1893 Rr. 4 <"rrffc8 Blatt Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gieren. chratiskeitage: chießener Jamitienktätter Amtlichsv Theil j “ mit wurde beschlossen, den Strike fortzusetzen und die Behörde zu des Strafgesetzbuches gestern verhaftet. Kiew treten die schwarzen Pocken epidemisch auf. Stock, ru Das Schneegestöber itt v*' VWJJ 78. Sttkt BiftelhML Donnerstag den 5. Januar Unoahmr von Anzeigen zu brr Nachmittag» ffl.r bei lelgenben lag -rscheinenben Nummer bil Bona. 10 llhr. «Bf Lnuoncen-Uureoux bei 3a- und «uiknbel nehm« Anzeigen für bat .Gießener gnjeifler* 'nkgegea. kunft" wurde wegen eines Artikels über die Erziehung von Monarchen auf Antrag der Staatsanwaltschaft confiscirt. Berlin, 4. Januar. Dem „Bert. Tagebl." zufolge wird die Untersuchung gegen die Administration der Panama- Gesellschaft zwischen dem 10. und 15. Januar geschlossen. Saarlouis, 3. Januar. Heute findet in Saarbrücken eine Conferenz zwischen dem Handelsminister, dem Oberpräsidenten, dem Regierungspräsidenten, dem Landrath und den Bergwerksdirectoren statt. Allen Maschinenwärtern wurde mitgetheilt, daß derjenige, welcher nicht arbeite, sofort und für immer entlassen würde. Die Gießener. Verben btm Anzeiger wKhentliL breimal Leifltlfgt Bei auf auf dem Friedhof. Baufluchtlinien wurden festgesetzt bezw. abgeändert für die beiden oberen Gartenstraßen, sammt Schiffenbergerweg und Hessenstraße, für die Verbindungsstraße von der Ostanlage nach der Grünberger- bezw. Licherstraße nebst deren Querstraßen, sür die Privatstraße von der Wetzsteingasse nach der Nordanlage, für die Verlängerung der Schanzenstraße nach der Westanlage und für einen Theil des Tiefenweges. Baugesuche wurden vorgelegt und geprüft: 26 für den Neubau von Wohnhäusern, 42 für desgl. von Nebengebäuden und 68 für Bauveränderungen. zwingen, mit dem Rechtsschutzverein zu unterhandeln. Müller 42, Vorstandsmitglied des Rechtsschutzvereins, wurde nach § 130 Dn erscheint täglich, eeit Ausnahme des Montags. schon gestern Nachmittag eingestellt, dauert an. Deutsches Reich. Aus dem Saarkohlenrevier, 2. Januar. Der Aus st and der Bergleute ist bis jetzt ein allgemeiner geblieben, d. h. er umfaßt noch immer alle Berginspectionen. Im Einzelnen vertheilen sich die Anfahrenden in folgenden Zahlen auf die Inspektionen: Ensdorf (2000 Mann Belegschaft) 310; Louisenthal (3600) 641; Von der Heydt (3000) 391, Dud- weiler (2500) 526; Sulzbach (2700) 305; Reden (3500) 188; Heinitz (4500) 517; Neukirchen (3200) 1182; Fried- richsthal (2400) 265; Göttelborn (800) 125; Fischbach (1800) 96; in Summa 4546 von 30,000 Mann. Es wird vorläufig auf das Ersuchen der arbeitswilligen Bergleute, die aus Furcht vor weitergehenden Belästigungen der Sinkenden nicht in der Dunkelheit an- und abzusahren wünschen, nur auf einer Schicht gearbeitet, die von Morgens 8 bis Nach- Budapest, 3. Januar. Aus allen Theilen des Landes Wien, 3. Januar. In Moskau, Charkow und BierttiiäbriflCT AKoanemeatsprei»» 2 Mark 20 Psg. m« Bringerlohn. Durch die Post bezog« 2 Start 50 Pf-. Rebactton, typt bitte* unb Drudtrei: -chatflritze Mr.?. Fernsprecher 51. 1 der vielen minderweMen un^en wohl zu achten. i ö 25 und 50 Pfennig sind ldrauchsanweisung in folgen; düngen zu Haden: 'n Gießen bei: Adami, Musimrg II, b & Walleustltz, Mktpl, eo, Scltnsweü, Roll 11., Bahnbojstrahe. i: Gg. Hill, Krause, 91., Werner Gebauer. ihr Rod. Schmidt, W. Seippel Wwe., Jac. LteinhLvser, ißrny Vogt. berg: S. vernbeck, ffiilb. Körlsih, • z. r. Pauly, Franz Stamm. bergt Carl Schmierer, C. rMemö. iavheiwt 6. Keg-lman«, «ich. SLvaab, Ri«. Wöruer. \ Bekanntmachung, betreffend die Maul- und Klauenseuche zu Muschenheim. werden große Verkehrsstörungen in Folge der Schneeverwehungen gemeldet. Auf der Südbahn, den südlichen Linien der ungarischen Staatsbahn, auf der Graz-Ebenfurter, Steinamanger und Preßburger Bahn wurde der Verkehr Nachdem seit Erlöschen der Maul- und Klauenseuche zu ! Muschenheim etwa ein Monat verstrichen ist, ohne daß neue ! Seuchenfälle sich gezeigt haben, haben wir der Großherzogl. Bürgermeisterei Muschenheim die Ermächtigung zur Ausstell- »ng von Gesundheitsscheinen für auszuführende Rindviehslücke, Schafe, Ziegen, Schweine in vollem Umfang wieder ertheilt. Gießen, den 3. Januar 1893. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Saarbrücken, 3. Januar. 6283 Bergleute arbeiten, 23,000 sind aus ständig. In der gestrigen Versammlung Paris, 3. Januar. Der „Figaro" und der „Gaulois" kündigten die demnächstige Rückkehr des Herzogs von Orleans an. Paris, 3. Januar. Andrieux erklärt, den Versuchen der Regierung, den Panamaprozeß niederzuschlagen, mit neuen Enthüllungen entgegenzutreten. Paris, 4. Januar. Die Orleanisten erEiäiten, der Graf von Parts werde sofort nach der Rückkehr des Herzog« von Orleans ab dank en. Die Orleanisten sandten zahlreiche Emissäre in die Provinz zum Zwecke der Organisirung der Partei und Sammlung von Geldern. Amsterdam, 3. Januar. Die gestrigen zahlreichen Meetings der Arbeitslosen führten wiederholt, blutige Zusammenstöße herbei. Die Gouverneure der Provinzen Groningen und Friesland forderten Verstärkungen und melden, die Lage sei sehr gespannt. In Sapeneer feuerten die GenSdarmen auf die Volksmenge, tödteten zwei Personen, verwundeten fünf schwer und verletzten eine große An- Dublin, 3. Januar. Ein Regierungsdecret schafft das bisherige Bayonnetgewehr für die Polizei ab und ersetzt dasselbe durch den Polizei stock. Mchener Anzeiger Kenerat-Wnzeiger. DDia* i. Sitzen. enbach a. m, s3&. -GH- ^ch'hmarke.vüffelhavt« ÜldNWWN Btr ju biHlgtn Mm lf t ™ Adam Heß, Sattler. SÄen, , üeMbn Cognac aus bet Fabrik von iSSSÄp. ^Ha-s, Kabnhosstraßk. Äewiethungen. n Schöne ®°^nun®^6iflS mmtr, ©arteno We®’ rftrtnlöflt 36. -rrTT, M^^neu t|eTG()5t, mittags 4 Uhr dauert. Die Stimmung unter den Bergleuten ist im Allgemeinen immer noch eine strikelustige, davon geben die Versammlungen Zeugniß, die in den beiden letzten Tagen v. Gagern.___________________ Gießen, den 31. December 1892. Betr.: Die Kranken-, JnvaliditätS- und Altersversicherung der Krcisstraßenwarte. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Grosih. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Sie wollen die Gemeinde-Einnehmer anweisen, bezüglich der bis Ende December 1892 für die Kreisstraßenwarte vorlagsweise gezahlten Beiträge zu den Kosten der Gemeinde- krankenversicherung, und zwar für 512/6 Wochen, sowie derjenigen für Alters- und Invaliditäts-Versicherung sosort mit der Kreiskaffe abzurechnen und die Vorlagen gegen Abgabe der Quittungen hierüber, welche nach den bezüglichen Versicherungen getrennt auszustellen sind, in Empfang zu nehmen. Wir sehen Ihrem Bericht darüber, daß die gedachte Abrechnung erfolgt ist, bis spätestens 1. Februar 1893 entgegen, v. Gagern. au einigen Orten abgehalten wurden. In allen wurde be- | schlossen, weiterzustnken. Die Ausständigen glauben den Versicherungen der Redner und Führer, die behaupten, aus : anderen Ländern, Oesterreich, Belgien, Frankreich, England, | seien Unterstützungsgelder unterwegs oder bereits eingegangen, i Mit Geldmitteln scheint man zudem noch etwas versehen zu | sein, denn die „St. Johanner Zeitung" verzeichnet die Thal- | fache, daß an den vorletzten Zahltagen das Geld seitens der Bergleute stark zurückgehalten wurde; es konnten dies besonders die Krämer und überhaupt die Kaufleute spüren. Ausschreitungen werden mehrere gemeldet, doch haben dieselben keine derart ernste Natur angenommen, daß militärische Hilfe von Nöthen gewesen wäre, wenn auch mancherorts die ängstliche Bevölkerung eine solche wünscht. Die Meldung, daß auf der benachbarten königlich bayerischen Grube St. Ingbert eine theilweise Arbeitseinstellung stattgefunden habe, wlrd _________ seitens des dortigen Bergamts dementirt. Saarlouis, 4. Januar. Eine in Ensdorf-Schwalbach ---------abgehaltene sehr stark besuchte Versammlung hat beschlossen, Neueste Nachrichten» weiterzustriken. Alles ruhig. Die St. Jngberter Grube Wolffs telegraphisches Eorresyondmz-Bureau. strikt nicht. Die Glashütte zu Sulzbach hat wegen loh en- Paris, 3. Januar. Die „Cocarde" behauptet, die mangel den Betrieb eingestellt. 500 000 Frcs. des Checks, den der verstorbene Minister ■ Barbe erhalten hat, seien theilweise unter Floquet für dem VerWaltllNgsberichtc der iKro^y. Wahlzwecke verwendet worden. Bürgermeisterei Gießen. Hamburg, 3. Januar. Erneuter Westwind, verbunden « fctnrtf(,huno') mit stärkeren Nachtfrösten, brachte auf der Elbe bedeutenden W b tragen: Eisgang, in Folge dessen der Dampferverkehr sehr er- Das Grundvermögen der Sradt yat ven^« sckwert ist. Die Segelschifffahrt ist fast ganz unmöglich, an Feld (zum größten Theil als £ Die norwegische Bark „Maria Charlotte" und die Schooner- 110,74 ha, an Wiesen (zum größten W\ Galione „Margaretha trieben n ' ® ’« I 1 q unh 21 der städtischen Triebviertel wurde N°m°nS des Kaisers und der Staatsregierung und überreichte Abrechnung der Neubauten des S'ndt^naben chulh°u'°s a dem Vorsitzenden, Prasesiar Bail, den Kranenarden dritter, der Rardanlage und der Turnhalle surdie cheasichule ya drei anderen Mitgliedern den Rothen Adlerorden vierter Klasse, der Gang und der Umfang der A b Ableben Oberbürgermeister Dr. Baumbach beglückwünschte die Ge- naturgemäß zu letden g°h°bt unter d n durch da- Ableb s-llschast Namens der Stadt. Zahlreich- Festgaben und des Stadtbaum-,st-rs wie des G-Hils-N Stumpf m dem Widmungen gingen ein. Nachmittags sand ein Festmahl statt. Personalbestand emgetretenen Lücken. Neben den fton^gen ■ - Unterhaltungsarbetteu und Anschaffungen jur oie jtaotqajen Depeschen des Bureau „Herold". Gebäude, Straßen und Grundstücke hat das Stadtbauamt im Berlin, 3. Januar. Preußische Klassenlotterie. Wesentlichen die nachstehenden Arbeiten zur Ausführung ge- der heutigen Ziehung fiel ein Haupttreffer von 30,000 Mk. bracht: I. Im Hochbau: Fertigstellung des Anbaues an die Nummer 1662 und ein Gewinn von 15,000 Mk. das Verwaltungsgebäude des städtischen Gas- und Wasser- Nr. 23,394. I Werkes, Aufstellung eines zweiten Dampfkessels und Ver- Berlin, 3. Januar. Seit dem 1. Januar kamen, laut größerung des Maschinenhauses im Schlachthofe, Herstellung einer Meldung des „Reichsanzeigers", 5 Cholera-Er- eines Anbaues am Leichenhause auf dem Friedhöfe, Wasserkrankungen in Hamburg vor. I Versorgung und Telephonanlage in der Jsolirbarackc, Her- Altona, 3. Januar. Heute wurde hier ein Fall von stellung des äußeren Verputzes und Closeteinrtchtung tut Cholera gemeldet. Bürgermeistereigebäude. II. Im Straßen- und Ttef- Berli«, 4. Januar. Nummer 14 der Harden'schen „Zu- bau: Straßenumbau und Canalisirung des Stadtringgrabens ~ auf der Nordanlage entlang der Stadtknabenschule, Ausbau der Steinstraße von der Nordanlage bis zur Schillerstraße, sowie der Dammstraße westlich des- Stadtringgrabens, Verlegung der Nordanlage entlang der Röhrle'schen Brauerei, Herstellung der Verbindungsstratze vom Seltersweg nach der Südanlage (Goethestraße), Ausbau der verlängerten Goethe- und Bismarckstraße, sowie der Diezstraße; Fahrbahnpflasterung der oberen Bahnhofstraße, desgleichen mit Trottoirpflasterung in der Liebigstraße entlang der alten Klinik, Pflasterung der Kreuzung der Ludwigs- und Bleichstraße, sowie die Abzweigung der Klinikszufuhrstraße von der Frankfurterstraße; Anlage erhöhten Cementtrottoirs unb Fahrbahnregulirung in der Bahnhofstraße zunächst der Steinberger'schen Hofraithe, Anlage erhöhter gepflasterter Trottoirs auf der Nordwestseite der Grünbergerstraße und in der Ludwigs-, Goethe-, Bleich- und Klinikszufuhrstraße, sowie Anlage erhöhter Kiestrottoirs in der Alice- und Löberstraße entlang der Wieseck; Chaussi- rung des Erdkauterweges, des Gleibergerweges von der Valentin'schen Besitzung bis zur Landesgrenze, .eines Theiles des Wartweges am Rodberg und des oberen Hauptweges auf Bekanntmachung, betreffend die Regelung der Sonntagsruhe im Handelsgewerbe. In Ergänzung der pos. III unserer Bekanntmachung vom 25. Juni 1892 — abgedruckt im Gießener Anzeiger Nr. 147 — bestimmen wir auf Grund des § 105e des Gesetzes vom 1. Juni 1891 für diejenigen Sonn- und Festtage, an denen gesetzlich eine fünfstündige Beschäftigungszeit zulässig ist: a) Der Handel mit Blumen und Kränzen soll während der Wintermonate (October bis einschließlich März) in der Zeit von 7 Uhr Vormittags bis 4 Uhr Nachmittags, während der Sommermonate (April bis einschließlich September) in der Zeit von 7 Uhr Vormittags bis 6 Uhr Nachmittags, in beiden Fällen ausschließlich der für den Hauptgottesdienst bestimmten 2 Stunden, und b) der Handel mitTabak, Cigarren und zugehörigen Rauchutensilien soll in der Zeit von 11 Uhr Vormittags bis 7 Uhr Abends, jedoch nur für solche Läden, in welchen keine anderen als die bezeichneten Gegenstände feilgeboten werden, zulässig sein. Gießen, den 2. Januar 1893. Großherzogliches Kreisamt Gießen. __________________v. Gagern.__________________ Die practischen Aerzte des Kreises Gießen, welche im Laufe des verflossenen Jahres Impfungen vorgenommen haben und mit der Einsendung der Jmpflisten im Rückstand sind, werden hierdurch auf den § 8, Abs. 2 des Reichs- Jmpfgesetzes vom 8. April 1874 aufmerksam gemacht. Gießen, den 3. Januar 1893. Großherzogliches Kreisgesundheitsamt. . per Unter den für die künftige bauliche Entwickelung unserer Stadt wichtigen Maßnahmen verdient an erster Stelle hervorgehoben zu werden der bedingungslose zum Preise von 90000 Mark erfolgte Ankauf der ehemals Schüler'schen Besitzung an Südanlage, Neuenbäuen und Neuenweg, womit einerseits der Zerstückelung dieses schönen Anwesens vorgebeugt und anderseits dasselbe mit Rücksicht auf seine centrale Lage und seinen Zusammenhang mit der städtischen Südanlage zu späterer Verwendung im öffentlichen Interesse, sei es als Stadtgarten oder bergt, gesichert werden wollte. Die Stellung der zweiten evangelischen Kirche entlang der Südanlage bezw. der neuen Verbindungsstraße zwischen dieser und dem Seltersweg, sowie die nach Ueber- Wölbung des Stadtringgrabens zu vollziehende Gestaltung des dortigen Platzes wurden im Einvernehmen mit dem Kirchen- vorstand geregelt- desgl. die Herstellung einer, vorzugsweise für den Fußgängerverkehr und den Zugang zur Stadtknaben- schule bestimmten Verbindungsstraße vom Kirchenplatz durch den Pfarrgarten nach der verlängerten Wetzsteingasse bezw. dem OswaldSgarten. Die Verhandlungen über den weiteren Ausbau der Löberstraße und damit zusammenhängend über den der Goethestraße zu gebenden Character haben zu dem Beschluß geführt, daß späterhin die Wieseck auch im Zuge der Goethestraße durch eine fahrbare Brücke überschritten, den Bedenken wegen allzu empfindlicher Störung der Aula und der dortigen Universitätsinstltute danach aber begegnet werden soll durch das Verbot des Befahrens der anstoßenden Strecken der Ludwigs-, Goethe- und Stephanstraße mit durchgehendem Lastenfuhrwerk. Der Ausbau der Schottstraße, sowie die Durchführung der Stetnstraße von der Schott- bis zur Schillerstraße wurden in Angriff genommen- desgl. der Ausbau der Liebigstraße von der Ludwig- bis zur Stephanstraße durch Einleitung des erforderlichen Enteignungsverfahrens vorbereitet. Die bisheran als Privatstraße geltende sogen. Wodestraße wurde nach Ausführung einer massiven Brücke auf die Ostanlage und nach — auf Kosten der Interessenten erfolgtem — Ausbau als Diezstraße von der Stadt übernommen. Der Umbau des hiesigen Bahnhofes und die damit verbundene Verlegung des gesammten Güterverkehrs auf die Westseite der Bahn haben nach Abschluß des unterm 10. April 1891 durch den König!. Preußischen Minister der öffentlichen Arbeiten genehmigten Abkommens im Berichtsjahre keinen weiteren Fortgang genommen, wohl aber ist die Stadt- verordneten-Versammlung auf Anregung Großh. Handelskammer in die Verhandlungen eingetreten wegen eventueller Anlage von öffentlichen Lagerplätzen bezw. Lagerhäusern im Anschluß an den zu verlegenden Güterbahnhof. Der überaus schleppende Gang jener ebenso für unsere Handelswelt wie für die Entwicklung ganzer städtischer Gebiete so wichtigen Angelegenheit sei auch an dieser Stelle aufs Lebhafteste beklagt. Die Verbindung des neuen Stadttheiles am oberen Seltersberg, insbesondere auch der neuen Kliniken, mit den Bahnhöfen durch einen städtischerseits direct über den Bahnhof der Oberhessischen Eisenbahnen zu führenden Fußgänger- st e g konnte im Berichtsjahre nicht zu dem gewünschten Ziele geführt werden, weil einerseits der Erwerb des dazu von Justus Lenz benöthigten Geländes die Einleitung eines (inzwischen durch Vergleich erledigten) Enteignungsverfahrens nöthig machte, und weil anderseits eine wiederholte Submission für Lieferung des eisernen Brückensieges, unter Verbreiterung seiner Lichtweite auf 2,5 Meter, als rathsam erschien, alber deren Ergebniß vor dem Dienstantritt des neuen Stadtbaumeisters eine Entschließung nicht wohl zu treffen war. Auf Grund des Beschlusses vom 19. Februar 1891, „dahin zu wirken, daß an Stelle der genehmigten Nebenbahn Londorf-Lollar eine solche von Londorf nach Gießen, die Orte Alten Buseck und Wieseck berührend, mit Haltestelle im Nordende von Gießen erbaut werde", wurde — nachdem Großh. Ministerium der Finanzen die Ausarbeitung eines derartigen Projectes durch die Staatstechniker abgelehnt — der Großh. Sächsische Baurath Hostmann in Hannober mit Aufnahme und Bearbeitung eines generellen Projectes für die gewünschte Linie betraut. Die auf Erbauung einer Nebenbahn Gladenbach-Gießen gerichteten Bemühungen dortiger Jntereffenten, bezw. die Fortführung einer von Erda-Königsberg nach Kinzenbach geplanten Nebenbahn bis Bahnhof Gießen wurden durch Eingaben an die zuständigen preußischen und hessischen Behörden unterstützt, bis jetzt ohne Erfolg. _______________________(Fortsetzung folgt.)_______________________ Cocoles unö provinzielles. Gießen, 4. Januar 1893. — Denkmal für ltzroßherzog Ludwig IV. Bei dem Schatzmeister des Landesausschuffes für das Denkmal weiland Sr. Königl. Hoheit des Großherzogs Ludwig IV. gingen gestern zweitaufendvierhundertdreizehn Mark 97 Pfg. als gesammelter Beitrag der Offiziere, Sanitätsoffiziere, Beamten, Unteroffiziere und Mannschaften der Großherzoglich Hessischen (25. Division ein. — Militärisches. Am 15. Februar d. I. sind es 25 Jahre, feit im Großherzogthum Hessen die Landwehrbehörden organisirt resp. die Bezirks-Commandos errichtet wurden. Durch Allerhöchste Verordnung vom 15. Februar 1868 wurde die Eintheilung deS Großherzogthums in die Landwehr-Bataillons- Bezirke (Bezirks-Commandos) Gießen, Friedberg, Darmstadt I, Darmstadt II, Mainz besohlen. Bei der anderweitigen Eintheilung der Verwaltungs-Bezirke im Jahre 1874 wurde auch eine Aenderung der Territorialgrenzen vorgenannter Landwehr-Bataillons-Bezirke vorgenommen und die Bezirks Com- mandoS Erbach i. O. und Worms neu errichtet. — Neues Theater. „Die Goldfische", Lustspiel in 4 Acten von Franz von Schönthan und Gustav Kadelburg. Das Stück hat drei Liebespaare aufzuweisen, die sich nach mannigfachen Verwicklungen auch glücklich verloben. Die Ver- fctffcr haben diese einfachen Geschichten zu einem der feinsten und schönsten unserer modernen Lustspiele ausgearbeitet. Ein Premierlieutenant, Erich von Felsen, spielt dir Hauptrolle. Ein geistig überlegener, witziger Kopf, ein ehrenhafter, tüchtiger und kühner Offizier. Wie ein Wirbelwind weiß er sich in aller Herzen zu schmeicheln. Er ist die Zierde des Regiments, der Liebling der Damen. Eine junge Wittwe, Josephine von Pöchlaar, versteht es, sein Herz zu feffeln. Sie ist eine Dame von Hoheit und Würde, Geist und Anmuth. Ihre Sprache ist witzig und ihre Pointen treffend. Das Paar ist sich geistig ebenbürtig. Es ist eine Lust, den beiden im Anfänge des Stückes in ihrer Conversation zu lauschen. Wie zwei gewandte Fechter stehen sie sich gegenüber- jeder sucht eine Blöße des Gegners zu erschauen, und dann frffch dreinzuhauen - aber die Hiebe werden parirt, ober, wenn nicht, so folgt als Antwort ein noch wichtigerer Schlag. Auch bie übrigen Personen sinb scharf characterisirt, die Sprache mit viel feinem Humor behanbelt- bie Hanblung selbst gut motivirt bis in ihre Details unb lebhaft burch- geführt. Freilich finben wir keine jener brastischen Witze ober Kalauer, bie wahre Lachsalven erregen; Einzelfeuer wirb eröffnet. Es ist ein feiner geistreicher Witz, ber nur ein Lächeln hervorruft. Herrn Hacker sahen wir zum ersten Male in biefer Saison in einem Lustspiel austreten. Er spielte bie Rolle bes Erich von Felsen, währenb Frl. Brünner als Josephine von Pöchlaar auftrat. Die Dame erlebigte ihre schwierige Rolle mit viel Geschick. Herr Hacker war in seinem Auftreten,- seiner vornehmen Haltung, in allen seinen Bewegungen bis auf bas Drehen bes Schnurrbarts und bas überlegene Lächeln ber Garbelieutenant comme il faut. Seine ritterliche Figur vereinigte sich mit seiner schauspielerischen Tüchtigkeit, um ben Erfolg bes Abenbs zu gewinnen. Die übrigen Rollen hatten eine verhältniß- mäßig gute Besetzung gefunden. Die Darsteller wußten ihre Aufgaben mehr oder minder glücklich zu lösen. Reicher Beifall lohnte. -eh. — Neues Theater. Herr Hofschauspieler Hacker, welcher gestern als Erich von Felsen in dem Lustspiel „Goldfische" einen ausgezeichneten Erfolg errang, tritt am Freitag zum letzten Male als Erbprinz von Baireuth in dem historischen Lustspiel „Zopf und Schwert" auf. Wir machen auf diesen Abend besonders aufmerksam. — Naturalverpflegungsstation. Im Monat December 1892 haben 653 durchreisende Handwerksburschen die Verpflegung erhalten. 5722 Stationsgästen wurde im verflossenen Jahre Verpflegung, bestehend in Nachtessen, Nachtlager und Frühstück zu Theil. Die Kosten hierfür beliefen sich auf 3517.16 Mk. Erledigte Lehrerstelle. Die Lehrerstelle an der katholischen Schule zu Gimbsheim mit einem jährlichen Gehalte von 1000 Mk. Mit der Stelle ist Organistendienst verbunden. — Schuldienst-Nachrichten. Am 23. December wurde der von dem Herrn Fürsten zu Jsenburg-Birstein auf bie erste Lehrerstelle an ber Gemeinbeschule zu Wenings präsen- tirte Schulamtsaspirant Heinrich Peter baselbst für biefe Stelle bestätigt. — Das Jahr 1893 ist ein gemeines Jahr von 365 Tagen ober von 52 Wochen unb 1 Tag, unb bas 6606. ber julianischen Periode. Jahresregent ist der Merkur. Am 16. April findet eine bei uns sichtbare totale Sonnenfinsterniß statt, während die ringförmige Sonnenfinsterniß am 9. und 10. October hier nicht sichtbar sein wird. Mondesfinsterniffe finden im Jahre 1893 keine statt. Der astronomische Frühling beginnt am 20. März, der Sommer am 21. Juni, der Herbst am 22. September, der Winter am 21. December. Von ben beweglichen christlichen Festen fällt Ostersonntag auf den 2. April, Pfingstsonntag auf den 21. Mai. Da der Aschermittwoch auf den 15. Februar fällt, wird der Fasching nur 39 Tage dauern. Falb prophezeit für 1893 insgesammt 25 kritische Tage unb zwar 8 erster, 11 zweiter und 6 britter Orbnung. Der allerkritischste Tag bes Jahres soll auf den 16. April (Neumonb) fallen. Lauterbach, 1. Januar. Vorgestern starb nach langem schweren Leiben im besten Mannesalter ber hiesige Großh. Kreisarzt Herr Dr. Theob or Ziesing. □ Vom Vogelsberg, 3. Januar. Der Versanbt von Neujahrskarten hat hier in ben meisten Orten gegen früher nachweislich entschieden nachgelassen. Seinen Höhepunkt hatte dieser Versandt vor drei bis vier Jahren erreicht. Namentlich hat man das Verschicken der Witz- und Spottkarten vielfach eingestellt. Letzteres ist mit Freuden zu begrüßen, da hierbei öfters Unfug von unberufenen Händen verübt wurde. Nachdrücklich hatte man seitens vieler Pfarrer von der Kanzel gegen diese Unsitte Front gemacht. Friedberg, 3. Januar. Der größte Theil ber hiesigen Geschäftsinhaber, welche offene Läben besitzen, hat sich bahin geeinigt, baß sie vom 1. Januar 1893 ab ihre Geschäfte Abends 9 Uhr schließen werden. Nur an Samstagen, sowie vier Wochen vor Weihnachten, acht Tage vor Ostern unb Pfingsten werben biefelben bis 10 Uhr geöffnet fein. Bad Nauheim, 3. Januar. Dem Vernehmen nach wird sich mit Beginn ber nächsten Babefaisan ein weiterer Arzt, ber 13. am hiesigen Platze, nieberlaffen unb hat ber- fetbc bereits einen Bauplatz hier erworben. K. Nieder Weisel, 3. Januar. Die Sitte, bas neue Jahr anzuschießen, besteht auch hier. Leiber ging es biesmal nicht ohne Unfall ab, ba ein junger Mann burch einen sogenannten explodirenben Frosch am Auge verletzt würbe, infolge besten er in bie Gießener Klinik gebracht würbe. Da burch biefe Frösche Personen in Schrecken versetzt werden, ist es einmal Zeit, baß mit biefer Unsitte, bie schon so manches Unglück hcrbeigesührt hat, gebrochen würbe. — Die Holzver st eigerungen haben vorige Woche im hiesigen Walb ihren Anfang genommen unb würben ziemlich hohe Preise erzielt. K. Steiufurt bei Bab Nauheim, 3. Januar. Arn verflossenen Donnerstag fand hier bie Wahl eines Bei- geordneten statt. Herr Landwirth Alles wurde mit 73 Stimmen gewählt, sein Gegencandidat Herr Huber, der auch Bürgermeiftercandibat war, erhielt 70 Stimmen. Stammheim, 3. Januar. Nachbem vor einiger Zeit bie hiesige Gemeinbe bas von Rabenau sche Gut für 305,000Mark gekauft hatte, hat sie sich, wie bie „D- Z-" melbet, am 31. December mit bem beseitigen Pächter, besten Pachtzeir noch vier Jahre zu dauern hatte, bahin geeinigt, baß berselbe gegen eine Abfindungssumme von 24,000 Mark bas Gut alsbalb verläßt. Mit bem Verkauf bes ca. 110 Hectar großen Gutes wird nunmehr sofort begonnen werben. Darmstadt, 3. Januar. Buchstäblich tobt geschr icen soll sich in ber Neujahrsnacht ein breiviertel Jahr altes Kind in ber Frankfurterstraße haben, besten Eltern ausgegangen waren unb bas Kleine sich bie ganze Nacht allein überlasten hatten. Darmstadt, 3. Januar. Gestern Abend ereignete sich in der Nähe ber Station Kranichstein bei einem Güterzuge ein fürchterliches Unglück. Es löste sich nämlich in Folge Bruchs bes Kuppelungsnagels ber vorberc Theil ber Loco- motive von bem Tenber unb stürzte in Folge bes starken Rucks ber Lokomotivführer Steitz auf bie Schienen, wo er von ben Stübern bes nachrollenben Zuges vollstänbig zermalmt würbe. Der Verunglückte, welcher ein sehr braver Mann unb gewissenhafter Beamter war, hinterläßt eine Wittwe mit neun unmünbigen Kinbern. Bickenbach, 2. Januar. Eine förmliche Concurrenz herrschte am verflostenen Samstag um ben hiesigen Nacht- wächterdienst, so baß sich ber Gemeinbevorstanb veranlaßt sah, ben Dienst öffentlich zu versteigern. Demzufolge würbe ber jährliche Gehalt, welcher seither 110 Mark für einen Poften betrug, aus 77 resp. 85 Mk. burch baS Abgebot rebuziert. Da ber Dienst abwechselnb geschieht, so beträgt ber nächtliche Gehalt ganze 42 resp. 46 Psg. Gewiß ein hübscher Nebenverdienst. Vermischtes. * Berlin, 30. December. Prinz Friedrich Karl von Hessen, der Verlobte der Prinzessin Margarethe von Preußen, gehört zu den reichsten Fürstlichkeiten in Deutschland. Sein Besitz soll die Summe von 125 Millionen Mark Übersteigen. Der zukünftige Schwager des beutfeben Kaisers ist dem Hohenzollernhause bereits durch seine Geburt verwandt, denn seine Mutter, bie Lanbgräfin Anna von Hessen, war eine Schwester bes Prinzen Friebrich Karl. Die einzige Schwester ber Landgräfin Anna, Prinzessin Louise von Preußen, vermählte sich im Jahre 1854 mit dem Landgrafen Alexis von Hessen-Philippsthal Barchfeld- diese Ehe wurde bereits im Jahre 1861 wieder geschieden. Seitdem lebte die Prinzessin Louise in Wiesbaden in strengster Zurückgezogenheit und erschien nur selten am Berliner Hose. Ihr nahes Ver- wandtschaflsverhältniß zu dem sürstlichen Bräutigam hat bie Prinzessin jebcch veranlaßt, bie Einlabung des Kaisers anzunehmen, sie wirb ben bevorstehenben DermählungSseierlich- keiten beiwohnen. * Heidelberg, 2. Januar. Der verstorbene Rentner Steinmüller vermachte ber Stabt Karlsruhe zu wohlthätigen Zwecken 227000 Mk. * Bei ber Weihnachtsbescheerung starb in Liegnitz plötzlich eine 70 Jahre alte Frau. Dieselbe hatte eben bie Geschenke an bie Ihrigen venheilt unb zurechtgelegt und sich dann auf einen Stuhl gesetzt. Hier senkte sie plötzlich ben Kopf zur Seite unb verschied lautloö. Ein schöner Tob jebensalls! * In Woritten bei Dietrichswalbe lebt noch ein Veteran aus ben Befreiungskriegen, Namens Casimir Koza. Er erhielt zu Weihnachten von bem Bezirkscornmando zu Allenstein ein Geldgeschenk von 70 Mark. * Wien, 3. Januar. Wie aus Monte Carlo einge- troffene Nachrichten melben, hat bort ber Galizische Petroleumgrubenbesitzer Victor von Klobassa, eine in Wiener Gesellschaftskreisen bekannte Persönlichkeit, wegen großer Spielverluste bort einen Selbstmorbvcrsuch unternommen. Der Bruber bes Herrn von Klobaffa ist nach Monte Carlo abgereift. Nniversitäts - Nachrichten. Halle a. d. Saale, 1. Januar. Die „Saale-Zeitung" erfahrt, der Gehelmrath Hitzig von hier fei in erster Linie zumNch- solger deS verstorbenen Psychiaters Meynert in Wien au-erfehen. Wien, 2. Januar. Der Juristen,eitung zufolge ist Proseffor Philippa vtch auS Freiburg für die erledigte Lehrkanzel derRattonal- Sconomte nach Wim berufen. Profestor Erner In Wien hat einm ehrmvollen Ruf, an Stelle WindscheidS nach Berlin zu gehm, abgelehnt. __________________________________________ Wöchentliche Ueberfichl der TodeSsälle in Gießen. 52. Woche. Vom 25. December bis 31. December 1892. Einwohnerzahl: angenommen zu 21500 (inet. 1600 Mann Militär.) SterblichkeitSziffer: 7,39°/« bezw. 4,92 nach AuSfchl. der OrtSfremdm Kinder ES ft ar ben an: Zusammen: Erwachsene: im. vom 1.Lebensjahr: 2.—15 Jahr: Gelmktuberculose 1 (1) 1 (1) - Tuberkulose d.Gehtrns und seiner Häute 1 — — 1 Krämpfen 1 — 1 — Summa: 3 (1) 1 (1) 1 1 91 nm. Die in Klammern gesetztm Z sfern geben an, wie viele der Todesfälle in der betreffmdm Krankheit auf von auswärts nach (Hießen gebrachte Kranke kommm. i- - ' 1 === ‘ ■pi irr ■■ rOOMrD K*J'-Keblu' Romane und Novellen sessklndster und ‘ crl'knsler Art. oundcrte von gei(b vollen Artikeln aus allen Gebieten des Wissens. — Lebendige Darstellungen der bedeutendsten Zeitereignisse. - Geistige Spiele aller Art. - prachtvolle .Illuslratioiicn in unerschvpslicher Fülle u’nb Gediegenheit. „2lebev Land itnö 24leer“ ist ein Zamilien-Iourual Marktplatz 17, 2 Tr. NB. Auch habe eine große Parthie zum Ausverkauf gestellt zu sehr billigen Preisen. [262 August Struck, Giessen, Bismarckstr. 6. Berlin, den 31. December 1892. Direetion der Berlinischen Lebens-Versicherungs-Gesellschaft. Weitere Auskunft wird gern ertheilt, auch werden Anträge auf Versicherungen entgegengenomnien von das Statut der Ortskrankenkasse Gießen bettessend. Donnerstag. 5. Januar, Nachmittags 2 Uhr, zu Gießen in der Bieker'scheu Hofraithe sollen gegen Baar öffentlich versteigert werden: 1 Pianino, 1 Garnitur Polstermöbel, 1 Posten Cigarren, 1 Cassaschrank, 1 Secretär, 2 Derticows, 2 Sophas u. s. w Versteigerung vorauss. theilw. bestimmt. Engel. C. F. Schwarz Söhne, Marktstratze. Berlinische Lebens-Versicherungs-Gesellschaft von 1836. Berlin W., Behren-Strasse 69. Der im Jahre 18193 an die mit Anspruch auf Dividende Versicherten zu vertheilende Gewinn für 1888 stellt sich auf Mk. 790 119, die Prämiensumme der Theilnahmeberechtigten beträgt Mk. 2 394 300. Die hiernach zu vertheilende Dividende von 33% der Jahresprämie (Modus I) und 1893.x übernimmt Lebens-, Aussteuer- und Leibrenten-Verslcbe- Bedingungen. 1891 Suppenwürze L Wf*ein8e,r® Drebes & Wallenfels. Gclegenheitskauf Um zu räumen, verkaufen wir noch ca. 150 Kaiscr- mäntel für Herren und Knaben zu bedeutend ermäßig- Eln wahrer Schatz für die unglücklichen Opfer der Selbst- befleckung (Onanie) und geheimen Ausschweifungen ist das berühmte Werk von 3% der In Summa gezahlten Jahresprämien (Modus II) auf ihre im Jahre 1893 fälligen Prämien in Anrechnung- Buchhandlung Süd-Anlage 5 158 Nachrichten- GEH Journallesezirkel T enthaltend 30 der hervorragendsten Wochen-, Vierzehntags- und Monats- V^W Schriften. €> Auswahl der einzelnen Journale den Wünschen der Abonnenten überlassen. Vierteljähriger Abonnementpreis von Mk. 1.— an, 2 ihren neu eingeführten 4- Broschüronzirkel. JL Für den geringen Betrag von Mk. 1.— monatlich erhält der Abonnent leihweise 6 Broschüren religiösen, politischen, wissenschaftlichen etc. Inhaltes im Werthe von 2 bis 5 Mk. 1* "fr Theilnahme an beiden Zirkeln kann jeder Zeit erfolgen. Prospecte stehen ey gratis zur Verfügung. 211 Einladung zum Abonnement auf bic (f> v 0 0 f 0 li 0 - A u 5 n a b c j w „Neue Musik-Zeitung« [235 eine dauernde Heimstätte finden. Jede Probe-Nummer genügt als Beweismittel für die Reichhaltigkeit und Billigkeit des Blattes (nur Mk. 1.- pro Quart, für 6 Nummern mit vielen Musikbeilagen). gflT Probe-Nummern gratis urd franco vom Verleger Carl Grünlnger, Stuttgart. Abonnements d. jede Buchhandlg. od. Postanstalt. dmA hier. Prinz Friedrich Karl : Prinzessin Margarethe von Fürstlichkeiten in Deutschland, t 125 Millionen Mark über- zer des deutschen Kaisers ist )urch seine Geburt verwandt, äsin Anna von Hessen, war Diedrich Karl. Die einzige Prinzessin Louise von Preußen, mit dem Landgrafen AeflS :lh; diese Ehe wurde bereits :n. Seitdem lebte die Prin- strengstcr Zurüchezogenheit iner Hose. Ihr nahes Ver- ürstlicheu Prautigavr hat die Einladung deS Kaisers anzu- ichenden VerwahlungSseierlich' . Der verstorbene Rentner Karlsruhezu wohlthätigen eerung starb inLiegnihplvtz- Tieselbe hatte eben die Gelt und zurechtgelegt und sich hier senkte sie plötzlich M > lautlos. Ein schöner rod .swalde lebt noch ein Veteran mens Casimir Koza. Er erhielt K B4deDnffilDir1C F D ,1tT'DOltfd.P die edle Musika gepflegt wird, Interesse für aUe Vor- gänge auf musikalischem Gebiet vorhanden ist, neben Unterhaitung auch auf Belehrung Werth gelegt wird, Verloren ein Portemonnaie mit 20 Mk. Inhalt. Der redliche Finder wird gebeten, dasselbe Schiffenbergerweg 14 gegen gute Belohnung abzugeben._________(229 257] Die ReichSbank'Rebenstelle sucht zum baldigen Eintritt einen braven junge« Man« mit guter Handschrift- in des Wortes fdwifter Ivdeutmiq. I Preis vierttljährlich I Preis für die allvier. <13 Slummmi) jef)iitäflig erschein. Hefte 3 Mark. | 50 Pfennig. VroSe-Keft jur Anfl d)t frei iuS Haus von jener Buchhandlung. = Abonnemente =. in allen Buchhandlungen und Postanstalten. ‘im, 3 ä« bet. «Wu** ?etn ti°t tini Shnttntt>- für 1 iu Ä*- ** iS* äaB« ®ne >°mUche dmcumni t’a“5k? w«'" m* "'HUK». jtityr 110 $art tt, ""itf hr* haS 11W Mich, io i(L( ®e«6 ,l„ Montag den 16. Januar 1893, Vormittags 10 Uhr, soll im Garnison - Lazarcth zu Gießen für 1893/94 die Lieferung der erforderlichen Verpflegungsbedürfnisse und die Abnahme der gewonnenen Brotreste, Küchenabfälle und Knochen ver- dilngen werden. [233 Die Bedingungen sind im Geschäftszimmer des LazarethS einzusehen. GroßherzoglickeS Garnison - Lazareth. Bekanntmachung. Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß in der am 23. vorigen Monats abgehaltenen Generalversammlung der Licher Sparund Credit-Actiengesellschaft zu Lich für den verstorbenen Rechner Johann Konrad Kämmerer von Lich Louis Dörmer von da zum Rechner gewählt worden ist. Lich, den 2. Januar 1893. Grobherzogliches Amtsgericht. L a n g e r m ann. 246 Lamstag den 7. Januar, Nachmittags 2‘/i Uhr, sollen auf dem hiesigen Ortsgericht die dem Oeconom «arl Rinn in Gießen gehörigen Immobilien, welche im „Gießener Anzeiger" am 16. December veröffentlicht wurden, nochmals mit dem Ansügen ver- steigert werden, daß bet einem annehmbaren Gebot die Genehmigung alsbald ertbeilt werden kann. Gießen, 31. December 1892. Großh. Ortsgericht Gießen. I. A : Vogt.__121 Herrn Zahnarzt Koch bis zu der ,„IHerrn August Wehn. 8 Gegen g«te Belohnung daselbst ab- Wir bringen hiermit zur allgemeinen Kenntniß, daß für die OrtS- £4.' L H krankenkasse Gießen mit Wirkung vom 1. Januar 1893 ab ein neues, auf CvOkC (Ür ftÜdjCHbnUlb, Utlb ©tftll Grund des Krankenversicherungsgesetzes in der Faffung des Reichsgesetzes vom 10. April 1892 revidirtes Kassenstatut erlassen worden ist. Mit diesem Zeitpunkt tritt das bisherige, unterm 9. Januar 1885 genehmigte Statut außer Wirksamkeit und eS gelangen von jetzt ab nur noch QmttungS- bücher mit dem neuen Statut zur Ausgabe, bezw. werden die bisherigen Quittungsbücher außer Wirksamkeit gesetzt. Gießen, den 2. Januar 1893. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Gna uth.___________ «t+«+4t+++4>*0W+44+++++++ t Universitäts- FrQQn 0 Tnnphn Selt»weg t IBuchhandlung HuDu 6b ü duUllö 53 * emnfiehlt ■ Journal-Lesezirkel und nimmt Abonnements jederzeit entgegen. Preis von Mk. 1.50 an vierteljährlich,^ wofür 10—12 Journale wöchentlich geliefert werden Soeben erschienen: D-s Adreß-Buch für , bic Provinzial - Hauptstadt Gießen pro 1893, das im Vergleich zu den früheren wesentlich erweitert und dem auch ein neu bearbeiteter Stadtplau beigegeben worden ist. Zu haben in der Ferber'schen Buchhandlung und den Schreibmaterialien-Handlungen von E. Balser, W. Klee und H. Kühn dahier. Ladenpreis 4 Mk. 263 Der Verlag des Gießener Adretz-Buches. 5*5* ttwö* j!sS* to-,2_i5.3 »adl^ i.2tben816ir'11 - 1(D Ieisgeöotenes. 2ö4] Ein Pelzmantel, mehrere gute Winterüberzieher zu verkaufen Louis Rothenberger, ______________Neuenweg 22.________ Frische Helgoländer Schellfische und Cabttau, keine Norweger, nur prima frische Waare und billig 1 W -PM »“4 80. Anfl. Mit 27 Abbild. Preis 3 Marx. Lese es Jeder, der an den schrecklichen Folgen dieses Lasters leidet, seine aufrichtigen Belehrungen retten jährlich Tausende vom sichern Tode Zu beziehen durch das Verlag;* - Macazin in Leipzig, Neumarkt 34, sowie durch jede Buchhandlung. _____________ [249]‘________________ 100 Stück Lhampagrrerfiaschen billigst abzugeben. Wo? sagt die Exped. d. Bl. [228 Brennholz, Buchen und Tannen, [60 per Meter und per Centner. Bei 5 Ctr. franco ins Haus. Andr. Euler. In der verflossenen Nacht wurde in seinem G7. Lebensjahre unser guter \ ater, Schwieget- vater und Grossvater, der Rentner Job. Georg Krausgrill, 245 von seinem jahrelangen, qualvollen Leiden durch einen sanften Tod erlöst. Wiesbaden, den 3. Januar 1893. Die trauernden Hinterbliebenen: Ijouise Busch, geb. Krausgrill, j Adolf Busch, Fabrikant Giessen, und Kinder 1 Friedrich Krausgrill, Königlicher Regierung«- j Baumeister, ( Bad Laugen- Fonny Krausgrill, geb. Busch 1 schwalbach. und Kinder Anna von Rode, geb. Krausgrill, ) Furt von Rode, Hauptmann und Compagnie-Chef im Gumbinnen. Füsilier-Regiment Graf Roon (Ostpreussisches) Nr. 33 ' Mari? Krausgrill, Wiesbaden. Willy Jordan, geb. Krausgrill, j Bernhard .Jordan, Premier-Lieutenant im Infan- ' Oraudenx. terie-Regiment Graf Schwerin (3. Pommersches) Nr. 14 i und Kind ’ , -q 159 Programm:^ pöi 4 — ftranfwrirr ^ant TiBcrrt 4 Das Coniite. 258 17580 129 90 135 80 89.60 96 87 264 62 100.40 121-501 f^er. Jtiniflt tiaureb «Act lotbai»schwankend 96 60 91 8» 21 60 55 79 77 37 37800 195 CO 152.40 102 2Ö 109 50 56 29 IX .'0 10474] Aukauf von MSbeln und HauShaltungSgegenllLnden. Ateurutvra 22. Wohlthätigkeits Coneert Sonntag den 8. Januar 1893, Abends 7 Uhr im Saale des Gesellschafts-Vereines 248] Für ein junges Mädchen, acht-1 zehn Jahre alt, Toch'er eines Kaufmanns, | wird eine Stelle al» verkLuf-ri« in ein Material- Kurz« oder Weitz' waaren-GeschLft und zur Stütz- der Hausfrau (für bessere Arbeiten) gesucht. Familienanschluß erwünscht- Ansprüche bescheiden. Fr.-Offerten unter > 7 an Haasenstein & Bögler, «. «.»Eaffel. 244] Ein Armband verloren. i Abzugeben Neustadt 55. | Lomb. E.-B.-Act Buiärtherader E^-B^Scl Elbthal-Bohn-Act. Gotthard-Bahn-Act. Schweizer Srordost.-B^ncl- Mainzer - Marienburger S.-B.-Act 231] Schöne Wobnung, 6—7 Zimmer, in der Nähe des Bahnhofs gesucht. Offerten mit Preisangabe unter M 1 an die Exped d. Bl- Dermieikungen. 227] Der seither von Herrn Rentner Bender bewohnte 1. Stock meine- Hauses, Südantage 15, ist durch dessen Weg,ug von hier zum 1. April iu ver- miethen.Et. Satz. Schlußcouri« 1 Uhr 15 Min. 86.20 4 pCt. Ung. «old-Rcnte ICO 20 5 pCt. 3taL Rente 86 20 3 p6t. Portugieim 100.20 4 p6t. Griech. Monopol-Anl 1. Variationen in C-moll für Clavier von L. van Beethoven. 2. Scene und Arie ans „Margarethe" (Faust), Sopran mit Clavier von CH. Gounod. 3. Romanze F - dur. Violine und Clavier von L. van Beethoven. 4. Männerchöre: a) Rheinisches Volkslied von F. Gluck; b) SteyermürkischeS Volkslied, arrang. von A. Reiser; c) Waldeinsamkeit von I. Pache. 5. Elavier-Soli: a) Nocturne C-moll von Fr. Chopin; b) Rhapsodie hongroise Nr. 4 von Fr. Liszt. 6. Gesänge für Tenor mit Clavier: a) Frühlingsnacht, b) Murmelndes Lüftchen von Ad. Jensen- c) Siegmunds Liebeslied aus „Die Walküre" von R. Wagner. 7. Männerchöre: a) Wiegenlied von I. Brahms; b) Meine Muttersprache von E. S. Engelsberg. 8. Lieder für Sopran mit Clavier: a) Die Verlassene von Ferd. Hiller, b) Der Tod und das Mädchen von Fr. Schubert; c) Die junge Spinnerin von H. Ritter. 9) Der Sohn der Haide, Violine mit Clavier von Keler-Böla. 10. Heini von Steier, Dörpertanzweise. für Männerchor mit Clavier und Violine von E- S. Engelsberg. Dem (Sonccrt schließt sich ein „Geselliges Beisammensein" an. Sperrsitz Mk. 2, — , Sperrsitz-Estrade Mk. 1,50, Eintrittskarte Mk. 1,— in der Musikalienhandlung Ernst Challier (Rudolphs Rachf.) und am Eoncerttage im Concertlocale von 5*/, Uhr. [U? Ausführende: A Frau Balser, Frl. Groos, Herr Prof. Dr. Krüger, Herr Julius Kurz, der Kronvauer'sche Quartett-Verein.,^ Dr. med. Hodd.es pract. Zahnarzt. Caf6 Leib (261] Redictiou: 8L Sch-vdo. - Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Ehr. Vt-tsch) ta CxAtew j>te heutige INummer umfaßt b Coursbericht von E. Wasserschieben, Bankgeschäft Frankfurter Börse vom 4. Januar 1893. Danksagung. Für die so allseitige Theilnabrne bei unserem schweren Verluste, sowie für die überaus zahlreichen Blumenspenden, insbesondere aber den verehrten Schwesterft der Anstalt für die aufopfernde Pflege und Herrn Pfarrer Naumann für die tröstenden Worte sagen wir auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank. 247 H. Wenzel und Frau. Die gegen Hch. Matern in Großen-Buseck ausgesprochene Beleidigung nehme hierdurch zurück. Kaspar Becker IX. 226] von Alten - Buseck. . । i—- Gelsent. ShrgnMÄct !---! 6./1. 93. 8 11. Bal. III. i 1259] 3 pCt. Rdd)Unlrib< 3*/i PCL do. 3 pCt. Preutz. Lonsols 3»/t p6L do. DtSconlo-Commimd.-Luth. DarmstLdter Baick-Acl. Dresdener Bank-Acr xJ14 Akademischer Gesangverein. Wiederbeginn oer Proben Freitag bcn (». Mannar, Abends 8 Uhr. _ w 264 ____Der Vorstand. Gießener Ruder Gesellschaft Heule Mittwoch, den 4. Januar 1893, Abends 9 Uhr: llrbrrlicfrrnng eines complctt getakelten großen Modell-Sootes, sowie Erläuterungen und Demonstrationen an demselben. Darnach Besprechung einiger Angelegenheiten des Stiftungs-Festes. 252]__Der Vorstand.____ Von jetzt ab wohne ich Bahnhofstraße 41, 2 Tr. Neues Theater, Giessen Freitag den 6. Januar 1893: 5 und letztes Gastspiel des Grossh. Hess. , Hofschauspielers Herrn Georg Hacker vom Hoftheater in Darmstadt asr- Äusser Abonnemen t-m Zopf und Schwert. Lustspiel in 7 Abthoil v. Karl Gutzkow. Sonntag den 8. Januar 1893: Lumpaci Vagabundus oder Das liiderliche Kleeblatt. ve efY " 66 * taonwg»- V* V. W* wt4* «a, • Tfl« Sw teil mit Hiirgennefti Unter Stbruat 1886 bW i* sihrenden iUPt** mtefuiiingtn linbtn bis zum Lic wollen dein imzOderh-ssen)' haben. betreff Wit Bezug Cibnung irerber Miflin, sowie sich noch nicht ;u Mich ihrer Lei von Militärdienf unb enimbn iir haben, ob« in ' Mngr anbei schastsbeMe, \ tyrburfien, . SigtiifMl ffch Eintragung ihr vow 15. Ja .Nun gut/ Wtmn gxo^ linbel nicht g •*< W ,9°, jüi Wt; sieb, h lieben habe. »Wie frei »llber foaj habe/ rii nit® ungezijgei tu arme; F* Mit. n nur »Mantit " •«ft emste möbi ''n, ®leÄtT zu s X- I h« Hl' 1 ,. ®it trat 7'" ! * k>6 M n 1