Nin«, U'JS1 er ».J« ft sen unj tt £ °bi8«*Btmag^ liSan,e «Ml., »'lbek.n, eidendk! M«itbttn 8flb- "wenden, f . Anschcn leiden, ° SAnchtils flIi^ ?M^"odeci> ff' Ohm ’}eiW. eine? T S-d itti M allem Subti1 - t Parterre»»^ St Dfionlafltiv.r vemtrthev. M AM L Sti 118. meinem Raia in der- mehrere WS non je Wr in wnnietben koait tzeüM hMz, 4 Kmmrr, «'.< en. Mceitrch r- ’frert ftfnt ßogti ju > 'r-Äch,WBernirii. es Logis an ruhige l ______8inbmM atm Ävüxm, Iw >tx b £ Möt, Mrckiiii.': ■ r. w> te 1 L>gts jll Mitt' WWch^ önes Logis juxttr'v „Schö« nes Logis ju Dtrmu'v ökinger, Steinffsch 8 ÄS* itoTgim«"1 u &««*”• w«W^ iliSblirtes 2--- L-sssC iu vermiß llf ssl0" i 55—5iiW SeM »ertn,Ä^- ftF «ÄLbsK bWi1W®: Hl. W«i-, fr We. 5bLW^; MkrWd' * KrklBieM'^- üfmiHirfti ßi®®11 DtrtnWfai- , r,, jurtMi- irr. 260 Erstes Blatt. Samstag den 4. November Drr A-zeiger «schont täglich, «M Uu»nahw.e de» Montag». Dir Gießener ^emtrUeltitter »erden dem Anzeiger ^AcheMlrch dreimal d «gelegt. Gießener Anzeiger Kenerat-Mnzeiger. 1893 BieNeljidrtger jLßexxrmrntiprrUi 2 Mark 90 Psg. ■* krmgcrlohn. Durch die Poft d^oge» 2 Mark 50 Psg. «edaction. LxvrdiNex und Drudtrn: -chxtßr.tze Ar.7. Fernjprrcher bl. Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gietzen. Kratisbeilage: chießener Kamikienßkätter Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag» für dm folgenden Lag erscheinenden Nummer bi» Bonn. 10 Uhr. Alle Lnnoncen-Bureaux de» In. und Auslande» nehmen Anzeigen für dm „Gießener Anzeiger- mlgegm. Amtlicher Theil. Gießen, den 1. November 1893. IS e tr.: Die Vertilgung der Blutlaus. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen «i die Grssth. Bürgermeistereien de- Preise-. Soweit Sie unserer Verfügung vom 2. September l. I. — Kreisblatt Nr. 209 — nicht nachgekommen sind, erinnern wär Sie an Erledigung binnen acht Tagen. v. Gagern. Gießen, den 2. November 1893. sv-etr.: Die Feuervisitationen. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Da es wiederholt vorkommt, daß in denjenigen Fällen, in welchen Schornsteine von den Feuervisitatoren beanstandet werben, die Hausbesitzer dieselben hiernach neu errichten, ohne bc^u unsere Genehmigung einzuholen, wodurch vielfach vor- sch riftswidrige Bauausführungen veranlaßt werden, beauftragen wir Sie, die Interessenten jeweils ausdrücklich zu bebauten, daß auch in derartigen Fällen die Neuerrichtung ohne Genehmigung strafbar ist. In Ihren Begleitberichten wollen Eie dann jedesmal besonders darauf Hinweisen, daß es sich 1 um ein solches beanstandetes Kamin handelt. v. Gagern. Bekanntmachung. bettreffend die Veranstaltung von Verloosungen innerhalb des Großherzogthums; hier Gesuch des Ortsgewerbevereins zu Ossenbach um Erlaubniß zur Abhaltung einer Verloosung. Der Ortsgewerbeverein zu Offenbach beabsichtigt mit einer Weihnachtsausstellung eine Verloosung von Mobiliar» uub Gebrauchsgegenständen zu verbinden, um die Mittel zur thr-ilweisen Deckung der Ausstellungskosten zu gewinnen. Großh. Muisterium des Innern und der Justiz hat die lio-chgesuchte Erlaubniß zur Veranstaltung dieser Verloosung unter der Bedingung ertheilt, daß nicht mehr als 3000 Loose, zu 50 Pf. das Stück, ausgegeben werden dürfen und min- beftenS 60 pCt. des Bruttoerlöses aus dem Verkauf der Loose zuin Ankauf von Gewinngegenständen zu verwenden sind. Zugleich ist der Vertrieb der Loose im Großherzogthum gestattet. Gießen, den 1. November 1893. Großherzogliches Kreisamt Gießen, v. Gagern. Bekanntmachung, betreffend die North British and Mercantile Feuer- versicherungSges ellschaft. Großh. Ministerium des Innern und der Justiz hat der North British and Mercantile Feuerversicherungsgesellschaft die Erlaubniß zur Ausdehnung ihres Geschäftsbereichs auf den Abschluß von Versicherungen gegen jede Art von Schaden, der durch den Transport von Mobiliar zu Land und Waffer entsteht, gestattet. Gießen, den 1. November 1893. Großherzogliches Kreisamt Gießen. _______v. Gagern.____________________ Gießen, den 1. November 1893. Betr.: Ermittelungen der landwirthschaftlichen Bodenbenutzung und des Ernteertrags im Jahre 1893. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen ** di« Grstzh. Bürgermeisterei«« de- «reise-. Soweit Sie noch mit Einsendung der rubricirten Verzeichnisse im Rückstände sind, erinnern wir Sie unter Hinweis auf unsere Verfügung vom 4. October d. I. — Kreisblatt Nr. 235 — an deren alsbaldige Vorlage. v. Gagern. i Die landwirthschaftliche Haushaltuugs- schule zu Lindheim, Provinz Oberheffen. Die zu Lindheim von dem landwirthschaftlichen Verein für die Provinz Oberhessen und dem landwirthschaftlichen Bezirksverein Büdingen seit fünf Jahren gegründete Haushaltungsschule hat die Aufgabe, Mädchen im Alter von etwa 16 bis 20 Jahren die Gelegenheit zur Aneignung derjenigen Kenntnisse und Fertigkeiten zu geben, welche zur Führung einer wohlgeordneten, einfachen bäuerlich- bürgerlichen Haushaltung erforderlich sind, sie an Reinlichkeit, Pünktlichkeit und Fleiß, Ordnung und Unterordnung, sowie an Sparsamkeit im Haushalt zu gewöhnen, und auch auf Geist und Gemüth bildend einzuwirken. In dieser Lehranstalt erhalten die Mädchen Unterricht und practische Anleitung im Kochen, indem die Unterweisung hierin abthellungswcise an zwei Kochherden erfolgt und auf die Erlernung der Zubereitung einer schmackhaften und kräftigen sogen. Hausmannskost gerichtet ist, im Conserviren von Nahrungsmitteln, wie Einmachen von Gemüsen und Früchten, Einfalzen von Fleisch, Räuchern von Fleisch und Wurstwaaren, im Backen, Waschen, in der Behandlung der Wäsche und . Kleidung, im Bügeln, Putzen, im Molkereiwesen und zwar in • der Behandlung der Milch und Bearbeitung von Butter und । Käse in der der Anstalt zugehörigen, in dem Anstallsgebäude eingerichteten Molkerei, in der Bestellung und Ausnutzung des ' Gemüsegartens, sowie Unterricht in der Zucht und Pflege des Schweins und des Geflügels. Es werden ferner die Mädchen in der Fertigung weiblicher Handarbeiten gründlich unterwiesen und zwar im Stricken, Flicken, Stopfen und Weißnähen mit der Hand und der Maschine, und erhalten Anleitung zum Kleidermachen, wobei sie sich für den eignen Bedarf und für denjenigen ihrer Familie beschäftigen dürfen. Auch wird in den Fortbildungsfächern, nämlich im Rechnen, in der Abfassung von Aufsätzen und Briefen und in der Buchführung Unterricht ertheilt, wie auch Unterweisung in den Anfangsgründen der Gesundheits- und Krankenpflege erfolgt. Es ist in der Anstalt für eine geist- und gemürhsbildende Lectüre gesorgt, und wird der Gesang gepflegt. Ein Clavier ist der unentgeltlichen Benutzung der Mädchen überlassen. Die unmittelbare Leitung und Beaufsichtigung der Anstalt ist einer Vorsteherin (Hausmutter) und einer Assistentin (Jndustrielehrerin) übertragen, welche beide in dem Anstaltsgebäude wohnen. Außerdem ertheilen in der Anstalt noch der Großh. Kreisarzt zu Büdingen, ein Landwirthschaftslehrer und ein Volksschullehrer Unterricht. — Es finden jährlich zwei Unterrichtscurse von je 5 Monaten statt, in welchen jede Schülerin für Unterricht und Logis 20 Mark bei dem Eintritt und für Kost und Verpflegung pro Tag 1 Mark in Monatsraten praenumerando zu entrichten hat. Außerdem sind noch etwaige Ausgaben für Arzt und Apotheke zu bestreiten. Vom Tag des Eintritts an, also während des Curfus, dürfen die Mädchen ohne Erlaubniß oder Auftrag der Hausmutter außerhalb der Anstalt nicht verkehren und haben sie sich der eingeführten Hausordnung unweigerlich . zu fügen. Insbesondere ist ihnen auch Ehrerbietung, Gehorsam und Unterordnung gegen das Aufsichts- und Lehrer- personal, Freundlichkeit, Verträglichkeit und liebevoller Verkehr . untereinander, und endlich Treue, Fleiß und Sorgfalt bei den Arbeiten zur strengsten Pflicht gemacht. An Sonn- und Feiertagen werden die Mädchen ver Feuilleton. Meine spsrssme Frsu. HauSwirthschaftttche Studie eines jungen Ehemannes. Von Wilh. Herkenrath. (Nachdruck verboten.) Es half alles nichts, was ich auch dagegen einwenden machte, meine Frau blickte mich böse und dann wieder bittend an, so daß ich zuletzt meinen Widerspruch aufgab und mich des lieben Friedens willen entschloß, mit ihr — auf den Warft zu gehen. „Nun wirst Du einmal sehen, Männchen," sagte sie, ihren Hut auffetzend, „wie gut und vortheilhast ich einkaufe, lind bist Du jetzt auch noch so sehr dagegen, mit mir zu gehen, ich bin sicher, daß Dir das Essen heute Mittag noch einmal fo gut schmecken wird." „Wir wollen sehen," sagte ich trocken, eine Cigarre m steckend. L , , Bald waren wir auf dem Markte angelangt und lenkten unsere Schritte zur ersten besten Bude. Es waren hier Südfrüchte zum Verkauf ausgeboten. Meine Frau trat auf anen der Behälter zu und erkundigte sich nach dem Preise der Pflaumen. „Diese hier kosten fünfzig Pfennige das Pfund, lautete ter Bescheid, „und von diesen schlechteren lasse ich Ihnen zwei jZssund zu siebzig Pfennigen." „Fünfzig Pfennig für ein Pfund Pflaumen?" ließ meine Frau erstaunt vernehmen. „Was fällt Ihnen ein, Mensch! b sind doch in diesem Jahre so viel Pflaumen gewachsen I" „Ja, aber eine Frucht ist nicht wie die andere. Versuchen Sie nur!" Und meine Frau steckte eine Pflaume in den Mund, iitibefe sie auch mir eine anbot. „Wie schmeckt Dir die, Männchen?" fragte sie. „Sehr gut. Ich meine, davon kannst Du einige Pfund taufen." „Ja, aber nicht für fünfzig Pfennig das Pfund. Das I ist zu viel! Sagt, Frau, wollen Sie mir drei Pfund für eine Mark zwanzig Pfennig überlassen?" „Ich kann es unmöglich, und wenn Sie meine leibliche Schwester wären. Sie kosten mich selbst mehr." „Ach was, mir können Sie sie doch zu dem Preis lassen." „Ja, das sagen sie alle, und wenn ein Mensch auf das Gerede hören sollte, so gäbe es rein nichts mehr zu verdienen." „Aber ich kaufe doch immer bei Ihnen, sehen Sie sich doch die Leute besser an. Hier ist das Geld und nun schütten Sie mir drei Pfund in meine Tasche, aber gut gewogen, hört!" Das Geschäft war erledigt. „Siehst Du nun, wie gut und vortheilhast ich kaufe?" sagte meine Frau, während wir weitergingen. „Nun wollen wir mal sehen, ob wir billig ein Huhn bekommen können. Hier sind schon welche. — Was kostet so ein Thierchen, Mann?" ./Fünfzehn Groschen, äußerster Preis!" „Was, fünfzehn Groschen?" rief meine Frau, wie entsetzt über fo viel Unverschämtheit. „Vorgestern hab ich noch ein Huhn für eine Mark gekauft." „Das kann wohl sein, aber dieses Thier kann ich Ihnen auf keinen Fall billiger geben. Suchen Sie doch ein kleineres ans, wenn Sie nicht mehr anlegen wollen." „Nein, ich will dieses haben!" „Nun ja, ich habe Ihnen den äußersten Preis genannt. Ich kann keinen Pfennig davon ablassen — und wenn Sie mich todtschlügen." „Komm, laß uns gehen," sagte ich etwas ungeduldig. „Du siehst doch, daß Ihr mit Eurem Handel nicht einig werdet." „Das wollen wir doch sehen," entgegnete meine Frau. „Sagt, Mann, ich gebe Ihnen zwölf Groschen! Sind Sie damit zufrieden? Sonst gehe ich." „Ich kann nichts daran machen, es thut mir leid." „Dann gebe ich noch zehn Pfennige dazu. Hier ist ! das Geld." „Nun denn, aber ich verdiene keinen rothen Pfennig daran." Meine Frau machte noch einige andere Einkäufe, wobei nicht viel abzuhandeln war, und erstand schließlich noch einen fetten Aal, den die Handelsfrau nach großem Wortgefecht für eine Mark gab, nachdem sie zwanzig Pfennig mehr gefordert hatte. „So, jetzt habe ich, was ich kaufen wollte, und wir können nach Hanfe gehen," sagte mein Frauchen. Ich ging schweigend neben ihr und dachte nach über das soeben Erlebte. „Kaufe ich nicht gut und billig?" fragte meine Gefährtin auf dem Heimwege. „O gewiß, sehr billig, Du hast mindestens heute ganze fünfundsiebzig Pfennige gespart." „Ja, spotte nur. Heute sünfundsiebzig Pfennig, morgen eine Mark, und das fo jeden Tag, das macht im Jahre fchon ein hübsches Sümmchen. Meine Mutter hat mich sparen gelehrt. Achte auch auf das Geringste, sagte sie immer, und deßhalb gebe ich auch der Anna keinen Zucker in den Kaffee, ich gebe ihr lieber jeden Monat fünfundzwanzig Pfennig, dann spare ich noch etwas." „Jawohl, Du zwackst dem armen Kinde fünf ober zehn Pfennig im Monat ab," erlaubte ich mir zu bemerken. Aber da hatte ich in den Apfel gebissen. „Abzwacken! ?" rief meine Frau aus. „Ich abzwacken! Bei anderen Leuten bekommen die Mädchen überhaupt keinen Zucker und die geben auch kein Geld an dessen Stelle, wie ich. Ich glaube, daß Anna nicht über mich zu klagen hat. Hätte sie es allezeit so gut!" Ich schwieg. I * Wir hatten soeben Kaffee getrunken- ich rauchte meine Cigarre und trachtete, mich in eine angenehme Stimmung zu bringen. Das Huhn hatte mir heute Mittag nicht geschmeckt. anlaßt, den Gottesdienst ihrer Confcssion zu besuchen, wobei die Hausmutter bezw. die Assistentin die Begleitung übernimmt. Morgens vor dem Frühstück, vor und nach dem Mittagessen und Abends vor dem Schlafengehen findet gemeinsames Gebet statt. Besuche von Eltern und Schwestern sind gestattet, solche anderer Personen nur unter Begleitung eines Mitglieds der Ortscomitvs. In die Anstalt sind mitzubringen: I Bettdecke, 1 Unterbett, 1 Kisten (Bettstelle und Matratze werden gestellt), 1 doppelter Ueberzug, 1 weißer Bettüber- lourf, 1 Waschbecken, 6 Hemden, 4 Handtücher, 2 Bettjacken, 1 Kleiderbürste, 1 Schuhbürste, 1 Trinkglas, 1 Zahnbürste, 1 Regenschirm, 1 Näh kiffen, Zeug und Leinwand zur An- ferttgung von Kleidern, Hemden und Bettwäsche, Wolle und Garn zu Strümpfen und Socken rc. und zwei Dorhängeschlößchen. Am Schluffe des Cursus findet eine Ausstellung der gefertigten Arbeiten, die Uebergabe von Zeugnissen über Be- tragen und Leistungen, sowie eine feierliche Entlassung der' Schülerinnen statt, wozu deren Eltern und Angehörigen eingeladen werden. Der erste Cursus pro 1894 beginnt Mittwoch den 3. Januar und wird Samstag den 2. Juni 1894 geschloffen werden. Die Meldungen hierzu sind bei dem unterzeichneten Vorsitzenden des landwirthschaftlichen Bezirksvereins Büdingen unter gleichzeitiger Angabe des Vor- und Zunamens, des Tags, Monats und Jahrs der Geburt und des Wohnorts der Schülerin und des Namens der Eltern oder des Vormunds schriftlich einzureichen. Lindheim, den 20. October 1893. Der Vorsitzende des landw. Bezirksvereins Büdingen. Klietsch. Das Ortscomitö. Westernacher, Oberamtmann. Frau Westernacher. Buß, Kre'sschulinspector. Möller, Pfarrer. Lipp, Bürgermeister. König, Beigeordneter. Deutscher Reich. Berlin, 3. November. Knapp zwei Wochen sind es nur noch bis zum Wi ederb eginn der parlamentarischen Thätigkeit im Reiche und angesichts dieser so kurzen Zwischenzeit erscheint es ganz erklärlich, wenn jetzt in den verschiedenen Reichsämtern die Vorbereitungen für die an- hebende Reichstagssession mit verdoppeltem Eifer betrieben werden. Es verlautet bestimmt, daß der Reichstag bei seinem Zusammentritte die neuen Steuervorlagen, den neuen Etat, die Handelsverträge mit Spanien, Rumänien und Serbien und vermuthlich auch die Novelle zum Viehseuchengesetz vorfinden werde, wobei natürlich Voraussetzung ist, daß die genannten gesetzgeberischen Materien vorher im Bundesrathe zur Erledigung gelangen. An Arbeitsstoff würde es demnach der deutschen Volksvertretung zunächst nicht fehlen, aber auch im weiteren Fortgänge der Session wird sicherlich überreichlich Berathungsmaterial vorhanden sein, wenn anders die umlaufenden Zeitungsangaben über die sonst noch für den Reichstag bestimmten Vorlagen nur Halbwegs zutreffend sind. — Die Berichte über den Ausfall der am 31. October vollzogenen Urwahlen zum preußischen Abgeordnetenhause sind begreiflicher Weise noch sehr lückenhaft, ein im Allgemeinen orientirender Ueberblick über die Wahlergebnisse wird daher erst in den nächsten Tagen möglich sein. Selbstverständlich sind die Wahlen aus den größeren Städten zuerst bekannt geworden- was bislang hierüber berichtet wird, deutet auf keine besonderen Verschiebungen in den Partei- i Verhältnissen hin. In Berlin find die Urwahlen zum Land- - i rage durchgängig wiederum im Sinne der Freisinnigen aus- t ; gefallen, dieselben werden demnach im Besitz der neuen - | Berliner Landtagsmandate verbleiben- wie sich letztere unter die freisinnige Volkspartei und unter die Vereinigung ver- theilen werden, dies dürften allerdings erst die Abgeordnetenwahlen selbst zeigen. Behauptet haben sich die Freisinnigen ferner noch in Stettin, Danzig, Görlitz, Wiesbaden, Frankfurt a. M. - Pofen werden sie sich in der Stichwahl wahren, Breslau haben sie erobert. DaS Centrum siegte wiederum in Köln, Crefeld, Trier, Düsseldorf- die nanonalliberale Partei siegte in Magdeburg, Bochum, Iserlohn, Kassel, Attona, Elberfeld-Barmen und in Halle a. S. Freiconfcrvativ wählten wiederum Erfurt und Potsdam- die Confervattven scheinen keines der Landtagsmandate der größeren Städte erhalten zu haben, ihre Domaine sind allerdings vorwiegend die ländlichen Wahlkreise. Die Wahlbetheiligung ist in sehr vielen Wahlkreisen eine über alle Erwartung schwache gewesen. — In dem sensationellen Spieler-und Wucherer« Prozeß von Hannover hat der Gerichtshof das Uriheil am Mittwoch gefällt. Dasselbe lautet gegen den Rittmeister a. D. v. Meyerinck auf 4 Jahre Gefängniß und 5 Jahre Ehrverlust, gegen Fährle und Abter auf dasselbe Strafmaß, gegen Samuel Seemann auf 2 Jahre Gefängniß und 5 Jahre Ehrverlust, zu welcher Strafe auch Heß verurtbeitt wurde- Sußmann und Julius Rosenberg erhielten Geldstrafen von 1000 Mark und resp. von 750 Mark, Max Rosenberg wurde freigefprochen. Die beleidigte öffentliche Moral hat mit diesem UrtheilSspruch ihre Genugthuung erhalten, aber die grellen Streiflichter, welche der Hannoversche Prozeß auf erschreckende Zustände in gewissen höheren Gesellschaftskreisen geworfen hat, bleiben bestehen, sie zeigen auf einen bedenklichen Abgrund hin. Inwieweit es gelingen wird, den Zuständen, wie sie durch diesen Prozeß in so besonders characteristischer Weise aufgedeckt worden sind, durch angekündigte besondere Maßnahmen ein Ende zu machen, muß allerdings noch dahingestellt bleiben, indessen darf nicht vergessen werden, daß jene bedauerlichen Erscheinungen theilweise in Ursachen wurzeln, welche sich nun einmal durch bloße Verordnungen und polizeiliche Maßregeln nicht beseitigen lassen. Berlin, 1. November. Wie aus Friedrichsruh gemeldet wird, war Fürst Bismarck, der in der ersten Klasse als Urwähler allein zwei Wahlmänner zu wählen hatte, persönlich im Wahllocal erschienen, um von seinem Wahlrecht Gebrauch zu machen. Er unterhielt sich mit den Mitgliedern der Wahl- commission in bester Stimmung. Er trank auch aus einem ihm von der Wirthin credenzten Humpen Bier einen Schluck und sagte lächelnd: „Mehr erlaubt Schweninger noch nicht." Dieser war bis Montag wieder beim Fürsten und verließ ihn mit dem befriedigenden Empfinden, daß sein Patient nun vollständig wieder hergestellt sei. Berlin, 1. November. Nach einer Statistik des „Vorwärts" über die Reichstagswahlen ergibt sich, wenn wir die Stimmen aller Parteien der Größe nach ordnen, folgende Reihe: 1) Socialdemokraten 2,786,7338, 2) Centrum 1, 468,501, 3) Deutschconservative 1,038,353, 4) Nationalliberale 996,980, 5) Freisinnige Volkspartei 666,439, 6) Deutsche Reichspartei 438,435, 7. Deutsche Reformpartei (Antisemiten) 263,861, 8) Freisinnige Vereinigung 258,481, 9) andere Parteien (Dänen, Welfen, ReichSpartet, Elsässer) 234,927, 10) Polen 229,531, 11) Süddeutsche Volkspartei 166,757, 12) „Unbestimmt" 110,998. Es haben 1,097,721 — in runder Summe 1,100,000 deutsche Wähler mehr gegen die Milttärvorlage gestimmt, als für dieselbe- dabei sind die antisemitischen und polnischen Stimmen als für die Militärvorlage abgegeben angenommen. Ob das an dem Thierchen selbst oder an seiner Zubereitung gelegen war? Ich getraute mir nicht, eine Bemerkung darüber zu machen. Meine Frau saß mir gegenüber und sah mich etwas verlegen an. „Männchen," begann sie endlich, „Du hast versprochen, mit mir zu gehen, das Eine oder Andere für meine Früh- jahrStoilette einzukaufen." „Ach ja," sagte ich, „es stimmt. Wollen wir jetzt gleich gehen?" ES war ein großes Schirmgeschäst, wo wir zunächst eintraten, und bald stand ein Dutzend Regenschirme vor uns aufgespannt. „Was kostet dieser?" fragte meine Frau die Ladenjungfer, nachdem sie die vorgelegten Schirme einzeln besehen und einen auSgewählt hatte. „Dieser ist nach der neuesten Mode," antwortete das Fräulein. Besehen Sie nur den Stock, gnädige Frau- es ist das neueste Pariser Modell, trotzdem bei unS äußerst billig. Wir können unsere Arttkel immer etwas billiger abgeben wie andere Geschäfte, da wir alles direct von den größten Fabriken beziehen." „Nun, waö kostet er denn?" fragte ich endlich kurzweg, denn ich war bei der langen Vorrede schon etwas unruhig geworden. „Achtzehn Mark!" Ich schrack zurück. „Und waS kostet denn jener?" fragte ich, auf einen anderen zeigend. „Der kostet zwölf Mark." „Aber weßhalb ist er denn sechs Mark billiger? Ich glaube, der Stoff, der Stock, die Arbeit, alles ist ebenso gut wie bei dem theueren." „Jawohl, gnädiger Herr, die Qualität ist ganz die gleiche. Aber die Fayon ist anders, es ist nach der aller- neuesten Mode. Stützen Sie sich nur einmal auf den Stock, dieser ist überall gleich dick, aber jener, der tbeuere, läuft nach unten dicker aus. Und dann ist der Griff und das Kettchen auch ganz anders." „Ja, aber deßhalb nicht stärker," unterbrach ich. „Er ist nicht bester von Qualität, da haben Sie recht, aber er ist nach der neuesten Mode." „Sag, Frau," wandte ich mich an meine bessere Hälfte, „ich meine, daß ein Regenschirm dazu dienen soll, vor Regen und Schnee zu schützen und daß es deßhalb ganz gleich ist, nach welcher Mode er ist, wenn er nur hübsch und elegant aussieht." „Wie kannst Du nur so sprechen! Was nicht nach der neuesten Mode ist, kann nicht elegant sein," ließ meine Frau sich vernehmen. Sie weinte beinahe. WaS wollte ich beginnen? Ich holte eine Doppelkrone aus meinem Geldbeutel, warf sie auf den Ladentisch und „sie" nahm mit einem Lächeln 'Besitz von dem Regenschirm „nach der neuesten Mode". Jetzt begaben wir uns in ein Confectionsgeschäft und es versteht sich von selbst, daß meine liebe Frau auch ein Jacquet und Handschuhe nach der neuesten Mode haben mußte. Dieses Vergnügen kostete mich wieder etwa zehn Mark mehr, als der Preis für ganz hübsche und geschmackvolle Sachen, nur nicht „nach dem allerneuesten Modell", betrug. Sie brauchte auch einen neuen Hut und das neueste Modell mußte wieder mit einigen Mark mehr bezahlt werden. Endlich war sie mit Allem versehen und wir begaben unS nach Hause. „Jetzt kann ich mich überall sehen lasten," rief meine Frau jubelnd auS. „Jawohl," antwortete ich, „aber das „sehen lasten" kostet mich allein heute — denn spater muß gewiß noch ein Mantel, ein Kleid, Schuhe und wer weiß mehr hinzukommen, — ungefähr zwanzig Mark mehr, wie die ebenso guten und nicht ganz so neumodischen Dinge, welche ich eigentlich kaufen wollte." „Nun wohl, aber dafür spare ich auch im Haushalt, lieber Mann!" „Gewiß, so hast Du heute Morgen wieder ganze fünfundsiebzig Pfennige gespart," antwortete ich. Mehr wollte ich nicht sagen, denn meine Frau wurde ganz betrübt — und ich bin noch kein Jahr verheirathet. focoki •wrkgttit - Mggfult bn St "lpflichtuvg hei Herr Lberbür ’ auf bit ßntfi Besetzung •mar gewählte f zur Uebi ' Webt nid, -'^mchi der ' feien, ban i SS sei batQ Wh ■ " Hnauth den Ej*. M l6m • dulleich . ««n w bafelbt i rl » "erbe sich sich c c-^r,T?b öt t;. ..'M Rech Vern " Quc ^rch?/rläute «* > ff? । Ukw » r der Ausland. — Die Lorbeeren, welche die Spanier in ihrem noch« brungenen Feldzuge gegen die marokkanischen Riss. Kabylen bis jetzt gepflückt baben, nehmen sich recht bürfnr aus. Mit Mühe und Noth können sie sich in Melilla :T» aller dahin schon abgeschickten Verstärkungen der mit gre^ Uebermacht andrängenden und recht gut bewaffneten Kab^ erwehren, kaum, daß sich jetzt General Onega durch ’türmung der von den braunen Feinden fast noch aas spanischem Gebiete angelegten Verschanzungen etwas List gemacht hat. Die Verluste der Spanier in den (Sefetfat vor Melilla vom 27. bis 30. October find allerdings C:* Angabe der endlich veröffentlichten offiziellen Verlustlisten so groß, als eS ursprünglich hieß, im Ganzen fielen 4 £$, ziere und 18 Unteroffiziere und Soldaten, während 15 ziere, sowie 73 Unteroffiziere und Soldaten verwundet wnrber. — Immerhin kann sich aber der marokkanische Feldzug fc. Spanier in die Länge ziehen, was in Hinblick auf die nfe. marokkanischen Frage liegenden internationalen Schwierigst die sich bereits leise zu regen beginnen, nicht unbedenklich Neueste Hacbricbteii. Wolffs telegraphische« Korrespondenz - Bureau. Leus, 2. November. Im Kohlenbecken von Paß |( Calais nehmen immer mehr Bergleute die Arbtu wieder auf. Gegenwärtig arbeiten 30,000 und ne 13,000 striken. Depeschen des Bureau „Herold". Berlin, 2. November. Die Meldung des „Dail, Chronicle" auS Wien, daß Kaiser Wilhelm gelegcntli» deS Guenser Aufenthalts vorgeschlagen habe, im Jahre 1894 die Manöver der deutschen und der österreichischen Ar« zusammen abzuhalten, wird dementirt. Der Kaffer habe mt die Absicht, die Manöver nach ungarischem Muster abzuhalw». Berlin, 2. November. ES ist noch unentschieden, ob brr Etat, sowie die Steuergesetze noch in der ersten Woche dem Reichstage nach seinem Zusammentritt zugehen werden. Dem Jesuitenantrag des CentrumS sieht man sofort entgegen. Berlin, 2. November. Der „Reichsanzeiger" mtibet a Tilsit drei CH olerafälle, auS Hamburg vier, baton yott tödtlich. Berlin, 2. November. Die „Börsenztg." schreibt, bn der ersten Lesung der Handelsverträge mit Rumänien, Serbien und Spanien im Reichstage werde der Reichskanzler erklären, daß die Leitung der deutschen Handelspolitik nute lediglich von dem Gesichtspunkte der Jntereffen des Bunde« der Landwirthe erfolgen könne. Diese Anschauung dürste schon in der Thronrede zum Ausdruck gelangen. Berlin, 2. November. Eine Schlächterfrau ist in da« Krankenhaus als choleraverdächtiq eingeliefert. ES ist bei ihr asiatische Cholera festgestellt. Die Ansteckung ist wahrscheinlich durch den Genuß einer auS Halle bezogenen Ga»> erfolgt. Die Familienmitglieder, die auch von der GanS gegessen haben, werden ärztlich beobachtet. Stuttgart, 2. November. Der Kaiser von Oesterreich hat dem König für nächstes Frühjahr feinen Besuch angekündigt. Paris, 2. November. Bei der feierlichen Begrüßung der russischen Flotte in Ajaccio, der Hauptstadt Corsicas, wurde Avellan ersucht, Ajaccio zum Anlegehasen der russischen Flotte zu bestimmen. Avellan erwiderte, die (im- scheidung hierüber liege nicht bei ihm. Paris, 2. November. Die Abendblätter stellen mit Befriedigung fest, daß daS russische Mittelmeerge schwader um zwei Kreuzer vermehrt und jederzeit bereit fei, mit Frankreich gegen die andringende Politik Englands p» operiren. Paris, 2. November. Es geht daS Gerücht, die Spanier werden dem franco-russischen Bündnisse beitreten. In nächster Zeit soll der Beitritt durch den Besuch der vereinigten franco-russischen Flotte in einem spanischen Hast» besiegelt werden. Paris, 2. November. Ein chauvinistisches Blatt sorden zur Prüfung der Ueberrefte MiribelS aus, da die Ber- muthung nahe liege, daß derselbe durch die Deutschen ver- giftet worden sei, ebenso wie Chancy, Skobelew und General Gnrko. Kopenhagen, 2. November. Nach der letzten Post ad Island haben die norwegischen Waler in diesem Sommer 429 Wale an der isländischen Küste gefangen. — Noch dem isländischen Blatte „Austri" hat ein schwedischer Muw raloge am FaSkrudSfjord an der Ostküste echten Marmel entdeckt. Chicago, 2. November. Die Beerdigung M Bürgermeisters Harrison verlief großartig. lOOO# Menschen besuchten baß RathhauS, um den Sarg zu kl* Chicago, 2. November. ES werden bereits (Seit1* baten für baß burch ben Tob HarrifonS erlebigtt 1* namhaft gemacht. Die meiste Aussicht zur Ernennung habe» ber Demokrat Mc Gann, Mitglieb deS Repräsentantenbau't« unb General Davis, Republikaner unb hervorragenbeS glich des WeltauSstellungS-ComitöS. ieineoH! StfSS- yitftnfttiF r^5r" gtfu6 i ■'S!»- - kfflrD' Stba - mit abzv : Zitaten fpättrt - StR würde. ta» z .UndahtttN un ... wurde von Hüt die $' iflfliin« wann »effcn btt vielen ? titn Ziegeln ennn . - ;ierbtbachoog -n nngcforbi ; -ne Schieftrbeh Ungtbott g, wirb btiWfltn, -ct.it in Bezug - r-^rsien erschien, - 8 Stii.' gußeif« ^n'--rraga»ln ward ;. । 1U übertragen, gef haS W • - .-^nichenWiesen i tata’l unter den Efit Wirsen werd - rgermeisttrS dem Hennen AuSbeHnunc »rnersühruog der! : :iitnintn werdei ic .itzen haben, ob 8raße getrennten D »eiter tha'.aufvartb stl Jn Itfttrtm »ri.'tn, bn Utberfiai tutn Tamm zu gebe »dtti durch zu gerin ar. dnen Aasen Utfl llebrrstauuno >.michen EiS ui 8 eibk. Zu dem Gesui lonct'non zum ffiirti : Schulze) f)at bit « llebercmskimmung bei Bedürfnisses zun Sitzung der Stadtverordneten am 2. November 1898. Anwesend: Herr Oberbürgermeister Gnauth, Herr Beigeordneter Grüneberg, von Seiten der Stabtoerorbneten b* Herren Adami, Brück, EmmeliuS, Flett, Habenicht, Helfrit, Heyligenstaebt, Homberger, Keller, Löber, Orbig, Dr. Schäfer, Scheel, Simon, Dr. Thaer, Bogt unb Wallenfels. Den ersten Gegenstanb ber TageSorbnung bildete daS Geiuch deS Herrn Ph. Wagner um Erlaubniß zur UtberdeckuoS deS StadtbacheS neben feinem Haufe. Gefuchsteller war infolge Errichtung feines Neubaues genöthigt, einen Theil deS to dw feierlichen lu; • accio, btt ccio zum Anleger :flan erwiderte, btfc 8 Siallgafle fallenden Geländes an die Stadt abzutreten, wo- [ji;xd) er in seinem Hofraum etwas beengt wurde- durch Ueber- vdeckung des Stadtbachs würde ihm insoweit das abgegebene I Gelände ersetzt, als ihm dadurch die Möglichkeit gegeben I mürbe, Kisten usw. aufzubewahren. Dem Gesuch wird auf BtSiberruf stattgegeben unter ben weiteren Bedingungen, daß ! der Bohlenbelag in gleicher Höhe mit dem Hof gelegt wird, ricß der Stadt das Recht der zeitweiligen Beseitigung dieses ! Bohlenbelags zusteht und daß Gesuchsieller eine, jährliche An» j krkennungsgebühr von 1 Mk. entrichtet. Das Gesuch deS hiesigen Postamts um Anbringung.eines ' Briefkastens an der Ostanlage wird genehmigt. Der ^Briefkasten soll am Hause der Frl. v. St. George (Ecke lLiesenstraße und Ostanlage bezw. Mottkestraße) angebracht werben. Zu dem Gesuch ber Actienbrauerei Gießen wegen : Erbauung eines Gerätheschuppens am Leihgesterner Weg z lenüber dem Verwaltungsgebäude wird nur widerrufliche iienehmigung befürwortet, weil für das in Frage kommende ■ L>:adtgebtet ein Bebauungsplan noch nicht ausgearbeitet und fr mit noch nicht abzusehen ist, ob die dauernde Anlage von ' Z>iulichkeiten späteren Bebauungsprojecten etwa Hindernisie bereiten würde. Das Gesuch der Direction der Oberhessischen Eisenbahnen um Herstellung eines Abschlusses am Güter« bchnhof wurde von der Tagesordnung abgesetzt. Für die Bedachung deS Feuerlöschgeräthe- v ngazins waren ursprünglich Falzziegel vorgesehen. Da hibeffen der vielen kleinen Flächen wegen Schwierigkeiten mit b eien Ziegeln entstehen, so ist auf Antrag des Stadtbauamts L Hieferbcdachung beschlossen und Angebote auf Ausführung b rfelben eingefordert worden. Dem Voranschlag für ge- mcsterte Schieferbedachung im Betrage von rd. 1900 Mk. siamben Angebote zwischen 1100 und 1600 Mk. gegenüber. Gb wird beschloflen, die Arbeiten durch Herrn Carl«, desien .Ugebot in Bezug auf Schieferqualität und Preis am an- inchmbarsten erschien, ausführen zu lassen. Die Lieferung 8 Stück gußeisernen Wandsäulen für das Feuerlösch- ! sgkiäthemagazin wurde der Firma Buderus zum Preise von IM Mk. übertragen. Auf das Gesuch des Eis der eins um Ueberlaffung bei städtischen Wiesen in den Eichen wurde beschlossen, dasselbe nochmals unter den bisherigen Bedingungen zu genehmigen. D«se Wiesen werden nach Mittheilung des Herrn Oberbürgermeisters dem Eisverein zum letzten Male in der bis« hei igen Ausdehnung überlassen werden können, da sie mit Wetterführung der Moltkestraße im nächsten Jahre von letzterer durchschnitten werden, und wird sich dann der Verein zu ent« schrieben haben, ob die Eisfläche in zwei durch die Moltke- simße getrennten Theilen benutzt ober der obere Theil durch roeiter thalaufwärtS gehende Ueberftauung vergrößert werden soll.. In letzterem Falle müßte dem Eisverein aufgegeben werden, der Ueberftauung thalaufwärts eine feste Grenze durch einen Damm zu geben. Erfahrungsmäßig leide der Gras- wuchs durch zu geringe Ueberftauung, weil die Eisdecke birect 1 aiv deren Rasen liegt; durch Anlage eines Damms soll eine höhere Ueberftauung herbeigeführt und ermöglicht werden, bas zwischen Els und Gras gewisiermaßen eine Wasserschicht bleibt. Zu dem Gesuch des Herrn Adolph Schmidt um Eomeession zum Wirthschaftsbetrieb im Hause Waltthorstraße 27 (Ächulze) hat die Versammlung nichts zu erinnern, sie bejaht in Uebereinftimmung mit der Commission die Frage bezüglich bei Bedürfnisses zum Ausschank von Branntwein. totales and provinzielles, Gieße», 3. November 1893. ** Gewerbegericht. Heute Vormittag 11 Uhr fand im Sitzungssaale der Stadtverordnete« die Einführung und Verpflichtung der am 28. Juli c. gewählten Beisitzer slait. Herr Oberbürgermeister Gnauth gab zuvor einen Rückblick auf die Entstehung des Gerichts und theilte in Bezug auf die Besetzung der Stelle des Vorsitzenden mit, daß ter hierfür gewählte Herr Landgerichtsrath vr. Schäfer die Genehmigung zur Uebernahme dieses Amtes seitens der vor- lgesetzten Behörde nicht erhalten konnte, weil die an dem Landgericht ber Erlebigung noch harrenden Arbeiten so um« smgreich seien, baß richterliche Kräfte nicht entbehrt werben sonnten. Es sei barauf beschloflen worben, baß ber Bürger« • mister als Vorsitzenber zu fungiren habe. Herr Oberbürger- mister Gnauth bemerkte, unter Hinweis auf fein Amt als Vorsitzender, daß ihm die Rechtskunde, die man vom Inhaber Lies es Amtes vielleicht erwarte, nicht zustehe, er bitte, falls sch Lücken in derselben finden sollten, die Beisitzer um Nachricht, er werde sich bemühen, das, was ihm noch abgehe, durch Studium sich anzueignen, er hoffe auf das Vertrauen iw Parteien und verspreche, bas was ihm an Rechtskunde nrngele, durch Rechtssinn zu ersetzen. Um dasselbe 53er» muen ersuche er auch für den stellvertretenden Vorsitzenden, -Herrn Rendant und Beigeordneten Grüne berg; als Ge- tilhisschreiber werbe Herr Gerichts-Afleflor (Staffing thätig Idn. Hierauf erläuterte ber Herr Vorsitzende bie Aufgaben tl- Gerichts unb gab ber Zuversicht Ausdruck, daß das Zusammenarbeiten aller Theile des Gewerbegerichts sich als kkcinittelnb und versöhnend innerhalb der modernen Arbeitstier« sitltnifle erweisen werbe. Von bem rechtlichen Sinne von Arbeit« cibitrn unb Arbeitnehmern sei zu hoffen, baß die beiden ersten Aufgaben beS Gewerbegerichts: als Einigungsamt unb Eüiedsgericht zu wirken, möglichst wenig an basselbe heran- trtten, bagegen bie Thätigkeit der Mitglieder des Gerichts als Sachverständige öfter in Anspruch genommen werden vüude; es werde sich schon in der nächsten Zeit mit der fttOKje der Errichtung eines Arbeitsnachweises zu befaffen haben. - Die Sitzungen finden, sofern nicht dringende Fälle einet andere Zeit bedingen, Freitags Nachmittags 3 Uhr im Tovmnissionszimmer ber Bürgermeisterei statt. — Die Verrichtung der Beisitzer erfolgte nach ber vorher vorgelesenen LH tri? Einheit Ä "W Ä* Achtem " Hmbtien 6ol] , Bttitate di,; 30,000 , । -Herold". Meldung des ? geleg-r en 'm Mt 'er österreichischen L : Der Kaiser hrdi üem Muster ab^ut- ltf> unentschieden, i ‘°di in der ersten? MlM When 66 mmS sicht M- ieichsanzeiger y. '°tnburg vier, - . .. Msenztg." Weit!, ■ rtrage mit Mn: ■ werde derK-itokani scheu HMpoiiiil r : Jnterchii des Vuv Diefe Nnschauung tir. ik gelangen, rchlächlersrau ist q .. ig eingeliefeet. 6‘- Sie bedang ift ror. Halle bezogenen Gai auch W dn .tt vvu Otit: ) Mhschr sem KÄ ***** f1893' esordnunS^ Ucber^ Matt« Wr ’ jederzeit btrtr Politik eng:-' is Gerücht, । Bündnisst iunm >urch den Mi» einem fp^ * einiW« ®att? ibels auf, da W mch dü DeuW" Siodelev M ber*"* M k * )•' ” f4W*«« M-r-b-r»«. ” «artifon» ***** Eidesformel: „Sie schwören bei Gort bem Allmächtigen und Allwissenden, die Pflichten eines Beisitzers des Gewerbegerichts nach bestem Wiflen und Gewiflen zu erfüllen", worauf jeder Einzelne mit erhobener Hand die Worte sprach: „Ich schwöre eS, so wahr mir Gott helfe". Die Ausloosung der Beisitzer nach den Monaten, in denen sie berufen werden, ergab folgendes Resultat: Arbeitgeber: Arbeitnehmer: November: Gastwirth Kirch, Schneider Diehl, December: Schuhmachern,. Berg, Cigarrenmacher Niebch, Januar: Schneidermeister Leib, Bäcker Strobel, Februar: Fabr. Heyligenstaedt, Weißbinder Schäfer, März: Schloflermeister Stohr, Buchdrucker Andreas, April: Spenglermstr. Faber, Eisendreher Krüger, Mai: Buchbinder Steinhäuser, Drechsler Bock, Juni: Weißdinderm.PetriIII., Cigarrenmacher Rudolph, Juli: Maurermstt. Winn, Schreiner Allendörfer, August: Fabrikant EmmeliuS, Bürstensortirer Bräutigam September: Schreinerm. Schäfer, Fabrikarbeiter Ockel, October: Zimmermeister Pitz, Schreiner Falkenheiner. Im Falle der Verhinderung eines Beisitzers tritt an dessen Stelle derjenige, der im vorhergegangenen Monat berufen war. *♦ Theater Verein. Der erste Abend des Theater-Ver« eins in diesem Semester bezeichnet in künstlerischer und materieller Beziehung einen außerordentlich starken Erfolg. Das sehr zahlreich erschienene Publikum folgte der ausgezeichneten Vorstellung mit gespannter Aufmerksamkeit, und wenn die Hände sich nicht so fleißig regten, so geschah das offenbar unter dem erschütternden Eindruck der wechselvollen Scenen, die sich auf den Brettern abspielten. Herr Intendant Claar war ungeachtet seiner verantwortungsvollen Stellung als Leiter zweier großen Bühnen persönlich anwesend, um die Regie zu übernehmen. Und daß ihm die Jnseenirung der beiden Stücke vortrefflich gelungen, ist doppelt anzuerkennen, wenn man die kleinen Bühnenverhältnifle in Rücksicht zieht. Die darstellenden Künstler waren uns zum größten Theil liebe Bekannte, denen wir schon manchen Kunstgenuß zu verdanken haben. Den „Clavigo" gab Herr Wallner. Die Eigenart des reichbegabten Künstlers kam bei dieser ungemein schwierigen Rolle zur vollen Geltung. Herr Wallner kennt das Register aller Leidenschaften, er verfügt über alle Affecte und weiß sich in jeder Stimmung zu Haus. Sein feuriges Temperament scheint ihn über die Grenzen dramatischer Darstellung hinaus fortzureißen, aber wirklich nur scheinbar: denn er hat seine Kunst vollkommen in feiner Gewalt, und wo er alle Empfindungen aufs Höchste steigert, findet er zwanglos den Weg zu harmonischer Abtönung zurück. Die Herren Hermann (Carlos) und Barthel (Beaumarchais) waren die ebenbürtigen Partner des Helden. Herr Hermann ist in Gießen stets ein hochwillkommener Gast. Die Große seiner Kunst offenbart sich darin, daß er mit den einfachsten Mitteln arbeitet und ohne Aufwand dramatischer Kunstgriffe zur naturwahren Darstellung gelangt. Herrn Barthel, der lange Zeit dem Verbände der Meininger, alsdann dem Deutschen Theater in Berlin angehört hat, ging ein großer Ruf voraus, aber der geschätzte Künstler hat unsere Erwartungen weit übertroffen. Sein „Beaumarchais" ist so prächtig entwickelt und tief durchdacht, daß wir uns in der That nicht entsinnen können, die Rolle jemals so gut vertreten gesehen zu haben. Fräulein Gündel war die große Aufgabe gestellt, die „Marie Beaumarchais" darzustellen. Die verehrte Dame nimmt es ernst mit ihrer Kunst, und wenn sie uns gestern wieder ihr ganzes reiches Können gezeigt hat, so hat sie uns nur aufs Neue überzeugt, bis zu welcher Höhe vollendeter Darstellungskunst sie in ihrer erfolgreichen Laufbahn gelangt ist. Frau Keller-Frauenthal (Sophie Guilbert) hat sich auch diesmal wieder unS so Vortheilhaft vorgestellt, daß wir den lebhaften Wunsch hegen, einmal in einer größeren Partie bei uns ihre Kräfte entfaltet zu sehen. Die Nollen deS „Buenco" und „Guilberts" lagen in den bewährten Händen der Herren Roll und Diegelmann. — Dem „Clavigo" gingen „Die Geschwister" voraus. Den „Wilhelm" gab Herr Wallner, den „Fabrice" Herr Meyer in anerkennenswerther Weise. AIS „Marianne" gewann Fräulein Landori unseren vollen Beifall. Die Künstlerin hat sehr ansehnliche Fortschritte gemacht, und mit der Anmuth, die ihr liebenswürdiges Talent begleitet, scheint sie, wie ehedem Fräulein Minow, im Sturm alle Herzen zu erobern. — Angesichts einer so bedeutenden Kunstleistung, wie sie eben an uns vorübergegangen ist, darf der Recensent Schild und Speer bei Seite stellen und allen Schauspielern, die sich gestern in die Ehren des Abends gethetlt haben, den wohlverdienten Kranz reichen. *• Die seit einem Monat hier bestehende städtische Des- infeclious-All-stalt hat in der Bevölkerung bereits Anklang gefunden und dürfte sich für unsere Stadt als segensreiche Einrichtung bewähren dadurch, daß sie der Verbreitung jener Krankheiten, welche als die Würgengel der Kinderwelt betrachtet werden: Scharlach, Diphtherie, Croup rc. durch Zerstörung der Krankheitskeime vorbeugt. Im Monat October fanden bereits 10 WohnungSdesinfectionen statt und mehren sich die Anmeldungen täglich. Die Vorsichtsmaßregeln, welche bei diesen Desinfectionen gebraucht werden, sind die weitgehendsten. So werden alle zu desinficirenden beweglichen Gegenstände zunächst in besondere Hüllen verpackt und dann in geschloffenem Wagen nach dem Des- infectionsapparat in der Klinik verbracht. Dort kommen die Sachen mit den Hüllen in den Behälter, in welchem durch Zuleitung heißen Waflerdampfes die Krankheitskeime vernichtet werden. Die so gereinigten Sachen werden wieder in einem besonderen, verschlossenen Wagen nach den inzwischen desinficirten Wohnungen zurückgebracht. Die Desinfection der Wohnräume besorgen die von der Stadt angestellten Des- infedoren und wird auch hierbei die größte Vorsicht beobachtet. Vor dem Einbringen der inficirten Sachen in den Wagen ziehen die Desinfectoren Staubmäntel und Mütze an und nehmen einen Schwamm vor den Mund. Mantel, Mütze und Schwamm, sowie die besonderen ArbeitSanzüge, welche die Desinfectoren beim Reinigen der Wohnungen benützen, werden ebenfalls nachher desinficirt, auch nehmen die Desinfectoren nach jeder Desinfection ein Bad, wozu die Einrichtung in einem besonderen Raum bei dem Desinfections- apparat der Klinik vorhanden ist. Vorher wird auch der zum Transport der inficirten Sachen und lediglich hierfür bestimmte Wagen in jedem Einzelfall desinficirt, ebenso alle benutzten Geräthe und Werkzeuge. Erst jetzt werden die gereinigten Sachen in dem zweiten, nur diesem Zwecke dienenden Wagen nach der Wohnung zurückgebracht, so daß nach menschlichem Ermeflen jede Gefahr der Uebertragung der Krankheitskeime, auch durch die Desinfectoren selbst, auSge» schloffen erscheint. Die Desinfectoren unterstehen der besonderen Aussicht deS Stadtbauamts und der Controle dcS ^eisgesundheitsamteS. •• Zum Capitel bet Riesenfrüchte deS heurigen Jahres seien noch folgende Curiosa erwähnt: Herr Gastwirth Rheinländer in LaunSbach erntete eine Kartoffel, die 3 Pfd., und eine Dickwurz, die 18 Pfund wog. Grünberg, 3. November. (Telegramm). Herr Zimmer wurde gestern mit 202 Stimmen zum Bürgermeister gewählt. □' Vom Vogelsberg. 2. November. Nach dem wunderschönen Wetter deS „Allerheiligen" hatten wir heute Nacht den ersten Schnee. Der ganze obere Vogelsberg hatte heute Morgen den weißen Wintermantel angezogen. Hoffentlich wird diese Kleidung bald wieder gewechselt, denn die landwirthschaftlichen Arbeiten sind noch nicht ganz beendet, besonders sind noch Stoppelfelder umzupflügen, die aber durch das jetzige Regenwetter so weich geworden sind, daß das Vieh auf ihnen nicht fortzukommen vermag. § Altenschlirf (Vogelsberg), 2. November. Dem hiesigen Fabrikanten Herrn Emil Kleinen wurde unter Nr. 17465 der Reichsmusterschutz ertheilt auf einen von demselben an Stelle der Holzwebeschützen erfundenen Webschützen aus Hartgummi. Dieser Schützen soll sich so ausgezeichnet bewähren, daß dem Erfinder bereits erhebliche Angebote gemacht sind. Wie verlautet, soll die Herstellung der Hartgummi-Webschützen in den Fabriken der Vereinigten Gummiwaaren-Fadriken zu Sorau, Gelnhausen unb Berlin erfolgen. A Mainz, 2. November. Die hiesige Stadtverorbneten- ! Versammlung schloß sich in ihrer letzten Sitzung einstimmig einem Proteste der Mainzer Handelskammer gegen die geplante Reichsweinsteuer an. Der Protest wird an den Reichstag, Bundesrath und an die Hessische Regierung gerichtet. — Kommenden Samstag findet in Oppenheim eine Protestversammlung der Weinintereflenten aus dem Kreise Oppenheim gegen die Reichsweinsteuer statt. — Zu dem nächstjährigen deutschen Bundesschießen sind von dem Vorstand deS Central-Ausschusses die Arbeiten für die Festbauten bereits ausgeschrieben worden. Es ist dies zunächst für die Festhalle, die Schießhalle und den Gabentempel. Der Finanzausschuß ist gegenwärtig mit der Aufgabe befaßt, die vorigjährigen Garantiefondszeichner zu veranlassen, ihre Unterschriften auch für das Jahr 1894 verpflichtend zu erklären. Ausnahmslos hat man in dieser Beziehung das gewünschte Entgegenkommen gefunden. — Der Gefreite des 118. Jnf.« Rcgim., der jüngst beim Gewehrputzen aus Spielerei einen Kameraden erschossen hat, wurde von dem Militärgericht zu 1 Jahr 8 Monat Festung vcrurtheilt. Alzey, 1. November. Die Amtseinführun g unseres Bürgermeisters Dr. Sutor durch den Herrn Kreisrath Dr. v. Wedekind gestaltete sich gestern zu einem hochfeierlichen Acte, dem zahlreiche Bürger aus unserer Stadt beiwohnten. Nach einigen einleitenden Worten, in welchen Herr Beigeordneter Wolf auf die Bedeutung des TageS hinwieS, hielt der Herr Kreisrath an den Bürgermeister eine Ansprache, die bei diesem Herrn wie auch bei allen Anwesenden sichtlich den tiefsten Eindruck hinterließ. Dann folgte die Ableistung deS Eides, der Treue bem Großherzog, Gehorsam dem Gesetze unb Beobachtung der Staatsverfaffung versprach. Der Herr Bürgermeister redete darauf tiefempfundene Worte des Dankes für seine einstimmige Wahl und versicherte, daß ihm nichts höher stehe, als daS Wohl der Stadt, daß er nur einen Unterschied zwischen guten und bösen Menschen kenne, nicht aber religiöse unb politische Unterschiebe. kirchliche Anzeigen der Stadt Gietzen. Evangelische Gemeinde. Gottesdienst. 23. Sonntag nach Trinitatis, den 5. November: Reformationsfest. Vormittags 9•/» Uhr: Pfarroerwalter Dr, Grein. Vormittags 11 Uhr: Militärgottesdienst. Pfarrer Dingeldey. Kinderkirche Nachmittags >/,3 Uhr: Pfarrer Schlosser. Nachmittags 5 Uhr: Pfarrer Dingeldey. Beichte und heil Abendmahl im Abendgottesdienst. Nach den Gottesdiensten: Collecte für die Gustav-Adolfs- Stiftung. Katholische Gemeinde. Sonntag den 5. Novbr-, 24. Sonntag nach Pfingsten: Sam Stag: Nachmittags um 4>/, Uhr und Abends um 8 Uhr Gelegenheit zur hl. Beichte- Sonntag: Vormittags von 6 Uhr an Gelegenheit zur hl. Beichte; um 6'/, Uhr erste hl. Messe; um ?V8 Uhr Austheilung der hl. Kommunion; um 8 Uhr zweite hl. Messe; um 9 V, Uhr Hochamt mit Predigt; Nachmittags um 5V» Uhr Christenlehre; darauf Andacht. fN f k W direkt aus der Fabrik also aus erster Hand v von Elten & Keussen, Crefeld, K UL Illi IIII IIIII, io jedem Maaß zu beziehen. Man verlange K f f * Muster mit Angabe deS Gewünschten. " 5788] Angen. Geruch, liebt Geschmack sind die Vorz. d- Holl. Xabat», B. Becker in Ceefen a. H. 10 Pfd. lose im Beutel fco. 8 Mk. Bogelfreunde, füttert nur Botz'sches Bogelfrrtter mit der Schwalbe, es ist das anerkannt beste und billigste. Niederlage bei Emil Fischbach, Seltersweg 14. Prospecte umsonst [52ot Bekanntmachung. Es können an brave Dienstboten, welche in unserem Sparkassen- bezirk 10 oder nahezu 10 Jahre lang bei einer und derselben Herrschaft dienen, Prämien aus der Sparkasse bewilligt werden. Es ergeht deshalb an solche Dienstboten die Aufforderung, üch binnen 14 Tagen bei Rechner Doering im Sparkassengebäude dahier mündlich oder schriftlich zu melden und zugleich die Dienstbücher und Zeugnisse ihrer Herrschaften vorzulegen. 9246 Dienstboten, welche bereits vor länger als 3 Jahren vrämiirt worden sind und noch bei derselben Herrschaft dienen, können auch jetzt wieder mit einer Prämie bedacht werden. Anmeldung muß innerhalb obiger Frist unter Vorlage der erforderlichen Bescheinigungen erfolgen. Gießen, am 31. October 1893. Die Direction des Spar- und Leihkasse-Vereins Grüneberg. Der Voranschlag der (Gemeinde Alten Buseck für 1894/95 liegt vom 4. Rovemer d. I. an acht Tage lang zur Einsicht der Be- thelligten auf hiesiger Bürgermeisterei offen. Alten-Buseck, am 2. November 1893. Großherzogliche Bürgermeisterei Alten-Buseck. Krämer. 9230 1.25 somit; dieser Schutz- Marke Nur ächt mit Mark 2.— Empfehle zum Zähnereinigen und Mundausspülen das auf Grund der neuesten bacteriologischen Forschungen hergestellte Jllodin Zahn- u. Mundwasser zu Original-Preisen bei 18381 Gustav Gerhardt. Grchr HillMMkimmrlms. Wegen Geschäftsverlegung soll das große Schuhwaarenlagcr von L. Süss Nachfolger 9 Marktstrasse 9 zu bedeutend herabgesetzten Preisen ausoerkauft werden. Kä5* Die weltberühmten Otto Herz Sf Co. Schuhe und Stiesel werden zu Fabrikpreisen abgegeben. [9236 Bettwaaren ~ Barchente, Drelle, Daunencöper in vorzüglichen Qualitäten, sowie Bettfedern und Daunen in nur reeller Maare billigst bei [9173 k Fritz lowack. 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Kaufmännischer Verein. Heute Freitag den 3. November r Alter-Herrenabend. Um recht zahlreiches Erscheinen wird gebeten. [9240] Der Borstand. Restauration Fourier 11 Neustadt 11. [9235 Heute SamStag von 7 Uhr Abd8. ab. Spansau und Gans. 9228] «in Teppich gefunden. Abzuholen___________Sandgasse 26. Per 1. April wird in der Südanlage oder deren Nähe eine hübsche Wohnung von 6—7 Zimmern gesucht Schriftl. Offert, unt. A. K. 100 an die Exped. d. Bl.___[9225 9222] Bei der diesjährigen, in Gegenwärt eines Gerichtsbeamten stattgefundenen Ausloosung unserer PrioritätSobligattonen wurden die folgenden Nummern gezogen: 9, 43, 73, 111, 112, 124, 196, 201, 227, 229 K 500 JL, 405, 431, 443, 500, 535, 569 ä 200 JL Wir machen dies mit dem Bemerken bekannt, daß diese ausgeloosten Obli- aationen vom 15. October 1894 ab bei der Kasse der FUiale der Weimarischen Bank in Berlin gegen Einlieferung der Stücke mit sämmilichen noch nicht fälligen Coupons zur Einlösung gelangen und daß die Verzinsung der ausgeloosten Obligationen mit dem 15. October 1894 aufhört. Von den in früheren Jahren ausge- looflen Stücken sind bis jetzt die Nummern 134 und 521 noch nicht zur Einlösung präsentirt. Berlin, den 1. November 1893. KeM-Rhkiuischkr Kergbauoerem. Stellenbesetzung. Die Stelle einer Gefangenwärterin in der Waschküche ist zu besetzen. Außer freier Station und Wohnung wird eine Remuneration von vorerst 40u Mark pro Jahr gewährt- Bewerberinnen wollen sich unter Einsendung ihrer Zeugnisse an die unterzeichnete Behörde wenden. Martenschloß, den 30. October 1893. Gr. Directiou des LaodeSzuchthauses. _________Bornemann.______9221 9227] Ein junger angehender Eommis für ein Fabrik-Comptoir sofort gesucht- Schrtstl Offerten mit Gehaltsansprüchen unter X. W. an die Exped. d. Bl erbet. 9232] «olportenr für «tetze« und Umgebung gegen Provision gesucht. Off, »üb W. W. an die Erved d. Bl. 92311 Ein zuverlässiges Mädchen zu zwei Kindern gesucht. Näheres in der Exped. d. Bl________ Offene Stellen" besetzt kostenfrei der Kaufmännische Verein zu Frankfurt (Malo). Jahresbeitrag für neu eintretende auswärtige Mitglieder Mk. 5 —. Einschreibegeld für stellesuchende Nioht- mitgliedcr Mk. 2,50 für 3 Monate. [6262 Das Garntren von Damen- u. Kinderhüten wird in und außer dem Hause rasch und billig besorgt. Nähere« (8330 Löweagaffe 16. Sonntagsverein für Mädchen. Am nächsten Sonnlag, den 5. November d. I., wird die einigunq der Mädchen für das Winterhalbjahr wieder eröffnet in \ Kleinkiuderschule; die Eröffnungsfeier beginnt Nachmittags 4 Die Vereinigung findet statt an jedem Sonntag zwischen 2 7 Uhr Nachmittags. Die Mädchen können während dieser elurv zu jeder Zeit nach Belieben kommen und gehen; von 4 bis 5 Uhr 7-- jedesmal gemeinsame Unterhaltung statt mit Gesang und Bibelwon. Zählungen und Vorträgen. Gute, unterhaltende Bücher, Zeitschriften und Spiele sind icttu vorhanden. Wir laden die Mädchen zu fleißiger Betheiligung freundlich»] r Gießen, am 3. November 1893. Für den Vorstand. 9248 Dr. Naumann, Pfarm E. K. G. V. Da nächsten Sonntag zur Feier des Resormationsseii, gesungen werden soll und die Äircheinweihnng hcranrtzs ist pünktlicher Besuch der Proben dringend nöthig. p, wird daher an die Probe heute Freitag Abend erinnert. Der Vorstand: 0229]Schlosser. Sonntag den 5. November, Abends fri1/« Uhr. Mitgliederversammlung. Mittheilungen über die Weltausstellung in Chicago und amerckam-c- Verhältnisse, von einem Chicagoreifenden. Auch die Frauen unserer ür glieder sind willkommen.________[9243]_________Der Vorstand. Kaufmännischer Verein Gießen. Dienstag den 14. November 1893, Abends 9 Uhr im PereinSlocal (Cafe Ebel): Außerordentliche General - ycrfamiulufli?. Tages-Ordnung: 1. Gründung eines Lehrlingheims mit Unterrichtskursen. 2. Unterrichtskurse für Handlungscommis. 3. Stellenvermittlung, bezw. Anschluß an den Kaufmännischen !?<:?.- Frankfurt a. M. 4. Beitragserhöhung. 5. Eventuelle weitere Anträge, s. § 51 2. Wir bitten um recht zahlreiche Betheiligung. 9247___________Der Borstaud. Spar und Leihkasie (Hießen. Die verehrlichen Mitglieder des Spar- und Leihkasse-Verein« Gieß« werden zu der diesjährigen ordentlichen Generalversammlung, welche Montag den 4. Drcemder l. I., Nachmittags 3 Uhr in dem Sitzungssaals Gr. Kreisamts dahier ftattsindet, ergebenst eingelabe? 9241 Atelier Emil Giessow Leipeig 18H 3410 platten. Preisgekrönt Sonntags bis 6 Uhr geöffnet. 9242 Gießen, 3. November 1893. "GEWERBE lUSSTELLW LEIPZI6 k .J871 i (Gebr. Müller Nachfolger) 34 Bahnhofatr. 34 empfiehlt sich zu Ausnahme jtbtn Genre» in nur künstlerischer feinster Aus-i fühmng zu soliden Preisen, bei jeder Witterung, stets mit Moment- Tagesordnung: 1. Vorlage der vorgeprüften Rechnung für 1892. 2. Erstattung des Rechenschaftsberichts für 1892. 3. Bewilligung von Unterstützungen. 4. Kosten für Heizung, Reinigung und Beleuchtung des Bureaus der Sparkasse. 5. Revision der Statuten. Gießen, am 31. October 1893. Die Direction des Spar- und Leihkasse-Verein- Grüneberg. ,, Die Zusammenkunft der Zuschneider hiesiger Herrenkleider - (Geschäfte sindet heute SamStag bn 4. d. M., Abends 91/* Uhr, im „Hotel Schütz- statt. Um zahlreiches Erscheinen bitten M. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme bei dem Hin» scheiden unseres innigstgeliebten Onkels Herrn Heinrich Seibert sagen innigsten Dank Die trauernden Hinterbliebenen Fr. Benzler und Frau. SamStag den 4. November: Feier örs 6. StislnngsfeUk! im Saale des Cafe Leib, oerbunben mit Theater und Tanz. Karten im Vorverkauf bei Friseuren Lehrmund, Neuen Baue » H. Wahl, Neustadt, s 50 an der Kasse 75 H FK tfv Ätbecttee: L. — Druck und 8 erlag S« Brühl'schm Druckern (Fr. Lhr. Bietsch) In ®'*n. et. n*** —W • •«** «tunbitt' bet nCJK tjr?i0‘ die Frier autn Herren t fc4et, aitr tat*«» flaibe« em eir Herren iowit otttii ,.L(r. etwa 60 618 t j ";• ^ahnenttäger rt-ui Schütz' an au! r_- :n südöstlich de • :> ttibgefimin 8t| tüftelt lMstidft angrkc 4'tn i'anbyitdjtbpxä1 rh. terjelbt k-nße!chlchke bei Bai : tz Les SHL-Ngen e 11 3t« zur Srrichti sott durch namhafte inj PractW überfes VlanH fri tin Btxtli nab engerer Susschus Sfdrigfrit ti gelang l-ibfn unb bit ganjt |att bit 9runbftein(t| sMchmL bim Htbntx sühnt V s.i, nath btm Boxg , klackrnburgia" ein tn'chaffen, um bieft kn Mtthkneipen zu Äunichen unb fyffnu -■tgung -ahm Sui "ch in btm neuen f Uten unb rechten G trmnbat Hochhalten, c bewahrten deutscher ' 7t hoht Bchule bi ^tiitxlanbllitbe; inb »itnecrft er sich bi * auf beten ' mtröt er selb der große *": l f“r fernere t '-men unb mit g U^rÄtn wie» «ebnet tfT leben. be Irurlid>en unb erlaubt »fetf, bie Arbeit, » ' '"drüber, dessen, gerade in her I -Sl'eber bei ,©la J“n>» burch die von CQB man dem V, ** Mchzelti; nfta« lt|te t jar Dnfachhi btn w« ^J grtifenben Oi d°us als bi Punktes un ESS*® “Ä- 1 'Agende