tiquetten Brief- und Packet-Siegelmarken • fertigt eu billigen freiten die Brühl9 sehe Druckerei. Sehuletratte 7. ---- Bekanntmachung. Bezüglich beabsichtigter Neuanlagen, Erweiterungen und Uenderungen von Gas-Einrichtungen bitten wir uns behufs rechtzeitiger Ausführung baldmöglichst Mfttheilung zu machen, da sich sirse Arbeiten mit dem Vorfchretten der' Jahreszeit sehr' anhäüfen. Gleichzeitig empfehlen wir: Gasbelerrchtrmgs-Gegeustäude tuet Art, als Kronleuchter, Lyren,' Äckpeln u. f. w., ächte Siemensud Wenham-Lampen, und die zweckmäßigsten Gaskoch- und. Heizapparate und. Gasbadeöfen. Die gangbarsten Beleuchtungs- utib Mzungsapparate können während kt üblichen Geschäftsstunden in unseren Ausstellungsräumen in Betrieb zqe igt werden, insbesondere sind wir auch dazu eingerichtet, die verschiedenen Brennersorten in ihrer Wirkung zu zeigen und bezüglich dktest zweckmäßigster Auswahl jÄK gewünschte Auskunft zu ertheilen. Auer’sches Gasglühlicht: 1 vollständiger Brenner Mk.^M—, 1 Ersatz-Glühkörper Mk. 2—, tzlas-Tulpen hierzu von Mk. 1.25 an und alle sonstigen Garnituren. (Hauvtniederlage der Deutschen Gasglühlicht- Actieugesellschast in Beillm). Städtisches Gas- und Wasserwerk Gießen. 8335 Großher-oglich Bberhessische Eisenbahnen. Zu dem AuSnahmetaris für die Be- fördewng von Eisenerz (sog. Nothftands- tarif) vom 15. September 1891 ist am 1. dS. Mts. der Nachtrag Vll in Kraft getreten. Die Güterabfertigungen ertheilen nähere Auskunft. Gießen, den 2. October 1893. 8329 - Großherzoaliche Direktion- Verkauf von Chriftbäumen. Aus hiesigen und benachbarten Waldungen können viele Tausend ChristbäAM abgegeben werden. Nähire Auskunft ertheilt die unterzeichnete Stelle. Lich, im October 1893. I. 2l.: Großherzogliche Bürgermeisterei Lich. Walz. 8325 8238] Eine schöne Wascheomnrove mit Glatzaufsatz billia abzugeben. Grünbergerftraße 42. Montsg den 9. Moder, Nachmittags 2 Hhr, wird in Lonhs Biersaal eine Plüschgaruitur (Sopha und sechs Stühle), ein Eckdivan, drei Polfterftühle, ein Tisch (Eichenholz), desgl. Toilettentisch, ein Lesetischcheu, ein Mahagonitisch, eine Kommode, ein Chiffonier, ein Spiegel, ein Lüstre, eine Waschkommode, zwei Nachttische (Eichenholz), ein elegantes Bett, bestehend aus hoher Bettlade (Eichenholz), Sprungfedermatratze, dreithei- liger Roßhaarmatratze rc. (wie neu), sowie andere Möbel, Nippsachen und Haushaltungsgegenstände versteigert. Die Sachen sind zum großen Theil sehr fein und gut gehalten. 8261 I. A.: F. Hoffmanu. Aeikgevotenes. 8336] »old-Retuette« u alle feiaam Sorten «epfet werden geliefert. Nähere« Alieestraße 28, 111. Kieler Bücklinge frisch eingetroffen. [8326 Gust. Walter, Mäusburg 13. Frische Meerzwiebeln emMehlt die Adler-Drogerie von Otto »chiaf, Seltersweg 39.[8338 Niersteiner Traubenmost vorzüglicher Qualität empfiehlt F. Schott, Weiuhandlung, 8339] M Bahnhofstraße LS. Dogge, 8344 echt engl. Riffe, zur Zucht geeignet, zu verkaufen. Wo? sagt die Exped. b. Bl. Schellfische, Teblia«, Seehecht und Seelachs prima und billig im „itefrstoclr". [8343 Ein Schweifffuchs (Wallach), Reitpferd, auch gefahren, 13 Jahre alt, noch völlig sicher, ist preiSw. zu verk. Näh. Frankfurterstr. 13. [8315 Bekanntmachung In der in der heutigen Sitzung de» Gemeinderath- vorgenommenen Verloosung der in diesem Jahre zur Abtragung kommenden städtischen 3Va% an pvrtsur - Obligationen vom 1. Januar 1861 sind zur Rückzahlung g^ogen worden: Lit. A. Nr. 50 Lit. B. Nr. 3 und 68 Lit. C. Nr. 71 und von den 3Vae/e au Porteur - Obligationen vom 1. October 1888: Lit. C. Nr. 20. Wir bringen die» zur Kenntniß der Interesienten mit dem Anfügen, bflfe die Verzinsung mit dem 1. Januar 1894 aushört und die Einlösung bei der Stadtkasse Grünberg und dem Bankhause Schulhof L Co. zu Gießen erfolgt. 8322 Grün berg, den 26. September 1893. Grobherzogliche Bürgermeisterei Grünberg. I. E..- _____Kullmann, Beigeordneter. _______________ Bestellungen von Kartoffeln^ erbitte ich per Postkarte. Al» unübertroffene Tpeisekartoffeln empfehle ich englische BiSquit und Dabersche, per 100 thio 6 Mk., dicke WirthfchaftSkartoffeln, die sich gut kochen, wie. Tchueerose, Imperator, Inno 2c., 5.50 Mk. per 100 Kilo. Proben von 50 Pfund werden auf Wunsch zugesandt. [8327 Gießen (Hardthof), 1. October 1893. Schlenke. Restaurant Pastkeller. Bierverlag der Storchenbrauerei für Gießen und Umgegend. Hiermit die ergebene Mittheilunq, daß ich unter dem Heutigen die Flaschenbier-Niederlage des allgemein beliebten bayer. Exportbiere* „Storchenbräu" für (Hießen und Umgegend übernommen habe. Preis pro Flasche oder % 25 Psg. K5T Jedes Quantum frei ins Haus. Mennischte Anzeigen. wollen. Gratis und franco zu beziehen durch die "baiiene Ratten« und 83141 Kleine Wobnung an ruhige Leute teinder-Wintertletder billig abzugeben, zu vermiethen Grünbergerftraße 42. --- Ludwigstraße 22, vart. | ^79t7]^lrine'Wobnung zu vermiethen. Auch zapfe neben dem beliebten Pilsener der Gebr. Röhrle Ttorchenbräu in Original-Krügen und Gläsern. 8342 Hochachtend Wilhelm Mayer, „Zum Postkeller." SetierSweg 56. S Lw Wort Sv Alle, ,7™^ ^Kiräenplatz 6. 6 die Französisch. Englisch, Italienisch,; 78301 Schön möblirte»Zimmer, 3. Stock, Spanisch, Portugiesisch, Holländisch, zu vermiethen. Slldanlage 7. Dänisch, Schwedisch, Polnisch, Russisch; oder Böhmisch wirklich sprechen lernen Rosenthal’scho Verlagshandlung in Leipzig. 8aubf6aftl. Cittnater, $nf. minbetrw (60 Drurf bogen start. ft» pterteljdt)rlid> M. 5.76; fil grbonöm« bdnhe M. 4-60. Sa (jungen ini aesffibri. ptoipfht durch jede !>n4b t>an01nng an* 6eid, Mr ®e» ch. Schall A »rixn», Berlin W., Kurfürsten strafte 128. 140.701 Brr. lkönigS-Lauras Net. taeboq; schwach. >e*> 4*/e Ung. Gold-Rent« 5^, ^UL 9lenK 9*/< Portugiesen 4«/, Griech. Monopol-Rut s s OQ Chor- u. Ensemblestunde: Heute Donnerstag 1|s6 Uhr. Sertion Girßen D ö A V Donnerstag, 5 October: 3*/e ReichSaleihe 8«/i*/e do. 9*/e Preuft. Conssl» W/o bn Gießener Freiwillige Feuerwehr. Sonntag, 8. Cctober 1893, Nachmittags 3 Uhr: "v,Hn vviuuuuyr iw/, nyi. (yt'uuq, ll/*j Festacm»; Nachmittags 2 Uhr: Festmahl; Abends 8 Uhr: Gesellim Bereinigung. Mittwoch den 18. Oktober, Nachmittags 2 Uhr: Ausflug nach Val Nauheim. _________ zu der am 16., 17. und 18. Cctobcr 17180 129.50 188.30 117.20 98.25 267 50 89.80 sitze Donnerstag den 5. October. Abends 8 Uhr. im Gartensaale des Gesellschaftsvereins. [8312! irr Großh. Rralfdjik nni irs prszymaittus zu Friedberg in Hcffen Antreten im Arbeitsrock 28/< Uhr am Spritzenhaus. Abends 7y2 Uhr: = Banket mit Theater = im Saale des (safe Leib. _____________________Der Porst and. Auf obige Mitthcilung Bezug nehmend, benachrichtige ich ein Dcrt^rL Publikum, daß ich nach Aufgabe meine» seither — 9leuenweg Nr. 38 - betriebenen Bäckereigeschäfts unter Heutigem die früher *%. W. Hui mann'schc Wäckerei und Konditorei s8M7??24 Neustadt 24 übernommen und in unveränderter Weise unter meiner Firma westet» führen werde. Es wird mein Bestreben sein, durch Lieferung nur guter Waare und aufmerksamer, reeller Bedienung da» Vertrauen memer werthen Kundschaft zu erwerben und zu erhalten und bitte um wohlwollende Unterstützung meines neuen Unternehmens. Concert-Verein. Oeffentliche Verloosung der Sperr-, Zur gefl. Beachtung. Einem verehrt. Publikum, sowie meiner werthen Kundschaft zur gefl. Mittheilung, daß ich meine früher geführte Brod- und Feinbäckerei mit dem Heutigen dem H'rrn P. Pfeiffer käuflich übertragen habe. Indem ich für das mir geschenkte Wohlwollen besten» danke, bitte ich dasselbe auch auf meinen Nachfolger übertragen zu wollen. Hochachtend F. W. Hartmann. le unserem Verlege erscheint: „Aus fremden Zungen“. . ,, dllle, die seither zu der Anstalt tn «rjtebung gestanden, ganz besonder» bk früheren Lehrer und Schüler der Anstalt - deren Adressen leider nur tfcile* bekannt sind — werden hiermit freundlichst ein geladen. Anmeldungen mit Angabe, ob Prioastvobnung oder Wohnung in Ne» gewünickt wird, sowie Bestellungen von -tzest. tut» tifdrtartrn — tttc. SU t Mr. lkhrere zu 2 Mk 50 Pf- — find di» zum 10. Cciottt an Herrn Snjxtan, lehrer Dr. Held zu richten. TaS Empfangszimmer de» WohnungSauSschusse» befindet sich am Dienln und am Morgen de- Dien-tag in der Rellauratton Waltz am Bahnhof. woielA auch die Fest- und Tischkarten ausgegeben werden. Da* FentcemM. Henugegeben von Joiepb Klreeheer. VieleeitigeUe ünUrhallang-bUtL Simmelitell* der beiten und neuesten .cb6nwi*eenechaflHehen Werke dee Anilandee. Durchaus ei^enerti». Vertritt einen frischen, modernen Ueist und bietet seinem Leser, was er sonst nirgends findet. Der Jahrgang 1883 wird Werke obengenannter und anderer Autoren enthalten. Xe belieben durch alle Buchhandlungen und Posten«Ulten. EourSbericht *«! E. Wasserschieben, Bankgeschäft. Fraukfurter Börse vom 4. October 1893. e*ü*tadi 1 Uhr 15 Mtn. Erste 83411 Programm. WintfhSibUniJ. Montag den 16. Oktober, dtachmiltags 4 Ubr: Ueberreichunq bh | von Damen Friedberg» und der Umgegend gestiftete, Fahne; Abeid« Neues Theater, (liessen. 7 Uhr: Festspiel, dann gesellige Vereinigung Donnerstag den 5. Oetober: Dienstag den 17. Cctober, Bormittags 10% Uhr: Festzua: 11/L Ufa 'ei! Fräulein Frau, ^estactu»i Nackmittanä *2 Uhr • S#ttmnhf • 9fh,n>ia m 13». Schwank in 3 Acten ron Moser u. Misch. Nlohite Verstellung Dienstag 10 Octeber: Kesfischer Jechtverein Waisenschuh: Tamstag den 7. Oktober c., Abends 8'/, Uhr, Concerthau* LahnMtein: Familienabend (Tanzkränzchen) Gäste, durch Mstglieder eingesührt, sind willkommen. 8345 Paa Vergnügnnga-Fonalte. !---. 6. 10. A. 7 U. Cbl. n. äufn. [8317 Warnung. 8347] Ich warne hiermit Jedermann, meinem Sobne PHUtpp Will, Maurer, etwas zu borgen, indem ich für nicht» haste. tret» a. Lda., den 4. October 1893. Johannes Will Vlll. Das Garntreu von Aamen- u. Kinderhüten wird in und außer dem Hause rasch und billig besorgt. Nähere» fP330 LSwengasie 16. Eine Commisstelle ist zu besetzen. Nähere» zu erfragen in der Exped. d Bl.__________________(8333 8337] Junger Kaufmann wünscht sich während seiner freien Zeit mit Bti» schreiben vo« Büchern zu beschästigen Offerten eub C W an die Expedition diese» Blaste» erbeten.____________________ 8318] Ein braves Dtenstmävcheu vom Lande gesucht Frau Gduard Noll, Neustadt. ^umpenförtirerinnen gesucht. (83311 Alexander Mayer. B3ae Zangen. k Gikßkllkr 3ifl|rrhrinL Heute Tonnerötag Äbd. Probe tm verein-local, zwang! Zuiammenk- (8310 Lomb. E^B.-Act. vuschthereder E^P^Aet. Elbthel-Behn-AcL Gotlherd-Behn-Act. Schwri»cr Norbnst^B^Ad. Weinzer (L=8>ÄcL Marienburger L-V^Set. frtU pn ktt: 50 Pfennig. 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