Ur. 31 Zweite« Blatt Sonntag den 5. Februar 1893 A ) Uhr, vn% ft'M** UD8 mS S^ntrngen ,?uen denen, bu btt nÄk "eue Kirche M« °°llen, eine ,n an der tirche, !nn°Mb?tti0en Etts- ,nn die freie Auswahl Dldferwttf aus der “ toll, mit Gehäuse 'de «ehtule allein 'djaUbtid unb allem i> allein 3000 3Ratf ■ 1 der Kanzel für sich gelammt 8500 Mari, i als Rückwand des mmde tzngelstgurt« einer Darstellung der 2 nach dem Selteriwea Mark, also alle 4 zu- ei, jedes M-4'OMk., i jedes etwa 100 Mk. asmaleiei 1500 Mark. !f, jebe 400 Mk., also schiff 6#r Kirche, jede i über dm Emporen, ie 100-200 Mark. (ä)t to« dem Portal iWerth von300-700M. der Kirche 80-M Mk. ) je von 80-200 Mk. 10 Mark, die zweite, C, Mark. ■ genannte! Stiftungen n und dies dem Unter- orsteher mitlheUen zu t viele G üdn unitrer unserem neuen Gottes- e unsere Mlltheilrmgni, lende Ausnahme finden and. 1115 Verein- i 9 Uhr MMlUNg. lußlihi» w'M ->» bittre ;en. r Borstand. ASievle ute Mopol"^' 81.80 380.60 M 152.^ 104-00 110.70 o-.OO ?LdO 96.50 9236 2060 55.90 Ct SÄ«* Ackct. nr«6-;8ct kgesBst- : 1893. « 1« «("> iß1 Gießener Anzeiger Kenerat-Ztnzeiger Redaction, Expedttto» und Druckerei: Strx^re^cr 51. Lterteljährifler >l6XHtm Anwachsen der Ausgaben für die Untelstätzung der Familien } des Beurlaubtenstandes sind nicht berücksichtigt. Im Ganzen, : glaubt Richter, werden die wirklichen dauernden Mehrkosten nicht 64 Millionen, sondern etwa 80 Millionen jährlich betragen. Dazu kommen dann noch sehr erhebliche einmalige Ausgaben für die Kasernirung der neuen Truppenverstärkung, I deren Aufstellung in dem Regierungsentwurf fehlt. Nach Richters vorläufiger Schätzung belaufen sich diese Aufwendungen auf rund 150 Millionen Mark, während der Regierungsvertreter Major Wachs 117 Millionen für ausreichend erachtet. — In der Budgetcommission sind ; an dem Etat der Marineoerwaltung ganz bedeutende Abstriche j mit großer Mehrheit vorgenommen worden. Gefordert waren > unter Anderem ein großes Panzerschiff zu 18 Millionen Mark, ' zwei Panzerfahrzeuge zu je 6t/2 Millionen, eine Kreuzer- ! korvette zu 5*/2 Millionen, zwei Kreuzer und zwei Aviso zn ' je 2 800 000, ein Torpedodivisionsboot für 900 000 und schließlich acht Torpedoboote zu je 470 000 Mark. Von der Commission wurde nur ein ganz geringer Bruchtheil der i Forderungen, nämlich ein Kreuzer, ein Aviso, ein Torpedo- ! divisionsboot und acht Torpedoboote, al^o nur der fünfte Theil der im Ganzen geforderten 52 Millionen Mark be« willigt. Entscheidend für die Mehrheit war die Erwägung, daß ganz umfassende Neubauten von Schiffen bereits kürzlich beendet oder in Angriff genommen sind und also ein augenblickliches Bedülfniß nicht vorliegt, außerdem aber bei gleichzeitiger Vornahme des Neubaues mehrerer Kriegsschiffe die Möglichkeit schwindet, die rapiden Fortschritte der Schiffsbau- technik zu verwerthen. Schon jetzt kommt es fort und fort vor, daß sich bereits während des Baues von Kriegsschiffen herausstellt, daß ihre Conftruction in dem einen ober anderen Punkt veraltet ist und im besten Falle, d. h. wenn eine Abänderung überhaupt nach möglich ist, eine unvorhergesehene Ausgabenerhöhung nicht umgangen werden kann. Auch die Erklärung des Admirals Holl mann, daß die Marineverwaltung im Einverständniß mit dem Bundesrathe die Erbauung von fünf neuen Panzerschiffen zu fordern beabsichtige, bestimmte die Commissionsmitglieder, den Forderungen des vorgelegten Etats mit großer Entschiedenheit entgegenzutreten. Denn wenn die neuen Flottengründungspläne Fleisch und Blut gewinnen, so entsteht in dem nächsten Jahre eine neue Steigerung des Ausgabeetats der Marine um rund 100 Millionen Mark. Aus anderen Gründen wurde die wiederholte Forderung von 17 Millionen Mark für den Bau zweier Trockendocks in Kiel zurückgewiesen. Es sind nämlich schon jetzt in Kiel und Wilhelmshaven solche in genügender Anzahl vorhanden, zu denen demnächst zwei weitere in Cuxhaven und Bremerhaven kommen werden. Im preußischen Abgeorduetenhause hat die Berathung des Etats ihren Fortgang genommen. In einer interessanten Debatte gab Abgeordneter Graf von Limburg-Stirum die Veranlassung, indem er dem Minister darüber Vorwürfe machte, daß er das Eintreten des Friedeberger Landrathes für Ahlwardt öffentlich gerügt habe. Darauf erklärte der Minister, daß dies nicht allein nicht gehörig war für einen an der Spitze des Kreises stehenden Mann, für die Wahl eines solchen Candidaten einzutrcten, sondern daß sogar die Regierung die Pflicht hatte, dem entgegenzutreten. Man solle sich nur ein Mal vergegenwärtigen, „was von diesem Manne gegen die Staatsregierung, gegen die Armee, gegen die gejammte Staatsverwaltung an Pamphleten veröffentlicht war." In Italien hat das Ministerium Giolitti, welches wegen der zu Tage gekommenen Unregelmäßigkeiten an der banca Romona namentlich von Colajanni lebhaft angegriffen worden war, seine Stellung wiederum befestigt und durch die Vertagung der Berathung des Vortrags auf Einsetzung einer parlamentarischen Commission zur Untersuchung der Bank- verhältnisse Zeit gewonnen, diese Untersuchung selbst durch- Leriilleton. Buridans Esel. Humoreske von Jul. Bruck. (Nachdruck verboten.) Herr Heinrich Schubert, der Adlerwirth, stand unter Den jungen Männern eines im sächsischen Erzgebirge belegenen Städtchens obenan. Er lebte in dürftigen Verhältnissen, war aber eine so stattliche Erscheinung, daß man ihn allgemein den schönen Schubert nannte. Dies geschah nicht nur, um ihn gebührend auszuzeichnen, sondern auch, um seinem ebenso eitlen wie häßlichen Onkel, dem Apotheker Hermann Schubert, der keinem Menschen etwas Gutes gönnte, eine empfindliche Kränkung zuzufügen. Den Mangel an GlückSgütern hätte der junge Adler- wirth vielleicht verschmerzen können, obwohl er ihn sehr beklagte- aber ihm fehlte auch das Allernothwendigste: eine zur tüchtigen Hausfrau erzogene Lebensgefährtin. Schon seit Jahren ging er auf Freiersfüßen, doch die Qual der Wahl wollte kein Ende nehmen, denn unablässig umschwärmten ihn die heirathslustigen Damen. Liebenswürdig waren sie alle, und stets gab es wenigstens zwei, für deren eine er sich entscheiden zu müssen glaubte. Dann aber war er rath- und that- los, und sehrzutreffend verglich ihn sein Onkel mit Buridans E el, der zwischen den beiden gleich begehrenswerthen Heubündeln verhungerte. Erst das dritte Stiftungsfest des von ihm gegründeten Kegelclubs „Gut Holz" schien seiner Unentschlossenheit den Garaus machen zu wollen. Da huldigte er einer hübschen Blondine und nur ihr allein, obschon ihn wieder eine so beträchtliche Schaar anmuthiger Mädchen umringte, daß der Preiskegler, Stadtpoet und Zuckerbäcker Matschte, ohne lieber; treibung sagen durfte: „Na, da Ham mer ja die Acht um Den König!" Das sollte ein Witz sein, war aber ein Stoßseufzer der Eifersucht, denn Herr Fridolin Matschte, der trotz seiner sünfundvierzig Jahre noch immer in den Reihen der Junggesellen parabirte, wollte sich endlich auch betreiben und hatte es just auf die vom Adlerwirth bevorzugte Schöne abgesehen. Alles an ihr entzückte ihn, sogar ihr Name, denn sie hikß Laura, und dachte er auch zu gering von sich, um mit Petrarca und Schiller concurriren zu wollen, so durste er doch als der einzige Dichter inmitten einer Bevölkerung von zweitausend prosaischen Seelen eine Laura, die seine Laura war, nicht unbesungen lassen. Früh verwaist, stand sie nunmehr unter der Obhut einer in Chemnitz wohnenden Tante, mit der sie bjr vierzehn Tagen ins Städtchen gekommen war, um ihrer hier verheirateten Schwester einen längeren Besuch abzustatten. Eine Rivalin der ortsansässigen Ehecandibatinnen zu werden, beabsichtigte sie nicht, da sie schon daheim einem etwas windschiefen, aber höchst respectablen Bankbuchhalter so halb und halb das Jawort gegeben hatte. Geradezu widerwärtig waren ihr daher die auf verrenkten Versfüßen anrücfenben Complimenle des lyrischen Zuckerbäckers, der selbst in seinen nächtlichen Träumen nur ihrer gedachte. Dann wähnte er ihr holdes, im Kusse sich ihm zuneigendes Antlitz und den von ihren weichen Patschhändchen ihm dargereichten Lorbeerkranz zu schauen. Doch das waren Phantasiegebilde. In der Wirklichkeit sah die Sache ganz anders aus. Da spottete Laura feiner Herzens- noth, und je hitziger er mit selbstfabrizirten Reimen, Bonbons und Cremetörtchen auf sie einstürmte, desto kühler wandte sie ihm den Rücken zu. Auch die Liebesschwüre des Adlerwirths hörte sie anfänglich nur ungern. Doch bald stellte sie Vergleiche zwischen ihm und ihrem Chemnitzer Verehrer an, betrachtete ihn mit sorglich prüfendem Blicke und sah, daß er schön war. Er aber wurde jetzt ruhiger, begann zu calculiren und im Handumdrehen kam Buridans Esel wieder zum Vorschein. Die arme Laura erhielt nämlich keine Mitgift und hatte vor dem Tode ihrer Tante auch keine Erbschaft zu erwarten. Dieser Gedanke quälte den schönen Schubert, denn seine Angebetete war eines jener zarten, ätherischen Wesen, deren Aufenthalt im irdischen Ja-rmerthal von kurzer Dauer zu fein pflegt, während Tante Linchen sich einer kraftstrotzenden Gesundheit erfreute und mit ihren siebenunddreißig Jahren noch immer im Frühsommer eines offenbar ungewöhnlich zähen Lebens stand. Dabei war sie eine kinderlose und unternehmungslustige Wittwc, die nicht verblühen wollte, ohne einen zweiten Gatten mit ihren tausend Tugenden und Reizen beglückt zu haben. Der Adlerwirth, den sie mit Liebesblicken dombardirte, gerieth in Verlegenheit. Zwar mißfiel ihm ihre Corpulenz, da er allen Ernstes der Meinung war, daß man sich auf der Wanderung durchs Leben ebenso wenig wie auf allen anderen Reisen mit Uebergewicht beschleppen dürfe, doch die hübschen, zugkräftigen Goldfüchslein hatten es ihm nun einmal an- gethan. Tantchens zahlungsfähige Moral und Lauras unbemittelte Schönheit waren jetzt die beiden Heubündel, die fein abermaliges Hin- und Herschwanken verschuldeten. Wäre fein Onkel, der einem Vierteldutzend erwachsener Töchter eine annehmbare Stiefmama zuzuführen wünschte, der reichen Wittwe 'ferngeblieben, so hätte er vielleicht ohne Säumen die arme Laura gewählt. Aber einem so hämischen, nichtsnutzigen Menschen mußte er doch einen Strich durch die Rechnung machen. Er attachirte sich also mit stetig zunehmender Innigkeit an Tante Linchen. Das sahen alle; auch Laura bemerkte es, sie aber dachte sich dabei nichts Schlimmes,- wähnte sie doch, daß es nur ihr zu Liebe geschehe und nichts anderes als ein eifriges Werben -um den pflegemütterlichen Segen sei. Sie freute sich daher auch nicht, als ihre Nebenbuhlerin, deren mit der Führung des Haushalts betrautes Dienst« zuführen. — In England sind die Parlamentssitzungen er* öffnet worden. Die Abreßdebatte ist bereits beendigt. Die Homerulevorloge wird dem Parlamente alsbald zugehen. — In Oesterreich ist das Programm der neuen Partei nach den Wünschen der deutschen Linken umgeänden worden. Gleichwohl scheinen die Deutschliberalen mit der neuen Partei« bildung nicht recht einverstanden zu sein. — In Hawai ist die Königin abgesetzt worden. Die Einwohner suchen nun« mehr den Anschluß an die Bereinigten Staaten von Nordamerika. tocale» und provinzielles. Gießen. 4. Februar 1893. — Im Kaiser Panorama Bahnhofstraße 23 gelangt von heute ab eine ganz neue Reise durch den Harz zur Ansicht. ES werden die im Sommer so viel besuchten Orte, Thale, Ballenstädt, Bode, Radaufall, Ilsefall und Ilsegrund, Teufelskanzel, Hexentanzplatz, Brocken u. s. w., alles herrliche Orte, in trefflichster Beleuchtung und Farbengebung vorgeführt. _____________ — Der Getreidemarkt. Geringer Umsatz bei etwas weichenden Preisen war im Allgemeinen der Character des deutschen Getreidemarktes während der abgelaufencn Berichtswoche. Speziell in Weizen war eine recht flaue Stimmung bemerkbar, offenbar verursacht durch die matten Berichte vom amerikanischen Markte, etwas belebter war das Geschäft im Roggen, da sich für Januarroggen noch einige DeckungSsrage zeigte. Auf den meisten Plätzen genügte eine geringe Herabsetzung der Forderungen für Roggen, um aus reichende Käufer deS Artikels herauzuziehen, zumal die Zufuhren nicht erhebliche waren. Hafer hielt sich zwar im Preise, die Umsätze waren indessen nicht nennenSwerth, abgesehen vielleicht von den Deckungskäufen aus Januar. Notirungen an der Berliner Produclenbärse: Weizen von 146 bis 160 Mark pro 1000 Kilogramm, Roggen von 131—139 Mk., Hafer von 135—155 Mk., Gerste von 116-175 Mark. — Eine nicht unwichtige Nachricht für unsere zukünftigen BaterlandSvertheidiger kommt aus Berlin. Nach den vorliegenden Berichten hat nämlich General v. G o ß l e r in der Sitzung deS Heeresausschuffes vom 24. v. M. angekündigt, daß schon bei der nächsten Aushebung als niedrigstes Militärmaß 1,54 Meter — bisher 1,57 Meter — ange- wendet und Dienstpflichtige, die bisher wegen gewisser geringer körperlicher Fehler zu den bedingt Tauglichen geschrieben wurden, mir den voll Tauglichen zusammen loosen sollten. — Jubiläums-^artenbau Ausstellung zu Leipzig 1893. Sr. Majestät der König Albert von Sachsen hat das Protectorat über die vom 25. August bis 5. September d. Js. in Leipzig stattfindcnde, zur Feier des fünfzigjährigen Bestehens deö Leipziger Gärtnervcreins E. G. von genanntem Vereine veranstaltete internationale Gartenbau-Ausstellung übernommen. DaS zu dieser Ausstellung seitens des Ralhes der Stadt Leipzig in dankenswerthcster Weise zur Verfügung gestellte Kuhthurmareal umfaßt über 136000 Quadratmeter im Freien und, einschließlich der zu errichtenden Pflanzcn- haupthalle, sowie der bereits vorhandenen festen Gebäude, ea. 5000 Quadratmeter bedeckten Räume, sodaß für eine Betheiligung in denkbar größtem Maßslabe gesorgt ist. Die bereits vorbereitete Seeanlage schließt eine Fläche von ea. 6500 Quadratmeter ein und wird mächtig zur Belebung deS Gesammtbildcs beitragen. Das Interesse an der Be- theiligung ist ein überaus reges und sind auch bereits bedeutende Ehrenpreise gestiftet worden. Herr Oberbürgermeister Dr. Georgi hat in wohlwollender Weise den Vorsitz über das Ehrencomitü, gebildet von Vertretern hoher Behörden, Corporationen und hochachtbaren Burgern der Stadt Leipzig, übernommen. An Stelle des im Herbst 1892 verausgabten vorläufigen Programms wird in Kürze das die näheren Be mädchen plötzlich erkrankte, daS Feld räumen mußte, um nach Chemnitz zurückzukehren. Jetzt erst gewahrte sie, daß der schöne Schubert, der viel zu sehr für eine sorgenfreie Zukunst schwärmte, nicht ganz verläßlich war und nur mit seiner un- practischen Herzensneigung bei ihr, mit seinem practischen Verstände aber bet Tante Lmchen weilte. Zwar hatte Herr Fridolin Matschte keinen Gewinn davon, denn nach wie vor würdigte sie ihn kaum eines Blickes, doch gern las sie nun seine Spottgedichte über „Buridans Esel", wenn ihr auch dabei gar manche, durch den Wankelmuth deS AdlerwirthS erpreßte Thräne über die Wange rollte. So lagen die Dinge, als ein an H. Schubert adressirteS Telegramm deS Chemnitzer Restaurateurs Paul Dickchen ein« traf. ES war für Heinrich, den treuen Jugendfreund deS Absenders, bestimmt, gelangte aber in Onkel Hermanns Hände und lautete: „HerzenSfchatz! Muß Dich morgen, Nachmittags 3 Uhr, auf meiner Durchreise sehen. Kann leider nicht in den Adler kommen. Erwarte mich am Bahnhose. Dein Dickchen." Der Apotheker Schubert hatte eS gelesen und ohne jede Entschuldigung deö ihm so nahegelegten Mißgriffs an den Adlerwirth gesandt. Er war nun fest überzeugt, daß dieser mit LauraS Tante schon sehr intim verkehren müsse, da sie sich, aus ihre Corpulenz anspielend, sein Dickchen nannte. DaS schmerzte ihn, sah er doch seine Speculation auf Herz und Hand der reichen Wittwe inS Waffer fallen. Natürlich beeilte er sich jetzt, seinem Berger Luft zu machen und die auS dem Telegramm ersichtliche Liebschaft an die große Glocke zu hängen. Erst lies er zu Laura, die ntcht müde wurde, bte Treulosigkeit de» schönen Schubert und das unschickliche Benehmen ihrer coketten Tante in den kräftigsten Ausdrücken sittlicher Entrüstnng zu tadeln. Hieraus besuchte er den Stadtpoeten, der sofort einen neuen, dem Adlerwinhe bebi« einen Spottreim verübte, und bann „der Schönsten ber stimmungen enthaltenbe Hauptprogramm kostenlos an alle Jnrereffenten verschickt werben. Wünsche bezüglich ber Zu« steüung deö HauptprogrammS sinb an ben Vorsitzenden deS schriftführenden AuSschuffeS, M. Mohrmann, Leipzig-Linbenau, zu richten. Vermischtes. K* Gaffel, 31. Januar. Ein fonberbarer Sirchenstreit ist in dem im Kreise Wolfhagen gelegenen Dorfe Oberlisting en auSgebrochen. Auf Beranlaffung deS königlichen OberconfistoriumS zu Eaffel sollte ein neues Gesangbuch ein« geführt werden, gegen welche Maßnahme ein großer Theil ber Dorfbewohner sich auflehnte. AIS bei einem jüngsten GotteSbienste em Lieb aus dem neuen Gesangbuche gesungen werben sollte, stimmte eine Anzahl älterer Kirchengänger ein Lieb auS bem alten Buche an, wodurch ein großes Durch- einander entstand, daS schließlich mehrere Personen veran« laßte, das GotteShauS zu verlaffen. Da man sich haNnäckig weigert, baß neue protestantische Gesangbuch einzuführen, so hat baß Consistorium bie Kirche biß auf Wettereß schließen lassen. Zugleich würbe gegen bie Wiberspanstigen Strafantrag gestellt unb es haben bereit» mehrere Vernehmungen stattgefunben. * 65 HeirathSaotrage erhielt vor einigen Tagen in Berlin ber Inserent folgenber Anzeige: „Ein junger Beamter mit 50000 Mark jährlichem Einkommen wünscht bie Bekanntschast einer jungen gebildeten Dame, behuss Verheirathung. Vermögen nicht beansprucht. Paffende Anträge mit Beilegung ber Photographie beliebe man an bie Abreffe N. N. zu richten." Der junge Mann richtete sogleich an 20 biefer Heiraths-Canbibatinnen ein Schreiben, inbcm er jeder mittbeilte, er wäre nicht abgeneigt, sie zu ehelichen- doch wünsche er vor Allem, sie persönlich kennen zu lernen. Er bitte sie daher inständigst, von ihm ein Billet zum Victoria- Theater für Montag, ben 30. Januar, anzunchmen. Er, ber HeirathS-Canbibat, werbe sich in ihrer Nähe befinben. Montag Abenb waren bie Besucher beß Victoria-Theaters nicht wenig überrascht, als sie bie meisten Sperrsitze in ber mittleren Abteilung deS Parterres mit jungen Mäbchen besetzt fanden, die alle auf's Eleganteste gekleidet waren. In einem Sperrsitze vor diesen Mädchen saß unser falscher Heiraths-Candidat, der sich von Zeit zu Zeit umdrehte unb über bie hinter ihm sitzenben Ehe Candibatinnen Revue ab hielt. Es bauerte nicht lange, so erfuhr baß Theater-Publikum bie Geschichte biescr Annonce unb beren Folgen, worauf sich im Hause große Heiterkeit verbreitete. Die armen Opfer biefeß schlechten W'tzeö beeilten sich, so schnell als möglich aus bem Theater zu verschwinben. * Papierne Dachziegel sind bas Neueste au8 Amerika. Man hat bei ber Fabrikation berselben sehr haltbare Ziegel von großer Leichtigkeit, bic an Brauchbarkeit bie Schieferplatten weit übertreffen sollen, Erzielt. AnS dem zähen, faserigen Papierbrei werben die Ziegel in besondere Formen gepreßt unb, nachbem sie mit einer Flüssigkeit, bie sie waffcrbicht macht, getränkt worben, im Ofen gebacken. Dann werben bie Papierziegel mit einem Emailleüberzug versehen, mit Sand bestreut, um sie für Hitze unb Feuer wiberstanbsfähig zu machen. Nach einer nochmaligen Trocknung sinb bie papiernen Ziegel für ben Gebrauch fertig._________ Citeratar unfc Ifanft — «euer» «roße» Sonversattons-Lexikon in neuer, fünfter Auflage. Ein Eretgniß von weittragenbster Bedeutung für bte gesarnrnle gebildete Welt deutsch sprechender Zunge wird daS begonnene Jadr zu verzeichnen Haden. Wie uns bte Perlagshand- lung de» Bibliographischen Instituts in Leipzig unb Wien soeben mittheilt, beginnt dieselbe Ende Februar mit der Veröffentlichung einer auf das Sorgfältigste vorbereiteten neuen, fünften Auflage ber großen Ausgabe von Meyers Conversations-Lexlkon. Es begreift sich leicht, daß diese Thatfache der diesjährigen Bewegung auf dem Gebiete geistiger Producttvität ihren Stempel aufdrücken wird. Meyers Eonverfations-Lexikon, das in der Weltliteratur unerreicht dastehende monumentale Werk seiner Art, ist als Denkstein unserer heutigen Kultur- und Bildungszustände mit unferm Geistesleben auf» Schönen" sein edles Dlchterherz mit einigen tiefempfundenen Versen zu'Füßen legte. Er schrieb: „Ha, welch ein Lump! 'S ist kaum zu sagen! „Vichmäßig hat er sich betragen „Und Dir geraubt der Seele Ruh. „Ich — ich will sie Dir wiedergeben, „Denn theurer mir als Leib unb Leben „Unb selbst mein Dtchterruhrn — bist Du: „O, Laura!" Die Empfängerin bieseS PoömS griff nun ebenfalls in bie Leier unb fang: „Ihm mag fein Dickchen wohlbekommen, „Dir die verlorne Liebesmüh; „Mir ward ein Esel weggenommen „Unb einen Ochsen nehm ich nie. „O, Matschte!" Dieses Gebicht fanbte sie an ben schmachtenben Lyriker unb ehe noch ber Ablerwirth Gelegenheit fanb, feinen durchreisenden Jugendfreund Paul Dickchen zn begrüßen, war sie nach Chemnitz abgebampft. Dort harrte ihrer in Sehnsucht ber windschiefe Bankbuchhalter, bem sie sich nun mit allem, waS sie war unb nicht hatte, zu eigen gab. Nothgebrungen verzichtete ber alte Schubert auf bie geplante Wiebervermählung. Der häuslichen Bequemlichkeit wegen beburfte er auch keiner zweiten Gattin, benn feine brei Töchter hielten treu zu ihm unb würben in jungfräulicher Sittfamkeiv alt genug, um ihm bis ans späte Enbe seiner Tage bie Wirthschast zu führen. Der schöne Schubert aber sah in jenem tragi-komischen Jrrthum bei Abgabe ber Dickchen'schen Depesche einen Wink beS Himmels, ber ihn an Tante Linchen wies. Die dual ber Wahl war jetzt für immer vorüber. BuribanS Esel hatte sein Heudünbel gefunden unb — bürt war eß wahr- luf) nicht. Innigste verbunden Jede» Neuerfcheinen diese» bernrragaibar Musterwerke» muß daher die weitesten Kreise ziehen. Em unge'ähreS Büd von den gewaltigen Leistungen, welche man in der gänz ich neu- bearbeiteten und vermehrten fünften Auflage von Meyers Eonoer- salionS-Lexikon erwarten darf, enlwirst bereit» der vor un» l^entze Proivect Danach wird die neue Auflage auf nahezu 17 500 feilen Zart mehr al» 100000 Artikel umfassen und mit nicht weniger al« 10 000 Abbildungen, Karten und Plänen im Text und aus 950 Tafeln, darunter 150 Ehromotafcln und 260 Kartendeitagen, veisehar sein. Hinsichtlich der Bearbeitung und 'kchnischen Ausstattung verfprecheu die Bearbeiter und die Verlags,andlung daS Bestmöglichste. Es M danach nicht zu bezweifeln, daß sich Meyer» Eonverfattons-Leriko« auch in (einer neuen ÄuSgade an die Spitze aller einschlägige» encyklopädischen Werke stellen und seinen wohlbegründeten Ruf und Ruhm weiter ausdauen wird. Der Umfang M ißerfeß tfi auf 272 wöchentlich erscheinende Lieferungen »um Preise von ,c 50 Ptg. ober auf 17 in Halbfranz gebundene Bände zu je 10 Mr berechnet. Da» erste Heft erscheint Ende Februar, während der erste gebundene Band Mitte April vorliegen soll, bem in drei- biß viermonatlichen Zwischenräumen dir weiteren Bände folgen werden. Wir glauben eß unfern Leiern schuldig zu sein, denselben über die literarifche Merkwürdigkeit d«S neuen Jahres später eingehend zu berichten. — Solleetion Harileben. Vterzebnlägig wird ein «end abgegeben. P.eiS beß Bandcs eleg. geb. 75 Pfg. Pränuw^ation für ein Jahr (26 Bände) 19 Mark '(«. Har Neben» «erlag Wmn). 64 liegen un» in den Bänden 14 biß 17 der „Eollection HaMebm vier neue Romane vor. Der unvergleichliche Tdackeray, der ewig junge Duma» (Sohn), Maquet und TurgSnjew sind Autoren, deren Namen wohl für die Gediegenheit des Jnhalteß bürgen. Wenn man berechnet, welche Summen man im Laufe ein eß Jahreß für Hausschuhe, Eravalten, Toilette-Artikel und Vergnügungen auSgibt un» wie verhältnißmäßig geringfügig die Beträge find, die wir für gute Lectüre — unser Haupt-BildungSmittel — verwenden, so erscheint es fast unbegreiflich, wie die Verlags Buchhandlung Hartleben Srb»genk Romane in schönen, angenehm lesbaren Ausgaben lu dncm f o fabek haft billigen Preise bieten kann, daß der elegante englische Leinendanb mit Golddruck kaum damit bezahlt erscheint. Aber c» lsi eben die Parole be» literarischen Markte» unserer Tage, für wenig Geld viel Gute- zu liefern und wir wünschen, daß die so erfolgreich eingeführte „Collection Hartleben" von dem Bücher kaufenden Publikum auch weiter protegut werde und immer wehr Anhänger finden möge. Verkehr, Land- und Volkswirthjchast. Heber Kalkdüngung. Aus Grund der Versuche, welche auf mehreren landwnthfchaftlichen Versuchsanstalten gemacht wvlden sind, muß den Landwirthen empfohlen werden, der Kalkdüngung ihre Aufmerksamkeit zuzuwenden. Wie Herr vr. A. Morgen schreibt, haben bie in ben letzten Jahren leiten» ber Versuchsstation HaIle ausgeführten sehr zahlreichen Bodenanalysen gezeigt, daß auch die besseren Böden sehr häufig an einer Kalkarmuth leiden und daß diese Kalkarmuth in vielen Fällen geradezu die alleinige Ursache der geringen Fruchtbarkeit ist, da alle anbei en Nährstoffe genügend vorhanden waren und durch eine Kalkzufuhr die Erträge bedeutend gesteigert werden konnten. Wie schon hervorgehoben, ist diese Beobachtung gerade bet besseren Böden gemacht, bei denen man eine Kalkarmuth nie vermuthet haben würde. Diese Beobachtung verdient umsomehr Beachtung, als man neuerdings sehr günstige Erfolge mit der An wendung der Kalisalze auch für ben schweren Boden gemacht hat, so daß für die nächste Zukunft eine ausgedehnte Anwendung dieser Düngemittel auch für diese Verhältnisse zu erwarten ist. Damit gewinnt aber die Kalkfrage insofern besondere» Interesse, al» mar weih, daß durch die Anwendung der Kalisalze der Boden an Kalk verarmt. Allerdings üben die Kalisalze dstse Wirkung nicht allein au», sondern auch die Ammoniaksalze und besonder» auch der Stallmist haben eine Entkalkung be» Boden» im Gefolge, weil diese Düngemittel und auch die sich entwickelnde Kohlenfäure ai» lösend auf den Kalkgehalt deS Boden» einwiiken. Sehen wir uns nun um, welche Quellen uns zur Deckung de» KalkbedarfeS zur Verfügung stehen, fo find die» zwei Präparate. 1) der kohlenfäure Kalk, welcher z. B. al» gemahlener Kalkstein ober als Mufchelstein für Düngung»zwecke Verwendung findet, und 2) der gebrannte oder Aetzkalk, welcher durchs Brennen des kohlenstturen Kalkes gewonnen wird unb dessen Güte vor Allem von der Beschaffenheit des Rohmaterial», auS dem derselbe erzeugt wird, abhängig ist. — LebenSverstcherungS «esellschaft ,« Leipzig, gegr. 1830 (alte Leipziger). Die Gesellschaft hatte im vergangenen Jahre wiederum einen sehr starken Zugang an neuen Der sich, r ungen zu verzeichnen. ES wurden 6433 Vc'sicherungSantiäge über eine Versicherungssumme von 44 635 100 „M (451 Anträge unb 2 973 550 mehr al» 1891) gestellt und 5256 Versicherungen über 36 227 700 Jt (374 Versicherungen unb 3 007 850 JL mehr al» 1891) abgeschlossen. Sterbefälle wurden für 1892 734 über eine Dersichei ungSsumme von 4 676 350 JL (37 2 250 JL mehr al» 1891) angemeldet. Durch Erleben de« Fälligkeitstermins kamen 911 584 JL zur Auszahlung. Unter Berücksichtigung ber durch Rückkauf und Aufgabe in Abgang gekommenen Versicherungen stellte sich der Versicherungsbestand Ende 1892 auf 56 850 Personen und 383 800 000 JL Der siche, ungtzsumme, wa» einen reinen Zuwachs von 2750 Personen unb 24 500 000 JL Versicherung»summe für 1892 (gegen 2537 Personen unb 22 830 900 JL Versicherungssumme im Jahre 1891) ergiebf. An Dioidenbe erhielten die länger al« 5 Jahre Versicherten im Jahre 1892 42°/« der ordentlichen Jahresbeiträge, die mit Abkürzung der Versicherungsdauer Versicherten aiißerdem noch eine Dividende von 1 >/, % ber Summe ber gezahlten Zufatz« beiträge. Die gleichen Divibendenfätze werden auch tm Jahre 1893 zur Vertheilung gelangen. Von bem Enbe 1892 vorhandenen Der» mögen der Gesellschaft in Höhe von 103 Millionen waren 82 494 150 Jt in INÜI delsicheren Hypotheken, der Rest im Betrage von ungefähr 20 Millionen in fonftigen Sicherheiten angelegt — Dogelfreunde. Da» rühmlichst bekannte Doß'sche Doaelfutter Singsutter für Eanarienvögel, Waldvögel, llnioerfalfutter für Drosseln, Staate sowie für alle in unb ausländische Vögel (nur echt in ver siegelten Packeten mit der Unterschrift „Gustav Voß, Hoflieferant), erhält man hier nur bei Emil Fischbach, Selterßweg 24. Der große Prachteaialog bet Vozelbandlung Voß, Köln ist daselbst etnzu e jen. Kurze Schrift über Doge pflege umfonff. [333 — Die hervorragendsten Männer der Wissenschaft von Hyppokrale» bem berühmten Gelehrten beß klafsrichcn Atter« thumv biß auf die der neueren Zeit, u. a. die Professoren Rust, Eheliu», Hoffmann, Boerhaoe, haben alle die hohen medicinischen Eigenschaften der Myrrhe erkannt. Durch die bisher gebräuchlichen Formen, in welchen bie Dtyrrhe zur Anwenbung kam, konnte ihre große und eigenartige Heilwirkung jedoch nicht zur Entfaltung gelangen. Apotheker Flügge gebührt baß Verdienst, den Weg gefunden zu haben, die hohen, ja unübertroffenen medicinischen Etaenfchaften der Myrrhe in einen öligen Au«»ug überzuführen (Deutsche»Reich»patent Nr. 63592) und so der leidenden Menschbeit ein Heilmittel von ganz hervorragenden Eigenschaften zuzuführen. Tie zahlreichen, von Aerzte» gemachten Versuche haben ergeben, daß Avotheker Flügge» Myrrhen- Er-'-me wegen seiner antisepischen (fäulnitzwidrigenl, conser virenden, neubilbenben und heilenden Eigenschaften da» beste Mittel bei den verschiedenen Hautkrankheiten, ollen Hautwunden, Geschwüren, Verbrennung, Verbrühung ?c. rc. ist. Apotheker Flügge» Myrrden - E'^me ist nebst ben ärztlichen Gutachten * Dose Mk. 1. in Gieße« in affe« «vorderen erhältlich. Myrrhen- Er»me ist der pttentirte ölige unb verdickte Außzug de» Myrrenharzes. 11087 'n. ’n MeynK"ni- n ”ot un6 nOnDtt‘ 17 Jia l8tn^ nljj 2 6dlm 108tn, vIÄ^elv. L-L"Ä ÄsA* le8tünbetm!? ?il8m s WttM und K 10 M der „6* 7tdintt. fi-sfij? ifiÄ’?'bn *o|i jfiJ Floren, beten fyjtn. Wenn mm 6 Zahns für Hanb- ungen auSgibl unb d- dir wir für gute Meinte« ft1}» Wtgtne tn W dnem sv M-. A°n cä ist eben die ' wenig @tlb viel J eriolgrejd) einge^xu inibtn Publikum auch nget stoben möge. wirchjchast. dn Versuche, welche men gemach! worden b der Kalkdüngung A-Morgen Mxdbt, »suchssiMn Halle MM bah auch die ulh leiben und alleinige Urlache der uslvsti gtnügtnb vor- Ertrdge bebeutenb ge- n, ist diele Beobachtung man eine Kalkarmuth >ng verdient umiomehr ! Erfolge mit der An- n Boden gemacht Hai, inle Anwendung Meier erwarten ist. Damit Zntmfie, als man weih, oben an Kal! verarmt. Ich! allein aus, fonbttn der (BtaHmift habm :ll bitfi Düngemittel losend aus den Kald- m um, welche Duellen ng sieden, so send dies zn z.B. als gemablmer vecke Der Wendung findet, er durch Brennen des dessen Güte vor Allem em biiselbe erzeugt wird, za Leipzig, M.M ngenen Jahre wiederum rungen zu verzeichnen, oe Versicherungssumme 50 ull mehr als 1881) 700 * (374 «t* BSffl 6rt(btnkeäSl>W,ll8i Unter InWMM l92,uf 6685O$*« 18 iirien tBuneälumm-birl«® kl, innflet als 0 J1*11 A&g « yß”6,?1893 pri QllQ) lö* iv rn.-, 1892 oorSanbenm B« Wtonor <4 »«» LeNen^ «*SS g‘Ä ao y°ö'o7 grohr terswrs 24. ® in ist dalilbfi kinzu^ «SS a. die P °^ Wyn ille diebod^Äuchlichrn dir birhtt 8 [onnte ihre irndlMg gelangen itiur6n|aTiubabei1- SK;S sSsS äSfesS Holzversteigerung. Es werden versteigert aus den • Abtheilungen Zellenrod 9, 29 und Dörnergrund 28: 1) Dienstag, 7. Februar d. I Eichen: 5,4 rm Scheiter, 2 rm Knüppel, 300 Wellen, 9 rm Stöcke; Nadelholz: 191,4 rm Scheiter. 284 rm Knüppel, 6770 Wellen, 166,2 rm Stöcke. 2) Donnerstag, 9. Februar d. I. 2 Eichenstämme von 27 bis 29 cm Durchm., 6—8 m Länge mit 0,86 fm, 229 Fichtenstämme von 13—34 cm Durchm., 7—17 m Länge mit 98,94 fm, 3 Birkenstämme von 19—24 cm Durchm., 4—6 m Länge mit 0,51 fm, 94 Fichten - Derbstangen von 7—10 cm Durchm., 7 —10 m Länge mit 3,78 fm. Zusammenkunft an beiden Tagen Morgens 9 Uhr auf der Kreisstraße Gießen Hausen an der Sackschneise. Nähere Auskunft ertheilt der Großh. Forftivart- Aspirant Menges zu Baumgarten. Gießen, den 27. Januar 1893. Großh. Oberförsterei Schiffenberg. Heyer. 868 Holzversteigerung. In den Waldungen der Mark Muschenheim kommen Mittwoch, den 8. Februar, Vormittags 10 Uhr anfangend, zur Versteigerung: .20 Stück Fichten-Stämme, 9 bis 18 m Länge, 5,02 fm haltend, 92 Stück Kiefern-Stämme, 3 bis Ilm Länge, 30,16 fm haltend, 354 Stück Fichten-Derbstangen, 7bis 18 m Länge, 25,22 fm haltend, 21,2 rm Buchen-, Eichen- u. Nadel- Knüppel, 593 rm Buchen«, Eichen«, Nadel- und Weichholz-Neisig, 29,3 rm Nadel-Stockholz. Der Anfang ist in dem District Lache und wird mit dem Fichtenholz gemacht. Muschenheim, 26. Januar 1893. Gr. Bürgermeisterei Muschenheim. Roth. 854 Jagdverpachtung. Donnerstag den 9. Februar l. I., Nachmittags 1 Uhr, soll die der Gemeinde Reiskirchen zustehende Jagd, enthaltend 2063/4 Hectare Wald und 5313/4 Hectare Feld auf dem Gemeindehause dahier auf weitere neun Jahre verpachtet werden. Bemerkt wird, daß das Jagdgebiet immer ein sehr günstiges Resultat ergeben hat und durch die angrenzenden Waldungen ein starker Wechsel- gang von Rehwild stattftndet. Reiskirchen, 1. Februar 1893. Großh. Bürgermeisterei Reiskirchen. Wagner. [1027 JaMerpachtulig Mittwoch den 8. Februar d. I., Vormittags 10 Uhr, soll die der Gemeinde Inheiden zustehende Wldjagd auf wettere 9 Jahre verpacktet werden. Inheiden, 30. Januar 1893- Großh. Bürgermeisterei Inheiden. Reitz. 976 Keikgeöotenes. Feinsten deutschen COGNAC ärztlich empfohlen Literflasche Mk. 2.—. (371 Liqueure und Wein-Essig ■von Gg. Scherer & Co., Langen. Alleinige Niederlage: Adolf Geisse vonn. G. C. Windecker Seltersweg 2, Ecke am Kreuz. OOOOOOOOOOöOOOOOOOmOOOOOOOOOOOOOOOOO Saponia JÄHRIGER ERFOLG 25 o m |Kestm LU m ERMEtt LU LU Cognac m o rtbnKMcdb1 o m Meine w® •••••••eee»®®o@e®eeeeeuee Ederstrasse 8. Asterweg 47. 477 [Üät zu mäßigen Preisen. 332 1.80 per Pfund netto. Niederlage bei Eberh. Dort, (Hießen, Wallthorstr. 45. n. s. w. zum Selbstkostenpreis ab. [813 Robert Stuhl, Neustadt 23. 181] Neuenweg 22. ui Z o LU 2 LU O —1 o cs rx z o m S* —< m Das Allerwelts-Putzmittel ist Boehms Ul in m o o VERKAUF IN DEN APOTHEKEN UND DROGUEN-HANDLUNGEN. 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Zn reiner ststetschluppe siede ein w'ntg Mer.-nfett in schwachem Salzwaster, allfällig mit Gemüfen, und füge noch dem Anrichten auf einen Lt'er zwei Theelöffel voll Mürze hinzu- Toppen mit Gries, Teigwaaren. »ndbtln re. nur mit etwa» Nierenfett in schwachem Salzwaster gekocht, allfällig mit einem Rest Gemüse (Staut), werden köstlich, wenn man nach dem Anrichten p-r P rson 1 7 Tbee'öff l voll von der Münze beifügt. Reibe darüber Muskatnuß Gesottenes Rindfleisch bleibt si'tig und nabrbah, wenn man das Fleisch in si dendes Master einlegt und der erhaltenen Supp-nbrübe beim Anrichten einen Theelöffel voll Würze beifügt. Z« Bouillon mit Wir Ein ganzes Ei od-r nur das Eigelb wird mit heißem Master und etwa« Sal, in einer Taffe angerührt und ein Theelöffel voll Mürze btazugetban. 1 Job. Fr. Sohaaf in Giesnen, j H. Klippetetn In I^ngsdod l?3S Zu Flammry*, Pudding*, Sandtorten, zur einer der größten Hypothekenbanken vermittele ich die Lelechung gesucht. ------1003l________________ w."Im Einrahmen u. Reinigen von Bildern un^Hl14.n 20, Damenkarlen 30 Pfg. Abends an der Kaffer Evtr^e Mk. 1 50, Gallerte 25 Pfg. (878 Zahlreichem Besuche sehe entgegen- Achtung-vollst Gustav Gühlholtz (Cafe Leib). Unterricht in Buchführung wird er'heilt. fl0'6] Weserstr. 6, III >0141 Unterricht in ktzranzöfisch und Englisch wird erthetlt. ______________________Wes erstraße 6, III, 9*1) Knaben od Mädchen, welche in Gießen die Schule des. wollen, find, gute Bens. Fr. Lehrer Wenzel, Liebigstr. 55 1015] Zwet Damen suchen kleine Wohnung von zwei bis drei Zimmern nebst Zubehör in ruhigem Hause. Gest. Offerten unter Nr. 1015 an die Exped. d Bl. erbeten- fssr Eine gute Milch und stzahrkut», ein gelerntes trächtig,» Rind sowie ein leichter und ein schwerer etnspänn. 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