henkt en. m Simmet und Zubehör ej** per Ä LM. Bleichstrahe 16._ sFamiltnilogls an rublot «Den. 3i_?ann, Kirchrnplad, 'ft^^imrath vermiethin. ‘ft PSSL -UiSSütai. S ®°%na 3 olwtt ug. abzeschl Corridor, auf '« Sttber, Buchhändler. BimrneTüiTSMlS ©arten ic. zu oermietber. Steinstrah( 88, ÄibtHiTbetTetöd t>et fpfiter zu vermieden. Dammstrabe 30. munß non 4 Zimmern mli .. Juli zu vttmtelhen ___________Weserstraße 7. !ogitz, 3 Zimmer im , Leute zu vermieihm. Bieichstraße 12. wrMrtöt 6 nmcr mit allem flubttfr, ttwdl zu nnmieiheu. Mi 'm Laden. (M iemere, lacke tzMenMan- 1 mit Zubehör ist zu vci" Natdanlaae 2®. it6 FamMnlogi« zu vn- __________Wieseekeriveg 3. Familienwohnung mit fünf > Wir bis «um 1. Juli Bahnhofstraße 57. LZwenstcin'sckn Hinterlasse 9lr. 9, eine neu her- M M S'Eer und ?ber später,u«kE« cursoerwalter I sreundiich- Wohnung vier tenantheil -c, perl. Nhu ffranksurterstroßc 43,1I ’Ov^^r'ne freUriDl’u). l>"?"^rmitckemZllbeb°l. 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Wir bitten um Auskunft über den derzeitigen Aufent« halt des Schuhmachers und Taglöhners Heinrich Muhly von Allendorf a. d. Lumda. Gießen, den 1. Mai 1893. Großherzogliche Staatsanwaltschaft. Schilling»Tr. Zweite Kammer der hessischen Stände. nn. Darmstadt, 3. Mai 1893. Die Verhandlungen werden heute fortgesetzt mit einem Antrag des Abgeordneten Lichtenstein und Genossen, die Bewachung der Rheindämme bei Hochwasser betreffend. Die Antragsteller wünschen, daß die Gemeinden befugt sein sollen, bezahlte Leute zum Dammwachdienste heran- ziehen und Dammwehren bilden zu können- ferner sollen die Wachmannschaften öfter als seither abgelöst werden, hauptsächlich weil bei weiteren Entfernungen der Dämme von den wachpflichtigen Gemeinden die Verköstigung der Mannschaft durch ihre Gemeinden sehr schwierig ist. Dieser Wachdienst wurde seither unentgeltlich versehen. Die Großh. Regierung kann diesen Anträgen aus technischen Gründen nicht zustimmen, behält sich jedoch vor, von Fall zu Fall in dieser Sache zu entscheiden. Der Ausschuß stimmt der Regierung nicht zu, sondern beantragt, Großh. Regierung zu ersuchen, je auf Erfordern der betheiligten Gemeinden, einerlei, ob diese eine Bevölkerung unter oder über 2000 Seelen haben, den zur Bewachung der Dämme Verpflichteten eine Vergütung in der Höhe des ortsüblichen Tagelohnes aus der Gemeindekasse zu gewähren. Die Kammer stimmt diesem Anträge zu. — Eine längere Debatte entspinnt sich über den Antrag des Abg. Haas auf Uebernahme der höheren Bürgerschule zu Gernsheim a. Rh. als Realschule auf den Staat, sowie staatliche Unterstützung der erweiterten Volksschulen in den Landstädten und größeren Landgemeinden des Landes. Geh. Staatsrath Knorr widerspricht diesem Anträge als viel zu weitgehend. Die Regierung sei nicht in der Lage, diese bedeutenden Kosten auf den Staat zu über» nehmen. Der Ausschuß beantragt, Großh. Regierung zu ersuchen, zum Zwecke der Unterstützung und Förderung von solchen erweiterten Volksschulen, welche bestimmte, die Lebensfähigkeit und Tüchtigkeit derselben in sich schließende Bedingungen erfüllen, sich für die Uebernahme der Gehalte der ersten Lehrer dieser Anstalten auf die Staatskasse auszusprechen und einen angemessenen Betrag in das nächste Staatsbudget einzustellen. Für den Ausschußantrag sprechen die Abgeordneten Breimer,Steinhöfser, Schröder, Friedrich, Haas, gegen denselben die Abgeordneten Ullrich, Bergstr äß er, Muth und P sann stiel. Die Kammer nimmt jedoch den Antrag des Ausschusies mit großer Majorität an. — Die Vorlage der Großh. Regierung, den Abbruch des Regierungsgebäudes zu Gießen und dieJnstand- setzung des Heidenthurmes daselbst, gelangt nochmals zur Berathung. Der Ausschuß beantragt nunmehr, Großh. Regierung zu ermächtigen, das ehemalige Regierungsgebäude sammt dem Heidenthurme mit dem s. Z. für die Niederlegung vorgesehenen Betrage von 9900 Mk. der Stadt Gießen in Eigenthum zu überweisen, wofür diese verpflichtet sein solle, das Regierungsgebäude, sowie den Heidenthurm unter Aufwendung eines Betrages von 40,000 Mk. wieder herzustellen und einem die Interessen der Provinz Oberhessen fördernden gemeinnützigen Zwecke, der Unterbringung der auf die oberhesfische Geschichte Bezug habenden Sammlungen dienstbar zu machen, sowie für alle Zeiten entsprechend zu unterhalten. Die Kammer genehmigt diesen Antrag. — Die von der Großh. Regierung eingebrachte Nachforderung für di-e Nebenbahnlinie Offenbach-Reinheim, ferner für eine Stichbahn von Dietzenbach nach Bieber, sowie für Herstellung einer Verbindungsbahn nach dem Offenbacher Hafen im Betrage von 1,450,000 Mk. findet nach dem AuS- ichußantrage die einstimmige Annahme des Hauses. — Ein Antrag des Abg. Theobald und Genossen, auf Abänderung der Art. 141 und 142 des Berggesetzes, Ersatzansprüche eines durch den Bergbau verursachten Schadens, hier die Geltendmachung derselbeminnerhalb dreier Jahre beim Provinzialausschuß, findet nach dem AuSschußantrage einstimmige Annahme, nicht so eine Rückäußerung erster Kammer bezüglich des Gesetz-Entwurfes, den Ersatz des Wildschadens betreffend. Trotz warmer Befürwortung des Regierungsvertreters, Ministerialraths Emmerling, beharrt die Kammer auf ihren früheren Beschlüffen und lehnt den Entwurf mit 25 gegen 12 Stimmen ab. Der Gesetz- Entwurf, betreffend die Ausübung der Gemeindejagden, gelangt mit geringer Majorität zur Annahme, während fast einstimmig der Waith'sche Antrag auf Aufhebung der Schonzeit des Dachses, und entgegen dem Beschlüsse erster Kammer zur Annahme gelangt. — Schluß 2 Uhr. Morgen früh 9 Uhr Sitzung. Deutscher Reichstag. 88. Sitzung. Mittwoch, 3. Mai 1893. Zweite Lesung der Mititärvorlage. ES liegen drei Anträge — AlthauS (dsr.), v. Huene ((Str.) und Graf Preising — vor. Referent Groeber gibt einen kurzen Bericht der Beschlüsse der Commission und schließt, wenn auch jetzt unter den Parteien Zwiespalt herrsche, im Falle der Gefahr werde der Feind ein einiges deutsches Volk finden. Reichskanzler Graf v. Caprivi dankt den stets regierungs- reundlichen Conservativen. Die Regierung sei der festen lieber: zeugung, daß das jetzige Heer nicht mehr ausreicht. Man müsse »enjenigen, deren Beruf es ist, sich mit militärischen Dingen zu bc- chästtgen, ein größeres Berständniß zutrauen und mehr Gehör chenken als Laien. Alle jrtztgen Heerführer feien darüber einig, daß das jetzige Heer nicht ausreiche. Die BundeSregierungm sind der Ansicht, daß es sich um die Existenz Deutschlands handle. Die Regierung wird alle Mittel anwenden, um die Verstärkung der Armee zu erreichen; der Frieden könne nur dadurch erhalten werden. Auch Fürst Bismarck habe die Ueberzeugung gehabt, daß man das Heer weiter verstärken müsse. Da eine Concurrmz der Mächte auch in Bezug auf die Rüstungen bestehe, so sei es keiner Macht möglich, abzurüsten. Keine Macht dürfe im Rüsten einhalten, da ein Stehenbleiben aus dem Gebiete ein Rückschritt sei. Man habe nicht die Absicht einer politischen Offensive, aber man müsse in der Lage sein, den Krieg sofort bei Ausbruch in das Feindesland verlegen zu können. Die politische Lage habe sich seit 1890 nicht verändert, nach der eventuellen Ablehnung der Vorlage werde aber eine Aenderung der Lage vor sich gehen. Die Bundesregierungen seien über den Com- promißantrag Huene noch unschlüssig, für Preußen sei er jedoch eine annehmbare Lösung. Die Regierung werde auch später nicht weiter entgegenkommen. Kriegsminifier v. Kaltenborn-Stachau bittet, möglichst die Vorlage der Regierung anzunehmen. Frhr. v. Huene (Ctr.) begründet das Einbringen des Antrages damit, daß er größere Machtmittel zur Erhaltung der Stellung Deutschlands für nothwendtg gehalten habe. Frhr. v. Manteuffel (cons.) und Abg. Richter (bfr.) beantragen die Vertagung des Hauses, da der Antrag Huenes erst heute etngegangen sei. Das Haus vertagt sich auf Donnerstag 1 Uhr. Ueucfte Nachrichten. Wolffs telegraphisches Correspondenz-Bureau. Berlin, 3. Mai. Die „Nordh. Allg. Ztg." schreibt, der Antrag Huene zur Militärvorlage sei als ein glücklicher Versuch zur Lösung der Krisis anzusehen- derselbe gewähre die sämmtlichen geforderten Formationen, welche nöthig seien, um die mit Aufhebung der dreijährigen Dienstzeit verbundene Schwächung der Heeresorganisation zu vermeiden. Der Antrag sichere eine Verjüngung der Feldarmee im Kriegsfälle. Einzelheiten und Abstriche anlangend, so fielen dieselben organisatorisch nicht sehr ins Gewicht. Der Antrag Huene zeige event. für die verbündeten Regierungen, jedenfalls aber für diejenigen Reichsboten einen gangbaren ^Weg, welche selbst unter Preisgeben liebgewordener Grundsätze der Sorge für die Sicherheit des Vaterlandes unter allen Umständen den ersten Platz einzuräumen gewillt seien. Der Antrag Huene bedeute eine Verständigung in Ehren. Berlin, 3. Mai. Der verstorbene Staatssecretär im Reichsjustizamt Hanauer wurde heute Nachmittag vom Trauerhause, Voßstraße 5, aus nach dem katholischen St. Hedwigs-Kirchhof in der Liesenstraße zur letzten Ruhe bestattet. Unter den zahlreichen Kranzspenden befand sich auch ein vom Kaiser übersandter Kranz. Der Bundesrath, das gcsammte Ministerium und das diplomatische Corps sanden sich zur Trauerfeier ein, an der Spitze der Reichskanzler Graf von Caprivi. Ihnen schlossen sich zahlreiche Abgeordnete beider Parlamente und viele andere Vertreter amtlicher Kreise an. Nachdem der durch königliche Opernsänger verstärkte Kirchenchor von St. Hedwig die einleitenden Trauergesänge ausgeführt hatte, erfolgte die Einsegnung der sterblichen Hülle durch den Probst und hierauf die Ueberführung nach dem Friedhof. Der Galawagen des Kaisers eröffnete die lange Reihe der Wagen. Kiel, 3. Mai. Der „Kieler Zeitung" zufolge wurde ein Ruderboot des Schiffsjungenfchulschiffes „Moltke" von dem Dampfer „Helene" angerannt. Wie verlautet, wären mehrere Schiffsjungen ertrunken. Dortmund,3.Mai. Bei der Reichstags-Ersatzwahl für den Wahlkreis Arnsberg 6 (Dortmund) erhielten bis jetzt Möller (natl.) 12561, Lensing (Ctr.) 10486, Tölcke (Soc.) 12684, Eickhoff (bfr.) 1546, Kohn (Demokrat) 245 und Dr. König (Antisemit) 525 Stimmen. ES findet eine Stich* wähl zwischen Möller und Tölcke statt. Bern, 3. Mai. Der deutsche Gesandte Busch begab sich zum Bundespräsidenten, um ihm im Auftrage des Kaisers speeiell für den sympathischen Empfang zu danken. Bern, 3. Mai. Der Kaiser richtete folgendes Telegramm an den Bundespräsidenten Schenk: „Es liegt mir am Herzen, Ihnen beim Verlassen des Schweizer Bodens meinen und der Kaiserin aufrichtigsten Dank für die freundliche Begrüßung Seitens des Bundesrathes und für den sympathischen Empfang, der uns Seitens des Schweizer Volkes zu Theil geworden, zu wiederholen und Ihnen als dem Repräsentanten der Schweiz und ihrer Bürger meine besten Wünsche für die Gegenwart und Zukunft des Landes auszusprechen. Wilhelm." Budapest, 3. Mai. Heute Morgen traf der Kaiser Franz Joseph am hiesigen Bahnhof ein. Anwesend waren Dr. Wekerle und sämmtliche übrigen Minister, viele Abgeordnete ohne Unterschied der Partei, Bischöfe und Gemeindevertreter. Es fand eine enthusiastische Begrüßung statt. Der Kaiser sprach mit Wekerle, Tisza und dem Bürgermeister, reichte den Ministern und dem Erzbischof die Hand. Der Kaiser fuhr sodann in einer Hofequipage in die Hofburg. Petersburg, 3. Mai. Die Nachrichten auswärtiger Blätter von ungünstigen Ernteaussichten und von einem beabsichtigten Roggenausfuhrverbot werden für falsch erklärt. Infolge des späten Frühjahrs ist absolut kein Grund vorhanden, schon von schlechten, selbst von mittleren Ernteaussichten zu sprechen. In Podolien, sowie in den Gouvernements von Kiew und Cherson ist der Saatenstand zwar unbefriedigend, dagegen aber im Kaukasus, im Dongebiet, in Charkow, in Jekaterinoslaw und Poltava ein vorzüglicher. Im übrigen Rußland liegt noch Schnee. Bei der ungeheueren Ausdehnung Rußlands ist stets in einzelnen Landstrichen eine Mißernte, was die Gesammternte indessen absolut nicht zu beeinträchtigen braucht. Depeschen de« Bureau .Herold". Berlin, 3. Mai. Dem Seniorenconvent des Reichstages wurde von der Regierung mitgetheilt, daß im Falle der Ablehnung der Militärvorlage der Reichstag sofort ausgelöst würde, auf Erledigung der noch ausstehenden Gesetzentwürfe werde verzichtet. Berlin, 3. Mai. Graf Ballestrem hat den Vorsitz der Centrumsfraction niedergelegt. Berlin, 3. Mai. Wie Me „Nordd. Allg. Ztg." meldet, werden gegenwärtig regierungsseitig Erhebungen angestellt über den Umfang der Berufung in Strafsachen bezüglich der Richter und der Kosten. Berlin, 4. Mai. Die freisinnige Fraction hat sich in ihrer gestrigen Abendsitzung dahin geeinigt, geschlossen gegen den Antrag v. Huene zu stimmen- nur Hinze machte einen Vorbehalt. Berlin, 4. Mai. In parlamentarischen Kreisen wurde gestern Abend die Auflösung des Reichstages als sicher betrachtet. Nürnberg, 3. Mai. Nach einer Meldung des „Fränk. Kurier" aus Berlin stimmen 14 Freisinnige dem Antrag Huene zu. Pari«, 4. Mai. Mehrere Blätter berichten über eine Spaltung in dem deutschen Centrum und sagen, die Militärvorlage würde dadurch angenommen. Chicago, 3. Mai. Drei deutsche Journalisten, welche bei der Eröffnungsfeier wegen des Besteigens der Präsidenten-Tribüne verhaftet worden waren, wurden wieder freigelaffen. ______________ Potsdam, 4. Mai. Der Kaiser fuhr gestern Abend nach Ankunft im neuen Palais alsbald mit Sonderzug nach Berlin, verweilte längere Zeit beim Reichskanzler und kehrte alsdann zum neuen Palais zurück. Locales unfc provinzielles. Sieben, 4. Mai 1893. ** Am 1. Mai beehrte der Chef der Forstabtheilung im Ministerium der Vereinigten Staaten in Washington, Herr Fernow, das hiesige Forstinstitnt mit einem Besuche in der Absicht, Objecte für die Chicagoer Weltausstellung, insbesondere einige Cartons aus dem Cotyledonen-Album und Reliefkarten aus der Umgebung Gießens zu gewinnen. Herr Fernow besichtigte die reichen Sammlungen, besuchte die Versuchsflächen im Walde und den akademischen Forstgarten. Ob ihm die besonders gewünschten Gegenstände von Seiten der Direktion des Forstinstituts für die Weltausstellung zugefagt worden find, konnten wir nicht erfahren, wohl aber können wir mittheilen, baß fich Herr Fernow über alle- Gesehene nußerordemlich befriedigend ausgesprochen hat. Da» Re-ierungsgrbaude auf de» Caufleiberg soll nach dem in gestriger Sitzung der zweiten Kammer gefaßten Bc« schluffe in das Eigenthum der Stadt Gießen übergehen. Be- dingung ist, daß die Stadt nach gleichzeitig erfolgender Ueber- Weisung des ursprünglich zur Niederlegung deS Gebäudes bestimmten Staatsbeitrages von 0900 Mk. mit einem Auf« wände bis zu 40,000 Mk das Gebäude nebst dem Heiden« thurme herstellt. Die Gebäulichkeiten sollen später die auf die Geschichte der Provinz Oberheffen Bezug habenden Samm lungen aufnehmen. *» Nene« Theater. Verdis herrliche Oper „Der Troubadour" geht heute Abend nach sorgfältiger Bor« bereitung, die in vielen Proben bestanden, zum ersten Male in Scene. Es wird unS wohl so bald nicht wieder Gelegenheit geboten, eine so vorzügliche Oper mit solch guten Kräften, wie wir sie gegenwärtig an unserer Bühne besitzen, zu hören. Wie man unS mittheilt, wird in den Comparsen der Oper das gesammte Personal Mitwirken und ist in unserem trefflichen Orchester unter Leitung des Theater-CapellmeisterS Frenzel auch die Gewährleistung vorhanden, daß neben dem vocalen auch der instrumentale Theil des großartigen Werkes zur vollsten Geltung gelangen wird. Theater. Morgen Freitag folgt eine zweite und letzte Aufführung des vortrefflichen Lustspieles „Zwei glückliche Tage". Eine solche wurde vielfach gewünscht. Wir empfehlen jedem Freund deS Theaters und der heiteren Muse, die morgige Vorstellung nicht zu versäumen. Daß sich die meisten der Theaterbesucher, welche die erste Aufführung sahen, wieder einfinden dürften, ist wohl anzunehmen. Das Lustspiel ist eine der brillantesten Novitäten, die zur Zeit daS Repertoire beherrschen. Sonntag den 7. Mai wird Herr Director BaarS auch im Etabliffement „Steins Garten" eine Vorstellung veranstalten, nachdem Herr Stein seinen Saal bereitwillig zur Verfügung gestellt hat und findet Nachmittags zu kleinen Preisen eine Extra-Familen- vorstellung statt, während Abends eine Opern Vorstellung stattfinden wird. •* * Bon deutschen Hochschulen. Von den juristischen Aacnltäten deö Deutschen Reiches sind in der Zeit von Ostern 1887 bis Ostern 1892, wie wir aus dem soeben erscheinenden Werke: „Rechtsforschung und RechtSunterricht auf den deutschen Universitäten", herauSgegeben von Prof. O. Fischer in Breslau, ersehen, folgende ordentliche Doctor- promotionen vollzogen worden: im Jahre 1887/88 309, 1888/89 290, 1889/90 315, 1890/91 327, 1891/92 375. Hieran sind die einzelnen Universitäten in den eben genannten Jahren mit folgenden Zahlen betheiligt: Berlin mit 7, 11, 14, 7, 10; Bonn mit 1, 0, 2, 2, 2; Breslau mit 2, 2, 5, 3, 2; Erlangen mit 3, 1, 5, 19, 36; Freiburg mit 1, 3, 1, 1, 1 ; Gießen mit 2, 0, 0, 1, 1; Göttingen mit 41, 31, 21, 31, 45; Greifswald mit 0, 1, 2, 0, 6, Halle mit 2, 1, 6, 5, 1; Heidelberg mit 89, 85, 102, 73, 79; Jena mit 81, 61, 66, 62, 62; Kiel mit 0, 0, 0, 1, 0; Königsberg mit 1, 1,1,1, 0; Leipzig mit 59, 70, 75, 100,115; Marburg mit 0, 3, 0, 2, 0; München mit 9, 8, 5, 2, 4; Rostock mit 1, 3, 1, 5, 1; Straßburg mit 3, 6, 5, 7, 6; Tübingen mit 4, 3, 3, 1, 7; und Würzburg mit 3, 0, 1, 4, 7 Promotionen. ♦* Landes. Brandverficherungs - Anstalt. Der Stand der Anstalt ist folgender: DaS Brand-Versicherungs-Capital betrug Ende 1892 im Großherzogthum 1 999 876 430 Mk.; es hat sich in dem erwähnten Jahre vermehrt um 35085320 Mk. oder um 3,01 pEt. und zwar in den fünf größeren Städten, nämlich in Mainz (3606290 Mk.), Darmstadt, Offenbach, WormS und Gießen. In Bezug auf den absoluten Zuwachs an BrandversicheruugS-Capital steht Mainz obenan. WaS dagegen den verhältnißmäßigen Zuwachs betrifft, so findet man WormS in erster Reihe, wo in dem abgelaufenen Jahre wieder eine rege Bauthätigkeit geherrscht hat; Mainz kommt erst an fünfter Stelle. Die Umlage - Capitalien, welche auS den DersicherungS - Capitalien einschließlich der Zuschlags« (Kapitalien bestehen, berechnen sich wie folgt: In der Provinz Oberheffen auf 326 477 560 Mk., Starkenburg 507 265 580 Mk., Rheinheffen 452 502 450 Mk., zusammen 1286 335 590 Mk. Aus Mainz entfällt da wieder die größte Summe, nämlich 158930 520 Mk. Für den Ausschlag an Brandverficherungs ■ Beiträgen kommen jedoch nicht diese Gesammt-Umlagecapitalien, sondern die nach Maßgabe der Bestimmung deö Artikel 18 des Gesetzes zu reducirenden Umlage-Capitalien in Anwendung. Für 524 Brände sind im Jahre 1892 im Ganzen zur Zahlung angewiesen worden: 926 322.81 Mk.; während eS 1891 nur 830511.36 Mk. waren. Auf den Kreis Gießen entfiel die größte Vergütung. Im Juli waren die meisten, im Januar die wenigsten Brand« fälle zu verzeichnen. Die Großh. BrandversicherungS-Kammer stellt den Antrag, auf daS Umlage Capital nach dem Stande zu Ende 1892 einen Beitrag von 9 Pfennig von je 100 Mk. Umlage-Capital auSzufchlagen. *• Hür die weitesten Kreise dürste eine gerichtliche Entscheidung über Zeugengebühren von Interesse sein, die ein Fabrikbesitzer in B vor einiger Zeit durchgesetzt hat. Bekanntlich erhalten Zeugen, welche selbstständig sind, also Handwerk-meister, etablirte Kaufleute, Aerzte u. s. w., feine Entschädigung und zwar mit der Begründung, daß eS bei diesen selbstständigen Herren keinen Maßstab für die Beur« cheilmig deS Schadens gibt, den sie durch die Zcitversäumniß erlitten. Mit dieser Begründung war auch die Liquidation deS Fabrikbesitzers, der als Zeuge aus dem Criminalgrrichte volle fünf Stunden hatte versäumen müffen, abgewiesen worden. Dieser aber bernhigte sich hierbei nicht, sondern verklagte daS Gericht, indem er darlcgtt, daß auch für die Zeugen, die einer Selbstständigkeit sich erfreuen, ein Maßstab vorhanden sei, nämlich die Einkommensteuer. „Der Staat hat," so führt unser Gewährsmann aus, „laut beiliegender Quittung mit einem Jahreseinkommen von 5000 Mk. mich eingeschätzr. Für den Tag beläuft fich mithin nach der Ueberzeugung des Staates mein Einkommen auf Mk. 13.70, pro Stunde — den Tag zu zehnstündiger Arbeitszeit gerechnet — also Mk. 1.37 und da ich fünf Stunden versäumt, so beanspruche ich neben den entstandenen Reisekosten nach dem Maßstabe, den einem hohen Gerichtshof der Staat selbst an die Hand gegeben, Mk. 6.85 Zeugengebühr." Diesen Auseinandersetzungen llimmte der Gerichtshof bei und der FiScuS wurde zur Zahlung der Zeugengebühr im Betrage von Mk. 6.85 verurtheilt. *♦ Der verflossene April steht in Bezug auf Trockenheit einzig da. Don sämmtlichen 540 Monaten der Jahre 1848—1892 find nur der Januar 1848, der November 1853 und der Februar 1890 an Trockenheit dem vergangenen April vergleichbar. Die Ursache dieser Trockenheit, die keineswegs auf Nordwestdeutschland beschränkt erscheint, ist lediglich in der Dertheilung deS Luftdruckes zu suchen. Ausgedehnte Gebiete hohen BaromiterstandeS lagerten anhaltend über dem mittleren und nordwestlichen Europa, während niedriger Luftdruck über Rußland und Südwest Europa verweilte. Der niedrige Luftdruck in den Gebieten der sogenannten .barometrischen Depressionen bringt aber bekanntlich vorzugsweise Regen; in Folge deffen fielen in jenen Gegenden Europas erhebliche Niederschläge, während solche bei unS auSblieben. AuS der langen Trockenheit, in Verbindung mit der ungewöhnlich hohen Temperatur des gegenwärtigen Frühjahrs, hat man in vielen Kreisen deS Publikums auf einen nachfolgenden heißen und trockenen Sommer geschloffen. Wiffenschaftlich ist eine solche Schlußfolgerung indeß nicht berechtigt, schon deß- halb, weil bei unS kühle Sommer häufiger austretcn als warme. Ueber gewiffe Gesetzmäßigkeiten im Wechsel der Witterung aufeinanderfolgender Jahreszeiten hat der Berliner Meteorologe Profeffor Hellmann Untersuchungen angeslellt, welche sich auf die Beobachtungen zu Berlin von 1719 bis 1880 stützen. Er fand, daß nach einem mäßig milden Winter am wahrscheinlichsten ein kühler Sommer folgt, daß aber nach einem sehr milden Winter am wahrscheinlichsten ein warmer Sommer zu erwarten ist. Ferner, daß aus einen mäßig kalten Winter am wahrscheinlichsten ein kühler Sommer folgt, daß dagegen einem sehr kalten Winter ein sehr kühler Sommer wahrscheinlich nachsolgt. Sonach würde der kommende Sommer wahrscheinlicher kühl als warm sein. Anderseits ergeben die bisherigen Beobachtungen, daß sehr oft, wenn die Temperatur im April und Anfangs Mai über die normale hinausgeht, empfindliche Kälterückfälle kommen. Sie treten im Mai ausschließlich mit nördlichen und östlichen Winden auf, wenn hoher Luftdruck über den britischen Inseln und niedriger Druck über Scandinavien liegt. Die Kälte zeigt sich am frühesten in Schweden, dem Ostseegebiet und Ostdeutschland, nämlich durchschnittlich am 11. Mai, rückt dann am 12. und 13. Mai nach Mitteldeutschland vor und wird in Westfalen und am Rhein meist am 14. besonders bemerkbar. Diese Zeiten sind jedoch nur als Durchschnittsangaben zu betrachten, im Einzelnen schwankt die Erscheinung um mehrere Tage. f Lich, 3. Mai. Bei der heute stattgefundenen Ersatz- wahl für d en Gemeinderath wurde der vorhinige Beigeordnete Karl Zimmer mit überwiegender Majorität gewählt. t Lich, 3. Mai. In die hiesige Pfennigsparkasse wurden am letzten Sonntag 207 Mk. eingelegt. Diese Summe ist der höchste erzielte Wochenbetrag seit dem Bestehen dieses Instituts. f Münster bei Lich, 3. Mai. Don Seiten des Solmser Zweigvereins wurde heute hier ein Gustav-Adolfs fest abgehalten. Festprediger war Herr Pfarrer Walz auS Lang-Göns. Grüuberg, 2. Mai. Auf dem benachbarten Wart Hof ereignete sich gestern ein schrecklicher Unglücksfall. Ein Sohn des Besitzers fiel so unglücklich in eine im Gang befind- liche Häckselmaschine, daß ihm ein Theil der Nase vollständig weggeschnitten wurde. [:] Stumpertenrod, 3. Mai. Ein an einem hiesigen neuen Scheuerbau befindliches Gerüst stürzte zusammen. Sechs auf demselben beschäftigte Myurer wurden im Sturz mitgerissen. Glücklicherweise befanden sich die Arbeiter nur in der Höhe eines Stockwerkes. Sie kamen deshalb bis auf einen, der schwere Verletzungen erlitt, mit dem Schrecken davon. — Ein hiesiger Einwohner fiel von seinem Wagen, und die Räder gingen Über ihn hinweg. Außer anderen Verletzungen erlitt er noch einen Beinbruch. x Appenrod, 3.Mai. Der hiesiger Bürgermeister Wolf feierte am verflossenen Donnerstag sein 25jährigeS Dienstjubiläum. Herr KreiSrath v. Grolmann überreichte dem Jubilar den ihm von Sr. König!. Hoheit dem Großherzog verliehenen Verdienstorden für langjährige treue Dienste. Im Saale des Herrn Bürgermeisters nahm die Jubiläumsfeier einen sehr schönen Verlauf. Friedberg, 2. Mai. Gestern fand hier die feierliche Amtseinführung des Herrn Dr. gl Öring, der bekanntlich als Profeffor an daS hiesige Predigerseminar berufen worden, unter Betheiligung der Mitglieder der Anstalt und einer Anzahl geladener Gäste statt. Nach dem Gemeinde« gefang ergriff zuerst daS Wort Herr Oberconsistorialrath Profeffor Dr. Söftlin, indem er besonders darauf hinwieS, daß Herr Flöring zwar ungern von seiner Gemeinde in Darmstadt gegangen sei. aber dennoch geglaubt habe, der Bestimmung der oberen kirchlichen Behörde zu folgen und den ehrenden Ruf an» Seminar anzunehmen. AlSdann begrüßte Herr Geh. Kirchenrath Profeffor Dr. Diegel als Director der Anstalt den neuen Collegen, den er stolz fei, einst unter seinen Schülern gehabt zu haben. Zum Schluffe bedankte sich Herr Profeffor Dr. Flöring für die warme Teilnahme, die er gesunden und sprach den Wunsch und die Hoffnung au», daß er, selbst noch ein Lernender, da» Vertrauen, da» man auf feine Lehrthätigkeit setze, rechtfertigen könne. Der Gottesdienst schloß mit Gemeindegesang. — Später fand in dem etwa e/4 Stunden entfernten Offenheimer Wäldchen eine gemächliche Zusammenkunft statt, die den Tag würdig beschloß. D. Ztg. a. Friedberg, 3. Mai. Obstdaucurse an den pomologischenGärten der landwirthschaftlichen Winterschule zuFriedberg. 1) Der laufende Obstbau- curia» für Baum- und Straßenwäner in der Dauer von 10 Wochen, an dem 28 Schüler im Alter von 16—42 Jahreti theilnehmen, wird im August zu noch näher zu bestimmender Zeit fortgesetzt. 2) Dom 15. bi» 20. Mai d. I. findet ein RepetittonScursu» für Baum- und Straßenwäner statt, an welchem sich solche Baum- und Sttaßenwäner betheiligen können, welche längere Praxis nachzuweisen vermögen, ober bereit» früher einen ObstbaucurfuS besucht haben. Nach Beendigung desselben erhalten Diejenigen, welche die Schlußprüfung bestehen und mindesten» ein Alter von 20 Jahren besitzen, durch den Präsidenten deS Oberhesfischen Obstbau- Vereins ein hübsch auSgestattete» Diplom mit dem Titel „DereinSbaumwart de» Oberhessischen OdstbauvereinS". Bei diesem CursuS werden nur praktische Hebungen mit Belehrung in Frage und Antwort am Baum abgehalten und erstrecken sich dieselben auf Obstbaumpslege, Hochstamm- und Zwergobstcultur. Der CursnS ist honorarfrei 3) Am 10. Mai beginnt ein Obstbaueursu» für Freunde be» Obstbaue», zu welchem bereit» 20 Canbibaten bc» hiesigen Prediger- seminarS ihre Theilnahme angefünbigt haben. Derselbe bauert den ganzen Sommer hinburch, so daß die Theilnehmer Gelegenheit finden, die vollständige Behandlung und Pflege des Obstbaume» kennen zu lernen. Außer den protvfdien Hebungen, welche an zwei Wochentagen stattfinden, werden auch wöchentlich zwei Doi träge au» dem Gebiete berPstanzen- Physiologie und deS Obstbaues gehalten. DaS Honorar beträgt für Heffen 10 Mk., für Nichtheffen 15 Mk. 4 wird in diesem Sommer auf mehrfache Anregung von Herren Pfarrern im Laufe dieses Sommer ein wöchentlicher CursuS für solche abgehalten. Wegen Feststellung der Zeit beliebe man sich an Herrn Pfarrer Bernbeck in Nieder • Wöllstadt zu wenden, der die Vermittelung gütigst übernommen hat. Anmeldungen sind zu richten an den Vorsteher der Schule, Herrn Dr. von Peter. Mainz, 2. Mai. Gestern Nachmittag wurde durch eine in Mitten be« Rheins stehenbe Baggermaschine bie Leiche eines Mannes, die vollständig versandet war, au» dem Rhein auß gebaggert. Die Leiche lag bereits längere Zeit im Wasser und war daher völlig unkenntlich, während die Kleiber nur noch in Fragmenten vorhanben waren. Alzey, 1. Mai. Heute, Montag ben 1. Mai 1893, beging Herr Posthalter Erckmann, geb. 1. Mai 1799, al» ältester Bürger unserer Stabt, im stillen Kreise der Familie, bei voller Rüstigkeit des Geistes unb Körper», feinen 94. Ge« burtßta • Wetzlar, 4. Mai. Durch Allerhöchste Orbre vom 10. April b. IS. ist ben Herren Professoren Dr. Hamich unb Dr. Glaser bet Rang ber Räthe 4. Klasse verlieben worben. * Frankfurt a. M., 3. Mai. Zur Heberraschung eine« HauSeigenthümerS in ber Theobalbstraße fand er heute Dor« mittag bie beiben unteren Stockwerke feine» leerstehenden Hauses bewohnt. Im Erbgeschoß erklärte ber „neue Miether", er sei heimlich zur Nachtzeit eingezogen und würbe sehr gerne bie Wohnung, da sie ihm convenire, behalten, könne aber freilich keine Miethe zahlen. Unb die Partei" im ersten Stock erklärte, ebenfalls unter dem letzten Dor- behalt, sie habe bie Wohnung von bem Parterrebewohner gemietet. Die Freube der Miether, bie ben öontraci ohne den HauSwirth gemacht hatten, war nicht von langer Dauer. * Berlin, 2. Mai. Zwei junge Ausreißer, die bie Weltausstellung besuchen wollten, sinb beim Änlangcn be» Dampfers „Havel" in Newyork feftgenommen worden. Anfangs April waren ber 16jährige Secunbaner Paul K., Sohn eines in ber Potsbamerstraße wohnenben Rentner» und der fast gleichaltrige in ber PensionSanstalt untergebenste Ewalb B. auS Mogbeburg spurlos verschwunden unb au» einem zurückgelassenen Briefe be» « an seine Eltern ging mit ziemlicher Sicherheit hervor, baß sie ben Weg nach Amerika angetreten. ES würbe daher der Newyorker Sicher« heitsbehörde telegraphisch Mittheilung gemacht. In ihre« Besitze wurden noch etwa 1200 Mk. gefunden. » Aus bet Oberpfalz, 2. Mai. Der Selbstmord eine» Kinde« erregt in Neumarkt Aussehen. .Da» dreizehnjährige Mädchen de» Gerber« Neustädter verlor vor« gestern Abend ein Markstück. Die Mutter, die da» «ind überhaupt hart behandelt haben soll, soll e« heftig geschlagen haben unb ihm harte Strafen von Seiten bc« abwesenden Vater« in Aussicht gestellt haben. Da« Kinb wachte ich erneut mit Freunbinnen auf bie Suche nach bem Geldstück, ohne diese» zu finden. Gestern Morgen nun sand man da» Mädchen erhängt auf bem Dachboben be« Elternhauses. ♦ Kempten, 2 Mai. Brave Solbaten! Die hiesigen Jäger habenden Abgebrannten in Verlach sofort nach Bekanntmachung de« Unglück« 160 Laibe Brod, out deren Genuß sie verzichteten, zugeschickt. * Ulm» 1. Mai. Jugendlicher Ucbennutb hat gejtern einem 20jährigen Kaufmann den Tod gebracht. LYr vergnügte sich mit einigen Freunden ün „Steinhaus, einem beliebten AuSflugSpunkt von Ulm, unb ging mit diesen die Wette ein, für eine Flasche Wein über die Donau zu schwimmen. Raum hatten ihn jedoch bie Fluchen angenommen, ba verschwanb er ben Blicken der Umstehenden. Der Leichnam konnte noch nicht gesunden werden. • ein Athlet eee Waßertrepfe, befugt. Die Geschichte von ben Wassertropsen, welche bekanntlich besagt, daß viele bcrselben nach unb nach einen Stein auShöhlen, erfuhr unlängft * '^«»e. » «•ult 8* SttSi? m btt iL 0|,bö“’ von 16 C°1 her iU bohren üSjr ?!ÄL Her hg», 9q « , “ 2*™ £»£3! 0Dt E btm Titel Obstbauveuiits". 5 Hebungen mit Be- ? 66l?lttn "vd ?e/ Hochstamm, und reL 3)&ml0 * ?e§ Obstbaues, hiesigen Prediger- n- Derselbe dauert W* Theilnehmer *i| und Wege w bto MWn MMdw, ttabtti Gebiete brr Wanzen- • Das Honorar be> en 15 Mk. 4) n-irb >regung von Herren wöchentlicher EursnS >ng der Zeit beliebe in Nieder-Wöllstadt O übernommen hat. Vorsteher der Schule, ug wurde durch eine maschine die L e i ch e war, aus dem Rdein reits längere Zeit im h, während die Kleider irtn. ) den 1. Mai 1893, eb. 1. Mai 1799, al» n Kreise der Familie, rpers, seinen 94. Ge- erhüchsre Ordre vom ssoren Dr. Dänisch che 4. Klasse verliehen ir Uebemschung eines ge sand er heute Bor- e seines leerstehenden erklärte der „neue eingezogen und würde jt convenire, behalten, i. Und die . Partei' iter dem leßten Bor- tm Partembewodm' ie den Conrrace ohne ;t von langer Dauer. t Ausrrihn, vk slud dem saugen sestgeuvmmru wv^ew Tremdauer Paul K., „Sanfialt «W'* । gemacht- \) «* “XÄ*1“' iwf.W inW"", - i 20».** ” , bat jii11” Urfn*™ ’ 6, t«’ r- j> ft dÄ«n61 «»* s"u. -Donau 5“ nicken «w ®ttb®it S-E rrfi eine neuerliche Bestätigung durch eine originelle Wette, welche kürzlich in einem Wiener Bergnügungs Etablissement zwischen einem amerikanischen Artisten und einem Wiener Athleten ausgetragen wurde. Der Amerikaner wettere nämlich um eine ansehnliche Summe, daß der Athlet nicht im Stande sei, einen Liter Wasser tropfenweise aus der Höhe von drei Fuß aus leine flache Hand fallen zu lassen. Lachend ging der Kraftmensch, der keine allzu zarte Damen- Hand besitzt, auf den Spaß, wie er sagte, ein und die ganze -Gesellschaft hielt die Wette für den Amerikaner schon für verloren. Das Wasserquantum wurde abgemeflen und in ein entsprechendes, mit einem dünnen Abflußrohr versehenes Blechgefäß hineingegosien. Sodann wurde auch die Tropf« distanz fixirt und das Geduldspiel begann. Bis 300 war schon unter allgemeiner Stille gezählt worden und ebenso« viele Wassertropfen waren auf die Handfläche des Athleten niedergefallen. Derselbe wurde immer röther im Gesicht, verbiß anfangs den Schmerz, den er empfand, konnte es ober, nachdem etwa 420 Tropfen auf seine Hand herabge« träufelt waren, nicht mehr aushalten. Seine innere Handfläche war sehr stark entzündet und an einer Stelle sogar die Haut gesprungen und das blutende Fleisch blosgelegt. Und doch war erst ein kaum merklicher Theil des Liters Wasser aus dem Blechgefäß verschwunden . . .! Die Gesellschaft konnte sich vor Erstaunen kaum fassen und am ver- wundertsten war der Athlet selbst. Nach physikalischen Gesetzen ist dies durchaus nichts Wunderbares. * Panl Wallol und das Reichstagsgebäude. Die aus Nom mitgetheilte Aeußerung des Kaisers über das neue Reichstagsgebäude in Berlin konnte in der Form, in der sie gemacht worden, leicht den Eindruck hervorbringen, als richte sich ihre polemische Spitze gegen Paul Wallot, den Architecten dieses Baues. Dies wäre schon aus einem ganz bestimmten Grunde gefehlt. Der Kaiser spricht den Wunsch aus, die deutschen Architecten möchten nach Italien gehen, um dort zu studiren, und in Fachkreisen ist es allgemein bekannt, daß gerade Wallot den größten Theil seiner freien Zeit forschend und studtrend in Italien verbringt. Aus der Fassung jedoch, in der der Ausspruch wiedergegeben wird, geht noch deutlicher hervor, daß der Kaiser ganz wohl die eigentlichen Ursachen kennt, aus denen die Ausführung des Reichstagsgebäudes leider weit hinter den genialen Plänen Wallots zurückbleibt. Der Kaiser bemerkte nämlich, die römischen Imperatoren hätten es gut gehabt, weil das Nichtvorhandcnsein von Baucommissionen ihnen Schwierigkeiten ersparte. Wie man allgemein weiß, liegt auch an der Baucommission des Reichstagsgebäudes die Schuld, daß das große architectonische Unternehmen gerade in einem Hauptpunkte verunglücken mußte: in der Anlage der Kuppel. Im Plan des Architecten genügend hoch bemesien, sodaß sie den Bau wirklich als ein weithin sichtbarer Abschluß beherrschte, mußte diese Kuppel auf Forderung der Eommission um einen erheblichen Theil abgeflacht werden. Daraus entsteht nun der Uebelstand, daß die Kuppel von den vier Eckthürmcn erdrückt wird, daß sie, von gewissen Seiten aus betrachtet, in das Dach einsinkt, kurz, daß sie zu dem sonst wohlgegliederten Bau nicht paßt. So ist es also die Baucommission des deutschen Reichstagsgebäudes, deren Fehler der Kaiser im Botschaftspalais zu Rom mit Recht gerügt hat. ♦ Influenza und Cholera. Seit einiger Zeit beginnt sich an manchen Orten die Influenza wieder bemerkbar zu machen, und die Befürchtung ist somit nicht von der Hand zu weisen, daß diese Krankheit auch im gegenwärtigen Jahr weitere Verbreitung finden werde. Leider wird ihre Gefährlichkeit namentlich im Vergleich mit der Cholera im Publikum immer noch vielfach unterschätzt, und cS dürfte daher zeitgemäß und nützlich sein, zu sehen, wie sich im vorigen Jahr der Gesahrenunterschied zwischen Cholera und Influenza auf dem Gebiet der Lebensversicherung ausgedrückt hat. Den sämmt- lichen deutschen LebensversicherungS - Gesellschaften erwuchs aus der vorjährigen Choleraepidemie ein Gcsammtsckaden von 239 226 Mk., dem wir in Ermangelung einer bezüglichen Statistik leider die durch die Influenza verursachte Schadenziffer nicht gegenüberstellen können. Wie sich das Derhältniß im Ganzen aber ungefähr stellt, ersehen wir aus den Ziffern einer der größten deutschen Gesellschaften, der Lebens« Versicherungsgesellschaft zu Leipzig. Diese hat im Jahre 1892, trotz ihres großen Versicherungsbestandes, nur 2 Cholera- todessälle mit 13 000 Mk., dagegen für 43 durch Influenza verursachte Todesfälle 362900 Mk. zu bezahlen gehabt. Für Manchen mögen diese Erfahrungen überraschend feinste erklären sich aber daraus, daß die Cholera sporadisch auftritt und ihre Opfer in den weniger bemittelten Bevölkerungsschichten sucht, während die Influenza sich gleichzeitig über weite Gebiete erstreckt und weder Arm noch Reich verschont. * 68 gibt keine Entfernungen mehr. Die Telephon- leltungen werden auf immer weitere Entfernungen ausgedehnt und dürfte bald die Grenze der Entfernung, bei der die Verständigung vermittelst der bisher bekannten Fernsprech-Apparaten noch möglich ist, erreicht sein. Newhork und Chicago sind durch Telephonleitung verbunden und diese Leitung ist erst vor Kurzem durch den Anschluß von Boston bedeutend verlängert worden. Gespräche zwischen Newyork und Chicago, resp. Boston, sind noch gut verständlich zu führen. Die Länge der Leitung zwischen Chicago und Boston beträgt allein über 300 deutsche Meilen. Die angeführte Telephon-Verbindung ist bisher die längste der Welt. Aber auch in Deutschland werden wichtige Erweiterungen des Fernsprechverkehrs geplant. So sollen Berlin, Kaffel und Frankfurt a. M. mit einer Abzweigung nach Köln telephonisch verbunden werden. Ein weiterer Plan besteht, Berlin mit Rom über Triest und ebenso Berlin über Köln, Brüssel mit Paris zu verbinden. In Schweden ist der Fernsprechverkehr ebenfalls sehr entwickelt und wird jetzt die Verbindung von Stockholm und Christiania in Angriff genommen. Die Engländer beabsichtigen, London mit Edinburg, Glasgow und Dublin zu verbinden. ♦ Gehört die Georgine in ein Brautbovqvet? Diese Frage hat, dem „Graudenzer Gefell." zufolge, zu einem Prozeß geführt, der in diesen Tagen in Könitz entschieden worden ist. Der Lehrer L. wollte Hochzeit feiern und bestellte sich bei dem Gärtner 2). ein Brautbouquet zum ver« einbarten Preise von 7 Mk. Es war im Herbste, wo Rosen und Camelien knapp sind. Der Gärtner wußte sich zu helfen und nahm weiße Georginen ins Bouquet. Hiermit waren aber die Braut und deren Angehörige durchaus nicht einverstanden, sie machten dem Bräutigum bittere Vorwürfe und wiesen mit Entrüstung ein Bouquet znrück, das Georginen enthalte, Blumen, die einer Braut zum Gange an den Altar zu schenken, eine Beleidigung sei. Dem armen Bräutigam blieb nichts weiter übrig, als das verschmähte Bouquet an den Gärtner zurückzusenden,- selbstverständlich verweigerte er nun auch die Bezahlung. Der Gärtner verklagte den jungen Mann, letzterer stellte aber Sachverständige, dte bekundeten, daß sie die Georginen ebenfalls nicht für geeignet halten, zu einem Brautbouquet verwendet zu werden. Der Gärtner ward abgewiesen. Hiermit nicht zufrieden, legte er Berufung ein, nun auch seinerseits Sachverständige, und zwar aus fernen Orten, vorschlagend- auch der Beklagte stellte neue Sachverständige- das Gutachten lautete aber wiederum: die Georgine gehört nicht in ein Brautbouquet. Demgemäß erkannte auch das Landgericht in zweiter Instanz auf Abweisung der Klage und legte dem Gärtner alle Kosten zur Last, die nebst Anwaltsgebühren eine in Anbetracht des Streitobjectes recht nette Summe, etwa 300 Mk., betragen. * In welchem Falle ist die Reclame strafbar? Daß eine angemessene Reclame zweifellos ihre Berechtigung hat und in den meisten Fällen auch wirksam ist, wird Niemand bei den heutigen Verkehrsverhältnissen bestreiten wollen. Weniger bekannt dürste sein, daß, wenn des Guten zu viel gethan wird, auch der Strafrichter einschrciten kann. Dies mußte vor einiger Zeit ein Berliner Kaufmann an sich erfahren. Dieser begnügte sich nämlich nicht mehr mit der Sitte, seine Geschäfts« empfehlungen in Form von Telegrammen durch Boten ver- theilen lassen, sondern er faltete auch die Zettel genau wie Telegramme zusammen, versah dieselben mit einer blauen Prägeoblate und adressirte sie, genau wie die wirklichen Tele^ gramme, mit Blaustift. Also Reclame um jeden Preis. Auf diese Weise wurde der Empfänger gewissermaßen moralisch gezwungen, der Reclame Beachtung zu schenken. Die Ver- waltungs- wie die richterlichen Behörden sanden aber dieses Mittel als zu weitgehend und als eine große Belästigung des Publikums und verurtheilten den Kaufmann wegen „groben Unfugs" zu 50 Mk. Geldstrafe. * Eine hübsche Kahengeschichte erzählt eine Leserin der „Tägl. Rundsch.": Es giebt Fälle, und die sind gar nicht so selten, wo das Thier den auf seinen Verstand pochenden Menschcn übertölpelt, wie es mir kürzlich mit meiner Katze passirte. Ich war in der Küche damit beschäftigt, Beefsteaks zu klopfen. Pussi, die dieses Geräusch sehr genau kennt, weil sich die angenehmsten Erinnerungen an gelegentliche Fleisch abfälle für sie daran knüpfen, erschien denn auch bald auf der Bildfläche und sah hoffnungsvoll zu mir empor. Da ich all' ihren lauten und leisen Bitten aber hartnäckig widerstand, so ergab sie sich endlich und sah mir ruhig zu. Es fiel mir nur auf, daß ihr Gesicht allmählich einen gewissermaßen nachdenklichen Ausdruck annahm. Nach kurzer Zeit verschwand sie und ich hatte sie über der Arbeit schon wieder vergessen, als sie plötzlich unten an der Hausthür dicht an der Treppe jämmerlich zu schreien anfing. Das ist immer ihr Zeichen, wenn sie hinausgelassen zu werden wünscht. Sofort eilte ich die Treppe hinunter, um ihr die Thür zu öffnen, hatte jedoch kaum die Klinke in der Hand, als Pussi plötzlich Kehrt machte und in wilden Sätzen die Treppe wieder hinaufjagte, direct in die Küche, deren Thüc gerade auf die Treppe mündet. Nun ahnte mir natürlich Unheil und ich eilte, so rasch wie es die steilen Stufen und meine Körperfülle erlaubten, nach, kam aber nur eben recht, um den Uebelthäter mit einem Beefsteak im Maul eilig und vergnügt abziehen zu sehen. — Wenn die Katzengeschichte am Ende nur nicht eine „Entengeschichte" ist. Sie erinnert stark an jenen Hund, welcher täglich von seinem Herrn einen Kreuzer erhielt, um sich beim Bäcker einen „Weck" zu holen. Der Hund sparte aber die wöchentlich für ihn abfallenden sieben Kreuzer und holte sich am Sonntag einen Weck und für sechs Kreuzer Fleischwurst. * Militär-Gigerl. Wie man aus Wien schreibt, hat der commandirende General an die Offiziere des ihm unterstehenden zweiten Corps einen Befehl erlassen, in welchem die Herren anläßlich vorgekommener Abweichungen aufgesordert werden, sich genauestens an die Bestimmungen der Adjustirungs- Vorschrift zu halten. Gegen Dawiderhandelnde wird strengstens vorgegangen werden, weil das „Gigerlthum in Uniform" unvereinbar ist mir dem Ernste und der Würde des Soldatenstandes. ♦ Einer, der's versteht. Ein Rixdorfer Gemeindelehrer erhielt von dem Vater eines seiner Schüler ein Schreiben folgenden Wortlauts: „Bitte Herr N ... wie ich gehört habe, sind sie der Herr Lehrer von meinem Sohn Franz G. wie ich aber gesehn habe in diesem Buche, haben sie die Fehler sehr schlecht verbessern lassen, worüber ich ihnen auf- merksam mache z. B. „Vortzetzung" wird bei uns so geschrieben das verlange ich Ernst G . . . sollten sie nicht so viel Zeit haben und dies die Kinder lernen wollen so werde ich selbst vorstellig werden hochachtungsvoll Ernst G . . . bitte Herrn so bald wie möglich zu erfahren wie dies alles liegt wiedrigenfalls ich am 12. April beim Herrn Derecktor bin, mehr mündlich Achtung und bitte nochmals um das Zeichenheft von Franz." » Er hält etwas auf feine Waffe. Die Maurer Wilhelm, Georg und Johannes F. aus Wißmar standen am 3. d. Mts. vor dem Schöffengericht zu Wetzlar unter der Beschuldigung, den Handlungsreisenden Wilhelm S. vorsätzlich körperlich mißhandelt zu haben. Der verletzte S. hatte in einer Wirtschaft zu Witzmar eine Gratisvorstellung in Kraftproben zum Besten gegeben. Georg F. kam hinzu und erklärte, diese Kraftstücke ebenso gut und noch besser machen zu können, worauf S. ein spöttisches Wort über die Artillerie fallen ließ, bei der Georg F. gedient hat. Letzterer fühlte sich dadurch gekränkt, fiel über den S. her und vermöbelte ihn derart, daß das Blut zu fließen begann. Das Urthcil lautet für Georg F. auf zwei Monate Gefängniß, 30 Mark Buße und Zahlung der Kosten. Die Mitangeklagten Wilhelm und Johann F. werden freigesprochen, da sie an der Mißhandlung nicht nur nicht theilgenommen, sondern dieselbe sogar zu verhindern gesucht haben. Gottesdienst in der Synagoge. Samstag den 6. Mai: Vorabend 7« Uhr, Morgens 8** Uhr, Nachmittags 4<» Uhr, Sabbathausgang 8<° Uhr. verkehr, Land- «ird volkswirthschaft. A Echzell L d. W., 3. Mai. Unser gestriger Frühjahrsmarkt, welcher sonst von der Gegend zahlreich besucht zu wetben pflegt, ist recht still verlausen und zwar deshalb, weil wegen der bei uns herrschenden Maul- und Klauenseuche kein Viehmarkt statlfinden durste. Der Viehmarkt, in elfter Linie der Schweinemarkt, ruft vorzugsweise Leben und Verkehr hervor. Krämerstände, Karussel und Tanzmusik lockten mehr die Jugend herbei, doch wurden auch Einkäufe für Confirmanden gemacht. $ Freiensteinau, 1. Mai. Der heute hier abgehaltene erste diesjährige Viehmarkt war stark befahren, besonders mit Schweinen. Im Ganzen waren etwa 700 Stück angesahren, wovon 600 Stück Frühjahrs Ferkel- Von letzteren kostete das Paar 6—8 Wochen alte 45 bis 50 Mark, 8-10 Wochen alte 50 bis 55 Mark. Ferner waren noch etwa 60 Stück Zuchtschweine vorhanden, wovon etwa die Hälfte verkauft wurde, durchschnittlich das Stück zu 70—90 Mark. Fette Schweine kosteten der Gentner Schlachtgewicht 53—55 Mark. Im Allgemeinen war der Handel lebhaft. , Limburg, 3. Mai. Fruchtmarkt. Rother Weizen X 13.80, weißer Weizen X 00.00, Korn X 10.90, Gerste X 10.00, Hafer X 8.20, Erbsen X —. Universität- - Nachrichten. — Wie Professor Erb in Heidelberg, hat auch Professor Wernicke in Breslau den Ruf nach Wien abgelehnt. Für Ersteren ist nunmehr Profeffor Curschmann in Leipzig in Aussicht genommen. „ . . — In der theologischen Facultät der Universität Göttingen hat sich Oberlehrer Dr. Feine habilitirt. — Zum Rector der Universität Halle für das Studienjahr 1893/94 wurde Pros. Bey sch lag gewählt. — Bei der Häufigkeit der Klagen darüber, daß nach Universttäts bildung bei uns vielfach auch junge Leute „streben ', die besser sich anderen Berufen zuwendeten, ist es von einem gewissen Interesse, festzustellen, welchen Beius die Väter aller reichsangehörigen Studenten hatten, die auf iämmtlichen preußischen Universitäten während der Zett vom Wintersemester 1887/88 bis Sommersemester 1890 incl. ftudirten. Von 12 709 hier in Betracht kommenden Vätern waren 2198 Kaufleute, 1981 Handwerker und Industrielle, 1849 Beamte ohne akademische Bildung, 1613 selbständige kleinere Landwirthe (Bauern), 1099 Lehrer ohne akademische Bildung, 890 Geistliche, 888 Staats- und Communalbeamte, Anwälte usw. mit akademischer Bildung, 471 Aerzte, 416 Lehrer mit akademischer Bildung, 351 Rentiers, 253 große Gutsbesitzer, 118 Gastwirthe, 185 Apotheker, 127 Offiziere rc. ____________________ Citerahtr unb Arrirft. — Durch die Berathung des Milttäretats im Reichstag ist die öffentliche Aufmerksamkeit in erhöhtem Maße aus die französische Armee gelenkt worden. Diesem Umstande tragt die bekannte illustrirte Familien-Zeitschrift Rechnung, indem sie in ihrem 17. Hefte die französische Armee einer eingehenden Betrachtung aus der fachkundigen Ftder des Hauptmanns Fritz Hönig, mit interessanten Originalbildern von O. Gerlach, unterzieht. Von lebhaftem actuellen Interesse sind auch die Artikel „Die Eroberung des LuftreicheS" von C. Falkenhorst und „Die ersten Auffahrten deS Riesenballons Humboldt" von O. Elster, letzterer mit ganz reizvollen, instructiven und doch künstlerischen Illustrationen von Fritz Gehrke. Die Rundschau schmücken die Porträts des vielgenannten Componistendes „Bajazzo", Ruggiero Leoncavallo, und des greifen, jüngst aus dem Amte geschiedenen, hochverdienten Präsidenten des österreichischen Abgeordnetenhauses, Dr. Franz Smolka. Endlich verleiht auch die Abbildung der für das neue deutsche Reichstagsgebäude bestimmten Colossal- gruppe der Germania von Reinhold Begas dem im Wetteren durch fesselnde Romane und Novellen reichhaltigen Hefte eine ins Auge springende Actualilät. Gottr-dieust »et israelitischen Keligi-nsgesellschaft Freitag Abend 7M Uhr, Samstag Vormittag 8-° Uhr, Samstag Nachmittag 400 Uhr, Samstag Abend 8<° Uhr. Ganz seid, bedruckte Foulards Mk. 1.35 bis 5.85 p. Mir. (ca. 450 versch. 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