1893 Mittwoch den 4. Oktober Erstes Blatt Nr. 233 Amts- und Anzeigeblutt für den Ureis Giefzen Hratisbeikage: Kießmer KamilienblLtter. H, Rechner. -kannten hindM und Gesuch des Jacob Fourier um Ertheilung zum WirthschaftSbetrieb für das Haus :it ist Mmcher 6 iorbert unb Erstand: blosser. Innitmt von Anzr'gkn zu bn y?od)mittagi für bm felgenbtn Lag erschnnenbrn »lummer bi« Borm. 10 Uhr. Dir Gießen er yeelCIeaiCÄtitr >■ rdrn bnnt täglidi, eit lusnahme bt« Montag«. Mi bei dem M Gattin, Mutti' Gemeinde Hopfgarten, am 27. December 1886 als Rechner der evangelischen 5Urche daselbst und am 8. Februar 1887 als Rechner der Gemeinde Renzendorf bestellt, und war ihm für die beiden genannten Gemeinden die Führung der Kranken-, Alters- und Jnvaliditätskassen übertragen. Schon seit mehreren Jahren wurde über nachlässige Kassenführung Hedrichs geklagt und sah er sich infolge dessen veranlaßt, sein Amt niederzulegen. Nachdem ein neuer Rechner bestellt war, fand in der Zeit vom 7. bis 13. Februar 1893 durch den damit beauftragten Rechner Becker von Maulbach die Ueberlieferung statt und fand sich nicht allein das ganze Rechnungswesen Hedrichs in großer Unordnung, sondern es ergab sich auch in den von ihm verwalteten Kassen ein Fehlbetrag von nahezu 4000 Mark. Hedrich hatte die fehlenden Beträge den einzelnen Kasten bald darauf ersetzt und ist im Wesentlichen geständig. Er entschuldigte sich damit, daß er die Rechnungsstellung nicht richtig verstanden habe, auch mit anderen Arbeiten zu sehr überhäuft gewesen sei, sodaß erst Rückstände sich ergeben und dann völlige Unordnung in seinem Kastenwesen erfolgt sei- im Anfänge seiner Dienstsührung habe er tüchttge Gehilfen gehabt, welche ihm aber später nicht mehr zur Verfügung gestanden hätten. Die Geschworenen (Obmann Herr Heinrich Wilhelm Alles) bejahten die ihnen vorgelegte Schuldfrage, sowie die Nebenfrage nach mildernden Umständen, worauf der Gerichtshof den Angeklagten in eine Gefängnißstrafe von einem Jahre und sechs Monaten abzüglich eines Monats Untersuchungshaft nebst Kosten verurtheilte, ihm auch die bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von drei Jahren aberkannte. ♦* Kirchliche Dienstnachrichten. Die Definitorialprüfung im Monat August 1893 haben bestanden: Ludwig Berk von Udenhausen, August Frey von Gräfenhausen, Georg Groth von Wenings, Georg Hamm von Lengfeld, Wilhelm Jost von Alsheim, Heinrich Kullmann von Schotten, Friedrich Landmann von Erbach, Fritz Schmidt von Angersbach, Friedrich Wihelm von Rabertshausen, Heinrich Zinn von Heblos. — Ernannt wurde: Pfarrverwalter Becker von Wimpfen zum Pfarrverwalter von Worfelden und Mitprediger zu Groß-Gerau. — Gestorben ist Pfarrer i. P. Eich zu sse 3f ertrauen bestens. st bewahren iu w. (M Mmiller. Mg. Nachricht, daß M' Localer und prwinjieUCi Gießen. 3. October 1893. , unb tat 6»* en BiuMllspeW cnde Gatte ichadt Avk Ännoncrn-Burtaur de« In- und Äultanbe« nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger- entgegen. Deutsches Reich. Berlin, 2. October. Kaiser Wilhelm hat sich nach Beendigung seines Jagdaufenthaltes in Schweden direct nach seinem ostpreußischen Jagdschlösse Rominten begeben, woselbst auch die Kaiserin eiugetroffen ist. Es haben sich also die Gerüchte, welche von einem Abstecher des Kaisers auf seiner Rückreise von Schweden nach Fredensborg behufs einer Begegnung mit dem Czaren wisten wollten, als unbegründet hemuSgestellt. — Die für letzten Samstag ziemlich bestimmt ange- kürdigt gewesene Abreise des Fürsten Bismarck von kissingen nach Friedrichsruh ist wiederum verschoben worden. Offenbar ist der greise Exkanzler von seiner schweren Erkrankung noch immer nicht soweit hergestellt, um endlich die Anstrengungen einer längeren Eisenbahnfahrt riskiren zu Idrnen. Gegenüber den von der „Neuen Freien Presse" in Wien gebrachten beunruhigenden Meldungen, welche von an- grl licher andauernder Lähmung und greisenhafter Hinfälligkeit Bismarcks berichteten, versichern jedoch anderweitige Nachrichten, daß sich das Befinden des Fürsten > fortgesetzt bestere und daß daher seine Abreise von Kissingen nunmehr in den ollernächsten Tagen erfolgen werde. Die Heimfahrt nach FrredrichSruh wird mit möglichster Beschleunigung, theilweise mittelst Sonderzuges, und auf der kürzesten Route vor sich geben. Die Umgebung deS Reconvalescenten spricht den dringenden Wunsch auS, es möchten alle etwa geplanten Diationcn aus den Stationen, welche Fürst Bismarck passirt, uni erbleiben. — Alle bisherigen Meldungen über den muthmaßlichen Zeitpunkt deS Zusammentrittes des Reichstages stimmen darin überein, daß die Einberufung deS Reichsparlamentes voraussichtlich nicht vor dem letzten Drittel .deS November ersolgen werde. Sollte sich diese Annahme bestätigen, so würde der erste, bis zum Beginne der weihnachtlichen Ferien- pa«se zu rechnende Abschnitt der bevorstehenden Wintersession dev Reichstages wenig über einen Monat umfassen können und nach den Erfahrungen früherer Jahre erscheint eS sehr zweifelhaft, ob der Reichstag in diesem kurzen Zeiträume BrlondereS leisten würde. Die eigentliche parlamentarische Arbeit, namentlich die Specialberathung der einzelnen Vorlagen, dürfte darum auch diesmal erst nach Neujahr beginnen, daß aber der alsdann erfolgende Beginn der Verhandlungen der in den nächsten Wochen neu zu wählenden preußischen Bo lkSvertretung den Sitzungen des Reichstages nichts weniger al» förderlich wäre, dies steht schon jetzt fest. Man muß sich darum abermals auf eine längere Dauer der Reichstags- sesfion gefaßt machen, zumal auch die zu erwartenden umfangreichen und wichtigen Steuervorlagen eine Ausdehnung der Verhandlungen bis weit in das nächste Frühjahr hinein höchst wahrscheinlich machen. — In militärischen Kreisen nimmt man an, daß im nächsten Jahre auch im nördlichen Deutschland große Armee-Manöver, ähnlich den in Ungarn abgehaltenen, za welchen verschiedene Corps herangezogen werden dürften, stattfinden werden. Natürlich ist hierüber noch nichts Bestimmtes von unserer Heeresleitung festgestellt, allein es verlautet zuverlässig, daß sowohl der Kaiser als auch der König von Sachsen die Notwendigkeit solcher ganz feldmäßig angelegten Manöver auch für Deutschland betont haben. Wie der „L.-A." hört, hat der Generalstabschef Graf Schlieffen eine diesbezügliche Denkschrift auszuarbeiten. Als Führer dieser zwei Armeen, deren jede aus zwei Corps mit Reserve- sormattonen bestehen dürfte, werden Generaloberst von Los und General der Cavallerie Graf Waldersee genannt. Ausland. — Die neue Strikebewegung unter der Berg- orbeiterschafr Belgien» nimmt unter dem Einflüsse des noch immer fortdauernden Strikes der nordfranzösischen Bergleute allmälig einen bedenklichen Character an. Im Kohlenbecken von Mons, wo bislang 2700 Bergleute striken, hat die Zahl der Ausständigen inzwischen noch eine Vermehrung erfahren, unb in dem wichtigen Becken von Charleroi, wo bisher 12000 Mann strikten, sollte am Montag der allgemeine - Ausstand anheben. Ausschreitungen der feiernden belgischen Bergleute werden jedoch noch nicht gemeldet. — Großes Aufsehen erregen in Frankreich die in einem militärischen Fachblatte veröffentlichten abfälligen Aeußerungen rines der französischen Armee-Jnspectoren, des Generals te Cools, Über die vollständige Unzulänglichkeit ter französischen Reserveoffiziere. General te Cools constatirt diese Erscheinung auf Grund seiner Beobachtungen bei den letzten großen Manövern m Frankreich. Der osficiöse „Temps" bespricht die Sache in einem Leit- SitrtrflUrtgcr ASs»emtntspreiZi 2 Mark 20 Pfg. mü Bringerlohn. Durch bit Post bqogc* 2 Mark 50 Pf» Ätbaction, Expedition unb Druckern: Ach.tstraßeAe.D frmfrrt** 51 Mimlung )t in her Rck. der Stephanstraße. der unständigen Arbeiter bei der OrtS- tinung pro IW einsangelegenhil L« Vorstand hießen ht Wetzstemi- Gießener Anzeiger Keneral-Ftnzeiger. •* Sitzung deS Schwurgerichts der Provinz Oberheffen Ai)VUUV„, wwli, ........ ....... vom 2. October 1893. Zur Verhandlung kommt die Strafsache am Palaste der „Schönen Künste" gefunden. — Marschall gegen Conrad Hedrich III. von Hopfgarten wegen Ver- Martinez Campos verließ das Bett. brechens im Amte. Die- Anklage vertritt der Großh. Erste Charleroi, 2. October. Die Zahl der Ausständigen Staatsanwalt Jöckel, die Vertheidigung führt Herr Rechtsim Bassin von Charleroi ist auf 16,000 gestiegen. In anwalt vr. Ros enberg, als Geschworene wurden ausge^ost Marchienne, Chatelineau, Charleroi und Dampremy ist der die Herren Christian Faß, Heinrich Klmg, Johannes Groh VL, Strike ein vollständiger, an allen übrigen Orten nahm ein Hermann Karl Schmidt, Wilhelm Bloch, Johann Henrich Theil der Bergleute die Arbeit wieder auf. Die Ruhe wurde I Müller II., Johannes Schäfer II., Wilhelm Zleg, Johann nirgends gestört I Heinrich Scharch, Conrad Eckstein, Heinrich Wilhelm Alles u ------------ und Gustav Vogt. Der frühere Gemeinde- und Kirchenrechner An 1246 Hee ' Vi Kilo. *’ Markt 8. wähl! ^eun qi empfehlc ‘Sy» 1 Erhalt. artikel und bedauert hierbei, daß die von den activen Offizieren l Loudon, 2. October. AuS Catania wird gemeldet, die gegen ihre Kameraden von der Reserve zur Schau getragene , Stadt bereite einen herrlichen Empfang der englischen Feindseligkeit und Geringschätzigkeit die letzteren entmuthige | Flotte vor. Letztere werde am ^ctober "w°rtet. und gleichgültig mache. Im Anschlüsse hieran tadelt der i Barcelona, 2. October. Hier wurden neuerdings mehrere „Temps" die provisorischen Zustände und die Unschlüssigkeit Anarchisten verhaftet, welche der Theilnahme an dem Com- betreffs der Reformen im HeereSwesen und hofft daS Blatt plott verdächtig sind. schließlich, General Boideffre, der neue Generalstabschef, werde in der Armee das erschütterte Vertrauen wiederherstellen. Depeschen deS Bureau „Herold-. I Conrad Hedrich UI. von Hopfgarten steht unter der Anklage, Berlin, 2. October. Der „Reichsanzeiger" meldet: Die I daß er im Laufe der letzten Jahre als Beamter, nämlich als Berathungen des Redactions - Ausschusses der Börsen- I Rechner der Gemeinden Hopfgarten und Renzendorf, wie der Enquete-Commission über den dem Reichskanzler zu Kranken-, Alters- und Jnvaliditätsversicherungskassen dieser erstattenden Schlußbericht find so weit vorgeschritten, daß Gemeinden und als Rechner der Kirchenkasse zu Hopfgarten deren Beendigung für die nächsten Tage zu erwarten ist. I nach und nach Gelder, die er in amtlicher Eigenschaft em- Die Commission wird voraussichtlich noch im Laufe des Pfangen, im Gesammtbetrage von etwa 4000 Mark unter- Monats zur endqilttgen Feststellung des Berichtes ein- schlagen und mit Beziehung auf diese Unterschlagungen die berufen. zur Eintragung oder Controlle der Einnahmen oder Aus- Berlin , 2. October. Die Verhandlungen über den gaben bestimmten Rechnungen, Register der Bücher unrichtig deutsch-russischen Handelsvertrag wurden unter! geführt habe. — Conrad Hedrich III. wurde von Großh. dem Vorsitze des Freiherrn v. Thielmann heute eröffnet., KreiSamt Alsfeld am 29. October 1886 als Rechner der Die Verhandlungen werden in französischer Sprache geführt, die Protokolle in deutscher und russischer Sprache auf- genommen. Berlin, 2. October. In der gestrigen Versammlung der ! Tabakarbeiter und -Arbeiterinnen Berlins wurde eine| Resolution angenommen, in welcher auf das Entschiedenste gegen die projectirte Tabakfabrikatsteuer, sowie gegen jede andere Form einer stärkeren Steuerbelastung des Tabaks protestirt wird. Der Reichstag wird, verpflichtet, jedem der- artigen Gesetzesvorschlage seine Zustimmung zu versagen. Demnächst findet in Berlin em Congreß von Tabaksarbeitern Deutschlands statt. Berlin, 2. October. Major v. Francois berichtet über ein siegreiches Gefecht der westafrikanischen Schutz- rruppe mit Witbois am 10. September bei Gurumanas. Drei Deutsche wurden verwundet. Hamburg, 2. October. Heute wurden hier drei Cholera-Erkrankungen und ein -Todesfall constatirt. Altona, 2. October. Heute wurde hier ein Cholera- Todesfall constatirt. Wien, 2. October. Die „Montagsrevue" meldet, das österreichische Budget pro 1894 schließe mit einem Ueber- s ch u ß von 400,000 Gulden ab. Lüttich, 2. October. Eine große Feuersbrunst brach gestern im Fouragemagazin der Artilleriekaserne aus. Der Schaden an Material ist sehr bedeutend. Paris, 2. October. Hiesige Blätter melden: Fürst Bismarck sei inKissingen wieder schwer erkrankt und theilweise gelähmt. An eine Abreise von Kissingen könne über- Haupt nicht gedacht werden. Pari«, 2. October. Die Blätter besprechen die That- fache, daß durch den deutschen Reichskanzler das Personal der hiesigen deutschen Botschaft die Anweisung erhielt, vom 10. October ab auf seinem Posten zu sein. Paris, 2. October. Es verlautet, daß das Panzerschiff „Morceau", welches der Czar und die russischen Marineoffiziere bereits in Kronstadt besichtigt hatten, dem russi- scheu Geschwader entgegenfahren werde. DaS Panzerschiff soll am 4. October von Toulon absegeln. Neueste Nachrichteir» ** Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordneten _ . . _ Donnerstag den 5. October 1893, Nachmittags Wolffs telegraphisches Correspondenz-Bureau. fuhr: 1. Mittheilungen. 2. Untersuchung des Wassers Königsberg, 2. October. D,e Kaiserin traf um 8 Uhr gütlichen Pumpbrunnen. 3. Gesuch deS Karl Tag um 45 Mtn. von Trakehnen hier em und fuhr um 8 Uhr 50 Min. (grloubnife jur Aufstellung einer Bretterbude. 4. Gesuch deS nach Berlin. Karl Weidig und L. Fuhr um ASphaltirung der Erlengaffe. Köln, 2. October. Der „Köln. Zig. zufolge ist bet Errichtung einer Kochschule im Keller der Stadtmädchen- der Antisclaverci-Gesellschaft ein Telegramm emgetroffen, wo- , Obstanlage. 6. Auffüllung des Sttaßenkörpers nach Major W iß mann am 7. Juli am Tanganyika an- & Stephanstraße. 7. Decretur von Kostenrechnungen, gekommen ist. Er habe dort schwere Kampfe zu bestehen Versicherung gehabt, die jedoch siegreich und mit der Befreiung mehrerer frQn(enf'Q|rei 9 hundert Sclaven geendet hätten. h Concession Rom, 2. October. In Folge starker Regengüsse g. n ft eigen die Flüsse Arno und Reno. Die Bahnverbindung 1 zwischen Bologna und Florenz ist unterbrochen. ** Sitzung Barcelona, 2.October. Eine Dynamitbombe wurde | 1 Veiß Nidda am 7. August. — Zur Wiederbesetzung wird ausgeschrieben die erste evangelische Pfarrftelle zu Erbach; daS Präsentationsrecht steht dem Grafen von Erbach-Erbach zu; die evangelische Pfarrstelle zu Wallernhausen. ** Theatervereio. In unserem gestrigen Artikel har sich leider ein Druckfehler eingefchlichen, der den Sinn zum mindesten stark beeinflußt. Der letzte Satz hat zu lauten: „Mit Be- stimmtheit aber muß von allen Mitgliedern erwartet «erden, daß ste dem Verein treu bleiben, denn nur unter dieser Voraussetzung können die finanziellen Verhältnisse weiter (nicht, wie es hieß, wieder) erstarken, und nur bei guter finanzieller Lage ist dem Verein die Möglichkeit gegeben, seinen Mitgliedern besondere Vergünstigungen zu gewähren." * * Antzzeichnnng, Seine Majestät der Kaiser hat dem Weichensteller Weg er le dahier bei seinem Uebertrirt in den Ruhestand am 1. October 1. I. daS Allgemeine Ehrenzeichen verliehen. * * Brand. In einem Hause der Frankfurterftraße entstand heute früh 4 Uhr Feuer. Dasselbe ist jedenfalls durch einen Kaminfehler hervorgerufen worden. Der Schaden ist nicht bedeutend, da nur der Fußboden etwas anbrannte. * * Verhaftet. Wegen Trunkenheit uud Ruhestörung wurden in vergangener Nacht ein hiesiger Taglöhner und eine hier zugereiste Zigeunerin verhaftet. ** Herr Dr. Sutor hier wurde gestern einstimmig zum Bürgermeister der Stadt Alzey gewählt. _ e* Die Postschalter werden seit gestern um 8 Uhr Morgens geöffnet. ** Telegraphen • Verkehr. Im Großherzogthum Heffen wurden Im Jahre 1892 435,608 Telegramme gegen 406,145 im vorgehenden Jahre aufgegeben; die Summe der dafür er- hobenen Gebühren belief sich auf 311,707 Mk. auf einen Flächeninhalt von 24,7 Quadratkilometer oder 3193 Einwohner entfallt eine Telegraphenanstalt; es kamen auf je 1 Quadratkilometer 56,7 Telegramme, 40.58 Mk. Gebühren, auf 1000 Einwohner 438,73 Telegramme, 313.94 Mk. Gebühren. Am 31. Dccember 1892 waren in Betrieb 2096 Kilometer Linien, 8106 Kilometer Leitungen, 462 Apparate. — In Gießen I wurden aufgegeben 18,190 Telegramme mit 10,923 Mk. erhobenen Gebühren, in G i e ß e n H 10,026 Telegramme mit 6775 Mk. erhobenen Gebühren. — In der Provinz Oberhessen wurden aufgegeben 80,316 Telegramme mit 53,478 Mk. Gebühren. Unter den 87 in Oberheffen befindlichen Telegraphenanstalten gab sonach Gießen allein mit 28,216 Telegrammen mehr wie den dritten Theil der in der Provinz beförderten Telegramme allein auf. Mehr wie 1000 Depeschen wurden weiter aufgegeben in Alsfeld (3432), Bad Nauheim (9477), Büdingen (2208), Butzbach (2375), Friedberg (5484), Hungen (1739), Lauterbach (2031), Lollar (1281), Nidda (1126), Schlitz (1018), Vilbel (1266). Die geringste Anzahl Depeschen (35) wurde in Wallenrod aufgegeben. Ununterbrochener Dienst bestand in Alzey, BenS- heim, Bmgen, Butzbach, Darmstadt (Telegraphenamt und Bahnhof), Friedberg, Gießen l, Mainz (Telcgraphenamt und Bahnhof), Offenbach und Worms, voller Tagesdienst in Gießen II, Eastel, Mainz IV. ** Zur Absperrung der Bahnsteige in Frankfurt a. M. schreibt die „Franks. Ztg." : Die Absperrung der Bahnsteige ist mit dem gestrigen Sonntage zur Thatsache geworden. Vorbei sind die sentimentalen Zeiten, da man noch den Verwandten und Bekannten, die eine Reise nach Hattersheim oder Kelsterbach unternahmen, beim Signal der Dampfpfeife zum letzten Mal die Hand durch das Coupkfenster schütteln, vielleicht gar ein paar Zoll auf dem Trittbrett schwebend mitfahren konnte. Auch um den sorglosen Schlummer der Passagiere ist eS, wenigstens streckenweise, geschehen, dem man sich sonst während der Fahrt in der Coupoecke hingeben durfte, unbekümmert um daS Wohin, weil ja im kritischen Moment der Schaffner nicht versäumte, alle Wagenthüren aufzureißen und fast jedem einzelnen Schlafenden den Namen der Haltestelle donnernd inS Ohr zu rufen, und weil ohnehin große Chance bestand, daß mindestens einmal zwischen je zwei Stationen die beliebte Frage „Niemand zugestiegen?" oder die Mahnung „Bitte, Fahrkarten vorzeigen!" Morpheus verscheuchte. Jetzt aber haftet der Fahrgast selber für die Beobachtung seiner Fahrtdauer. Wer die Karte überfährt, verfällt der Strafe, gleich dem von der Controle ohne Billet oder in einer höheren Wagenklasse Betroffenen. Bekanntlich ist die Neuerung zunächst nur aufden StreckenHorchheim-Niederlahnstein-WieSbaden- Frankfurt und Frankfurt-Fulda-Bebra eingeführt worden. Die Reisenden, die nach Stationen dieser Linien fahren, haben daher ihre Fahrausweise bis zum Auögange auf der Zielstation anfzubewahren nnd dann an den Beamten abzugeben; desgleichen auf den von diesen Linien abzweigenden Linien. Im Uebrigen erwachsen den Reisenden durch daS neue Verfahren keinerlei sonderliche Beschränkungen- der Fahrtausweis berechtigt die Reisenden zum Betreten der Wartesäle rc. und eine Bahnsteigkarte zu 10 Pfg. gibt dem Nichtreisenden daS Recht, in den abgesperrten Bahnhoftheilen sich aufzuhalten. Wenn man nun noch bedenkt, daß die neue Maßregel nicht nur der „Cultursparsamkcit" entspringt, sondern auch den humanen Zweck im Auge hat, daS Begehen der Wagentrittbretter durch die Schaffner während der Fahrt entbehrlich zu machen und somit Unfällen vorzubeugen, so darf man dem Ersuchen der Frankfurter Eisenbahndirection an daS Publikum beipsiichtcn: „die Durchführung der neuen Einrichtung im diesseitigen Bezirk durch eine wohlwollende und entgegenkommende Haltung auch den Beamten gegenüber thunlichst zu unterstützen." — Freilich sollten dabet die Beamten mit dem besten Beispiel vorangehen. — Daß die Mahnung der Direction nicht überflüssig war, erhellt auS folgender Meldung eines unserer Berichterstatter über turbulente Scenen, die sich heute früh auf dem Hauptbahnhof abgespielt haben. Gestern ging eS ziemlich ohne Störung ab, da der Verkehr gering war, so daß die an den Bahnsteigen aufgestellten Eontrollbeamten, die vor dem Einsteigen in den Zug die Fahrkarten der Pasta- giere durchlochen und an den Endstationen abuehmev, ihrer Aufgabe gewachsen erschienen. Immerhin kommen kleinere Verspätungen der einzelnen Züge vor. Heute Morgen jedoch, am zweiten Tage, bei Eintreffen der Arbeiterzüge, die meist mit Verspätung von den Zwischenstationen hier einliefen, ereigneten sich tumultarische Scenen- eine Eootrolle war vollständig unmöglich. Die Arbeiter, die pünktlich um 6 Uhr auf ihren Arbeitsstätten sein müffen, stürmten den Eordon, entzogen sich der Eontrolle zum Theil und verließen unter Johlen und Hall oh den Bahnhof. Die ausgestellte Bahnpolizei unterließ eS, einzuschreiten, da sie diesem Treiben von 1000 bis 1500 Menschen nicht gewachsen erschien. ES wird, hiernach zu urtheilen, einige Zeit vergehen, bis sich daS reifende Publikum an die neue Verfügung gewöhnt haben wird. *• Zar ConntagSrnhe. Die Vorsitzenden der vier Landes- ausschüffe für Heffen, Baden, die Pfalz und Frankfurt a. M. haben im Namen und Auftrag der südwestdeutschen Eonserenz für innere Mission dem hohen Reichstage und BundeSrathe eine Petition in Sachen der Sonntagsruhe eingereicht. Darin wird dem Vertrauen Ausdruck gegeben, daß die vollkommene Einstellung aller öffentlichen und gewerblichen Arbeit am Sonntage unter alleiniger Zulaffung der durch Liebespflicht und die Nothwendigkeit gemeiner Wohlfahrt gebotenen Ausnahmen nach wie vor das Ziel auch der deutschen Gesetzgebung sein werde. An den Reichstag wird die Bitte gerichtet, über den unter seiner Mitwirkung zum Gesetze gewordenen Anfängen in der doppelten Richtung zu wachen, daß die Zulaffung zahlreicher prinzipwidriger Ausnahmen im Handels- gewerbe kräftig gewehrt und die baldigste Inkraftsetzung des Gesetzes für Industrie und Handwerk ermöglicht werde. An diese Petition schließt sich die weitere Bitte: 1) Die AuS- dehnung der Bestimmungen der Sonntagsruhe auf daS Gebiet des Tchankwirthschafts- und VerkehrSgewerbeS nachhaltigst zu verfolgen. 2) Die gänzliche Freihaltung des Sonntag« von dem Unterrichte der Fortbildungsschulen durch deffen Verlegung auf Stunden der Wochentage herbeizuführen. ** Steuerermäßigung. Die in diesem Herbst zu militärischen Hebungen einberufen gewesenen Reservisten und Wehr- leute seien darauf aufmerksam gemacht, daß sie von der Zahlung der Steuer befreit sind. Hierbei macht eS keinen Unterschied, ob die Hebung während dcS ganzen Monats oder nur kürzere Zeit gedauert hat. Beispielsweise haben die am 28. August einberufenen und am 14. September zur Entlassung gekommenen Mannschaften Anspruch auf einen Steuererlaß von 2 Monaten, d. i. % der ganzen JahreS- steuer. Zur Geltendmachung dieser Ansprüche bedarf eS nur eines entsprechenden Antrages unter Beifügung deS Steuer- zettelS an die zuständige Stelle. ** CommerS auf Helgoland. Die Betheiligung an dem am Sonnabend den 7. October d. Js. auf Helgoland stattfindenden Alte Herren-Commers wird eine sehr große fein; bis zum 22. v. M. waren 150 Anmeldungen eingelaufen. Die Anmeldefrist wurde bis zum 29. v. M. verlängert. Helgoland rüstet sich zum würdigen Empfang. •* Zur Beachtung. Nach § 1 des Gesetzes vom 20. Juli 1881 müssen Schankgefäße — Gläser, Krüge, Flaschen —, die zur Verabreichung von Wein, Obstwein, Most oder Bier in Gastoder Schankwirthschaften dienen, mit einem bei der Ausstellung des Gefäßes auf einer horizontalen Ebene den Sollinhalt begrenzenden Strich — Füllstrich — und in deffen Nähe mit der Bezeichnung des Sollinhaltes nach Litermaß versehen sein. Ausgenommen von dieser Bestimmung sollen nach § 6 versiegelte, verkapselte und festverkorkte Flaschen und Krüge sein. ** „Wenn die Schwalben heimwärts ziehen", dann beginnen die Ofenputzer, wie in diesen Tagen, menschenfreundliche Thätigkeit, und der lange vernachlässigte Ofen fängt an, in den Mittelpunkt deS häuslichen JntereffeS zu rücken. Einen zuverlässigeren Boten des nahenden Winters giedt es nicht, als diesen Mann, der berufen ist, die in der letzten Campagne davongetragenen ehrenvollen Wunden unseres braven Wärmespenders zu curiren, und zwar unter der ver- ständnißvollen Oberaufsicht der Hausfrauen und sämmtlicher Familienmitglieder, deren jedes sich an irgctTb einen Fehler des Ofens zu erinnern weiß. Die Frauen wünschen vor Allem, daß daS Hngeheuer in der Ecke dort nicht so gefräßig fei, „bei die theuren Kohlenpreise" und daß eS auch ordentlich wärme- die nervöse Tochter hat gefunden, daß der Ofen ganz unmusikalisch singe und stöhne, und der Herr deS Hauses wünscht nicht, daß eS außer ihm einen leidenschaftlicheren Raucher in der Wohnung gebe. Meister Ofenputzer verspricht feierlich, allen Hebelständen abzuhelfen und macht sich an die Arbeit. Am meisten giebt ihm der eigentliche Feuerraum zu schaffen, denn in der Regel ist dieser — besonders in kinderreichen Familien — mit den unglaublichsten Dingen angefüllt. Hat man ihn doch SommerS über als Versteck für Hunderterlei benutzt, für Spielzeug, für Butterstullen, die man programmmäßig essen sollte, aber nicht gegeffen hat, für eine unendliche Menge Papier u. f. w. Hier findet Mama allerlei Toilettenstücke, die sie während dcS Sommers vermißt hat, einige Parfümfläschchen und dergleichen, welche die Kinder sich widerrechtlich angeeignet und verborgen haben, hier findet man ein paar LiebeSbriefchen, welche an irgend ein unerreichbares Ideal geschrieben, aber nicht abgeschickt wurden . . . Ein Philosoph und Seelenforscher könnte zu alledem, waS der Osenmacher auS dem Ofenloche zum Vorschein bringt und worüber die Kinder hersallen, ein intereffanteS Capitel auS der Geschichte der Familie schreiben auf Grund dieser menschlichen Documente, welche der gute Meister achtlos bei Seite wirst, für die er nicht einmal ein Lächeln besitzt — der Mann hat keine Zeit, er ist jetzt ein vielbegehrter und vielbeschäftigter Mann. •• Felbwebel LieuteuRutS. Zur Besetzung der Seconbc- Lieutenantsstellen bei den Ersatztruppen, den Landwehr-Fuß- artillerie-Bataillonen, den Garnison Bataillonen und Landwehr- Formationen können diensterfahrene inactive Hnteroffiziere, die nicht mehr dienstpflichtig find und sich zum Wiedereintritt für den Fall einer Mobilmachung bereit erklären, angenow«. werden. Solche Unteroffiziere, die zur Verwendung Feldwebel-Lieutenants im Mobilmachungsfalle 1894 95 vom 1. April 1894 bis dahin 1895 — bereit find, mün- fich unter Einreichung ihrer Perfonalpapiere bei dem t, treffenden BezirkScommando oder Bezirk-feldwebel me'.tr Sie werden bei ihrem Dienstantritt zu vicefeldwebeln otZ Bicewachtmeistern der Landwehr, falls fie nicht bereits irühs in solcher Stellung waren, ernannt und erhalten die Gebühr* eine« Seconde-Lieutenants, ausgenommen den DvhnungSo^, zuschuß, ebenso Bekleidung nnd Ausrüstung. Haben sie sh»! dienstliche Brauchbarkeit dargethan, so können sie drei Mot-^ nach erfolgtem Dienstantritt ohne vorhergegangene Wahl OffiziercorpS dem Kaiser durch die Gesuchslisten zur Ernenrun, zum Feldwebel-Lieutenant vorgeschlagen werden. Die £3 webel-LieutenontS gehören zu den Londwehr-Offizieren »war zur Hauptklaffe der Subaltern•Cffiperc im Range tJ Seconde Lieutenants. Sie erhalten die Offizierspension neid PenfionSzulage, wenn fie als Feldwebel-Lieutenants cuu Invalidität bedingende Verwundung oder DienstbefchLdig-, erleiden, und auch die Bewilligungen für die Hinterdlwbwa regeln sich nach den Besttmmungen des ÄütäwNhfe gefetzeS. ______________ § Unter Seibertenrod. 2. October. Nachdem vor Jahren unsere kleine Gemeinde in so schrecklicher Weise ui der DiPhtheritiS heimgesucht worden war, über z»c Opfer forderte die mörderische Krankheit, schien biefer Slmta Würgengel unS im vorigen Jahr verlaffen und seinen fyu Weit tiefer dem Thale hinab nach Oder-Ohmen, Ruppenem:! und Burggemünden verlegt zu haben. In diesen Tagen ata tritt die Krankheit wieder von Neuem auf. Bereit- vr. Kinder, worunter ein schulpflichtige-, sind ihr wiederum erlege Angesichts der großen Gefahr dieser Epidemie, die Icuc immer noch nicht genug gewürdigt wird, ist dringend empfehlen, die allgemein bekannt gegebenen Verhaltung--me. regeln gewiffenhaft zu beobachten. A. AuS der südlichen Wetteran. 1. October. Die Ck weinfabrikanten in unserer Gegend, besonders in unserer Rra- stadt Büdingen, sind Tag und Nacht rastlos in Thätigke um die ausgezeichnete Eonjunctur für Herstellung !t; Apfelweins tüchtig auözunützen. Man ist gewöhnlich in Ansicht: Der Frankfurter, beziehungsweise der SachsendL.- Apfelwein fei der beste in ganz Deutschland, waS ata : nicht erwiesen ist. Frankfurt als Großstadt und fein t ■ hängsel Sachscnhzusen haben wegen der Grvßstadtfirma cuu größere Kundschaft, womit aber nicht gesagt ist, daß tu Obstweinerzeugnisse der kleineren umliegenden One n Starkenburg und Oberheffen nicht ebenso gut, mitunter io gor noch besser sind. Derartige Orte sind in unserer Provinz: Vilbel, Dortelweil und jene andere Orte nördl.ä von Frankfurt, besonder- aber Büdingen. In unserer Kreisstadt wird ein Obstwein hergestellt, deffen Renomm« b:l nach Hamburg und Stettin reicht. Der die-jährigi Stoff verdient die höchste Anerkennung und jeder Kenner ihn sich trefflich munden. — Aehnlich wie mit dem Obstwein« geht e- mit den Frankfurter Würstchen. Sie werden hundert- tausendweife in Isenburg, Langen, selbst in Darmstadt, aber besonders auch in Oberheffen bi- in Obermockstadt tn Wagner) und in Büdingen fabricirt. Die Büdinger Frank furtcr Würstchen haben ihren Weg bis nach Augsburg, »eit nach Süodeuschland, wie der Büdinger Frankfurter Apfelwein den feinigen bis an die Nord- und Ostsee gesunden. -a.- AuS dem Seenthal, 2. October In unserem obere- Thale ist man mit den landwirthschaftlichen H erb st ar beiten noch sehr zurück. So lagert noch, namentlich um ben Cta seener-Hos, viel Gerste im Felde. Durch den txodiu । Sommer säete man dieselbe, auf Feuchtigkeit wartend, V.x spät auS. Die anhaltende Trockenheit verhinderte ein baltyt Aufgehen derselben und sie kam erst zum rechten Wacb'tsM nach den ersten Regenfälleu im Spätsommer. Auch he Grummeternte ist noch nicht beendigt und sitzt noch viäeS Grummet auf den Wiesen. Mit dem AuSmachen der ter- toffeln hat man jetzt begonnen. Dieselben liefern reiche ft- träge mit Ausnahme trockener Lagen, auf denen die PartoW nicht aufzugehen vermochten. -r. Neu - Ulrichstein, 1. October. MvnatSberichi der Arbeiter-Colonie pro September 18 93. Ente September 1893 sind in der Colonie stellen-, refp. arbeitest 58 Mann. Dieselben Vertheilen sich auf da- Gro»- herzogthum Heffen 20, Regierungsbezirk Kastel 5, Regierung»- bezirk Wiesbaden 5. Königreich Preußen: Provinz Rtac- lande I, Provinz Westfalen 3, Provinz Sachsen 1, Provmz Brandenburg 1 , Provinz Schlesien 4, Provinz Pvien 1, Provinz Ostpreußen 1 - Königreich Bayern 4, Königreich Württemberg 2, Königreich Sachsen 3. Thüringische Staaten 2. Großherzogthum Baden 2. Großherzogthum Mecklenburg L Großherzogthum Luxemburg 1. Ausland: Böhmen 1. von waren : Arbeiter 24, Bäcker 6, Bergmann 1, binber 1, Färber 1, Instrumentenmacher 1, Kaufleute Kellner 2, Kesselschmiede 1 , Maurer 1 , Metzger 1, Sattler 1, Schlaffer 1, Schneider 5, Schreiber 1, macher 3, Tuchscheerer 1, Tüncher 1, Weber 1, Zi«»et- mann 2. Im Monat September wurden entlasten 17 Mao.-, und zwar in Stellung durch die Eolonie 1, auf eigenen Wunsch 16. Gearbeitet wurde an 1586 Tagen, hierunter 4491/, Tage für fremde Rechnung. Seit Bestehen der Eolonie sind ausgenommen worden im Ganzen 2309, dagegen abgegangen im Ganzen 2251 Mann, bleibt Beitavk am 30. September 1893: 58 Mann. Heppenheim e. b. B., 29. September. Massenhaft Gurken, welche bei der Campagne keinen Absatz sanden werden gegenwärtig theil- al- Sens- und Samengurfen ucl rheil- zur Fütterung der Schweine und des Rindvteb- dt nutzt. Einem Landwirth auS einer Nachbargentemde ver endeten kürzlich drei wetthvolle Stück Rindvieh an übermäßiger Fütterung mit Gurken. — Die Gurkenkerne werde» um 7 Mk. pro Pfd. verkauft. (tftirt“0! ai*0 tn &»* K: * * °Ä< d#1 b , (oniW J |fl uni Dtl'. - r* mit dl wurde - .. «itht (aiiun^an! J’ijr aüc gü'- ... pM* ^rcrPnetfnveriaBii > Erlaubnis ■ ffebirt i nthuli i.ttniMcn S-dr achtete-, oder \ uirb. ijintrt 'rtüc gegk . f-A linlac tafibti für alle idlng «d des litt unettttlbat cm entfttbtn \ (ftt der p £abrfarten«( ,.i Kastel g v: t :t Pubicum zettzt, io daß fd werben du der Vahndoie ist rächte sich unter Kegen vor dem i iur Ranenlo jt.ttnb unb jwarr L HW d e in dem b legten drei Loche Vctttnteb die Nachdem bv wieckon der ffii l'monal verfüg! spparal per Tesi Vjt - s. Sefann St. 297 - empj ü'iDtrorbnung wn dieser kinrich »5flidnbtge jerflöi Tuerei empfehlet Vx ® dtt Poliieivt bei anbe f"'iuibug, dam Dünschl 3i »r-ar.lntMmert i jmrn Seschäst. zu mach Tttatz •' bv Rtanlb u M ta )u: Lck dtt D • M bit Mrü Stunl Mill werde Zu der bt ^bmtng und oei ■ K S k iMinj i2",nk«ber. In unsemi jchenHerbstar: lamentlich um de Durch den Tüchtigkeit warkkl i verhinderte em t: zum rechten Wi vpätMM- dinch igt uni fitzt noch .m AuMachen der leiben liefern reut aus denen bitStar ,Xi Monatsd!> ö’ttmHt 1893s stellen-, resp- a^' sich auf das c urk Kassel 5, Reg'!- 'reufeen: W * ®*" y 4' Provinz vc $a»ern i, ** . I^ürinylwy'i ,-B» ** toblSiN“" 5, SW®"" ' 'i,. 1, Kausle- ”* 7 fflelf winXa?- 5 grjreibet h 1, $eb« M® ebenen* „ ;Ib E September. V unb JJ ^5/ 5 Jthie Garantie per SRIck 3.-Mark. Etui», hochfein pr. Stück M Pff- Streichriemen.doppel „ Wae nicht gefällt, nehmen sofort retour. Pracht-Catalog 8ämmtlich.ee»ierwaaren,Scheeren u. Waffen vera. cratia Du„rcheie. Fabrikat. >/• bilbirer wie überalL Man kaufe nur direkt 1111 8277 die behördliche Untersuchung festgestellt, tatsächlich auf Brandfeistung zurückzuführen. Wer inbefe die ruchlose Thal ausgeführt, hat man bis jetzt noch keine Spur, wefehalb der Gemeinderath eine Belohnung von 500 Mk. für Ermittelung des ThäterS ausgesetzt hat. Bekanntmachung. Diejenigen, welche für den bevorstehenden Winter Fichten - Deckreiser aus dem Gießener Stadtmald zu beziehen wünschen, wollen ihre Anmel- düng spätestens bis zum 15. l. M. auf unserem Bureau — Zimmer Nr. 15 — erstatten. Die Anmeldungen können jedoch nur insoweit berücksichtigt werden, als nach den stattfindenden Fällungen die Lieferung guter Deckreiser möglich ist. Die Lieferung erfolgt frei vors Haus und ist der Preis auf 16 Pfg. pro Welle festgesetzt und bei der Anmeldung zu entrichten. Gießen, den 2. October 1893. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. 8308 « i*» _ tyäm<1a sind eine Zierde des Weibes. Durch SCllODG Händ6 die Haushaltungsarbetten wird die Haut aber leicht roth, rauh, rissig, Ipringt auf und schmerzt dann sehr. In diesen Fällen soll man durchaus nur eine völlig warfefrete, un- verfälscht reine Seife zur Toilette verwenden, wie z. B. die treffliche Doering* Seife mit der »ule ist. Diese Seife macht mehr wie jede andere die Haut welch, zart und geschmeidig unb wirkt durch Ihren Fettgehalt schützend auf die oberen Hautlagen, wie dies berühmte Specialärzte für Hautkrankheiten wiederholt ausgesprochen. Die Anwendung der Doerings Seife mit der »ule ist ^chau nicht kostspielig, weil sie sich nur sehr wenig vermascht unb bis auf den kleinsten Nest aufbrauchen läßt, daher auch ledcm sparsamen Haushalte angelegentlichst zu empfehlen ist. Preis 40 Pfg. Engros-Verkauf: Benner & Krumm, Giessen, t4555 Jeilgeöotenes. Stadt. SlhtaWaus. Freibank. [8281 Heute und morgen: 8chwemeflei[ch, nicht ladenrein, per Pfd. 50 Pfg. Einige Aepfelweinfass von 200; 100, 50 ic. Liter werden noch billig abgegeben. __Emil -yischdach. verkehr, Land, «nd volkrwirthfchast. «lefleu. 3 October. Marktbericht- Äut dem heutigen ®o»Mlronete: Butter pr. W X 0.9b-l,00 Hübneretcr 7__ e 9 fttüdt — X tkäfe pr 6t. 0—8 X Roietnottc pr St- 8 4 Erbsen pr. Liter 18 A, Limen pr. öfter 28 A, Tuud-.n pr' Paar J?' 0,60-0,80, Hühner pr. Stück ^ 0,W-l,10, Hahnen nr .M. 0 50— 0 90 Enten pr- St- X 1,40 bis 1,60, Ochsenfleisch pr' Pfd 62-68 X Kuh, und Rindfleisch pr. Pfd- Ä \ fleisch pt. Pfd. 60-70 X Kalbfleisch pr- M- ^-52 ^^Hammet« steisch pr. Pfd. 40-60 X Kartoffeln pr. 100 KUo 4,W-b,öU .x, Weißkraut pr Stück 8-15 Zwiebeln pr. Eentner 7,00- 8,00 ^c, Milch vr. Ltter 16-20 X Enteneier pr. St. — A, Zwetschen Ctr. 3,50-4,50 X _ * Güstrow, 30. September. Als Curiosum sei erwähnt, daß dieser Tage ein Pserd der Artillerie-Abtheilung, welche noch wegen deS Manövers abwesend war, selbstständig hier eingetroffen war. Ohne jegliches Geschirr hier angekommen, begehrte es laut wiehernd Einlaß in seinen Stall, wurde aber von dem Posten, welcher das Thier nicht kannte, wieder unb toiebtr zurückgescheucht. Der nächste Posten machte eS ebenso. Gebuldig harrte bas Pscrb in ber Ferne auS, bemerkte bk AblösungSmannschast deS Postens am fernen Pulverschuppen unb folgte bem Posten gemächlich. Auch hier j urückgescheucht, folgte eS dem abgelösten Posten, blieb in der Nähe der Ställe, unb als bic Remonten herauSkamen, um eingegeben zu werben, mischte es sich freudig wiehernd unter diese. Die Ermittelungen, welche nunmehr angestcllt wurden, ergaben, daß das Pferd im Besitz eines Quartiermachers war. In Gr. Wockern, wo dieser im Quartier lag, hatte ich das Pferd aus bem Stalle entfernt unb in bunkler Nacht ben Heimweg angetreten unb gesimben. Bekanntmachung, betreffend die Wohuungsdesinfection in der Stadt Gießen. Nachdem die Stadt Gießen die nöthigen Einrichtungen zur Des- iirfection der Wohnungen getroffen hat und über ein dafür ei"9e“^s Personal verfügt und die hiesige Universitätsklmtk ihren Destnfecttons^ apparat zur Desinfection der beweglichen Sachen zur Verfügung gestellt hüt, — s. Bekanntmachung vom 16. Dezember 1892 im Gießener Anzeiger 91 r. 297 — empfiehlt es sich in allen Fällen von Erkrankungen, wo die Polizeiverordnung vom 14. September 1892 die Desinfection vorschrewt, vom dieser Einrichtung Gebrauch zu machen, da nur auf diese Art aus eine vollständige Zerstörung aller Krankheitskeime gerechnet werden kann. Des Weiteren empfehlen wir jedoch, die Anwendung der Desinfection nicht auf bi« in der Polizeiverordnung erwähnten Krankheiten zu beschränken, sondern auch noch bei anderen, z. B. Ruhr, Lungenschwindsucht, bösartiger Lungenentzündung, davon Gebrauch zu machen. Wünscht Jemand die Desinfection seiner Wohnung bezw. eine; Krankenzimmers und der darin befindlichen Sachen, so hat er davon aus unserem Geschäftszimmer Nr. 7 (Stadlbauamt) persönlich oder schriftlich Meldung zu machen und im letzteren Falle genau anzugeben: die tage der Wohnung, Straße, Hausnummer, Stockwerk, Vorder- oder Hinterhaus, ferner die Krankheit, wegen deren die Desinfection gewünscht wird und bie ^ahl der zu desinficirenden Räume. Soll die Desinfection noch am folgenden Tage ausgefuhrt werden, so muß die Meldung bis spätestens 6 Uhr Abends bei uns eingegangen ein. Die Stunde des Beginns der Desinfection wird den Interestenten mitgetheilt werden, sie soll in der Regel frühestens Morgens um 8 Uhr und spätestens Nachmittags 2 Uhr beginnen. Zu der bestimmten Stunde erscheinen die Desmsectoren m der Wohnung und verpacken und verbringen zunächst die in der DesmfectionS« anstatt zu behandelnden Sachen in den Transportwagen. Dann beginnen sie mit der Desinfection der Wohnung. Rach Beendigung derselben schaffen sie die unterdeffen aus der Anstalt zurückgebrachten Sachen wieder in die ganze Arbeit wird in der sorgsamsten und schonendsten Weise ausgeführt, doch kann eine Garantie für Richtbeschadigung Nicht übernommen werden. Sollte in besonderen Fällen, wenn eine ^eSinfectiou polizeilich nicht vorgeschrieben ist, nur die Desinfection der beweglichen Sachen, Bett- iverk, Wäsche, Kleidungsstücke, Möbel rc. gewünscht werden, so muß in allen Fällen der Transport nach und von der Desinfectwnsanstalt durch unsere Transportwagen erfolgen; die Einlieferung der luficirten Sachen in die Anstalt durch die Interessenten selbst ist wegen der Möglichkeit der weiteren Verbreitung des Ansteckungsstoffes unstatthaft. Die Gebühren für Ausfühmng der Desmfection sind nach Matz- gube der nachstehend abgedruckten „Gebührensätze" an die Stadtkasse zu h WUL I WVMl WiV *..... ’ ’U---- . a Nachbar?" - Rheinländer: „Ich bin aus Trier und da- fjer // — Berliner (unterbrechend): »Ach so, ick verstehe schon! Also ’n M 0 selmanu ♦ Nichts ist vollkommen. Kaminfeger: „Wahr ist's ja, unser Geschäft ist ein ganz gutes. Aber wenn ei'm die Leut die Kamine ins Haus bringen könnten, deß mr do so gemütblich daheim auSputze könnt — nachher war s siech noch schöner!" aussprechen zu dürfen, daß unsere Mitbürger eintretenden Falles stets von dieser wohlthätigen, gesundheitsfördernden Einrichtung Gebrauch machen, daß die betheiligten Haushaltungsvorstände, sowie die Hauseigenthumei: es sich angelegen sein lassen werden, den nut der Desmfection beauftragten Bediensteten der Stadt nach Möglichkeit entgegenzukommen, msbesondere auch durch leihweises Ueberlassen von zur Ausführung der ®edmfechon erforderlichen Gegenständen, Leitern u. dgl. Insbesondere aber richten wir an die Herren Aerzte die Bitte, unser gemeinnütziges Unternehmen zu unterstützen und ihren wichtigen Einfluß geltend zu machen, damit von diesem vorkommenden Falls regelmäßig Gebrauch gemacht werde. Die Gebühren, welche von den zur I. Abtheilung der Einkommensteuer Eingeschätzten (Einkommen über 2600 Mk.) zu entrichten sind bc- ragen für dk Desinfection der Wohnungen und der darin befindlichen beweglichen Sachen 1 Mk. für die Stunde der von emer Person aus diese Arbeit, verwendeten Zeit. Die Bezahlung findet an die Stadtkasse auf Anforderung statt. Die Kosten für Hm- und Rücktransport der m der Desinfectionsanstalt zu behandelnden Gegenstände sind ba.run^ dagegen sind bei Benutzung des Desmfectionsapparates der neuen Klmik'N für Effecten, die den ganzen Apparat füllen, 10 Mk., sür solche, die zwei Abtheilungen desselben beanspruchen, 8 Mk. und für^solche, die nur eine Abtheilung des DesinfectionSapparateS oder weniger beanspruchen, 4 Mk. weiterhin zu bezahlen. Die in die Klassen 6 bis 10 der II. Abtheilung der Einkommensteuer (Einkommen von 1300 bis 2600 E-) Emgeschatzten haben nur die Hälfte der vorstehenden Gebühren zu entnchten, wahrend von den mit weniger als 1300 Mk. Einkommen oder gar nicht Besteuerten Gebühren überhaupt nicht erhoben werden. Für Gebührenpflichtige,-denen infolge von Unglücks-, Krankheits- oder Sterbefällen die Entrichtung der Gebühren besonders schwer fallen würde, können auf deren Antrag die Gebühren weiterhin ganz oder theilweise erlassen werden. Die Befreiung von Zahlung der Gebühren hat nicht den Charakter einer Armenunterstützung aus öffentlichen Mitteln. Wenn nur die Desinfection der Wohnung und der dann befindlichen Sachen ohne Benutzung des DesinfectionSapparateS für^nothig befunden wird, werden für die Stunde und den Arbeiter nur 0,80 bezw. 0,40 Mk. berechnet. Wird dagegen nur die Desinfection von GegeMnden m der Desinfectionsanstalt gewünscht, so betragen die Gebühren für Hm-^ und Rücktransport dieser, falls dabei die Hülfe der Desinfectoren nicht m Anspruch genommen wird, 6 bezw. 4 Mk. Gießen, 30. September 1893. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. Mai»-. 1. October. Dor der Strafkammer des firoßh. Landgerichts wurde in der gestrigen Sitzung folgender fscll abgeurtheilt: Der Musketier des 2. Nassauischen Jn- fruterie-RegimentS Nr. 88 PH. Tausch auS Barmen suchte im Februar d. I. bei seinem Vorgesetzten um Urlaub nach, tei ihm aber in Anbetracht dessen, daß Dausch sich schlecht ceiuhrt hatte, nicht bewilligt wurde. Um nun aber doch nach ' Frankfurt zu kommen, stellte sich Dausch selbst einen Urlaubs- .aß auS unb versah benselben mit ber Unterschrift seines Vorgesetzten- mit diesem Schein gelang es ihm auch, einen Fahrschein nach Frankfurt zu erhalten unb er begab sich nach horten. In Frankfurt bezechte sich aber Dausch gehörig, er verirrte sich und wurde am Morgen in einer Straße Frankfurt- mit erfrorenen Füfeen aufgefunden. Dausch wurde der I'iüitärbehörde in Mainz abgeliefert und kam ins Lazareth, ' wo ihm sämmtliche Zehen feiner Füße amputirt werden mußten. Gleichzeitig wurde er aber auch auS dem Militärsland auSgestoßen. Wegen Urkundenfälschung der Civilbehörde überwiesen, wurde er nun in der gestrigen Sitzung der Li-raskammer deS Landgerichts zu einer Gefängnißstrase von zwei Monaten verurtheilt. △ Mainz, 2. October. Die hiesige städtische Verwaltung steht gegenwärtig vor der Frage, ob und unter welchen Bedingungen Privaten die Herstellung electrischer Be- leuchtungsanlagen unterBenutzung von städtischem Gebiete gestattet werden soll. Anläfelich eines Gesuches behufs Leitung des electrischen Stromes über eine Straße der Stadt hat die ftödtische Verwaltung einen diesbezüglichen Vertrag entworfen, dec für alle gleiche Fälle als Grundlage bienen soll. Nach diisem Vertragsentwurf, über ben nächster Tage bie Stabt- verordnetenversammlung ihr Gutachten abzugeben hat, wirb du Erlaudniß zur Leitung beS electrischen Stromes über städtisches Gebiet nur unter bem Vorbehalt bes jeberzeitigen Widerrufes ertheilt. Die Erlaubniß erlischt jedoch auch ohne aiuSdrücklichen Widerruf, sobald ein von ber Stabt Mainz errichtetes, ober von ihr concessionirtes Electricitätswerk cmicessionirt wirb. Ein Entschädigungsanspruch kann in Teinem Falle gegen bie Stabt erhoben werben. Derjenige, wilcher die Anlage über bie Strafee betätigen läßt, ist haftbar für alle Beschädigungen, welche in Folge der Her- Itdlnng unb be« Betriebes ber electrischen Anlage mittel» ofcrt unmittelbar an bem Eigenthurn ber Stadt ober Dritter et»a entstehen sollten. — Die seit gestern auf einzelnen Sltrecken der preußischen Staatsbahnen eingeführte neue Fahrkarten-Controlle hat, soweit sich dies in ber nahen Station Kastel gestern unb heute beurteilen liefe, für bas reifenbe Publikum eine ganze Reihe großer Mißlichkeiten ge- ze°gt, so bafe schwerlich an eine allgemeine Durchführung gemacht werben bürste. Die ganze Bauart unb Einrichtung btn- Bahnhöfe ist nicht für biese Neuerung angethan und machte sich unter bem Publikum, bas gestern in strömendem Stegen vor dem nahezu hermetisch verschlossenen Bahnhof bic zur Kartenlösung warten mußte, ber lauteste Unmuth gtltenb unb zwar in einer Art, baß man jeben Augenblick Excesse h fürchten mußte. △ Aus Rheinhessen, 2. October. Die großen Bränbe, d« in bem bekannten Weinort Bo denheim in ben lebten brei Wochen rafch aufeinander folgten, sind, wie durch ^^^Bei dem hohe« Interesse, welches die gesammte Bürgerschaft an der »oedmöfeigen Ausführung der Desinfection hat, glauben wir die Erwartung bekannt. * Neue Coufeffiou. Berliner (auf einem Rheinbampfer): Wat haben Sie benn eigentlich for ’ne Confefsion, Herr „«*' “ , ■ (Vx l!u -.. o CTvIäv unb hns kirchliche Anzeige« der Stadt Gietzen. Evangelische Gemeinde. Donnerstag den 5. October: Vormittag« 9 Uhr: Gottesdienst zur Eröffnung der DccanatS» f®taunÄfl “für in dem KinderaoNeSdienst findet Donners"ag Nachmittag 4 Uhr in der Stadtk.rLe statt- Ca. 6000 Stück Seidenstoffe - ab eigene- Fabrik — schwarze, weiße u farbige 0. 75 Pf. bis Mk. 18.65 pr Meter - glatt, gestreift, karrlert, gemustert, Damaste rc^(circa 240 versch-Qual-und 2000 versch. Farben, DessinS rc.) «M" und fteuersrei inS Haus!! Catalog und Muster umgehend- [8282 G. Hennebergs Seiden-Fabrlk (k. k. Hotp, Zürich. VevnO^chter • Frankfurt a.M., 2. October. An Kelter-Aepfeln wurden am Freitag unb Samstag je mehrere Hubert ^gen hier eingeführt. Bezahlt würbe für bieseS Obst Mk. 4.70 bis Mk. 5.25 baS Malter. * Hamburg, 1. October. Die „Hamburg-Amerikamsche Packetfahrt-Actien-Gesellschaft" hat eine Concurrenz für den Bau eines Dampfers ausgeschrieben, ber noch größer werben soll, als bie für biefelbe Rheberei in Belfast schon im Bau befinblichen beiben Riesenbampfer. Von ben beutschen Wersten sind zur Bewerbung aufgesorbert Blohm u. Voß m Hamburg, ber „Vulkan" in Stettin, Schichau in Danzig, bie Flensburger Werft unb bie Germania-Werft in Kiel. * Breslau, 30. September. Der hier tagenbe 13. beutsche Pomologentag beschloß, ben nächsten Pomologentag 1896 in Kassel abzuhalten. Daselbst soll auch bie nächste allgemeine Obst - unb Gartenbau - Ausstellung statt- finben. * Aus Ostpreußen, 26. September. In ber Gegenb Don Insterburg zeigen sich Wölfe. Mehreren Besitzern sind bereite Schafe von den Bestien zerrissen worden. * eine kaum glaubliche Rohheit ist dieser Tage tn 23 er l in von einem dreizehnjährigen Knaben Namens Hans K. verübt worden. MehrereKinder spielten auf einer Baustelle und zündeten zu ihrer Belustigung ein Feuer an. Der junge K. warf nun dem mitfpielenben fünfjährigen Fritz KuronSky einen Sack über den Kops und warf ihn dann in das Feuer. Der Knabe erlitt so bedeutende Brandwunden, daß der zu seiner Behandlung herbeigezogene Arzt an seinem Auskommen zweifelt. So ungeheuerlich auch bie Mtttheilung klmgt, so ist sie doch buchstäblich wahr. Auch der Berlmer Polizeibericht giebt in feiner knappen Form von dem Vorfall Kenntniß. ♦ Paris, 2. October. In der letzten Nacht entgleiste infolge eines Attentats ein Zug von Poitiers und ein Specialzug von Schloß Brissac nach Angers, letzterer mit den Gästen des Grafen Arbern. Eine Brücke über bie Lowe würbe zertrümmert. Die Anzahl bei Opfer ist noch nicht Gebühren-Sätze für die durch die städtischen Desinfectoren besorgte Desinfection der Wohnungen und die Desinfection von beweglichen Sachen. Freitag den 6. Cctobcr, Abends 81 , Uhr, VNdl*- 2) den Räumen des 3KK* Stein’schen Saalbaues b in Tonntag den 8. Cctobcr: Der Vorstand 8293 tyfninii M tebfli m den o [8296 8297 Vermischte Anzeigen. Der Director: Gros. »nung steht btu Ktrchenplatz 6. au vermtethen. Männerturnverein 100.70 140 801 Bct. Rrdacnon: I. P.: Hermann Elle. Druck und Verlag der Brühl scheu Druckerei jr. Ihr. Pietsch' 'N SieHen. Fleisch-Extract im n 86L5 362.00 196 00 150.60 106 30 1C8.60 69.30 17290 130.03 138.40 116.70 98.25 269,[2 9L60 93.40 83.70 20.70 38.90 Lomb. E^B.-Act. Buschtherader E^B^Aet- Elbthal-Bahn-Act. (Aotlhard-Va-n-LLt. Schweizer :RorbofL4MkL Mainzer E.-B.-Act. Marienburger (MMkL 3k. 21) neu emitlirten (Hrostherzoglich Hessischen ;31/2procentigen Cbligatiouen, soweit solche zur Deckung der Kosten der nach den Gesetzen vom 14. Juli 1884 und 9. September 1885 erbauten Neben« bahnen bestimmt sind, Stücke von 5000, 2000, 1000, 500 und 200 Mark > zum Paricours, io lange der Vorrath reicht, von Grobherzoglicher Haust-1 Vortrag des Herrn Dr. Pohlmeyer aus Berlin. Themas Die Kaufmännischen Vereine in ihrer Beziehung zur Handels« politischen Bildung und socialen Stellung des deutschen Kaufmanns. Couccrt, ausgeführt durch die hiefige Regimenl-kapelle. Samstag den 7. Cctobcr, Abend« 81/, Uhr, 3. Vorstandswahl. 4. Festsetzung des Winterprogramms. Um pünktliches und zahlreiches Erscheinen ersucht Schlatzcours« 1 Uhr 15 Min. 85.55 4O/o Ung. Gold-Rente 99.90 50/0 SUeL Reute 85.56 8% Portugiesen 100.10 4®/e Äriech. Monopol-Aal. Familie Jahrgang;. Reimen rod und Giessen, 2. October 1893. Lich, 2. October 1893. 8286]______________________ Crtskrankenkasse Gießen. Das Bureau der Kasse bestndet sich jetzt Wetzsteinstraste Nr. 38, 2 Stock. (8208 Heidt, Rechner. Dt»conto-Eo«»«d^Aoth. Darmstädter SenMIct Dresdener Bant-Act. Rordd. Lloyd-Act. Wiener Bankver.-Act Oest. Lredtt-Act. Ital. Mittel»eerb«-n Äct Gellen # haben. L, Karlo Brühl. Anmeldungen für sämmtliche Fächer nimmt entgegen L. Mocscr, Schiffenbergerweg 14. [8298 2 8294 43 Wallthorftraße 43. MMSK । GksGsts-Ueberglidk un) CfmiiMiliing. jesfi-— S- »■. _ 8302] Eine frdl. Wohnung steht billig Donnerstag den 5. October: gehabte und nach dem Tode meines fei. Mannes weitergesuyne Lpenglergefchäst Wallthorilr. 43 WaUthorstr. 43 Samstag den 7. Cctobcr, Abds. V29 Uhr: Herrn Rudolf Rüdiger käuflich übertragen habe unb bitte, da» mir Ä^